NebenwirkungenNebenwirkung
Kopfschmerzen durch Medikamente
Kopfschmerzen können laut IQWiG als Nebenwirkung verschiedener Medikamente auftreten, zum Beispiel von Nitrospray gegen Herzbeschwerden, Potenzmitteln (PDE-5-Hemmern), Blutdruckmitteln und Hormonpräparaten. Wer sehr häufig Schmerz- oder Migränemittel einnimmt, kann dadurch laut IQWiG zusätzliche Kopfschmerzen bekommen (Kopfschmerz durch Medikamenten-Übergebrauch). Starke Kopfschmerzen mit Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen können laut gesund.bund.de auf einen Schlaganfall hinweisen (Notruf 112), Kopfschmerzen mit Fieber und Nackensteife auf eine Hirnhautentzündung (sofort ins Krankenhaus). Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Kopfschmerzen können als Nebenwirkung verschiedener Medikamente auftreten; das IQWiG nennt zum Beispiel Mittel gegen Herzbeschwerden wie Nitrospray, Mittel gegen Erektionsstörungen (PDE-5-Hemmer), Blutdruckmittel und Hormonpräparate [1, 2]. Eine Besonderheit sind Kopfschmerzen durch Schmerzmittel selbst: Wer sehr häufig Schmerz- oder Migränemittel einnimmt, kann dadurch mehr Kopfschmerzen bekommen [1]. Medizinisch zählen Kopfschmerzen, die auf eine Erkrankung oder einen Arzneimittelgebrauch zurückgehen, zu den sekundären Kopfschmerzen; primäre Kopfschmerzen wie Migräne oder Spannungskopfschmerzen haben dagegen keine bekannte Ursache [2].
Welche Medikamente Kopfschmerzen auslösen können
Die folgenden Beispiele stammen aus den Produktinformationen einzelner Wirkstoffe; jede Häufigkeitsangabe gehört zu dem Wirkstoff, bei dem sie steht.
- Nitrate (Mittel gegen Herzschmerzen): In der Packungsbeilage eines Sprays mit Glyceroltrinitrat (Nitroglycerin) sind Kopfschmerzen als häufig eingestuft, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten; zu Behandlungsbeginn können sie sehr häufig auftreten ("Nitratkopfschmerzen") und klingen erfahrungsgemäß meistens nach einigen Tagen bei weiterer Anwendung ab [3].
- PDE-5-Hemmer (Mittel gegen Erektionsstörungen): Bei Sildenafil sind Kopfschmerzen laut Packungsbeilage sehr häufig, also bei mehr als 1 von 10 Behandelten; laut Fachinformation gehören sie zu den am häufigsten beschriebenen Nebenwirkungen in den Studien [4]. Auch Tadalafil steht in der Tabelle. Mehr unter Prostata-, Blasen- und Potenzmittel.
- Calciumkanalblocker (Blutdrucksenker): Die Packungsbeilage von Nifedipin nennt Kopfschmerzen als sehr häufig [5]. Bei Amlodipin sind Kopfschmerzen häufig, insbesondere zu Beginn der Behandlung [6].
- Weitere Mittel: Auch Hormonpräparate können laut IQWiG Kopfschmerzen verursachen [2]. Bei dem Antidepressivum Sertralin nennt die Packungsbeilage Kopfschmerzen unter den sehr häufigen Nebenwirkungen; sie können auch auftreten, wenn die Einnahme plötzlich beendet wird [9]. Mehr unter Antidepressiva und Verhütungsmittel.
Die Tabelle zeigt die Wirkstoffe, deren Produktinformation Kopfschmerzen oder Migräne nennt:
| Wirkstoff | Häufigkeit | Angabe in der Produktinformation |
|---|---|---|
| Adalimumab | Sehr häufig | Kopfschmerzen · Empfindungsstörungen wie Kribbeln, Prickeln oder Taubheitsgefühl, Migräne, eingeklemmte Nervenwurzeln (Hexenschuss mit Rücken- und Beinschmerzen) |
| Agomelatin | Sehr häufig | Kopfschmerzen · Migräne |
| Amitriptylin | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Anastrozol | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Atomoxetin | Sehr häufig | Bei Kindern und Jugendlichen: Kopfschmerzen und Schläfrigkeit · Bei Kindern und Jugendlichen: Ohnmachtsanfall, Zittern und Migräne · Bei Erwachsenen: Kopfschmerzen · Bei Erwachsenen: Ohnmachtsanfall und Migräne |
| Bupropion | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Carvedilol | Sehr häufig | Schwindel, Kopfschmerzen |
| Ciclosporin | Sehr häufig | Kopfschmerzen · Migräne oder schwere Kopfschmerzen, oft mit Übelkeit, Erbrechen und Lichtempfindlichkeit |
| Citalopram | Sehr häufig | Kopfschmerzen · Migräne |
| Diazepam | Sehr häufig | Schwindelgefühl und Kopfschmerzen |
| Donepezil | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Duloxetin | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Ebastin | Sehr häufig | Kopfschmerz |
| Enzalutamid | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Escitalopram | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Etanercept | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Fentanyl | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Fluoxetin | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Ginkgo-biloba-Extrakt | Sehr häufig | Kopfschmerzen (Filmtabletten mit 240 mg) |
| Guanfacin | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Haloperidol | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Infliximab | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Lacosamid | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Lamotrigin | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Leuprorelin | Sehr häufig | Bei Männern mit Prostatakrebs: Missempfindungen und Taubheitsgefühl (Parästhesie), Kopfschmerz · Bei Kindern mit vorzeitiger Pubertät: Kopfschmerz · Bei Frauen (Enantone-Gyn): Kopfschmerz · Bei Frauen (Enantone-Gyn):… |
| Levetiracetam | Sehr häufig | Schläfrigkeit (Somnolenz), Kopfschmerzen |
| Levocabastin | Sehr häufig | Augentropfen: Kopfschmerzen · Nasenspray: Kopfschmerzen |
| Levonorgestrel | Sehr häufig | Kopfschmerzen · Migräne |
| Levothyroxin | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Liraglutid | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Lisdexamfetamin | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Medroxyprogesteron | Sehr häufig | Kopfschmerzen, Nervosität |
| Methotrexat | Sehr häufig | Kopfschmerzen, Schwindel |
