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Koronare Herzkrankheit und Angina pectoris

Bei einer koronaren Herzkrankheit (KHK) sind die Gefäße verengt, die den Herzmuskel mit Sauerstoff versorgen; typisch ist eine Brustenge bei Belastung (Angina pectoris). Laut Nationaler VersorgungsLeitlinie soll allen Betroffenen dauerhaft ein Statin empfohlen werden und, unter Beachtung der Gegenanzeigen, Acetylsalicylsäure (ASS) zur Hemmung der Blutplättchen; bei stabiler KHK ohne vorausgegangenen Herzinfarkt oder Eingriff an den Herzkranzgefäßen ist ASS dafür nicht zugelassen (Off-Label-Use). Bei stabiler Angina pectoris sollen Betroffene laut Leitlinie ein schnell wirkendes Nitrat für Anfälle haben; zur Dauerbehandlung kommen Mittel wie Betablocker oder Calciumkanalblocker infrage. Beschwerden, die in Ruhe auftreten, länger als ein paar Minuten dauern oder trotz Nitrospray anhalten, sprechen für einen Notfall: Rufen Sie den Notruf 112.

Mann Ende sechzig mit kurzem weißem Haar in roter Windjacke macht auf einem Waldweg eine Pause und stützt sich entspannt an einen Holzzaun
Bild: KI-generiert

Bei einer koronaren Herzkrankheit (KHK) sind die großen Adern verengt, die den Herzmuskel mit Sauerstoff versorgen, die Herzkranzgefäße [3]. Typisch ist eine Brustenge bei Belastung, die Angina pectoris [1, 3]. Laut Nationaler VersorgungsLeitlinie (NVL) Chronische KHK, Version 7.0 von 2024, soll allen Betroffenen dauerhaft ein Statin empfohlen werden und, unter Beachtung der Gegenanzeigen, ein Hemmer der Blutplättchen, in erster Linie Acetylsalicylsäure (ASS), die dafür bei stabiler KHK ohne vorausgegangenen Herzinfarkt oder Eingriff nicht zugelassen ist; gegen die Beschwerden kommen Nitrate, Betablocker und weitere Mittel infrage [1]. Beschwerden, die in Ruhe auftreten oder trotz Notfallmedikament anhalten, sprechen für einen Notfall: Rufen Sie den Notruf 112 [5].

Was ist eine koronare Herzkrankheit?

Die KHK ist laut NVL die klinisch relevante Form der Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) an den Herzkranzarterien und schreitet in der Regel fort [1]. In der Gefäßwand sammeln sich Abwehrzellen, Fette und andere Stoffe an; diese Ablagerungen (Plaques) können wachsen und den Blutfluss behindern [3]. Bei körperlicher Anstrengung gelangt dann zu wenig Sauerstoff zum Herzen. Beschwerden treten laut IQWiG typischerweise auf, wenn das Gefäß zu 70 Prozent oder mehr verengt ist [3].

Fachleute unterscheiden die chronische (stabile) KHK, auch chronisches Koronarsyndrom genannt, vom akuten Koronarsyndrom: Dazu gehören die instabile Angina pectoris, der akute Herzinfarkt und der plötzliche Herztod [1]. Bei einem Herzinfarkt verstopft ein Herzkranzgefäß vollständig oder fast vollständig, zum Beispiel wenn eine Ablagerung aufbricht und sich daran ein Blutgerinnsel bildet [3]. Mehr zur Behandlung danach: Herzinfarkt.

Die KHK ist laut IQWiG eine häufige chronische Erkrankung: Etwa 2 Prozent der 40- bis 49-Jährigen, aber 22 Prozent der 70- bis 79-Jährigen haben eine KHK; Männer erkranken etwas häufiger als Frauen [3].

Schweregrade der Angina pectoris: Die NVL teilt sie nach der Canadian Cardiovascular Society (CCS) in vier Grade ein; das IQWiG beschreibt sie so [1, 3]:

  • Grad 1: Brustschmerzen erst bei ungewohnter oder längerer Belastung, nicht bei Alltagsaktivitäten wie Laufen oder Treppensteigen [3].
  • Grad 2: bei stärkerer Anstrengung wie schnellem Laufen, Bergaufgehen, Treppensteigen nach dem Essen, bei Kälte oder psychischer Belastung [3].
  • Grad 3: schon bei leichter Belastung wie normalem Gehen oder beim Ankleiden [3].
  • Grad 4: in Ruhe oder bei geringster Belastung; dann spricht man laut IQWiG auch von instabiler Angina pectoris [3].

