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Verstopfte Nase durch Medikamente

Eine verstopfte Nase nennen die Packungsbeilagen vieler Medikamente als Nebenwirkung, zum Beispiel bei PDE-5-Hemmern wie Sildenafil und Tadalafil, Alphablockern wie Silodosin, Doxazosin und Tamsulosin, dem Antidepressivum Amitriptylin und Blutdrucksenkern wie Ramipril. Abschwellende Nasensprays mit Xylometazolin oder Oxymetazolin können nach Abklingen der Wirkung ein stärkeres Gefühl einer verstopften Nase auslösen. Ihre Packungsbeilagen sehen vor, sie nicht länger als 7 Tage anzuwenden, es sei denn auf ärztliche Anordnung. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Frau mit kastanienbraunem Haar sitzt an einem grauen Herbstmorgen am Fenster und hält sich ein Taschentuch an die Nase
Bild: KI-generiert

Eine verstopfte Nase kann auch eine Nebenwirkung sein. Die Packungsbeilagen nennen sie zum Beispiel bei PDE-5-Hemmern wie Sildenafil und Tadalafil, bei Alphablockern wie Silodosin und Doxazosin, beim Antidepressivum Amitriptylin und beim Blutdrucksenker Ramipril [4, 5, 7, 8, 10, 12]. Abschwellende Nasensprays können nach Abklingen ihrer Wirkung selbst ein stärkeres Gefühl einer verstopften Nase auslösen [1, 3]. In den Produktinformationen heißt die Beschwerde zum Beispiel verstopfte Nase, Nasenverstopfung, Schwellung der Nasenschleimhaut oder Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis); manche nennen sie zusammen mit einer laufenden Nase [4, 7, 9, 13].

Welche Medikamente eine verstopfte Nase auslösen können

Die Beispiele stammen aus den Packungsbeilagen und Fachinformationen einzelner Wirkstoffe. Jede Häufigkeitsangabe gehört zu dem Wirkstoff, bei dem sie steht. In den Packungsbeilagen bedeutet "sehr häufig" mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bis zu 1 von 100 und "selten" bis zu 1 von 1.000 [1].

  • Abschwellende Nasensprays: Xylometazolin und Oxymetazolin sind Alpha-Sympathomimetika, die die Nasenschleimhaut abschwellen lassen [1, 3]. Als gelegentliche Nebenwirkung nennen ihre Packungsbeilagen nach Abklingen der Wirkung ein stärkeres Gefühl einer "verstopften" Nase [1, 3]. Der Dauergebrauch schleimhautabschwellender Nasensprays kann laut Packungsbeilage zu einer chronischen Schwellung und schließlich zum Schwund der Nasenschleimhaut führen [1, 3]. Mehr dazu im Abschnitt Warum Medikamente eine verstopfte Nase auslösen können.
  • PDE-5-Hemmer: Sildenafil und Tadalafil werden bei Erektionsstörungen eingesetzt, Tadalafil laut Packungsbeilage der 5-mg-Tabletten außerdem bei Harnwegsbeschwerden durch eine gutartige Prostatavergrößerung [4, 5]. Bei beiden ist eine verstopfte Nase laut Packungsbeilage häufig [4, 5]. Für Sildenafil gehört sie laut Fachinformation zu den in klinischen Studien am häufigsten beschriebenen Nebenwirkungen; gelegentlich treten blockierte oder verstopfte Nasennebenhöhlen und eine Entzündung der Nasenschleimhaut mit Beschwerden wie laufender Nase, Niesen und verstopfter Nase auf, selten eine trockene Nase oder eine Schwellung in der Nase [4]. Die berichteten Nebenwirkungen von Tadalafil waren laut Fachinformation vorübergehend und im Allgemeinen leicht bis mäßig [6]. Mehr dazu: Prostata-, Blasen- und Potenzmittel.
  • Alphablocker: Silodosin, Tamsulosin und Doxazosin werden bei Beschwerden durch eine gutartige Prostatavergrößerung angewendet, Doxazosin auch bei hohem Blutdruck [7, 8, 9]. Eine laufende oder verstopfte Nase ist laut Packungsbeilage bei Silodosin und Doxazosin häufig, bei Tamsulosin gelegentlich [7, 8, 9]. Die Fachinformation von Silodosin führt die Nasenverstopfung ebenfalls als häufig [7].
  • Antidepressiva: In der Packungsbeilage von Amitriptylin, einem trizyklischen Antidepressivum, ist eine verstopfte Nase als sehr häufig eingestuft [10]. Bei Opipramol nennt die Fachinformation Müdigkeit, Mundtrockenheit und eine verstopfte Nase als häufig, besonders zu Beginn der Behandlung [11]. Mehr dazu: Mundtrockenheit.
  • Blutdrucksenker: Beim ACE-Hemmer Ramipril nennt die Packungsbeilage eine verstopfte Nase als gelegentlich, die Fachinformation Schwellungen der Nasenschleimhaut [12, 13]. Auch beim Calciumantagonisten Nifedipin ist eine verstopfte Nase laut Packungsbeilage gelegentlich [16]; mehr zur Gruppe unter Calciumkanalblocker. Selten ist sie bei Carvedilol, einem Alpha- und Betablocker, laut Packungsbeilage und bei Dihydralazin laut Fachinformation [14, 15].
  • ASS und verwandte Schmerzmittel: Für Acetylsalicylsäure (ASS) als Schmerzmittel nennt die Packungsbeilage eine Entzündung der Nase (Rhinitis), Atemnot und eine Verengung der Atemwege; die Häufigkeit ist nicht bekannt [17]. Wer früher mit Asthma oder einer allergischen Reaktion auf ASS oder ein ähnliches Arzneimittel reagiert hat, insbesondere auf nichtsteroidale Entzündungshemmer (NSAR), darf ASS laut Packungsbeilage nicht anwenden [17]. Als Beispiel einer solchen Überempfindlichkeitsreaktion nennt die Fachinformation auch eine schwere Rhinitis [18].
  • Mittel gegen entzündliche Erkrankungen: Risankizumab hemmt das Eiweiß IL-23, das im Körper Entzündungen verursacht, und wird unter anderem bei Schuppenflechte (Plaque-Psoriasis) angewendet [19]. Seine Packungsbeilage nennt als sehr häufige Nebenwirkung Infektionen der oberen Atemwege mit Anzeichen wie Halsschmerzen und verstopfter Nase [19]. Hier ist die verstopfte Nase ein Anzeichen der Infektion; mehr dazu unter Infektanfälligkeit.

