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Omeprazol: Nebenwirkungen und Wirkung
Omeprazol ist ein Protonenpumpenhemmer und verringert die Bildung von Magensäure. Es wird bei Refluxkrankheit und Sodbrennen, bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren und zur Behandlung von Helicobacter pylori eingesetzt. Verschreibungspflichtig ist es bis auf eine rezeptfreie Anwendung bei Sodbrennen für höchstens 14 Tage. Häufig sind Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden. Bei Zeichen einer schweren allergischen Reaktion oder Hautreaktion beenden Sie die Einnahme und holen umgehend ärztliche Hilfe.

Die häufigsten Nebenwirkungen
Wofür wird Omeprazol eingesetzt?
Omeprazol gehört zu den Protonenpumpenhemmern, auch PPI genannt. Diese Mittel verringern die Menge an Säure, die der Magen bildet [1]. Bei Erwachsenen ist Omeprazol zugelassen für die gastroösophageale Refluxkrankheit: Dabei fließt Säure aus dem Magen in die Speiseröhre zurück und verursacht Schmerzen, Entzündungen und Sodbrennen. Behandelt werden eine Entzündung der Speiseröhre durch Magensäure (Refluxösophagitis) und die Beschwerden der Refluxkrankheit, nach dem Abheilen auch als Langzeitbehandlung [1, 2].
Weitere Anwendungsgebiete sind Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre und die Vorbeugung gegen ein erneutes Auftreten. Sind die Geschwüre mit dem Bakterium Helicobacter pylori infiziert, wird Omeprazol zusammen mit Antibiotika gegeben. Außerdem behandelt es Geschwüre durch Schmerz- und Rheumamittel aus der Gruppe der NSAR und beugt ihnen bei Menschen mit erhöhtem Risiko vor. Hinzu kommt zu viel Magensäure durch eine Geschwulst in der Bauchspeicheldrüse (Zollinger-Ellison-Syndrom). Kinder, die älter als 1 Jahr sind und mindestens 10 kg wiegen, können Omeprazol bei Refluxkrankheit bekommen, Kinder und Jugendliche über 4 Jahre zusammen mit Antibiotika bei Geschwüren durch Helicobacter pylori [1, 2].
Omeprazol ist verschreibungspflichtig [2]. Ausgenommen ist nur die Behandlung von Sodbrennen und saurem Aufstoßen mit höchstens 20 mg je Einnahme und am Tag, für höchstens 14 Tage und in Packungen mit höchstens 280 mg Wirkstoff [6]. Solche apothekenpflichtigen Präparate sind für die kurzzeitige Behandlung von Refluxbeschwerden bei Erwachsenen zugelassen [4, 5]. Was "apothekenpflichtig" bedeutet, erklärt der Ratgeber Rezeptfrei und apothekenpflichtig.
Wie wirkt Omeprazol?
Spezielle Zellen der Magenschleimhaut, die Belegzellen, bilden die Magensäure. Den letzten Schritt übernimmt ein Enzym, die Protonenpumpe (H+/K+-ATPase). Omeprazol wird in diesen Zellen in seine wirksame Form umgewandelt und hemmt die Protonenpumpe gezielt. So sinkt die Grundbildung von Säure ebenso wie die durch Reize ausgelöste Säurebildung; diese Hemmung der Säuresekretion ist umkehrbar [2].
Bei Einnahme einmal am Tag ist die Säurebildung am Tag und in der Nacht gehemmt; die stärkste Wirkung ist innerhalb von 4 Behandlungstagen erreicht [2]. Die Halbwertszeit im Blut (die Zeit, in der sich die Menge halbiert) liegt normalerweise unter 1 Stunde. Omeprazol wird vor allem über das Enzym CYP2C19 abgebaut, das es zugleich hemmt; daraus ergibt sich ein Teil der Wechselwirkungen [2]. Wie sich Omeprazol von Pantoprazol unterscheidet, lesen Sie im Vergleich Pantoprazol oder Omeprazol.
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die die Packungsbeilage eine Häufigkeit angibt. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Die häufigsten Nebenwirkungen sind laut Fachinformation Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall, Blähungen und Übelkeit oder Erbrechen; keine der dort aufgeführten Nebenwirkungen war von der Dosis abhängig [2].
