MedikamenteWirkstoff
Oxycodon: Nebenwirkungen und Wirkung
Oxycodon ist ein starkes Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide und unterliegt als Betäubungsmittel der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung. Es wird bei starken Schmerzen eingesetzt, die sich nur mit Opioiden ausreichend behandeln lassen. Sehr häufige Nebenwirkungen sind Schläfrigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen und Juckreiz. Eine langsame, flache Atmung ist ein Warnzeichen, bei dem Sie möglichst umgehend ärztliche Hilfe brauchen.

Die häufigsten Nebenwirkungen
- Sehr häufig: Größere Schläfrigkeit als gewöhnlich bis hin zu Sedierung[1, 2]
- Sehr häufig: Schwindel und Kopfschmerzen[1, 2]
- Sehr häufig: Verstopfung, Übelkeit und Erbrechen[1, 2]
- Sehr häufig: Juckreiz[1, 2]
- Häufig: Appetitabnahme bis zum Appetitverlust[1, 2]
- Häufig: Angstzustände, Verwirrtheitszustände und Depressionen[1, 2]
- Häufig: Verminderte Aktivität, Unruhe, erhöhte Aktivität und Nervosität[1, 2]
- Häufig: Schlaflosigkeit[1, 2]
- Häufig: Denkstörungen[1, 2]
- Häufig: Muskelzittern (Tremor) und Lethargie[1, 2]
- Häufig: Atemnot (Dyspnoe)[1, 2]
- Häufig: Krämpfe der Bronchialmuskeln (Bronchospasmus), die zu Atemnot führen, und Unterdrückung des Hustenreflexes[1, 2]
- Häufig: Bauchschmerzen, Durchfall, Mundtrockenheit, Schluckauf und Verdauungsstörungen[1, 2]
- Häufig: Hautreaktionen oder Hautausschlag; laut Packungsbeilage selten erhöhte Lichtempfindlichkeit (Photosensibilität), in Einzelfällen schuppender Ausschlag (exfoliative Dermatitis)[1, 2]
- Häufig: Vermehrtes Schwitzen[1, 2]
- Häufig: Schmerzen beim Wasserlassen und vermehrter Harndrang[1, 2]
- Häufig: Schwächegefühl (Asthenie) und Erschöpfung (Fatigue)[1, 2]
Wofür wird Oxycodon eingesetzt?
Oxycodon ist ein starkes Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide. Es wird bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren angewendet, um starke Schmerzen zu behandeln, die sich nur mit opioidhaltigen Schmerzmitteln ausreichend behandeln lassen [1, 2].
Oxycodon ist ein Betäubungsmittel und nach der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung verschreibungspflichtig [2]. Das Mittel wurde Ihnen persönlich verschrieben; geben Sie es nicht an andere weiter, denn es kann anderen Menschen schaden [1].
Bei chronischen Schmerzen, die nicht mit einer Krebserkrankung zusammenhängen, sind Opioide nicht das Mittel der ersten Wahl und werden nicht als alleinige Behandlung empfohlen. Andere Medikamente sollten dann zusammen mit Opioiden eingesetzt werden, und die Ärztin oder der Arzt sollte Sie genau überwachen, um Sucht und Missbrauch zu verhindern [1, 2]. Vor Beginn und regelmäßig während der Behandlung bespricht die Ärztin oder der Arzt mit Ihnen, was Sie von der Behandlung erwarten können, wie lange sie dauern soll und wann sie beendet wird [1, 2].
Wie wirkt Oxycodon?
Oxycodon wirkt auf Gehirn und Rückenmark [1]. Dort bindet es an bestimmte Andockstellen, die Opioidrezeptoren, und aktiviert sie [2]. Die Fachinformation beschreibt die therapeutische Wirkung als vorwiegend schmerzstillend und beruhigend (sedierend) [2].
Retardtabletten geben den Wirkstoff verzögert ab. Diese Eigenschaft geht verloren, wenn die Tabletten zerstoßen oder zerkaut werden: Dann wird Oxycodon beschleunigt freigesetzt und aufgenommen, und zwar in einer möglicherweise tödlichen Menge [1, 2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Unten stehen die Nebenwirkungen aus Packungsbeilage und Fachinformation. "Sehr häufig" heißt: mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bis zu 1 von 100 und "selten" bis zu 1 von 1.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1, 2]. Wie Sie solche Angaben einordnen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Am häufigsten berichtet werden laut Fachinformation Übelkeit, vor allem zu Beginn der Behandlung, und Verstopfung [2]. Die Packungsbeilage weist außerdem darauf hin, dass Sie wie bei anderen starken Schmerzmitteln körperlich abhängig oder süchtig werden können [1]. Mehr dazu lesen Sie auf der Seite Abhängigkeit und Entzugserscheinungen.
Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
- NervensystemGrößere Schläfrigkeit als gewöhnlich bis hin zu Sedierung[1, 2]Mehr dazu: Müdigkeit
- NervensystemSchwindel und Kopfschmerzen[1, 2]Mehr dazu: SchwindelKopfschmerzen
- Magen und DarmVerstopfung, Übelkeit und Erbrechen[1, 2]Mehr dazu: VerstopfungÜbelkeitErbrechen
- HautJuckreiz[1, 2]Mehr dazu: Juckreiz
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- Stoffwechsel und ErnährungAppetitabnahme bis zum Appetitverlust[1, 2]Mehr dazu: Appetitlosigkeit
- PsycheAngstzustände, Verwirrtheitszustände und Depressionen[1, 2]Mehr dazu: AngstVerwirrtheitDepressive Verstimmung
- PsycheVerminderte Aktivität, Unruhe, erhöhte Aktivität und Nervosität[1, 2]Mehr dazu: Unruhe und Nervosität
- PsycheSchlaflosigkeit[1, 2]Mehr dazu: Schlafstörungen
- PsycheDenkstörungen[1, 2]
- NervensystemMuskelzittern (Tremor) und Lethargie[1, 2]Mehr dazu: ZitternMüdigkeit
- AtemwegeAtemnot (Dyspnoe)[1, 2]Mehr dazu: Atemnot
- AtemwegeKrämpfe der Bronchialmuskeln (Bronchospasmus), die zu Atemnot führen, und Unterdrückung des Hustenreflexes[1, 2]Mehr dazu: Atemnot
- Magen und DarmBauchschmerzen, Durchfall, Mundtrockenheit, Schluckauf und Verdauungsstörungen[1, 2]Mehr dazu: BauchschmerzenDurchfallMundtrockenheitSchluckaufSodbrennen und Verdauungsbeschwerden
- HautHautreaktionen oder Hautausschlag; laut Packungsbeilage selten erhöhte Lichtempfindlichkeit (Photosensibilität), in Einzelfällen schuppender Ausschlag (exfoliative Dermatitis)[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagLichtempfindlichkeit der Haut
- HautVermehrtes Schwitzen[1, 2]Mehr dazu: Vermehrtes Schwitzen
- Nieren und HarnwegeSchmerzen beim Wasserlassen und vermehrter Harndrang[1, 2]Mehr dazu: Häufiges Wasserlassen
- Allgemeine BeschwerdenSchwächegefühl (Asthenie) und Erschöpfung (Fatigue)[1, 2]Mehr dazu: Schwäche (Asthenie)Müdigkeit
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- ImmunsystemÜberempfindlichkeitsreaktionen[2]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
- HormonsystemAbnorme Bildung des antidiuretischen Hormons (Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion)[1, 2]
- Stoffwechsel und ErnährungFlüssigkeitsmangel im Körper (Dehydratation)[1, 2]
- PsycheÜbererregbarkeit, Stimmungsschwankungen und euphorische Stimmung[1, 2]Mehr dazu: Unruhe und NervositätDepressive Verstimmung
- PsycheWahrnehmungsstörungen, zum Beispiel Halluzinationen oder Unwirklichkeitsgefühl[1, 2]Mehr dazu: Psychose und Halluzinationen
- PsycheVerminderte Libido[1, 2]Mehr dazu: Weniger Lust auf Sex
- PsycheArzneimittelabhängigkeit[1, 2]Mehr dazu: Absetz- und Entzugserscheinungen
- NervensystemUngewöhnliche Muskelsteifheit und unwillkürliche Muskelzuckungen[1, 2]
- NervensystemKrampfanfälle, insbesondere bei Menschen mit Epilepsie oder erhöhter Krampfneigung[1, 2]Mehr dazu: Krampfanfälle
- NervensystemVerminderte Schmerzempfindlichkeit oder verminderter Tastsinn (Hypästhesie) und Kribbelgefühl (Parästhesie)[1, 2]Mehr dazu: Kribbeln und Taubheitsgefühl
- NervensystemSprachstörungen und Koordinationsstörungen[1, 2]
- NervensystemKurzzeitige Bewusstlosigkeit (Synkope)[1, 2]
- NervensystemGeschmacksveränderungen[1, 2]Mehr dazu: Geschmacksstörungen
- NervensystemGedächtnislücken und Konzentrationsstörungen[1, 2]Mehr dazu: Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
- NervensystemMigräne[1, 2]Mehr dazu: Kopfschmerzen
- AugenVerengung der Pupillen (Miosis)[1, 2]
- AugenVeränderter Tränenfluss und Sehstörungen[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
- Ohr und GleichgewichtAbnorm gesteigertes Hörempfinden (Hyperakusis) und Hörstörungen[1, 2]Mehr dazu: Ohrgeräusche
- Ohr und GleichgewichtDrehschwindel (Vertigo)[1, 2]Mehr dazu: Schwindel
- HerzBeschleunigter Puls sowie Empfindung von unregelmäßigen Herzschlägen und starkem Herzklopfen, im Zusammenhang mit Absetzreaktionen[1, 2]Mehr dazu: Herzrasen
- Gefäße und KreislaufErweiterung der Blutgefäße (Vasodilatation)[1, 2]
- AtemwegeLangsame und flache Atmung (Atemdepression), vor allem bei älteren und geschwächten Menschen oder nach Einnahme einer zu großen Menge[1, 2]
- AtemwegeVeränderung der Stimme, Husten, Rachenentzündung und laufende Nase[1, 2]Mehr dazu: ReizhustenVerstopfte Nase
