MedikamenteWirkstoff
Quetiapin: Nebenwirkungen und Wirkung
Quetiapin ist ein verschreibungspflichtiges Antipsychotikum gegen Schizophrenie und bipolare Störungen. Als Retardtablette wird es außerdem bei Depressionen eingesetzt, zusätzlich zu einem Antidepressivum. Zu den sehr häufigen Nebenwirkungen gehören Schläfrigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Gewichtszunahme und veränderte Blutfette. Bei Gedanken, sich das Leben zu nehmen, holen Sie sofort ärztliche Hilfe oder gehen unverzüglich in ein Krankenhaus.

Die häufigsten Nebenwirkungen
- Sehr häufig: Schwindel (kann zu Stürzen führen) und Kopfschmerzen[1, 2]
- Sehr häufig: Schläfrigkeit (kann bei längerer Einnahme vergehen; kann zu Stürzen führen)[1, 2]
- Sehr häufig: Ungewöhnliche Muskelbewegungen: erschwerter Bewegungsbeginn, Zittern, Ruhelosigkeit, steife Muskeln[1, 2]
- Sehr häufig: Mundtrockenheit[1, 2]
- Sehr häufig: Gewichtszunahme[1, 2]
- Sehr häufig: Erhöhte Triglyceride und erhöhtes Gesamtcholesterin[1, 2]
- Sehr häufig: Erniedrigtes HDL-Cholesterin[2]
- Sehr häufig: Verringerter Hämoglobinwert[1, 2]
- Sehr häufig: Absetzsymptome: Schlaflosigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Schwindel, Gereiztheit[1, 2]
- Häufig: Erhöhter Herzschlag (Tachykardie)[1, 2]
- Häufig: Herzklopfen, Herzrasen oder Herzstolpern (Palpitationen)[1, 2]
- Häufig: Niedriger Blutdruck beim Aufstehen mit Schwindel oder Ohnmacht (kann zu Stürzen führen)[1, 2]
- Häufig: Verstopfung, Verdauungsstörungen[1, 2]
- Häufig: Erbrechen, vor allem bei älteren Menschen[1, 2]
- Häufig: Erhöhter Blutzucker[1, 2]
- Häufig: Vermehrtes Hungergefühl (gesteigerter Appetit)[1, 2]
- Häufig: Verschwommenes Sehen[1, 2]
- Häufig: Ungewöhnliche Träume und Albträume[1, 2]
- Häufig: Suizidgedanken und Verschlimmerung einer Depression[1, 2]
- Häufig: Schwierigkeiten beim Sprechen und mit der Sprache (Dysarthrie)[1, 2]
- Häufig: Kurzatmigkeit (Dyspnoe)[1, 2]
- Häufig: Schwächegefühl (Asthenie)[1, 2]
- Häufig: Anschwellen von Armen oder Beinen (periphere Ödeme)[1, 2]
- Häufig: Gereiztheit (Reizbarkeit)[1, 2]
- Häufig: Fieber[1, 2]
- Häufig: Veränderte Werte der Schilddrüsenhormone im Blut[1, 2]
- Häufig: Erhöhtes Prolaktin; selten dadurch Brustschwellung, Milchbildung oder ausbleibende oder unregelmäßige Regelblutung[1, 2]
- Häufig: Veränderte Zahl bestimmter Blutzellen (weniger weiße, mehr eosinophile)[1, 2]
- Häufig: Erhöhte Leberenzymwerte im Blut[1, 2]
Wofür wird Quetiapin eingesetzt?
Quetiapin ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff aus der Gruppe der Antipsychotika [1, 2]. Es gibt ihn als Retardtabletten, die den Wirkstoff langsam abgeben, und als unverzögerte Filmtabletten. Beide Formen sind zugelassen zur Behandlung der Schizophrenie und von bipolaren Störungen: bei mäßigen bis schweren manischen Episoden, bei schweren depressiven Episoden und zur Vorbeugung gegen Rückfälle bei Menschen, die zuvor auf Quetiapin angesprochen haben [2, 4].
