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Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust durch Medikamente

Verminderter Appetit oder Gewichtsverlust sind laut Packungsbeilagen und Fachinformationen zum Beispiel bei GLP-1-Rezeptoragonisten wie Semaglutid und Tirzepatid, bei ADHS-Mitteln wie Lisdexamfetamin, Methylphenidat und Atomoxetin, beim Antiepileptikum Topiramat, beim Diabetesmittel Metformin und bei einigen Antidepressiva wie Fluoxetin häufig oder sehr häufig. Bei Metformin, Semaglutid und Tirzepatid treten Magen-Darm-Beschwerden laut Produktinformation vor allem zu Beginn der Behandlung auf. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie deutlich weniger essen oder ungewollt abnehmen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Ältere Frau mit grauem Haar sitzt mittags am Küchentisch vor einem kaum angerührten Teller und schaut nachdenklich aus dem Fenster
Bild: KI-generiert

Manche Medikamente nehmen den Appetit oder führen dazu, dass Menschen ungewollt an Gewicht verlieren. Laut ihren Produktinformationen gehören verminderter Appetit oder Gewichtsverlust zum Beispiel bei GLP-1-Rezeptoragonisten wie Semaglutid und Tirzepatid, bei ADHS-Mitteln wie Lisdexamfetamin, Methylphenidat und Atomoxetin, beim Antiepileptikum Topiramat und beim Diabetesmittel Metformin zu den häufigen oder sehr häufigen Nebenwirkungen [1, 2, 4, 6, 8, 10, 12]. Gemeint ist, dass Betroffene weniger Hunger verspüren, keine Lust auf Essen haben oder weniger essen und dadurch abnehmen. Die Packungsbeilagen sprechen etwa von "verminderter Appetit (kein Hungergefühl)", "Appetitverlust" oder "weniger Hungergefühl"; in Fachinformationen steht dafür auch der Fachbegriff Anorexie [2, 8, 9, 12]. Bei manchen Mitteln ist der geringere Appetit zugleich Teil der Wirkung [1, 2].

Welche Medikamente Appetitlosigkeit auslösen können

Die Beispiele stammen aus den Produktinformationen einzelner Wirkstoffe; jede Häufigkeit gilt nur für den Wirkstoff, bei dem sie steht.

  • GLP-1-Rezeptoragonisten (Mittel gegen Typ-2-Diabetes): Für Semaglutid nennt die Packungsbeilage geringeren Appetit und Gewichtsverlust als häufig (bis zu 1 von 10 Behandelten) [1]. Bei Tirzepatid wurde weniger Hungergefühl laut Packungsbeilage bei Menschen mit Typ-2-Diabetes und begleitender Herz-Kreislauf-Erkrankung sehr häufig berichtet (bei mehr als 1 von 10 Behandelten), bei Typ-2-Diabetes häufig; Gewichtsverlust ist bei Typ-2-Diabetes als gelegentlich genannt (bis zu 1 von 100) [2]. Tirzepatid wird laut Packungsbeilage außerdem bei Erwachsenen mit Adipositas oder Übergewicht angewendet; es beeinflusst die Appetitregulation, was helfen kann, weniger Nahrung zu sich zu nehmen [2]. Auch für Dulaglutid nennt die Packungsbeilage weniger Hunger (verringerten Appetit) als häufig [3].
  • ADHS-Mittel: Für Lisdexamfetamin nennt die Packungsbeilage verminderten Appetit als sehr häufig und Gewichtsabnahme als häufig; bei Kindern (6 bis 12 Jahre) und Jugendlichen (13 bis 17 Jahre) ist Gewichtsabnahme laut Fachinformation sehr häufig [5]. Bei Methylphenidat sind Appetitverlust oder verminderter Appetit und Gewichtsabnahme laut Packungsbeilage häufig [6]. Für Atomoxetin nennt die Packungsbeilage verminderten Appetit (kein Hungergefühl) bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen als sehr häufig und Gewichtsverlust als häufig, bei Kindern und Jugendlichen außerdem Appetitlosigkeit als häufig [8]. In Studien mit Kindern und Jugendlichen gehörte verminderter Appetit laut Fachinformation zu den häufigsten Nebenwirkungen [9].
  • Antiepileptika: Topiramat wird bei Epilepsie und zur Vorbeugung von Migräne bei Erwachsenen eingesetzt [10]. Laut Packungsbeilage ist Gewichtsverlust sehr häufig, Appetitverlust oder verminderter Appetit häufig [10]. Verminderter Appetit wurde laut Fachinformation in kontrollierten Studien bei Kindern mindestens doppelt so häufig berichtet wie bei Erwachsenen [11].
  • Diabetesmittel: Bei Metformin gehören Verdauungsprobleme wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Appetitverlust laut Packungsbeilage zu den sehr häufigen Nebenwirkungen; sie treten meistens zu Beginn der Behandlung auf [12]. Laut Fachinformation verschwinden sie in den meisten Fällen von selbst [13].
  • Antidepressiva: Für Fluoxetin nennt die Fachinformation verminderten Appetit (einschließlich Anorexie) und Gewichtsverlust als häufig; der Gewichtsverlust steht laut Fachinformation im Allgemeinen im Verhältnis zum Ausgangsgewicht [14]. Weitere Antidepressiva zeigt die Tabelle.
  • Demenzmittel: Für das Pflaster mit Rivastigmin nennt die Fachinformation Appetitlosigkeit und verminderten Appetit als häufig. Menschen mit Alzheimer-Demenz können unter Cholinesterasehemmern wie Rivastigmin an Gewicht verlieren; während der Behandlung mit dem Pflaster sollte das Gewicht überwacht werden [15].
  • Opioide (starke Schmerzmittel): Die Fachinformation von Oxycodon nennt eine Appetitabnahme bis zum Appetitverlust als häufig [16].
  • Weitere Mittel: Für Methotrexat nennt die Packungsbeilage Appetitlosigkeit als sehr häufig [17], für das Pilzmittel Terbinafin Magen-Darm-Beschwerden wie Völlegefühl, verminderten Appetit oder Appetitlosigkeit ebenfalls als sehr häufig [20]. Beim Herzmittel Digitoxin sind Appetitlosigkeit und Übelkeit laut Fachinformation häufig; Übelkeit sollte dabei als frühes Zeichen einer zu hohen Dosierung angesehen werden [18].