- Magen und DarmMundgeschwüre, Zahnfleischentzündung und Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)[1, 2]
- Magen und DarmSchluckbeschwerden, Blähungen und Aufstoßen[1, 2]Mehr dazu: Blähungen
- Magen und DarmVerminderte Bewegungen des Darms (Ileus)[1, 2]
- Leber und GalleAnstieg der Leberenzyme[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- HautTrockene Haut[1, 2]
- Nieren und HarnwegeHarnverhalt[1, 2]Mehr dazu: Probleme beim Wasserlassen
- Geschlechtsorgane und BrustImpotenz und Abnahme der Konzentration von Geschlechtshormonen[1, 2]Mehr dazu: Erektionsstörungen
- Allgemeine BeschwerdenSchüttelfrost, Schmerzen (zum Beispiel Brustschmerzen), Unwohlsein und Durst[1, 2]
- Allgemeine BeschwerdenWassereinlagerungen (Ödeme), Anschwellen von Händen, Fußgelenken oder Füßen[1, 2]Mehr dazu: Wassereinlagerungen
- Allgemeine BeschwerdenArzneimittelentzugssyndrom[1, 2]Mehr dazu: Absetz- und Entzugserscheinungen
- Allgemeine BeschwerdenGewöhnung (Arzneimitteltoleranz): Es werden höhere Dosen nötig, um die erwünschte Schmerzlinderung zu erreichen[1, 2]
- Verletzungen und VergiftungenVerletzungen durch Unfälle[1, 2]
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- InfektionenHerpes simplex, eine Erkrankung von Haut und Schleimhäuten[1, 2]
- Blut und LymphsystemErkrankung der Lymphknoten (Lymphadenopathie)[1, 2]
- Stoffwechsel und ErnährungVermehrter Appetit[1, 2]
- Gefäße und KreislaufBlutdruckabfall, der zu Schwindel und Ohnmacht (Synkope) führen kann; Schwindel beim Aufstehen aus dem Sitzen oder Liegen[1, 2]Mehr dazu: Niedriger BlutdruckSchwindel
- Magen und DarmSchwarzfärbung des Stuhls (Teerstuhl)[1, 2]Mehr dazu: Magen-Darm-Blutungen und Geschwüre
- Magen und DarmZahnveränderungen und Zahnfleischbluten[1, 2]Mehr dazu: ZahnschädenBlutungen und blaue Flecken
- HautJuckender Hautausschlag (Urtikaria)[1, 2]Mehr dazu: NesselsuchtJuckreiz
- Nieren und HarnwegeBlut im Urin (Hämaturie)[1, 2]
- Allgemeine BeschwerdenVeränderungen des Körpergewichts (Zu- oder Abnahme)[1, 2]Mehr dazu: GewichtszunahmeGewichtsabnahme
- Allgemeine BeschwerdenZellgewebsentzündungen (Zellulitis)[1, 2]
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- ImmunsystemSchwere allergische Reaktionen mit plötzlichen Atembeschwerden, Schwellungen von Augenlidern, Gesicht oder Lippen, Hautausschlag und Juckreiz vor allem am ganzen Körper (anaphylaktische oder anaphylaktoide Reaktion)[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenSchwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenAtemnot
- PsycheAggressivität[1, 2]Mehr dazu: Aggressivität und Reizbarkeit
- NervensystemErhöhte Schmerzempfindlichkeit, die sich durch eine höhere Dosis nicht bessert (Hyperalgesie)[1, 2]
- AtemwegeAtemaussetzer während des Schlafs (Schlafapnoe)[1, 2]
- Magen und DarmKaries[1, 2]Mehr dazu: Zahnschäden
- Leber und GalleRechtsseitige Bauchschmerzen, Gallenkolik, Gallestau (Cholestase) und eine Funktionsstörung eines Schließmuskels im Darm (Sphinkter Oddi), die zu starken Schmerzen im Oberbauch führen kann[1, 2]Mehr dazu: Bauchschmerzen
- Geschlechtsorgane und BrustAusbleiben der Menstruationsblutung (Amenorrhoe)[1, 2]Mehr dazu: Zyklusstörungen
- SchwangerschaftBei längerer Anwendung in der Schwangerschaft lebensbedrohliche Entzugserscheinungen beim Neugeborenen; Anzeichen können Reizbarkeit, Hyperaktivität, ungewöhnliches Schlafverhalten, schrilles Weinen, Zittern, Unwohlsein, Durchfall und Probleme bei der Gewichtszunahme sein[1, 2]Mehr dazu: Absetz- und Entzugserscheinungen
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Die bedeutsamste Gefahr einer Überdosierung von Opioiden ist eine Abflachung und Verlangsamung der Atmung (Atemdepression). Sie tritt am ehesten bei älteren und geschwächten Menschen auf und kann den Sauerstoffgehalt des Blutes senken, sodass es zum Beispiel zu einer Ohnmacht kommen kann [1, 2]. Oxycodon kann außerdem schlafbezogene Atemstörungen wie Atemaussetzer im Schlaf verursachen; wenn Sie selbst oder eine andere Person solche Anzeichen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1, 2]. Telefonnummern für den Ernstfall finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Wenn eine der aufgelisteten Nebenwirkungen auftritt, leitet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt laut Packungsbeilage in der Regel geeignete Maßnahmen ein [1].