| Methylphenidat | Sehr häufig | Kopfschmerzen · Spannungskopfschmerzen · Migräne |
| Mirtazapin | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Nifedipin | Sehr häufig | Kopfschmerzen · Migräne |
| Nivolumab | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Ofatumumab | Sehr häufig | Allgemeine (systemische) Reaktionen auf die Injektion wie Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Schüttelfrost und Müdigkeit, meist innerhalb von 24 Stunden nach einer Injektion und vor allem nach der ersten |
| Ondansetron | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Oxcarbazepin | Sehr häufig | Kopfschmerzen, Schwindel und Benommenheit; laut Fachinformation Schläfrigkeit |
| Oxycodon | Sehr häufig | Schwindel und Kopfschmerzen · Migräne |
| Pembrolizumab | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Pregabalin | Sehr häufig | Benommenheit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen |
| Quetiapin | Sehr häufig | Schwindel (kann zu Stürzen führen) und Kopfschmerzen · Absetzsymptome: Schlaflosigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Schwindel, Gereiztheit |
| Risperidon | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Rituximab | Sehr häufig | Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Kopfschmerzen · Bei rheumatoider Arthritis: Kopfschmerzen · Bei rheumatoider Arthritis: ungewöhnliche Hautempfindungen wie Taubheit, Kribbeln, Stechen oder Brennen, Ischiasbeschwerden,… |
| Salmeterol/Fluticason | Sehr häufig | Kopfschmerz, der im Laufe der Behandlung üblicherweise nachlässt |
| Sertralin | Sehr häufig | Schwindelgefühl, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen · Migräne |
| Sildenafil | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Sulfasalazin | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Tacrolimus | Sehr häufig | Zittern (Tremor), Kopfschmerzen |
| Tapentadol | Sehr häufig | Schwindel, Schläfrigkeit (Somnolenz), Kopfschmerz |
| Terbinafin | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Trastuzumab | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Trimipramin | Sehr häufig | Kopfschmerzen, vor allem zu Beginn der Behandlung |
| Vedolizumab | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Venlafaxin | Sehr häufig | Schwindelgefühl, Kopfschmerzen und Schläfrigkeit |
| Aciclovir | Häufig | Schwindel, Kopfschmerzen |
| Alendronsäure | Häufig | Kopfschmerzen |
| Alfuzosin | Häufig | Kopfschmerzen |
| Alprazolam | Häufig | Kopfschmerzen |
| Amlodipin | Häufig | Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit, vor allem zu Beginn der Behandlung |
| Aripiprazol | Häufig | Kopfschmerzen |
| Atorvastatin | Häufig | Kopfschmerzen |
| Azithromycin | Häufig | Kopfschmerzen |
| Baclofen | Häufig | Zittern (Tremor), Bewegungsstörungen (Ataxie), Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Ermüdung |
| Beclometason/Formoterol | Häufig | Kopfschmerzen |
| Betahistin | Häufig | Kopfschmerzen |
| Bimatoprost | Häufig | Kopfschmerzen |
| Bisoprolol | Häufig | Müdigkeit, Erschöpfung, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen; bei Bluthochdruck oder Angina pectoris vor allem zu Beginn der Behandlung, im Allgemeinen schwach ausgeprägt und häufig innerhalb von 1 bis 2 Wochen abklingend |
| Botulinumtoxin Typ A | Häufig | Bei Schiefhals: Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Lähmung der Gesichtsmuskulatur · Bei Harninkontinenz (Injektion in die Blase): Kopfschmerzen |
| Bromazepam | Häufig | Kopfschmerzen |
| Budesonid/Formoterol | Häufig | Kopfschmerzen |
| Buprenorphin | Häufig | Schwindel, Kopfschmerzen |
| Candesartan | Häufig | Kopfschmerzen |
| Carbamazepin | Häufig | Kopfschmerzen und Doppelbilder |
| Cefuroxim | Häufig | Kopfschmerzen, Schwindel · Jarisch-Herxheimer-Reaktion bei der Behandlung einer Lyme-Borreliose mit Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Muskelschmerzen und Hautausschlägen, die für gewöhnlich einige Stunden bis zu einem… |
| Celecoxib | Häufig | Kopfschmerzen |
| Cetirizin | Häufig | Schwindel, Kopfschmerzen |
| Chlortalidon | Häufig | Kopfschmerzen |
| Clarithromycin | Häufig | Kopfschmerzen |
| Clonidin | Häufig | Kopfschmerzen |
| Clozapin | Häufig | Kopfschmerzen |
| Codein | Häufig | Leichte Kopfschmerzen, leichte Schläfrigkeit |
| Daridorexant | Häufig | Kopfschmerzen |
| Desloratadin | Häufig | Kopfschmerzen |
| Desogestrel | Häufig | Kopfschmerzen |
| Diclofenac | Häufig | Zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Erregung, Reizbarkeit oder Müdigkeit |
| Dienogest | Häufig | Kopfschmerzen, Migräne |
| Dienogest/Ethinylestradiol | Häufig | Kopfschmerzen · Migräne, Benommenheit |
| Digitoxin | Häufig | Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlaflosigkeit |
| Dihydralazin | Häufig | Schwindel und migräneartige Kopfschmerzen |
| Dihydrocodein | Häufig | Leichte Kopfschmerzen, leichte Schläfrigkeit, Schwindelgefühl, leichte Benommenheit (Somnolenz) |
| Dorzolamid | Häufig | Kopfschmerzen |
| Doxazosin | Häufig | Schwindel oder Benommenheit, Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Schläfrigkeit (Somnolenz) |
| Doxycyclin | Häufig | Kopfschmerzen |
| Drospirenon | Häufig | Kopfschmerzen |
| Dydrogesteron | Häufig | Kopfschmerzen, Migräne |
| Edoxaban | Häufig | Kopfschmerzen |
| Enalapril | Häufig | Kopfschmerzen |
| Enoxaparin | Häufig | Kopfschmerzen |
| Eplerenon | Häufig | Bewusstseinsverlust (Synkope), Schwindel, Kopfschmerzen |
| Esomeprazol | Häufig | Kopfschmerzen |
| Estradiol | Häufig | Kopfschmerzen · Migräne |
| Etonogestrel/Ethinylestradiol (Vaginalring) | Häufig | Kopfschmerzen oder Migräne |
| Etoricoxib | Häufig | Schwindelgefühl, Kopfschmerzen |
| Evolocumab | Häufig | Kopfschmerzen |
| Ezetimib | Häufig | Zusammen mit einem Statin: Kopfschmerzen |