Nimmt man Omeprazol über mehr als 3 Monate, kann der Magnesiumwert im Blut sinken; die Häufigkeit ist nicht bekannt [1, 2]. Gelegentlich (bei bis zu 1 von 100 Behandelten) kommt es zu Brüchen von Hüfte, Handgelenk oder Wirbelsäule; Protonenpumpenhemmer können dieses Risiko leicht erhöhen, besonders bei Einnahme über mehr als 1 Jahr [1, 2]. Außerdem kann Omeprazol die Aufnahme von Vitamin B12 beeinträchtigen, besonders bei längerer Einnahme [1, 2]. Mehr dazu auf den Seiten Nährstoffmangel durch Medikamente und Knochenschwund und Knochenbrüche.
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- NervensystemKopfschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Kopfschmerzen
- Magen und DarmDurchfall, Bauchschmerzen, Verstopfung und Blähungen (Flatulenz)[1, 2]Mehr dazu: DurchfallBauchschmerzenVerstopfungBlähungen
- Magen und DarmÜbelkeit oder Erbrechen[1, 2]Mehr dazu: ÜbelkeitErbrechen
- Magen und DarmGutartige Magenpolypen (Drüsenpolypen im oberen Teil des Magens, dem Fundus)[1, 2]
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- Allgemeine BeschwerdenSchwellung von Füßen und Knöcheln (periphere Ödeme)[1, 2]Mehr dazu: Wassereinlagerungen
- PsycheSchlafstörungen (Schlaflosigkeit)[1, 2]Mehr dazu: Schlafstörungen
- NervensystemSchwindel, Kribbeln wie Ameisenlaufen (Parästhesien) und Schläfrigkeit[1, 2]Mehr dazu: SchwindelKribbeln und TaubheitsgefühlMüdigkeit
- Ohr und GleichgewichtDrehschwindel (Vertigo)[1, 2]Mehr dazu: Schwindel
- Leber und GalleVeränderte Ergebnisse von Bluttests der Leberfunktion (erhöhte Leberenzymwerte)[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- HautHautausschlag, Hautentzündung (Dermatitis), Nesselsucht (Urtikaria) und Juckreiz[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagNesselsuchtJuckreiz
- Allgemeine BeschwerdenAllgemeines Unwohlsein und Antriebsarmut[1, 2]
- Muskeln, Knochen und GelenkeKnochenbrüche der Hüfte, des Handgelenks oder der Wirbelsäule[1, 2]Mehr dazu: Knochenschwund und Knochenbrüche
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- Blut und LymphsystemWeniger weiße Blutkörperchen oder Blutplättchen (Leukopenie, Thrombozytopenie); das kann Schwäche und blaue Flecken verursachen oder Infektionen wahrscheinlicher machen[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des BlutbildsBlutungen und blaue FleckenErhöhte Infektanfälligkeit
- ImmunsystemSchwere allergische Reaktion mit plötzlich pfeifender Atmung, Schwellung von Lippen, Zunge, Rachen oder Körper, Hautausschlag, Ohnmacht oder Schluckbeschwerden; laut Fachinformation Überempfindlichkeitsreaktionen wie Fieber, Schwellungen (angioneurotisches Ödem) und anaphylaktische Reaktion oder anaphylaktischer Schock[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenSchwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenFieberAtemnot
- Stoffwechsel und ErnährungZu niedriger Natriumwert im Blut (Hyponatriämie), der zu Schwäche, Übelkeit (Erbrechen) und Krämpfen führen kann[1, 2]Mehr dazu: Natriummangel
- PsycheAufregung (Erregungszustände), Verwirrtheit und Niedergeschlagenheit (Depressionen)[1, 2]Mehr dazu: Unruhe und NervositätVerwirrtheitDepressive Verstimmung
- NervensystemGeschmacksveränderungen[1, 2]Mehr dazu: Geschmacksstörungen
- AugenSehstörungen wie verschwommenes Sehen[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
- AtemwegePlötzlich pfeifende Atmung oder Kurzatmigkeit durch Verkrampfung der Bronchien (Bronchospasmus)[1, 2]Mehr dazu: Atemnot
- Magen und DarmMundtrockenheit[1, 2]Mehr dazu: Mundtrockenheit
- Magen und DarmEntzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)[1, 2]
- Magen und DarmPilzinfektion des Magen-Darm-Trakts (Soor, gastrointestinale Candidiasis)[1, 2]Mehr dazu: Pilzinfektionen
- Leber und GalleLeberprobleme, laut Fachinformation Leberentzündung (Hepatitis) mit oder ohne Gelbsucht; mögliche Zeichen sind gelbe Haut, dunkel gefärbter Urin und Müdigkeit[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- HautHaarausfall (Alopezie)[1, 2]Mehr dazu: Haarausfall
