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Hepatitis C
Hepatitis C ist eine Leberentzündung durch das Hepatitis-C-Virus, das über Blutkontakt übertragen wird, in Deutschland vor allem beim Teilen von Utensilien für den Drogenkonsum. Bei etwa 60 bis 80 Prozent der Betroffenen wird die Infektion laut IQWiG chronisch und kann die Leber langfristig schädigen. Laut S3-Leitlinie der DGVS sollen alle Menschen mit nachweisbarer HCV-RNA antiviral behandelt werden, und zwar mit einem interferonfreien Therapieregime (jeweils Empfehlungsgrad A); die direkt wirkenden antiviralen Mittel werden laut IQWiG meist 8 oder 12 Wochen lang eingenommen. Eine Impfung gibt es nicht; wer vermutet, sich angesteckt zu haben, kann sich jederzeit testen lassen.

Hepatitis C ist eine Leberentzündung, die durch das Hepatitis-C-Virus ausgelöst und durch Blutkontakt übertragen wird [1]. Die Infektion bleibt zunächst oft unbemerkt, kann chronisch werden und die Leber langfristig schädigen [1]. Behandelt wird mit direkt wirkenden antiviralen Mitteln (DAA), die laut dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) die Vermehrung des Virus in der Leber hemmen und meist 8 oder 12 Wochen lang eingenommen werden [2]. Eine Impfung gegen Hepatitis C gibt es nicht [1].
Was ist Hepatitis C?
Laut IQWiG gibt es zwei Formen: Bei einer akuten Hepatitis C liegt die Ansteckung nicht länger als sechs Monate zurück, bei einer chronischen Hepatitis C dauert die Infektion länger als sechs Monate an [1]. Ungefähr 0,3 Prozent der Menschen in Deutschland haben eine chronische Hepatitis C, pro Jahr erkranken etwa 5 von 100.000 Menschen neu; die meisten Erkrankten sind Erwachsene [1]. Am höchsten ist die Zahl der Infizierten hierzulande laut gesund.bund.de bei Menschen, die Drogen konsumieren [4].
Man kann sich mehrmals mit Hepatitis C infizieren, denn eine überstandene Infektion schützt nicht vor einer erneuten Erkrankung [1]. Gelegentlich tritt Hepatitis C zusammen mit einer Hepatitis B oder einer HIV-Infektion auf, weil diese ähnlich übertragen werden; dann ist das Risiko für Folgeschäden besonders hoch [1]. Mehr dazu auf den Seiten Hepatitis B und HIV.
Symptome und Verlauf
Bei etwa 75 Prozent der Betroffenen verläuft die Infektion laut Robert Koch-Institut (RKI) ohne auffällige Beschwerden oder nur mit unspezifischen, zum Beispiel grippeähnlichen Symptomen [5]. Zwischen Ansteckung und Erkrankungsbeginn vergehen zwei Wochen bis sechs Monate [1]. Kommt es in den ersten Wochen oder Monaten zu Beschwerden, sind es laut IQWiG eher allgemeine Symptome [1]:
- Müdigkeit und Leistungsschwäche,
- Übelkeit,
- Schmerzen im Oberbauch,
- grippeähnliche Symptome.
Selten färben sich die Haut oder das Weiße der Augen gelb (Gelbsucht, Ikterus) [1]. Laut IQWiG werden etwa 20 bis 40 Prozent der Infizierten ohne Behandlung wieder gesund. Bei etwa 60 bis 80 Prozent beseitigt das Immunsystem das Virus nicht, und es entsteht eine chronische Entzündung der Leber, die nur sehr selten ohne Medikamente ausheilt und oft lange unbemerkt bleibt [1]. Typisch sind dann Müdigkeit, unspezifische Oberbauchbeschwerden, Leistungsschwäche, zum Teil auch Juckreiz und Gelenkbeschwerden [5].
