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Natriumpicosulfat (Laxoberal): Nebenwirkungen und Wirkung

Natriumpicosulfat ist ein rezeptfreies Abführmittel aus der Gruppe der stimulierenden Laxanzien, enthalten etwa in Laxoberal Abführ-Tropfen und Abführ-Tabletten. Es wird bei Verstopfung und bei Erkrankungen angewendet, die eine erleichterte Stuhlentleerung erfordern; die Wirkung tritt normalerweise nach 10 bis 12 Stunden ein. Sehr häufig ist Durchfall. Ohne ärztliche Abklärung sollten Sie das Mittel nicht ununterbrochen täglich oder über längere Zeit einnehmen.

Frau in den Vierzigern trinkt am Abend an einem hellen Küchentisch ein Glas Wasser, daneben steht eine Schale mit frischem Obst
Bild: KI-generiert

Die häufigsten Nebenwirkungen

  • Sehr häufig: Durchfall[1, 2]
  • Häufig: Bauchbeschwerden, Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe[1, 2]

Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Wofür wird Natriumpicosulfat eingesetzt?

Natriumpicosulfat ist ein Abführmittel. Laxoberal Abführ-Tropfen und Abführ-Tabletten mit diesem Wirkstoff werden angewendet bei Verstopfung sowie bei Erkrankungen, die eine erleichterte Stuhlentleerung erfordern [1, 2]. Sie sind zur Anwendung bei Erwachsenen und Kindern ab 4 Jahren bestimmt [1, 2]. Natriumpicosulfat ist nicht verschreibungspflichtig, darf aber nur in Apotheken abgegeben werden [3, 4].

Wie andere Abführmittel sollte Natriumpicosulfat ohne ärztliche Abklärung der Ursache der Verstopfung nicht täglich oder über einen längeren Zeitraum eingenommen werden [1]. Sind Ihre Beschwerden plötzlich aufgetreten, dauern sie länger an und/oder werden sie von Blut im Stuhl oder Fieber begleitet, sollten Sie sich vor Beginn einer Behandlung ärztlich beraten und untersuchen lassen, denn Störungen des Stuhlgangs können Anzeichen einer ernsten Erkrankung sein [1]. Laut Embryotox gehört Natriumpicosulfat wie Bisacodyl zu den stimulierenden Laxanzien; für die Schwangerschaft nennt Embryotox Lactulose und Macrogol als bevorzugte Mittel [5]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Einen Überblick bietet die Seite Abführmittel und Mittel gegen Durchfall.

Wie wirkt Natriumpicosulfat?

Natriumpicosulfat gehört zu den stimulierenden Laxanzien [1, 5]. Laut Embryotox wird es im Darm durch Darmbakterien in einen wirksamen Abbaustoff umgewandelt, der vom Darminneren aus die Bewegungen des Dickdarms (Peristaltik) anregt. Dieser Abbaustoff hemmt außerdem die Aufnahme von Wasser aus dem Darm und steigert die Abgabe von Wasser und Salzen in den Darm; so wird dem Darminhalt weniger Wasser entzogen, und der Stuhl wird weicher [5].

Eingenommen wird das Mittel laut Packungsbeilage am besten abends; die abführende Wirkung tritt normalerweise nach 10 bis 12 Stunden ein [1, 2]. Beachten Sie die Zeit bis zum Wirkeintritt und versuchen Sie nicht, durch starkes Pressen einen Stuhlgang zu erzwingen [1].

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die die Packungsbeilage von Laxoberal eine Häufigkeit angibt; Tropfen und Tabletten nennen dieselben Nebenwirkungen und Häufigkeiten [1, 2]. "Sehr häufig" heißt: mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" 1 bis 10 von 100, "gelegentlich" 1 bis 10 von 1.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den verfügbaren Daten nicht abschätzen [1]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Sehr häufig ist Durchfall, häufig sind Bauchbeschwerden, Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe; gelegentlich treten Übelkeit, Erbrechen und Schwindel auf [1, 2]. Kurzzeitige Bewusstlosigkeit (Synkope) wurde berichtet; es handelt sich vermutlich um Kreislaufreaktionen auf Unterleibsschmerzen oder den Abführvorgang selbst [1, 2]. Wird Natriumpicosulfat unsachgemäß angewendet, also zu lange und zu hoch dosiert, können Wasser, Kalium und andere Elektrolyte verloren gehen; das kann Störungen der Herzfunktion und Muskelschwäche verursachen [1]. Mehr dazu unter Veränderter Kaliumspiegel.

Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Magen und DarmBauchbeschwerden, Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe[1, 2]Mehr dazu: Bauchschmerzen

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben

  • NervensystemKurzzeitige Bewusstlosigkeit (Synkope), vermutlich als Kreislaufreaktion auf Unterleibsschmerzen oder den Abführvorgang selbst[1, 2]
  • ImmunsystemAllergische Reaktionen[1, 2]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
  • HautSchwellung der Haut und/oder Schleimhaut (Angioödem), zum Beispiel im Bereich von Gesicht und Rachen, gegebenenfalls mit Atemnot[1, 2]Mehr dazu: Schwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenAtemnot
  • HautArzneimittelbedingter Hautausschlag (Arzneimittelexanthem), Hautausschlag (Exanthem), Hautjucken (Pruritus)[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagJuckreiz

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Verstopfung zusammen mit anderen Beschwerden wie Bauchschmerzen, Erbrechen und Fieber kann ein Anzeichen für einen Darmverschluss oder eine akute Entzündung im Bauchraum sein. Bei solchen Beschwerden dürfen Sie weder Laxoberal noch andere Arzneimittel einnehmen, sondern sollten unverzüglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen [1]. Beim Auftreten von Nebenwirkungen sollten Sie das Mittel nicht weiter einnehmen und Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Rat fragen [1]. Mehr zu allergischen Reaktionen lesen Sie unter Arzneimittelallergie.

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Mann in den Fünfzigern geht im Herbst zügig auf einem Waldweg spazieren und trägt eine leichte Jacke
Bild: KI-generiert

Niedrig beginnen: Die Packungsbeilage empfiehlt, mit der niedrigsten Dosierung zu beginnen; die Dosis kann bis zur maximal empfohlenen Dosis angepasst werden, um einen regelmäßigen Stuhlgang zu ermöglichen. Die Tageshöchstdosis sollte nicht überschritten werden [1, 2].

Durchfall und Salzverluste: Durchfall ist die häufigste Nebenwirkung [1]. Kommt es nach Einnahme einer zu großen Menge zu starken Wasser- und Mineralverlusten, sind diese nach Anleitung der Ärztin oder des Arztes auszugleichen [1]. Bei übermäßigem Gebrauch besteht das Risiko eines Ungleichgewichts von Kalium und anderen Salzen im Blut; zusammen mit Entwässerungsmitteln oder Kortikosteroiden kann dieses Risiko erhöht sein [1].

Schwindel: Schwindelanfälle und kurzzeitige Bewusstlosigkeit wurden berichtet; sie gehen vermutlich auf den Abführvorgang an sich, das Pressen oder Kreislaufreaktionen bei Unterleibsschmerzen zurück [1]. Treten solche Beschwerden auf, kann Ihre Fähigkeit zum Autofahren und Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein [1].

Dauergebrauch vermeiden: Wenn Sie Natriumpicosulfat absetzen, können die Beschwerden wiederkehren; nach langfristiger Anwendung bei chronischer Verstopfung kann das mit einer Verschlimmerung der Verstopfung verbunden sein [1]. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, bevor Sie das Mittel ununterbrochen täglich oder über längere Zeit einnehmen [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.

Wechselwirkungen

Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen wollen [1]. Bei gleichzeitiger Einnahme von Antibiotika kann die abführende Wirkung verloren gehen [1, 2]. Ein Ungleichgewicht der Blutsalze kann die Empfindlichkeit gegenüber herzwirksamen Glykosiden erhöhen [1, 2].

Wechselwirkungen von Natriumpicosulfat
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Antibiotika (Mittel gegen bakterielle Infektionen)Die abführende Wirkung kann verloren gehen[1, 2]Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren
Harntreibende Mittel (Diuretika) oder Hormone der Nebennierenrinde (Kortikosteroide)Bei übermäßigem Gebrauch von Natriumpicosulfat höheres Risiko für ein Ungleichgewicht von Kalium und anderen Salzen im Blut; das kann zu Störungen der Herzfunktion und Muskelschwäche führen[1, 2]Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren
Herzwirksame Glykoside (Mittel zur Stärkung der Herzfunktion)Die Empfindlichkeit für diese Mittel kann durch ein Ungleichgewicht der Salze im Blut steigen[1, 2]Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wer Natriumpicosulfat nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte

Bei Erkrankungen, die mit Störungen des Wasser- und Mineralsalzhaushalts einhergehen, etwa einer stark eingeschränkten Nierenfunktion, dürfen Sie Laxoberal nur unter ärztlicher Kontrolle einnehmen [1, 2]. Verwenden Sie das Arzneimittel nicht, um abzunehmen: Es verringert nicht die Kalorienaufnahme im Darm, trägt nicht zur Gewichtsabnahme bei und kann schwerwiegende Nebenwirkungen verursachen [1].