| Famotidin | Häufig | Kopfschmerzen |
| Febuxostat | Häufig | Kopfschmerzen, Schwindelgefühl oder Benommenheit |
| Felodipin | Häufig | Kopfschmerzen |
| Fexofenadin | Häufig | Kopfschmerzen |
| Fluconazol | Häufig | Kopfschmerzen |
| Fluticason | Häufig | Kopfschmerzen |
| Fluvastatin | Häufig | Kopfschmerzen |
| Formoterol | Häufig | Kopfschmerzen |
| Fosfomycin | Häufig | Kopfschmerzen |
| Gabapentin | Häufig | Krämpfe, ruckartige Bewegungen (Hyperkinesie), Sprachstörungen, Gedächtnisverlust, Zittern, Schlafstörungen, Kopfschmerzen |
| Glyceroltrinitrat | Häufig | Kopfschmerzen; zu Beginn der Behandlung können sie sehr häufig auftreten ("Nitratkopfschmerzen") und klingen erfahrungsgemäß meistens nach einigen Tagen bei weiterer Anwendung ab |
| Guselkumab | Häufig | Kopfschmerzen |
| Hydromorphon | Häufig | Kopfschmerzen |
| Hydroxychloroquin | Häufig | Kopfschmerzen |
| Ibandronsäure | Häufig | Kopfschmerzen |
| Ipratropium | Häufig | Kopfschmerzen, Schwindel |
| Isotretinoin | Häufig | Kopfschmerzen |
| Itraconazol | Häufig | Kopfschmerzen |
| Ivabradin | Häufig | Kopfschmerzen, im Allgemeinen während des ersten Behandlungsmonats |
| Leflunomid | Häufig | Kopfschmerzen und Schwindel |
| Lercanidipin | Häufig | Kopfschmerzen |
| Letrozol | Häufig | Kopfschmerzen |
| Levocetirizin | Häufig | Kopfschmerzen |
| Levodopa/Carbidopa | Häufig | Kopfschmerzen, Kribbeln (Parästhesie), Ohnmacht oder Neigung zu Ohnmacht, bitterer Geschmack im Mund |
| Levofloxacin | Häufig | Kopfschmerzen, Schwindel (Benommenheit) · Anhaltende Kopfschmerzen mit oder ohne verschwommenes Sehen (benigne intrakranielle Hypertonie) |
| Levomethadon | Häufig | Benommenheit, Beruhigung (Sedation), Verwirrtheit, Desorientiertheit, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Unruhe, gelegentlich bis häufig |
| Levonorgestrel/Ethinylestradiol | Häufig | Kopfschmerzen · Migräne |
| Lisinopril | Häufig | Schwindel oder Benommenheit, vor allem beim Aufstehen; Kopfschmerzen |
| Loperamid | Häufig | Kopfschmerzen, Schwindel |
| Memantin | Häufig | Kopfschmerzen |
| Mesalazin | Häufig | Kopfschmerzen |
| Metoprolol | Häufig | Gleichgewichtsstörungen (sehr selten mit Bewusstlosigkeit), Schwindel, Kopfschmerzen |
| Mometason | Häufig | Kopfschmerzen |
| Montelukast | Häufig | Kopfschmerzen |
| Morphin | Häufig | Kopfschmerzen, Schwindel, Geschmacksstörungen |
| Moxifloxacin | Häufig | Kopfschmerzen, Benommenheit |
| Moxonidin | Häufig | Benommenheit, Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit (Somnolenz) |
| Mycophenolsäure | Häufig | Kopfschmerzen |
| Naproxen | Häufig | Störungen des zentralen Nervensystems wie Kopfschmerzen und Schwindel |
| Nebivolol | Häufig | Kopfschmerzen |
| Nitrendipin | Häufig | Kopfschmerzen · Schwindel, Migräne, Benommenheit und Müdigkeit |
| Nitrofurantoin | Häufig | Kopfschmerzen, besonders zu Therapiebeginn |
| Noscapin | Häufig | Kopfschmerzen, Benommenheit |
| Olmesartan | Häufig | Schwindelgefühl und Kopfschmerzen |
| Omalizumab | Häufig | Kopfschmerzen (bei Kindern sehr häufig) |
| Omeprazol | Häufig | Kopfschmerzen |
| Oxazepam | Häufig | Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit (Somnolenz), Beruhigung (Sedierung) |
| Paliperidon | Häufig | Schwindel, Zittern (Tremor), Kopfschmerzen |
| Paroxetin | Häufig | Kopfschmerzen |
| Piroxicam | Häufig | Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit (zentralnervöse Störungen) |
| Pramipexol | Häufig | Bei Parkinson-Krankheit: Kopfschmerzen · Bei Restless-Legs-Syndrom: Kopfschmerzen und Schwindel |
| Prednison | Häufig | Kopfschmerzen |
| Progesteron | Häufig | Kopfschmerzen |
| Propiverin | Häufig | Kopfschmerzen |
| Propranolol | Häufig | Insbesondere zu Beginn der Behandlung Müdigkeit, Schwindelgefühl, Benommenheit oder Kopfschmerzen |
| Pyrantel | Häufig | Kopfschmerzen |
| Ramipril | Häufig | Kopfschmerzen und Schwindel; Schwindel vor allem zu Beginn der Behandlung oder nach einer Dosiserhöhung |
| Ranolazin | Häufig | Schwindel, Kopfschmerzen |
| Risankizumab | Häufig | Kopfschmerzen (laut Fachinformation einschließlich Spannungs- und Nebenhöhlenkopfschmerzen) |
| Risedronsäure | Häufig | Kopfschmerzen |
| Rivaroxaban | Häufig | Kopfschmerzen, Schwindel · Bei Kindern und Jugendlichen: Kopfschmerzen |
| Rivastigmin | Häufig | Kopfschmerzen |
| Rizatriptan | Häufig | Kopfschmerzen |
| Rosuvastatin | Häufig | Kopfschmerzen, Schwindel |
| Roxithromycin | Häufig | Kopfschmerzen, Schwindel |
| Sacubitril/Valsartan | Häufig | Kopfschmerzen |
| Salbutamol | Häufig | Kopfschmerzen |
| Secukinumab | Häufig | Kopfschmerzen |
| Semaglutid | Häufig | Kopfschmerzen |
| Sitagliptin | Häufig | Kopfschmerzen |
| Tadalafil | Häufig | Kopfschmerzen · Migräne |
| Tamoxifen | Häufig | Kopfschmerzen |
| Testosteron | Häufig | Schwindel, "Ameisenlaufen" (Parästhesie), Gedächtnisverlust (Amnesie), gesteigertes Schmerzempfinden (Hyperästhesie), Kopfschmerzen |
| Tianeptin | Häufig | Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen |
| Ticagrelor | Häufig | Kopfschmerzen |
| Tilidin/Naloxon | Häufig | Kopfschmerzen |
| Torasemid | Häufig | Kopfschmerzen, Schwindel |
| Tramadol | Häufig | Kopfschmerz, Benommenheit |
| Trazodon | Häufig | Schwindel, Kopfschmerzen, Unruhe |
| Upadacitinib | Häufig | Kopfschmerzen; in der Studie zur Riesenzellarteriitis sehr häufig |
| Urapidil | Häufig | Schwindel, Kopfschmerzen |
| Ustekinumab | Häufig | Kopfschmerzen |
| Valproinsäure | Häufig | Kopfschmerzen |
| Verapamil | Häufig | Kopfschmerzen |
| Xipamid | Häufig | Kopfschmerzen, Teilnahmslosigkeit (Lethargie) und Schwindel |
| Zolmitriptan | Häufig | Kopfschmerzen |
| Zolpidem | Häufig | Schläfrigkeit am folgenden Tag, gedämpfte Emotionen, verminderte Wachsamkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel |
| Acetylcystein | Gelegentlich | Kopfschmerzen |
| Amoxicillin/Clavulansäure | Gelegentlich | Kopfschmerzen |
| Brinzolamid | Gelegentlich | Schwindelgefühl und Kopfschmerzen |
| Cefpodoxim | Gelegentlich | Kopfschmerzen |
| Ciprofloxacin | Gelegentlich | Kopfschmerz, Benommenheit, Schlaf- oder Geschmacksstörungen · Migräne, Koordinationsstörung, unsicherer Gang, Störung des Geruchssinns, gesteigerte Empfindlichkeit auf Sinnesreize; erhöhter Druck im Schädel… |
| Clemastin | Gelegentlich | Kopfschmerzen |
| Clopidogrel | Gelegentlich | Kopfschmerzen |
| Domperidon | Gelegentlich | Kopfschmerzen |
| Ibuprofen | Gelegentlich | Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Erregung, Reizbarkeit oder Müdigkeit (zentralnervöse Störungen) |
| Ketotifen | Gelegentlich | Kopfschmerzen |
| Latanoprost | Gelegentlich | Kopfschmerzen und Benommenheit |
| Loratadin | Gelegentlich | Bei Kindern von 2 bis 12 Jahren: Kopfschmerzen · Kopfschmerzen (bei Erwachsenen und Kindern über 12 Jahren) |
| Losartan | Gelegentlich | Kopfschmerzen · Migräne |
| Melatonin | Gelegentlich | Migräne, Kopfschmerzen |
| Metronidazol | Gelegentlich | Kopfschmerzen, Schwindel |
| Myrtol | Gelegentlich | Kopfschmerzen oder Schwindel |
| Pantoprazol | Gelegentlich | Kopfschmerzen, Schwindel |
| Pivmecillinam | Gelegentlich | Kopfschmerzen, Benommenheit |
| Pravastatin | Gelegentlich | Schwindel, Kopfschmerzen und Schlafstörungen einschließlich Schlaflosigkeit |
| Pridinol | Gelegentlich | Schwindel, Kopfschmerzen, Sprachstörung |
| Spironolacton | Gelegentlich | Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Verwirrtheitszustände, Störung der Bewegungsabläufe (Ataxie), Schwächegefühl, Schwindel |
| Tamsulosin | Gelegentlich | Kopfschmerzen |
| Timolol | Gelegentlich | Kopfschmerzen |
| Tiotropium | Gelegentlich | Kopfschmerzen |
| Valsartan | Gelegentlich | Kopfschmerzen |
| Zopiclon | Gelegentlich | Kopfschmerzen |
| Atenolol | Selten | Kopfschmerzen |
| Cefaclor | Selten | Kopfschmerzen |
| Dimetinden | Selten | Tropfen: Kopfschmerzen, Schwindel |
| Estriol | Selten | (Migräneartige) Kopfschmerzen |
| Flecainid | Selten | Schläfrigkeit (Somnolenz) und Kopfschmerzen |
| Hydrochlorothiazid | Selten | Kopfschmerzen, Schwindel, Missempfindungen wie Kribbeln in den Gliedmaßen (Parästhesien) |
| Indapamid | Selten | Kopfschmerzen |
| Methocarbamol | Selten | Kopfschmerz |
| Nepafenac | Selten | Schwindelgefühl und Kopfschmerzen |
| Opipramol | Selten | Kopfschmerzen, Empfindungsstörungen (Parästhesien), Geschmacksstörungen |
| Permethrin | Selten | Kopfschmerzen |
| Simvastatin | Selten | Kopfschmerzen, Missempfindungen wie Kribbeln (Parästhesien) und Schwindel |
| Solifenacin | Selten | Schwindel, Kopfschmerzen |
| Amiodaron | Sehr selten | Gutartige Steigerung des Hirndrucks (Pseudotumor cerebri), gestörte Bewegungsabläufe (zerebrale Ataxie), Kopfschmerzen |
| Amoxicillin | Sehr selten | Jarisch-Herxheimer-Reaktion während der Behandlung einer Borreliose mit Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Hautausschlag |
| Biperiden | Sehr selten | Kopfschmerzen, unwillkürliche Bewegungsstörungen, Störungen der Bewegungskoordination, Sprachstörungen |
| Cotrimoxazol (Sulfamethoxazol/Trimethoprim) | Sehr selten | Kopfschmerzen, Schwindel und Zittern (Tremor) |
| Midazolam | Sehr selten | Kopfschmerzen, Schwindel, Gang- und Bewegungsunsicherheit |
| Oxymetazolin | Sehr selten | Unruhe, Schlaflosigkeit, Erschöpfung, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Beruhigung (Sedierung), Kopfschmerzen |
| Xylometazolin | Sehr selten | Unruhe, Schlaflosigkeit, Müdigkeit (Schläfrigkeit), Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Halluzinationen (vorrangig bei Kindern) |
| Acetylsalicylsäure | Nicht bekannt | Als Schmerzmittel (500 mg): Kopfschmerzen, Schwindel, Hörverlust, Ohrgeräusche (Tinnitus), gewöhnlich Zeichen einer Überdosierung |
| Acetylsalicylsäure/Paracetamol/Coffein | Nicht bekannt | Kopfschmerzen und geistige Verwirrung, Unruhe, Schlaflosigkeit |
| Beclometason | Nicht bekannt | Kopfschmerzen |
| Clindamycin | Nicht bekannt | Schwindel, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen |
| Colestyramin | Nicht bekannt | Kopfschmerzen, Schwindel und Schläfrigkeit |
| Doxylamin | Nicht bekannt | Schläfrigkeit, Schwindelgefühl, Benommenheit, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen |
| Erythromycin | Nicht bekannt | Vorübergehende Störungen des zentralen Nervensystems wie Verwirrtheitszustände, Krampfanfälle, Halluzinationen, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit und Schwindelgefühl |
| Furosemid | Nicht bekannt | Schwindel, Ohnmacht und Bewusstlosigkeit, verursacht durch einen zu niedrigen Blutdruck (symptomatische Hypotonie); Kopfschmerzen |
| Irbesartan | Nicht bekannt | Drehschwindel (Vertigo) und Kopfschmerzen |
| Levodopa/Benserazid | Nicht bekannt | Schwindel, Kopfschmerzen |
| Lithium | Nicht bekannt | Kopfschmerzen |
| Lorazepam | Nicht bekannt | Kopfschmerzen |
| Macrogol | Nicht bekannt | Kopfschmerzen |
| Metoclopramid | Nicht bekannt | Kopfschmerzen |
| Ofloxacin | Nicht bekannt | Kopfschmerzen |
| Pipamperon | Nicht bekannt | Kopfschmerz |
| Tizanidin | Nicht bekannt | Kopfschmerzen |
Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (258 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Kopfschmerzen als mögliches Zeichen einer anderen Nebenwirkung (29 Wirkstoffe)
Bei diesen Wirkstoffen nennt die Produktinformation die Beschwerde als mögliches Anzeichen einer anderen Nebenwirkung. Die angegebene Häufigkeit gilt für diese andere Nebenwirkung, nicht für die Beschwerde selbst; deshalb stehen sie nicht in der Tabelle oben.