Durch die chronische Entzündung kann das Lebergewebe vernarben (Leberfibrose); schreitet das fort, entwickelt sich eine Schrumpfleber (Leberzirrhose) [1]. Bis zu 20 Prozent der Menschen mit chronischer Hepatitis C entwickeln innerhalb von 20 Jahren eine Leberzirrhose, die das Risiko für Leberkrebs erhöht [1]. Bei schweren Leberschäden kann sich Wasser im Bauch sammeln (Aszites), und in der Speiseröhre oder am Mageneingang können sich Krampfadern (Varizen) bilden, die häufig leicht, manchmal auch stark bluten [1]. Eine chronische Hepatitis C kann außerdem das Risiko für weitere Krankheiten erhöhen, etwa für Gefäßentzündungen, Lymphdrüsenkrebs, Diabetes, Nierenerkrankungen und Hautkrankheiten, und mit psychischen Beschwerden bis hin zu einer Depression einhergehen [1].
Ursachen und Risikofaktoren
Das Hepatitis-C-Virus gelangt über direkten Blutkontakt in den Körper, wenn das Blut einer infizierten Person in den Blutkreislauf einer anderen gelangt [1]. In Deutschland passiert das laut IQWiG hauptsächlich beim Drogenkonsum, etwa wenn Spritzen geteilt werden; auch über gemeinsam benutzte Pfeifen, Schnupfröhrchen oder andere Utensilien ist eine Übertragung möglich, wenn kleine Wunden an Lippen, Mund oder Nase bestehen [1]. Weitere Wege sind laut IQWiG [1]:
- Sex: sehr selten, am ehesten bei Praktiken, bei denen man sich verletzen kann, oder wenn Menstruationsblut mit Wunden in Kontakt kommt,
- Gesundheitsberufe: etwa Stichverletzungen mit OP-Besteck oder Spritzen, die mit dem Virus in Kontakt gekommen sind; das Ansteckungsrisiko liegt dann unter 1 Prozent,
- Schwangerschaft: etwa 5 Prozent der infizierten Schwangeren übertragen das Virus auf das Kind, meist bei der Geburt.
Bei über 40 Prozent der Infizierten bleibt unklar, wie sie sich angesteckt haben [1]. Seit 1991 werden alle Blutkonserven auf Hepatitis C untersucht, eine Übertragung durch eine Bluttransfusion ist in Deutschland seitdem so gut wie ausgeschlossen [1]. Durch Niesen, Küssen oder Umarmen wird Hepatitis C nicht übertragen [1].
Der Krankheitsverlauf ist laut gesund.bund.de individuell sehr verschieden. Als ungünstig gelten unter anderem höheres Alter, männliches Geschlecht, chronischer Alkoholkonsum, Fettleibigkeit und Diabetes, eine zusätzliche Infektion mit Hepatitis B oder HIV und die dauerhafte Einnahme von Medikamenten, die das Immunsystem unterdrücken [4]. Eine Leberentzündung kann auch durch Medikamente selbst entstehen; das RKI nennt medikamentös und toxisch bedingte Hepatitiden als mögliche andere Ursache [5]. Mehr dazu: Erhöhte Leberwerte durch Medikamente.
Diagnose
Hepatitis C lässt sich mit Blutuntersuchungen feststellen, die laut IQWiG nacheinander erfolgen: Zuerst wird auf Antikörper getestet, die etwa acht Wochen nach der Ansteckung nachweisbar sind und auch nach einer überstandenen Infektion im Blut bleiben. Werden Antikörper gefunden, wird geprüft, ob das Virus selbst im Blut ist; ist das der Fall, liegt eine Hepatitis C vor, und das Virus kann übertragen werden. Manchmal wird vor der Therapie zusätzlich der Virustyp bestimmt [1]. Mit Blutuntersuchungen und Ultraschall prüft die Ärztin oder der Arzt, ob die Leber bereits geschädigt ist; zudem wird ein Test auf Hepatitis A, Hepatitis B und HIV empfohlen [1].
Seit 2021 können gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren ihr Blut im Rahmen des Gesundheits-Check-ups einmalig auf Hepatitis C testen lassen [1]. Wer vermutet, sich angesteckt zu haben, kann sich jederzeit testen lassen; bei erhöhtem Risiko wird empfohlen, sich mindestens einmal jährlich testen zu lassen, insbesondere wenn Drogen gespritzt werden [1]. Viele Beratungsstellen, etwa bei Gesundheitsämtern oder der Deutschen Aidshilfe, bieten Schnelltests an, einige auch anonym [1]. Für Hepatitis C besteht eine namentliche Meldepflicht; gegenüber anderen Personen und Einrichtungen gilt die ärztliche Schweigepflicht weiter [1].