- HautHautausschlag durch Sonneneinstrahlung (Lichtempfindlichkeit, Photosensibilität)[1, 2]Mehr dazu: Lichtempfindlichkeit der HautHautausschlag
- HautGroßflächiger Hautausschlag mit hoher Körpertemperatur und vergrößerten Lymphknoten (DRESS-Syndrom, Arzneimittelüberempfindlichkeitssyndrom)[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlagFieber
- HautRoter, schuppiger, großflächiger Hautausschlag mit Beulen unter der Haut und Blasen, begleitet von Fieber, normalerweise zu Beginn der Behandlung (akute generalisierte exanthematische Pustulose, AGEP)[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlagFieber
- Muskeln, Knochen und GelenkeGelenkschmerzen (Arthralgie) oder Muskelschmerzen (Myalgie)[1, 2]Mehr dazu: GelenkschmerzenMuskelschmerzen
- Nieren und HarnwegeSchwere Nierenentzündung (tubulointerstitielle Nephritis), die laut Fachinformation bis zum Nierenversagen fortschreiten kann[1, 2]Mehr dazu: Nierenfunktionsstörungen
- Allgemeine BeschwerdenVermehrtes Schwitzen[1, 2]Mehr dazu: Vermehrtes Schwitzen
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- Blut und LymphsystemVeränderungen des Blutbilds einschließlich Fehlen weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) und Mangel an allen Blutzellen (Panzytopenie)[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- PsycheAggressivität[1, 2]Mehr dazu: Aggressivität und Reizbarkeit
- PsycheSehen, Fühlen oder Hören von Dingen, die nicht vorhanden sind (Halluzinationen)[1, 2]Mehr dazu: Psychose und Halluzinationen
- Leber und GalleSchwere Leberprobleme mit Leberversagen und Beteiligung des Gehirns (laut Fachinformation Enzephalopathie bei Menschen mit vorbestehender Lebererkrankung)[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- HautRötung der Haut mit Blasenbildung oder Ablösung der Haut, auch mit Blasen und Blutungen an Lippen, Augen, Mund, Nase und Geschlechtsteilen (Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse)[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlag
- Muskeln, Knochen und GelenkeMuskelschwäche[1, 2]Mehr dazu: Muskelschwäche
- Geschlechtsorgane und BrustVergrößerung der Brust bei Männern (Gynäkomastie)[1, 2]Mehr dazu: Brustspannen und Brustvergrößerung
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- Stoffwechsel und ErnährungZu niedriger Magnesiumwert im Blut (Hypomagnesiämie), möglich bei Anwendung über mehr als 3 Monate; Zeichen können Erschöpfung, unwillkürliche Muskelzuckungen, Verwirrtheit, Krämpfe, Schwindelgefühl und ein erhöhter Puls sein. Ein niedriger Magnesiumwert kann auch die Kalium- und Calciumwerte im Blut senken[1, 2]Mehr dazu: NährstoffmangelVeränderter Kaliumspiegel
- Magen und DarmDarmentzündung, die zu Durchfall führt (mikroskopische Kolitis)[1, 2]Mehr dazu: Durchfall
- HautAusschlag, eventuell mit Gelenkschmerzen (laut Fachinformation subakuter kutaner Lupus erythematodes)[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagGelenkschmerzen
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Schwere Hautreaktionen wie das Stevens-Johnson-Syndrom, die toxische epidermale Nekrolyse, DRESS und AGEP können laut Fachinformation lebensbedrohlich oder tödlich sein [2]; mehr dazu unter Schwere Hautreaktionen. Omeprazol kann außerdem die Zeichen anderer Erkrankungen verdecken. Sprechen Sie daher umgehend mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie etwa ungewollt viel Gewicht verlieren und Schluckbeschwerden haben, Nahrung oder Blut erbrechen oder schwarzen Stuhl bemerken [1]. Notrufnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Magen-Darm-Beschwerden und Kopfschmerzen: Eigene Gegenmaßnahmen nennt die Packungsbeilage dafür nicht. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [1]. Bei schwerem oder anhaltendem Durchfall sprechen Sie umgehend mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt: Omeprazol wird mit einer geringen Zunahme ansteckender Durchfallerkrankungen in Verbindung gebracht [1].
Schwindel und Sehstörungen: Fühlen Sie sich dadurch beeinträchtigt, fahren Sie nicht Auto und bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen [1, 2]. Mehr dazu auf der Seite Schwindel durch Medikamente.
