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Aripiprazol: Nebenwirkungen und Wirkung
Aripiprazol ist ein verschreibungspflichtiges Antipsychotikum zur Behandlung der Schizophrenie ab 15 Jahren und manischer Episoden der Bipolar-I-Störung ab 13 Jahren. Bei Erwachsenen, die darauf angesprochen haben, wird es außerdem zur Vorbeugung neuer manischer Episoden angewendet. Häufig sind Akathisie (innere Unruhe mit Bewegungsdrang), Schlafprobleme, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Übelkeit und Verstopfung. Bei Suizidgedanken, Fieber mit Muskelsteifheit oder Anzeichen eines Blutgerinnsels brauchen Sie umgehend ärztliche Hilfe.

Die häufigsten Nebenwirkungen
- Häufig: Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)[1, 2]
- Häufig: Schlafprobleme, Angstgefühl, Unruhegefühl und nicht stillhalten können, Schwierigkeiten, still zu sitzen[1, 2]
- Häufig: Akathisie, ein unangenehmes Gefühl von innerer Unruhe und ein zwanghafter Bewegungsdrang[1, 2]
- Häufig: Unkontrollierbare Zuckungen, zuckende oder windende Bewegungen (laut Fachinformation extrapyramidale Erkrankung), Zittern[1, 2]
- Häufig: Kopfschmerzen[1, 2]
- Häufig: Müdigkeit, Schläfrigkeit, Benommenheit[1, 2]
- Häufig: Verschwommenes Sehen[1, 2]
- Häufig: Verstopfung und Verdauungsstörungen, Magenverstimmung, Übelkeit, mehr Speichel im Mund als normal, Erbrechen[1, 2]
- Häufig: Ermüdung[1, 2]
Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit, dort auch die Angaben für Kinder und Jugendliche
Wofür wird Aripiprazol eingesetzt?
Aripiprazol gehört zu den Antipsychotika [1, 2]. Es wird bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 15 Jahren angewendet, um die Schizophrenie zu behandeln, eine Krankheit mit Beschwerden wie dem Hören, Sehen oder Fühlen von Dingen, die nicht vorhanden sind, Misstrauen, Wahnvorstellungen, unzusammenhängender Sprache, wirrem Verhalten und verflachter Stimmungslage [1, 2].
Bei der Bipolar-I-Störung behandelt Aripiprazol mäßige bis schwere manische Episoden (Zustände mit übersteigertem Hochgefühl, dem Gefühl übermäßiger Energie, viel weniger Schlafbedarf und sehr schnellem Sprechen) bei Erwachsenen und, für bis zu 12 Wochen, bei Jugendlichen ab 13 Jahren. Bei Erwachsenen, die überwiegend manische Episoden hatten und auf die Behandlung mit Aripiprazol angesprochen haben, wird es außerdem zur Vorbeugung neuer manischer Episoden angewendet [1, 2]. Aripiprazol ist verschreibungspflichtig [2].
Wie wirkt Aripiprazol?
Laut Fachinformation beruht die Wirkung vermutlich auf einer Kombination aus teilweise anregender Wirkung an Dopamin-D2- und Serotonin-5-HT1A-Rezeptoren und hemmender Wirkung an Serotonin-5-HT2A-Rezeptoren, also an Andockstellen der Botenstoffe Dopamin und Serotonin im Gehirn [2]. Bis sich der Zustand unter einem Antipsychotikum bessert, kann es mehrere Tage bis zu einigen Wochen dauern [2].
Die höchsten Blutspiegel werden 3 bis 5 Stunden nach der Einnahme erreicht. Aripiprazol wird in der Leber über die Enzyme CYP3A4 und CYP2D6 abgebaut, ein wirksames Abbauprodukt ist Dehydro-Aripiprazol. Die Halbwertszeit beträgt etwa 75 Stunden, bei Menschen mit langsamem Abbau über CYP2D6 etwa 146 Stunden [2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Unten stehen alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage und Fachinformation eine Häufigkeit angeben. "Sehr häufig" heißt: mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bis zu 1 von 10 und "gelegentlich" bis zu 1 von 100; bei "nicht bekannt" wurden die Nebenwirkungen seit der Markteinführung berichtet, ihre Häufigkeit lässt sich aber nicht abschätzen [1, 2]. Wie Sie solche Angaben einordnen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Am häufigsten berichtet wurden in placebokontrollierten Studien laut Fachinformation Akathisie und Übelkeit [2]. Bei Jugendlichen ab 13 Jahren waren die Nebenwirkungen in Häufigkeit und Art ähnlich wie bei Erwachsenen; Schläfrigkeit, unkontrollierbare Zuckbewegungen, Unruhe und Müdigkeit traten bei ihnen aber sehr häufig auf [1]. Unwillkürliche Bewegungen beschreibt die Seite Parkinson-Symptome, Gewichtsfragen die Seite Gewichtszunahme.
Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
- NervensystemBei Jugendlichen ab 13 Jahren: Schläfrigkeit, unkontrollierbare Zuckbewegungen, Unruhe und Müdigkeit[1, 2]Mehr dazu: MüdigkeitParkinson-SymptomeUnruhe und Nervosität
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- Stoffwechsel und ErnährungZuckerkrankheit (Diabetes mellitus)[1, 2]Mehr dazu: Erhöhter Blutzucker
- PsycheSchlafprobleme, Angstgefühl, Unruhegefühl und nicht stillhalten können, Schwierigkeiten, still zu sitzen[1, 2]Mehr dazu: SchlafstörungenAngstUnruhe und Nervosität
- NervensystemAkathisie, ein unangenehmes Gefühl von innerer Unruhe und ein zwanghafter Bewegungsdrang[1, 2]Mehr dazu: Unruhe und Nervosität
- NervensystemUnkontrollierbare Zuckungen, zuckende oder windende Bewegungen (laut Fachinformation extrapyramidale Erkrankung), Zittern[1, 2]Mehr dazu: Parkinson-SymptomeZittern
- NervensystemKopfschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Kopfschmerzen
- NervensystemMüdigkeit, Schläfrigkeit, Benommenheit[1, 2]Mehr dazu: MüdigkeitSchwindel
- AugenVerschwommenes Sehen[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
- Magen und DarmVerstopfung und Verdauungsstörungen, Magenverstimmung, Übelkeit, mehr Speichel im Mund als normal, Erbrechen[1, 2]Mehr dazu: VerstopfungSodbrennen und VerdauungsbeschwerdenÜbelkeitErbrechen
- Allgemeine BeschwerdenErmüdung[1, 2]Mehr dazu: Müdigkeit
- Allgemeine BeschwerdenBei Jugendlichen ab 13 Jahren zusätzlich: Oberbauchschmerzen, Trockenheitsgefühl im Mund, erhöhte Herzfrequenz, Gewichtszunahme, gesteigerter Appetit, Muskelzucken, unkontrollierte Bewegungen der Gliedmaßen und Schwindel, besonders beim Aufrichten aus dem Liegen oder Sitzen[1, 2]Mehr dazu: BauchschmerzenMundtrockenheitHerzrasenGewichtszunahmeSchwindel
- Laborwerte und UntersuchungenBei Jugendlichen mit Schizophrenie laut Fachinformation in einer Langzeitstudie: Gewichtsabnahme, erhöhter Insulinspiegel im Blut, Herzrhythmusstörungen (Arrhythmie) und niedriger Gehalt an weißen Blutkörperchen (Leukopenie)[2]Mehr dazu: GewichtsabnahmeHerzrhythmusstörungenVeränderungen des Blutbilds
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- HormonsystemErhöhter oder erniedrigter Spiegel des Hormons Prolaktin im Blut[1, 2]
- Stoffwechsel und ErnährungZu viel Zucker im Blut[1, 2]Mehr dazu: Erhöhter Blutzucker
- PsycheDepression[1, 2]Mehr dazu: Depressive Verstimmung
- PsycheVerändertes oder verstärktes sexuelles Interesse[1, 2]
- NervensystemNicht kontrollierbare Bewegungen von Mund, Zunge und Gliedmaßen (tardive Dyskinesie), eine Muskelerkrankung mit windenden Bewegungen (Dystonie), unruhige Beine[1, 2]Mehr dazu: Parkinson-SymptomeUnruhige Beine (Restless Legs)
- AugenDoppeltsehen, Lichtempfindlichkeit der Augen[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
- HerzSchneller Herzschlag[1, 2]Mehr dazu: Herzrasen
- Gefäße und KreislaufAbsinken des Blutdrucks beim Aufstehen, das Schwindel, Benommenheit oder Ohnmacht auslösen kann[1, 2]Mehr dazu: Niedriger BlutdruckSchwindel
- AtemwegeSchluckauf[1, 2]Mehr dazu: Schluckauf
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- Blut und LymphsystemNiedriger Gehalt an weißen Blutkörperchen oder an Blutplättchen[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- ImmunsystemAllergische Reaktion, z. B. Schwellungen im Mund- und Rachenraum, Anschwellen von Zunge und Gesicht, Jucken, Quaddeln[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenSchwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenJuckreizNesselsucht
- HormonsystemBeginn oder Verschlechterung einer Zuckerkrankheit, Ketoazidose (Ausscheidung von Ketonen in Blut und Urin) oder Koma[1, 2]Mehr dazu: Erhöhter Blutzucker
- Stoffwechsel und ErnährungHoher Blutzucker[1, 2]Mehr dazu: Erhöhter Blutzucker
- Stoffwechsel und ErnährungErniedrigter Natriumspiegel im Blut[1, 2]Mehr dazu: Natriummangel
- Stoffwechsel und ErnährungAppetitlosigkeit (Anorexie)[1, 2]Mehr dazu: Appetitlosigkeit
- PsycheSelbsttötungsgedanken, Selbsttötungsversuch und Selbsttötung[1, 2]
- PsycheAggressivität, gesteigerte Unruhe, Nervosität[1, 2]Mehr dazu: Aggressivität und ReizbarkeitUnruhe und Nervosität
- PsycheUnfähigkeit, dem Impuls oder der Versuchung zu widerstehen, Dinge zu tun, die Ihnen oder anderen schaden könnten, z. B. Spielsucht, verändertes oder verstärktes sexuelles Interesse und Verhalten, unkontrollierbares zwanghaftes Einkaufen oder Geldausgeben, Essattacken oder zwanghaftes Essen, Neigung, ziellos umherzuwandern[1, 2]
- NervensystemKombination aus Fieber, Muskelsteifheit, beschleunigtem Atmen, Schwitzen, verringertem Bewusstseinszustand und plötzlicher Veränderung von Blutdruck und Puls, Ohnmacht (malignes neuroleptisches Syndrom)[1, 2]Mehr dazu: FieberVermehrtes Schwitzen
- NervensystemKrampfanfall[1, 2]Mehr dazu: Krampfanfälle
- NervensystemSerotonin-Syndrom, eine Reaktion, die Glücksgefühle, Schläfrigkeit, Schwerfälligkeit, Ruhelosigkeit, Trunkenheitsgefühl, Fieber, Schwitzen oder steife Muskeln verursachen kann[1, 2]Mehr dazu: FieberVermehrtes Schwitzen
- NervensystemSprachstörungen[1, 2]
- AugenFixierung der Augäpfel in einer Position (Blickkrampf)[1, 2]
- HerzPlötzlicher unerklärbarer Tod, lebensbedrohlich unregelmäßiger Herzschlag, Herzanfall (laut Fachinformation Herzstillstand), verlangsamter Herzschlag; laut Fachinformation auch Torsade de Pointes und Rhythmusstörungen der Herzkammern[1, 2]Mehr dazu: HerzrhythmusstörungenVerlangsamter Herzschlag
- Gefäße und KreislaufBlutgerinnsel in den Venen, insbesondere in den Beinen (mit Schwellungen, Schmerzen und Rötung im Bein), die über die Blutgefäße in die Lunge gelangen und dort Brustschmerzen und Atembeschwerden verursachen können[1, 2]Mehr dazu: Blutgerinnsel
- Gefäße und KreislaufHoher Blutdruck, Ohnmacht[1, 2]Mehr dazu: Blutdruckanstieg
- AtemwegeVersehentliches Einatmen von Nahrung mit Gefahr einer Lungenentzündung, Verkrampfung der Stimmritze; laut Fachinformation auch Krampf im Mund- und Rachenraum (Oropharyngealspasmus)[1, 2]
- Magen und DarmEntzündung der Bauchspeicheldrüse[1, 2]Mehr dazu: Bauchspeicheldrüsenentzündung
- Magen und DarmSchwierigkeiten beim Schlucken, Durchfall, Beschwerden im Bauch, Beschwerden im Magen[1, 2]Mehr dazu: DurchfallBauchschmerzen
- Leber und GalleLeberversagen, Leberentzündung, Gelbfärbung von Haut und Augäpfeln[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- HautHautausschlag, Lichtempfindlichkeit der Haut, Haarausfall, übermäßiges Schwitzen[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagLichtempfindlichkeit der HautHaarausfallVermehrtes Schwitzen
- HautSchwere allergische Reaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS): zunächst grippeähnliche Beschwerden und Ausschlag im Gesicht, dann sich ausbreitender Ausschlag, erhöhte Temperatur, vergrößerte Lymphknoten, erhöhte Leberwerte und mehr Eosinophile im Blut[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlagFieber
- Muskeln, Knochen und GelenkeUngewöhnliches Muskelversagen, das zu Nierenproblemen führen kann (Rhabdomyolyse), Muskelschmerzen, Steifheit[1, 2]Mehr dazu: Muskelschmerzen