Behandlung ohne Medikamente
Außer den antiviralen Medikamenten und den früher eingesetzten Interferonen sind laut IQWiG keine Mittel bekannt, die bei einer Hepatitis C wirksam sind; naturheilkundliche Mittel, die manchmal angeboten werden, haben keinen nachgewiesenen Nutzen [2]. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist grundsätzlich sinnvoll, eine spezielle Ernährung ist bei Hepatitis C aber meist nicht notwendig [2]. Da Alkohol die Leber schädigt, ist es laut IQWiG sinnvoll, den Konsum stark zu beschränken oder besser ganz darauf zu verzichten [2]. Ist die Leber durch eine Zirrhose schwer geschädigt, kann es nach ärztlicher Absprache sinnvoll sein, sich anders zu ernähren, etwa mit genug Eiweiß und Kalorien; eine Ernährungsberatung kann dabei helfen [2].
Menschen mit Hepatitis C, die serologisch keine Zeichen einer durchgemachten Hepatitis A oder B haben, sollten laut RKI nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) gegen beide Krankheiten geimpft werden, da diese Infektionen bei einer chronischen Hepatitis C schwerer verlaufen können [5]. Mehr dazu: Impfung gegen Hepatitis A und Impfung gegen Hepatitis B.
Behandlung mit Medikamenten

Laut S3-Leitlinie Therapie der Hepatitis C der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS; Addendum, Version 4.1, Stand 10/2020) sollen alle Menschen mit einer Infektion, bei der HCV-RNA nachweisbar ist, antiviral behandelt werden (Empfehlungsgrad A) [6]. Erhöhte Leberwerte oder eine Fibrose sind dafür keine Voraussetzung; bei fortgeschrittener Fibrose oder Zirrhose ist die Behandlung dringlich [6]. Bei einer akuten Hepatitis C kann laut IQWiG manchmal zunächst beobachtet werden, wie sie sich entwickelt, vor allem bei Menschen mit guter Chance, ohne Behandlung gesund zu werden, und ohne erhöhtes Risiko, das Virus zu übertragen; sinkt die Virusmenge innerhalb von vier Wochen nicht deutlich, wird eine Behandlung empfohlen [2].
Die Therapie soll laut Leitlinie mit einem interferonfreien Therapieregime durchgeführt werden (Empfehlungsgrad A) [6]. Interferone werden laut IQWiG zur Behandlung nicht mehr empfohlen [2]. Die direkt wirkenden antiviralen Mittel hemmen die Vermehrung der Viren auf unterschiedlichen Wegen; in der Regel werden Medikamente verwendet, die 2 oder 3 Wirkstoffe aus unterschiedlichen Gruppen enthalten [2]. Die meisten wirken gegen alle Virustypen [2].
| Wirkstoffgruppe | Beispiele | Wie sie wirken | Häufige Nebenwirkungen |
|---|---|---|---|
| Polymerase-Hemmer plus NS5A-Hemmer [2] | Sofosbuvir/Velpatasvir (Epclusa), Filmtabletten und befilmtes Granulat; zugelassen bei chronischer Hepatitis C ab 3 Jahren [7] | Sofosbuvir hemmt die Polymerase NS5B, die das Virus zur Vermehrung braucht, und führt nach Einbau in das Erbgut des Virus zum Kettenabbruch; Velpatasvir richtet sich gegen das Virus-Eiweiß NS5A, das für die Vermehrung und den Zusammenbau neuer Viren nötig ist [7] | Sehr häufig: Erbrechen (bei Kindern von 3 bis unter 6 Jahren beobachtet). Häufig: Hautausschlag [7] |
| Protease-Hemmer plus NS5A-Hemmer [2] | Glecaprevir/Pibrentasvir (Maviret), Filmtabletten und überzogenes Granulat; zugelassen bei akuter und chronischer Hepatitis C für Erwachsene und Kinder ab 3 Jahren [8] | Glecaprevir hemmt die Protease NS3/4A, die das Virus-Eiweiß in seine funktionsfähigen Teile zerlegt; Pibrentasvir hemmt NS5A, das für die Vermehrung des Virus-Erbguts und den Aufbau neuer Viren nötig ist [8] | Sehr häufig: starke Müdigkeit, Kopfschmerzen. Häufig: Übelkeit, Durchfall, Schwäche oder Kraftlosigkeit, Anstieg des Leberwerts Bilirubin [8] |
