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Vermehrtes Schwitzen durch Medikamente

Vermehrtes Schwitzen steht in den Produktinformationen vieler Medikamente, zum Beispiel bei Antidepressiva wie Venlafaxin, Citalopram und Amitriptylin, bei Opioiden wie Oxycodon und Tramadol, bei Mitteln, die Geschlechtshormone senken, wie Leuprorelin und Letrozol, und bei Betablockern wie Atenolol. Schwitzen kann aber auch ein Zeichen einer schweren allergischen Reaktion oder eines Serotonin-Syndroms sein; dann brauchen Sie sofort ärztliche Hilfe. Auch bei einer Unterzuckerung kann kalter Schweiß auftreten; darauf sollte laut IQWiG sofort reagiert werden. Sprechen Sie anhaltendes Schwitzen bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt an. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Mann um die vierzig mit rotblondem Haar sitzt an einem warmen Tag auf einer Gartenbank und wischt sich mit einem Baumwolltuch die Stirn
Bild: KI-generiert

Manche Medikamente können vermehrtes Schwitzen auslösen, tagsüber oder nachts. In Packungsbeilagen heißt diese Nebenwirkung etwa vermehrtes oder übermäßiges Schwitzen, starkes Schwitzen, Schweißausbrüche oder Nachtschweiß; der Fachbegriff Hyperhidrose bezeichnet laut IQWiG eine übermäßige Schweißproduktion [1, 4, 5, 7, 17]. Schwitzen gehört aber auch zur normalen Wärmeregulation: Ist Abkühlung nötig, erweitern sich die Blutgefäße und der Körper fängt an zu schwitzen [21]. Manchmal ist Schwitzen auch das Warnzeichen einer anderen Nebenwirkung, etwa einer Unterzuckerung, einer schweren allergischen Reaktion oder eines Serotonin-Syndroms [13, 15, 16].

Welche Medikamente vermehrtes Schwitzen auslösen können

Die Beispiele stammen aus den Produktinformationen einzelner Wirkstoffe. Jede Häufigkeitsangabe gehört zu dem Wirkstoff, bei dem sie steht.

  • Antidepressiva: Bei Venlafaxin ist Schwitzen einschließlich Nachtschweiß laut Packungsbeilage sehr häufig (bei mehr als 1 von 10 Behandelten) [1]. Laut Fachinformation gehörte es mit Übelkeit, Mundtrockenheit und Kopfschmerzen zu den Nebenwirkungen, die in klinischen Studien als sehr häufig berichtet wurden [2]. Auch bei Citalopram und dem trizyklischen Antidepressivum Amitriptylin stufen die Packungsbeilagen vermehrtes bzw. starkes Schwitzen als sehr häufig ein [3, 4]. Wie die Produktinformationen weiterer Antidepressiva das Schwitzen einstufen, zeigt die Tabelle unten.
  • Opioide (starke Schmerzmittel): Bei Oxycodon und Tramadol ist vermehrtes Schwitzen laut Packungsbeilage häufig (bei bis zu 1 von 10 Behandelten) [5, 6]. Bei Oxycodon gehört Schwitzen außerdem zu den möglichen Entzugssymptomen, wenn die Behandlung abrupt beendet wird [5].
  • Mittel, die Geschlechtshormone senken: Bei Leuprorelin zur Behandlung von Prostatakrebs sinkt laut Packungsbeilage im Laufe der Behandlung der Spiegel des männlichen Geschlechtshormons; dadurch können sehr häufig Hitzewallungen mit Schweißausbrüchen und vermehrtes Schwitzen auftreten [7]. Bei Letrozol, das bei Frauen nach der Menopause gegen Brustkrebs angewendet wird und die Menge an Östrogen vermindert, nennt die Packungsbeilage Hitzewallungen und vermehrtes Schwitzen als sehr häufig [9]. Mehr: Hitzewallungen und Brustkrebs: Antihormontherapie.
  • Betablocker: Bei Atenolol kann es laut Fachinformation insbesondere zu Beginn der Behandlung zu zentralnervösen Störungen kommen, dabei häufig zu Schwindelgefühl oder Schwitzen; auch die Packungsbeilage führt Schwitzen unter den häufigen Nebenwirkungen [10, 11]. Bei Propranolol kann es laut Fachinformation ebenfalls insbesondere zu Beginn der Behandlung zu Schwitzen kommen; sie führt es unter den häufigen Nebenwirkungen [12].

Die Tabelle zeigt die Wirkstoffe, deren Produktinformation vermehrtes Schwitzen oder Schweißausbrüche nennt:

Vermehrtes Schwitzen als Nebenwirkung: Angaben aus der Produktinformation
WirkstoffHäufigkeitAngabe in der Produktinformation
AmitriptylinSehr häufigStarkes Schwitzen (Hyperhidrose)
CitalopramSehr häufigVermehrtes Schwitzen
LetrozolSehr häufigVermehrtes Schwitzen
LeuprorelinSehr häufigBei Männern mit Prostatakrebs: Hitzewallungen mit Schweißausbrüchen · Bei Männern mit Prostatakrebs: vermehrtes Schwitzen · Bei Männern mit Prostatakrebs: Haarausfall, trockene Haut bzw. Schleimhaut, Nachtschweiß · Bei…
VenlafaxinSehr häufigSchwitzen, auch Nachtschweiß (Hyperhidrose)
AdalimumabHäufigJuckreiz, juckender Hautausschlag, blaue Flecken, Hautentzündung wie Ekzeme, brüchige Finger- und Fußnägel, vermehrtes Schwitzen, Haarausfall · Nächtliches Schwitzen, Narbenbildung
AtenololHäufigSchwindelgefühl und Schwitzen, insbesondere zu Beginn der Behandlung
AtomoxetinHäufigBei Kindern und Jugendlichen: Vermehrtes Schwitzen und juckende Haut · Bei Erwachsenen: Geschwollene, gerötete und juckende Haut, vermehrtes Schwitzen und Hautausschlag
BaclofenHäufigHautausschläge (Exantheme), vermehrtes Schwitzen (Hyperhidrosis)
BuprenorphinHäufigHautveränderungen (Exanthem), im Allgemeinen bei wiederholter Pflasteranwendung; Schwitzen
BupropionHäufigJuckreiz, Schweißausbrüche und Hautausschlag (manchmal aufgrund einer allergischen Reaktion)
ClarithromycinHäufigVerstärktes Schwitzen (Hyperhidrose)
ClozapinHäufigMüdigkeit, Fieber, gutartige Erhöhung der Körpertemperatur, Störung der Schweiß- und Temperaturregulation mit vermehrtem Schwitzen
DuloxetinHäufigVermehrtes Schwitzen · Nächtliches Schwitzen und kalter Schweiß
EscitalopramHäufigVermehrtes Schwitzen
FentanylHäufigVerstärktes Schwitzen
FluoxetinHäufigHautausschlag, Nesselsucht, Juckreiz, starkes Schwitzen · Haarausfall, erhöhte Neigung zu Blutergüssen, kalter Schweiß
HydromorphonHäufigJuckreiz, Schwitzen
InfliximabHäufigFieber, verstärktes Schwitzen
LevomethadonHäufigSchweißausbrüche, Mattigkeit, Schwächeanfälle, Wassereinlagerungen (Ödeme), gelegentlich bis häufig
LisdexamfetaminHäufigVermehrtes Schwitzen (Hyperhidrose)
MethylphenidatHäufigÜbermäßiges Schwitzen
MorphinHäufigSchwitzen, Quaddeln bzw. nesselartiger Hautausschlag (Urtikaria), Juckreiz
NifedipinHäufigSchwitzen
OxycodonHäufigVermehrtes Schwitzen
ParoxetinHäufigSchwitzen
PropranololHäufigSchwitzen, insbesondere zu Beginn der Behandlung
RituximabHäufigBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Nesselsucht, verstärktes Schwitzen, Nachtschweiß
RivastigminHäufigBei Exelon Hartkapseln beobachtet und möglicherweise auch beim Pflaster: vermehrter Speichelfluss, Ruhelosigkeit, allgemeines Unwohlsein, Zittern, vermehrtes Schwitzen
SertralinHäufigVermehrtes Schwitzen, Hautausschlag · Hautproblem mit Blasenbildung (Dermatitis), trockene Haut, Augenschwellung, Gesichtsschwellung (Gesichtsödem), kalter Schweiß
TacrolimusHäufigJuckreiz, Ausschlag, Haarausfall, Akne, verstärktes Schwitzen
TapentadolHäufigJuckreiz, verstärktes Schwitzen, Hautausschlag
Tilidin/NaloxonHäufigVermehrtes Schwitzen
TramadolHäufigVermehrtes Schwitzen (Hyperhidrose)
TrastuzumabHäufigSchwitzen (Hyperhidrose)
VedolizumabHäufigNächtliches Schwitzen
XipamidHäufigSchwitzen
AgomelatinGelegentlichVermehrtes Schwitzen (Hyperhidrose)
AmlodipinGelegentlichHaarausfall, vermehrtes Schwitzen, Hautjucken, rote Flecken auf der Haut (Purpura), Hautverfärbung
AzithromycinGelegentlichAusschlag, Juckreiz, Nesselausschlag (Urtikaria), Hautentzündung (Dermatitis), trockene Haut, ungewöhnlich starkes Schwitzen
Beclometason/FormoterolGelegentlichÜbermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose)
CarvedilolGelegentlichHautreaktionen wie allergischer Hautausschlag, Hautentzündung (Dermatitis), Quaddeln (Urtikaria), Juckreiz, schuppenflechten- oder knötchenflechtenartige Hautveränderungen und vermehrtes Schwitzen
