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Verstopfung

Von Verstopfung (Obstipation) spricht man laut gesund.bund.de, wenn man weniger als dreimal pro Woche Stuhlgang hat; weitere Kennzeichen sind überwiegend harter, knolliger Stuhl, starkes Pressen und das Gefühl einer unvollständigen Entleerung. Laut S2k-Leitlinie Chronische Obstipation sollte die Behandlung nach einem Stufenschema erfolgen: zuerst Ballaststoffe und Lebensstil, dann Abführmittel, von denen Macrogol, Natriumpicosulfat und Bisacodyl als Mittel der ersten Wahl angewendet werden sollten. Ärztlich abklären lassen sollten Sie Beschwerden, die plötzlich auftreten und mit Blut im Stuhl, Gewichtsverlust oder Blutarmut einhergehen; Verstopfung mit Bauchschmerzen, Erbrechen und Fieber kann laut Packungsbeilage von Laxoberal auf einen Darmverschluss hinweisen.

Frau Anfang fünfzig mit kurzem rotblondem Haar in einer moosgrünen Strickjacke sitzt am hellen Küchentisch vor einer Schale Müsli mit Pflaumen und einem Glas Wasser
Bild: KI-generiert

Bei Verstopfung kommen laut gesund.bund.de zunächst Basismaßnahmen wie eine ballaststoffreiche Ernährung, ausreichend Trinken und körperliche Bewegung infrage; reichen sie nicht aus, kommen Abführmittel zum Einsatz [2]. Macrogol, Natriumpicosulfat und Bisacodyl sollten laut S2k-Leitlinie Chronische Obstipation als Arzneimittel der ersten Wahl angewendet werden [1]. Wenn Beschwerden plötzlich auftreten und Blut im Stuhl, Gewichtsverlust oder Blutarmut hinzukommen, sollten sie ärztlich abgeklärt werden [2].

Was ist Verstopfung?

Eine Verstopfung (Obstipation) liegt laut gesund.bund.de vor, wenn man weniger als dreimal pro Woche Stuhlgang hat. Weitere Kennzeichen sind überwiegend harter und knolliger Stuhl, starkes Pressen beim Stuhlgang und das Gefühl einer unvollständigen Entleerung [2]. Darmentleerungen nur alle drei Tage können laut Embryotox bei normaler Stuhlkonsistenz durchaus noch normal sein [3].

Die S2k-Leitlinie Chronische Obstipation der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und der Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (DGNM), Version 1.0 von 04/2022, spricht von einer chronischen Verstopfung, wenn die Kriterien seit mindestens 3 Monaten bestehen und die Beschwerden mindestens 6 Monate vor der Diagnose begonnen haben sollten. Mindestens zwei der folgenden Beschwerden sollten vorhanden sein [1]:

  • klumpiger oder harter Stuhl bei mehr als 25 Prozent der Stuhlgänge,
  • starkes Pressen bei mehr als 25 Prozent der Stuhlgänge,
  • das Gefühl einer unvollständigen Entleerung bei mehr als 25 Prozent der Stuhlgänge,
  • das Gefühl einer Blockade bei mehr als 25 Prozent der Stuhlgänge,
  • Handgriffe, um die Entleerung zu erleichtern, bei mehr als 25 Prozent der Stuhlgänge,
  • weniger als 3 spontane Stuhlgänge pro Woche.

Weiche Stühle kommen dabei ohne Abführmittel nur selten vor, und die Kriterien für ein Reizdarmsyndrom sind nicht erfüllt [1]. In Europa ist laut Leitlinie von einer mittleren Häufigkeit von etwa 15 Prozent in der Bevölkerung auszugehen; bei Frauen und älteren Menschen ist sie deutlich höher [1].

Ursachen und Risikofaktoren

Bei einer Verstopfung ist laut gesund.bund.de entweder die Darmentleerung gestört oder der Nahrungsbrei wird langsamer durch den Darm transportiert. Der Stuhl bleibt länger im Dickdarm, der ihm fortlaufend Wasser entzieht; dadurch wird er hart und knollig [2]. Häufig lässt sich keine Ursache feststellen [2]. Zusammenhänge mit faserarmer Kost, wenig Trinken, mangelnder Bewegung, dem Unterdrücken des Stuhldrangs und plötzlich veränderten Lebensumständen sind laut Leitlinie beschrieben, ein direkter ursächlicher Zusammenhang ist aber nicht belegt [1]. Als weitere Gründe nennt gesund.bund.de [2]:

Verstopfung tritt laut gesund.bund.de mit zunehmendem Alter häufiger auf, vor allem bei Menschen über 65 Jahre [2]. Das Risiko für Darmkrebs steigt durch eine chronische Verstopfung laut gesund.bund.de nicht [2].

