NebenwirkungenNebenwirkung

Kopfschmerzen durch Medikamente

Kopfschmerzen können laut IQWiG als Nebenwirkung verschiedener Medikamente auftreten, zum Beispiel von Nitrospray gegen Herzbeschwerden, Potenzmitteln (PDE-5-Hemmern), Blutdruckmitteln und Hormonpräparaten. Wer sehr häufig Schmerz- oder Migränemittel einnimmt, kann dadurch laut IQWiG zusätzliche Kopfschmerzen bekommen (Kopfschmerz durch Medikamenten-Übergebrauch). Starke Kopfschmerzen mit Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen können laut gesund.bund.de auf einen Schlaganfall hinweisen (Notruf 112), Kopfschmerzen mit Fieber und Nackensteife auf eine Hirnhautentzündung (sofort ins Krankenhaus). Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Frau Anfang vierzig mit dunkelblondem Haar sitzt am Holztisch am Fenster und massiert mit geschlossenen Augen ihre Schläfen
Bild: KI-generiert

Kopfschmerzen können als Nebenwirkung verschiedener Medikamente auftreten; das IQWiG nennt zum Beispiel Mittel gegen Herzbeschwerden wie Nitrospray, Mittel gegen Erektionsstörungen (PDE-5-Hemmer), Blutdruckmittel und Hormonpräparate [1, 2]. Eine Besonderheit sind Kopfschmerzen durch Schmerzmittel selbst: Wer sehr häufig Schmerz- oder Migränemittel einnimmt, kann dadurch mehr Kopfschmerzen bekommen [1]. Medizinisch zählen Kopfschmerzen, die auf eine Erkrankung oder einen Arzneimittelgebrauch zurückgehen, zu den sekundären Kopfschmerzen; primäre Kopfschmerzen wie Migräne oder Spannungskopfschmerzen haben dagegen keine bekannte Ursache [2].

Welche Medikamente Kopfschmerzen auslösen können

Die folgenden Beispiele stammen aus den Produktinformationen einzelner Wirkstoffe; jede Häufigkeitsangabe gehört zu dem Wirkstoff, bei dem sie steht.

  • Nitrate (Mittel gegen Herzschmerzen): In der Packungsbeilage eines Sprays mit Glyceroltrinitrat (Nitroglycerin) sind Kopfschmerzen als häufig eingestuft, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten; zu Behandlungsbeginn können sie sehr häufig auftreten ("Nitratkopfschmerzen") und klingen erfahrungsgemäß meistens nach einigen Tagen bei weiterer Anwendung ab [3].
  • PDE-5-Hemmer (Mittel gegen Erektionsstörungen): Bei Sildenafil sind Kopfschmerzen laut Packungsbeilage sehr häufig, also bei mehr als 1 von 10 Behandelten; laut Fachinformation gehören sie zu den am häufigsten beschriebenen Nebenwirkungen in den Studien [4]. Auch Tadalafil steht in der Tabelle. Mehr unter Prostata-, Blasen- und Potenzmittel.
  • Calciumkanalblocker (Blutdrucksenker): Die Packungsbeilage von Nifedipin nennt Kopfschmerzen als sehr häufig [5]. Bei Amlodipin sind Kopfschmerzen häufig, insbesondere zu Beginn der Behandlung [6].
  • Weitere Mittel: Auch Hormonpräparate können laut IQWiG Kopfschmerzen verursachen [2]. Bei dem Antidepressivum Sertralin nennt die Packungsbeilage Kopfschmerzen unter den sehr häufigen Nebenwirkungen; sie können auch auftreten, wenn die Einnahme plötzlich beendet wird [9]. Mehr unter Antidepressiva und Verhütungsmittel.

Die Tabelle zeigt die Wirkstoffe, deren Produktinformation Kopfschmerzen oder Migräne nennt:

Kopfschmerzen als Nebenwirkung: Angaben aus der Produktinformation
WirkstoffHäufigkeitAngabe in der Produktinformation
AdalimumabSehr häufigKopfschmerzen · Empfindungsstörungen wie Kribbeln, Prickeln oder Taubheitsgefühl, Migräne, eingeklemmte Nervenwurzeln (Hexenschuss mit Rücken- und Beinschmerzen)
AgomelatinSehr häufigKopfschmerzen · Migräne
AmitriptylinSehr häufigKopfschmerzen
AnastrozolSehr häufigKopfschmerzen
AtomoxetinSehr häufigBei Kindern und Jugendlichen: Kopfschmerzen und Schläfrigkeit · Bei Kindern und Jugendlichen: Ohnmachtsanfall, Zittern und Migräne · Bei Erwachsenen: Kopfschmerzen · Bei Erwachsenen: Ohnmachtsanfall und Migräne
BupropionSehr häufigKopfschmerzen
CarvedilolSehr häufigSchwindel, Kopfschmerzen
CiclosporinSehr häufigKopfschmerzen · Migräne oder schwere Kopfschmerzen, oft mit Übelkeit, Erbrechen und Lichtempfindlichkeit
CitalopramSehr häufigKopfschmerzen · Migräne
DiazepamSehr häufigSchwindelgefühl und Kopfschmerzen
DonepezilSehr häufigKopfschmerzen
DuloxetinSehr häufigKopfschmerzen
EbastinSehr häufigKopfschmerz
EnzalutamidSehr häufigKopfschmerzen
EscitalopramSehr häufigKopfschmerzen
EtanerceptSehr häufigKopfschmerzen
FentanylSehr häufigKopfschmerzen
FluoxetinSehr häufigKopfschmerzen
Ginkgo-biloba-ExtraktSehr häufigKopfschmerzen (Filmtabletten mit 240 mg)
GuanfacinSehr häufigKopfschmerzen
HaloperidolSehr häufigKopfschmerzen
InfliximabSehr häufigKopfschmerzen
LacosamidSehr häufigKopfschmerzen
LamotriginSehr häufigKopfschmerzen
LeuprorelinSehr häufigBei Männern mit Prostatakrebs: Missempfindungen und Taubheitsgefühl (Parästhesie), Kopfschmerz · Bei Kindern mit vorzeitiger Pubertät: Kopfschmerz · Bei Frauen (Enantone-Gyn): Kopfschmerz · Bei Frauen (Enantone-Gyn):…
LevetiracetamSehr häufigSchläfrigkeit (Somnolenz), Kopfschmerzen
LevocabastinSehr häufigAugentropfen: Kopfschmerzen · Nasenspray: Kopfschmerzen
LevonorgestrelSehr häufigKopfschmerzen · Migräne
LevothyroxinSehr häufigKopfschmerzen
LiraglutidSehr häufigKopfschmerzen
LisdexamfetaminSehr häufigKopfschmerzen
MedroxyprogesteronSehr häufigKopfschmerzen, Nervosität
MethotrexatSehr häufigKopfschmerzen, Schwindel
MethylphenidatSehr häufigKopfschmerzen · Spannungskopfschmerzen · Migräne
MirtazapinSehr häufigKopfschmerzen
NifedipinSehr häufigKopfschmerzen · Migräne
NivolumabSehr häufigKopfschmerzen
OfatumumabSehr häufigAllgemeine (systemische) Reaktionen auf die Injektion wie Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Schüttelfrost und Müdigkeit, meist innerhalb von 24 Stunden nach einer Injektion und vor allem nach der ersten
OndansetronSehr häufigKopfschmerzen
OxcarbazepinSehr häufigKopfschmerzen, Schwindel und Benommenheit; laut Fachinformation Schläfrigkeit
OxycodonSehr häufigSchwindel und Kopfschmerzen · Migräne
PembrolizumabSehr häufigKopfschmerzen
PregabalinSehr häufigBenommenheit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen
QuetiapinSehr häufigSchwindel (kann zu Stürzen führen) und Kopfschmerzen · Absetzsymptome: Schlaflosigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Schwindel, Gereiztheit
RisperidonSehr häufigKopfschmerzen
RituximabSehr häufigBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Kopfschmerzen · Bei rheumatoider Arthritis: Kopfschmerzen · Bei rheumatoider Arthritis: ungewöhnliche Hautempfindungen wie Taubheit, Kribbeln, Stechen oder Brennen, Ischiasbeschwerden,…
Salmeterol/FluticasonSehr häufigKopfschmerz, der im Laufe der Behandlung üblicherweise nachlässt
SertralinSehr häufigSchwindelgefühl, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen · Migräne
SildenafilSehr häufigKopfschmerzen
SulfasalazinSehr häufigKopfschmerzen
TacrolimusSehr häufigZittern (Tremor), Kopfschmerzen
TapentadolSehr häufigSchwindel, Schläfrigkeit (Somnolenz), Kopfschmerz
TerbinafinSehr häufigKopfschmerzen
TrastuzumabSehr häufigKopfschmerzen
TrimipraminSehr häufigKopfschmerzen, vor allem zu Beginn der Behandlung
VedolizumabSehr häufigKopfschmerzen
VenlafaxinSehr häufigSchwindelgefühl, Kopfschmerzen und Schläfrigkeit
AciclovirHäufigSchwindel, Kopfschmerzen
AlendronsäureHäufigKopfschmerzen
AlfuzosinHäufigKopfschmerzen
AlprazolamHäufigKopfschmerzen
AmlodipinHäufigKopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit, vor allem zu Beginn der Behandlung
AripiprazolHäufigKopfschmerzen
AtorvastatinHäufigKopfschmerzen
AzithromycinHäufigKopfschmerzen
BaclofenHäufigZittern (Tremor), Bewegungsstörungen (Ataxie), Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Ermüdung
Beclometason/FormoterolHäufigKopfschmerzen
BetahistinHäufigKopfschmerzen
BimatoprostHäufigKopfschmerzen
BisoprololHäufigMüdigkeit, Erschöpfung, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen; bei Bluthochdruck oder Angina pectoris vor allem zu Beginn der Behandlung, im Allgemeinen schwach ausgeprägt und häufig innerhalb von 1 bis 2 Wochen abklingend
Botulinumtoxin Typ AHäufigBei Schiefhals: Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Lähmung der Gesichtsmuskulatur · Bei Harninkontinenz (Injektion in die Blase): Kopfschmerzen
BromazepamHäufigKopfschmerzen
Budesonid/FormoterolHäufigKopfschmerzen
BuprenorphinHäufigSchwindel, Kopfschmerzen
CandesartanHäufigKopfschmerzen
CarbamazepinHäufigKopfschmerzen und Doppelbilder
CefuroximHäufigKopfschmerzen, Schwindel · Jarisch-Herxheimer-Reaktion bei der Behandlung einer Lyme-Borreliose mit Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Muskelschmerzen und Hautausschlägen, die für gewöhnlich einige Stunden bis zu einem…
CelecoxibHäufigKopfschmerzen