DienogestGelegentlichTrockene Haut, extremes Schwitzen, starker Juckreiz am ganzen Körper, männliches Behaarungsmuster (Hirsutismus), brüchige Nägel, Schuppen, Hautentzündung (Dermatitis), abnormales Haarwachstum, Lichtüberempfindlichkeit,…
DrospirenonGelegentlichHaarausfall, extremes Schwitzen, Juckreiz, Hautausschlag, fettige Haut und Haare (Seborrhoe), Hautentzündung (Dermatitis)
EnalaprilGelegentlichVermehrtes Schwitzen
EplerenonGelegentlichVermehrtes Schwitzen (Hyperhidrose)
FebuxostatGelegentlichVermehrtes Schwitzen, nächtliches Schwitzen, Haarausfall, Schuppenflechte (Psoriasis)
FluconazolGelegentlichQuaddeln, Blasenbildung (Nesselsucht), Juckreiz, vermehrtes Schwitzen; laut Fachinformation auch Arzneimittelausschlag einschließlich fixem Arzneimittelexanthem
HaloperidolGelegentlichErhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut, Juckreiz, ausgeprägte Schweißausbrüche
LevofloxacinGelegentlichJuckreiz und Hautausschlag, starker Juckreiz oder Nesselsucht (Urtikaria), vermehrtes Schwitzen (Hyperhidrose)
MelatoninGelegentlichHautentzündung (Dermatitis), nächtliches Schwitzen, Juckreiz, auch am ganzen Körper, Hautausschlag, trockene Haut
MetoprololGelegentlichVermehrtes Schwitzen
MoxifloxacinGelegentlichAllgemeines Unwohlsein (überwiegend Schwächegefühl oder Müdigkeit), Schmerzzustände (insbesondere in Rücken, Brust, Becken und in den Gliedmaßen), Schwitzen
PregabalinGelegentlichSchwitzen, Hautausschlag, Nesselausschlag, Juckreiz · Kalter Schweiß
RamiprilGelegentlichÜbermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose)
RanolazinGelegentlichStarkes Schwitzen (Hyperhidrose), Juckreiz (Pruritus) · Allergische Hautreaktion (allergische Dermatitis), Nesselausschlag (Urtikaria), kalter Schweiß, Ausschlag
RizatriptanGelegentlichHautausschlag, juckender und nässender Hautausschlag (Urtikaria), Juckreiz und Schwitzen
TelmisartanGelegentlichJuckreiz, vermehrtes Schwitzen, arzneimittelbedingter Hautausschlag
ZolpidemGelegentlichJuckreiz oder Hautausschlag, vermehrtes Schwitzen
Acetylsalicylsäure/Paracetamol/CoffeinSeltenVermehrtes Schwitzen
CiprofloxacinSeltenFlüssigkeitsansammlung im Körper oder übermäßige Schweißbildung
Dienogest/EthinylestradiolSeltenAllergische Hautentzündung (allergische Dermatitis), Neurodermitis, Ekzeme, Schuppenflechte (Psoriasis), starkes Schwitzen (Hyperhidrose), goldbraune Pigmentflecken (Chloasma), Pigmentstörungen, verstärkte…
EsomeprazolSeltenVermehrtes Schwitzen
FlecainidSeltenVermehrtes Schwitzen und Gesichtsröte bzw. Hitzegefühl
Levodopa/CarbidopaSeltenHaarausfall, dunkle Verfärbung des Schweißes, vermehrtes Schwitzen, Juckreiz, Hautausschlag
OmeprazolSeltenVermehrtes Schwitzen
OpipramolSeltenUnruhe, Schweißausbrüche und Schlafstörungen, vor allem bei plötzlichem Absetzen einer längerfristigen, hoch dosierten Behandlung
TadalafilSeltenNesselsucht (juckende, rote Erhebungen der Haut), vermehrtes Schwitzen
VerapamilSeltenVerstärktes Schwitzen (Hyperhidrose)
CarbamazepinSehr seltenLichtempfindlichkeit, Hautrötungen mit scheiben- oder knotenförmigen Veränderungen und Einblutungen (Erythema exsudativum multiforme et nodosum), kleinfleckige Hautblutungen (Purpura), Haarausfall, vermehrtes…
IsotretinoinSehr seltenÜbermäßiges Schwitzen oder Juckreiz
LisinoprilSehr seltenSchweißausbrüche (Diaphorese)
AripiprazolNicht bekanntHautausschlag, Lichtempfindlichkeit der Haut, Haarausfall, übermäßiges Schwitzen
DoxepinNicht bekanntSchwitzen
LevothyroxinNicht bekanntÜbermäßiges Schwitzen
PyridostigminNicht bekanntÜbermäßiges Schwitzen
SumatriptanNicht bekanntÜbermäßiges Schwitzen
TrazodonNicht bekanntJuckreiz (Pruritus), vermehrtes Schwitzen (Hyperhidrose)
TrimipraminNicht bekanntGewichtszunahme und Schwitzen; laut Packungsbeilage vor allem zu Beginn der Behandlung

Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (79 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Vermehrtes Schwitzen als mögliches Zeichen einer anderen Nebenwirkung (29 Wirkstoffe)

Bei diesen Wirkstoffen nennt die Produktinformation die Beschwerde als mögliches Anzeichen einer anderen Nebenwirkung. Die angegebene Häufigkeit gilt für diese andere Nebenwirkung, nicht für die Beschwerde selbst; deshalb stehen sie nicht in der Tabelle oben.

Vermehrtes Schwitzen als Zeichen einer anderen Nebenwirkung
WirkstoffAngabe in der ProduktinformationHäufigkeit dieser Nebenwirkung
AripiprazolKombination aus Fieber, Muskelsteifheit, beschleunigtem Atmen, Schwitzen, verringertem Bewusstseinszustand und plötzlicher Veränderung von Blutdruck und Puls, Ohnmacht (malignes neuroleptisches Syndrom)Nicht bekannt
AripiprazolSerotonin-Syndrom, eine Reaktion, die Glücksgefühle, Schläfrigkeit, Schwerfälligkeit, Ruhelosigkeit, Trunkenheitsgefühl, Fieber, Schwitzen oder steife Muskeln verursachen kannNicht bekannt
Botulinumtoxin Typ ABei Harninkontinenz (Injektion in die Blase): unkontrollierte Reflexreaktion des Körpers (autonome Dysreflexie), z. B. Schweißausbrüche, pochende Kopfschmerzen, Anstieg von Blutdruck oder Puls; kann mit dem Eingriff zusammenhängenGelegentlich
ClozapinNach plötzlichem Absetzen: starkes Schwitzen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall (cholinerges Syndrom)Nicht bekannt
DapagliflozinZu niedriger Blutzucker (Hypoglykämie) bei Menschen mit Diabetes, die Dapagliflozin zusammen mit einem Sulfonylharnstoff oder Insulin anwenden; Anzeichen sind Zittern, Schwitzen, starkes Angstgefühl, schneller Herzschlag, Hungergefühl, Kopfschmerzen,…Sehr häufig
EmpagliflozinNiedrige Blutzuckerwerte (Hypoglykämie); das Risiko ist höher, wenn Sie zusätzlich ein anderes blutzuckersenkendes Mittel wie einen Sulfonylharnstoff oder Insulin nehmen, die Fachinformation ordnet "sehr häufig" dieser Kombination zu; mögliche Anzeichen sind…Sehr häufig
FluoxetinSerotonin-Syndrom: Kombination von Beschwerden wie unerklärlichem Fieber mit schnellerer Atmung oder schnellerem Puls, Schwitzen, Muskelsteifheit oder Muskelzittern, Verwirrtheit, äußerster Erregung oder SchläfrigkeitSelten
HumaninsulinSchwere allergische Reaktion auf Actrapid oder einen seiner Bestandteile (systemische allergische Reaktion), die lebensbedrohlich werden kann; laut Fachinformation mit generalisiertem Hautausschlag, Jucken, Schwitzen, Magen-Darm-Störungen, Schwellungen…Sehr selten
HydrochlorothiazidSchwere Überempfindlichkeitsreaktionen wie ein Kreislaufkollaps (anaphylaktischer Schock); erste Anzeichen sind unter anderem heftige Hautrötung (Flush) oder Nesselsucht, Unruhe, Kopfschmerz, Schweißausbruch, Übelkeit und bläuliche Verfärbung der Haut…Selten
Insulin aspartSchwere allergische Reaktion einschließlich anaphylaktischem Schock; Anzeichen können unter anderem sein: örtliche Reaktionen wie Ausschlag, Rötung und Juckreiz breiten sich auf andere Körperteile aus, plötzliches Unwohlsein mit Schwitzen, Erbrechen,…Nicht bekannt
Insulin degludecSchwere allergische Reaktion auf das Insulin oder einen der sonstigen Bestandteile; Anzeichen: örtliche Reaktionen breiten sich auf andere Körperteile aus, plötzliches Unwohlsein mit Schwitzen, Erbrechen, Atembeschwerden, Herzrasen oder SchwindelSelten
Insulin glarginSchwere allergische Reaktionen; Anzeichen können großflächige Hautreaktionen (Hautausschlag und Juckreiz am ganzen Körper), starke Haut- und Schleimhautschwellungen (Angioödem), Atemnot sowie ein Blutdruckabfall mit schnellem Puls und Schwitzen sein. Schwere…Selten
Insulin glulisinSystemische Überempfindlichkeitsreaktion (generalisierte Insulinallergie) mit großflächigen Hautreaktionen (Hautausschlag und Juckreiz am ganzen Körper), starken Haut- und Schleimhautschwellungen (Angioödem), Atemnot, Blutdruckabfall mit schnellem Puls und…Gelegentlich
Insulin lisproAllergische Reaktionen, die sehr schwer verlaufen können, mit Ausschlag und Juckreiz am ganzen Körper, Atemschwierigkeiten, keuchendem Atem, Blutdruckabfall, schnellem Herzschlag und SchwitzenHäufig
Levodopa/CarbidopaMalignes neuroleptisches Syndrom mit Schwitzen, schnellem Herzschlag, erhöhter Körpertemperatur, Muskelsteifigkeit und KomaSelten
LevomethadonZu Beginn der Substitutionsbehandlung Opiat-Entzugssymptome wie Angstzustände, Appetitlosigkeit, unwillkürliche zuckende und stoßende Bewegungen, Darmkrämpfe, Depression, Durchfall, Erbrechen, Fieber, abwechselnd Frösteln und Hitzewallungen, Gähnen,…Häufig
MetoclopramidMalignes neuroleptisches Syndrom mit hohem Fieber, hohem Blutdruck, Krampfanfällen, Schweißausbruch und vermehrter SpeichelbildungNicht bekannt
MirtazapinKombination von Beschwerden wie unerklärlichem Fieber, Schwitzen, beschleunigtem Herzschlag, Durchfall, unkontrollierbaren Muskelkontraktionen, Schüttelfrost, übersteigerten Reflexen, Ruhelosigkeit, Stimmungsschwankungen, Bewusstlosigkeit und vermehrtem…Nicht bekannt
NivolumabUnterfunktion der Schilddrüse (kann Müdigkeit oder Gewichtszunahme verursachen), Überfunktion der Schilddrüse (kann schnelleren Herzschlag, Schwitzen und Gewichtsverlust verursachen), Schwellung bzw. Entzündung der SchilddrüseHäufig
OlanzapinKombination aus Fieber, schnellerer Atmung, Schwitzen, Muskelsteifheit und Benommenheit oder Schläfrigkeit (laut Fachinformation malignes neuroleptisches Syndrom)Nicht bekannt
OrlistatSchwere allergische Reaktionen mit schwerer Atemnot, Schweißausbrüchen, Hautausschlägen, Juckreiz, Schwellungen im Gesicht, Herzrasen oder Kreislaufzusammenbruch; laut Fachinformation Überempfindlichkeitsreaktionen wie anaphylaktischer Schock,…Nicht bekannt
PantoprazolSchwere allergische Reaktionen (Überempfindlichkeit einschließlich anaphylaktischer Reaktionen und anaphylaktischem Schock) mit Schwellung von Zunge oder Hals, Schluckbeschwerden, Nesselsucht, Atembeschwerden, Schwellung im Gesicht (Quincke-Ödem, Angioödem),…Selten
PramipexolNach dem Absetzen oder einer Verringerung der Dosis: Depression, Teilnahmslosigkeit (Apathie), Angst, Müdigkeit, Schwitzen oder Schmerzen (Dopaminagonistenentzugssyndrom, DAWS)Nicht bekannt
QuetiapinMalignes neuroleptisches Syndrom (Fieber, Schwitzen, Muskelsteifheit, Benommenheit)Selten
RisperidonMalignes neuroleptisches Syndrom: Fieber, Muskelsteifheit, Schweißausbrüche oder eingeschränktes BewusstseinSelten
RopinirolNach dem Beenden oder Verringern der Behandlung: Depression, Teilnahmslosigkeit (Apathie), Angst, Antriebslosigkeit, Schwitzen oder Schmerzen (Dopaminagonisten-Absetzsyndrom, DAWS)Nicht bekannt
SemaglutidUnterzuckerung (Hypoglykämie) bei Anwendung zusammen mit einem Sulfonylharnstoff oder Insulin; Warnzeichen können plötzlich auftreten: kalter Schweiß, kühle blasse Haut, Kopfschmerzen, schneller Herzschlag, Übelkeit oder starkes Hungergefühl, Sehstörungen,…Sehr häufig
SertralinZeichen eines Serotonin-Syndroms oder eines malignen neuroleptischen Syndroms wie Erregtheit, Verwirrtheit, übermäßiges Schwitzen, Durchfall, Fieber, hoher Blutdruck, Muskelsteifheit (Rigidität) und schneller Herzschlag; in einigen Fällen zusammen mit der…Selten
TirzepatidNiedriger Blutzucker (Hypoglykämie) bei Anwendung zusammen mit einem Sulfonylharnstoff und/oder Insulin; mögliche Symptome sind Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Schwäche, Schwindel, Hungergefühl, Verwirrtheit, Reizbarkeit, schneller Herzschlag und SchwitzenSehr häufig
TrazodonZeichen eines Serotoninsyndroms oder malignen neuroleptischen Syndroms, zum Beispiel Schwitzen, Durchfall, Fieber, Blutdruckschwankungen, beschleunigter Herzschlag (Tachykardie), Erregtheit (Agitation), Muskelsteifigkeit (Rigidität) und BewusstseinsstörungenSehr selten