Die Tabelle zeigt die Wirkstoffe, deren Produktinformation eine verstopfte Nase oder verwandte Beschwerden wie Schnupfen nennt:

Verstopfte Nase als Nebenwirkung: Angaben aus der Produktinformation
WirkstoffHäufigkeitAngabe in der Produktinformation
AmitriptylinSehr häufigVerstopfte Nase
RituximabSehr häufigBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Engegefühl in der Lunge mit Kurzatmigkeit (Bronchospasmus), Entzündung oder Reizung in Lunge, Rachen oder Nasennebenhöhlen, Atemnot, laufende Nase · Bei rheumatoider Arthritis:…
TopiramatSehr häufigVerstopfte, laufende Nase oder Halsschmerzen (Nasopharyngitis)
TrastuzumabSehr häufigLaufende Nase (Rhinorrhoe)
CandesartanHäufigBei Kindern mit Bluthochdruck: laufende Nase (bei Erwachsenen nicht beobachtet)
CelecoxibHäufigKurzatmigkeit (Häufigkeit aus Langzeitstudien zur Verhütung von Darmpolypen), verstopfte oder laufende Nase, Husten
CetirizinHäufigBei Kindern: laufende oder verstopfte Nase (Rhinitis)
CitalopramHäufigGähnen, Schnupfen (Rhinitis), Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
DoxazosinHäufigBronchitis, Husten, Kurzatmigkeit (Dyspnoe), laufende oder verstopfte Nase (Rhinitis)
EscitalopramHäufigVerstopfte oder laufende Nase (Sinusitis)
OlmesartanHäufigHalsentzündung, Schnupfen, Bronchitis und Husten
OpipramolHäufigMundtrockenheit und verstopfte Nase, besonders zu Beginn der Behandlung
PaliperidonHäufigHusten, verstopfte Nase
RisperidonHäufigHalsschmerzen, Husten, Nasenbluten, verstopfte Nase
SecukinumabHäufigLaufende Nase (Rhinorrhö)
SertralinHäufigErkältung, Halsschmerzen, laufende Nase (Infektion der oberen Atemwege, Pharyngitis, Rhinitis)
SildenafilHäufigEntzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis) mit Beschwerden wie laufender Nase, Niesen und verstopfter Nase · Verstopfte Nase · Nasenbluten (Epistaxis), blockierte oder verstopfte Nasennebenhöhlen · Engegefühl im Hals,…
SilodosinHäufigLaufende oder verstopfte Nase
SitagliptinHäufigVerstopfte oder laufende Nase und Halsschmerzen (Nasopharyngitis)
TacrolimusHäufigSchwellung und Entzündung der Nasenschleimhaut
TadalafilHäufigVerstopfte Nase
VedolizumabHäufigVerstopfte Nase
AlfuzosinGelegentlichLaufende Nase, Juckreiz, Niesen und verstopfte Nase (Rhinitis)
AmisulpridGelegentlichVerstopfte Nase; Lungenentzündung durch Einatmen von Flüssigkeiten oder Fremdkörpern (Aspirationspneumonie)
AmlodipinGelegentlichNiesen oder laufende Nase durch eine Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis)
Beclometason/FormoterolGelegentlichNasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Schnupfen (Rhinitis)
BrinzolamidGelegentlichNasenbluten, laufende Nase, verstopfte Nase und Niesen · Verstopfung der oberen Atemwege und der Nasennebenhöhlen, verstopfte Nase und trockene Nase · Rhinitis
DimenhydrinatGelegentlichGefühl einer verstopften Nase