Symptome

Die Schmerzen im Brustbereich beschreiben manche Menschen als dumpf, drückend, einschnürend oder brennend, andere, als läge ein schweres Gewicht auf der Brust [3]. Sie strahlen laut IQWiG oft in Arme, Nacken, Rücken, Oberbauch oder Kiefer aus und können von Kurzatmigkeit, Übelkeit, Schwindel, Schwäche, Schwitzen oder kaltem Schweiß begleitet sein [3]. Bei der stabilen KHK werden sie durch körperliche Anstrengung oder psychische Belastung ausgelöst und klingen durch Ausruhen oder Medikamente nach kurzer Zeit ab [3]. Eine typische Angina pectoris liegt laut NVL vor, wenn alle drei Merkmale erfüllt sind: Beschwerden hinter dem Brustbein von kurzer Dauer, ausgelöst durch körperliche oder psychische Belastung, und ein Rückgang in Ruhe und/oder innerhalb von wenigen Minuten nach Anwendung eines Nitrats [1].

Bei Frauen, älteren Menschen und Menschen mit Diabetes oder Herzschwäche führt eine KHK laut IQWiG seltener zur typischen Brustenge; dann stehen Kurzatmigkeit, Oberbauchschmerzen oder Herzklopfen im Vordergrund [3]. Manche Betroffene haben laut NVL keine Beschwerden, auch wenn das Herz zu wenig Sauerstoff bekommt (stumme Myokardischämie) [1]. Die wichtigsten Folgeerkrankungen sind laut IQWiG ein (weiterer) Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern und eine Herzschwäche [3].

Ursachen und Risikofaktoren

Ursache ist eine Arteriosklerose, die laut IQWiG mit kleinen Entzündungen und Schäden an und in der Gefäßwand beginnt [3]. Das Risiko steigt mit dem Alter; weitere Risikofaktoren sind Rauchen, starkes Übergewicht, ein erhöhter Cholesterinspiegel, Bluthochdruck und Diabetes, vor allem wenn mehrere zusammenkommen [3]. Neben dem Lebensstil spielen auch das Alter, die familiäre Veranlagung und andere kaum beeinflussbare Faktoren eine entscheidende Rolle [3]. Mehr: Hohes Cholesterin und Diabetes Typ 2. Welche Medikamente den Blutdruck oder die Blutfette erhöhen können, steht auf den Seiten Medikamente, die den Blutdruck erhöhen und Medikamente, die Blutfette erhöhen.

Diagnose

Brustschmerzen können laut IQWiG viele Ursachen haben, etwa Probleme an Muskeln oder Knochen im Brustkorb, Erkrankungen der Lunge oder der Speiseröhre oder psychische Belastungen [3]. Die Ärztin oder der Arzt fragt nach den Beschwerden, weiteren Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Familie und Risikofaktoren wie Rauchen [3]. Die wichtigste Untersuchung bei Verdacht ist ein EKG in Ruhe oder unter Belastung; möglich sind auch eine Ultraschalluntersuchung des Herzens oder weitere bildgebende Verfahren [3]. Außerdem werden Blutdruck, Cholesterinwerte und Blutzucker bestimmt [3]. Langfristig sind laut IQWiG Kontrollen in der Hausarztpraxis in Abständen von 3 bis 6 Monaten sinnvoll [3].

Behandlung ohne Medikamente

Frau Anfang sechzig mit kastanienbraunem Haar in hellblauer Bluse spricht in einem ruhigen Sprechzimmer mit ihrer Hausärztin, beide sitzen sich zugewandt
Bild: KI-generiert

Die NVL empfiehlt unter anderem [1]:

  • Bewegung: Menschen mit KHK und niedrigem Risiko soll ein Ausdauertraining (aerobes Training) von insgesamt mindestens 2 Stunden pro Woche empfohlen werden (Empfehlung 6-2); zur Planung sollte eine Prüfung der Belastbarkeit mit einem Belastungs-EKG (Ergometrie) angeboten werden (6-1) [1].
  • Ernährung: Eine kaloriengerechte, ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse und wenig gesättigten Fetten sollte empfohlen werden (6-6) [1].
  • Alkohol: Der Konsum sollte die Grenzen des risikoarmen Alkoholkonsums nicht überschreiten (6-8) [1].
  • Rauchen: Betroffenen soll empfohlen werden, das Rauchen aufzugeben und möglichst auch Passivrauch zu meiden (6-10); wer aufhören möchte, soll nicht-medikamentöse und medikamentöse Hilfen bekommen (6-12) [1]. Mehr: Rauchen aufhören.
  • Seelische Belastungen: Bei psychosozialen Belastungen sollen Programme aus Aufklärung, Training und psychologischer Unterstützung angeboten werden (6-13) [1]. Manche Menschen mit KHK entwickeln laut IQWiG Depressionen, vor allem nach einem Herzinfarkt [3]. Mehr: Depression.
  • Impfung: Eine jährliche Grippeschutzimpfung sollte empfohlen werden (7-20) [1].

Nach einem Herzinfarkt, nach einem Stent oder einer Bypass-Operation wird laut IQWiG vor allem eine kardiologische Rehabilitation empfohlen; danach ist die Teilnahme an einer ärztlich betreuten Herzgruppe möglich [3]. Reichen Medikamente nicht aus, kommt ein Herzkatheter-Eingriff oder eine Bypass-Operation infrage [3]. Komplementäre und alternative Therapien wie Chelattherapie, Pflanzenmittel, Vitaminpräparate oder Omega-3-Fettsäuren sollen laut NVL zur Behandlung der KHK nicht angewendet werden (7-21) [1].

Behandlung mit Medikamenten

Medikamente bei KHK sollen laut IQWiG zum einen das Risiko für Folgeerkrankungen verringern und zum anderen die Beschwerden lindern [4]. Die Tabelle nennt die Gruppen der NVL mit Beispielen, die auf dieser Website einen eigenen Steckbrief haben [1]. Die Nebenwirkungen stammen aus der Packungsbeilage eines Beispielwirkstoffs und gelten nur für diesen ("sehr häufig": bei mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig": bei bis zu 1 von 10); maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Medikamente bei chronischer KHK nach der NVL Chronische KHK (Version 7.0, 2024)
WirkstoffgruppeBeispieleWie sie wirkenHäufige Nebenwirkungen
Plättchenhemmer (Thrombozytenaggregationshemmer), siehe BlutverdünnerASS, Clopidogrel [1]Hemmen das Verklumpen der Blutplättchen und beugen so Blutgerinnseln vor [6, 7]ASS (niedrig dosiert), häufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall, geringfügige Blutverluste aus dem Magen-Darm-Bereich [6]. Clopidogrel: am häufigsten berichtet werden Blutungen; häufig außerdem Durchfall, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen oder Sodbrennen [7]
StatineSimvastatin, Atorvastatin, Pravastatin [4]Senken die Cholesterinwerte und schützen die Gefäßwände [4]Atorvastatin, häufig: Entzündung der Luftwege in der Nase, Halsschmerzen, Nasenbluten, allergische Reaktionen, Anstieg von Blutzucker und Kreatinphosphokinase, Kopfschmerzen, Übelkeit, Verstopfung, Blähungen, Verdauungsstörungen, Durchfall, Gelenk-, Muskel- und Rückenschmerzen, auffällige Leberwerte [8]
BetablockerBisoprolol, Metoprolol [1]Verlangsamen den Herzschlag, senken den Blutdruck und entlasten dadurch das Herz [4]Bisoprolol, häufig: Müdigkeit, Erschöpfung, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen (bei Angina pectoris vor allem zu Beginn), Kälte- oder Taubheitsgefühl in Zehen oder Fingern, Magen-Darm-Beschwerden [10]
CalciumkanalblockerAmlodipin, Verapamil [1]Weiten die Blutgefäße, einige verlangsamen auch den Herzschlag [4]Amlodipin, sehr häufig: Wassereinlagerungen (Ödeme); häufig: Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit, Herzklopfen, Hautrötung mit Wärmegefühl, Bauchschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit, Knöchelschwellungen [11]
NitrateGlyceroltrinitrat (schnell wirksam) [1, 12]Erweitern schnell die Gefäße und verbessern die Blutversorgung des Herzmuskels [4]Glyceroltrinitrat-Spray, häufig: Kopfschmerzen, zu Beginn sehr häufig; Blutdruckabfall und Kreislaufstörungen beim Lagewechsel, auch mit schnellerem Puls, Benommenheit, Schwindel und Schwäche [12]
Weitere Mittel gegen Angina pectorisRanolazin, Ivabradin [1]Als Ergänzung, wenn Betablocker nicht vertragen werden oder allein nicht ausreichen; Ivabradin senkt gezielt die Herzfrequenz [1, 14]Ranolazin, häufig: Verstopfung, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwächegefühl [13]. Ivabradin, sehr häufig: visuelle Lichtphänomene (kurze Momente erhöhter Helligkeit) [14]

