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Xylometazolin: Nebenwirkungen und Wirkung

Xylometazolin ist ein rezeptfreier Wirkstoff in Nasensprays und Nasentropfen, der die Blutgefäße verengt und so die Nasenschleimhaut bei Schnupfen abschwellen lässt. Das Spray mit 0,1 Prozent dürfen Erwachsene und Schulkinder höchstens bis zu 3-mal täglich und nicht länger als 7 Tage anwenden, außer auf ärztliche Anordnung. Häufig sind Brennen oder Trockenheit der Nasenschleimhaut und Niesen. Dauergebrauch kann zu chronischer Schwellung und zum Schwund der Nasenschleimhaut führen.

Mann in den Dreißigern sitzt morgens in einer warmen Strickjacke am Holztisch in der Küche, hält eine Tasse Tee und atmet frei durch
Bild: KI-generiert

Die häufigsten Nebenwirkungen

  • Häufig: Vorübergehende leichte Reizerscheinungen: Brennen oder Trockenheit der Nasenschleimhaut, Niesen[1, 2]

Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Wofür wird Xylometazolin eingesetzt?

Xylometazolin ist ein Wirkstoff zur Anwendung in der Nase und gehört zu den abschwellenden Schnupfenmitteln [1, 2]. Er wird zur Kurzzeitbehandlung angewendet, um die Nasenschleimhaut abschwellen zu lassen: bei Schnupfen, bei anfallsweise auftretendem Fließschnupfen (Rhinitis vasomotorica) und bei allergischem Schnupfen [1, 2]. Außerdem erleichtert er den Abfluss von Sekret bei einer Entzündung der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) und bei einem Katarrh des Tubenmittelohrs, der mit Schnupfen einhergeht [1, 2].

Das Nasenspray mit 0,1 Prozent, auf dem diese Seite beruht, ist apothekenpflichtig, also ohne Rezept in der Apotheke erhältlich, und für Erwachsene und Schulkinder über 6 Jahren bestimmt [1, 2]. Bei Säuglingen, Kleinkindern und Kindern unter 6 Jahren darf es nicht angewendet werden [1, 2]. Fühlen Sie sich nach 7 Tagen nicht besser oder sogar schlechter, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Mehr über Erkältungen lesen Sie auf der Seite Erkältung.

Wie wirkt Xylometazolin?

Xylometazolin ist ein Alpha-Sympathomimetikum aus der Gruppe der Imidazolin-Derivate. Es verengt Blutgefäße und lässt so die Schleimhäute abschwellen [1, 2]. Die Nasenatmung wird leichter, und Sekret fließt besser ab [2].

Laut Fachinformation setzt die Wirkung innerhalb von etwa 30 Sekunden bis wenigen Minuten ein und hält mehrere Stunden an, im Durchschnitt 6 bis 8 Stunden [2]. Gelegentlich kann die über die Nasenschleimhaut aufgenommene Menge ausreichen, um Wirkungen im übrigen Körper hervorzurufen, etwa auf das Zentralnervensystem oder auf Herz und Kreislauf [2]. Daten aus Untersuchungen zur Aufnahme und Ausscheidung beim Menschen liegen laut Fachinformation nicht vor [2].

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die die Packungsbeilage eine Häufigkeit angibt. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000 [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Am häufigsten sind vorübergehende leichte Reizungen der Nase: Brennen oder Trockenheit der Nasenschleimhaut und Niesen [1, 2]. Gelegentlich fühlt sich die Nase nach dem Abklingen der Wirkung stärker verstopft an; mehr dazu auf der Seite Verstopfte Nase [1, 2]. Wirkungen auf Herz und Kreislauf wie Herzklopfen, beschleunigter Herzschlag und ein Blutdruckanstieg sind selten [1, 2].

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • AtemwegeVorübergehende leichte Reizerscheinungen: Brennen oder Trockenheit der Nasenschleimhaut, Niesen[1, 2]

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

  • HerzHerzklopfen, beschleunigter Herzschlag (Tachykardie)[1, 2]Mehr dazu: Herzrasen
  • Gefäße und KreislaufBlutdruckanstieg[1, 2]Mehr dazu: Blutdruckanstieg

Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Eine erhebliche Überdosierung oder das versehentliche Verschlucken des Arzneimittels kann Herz, Kreislauf, Atmung und Nervensystem beeinträchtigen; besonders bei Kindern kommt es danach häufig zu Krämpfen und Koma, langsamem Herzschlag und Atemaussetzern [1]. Bewahren Sie das Nasenspray für Kinder unzugänglich auf. Bei einer Vergiftung informieren Sie sofort eine Ärztin oder einen Arzt; Überwachung und Behandlung im Krankenhaus sind notwendig [1]. Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Frau in den Vierzigern schläft nachts mit leicht erhöhtem Kopf auf zwei Kissen, im gedämpften Licht einer Nachttischlampe
Bild: KI-generiert

Brennen, Trockenheit, Niesen: Diese Reizungen sind laut Packungsbeilage vorübergehend und leicht [1]. Halten die Beschwerden an, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke.