Nur die Retardtabletten sind außerdem zur Zusatzbehandlung bei Depressionen (Episoden einer Major Depression) zugelassen, wenn ein Antidepressivum allein nicht ausreichend gewirkt hat; Quetiapin wird dann zusätzlich zu diesem Mittel eingenommen [1, 2]. Den Filmtabletten fehlt dieses Anwendungsgebiet [3, 4]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation der Retardtabletten von Quetiapin-ratiopharm; wo die Filmtabletten abweichen, steht das dabei.
Wie wirkt Quetiapin?
Quetiapin zählt zu den atypischen Antipsychotika und wird überwiegend in der Leber abgebaut, vor allem durch das Enzym CYP3A4. Der Wirkstoff und sein im Körper gebildetes Abbauprodukt N-Desalkylquetiapin binden an viele Andockstellen (Rezeptoren) für Botenstoffe im Gehirn, unter anderem für Serotonin und Dopamin. Dass Quetiapin stärker an bestimmten Serotonin-Rezeptoren als an Dopamin-D2-Rezeptoren wirkt, gilt laut Fachinformation als mitverantwortlich für die antipsychotische Wirkung und dafür, dass Bewegungsstörungen weniger ausgeprägt sind als bei typischen Antipsychotika [2]. Die Wirkung von N-Desalkylquetiapin auf den Noradrenalin-Transporter und den Serotonin-Rezeptor 5HT1A könnte zur Wirkung bei Depressionen beitragen [2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Unten stehen alle Nebenwirkungen bei Erwachsenen, für die Packungsbeilage und Fachinformation der Retardtabletten eine Häufigkeit angeben. "Sehr häufig" heißt: mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit nicht abschätzen [1, 2]. Wie Sie solche Angaben einordnen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Einige Nebenwirkungen zeigt erst eine Blutuntersuchung, etwa veränderte Blutfette, Blutzucker, Schilddrüsenhormone, Leberenzyme und Prolaktin. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird Sie von Zeit zu Zeit um Bluttests bitten [1]. Die Häufigkeiten stammen nur aus den Unterlagen der Retardtabletten; die Packungsbeilage der Filmtabletten nennt dieselben Nebenwirkungen in teils anderer Gliederung und vereinzelt mit anderer Häufigkeit [1, 3].
Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
- NervensystemSchwindel (kann zu Stürzen führen) und Kopfschmerzen[1, 2]Mehr dazu: SchwindelKopfschmerzen
- NervensystemSchläfrigkeit (kann bei längerer Einnahme vergehen; kann zu Stürzen führen)[1, 2]Mehr dazu: Müdigkeit
- NervensystemUngewöhnliche Muskelbewegungen: erschwerter Bewegungsbeginn, Zittern, Ruhelosigkeit, steife Muskeln[1, 2]Mehr dazu: Parkinson-SymptomeZitternUnruhe und Nervosität
- Magen und DarmMundtrockenheit[1, 2]Mehr dazu: Mundtrockenheit
- Stoffwechsel und ErnährungGewichtszunahme[1, 2]Mehr dazu: Gewichtszunahme
- Stoffwechsel und ErnährungErhöhte Triglyceride und erhöhtes Gesamtcholesterin[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Blutfette
- Stoffwechsel und ErnährungErniedrigtes HDL-Cholesterin[2]Mehr dazu: Erhöhte Blutfette
- Blut und LymphsystemVerringerter Hämoglobinwert[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- Allgemeine BeschwerdenAbsetzsymptome: Schlaflosigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Schwindel, Gereiztheit[1, 2]Mehr dazu: Absetz- und EntzugserscheinungenÜbelkeitKopfschmerzenErbrechenSchwindelSchlafstörungenDurchfallAggressivität und Reizbarkeit
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- HerzErhöhter Herzschlag (Tachykardie)[1, 2]Mehr dazu: Herzrasen