Medikamente als Ursache: Medikamente bzw. ihre Nebenwirkungen können laut Leitlinie zu einer Verstopfung führen. Opioide können danach zu Verstopfung führen, weil sie über Opioid-Rezeptoren im Darm die vorantreibenden Darmbewegungen und die Abgabe von Flüssigkeit aus der Darmschleimhaut hemmen [1]. Laut gesund.bund.de gehören zum Beispiel Eisenpräparate, opioidhaltige Schmerzmittel, Antidepressiva und Medikamente gegen Bluthochdruck dazu [2]. Welche Wirkstoffe Verstopfung als Nebenwirkung nennen, steht auf der Seite Verstopfung durch Medikamente.

Diagnose

Die Basisdiagnostik soll laut Leitlinie eine genaue Befragung zu Stuhlverhalten, Medikamenten, Begleitbeschwerden und möglichen Grunderkrankungen sowie eine körperliche Untersuchung beinhalten, bei der auch der After angesehen und mit dem Finger untersucht wird (starke Empfehlung) [1]. Dabei sollte versucht werden, das Stuhlverhalten möglichst genau zu erfassen, zum Beispiel auch mit einem Stuhltagebuch und der Bristol-Stuhlformen-Skala (Empfehlung) [1]. Auf dieser Skala deuten die Stuhltypen 1 und 2 laut gesund.bund.de auf eine Verstopfung [2]. Eine Stuhluntersuchung auf Bakterien oder Pilze liefert laut Leitlinie keine relevanten Ergebnisse und sollte nicht durchgeführt werden (Empfehlung) [1].

Bestehen keine Warnzeichen, kann laut Leitlinie bei unauffälliger Basisdiagnostik zunächst ein Behandlungsversuch erfolgen (Empfehlung offen); sein Erfolg sollte nach etwa 4 Wochen überprüft werden [1]. Als Warnzeichen nennt die Leitlinie zum Beispiel Blutungen, Blut im Stuhl, Blutarmut, einen unerklärten Gewichtsverlust von mehr als 10 Prozent, Magen-Darm-Tumoren in der eigenen oder familiären Vorgeschichte, tastbare Verhärtungen, Mangelernährung, ein Alter über 50 Jahre, einen fortschreitenden Verlauf und eine kurze Vorgeschichte mit starken Beschwerden [1]. Bei Warnzeichen, starken Beschwerden oder hohem Leidensdruck sollen weitergehende Untersuchungen unmittelbar erfolgen, also ohne vorherigen Behandlungsversuch, sonst wenn der Behandlungsversuch nicht hilft (starke Empfehlung) [1].

Behandlung ohne Medikamente

Die Behandlung der chronischen Verstopfung sollte laut Leitlinie nach einem Stufenschema erfolgen (Empfehlung); am Anfang stehen Lebensstil und Ballaststoffe [1]. Dazu empfiehlt die Leitlinie [1]:

  • Trinken: Auf eine tägliche Trinkmenge von 1,5 bis 2 Litern sollte geachtet werden (Empfehlung). Mehr zu trinken hat keinen therapeutischen Effekt und sollte deshalb nicht empfohlen werden (Empfehlung).
  • Ballaststoffe: Sie können die Stuhlhäufigkeit erhöhen; deshalb sollte eine Ballaststoffaufnahme von 30 Gramm pro Tag angestrebt werden (Empfehlung). Zwei Portionen ballaststoffreicher Früchte am Tag können zum Schutz vor Verstopfung beitragen (Empfehlung offen).
  • Bewegung: Körperliche Inaktivität sollte vermieden werden (Empfehlung). Eine Wirkung von Bewegung über das normale, altersentsprechende Maß hinaus sollte nicht in Aussicht gestellt werden (Empfehlung).
  • Stuhldrang: Ein regelmäßiges Unterdrücken des Stuhldrangs sollte vermieden werden (Empfehlung).