Plättchenhemmer: ASS und Clopidogrel

Allen Menschen mit stabiler KHK soll laut NVL unter Beachtung der Gegenanzeigen ASS empfohlen werden, sofern nicht Begleiterkrankungen, vor allem eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), für Clopidogrel sprechen (Empfehlung 7-2, starke Empfehlung) [1]. Bei erhöhtem Risiko für Magen-Darm-Blutungen oder bei Magen-Darm-Beschwerden sollte ASS zusammen mit einem Protonenpumpenhemmer fortgeführt oder zunächst auf Clopidogrel umgestellt werden (7-3) [1]. Wer wegen einer anderen Erkrankung Gerinnungshemmer zum Einnehmen braucht, soll ohne Aufdehnung der Herzkranzgefäße keine zusätzliche Plättchenhemmung erhalten (7-4) [1]. Nach einer solchen Aufdehnung (PCI, mit oder ohne Stent) soll eine Zweifachbehandlung mit Clopidogrel und ASS empfohlen werden (7-5); ihre Standarddauer beträgt laut NVL 6 Monate [1]. Nach einem geplanten Eingriff bei stabiler KHK ist Clopidogrel dafür nicht zugelassen (Off-Label-Use), laut NVL aber seit Langem medizinischer Standard [1]; die Packungsbeilage nennt die Kombination mit ASS nach einem Stent beim akuten Koronarsyndrom, also bei instabiler Angina pectoris oder Herzinfarkt [7].

Zulassung: ASS 100 ist laut Packungsbeilage unter anderem zur Vorbeugung eines weiteren Herzinfarkts, bei instabiler Angina pectoris und nach Eingriffen an den Herzkranzgefäßen zugelassen [6]. Bei stabiler KHK ohne vorausgegangenen Herzinfarkt oder Eingriff ist die Anwendung von ASS laut NVL nicht zugelassen (Off-Label-Use), aber seit Langem medizinischer Standard; auch Clopidogrel ist bei stabiler KHK nicht zugelassen [1]. Clopidogrel ist laut Packungsbeilage unter anderem nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall und bei pAVK zugelassen [7]. Mehr: Off-Label-Use.

Statine und weitere Cholesterinsenker

Allen Menschen mit KHK soll laut NVL unabhängig vom Ausgangswert der Blutfette dauerhaft ein Statin als Mittel der ersten Wahl empfohlen werden (Empfehlung 7-8, starke Empfehlung) [1]. Simvastatin ist laut Packungsbeilage bei einer Herz-Kreislauf-Erkrankung (KHK) zugelassen, ungeachtet der Höhe der Cholesterinwerte [9]. Zur Dosierung nennt die NVL zwei Strategien: Nach Empfehlung 7-12 von DEGAM und Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft soll allen Betroffenen eine Statintherapie in fester Dosis empfohlen werden, über deren Höhe gemeinsam entschieden werden soll; nach Empfehlung 7-13 von DGIM, DGK, DGPR und DGRW soll der LDL-Cholesterinspiegel auf den Zielwert unter 55 mg/dl (unter 1,4 mmol/l) gesenkt oder eine mindestens 50-prozentige Senkung erreicht werden [1]. Wird der Zielwert unter der höchsten verträglichen Statindosis nicht erreicht, kann Ezetimib angeboten werden (7-14), danach ein PCSK9-Hemmer (7-15) [1]. Bei einer Statin-Unverträglichkeit soll zuerst eine niedrigere Dosis oder ein anderes Statin versucht werden (7-9); als weitere Optionen nennt die NVL Bempedoinsäure, Ezetimib und PCSK9-Hemmer wie Evolocumab [1].