- HerzHerzklopfen, Herzrasen oder Herzstolpern (Palpitationen)[1, 2]Mehr dazu: Herzrasen
- Gefäße und KreislaufNiedriger Blutdruck beim Aufstehen mit Schwindel oder Ohnmacht (kann zu Stürzen führen)[1, 2]Mehr dazu: Niedriger BlutdruckSchwindel
- Magen und DarmVerstopfung, Verdauungsstörungen[1, 2]Mehr dazu: VerstopfungSodbrennen und Verdauungsbeschwerden
- Magen und DarmErbrechen, vor allem bei älteren Menschen[1, 2]Mehr dazu: Erbrechen
- Stoffwechsel und ErnährungErhöhter Blutzucker[1, 2]Mehr dazu: Erhöhter Blutzucker
- Stoffwechsel und ErnährungVermehrtes Hungergefühl (gesteigerter Appetit)[1, 2]
- AugenVerschwommenes Sehen[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
- PsycheUngewöhnliche Träume und Albträume[1, 2]Mehr dazu: Albträume
- PsycheSuizidgedanken und Verschlimmerung einer Depression[1, 2]Mehr dazu: Depressive Verstimmung
- NervensystemSchwierigkeiten beim Sprechen und mit der Sprache (Dysarthrie)[1, 2]
- AtemwegeKurzatmigkeit (Dyspnoe)[1, 2]Mehr dazu: Atemnot
- Allgemeine BeschwerdenSchwächegefühl (Asthenie)[1, 2]Mehr dazu: Schwäche (Asthenie)
- Allgemeine BeschwerdenAnschwellen von Armen oder Beinen (periphere Ödeme)[1, 2]Mehr dazu: Wassereinlagerungen
- Allgemeine BeschwerdenGereiztheit (Reizbarkeit)[1, 2]Mehr dazu: Aggressivität und Reizbarkeit
- Allgemeine BeschwerdenFieber[1, 2]Mehr dazu: Fieber
- HormonsystemVeränderte Werte der Schilddrüsenhormone im Blut[1, 2]Mehr dazu: Veränderte Laborwerte
- HormonsystemErhöhtes Prolaktin; selten dadurch Brustschwellung, Milchbildung oder ausbleibende oder unregelmäßige Regelblutung[1, 2]Mehr dazu: Brustspannen und BrustvergrößerungZyklusstörungen
- Blut und LymphsystemVeränderte Zahl bestimmter Blutzellen (weniger weiße, mehr eosinophile)[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- Leber und GalleErhöhte Leberenzymwerte im Blut[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- Blut und LymphsystemPlötzliches Fieber mit Halsschmerzen als mögliches Zeichen zu weniger weißer Blutkörperchen (Neutropenie)[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des BlutbildsFieber
- Blut und LymphsystemZu wenige Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder Blutarmut (Anämie)[2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- ImmunsystemÜberempfindlichkeit: Ausschlag, Nesselsucht, Juckreiz, eventuell Schwellungen im Gesicht, Atemnot oder Schock[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenHautausschlagNesselsuchtJuckreizSchwellungen von Gesicht, Zunge oder Rachen
- HormonsystemSchilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)[2]Mehr dazu: Veränderte Laborwerte
- Stoffwechsel und ErnährungZuckerkrankheit (Diabetes) oder Verschlechterung eines bestehenden Diabetes[1, 2]Mehr dazu: Erhöhter Blutzucker
- Stoffwechsel und ErnährungZu niedriger Natriumwert im Blut (Hyponatriämie)[1, 2]Mehr dazu: Natriummangel
- NervensystemKrampfanfälle[1, 2]Mehr dazu: Krampfanfälle
- NervensystemUnkontrollierbare Bewegungen, vor allem von Gesicht oder Zunge (Spätdyskinesie)[1, 2]
- NervensystemUnangenehme Empfindungen in den Beinen (Restless-Legs-Syndrom)[1, 2]Mehr dazu: Unruhige Beine (Restless Legs)
- NervensystemOhnmacht (Synkope), die zu Stürzen führen kann[1, 2]
- NervensystemVerwirrtheit[1, 2]Mehr dazu: Verwirrtheit