| Wirkstoff | Angabe in der Produktinformation | Häufigkeit dieser Nebenwirkung |
|---|---|---|
| Allopurinol | Grippeähnliche Beschwerden mit Fieber und Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und allgemeinem Unwohlsein als mögliche Zeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion | Selten |
| Allopurinol | Hirnhautentzündung ohne Infektion (aseptische Meningitis) mit Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Fieber und Bewusstseinstrübung | Nicht bekannt |
| Azathioprin | Posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom (PRES), eine Störung im Gehirn; laut Fachinformation mit Anzeichen wie Kopfschmerzen, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen, Bluthochdruck und Sehstörungen | Nicht bekannt |
| Calcitriol | Erhöhte Calciumkonzentration im Blut (Hypercalcämie); zu den Zeichen gehören Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und ein Gefühl von Trägheit, Benommenheit oder Schwäche | Selten |
| Certoparin | Allergische Reaktionen mit Juckreiz, Hautrötung (Erythem), Nesselsucht (Urtikaria), Gewebeschwellungen (angioneurotisches Ödem), entzündlichen Hautveränderungen (Exanthem), Übelkeit, Erbrechen, Temperaturanstieg, Kopfschmerzen und Blutdruckabfall | Selten |
| Dapagliflozin | Zu niedriger Blutzucker (Hypoglykämie) bei Menschen mit Diabetes, die Dapagliflozin zusammen mit einem Sulfonylharnstoff oder Insulin anwenden; Anzeichen sind Zittern, Schwitzen, starkes Angstgefühl, schneller Herzschlag, Hungergefühl, Kopfschmerzen,… | Sehr häufig |
| Diclofenac | Hirnhautentzündung ohne Infektion (aseptische Meningitis) mit starken Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Nackensteifigkeit oder Bewusstseinstrübung; ein erhöhtes Risiko scheint bei systemischem Lupus erythematodes und Mischkollagenose zu bestehen | Sehr selten |
| Doxycyclin | Gutartige Drucksteigerung im Schädel bei Erwachsenen (Pseudotumor cerebri) mit möglichen Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und möglicherweise Sehstörungen (Gesichtsfeldausfälle, Doppeltsehen) oder Sehverlust durch eine Schwellung der Sehnervenpapille… | Selten |
| Empagliflozin | Niedrige Blutzuckerwerte (Hypoglykämie); das Risiko ist höher, wenn Sie zusätzlich ein anderes blutzuckersenkendes Mittel wie einen Sulfonylharnstoff oder Insulin nehmen, die Fachinformation ordnet "sehr häufig" dieser Kombination zu; mögliche Anzeichen sind… | Sehr häufig |
| Enoxaparin | Plötzliche starke Kopfschmerzen, sie könnten auf eine Hirnblutung hinweisen | Gelegentlich |
| Enzalutamid | Posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom (PRES): eine seltene, sich zurückbildende Erkrankung des Gehirns, etwa mit Krampfanfall, sich verschlimmernden Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Blindheit oder anderen Sehstörungen | Selten |
| Furosemid | Bei übermäßiger Harnausscheidung, insbesondere bei älteren Menschen und Kindern: Kreislaufbeschwerden bis zum Kreislaufkollaps, die sich vor allem als Kopfschmerz, Schwindel, Sehstörungen, Mundtrockenheit und Durst, niedriger Blutdruck und Kreislaufstörungen… | Nicht bekannt |
| Guanfacin | Hoher Blutdruck bei abruptem Absetzen als schwerwiegende Absetzreaktion; mögliche Zeichen sind Kopfschmerz, Verwirrtheit, Nervosität, Erregung und Zittern (hypertensive Enzephalopathie) | Sehr selten |
| Heparin | Allergische Reaktionen mit Übelkeit, Kopfschmerzen, Temperaturanstieg, Gliederschmerzen, Nesselsucht (Urtikaria), Erbrechen, Juckreiz (Pruritus), Kurzatmigkeit (Dyspnoe), krampfartiger Verengung der Bronchien (Bronchospasmen) und Blutdruckabfall; örtliche… | Gelegentlich |
| Ibuprofen | Hirnhautentzündung ohne Infektion (aseptische Meningitis) mit starken Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Nackensteifigkeit oder Bewusstseinstrübung; ein höheres Risiko scheint bei systemischem Lupus erythematodes und Mischkollagenose zu bestehen | Sehr selten |
| Isotretinoin | Anhaltende Kopfschmerzen mit Übelkeit, Erbrechen und Sehstörungen wie verschwommenem Sehen als mögliche Anzeichen einer Erhöhung des Schädelinnendrucks (benigne intrakranielle Hypertension), insbesondere zusammen mit Tetrazyklinen | Sehr selten |
| Lamotrigin | Gemeinsam auftretende Beschwerden wie Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit und extreme Empfindlichkeit gegenüber hellem Licht, die durch eine Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute (Meningitis) verursacht sein können; die… | Selten |
| Leuprorelin | Bei Männern mit Prostatakrebs: erhöhter Druck im Schädelinneren ohne erkennbare Ursache (idiopathische intrakranielle Hypertonie) mit Kopfschmerzen, Doppeltsehen und anderen Sehproblemen sowie Klingeln oder Summen in den Ohren | Nicht bekannt |
| Leuprorelin | Bei Kindern mit vorzeitiger Pubertät: Krampfanfälle; erhöhter Druck im Schädelinneren (idiopathische intrakranielle Hypertonie) mit Kopfschmerzen, Doppeltsehen und anderen Sehproblemen sowie Ohrgeräuschen | Nicht bekannt |
| Leuprorelin | Bei Frauen (Enantone-Gyn): Krampfanfälle; erhöhter Druck im Schädelinneren (idiopathische intrakranielle Hypertonie) mit Kopfschmerzen, Doppeltsehen und anderen Sehproblemen sowie Ohrgeräuschen | Nicht bekannt |
| Mesalazin | Erhöhter Druck im Schädel ohne erkennbare Ursache (idiopathische intrakranielle Hypertonie) mit starken oder wiederkehrenden Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Klingeln oder Summen in den Ohren | Nicht bekannt |
| Methotrexat | Akute Hirnhautentzündung (aseptische Meningitis) mit starken Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Nackensteifigkeit und Bewusstseinsstörung; Störung der Hirnnerven | Sehr selten |