| Polymerase-, NS5A- und Protease-Hemmer [2] | Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir (Vosevi), Filmtabletten; zugelassen bei chronischer Hepatitis C ab 12 Jahren und mindestens 30 kg Körpergewicht [9] | Sofosbuvir und Velpatasvir wie oben; Voxilaprevir hemmt zusätzlich die Protease NS3/4A des Virus [9] | Sehr häufig: Kopfschmerzen, Durchfall, Übelkeit. Häufig: Bauchschmerzen, verminderter Appetit, Erbrechen, Muskelschmerzen, Hautausschlag, erhöhtes Gesamtbilirubin [9] |
Die Angaben zu Zulassung und Nebenwirkungen stammen aus den Produktinformationen der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Sehr häufig bedeutet mehr als 1 von 10 Behandelten, häufig bis zu 1 von 10, gelegentlich bis zu 1 von 100 [7, 9]. Jede Angabe gilt nur für den Wirkstoff, bei dem sie steht; mehr im Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Welche Kombination infrage kommt
Kommen Kombinationen zum Einsatz, die gegen alle Virustypen wirken, sollen Menschen ohne vorherige DAA-Therapie, ohne dekompensierte Zirrhose und ohne fortgeschrittene Niereninsuffizienz laut Leitlinie mit Glecaprevir plus Pibrentasvir für 8, 12 oder 16 Wochen oder mit Velpatasvir plus Sofosbuvir für 12 Wochen behandelt werden (Empfehlungsgrad A) [6]. Bei den Virustypen 1 oder 4 sollen Menschen unter denselben Bedingungen beim Einsatz von Kombinationen, die gezielt gegen diese Virustypen wirken, mit Grazoprevir plus Elbasvir für 12 oder 16 Wochen oder mit Ledipasvir plus Sofosbuvir für 8 oder 12 Wochen behandelt werden (Empfehlungsgrad A) [6]. Grazoprevir/Elbasvir (Zepatier) ist laut Fachinformation zur Behandlung der chronischen Hepatitis C ab 12 Jahren und mindestens 30 kg Körpergewicht zugelassen; die empfohlene Behandlung gibt die Fachinformation für die Virustypen 1a, 1b und 4 an, und bei mittelschwerer oder schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh B oder C) ist Grazoprevir/Elbasvir kontraindiziert [15]. Ledipasvir/Sofosbuvir (Harvoni) ist laut Fachinformation zur Behandlung der chronischen Hepatitis C ab 3 Jahren zugelassen [16]. Bei dekompensierter Zirrhose sind Therapien mit Protease-Hemmern laut Leitlinie nicht empfohlen [6]; laut Fachinformation ist Glecaprevir/Pibrentasvir bei schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh C) kontraindiziert, Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir wird bei mittelgradiger oder schwerer Leberfunktionsstörung nicht empfohlen [8, 9]. Hat eine frühere DAA-Therapie nicht gewirkt, sollen die Betroffenen laut Leitlinie mit Voxilaprevir, Velpatasvir und Sofosbuvir für 12 Wochen behandelt werden (Empfehlungsgrad A) [6].
Welche Mittel infrage kommen, hängt laut IQWiG unter anderem davon ab, wie stark die Leber geschädigt ist, ob weitere Erkrankungen wie eine Nierenschwäche bestehen, welche anderen Medikamente eingenommen werden und ob die Hepatitis C schon einmal behandelt wurde [2]. Behandelt wird meist von Fachärztinnen und Fachärzten für Innere Medizin und Gastroenterologie, aber auch in der Infektiologie, Suchtmedizin oder von erfahrenen Hausarztpraxen; bei fortgeschrittenen Leberschäden wird ein spezialisiertes Zentrum empfohlen [2]. Zwölf Wochen nach dem Ende der Therapie wird kontrolliert, ob das Virus noch im Blut ist [2].