Was die Häufigkeitsklassen bedeuten, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen. Verwandte Beschwerden: Hitzewallungen, Arzneimittelfieber.

Woran Sie Schwitzen durch ein Medikament erkennen

Einige Produktinformationen nennen einen zeitlichen Bezug. Bei den Betablockern Atenolol und Propranolol kann Schwitzen laut Fachinformation insbesondere zu Beginn der Behandlung auftreten [11, 12]. Die Nebenwirkungen von Citalopram sind laut Packungsbeilage in der Regel mild und vorübergehend; sie treten vor allem zu Beginn der Behandlung auf und lassen mit Besserung der depressiven Beschwerden gewöhnlich nach [3]. Bei Leuprorelin hängen Hitzewallungen und Schweißausbrüche laut Packungsbeilage mit dem Absinken des männlichen Geschlechtshormons im Laufe der Behandlung zusammen [7].

Schwitzen kann auch nach dem Absetzen auftreten. Laut Packungsbeilage von Citalopram treten Absetzerscheinungen nach Beendigung der Behandlung häufig auf, besonders wenn das Absetzen plötzlich erfolgt; genannt werden unter anderem Schwindel, Schlafstörungen, innere Unruhe, Zittern und Schwitzen, die normalerweise innerhalb der ersten Tage nach dem Absetzen auftreten [3]. Auch bei Venlafaxin nennt die Packungsbeilage Schwitzen unter den Beschwerden, die vor allem bei plötzlichem Absetzen oder zu schneller Dosisverringerung auftreten können [1]. Wird die Therapie mit Oxycodon abrupt beendet, können Entzugssymptome wie Gähnen, erweiterte Pupillen, Tränenfluss, Zittern, Schwitzen, Angstzustände und Unruhe auftreten [5]. Mehr dazu: Abhängigkeit und Entzugserscheinungen.

Achten Sie auf Begleitbeschwerden. Kalter Schweiß kann laut IQWiG zusammen mit schnellem Puls, blasser Gesichtsfarbe, Kopfschmerzen, Heißhunger, Zittern und weichen Knien, Unruhe oder Konzentrationsstörungen auf eine Unterzuckerung hinweisen; die Beschwerden treten nicht alle gleichzeitig auf, und wer unsicher ist, kann den Blutzucker messen [16]. Unter Atenolol können Warnzeichen einer Unterzuckerung, insbesondere Herzrasen und Zittern, laut Fachinformation verschleiert werden [11]. Schwitzen zusammen mit Fieber, Muskelsteifheit oder Verwirrtheit kann auf ein Serotonin-Syndrom oder ein malignes neuroleptisches Syndrom hinweisen (siehe unten) [13, 14].