Die erste Tabelle zeigt die Wirkstoffe, deren Produktinformation Appetitlosigkeit oder verminderten Appetit nennt:

Appetitlosigkeit als Nebenwirkung: Angaben aus der Produktinformation
WirkstoffHäufigkeitAngabe in der Produktinformation
AtomoxetinSehr häufigBei Kindern und Jugendlichen: Verminderter Appetit (kein Hungergefühl) · Bei Kindern und Jugendlichen: Appetitlosigkeit (Anorexie) · Bei Erwachsenen: Verminderter Appetit (kein Hungergefühl)
LeuprorelinSehr häufigBei Männern mit Prostatakrebs: mehr oder weniger Appetit · Bei Frauen (Enantone-Gyn): verminderter Appetit · Bei Frauen mit Brustkrebs (Enantone-Gyn): Gewichtszunahme, verminderter Appetit · Bei Frauen mit Endometriose…
LisdexamfetaminSehr häufigVerminderter Appetit
MetforminSehr häufigVerdauungsprobleme wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Appetitverlust; sie treten meistens zu Beginn der Behandlung auf
MethotrexatSehr häufigAppetitlosigkeit, Durchfall (vor allem in den ersten 24 bis 48 Stunden nach der Einnahme), Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen
NivolumabSehr häufigVerminderter Appetit, hoher Blutzucker (Hyperglykämie)
PembrolizumabSehr häufigVermindertes Hungergefühl
SulfasalazinSehr häufigÜbelkeit, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Magenbeschwerden · Appetitverlust
TerbinafinSehr häufigMagen-Darm-Beschwerden wie Völlegefühl, verminderter Appetit oder Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, Blähungen, Übelkeit, Bauchschmerzen und Durchfall
TirzepatidSehr häufigBei Typ-2-Diabetes mit begleitender Herz-Kreislauf-Erkrankung: weniger Hungergefühl (verringerter Appetit) · Bei Typ-2-Diabetes: weniger Hungergefühl (verringerter Appetit)
TrastuzumabSehr häufigAppetitverlust (Anorexie)
AlprazolamHäufigAppetitmangel
AnastrozolHäufigAppetitlosigkeit
BrivaracetamHäufigVerminderter Appetit
BupropionHäufigAppetitverlust (Anorexie)
CarbamazepinHäufigFolsäuremangel und verminderter Appetit · Appetitlosigkeit und Mundtrockenheit
CefaclorHäufigStörungen des Magen-Darm-Trakts: Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder weiche Stühle, Erbrechen, Magendrücken, Übelkeit; diese Störungen sind meist leichter Natur und klingen häufig während, sonst…
CefpodoximHäufigAppetitlosigkeit
ChlortalidonHäufigAppetitlosigkeit
CiclosporinHäufigAppetitmangel
CitalopramHäufigVerminderter Appetit oder Appetitlosigkeit (Anorexie), Gewichtsabnahme
ClozapinHäufigÜbelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Mundtrockenheit
Cotrimoxazol (Sulfamethoxazol/Trimethoprim)HäufigBeschwerden von Magen und Darm mit Schmerzen im Oberbauch, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall
DiclofenacHäufigAppetitlosigkeit
DigitoxinHäufigAppetitlosigkeit, Übelkeit (sie sollte als frühes Zeichen einer übermäßig hohen Dosierung angesehen werden), Erbrechen, Bauchbeschwerden (z. B. Bauchschmerzen), Durchfall
DihydralazinHäufigMagen-Darm-Störungen: verminderter Appetit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, in Einzelfällen eine Darmlähmung (paralytischer Ileus)
DonepezilHäufigAppetitlosigkeit
DulaglutidHäufigWeniger Hunger (verminderter Appetit)
DuloxetinHäufigAppetitverlust (verminderter Appetit)
ErythromycinHäufigMagen-Darm-Störungen, meist leichter Natur, in Form von Appetitlosigkeit (Anorexie), Brechreiz, Erbrechen, Bauchschmerzen, Blähungen, Übelkeit, Krämpfen, weichen Stühlen oder Durchfall
EscitalopramHäufigVerminderter oder gesteigerter Appetit · Appetitlosigkeit (Anorexie); bei Arzneimitteln berichtet, die ähnlich wie Escitalopram wirken
FentanylHäufigAppetitlosigkeit
FluoxetinHäufigAppetitlosigkeit
GabapentinHäufigAppetitlosigkeit, gesteigerter Appetit
GuanfacinHäufigAppetitlosigkeit (laut Fachinformation verminderter Appetit)
HydrochlorothiazidHäufigAppetitlosigkeit, Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Schmerzen und Krämpfe im Bauchraum
HydromorphonHäufigAppetitabnahme
HydroxychloroquinHäufigVerminderter Appetit
LeflunomidHäufigAppetitlosigkeit und Gewichtsverlust (im Allgemeinen unbedeutend)
LetrozolHäufigMehr oder weniger Appetit
LevetiracetamHäufigAppetitlosigkeit (Anorexie)
Levodopa/CarbidopaHäufigAppetitverlust (Anorexie)
LevomethadonHäufigAppetitlosigkeit, laut Fachinformation gelegentlich bis häufig
MethylphenidatHäufigAppetitverlust oder verminderter Appetit
MetronidazolHäufigGeschmacksstörungen (z. B. metallischer Geschmack), bitteres Aufstoßen, Zungenbelag, Entzündungen im Mund (Glossitis, Stomatitis), Magendrücken, Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Durchfall