- HerzHerzrasen mit Schwindel oder Ohnmacht; mögliches Zeichen schwerer Herzrhythmusstörungen, in schweren Fällen tödlich[1, 2]Mehr dazu: HerzrhythmusstörungenHerzrasenSchwindel
- HerzVeränderung der elektrischen Herzaktivität im EKG (QT-Verlängerung)[2]Mehr dazu: Herzrhythmusstörungen
- HerzVerlangsamter Herzschlag zu Beginn der Behandlung, mit niedrigem Blutdruck und Ohnmacht[1, 2]Mehr dazu: Verlangsamter HerzschlagNiedriger Blutdruck
- AtemwegeVerstopfte Nase (Rhinitis)[1, 2]Mehr dazu: Verstopfte Nase
- Magen und DarmSchluckbeschwerden (Dysphagie)[1, 2]
- Nieren und HarnwegeSchwierigkeiten beim Wasserlassen (Harnverhalt)[1, 2]Mehr dazu: Probleme beim Wasserlassen
- Geschlechtsorgane und BrustSexuelle Funktionsstörungen[1, 2]Mehr dazu: ErektionsstörungenWeniger Lust auf Sex
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- Blut und LymphsystemStarker Mangel an bestimmten weißen Blutkörperchen (Agranulozytose)[2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- Stoffwechsel und ErnährungMetabolisches Syndrom: mindestens drei von mehr Bauchfett, erniedrigtem HDL-Cholesterin, erhöhten Triglyceriden, hohem Blutdruck, erhöhtem Blutzucker[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte BlutfetteErhöhter Blutzucker
- PsycheGehen, Sprechen oder Essen im Schlaf[1, 2]
- Gefäße und KreislaufBlutgerinnsel in den Venen (Thromboembolie)[1, 2]Mehr dazu: Blutgerinnsel
- Magen und DarmEntzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)[1, 2]Mehr dazu: BauchspeicheldrüsenentzündungBauchschmerzen
- Magen und DarmDarmverschluss (Ileus)[1, 2]Mehr dazu: VerstopfungBauchschmerzen
- Leber und GalleLeberentzündung (Hepatitis), Gelbsucht[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- Geschlechtsorgane und BrustLang anhaltende und schmerzhafte Erektion (Priapismus)[1, 2]
- Geschlechtsorgane und BrustAnschwellen der Brüste und unerwartete Milchbildung (Galaktorrhö)[1, 2]Mehr dazu: Brustspannen und Brustvergrößerung
- Geschlechtsorgane und BrustMenstruationsstörungen[1, 2]Mehr dazu: Zyklusstörungen
- Allgemeine BeschwerdenMalignes neuroleptisches Syndrom (Fieber, Schwitzen, Muskelsteifheit, Benommenheit)[1, 2]Mehr dazu: FieberVermehrtes Schwitzen
- Allgemeine BeschwerdenVerminderte Körpertemperatur (Hypothermie)[1, 2]
- Laborwerte und UntersuchungenErhöhte Kreatinphosphokinase im Blut (ein Muskelenzym)[1, 2]Mehr dazu: Veränderte Laborwerte
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- ImmunsystemSchwere allergische Reaktion (Anaphylaxie)[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenAtemnot
- HormonsystemUnangemessene Ausschüttung des Hormons, das die Urinmenge steuert[1, 2]
- HautSchwerer Hautausschlag, Blasen oder rote Flecken auf der Haut[1]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlag
- HautSchnelles Anschwellen von Haut um Augen, Lippen, Rachen (Angioödem)[1, 2]Mehr dazu: Schwellungen von Gesicht, Zunge oder Rachen
- HautStevens-Johnson-Syndrom (schwere Blasenbildung)[1, 2]Mehr dazu: Schwere Hautreaktionen
- Muskeln, Knochen und GelenkeAbbau von Muskelfasern mit Muskelschmerzen (Rhabdomyolyse)[1, 2]Mehr dazu: Muskelschmerzen
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- HautHautausschlag mit unregelmäßigen roten Flecken (Erythema multiforme)[1, 2]Mehr dazu: Hautausschlag
- HautGerötete Haut mit vielen kleinen Pusteln (AGEP)[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlag
- HautToxische epidermale Nekrolyse (Fieber, Blasen, Ablösen der Haut)[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenFieber
- HautDRESS: Ausschlag mit Fieber, vergrößerten Lymphknoten und veränderten Blutwerten[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlagFieber
- HautEntzündung der Blutgefäße (Vaskulitis) mit Hautausschlag[1, 2]Mehr dazu: Hautausschlag
- HerzHerzmuskelerkrankung (Kardiomyopathie) und Herzmuskelentzündung (Myokarditis)[1, 2]
- Gefäße und KreislaufSchlaganfall[1, 2]
- SchwangerschaftEntzugssymptome bei Neugeborenen nach Einnahme in der Schwangerschaft[1, 2]Mehr dazu: Absetz- und Entzugserscheinungen
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Gedanken, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen, können bei Depressionen zu Beginn der Behandlung verstärkt sein, weil solche Mittel einige Zeit brauchen, bis sie wirken (gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal länger). Sie können auch nach einem plötzlichen Absetzen verstärkt sein; bei jungen Erwachsenen bis 25 Jahre zeigten Studien ein erhöhtes Risiko [1]. Telefonnummern für den Notfall finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Schläfrigkeit und Schwindel: Beide sind sehr häufig und können zu Stürzen führen [1]. Die Schläfrigkeit tritt laut Fachinformation gewöhnlich in den ersten zwei Behandlungswochen auf und geht bei fortgesetzter Einnahme im Allgemeinen vorüber. Niedriger Blutdruck beim Aufstehen tritt normalerweise in der Anfangsphase auf, in der die Dosis gesteigert wird [2]. Führen Sie kein Fahrzeug, solange Sie Ihre Reaktion auf die Tabletten nicht kennen, und informieren Sie bei starker Schläfrigkeit unverzüglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Mehr unter Müdigkeit, Schwindel und niedriger Blutdruck.
Gewicht, Blutzucker und Blutfette: Gewichtszunahme und veränderte Blutfette sind sehr häufig, erhöhter Blutzucker und vermehrtes Hungergefühl häufig [1, 2]. In placebokontrollierten Kurzzeitstudien über 3 bis 8 Wochen nahmen Behandelte laut Fachinformation je nach Tagesdosis im Mittel 0,8 bis 1,4 Kilogramm zu, unter Placebo 0,2 Kilogramm [2]. Die Fachinformation sieht vor, Gewicht, Blutzucker und Blutfette zu Beginn zu bewerten und danach regelmäßig zu kontrollieren. Als Anzeichen eines hohen Blutzuckers nennt sie starken Durst, häufiges Wasserlassen, starken Hunger und Schwäche [2]. Mehr zu Gewichtszunahme, Blutzucker und Blutfetten. Wie häufig eine Zunahme ist, welche Kontrollen vorgesehen sind und was Sie tun können, erklärt die Seite Quetiapin und Gewichtszunahme.
Mundtrockenheit und Verstopfung: Mundtrockenheit ist sehr häufig, Verstopfung häufig. Verstopfung kann zu einem Darmverschluss führen; bei Verstopfung mit anhaltenden Bauchschmerzen oder wenn eine Behandlung nicht hilft, informieren Sie so schnell wie möglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Siehe auch Mundtrockenheit und Verstopfung.
Bewegungsstörungen und Prolaktin: Zittern, Ruhelosigkeit, steife Muskeln oder Schwierigkeiten, eine Bewegung zu beginnen, sind sehr häufig; ein erhöhter Prolaktinwert ist häufig und kann selten zu Brustschwellung, Milchbildung oder unregelmäßiger oder ausbleibender Regelblutung führen [1]. Mehr unter Parkinson-Symptome, unruhige Beine und Prolaktin und Brust. Bei anderen Beschwerden sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke und setzen Quetiapin nicht eigenmächtig ab [1].