Viele Ballaststoffe enthalten laut gesund.bund.de Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und Weizenkleie; ähnlich wirken Quellstoffe wie Floh- und Leinsamen, und auch Früchte wie Mangos, Pflaumen oder Kiwis fördern den Stuhlgang [2]. Treten unangenehme Begleitbeschwerden wie Blähungen oder Bauchkrämpfe auf, sollte die Ballaststoffmenge laut Leitlinie versuchsweise verringert und zunächst andere Maßnahmen bevorzugt werden (Empfehlung) [1]. Probiotika, Präbiotika und Synbiotika können laut Leitlinie bei funktioneller chronischer Verstopfung versucht werden (Empfehlung offen); ein Versuch mit einem Probiotikum, das in Studien positive Effekte zeigte, ist danach über 4 bis 6 Wochen möglich; sprechen die Beschwerden nicht an, sollten die Mittel danach wieder abgesetzt werden [1]. Bei einer gestörten Zusammenarbeit der Beckenbodenmuskeln sollte laut Leitlinie ein Biofeedbacktraining erfolgen (Empfehlung) [1].

Behandlung mit Medikamenten

Mann Mitte sechzig mit grauem Haar und Bart in einer marineblauen Steppjacke geht an einem Herbstmorgen zügig einen Uferweg entlang
Bild: KI-generiert

Zur Behandlung der chronischen Verstopfung sollen laut Leitlinie Abführmittel (Laxanzien) gegeben werden, wenn die Basismaßnahmen wie Lebensstil und Ballaststoffe nicht ausreichend wirken oder schlecht vertragen werden (starke Empfehlung) [1]. Macrogol, Natriumpicosulfat und Bisacodyl sollten als Arzneimittel der ersten Wahl angewendet werden (Empfehlung); die Auswahl richtet sich danach, welche Darreichungsform und welchen Geschmack die Patientin oder der Patient bevorzugt [1]. Zucker und Zuckeralkohole wie Lactulose sollten laut Leitlinie erwogen werden (Empfehlung) [1]. Präparate wie Macrogol oder Lactulose ziehen laut gesund.bund.de Wasser in den Darm; Wirkstoffe wie Bisacodyl und Natriumpicosulfat ziehen ebenfalls Wasser in den Darm, regen aber auch direkt die Darmbewegungen an, deshalb kann es manchmal zu Bauchkrämpfen und Durchfall kommen [2].

Abführmittel bei Verstopfung: Beispiele mit eigener Wirkstoffseite
WirkstoffgruppeBeispielWie sie wirkenHäufige Nebenwirkungen
Abführmittel: osmotisch wirkendMacrogolWirkt osmotisch: Es erhöht das Stuhlvolumen, das regt über Nerven und Muskeln die Bewegungen des Dickdarms an; der aufgeweichte Stuhl wird besser weitertransportiert [5]Nicht bekannt (für alle Nebenwirkungen): unter anderem Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen und Kopfschmerzen [4]
Abführmittel: osmotisch wirkend (Zucker)LactuloseZucker aus Galactose und Fructose, den der Dünndarm nicht spaltet; im Dickdarm bauen Bakterien ihn zu Säuren ab, das gebundene Wasser vergrößert das Volumen des Darminhalts und regt die Darmbewegung an [7]Sehr häufig: Durchfall. Häufig: Blähungen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen [6]
Abführmittel: stimulierendBisacodylWird laut Embryotox im Darm in seine wirksame Form umgewandelt; diese regt die Bewegungen des Dickdarms an, hemmt die Aufnahme von Wasser aus dem Darm und steigert die Abgabe von Wasser und Salzen in den Darm, der Stuhl wird weicher [13]Häufig: Bauchkrämpfe, Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit [8]
Abführmittel: stimulierendNatriumpicosulfatWird laut Embryotox von Darmbakterien in dieselbe wirksame Form wie Bisacodyl umgewandelt; diese regt die Bewegungen des Dickdarms an, hemmt die Aufnahme von Wasser aus dem Darm und steigert die Abgabe von Wasser und Salzen in den Darm [14]Sehr häufig: Durchfall. Häufig: Bauchbeschwerden, Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe [9]

Sehr häufig heißt laut Packungsbeilage bei mehr als 1 von 10 Behandelten, häufig bei bis zu 1 von 10; "nicht bekannt" heißt, dass sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen lässt [4, 6, 8]. Was die Packungsbeilage zur Menge sagt, steht auf den Wirkstoffseiten (Macrogol, Lactulose, Bisacodyl, Natriumpicosulfat).