Bei längerer Einnahme: Nehmen Sie Omeprazol länger als 1 Jahr, wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie möglicherweise regelmäßig überwachen; berichten Sie bei jedem Termin über neue und unerwartete Beschwerden [1]. Laut Fachinformation sollten bei längerer Behandlung oder gleichzeitiger Einnahme von Digoxin oder Entwässerungsmitteln Kontrollen des Magnesiumwerts in Betracht gezogen werden [2]. Mögliche Zeichen eines Vitamin-B12-Mangels stehen in der Liste der Vorsichtshinweise weiter unten; mehr dazu unter Vitamin-B12-Mangel. Haben Sie Osteoporose oder nehmen Sie Kortikosteroide ein, informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen wollen, auch über rezeptfreie [1]. Weil weniger Säure im Magen ist, werden manche Wirkstoffe schlechter oder besser aufgenommen. Und weil Omeprazol das Enzym CYP2C19 hemmt, können Mittel wie Warfarin, Phenytoin, Diazepam oder Cilostazol langsamer abgebaut werden [2].
Viele Fragen betreffen Clopidogrel, ein Mittel gegen Blutgerinnsel. In Studien an Gesunden gelangte bei gleichzeitiger Einnahme weniger vom wirksamen Abbauprodukt (aktiven Metaboliten) von Clopidogrel ins Blut, und die Blutplättchen wurden schwächer gehemmt. Die klinische Bedeutung ist ungewiss; laut Fachinformation wird vorsichtshalber von der gleichzeitigen Anwendung abgeraten [2]. Sagen Sie Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke ausdrücklich, wenn Sie Clopidogrel einnehmen [4]. Allgemeines erklärt der Ratgeber Wechselwirkungen.
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Nelfinavir (Mittel gegen HIV) | Blutspiegel von Nelfinavir sinkt[1, 2] | Kombination nicht erlaubt |
| Atazanavir (Mittel gegen HIV) | Blutspiegel von Atazanavir sinkt deutlich[1, 2] | Gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen; wenn unvermeidbar, nur mit engmaschigen ärztlichen Kontrollen |
| Clopidogrel (gegen Blutgerinnsel) | In Studien an Gesunden war weniger vom wirksamen Abbauprodukt (aktiven Metaboliten) von Clopidogrel im Blut und die Hemmung der Blutplättchen schwächer; die klinische Bedeutung ist ungewiss[1, 2, 4] | Laut Fachinformation wird sicherheitshalber von der gleichzeitigen Anwendung abgeraten; Ärztin, Arzt oder Apotheke ausdrücklich informieren |
| Posaconazol, Itraconazol, Ketoconazol (Pilzmittel) und Erlotinib (Krebsmittel) | Diese Mittel werden deutlich schlechter aufgenommen und können schwächer wirken[1, 2] | Gleichzeitige Anwendung mit Posaconazol und Erlotinib vermeiden; sonst vorher ärztlich besprechen |
| Voriconazol (Pilzmittel) und Clarithromycin (Antibiotikum) | Omeprazol wird langsamer abgebaut, sein Blutspiegel steigt; mit Voriconazol mehr als doppelt so hoch[1, 2] | Eine Dosisanpassung ist nicht generell nötig; bei schwerer Leberfunktionsstörung und Langzeitbehandlung erwägt die Ärztin oder der Arzt eine Anpassung |
| Warfarin und andere Vitamin-K-Antagonisten (Blutverdünner) | Abbau kann verlangsamt sein, mehr Wirkstoff im Blut[1, 2] | Die Ärztin oder der Arzt überwacht Sie möglicherweise bei Beginn und Ende der Omeprazol-Einnahme |
| Phenytoin (gegen Epilepsie) | Phenytoin-Spiegel kann steigen[1, 2] | Spiegel in den ersten 2 Wochen nach Beginn kontrollieren lassen; ärztliche Überwachung auch beim Beenden |
| Diazepam (Beruhigungsmittel) und Cilostazol (gegen Schaufensterkrankheit) | Abbau verlangsamt, mehr Wirkstoff im Blut[1, 2] | Vorher Rücksprache halten |
| Digoxin (Herzmittel) | Etwas mehr Digoxin im Blut; selten wurde über Vergiftungserscheinungen berichtet[1, 2] | Bei älteren Menschen und hohen Omeprazol-Dosen Vorsicht, Digoxin-Spiegel verstärkt kontrollieren |
| Tacrolimus (nach Organtransplantation) | Tacrolimus-Spiegel kann steigen[1, 2] | Tacrolimus-Spiegel und Nierenfunktion verstärkt kontrollieren |
| Methotrexat in hoher Dosis | Methotrexat-Spiegel kann steigen[1, 2] | Die Ärztin oder der Arzt setzt Omeprazol möglicherweise vorübergehend ab |
| Saquinavir (Mittel gegen HIV) | Saquinavir-Spiegel kann steigen[1, 2] | Vorher ärztlich besprechen |
| Rifampicin (gegen Tuberkulose) und Johanniskraut | Omeprazol wird schneller abgebaut, sein Blutspiegel sinkt[1, 2] | Vorher Rücksprache halten |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Omeprazol nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Trifft einer der folgenden Punkte auf Sie zu oder wissen Sie es nicht genau, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke [1]. Ist ein Bluttest auf Chromogranin A geplant, etwa bei Untersuchungen auf neuroendokrine Tumoren, kann Omeprazol das Ergebnis beeinflussen [1, 2].