- Nieren und HarnwegeUngewollter Harnabgang (Inkontinenz), Schwierigkeiten beim Wasserlassen[1, 2]Mehr dazu: Probleme beim Wasserlassen
- SchwangerschaftEntzugserscheinungen bei Neugeborenen nach Anwendung in der Schwangerschaft[1, 2]Mehr dazu: Absetz- und Entzugserscheinungen
- Geschlechtsorgane und BrustLänger andauernde und/oder schmerzhafte Erektion[1, 2]
- Allgemeine BeschwerdenSchwierigkeiten, die Körperkerntemperatur unter Kontrolle zu halten, oder Überhitzung; Brustschmerzen; Anschwellen der Hände, Fußknöchel oder Füße[1, 2]Mehr dazu: Wassereinlagerungen
- Laborwerte und UntersuchungenGewichtsverlust, Gewichtszunahme[1, 2]Mehr dazu: GewichtsabnahmeGewichtszunahme
- Laborwerte und UntersuchungenAbnormale Leberwerte (laut Fachinformation erhöhte Werte von Alaninaminotransferase, Aspartataminotransferase, Gamma-Glutamyltransferase und alkalischer Phosphatase)[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- Laborwerte und UntersuchungenBei Bluttests erhöhte oder schwankende Blutzuckerwerte und erhöhte Werte für glykosyliertes Hämoglobin; laut Fachinformation auch Verlängerung der QT-Zeit im EKG und erhöhte Kreatinphosphokinase[1, 2]Mehr dazu: Erhöhter BlutzuckerHerzrhythmusstörungenVeränderte Laborwerte
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Suizidgedanken: Suizidgedanken und entsprechendes Verhalten wurden während der Behandlung berichtet. Laut Fachinformation gehört suizidales Verhalten zu psychotischen Erkrankungen und affektiven Störungen und wurde in einigen Fällen nach Beginn oder nach Wechsel einer antipsychotischen Behandlung berichtet [1, 2]. Malignes neuroleptisches Syndrom: Dieser möglicherweise tödliche Symptomkomplex zeigt sich laut Fachinformation durch hohes Fieber, Muskelsteifheit, einen veränderten Gemütszustand und Zeichen einer Instabilität des vegetativen Nervensystems (unregelmäßiger Puls oder Blutdruck, Herzrasen, Schwitzen und Herzrhythmusstörungen) [2]. Telefonnummern für den Ernstfall finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Innere Unruhe und Bewegungsdrang: Akathisie und andere unwillkürliche Bewegungen gehören zu den häufigen Nebenwirkungen [1, 2]. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie ungewöhnliche Bewegungen entwickeln [1]. Mehr unter Unruhe und Angst.
Schläfrigkeit und Schwindel: Schläfrigkeit, ein starkes Absinken des Blutdrucks beim Aufstehen, Schwindel und Veränderungen von Bewegungsfähigkeit und Gleichgewicht können zu Stürzen führen; Vorsicht ist besonders bei älteren oder geschwächten Menschen geboten [1]. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn die Schläfrigkeit Ihren Alltag beeinträchtigt [1]. Mehr auf den Seiten Müdigkeit und Niedriger Blutdruck.
Blutzucker und Gewicht: Zuckerkrankheit ist eine häufige Nebenwirkung, zu viel Zucker im Blut eine gelegentliche [1, 2]. Laut Fachinformation sollten Behandelte auf Anzeichen eines hohen Blutzuckers wie übermäßigen Durst, große Harnmengen, gesteigerten Appetit und Schwäche beobachtet und Menschen mit Diabetes oder Risikofaktoren regelmäßig überwacht werden [2]. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie an Gewicht zunehmen [1]; bei Jugendlichen mit bipolarer Manie sollte die Gewichtszunahme laut Fachinformation überwacht werden [2]. Mehr unter Blutzucker und Gewichtszunahme.
Übelkeit und Verstopfung: Beides ist häufig, ebenso Verdauungsstörungen und vermehrter Speichel [1, 2]. Aripiprazol können Sie mit dem Essen oder auf nüchternen Magen einnehmen [1].