Nicht einnehmen bei

  • Allergie gegen Natriumpicosulfat, verwandte Wirkstoffe aus der Gruppe der Triarylmethane oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
  • Darmverengung mit verschlechterter Darmpassage oder Darmverschluss[1, 2]
  • Starke, akute Bauchschmerzen mit oder ohne Fieber (z. B. Blinddarmentzündung), möglicherweise mit Übelkeit und Erbrechen[1, 2]
  • Akut entzündliche Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts[1, 2]
  • Erheblicher Flüssigkeitsmangel des Körpers[1, 2]
  • Seltene angeborene Fructose-Unverträglichkeit: Die Tropfen enthalten Sorbitol[1]

Besondere Vorsicht bei

  • Erkrankungen mit Störungen des Wasser- und Mineralsalzhaushalts, zum Beispiel eine stark eingeschränkte Nierenfunktion: nur unter ärztlicher Kontrolle einnehmen[1, 2]
  • Ohne ärztliche Abklärung der Ursache der Verstopfung sollte Natriumpicosulfat nicht ununterbrochen täglich oder über längere Zeiträume eingenommen werden[1, 2]
  • Nicht zum Abnehmen verwenden: Natriumpicosulfat verringert nicht die Kalorienaufnahme im Darm, trägt nicht zur Gewichtsabnahme bei und kann schwerwiegende Nebenwirkungen verursachen[1, 2]
  • Nach dem Absetzen können die Beschwerden wiederkehren; nach langfristiger Anwendung bei chronischer Verstopfung kann das mit einer Verschlimmerung der Verstopfung verbunden sein[1, 2]
  • Schwindelanfälle und kurzzeitige Bewusstlosigkeit (Synkopen) wurden berichtet, vermutlich durch den Abführvorgang selbst, das Pressen oder Kreislaufreaktionen bei Unterleibsschmerzen[1, 2]
  • Kinder unter 4 Jahren: Das Mittel sollte bei ihnen nicht angewendet werden; ist bei einem Kind eine Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern bekannt, nur nach Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt[1, 2]
  • Die Abführ-Tabletten enthalten Lactose (Milchzucker): bei bekannter Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern erst nach Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt einnehmen[2]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Zu Alkohol enthält die Packungsbeilage von Laxoberal keine eigenen Hinweise [1]. In der Schwangerschaft sollte auf die Anwendung möglichst verzichtet werden; in der Stillzeit kann das Mittel angewendet werden, weil weder die Wirkform (die wirksame Form des Wirkstoffs) noch seine Abbauprodukte in die Muttermilch übertreten [1, 2]. Die Karten fassen zusammen, was die Packungsbeilage und das Beratungszentrum Embryotox der Charité sagen [1, 5].

Schwangerschaft

Es liegen keine aussagekräftigen klinischen Studien zur Anwendung in der Schwangerschaft vor; auf eine Anwendung in der Schwangerschaft sollte möglichst verzichtet werden.[1, 2]

Embryotox bewertet den Erfahrungsumfang als gering; Hinweise auf ein fehlbildendes oder fruchtschädigendes Risiko wurden bisher nicht bekannt. Ist in der Schwangerschaft eine medikamentöse Behandlung der Verstopfung nötig, sollten laut Embryotox Lactulose und Macrogol bevorzugt werden; sind diese nicht wirksam, ist auch eine kurzfristige Anwendung von Natriumpicosulfat akzeptabel. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[5]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Weder die Wirkform (die wirksame Form des Wirkstoffs) noch seine Abbauprodukte treten in die Muttermilch über; Laxoberal kann daher während der Stillzeit angewendet werden.[1, 2]

Laut Embryotox kann während einer Behandlung mit Natriumpicosulfat ohne Einschränkungen gestillt werden.[5]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Autofahren und Maschinen