Ribavirin
Ribavirin ist ein weiterer Wirkstoff, dessen Wirkmechanismus nicht genau bekannt ist; er wird laut IQWiG von manchen Menschen schlechter vertragen als die anderen Medikamente und deshalb nur selten angewendet [2]. Bei bekannter Ribavirin-Unverträglichkeit oder absehbaren erheblichen Nebenwirkungen sollte laut Leitlinie bei gleicher Wirksamkeit eine Therapie ohne Ribavirin bevorzugt werden (Empfehlungsgrad B) [6]. Ribavirin ist laut Fachinformation nur in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der chronischen Hepatitis C bei vorbehandelten Erwachsenen bestimmt; laut Packungsbeilage darf es nicht allein angewendet werden [13, 14]. Es kann einen Abbau der roten Blutkörperchen und dadurch eine Blutarmut verursachen [13]. In der Schwangerschaft dürfen Sie Ribavirin laut Packungsbeilage nicht einnehmen, weil es ein Kind im Mutterleib stark schädigen kann; auch in der Stillzeit darf es nicht eingenommen werden [13]. Sind Sie eine Frau im gebärfähigen Alter, brauchen Sie laut Packungsbeilage vor der Behandlung, jeden Monat während der Behandlung und 9 Monate nach Behandlungsende einen negativen Schwangerschaftstest und müssen während der Behandlung und 9 Monate nach der letzten Dosis wirksam verhüten [13]. Nehmen Sie als Mann Ribavirin ein, üben Sie mit einer schwangeren Frau keinen Geschlechtsverkehr ohne Kondom aus; ist Ihre Partnerin im gebärfähigen Alter, müssen Sie oder Ihre Partnerin während der Behandlung und bis 6 Monate danach wirksam verhüten [13].
Wechselwirkungen
Vor dem Einsatz direkt wirkender antiviraler Mittel sollen laut Leitlinie mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, Heilpflanzen oder Drogen geprüft werden (Empfehlungsgrad A) [6]. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt deshalb über alle Mittel, die Sie einnehmen, auch über rezeptfreie Arzneimittel und Naturheilmittel; wer Drogen konsumiert, sollte auch diese nennen [2]. Einige Kombinationen sind laut Packungsbeilage ausgeschlossen [7, 8, 9]:
- Alle drei Mittel dürfen nicht zusammen mit Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital, Rifampicin oder Johanniskraut eingenommen werden.
- Glecaprevir/Pibrentasvir nicht zusammen mit Atorvastatin, Simvastatin, Dabigatran oder ethinylestradiolhaltigen Verhütungsmitteln.
- Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir nicht zusammen mit Rosuvastatin, Dabigatran oder ethinylestradiolhaltigen Arzneimitteln, einschließlich vieler Verhütungsmittel.
Wer Amiodaron gegen Herzrhythmusstörungen einnimmt oder in den letzten Monaten eingenommen hat, sollte laut Packungsbeilage von Sofosbuvir/Velpatasvir vorher mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen, da dies eine lebensbedrohliche Verlangsamung des Herzschlags bewirken kann [7]. Ein vom BfArM am 12.05.2015 veröffentlichter Rote-Hand-Brief berichtete über Fälle schwerer Bradykardie oder Herzblock bei Menschen, die Amiodaron zusammen mit Sofosbuvir plus Ledipasvir oder mit Sofosbuvir plus Daclatasvir erhielten; die Verlangsamung trat innerhalb von Stunden bis zu 2 Wochen nach Beginn der Hepatitis-C-Behandlung auf [11]. Bei Warfarin und ähnlichen blutverdünnenden Mitteln (Vitamin-K-Antagonisten) muss die Gerinnung laut Packungsbeilage gegebenenfalls häufiger kontrolliert werden; bei Diabetes kann es nach Behandlungsbeginn zu niedrigen Blutzuckerwerten kommen [7, 8]. Mehr im Ratgeber Wechselwirkungen.
Kinder, Schwangerschaft und Stillzeit
Für Kinder ab drei Jahren sind einige der antiviralen Medikamente zugelassen [2, 7, 8]. Bei Kindern und Jugendlichen sollten Zeitpunkt und Auswahl der Kombination laut Leitlinie individuell in einem Zentrum mit Erfahrung in der Behandlung festgelegt werden (Empfehlungsgrad B) [6]. Die Medikamente sind laut IQWiG nicht für schwangere und stillende Frauen zugelassen, weil ihre Wirksamkeit und Sicherheit für Schwangere und Kind nicht ausreichend untersucht sind; während der Behandlung ist es deshalb wichtig, gut zu verhüten [2]. Laut Packungsbeilage wird die Anwendung von Glecaprevir/Pibrentasvir und von Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir in der Schwangerschaft nicht empfohlen; unter Sofosbuvir/Velpatasvir und Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir dürfen Sie nicht stillen [7, 8, 9]. Für Frauen mit Kinderwunsch und erhöhtem Infektionsrisiko kann es sinnvoll sein, sich testen zu lassen, damit eine nötige Behandlung vor einer Schwangerschaft abgeschlossen werden kann [2]. Mehr im Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.