EnalaprilGelegentlichLaufende Nase, Halsschmerzen oder Heiserkeit · Veränderungen im Lungengewebe (pulmonale Infiltrate), Nasenentzündung (Rhinitis), Lungenentzündung (laut Fachinformation allergische Alveolitis/eosinophile Pneumonie)
FebuxostatGelegentlichHusten, Infektionen der oberen Atemwege (Entzündungen von Nasengängen und/oder Hals), Bronchitis, Infektionen der unteren Atemwege, laufende Nase
ItraconazolGelegentlichEntzündung der Nase, Infektion der oberen Atemwege, Entzündung der Nasennebenhöhlen
LevocabastinGelegentlichNasenspray: Atemnot, Nasenbeschwerden, verstopfte Nase, Verkrampfen der Bronchialmuskulatur (Bronchospasmus)
LisinoprilGelegentlichFließschnupfen (Rhinitis)
MetronidazolGelegentlichEntzündliche Rötungen, allergischer Schnupfen, allergische Bindehautentzündung, Nesselsucht, Arzneimittelfieber
NifedipinGelegentlichNasenbluten, verstopfte Nase, Atemnot
OxycodonGelegentlichVeränderung der Stimme, Husten, Rachenentzündung und laufende Nase
OxymetazolinGelegentlichNach Abklingen der Wirkung ein stärkeres Gefühl einer verstopften Nase
PregabalinGelegentlichTrockene, verstopfte oder laufende Nase, Nasenbluten, Husten, Schnarchen
QuetiapinGelegentlichVerstopfte Nase (Rhinitis)
RamiprilGelegentlichVerstopfte Nase durch Schwellung der Nasenschleimhaut · Bei Kindern und Jugendlichen: verstopfte Nase und Schnupfen (Rhinitis)
TamsulosinGelegentlichLaufende oder verstopfte Nase (Rhinitis)
UrapidilGelegentlichVerstopfte Nase
UstekinumabGelegentlichVerstopfte oder verklebte Nase
XylometazolinGelegentlichNach Abklingen der Wirkung ein stärkeres Gefühl einer verstopften Nase (verstärkte Schleimhautschwellung)
BisoprololSeltenAllergischer Schnupfen (allergische Rhinitis)
CarvedilolSeltenVerstopfte Nase
DihydralazinSeltenVerstopfte Nase
MethocarbamolSeltenSchwellung der Nasenschleimhaut
MetoprololSeltenAllergischer Schnupfen
TimololSeltenChronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Verkrampfung der Bronchien (Bronchospasmen), Husten, Keuchen und verstopfte Nase
AcetylsalicylsäureNicht bekanntAls Schmerzmittel (500 mg): Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis), Atemnot (Dyspnoe), Verengung der Atemwege (Bronchospasmus)
AlprazolamNicht bekanntVerstopfte Nase
ClozapinNicht bekanntVerstopfte Nase
DimethylfumaratNicht bekanntLaufende Nase (Rhinorrhoe)
DoxepinNicht bekanntVerstopfte oder trockene Nase
TrazodonNicht bekanntVerstopfte Nase, Atemnot

Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (56 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Verstopfte Nase als mögliches Zeichen einer anderen Nebenwirkung (7 Wirkstoffe)

Bei diesen Wirkstoffen nennt die Produktinformation die Beschwerde als mögliches Anzeichen einer anderen Nebenwirkung. Die angegebene Häufigkeit gilt für diese andere Nebenwirkung, nicht für die Beschwerde selbst; deshalb stehen sie nicht in der Tabelle oben.