MorphinHäufigAppetitabnahme bis zum Appetitverlust
NitrofurantoinHäufigAppetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen, besonders zu Therapiebeginn
OxycodonHäufigAppetitabnahme bis zum Appetitverlust
PaliperidonHäufigHoher Blutzuckerspiegel, Gewichtszunahme, Gewichtsabnahme, verminderter Appetit · Gesteigerter Appetit; Appetitverlust, der zu Mangelernährung und Gewichtsverlust führt
ParoxetinHäufigAppetitlosigkeit
PramipexolHäufigBei Parkinson-Krankheit: Gewichtsabnahme einschließlich reduziertem Appetit · Bei Restless-Legs-Syndrom: Gewichtszunahme sowie Gewichtsabnahme einschließlich vermindertem Appetit
RisperidonHäufigGewichtszunahme, gesteigerter Appetit, verminderter Appetit · Gewichtsabnahme; Appetitverlust, der zu Mangelernährung und Gewichtsverlust führt (Anorexie)
RituximabHäufigBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Essstörungen, zu wenig Nahrungsaufnahme mit möglichem Gewichtsverlust
RivastigminHäufigAppetitlosigkeit (laut Fachinformation auch verminderter Appetit)
SemaglutidHäufigGeringerer Appetit
SertralinHäufigAppetitlosigkeit, verstärkter Appetit
TacrolimusHäufigVerringerter Appetit
TapentadolHäufigVerminderter Appetit
TianeptinHäufigAppetitlosigkeit (Anorexie)
TopiramatHäufigAppetitverlust, verminderter Appetit
TorasemidHäufigMagen-Darm-Beschwerden wie Appetitmangel, Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, vor allem zu Behandlungsbeginn
ValproinsäureHäufigGewichtszunahme oder Gewichtsabnahme (abhängig von der Dosis), gesteigerter oder verminderter Appetit
VenlafaxinHäufigVerminderter Appetit
AmiodaronGelegentlichBauchschmerzen, Völlegefühl, Mundtrockenheit, Appetitlosigkeit (Anorexie) · Verminderter Appetit
AtorvastatinGelegentlichAppetitlosigkeit (Anorexie), Gewichtszunahme
AzithromycinGelegentlichAppetitlosigkeit
CiprofloxacinGelegentlichVerminderter Appetit
ClarithromycinGelegentlichAppetitverminderung oder -verlust (Anorexie)
DoxazosinGelegentlichAppetitlosigkeit (Anorexie), Gicht, gesteigerter Appetit
EnalaprilGelegentlichÜbelkeit mit Erbrechen, Verdauungsbeschwerden, Verstopfung, Appetitlosigkeit
EtoricoxibGelegentlichGesteigerter oder verminderter Appetit, Gewichtszunahme
EzetimibGelegentlichVerminderter Appetit
FamotidinGelegentlichAppetitlosigkeit
FebuxostatGelegentlichVerminderter Appetit, veränderte Blutzuckerwerte (Diabetes) mit Beschwerden wie übermäßigem Durst, erhöhte Blutfettwerte, Gewichtszunahme · Gewichtsabnahme, gesteigerter Appetit, krankhafter Appetitverlust (Anorexie)
FlecainidGelegentlichÜbelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Durchfall, Verdauungsbeschwerden mit Oberbauchschmerzen und Völlegefühl (Dyspepsie) und Blähungen
FluconazolGelegentlichAppetitminderung
LevofloxacinGelegentlichAppetitverlust (Anorexie)
MoxifloxacinGelegentlichVerminderter Appetit und verminderte Nahrungsaufnahme
MoxonidinGelegentlichFlüssigkeitsretention, Appetitverlust (Anorexie)
MycophenolsäureGelegentlichAppetitlosigkeit, erhöhte Blutspiegel von Lipiden (Hyperlipidämie), Zucker (Diabetes) oder Cholesterin (Hypercholesterolämie) und verminderte Blutspiegel von Phosphat (Hypophosphatämie)
NystatinGelegentlichBei hoher Dosierung Magen-Darm-Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen
OxazepamGelegentlichAppetitzunahme, Appetitabnahme
PregabalinGelegentlichAppetitlosigkeit (Anorexie)
PyrantelGelegentlichAppetitlosigkeit
RamiprilGelegentlichAppetitlosigkeit oder verminderter Appetit (Anorexie)
RanolazinGelegentlichAppetitlosigkeit (Anorexie, verminderter Appetit), Austrocknung (Dehydratation)
AmitriptylinSeltenVerminderter Appetit · Fehlendes Appetitempfinden (Anorexie)
BuprenorphinSeltenAppetitverlust
Dienogest/EthinylestradiolSeltenAppetitlosigkeit (Anorexie)
DoxycyclinSeltenAppetitlosigkeit (Anorexie)
NifedipinSeltenAppetitlosigkeit, Völlegefühl, Aufstoßen
TramadolSeltenAppetitveränderungen
MethocarbamolSehr seltenAppetitlosigkeit
AripiprazolNicht bekanntAppetitlosigkeit (Anorexie)
BrinzolamidNicht bekanntVerminderter Appetit
ColestyraminNicht bekanntAppetitlosigkeit
EnzalutamidNicht bekanntVerminderter Appetit
Levodopa/BenserazidNicht bekanntVerminderter Appetit
LithiumNicht bekanntAppetitlosigkeit (Anorexie)
PhenprocoumonNicht bekanntMagen-Darm-Störungen wie Übelkeit, Appetitminderung, Erbrechen oder Durchfall
PipamperonNicht bekanntVerminderter Appetit
SolifenacinNicht bekanntVerminderter Appetit
TizanidinNicht bekanntAppetitverlust
TrazodonNicht bekanntGewichtsverlust, Appetitlosigkeit, gesteigerter Appetit

Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (104 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Appetitlosigkeit als mögliches Zeichen einer anderen Nebenwirkung (8 Wirkstoffe)

Bei diesen Wirkstoffen nennt die Produktinformation die Beschwerde als mögliches Anzeichen einer anderen Nebenwirkung. Die angegebene Häufigkeit gilt für diese andere Nebenwirkung, nicht für die Beschwerde selbst; deshalb stehen sie nicht in der Tabelle oben.

Appetitlosigkeit als Zeichen einer anderen Nebenwirkung
WirkstoffAngabe in der ProduktinformationHäufigkeit dieser Nebenwirkung
AmiodaronUnangemessene Ausschüttung des antidiuretischen Hormons (SIADH) mit Unwohlsein, Verwirrung oder Schwäche, Übelkeit, Appetitlosigkeit und ReizbarkeitSehr selten
CalcitriolErhöhte Calciumkonzentration im Blut (Hypercalcämie); zu den Zeichen gehören Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und ein Gefühl von Trägheit, Benommenheit oder SchwächeSelten
CarbamazepinHoher Ammoniakspiegel im Blut (Hyperammonämie), möglicherweise mit Reizbarkeit, Verwirrtheit, Erbrechen, Appetitlosigkeit und SchläfrigkeitNicht bekannt
FluvastatinLupus-erythematodes-ähnliche Reaktion: roter, fleckiger Hautausschlag vor allem im Gesicht, möglicherweise mit Abgeschlagenheit, Fieber, Übelkeit und AppetitverlustSehr selten
MethotrexatLeberschädigung (Hepatotoxizität), Leberverfettung, Vernarbung der Leber (Leberfibrose) bis zur Leberzirrhose, Abnahme des Serumalbumins; mögliche Zeichen sind Gelbfärbung von Haut und Augenweiß, dunkler Urin, Übelkeit, Erbrechen, weniger Appetit, Schmerzen…Gelegentlich
SimvastatinLeberentzündung (Hepatitis) oder Gelbsucht (Ikterus) mit Gelbfärbung von Haut und Augen, Juckreiz, dunklem Urin oder hellem Stuhl, Müdigkeits- oder Schwächegefühl und AppetitlosigkeitSelten
TerbinafinEinschränkung der Leberfunktion oder Leberversagen mit Gelbfärbung der Haut oder des Augenweißes (Gelbsucht), Leberentzündung (Hepatitis) und Stauung des Galleabflusses (Cholestase) mit Beschwerden wie Juckreiz, anhaltender Übelkeit, Appetitlosigkeit,…Selten
TopiramatStoffwechselbedingte Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose), die zu gestörter Atmung einschließlich Kurzatmigkeit, Appetitverlust, Übelkeit, Erbrechen, übermäßiger Müdigkeit und schnellem oder unregelmäßigem Herzschlag führen kannGelegentlich

Gewichtsverlust zeigt die zweite Tabelle, eine Zunahme die Seite Gewichtszunahme durch Medikamente.

Gewichtsabnahme als Nebenwirkung: Angaben aus der Produktinformation
WirkstoffHäufigkeitAngabe in der Produktinformation
MedroxyprogesteronSehr häufigGewichtszunahme oder -abnahme
TopiramatSehr häufigGewichtsverlust
TrastuzumabSehr häufigGewichtsverlust
AtomoxetinHäufigBei Kindern und Jugendlichen: Gewichtsverlust · Bei Erwachsenen: Gewichtsverlust
CitalopramHäufigVerminderter Appetit oder Appetitlosigkeit (Anorexie), Gewichtsabnahme
DuloxetinHäufigGewichtsabnahme
EstradiolHäufigGewichtszunahme oder Gewichtsabnahme
FluoxetinHäufigGewichtsverlust
HaloperidolHäufigGewichtszunahme oder Gewichtsverlust
HydroxychloroquinHäufigBlähungen, Durchfall mit Gewichtsverlust, Erbrechen; diese Beschwerden verschwinden gewöhnlich gleich nach einer Verringerung der Dosis oder nach dem Absetzen
LeflunomidHäufigAppetitlosigkeit und Gewichtsverlust (im Allgemeinen unbedeutend)
LisdexamfetaminHäufigBei Kindern und Jugendlichen: Gewichtsverlust · Gewichtsabnahme
MethylphenidatHäufigGewichtsabnahme
NivolumabHäufigFlüssigkeitsmangel (Dehydrierung), Gewichtsabnahme, niedriger Blutzucker (Hypoglykämie)
PaliperidonHäufigHoher Blutzuckerspiegel, Gewichtszunahme, Gewichtsabnahme, verminderter Appetit · Gesteigerter Appetit; Appetitverlust, der zu Mangelernährung und Gewichtsverlust führt
PramipexolHäufigBei Parkinson-Krankheit: Gewichtsabnahme einschließlich reduziertem Appetit · Bei Restless-Legs-Syndrom: Gewichtszunahme sowie Gewichtsabnahme einschließlich vermindertem Appetit
RituximabHäufigBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: hohe Blutzuckerwerte, Gewichtsverlust, Schwellungen im Gesicht und am Körper, erhöhte Werte des Enzyms Laktatdehydrogenase (LDH), erniedrigte Kalziumwerte im Blut · Bei…
RivastigminHäufigGewichtsabnahme
SemaglutidHäufigGewichtsverlust
ValproinsäureHäufigGewichtszunahme oder Gewichtsabnahme (abhängig von der Dosis), gesteigerter oder verminderter Appetit
VenlafaxinHäufigGewichtszunahme oder Gewichtsabnahme
AgomelatinGelegentlichGewichtsabnahme
AmlodipinGelegentlichGewichtszunahme oder Gewichtsabnahme
BempedoinsäureGelegentlichGewichtsverlust; laut Fachinformation in der Studie CLEAR Outcomes nur bei einem Body-Mass-Index ab 30 beobachtet
BupropionGelegentlichGewichtsverlust
DapagliflozinGelegentlichGewichtsabnahme
DienogestGelegentlichGewichtsabnahme, Appetitzunahme
EscitalopramGelegentlichGewichtsverlust
LetrozolGelegentlichGewichtsabnahme
LeuprorelinGelegentlichBei Männern mit Prostatakrebs: Gewichtsabnahme; veränderte Blutwerte, etwa ein Anstieg der Enzyme Lactatdehydrogenase (LDH), alkalische Phosphatase oder Transaminasen (ALT, AST, Gamma-GT) · Bei Frauen (Enantone-Gyn):…
LevetiracetamGelegentlichGewichtsverlust, Gewichtszunahme
Levodopa/CarbidopaGelegentlichGewichtsverlust oder Gewichtszunahme
PregabalinGelegentlichGewichtsverlust
RanolazinGelegentlichErhöhte Kreatinin- oder Harnstoffwerte im Blut, mehr Blutplättchen oder weiße Blutkörperchen, veränderte EKG-Werte (verlängertes QT-Intervall), Gewichtsverlust
RisperidonGelegentlichGewichtsabnahme; Appetitverlust, der zu Mangelernährung und Gewichtsverlust führt (Anorexie)
SertralinGelegentlichGewichtsabnahme
TacrolimusGelegentlichErhöhte Blutwerte des Enzyms Laktatdehydrogenase, Gewichtsverlust
TapentadolGelegentlichGewichtsverlust
TerbinafinGelegentlichGewichtsverlust; laut Fachinformation als Folge einer Geschmacksstörung
TirzepatidGelegentlichBei Typ-2-Diabetes: Gewichtsverlust
TrazodonGelegentlichGewichtszunahme, Gewichtsabnahme · Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, gesteigerter Appetit
AmitriptylinSeltenGewichtsverlust
ClonidinSeltenGewichtsabnahme, vorübergehende Gewichtszunahme bei Behandlungsbeginn
Dienogest/EthinylestradiolSeltenErhöhte Triglyzerid- und Cholesterinwerte im Blut (erhöhte Blutfettwerte), Gewichtsabnahme, Gewichtsschwankungen
DrospirenonSeltenGewichtsverlust
FebuxostatSeltenGewichtsabnahme, gesteigerter Appetit, krankhafter Appetitverlust (Anorexie)
Levonorgestrel/EthinylestradiolSeltenGewichtsabnahme
OxycodonSeltenVeränderungen des Körpergewichts (Zu- oder Abnahme)
PantoprazolSeltenGewichtsveränderungen
AripiprazolNicht bekanntBei Jugendlichen mit Schizophrenie laut Fachinformation in einer Langzeitstudie: Gewichtsabnahme, erhöhter Insulinspiegel im Blut, Herzrhythmusstörungen (Arrhythmie) und niedriger Gehalt an weißen Blutkörperchen…
ColestyraminNicht bekanntGewichtszunahme und Gewichtsabnahme
LevothyroxinNicht bekanntGewichtsabnahme

Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (52 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Gewichtsabnahme als mögliches Zeichen einer anderen Nebenwirkung (9 Wirkstoffe)

Bei diesen Wirkstoffen nennt die Produktinformation die Beschwerde als mögliches Anzeichen einer anderen Nebenwirkung. Die angegebene Häufigkeit gilt für diese andere Nebenwirkung, nicht für die Beschwerde selbst; deshalb stehen sie nicht in der Tabelle oben.

Gewichtsabnahme als Zeichen einer anderen Nebenwirkung
WirkstoffAngabe in der ProduktinformationHäufigkeit dieser Nebenwirkung
AmiodaronLungenschäden durch Amiodaron: Lungenentzündungen (Hypersensitivitäts-Pneumonitis, alveoläre oder interstitielle Pneumonie), Vermehrung von Bindegewebe (Fibrose), Rippenfellentzündung (Pleuritis), Entzündung der kleinen Atemwege (Bronchiolitis obliterans mit…Häufig
Budesonid/FormoterolUnterdrückung der Nebennierenfunktion; mögliche Beschwerden sind Müdigkeit, Schwäche, Magenprobleme einschließlich Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen und Durchfall, Dunkelfärbung der Haut und GewichtsverlustSehr selten
CalcitriolErhöhte Calciumkonzentration im Blut (Hypercalcämie); zu den Zeichen gehören Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und ein Gefühl von Trägheit, Benommenheit oder SchwächeSelten
DapagliflozinDiabetische Ketoazidose bei Typ-2-Diabetes (erhöhte Konzentration von Ketonkörpern in Urin oder Blut), unabhängig vom Blutzuckerspiegel möglich, also auch bei normalem Blutzucker; Anzeichen sind Übelkeit oder Erbrechen, Bauchschmerzen, übermäßiger Durst,…Selten
EtanerceptBauchkrämpfe und Bauchschmerzen, Durchfall, Gewichtsverlust oder Blut im Stuhl als Anzeichen für Darmerkrankungen (laut Fachinformation entzündliche Darmerkrankungen)Gelegentlich
NivolumabUnterfunktion der Schilddrüse (kann Müdigkeit oder Gewichtszunahme verursachen), Überfunktion der Schilddrüse (kann schnelleren Herzschlag, Schwitzen und Gewichtsverlust verursachen), Schwellung bzw. Entzündung der SchilddrüseHäufig
OlmesartanSchwere, chronische Durchfälle mit erheblichem Gewichtsverlust, einige Monate bis Jahre nach Behandlungsbeginn (sprue-ähnliche Enteropathie); in Gewebeproben aus dem Darm häufig ein Schwund der DarmzottenSehr selten
OmalizumabSystemischer Lupus erythematodes (SLE); mögliche Zeichen sind Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen und Schwellung, Hautausschlag, Fieber, Gewichtsabnahme und MüdigkeitSelten
SecukinumabBauchkrämpfe und Bauchschmerzen, Durchfall, Gewichtsverlust oder Blut im Stuhl als Anzeichen von Darmproblemen (laut Fachinformation entzündliche Darmerkrankungen)Gelegentlich

Woran Sie Appetitlosigkeit durch ein Medikament erkennen

Ein Hinweis ist der zeitliche Zusammenhang mit dem Beginn der Einnahme. Bei Metformin treten die Verdauungsbeschwerden einschließlich Appetitverlust laut Packungsbeilage meistens zu Beginn der Behandlung auf [12]. Unter Semaglutid wurden Übelkeit, Durchfall und Erbrechen laut Fachinformation am häufigsten in den ersten Monaten der Behandlung berichtet; die meisten waren leicht bis mittelschwer und von kurzer Dauer [1]. Bei Tirzepatid treten Übelkeit, Durchfall und Erbrechen laut Packungsbeilage am häufigsten zu Beginn der Behandlung auf und nehmen bei den meisten mit der Zeit ab [2]. Bei Atomoxetin sind Bauchschmerzen und verminderter Appetit laut Fachinformation üblicherweise vorübergehend [9].

Bei Metformin, Semaglutid und Tirzepatid nennen die Produktinformationen die Appetitlosigkeit zusammen mit Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall [1, 2, 12]; bei Terbinafin mit Völlegefühl, Verdauungsstörungen, Blähungen und Bauchschmerzen [20]. Mehr dazu: Übelkeit und Erbrechen, Durchfall und Magenbeschwerden. Lesen Sie in der Packungsbeilage Ihres Präparats nach, ob dort verminderter Appetit oder Gewichtsverlust aufgeführt ist und mit welcher Häufigkeit. Wie die Angaben gemeint sind, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Hilfreich ist es, das Gewicht im Blick zu behalten. Unter Topiramat sollte das Gewicht laut Packungsbeilage regelmäßig kontrolliert werden [10]. Für Erwachsene, die Lisdexamfetamin oder Methylphenidat einnehmen, sehen die Fachinformationen vor, das Körpergewicht regelmäßig zu dokumentieren bzw. zu überwachen [5, 7]. Auch bei Rivastigmin sollte das Gewicht während der Behandlung überwacht werden [15].