Wie lange Abführmittel eingenommen werden

Für die Selbstbehandlung gelten die Packungsbeilagen: Bisacodyl und Natriumpicosulfat sollten ohne ärztliche Abklärung der Ursache nicht täglich oder über einen längeren Zeitraum eingenommen werden; bei chronischer Verstopfung sollten Sie vor der Einnahme von Bisacodyl Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Rat fragen [8, 9]. Macrogol-ratiopharm Balance sollte bei Verstopfung normalerweise nicht länger als 2 Wochen angewendet werden; länger nur auf ärztlichen Rat, etwa bei anhaltender Verstopfung, bei Krankheiten wie Parkinson oder Multipler Sklerose oder bei regelmäßiger Einnahme verstopfender Mittel wie Opioiden [4]. Wer schon längere Zeit unter Verstopfung leidet, sollte sich laut Packungsbeilage von Lactulose vor der Behandlung ärztlich beraten und untersuchen lassen, weil chronische Störungen des Stuhlgangs Anzeichen einer ernsteren Erkrankung sein können [6]. Wird eine chronische Verstopfung ärztlich behandelt, hält die Leitlinie eine Begrenzung des Einnahmezeitraums von Macrogol, Natriumpicosulfat und Bisacodyl für unbegründet [1]; für die Selbstbehandlung bleiben die Angaben der Packungsbeilagen zur Dauer maßgeblich [4, 8, 9]. Abführmittel tragen laut den Packungsbeilagen von Bisacodyl und Natriumpicosulfat nicht zur Gewichtsabnahme bei [8, 9].

Wirkt ein Mittel unbefriedigend oder wird es schlecht vertragen, sollte laut Leitlinie auf eine andere Wirkstoffklasse gewechselt werden (Empfehlung); bei unzureichender Wirkung kann eine Kombination von Mitteln mit unterschiedlichem Wirkprinzip versucht werden (Empfehlung offen) [1]. Das entscheiden Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Weitere Abführmittel und Zäpfchen

Anthrachinone, die laut gesund.bund.de zum Beispiel in Sennesblättern vorkommen, sollten laut Leitlinie zur Behandlung der chronischen Verstopfung erwogen werden (Empfehlung) [1, 2]. Salzhaltige Abführmittel wie Magnesiumhydroxid sollten wegen möglicher Nebenwirkungen eher nicht eingesetzt werden (Empfehlung), Paraffinöl soll nicht eingesetzt werden (starke Empfehlung) [1]. Als Entleerungshilfen über den Enddarm sollten bevorzugt Bisacodyl-Zäpfchen oder Kohlendioxid freisetzende Zäpfchen angewendet werden (Empfehlung); phosphathaltige Einläufe sollen nicht dauerhaft angewendet werden (starke Empfehlung) [1].

Wenn Abführmittel nicht ausreichen

Waren Lebensstil, Ballaststoffe und Abführmittel nicht ausreichend wirksam oder schlecht verträglich, soll laut Leitlinie Prucaloprid gegeben werden (starke Empfehlung) [1]. Prucaloprid ist laut Fachinformation ein selektiver Serotonin-(5-HT4)-Rezeptoragonist mit prokinetischer, also die Darmbewegung fördernder Wirkung im Magen-Darm-Trakt; zugelassen ist es zur symptomatischen Behandlung chronischer Verstopfung bei Erwachsenen, bei denen Abführmittel keine ausreichende Wirkung erzielen [10]. Sehr häufig sind laut Packungsbeilage Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall und Bauchschmerzen; die Nebenwirkungen treten vorwiegend zu Beginn auf und verschwinden im Allgemeinen innerhalb weniger Tage [10]. In der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter ohne Empfängnisverhütung wird es laut Fachinformation nicht empfohlen; Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung eine wirksame Verhütungsmethode anwenden [10].