Verstopfte Nase als Zeichen einer anderen Nebenwirkung
WirkstoffAngabe in der ProduktinformationHäufigkeit dieser Nebenwirkung
AcetylsalicylsäureNiedrig dosiert (100 mg): Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, der Atemwege, des Magen-Darm-Bereichs und des Herz-Kreislauf-Systems, vor allem bei Menschen mit Asthma, etwa mit Blutdruckabfall, Anfällen von Atemnot, Entzündung der Nasenschleimhaut,…Selten
AdalimumabInfektionen der Atemwege, etwa Erkältung, Fließschnupfen, Nebenhöhlenentzündung oder LungenentzündungSehr häufig
EvolocumabGrippe (Influenza) mit hoher Körpertemperatur, Halsschmerzen, laufender Nase, Husten und SchüttelfrostHäufig
EvolocumabErkältung, etwa mit laufender Nase, Halsschmerzen oder Nebenhöhleninfektionen (Nasopharyngitis oder Infektionen der oberen Atemwege)Häufig
OfatumumabInfektionen der oberen Atemwege mit Beschwerden wie Halsschmerzen und laufender Nase; laut Fachinformation unter anderem Entzündungen von Nasen-Rachen-Raum, Nasennebenhöhlen oder Mandeln und GrippeSehr häufig
OmalizumabChurg-Strauss-Syndrom oder hypereosinophiles Syndrom; mögliche Zeichen sind Schwellung, Schmerz oder Ausschlag um Blut- oder Lymphgefäße, eine hohe Zahl bestimmter weißer Blutzellen (ausgeprägte Eosinophilie), Verschlechterung der Atmung, verstopfte Nase,…Nicht bekannt
RisankizumabInfektionen der oberen Atemwege mit Anzeichen wie Halsschmerzen und verstopfter Nase (laut Fachinformation einschließlich Entzündungen von Nasennebenhöhlen, Nase, Rachen, Mandeln, Kehlkopf und Luftröhre)Sehr häufig
SecukinumabInfektionen der oberen Atemwege mit Beschwerden wie Halsschmerzen oder verstopfter Nase (Nasopharyngitis, Rhinitis)Sehr häufig

Was die Häufigkeitsklassen bedeuten, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Woran Sie eine verstopfte Nase durch ein Medikament erkennen

Ein Hinweis ist der zeitliche Zusammenhang mit dem Mittel. Bei Opipramol tritt die verstopfte Nase laut Fachinformation besonders zu Beginn der Behandlung auf [11]. Bei abschwellenden Nasensprays zeigt sich die Nebenwirkung nach Abklingen der Wirkung [1, 3]. Die Wirkung von Xylometazolin setzt laut Fachinformation innerhalb von etwa 30 Sekunden bis wenigen Minuten ein und hält mehrere Stunden an, im Durchschnitt 6 bis 8 Stunden [2]. Lässt sie nach, kann ein stärkeres Gefühl einer verstopften Nase entstehen; die Fachinformation spricht von einer verstärkten Schleimhautschwellung [1, 2].

Schwierig ist die Zuordnung, weil eine verstopfte Nase auch zu häufigen Erkrankungen gehört. Typische Beschwerden einer Erkältung sind laut dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ein Schnupfen mit verstopfter oder laufender Nase, Niesen, Husten und Halsschmerzen; Schnupfen verschwindet oft schon nach wenigen Tagen, und meist klingt eine Erkältung nach 1 bis 2 Wochen von selbst wieder ab [20]. Bei einem allergischen Schnupfen müssen Betroffene häufig niesen, die Nase läuft oder ist verstopft; bei Heuschnupfen treten die Beschwerden nur in den Zeiten des Pollenflugs auf [22]. Bei Risankizumab kann eine verstopfte Nase zu einer Infektion der oberen Atemwege gehören [19].

Ob Ihr Mittel die Nase verstopfen kann, lesen Sie in Abschnitt 4 der Packungsbeilage nach; dort stehen die Nebenwirkungen mit ihrer Häufigkeit, je nach Mittel zum Beispiel als verstopfte Nase, laufende oder verstopfte Nase (Rhinitis) oder Entzündung der Nase [1, 9, 17]. Abschnitt 2 der Packungsbeilage eines Nasensprays nennt außerdem, bei welchen Erkrankungen und welchen anderen Mitteln Sie vor der Anwendung ärztlichen oder pharmazeutischen Rat einholen sollten [1]. Wie die Häufigkeiten gemeint sind, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Warum Medikamente eine verstopfte Nase auslösen können

Abschwellende Nasensprays: Xylometazolin und Oxymetazolin haben gefäßverengende Eigenschaften und bewirken dadurch eine Schleimhautabschwellung [1, 3]. Bei längerer Anwendung und Überdosierung kann die Wirkung abschwellender Nasensprays laut Packungsbeilage von Oxymetazolin nachlassen (Toleranzentwicklung). Das kann dazu führen, dass höhere Dosen oder das Spray häufiger angewendet werden, was wiederum einen Dauergebrauch zur Folge haben kann [3]. Der Dauergebrauch kann zu einer chronischen Schwellung und schließlich zum Schwund der Nasenschleimhaut führen [1, 3].