| Methotrexat | Krampfanfälle; erhöhter Druck der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit mit Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Bluthochdruck oder Verwirrtheit; Schädigung des Nervensystems (Neurotoxizität), Entzündung der Spinnwebenhaut, Lähmung der Beine (Paraplegie),… | Nicht bekannt |
| Metronidazol | Nicht entzündliche Erkrankung des Gehirns (Enzephalopathie) mit z. B. Verwirrtheit, Fieber, Kopfschmerzen, Halluzinationen, Lähmungen, Lichtempfindlichkeit, Störungen der Seh- und Bewegungsfähigkeit, Nackensteife sowie Erkrankung des Kleinhirns mit z. B.… | Sehr selten |
| Naproxen | Nicht bakterielle Hirnhautentzündung (aseptische Meningitis) mit starken Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Nackensteifigkeit oder Bewusstseinstrübung; ein erhöhtes Risiko scheinen Menschen mit Autoimmunerkrankungen (systemischer Lupus… | Sehr selten |
| Nitrofurantoin | Drucksteigerung in der Schädelhöhle mit Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und möglicherweise einer Sehstörung durch Schwellung der Sehnervenpapille (Papillenödem) | Nicht bekannt |
| Pembrolizumab | Guillain-Barré-Syndrom (vorübergehende Nervenentzündung mit Schmerzen, Schwäche und Lähmung der Gliedmaßen); Entzündung des Gehirns (Enzephalitis) mit Verwirrtheit, Fieber, Gedächtnisstörungen oder Krampfanfällen; Entzündung des Rückenmarks (Myelitis) mit… | Selten |
| Prednison | Erhöhter Hirndruck mit Kopfschmerzen, Erbrechen und Doppeltsehen (Pseudotumor cerebri) | Selten |
| Pseudoephedrin | Schwerwiegende Erkrankungen der Blutgefäße im Gehirn: posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom (PRES) und reversibles zerebrales Vasokonstriktionssyndrom (RCVS); mögliche Anzeichen sind starke Kopfschmerzen mit plötzlichem Beginn, Übelkeit, Erbrechen,… | Nicht bekannt |
| Semaglutid | Unterzuckerung (Hypoglykämie) bei Anwendung zusammen mit einem Sulfonylharnstoff oder Insulin; Warnzeichen können plötzlich auftreten: kalter Schweiß, kühle blasse Haut, Kopfschmerzen, schneller Herzschlag, Übelkeit oder starkes Hungergefühl, Sehstörungen,… | Sehr häufig |
| Sertralin | Plötzliche starke Kopfschmerzen als mögliches Zeichen eines reversiblen zerebralen Vasokonstriktionssyndroms (RCVS) | Selten |
| Tacrolimus | Posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom (PRES) mit Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Stimmungsschwankungen, Krampfanfällen und Sehstörungen | Nicht bekannt |
| Tirzepatid | Niedriger Blutzucker (Hypoglykämie) bei Anwendung zusammen mit einem Sulfonylharnstoff und/oder Insulin; mögliche Symptome sind Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Schwäche, Schwindel, Hungergefühl, Verwirrtheit, Reizbarkeit, schneller Herzschlag und Schwitzen | Sehr häufig |
Was die Häufigkeitsklassen bedeuten, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Kopfschmerz durch Medikamenten-Übergebrauch
Bei Menschen mit Migräne oder Spannungskopfschmerzen können die Kopfschmerzen laut IQWiG durch eine regelmäßige und häufige Einnahme von Schmerz- oder Migränemitteln zunehmen; man spricht dann von Kopfschmerzen durch Medikamenten-Übergebrauch [1]. Ob der Gebrauch übermäßig ist, hängt davon ab, an wie vielen Tagen die Mittel in den letzten drei Monaten eingenommen wurden und um welches Medikament es sich handelt; weniger wichtig ist die Dosierung an den einzelnen Tagen [1]. Bei Schmerzmitteln wie Paracetamol, Acetylsalicylsäure (ASS) oder Ibuprofen gilt laut IQWiG die Einnahme an 15 oder mehr Tagen pro Monat als übermäßig, bei Migränemitteln wie Triptanen und Ergotaminen schon an zehn Tagen pro Monat [1].
Fachleute gehen laut IQWiG davon aus, dass etwa 1 bis 2 von 100 Menschen Kopfschmerzen haben, weil sie zu häufig Schmerz- oder Migränemittel anwenden; meist sind Frauen mittleren Alters mit Migräne betroffen [1]. Die längere Anwendung jeglicher Art von Schmerzmitteln gegen Kopfschmerzen kann diese laut Fachinformation von Ibuprofen verschlimmern; laut Fachinformation von Sumatriptan gilt das für den übermäßigen Gebrauch von Arzneimitteln gegen Kopfschmerzen [7, 8]. Mehr unter Migränemittel und im Ratgeber Schmerzmittel richtig anwenden.
Woran Sie Kopfschmerzen durch ein Medikament erkennen
Ein Hinweis ist der zeitliche Zusammenhang mit einem neuen Mittel. Nitratkopfschmerzen treten laut Packungsbeilage vor allem bei Behandlungsbeginn auf, bei Amlodipin sind Kopfschmerzen insbesondere zu Beginn der Behandlung beschrieben [3, 6]. Bei Sertralin können Kopfschmerzen auch nach einem plötzlichen Ende der Einnahme auftreten, zusammen mit Beschwerden wie Schwindelgefühl, Empfindungsstörungen, Schlafstörungen, Übelkeit oder Zittern [9].
Kopfschmerzen durch Medikamenten-Übergebrauch sind laut IQWiG dumpf und betreffen den gesamten Kopf; Begleitbeschwerden gibt es in der Regel nicht [1]. Manchmal kommt zu diesem Dauerkopfschmerz eine Attacke der bisherigen Kopfschmerzerkrankung hinzu, bei Migräne dann eher pulsierend und mit den typischen Begleitbeschwerden [1]. Laut IQWiG sind sie chronisch, treten also über drei Monate an mehr als 15 Tagen pro Monat auf [1]. Viele Betroffene glauben zunächst, ihre Migräne oder ihre Spannungskopfschmerzen hätten sich verstärkt, und greifen dann noch häufiger zu Schmerz- oder Migränemitteln [1]. Die Diagnose sollte laut Fachinformation bei Menschen vermutet werden, die häufige oder tägliche Kopfschmerzen haben, obwohl oder gerade weil sie regelmäßig Mittel gegen Kopfschmerzen einnehmen [7].