Nase wieder zu, wenn die Wirkung nachlässt: Wenden Sie das Spray nicht länger als 7 Tage an, außer auf ärztliche Anordnung, und machen Sie vor einer erneuten Anwendung eine Pause von mehreren Tagen [1]. Der Dauergebrauch kann zu einer chronischen Schwellung und schließlich zum Schwund der Nasenschleimhaut führen [1]. Kam es durch übermäßigen Gebrauch zu einer solchen Schwellung, rät die Fachinformation, das Mittel zunächst an einem Nasenloch und erst nach Abklingen der Beschwerden auch auf der anderen Seite abzusetzen, damit wenigstens ein Teil der Nasenatmung erhalten bleibt [2].

Unruhe, Schlafstörungen, Herzklopfen: Solche Wirkungen auf Nervensystem und Herz sind selten oder sehr selten [1, 2]. Treten sie auf, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.

Wechselwirkungen

Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden oder vor Kurzem angewendet haben [1]. Zusammen mit bestimmten stimmungsaufhellenden Arzneimitteln (MAO-Hemmern vom Tranylcypromin-Typ oder trizyklischen Antidepressiva) sowie mit blutdrucksteigernden Arzneimitteln kann der Blutdruck steigen; laut Fachinformation sollte diese Kombination möglichst vermieden werden [1, 2].

Wechselwirkungen von Xylometazolin
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
MAO-Hemmer vom Tranylcypromin-Typ und trizyklische Antidepressiva (stimmungsaufhellende Arzneimittel)Blutdruckerhöhung durch Wirkungen auf Herz und Kreislauf möglich[1, 2]Kombination laut Fachinformation möglichst vermeiden; vorher ärztlich besprechen
Blutdrucksteigernde ArzneimittelBlutdruckerhöhung möglich[1, 2]Kombination laut Fachinformation möglichst vermeiden; vorher ärztlich besprechen

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wer Xylometazolin nicht oder nur mit Vorsicht anwenden sollte

Bei einer trockenen Entzündung der Nasenschleimhaut mit Borkenbildung (Rhinitis sicca) und nach Operationen an der Hirnanhangdrüse durch die Nase dürfen Sie Xylometazolin nicht anwenden [1, 2]. Haben Sie eine der Erkrankungen unter "Besondere Vorsicht bei", etwa eine schwere Herz-Kreislauf-Erkrankung wie Bluthochdruck, erhöhten Augeninnendruck oder eine vergrößerte Prostata, sprechen Sie vor der Anwendung mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke; laut Fachinformation ist dann eine sorgfältige Abwägung von Nutzen und Risiko nötig [1, 2].

Nicht einnehmen bei

  • Allergie gegen Xylometazolin oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
  • Trockene Entzündung der Nasenschleimhaut mit Borkenbildung (Rhinitis sicca)[1, 2]
  • Nach operativer Entfernung der Hirnanhangdrüse durch die Nase (transsphenoidale Hypophysektomie) oder nach anderen Operationen, bei denen die Hirnhaut freigelegt wurde[1, 2]
  • Säuglinge, Kleinkinder und Kinder unter 6 Jahren (Nasenspray mit 0,1 Prozent)[1, 2]