Ob das Schwitzen vom Medikament kommt, beurteilt die Ärztin oder der Arzt; vermehrtes Schwitzen kann laut gesund.bund.de verschiedene Ursachen haben, und manche Menschen schwitzen nur nachts stark [18]. In Ihrer Packungsbeilage finden Sie in Abschnitt 4, ob Schwitzen als Nebenwirkung genannt ist [1, 3]. Wenn Sie mehrere Mittel einnehmen, hilft der Ratgeber Viele Medikamente gleichzeitig.

Warum Medikamente Schwitzen auslösen können

Die Menge des Schweißes wird laut IQWiG durch Nervenimpulse an die Schweißdrüsen in der Haut gesteuert [17]. Schweißdrüsen sitzen laut gesund.bund.de vor allem an der Stirn, an den Handflächen und an den Fußsohlen; Duftdrüsen, etwa in den Achselhöhlen, werden unter anderem durch Botenstoffe beeinflusst [18]. Für einige Fälle nennen die Quellen einen Zusammenhang mit Medikamenten:

  • Hormonentzug: Leuprorelin senkt laut Fachinformation den Testosteronspiegel innerhalb von 2 bis 4 Wochen in den Kastrationsbereich [8]. Laut Packungsbeilage können dadurch Hitzewallungen mit Schweißausbrüchen und vermehrtes Schwitzen auftreten [7].
  • Zusammenwirken mit anderen Mitteln: Serotonin-Syndrom und malignes neuroleptisches Syndrom können laut Packungsbeilage von Sertralin in seltenen Fällen auftreten, wenn bestimmte andere Arzneimittel gleichzeitig mit Sertralin angewendet werden [13]. Laut Packungsbeilage von Oxycodon steigt das Risiko für Nebenwirkungen wie übermäßiges Schwitzen, Zittern, Unruhe und Körpertemperatur über 38 °C, wenn zugleich Antidepressiva wie Citalopram, Sertralin oder Venlafaxin angewendet werden [5]. Mehr dazu: Wechselwirkungen.
  • Zu niedriger Blutzucker: Eine Unterzuckerung ist laut IQWiG meist eine Nebenwirkung blutzuckersenkender Medikamente; unerwartete körperliche Anstrengung, eine zu kleine Mahlzeit oder zu viel Alkohol können dazu führen, dass die gespritzte Insulinmenge zu hoch ist und der Blutzucker zu stark absinkt [16].
  • Absetzen und Entzug: Schwitzen kann zu den Absetz- oder Entzugserscheinungen gehören, wenn Mittel wie Citalopram, Venlafaxin oder Oxycodon plötzlich abgesetzt werden [1, 3, 5].

Was Sie tun können

Frau in den Sechzigern mit kurzem grauem Haar sitzt in einem hellen, luftigen Wohnzimmer in leichter Leinenkleidung und trinkt ein Glas Wasser
Bild: KI-generiert

Nicht eigenmächtig absetzen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Bei Oxycodon sollen Sie die Behandlung laut Packungsbeilage nicht ohne Rücksprache beenden; es kann ratsam sein, dass die Ärztin oder der Arzt die Dosis schrittweise verringert [5]. Auch bei Venlafaxin kann die Ärztin oder der Arzt laut Packungsbeilage anweisen, die Dosis langsam zu reduzieren, bevor die Behandlung ganz beendet wird [1]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente absetzen.

Mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen. Sprechen Sie Schwitzen an, das Sie belastet oder anhält, und nennen Sie alle Mittel, die Sie einnehmen. Unter Oxycodon wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn bei gleichzeitiger Einnahme von Antidepressiva Beschwerden wie übermäßiges Schwitzen, Zittern, Unruhe oder eine Körpertemperatur über 38 °C auftreten [5]. Kommt es immer wieder zu Unterzuckerungen, ist es laut IQWiG wichtig, zur Ärztin oder zum Arzt zu gehen; dann kann es sinnvoll sein, den Lebensstil oder die Medikamente anzupassen [16]. Mehr dazu: Blutzuckerveränderungen.

An heißen Tagen vorsorgen. Ist Abkühlung nötig, beginnt der Körper zu schwitzen [21]. Wer viel schwitzt, verliert laut IQWiG Elektrolyte wie Natrium und Kalium [21]. Um sich auf Hitzetage vorzubereiten, kann man laut IQWiG vorsorglich mit der Ärztin oder dem Arzt besprechen, ob die Einnahme von Medikamenten wie Entwässerungsmitteln (Diuretika) oder Blutdrucksenkern dann angepasst werden muss [21]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente bei Hitze und auf der Seite Natriummangel.

Nebenwirkung melden. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; das gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in der Packungsbeilage stehen, und Sie können sie außerdem direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [3]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Serotonin-Syndrom. Bemerken Sie unter Sertralin Erregtheit, Verwirrtheit, Durchfall, hohe Körpertemperatur und hohen Blutdruck, übermäßiges Schwitzen und schnellen Herzschlag, benachrichtigen Sie laut Packungsbeilage umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; dies sind Symptome des Serotonin-Syndroms oder des neuroleptischen malignen Syndroms [13]. Laut Packungsbeilage von Venlafaxin kann ein Serotonin-Syndrom in seiner schwersten Form einem malignen neuroleptischen Syndrom ähneln, zu dessen Anzeichen auch Schwitzen gehört; meinen Sie, dass bei Ihnen ein Serotonin-Syndrom aufgetreten ist, informieren Sie unverzüglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt oder begeben Sie sich in die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses [1]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe.