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen wollen [1]. Besonders wichtig sind Mittel, die das Abbauenzym CYP3A4 hemmen oder anregen, und Antidepressiva wegen des Risikos für ein Serotoninsyndrom [1, 2]. Allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Wechselwirkungen; die Seite QT-Verlängerung erklärt die Frage nach dem Herzrhythmus.
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Bestimmte HIV-Mittel, Pilzmittel vom Azol-Typ, Erythromycin, Clarithromycin, Nefazodon | Quetiapin wird langsamer abgebaut; mit Ketoconazol 5- bis 8-fache Menge im Blut[1, 2] | Kombination nicht erlaubt |
| Grapefruitsaft | Kann die Wirkung beeinflussen[1, 2] | Nicht trinken |
| Carbamazepin, Phenytoin (gegen Epilepsie) | Schnellerer Abbau, Wirkung kann nachlassen[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Antidepressiva (MAO-Hemmer, SSRI, SNRI, trizyklische) | Serotoninsyndrom möglich, ein möglicherweise lebensbedrohlicher Zustand[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Mittel, die Herzschlag, Kalium oder Magnesium beeinflussen, z. B. Entwässerungsmittel, bestimmte Antibiotika | Vorsicht wegen möglicher QT-Verlängerung[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Barbiturate und andere dämpfende Mittel, Alkohol | Vorsicht; mit Alkohol mehr Schläfrigkeit[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Thioridazin, Lithium | Thioridazin beschleunigt den Abbau; mit Lithium in einer Studie mehr Zittern, Schläfrigkeit und Gewichtszunahme[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Mittel gegen Bluthochdruck | Wechselwirkung möglich[1] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Mittel, die Verstopfung verursachen, und Anticholinergika | Mehr anticholinerge Nebenwirkungen; Verstopfung kann zum Darmverschluss führen[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Quetiapin nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Ältere Menschen mit Demenz sollten Quetiapin laut Packungsbeilage nicht einnehmen, weil Arzneimittel dieser Gruppe bei ihnen das Risiko für Schlaganfälle und in einigen Fällen das Sterberisiko erhöhen können [1]. In zwei 10-wöchigen Studien mit älteren Menschen mit Psychosen im Rahmen einer Demenz starben laut Fachinformation 5,5 % der mit Quetiapin Behandelten gegenüber 3,2 % unter Scheinmedikament (Placebo); für diese Anwendung ist Quetiapin nicht zugelassen [2]. Trifft einer der folgenden Punkte auf Sie zu, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1].
Nicht einnehmen bei
Besondere Vorsicht bei
- Ältere Menschen mit Demenz: Quetiapin sollte nicht eingenommen werden, weil Arzneimittel dieser Gruppe bei ihnen das Risiko für Schlaganfälle oder in einigen Fällen das Sterberisiko erhöhen können[1, 2]
- Herzerkrankungen bei Ihnen oder in der Familie (etwa Herzrhythmusstörungen, Herzmuskelschwäche oder -entzündung) oder Mittel, die den Herzschlag beeinflussen[1, 2]
- Niedriger Blutdruck oder früherer Schlaganfall, besonders im Alter[1, 2]
- Lebererkrankungen oder frühere Krampfanfälle[1, 2]
- Diabetes oder Diabetesrisiko: Blutzucker wird möglicherweise kontrolliert[1, 2]
- Früher erniedrigte Zahl weißer Blutkörperchen[1, 2]
- Ältere Menschen mit Parkinson oder Parkinsonismus[1, 2]
- Blutgerinnsel bei Ihnen oder in der Familie[1, 2]
- Schlafapnoe (Atemaussetzer im Schlaf) und Einnahme von Beruhigungsmitteln[1, 2]
- Harnverhalt, vergrößerte Prostata, Darmverschluss oder erhöhter Augeninnendruck[1, 2]
- Missbrauch von Alkohol oder Drogen in der Vorgeschichte[1, 2]
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: nicht vorgesehen[1, 2]
- Urintest auf Arzneimittel: kann fälschlich Methadon oder trizyklische Antidepressiva anzeigen[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Quetiapin kann allein und zusammen mit Alkohol schläfrig machen [1]. Mehr im Ratgeber Medikamente und Alkohol. Zum Stillen kommt das Beratungszentrum Embryotox der Charité zu einer anderen Einschätzung als die Packungsbeilage; die Karten fassen beide Sichtweisen zusammen [1, 2, 5].