Verstopfung: Sie gehört zu den sehr häufigen Nebenwirkungen. Laut Packungsbeilage können Sie ihr mit ballaststoffreicher Ernährung und einer höheren Trinkmenge vorbeugen [1]. Mehr dazu auf der Seite Verstopfung durch Medikamente. Haben Sie bereits vor der Behandlung Verstopfung oder eine Darmerkrankung, sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1].
Übelkeit und Erbrechen: Leiden Sie darunter, verschreibt Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt laut Packungsbeilage geeignete Arzneimittel [1]. Hintergründe finden Sie unter Übelkeit und Erbrechen.
Schläfrigkeit und Schwindel: Beides ist sehr häufig [1, 2]. Ihre Fahrtüchtigkeit kann vor allem zu Beginn der Behandlung, nach einer Dosiserhöhung oder nach einem Präparatewechsel eingeschränkt sein [1, 2]. Weitere Informationen bieten die Seiten Müdigkeit und Schwindel.
Juckreiz und Schwitzen: Juckreiz ist sehr häufig, vermehrtes Schwitzen häufig [1, 2]. Mehr unter Juckreiz und Schwitzen.
Wirkung zu stark oder zu schwach: Haben Sie den Eindruck, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist, oder haben Sie trotz Behandlung weiterhin Schmerzen, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke [1].
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen wollen, auch wenn Sie vor kurzem bei einer Operation Narkosemittel erhalten haben [1]. Besonders wichtig ist die Kombination mit Beruhigungsmitteln: Werden Opioide wie Oxycodon zusammen mit Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln angewendet, steigt das Risiko für Schläfrigkeit, Atemdepression und Koma; das kann lebensbedrohlich sein. Deshalb sollte die gleichzeitige Anwendung nur in Betracht gezogen werden, wenn es keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt, und Dosis und Dauer sollten begrenzt werden [1, 2].
Bestimmte Antidepressiva können zusammen mit Oxycodon ein Serotonin-Syndrom auslösen, unter anderem mit Muskelzuckungen, Unruhe, Schwitzen, Zittern und Fieber [1, 2]. Allgemeine Tipps enthält der Ratgeber Wechselwirkungen.
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Benzodiazepine und andere Beruhigungs- oder Schlafmittel (Sedativa, Hypnotika, Mittel gegen Angstzustände) | Höheres Risiko für Schläfrigkeit, Atemdepression und Koma; kann lebensbedrohlich sein[1, 2] | Gleichzeitige Anwendung sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn es keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt; Dosis und Dauer sollte die Ärztin oder der Arzt begrenzen |
| Alkohol | Verstärkte Schläfrigkeit, höheres Risiko für flache Atmung mit Gefahr eines Atemstillstands und Bewusstseinsverlust[1, 2] | Während der Einnahme keinen Alkohol trinken (Empfehlung der Packungsbeilage) |
| Weitere Mittel, die das zentrale Nervensystem dämpfen, z. B. Gabapentin und Pregabalin, Antipsychotika und Phenothiazine, Muskelrelaxantien wie Tizanidin und andere stark wirksame Schmerzmittel | Die dämpfende Wirkung auf das zentrale Nervensystem kann sich verstärken; Nebenwirkungen wie Atemdepression können häufiger oder in stärkerer Form auftreten[1, 2] | Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren |
| Antidepressiva wie Citalopram, Duloxetin, Escitalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin, Sertralin oder Venlafaxin | Höheres Risiko für Nebenwirkungen; ein Serotonin-Syndrom mit Muskelzuckungen, Unruhe, Schwitzen, Zittern, übersteigerten Reflexen, erhöhter Muskelspannung und Fieber über 38 °C ist möglich[1, 2] | Bei solchen Beschwerden ärztliche Hilfe holen |
| MAO-Hemmer (z. B. Tranylcypromin, Phenelzin, Isocarboxazid, Moclobemid, Linezolid), auch bei Einnahme in den letzten zwei Wochen | Zentralnervöse Erregung oder Dämpfung mit Entgleisung des Blutdrucks nach oben oder unten möglich[1, 2] | Nur mit Vorsicht; vorher ärztliche Rücksprache |
| Mittel gegen Allergien, Reisekrankheit oder Erbrechen (Antihistaminika, Antiemetika), trizyklische Antidepressiva wie Amitriptylin und Mittel gegen die Parkinson-Krankheit | Nebenwirkungen wie Atemdepression, Verstopfung, Mundtrockenheit oder Störungen beim Wasserlassen können häufiger oder stärker auftreten[1, 2] | Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren |
| Hemmstoffe des Enzyms CYP3A4: Antibiotika wie Clarithromycin, Erythromycin oder Telithromycin, Pilzmittel wie Ketoconazol, Voriconazol, Itraconazol oder Posaconazol, HIV-Proteasehemmer wie Ritonavir, außerdem Cimetidin und Grapefruitsaft | Oxycodon wird langsamer abgebaut, seine Konzentration im Blut und seine Wirkung können steigen[1, 2] | Die Ärztin oder der Arzt passt die Dosis gegebenenfalls an; auf Grapefruitsaft verzichten |
| Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin und Johanniskraut | Oxycodon wird schneller abgebaut, seine Konzentration im Blut kann sinken[1, 2] | Die Ärztin oder der Arzt passt die Dosis gegebenenfalls an |
| Paroxetin und Chinidin | Oxycodon kann langsamer ausgeschieden werden; seine Konzentration im Blut kann steigen[2] | Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren |
| Blutverdünner vom Cumarin-Typ (z. B. Phenprocoumon) | Gerinnungswert (INR) kann in beide Richtungen abweichen[1, 2] | Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Oxycodon nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Oxycodon darf unter anderem nicht eingenommen werden bei stark eingeschränkter Atmung, schwerer COPD, schwerem Asthma oder einer Darmlähmung [1, 2]. Trifft einer der folgenden Punkte auf Sie zu oder traf er in der Vergangenheit zu, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1]. Das Risiko, abhängig oder süchtig zu werden, ist von Person zu Person unterschiedlich [1].
Nicht einnehmen bei
- Allergie gegen Oxycodonhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
- Stark eingeschränkte Atmung (Atemdepression) mit zu wenig Sauerstoff (Hypoxie) und/oder zu viel Kohlendioxid im Blut (Hyperkapnie)[1, 2]
- Schwere chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD)[1, 2]
- Cor pulmonale, eine Veränderung des Herzens nach lang andauernder Lungenerkrankung[1, 2]
- Schweres Asthma[1, 2]
- Darmlähmung (paralytischer Ileus)[1, 2]
- Starke Bauchschmerzen unbekannter Ursache (akutes Abdomen) oder verzögerte Magenentleerung[1, 2]
Besondere Vorsicht bei
- Höheres Alter mit geschwächtem Allgemeinzustand[1, 2]
- Stark eingeschränkte Lungenfunktion oder wiederholte Atempausen im Schlaf (Schlafapnoe), die sich verschlimmern können[1, 2]
- Beeinträchtigte Leber- oder Nierenfunktion[1, 2]
- Durch Alkohol oder Vergiftungen verursachte geistige Erkrankung (toxische Psychose), Alkoholabhängigkeit oder Entzugserscheinungen nach Alkohol, Arzneimitteln oder Drogen (zum Beispiel Delirium tremens)[1, 2]
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), Erkrankungen der Gallenwege, Gallen- oder Harnleiterkoliken[1, 2]
- Verengende oder entzündliche Darmerkrankung, Verstopfung, kürzlich erfolgte Darm- oder Bauchoperation oder Verdacht, dass der Darm nicht richtig arbeitet[1, 2]
- Erhöhter Hirndruck, etwa nach einer Kopfverletzung; Epilepsie oder Neigung zu Krampfanfällen; niedriger Blutdruck oder vermindertes Blutvolumen[1, 2]
- Myxödem oder Unterfunktion der Schilddrüse, Unterfunktion der Nebenniere (zum Beispiel Addison-Krankheit), Vergrößerung der Prostata[1, 2]
- Größeres Risiko für Abhängigkeit oder Sucht: Missbrauch oder Abhängigkeit von Alkohol, verschreibungspflichtigen Arzneimitteln oder illegalen Drogen bei Ihnen oder in Ihrer Familie, Rauchen, frühere psychische Probleme wie Depression, Angststörung oder Persönlichkeitsstörung[1, 2]
- Chronische Schmerzen, die nicht mit einer Krebserkrankung zusammenhängen: Opioide sind hier nicht das Mittel der ersten Wahl und werden nicht als alleinige Behandlung empfohlen; die Ärztin oder der Arzt sollte genau überwachen[1, 2]
- Operationen: Anwendung vor einer Operation oder innerhalb von 12 bis 24 Stunden danach nicht empfohlen; die behandelnden Ärztinnen und Ärzte über die Einnahme informieren[1, 2]
- Hormonelle Veränderungen: Oxycodon kann die Bildung körpereigener Hormone wie Kortisol oder Sexualhormone beeinflussen, vor allem bei hohen Dosen über lange Zeiträume[1, 2]
