Krankheiten und ihre Behandlung
Hier finden Sie häufige Krankheiten und Beschwerden, bei denen Medikamente eine Rolle spielen, von A bis Z und nach Körperbereich geordnet. Jede Seite erklärt kurz die Erkrankung, nennt, was ohne Medikamente hilft, und ordnet die Medikamente ein, die Leitlinien und das IQWiG nennen, mit ihren typischen Nebenwirkungen. Die Behandlung legen Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt fest.

Jede Krankheitsseite beantwortet dieselben Fragen: Was passiert im Körper? Woran erkennt man die Erkrankung? Was hilft ohne Medikamente, und welche Arzneimittel kommen infrage, wenn das nicht reicht? Die Behandlung selbst legen Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt fest. Die Seiten helfen, das Gespräch vorzubereiten und die Packungsbeilage einzuordnen.
Alle Krankheiten von A bis Z
Krankheiten nach Körperbereich
Die Übersicht ordnet jede Krankheit einem Körperbereich zu. Seiten, die noch nicht erschienen sind, stehen ohne Link in der Liste und kommen nach und nach hinzu.
Herz, Kreislauf und Gefäße
Blutdruck, Herzrhythmus, Herzschwäche, Gefäße und Blutgerinnsel.
Bluthochdruck ist meist nicht zu spüren, kann aber das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen.
Ein niedriger Blutdruck kann Schwindel auslösen, zum Beispiel beim Aufstehen.
Bei Herzrasen schlägt das Herz ohne Anstrengung sehr schnell.
Vorhofflimmern ist eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen.
Bei einer Herzinsuffizienz pumpt das Herz nicht mehr genug Blut in den Körper.
Koronare Herzkrankheit und Angina pectoris
Bei der koronaren Herzkrankheit sind die Herzkranzgefäße verengt.
Herzinfarkt: Medikamente danach
Nach einem Herzinfarkt sollen Medikamente einem weiteren Infarkt vorbeugen.
Schlaganfall: Medikamente zur Vorbeugung
Nach einem Schlaganfall sollen Medikamente einem weiteren vorbeugen.
Bei einer Thrombose verstopft ein Blutgerinnsel ein Blutgefäß, meist eine Vene im Bein.
Bei einer Lungenembolie verstopft ein Blutgerinnsel ein Blutgefäß in der Lunge.
Durchblutungsstörungen der Beine (pAVK)
Bei der pAVK ist die Durchblutung der Beine gestört, typisch sind Schmerzen beim Gehen.
Hohes Cholesterin macht normalerweise keine Beschwerden, kann aber das Risiko für Herzinfarkt erhöhen.
Stoffwechsel, Hormone und Mangel
Diabetes, Schilddrüse, Gewicht, Hormone und Nährstoffmangel.
Bei Typ-2-Diabetes ist der Blutzucker dauerhaft zu hoch.
Bei Typ-1-Diabetes bildet der Körper kein oder kaum noch Insulin.
Insulinresistenz und Prädiabetes
Bei einer Insulinresistenz sprechen die Körperzellen schlechter auf Insulin an.
Adipositas: Medikamente zum Abnehmen
Adipositas beginnt bei einem BMI von 30.
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion bildet die Schilddrüse zu wenig Hormone.
Bei der Hashimoto-Thyreoiditis greift das Immunsystem die Schilddrüse an.
Bei einer Schilddrüsenüberfunktion bildet die Schilddrüse zu viele Hormone.
Bei einem Testosteronmangel bilden die Hoden zu wenig männliches Hormon.
Eisenmangel kann müde und blass machen und zu einer Blutarmut führen.
Ein Vitamin-D-Mangel besteht, wenn der Vitamin-D-Wert im Blut zu niedrig ist und Beschwerden auftreten.
Ein Vitamin-B12-Mangel kann zu Blutarmut und Nervenschäden führen.
Bei einem Kaliummangel ist zu wenig Kalium im Blut.
Bei einer Laktoseintoleranz verträgt der Darm nur wenig Milchzucker.
Bei einer Histaminintoleranz werden Beschwerden nach histaminhaltigem Essen vermutet.
Magen, Darm und Verdauung
Sodbrennen, Magen- und Darmerkrankungen, Durchfall, Verstopfung und Übelkeit.
Sodbrennen entsteht, wenn Magensaft in die Speiseröhre aufsteigt.
Eine Gastritis ist eine Entzündung der Magenschleimhaut.
Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür
Ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür ist eine Wunde in der Magen- oder Darmwand.
Helicobacter pylori ist ein Bakterium, das die Magenschleimhaut besiedelt.
Beim Reizdarm kommen Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung immer wieder.
Colitis ulcerosa ist eine chronische Entzündung des Dickdarms, die meist in Schüben verläuft.
Morbus Crohn ist eine chronische Entzündung des Verdauungstrakts, die in Schüben verläuft.
Bei einer Divertikulitis sind Ausstülpungen der Darmwand entzündet.
Bei Durchfall ist es am wichtigsten, Flüssigkeit und Salze zu ersetzen.
Eine Magen-Darm-Grippe lösen meist Noro- oder Rotaviren aus.
Bei Verstopfung stehen Ballaststoffe, Trinken und Bewegung am Anfang.
Blähungen entstehen zum Beispiel, wenn Darmbakterien schlecht verdauliche Nahrung vergären.
Übelkeit und Erbrechen haben viele Ursachen, von der Magen-Darm-Infektion bis zur Migräne.
Reisekrankheit entsteht, wenn Augen und Gleichgewichtsorgan nicht zusammenpassende Signale senden.
Das Hauptsymptom vergrößerter Hämorrhoiden sind schmerzlose Blutungen beim Stuhlgang.
Eine Analfissur ist ein schmerzhafter Einriss am After.
Gallensteine bleiben oft unbemerkt, können aber schmerzhafte Koliken auslösen.
Madenwürmer sind die häufigsten Würmer bei Kindern.
Atemwege, Erkältung und Hals
Asthma, COPD, Husten, Erkältung, Grippe und Entzündungen in Hals, Nase und Ohren.
Asthma ist eine chronische Entzündung der Atemwege mit Atemnot, pfeifendem Atem und Husten.
COPD ist eine chronische Lungenerkrankung mit Husten, Auswurf und Atemnot bei Belastung.
Eine akute Bronchitis verschwindet meist von selbst, der Husten kann aber Wochen dauern.
Husten klingt meist nach wenigen Wochen von allein ab.
Eine Erkältung klingt normalerweise nach 1 bis 2 Wochen von allein ab.
Erkältungsschnupfen verschwindet oft schon nach wenigen Tagen.
Eine Grippe beginnt typischerweise plötzlich mit Fieber und ausgeprägtem Krankheitsgefühl.
COVID-19 wird durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst.
Eine Lungenentzündung wird oft durch Bakterien verursacht.
Eine akute Sinusitis klingt meist nach 1 bis 2 Wochen von selbst ab.
Eine Mandelentzündung klingt meist innerhalb von 1 bis 2 Wochen ab.
Die meisten Halsschmerzen klingen innerhalb einer Woche ab.
Eine akute Mittelohrentzündung klingt in der Regel in 2 bis 3 Tagen von selbst ab.
Keuchhusten ist eine hoch ansteckende Infektion der Atemwege.
Pseudokrupp ist eine Entzündung des Kehlkopfs, die meist Kleinkinder trifft.
Scharlach ist eine ansteckende Infektion mit Streptokokken, die vor allem Kinder trifft.
Pfeiffersches Drüsenfieber ist eine Virusinfektion, die vor allem Jugendliche und junge Erwachsene trifft.
Allergien
Heuschnupfen, allergische Reaktionen, Nesselsucht und Notfall Anaphylaxie.
Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem auf eigentlich ungefährliche Stoffe.
Heuschnupfen ist eine Allergie gegen Pollen.
Anaphylaxie (allergischer Schock)
Eine Anaphylaxie ist eine starke allergische Reaktion, die rasch lebensbedrohlich werden kann.
Nesselsucht zeigt sich mit juckenden Quaddeln, Schwellungen oder beidem.
Hinter einer Sonnenallergie steckt meist die polymorphe Lichtdermatose.
Infektionen und Reisemedizin
Sexuell übertragbare Infektionen, Hepatitis, HIV, Borreliose, Tuberkulose, Malaria und Fieber.
Chlamydien gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen.
Ein Tripper ist eine sexuell übertragbare Infektion mit Gonokokken.
Syphilis ist eine sexuell übertragbare Infektion, die sich gut mit Antibiotika behandeln lässt.
Genitalherpes ist eine häufige sexuell übertragbare Infektion mit Herpesviren.
HIV schwächt unbehandelt das Immunsystem, ist heute aber gut behandelbar.