In der vorgesehenen Dosierung ist normalerweise keine Beeinträchtigung zu erwarten. Treten dennoch Schwindel, kurzzeitige Bewusstlosigkeit (Synkope) oder Bauchkrämpfe auf, kann die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein.[1, 2]

Einnahme

Am besten abends einnehmen: die Tropfen mit oder ohne Flüssigkeit, die Tabletten mit ausreichend Flüssigkeit. Die Wirkung tritt normalerweise nach 10 bis 12 Stunden ein; versuchen Sie nicht, durch starkes Pressen einen Stuhlgang zu erzwingen. Die Tropfflasche zum Tropfen senkrecht mit dem Tropfer nach unten halten und nicht schütteln.[1, 2]

Höchstmenge in der Selbstmedikation

Tageshöchstdosis für Erwachsene 18 Tropfen bzw. 2 Tabletten, für Kinder ab 4 Jahren 9 Tropfen bzw. 1 Tablette; es wird empfohlen, mit der niedrigsten Dosierung zu beginnen. Ohne vorherige ärztliche Abklärung sollte Natriumpicosulfat nicht ununterbrochen täglich oder über längere Zeiträume eingenommen werden.[1, 2]

Überdosierung

Eine akute Überdosierung kann zu Durchfall und Beschwerden im Bauchraum führen; starke Wasser- und Mineralverluste werden nach ärztlicher Anleitung ausgeglichen. Bei Dosierungen, die beträchtlich höher lagen als zur Behandlung einer Verstopfung empfohlen, wurde in Einzelfällen über eine verminderte oder unterbrochene Durchblutung der Dickdarmschleimhaut berichtet. Eine chronische Überdosierung von Abführmitteln kann zu chronischem Durchfall, Bauchschmerzen, erniedrigten Kaliumwerten, übermäßiger Ausschüttung von Aldosteron und Nierensteinen führen; bei chronischem Missbrauch wurde auch über Schäden des Nierengewebes, eine stoffwechselbedingte Erhöhung der Basen im Blut und Muskelschwäche durch Kaliummangel berichtet.[1, 2]

Dosierung laut Packungsbeilage

Die Packungsbeilagen der Tropfen und der Tabletten nennen Einzeldosen und Tageshöchstdosen für Erwachsene und für Kinder ab 4 Jahren [1, 2]. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats; hat Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt eine andere Dosis verordnet, gilt diese [1].

Einnahme und Absetzen

Nehmen Sie Laxoberal Abführ-Tropfen am besten abends ein, mit oder ohne Flüssigkeit [1]; die Abführ-Tabletten werden am besten abends mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen [2]. Halten Sie die Flasche zum Tropfen senkrecht mit dem Tropfer nach unten und schütteln Sie sie nicht; beginnt das Tropfen nicht sofort, klopfen Sie leicht auf den Flaschenboden [1]. Nach dem ersten Öffnen sind die Tropfen noch 12 Monate haltbar [1].

Ohne ärztliche Abklärung sollten Sie Natriumpicosulfat nicht ununterbrochen täglich oder über längere Zeiträume einnehmen [1]. Eine akute Überdosierung kann zu Durchfall und Beschwerden im Bauchraum führen; die Gegenmaßnahmen richten sich nach den Symptomen [1]. Bei Dosierungen, die beträchtlich über der empfohlenen Menge lagen, wurde in Einzelfällen über eine verminderte oder unterbrochene Durchblutung der Dickdarmschleimhaut berichtet [1, 2]. Telefonnummern für den Notfall finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.

Präparate mit Natriumpicosulfat

Grundlage dieser Seite sind die Packungsbeilagen von Laxoberal Abführ-Tropfen (7,5 mg Natriumpicosulfat je ml) und Laxoberal Abführ-Tabletten (5 mg je Tablette) der A. Nattermann & Cie. GmbH, beide zuletzt überarbeitet im Dezember 2024 [1, 2]. Die Tropfen enthalten Sorbitol, die Tabletten Lactose [1, 2]. Maßgeblich ist immer die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Präparate mit Natriumpicosulfat
PräparatAnbieterHinweis
Laxoberal Abführ-TropfenA. Nattermann & Cie. GmbH7,5 mg/ml Tropfen zum Einnehmen; Grundlage dieser Seite
Laxoberal Abführ-TablettenA. Nattermann & Cie. GmbHTabletten mit 5 mg
DulcoLax NP TropfenA. Nattermann & Cie. GmbH7,5 mg/ml Tropfen zum Einnehmen