Nicht einnehmen bei
- Allergie gegen Omeprazol, verwandte Stoffe (substituierte Benzimidazole) oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
- Allergie gegen andere Protonenpumpenhemmer wie Pantoprazol, Lansoprazol, Rabeprazol oder Esomeprazol[1]
- Gleichzeitige Einnahme von Nelfinavir (Mittel gegen HIV)[1, 2]
- Kinder unter 1 Jahr oder mit weniger als 10 kg Körpergewicht (Omeprazol-ratiopharm NT)[1]
Besondere Vorsicht bei
- Schwere Lebererkrankung oder Gelbsucht[1, 4]
- Frühere Hautreaktionen unter einem vergleichbaren säurehemmenden Arzneimittel; nach einem subakuten kutanen Lupus erythematodes unter einem Protonenpumpenhemmer ist das Risiko auch unter anderen Protonenpumpenhemmern erhöht[1, 2]
- Geplanter Bluttest auf Chromogranin A: Laut Fachinformation sollte Omeprazol mindestens 5 Tage vor der Messung vorübergehend abgesetzt werden, weil erhöhte Werte die Untersuchung auf bestimmte Tumoren stören können[1, 2]
- Langzeitbehandlung über mehr als 1 Jahr: Die Ärztin oder der Arzt überwacht Sie möglicherweise regelmäßig; berichten Sie bei jedem Termin über neue und unerwartete Beschwerden[1, 2]
- Osteoporose oder Einnahme von Kortikosteroiden: Protonenpumpenhemmer können das Risiko für Brüche von Hüfte, Handgelenk und Wirbelsäule leicht erhöhen, besonders bei Einnahme über mehr als 1 Jahr[1, 2]
- Vitamin B12: Omeprazol kann seine Aufnahme beeinträchtigen, besonders bei längerer Einnahme. Mögliche Zeichen eines Mangels sind extreme Müdigkeit, ein Gefühl wie Nadelstiche auf der Haut, eine wunde und rote Zunge oder Geschwüre im Mund, Muskelschwäche, Sehstörungen, Gedächtnisschwäche, Verwirrtheit oder Depression[1, 2]
- Längere Behandlung oder gleichzeitige Einnahme von Digoxin oder anderen Mitteln, die den Magnesiumwert senken können (z. B. Entwässerungsmittel): Laut Fachinformation sollte die Ärztin oder der Arzt Kontrollen des Magnesiumwerts vor und während der Behandlung in Betracht ziehen[2]
- Leicht erhöhtes Risiko für Magen-Darm-Infektionen, z. B. mit Salmonellen oder Campylobacter, bei Menschen im Krankenhaus möglicherweise auch mit Clostridium difficile[1, 2]
- Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern: Die Kapseln enthalten Sucrose (Zucker); bei erblicher Fructose- oder Galactose-Unverträglichkeit, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten sie laut Fachinformation nicht angewendet werden[1, 2]
- Kinder: Eine Langzeitbehandlung wird nicht empfohlen, auch wenn einige Kinder mit chronischen Krankheiten sie benötigen können[1, 2]
- Selbstbehandlung mit rezeptfreiem Omeprazol: vorher ärztlich besprechen bei früherem Magengeschwür oder Operation im Magen-Darm-Bereich, bei Beschwerden wie Sodbrennen oder Verdauungsstörungen seit 4 oder mehr Wochen oder einer durchgehenden Behandlung über 4 oder mehr Wochen, bei Gelbsucht oder schwerer Lebererkrankung sowie ab 55 Jahren bei neuen oder kürzlich veränderten Beschwerden. Rezeptfreies Omeprazol ist nicht zur Vorbeugung gedacht[4]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage, Fachinformation und das Beratungszentrum Embryotox der Charité zu Autofahren, Schwangerschaft und Stillzeit sagen; zu Alkohol machen Packungsbeilage und Fachinformation keine Angabe [1, 2, 3]. Embryotox stuft Omeprazol in der Schwangerschaft als Medikament der Wahl ein; sprechen Sie vor der Einnahme trotzdem mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke [1, 3]. Embryotox gibt den Erfahrungsumfang mit Omeprazol in der Schwangerschaft mit "sehr hoch" an und hält trotz der Einstufung als Medikament der Wahl eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung für nötig [3]. Beim rezeptfreien Präparat entscheidet laut Packungsbeilage die Ärztin oder der Arzt, ob Sie es in Schwangerschaft oder Stillzeit einnehmen können [4]. Was Packungsbeilagen, Fachinformationen und Embryotox im Einzelnen sagen, auch zu Stillzeit und Kinderwunsch, lesen Sie auf der Seite Omeprazol in der Schwangerschaft.