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, auch über nicht verschreibungspflichtige [1]. Aripiprazol kann die Wirkung blutdrucksenkender Mittel verstärken [1, 2]. Manche Arzneimittel können den Aripiprazol-Spiegel erhöhen (etwa Fluoxetin, Paroxetin, Itraconazol oder HIV-Proteasehemmer) oder senken (etwa Carbamazepin, Rifampicin oder Johanniskraut); dann muss die Ärztin oder der Arzt die Dosis eventuell ändern [1, 2]. Zusammen mit Mitteln, die den Serotoninspiegel erhöhen (darunter Triptane, Tramadol, Johanniskraut und bestimmte Antidepressiva), kann das Risiko von Nebenwirkungen steigen; laut Fachinformation wurden Fälle eines Serotonin-Syndroms berichtet [1, 2]. Allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Wechselwirkungen.
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Blutdrucksenkende Arzneimittel | Ihre Wirkung kann verstärkt werden[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Mittel gegen Herzrhythmusstörungen (z. B. Chinidin, Amiodaron, Flecainid), Antidepressiva und pflanzliche Mittel gegen Depressionen und Angst (z. B. Fluoxetin, Paroxetin, Venlafaxin, Johanniskraut), Mittel gegen Pilzerkrankungen (z. B. Itraconazol), Ketoconazol, bestimmte HIV-Mittel (z. B. Efavirenz, Nevirapin, Proteasehemmer wie Indinavir oder Ritonavir), Mittel gegen Epilepsie (z. B. Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital), Rifabutin oder Rifampicin (gegen Tuberkulose) | Das Risiko von Nebenwirkungen kann steigen oder die Wirkung von Aripiprazol nachlassen; eventuell muss die Ärztin oder der Arzt die Dosis ändern[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren; bei ungewöhnlichen Beschwerden ärztlich vorstellen |
| Mittel, die den Serotoninspiegel erhöhen: Triptane (z. B. Sumatriptan, Zolmitriptan), Tramadol, Pethidin, Tryptophan, SSRI (z. B. Paroxetin, Fluoxetin), Venlafaxin, trizyklische Antidepressiva (z. B. Clomipramin, Amitriptylin), Johanniskraut | Höheres Risiko von Nebenwirkungen; laut Fachinformation wurden Fälle eines Serotonin-Syndroms berichtet[1, 2] | Bei ungewöhnlichen Beschwerden ärztlich vorstellen |
| Alkohol und andere zentral wirksame Arzneimittel | Laut Fachinformation können sich Nebenwirkungen wie Dämpfung (Sedierung) überlagern[1, 2] | Alkohol sollte vermieden werden |
| Arzneimittel, die die QT-Zeit verlängern oder den Elektrolythaushalt stören | Laut Fachinformation Vorsicht geboten[2] | Ärztin oder Arzt informieren |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Aripiprazol nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Aripiprazol darf bei einer Allergie gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile nicht eingenommen werden [1, 2]. Bei den weiteren Punkten sprechen Sie vor der Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1]. Für ältere Menschen mit Demenz gilt: Aripiprazol ist zur Behandlung von Psychosen bei Demenz nicht angezeigt [2]. Weil Antipsychotika mit Blutgerinnseln in Verbindung gebracht werden, informieren Sie auch über frühere Thrombosen in Ihrer Familie [1]; mehr dazu auf der Seite Thromboserisiko.