CetirizinHäufigSchwindel, Kopfschmerzen
ChlortalidonHäufigKopfschmerzen
ClarithromycinHäufigKopfschmerzen
ClonidinHäufigKopfschmerzen
ClozapinHäufigKopfschmerzen
CodeinHäufigLeichte Kopfschmerzen, leichte Schläfrigkeit
DaridorexantHäufigKopfschmerzen
DesloratadinHäufigKopfschmerzen
DesogestrelHäufigKopfschmerzen
DiclofenacHäufigZentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Erregung, Reizbarkeit oder Müdigkeit
DienogestHäufigKopfschmerzen, Migräne
Dienogest/EthinylestradiolHäufigKopfschmerzen · Migräne, Benommenheit
DigitoxinHäufigKopfschmerzen, Müdigkeit, Schlaflosigkeit
DihydralazinHäufigSchwindel und migräneartige Kopfschmerzen
DihydrocodeinHäufigLeichte Kopfschmerzen, leichte Schläfrigkeit, Schwindelgefühl, leichte Benommenheit (Somnolenz)
DorzolamidHäufigKopfschmerzen
DoxazosinHäufigSchwindel oder Benommenheit, Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Schläfrigkeit (Somnolenz)
DoxycyclinHäufigKopfschmerzen
DrospirenonHäufigKopfschmerzen
DydrogesteronHäufigKopfschmerzen, Migräne
EdoxabanHäufigKopfschmerzen
EnalaprilHäufigKopfschmerzen
EnoxaparinHäufigKopfschmerzen
EplerenonHäufigBewusstseinsverlust (Synkope), Schwindel, Kopfschmerzen
EsomeprazolHäufigKopfschmerzen
EstradiolHäufigKopfschmerzen · Migräne
Etonogestrel/Ethinylestradiol (Vaginalring)HäufigKopfschmerzen oder Migräne
EtoricoxibHäufigSchwindelgefühl, Kopfschmerzen
EvolocumabHäufigKopfschmerzen
EzetimibHäufigZusammen mit einem Statin: Kopfschmerzen
FamotidinHäufigKopfschmerzen
FebuxostatHäufigKopfschmerzen, Schwindelgefühl oder Benommenheit
FelodipinHäufigKopfschmerzen
FexofenadinHäufigKopfschmerzen
FluconazolHäufigKopfschmerzen
FluticasonHäufigKopfschmerzen
FluvastatinHäufigKopfschmerzen
FormoterolHäufigKopfschmerzen
FosfomycinHäufigKopfschmerzen
GabapentinHäufigKrämpfe, ruckartige Bewegungen (Hyperkinesie), Sprachstörungen, Gedächtnisverlust, Zittern, Schlafstörungen, Kopfschmerzen
GlyceroltrinitratHäufigKopfschmerzen; zu Beginn der Behandlung können sie sehr häufig auftreten ("Nitratkopfschmerzen") und klingen erfahrungsgemäß meistens nach einigen Tagen bei weiterer Anwendung ab
GuselkumabHäufigKopfschmerzen
HydromorphonHäufigKopfschmerzen
HydroxychloroquinHäufigKopfschmerzen
IbandronsäureHäufigKopfschmerzen
IpratropiumHäufigKopfschmerzen, Schwindel
IsotretinoinHäufigKopfschmerzen
ItraconazolHäufigKopfschmerzen
IvabradinHäufigKopfschmerzen, im Allgemeinen während des ersten Behandlungsmonats
LeflunomidHäufigKopfschmerzen und Schwindel
LercanidipinHäufigKopfschmerzen
LetrozolHäufigKopfschmerzen
LevocetirizinHäufigKopfschmerzen
Levodopa/CarbidopaHäufigKopfschmerzen, Kribbeln (Parästhesie), Ohnmacht oder Neigung zu Ohnmacht, bitterer Geschmack im Mund
LevofloxacinHäufigKopfschmerzen, Schwindel (Benommenheit) · Anhaltende Kopfschmerzen mit oder ohne verschwommenes Sehen (benigne intrakranielle Hypertonie)
LevomethadonHäufigBenommenheit, Beruhigung (Sedation), Verwirrtheit, Desorientiertheit, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Unruhe, gelegentlich bis häufig
Levonorgestrel/EthinylestradiolHäufigKopfschmerzen · Migräne
LisinoprilHäufigSchwindel oder Benommenheit, vor allem beim Aufstehen; Kopfschmerzen
LoperamidHäufigKopfschmerzen, Schwindel
MemantinHäufigKopfschmerzen
MesalazinHäufigKopfschmerzen
MetoprololHäufigGleichgewichtsstörungen (sehr selten mit Bewusstlosigkeit), Schwindel, Kopfschmerzen
MometasonHäufigKopfschmerzen
MontelukastHäufigKopfschmerzen
MorphinHäufigKopfschmerzen, Schwindel, Geschmacksstörungen
MoxifloxacinHäufigKopfschmerzen, Benommenheit
MoxonidinHäufigBenommenheit, Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit (Somnolenz)
MycophenolsäureHäufigKopfschmerzen
NaproxenHäufigStörungen des zentralen Nervensystems wie Kopfschmerzen und Schwindel
NebivololHäufigKopfschmerzen
NitrendipinHäufigKopfschmerzen · Schwindel, Migräne, Benommenheit und Müdigkeit
NitrofurantoinHäufigKopfschmerzen, besonders zu Therapiebeginn
NoscapinHäufigKopfschmerzen, Benommenheit
OlmesartanHäufigSchwindelgefühl und Kopfschmerzen
OmalizumabHäufigKopfschmerzen (bei Kindern sehr häufig)
OmeprazolHäufigKopfschmerzen
OxazepamHäufigKopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit (Somnolenz), Beruhigung (Sedierung)
PaliperidonHäufigSchwindel, Zittern (Tremor), Kopfschmerzen
ParoxetinHäufigKopfschmerzen
PiroxicamHäufigKopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit (zentralnervöse Störungen)
PramipexolHäufigBei Parkinson-Krankheit: Kopfschmerzen · Bei Restless-Legs-Syndrom: Kopfschmerzen und Schwindel
PrednisonHäufigKopfschmerzen
ProgesteronHäufigKopfschmerzen
PropiverinHäufigKopfschmerzen
PropranololHäufigInsbesondere zu Beginn der Behandlung Müdigkeit, Schwindelgefühl, Benommenheit oder Kopfschmerzen
PyrantelHäufigKopfschmerzen
RamiprilHäufigKopfschmerzen und Schwindel; Schwindel vor allem zu Beginn der Behandlung oder nach einer Dosiserhöhung
RanolazinHäufigSchwindel, Kopfschmerzen
RisankizumabHäufigKopfschmerzen (laut Fachinformation einschließlich Spannungs- und Nebenhöhlenkopfschmerzen)
RisedronsäureHäufigKopfschmerzen
RivaroxabanHäufigKopfschmerzen, Schwindel · Bei Kindern und Jugendlichen: Kopfschmerzen
RivastigminHäufigKopfschmerzen
RizatriptanHäufigKopfschmerzen
RosuvastatinHäufigKopfschmerzen, Schwindel
RoxithromycinHäufigKopfschmerzen, Schwindel
Sacubitril/ValsartanHäufigKopfschmerzen
SalbutamolHäufigKopfschmerzen
SecukinumabHäufigKopfschmerzen
SemaglutidHäufigKopfschmerzen
SitagliptinHäufigKopfschmerzen
TadalafilHäufigKopfschmerzen · Migräne
TamoxifenHäufigKopfschmerzen