Hepatitis B ist eine Leberentzündung durch ein Virus, das über Blut und beim Sex übertragen wird.
Hepatitis C ist eine Leberentzündung durch ein Virus, das über Blut übertragen wird.
Tuberkulose ist eine bakterielle Infektion, die meist die Lunge befällt.
Borreliose ist eine bakterielle Infektion, die Zecken übertragen.
Malaria: Vorbeugung und Behandlung
Malaria ist eine Tropenkrankheit, die Stechmücken übertragen.
Fieber ist meist eine normale Abwehrreaktion des Körpers.
Niere, Blase und Prostata
Harnwegsinfekte, Blasenschwäche, Prostata, Nierensteine und Nierenschwäche.
Eine Blasenentzündung macht sich durch Brennen beim Wasserlassen und häufigen Harndrang bemerkbar.
Eine Nierenbeckenentzündung ist eine bakterielle Infektion der oberen Harnwege, die rasch behandelt werden sollte.
Bei einer Reizblase kommt der Harndrang plötzlich und lässt sich kaum aufschieben.
Eine gutartige Prostatavergrößerung macht vielen älteren Männern das Wasserlassen schwer.
Bei einer Erektionsstörung wird der Penis für den Sex nicht ausreichend steif.
Nierensteine können heftige Koliken auslösen.
Bei einer Niereninsuffizienz arbeiten die Nieren dauerhaft schwächer.
Frauengesundheit
Zyklus, Wechseljahre, Schwangerschaft und Behandlungen nach Brustkrebs.
Regelschmerzen sind Krämpfe und Schmerzen im Unterleib während der Periode.
PMS sind körperliche und seelische Beschwerden in den Tagen vor der Regelblutung.
Endometriose ist eine chronische Unterleibserkrankung mit oft starken Regelschmerzen.
Beim PCO-Syndrom bilden die Eierstöcke zu viele männliche Hormone, typisch sind unregelmäßige Blutungen.
Hitzewallungen, Schweißausbrüche und eine trockene Scheide sind typische Wechseljahresbeschwerden.
Scheidenpilz macht sich durch Jucken, Brennen und weißlichen Ausfluss bemerkbar.
Übelkeit und Erbrechen sind in der Frühschwangerschaft häufig und meist ungefährlich.
Brustkrebs: Antihormontherapie
Bei hormonempfindlichem Brustkrebs gehört eine Antihormontherapie zur Behandlung.
Psyche und Sucht
Depression, Angst, Schlaf, ADHS, Demenz und Abhängigkeit.
Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen.
Angststörung und Panikattacken
Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen.
Bei einer bipolaren Störung wechseln sich manische und depressive Phasen ab.
Bei einer Schizophrenie kommt es wiederholt zu Psychosen mit Wahn oder Stimmenhören.
Posttraumatische Belastungsstörung
Eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) kann nach einem schweren Trauma entstehen.
Bei einer Zwangsstörung drängen sich Gedanken und Handlungen immer wieder auf.
Innere Unruhe kann viele Ursachen haben, von Stress bis zur Schilddrüse.
Bei einer Schlafstörung ist der Schlaf länger als einen Monat nicht erholsam.
ADHS beginnt in der Kindheit und bleibt oft bis ins Erwachsenenalter bestehen.
Bei einer Demenz lassen Gedächtnis, Denken und Orientierung nach.
Alkoholabhängigkeit ist eine Krankheit, die behandelt werden kann.
Nikotinersatz und Medikamente wie Vareniclin können Entzugserscheinungen lindern.
Gehirn, Nerven und Sinne
Migräne, Kopfschmerzen, Epilepsie, Parkinson, Nervenschmerzen, Schwindel und Ohren.
Migräne zeigt sich in Anfällen mit starken, oft einseitigen Kopfschmerzen.
Gewöhnliche Kopfschmerzen vergehen meist rasch von selbst.
Bei einer Epilepsie treten wiederholt Anfälle auf.
Parkinson ist eine Erkrankung des Gehirns, die Bewegungen einschränkt.
Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung von Gehirn und Rückenmark.
Myasthenia gravis ist eine seltene Autoimmunerkrankung, bei der Muskeln bei Belastung schneller ermüden.
Bei einer Polyneuropathie sind viele Nerven in Armen und Beinen geschädigt.
Nervenschmerzen entstehen, wenn Nerven selbst geschädigt sind.