Nebenwirkungen der Medikamente
Die häufigsten Nebenwirkungen stehen in der Tabelle oben. Laut IQWiG überwachen Ärztinnen und Ärzte die Behandlung bei einer Hepatitis B, schwerer Nierenschwäche oder einer Störung der Leberfunktion besonders sorgfältig [2]. Daneben nennen Behörden und Packungsbeilagen diese Risiken:
- Wiederaufflammen einer Hepatitis B: Laut einer Risikoinformation des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vom 08.05.2017 bestätigte die EMA ihre Empfehlung, alle Patienten vor Beginn einer Behandlung mit direkt wirkenden antiviralen Mitteln auf Hepatitis B zu untersuchen. Menschen mit beiden Infektionen müssen überwacht und nach aktuellen Leitlinien behandelt werden, um das Risiko einer Reaktivierung zu verringern [10].
- Langsamer Herzschlag: Schwere Bradykardie und Herzblock wurden unter sofosbuvirhaltigen Behandlungen zusammen mit Amiodaron oder anderen Mitteln, die den Herzschlag verlangsamen, beobachtet [7, 11]. Mehr dazu: Langsamer Puls durch Medikamente.
- Allergische Reaktionen und Haut: Eine Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Hals (Angioödem) ist unter allen drei Mitteln gelegentlich; unter Sofosbuvir/Velpatasvir und Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir nennen die Packungsbeilagen außerdem einen großflächigen schweren Hautausschlag mit Blasenbildung (Stevens-Johnson-Syndrom), Häufigkeit nicht bekannt [7, 8, 9]. Mehr dazu: Schwere Hautreaktionen.
- Blutzucker: Bei manchen Menschen mit Diabetes kommt es nach Beginn der Behandlung zu niedrigen Blutzuckerwerten; Blutzucker und Diabetes-Behandlung müssen dann möglicherweise häufiger kontrolliert bzw. angepasst werden [8]. Mehr dazu: Blutzuckerschwankungen durch Medikamente.
Haben Sie Beschwerden, die Sie auf ein Medikament zurückführen, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Nebenwirkungen können Sie Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke mitteilen oder direkt über das nationale Meldesystem melden [7]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.
Leben mit Hepatitis C
Soweit es die Beschwerden zulassen, kann man mit Hepatitis C normal weiterleben; Menschen mit Hepatitis C dürfen laut IQWiG weiter in allen Berufen arbeiten, auch im Gesundheitswesen [1]. Im Alltag besteht kaum Ansteckungsgefahr; auch das Benutzen desselben Trinkglases oder derselben Toilette ist ungefährlich [3]. Wichtig ist, dass das eigene Blut nicht in den Körper anderer gelangt [3]:
- Gegenstände, an denen Blut sein könnte, wie Rasierklingen, Nagelscheren oder Zahnbürsten, nicht mit anderen teilen,
- Wunden selbst versorgen und danach die Hände waschen oder sich von einer Person mit Einweghandschuhen helfen lassen,
- beim Drogenkonsum nur eigene Spritzen, Nadeln und Utensilien verwenden,
- beim Sex mit häufig wechselnden Partnerinnen oder Partnern Kondome verwenden, bei vaginalem Sex schützen auch Femidome [3, 5].
In vielen Städten gibt es Drogenkonsumräume und andere Einrichtungen der Drogenhilfe, in denen gebrauchte Spritzen gegen neue getauscht werden können; es gibt auch Hilfen, um vom Drogenkonsum loszukommen [1, 3]. Viele Betroffene schämen sich oder fühlen sich schuldig, einige ziehen sich zurück; Hilfe und Verständnis finden sie laut IQWiG zum Beispiel in Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen [1]. Nach einer erfolgreichen Therapie ist man nicht mehr ansteckend [1]. Menschen, deren Leber bereits geschädigt ist, wird empfohlen, sich auch danach zweimal im Jahr untersuchen zu lassen, weil das Risiko für Folgeerkrankungen wie Leberkrebs erhöht bleibt [2].