Überempfindlichkeit: Bei manchen Menschen kann einem Asthma-Anfall laut Fachinformation von ASS eine Allergie gegen nichtsteroidale Entzündungshemmer oder gegen ASS zugrunde liegen [18]. Frühere Überempfindlichkeitsreaktionen nach Salicylaten oder ähnlich wirkenden Mitteln, insbesondere NSAR, sind laut Fachinformation eine Gegenanzeige; als Beispiele nennt sie Nesselsucht (Urtikaria), Schwellungen (Angioödem), eine schwere Rhinitis und einen Schock [18]. Mehr dazu: Arzneimittelallergie und Asthma.

Infektionen: Risankizumab kann laut Fachinformation das Infektionsrisiko erhöhen; die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen waren Infektionen der oberen Atemwege [19]. In der Packungsbeilage ist die verstopfte Nase als Anzeichen solcher Infektionen genannt [19].

Was Sie tun können

Mann mit kurzem grauem Haar spricht in einer hellen Praxis ruhig mit einer Ärztin
Bild: KI-generiert

Nicht eigenmächtig absetzen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Darauf weist zum Beispiel auch die Packungsbeilage von Doxazosin hin [8]. Mehr dazu: Medikamente absetzen.

Mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; das gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in der Packungsbeilage stehen [1]. Sagen Sie in der Praxis, seit wann die Nase verstopft ist, und nennen Sie alle Mittel, auch rezeptfreie Nasensprays. Ob die Beschwerde vom Medikament kommt und was dann infrage kommt, beurteilt die Ärztin oder der Arzt. Mehr dazu: Viele Medikamente gleichzeitig.

Bei abschwellenden Nasensprays die Anwendungsdauer beachten. Das Nasenspray mit Xylometazolin darf laut Packungsbeilage nicht länger als 7 Tage angewendet werden, das mit Oxymetazolin sollte nicht länger als 7 Tage angewendet werden, es sei denn jeweils auf ärztliche Anordnung [1, 3]. Eine erneute Anwendung sollte erst nach einer Pause von mehreren Tagen erfolgen; bei chronischem Schnupfen darf die Anwendung wegen der Gefahr des Schwundes der Nasenschleimhaut nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen [1, 3]. Eine längere Anwendung als empfohlen und eine Überdosierung sollten laut Packungsbeilage von Oxymetazolin unbedingt vermieden werden; bei längerer Anwendung oder Überdosierung sollte die Behandlung sofort beendet werden [3]. Wenn Sie sich nach 7 Tagen nicht besser oder sogar schlechter fühlen, wenden Sie sich laut beiden Packungsbeilagen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1, 3]. Die hier genannten Sprays für Erwachsene und Schulkinder dürfen nicht bei Kindern unter 6 Jahren angewendet werden [1, 3]. Mehr dazu: Medikamente bei Kindern und Rezeptfrei und apothekenpflichtig.

Vorsicht bei anderen Erkrankungen und Mitteln. Vor der Anwendung eines Nasensprays mit Xylometazolin sollen Sie laut Packungsbeilage mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke sprechen, wenn Sie zum Beispiel eine schwere Herz-Kreislauf-Erkrankung wie eine koronare Herzkrankheit oder Bluthochdruck haben, einen erhöhten Augeninnendruck, eine Prostatavergrößerung oder eine Schilddrüsenüberfunktion, oder wenn Sie mit bestimmten stimmungsaufhellenden Mitteln (MAO-Hemmern) oder anderen potenziell blutdrucksteigernden Arzneimitteln behandelt werden [1]. Zusammen mit MAO-Hemmern vom Tranylcypromin-Typ, trizyklischen Antidepressiva wie Amitriptylin oder blutdrucksteigernden Arzneimitteln kann laut Packungsbeilage der Blutdruck steigen [1, 10]. Das betrifft zum Beispiel Menschen mit einer Prostatavergrößerung und Menschen, die Amitriptylin einnehmen [1, 10]. Mehr dazu: Blutdruckanstieg.