Kinder und Jugendliche: Wachstum und Gewicht

Bei Kindern und Jugendlichen wurden Stimulanzien laut Fachinformation von Lisdexamfetamin mit einer Verlangsamung der Gewichtszunahme und einer geringeren endgültigen Körpergröße in Verbindung gebracht [5]. Bei Langzeitanwendung von Methylphenidat bei Kindern wurde laut Fachinformation über eine mäßig verringerte Gewichtszunahme und Wachstumsverzögerung berichtet; diese Wachstumsverzögerungen stuft die Fachinformation als häufig ein (bis zu 1 von 10 Behandelten) [7]. Unter Atomoxetin kam es bei einigen Patienten zu Behandlungsbeginn, verbunden mit vermindertem Appetit, zu einer Verzögerung der Gewichts- und Größenzunahme; bei einer Langzeitbehandlung normalisierten sich Gewicht und Größe laut Fachinformation auf durchschnittliche Werte [9]. Auch unter Fluoxetin wurde bei Kindern und Jugendlichen in einer Studie eine verringerte Zunahme von Körpergröße und Gewicht festgestellt [14].

Laut den Fachinformationen von Lisdexamfetamin und Methylphenidat sollen Körpergröße, Gewicht und Appetit von Kindern mindestens alle 6 Monate in einem Wachstumsdiagramm erfasst werden [5, 7]. Bei Topiramat kann eine chronische Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose) bei Kindern laut Fachinformation die Wachstumsrate verringern [11]. Mehr dazu: Medikamente bei Kindern und ADHS.

Warum Medikamente den Appetit verringern können

Bei Semaglutid und Tirzepatid ist der geringere Appetit laut Fachinformation Teil der Wirkweise. GLP-1 ist laut Fachinformation von Semaglutid ein körpereigenes Hormon, das unter anderem an der Regulierung von Blutzucker und Appetit beteiligt ist; die appetitregulierenden Wirkungen werden über GLP-1-Rezeptoren in der Bauchspeicheldrüse und im Gehirn vermittelt [1]. Semaglutid reduziert das Körpergewicht und die Körperfettmasse durch eine geringere Energieaufnahme, indem der Appetit insgesamt verringert wird; zusätzlich verringert es die Vorliebe für stark fetthaltige Nahrungsmittel [1]. Außerdem entleert sich der Magen kurz nach dem Essen leicht verlangsamt [1]. Tirzepatid reduziert laut Fachinformation die Energieaufnahme und den Appetit, indem es das Sättigungsgefühl steigert und das Hungergefühl verringert [2].

Manchmal folgt der Gewichtsverlust aus einer anderen Nebenwirkung. Bei Terbinafin ist ein vermindertes Schmecken (Hypogeusie) laut Fachinformation häufig; Gewichtsverlust als Folge davon ist als gelegentlich genannt [21]. Die Geschmacksstörung klingt laut Fachinformation für gewöhnlich nach dem Absetzen innerhalb weniger Wochen ab, in Einzelfällen hielt sie länger an [21]. Mehr dazu: Geschmacksstörungen durch Medikamente.

In anderen Fällen ist Appetitlosigkeit ein mögliches Zeichen einer anderen Nebenwirkung, etwa einer Leberschädigung, einer Übersäuerung des Blutes oder einer zu hohen Calciumkonzentration im Blut [10, 17, 20, 22, 23]. Welche Warnzeichen dazugehören, steht im Abschnitt "Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen".

Was Sie tun können

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Bild: KI-generiert

Nicht eigenmächtig absetzen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Manche Mittel dürfen nicht einfach weggelassen werden: Bei Topiramat können laut Packungsbeilage die Beschwerden zurückkehren; wenn die Ärztin oder der Arzt entscheidet, es abzusetzen, wird die Dosis schrittweise über einige Tage herabgesetzt [10]. Mehr dazu: Medikamente absetzen.

Mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen. Was dann infrage kommt, hängt vom Mittel ab. Verliert jemand unter Topiramat an Gewicht, können laut Fachinformation eine Ergänzung der Ernährung oder eine gesteigerte Nahrungsaufnahme erwogen werden [11]; laut Packungsbeilage sollen Sie Ihren Arzt konsultieren, wenn Sie zu viel Gewicht verlieren [10]. Wachsen Kinder oder Jugendliche unter Lisdexamfetamin oder Methylphenidat nicht wie erwartet oder nehmen sie nicht erwartungsgemäß zu, müssen sie die Behandlung laut Fachinformation möglicherweise unterbrechen; bei Atomoxetin sind eine niedrigere Dosis oder eine Unterbrechung in Betracht zu ziehen [5, 7, 9]. Das entscheidet die Ärztin oder der Arzt.

Auf die Einnahme achten, wo die Packungsbeilage es nennt. Bei Metformin helfen laut Packungsbeilage eine Aufteilung der Tagesdosis auf mehrere über den Tag verteilte Einnahmen und die Einnahme mit oder direkt nach einer Mahlzeit, Verdauungsbeschwerden vorzubeugen; wie Sie die Tabletten verteilen, legt die Ärztin oder der Arzt fest [12]. Halten die Beschwerden an, sollen Sie Metformin laut Packungsbeilage nicht weiter einnehmen und mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt sprechen [12]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe. Mehr dazu: Einnahme vor oder nach dem Essen.

Genug trinken bei Übelkeit und Erbrechen. Unter Semaglutid können Übelkeit, Erbrechen und Durchfall laut Packungsbeilage zu Flüssigkeitsverlust (Dehydrierung) führen; es ist wichtig, viel zu trinken, besonders bei Nierenproblemen [1]. Laut Fachinformation kann eine Dehydrierung in seltenen Fällen die Nierenfunktion verschlechtern [1].

Nebenwirkung melden. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; Sie können sie auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [12]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden. Für ältere Menschen mit mehreren Medikamenten gibt der Ratgeber Medikamente im Alter weitere Hinweise.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Appetitlosigkeit mit Zeichen einer Leberschädigung. Bei Terbinafin können Appetitlosigkeit, anhaltende Übelkeit, Müdigkeit, Erbrechen, rechtsseitige Oberbauchschmerzen, dunkler Urin, blasser Stuhl oder Gelbsucht laut Packungsbeilage auf eine eingeschränkte Leberfunktion, eine Leberentzündung oder ein Leberversagen hinweisen; dann müssen Sie die Einnahme laut Packungsbeilage abbrechen und sofort Ihren Arzt benachrichtigen [20]. Bei Simvastatin nennt die Packungsbeilage Leberentzündung oder Gelbsucht mit Beschwerden wie Gelbfärbung von Haut und Augen, dunklem Urin, Müdigkeits- oder Schwächegefühl und Appetitlosigkeit unter den schwerwiegenden Nebenwirkungen, bei denen Sie das Mittel nicht weiter einnehmen und sich umgehend an Ihren Arzt oder die Notaufnahme wenden sollen [22]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe. Bei Methotrexat sollen Sie Ihren Arzt umgehend informieren, wenn Zeichen einer Leberschädigung wie Gelbfärbung, dunkler Urin, Übelkeit, Erbrechen, verminderter Appetit oder Schmerzen auf der rechten Bauchseite auftreten [17]. Mehr dazu: Erhöhte Leberwerte durch Medikamente.