Nicht einnehmen bei
Besondere Vorsicht bei
- Hoher Blutzucker (übermäßiger Durst, große Harnmengen, Appetitsteigerung, Schwächegefühl) oder Diabetes in der Familie; laut Fachinformation sollten Menschen mit Diabetes oder Risikofaktoren regelmäßig auf eine Verschlechterung der Blutzuckerwerte überwacht werden[1, 2]
- Krampfanfälle[1, 2]
- Unwillkürliche, unregelmäßige Muskelbewegungen, insbesondere im Gesicht[1, 2]
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen, auch in der Familie, Schlaganfall oder vorübergehende Mangeldurchblutung des Gehirns (TIA), ungewöhnlicher Blutdruck; laut Fachinformation auch QT-Verlängerung in der Familie[1, 2]
- Blutgerinnsel, auch in der Familie: Antipsychotika werden mit der Bildung von Blutgerinnseln in Verbindung gebracht[1, 2]
- Spielsucht in der Vergangenheit[1, 2]
- Ältere Menschen mit Demenz: Bei ihnen wurden unter Aripiprazol mehr Todesfälle berichtet, außerdem Fälle von Schlaganfall oder vorübergehender Mangeldurchblutung des Gehirns; Sie oder Angehörige bzw. Pflegende sollten der Ärztin oder dem Arzt mitteilen, ob Sie jemals einen Schlaganfall oder eine vorübergehende Mangeldurchblutung des Gehirns hatten. Laut Fachinformation lag in drei placebokontrollierten Studien mit älteren Menschen (Durchschnittsalter 82,4 Jahre) mit Psychosen bei Alzheimer-Krankheit die Sterblichkeit bei 3,5 % unter Aripiprazol gegenüber 1,7 % unter Placebo; unerwünschte Ereignisse an den Hirngefäßen wie Schlaganfall oder TIA, einschließlich Todesfällen, traten bei 1,3 % gegenüber 0,6 % auf (Unterschied statistisch nicht signifikant; in einer dieser Studien, einer Studie mit fester Dosierung, bestand jedoch eine signifikante Dosis-Wirkungs-Beziehung). Aripiprazol ist zur Behandlung von Psychosen bei Demenz nicht angezeigt[1, 2]
- Stürze: Aripiprazol kann Schläfrigkeit, ein starkes Absinken des Blutdrucks beim Aufstehen, Schwindel und Veränderungen von Bewegungsfähigkeit und Gleichgewicht verursachen; Vorsicht besonders bei älteren oder geschwächten Menschen[1, 2]
- Laut Fachinformation sind Störungen der Speiseröhrenbewegung und das Einatmen von Nahrung (Aspiration) mit Antipsychotika verbunden; Vorsicht bei Risiko für eine Lungenentzündung durch Aspiration[2]
- Kinder unter 13 Jahren: nicht anwenden, da nicht bekannt ist, ob Aripiprazol bei ihnen sicher und wirksam ist; bei Jugendlichen mit Manie sollte laut Fachinformation das Gewicht überwacht werden[1, 2]
- Laut Fachinformation sollte die gleichzeitige Anwendung mit Stimulanzien bei ADHS unter größter Vorsicht erfolgen[2]
- Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern: Die Tabletten enthalten Lactose (Milchzucker); erst nach ärztlicher Rücksprache einnehmen[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Alkohol sollte während der Einnahme vermieden werden [1]. Schwindelgefühle und Sehprobleme können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen [1, 2]. Die Karten stellen die Angaben von Packungsbeilage, Fachinformation und dem Beratungszentrum Embryotox der Charité zu Schwangerschaft und Stillzeit nebeneinander [1, 2, 3]. Mehr in den Ratgebern Medikamente und Alkohol und Medikamente in der Schwangerschaft.
Schwangerschaft
Bei Neugeborenen von Müttern, die Aripiprazol in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft einnahmen, können Zittern, Muskelsteifheit und/oder -schwäche, Schläfrigkeit, Ruhelosigkeit, Atembeschwerden und Schwierigkeiten beim Füttern auftreten; entwickelt Ihr Baby eines dieser Symptome, sollten Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt kontaktieren.[1]
Laut Fachinformation gibt es keine hinreichenden kontrollierten Studien bei Schwangeren; über angeborene Fehlbildungen wurde berichtet, ein ursächlicher Zusammenhang mit Aripiprazol wurde aber nicht nachgewiesen. Aripiprazol darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, der mögliche Nutzen rechtfertigt eindeutig das mögliche Risiko für das Kind; benachrichtigen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie schwanger werden oder eine Schwangerschaft planen.[2]