TestosteronHäufigSchwindel, "Ameisenlaufen" (Parästhesie), Gedächtnisverlust (Amnesie), gesteigertes Schmerzempfinden (Hyperästhesie), Kopfschmerzen
TianeptinHäufigSchlaflosigkeit, Schläfrigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen
TicagrelorHäufigKopfschmerzen
Tilidin/NaloxonHäufigKopfschmerzen
TorasemidHäufigKopfschmerzen, Schwindel
TramadolHäufigKopfschmerz, Benommenheit
TrazodonHäufigSchwindel, Kopfschmerzen, Unruhe
UpadacitinibHäufigKopfschmerzen; in der Studie zur Riesenzellarteriitis sehr häufig
UrapidilHäufigSchwindel, Kopfschmerzen
UstekinumabHäufigKopfschmerzen
ValproinsäureHäufigKopfschmerzen
VerapamilHäufigKopfschmerzen
XipamidHäufigKopfschmerzen, Teilnahmslosigkeit (Lethargie) und Schwindel
ZolmitriptanHäufigKopfschmerzen
ZolpidemHäufigSchläfrigkeit am folgenden Tag, gedämpfte Emotionen, verminderte Wachsamkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel
AcetylcysteinGelegentlichKopfschmerzen
Amoxicillin/ClavulansäureGelegentlichKopfschmerzen
BrinzolamidGelegentlichSchwindelgefühl und Kopfschmerzen
CefpodoximGelegentlichKopfschmerzen
CiprofloxacinGelegentlichKopfschmerz, Benommenheit, Schlaf- oder Geschmacksstörungen · Migräne, Koordinationsstörung, unsicherer Gang, Störung des Geruchssinns, gesteigerte Empfindlichkeit auf Sinnesreize; erhöhter Druck im Schädel…
ClemastinGelegentlichKopfschmerzen
ClopidogrelGelegentlichKopfschmerzen
DomperidonGelegentlichKopfschmerzen
IbuprofenGelegentlichKopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Erregung, Reizbarkeit oder Müdigkeit (zentralnervöse Störungen)
KetotifenGelegentlichKopfschmerzen
LatanoprostGelegentlichKopfschmerzen und Benommenheit
LoratadinGelegentlichBei Kindern von 2 bis 12 Jahren: Kopfschmerzen · Kopfschmerzen (bei Erwachsenen und Kindern über 12 Jahren)
LosartanGelegentlichKopfschmerzen · Migräne
MelatoninGelegentlichMigräne, Kopfschmerzen
MetronidazolGelegentlichKopfschmerzen, Schwindel
MyrtolGelegentlichKopfschmerzen oder Schwindel
PantoprazolGelegentlichKopfschmerzen, Schwindel
PivmecillinamGelegentlichKopfschmerzen, Benommenheit
PravastatinGelegentlichSchwindel, Kopfschmerzen und Schlafstörungen einschließlich Schlaflosigkeit
PridinolGelegentlichSchwindel, Kopfschmerzen, Sprachstörung
SpironolactonGelegentlichKopfschmerzen, Schläfrigkeit, Verwirrtheitszustände, Störung der Bewegungsabläufe (Ataxie), Schwächegefühl, Schwindel
TamsulosinGelegentlichKopfschmerzen
TimololGelegentlichKopfschmerzen
TiotropiumGelegentlichKopfschmerzen
ValsartanGelegentlichKopfschmerzen
ZopiclonGelegentlichKopfschmerzen
AtenololSeltenKopfschmerzen
CefaclorSeltenKopfschmerzen
DimetindenSeltenTropfen: Kopfschmerzen, Schwindel
EstriolSelten(Migräneartige) Kopfschmerzen
FlecainidSeltenSchläfrigkeit (Somnolenz) und Kopfschmerzen
HydrochlorothiazidSeltenKopfschmerzen, Schwindel, Missempfindungen wie Kribbeln in den Gliedmaßen (Parästhesien)
IndapamidSeltenKopfschmerzen
MethocarbamolSeltenKopfschmerz
NepafenacSeltenSchwindelgefühl und Kopfschmerzen
OpipramolSeltenKopfschmerzen, Empfindungsstörungen (Parästhesien), Geschmacksstörungen
PermethrinSeltenKopfschmerzen
SimvastatinSeltenKopfschmerzen, Missempfindungen wie Kribbeln (Parästhesien) und Schwindel
SolifenacinSeltenSchwindel, Kopfschmerzen
AmiodaronSehr seltenGutartige Steigerung des Hirndrucks (Pseudotumor cerebri), gestörte Bewegungsabläufe (zerebrale Ataxie), Kopfschmerzen
AmoxicillinSehr seltenJarisch-Herxheimer-Reaktion während der Behandlung einer Borreliose mit Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Hautausschlag
BiperidenSehr seltenKopfschmerzen, unwillkürliche Bewegungsstörungen, Störungen der Bewegungskoordination, Sprachstörungen
Cotrimoxazol (Sulfamethoxazol/Trimethoprim)Sehr seltenKopfschmerzen, Schwindel und Zittern (Tremor)
MidazolamSehr seltenKopfschmerzen, Schwindel, Gang- und Bewegungsunsicherheit
OxymetazolinSehr seltenUnruhe, Schlaflosigkeit, Erschöpfung, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Beruhigung (Sedierung), Kopfschmerzen
XylometazolinSehr seltenUnruhe, Schlaflosigkeit, Müdigkeit (Schläfrigkeit), Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Halluzinationen (vorrangig bei Kindern)
AcetylsalicylsäureNicht bekanntAls Schmerzmittel (500 mg): Kopfschmerzen, Schwindel, Hörverlust, Ohrgeräusche (Tinnitus), gewöhnlich Zeichen einer Überdosierung
Acetylsalicylsäure/Paracetamol/CoffeinNicht bekanntKopfschmerzen und geistige Verwirrung, Unruhe, Schlaflosigkeit
BeclometasonNicht bekanntKopfschmerzen
ClindamycinNicht bekanntSchwindel, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen
ColestyraminNicht bekanntKopfschmerzen, Schwindel und Schläfrigkeit
DoxylaminNicht bekanntSchläfrigkeit, Schwindelgefühl, Benommenheit, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen
ErythromycinNicht bekanntVorübergehende Störungen des zentralen Nervensystems wie Verwirrtheitszustände, Krampfanfälle, Halluzinationen, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit und Schwindelgefühl
FurosemidNicht bekanntSchwindel, Ohnmacht und Bewusstlosigkeit, verursacht durch einen zu niedrigen Blutdruck (symptomatische Hypotonie); Kopfschmerzen
IrbesartanNicht bekanntDrehschwindel (Vertigo) und Kopfschmerzen
Levodopa/BenserazidNicht bekanntSchwindel, Kopfschmerzen
LithiumNicht bekanntKopfschmerzen
LorazepamNicht bekanntKopfschmerzen
MacrogolNicht bekanntKopfschmerzen
MetoclopramidNicht bekanntKopfschmerzen
OfloxacinNicht bekanntKopfschmerzen
PipamperonNicht bekanntKopfschmerz
TizanidinNicht bekanntKopfschmerzen

Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (258 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Kopfschmerzen als mögliches Zeichen einer anderen Nebenwirkung (29 Wirkstoffe)

Bei diesen Wirkstoffen nennt die Produktinformation die Beschwerde als mögliches Anzeichen einer anderen Nebenwirkung. Die angegebene Häufigkeit gilt für diese andere Nebenwirkung, nicht für die Beschwerde selbst; deshalb stehen sie nicht in der Tabelle oben.

Kopfschmerzen als Zeichen einer anderen Nebenwirkung
WirkstoffAngabe in der ProduktinformationHäufigkeit dieser Nebenwirkung
AllopurinolGrippeähnliche Beschwerden mit Fieber und Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und allgemeinem Unwohlsein als mögliche Zeichen einer ÜberempfindlichkeitsreaktionSelten
AllopurinolHirnhautentzündung ohne Infektion (aseptische Meningitis) mit Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Fieber und BewusstseinstrübungNicht bekannt
AzathioprinPosteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom (PRES), eine Störung im Gehirn; laut Fachinformation mit Anzeichen wie Kopfschmerzen, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen, Bluthochdruck und SehstörungenNicht bekannt
CalcitriolErhöhte Calciumkonzentration im Blut (Hypercalcämie); zu den Zeichen gehören Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und ein Gefühl von Trägheit, Benommenheit oder SchwächeSelten
CertoparinAllergische Reaktionen mit Juckreiz, Hautrötung (Erythem), Nesselsucht (Urtikaria), Gewebeschwellungen (angioneurotisches Ödem), entzündlichen Hautveränderungen (Exanthem), Übelkeit, Erbrechen, Temperaturanstieg, Kopfschmerzen und BlutdruckabfallSelten
DapagliflozinZu niedriger Blutzucker (Hypoglykämie) bei Menschen mit Diabetes, die Dapagliflozin zusammen mit einem Sulfonylharnstoff oder Insulin anwenden; Anzeichen sind Zittern, Schwitzen, starkes Angstgefühl, schneller Herzschlag, Hungergefühl, Kopfschmerzen,…Sehr häufig
DiclofenacHirnhautentzündung ohne Infektion (aseptische Meningitis) mit starken Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Nackensteifigkeit oder Bewusstseinstrübung; ein erhöhtes Risiko scheint bei systemischem Lupus erythematodes und Mischkollagenose zu bestehenSehr selten
DoxycyclinGutartige Drucksteigerung im Schädel bei Erwachsenen (Pseudotumor cerebri) mit möglichen Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und möglicherweise Sehstörungen (Gesichtsfeldausfälle, Doppeltsehen) oder Sehverlust durch eine Schwellung der Sehnervenpapille…Selten
EmpagliflozinNiedrige Blutzuckerwerte (Hypoglykämie); das Risiko ist höher, wenn Sie zusätzlich ein anderes blutzuckersenkendes Mittel wie einen Sulfonylharnstoff oder Insulin nehmen, die Fachinformation ordnet "sehr häufig" dieser Kombination zu; mögliche Anzeichen sind…Sehr häufig
EnoxaparinPlötzliche starke Kopfschmerzen, sie könnten auf eine Hirnblutung hinweisenGelegentlich
EnzalutamidPosteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom (PRES): eine seltene, sich zurückbildende Erkrankung des Gehirns, etwa mit Krampfanfall, sich verschlimmernden Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Blindheit oder anderen SehstörungenSelten
FurosemidBei übermäßiger Harnausscheidung, insbesondere bei älteren Menschen und Kindern: Kreislaufbeschwerden bis zum Kreislaufkollaps, die sich vor allem als Kopfschmerz, Schwindel, Sehstörungen, Mundtrockenheit und Durst, niedriger Blutdruck und Kreislaufstörungen…Nicht bekannt
GuanfacinHoher Blutdruck bei abruptem Absetzen als schwerwiegende Absetzreaktion; mögliche Zeichen sind Kopfschmerz, Verwirrtheit, Nervosität, Erregung und Zittern (hypertensive Enzephalopathie)Sehr selten
HeparinAllergische Reaktionen mit Übelkeit, Kopfschmerzen, Temperaturanstieg, Gliederschmerzen, Nesselsucht (Urtikaria), Erbrechen, Juckreiz (Pruritus), Kurzatmigkeit (Dyspnoe), krampfartiger Verengung der Bronchien (Bronchospasmen) und Blutdruckabfall; örtliche…Gelegentlich
IbuprofenHirnhautentzündung ohne Infektion (aseptische Meningitis) mit starken Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Nackensteifigkeit oder Bewusstseinstrübung; ein höheres Risiko scheint bei systemischem Lupus erythematodes und Mischkollagenose zu bestehenSehr selten
IsotretinoinAnhaltende Kopfschmerzen mit Übelkeit, Erbrechen und Sehstörungen wie verschwommenem Sehen als mögliche Anzeichen einer Erhöhung des Schädelinnendrucks (benigne intrakranielle Hypertension), insbesondere zusammen mit TetrazyklinenSehr selten
LamotriginGemeinsam auftretende Beschwerden wie Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit und extreme Empfindlichkeit gegenüber hellem Licht, die durch eine Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute (Meningitis) verursacht sein können; die…Selten
LeuprorelinBei Männern mit Prostatakrebs: erhöhter Druck im Schädelinneren ohne erkennbare Ursache (idiopathische intrakranielle Hypertonie) mit Kopfschmerzen, Doppeltsehen und anderen Sehproblemen sowie Klingeln oder Summen in den OhrenNicht bekannt
LeuprorelinBei Kindern mit vorzeitiger Pubertät: Krampfanfälle; erhöhter Druck im Schädelinneren (idiopathische intrakranielle Hypertonie) mit Kopfschmerzen, Doppeltsehen und anderen Sehproblemen sowie OhrgeräuschenNicht bekannt
LeuprorelinBei Frauen (Enantone-Gyn): Krampfanfälle; erhöhter Druck im Schädelinneren (idiopathische intrakranielle Hypertonie) mit Kopfschmerzen, Doppeltsehen und anderen Sehproblemen sowie OhrgeräuschenNicht bekannt
MesalazinErhöhter Druck im Schädel ohne erkennbare Ursache (idiopathische intrakranielle Hypertonie) mit starken oder wiederkehrenden Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Klingeln oder Summen in den OhrenNicht bekannt
MethotrexatAkute Hirnhautentzündung (aseptische Meningitis) mit starken Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Nackensteifigkeit und Bewusstseinsstörung; Störung der HirnnervenSehr selten
MethotrexatKrampfanfälle; erhöhter Druck der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit mit Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Bluthochdruck oder Verwirrtheit; Schädigung des Nervensystems (Neurotoxizität), Entzündung der Spinnwebenhaut, Lähmung der Beine (Paraplegie),…Nicht bekannt
MetronidazolNicht entzündliche Erkrankung des Gehirns (Enzephalopathie) mit z. B. Verwirrtheit, Fieber, Kopfschmerzen, Halluzinationen, Lähmungen, Lichtempfindlichkeit, Störungen der Seh- und Bewegungsfähigkeit, Nackensteife sowie Erkrankung des Kleinhirns mit z. B.…Sehr selten
NaproxenNicht bakterielle Hirnhautentzündung (aseptische Meningitis) mit starken Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Nackensteifigkeit oder Bewusstseinstrübung; ein erhöhtes Risiko scheinen Menschen mit Autoimmunerkrankungen (systemischer Lupus…Sehr selten
NitrofurantoinDrucksteigerung in der Schädelhöhle mit Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und möglicherweise einer Sehstörung durch Schwellung der Sehnervenpapille (Papillenödem)Nicht bekannt
PembrolizumabGuillain-Barré-Syndrom (vorübergehende Nervenentzündung mit Schmerzen, Schwäche und Lähmung der Gliedmaßen); Entzündung des Gehirns (Enzephalitis) mit Verwirrtheit, Fieber, Gedächtnisstörungen oder Krampfanfällen; Entzündung des Rückenmarks (Myelitis) mit…Selten
PrednisonErhöhter Hirndruck mit Kopfschmerzen, Erbrechen und Doppeltsehen (Pseudotumor cerebri)Selten
PseudoephedrinSchwerwiegende Erkrankungen der Blutgefäße im Gehirn: posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom (PRES) und reversibles zerebrales Vasokonstriktionssyndrom (RCVS); mögliche Anzeichen sind starke Kopfschmerzen mit plötzlichem Beginn, Übelkeit, Erbrechen,…Nicht bekannt
SemaglutidUnterzuckerung (Hypoglykämie) bei Anwendung zusammen mit einem Sulfonylharnstoff oder Insulin; Warnzeichen können plötzlich auftreten: kalter Schweiß, kühle blasse Haut, Kopfschmerzen, schneller Herzschlag, Übelkeit oder starkes Hungergefühl, Sehstörungen,…Sehr häufig
SertralinPlötzliche starke Kopfschmerzen als mögliches Zeichen eines reversiblen zerebralen Vasokonstriktionssyndroms (RCVS)Selten
TacrolimusPosteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom (PRES) mit Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Stimmungsschwankungen, Krampfanfällen und SehstörungenNicht bekannt
TirzepatidNiedriger Blutzucker (Hypoglykämie) bei Anwendung zusammen mit einem Sulfonylharnstoff und/oder Insulin; mögliche Symptome sind Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Schwäche, Schwindel, Hungergefühl, Verwirrtheit, Reizbarkeit, schneller Herzschlag und SchwitzenSehr häufig