Schwangerschaft
Fragen Sie vor der Einnahme Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, wenn Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft vermuten oder planen. Laut Fachinformation ergaben drei Studien mit mehr als 1.000 Schwangerschaften keine Hinweise auf unerwünschte Wirkungen auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Kindes; Omeprazol kann in der Schwangerschaft angewendet werden.[1, 2]
In seiner Ampel kennzeichnet Embryotox Omeprazol mit "grün": Medikament der Wahl, dennoch ist eine sorgfältige Abwägung von Nutzen und Risiko nötig. Den Erfahrungsumfang in der Schwangerschaft gibt Embryotox mit "sehr hoch" an. Für das erste Schwangerschaftsdrittel ergaben Studien zu etwa 5.000 Schwangerschaften keinen Hinweis auf Fehlbildungen; ein diskutiertes erhöhtes Asthmarisiko beim Kind hat sich nicht bestätigt. Für das zweite und dritte Drittel gibt es keine Hinweise auf eine schädigende Wirkung. Werden mehrere Medikamente zugleich eingenommen, sollte laut Embryotox gegebenenfalls Pantoprazol bevorzugt werden, weil es weniger Wechselwirkungen bedingt. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Omeprazol geht in die Muttermilch über; ein Einfluss auf das Kind ist bei Anwendung therapeutischer Dosen unwahrscheinlich. Ob Sie es in der Stillzeit einnehmen können, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.[1, 2]
Laut Embryotox stützen sich die Daten auf einen einzelnen Fallbericht; ein Kind, das 3 Monate unter der Behandlung der Mutter gestillt wurde, zeigte keine Auffälligkeiten. Ist ein Protonenpumpenhemmer erforderlich, können laut Embryotox Omeprazol oder Pantoprazol in der Stillzeit eingesetzt werden.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Autofahren und Maschinen
Eine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit ist unwahrscheinlich. Schwindel und Sehstörungen können aber auftreten; fühlen Sie sich beeinträchtigt, fahren Sie nicht Auto und bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen.[1, 2]
Einnahme
Empfohlen ist die Einnahme am Morgen, mit dem Essen oder auf nüchternen Magen. Die Kapsel im Ganzen mit einem halben Glas Wasser schlucken und nicht zerkauen oder zerdrücken: Die überzogenen Kügelchen (Pellets) schützen den Wirkstoff vor der Magensäure.[1, 2]
Bei Schluckbeschwerden lässt sich die Kapsel öffnen: den Inhalt sofort mit einem halben Glas Wasser schlucken oder in stilles Wasser, einen säurehaltigen Fruchtsaft (z. B. Apfel, Orange, Ananas) oder Apfelmus geben, umrühren, innerhalb von 30 Minuten trinken und das Glas mit einem halben Glas Wasser nachspülen. Die Kügelchen nicht zerkauen.[1, 2]
Dosis vergessen: nachholen, sobald Sie daran denken; ist es fast Zeit für die nächste Dosis, die vergessene auslassen. Nicht die doppelte Menge einnehmen.[1]
Höchstmenge in der Selbstmedikation
Rezeptfreie Selbstbehandlung von Sodbrennen und saurem Aufstoßen (nur Erwachsene): eine Kapsel mit 20 mg einmal täglich, höchstens 20 mg am Tag. Bis die Beschwerden besser werden, kann es nötig sein, die Kapsel 2 bis 3 Tage hintereinander einzunehmen.[4, 6]
Ohne ärztlichen Rat höchstens 14 Tage. Lassen die Beschwerden nicht nach, werden sie schlimmer oder sind Sie nach 14 Tagen nicht beschwerdefrei, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.[4, 6]
Absetzen
Brechen Sie eine verordnete Behandlung nicht ab, ohne vorher mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke zu sprechen.[1]
In der rezeptfreien Selbstbehandlung sollte die Einnahme laut Fachinformation beendet werden, sobald Sie vollständig beschwerdefrei sind.[5]
Vor einer Messung von Chromogranin A sollte Omeprazol laut Fachinformation mindestens 5 Tage vorher vorübergehend abgesetzt werden, sprechen Sie das mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.[2]
Bei den meisten Betroffenen mit zu niedrigem Magnesiumwert besserte sich dieser laut Fachinformation nach Gabe von Magnesium und Absetzen des Protonenpumpenhemmers.[2]
Überdosierung
Haben Sie mehr eingenommen als verordnet oder empfohlen, sprechen Sie umgehend mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke. Berichtet wurden nach Überdosierung Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Bauchschmerzen, Durchfall und Kopfschmerzen, in Einzelfällen Teilnahmslosigkeit (Apathie), Depression und Verwirrung. Die Beschwerden waren vorübergehend, schwerwiegende Folgen wurden nicht berichtet; behandelt wird nach den Beschwerden.[1, 2, 4]
Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation
Die Packungsbeilage nennt für jedes Anwendungsgebiet eine empfohlene Dosis und Behandlungsdauer; bei Kindern richtet sich die Dosis nach dem Körpergewicht [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung. Welche Dosis für Sie richtig ist und wie lange Sie Omeprazol nehmen, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].