Malignes neuroleptisches Syndrom. Eine Kombination aus Fieber, starker Muskelsteifheit, Schwitzen oder eingetrübtem Bewusstsein nach der Einnahme von Quetiapin ist laut Packungsbeilage ein Grund, unverzüglich die Ärztin oder den Arzt zu informieren; es kann eine sofortige medizinische Behandlung erforderlich sein [14]. Mehr dazu: Antipsychotika.

Schwere allergische Reaktion. Laut Packungsbeilage von Pantoprazol gehören Schwellung der Zunge oder des Halses, Schluckbeschwerden, Nesselsucht, Atembeschwerden, eine Schwellung des Gesichts und starker Schwindel mit sehr schnellem Herzschlag und starken Schweißausbrüchen zu den schwerwiegenden allergischen Reaktionen; dann sollen Sie keine weiteren Tabletten einnehmen und sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt informieren oder sich an die Notfallambulanz des nächsten Krankenhauses wenden [15]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe. Mehr dazu: Arzneimittelallergie.

Unterzuckerung. Auf eine Unterzuckerung sollte laut IQWiG sofort reagiert werden, etwa mit Traubenzucker oder einer zuckerhaltigen Limonade ohne Süßstoff; eine schwere Unterzuckerung kann zu Bewusstlosigkeit führen und lebensgefährlich werden [16]. Bei einer starken Unterzuckerung mit Bewusstseinsstörungen oder Bewusstlosigkeit nennt das IQWiG den Notruf 112 [16].

Bewusstlosigkeit oder erhebliche Bewusstseinstrübung, schwere Atemnot und starke Brustschmerzen sind Fälle für den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 [22]. Abgesehen von Warnzeichen, bei denen die Packungsbeilage das Beenden der Einnahme verlangt, gilt: Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Andere Ursachen

Nicht jedes Schwitzen unter einem Medikament kommt vom Medikament. Es kann verschiedene Ursachen dafür geben, dass man vermehrt schwitzt, und die Ursache muss nicht immer krankhaft sein; wer mehr als gewöhnlich schwitzt, kann das laut gesund.bund.de aber als sehr belastend erleben [18]. Bei einer primären Hyperhidrose sind die Ursachen laut IQWiG nicht bekannt [17]. Mehr dazu: Starkes Schwitzen.

  • Wechseljahre: Hitzewallungen und Schweißausbrüche sind laut IQWiG die häufigsten Wechseljahrsbeschwerden und können auch den Nachtschlaf stören; meistens lassen Hitzewallungen nach etwa 4 bis 5 Jahren von selbst wieder nach [19].
  • Schilddrüsenüberfunktion: Menschen mit einer Schilddrüsenüberfunktion schwitzen laut IQWiG häufig und empfinden Wärme schnell als unangenehm; weitere mögliche Zeichen sind Herzklopfen, Gewichtsverlust trotz Heißhunger, Zittern und nervöse Unruhe [20].
  • Unterzuckerung bei Diabetes: Kalter Schweiß kann laut IQWiG auf eine Unterzuckerung hinweisen; ein zu niedriger Blutzucker kann auch nachts auftreten, und man fühlt sich dann morgens unausgeschlafen und schlapp [16].
  • Hitze: Bei großer Hitze schwitzt der Körper, um sich abzukühlen; durch starkes Schwitzen kann laut IQWiG auch ein Hitzeausschlag mit kleinen roten Pickeln oder Bläschen entstehen [21].

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Venlafaxin-ratiopharm® 37,5 mg/75 mg/150 mg Hartkapseln, retardiert. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 12.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation Venlafaxin-ratiopharm® Hartkapseln, retardiert. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 12.10.2026
  3. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Citalopram-ratiopharm® 20 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 12/2024. abgerufen am 12.10.2026
  4. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Amitriptylin-CT 25 mg Tabletten. AbZ-Pharma GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 12.10.2026
  5. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Oxycodon-HCl-ratiopharm® 10 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 02/2025. abgerufen am 12.10.2026
  6. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Tramadol-ratiopharm® 100 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2025. abgerufen am 12.10.2026
  7. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Enantone® Monats-Depot 3,75 mg Retardmikrokapseln und Suspensionsmittel (Leuprorelin). Takeda GmbH (Mitvertrieb: APOGEPHA Arzneimittel GmbH). Stand 05/2026. abgerufen am 12.10.2026
  8. Fachinformation Fachinformation Enantone® Monats-Depot 3,75 mg Retardmikrokapseln und Suspensionsmittel (Leuprorelin). Takeda GmbH (Mitvertrieb: APOGEPHA Arzneimittel GmbH). Stand 05/2026. abgerufen am 12.10.2026
  9. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Femara® 2,5 mg Filmtabletten (Letrozol). Novartis Pharma GmbH. Stand 04/2025. abgerufen am 12.10.2026
  10. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Atenolol-ratiopharm® 50 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 12.10.2026
  11. Fachinformation Fachinformation Atenolol-ratiopharm® Filmtabletten (25 mg, 50 mg, 100 mg). ratiopharm GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 12.10.2026
  12. Fachinformation Fachinformation Propranolol STADA® 40 mg Tabletten. STADAPHARM GmbH. Stand 03/2023. abgerufen am 12.10.2026
  13. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Sertralin-ratiopharm® 50 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 12.10.2026
  14. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Quetiapin-ratiopharm® 50/150/200/300/400 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 01/2025. abgerufen am 12.10.2026
  15. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Pantoprazol-ratiopharm® 40 mg magensaftresistente Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 03/2026. abgerufen am 12.10.2026
  16. Über- und Unterzuckerung bei Typ-2-Diabetes. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 18.10.2023. abgerufen am 12.10.2026
  17. Glycopyrronium (Axhidrox) bei übermäßigem Schwitzen (Hyperhidrose). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 02.11.2022. abgerufen am 12.10.2026
  18. Behörde ICD-Code R61.9: Hyperhidrose, nicht näher bezeichnet (Erläuterung der "Was hab’ ich?" gGmbH im Auftrag des BMG). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
  19. Wechseljahrsbeschwerden. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 02.01.2023. abgerufen am 12.10.2026
  20. Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 24.04.2024. abgerufen am 12.10.2026
  21. Wann schadet Hitze der Gesundheit?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 18.10.2023. abgerufen am 12.10.2026
  22. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitt "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026