Ob Ihr Medikament Kopfschmerzen auslösen kann, lesen Sie in der Packungsbeilage nach, in Abschnitt 4 bei den Nebenwirkungen [3, 6]. Ein Kopfschmerz-Tagebuch oder ein Medikamenten-Kalender hilft laut IQWiG herauszufinden, wie häufig Sie tatsächlich Medikamente nehmen und wann Kopfschmerzen auftreten [1]. Dafür eignet sich auch das Nebenwirkungs-Tagebuch.
Warum Medikamente Kopfschmerzen auslösen können
Wie Kopfschmerzen durch zu viele Schmerzmittel entstehen, ist laut IQWiG unklar. Möglicherweise gewöhnt sich das Nervensystem an die Medikamente und reagiert dann noch empfindlicher auf Schmerzreize und -auslöser: Ein Reiz, den das Gehirn normalerweise nicht als Schmerz registriert, wird nun als schmerzhaft wahrgenommen [1]. Offen ist zum Beispiel, warum diese Kopfschmerzen nicht bei Menschen auftreten, die wegen anderer Erkrankungen wie chronischer Gelenkschmerzen häufig Schmerzmittel einnehmen [1].
Hinter Kopfschmerzen unter einem Medikament kann auch eine andere, ernste Nebenwirkung stecken. Doxycyclin kann laut Fachinformation selten eine gutartige Drucksteigerung in der Schädelhöhle (Pseudotumor cerebri) bewirken; mögliche Beschwerden sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Sehstörungen, die sich nach dem Absetzen rasch zurückbildeten [10]. Eine Hirnhautentzündung (Meningitis) können laut gesund.bund.de selten auch Medikamente wie entzündungshemmende Schmerzmittel oder bestimmte Antibiotika auslösen [13]. Bei Sertralin können plötzliche starke Kopfschmerzen ein Anzeichen einer ernsten Erkrankung sein, bei der sich Blutgefäße im Gehirn vorübergehend verengen (reversibles zerebrales Vasokonstriktionssyndrom) [9]. Unter Gerinnungshemmern wie Rivaroxaban können Kopfschmerzen ein Symptom einer Blutung in das Gehirn sein [11]. Mehr unter Blutungen durch Medikamente.
Was Sie tun können

Nicht eigenmächtig absetzen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Sertralin zum Beispiel sollen Sie laut Packungsbeilage nicht beenden, bevor Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es Ihnen sagt; die Dosis wird dann schrittweise über mehrere Wochen verringert [9]. Mehr im Ratgeber Medikamente absetzen.
Kopfschmerzen zu Behandlungsbeginn ansprechen. Nitratkopfschmerzen klingen laut Packungsbeilage meistens nach einigen Tagen bei weiterer Anwendung ab [3]. Bereiten Ihnen die häufigen Nebenwirkungen von Amlodipin, zu denen Kopfschmerzen gehören, erhebliche Probleme oder halten sie länger als eine Woche an, sollten Sie laut Packungsbeilage Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen [6]. Was dann infrage kommt, hängt vom Wirkstoff und von Ihrer Erkrankung ab; das entscheidet die Ärztin oder der Arzt.
Häufige Schmerzmitteleinnahme besprechen. Wer regelmäßig an mehr als zehn Tagen im Monat Schmerz- oder Migränemittel einnimmt, bespricht dies laut IQWiG am besten mit der Ärztin oder dem Arzt [1]. Verschlimmern sich Kopfschmerzen bei längerer Anwendung von Schmerzmitteln, sollte laut Fachinformation ärztlicher Rat eingeholt werden [7, 8]. Um Kopfschmerzen durch Medikamenten-Übergebrauch festzustellen und zu behandeln, werden die Mittel laut IQWiG für etwa 7 bis 14 Tage abgesetzt (Medikamentenpause); zu Beginn können sich die Kopfschmerzen zunächst verstärken, und es kann zu Übelkeit, Unruhe oder Schlafstörungen kommen [1]. Deshalb ist es laut IQWiG sinnvoll, die Pause in eine wenig belastete Zeit zu legen, in der man auch kurzfristig mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen kann; manchmal ist ein Krankenhausaufenthalt sinnvoll [1]. Eine andere Möglichkeit ist eine vorbeugende Behandlung, über die die Ärztin oder der Arzt entscheidet [1].
Danach seltener zu Schmerzmitteln greifen. Nach der Pause gilt laut IQWiG die Regel, Schmerz- oder Migränemittel nicht häufiger als an zehn Tagen im Monat und nicht länger als an drei aufeinanderfolgenden Tagen einzunehmen [1]. Im ersten Jahr nach der Entwöhnung haben viele Menschen einen Rückfall; wichtig ist deshalb, mit der Ärztin oder dem Arzt im Gespräch zu bleiben [1]. Mehr im Ratgeber Schmerzmittel richtig anwenden.
Nebenwirkung melden. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [3, 6]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
Ein Schlaganfall ist laut gesund.bund.de ein akuter Notfall. Zu seinen häufigsten Anzeichen zählen plötzlich auftretende Schwäche, Sprachstörungen, Lähmungserscheinungen und Taubheitsgefühle, Gesichtsfeldausfall oder ein herabhängender Mundwinkel, Schwindel und ein unsicherer Gang; manchmal kommt es auch zu starken Kopfschmerzen mit Übelkeit und Erbrechen [12]. Bei jedem Verdacht auf einen Schlaganfall ist es wichtig, schnell den Notruf 112 zu wählen und nicht abzuwarten, ob die Beschwerden wieder verschwinden [12]. Mehr unter Schlaganfall.
Fieber, Kopfschmerzen und Nackensteife sind laut gesund.bund.de die wichtigsten Merkmale einer Hirnhautentzündung; besteht der Verdacht, sollte man sofort ein Krankenhaus aufsuchen [13]. Unter Rivaroxaban können Kopfschmerzen, einseitige Schwäche, Erbrechen, Krampfanfälle, vermindertes Bewusstsein und Nackensteifigkeit Symptome einer Blutung in das Gehirn sein; das ist laut Packungsbeilage ein schwerer medizinischer Notfall, bei dem Sie sofort eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen müssen [11]. Treten unter Sertralin plötzlich starke Kopfschmerzen auf, können sie laut Packungsbeilage ein Anzeichen einer ernsten Erkrankung sein, des reversiblen zerebralen Vasokonstriktionssyndroms (RCVS) [9]. Unter Doxycyclin können Kopfschmerzen mit Übelkeit, Erbrechen und Sehstörungen laut Fachinformation mögliche Symptome einer Drucksteigerung in der Schädelhöhle sein [10]. Holen Sie in diesen Fällen sofort ärztliche Hilfe. Abgesehen von solchen Warnzeichen gilt: Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
Andere Ursachen
Nicht jeder Kopfschmerz kommt vom Medikament. Wiederholte Kopfschmerzen ohne konkrete Ursache gelten laut IQWiG als primäre Kopfschmerzen und als eigene Erkrankung; sie sind der häufigste Grund für Kopfschmerzen [2]. Dazu gehören unter anderem die Migräne, Spannungskopfschmerzen und Cluster-Kopfschmerzen [2]. Einzelne Attacken können zum Beispiel durch eine Änderung des Tag-Nacht-Rhythmus, ausgelassene Mahlzeiten oder Stress ausgelöst werden [2].