Übersäuerung des Blutes unter Topiramat. Eine stoffwechselbedingte Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose) ist laut Packungsbeilage gelegentlich; sie kann eine gestörte Atmung mit Kurzatmigkeit, Appetitverlust, Übelkeit, Erbrechen, übermäßiger Müdigkeit und schnellem oder unregelmäßigem Herzschlag verursachen. Bei diesen Beschwerden sollen Sie Ihren Arzt informieren oder sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben [10].

Zu viel Calcium im Blut. Zu den Zeichen einer erhöhten Calciumkonzentration im Blut (Hypercalcämie) unter Calcitriol gehören laut Packungsbeilage Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und ein Gefühl von Trägheit, Benommenheit oder Schwäche [23]. Wer mehr Kapseln eingenommen hat als vorgesehen, soll das unverzüglich einem Arzt mitteilen oder sich in ein Krankenhaus begeben [23].

Zeichen einer Überdosierung von Digitoxin. Bei einer Überdosierung können laut Fachinformation Beschwerden an Herz, Magen-Darm-Trakt und Nervensystem auftreten; die Zeichen am Herzen sind weitaus ernster zu bewerten [18]. Bei Verdacht auf eine Überdosierung benachrichtigen Sie laut Packungsbeilage sofort Ihren Arzt [19].

Abgesehen von solchen in der Packungsbeilage genannten Warnzeichen gilt: Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Anhaltender Brechdurchfall bei mangelnder Flüssigkeitsaufnahme ist laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung ein Fall für den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117, wenn die Praxen geschlossen sind; Bewusstlosigkeit oder erhebliche Bewusstseinstrübung, schwere Atemnot und Vergiftungen sind Fälle für den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 [27].

Andere Ursachen

Nicht jede Appetitlosigkeit und nicht jeder Gewichtsverlust kommt vom Medikament. Einige andere Ursachen:

  • Depression: Appetitlosigkeit zählt laut IQWiG zu den Nebensymptomen einer Depression; besonders bei älteren Menschen kann sich eine Depression auch durch körperliche Beschwerden wie Gewichtsverlust oder unerklärliche Schmerzen äußern [24].
  • Schilddrüsenüberfunktion: Typische Beschwerden sind laut gesund.bund.de Gewichtsverlust, Schwitzen, Nervosität oder Herzrasen; Betroffene verlieren an Gewicht, obwohl ihr Hungergefühl verstärkt ist [25].
  • Morbus Crohn: Während eines akuten Schubs verlieren laut gesund.bund.de viele Betroffene an Gewicht und sind oft müde, blass und abgeschlagen; weil sie Nährstoffe oft schlechter aufnehmen können, verlieren sie häufig an Gewicht [26].

Bei manchen Mitteln ist eine Gewichtsabnahme das Ziel der Behandlung: Tirzepatid wird laut Packungsbeilage auch bei Erwachsenen mit Adipositas oder Übergewicht angewendet und kann dort helfen, weniger Nahrung zu sich zu nehmen und das Körpergewicht zu reduzieren [2]. Ob ein Medikament die Ursache einer ungewollten Abnahme ist, beurteilt die Ärztin oder der Arzt. Mehr dazu: Typ-2-Diabetes, Adipositas und Demenz.

Quellen

  1. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Ozempic (Semaglutid), Anhang I: Fachinformation und Anhang III B: Packungsbeilage. Novo Nordisk A/S (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 08/2026 (EMA, aktualisiert am 25.08.2026). abgerufen am 12.10.2026
  2. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Mounjaro (Tirzepatid), Anhang I: Fachinformation und Anhang III B: Packungsbeilage. Eli Lilly Nederland B.V. (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 09/2026 (EMA, aktualisiert am 21.09.2026). abgerufen am 12.10.2026
  3. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Trulicity (Dulaglutid), Anhang III B: Packungsbeilage. Eli Lilly Nederland B.V. (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 01/2026 (EMA, aktualisiert am 30.01.2026). abgerufen am 12.10.2026
  4. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Lisdexamfetamin-ratiopharm 20 mg bis 70 mg Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 04/2026. abgerufen am 12.10.2026
  5. Fachinformation Fachinformation Lisdexamfetamin-ratiopharm Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 04/2026. abgerufen am 12.10.2026
  6. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Methylphenidat-HCl-ratiopharm 18 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2025. abgerufen am 12.10.2026
  7. Fachinformation Fachinformation Methylphenidat-HCl-ratiopharm Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2025. abgerufen am 12.10.2026
  8. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Atomoxetin-ratiopharm Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 09/2024. abgerufen am 12.10.2026
  9. Fachinformation Fachinformation Atomoxetin-ratiopharm Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 09/2024. abgerufen am 12.10.2026
  10. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Topiramat-ratiopharm 50 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2025. abgerufen am 12.10.2026
  11. Fachinformation Fachinformation Topiramat-ratiopharm Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2023. abgerufen am 12.10.2026
  12. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Metformin-ratiopharm 1.000 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 01/2025. abgerufen am 12.10.2026
  13. Fachinformation Fachinformation Metformin-ratiopharm 1.000 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 01/2025. abgerufen am 12.10.2026
  14. Fachinformation Fachinformation Fluoxetin-ratiopharm 20 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
  15. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Exelon (Rivastigmin), Anhang I: Fachinformation Exelon transdermales Pflaster. Novartis Europharm Limited (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 02/2026 (EMA, aktualisiert am 24.02.2026). abgerufen am 12.10.2026
  16. Fachinformation Fachinformation Oxycodon-HCl-ratiopharm 10 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 03/2025. abgerufen am 12.10.2026
  17. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation metex 7,5 mg/10 mg Tabletten (Methotrexat). medac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
  18. Fachinformation Fachinformation Digitoxin AWD 0,07. TEVA GmbH. Stand 02/2018. abgerufen am 12.10.2026
  19. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Digitoxin AWD 0,07. TEVA GmbH. Stand 02/2018. abgerufen am 12.10.2026
  20. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Terbinafin-ratiopharm 250 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 03/2025. abgerufen am 12.10.2026
  21. Fachinformation Fachinformation Terbinafin-ratiopharm 250 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 03/2025. abgerufen am 12.10.2026
  22. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Simvastatin-ratiopharm 20 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 12.10.2026
  23. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Calcitriol-GRY 0,25 Mikrogramm Kapseln. TEVA GmbH. Stand 09/2025. abgerufen am 12.10.2026
  24. Depression. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 13.12.2023. abgerufen am 12.10.2026
  25. Behörde Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 23.02.2026. abgerufen am 12.10.2026
  26. Behörde Morbus Crohn. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 13.05.2026. abgerufen am 12.10.2026
  27. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitte "Fälle für den Bereitschaftsdienst" und "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026