Häufige Fragen

Welche Medikamente verursachen starkes Schwitzen?

Vermehrtes Schwitzen nennen zum Beispiel die Packungsbeilagen der Antidepressiva Venlafaxin, Citalopram und Amitriptylin (dort jeweils sehr häufig), der Opioide Oxycodon und Tramadol (häufig), von Leuprorelin gegen Prostatakrebs und Letrozol gegen Brustkrebs (sehr häufig) und der Betablocker Atenolol und Propranolol (häufig). Welche Wirkstoffe mit geprüftem Steckbrief betroffen sind, zeigt die Tabelle auf dieser Seite. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Können Antidepressiva Nachtschweiß verursachen?

Ja. Bei Venlafaxin ist Schwitzen einschließlich Nachtschweiß laut Packungsbeilage sehr häufig (bei mehr als 1 von 10 Behandelten). Bei Citalopram ist vermehrtes Schwitzen ebenfalls sehr häufig. Die Nebenwirkungen von Citalopram treten laut Packungsbeilage vor allem zu Beginn der Behandlung auf und lassen mit Besserung der depressiven Beschwerden gewöhnlich nach. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Warum schwitze ich nach dem Absetzen eines Medikaments?

Schwitzen kann zu den Absetz- oder Entzugserscheinungen gehören. Die Packungsbeilagen von Citalopram und Venlafaxin nennen Schwitzen unter den Beschwerden nach dem Beenden der Behandlung, besonders wenn das Mittel plötzlich abgesetzt wird. Wird Oxycodon abrupt abgesetzt, können Entzugssymptome wie Schwitzen, Zittern und Unruhe auftreten. Deshalb kann es laut Packungsbeilage von Oxycodon ratsam sein, dass die Ärztin oder der Arzt die Dosis schrittweise verringert. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Kann Schwitzen ein Zeichen einer Unterzuckerung sein?

Ja. Laut IQWiG können unter anderem kalter Schweiß, schneller Puls, blasse Gesichtsfarbe, Heißhunger, Zittern und Unruhe auf eine Unterzuckerung hinweisen. Dazu kommt es vor allem bei Menschen, die Insulin spritzen oder bestimmte blutzuckersenkende Tabletten nehmen. Unter Atenolol können laut Fachinformation Warnzeichen wie Herzrasen und Zittern verschleiert sein. Bei Bewusstlosigkeit oder erheblicher Bewusstseinstrübung rufen Sie den Notruf 112. Mehr unter Blutzuckerveränderungen.

Wann ist Schwitzen unter einem Medikament gefährlich?

Wenn es zusammen mit anderen Warnzeichen auftritt. Erregtheit, Verwirrtheit, Durchfall, hohe Körpertemperatur, hoher Blutdruck, übermäßiges Schwitzen und schneller Herzschlag sind laut Packungsbeilage von Sertralin Symptome eines Serotonin-Syndroms oder eines malignen neuroleptischen Syndroms. Die Packungsbeilage von Quetiapin nennt eine Kombination aus Fieber, starker Muskelsteifheit, Schwitzen oder eingetrübtem Bewusstsein als Zeichen eines malignen neuroleptischen Syndroms. Starke Schweißausbrüche mit Schwellungen, Atemnot oder starkem Schwindel können zu einer schweren allergischen Reaktion gehören. In diesen Fällen holen Sie sofort ärztliche Hilfe, bei Bewusstlosigkeit oder schwerer Atemnot über den Notruf 112.

Was kann ich bei starkem Schwitzen durch Medikamente tun?

Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Notieren Sie, seit wann und wann am Tag oder in der Nacht Sie schwitzen und welche Mittel Sie einnehmen. Wer viel schwitzt, verliert laut IQWiG Elektrolyte wie Natrium und Kalium. Ob die Einnahme von Medikamenten wie Entwässerungsmitteln oder Blutdrucksenkern bei Hitze angepasst werden muss, können Sie vorsorglich mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprechen.

Ist es Schwitzen oder eine Hitzewallung?

Beides kann zusammen auftreten. Bei Leuprorelin nennt die Packungsbeilage Hitzewallungen mit Schweißausbrüchen und vermehrtes Schwitzen, bei Letrozol Hitzewallungen und vermehrtes Schwitzen. In den Wechseljahren sind Hitzewallungen und Schweißausbrüche laut IQWiG die häufigsten Beschwerden. Mehr dazu auf der Seite Hitzewallungen.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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