Die Trigeminusneuralgie löst blitzartige, heftige Schmerzen in einer Gesichtshälfte aus.
Beim Restless-Legs-Syndrom drängt es vor allem abends, die Beine zu bewegen.
Der essenzielle Tremor ist die häufigste Form krankhaften Zitterns.
Schwindel ist ein Symptom mit vielen möglichen Ursachen.
Tinnitus sind Ohrgeräusche ohne äußeren Anlass.
Ein Hörsturz ist ein plötzlicher Hörverlust, meist auf einem Ohr.
Knochen, Gelenke und Muskeln
Arthrose, Rheuma, Gicht, Osteoporose, Rücken und Muskeln.
Bei Arthrose verändert sich das Gelenk, es kann schmerzen und steif werden.
Bei rheumatoider Arthritis greift das Abwehrsystem die Gelenke an.
Morbus Bechterew ist eine chronische Entzündung der Wirbelsäulengelenke.
Die Psoriasis-Arthritis ist eine chronische Gelenkentzündung bei Schuppenflechte.
Lupus erythematodes ist eine Autoimmunerkrankung, die Haut, Gelenke und innere Organe betreffen kann.
Bei Gicht entzünden sich Gelenke durch Harnsäurekristalle.
Bei Osteoporose werden die Knochen brüchig, oft merkt man es erst nach einem Bruch.
Fibromyalgie ist eine chronische Schmerzerkrankung mit Schmerzen in vielen Körperregionen.
Rückenschmerzen sind fast immer ungefährlich und vergehen meist von selbst.
Verspannte Muskeln sind oft der Auslöser von Nackenschmerzen.
Wadenkrämpfe dauern Sekunden bis Minuten.
Haut, Haare und Nägel
Ekzeme, Schuppenflechte, Akne, Pilz, Parasiten, Herpes und Haarausfall.
Neurodermitis ist eine chronische, juckende Hauterkrankung.
Schuppenflechte ist eine chronische, nicht ansteckende Entzündung der Haut.
Akne ist bei Jugendlichen die häufigste Hautkrankheit.
Rosazea ist eine chronische, nicht ansteckende Entzündung der Gesichtshaut.
Nagelpilz ist hartnäckig, die Behandlung kann bis zu einem Jahr dauern.
Fußpilz lässt sich meist mit rezeptfreien Cremes, Gels oder Sprays behandeln.
Hautpilz lässt sich meist mit Cremes gegen Pilze behandeln.
Krätze ist eine ansteckende Hautkrankheit durch Milben.
Kopfläuse sind lästig, übertragen aber keine Krankheiten.
Warzen entstehen durch Viren und verschwinden oft von selbst.
Lippenherpes klingt normalerweise nach 1 bis 2 Wochen von allein ab.
Gürtelrose entsteht, wenn Windpocken-Viren im Körper wieder aktiv werden.
Haarausfall hat viele Formen, am häufigsten ist er anlagebedingt.
Starkes Schwitzen (Hyperhidrose)
Bei starkem Schwitzen ohne erkennbaren Grund nennt die Leitlinie zuerst Mittel zum Auftragen.
Augen, Mund und Zähne
Augenerkrankungen, Mundsoor, Aphthen, Zahn- und Zahnfleischbeschwerden.
Eine Bindehautentzündung entsteht oft durch Viren, Bakterien oder eine Allergie.
Bei trockenen Augen ist der Tränenfilm gestört, die Augen brennen und röten sich.
Beim Grünen Star wird der Sehnerv geschädigt, häufig durch zu hohen Augeninnendruck.
Mundsoor ist eine Pilzinfektion der Mundschleimhaut.
Aphthen sind schmerzhafte, entzündete Stellen an der Mundschleimhaut.
Schmerzmittel lindern Zahnschmerzen, die Ursache behandelt die Zahnarztpraxis.
Gerötetes, geschwollenes oder blutendes Zahnfleisch weist auf eine Entzündung hin.
Was auf jeder Krankheitsseite steht
- Was die Erkrankung ist: kurz erklärt, mit Einteilung oder Grenzwerten, wenn eine Leitlinie sie nennt.
- Symptome, Ursachen und Diagnose: woran man die Erkrankung erkennt und wie sie festgestellt wird. Können Medikamente die Beschwerde auslösen, verweist die Seite auf die passende Nebenwirkungsseite.
- Behandlung ohne Medikamente: was Leitlinien und das IQWiG dazu sagen.