Verstopfung durch Opioide: Jede Patientin und jeder Patient mit einer Opioidtherapie sollte laut Leitlinie nach Beschwerden einer Verstopfung gefragt werden, und mit Beginn der Opioidtherapie sollte eine Vorbeugung erfolgen (je Empfehlung) [1]. In der ersten Stufe sollen Abführmittel eingesetzt werden; wirken sie nicht ausreichend, sollen in der zweiten Stufe Opioid-Gegenspieler eingesetzt werden, die außerhalb des Gehirns wirken (je starke Empfehlung) [1]. Zu ihnen gehört Naloxegol, zugelassen bei Erwachsenen mit opioidbedingter Verstopfung, die unzureichend auf ein oder mehrere Abführmittel angesprochen haben; sehr häufig sind laut Packungsbeilage Bauchschmerzen und Durchfall [1, 11]. Mehr zu den Schmerzmitteln: Opioide.

Schwangerschaft und Stillzeit

Die Basisbehandlung unterscheidet sich in der Schwangerschaft laut Leitlinie nicht von der bei Nichtschwangeren; die medikamentöse Behandlung soll aber mit besonderer Vorsicht erfolgen, unter Berücksichtigung von Faktoren, die die Schwangerschaft beeinflussen, und fehlender Zulassungen für diese Anwendung (starke Empfehlung) [1]. Laut Embryotox stehen nicht medikamentöse Maßnahmen im Vordergrund; Abführmittel sollten nur bei schwerer Verstopfung nach erfolglosen Ernährungs- und physikalischen Maßnahmen und möglichst kurzfristig eingesetzt werden, weil Wasserverluste und Veränderungen der Blutsalze das Ungeborene schädigen könnten [3]. Wirkt eine ballaststoffreiche Kost nicht ausreichend, können laut Embryotox Füll- und Quellstoffe wie Leinsamen, Weizenkleie und Flohsamenschalen eingesetzt werden; gegen ihre Anwendung in der Schwangerschaft bestehen danach keine Bedenken, es sollte aber auf ausreichendes Trinken geachtet werden [3]. Wirken Quellmittel nicht ausreichend, ist Lactulose das Abführmittel der Wahl in der Schwangerschaft, Macrogol kommt alternativ infrage; erst bei Versagen dieser Mittel käme eine kurzfristige Anwendung von Bisacodyl in Betracht, Natriumpicosulfat ist ebenfalls akzeptabel [3]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Abführmittel mit Anthrachinonen wie Sennesblättern sowie Paraffin und Rizinusöl sollen laut Embryotox nicht verwendet werden [3].

Laut Packungsbeilage können Macrogol-ratiopharm Balance und Lactulose in Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden; fragen Sie vorher Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [4, 6]. Bisacodyl soll in der Schwangerschaft nur nach ärztlicher Rücksprache angewendet werden, auf Natriumpicosulfat sollte möglichst verzichtet werden; in der Stillzeit können beide angewendet werden [8, 9]. Mehr in den Ratgebern Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.

Kinder

Die Altersgrenzen stehen in der Packungsbeilage des jeweiligen Präparats: Macrogol-ratiopharm Balance wird für Kinder unter 12 Jahren nicht empfohlen, für sie gibt es andere Präparate [4]. Bisacodyl-Dragées dürfen Kinder unter 2 Jahren nicht einnehmen, bei Kindern sollten sie nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden [8]. Natriumpicosulfat-Tropfen sollten bei Kindern unter 4 Jahren nicht angewendet werden [9]. Lactulose sollten Kinder unter 14 Jahren nicht ohne vorherige ärztliche Rücksprache erhalten; Abführmittel sollten bei Kindern nur in Ausnahmefällen und unter medizinischer Aufsicht angewendet werden, weil die normalen Stuhlentleerungsreflexe gestört werden können [6]. Mehr im Ratgeber Medikamente bei Kindern.

Nebenwirkungen der Medikamente

Durchfall und Blähungen: Zu Beginn der Einnahme von Macrogol kann laut Packungsbeilage leichter Durchfall auftreten, der sich im Allgemeinen bessert, sobald die Dosis verringert wird [4]. Bei Lactulose können zu Beginn Blähungen auftreten, die in der Regel nach einigen Tagen verschwinden; bei höheren Dosen als angeordnet können Bauchschmerzen und Durchfall auftreten, dann sollte die Dosierung laut Packungsbeilage verringert werden [6]. Besprechen Sie das mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke. Mehr dazu: Durchfall durch Medikamente und Blähungen durch Medikamente.