Häufige Fragen

Welche Medikamente verursachen Appetitlosigkeit?

Laut den Produktinformationen gehören verminderter Appetit oder Gewichtsverlust unter anderem bei den GLP-1-Rezeptoragonisten Semaglutid, Tirzepatid und Dulaglutid, bei den ADHS-Mitteln Lisdexamfetamin, Methylphenidat und Atomoxetin, bei Topiramat, Metformin, Fluoxetin, dem Demenzmittel Rivastigmin, Opioiden wie Oxycodon und Methotrexat zu den häufigen oder sehr häufigen Nebenwirkungen. Die Tabellen auf dieser Seite zeigen alle Wirkstoffe mit geprüftem Steckbrief, deren Produktinformation Appetitlosigkeit oder Gewichtsverlust nennt.

Ist weniger Hunger bei Semaglutid oder Tirzepatid eine Nebenwirkung?

Er ist beides, Nebenwirkung und Teil der Wirkung. Die Packungsbeilagen nennen einen geringeren Appetit als häufige Nebenwirkung, bei Tirzepatid bei Menschen mit Typ-2-Diabetes und begleitender Herz-Kreislauf-Erkrankung auch als sehr häufig. Zugleich gehört ein verringerter Appetit laut Fachinformation zur Wirkweise: Semaglutid senkt das Körpergewicht durch eine geringere Energieaufnahme, indem der Appetit insgesamt verringert wird; Tirzepatid steigert das Sättigungsgefühl und verringert das Hungergefühl. Ob die Abnahme bei Ihnen gewollt ist, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Machen ADHS-Medikamente appetitlos?

Das ist möglich. Für Lisdexamfetamin und Atomoxetin nennen die Packungsbeilagen verminderten Appetit als sehr häufig, für Methylphenidat Appetitverlust als häufig. Bei Kindern und Jugendlichen wurden Stimulanzien laut Fachinformation mit einer verlangsamten Gewichtszunahme und einer geringeren endgültigen Körpergröße in Verbindung gebracht. Körpergröße, Gewicht und Appetit sollen laut Fachinformation mindestens alle 6 Monate erfasst werden; wächst ein Kind nicht wie erwartet, muss die Behandlung möglicherweise unterbrochen werden. Das entscheidet die Ärztin oder der Arzt.

Geht die Appetitlosigkeit durch ein Medikament wieder weg?

Das hängt vom Wirkstoff ab. Bei Metformin treten Verdauungsbeschwerden einschließlich Appetitverlust laut Fachinformation meist zu Therapiebeginn auf und verschwinden in den meisten Fällen von selbst. Bei Atomoxetin ist verminderter Appetit laut Fachinformation üblicherweise vorübergehend. Bei Semaglutid waren Übelkeit, Durchfall und Erbrechen meist leicht bis mittelschwer und von kurzer Dauer. Hält die Appetitlosigkeit an oder nehmen Sie ungewollt ab, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Was kann ich tun, wenn mein Medikament mir den Appetit nimmt?

Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Notieren Sie, seit wann Sie weniger essen und wie sich Ihr Gewicht entwickelt, und nennen Sie in der Praxis alle Mittel, die Sie einnehmen. Je nach Wirkstoff beschreiben die Fachinformationen Maßnahmen wie Gewichtskontrollen, eine Ergänzung der Ernährung, eine niedrigere Dosis oder eine Unterbrechung der Behandlung. Was davon infrage kommt, entscheidet die Ärztin oder der Arzt.

Wann ist Appetitlosigkeit durch Medikamente gefährlich?

Wenn sie Zeichen einer anderen, ernsten Nebenwirkung ist. Kommen etwa Gelbfärbung von Haut oder Augen, dunkler Urin oder Schmerzen im rechten Oberbauch hinzu, kann laut Packungsbeilagen eine Leberschädigung dahinterstecken; unter Topiramat können Kurzatmigkeit, Übelkeit und Erbrechen auf eine Übersäuerung des Blutes hinweisen. Bei Digitoxin sollte Übelkeit laut Fachinformation als frühes Zeichen einer zu hohen Dosierung angesehen werden. Holen Sie in solchen Fällen sofort ärztliche Hilfe, bei Bewusstlosigkeit oder schwerer Atemnot über den Notruf 112.

Kann Metformin den Appetit verringern?

Ja. Laut Packungsbeilage gehören Verdauungsprobleme wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Appetitverlust zu den sehr häufigen Nebenwirkungen (bei mehr als 1 von 10 Behandelten); sie treten meistens zu Beginn der Behandlung auf. Die Einnahme mit oder direkt nach einer Mahlzeit und eine Aufteilung der Tagesdosis auf mehrere Einnahmen helfen laut Packungsbeilage, diesen Beschwerden vorzubeugen.

Kann Appetitlosigkeit auch andere Ursachen haben?

Ja. Appetitlosigkeit gehört laut IQWiG zu den Beschwerden einer Depression, und besonders bei älteren Menschen kann sich eine Depression auch durch Gewichtsverlust äußern. Eine Schilddrüsenüberfunktion führt laut gesund.bund.de typischerweise zu Gewichtsverlust trotz verstärktem Hungergefühl, und bei Morbus Crohn verlieren viele Betroffene an Gewicht. Ob ein Medikament oder eine Erkrankung dahintersteckt, klärt die Ärztin oder der Arzt.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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