Mittel gegen Angina pectoris

Menschen mit stabiler Angina pectoris sollen laut NVL ein schnell wirkendes Nitrat haben, um Anfälle zu unterbrechen (Empfehlung 7-18, starke Empfehlung); vorbeugend vor einer Belastung angewendet, kann es die Belastbarkeit steigern [1]. Nitrolingual akut Spray wird laut Packungsbeilage unter die Zunge gesprüht; wenn möglich, sollten Sie sich bei der Anwendung hinsetzen [12]. Für die Dauerbehandlung stehen laut NVL bei Einschränkungen im Alltag trotz optimaler Behandlung zur Verbesserung der Prognose Betablocker, Calciumkanalblocker, langwirksame Nitrate, Ranolazin und Ivabradin zur Verfügung; die Wahl soll sich nach den Begleiterkrankungen und möglichen Nebenwirkungen richten (7-19) [1]. Ivabradin ist nur bei stabilem Sinusrhythmus zugelassen und wirksam [1], laut Packungsbeilage bei einer Herzfrequenz von 70 Schlägen pro Minute oder höher [14]. Bei belastungsabhängiger Angina pectoris gibt es laut NVL Hinweise auf ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko unter Ivabradin [1]; laut Rote-Hand-Brief vom 10.12.2014 an Ärztinnen und Ärzte sollte Ivabradin abgesetzt werden, wenn sich die Angina-pectoris-Beschwerden nicht innerhalb von 3 Monaten bessern [15].

Betablocker nach Herzinfarkt: Nach einem Herzinfarkt sollte laut NVL für ein Jahr ein Betablocker empfohlen und danach neu bewertet werden, ob er weiter gegeben oder abgesetzt wird (7-17) [1]. Ohne andere Gründe wie Bluthochdruck, Herzschwäche oder bestimmte Herzrhythmusstörungen ist ihr Nutzen bei KHK laut NVL nicht ausreichend belegt [1]. Auch für ACE-Hemmer, Sartane und Aldosteronantagonisten sieht die NVL bei KHK keine eigenständige Indikation; sie spricht dazu keine Empfehlung aus, wenn kein anderer Grund für diese Mittel besteht, und verweist bei eingeschränkter Pumpfunktion auf die NVL zur Herzschwäche [1].

Nebenwirkungen der Medikamente

  • Blutungen: Plättchenhemmer verlangsamen die Blutgerinnung, sodass es leichter zu Blutungen kommen kann; dunkelrot oder schwarz verfärbter Stuhl und erbrochenes Blut können laut IQWiG auf eine Magenblutung hinweisen und müssen ärztlich abgeklärt werden [4]. Bei schwarzem Stuhl oder blutigem Erbrechen unter ASS müssen Sie laut Packungsbeilage sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt benachrichtigen [6]. Zu Clopidogrel wurden laut einem Informationsbrief vom August 2013 wenige Fälle einer erworbenen Hämophilie berichtet, einer Störung der Blutgerinnung [18]. Mehr: Blutungen und Blutbildveränderungen durch Medikamente und Magenbeschwerden.
  • Wechselwirkungen bei Plättchenhemmern: Bei gleichzeitiger Anwendung von Ibuprofen kann die gerinnungshemmende Wirkung niedrig dosierter ASS laut Packungsbeilage beeinträchtigt sein; auch Metamizol kann ihre Wirkung auf die Blutplättchen verringern [6]. Bei Clopidogrel sollten Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt laut Packungsbeilage unter anderem mitteilen, wenn Sie Omeprazol oder Esomeprazol einnehmen [7]. Mehr: ASS oder Ibuprofen und Wechselwirkungen.
  • Statine und Muskeln: Muskelbeschwerden können laut IQWiG viele Gründe haben; es ist daher nicht sinnvoll, die Behandlung beim ersten Verdacht zu beenden, besser bespricht man es in der Praxis [4]. Die NVL vermutet bei Muskelschmerzen einen starken Nocebo-Effekt [1]. Mehr: Muskelschmerzen durch Medikamente und Nocebo-Effekt.
  • Statine, Hinweise des BfArM: Das BfArM ordnete 2012 Hinweise auf das Risiko eines Blutzuckeranstiegs und eines Diabetes als möglichen Klasseneffekt der Statine an, 2011 Hinweise auf Schlafstörungen, Gedächtnisverlust, sexuelle Störungen, Depression und eine Lungenerkrankung (interstitielle Pneumopathie) [16, 17]. Mehr: Medikamente, die den Blutzucker verändern.
  • Nitrate und Potenzmittel: Glyceroltrinitrat darf laut Packungsbeilage nicht angewendet werden, wenn Sie PDE-5-Hemmer wie Sildenafil gegen Erektionsstörungen oder Lungenhochdruck einnehmen, weil diese den blutdrucksenkenden Effekt erheblich verstärken können [12]. Mehr: Erektionsstörungen.
  • Betablocker und Calciumkanalblocker: Senken Betablocker den Herzschlag oder Blutdruck zu stark, kann es laut IQWiG zu Schlappheit und Erschöpfung kommen; sie können auch die sexuelle Lust mindern oder zu Erektionsstörungen führen [4]. Unter Calciumkanalblockern sind laut IQWiG Benommenheit, Hitzewallungen, Verstopfung und Wassereinlagerungen in den Beinen möglich [4]. Mehr: Wassereinlagerungen (Ödeme) durch Medikamente und Libido- und Potenzprobleme.
  • Ivabradin: Laut Rote-Hand-Brief vom 10.12.2014 ist das Risiko für Vorhofflimmern erhöht, und die gleichzeitige Anwendung mit Verapamil oder Diltiazem ist kontraindiziert [15].