Was die Häufigkeitsklassen bedeuten, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Kopfschmerz durch Medikamenten-Übergebrauch

Bei Menschen mit Migräne oder Spannungskopfschmerzen können die Kopfschmerzen laut IQWiG durch eine regelmäßige und häufige Einnahme von Schmerz- oder Migränemitteln zunehmen; man spricht dann von Kopfschmerzen durch Medikamenten-Übergebrauch [1]. Ob der Gebrauch übermäßig ist, hängt davon ab, an wie vielen Tagen die Mittel in den letzten drei Monaten eingenommen wurden und um welches Medikament es sich handelt; weniger wichtig ist die Dosierung an den einzelnen Tagen [1]. Bei Schmerzmitteln wie Paracetamol, Acetylsalicylsäure (ASS) oder Ibuprofen gilt laut IQWiG die Einnahme an 15 oder mehr Tagen pro Monat als übermäßig, bei Migränemitteln wie Triptanen und Ergotaminen schon an zehn Tagen pro Monat [1].

Fachleute gehen laut IQWiG davon aus, dass etwa 1 bis 2 von 100 Menschen Kopfschmerzen haben, weil sie zu häufig Schmerz- oder Migränemittel anwenden; meist sind Frauen mittleren Alters mit Migräne betroffen [1]. Die längere Anwendung jeglicher Art von Schmerzmitteln gegen Kopfschmerzen kann diese laut Fachinformation von Ibuprofen verschlimmern; laut Fachinformation von Sumatriptan gilt das für den übermäßigen Gebrauch von Arzneimitteln gegen Kopfschmerzen [7, 8]. Mehr unter Migränemittel und im Ratgeber Schmerzmittel richtig anwenden.

Woran Sie Kopfschmerzen durch ein Medikament erkennen

Ein Hinweis ist der zeitliche Zusammenhang mit einem neuen Mittel. Nitratkopfschmerzen treten laut Packungsbeilage vor allem bei Behandlungsbeginn auf, bei Amlodipin sind Kopfschmerzen insbesondere zu Beginn der Behandlung beschrieben [3, 6]. Bei Sertralin können Kopfschmerzen auch nach einem plötzlichen Ende der Einnahme auftreten, zusammen mit Beschwerden wie Schwindelgefühl, Empfindungsstörungen, Schlafstörungen, Übelkeit oder Zittern [9].

Kopfschmerzen durch Medikamenten-Übergebrauch sind laut IQWiG dumpf und betreffen den gesamten Kopf; Begleitbeschwerden gibt es in der Regel nicht [1]. Manchmal kommt zu diesem Dauerkopfschmerz eine Attacke der bisherigen Kopfschmerzerkrankung hinzu, bei Migräne dann eher pulsierend und mit den typischen Begleitbeschwerden [1]. Laut IQWiG sind sie chronisch, treten also über drei Monate an mehr als 15 Tagen pro Monat auf [1]. Viele Betroffene glauben zunächst, ihre Migräne oder ihre Spannungskopfschmerzen hätten sich verstärkt, und greifen dann noch häufiger zu Schmerz- oder Migränemitteln [1]. Die Diagnose sollte laut Fachinformation bei Menschen vermutet werden, die häufige oder tägliche Kopfschmerzen haben, obwohl oder gerade weil sie regelmäßig Mittel gegen Kopfschmerzen einnehmen [7].

Ob Ihr Medikament Kopfschmerzen auslösen kann, lesen Sie in der Packungsbeilage nach, in Abschnitt 4 bei den Nebenwirkungen [3, 6]. Ein Kopfschmerz-Tagebuch oder ein Medikamenten-Kalender hilft laut IQWiG herauszufinden, wie häufig Sie tatsächlich Medikamente nehmen und wann Kopfschmerzen auftreten [1]. Dafür eignet sich auch das Nebenwirkungs-Tagebuch.

Warum Medikamente Kopfschmerzen auslösen können

Wie Kopfschmerzen durch zu viele Schmerzmittel entstehen, ist laut IQWiG unklar. Möglicherweise gewöhnt sich das Nervensystem an die Medikamente und reagiert dann noch empfindlicher auf Schmerzreize und -auslöser: Ein Reiz, den das Gehirn normalerweise nicht als Schmerz registriert, wird nun als schmerzhaft wahrgenommen [1]. Offen ist zum Beispiel, warum diese Kopfschmerzen nicht bei Menschen auftreten, die wegen anderer Erkrankungen wie chronischer Gelenkschmerzen häufig Schmerzmittel einnehmen [1].