Laut Embryotox ergaben Studien zu fast 2.000 Schwangerschaften keinen Hinweis auf Fehlbildungen. Bei einer Neueinstellung sollte das besser erprobte Quetiapin vorgezogen werden, falls es ebenso geeignet ist; ist Aripiprazol bei Kinderwunsch oder im ersten Schwangerschaftsdrittel angezeigt, muss nicht umgestellt werden. Nach Einnahme bis zur Geburt ist beim Neugeborenen auf Anpassungsstörungen zu achten; die Entbindung sollte in einer Klinik mit Neonatologie erfolgen. Besser geeignete Alternativen sind laut Embryotox Quetiapin, gegebenenfalls auch Risperidon, und, wenn auf klassische Antipsychotika zurückgegriffen werden muss, Haloperidol. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt bespricht mit Ihnen, ob Sie stillen sollten, unter Berücksichtigung des Nutzens der Behandlung für Sie und des Stillens für Ihr Baby; Sie sollten nicht beides tun. Laut Fachinformation gehen Aripiprazol und seine Abbauprodukte in die Muttermilch über.[1, 2]
Laut Embryotox ist Stillen bei alleiniger Einnahme und guter Beobachtung des Kindes unter Vorbehalt akzeptabel; es gibt Fallberichte über eine verminderte Milchbildung und über Schläfrigkeit bei gestillten Kindern.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Alkohol
Autofahren und Maschinen
Während der Behandlung können Schwindelgefühle und Probleme mit dem Sehen auftreten; das sollten Sie berücksichtigen, wenn volle Aufmerksamkeit nötig ist, etwa beim Autofahren oder beim Bedienen von Maschinen. Laut Fachinformation hat Aripiprazol einen geringen oder mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit.[1, 2]
Einnahme
Versuchen Sie, Aripiprazol jeden Tag zur gleichen Zeit einzunehmen, mit dem Essen oder auf nüchternen Magen. Die Tablette immer mit Wasser unzerkaut schlucken. Einnahme vergessen: die vergessene Dosis nehmen, sobald Sie daran denken, aber nicht die doppelte Dosis an einem Tag.[1]
Absetzen
Auch wenn Sie sich besser fühlen, ändern Sie die tägliche Dosis nicht und setzen Sie Aripiprazol nicht ab, ohne vorher ärztlich nachzufragen; nehmen Sie es so lange ein, wie es Ihnen gesagt wurde. Laut Fachinformation können sich Anzeichen einer Spätdyskinesie nach dem Ende der Behandlung kurzzeitig verschlechtern oder erst auftreten.[1, 2]
Überdosierung
Haben Sie mehr eingenommen als empfohlen oder hat eine andere Person Ihr Aripiprazol eingenommen, kontaktieren Sie umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; ist niemand erreichbar, suchen Sie das nächste Krankenhaus auf und nehmen Sie die Packung mit. Möglich sind schneller Herzschlag, Unruhe oder Aggressivität, Sprachstörungen, ungewöhnliche Bewegungen, verringerter Bewusstseinszustand, außerdem unter anderem akute Verwirrtheit, Krampfanfälle, Koma, Fieber mit schnellerem Atmen und Schwitzen, Muskelsteifheit, Schläfrigkeit, langsamere Atmung, Atemnot, hoher oder niedriger Blutdruck und Herzrhythmusstörungen.[1]
Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation
Die Packungsbeilage nennt die empfohlene Dosis für Erwachsene und Jugendliche und die Höchstdosis; die Fachinformation ergänzt Hinweise zu Behandlungsdauer und Dosis bei Jugendlichen mit manischen Episoden, zu älteren Menschen und zu Leber- und Nierenerkrankungen [1, 2]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder; sie ersetzt nicht die Verordnung. Welche Dosis für Sie richtig ist, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].
Einnahme und Absetzen
Nehmen Sie Aripiprazol immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ein, möglichst jeden Tag zur gleichen Zeit, und schlucken Sie die Tablette unzerkaut mit Wasser [1]. Bemerken Sie Schwierigkeiten beim Schlucken, informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]; laut Fachinformation gibt es für Menschen, denen das Schlucken der Tabletten schwerfällt, auch Schmelztabletten und eine Lösung zum Einnehmen [2].
Beenden Sie die Behandlung nicht, nur weil Sie sich besser fühlen, und ändern Sie die Dosis nicht ohne ärztliche Rücksprache [1]. Absetzsymptome bei Erwachsenen führen Packungsbeilage und Fachinformation nicht auf; laut Fachinformation können sich Anzeichen einer Spätdyskinesie nach dem Ende der Behandlung aber kurzzeitig verschlechtern oder erst auftreten [1, 2]. Was Packungsbeilage, Fachinformation und Leitlinie zum Absetzen sagen und wie Ärztinnen und Ärzte dabei vorgehen, erklärt die Seite Aripiprazol absetzen. Allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Medikamente absetzen.
Präparate mit Aripiprazol
Das Originalpräparat ABILIFY gibt es als Tabletten, Schmelztabletten, Lösung zum Einnehmen und Injektionslösung [2]; Tabletten mit Aripiprazol bieten auch weitere Hersteller an. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation der ABILIFY Tabletten aus der EMA-Produktinformation [1, 2].