Einnahme und Absetzen
Die Packungsbeilage empfiehlt, die Kapsel morgens einzunehmen, mit dem Essen oder auf nüchternen Magen. Schlucken Sie sie im Ganzen mit einem halben Glas Wasser und zerkauen oder zerdrücken Sie sie nicht: Die überzogenen Kügelchen darin schützen den Wirkstoff vor der Magensäure [1]. Wie Sie bei Schluckbeschwerden vorgehen, steht in der Karte oben. Allgemeines erklärt der Ratgeber Einnahme vor oder nach dem Essen.
Brechen Sie eine verordnete Behandlung nicht ab, ohne vorher mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke zu sprechen [1]. Die rezeptfreie Selbstbehandlung sollte laut Fachinformation enden, sobald Sie vollständig beschwerdefrei sind [5]; zur Vorbeugung ist rezeptfreies Omeprazol nicht gedacht [4]. Absetzerscheinungen nennen Packungsbeilage und Fachinformation nicht [1, 2]. Omeprazol bremst den Abbau einiger anderer Mittel; laut Fachinformation sollten mögliche Wechselwirkungen auch am Ende der Behandlung berücksichtigt werden, etwa bei Phenytoin [2]. Was Leitlinien der DGVS zu Protonenpumpenhemmern allgemein über vermehrte Säurebildung nach dem Absetzen, über das Ausschleichen und über Tests auf Helicobacter pylori sagen, lesen Sie auf der Seite Omeprazol absetzen. Haben Sie mehr eingenommen als vorgesehen, sprechen Sie umgehend mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke [1].
Präparate mit Omeprazol
Omeprazol gibt es von mehreren Anbietern, unter anderem als magensaftresistente Hartkapseln oder Tabletten. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Omeprazol-ratiopharm NT (verschreibungspflichtig) [1, 2], für die rezeptfreie Anwendung bei Sodbrennen zusätzlich die von Omeprazol-ratiopharm SK 20 mg [4, 5]. Verwandte Wirkstoffe sind Pantoprazol und Esomeprazol.
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| OMEP | HEXAL AG | u. a. magensaftresistente Kapseln mit 10, 20 oder 40 mg |
| Omeprazol-1A Pharma | 1A Pharma GmbH | u. a. magensaftresistente Kapseln; eigene Packung "bei Sodbrennen" mit 20 mg |
| Omeprazol Mylan | Viatris Healthcare GmbH | magensaftresistente Hartkapseln mit 10, 20 oder 40 mg |
| Omeprazol-ratiopharm NT | ratiopharm GmbH | magensaftresistente Hartkapseln mit 10, 20 oder 40 mg (verschreibungspflichtig); Grundlage dieser Seite |
| Omeprazol-ratiopharm SK 20 mg | ratiopharm GmbH | magensaftresistente Hartkapseln, 7 oder 14 Stück (apothekenpflichtig, bei Sodbrennen) |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Omeprazol-ratiopharm NT 20 mg magensaftresistente Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 10.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Omeprazol-ratiopharm NT magensaftresistente Hartkapseln (10/20/40 mg). ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 10.10.2026
- Embryotox Embryotox: Omeprazol. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Omeprazol-ratiopharm SK 20 mg magensaftresistente Hartkapseln (apothekenpflichtig). ratiopharm GmbH. Stand 02/2023. abgerufen am 10.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Omeprazol-ratiopharm SK 20 mg magensaftresistente Hartkapseln (apothekenpflichtig). ratiopharm GmbH. Stand 01/2023. abgerufen am 10.10.2026
- Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Omeprazol. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 10.10.2026
Häufige Fragen
Welche Langzeitfolgen kann Omeprazol haben?