Verlust von Wasser und Salzen: Bei unsachgemäßer Anwendung von Bisacodyl oder Natriumpicosulfat (zu lange und zu hoch dosiert) kann es laut Packungsbeilage zum Verlust von Wasser, Kalium und anderen Salzen kommen; das kann zu Störungen der Herzfunktion und zu Muskelschwäche führen, besonders zusammen mit Entwässerungsmitteln (Diuretika) oder Hormonen der Nebennierenrinde (Kortikosteroiden) [8, 9]. Bei chronischer Überdosierung sind von Abführmitteln allgemein unter anderem chronischer Durchfall, Bauchschmerzen, erniedrigte Kaliumwerte und Nierensteine bekannt [8, 9]. Bei Lactulose sind Störungen des Salzhaushalts durch Durchfall gelegentlich, also bei bis zu 1 von 100 Behandelten [6]. Mehr dazu: Veränderter Kaliumspiegel.

Schwindel und kurze Bewusstlosigkeit: Bei Bisacodyl und Natriumpicosulfat wurde über Schwindelanfälle und kurzzeitige Bewusstlosigkeit berichtet; sie gehen nach den Fallberichten vermutlich auf den Abführvorgang selbst, das Pressen oder Kreislaufreaktionen bei Unterleibsschmerzen zurück [8, 9]. Bei Bisacodyl wurden außerdem Blutbeimengungen im Stuhl berichtet, die im Allgemeinen als schwach beschrieben wurden und von selbst wieder aufhörten [8].

Warnzeichen unter Macrogol: Bei Zeichen einer allergischen Reaktion wie Atemnot oder Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen und bei Zeichen einer Verschiebung im Flüssigkeits- oder Salzhaushalt wie Schwellungen an den Fußknöcheln, Schwäche, Müdigkeit oder verstärktem Durst mit Kopfschmerzen nehmen Sie Macrogol laut Packungsbeilage nicht weiter ein und suchen sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf [4]. Mehr dazu: Arzneimittelallergie.

Treten unter Natriumpicosulfat Nebenwirkungen auf, nehmen Sie es laut Packungsbeilage nicht weiter ein und fragen Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Rat [9]. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Nebenwirkungen können Sie Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt, Ihrer Apotheke oder direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [4]; wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Leben mit Verstopfung

Im Alter: Bei geriatrischen Patientinnen und Patienten tritt Verstopfung laut Leitlinie gehäuft auf, besonders bei bettlägerigen [1]. Bei der Basisbehandlung sollte danach berücksichtigt werden, wie gut natürliche Ballaststoffe vertragen werden, und auf ausreichendes Trinken geachtet werden (Empfehlung); werden natürliche Ballaststoffe nicht vertragen, können lösliche Ballaststoffe versucht werden (Empfehlung offen) [1]. Es sollte nicht in Aussicht gestellt werden, dass mehr Bewegung allein die Verstopfung bessert (Empfehlung); osmotisch wirkende und stimulierende Abführmittel können auch im Alter eingesetzt werden (Empfehlung offen) [1]. Bei älteren Menschen kann eine hartnäckige Verstopfung laut gesund.bund.de zu steinharten Kotballen im Darm führen, an denen sich dünnflüssiger Durchfall vorbeischieben kann; das muss manchmal im Krankenhaus behandelt werden [2]. Mehr im Ratgeber Medikamente im Alter.