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| ABILIFY | Otsuka Pharmaceutical Netherlands B.V. (Zulassungsinhaber) | verschreibungspflichtig; Tabletten, Schmelztabletten, Lösung zum Einnehmen, Injektionslösung; Grundlage dieser Seite (Tabletten) |
| Aripiprazol-ratiopharm Tabletten | ratiopharm GmbH | verschreibungspflichtig; eigene Packungsbeilage |
| Aripiprazol AbZ Tabletten | AbZ-Pharma GmbH | verschreibungspflichtig; eigene Packungsbeilage |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation ABILIFY (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilage ABILIFY 5 mg/10 mg/15 mg/30 mg Tabletten. Otsuka Pharmaceutical Netherlands B.V. (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 01/2026. abgerufen am 10.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation ABILIFY (EPAR), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) ABILIFY Tabletten, und Anhang II. Otsuka Pharmaceutical Netherlands B.V. (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 01/2026. abgerufen am 10.10.2026
- Embryotox Embryotox: Aripiprazol. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
Häufige Fragen
Wofür wird Aripiprazol eingesetzt?
Aripiprazol ist zugelassen zur Behandlung der Schizophrenie bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 15 Jahren und zur Behandlung mäßiger bis schwerer manischer Episoden der Bipolar-I-Störung bei Erwachsenen und, für bis zu 12 Wochen, bei Jugendlichen ab 13 Jahren. Bei Erwachsenen, deren manische Episoden auf Aripiprazol ansprachen, wird es auch eingesetzt, um neuen manischen Episoden vorzubeugen.
Was ist Akathisie?
Akathisie ist ein unangenehmes Gefühl von innerer Unruhe und ein zwanghafter Bewegungsdrang. Sie gehört zu den häufigen Nebenwirkungen von Aripiprazol und kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie das bemerken.
Macht Aripiprazol dick?
Eine Gewichtszunahme ist als Nebenwirkung mit unbekannter Häufigkeit genannt; bei Jugendlichen ab 13 Jahren ist sie häufig. Laut Fachinformation führte Aripiprazol in klinischen Studien bei Erwachsenen nicht zu einer klinisch relevanten Gewichtszunahme; nach der Markteinführung wurde sie aber berichtet. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie zunehmen.
Kann Aripiprazol Spielsucht oder Kaufsucht auslösen?
Ja, das ist möglich. Berichtet wurden Spielsucht, verändertes oder verstärktes sexuelles Interesse, zwanghaftes Einkaufen oder Geldausgeben, Essattacken und die Neigung, ziellos umherzuwandern. Bemerken Sie oder Ihre Angehörigen solche Verhaltensweisen, informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; möglicherweise wird die Dosis angepasst oder die Behandlung beendet.
Darf Aripiprazol bei Demenz gegeben werden?
Aripiprazol ist nicht zur Behandlung von Psychosen bei Demenz zugelassen. Bei älteren Menschen mit Demenz wurden während der Einnahme mehr Todesfälle berichtet, außerdem Fälle von Schlaganfall oder vorübergehender Mangeldurchblutung des Gehirns. Laut Fachinformation lag die Sterblichkeit in drei placebokontrollierten Studien mit älteren Menschen mit Psychosen bei Alzheimer-Krankheit bei 3,5 % unter Aripiprazol gegenüber 1,7 % unter Placebo.
Darf ich während der Einnahme von Aripiprazol Alkohol trinken?
Laut Packungsbeilage sollte Alkohol vermieden werden. Laut Fachinformation können sich Nebenwirkungen wie eine Dämpfung überlagern, wenn Aripiprazol zusammen mit Alkohol oder anderen zentral wirksamen Mitteln eingenommen wird.
Kann ich Aripiprazol einfach absetzen?
Nein. Auch wenn Sie sich besser fühlen, sollten Sie die Dosis nicht ändern und Aripiprazol nicht absetzen, ohne vorher ärztlich nachzufragen; nehmen Sie es so lange ein, wie es Ihnen gesagt wurde. Laut Fachinformation können sich Anzeichen einer Spätdyskinesie nach dem Ende der Behandlung kurzzeitig verschlechtern oder erst auftreten.
Wie hoch ist die Dosis von Aripiprazol?
Die Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest; die empfohlene Dosis für Jugendliche ist laut Packungsbeilage niedriger als für Erwachsene. Was Packungsbeilage und Fachinformation dazu sagen, steht im Abschnitt "Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation" auf dieser Seite.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
Passt dazu
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Ratgeber Medikamente mit Milch einnehmen?Milch kann die Aufnahme mancher Medikamente verringern, etwa bestimmter Antibiotika.