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
Bei einer Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Hals oder bei einem großflächigen schweren Hautausschlag mit Schälen der Haut, Fieber und Blasen in Mund, Augen oder Genitalien verlangt die Packungsbeilage von Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir, die Einnahme abzubrechen und sich unverzüglich in ärztliche Behandlung zu begeben [9]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe. Nehmen Sie Herzmedikamente ein oder haben Sie sie in den letzten Monaten eingenommen, informieren Sie laut Packungsbeilage unverzüglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn während der Behandlung ein langsamer oder unregelmäßiger Herzschlag, Kurzatmigkeit, Schmerzen im Brustkorb, Schwindel oder Herzklopfen auftreten oder Sie beinahe oder ganz bewusstlos werden [7, 9].
Krampfadern in der Speiseröhre bei schweren Leberschäden können laut IQWiG auch stark und sogar lebensbedrohlich bluten [1]. Bewusstlosigkeit oder erhebliche Bewusstseinstrübung, schwere Atemnot, starke Brustschmerzen oder Herzbeschwerden und starke, nicht stillbare Blutungen sind laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) Fälle für den Notruf 112 [12].
Quellen
- Hepatitis C. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 08.03.2023. abgerufen am 18.10.2026
- Wie wird Hepatitis C behandelt?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 08.03.2023. abgerufen am 18.10.2026
- Sich und andere vor Hepatitis C schützen. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 08.03.2023. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Hepatitis C. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (geprüft durch die Gesellschaft für Virologie). Stand 22.08.2025. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde RKI-Ratgeber Hepatitis C (überarbeitete Fassung vom Januar 2018). Robert Koch-Institut (RKI). Stand 05.02.2018. abgerufen am 18.10.2026
- Leitlinie S3-Leitlinie Therapie der Hepatitis C, Addendum, Version 4.1 (AWMF-Register-Nr. 021-012), digitale Fassung mit Empfehlungen; laut DGVS in Überarbeitung. Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Stand 10/2020. abgerufen am 18.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Epclusa (Sofosbuvir/Velpatasvir), Anhang I: Fachinformation und Anhang III B: Packungsbeilage Epclusa Filmtabletten. Gilead Sciences Ireland UC (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 08/2023 (EMA, aktualisiert am 07.08.2023). abgerufen am 18.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Maviret (Glecaprevir/Pibrentasvir), Anhang I: Fachinformation und Anhang III B: Packungsbeilage Maviret Filmtabletten. AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 06/2026 (EMA, aktualisiert am 19.06.2026). abgerufen am 18.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Vosevi (Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir), Anhang I: Fachinformation und Anhang III B: Packungsbeilage. Gilead Sciences Ireland UC (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 08/2023 (EMA, aktualisiert am 07.08.2023). abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Direkt antiviral wirkende Arzneimittel zur Hepatitis-C-Behandlung: Mögliche Hepatitis-B-Reaktivierung (Risikoinformation, Abschluss des EU-Verfahrens am 05.05.2017). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 08.05.2017. abgerufen am 18.10.2026
- Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu Harvoni (Sofosbuvir + Ledipasvir) oder Daklinza (Daclatasvir) in Kombination mit Sovaldi (Sofosbuvir): Risiko von Herzrhythmusstörungen bei gleichzeitiger Gabe von Amiodaron. Gilead Sciences GmbH und Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA in Abstimmung mit EMA und BfArM; veröffentlicht vom BfArM. Stand 12.05.2015. abgerufen am 18.10.2026
- Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitt "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Ribavirin-ratiopharm 400 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 01/2025. abgerufen am 18.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Ribavirin-ratiopharm 200 mg/400 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 01/2025. abgerufen am 18.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Zepatier (Elbasvir/Grazoprevir), Anhang I: Fachinformation. Merck Sharp & Dohme B.V. (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 11/2025 (EMA, aktualisiert am 07.11.2025). abgerufen am 18.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Harvoni (Ledipasvir/Sofosbuvir), Anhang I: Fachinformation. Gilead Sciences Ireland UC (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 01/2023 (EMA, aktualisiert am 12.01.2023). abgerufen am 18.10.2026
Häufige Fragen
Welche Medikamente helfen gegen Hepatitis C?