Beobachten: Weil die Beschwerden außer der Stuhlhäufigkeit nicht messbar sind, ist es laut gesund.bund.de sinnvoll, über mehrere Wochen ein Stuhltagebuch zu führen und die täglichen Gewohnheiten aufzuschreiben [2]. Notieren Sie auch Ihre Medikamente, etwa im Medikationsplan oder im Nebenwirkungs-Tagebuch. Um Abführlösungen vor einer Darmspiegelung geht es auf der Seite Abführlösung vor der Darmspiegelung.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Verstopfung zusammen mit Bauchschmerzen, Erbrechen und Fieber kann laut Packungsbeilage von Laxoberal ein Anzeichen einer ernsten Erkrankung wie eines Darmverschlusses oder einer akuten Entzündung im Bauchraum sein. Dann dürfen Sie weder dieses noch andere Arzneimittel einnehmen und sollten unverzüglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen [9]. Ohne Behandlung können sich laut gesund.bund.de Kotballen im Darm aufstauen und ihn komplett verlegen; es kann zu einem Darmverschluss, einer Entzündung der Darmwand mit Durchbruch in die Bauchhöhle und einer Bauchfellentzündung kommen, was lebensbedrohlich werden kann [2].

Unbedingt ärztlich abklären lassen sollten Sie Beschwerden beim Stuhlgang laut gesund.bund.de, wenn sie plötzlich auftreten und Folgendes hinzukommt [2]:

  • Blut im Stuhl oder am Darmausgang,
  • starke Schwankungen des Stuhldurchmessers,
  • eine Blutarmut (Anämie) oder Gewichtsverlust,
  • Darmkrebs in der Familie.

Werden die Beschwerden unter Macrogol schlimmer oder bessern sie sich nicht, müssen Sie laut Packungsbeilage eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen [4]. Akute Bauchschmerzen sind laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) ein Fall für den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117, wenn die Praxen geschlossen sind; akute und anhaltende stärkste Schmerzzustände sind ein Fall für den Notruf 112 [12].

Quellen

  1. Leitlinie S2k-Leitlinie Chronische Obstipation, Version 1.0 (AWMF-Register-Nr. 021-019), digitale Fassung mit Empfehlungen 3.1 bis 15.12 und Hintergrundtexten. Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und Deutsche Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (DGNM). Stand 04/2022. abgerufen am 17.10.2026
  2. Behörde Verstopfung bei Erwachsenen. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 02.10.2023. abgerufen am 17.10.2026
  3. Embryotox Embryotox: Obstipation (Erkrankungen). Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 17.10.2026
  4. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Macrogol-ratiopharm Balance Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 17.10.2026
  5. Fachinformation Fachinformation Macrogol-ratiopharm Balance Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 17.10.2026
  6. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Lactulose-ratiopharm Sirup 66,7 g/100 ml. ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 17.10.2026
  7. Fachinformation Fachinformation Lactulose-ratiopharm Sirup. ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 17.10.2026
  8. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation DulcoLax Dragées 5 mg magensaftresistente Tabletten. A. Nattermann & Cie. GmbH. Stand 02/2025. abgerufen am 17.10.2026
  9. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Laxoberal Abführ-Tropfen 7,5 mg/ml Tropfen zum Einnehmen, Lösung. A. Nattermann & Cie. GmbH. Stand 12/2024. abgerufen am 17.10.2026
  10. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Resolor (Prucaloprid), Anhang I: Fachinformation und Anhang III B: Packungsbeilage. Takeda Pharmaceuticals International AG Ireland Branch (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 12/2022 (EMA, aktualisiert am 15.12.2022). abgerufen am 17.10.2026
  11. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Moventig (Naloxegol), Anhang I: Fachinformation und Anhang III B: Packungsbeilage. Grünenthal GmbH (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 12/2024 (EMA, aktualisiert am 05.12.2024). abgerufen am 17.10.2026
  12. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitte "Fälle für den Bereitschaftsdienst" und "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 17.10.2026
  13. Embryotox Embryotox: Bisacodyl. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 17.10.2026
  14. Embryotox Embryotox: Natriumpicosulfat. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 17.10.2026

Häufige Fragen

Was hilft schnell gegen Verstopfung?

Laut Leitlinie stehen am Anfang Basismaßnahmen wie ausreichend Ballaststoffe, eine Trinkmenge von 1,5 bis 2 Litern am Tag und das Vermeiden körperlicher Inaktivität. Reichen sie nicht aus, kommen Abführmittel infrage. Wie schnell sie wirken, steht in der Packungsbeilage: Bisacodyl-Dragées führen nach etwa 6 bis 12 Stunden zur Darmentleerung, Natriumpicosulfat-Tropfen normalerweise nach 10 bis 12 Stunden; bei Lactulose können 2 bis 10 Stunden, aber auch 1 bis 2 Tage bis zum ersten Stuhlgang vergehen.