Sekundäre Kopfschmerzen gehen laut IQWiG meist auf Ursachen zurück wie eine Erkältung, eine muskuläre Verspannung oder einen "Kater" nach zu viel Alkohol, bei Frauen auch Hormonschwankungen während des Menstruationszyklus [2]. Nur selten rufen behandlungsbedürftige Krankheiten Kopfschmerzen hervor, etwa ein ausgeprägter Bluthochdruck, ein erhöhter Augeninnendruck (Glaukom), eine Hirnhautentzündung oder ein Hirntumor; dann bestehen aber zusätzliche Beschwerden oder Auffälligkeiten [2]. Auch Verletzungen des Kopfes oder der Halswirbelsäule können Kopfschmerzen hervorrufen [2]. Mehr unter Kopfschmerzen. Welche Ursache vorliegt, klärt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Quellen
- Arzneimittelbedingte Kopfschmerzen. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 13.07.2022. abgerufen am 12.10.2026
- Kopfschmerzen. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 13.07.2022. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Nitrolingual akut® Spray (Glyceroltrinitrat). G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG. Stand 04/2018. abgerufen am 12.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation VIAGRA (Sildenafil), Anhang I: Fachinformation und Anhang III B: Packungsbeilage. Upjohn EESV (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 09/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Nifedipin AbZ 20 mg Retardtabletten. AbZ-Pharma GmbH. Stand 10/2020. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Amlodipin-ratiopharm® 5 mg N Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2022. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation IBU-ratiopharm® 400 mg akut Schmerztabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Sumatriptan-ratiopharm® Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Sertralin-ratiopharm® 50 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Doxy-M-ratiopharm® 100 mg / 200 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Rivaroxaban-ratiopharm® 15 mg; 20 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Behörde Schlaganfall. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 16.12.2022. abgerufen am 12.10.2026
- Behörde Meningitis (Hirnhautentzündung). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 10.01.2025. abgerufen am 12.10.2026
Häufige Fragen
Welche Medikamente können Kopfschmerzen verursachen?
Laut IQWiG können Kopfschmerzen als Nebenwirkung verschiedener Medikamente auftreten, zum Beispiel von Nitrospray gegen Herzbeschwerden, Mitteln gegen Erektionsstörungen (PDE-5-Hemmer), Blutdruckmitteln und Hormonpräparaten. Bei Sildenafil und Nifedipin sind Kopfschmerzen laut Packungsbeilage sehr häufig. Die Tabelle auf dieser Seite zeigt alle Wirkstoffe mit geprüftem Steckbrief, deren Produktinformation Kopfschmerzen nennt; maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Können Schmerzmittel selbst Kopfschmerzen machen?
Ja. Bei Menschen mit Migräne oder Spannungskopfschmerzen können die Kopfschmerzen laut IQWiG durch eine regelmäßige und häufige Einnahme von Schmerz- oder Migränemitteln zunehmen. Als übermäßig gilt laut IQWiG bei Schmerzmitteln wie Paracetamol, ASS oder Ibuprofen die Einnahme an 15 oder mehr Tagen pro Monat, bei Triptanen schon an zehn Tagen. Wer regelmäßig an mehr als zehn Tagen im Monat solche Mittel einnimmt, bespricht das laut IQWiG am besten mit der Ärztin oder dem Arzt.
Wie erkenne ich einen Kopfschmerz durch zu viele Schmerzmittel?
Diese Kopfschmerzen sind laut IQWiG dumpf, betreffen den ganzen Kopf und treten über drei Monate an mehr als 15 Tagen pro Monat auf; Begleitbeschwerden gibt es in der Regel nicht. Viele Betroffene halten sie zunächst für eine Verschlechterung ihrer Migräne und nehmen dann noch mehr Mittel. Ein Kopfschmerz-Tagebuch oder Medikamenten-Kalender zeigt, wie oft Sie tatsächlich Mittel einnehmen.
Gehen Kopfschmerzen durch Nitrospray wieder weg?
Laut Packungsbeilage eines Glyceroltrinitrat-Sprays können Kopfschmerzen zu Behandlungsbeginn sehr häufig auftreten; sie klingen erfahrungsgemäß meistens nach einigen Tagen bei weiterer Anwendung ab. Halten sie an oder belasten sie Sie, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
Machen Potenzmittel wie Sildenafil Kopfschmerzen?
Ja, bei Sildenafil sind Kopfschmerzen laut Packungsbeilage sehr häufig, also bei mehr als 1 von 10 Behandelten, und laut Fachinformation gehören sie zu den am häufigsten beschriebenen Nebenwirkungen in den Studien. Auch das IQWiG nennt Mittel gegen Erektionsstörungen (PDE-5-Hemmer) als mögliche Auslöser. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn die Kopfschmerzen Sie belasten.
Wann sind Kopfschmerzen unter Medikamenten ein Notfall?
Starke Kopfschmerzen zusammen mit Lähmungen, Taubheitsgefühlen, Sprach- oder Sehstörungen können laut gesund.bund.de zu einem Schlaganfall gehören; bei jedem Verdacht wählen Sie schnell den Notruf 112. Fieber, Kopfschmerzen und Nackensteife sind laut gesund.bund.de die wichtigsten Merkmale einer Hirnhautentzündung; dann sollte man sofort ein Krankenhaus aufsuchen. Unter Gerinnungshemmern wie Rivaroxaban können Kopfschmerzen laut Packungsbeilage ein Symptom einer Hirnblutung sein; bei Sertralin können plötzliche starke Kopfschmerzen laut Packungsbeilage auf eine ernste Erkrankung hinweisen. Holen Sie in diesen Fällen sofort ärztliche Hilfe.
Darf ich bei Kopfschmerzen durch ein Medikament das Mittel einfach weglassen?
Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Bei manchen Mitteln wie Sertralin können nach einem plötzlichen Ende der Einnahme sogar Kopfschmerzen und andere Beschwerden auftreten; die Dosis wird laut Packungsbeilage schrittweise verringert. Bei Kopfschmerzen durch zu viele Schmerzmittel beschreibt das IQWiG eine Medikamentenpause, die man mit der Ärztin oder dem Arzt bespricht, oder als andere Möglichkeit eine vorbeugende Behandlung.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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