Bei Einnahme über mehr als 3 Monate kann der Magnesiumwert im Blut sinken. Das kann sich durch Erschöpfung, Muskelzuckungen, Verwirrtheit, Krämpfe, Schwindel oder einen schnellen Puls zeigen. Omeprazol kann außerdem die Aufnahme von Vitamin B12 beeinträchtigen, besonders bei längerer Einnahme. Protonenpumpenhemmer können das Risiko für Brüche von Hüfte, Handgelenk und Wirbelsäule leicht erhöhen, vor allem bei Einnahme über mehr als 1 Jahr. Wer Omeprazol länger als 1 Jahr nimmt, wird möglicherweise regelmäßig ärztlich überwacht.
Wann nimmt man Omeprazol ein, morgens oder abends?
Die Packungsbeilage empfiehlt die Einnahme am Morgen. Sie können die Kapsel mit dem Essen oder auf nüchternen Magen einnehmen. Schlucken Sie sie im Ganzen mit einem halben Glas Wasser und zerkauen Sie sie nicht, weil die überzogenen Kügelchen den Wirkstoff vor der Magensäure schützen.
Wie lange darf man Omeprazol ohne Rezept nehmen?
Rezeptfrei ist Omeprazol nur zur Behandlung von Sodbrennen und saurem Aufstoßen bei Erwachsenen erhältlich: eine Kapsel mit 20 mg einmal täglich, ohne ärztlichen Rat höchstens 14 Tage. Es kann nötig sein, die Kapsel 2 bis 3 Tage hintereinander einzunehmen, bis die Beschwerden besser werden. Lassen sie nicht nach oder werden sie schlimmer, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Kann ich Omeprazol einfach absetzen?
Eine verordnete Behandlung sollten Sie laut Packungsbeilage nicht abbrechen, ohne vorher mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke zu sprechen. Bei der rezeptfreien Selbstbehandlung sollte die Einnahme laut Fachinformation beendet werden, sobald Sie vollständig beschwerdefrei sind. Mehr dazu lesen Sie auf der Seite zum Absetzen von Omeprazol.
Darf ich Omeprazol in der Schwangerschaft nehmen?
Laut Fachinformation kann Omeprazol in der Schwangerschaft angewendet werden. Studien mit mehr als 1.000 Schwangerschaften ergaben keine Hinweise auf unerwünschte Wirkungen. Das Beratungszentrum Embryotox stuft Omeprazol als Medikament der Wahl ein, betont aber eine sorgfältige Abwägung von Nutzen und Risiko. Fragen Sie vor der Einnahme Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.
Darf ich Omeprazol zusammen mit Clopidogrel nehmen?
In Studien an Gesunden gelangte bei gleichzeitiger Einnahme weniger vom wirksamen Abbauprodukt (aktiven Metaboliten) von Clopidogrel ins Blut, und die Hemmung der Blutplättchen war schwächer. Die klinische Bedeutung ist ungewiss; laut Fachinformation wird vorsichtshalber von der gleichzeitigen Anwendung abgeraten. Teilen Sie Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke ausdrücklich mit, wenn Sie Clopidogrel einnehmen.
Kann Omeprazol Durchfall verursachen?
Ja, Durchfall ist eine häufige Nebenwirkung (bis zu 1 von 10 Behandelten). Mit unbekannter Häufigkeit ist außerdem eine Darmentzündung beschrieben, die zu Durchfall führt (mikroskopische Kolitis). Protonenpumpenhemmer können das Risiko für ansteckende Magen-Darm-Infektionen leicht erhöhen. Bei schwerem oder anhaltendem Durchfall sprechen Sie umgehend mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Wie hoch ist die Dosis von Omeprazol?
Die Dosis hängt vom Anwendungsgebiet, vom Alter und bei Kindern vom Körpergewicht ab; sie wird ärztlich festgelegt. Welche Angaben die Packungsbeilage für die einzelnen Anwendungsgebiete macht, steht im Abschnitt Dosierung laut Packungsbeilage auf dieser Seite. Für die rezeptfreie Selbstbehandlung gelten die Höchstmengen aus der Karte zu Alltag und Einnahme.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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