Welches Abführmittel ist am besten?

Laut S2k-Leitlinie Chronische Obstipation sollten Macrogol, Natriumpicosulfat und Bisacodyl als Arzneimittel der ersten Wahl angewendet werden; die Auswahl richtet sich danach, welche Darreichungsform (Dragée, Tropfen, lösliches Pulver) und welchen Geschmack Sie bevorzugen. Lactulose sollte laut Leitlinie erwogen werden. Welches Mittel für Sie passt, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke.

Darf man Abführmittel dauerhaft nehmen?

Ohne ärztliche Abklärung der Ursache sollten Bisacodyl und Natriumpicosulfat laut Packungsbeilage nicht täglich oder über längere Zeit eingenommen werden. Macrogol sollte laut Packungsbeilage ohne ärztlichen Rat normalerweise nicht länger als 2 Wochen angewendet werden. Bei chronischer Verstopfung fragen Sie vorher Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Wird eine chronische Verstopfung ärztlich behandelt, hält die Leitlinie eine Begrenzung des Einnahmezeitraums für unbegründet; für die Selbstbehandlung bleiben die Angaben der Packungsbeilagen maßgeblich.

Hilft viel trinken gegen Verstopfung?

Auf eine tägliche Trinkmenge von 1,5 bis 2 Litern sollte laut Leitlinie geachtet werden. Mehr zu trinken hat laut Leitlinie keinen therapeutischen Effekt und sollte zur Behandlung der Verstopfung nicht empfohlen werden. Wer mehr Ballast- und Quellstoffe isst, für den ist laut gesund.bund.de eine ausreichende Trinkmenge besonders wichtig.

Wann muss ich mit Verstopfung zum Arzt?

Laut gesund.bund.de sollten Beschwerden beim Stuhlgang unbedingt ärztlich abgeklärt werden, wenn sie plötzlich auftreten und Blut im Stuhl oder am Darmausgang, starke Schwankungen des Stuhldurchmessers, eine Blutarmut, Gewichtsverlust oder Darmkrebs in der Familie hinzukommen. Verstopfung zusammen mit Bauchschmerzen, Erbrechen und Fieber kann laut Packungsbeilage von Laxoberal auf einen Darmverschluss oder eine akute Entzündung im Bauchraum hinweisen; dann dürfen Sie weder dieses noch andere Arzneimittel einnehmen und sollten unverzüglich eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.

Was hilft bei Verstopfung in der Schwangerschaft?

Laut Embryotox stehen in der Schwangerschaft ballaststoffreiche Ernährung, ausreichend Trinken und Bewegung im Vordergrund. Reichen Quellstoffe wie Leinsamen oder Flohsamenschalen nicht aus, ist laut Embryotox Lactulose das Abführmittel der Wahl; Macrogol kommt alternativ infrage; erst bei Versagen dieser Mittel käme kurzfristig Bisacodyl in Betracht. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Abführmittel mit Sennesblättern sollen laut Embryotox in der Schwangerschaft nicht verwendet werden.

Können Medikamente Verstopfung auslösen?

Ja. Laut gesund.bund.de kann Verstopfung eine Nebenwirkung vieler Arzneimittel sein, zum Beispiel von Eisenpräparaten, opioidhaltigen Schmerzmitteln, Antidepressiva und Medikamenten gegen Bluthochdruck. Welche Mittel das sind und woran Sie es erkennen, steht auf der Seite Verstopfung durch Medikamente. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Ab welchem Alter dürfen Kinder Abführmittel bekommen?

Das hängt vom Präparat ab. Laut Packungsbeilage wird Macrogol-ratiopharm Balance für Kinder unter 12 Jahren nicht empfohlen, für sie gibt es andere Präparate. Bisacodyl-Dragées dürfen Kinder unter 2 Jahren nicht einnehmen, Natriumpicosulfat-Tropfen sollten unter 4 Jahren nicht angewendet werden, und Lactulose sollten Kinder unter 14 Jahren nicht ohne vorherige ärztliche Rücksprache erhalten. Abführmittel sollten bei Kindern laut Packungsbeilage von Lactulose nur in Ausnahmefällen und unter medizinischer Aufsicht angewendet werden.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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