Nebenwirkung melden. Nebenwirkungen können Sie laut Packungsbeilage auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden und so dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit eines Arzneimittels zur Verfügung stehen [1]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Sofort handeln müssen Sie bei Zeichen einer schweren allergischen Reaktion. Bei Schwellungen des Gesichts, der Lippen oder des Rachens, die das Schlucken oder Atmen erschweren, sowie Juckreiz und Hautausschlägen soll die Einnahme von Ramipril laut Packungsbeilage umgehend abgebrochen werden, und Sie sollen sich unverzüglich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt wenden; es kann sich um eine schwere Überempfindlichkeitsreaktion handeln [12]. Ebenso verlangt die Packungsbeilage von Tamsulosin bei Atemnot, einer Schwellung von Gesicht, Zunge oder Rachen (Angioödem) oder Juckreiz und Hautausschlag, die Einnahme abzubrechen und sich umgehend in medizinische Behandlung zu begeben [9]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe. Bei ASS sind allergische Reaktionen wie Hautausschlag, ein Asthma-Anfall oder ein Anschwellen des Gesichts in Verbindung mit Atemproblemen laut Packungsbeilage ein Grund, sofort die Ärztin oder den Arzt zu informieren oder in das nächstgelegene Krankenhaus zu gehen [17]. Mehr dazu: Arzneimittelallergie und Atemnot.

Bei Risankizumab sollen Sie laut Packungsbeilage unverzüglich mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt sprechen oder umgehend medizinische Hilfe suchen, wenn Symptome einer schweren Infektion auftreten, zum Beispiel Fieber, grippeartige Symptome, nächtliches Schwitzen, Müdigkeit oder Kurzatmigkeit oder anhaltender Husten [19].

Abschwellende Nasensprays können bei erheblicher Überdosierung oder versehentlichem Einnehmen zu einer Vergiftung führen, unter anderem mit Übelkeit und Erbrechen, Herz-Kreislauf-Störungen, Aussetzen der Atmung, Schläfrigkeit und Koma sowie Erregung und Krämpfen [1]. Besonders bei Kindern kommt es nach Überdosierung laut Packungsbeilage häufig zu Krämpfen und Koma, langsamem Herzschlag und Aussetzen der Atmung [1]. Bei Vergiftungen müssen Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt informieren; Überwachung und Behandlung im Krankenhaus sind notwendig [1]. Vergiftungen, Bewusstlosigkeit oder erhebliche Bewusstseinstrübung und schwere Atemnot sind Fälle für den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 [26].

Bei einer Erkältung ist es laut IQWiG sinnvoll, ärztlichen Rat einzuholen, wenn hohes Fieber, starke oder sich verstärkende Beschwerden, Schmerzen in der Brust, Luftnot oder Probleme beim Atmen auftreten [20]. Eine hartnäckig verstopfte Nase mit starken Kopfschmerzen im Bereich der Stirnhöhle oder über mehrere Tage grünlich verfärbter Nasenschleim können, vor allem zusammen mit Fieber, auf eine bakterielle Entzündung hinweisen und sollten ärztlich abgeklärt werden [21].

Andere Ursachen

Nicht jede verstopfte Nase kommt von einem Medikament. Diese Ursachen beschreibt das IQWiG [20, 22, 23, 24, 25]:

  • Erkältung und Schnupfen: Erkältungsviren lösen eine Entzündung der Schleimhäute in Nase und Rachen aus. Oft beginnt eine Erkältung mit Kratzen im Hals oder Halsschmerzen, bald danach läuft die Nase und schwillt zu [20].
  • Allergischer Schnupfen: Bei Heuschnupfen treten die Beschwerden nur in den Zeiten des Pollenflugs auf; mit einer Hausstauballergie haben Betroffene das ganze Jahr über zu tun. Ein allergischer Schnupfen macht die Schleimhaut der Atemwege oft überempfindlich, sodass auch Reize wie Zigarettenrauch und trockene Heizungsluft Beschwerden auslösen können [22]. Mehr dazu: Allergie.
  • Nasennebenhöhlenentzündung: Eine akute Nasennebenhöhlenentzündung kann ein paar Tage, aber auch hartnäckig mehrere Wochen andauern; neben Erkältungssymptomen können starke Schmerzen im Bereich der Stirn auftreten, manchmal bis hinunter zum Kiefer [23]. Kann man auf Dauer nicht mehr richtig durch die Nase atmen und kommen Schmerzen im Gesicht hinzu, steckt oft eine dauerhafte Nasennebenhöhlenentzündung (chronische Sinusitis) dahinter, ohne oder mit Nasenpolypen, also gutartigen Schleimhautausstülpungen [24].
  • Verkrümmte Nasenscheidewand: Ihr häufigstes Anzeichen ist eine eingeschränkte Nasenatmung; je nach Lage und Ausmaß der Krümmung können auch Schnarchen, Kopfschmerzen oder Nasenbluten auftreten [25]. Eine leichte Verkrümmung verursacht meist keine Beschwerden [25]. Weil auch Erkrankungen der Nasennebenhöhlen die Schleimhaut anschwellen lassen und die Nasenatmung beeinträchtigen können, ist es laut IQWiG wichtig, andere Ursachen auszuschließen [25].