Besondere Vorsicht bei

  • Behandlung mit MAO-Hemmern (bestimmte stimmungsaufhellende Arzneimittel) oder anderen möglicherweise blutdrucksteigernden Arzneimitteln[1, 2]
  • Erhöhter Augeninnendruck, besonders Engwinkelglaukom[1, 2]
  • Herzerkrankungen wie das Long-QT-Syndrom; bei Long-QT-Syndrom laut Fachinformation möglicherweise erhöhtes Risiko für schwere Herzrhythmusstörungen der Herzkammern[1, 2]
  • Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie koronare Herzkrankheit oder Bluthochdruck[1, 2]
  • Tumor der Nebenniere (Phäochromozytom)[1, 2]
  • Stoffwechselstörungen wie Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) oder Diabetes mellitus[1, 2]
  • Vergrößerte Prostata[1, 2]
  • Porphyrie (eine Stoffwechselerkrankung)[1, 2]
  • Dauergebrauch: Schleimhautabschwellende Schnupfenmittel können bei Dauergebrauch zu einer chronischen Schwellung und schließlich zum Schwund der Nasenschleimhaut führen; laut Fachinformation kann die Wirkung bei längerer Anwendung und Überdosierung nachlassen[1, 2]
  • Chronischer Schnupfen: Anwendung wegen der Gefahr des Schleimhautschwunds nur unter ärztlicher Kontrolle[1, 2]

Autofahren, Schwangerschaft, Höchstdauer

Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage, Fachinformation und das Beratungszentrum Embryotox der Charité zu Alltag, Schwangerschaft und Stillzeit sagen, und nennen Höchstmenge und Anwendungsdauer in der Selbstbehandlung [1, 2, 3]. Allgemeine Hinweise finden Sie im Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.

Schwangerschaft

In der Schwangerschaft darf die empfohlene Dosierung nicht überschritten werden, weil eine Überdosierung die Blutversorgung des ungeborenen Kindes beeinträchtigen kann. Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch kann das Nasenspray in der Schwangerschaft für nicht mehr als eine Woche angewendet werden; fragen Sie vorher Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke. Laut Fachinformation ist bei Bluthochdruck oder Zeichen einer verminderten Durchblutung der Gebärmutter Vorsicht geboten.[1, 2]

Embryotox stuft Xylometazolin als Medikament der Wahl ein, hält aber dennoch eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung für nötig. Eine kurzzeitige Anwendung in therapeutischer Dosierung ist bei entsprechender Indikation während der gesamten Schwangerschaft möglich, nur über einige Tage, um einer Gewöhnung und einem möglichen Schleimhautschwund vorzubeugen. In Studien mit insgesamt über 460 Schwangerschaften ergaben sich keine Hinweise auf Fehlbildungen.[3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Ob Xylometazolin in die Muttermilch übergeht, ist nicht bekannt; ein Risiko für den Säugling kann nicht ausgeschlossen werden. Unter Abwägung des Nutzens des Stillens für das Kind und des Nutzens der Behandlung für die Mutter wird entschieden, ob das Stillen unterbrochen oder auf die Behandlung verzichtet beziehungsweise sie unterbrochen wird. Die empfohlene Dosierung darf nicht überschritten werden, weil eine Überdosierung die Milchproduktion vermindern kann.[1, 2]

Laut Embryotox kann Xylometazolin bei entsprechender Indikation in üblicher Dosierung auch in der Stillzeit kurzzeitig angewendet werden; bei umfangreicher Anwendung wurden keine Beschwerden bei gestillten Säuglingen berichtet.[3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Autofahren und Maschinen

Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine Beeinträchtigungen der Verkehrstüchtigkeit und der Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen zu erwarten.[1, 2]

Einnahme

Vor dem ersten Gebrauch einige Male pumpen, bis ein gleichmäßiger Sprühnebel entsteht. Vor der Anwendung die Nase gründlich schnäuzen, die Sprühöffnung in das Nasenloch einführen, einmal pumpen und dabei leicht durch die Nase einatmen. Danach das Nasenrohr mit einem sauberen Papiertaschentuch abwischen und die Schutzkappe wieder aufsetzen.[1]

Die letzte Anwendung eines Tages erfolgt am besten vor dem Zubettgehen. Jedes Spray aus hygienischen Gründen nur von einer Person verwenden. Nach Anbruch nicht länger als 6 Monate verwenden.[1]

Anwendung vergessen: beim nächsten Mal nicht die doppelte Menge anwenden, sondern wie beschrieben fortfahren. Erscheint Ihnen die Wirkung zu stark oder zu schwach, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke.[1]

Höchstmenge in der Selbstmedikation

Erwachsene und Schulkinder (Nasenspray mit 0,1 Prozent): nach Bedarf, jedoch höchstens bis zu 3-mal täglich je 1 Sprühstoß in jede Nasenöffnung; keine höheren Dosierungen anwenden. Bei Kindern unter 6 Jahren darf dieses Nasenspray nicht angewendet werden.[1, 2]