Nicht eigenmächtig absetzen: Die schützende Wirkung von Plättchenhemmern und Statinen hält laut IQWiG nur so lange an, wie man sie nimmt [4]. Wird die Behandlung mit Bisoprolol bei koronarer Herzkrankheit abrupt abgebrochen, besteht laut Packungsbeilage die Gefahr eines Herzinfarkts und eines plötzlichen Todes [10]. Clopidogrel setzen Sie laut Packungsbeilage nicht ab, solange Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es nicht anordnet [7]. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Mehr auf den Seiten zum Absetzen von Bisoprolol, Metoprolol, Clopidogrel, Atorvastatin und Amlodipin.

Nebenwirkung melden: Nebenwirkungen können Sie laut Packungsbeilage Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke mitteilen oder direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [10]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Leben mit koronarer Herzkrankheit

Laut NVL soll Betroffenen eine Beratung zu beeinflussbaren Risikofaktoren, zur Behandlung von Beschwerden und zur Bedeutung von Alarmsymptomen angeboten werden (Empfehlung 5-9) [1]. Fachleute empfehlen laut Kurzinformation zur NVL, das Notfallmedikament, etwa ein Nitrat als Spray oder Kapsel, stets bei sich zu tragen, sich die Anwendung zeigen zu lassen und rechtzeitig für Nachschub zu sorgen [2]. Hilfreich ist ein Zettel im Geldbeutel mit allen Medikamenten, den Erkrankungen und den Telefonnummern von Angehörigen und Hausarztpraxis; Angehörige sollten wissen, was im Notfall zu tun ist [2].

Wer mehrere Medikamente nimmt, sollte laut IQWiG der Ärztin oder dem Arzt alle nennen, auch pflanzliche und rezeptfreie; gesetzlich Versicherte mit drei oder mehr verschreibungspflichtigen Arzneimitteln haben Anspruch auf den bundeseinheitlichen Medikationsplan [4]. Mehr: Medikationsplan und Einnahme-Erinnerung.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Eine chronische KHK ist laut IQWiG oft lange stabil, kann aber fortschreiten und zu einem Herzinfarkt führen [3]. Für einen Notfall sprechen Beschwerden, die auch in Ruhe auftreten, nach einer Belastung wie Treppensteigen nicht nachlassen, trotz Notfallmedikament wie Nitrospray anhalten oder länger als ein paar Minuten dauern, oder wenn weitere Anzeichen eines Herzinfarkts hinzukommen [5]. Typische Anzeichen sind ein starkes Enge- oder Druckgefühl in der Brust und Schmerzen hinter dem Brustbein, die in Arme, Rücken, Hals, Kiefer oder Oberbauch ausstrahlen können; dazu können Luftnot, Übelkeit, Erbrechen, kalter Schweiß, Blässe, Schwindel oder Todesangst kommen [5]. Frauen, ältere Menschen und Menschen mit Diabetes oder Herzschwäche spüren die typische Brustenge seltener [5]. Auch im Zweifel gilt laut IQWiG: nicht abwarten, sondern sofort den Notruf 112 wählen, und treten die Anzeichen nachts auf, keinesfalls bis zum Morgen warten [5].

Bis Hilfe kommt, nehmen Sie laut Kurzinformation zur NVL Ihr Notfallmedikament, befreien sich von beengender Kleidung und öffnen die Wohnungstür, wenn Sie allein sind [2]. Bricht jemand bewusstlos zusammen, sollen Angehörige 112 rufen und sofort mit der Herzdruckmassage beginnen; ist ein Defibrillator vorhanden, sollten sie ihn einsetzen [2].