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation NasenSpray-ratiopharm Erwachsene (Xylometazolinhydrochlorid 0,1 %). ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 12.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation NasenSpray-ratiopharm Erwachsene (Xylometazolinhydrochlorid 0,1 %). ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 12.10.2026
  3. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation WICK Nasivin Nasenspray ohne Konservierungsstoffe Erwachsene und Schulkinder 0,5 mg/ml (Oxymetazolin). P&G Health Germany GmbH. Stand 09/2024. abgerufen am 12.10.2026
  4. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation VIAGRA (EPAR): Anhang I (Fachinformation) und Anhang III B (Packungsbeilage) VIAGRA 25 mg/50 mg/100 mg Filmtabletten (Sildenafil). Upjohn EESV (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 09/2025. abgerufen am 12.10.2026
  5. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Tadalafil-ratiopharm 5 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2023. abgerufen am 12.10.2026
  6. Fachinformation Fachinformation Tadalafil-ratiopharm 5 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 01/2024. abgerufen am 12.10.2026
  7. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Urorec (EPAR): Anhang I (Fachinformation) und Anhang III B (Packungsbeilage) Urorec 4 mg/8 mg Hartkapseln (Silodosin). Recordati Ireland Ltd. (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 05/2025. abgerufen am 12.10.2026
  8. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Doxazosin-ratiopharm 4 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 12.10.2026
  9. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Tamsulosin-ratiopharm 0,4 mg Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
  10. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Amitriptylin-CT 25 mg Tabletten. AbZ-Pharma GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 12.10.2026
  11. Fachinformation Fachinformation Opipramol STADA 50 mg/100 mg Filmtabletten. STADAPHARM GmbH. Stand 04/2018. abgerufen am 12.10.2026
  12. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Ramipril-ratiopharm 5 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2024. abgerufen am 12.10.2026
  13. Fachinformation Fachinformation Ramipril-ratiopharm Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2023. abgerufen am 12.10.2026
  14. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Carvedilol-ratiopharm 12,5 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 10/2025. abgerufen am 12.10.2026
  15. Fachinformation Fachinformation Nepresol 25 mg / Nepresol forte 50 mg Tabletten (Dihydralazin). TEOFARMA S.R.L.. Stand 06/2015. abgerufen am 12.10.2026
  16. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Nifedipin AbZ 20 mg Retardtabletten. AbZ-Pharma GmbH. Stand 10/2020. abgerufen am 12.10.2026
  17. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation ASS-ratiopharm 500 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2025. abgerufen am 12.10.2026
  18. Fachinformation Fachinformation ASS-ratiopharm 500 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2025. abgerufen am 12.10.2026
  19. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Skyrizi (EPAR): Anhang I (Fachinformation) und Anhang III B (Packungsbeilage) Skyrizi 150 mg Injektionslösung im Fertigpen (Risankizumab). AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 09/2026. abgerufen am 12.10.2026
  20. Erkältung. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 31.10.2023. abgerufen am 12.10.2026
  21. Schnupfen, Husten und Halsschmerzen lindern. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 31.10.2023. abgerufen am 12.10.2026
  22. Heuschnupfen. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 31.05.2023. abgerufen am 12.10.2026
  23. Mittel gegen akute Nasennebenhöhlenentzündung. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 10.04.2024. abgerufen am 12.10.2026
  24. Behandlung einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 10.04.2024. abgerufen am 12.10.2026
  25. Verkrümmte Nasenscheidewand (Nasenseptumdeviation). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 04.02.2026. abgerufen am 12.10.2026
  26. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitt "116117 oder 112? Für alle Fälle die richtige Nummer"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026

Häufige Fragen

Welche Medikamente können eine verstopfte Nase verursachen?