- Kinder unter 12 Jahren: Anwendung nicht empfohlen, da Sicherheit und Wirksamkeit nicht ausreichend untersucht sind[1, 2]
- Die Retardtabletten sind ausschließlich zum Einnehmen bestimmt. Werden sie missbräuchlich in eine Vene gespritzt, können Tablettenbestandteile (insbesondere Talkum) Gewebe zerstören, das Lungengewebe verändern und andere schwerwiegende, unter Umständen tödliche Folgen haben[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Während der Behandlung empfiehlt die Packungsbeilage, keinen Alkohol zu trinken [1]. In Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Oxycodon nicht einnehmen; eine längere Anwendung in der Schwangerschaft kann beim Neugeborenen Entzugserscheinungen auslösen [1, 2]. Planen Sie eine Schwangerschaft oder sind Sie schwanger, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage, Fachinformation und das Beratungszentrum Embryotox der Charité sagen [1, 2, 3]. Mehr dazu in den Ratgebern Medikamente und Alkohol, Medikamente und Autofahren und Medikamente in der Schwangerschaft.
Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft sollten Sie Oxycodon nicht einnehmen. Es gibt nur sehr wenige Informationen zur Anwendung bei Schwangeren; Oxycodon gelangt über die Plazenta in den Blutkreislauf des Kindes. Eine längere Anwendung kann beim Neugeborenen Entzugserscheinungen auslösen. Neugeborene, deren Mütter in den letzten 3 bis 4 Wochen vor der Geburt Oxycodon erhalten haben, sollten auf eine Atemdepression überwacht werden; auch die Anwendung während der Geburt kann beim Kind zu flacher und verlangsamter Atmung führen.[1, 2]
Embryotox wertet Oxycodon als Mittel mit widersprüchlichen oder noch unzureichenden Studienergebnissen. Etwa hundert ausgewertete Schwangerschaften mit Behandlung im ersten Schwangerschaftsdrittel ergaben keine ernsthaften Hinweise auf Fehlbildungen. Nach regelmäßiger Anwendung im zweiten und dritten Drittel oder unter der Geburt ist beim Neugeborenen mit Atemdepression und Entzugssymptomen zu rechnen, auch verzögert 40 bis 72 Stunden nach der Geburt. Embryotox hält Oxycodon bei strenger Indikationsstellung für akzeptabel, aber nur kurzzeitig. Schmerzmittel der Wahl sind laut Embryotox Paracetamol oder bis zur 28. Schwangerschaftswoche Ibuprofen; ist ein zentral wirksames Schmerzmittel nötig, sind laut Embryotox Morphin, Tramadol oder Buprenorphin zu bevorzugen. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Wenn Sie stillen, sollten Sie Oxycodon nicht einnehmen: Der Wirkstoff kann in die Muttermilch übergehen und beim gestillten Kind zu Beruhigung (Sedierung) und flacher, verlangsamter Atmung führen.[1, 2]
Laut Embryotox wird Oxycodon in der Stillzeit wegen Fallberichten über unerwünschte Wirkungen bei Stillkindern nicht empfohlen, insbesondere in höheren Dosen oder als Dauertherapie; wenn überhaupt, dann nur kurzzeitig und bei guter Beobachtung des Säuglings. Besondere Vorsicht gilt bei Neu- und Frühgeborenen und bei Stillkindern mit Neigung zu Atemaussetzern. Schmerzmittel der ersten Wahl in der Stillzeit sind laut Embryotox Ibuprofen und Paracetamol; ist ein Opioid akut unumgänglich, wären laut Embryotox Tramadol oder Buprenorphin kurzzeitig akzeptable Alternativen. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Alkohol
Alkohol kann während der Behandlung die Schläfrigkeit verstärken und das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen erhöhen, etwa einer flachen Atmung mit Gefahr eines Atemstillstands und Bewusstseinsverlust. Die Packungsbeilage empfiehlt, während der Einnahme keinen Alkohol zu trinken.[1, 2]
Autofahren und Maschinen
Oxycodon kann die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen, vor allem zu Beginn der Behandlung, nach einer Dosiserhöhung, nach einem Präparatewechsel und zusammen mit anderen Mitteln, die die Gehirnfunktion beeinträchtigen. Bei stabiler Behandlung ist ein generelles Fahrverbot nicht zwingend nötig; ob und unter welchen Bedingungen Sie fahren oder Maschinen bedienen dürfen, beurteilt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.[1, 2]
Einnahme