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Laxoberal Abführ-Tropfen 7,5 mg/ml Tropfen zum Einnehmen, Lösung. A. Nattermann & Cie. GmbH. Stand 12/2024. abgerufen am 11.10.2026
  2. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Laxoberal Abführ-Tabletten 5 mg Tabletten. A. Nattermann & Cie. GmbH. Stand 12/2024. abgerufen am 11.10.2026
  3. Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1 (Natriumpicosulfat nicht aufgeführt). Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 11.10.2026
  4. Behörde Verordnung über apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel (AMVerkRV), Anlagen 1a und 2b (Natriumpicosulfat nicht aufgeführt) und Anlage 4 zu § 7 Abs. 1 Nr. 1 und § 8 Abs. 1 Nr. 1, Eintrag Natriumpicosulfat. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 21.10.2020. abgerufen am 11.10.2026
  5. Embryotox Embryotox: Natriumpicosulfat. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 11.10.2026

Häufige Fragen

Wie schnell wirkt Laxoberal?

Die abführende Wirkung von Natriumpicosulfat tritt normalerweise nach 10 bis 12 Stunden ein. Laut Packungsbeilage werden Laxoberal Abführ-Tropfen und Abführ-Tabletten am besten abends eingenommen. Beachten Sie die Zeit bis zum Wirkeintritt und versuchen Sie nicht, einen Stuhlgang durch starkes Pressen zu erzwingen.

Wie viel Laxoberal darf ich nehmen?

Falls die Ärztin oder der Arzt nichts anderes verordnet, beträgt die Einzeldosis für Erwachsene 10 bis 18 Tropfen oder 1 bis 2 Tabletten, für Kinder ab 4 Jahren 5 bis 9 Tropfen oder ½ bis 1 Tablette. Die Tageshöchstdosis von 18 Tropfen bzw. 2 Tabletten für Erwachsene und 9 Tropfen bzw. 1 Tablette für Kinder ab 4 Jahren sollte nicht überschritten werden. Beginnen Sie mit der niedrigsten Dosierung.

Wie lange darf man Natriumpicosulfat nehmen?

Ohne ärztliche Abklärung der Ursache der Verstopfung sollten Sie Natriumpicosulfat nicht ununterbrochen täglich oder über längere Zeiträume einnehmen. Wird es zu lange und zu hoch dosiert angewendet, können Wasser, Kalium und andere Salze verloren gehen; das kann Störungen der Herzfunktion und Muskelschwäche verursachen. Nach dem Absetzen können die Beschwerden wiederkehren.

Kann man mit Abführmitteln abnehmen?

Nein. Die Packungsbeilage warnt ausdrücklich davor, Laxoberal zum Abnehmen zu verwenden: Es verringert nicht die Kalorienaufnahme im Darm, trägt nicht zur Gewichtsabnahme bei und kann schwerwiegende Nebenwirkungen verursachen.

Darf ich Natriumpicosulfat in Schwangerschaft und Stillzeit nehmen?

Laut Packungsbeilage sollte in der Schwangerschaft möglichst auf die Anwendung verzichtet werden; aussagekräftige klinische Studien dazu liegen nicht vor. Ist in der Schwangerschaft eine medikamentöse Behandlung der Verstopfung nötig, empfiehlt Embryotox vorrangig Lactulose oder Macrogol; wirken diese nicht, ist auch eine kurzfristige Anwendung von Natriumpicosulfat akzeptabel. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. In der Stillzeit kann es angewendet werden, weil weder die Wirkform (die wirksame Form des Wirkstoffs) noch Abbauprodukte in die Muttermilch übertreten.

Ab welchem Alter dürfen Kinder Natriumpicosulfat bekommen?

Laxoberal Abführ-Tropfen und Abführ-Tabletten sind für Kinder ab 4 Jahren bestimmt; bei Kindern unter 4 Jahren sollten sie nicht angewendet werden. Ist bei Ihrem Kind eine Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern bekannt, geben Sie das Mittel erst nach Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt.

Wirkt Laxoberal, wenn ich Antibiotika nehme?

Bei gleichzeitiger Einnahme von Antibiotika kann die abführende Wirkung verloren gehen. Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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