Behandelt wird mit direkt wirkenden antiviralen Mitteln (DAA), die laut IQWiG die Vermehrung des Virus hemmen. Sie gehören zu den Gruppen der Polymerase-Hemmer (Sofosbuvir), Protease-Hemmer (Glecaprevir, Grazoprevir, Voxilaprevir) und NS5A-Hemmer (Pibrentasvir, Elbasvir, Ledipasvir, Velpatasvir); in der Regel enthalten die Medikamente 2 oder 3 Wirkstoffe aus unterschiedlichen Gruppen. Kommen Kombinationen zum Einsatz, die gegen alle Virustypen wirken, sollen Menschen ohne vorherige DAA-Therapie, ohne dekompensierte Zirrhose und ohne fortgeschrittene Niereninsuffizienz laut S3-Leitlinie mit Glecaprevir plus Pibrentasvir für 8, 12 oder 16 Wochen oder mit Velpatasvir plus Sofosbuvir für 12 Wochen behandelt werden (Empfehlungsgrad A). Welches Mittel infrage kommt, entscheidet die Ärztin oder der Arzt.
Wie lange dauert die Behandlung von Hepatitis C?
Laut IQWiG werden die Medikamente meist 8 oder 12 Wochen lang eingenommen, seltener 16 oder 24 Wochen. Damit sie so wirksam wie möglich sind, ist es wichtig, sie durchgehend über den empfohlenen Zeitraum anzuwenden. Zwölf Wochen nach dem Ende der Therapie wird kontrolliert, ob das Virus noch im Blut ist.
Wie steckt man sich mit Hepatitis C an?
Das Virus gelangt laut IQWiG über direkten Blutkontakt in den Körper, in Deutschland hauptsächlich beim Drogenkonsum, wenn Spritzen, Nadeln, Schnupfröhrchen oder anderes Zubehör geteilt werden. Beim Sex wird Hepatitis C sehr selten übertragen, am ehesten bei Praktiken, bei denen kleine Verletzungen entstehen. Etwa 5 Prozent der infizierten Schwangeren übertragen das Virus auf das Kind. Durch Niesen, Küssen oder Umarmen wird Hepatitis C nicht übertragen.
Darf ich die Hepatitis-C-Tabletten vorzeitig absetzen?
Damit die Mittel so wirksam wie möglich sind, ist es laut IQWiG wichtig, sie durchgehend über den empfohlenen Zeitraum anzuwenden. Haben Sie Nebenwirkungen, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
Was gilt bei Hepatitis C in Schwangerschaft und Stillzeit?
Die Medikamente gegen Hepatitis C sind laut IQWiG nicht für schwangere und stillende Frauen zugelassen; während der Behandlung ist es wichtig, gut zu verhüten. Ethinylestradiolhaltige Verhütungsmittel dürfen laut Packungsbeilage nicht zusammen mit Glecaprevir/Pibrentasvir oder Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir angewendet werden. Eine Mutter mit Hepatitis C kann laut IQWiG meist stillen; bei blutigen Wunden an der Brustwarze schützen Stillhütchen. Für Frauen mit Kinderwunsch und erhöhtem Infektionsrisiko kann ein Test sinnvoll sein, damit eine nötige Behandlung vor der Schwangerschaft abgeschlossen werden kann.
Kann man sich nach einer Hepatitis C erneut anstecken?
Ja. Eine überstandene Infektion schützt laut IQWiG nicht vor einer erneuten Erkrankung, auch nicht nach einer erfolgreichen Behandlung. Nach einer erfolgreichen Therapie ist man nicht mehr ansteckend. Bei Menschen mit hohem Infektionsrisiko kann laut RKI eine Kontrolle 48 Wochen nach Therapieende und im weiteren Verlauf sinnvoll sein, um Spätrückfälle und Neuinfektionen zu erkennen.
Muss eine Hepatitis C gemeldet werden?
Ja. Für Hepatitis C besteht laut IQWiG eine namentliche Meldepflicht: Labore oder Ärztinnen und Ärzte müssen das Gesundheitsamt informieren, wenn sie vermuten oder feststellen, dass jemand mit Hepatitis C infiziert ist. Gegenüber anderen Personen und Einrichtungen besteht die ärztliche Schweigepflicht fort. Keine Meldepflicht besteht laut RKI bei einer ausgeheilten Infektion, also bei Antikörpern ohne direkten Virusnachweis.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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