Hinter Kopfschmerzen unter einem Medikament kann auch eine andere, ernste Nebenwirkung stecken. Doxycyclin kann laut Fachinformation selten eine gutartige Drucksteigerung in der Schädelhöhle (Pseudotumor cerebri) bewirken; mögliche Beschwerden sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Sehstörungen, die sich nach dem Absetzen rasch zurückbildeten [10]. Eine Hirnhautentzündung (Meningitis) können laut gesund.bund.de selten auch Medikamente wie entzündungshemmende Schmerzmittel oder bestimmte Antibiotika auslösen [13]. Bei Sertralin können plötzliche starke Kopfschmerzen ein Anzeichen einer ernsten Erkrankung sein, bei der sich Blutgefäße im Gehirn vorübergehend verengen (reversibles zerebrales Vasokonstriktionssyndrom) [9]. Unter Gerinnungshemmern wie Rivaroxaban können Kopfschmerzen ein Symptom einer Blutung in das Gehirn sein [11]. Mehr unter Blutungen durch Medikamente.

Was Sie tun können

Mann in den Fünfzigern mit kurzem braunem Haar im ruhigen Gespräch mit seiner Hausärztin in einem hellen Sprechzimmer
Bild: KI-generiert

Nicht eigenmächtig absetzen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Sertralin zum Beispiel sollen Sie laut Packungsbeilage nicht beenden, bevor Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es Ihnen sagt; die Dosis wird dann schrittweise über mehrere Wochen verringert [9]. Mehr im Ratgeber Medikamente absetzen.

Kopfschmerzen zu Behandlungsbeginn ansprechen. Nitratkopfschmerzen klingen laut Packungsbeilage meistens nach einigen Tagen bei weiterer Anwendung ab [3]. Bereiten Ihnen die häufigen Nebenwirkungen von Amlodipin, zu denen Kopfschmerzen gehören, erhebliche Probleme oder halten sie länger als eine Woche an, sollten Sie laut Packungsbeilage Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen [6]. Was dann infrage kommt, hängt vom Wirkstoff und von Ihrer Erkrankung ab; das entscheidet die Ärztin oder der Arzt.

Häufige Schmerzmitteleinnahme besprechen. Wer regelmäßig an mehr als zehn Tagen im Monat Schmerz- oder Migränemittel einnimmt, bespricht dies laut IQWiG am besten mit der Ärztin oder dem Arzt [1]. Verschlimmern sich Kopfschmerzen bei längerer Anwendung von Schmerzmitteln, sollte laut Fachinformation ärztlicher Rat eingeholt werden [7, 8]. Um Kopfschmerzen durch Medikamenten-Übergebrauch festzustellen und zu behandeln, werden die Mittel laut IQWiG für etwa 7 bis 14 Tage abgesetzt (Medikamentenpause); zu Beginn können sich die Kopfschmerzen zunächst verstärken, und es kann zu Übelkeit, Unruhe oder Schlafstörungen kommen [1]. Deshalb ist es laut IQWiG sinnvoll, die Pause in eine wenig belastete Zeit zu legen, in der man auch kurzfristig mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen kann; manchmal ist ein Krankenhausaufenthalt sinnvoll [1]. Eine andere Möglichkeit ist eine vorbeugende Behandlung, über die die Ärztin oder der Arzt entscheidet [1].

Danach seltener zu Schmerzmitteln greifen. Nach der Pause gilt laut IQWiG die Regel, Schmerz- oder Migränemittel nicht häufiger als an zehn Tagen im Monat und nicht länger als an drei aufeinanderfolgenden Tagen einzunehmen [1]. Im ersten Jahr nach der Entwöhnung haben viele Menschen einen Rückfall; wichtig ist deshalb, mit der Ärztin oder dem Arzt im Gespräch zu bleiben [1]. Mehr im Ratgeber Schmerzmittel richtig anwenden.

Nebenwirkung melden. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [3, 6]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Ein Schlaganfall ist laut gesund.bund.de ein akuter Notfall. Zu seinen häufigsten Anzeichen zählen plötzlich auftretende Schwäche, Sprachstörungen, Lähmungserscheinungen und Taubheitsgefühle, Gesichtsfeldausfall oder ein herabhängender Mundwinkel, Schwindel und ein unsicherer Gang; manchmal kommt es auch zu starken Kopfschmerzen mit Übelkeit und Erbrechen [12]. Bei jedem Verdacht auf einen Schlaganfall ist es wichtig, schnell den Notruf 112 zu wählen und nicht abzuwarten, ob die Beschwerden wieder verschwinden [12]. Mehr unter Schlaganfall.

Fieber, Kopfschmerzen und Nackensteife sind laut gesund.bund.de die wichtigsten Merkmale einer Hirnhautentzündung; besteht der Verdacht, sollte man sofort ein Krankenhaus aufsuchen [13]. Unter Rivaroxaban können Kopfschmerzen, einseitige Schwäche, Erbrechen, Krampfanfälle, vermindertes Bewusstsein und Nackensteifigkeit Symptome einer Blutung in das Gehirn sein; das ist laut Packungsbeilage ein schwerer medizinischer Notfall, bei dem Sie sofort eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen müssen [11]. Treten unter Sertralin plötzlich starke Kopfschmerzen auf, können sie laut Packungsbeilage ein Anzeichen einer ernsten Erkrankung sein, des reversiblen zerebralen Vasokonstriktionssyndroms (RCVS) [9]. Unter Doxycyclin können Kopfschmerzen mit Übelkeit, Erbrechen und Sehstörungen laut Fachinformation mögliche Symptome einer Drucksteigerung in der Schädelhöhle sein [10]. Holen Sie in diesen Fällen sofort ärztliche Hilfe. Abgesehen von solchen Warnzeichen gilt: Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Andere Ursachen

Nicht jeder Kopfschmerz kommt vom Medikament. Wiederholte Kopfschmerzen ohne konkrete Ursache gelten laut IQWiG als primäre Kopfschmerzen und als eigene Erkrankung; sie sind der häufigste Grund für Kopfschmerzen [2]. Dazu gehören unter anderem die Migräne, Spannungskopfschmerzen und Cluster-Kopfschmerzen [2]. Einzelne Attacken können zum Beispiel durch eine Änderung des Tag-Nacht-Rhythmus, ausgelassene Mahlzeiten oder Stress ausgelöst werden [2].