- Behandlung mit Medikamenten: eine Tabelle der Wirkstoffgruppen, die Leitlinien oder das IQWiG für die Erkrankung nennen, mit Beispielen, Wirkweise und häufigen Nebenwirkungen. Die Beispiele führen zu den Steckbriefen der Wirkstoffe.
- Nebenwirkungen der Medikamente: was bei den genannten Gruppen typisch ist und woran Sie es erkennen.
- Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen: Warnzeichen aus Leitlinien, IQWiG und Packungsbeilagen.
- Quellen: Leitlinien, IQWiG, Behörden und Produktinformationen mit Stand und Abrufdatum.
Worauf die Seiten beruhen
Grundlage sind die Nationalen VersorgungsLeitlinien, die Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften und die Gesundheitsinformationen des IQWiG. Angaben zu einem einzelnen Wirkstoff, etwa wofür er zugelassen ist und wie häufig eine Nebenwirkung auftritt, stammen aus seiner Packungsbeilage und Fachinformation. Empfehlungen einer Leitlinie stehen immer mit der Quelle und mit dem Wort, das die Leitlinie selbst verwendet. In den Nationalen VersorgungsLeitlinien bedeutet "soll" eine starke Empfehlung, "sollte" eine abgeschwächte Empfehlung und "kann" eine offene Empfehlung.
Medikamente, die für eine Erkrankung nicht zugelassen sind, nennen die Seiten nur, wenn sie zum Kern der Frage gehören, und dann mit diesem Hinweis. Ergebnisse aus Studien zur Wirksamkeit, etwa um wie viel Prozent ein Mittel ein Risiko senkt, stehen nicht auf den Seiten. Jede Seite hat ein zweiter Bearbeiter an allen Quellen geprüft, bevor sie erschienen ist.
Das Arztgespräch vorbereiten
Schreiben Sie vor dem Termin auf, welche Beschwerden Sie haben, seit wann und welche Medikamente Sie einnehmen, auch rezeptfreie Mittel und Nahrungsergänzungsmittel. Fragen Sie, wie lange eine Behandlung dauern soll und woran Sie Nebenwirkungen erkennen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Beschwerden, die Sie für eine Nebenwirkung halten, können Sie im Nebenwirkungs-Tagebuch festhalten. Wie Sie eine vermutete Nebenwirkung melden, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.
Alle Wirkstoffe von A bis Z finden Sie unter Medikamente, Medikamente mit gleichem Wirkprinzip unter Wirkstoffgruppen und Beschwerden durch Medikamente unter Nebenwirkungen.
Häufige Fragen
Ersetzen die Krankheitsseiten einen Arztbesuch?
Nein. Die Seiten erklären, welche Behandlungen Leitlinien und das IQWiG nennen, und helfen, das Gespräch vorzubereiten. Ob und wie Sie behandelt werden, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Was bedeuten "soll", "sollte" und "kann" bei Leitlinienempfehlungen?
In den Nationalen VersorgungsLeitlinien steht "soll" für eine starke Empfehlung, "sollte" für eine abgeschwächte Empfehlung und "kann" für eine offene Empfehlung. Andere Leitlinien verwenden eigene Stufen, etwa Empfehlungsklassen. Die Seiten geben die Empfehlung immer im Wortlaut der jeweiligen Leitlinie wieder.
Warum nennen die Seiten keine Dosierungen?
Die Dosis eines verordneten Medikaments legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Was die Packungsbeilage zur Dosierung sagt, steht im Steckbrief des Wirkstoffs unter Medikamente.
Warum fehlt ein Medikament in der Tabelle?
Die Tabellen nennen nur Wirkstoffgruppen, die Leitlinien oder das IQWiG für die Erkrankung nennen, und als Beispiele Wirkstoffe mit eigenem Steckbrief auf dieser Website. Mittel ohne Zulassung für die Erkrankung fehlen in der Regel. Fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, wenn Ihr Medikament nicht genannt ist.
Passt dazu
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Wirkstoffgruppen42 Wirkstoffgruppen von ACE-Hemmern bis Statinen, jeweils mit ihren Wirkstoffen.
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RatgeberAntworten rund um Medikamente im Alltag.
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WerkzeugeZehn Helfer rund um Medikamente, vom Nebenwirkungs-Finder bis zum Zuzahlungsrechner.
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Ratgeber Medikamente und AlkoholAlkohol kann die Wirkung von Medikamenten verstärken oder abschwächen.