Die Retardtabletten unzerkaut, im Ganzen oder geteilt, mit ausreichend Flüssigkeit morgens und abends nach einem festen Zeitschema einnehmen, mit einer Mahlzeit oder nüchtern. Sie dürfen nicht zerstoßen oder zerkaut werden: Das führt zu einer beschleunigten Freisetzung und Aufnahme einer möglicherweise tödlichen Menge Oxycodon. Gegen Durchbruchschmerzen sind die Retardtabletten nicht vorgesehen.[1, 2]
Einnahme vergessen: Nachholen, wenn die nächste reguläre Einnahme erst in mehr als 8 Stunden vorgesehen ist; ist der Abstand kürzer, die nächste Einnahme um 8 Stunden verschieben. Grundsätzlich nicht häufiger als einmal alle 8 Stunden einnehmen und nie die doppelte Menge.[1]
Für Kinder unzugänglich und an einem abgeschlossenen, sicheren Ort aufbewahren, zu dem andere Personen keinen Zugang haben: Menschen, denen das Mittel nicht verschrieben wurde, kann es schweren Schaden zufügen oder zum Tod führen. Nicht an Dritte weitergeben. Nicht über das Abwasser entsorgen, sondern in der Apotheke nachfragen.[1]
Absetzen
Beenden Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Ein abrupter Abbruch kann Entzugserscheinungen auslösen, etwa Gähnen, erweiterte Pupillen, Tränenfluss, Triefnase, Zittern, Schwitzen, Angstzustände, Unruhe, Krampfanfälle, Schlaflosigkeit oder Muskelschmerzen. Deshalb kann es ratsam sein, dass die Ärztin oder der Arzt die Dosis schrittweise verringert.[1, 2]
Überdosierung
Bei Einnahme einer größeren Menge als verordnet sofort die Ärztin oder den Arzt oder die örtliche Giftnotrufzentrale informieren. Eine Überdosierung kann enge Pupillen, flache und verlangsamte Atmung (Atemdepression), Benommenheit, verminderte Muskelspannung, Blutdruckabfall und eine Funktionsstörung des Gehirns (toxische Leukenzephalopathie) verursachen, in schweren Fällen Kreislaufkollaps, Erstarrung (Stupor), Bewusstlosigkeit, verlangsamten Herzschlag und Wasser in der Lunge; die missbräuchliche Anwendung hoher Dosen starker Opioide kann tödlich verlaufen. Begeben Sie sich unter keinen Umständen in Situationen, die erhöhte Aufmerksamkeit erfordern, etwa Autofahren.[1, 2]
Dosierung laut Packungsbeilage
Die Packungsbeilage nennt eine Anfangsdosis und beschreibt, für wen die Ärztin oder der Arzt davon abweichen kann [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder; sie ersetzt nicht die Verordnung. Welche Dosis für Sie richtig ist, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].
Einnahme und Absetzen
Nehmen Sie Oxycodon immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ein [1]. Die Retardtabletten werden morgens und abends nach einem festen Zeitschema mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt, mit einer Mahlzeit oder nüchtern. Sie dürfen geteilt, aber nicht zerstoßen oder zerkaut werden [1, 2]. Gegen plötzlich auftretende Durchbruchschmerzen sind die Retardtabletten nicht vorgesehen; sprechen Sie in diesem Fall mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1]. Bewahren Sie das Mittel an einem abgeschlossenen Ort auf, zu dem andere Personen keinen Zugang haben; Hinweise zur Entsorgung gibt der Ratgeber Medikamente entsorgen [1].
Nehmen Sie Oxycodon über längere Zeit ein, sollten Sie Ihre Behandlung regelmäßig mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprechen, damit Nebenwirkungen rechtzeitig behandelt und die Fortführung der Behandlung entschieden werden kann [1]. Vor einer Operation teilen Sie Ihren Ärztinnen und Ärzten mit, dass Sie Oxycodon einnehmen; vor oder innerhalb von 12 bis 24 Stunden nach einer Operation wird die Anwendung nicht empfohlen [1, 2]. Hinweise dazu enthält auch der Ratgeber Medikamente vor der OP.
Beenden Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Ein abrupter Abbruch kann Entzugserscheinungen auslösen; deshalb kann es ratsam sein, dass die Ärztin oder der Arzt die Dosis schrittweise verringert [1, 2]. Laut Fachinformation sollte schon vor Beginn der Behandlung gemeinsam mit Ihnen ein Plan für das Behandlungsende vereinbart werden [2]. Welche Entzugserscheinungen möglich sind und wie Ärztinnen und Ärzte beim Absetzen vorgehen, erklärt die Seite Oxycodon absetzen.