Bei Muskelschwäche, Muskelschmerzen oder einem Muskelriss oder rotbraun verfärbtem Urin, besonders mit Unwohlsein oder Fieber, kann unter Atorvastatin ein krankhafter Muskelschwund (Rhabdomyolyse) dahinterstecken; dann verlangt die Packungsbeilage, die Einnahme abzubrechen und umgehend die Ärztin oder den Arzt zu informieren oder eine Notaufnahme aufzusuchen [8]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe.

Quellen

  1. Leitlinie Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische KHK, Langfassung, Version 7.0 (AWMF-Register-Nr. nvl-004), Kapitel 1, 2, 5.6, 6 und 7 mit Abbildungen 1, 6 und 7. Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, AWMF. Stand Version 7.0, publiziert 30.08.2024, gültig bis 14.08.2029. abgerufen am 17.10.2026
  2. Leitlinie Kurzinformation für Patienten "Verhalten im Notfall bei KHK" (beruht auf der NVL Chronische KHK). Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) im Auftrag von BÄK und KBV. Stand 09/2023. abgerufen am 17.10.2026
  3. Koronare Herzkrankheit (KHK). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 20.10.2021. abgerufen am 17.10.2026
  4. Medikamente zur langfristigen Behandlung der koronaren Herzkrankheit. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 20.10.2021. abgerufen am 17.10.2026
  5. Anzeichen eines Herzinfarkts. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 20.10.2021. abgerufen am 17.10.2026
  6. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation ASS-ratiopharm 100 mg TAH Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 01/2025. abgerufen am 17.10.2026
  7. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Clopidogrel ratiopharm 75 mg Filmtabletten. Teva B.V. (Zulassungsinhaber)/ratiopharm GmbH. Stand 02/2024. abgerufen am 17.10.2026
  8. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Atorvastatin-ratiopharm 20 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2024. abgerufen am 17.10.2026
  9. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Simvastatin-ratiopharm 20 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 17.10.2026
  10. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Bisoprolol-ratiopharm 5 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 17.10.2026
  11. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Amlodipin-ratiopharm 5 mg N Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2022. abgerufen am 17.10.2026
  12. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Nitrolingual akut Spray (Glyceroltrinitrat, Spray zur Anwendung in der Mundhöhle). G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG. Stand 04/2018. abgerufen am 17.10.2026
  13. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Ranexa (Ranolazin), Anhang III B: Packungsbeilage Ranexa Retardtabletten. Menarini International Operations Luxembourg S.A. (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 08/2022 (EMA, aktualisiert am 11.08.2022). abgerufen am 17.10.2026
  14. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Procoralan (Ivabradin), Anhang III B: Packungsbeilage Procoralan Filmtabletten. Les Laboratoires Servier (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 11/2025 (EMA, aktualisiert am 17.11.2025). abgerufen am 17.10.2026
  15. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu Procoralan (Ivabradin): Neue Kontraindikation und Empfehlungen zur Risikominimierung von kardiovaskulären Ereignissen und schweren Bradykardien. Servier Deutschland GmbH in Abstimmung mit EMA und BfArM. Stand 10.12.2014. abgerufen am 17.10.2026
  16. Behörde Statine: Erhöhtes Risiko von Diabetes als möglicher Klasseneffekt (Bescheid vom 21.08.2012). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 11.09.2012. abgerufen am 17.10.2026
  17. Behörde Statine: Schlafstörungen, Gedächtnisverlust, sexuelle Störungen, Depression und interstitielle Pneumopathie als mögliche Klasseneffekte (Bescheid vom 21.03.2011). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 30.03.2011. abgerufen am 17.10.2026
  18. Rote-Hand-Brief Informationsbrief zu Clopidogrel: Risiko von erworbener Hämophilie. Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, mit EMA und BfArM abgestimmt. Stand 08/2013. abgerufen am 17.10.2026

Häufige Fragen

Welche Medikamente bekommt man bei koronarer Herzkrankheit?