Anwendungsdauer: nicht länger als 7 Tage, es sei denn auf ärztliche Anordnung; eine erneute Anwendung sollte erst nach einer Pause von mehreren Tagen erfolgen. Fühlen Sie sich nach 7 Tagen nicht besser oder sogar schlechter, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. In der Schwangerschaft höchstens eine Woche.[1]

Absetzen

Laut Fachinformation kann übermäßiger Gebrauch abschwellender Nasenmittel zu einer vermehrten Durchblutung der Nasenschleimhaut als Gegenreaktion (reaktive Hyperämie, Rhinitis medicamentosa) und zu einem Schwund der Schleimhaut führen. Um wenigstens einen Teil der Nasenatmung zu erhalten, sollte das Mittel dann zunächst an einem Nasenloch und erst nach Abklingen der Beschwerden auch auf der anderen Seite abgesetzt werden.[2]

Überdosierung

Nach einer erheblichen Überdosierung oder versehentlichem Verschlucken können auftreten: Pupillenerweiterung oder -verengung, Übelkeit und Erbrechen, Blässe und Blaufärbung von Haut und Lippen, Fieber, Schwitzen oder Absinken der Körpertemperatur, zu langsamer, zu schneller oder unregelmäßiger Herzschlag, Anstieg oder Absinken des Blutdrucks, Aussetzen der Atmung, Lethargie, Schläfrigkeit und Koma, Angstgefühl, Erregung, Halluzinationen und Krämpfe. Besonders bei Kindern kommt es nach Überdosierung häufig zu Krämpfen und Koma, langsamem Herzschlag, Atemaussetzern sowie einem Blutdruckanstieg, der von einem Blutdruckabfall abgelöst werden kann. Bei Vergiftungen sofort die Ärztin oder den Arzt informieren; Überwachung und Behandlung im Krankenhaus sind notwendig.[1, 2]

Dosierung laut Packungsbeilage

Die Packungsbeilage des Nasensprays mit 0,1 Prozent nennt eine Höchstzahl an Anwendungen am Tag und eine Höchstdauer [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder. Hat Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt etwas anderes verordnet, gilt diese Verordnung [1].

Anwendung und Absetzen

Vor dem ersten Gebrauch pumpen Sie einige Male, bis ein gleichmäßiger Sprühnebel entsteht. Vor der Anwendung schnäuzen Sie die Nase gründlich, führen die Sprühöffnung in das Nasenloch ein, pumpen einmal und atmen dabei leicht durch die Nase ein. Danach wischen Sie das Nasenrohr mit einem sauberen Papiertaschentuch ab und setzen die Schutzkappe wieder auf [1]. Die letzte Anwendung eines Tages erfolgt am besten vor dem Zubettgehen [1].

Aus hygienischen Gründen und um die Übertragung von Krankheitserregern zu vermeiden, sollte jedes Spray nur von einer Person und nach Anbruch nicht länger als 6 Monate verwendet werden [1]. Haben Sie eine Anwendung vergessen, wenden Sie beim nächsten Mal nicht die doppelte Menge an [1]. Kommen Sie nach der empfohlenen Anwendungsdauer nicht ohne Spray aus, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke.

Präparate mit Xylometazolin

Xylometazolin gibt es als Nasenspray und als Nasentropfen in verschiedenen Stärken. NasenSpray-ratiopharm Kinder enthält 0,05 Prozent Xylometazolinhydrochlorid und ist für Kinder von 2 bis 6 Jahren bestimmt; bei Säuglingen und Kleinkindern unter 2 Jahren darf es nicht angewendet werden [4]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von NasenSpray-ratiopharm Erwachsene mit 0,1 Prozent [1, 2]. Für Präparate mit anderer Stärke oder mit einem weiteren Wirkstoff gelten eigene Packungsbeilagen.

Präparate mit Xylometazolin
PräparatAnbieterHinweis
NasenSpray-ratiopharm Erwachseneratiopharm GmbHNasenspray mit 0,1 Prozent (0,09 mg je Sprühstoß) für Erwachsene und Schulkinder; Grundlage dieser Seite
NasenSpray-ratiopharm Kinderratiopharm GmbHNasenspray mit 0,05 Prozent (0,045 mg je Sprühstoß) für Kinder von 2 bis 6 Jahren
NasenTropfen-ratiopharm Erwachseneratiopharm GmbHNasentropfen mit 0,1 Prozent
Xylomet-AbZ Nasenspray 1 mg/mlAbZ-Pharma GmbHNasenspray, Lösung

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation NasenSpray-ratiopharm Erwachsene (Xylometazolinhydrochlorid 0,1 %). ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 10.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation NasenSpray-ratiopharm Erwachsene (Xylometazolinhydrochlorid 0,1 %). ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 10.10.2026
  3. Embryotox Embryotox: Xylometazolin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
  4. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation NasenSpray-ratiopharm Kinder (Xylometazolinhydrochlorid 0,05 %). ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 10.10.2026

Häufige Fragen

Wie lange darf ich Xylometazolin-Nasenspray anwenden?