Präparate mit Oxycodon
Oxycodon gibt es von mehreren Anbietern als Retardtabletten, Hartkapseln und Schmelztabletten. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation der Retardtabletten von ratiopharm [1, 2]. Für andere Darreichungsformen und für Präparate, die Oxycodon zusammen mit einem weiteren Wirkstoff enthalten, gelten eigene Packungsbeilagen.
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Oxycodon-HCl-ratiopharm akut Hartkapseln | ratiopharm GmbH | Hartkapseln mit eigener Packungsbeilage |
| Oxycodon-HCl-ratiopharm Retardtabletten | ratiopharm GmbH | Betäubungsmittel, verschreibungspflichtig nach der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung; Grundlage dieser Seite |
| Oxygesic Dispersa akut Schmelztabletten | Mundipharma GmbH | Schmelztabletten mit eigener Packungsbeilage |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Oxycodon-HCl-ratiopharm 10 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 02/2025. abgerufen am 10.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Oxycodon-HCl-ratiopharm 10 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 03/2025. abgerufen am 10.10.2026
- Embryotox Embryotox: Oxycodon. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
Häufige Fragen
Wofür wird Oxycodon verschrieben?
Oxycodon ist zugelassen zur Behandlung starker Schmerzen bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren, wenn sich diese nur mit opioidhaltigen Schmerzmitteln ausreichend behandeln lassen. Bei chronischen Schmerzen, die nicht mit einer Krebserkrankung zusammenhängen, sind Opioide laut Packungsbeilage nicht das Mittel der ersten Wahl und werden nicht als alleinige Behandlung empfohlen.
Macht Oxycodon abhängig?
Ja, das ist möglich. Die wiederholte Anwendung kann zu Gewöhnung (Toleranz), Abhängigkeit, Missbrauch und Sucht führen; das Risiko kann mit höherer Dosis und längerer Anwendung steigen. Arzneimittelabhängigkeit ist als gelegentliche Nebenwirkung aufgeführt, also bei bis zu 1 von 100 Behandelten. Bemerken Sie Anzeichen einer Abhängigkeit, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Darf ich während der Einnahme von Oxycodon Alkohol trinken?
Die Packungsbeilage empfiehlt, während der Einnahme keinen Alkohol zu trinken. Alkohol kann die Schläfrigkeit verstärken und das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen erhöhen, etwa einer flachen Atmung mit Gefahr eines Atemstillstands und Bewusstseinsverlust.
Darf ich mit Oxycodon Auto fahren?
Oxycodon kann die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen, vor allem zu Beginn der Behandlung, nach einer Dosiserhöhung, nach einem Präparatewechsel und zusammen mit anderen dämpfenden Mitteln. Bei stabiler Behandlung ist ein generelles Fahrverbot laut Packungsbeilage nicht zwingend nötig. Ob und unter welchen Bedingungen Sie fahren dürfen, klären Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Was hilft gegen Verstopfung durch Oxycodon?
Verstopfung ist sehr häufig, sie kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen. Laut Packungsbeilage können Sie ihr mit ballaststoffreicher Ernährung und einer höheren Trinkmenge vorbeugen. Halten die Beschwerden an, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Was passiert, wenn man Oxycodon plötzlich absetzt?
Ein abrupter Abbruch kann Entzugserscheinungen auslösen, zum Beispiel Gähnen, erweiterte Pupillen, Tränenfluss, Triefnase, Zittern, Schwitzen, Angstzustände, Unruhe, Krampfanfälle, Schlaflosigkeit oder Muskelschmerzen. Beenden Sie die Behandlung deshalb nicht ohne ärztliche Rücksprache; die Ärztin oder der Arzt kann die Dosis schrittweise verringern.
Macht Oxycodon müde?
Größere Schläfrigkeit als gewöhnlich gehört zu den sehr häufigen Nebenwirkungen, also bei mehr als 1 von 10 Behandelten; häufig treten auch Erschöpfung und Lethargie auf. Zusammen mit Beruhigungsmitteln oder Alkohol kann die Schläfrigkeit stärker werden.
Wie hoch ist die Dosis von Oxycodon?
Die Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest und passt sie an Schmerzstärke und Ansprechen an. Was die Packungsbeilage dazu sagt, steht im Abschnitt "Dosierung laut Packungsbeilage" auf dieser Seite.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
Passt dazu
-
Medikamente CitalopramCitalopram gegen Depressionen: alle Nebenwirkungen laut Packungsbeilage nach Häufigkeit, Warnzeichen, Herzrhythmus …
-
Medikamente DuloxetinDuloxetin bei Depression, Angststörung und Nervenschmerzen durch Diabetes: Nebenwirkungen nach Häufigkeit, Warnzeichen …
-
-