Die Packungsbeilagen nennen eine verstopfte Nase zum Beispiel bei PDE-5-Hemmern wie Sildenafil und Tadalafil, bei Alphablockern wie Silodosin, Doxazosin und Tamsulosin, bei den Antidepressiva Amitriptylin und Opipramol und bei Blutdrucksenkern wie Ramipril, Nifedipin oder Carvedilol. Auch abschwellende Nasensprays können nach Abklingen ihrer Wirkung ein stärkeres Gefühl einer verstopften Nase auslösen. Die Tabelle auf dieser Seite zeigt alle Wirkstoffe mit geprüftem Steckbrief, deren Produktinformation die Beschwerde nennt.

Kann Nasenspray die Nase verstopfen?

Ja, abschwellende Nasensprays können das. Die Packungsbeilagen von Xylometazolin und Oxymetazolin nennen als gelegentliche Nebenwirkung ein stärkeres Gefühl einer verstopften Nase nach Abklingen der Wirkung. Laut Packungsbeilage von Oxymetazolin kann die Wirkung bei längerer Anwendung und Überdosierung nachlassen, was zu höheren Dosen, häufigerer Anwendung und schließlich zu einem Dauergebrauch führen kann. Dieser kann eine chronische Schwellung und schließlich einen Schwund der Nasenschleimhaut zur Folge haben.

Wie lange darf ich ein abschwellendes Nasenspray anwenden?

Laut den Packungsbeilagen von Xylometazolin und Oxymetazolin nicht länger als 7 Tage, es sei denn auf ärztliche Anordnung. Eine erneute Anwendung sollte erst nach einer Pause von mehreren Tagen erfolgen. Bei chronischem Schnupfen darf die Anwendung wegen der Gefahr des Schwundes der Nasenschleimhaut nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. Fühlen Sie sich nach 7 Tagen nicht besser oder sogar schlechter, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Machen Potenzmittel eine verstopfte Nase?

Das ist möglich. Bei den PDE-5-Hemmern Sildenafil und Tadalafil ist eine verstopfte Nase laut Packungsbeilage häufig (bis zu 1 von 10 Behandelten). Für Sildenafil gehört sie laut Fachinformation zu den in klinischen Studien am häufigsten beschriebenen Nebenwirkungen. Die Nebenwirkungen von Tadalafil waren laut Fachinformation vorübergehend und im Allgemeinen leicht bis mäßig. Belastet Sie die Beschwerde, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Können Blutdrucksenker die Nase verstopfen?

Ja, bei einigen Wirkstoffen ist das beschrieben. Beim Alphablocker Doxazosin ist eine laufende oder verstopfte Nase laut Packungsbeilage häufig. Beim ACE-Hemmer Ramipril und bei Nifedipin ist eine verstopfte Nase laut Packungsbeilage gelegentlich, bei Carvedilol (laut Packungsbeilage) und Dihydralazin (laut Fachinformation) selten. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Geht eine verstopfte Nase durch ein Medikament wieder weg?

Das ist je nach Wirkstoff unterschiedlich. Bei Opipramol tritt die verstopfte Nase laut Fachinformation besonders zu Beginn der Behandlung auf. Die Nebenwirkungen von Tadalafil waren laut Fachinformation vorübergehend. Hält die Beschwerde an oder belastet sie Sie, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Fühlen Sie sich bei einem abschwellenden Nasenspray nach 7 Tagen nicht besser oder sogar schlechter, wenden Sie sich laut Packungsbeilage ebenfalls an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Wann sollte ich mit einer verstopften Nase zum Arzt?

Laut IQWiG sollten zum Beispiel eine hartnäckig verstopfte Nase mit starken Kopfschmerzen im Bereich der Stirnhöhle oder über mehrere Tage grünlich verfärbter Nasenschleim ärztlich abgeklärt werden, vor allem zusammen mit Fieber. Schwellen Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen an oder bekommen Sie schlecht Luft, holen Sie sofort ärztliche Hilfe, bei schwerer Atemnot über den Notruf 112.

Kann eine verstopfte Nase auch andere Ursachen haben?

Ja. Laut IQWiG gehört ein Schnupfen mit verstopfter oder laufender Nase zu den typischen Beschwerden einer Erkältung. Auch bei allergischem Schnupfen ist die Nase verstopft oder läuft. Eine dauerhaft behinderte Nasenatmung mit Schmerzen im Gesicht kann auf eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung hinweisen. Bei einer verkrümmten Nasenscheidewand ist eine eingeschränkte Nasenatmung das häufigste Anzeichen.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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