Sekundäre Kopfschmerzen gehen laut IQWiG meist auf Ursachen zurück wie eine Erkältung, eine muskuläre Verspannung oder einen "Kater" nach zu viel Alkohol, bei Frauen auch Hormonschwankungen während des Menstruationszyklus [2]. Nur selten rufen behandlungsbedürftige Krankheiten Kopfschmerzen hervor, etwa ein ausgeprägter Bluthochdruck, ein erhöhter Augeninnendruck (Glaukom), eine Hirnhautentzündung oder ein Hirntumor; dann bestehen aber zusätzliche Beschwerden oder Auffälligkeiten [2]. Auch Verletzungen des Kopfes oder der Halswirbelsäule können Kopfschmerzen hervorrufen [2]. Mehr unter Kopfschmerzen. Welche Ursache vorliegt, klärt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

Quellen

  1. Arzneimittelbedingte Kopfschmerzen. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 13.07.2022. abgerufen am 12.10.2026
  2. Kopfschmerzen. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 13.07.2022. abgerufen am 12.10.2026
  3. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Nitrolingual akut® Spray (Glyceroltrinitrat). G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG. Stand 04/2018. abgerufen am 12.10.2026
  4. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation VIAGRA (Sildenafil), Anhang I: Fachinformation und Anhang III B: Packungsbeilage. Upjohn EESV (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 09/2025. abgerufen am 12.10.2026
  5. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Nifedipin AbZ 20 mg Retardtabletten. AbZ-Pharma GmbH. Stand 10/2020. abgerufen am 12.10.2026
  6. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Amlodipin-ratiopharm® 5 mg N Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2022. abgerufen am 12.10.2026
  7. Fachinformation Fachinformation IBU-ratiopharm® 400 mg akut Schmerztabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 12.10.2026
  8. Fachinformation Fachinformation Sumatriptan-ratiopharm® Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2025. abgerufen am 12.10.2026
  9. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Sertralin-ratiopharm® 50 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 12.10.2026
  10. Fachinformation Fachinformation Doxy-M-ratiopharm® 100 mg / 200 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 12.10.2026
  11. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Rivaroxaban-ratiopharm® 15 mg; 20 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 12.10.2026
  12. Behörde Schlaganfall. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 16.12.2022. abgerufen am 12.10.2026
  13. Behörde Meningitis (Hirnhautentzündung). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 10.01.2025. abgerufen am 12.10.2026

Häufige Fragen

Welche Medikamente können Kopfschmerzen verursachen?

Laut IQWiG können Kopfschmerzen als Nebenwirkung verschiedener Medikamente auftreten, zum Beispiel von Nitrospray gegen Herzbeschwerden, Mitteln gegen Erektionsstörungen (PDE-5-Hemmer), Blutdruckmitteln und Hormonpräparaten. Bei Sildenafil und Nifedipin sind Kopfschmerzen laut Packungsbeilage sehr häufig. Die Tabelle auf dieser Seite zeigt alle Wirkstoffe mit geprüftem Steckbrief, deren Produktinformation Kopfschmerzen nennt; maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Können Schmerzmittel selbst Kopfschmerzen machen?

Ja. Bei Menschen mit Migräne oder Spannungskopfschmerzen können die Kopfschmerzen laut IQWiG durch eine regelmäßige und häufige Einnahme von Schmerz- oder Migränemitteln zunehmen. Als übermäßig gilt laut IQWiG bei Schmerzmitteln wie Paracetamol, ASS oder Ibuprofen die Einnahme an 15 oder mehr Tagen pro Monat, bei Triptanen schon an zehn Tagen. Wer regelmäßig an mehr als zehn Tagen im Monat solche Mittel einnimmt, bespricht das laut IQWiG am besten mit der Ärztin oder dem Arzt.

Wie erkenne ich einen Kopfschmerz durch zu viele Schmerzmittel?

Diese Kopfschmerzen sind laut IQWiG dumpf, betreffen den ganzen Kopf und treten über drei Monate an mehr als 15 Tagen pro Monat auf; Begleitbeschwerden gibt es in der Regel nicht. Viele Betroffene halten sie zunächst für eine Verschlechterung ihrer Migräne und nehmen dann noch mehr Mittel. Ein Kopfschmerz-Tagebuch oder Medikamenten-Kalender zeigt, wie oft Sie tatsächlich Mittel einnehmen.

Gehen Kopfschmerzen durch Nitrospray wieder weg?

Laut Packungsbeilage eines Glyceroltrinitrat-Sprays können Kopfschmerzen zu Behandlungsbeginn sehr häufig auftreten; sie klingen erfahrungsgemäß meistens nach einigen Tagen bei weiterer Anwendung ab. Halten sie an oder belasten sie Sie, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Machen Potenzmittel wie Sildenafil Kopfschmerzen?

Ja, bei Sildenafil sind Kopfschmerzen laut Packungsbeilage sehr häufig, also bei mehr als 1 von 10 Behandelten, und laut Fachinformation gehören sie zu den am häufigsten beschriebenen Nebenwirkungen in den Studien. Auch das IQWiG nennt Mittel gegen Erektionsstörungen (PDE-5-Hemmer) als mögliche Auslöser. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn die Kopfschmerzen Sie belasten.

Wann sind Kopfschmerzen unter Medikamenten ein Notfall?

Starke Kopfschmerzen zusammen mit Lähmungen, Taubheitsgefühlen, Sprach- oder Sehstörungen können laut gesund.bund.de zu einem Schlaganfall gehören; bei jedem Verdacht wählen Sie schnell den Notruf 112. Fieber, Kopfschmerzen und Nackensteife sind laut gesund.bund.de die wichtigsten Merkmale einer Hirnhautentzündung; dann sollte man sofort ein Krankenhaus aufsuchen. Unter Gerinnungshemmern wie Rivaroxaban können Kopfschmerzen laut Packungsbeilage ein Symptom einer Hirnblutung sein; bei Sertralin können plötzliche starke Kopfschmerzen laut Packungsbeilage auf eine ernste Erkrankung hinweisen. Holen Sie in diesen Fällen sofort ärztliche Hilfe.

Darf ich bei Kopfschmerzen durch ein Medikament das Mittel einfach weglassen?

Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Bei manchen Mitteln wie Sertralin können nach einem plötzlichen Ende der Einnahme sogar Kopfschmerzen und andere Beschwerden auftreten; die Dosis wird laut Packungsbeilage schrittweise verringert. Bei Kopfschmerzen durch zu viele Schmerzmittel beschreibt das IQWiG eine Medikamentenpause, die man mit der Ärztin oder dem Arzt bespricht, oder als andere Möglichkeit eine vorbeugende Behandlung.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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