Laut Nationaler VersorgungsLeitlinie (NVL) Chronische KHK soll allen Betroffenen dauerhaft ein Statin wie Simvastatin oder Atorvastatin empfohlen werden und unter Beachtung der Gegenanzeigen Acetylsalicylsäure (ASS), bei bestimmten Begleiterkrankungen wie der pAVK Clopidogrel. Bei stabiler KHK ohne vorausgegangenen Herzinfarkt oder Eingriff an den Herzkranzgefäßen ist ASS dafür laut NVL nicht zugelassen (Off-Label-Use), gilt aber seit Langem als medizinischer Standard; Clopidogrel ist laut Packungsbeilage unter anderem nach einem Herzinfarkt und bei pAVK zugelassen, für die stabile KHK allein laut NVL nicht. Bei stabiler Angina pectoris sollen Betroffene ein schnell wirkendes Nitrat für Anfälle haben. Zur Vorbeugung der Beschwerden nennt die NVL Betablocker, Calciumkanalblocker, langwirksame Nitrate, Ranolazin und Ivabradin.

Muss ich bei KHK immer ein Statin nehmen, auch wenn mein Cholesterin normal ist?

Laut NVL soll allen Menschen mit KHK unabhängig vom Ausgangswert der Blutfette dauerhaft ein Statin als Mittel der ersten Wahl empfohlen werden. Simvastatin ist laut Packungsbeilage bei einer Herz-Kreislauf-Erkrankung (KHK) zugelassen, ungeachtet der Höhe der Cholesterinwerte. Die schützende Wirkung hält laut IQWiG nur so lange an, wie man das Mittel nimmt. Ob eine feste Dosis oder ein Zielwert angestrebt wird, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Was tun bei einem Angina-pectoris-Anfall?

Laut NVL sollen Menschen mit stabiler Angina pectoris ein schnell wirkendes Nitrat haben, um Anfälle zu unterbrechen. Wenn möglich, setzen Sie sich bei der Anwendung des Nitrosprays laut Packungsbeilage hin. Halten die Beschwerden trotz Notfallmedikament an, treten sie in Ruhe auf oder dauern länger als ein paar Minuten, spricht das laut IQWiG für einen Notfall: Rufen Sie den Notruf 112.

Darf ich Nitrospray und Potenzmittel zusammen nehmen?

Nein. Laut Packungsbeilage von Nitrolingual akut Spray darf es nicht angewendet werden, wenn Sie PDE-5-Hemmer wie Sildenafil oder Vardenafil gegen Erektionsstörungen oder Lungenhochdruck einnehmen, weil diese den blutdrucksenkenden Effekt erheblich verstärken können; das gilt auch, wenn Sie solche Mittel eingenommen haben und akute Herzschmerzen entwickeln. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, bevor Sie ein Potenzmittel einnehmen.

Darf ich zu ASS ein Schmerzmittel wie Ibuprofen nehmen?

Fragen Sie vorher Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke. Laut Packungsbeilage von ASS 100 kann die gerinnungshemmende Wirkung niedrig dosierter ASS bei gleichzeitiger Anwendung von Ibuprofen beeinträchtigt sein; bei gelegentlicher Anwendung von Ibuprofen ist eine Wechselwirkung nicht wahrscheinlich. Auch Metamizol kann die Wirkung von ASS auf die Blutplättchen verringern.

Darf ich Medikamente gegen KHK absetzen, wenn es mir gut geht?

Laut IQWiG hält die schützende Wirkung von Plättchenhemmern und Statinen nur so lange an, wie man sie nimmt. Bei Bisoprolol besteht laut Packungsbeilage bei koronarer Herzkrankheit die Gefahr eines Herzinfarkts und eines plötzlichen Todes, wenn die Behandlung abrupt abgebrochen wird. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Woran erkenne ich einen Herzinfarkt?

Typisch sind laut IQWiG ein starkes Enge- oder Druckgefühl in der Brust und Schmerzen hinter dem Brustbein, die in Arme, Rücken, Hals, Kiefer oder Oberbauch ausstrahlen können; dazu können Luftnot, Übelkeit, Erbrechen, kalter Schweiß, Blässe, Schwindel oder Todesangst kommen. Frauen, ältere Menschen und Menschen mit Diabetes oder Herzschwäche spüren die typische Brustenge seltener. Bei Verdacht rufen Sie sofort den Notruf 112, auch nachts und auch im Zweifel.

Ist Sex bei koronarer Herzkrankheit gefährlich?

Wie jede größere körperliche Anstrengung erhöht Sex laut IQWiG das Risiko für einen Herzinfarkt für kurze Zeit etwas, insgesamt bleibt es aber niedrig. Nitrospray darf laut Packungsbeilage nicht angewendet werden, wenn Sie PDE-5-Hemmer wie Sildenafil einnehmen; sprechen Sie vor der Einnahme solcher Mittel mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

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