Laut Packungsbeilage nicht länger als 7 Tage, es sei denn, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hat es angeordnet. Eine erneute Anwendung sollte erst nach einer Pause von mehreren Tagen erfolgen. Fühlen Sie sich nach 7 Tagen nicht besser oder sogar schlechter, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Bei chronischem Schnupfen darf das Spray nur unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.

Wie oft am Tag darf ich das Nasenspray nehmen?

Erwachsene und Schulkinder geben laut Packungsbeilage des Sprays mit 0,1 Prozent nach Bedarf, jedoch höchstens bis zu 3-mal täglich, je 1 Sprühstoß in jede Nasenöffnung, falls ärztlich nicht anders verordnet. Laut Fachinformation sollen keine höheren Dosierungen als die empfohlenen angewendet werden. Die letzte Anwendung eines Tages erfolgt am besten vor dem Zubettgehen.

Kann man sich an Nasenspray gewöhnen?

Laut Packungsbeilage kann der Dauergebrauch schleimhautabschwellender Schnupfenmittel zu einer chronischen Schwellung und schließlich zum Schwund der Nasenschleimhaut führen. Laut Fachinformation kann die Wirkung bei längerer Anwendung und Überdosierung nachlassen; übermäßiger Gebrauch kann zu einer vermehrten Durchblutung der Nasenschleimhaut als Gegenreaktion führen (reaktive Hyperämie, Rhinitis medicamentosa). Halten Sie sich an die Anwendungsdauer laut Packungsbeilage und sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke, wenn Sie nicht ohne Spray auskommen. Mehr dazu auf der Seite Verstopfte Nase.

Darf ich Xylometazolin in der Schwangerschaft nehmen?

Laut Packungsbeilage kann das Nasenspray bei bestimmungsgemäßem Gebrauch in der Schwangerschaft für nicht mehr als eine Woche angewendet werden; die empfohlene Dosierung darf nicht überschritten werden, weil eine Überdosierung die Blutversorgung des ungeborenen Kindes beeinträchtigen kann. Fragen Sie vorher Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke. Embryotox stuft Xylometazolin als Medikament der Wahl ein, hält aber eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung für nötig. Eine kurzzeitige Anwendung über einige Tage in therapeutischer Dosierung ist laut Embryotox während der gesamten Schwangerschaft möglich.

Ab welchem Alter darf man Xylometazolin anwenden?

Das Nasenspray mit 0,1 Prozent ist für Erwachsene und Schulkinder über 6 Jahren bestimmt. Bei Säuglingen, Kleinkindern und Kindern unter 6 Jahren darf es nicht angewendet werden. Für jüngere Kinder gibt es niedriger dosierte Präparate mit eigener Packungsbeilage: NasenSpray-ratiopharm Kinder mit 0,05 Prozent ist laut seiner Packungsbeilage für Kinder von 2 bis 6 Jahren bestimmt und darf bei Säuglingen und Kleinkindern unter 2 Jahren nicht angewendet werden. Fragen Sie in Ihrer Apotheke.

Kann Nasenspray den Blutdruck erhöhen?

Ein Blutdruckanstieg sowie Herzklopfen und beschleunigter Herzschlag gehören zu den seltenen Nebenwirkungen, also bei bis zu 1 von 1.000 Behandelten. Bei schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck sprechen Sie vor der Anwendung mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke. Zusammen mit bestimmten Antidepressiva oder blutdrucksteigernden Arzneimitteln kann der Blutdruck steigen.

Wie schnell wirkt Xylometazolin?

Laut Fachinformation setzt die Wirkung innerhalb von etwa 30 Sekunden bis wenigen Minuten ein und hält mehrere Stunden an, im Durchschnitt 6 bis 8 Stunden. Die Nasenatmung wird leichter, und Sekret kann besser abfließen.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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