Schwangerschaft
Nur nach Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt einnehmen. Nach Einnahme im letzten Schwangerschaftsdrittel können beim Neugeborenen Zittern, Muskelsteifheit oder -schwäche, Schläfrigkeit, Ruhelosigkeit, Atembeschwerden und Schwierigkeiten beim Stillen auftreten, möglicherweise Entzugssymptome; entwickelt Ihr Baby eines dieser Symptome, sollten Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Rat fragen.[1, 2]
Laut Fachinformation sprechen 300 bis 1.000 veröffentlichte Schwangerschaften nicht für ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko; eine endgültige Aussage ist nicht möglich.[2]
Laut Embryotox ergaben über 4.500 Schwangerschaften keinen Hinweis auf erhöhtes Fehlbildungsrisiko; vermehrt traten übermäßige Gewichtszunahme und Schwangerschaftsdiabetes auf. Quetiapin kann bei entsprechender Indikation verordnet werden; die Entbindung sollte in einer Klinik mit Neonatologie erfolgen.[5]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Laut Packungsbeilage nicht einnehmen, wenn Sie stillen; die Fachinformation sieht eine Abwägung zwischen Stillen und Behandlung vor.[1, 2]
Embryotox hält Stillen bei alleiniger Quetiapin-Behandlung und guter Beobachtung des Kindes für akzeptabel.[5]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Alkohol
Achten Sie auf die Alkoholmenge: Quetiapin und Alkohol zusammen können schläfrig machen.[1, 2]
Autofahren und Maschinen
Kann schläfrig machen. Kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen, solange Sie Ihre Reaktion nicht kennen.[1, 2]
Einnahme
Retardtabletten 1-mal täglich im Ganzen schlucken, nicht teilen oder zerkauen, mindestens eine Stunde vor einer Mahlzeit oder vor dem Schlafengehen; kein Grapefruitsaft. Eine Tablette im Stuhl ist möglich, der Wirkstoff wurde trotzdem aufgenommen.[1, 2]
Dosis vergessen: nachholen, sobald Sie es bemerken, außer es ist fast Zeit für die nächste; nie die doppelte Menge.[1, 3]
Absetzen
Nicht ohne ärztlichen Rat beenden, auch wenn Sie sich besser fühlen. Plötzlicher Abbruch kann Schlaflosigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Schwindel oder Gereiztheit auslösen; die Packungsbeilage hält schrittweises Absetzen über mindestens 1 bis 2 Wochen für ratsam.[1, 2]
Spätdyskinesien können sich nach Behandlungsende verschlimmern oder erst dann auftreten.[2]
Überdosierung
Mögliche Folgen: Schläfrigkeit, Schwindel, unregelmäßiger Herzschlag, laut Fachinformation auch Krampfanfälle, Koma und Tod. Sofort ärztliche Hilfe oder das nächstgelegene Krankenhaus aufsuchen, Tabletten mitnehmen.[1, 2]
Dosierung laut Packungsbeilage
Die Packungsbeilage nennt keine festen Dosen je Anwendungsgebiet, sondern einen üblichen Bereich für die tägliche Erhaltungsdosis; über die Anfangsdosis entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt [1, 3]. Die Übersicht ersetzt nicht die Verordnung [1].
Einnahme und Absetzen
Retardtabletten schlucken Sie 1-mal täglich im Ganzen, nicht zu den Mahlzeiten, sondern mindestens eine Stunde vor einer Mahlzeit oder vor dem Schlafengehen [1]. Laut Fachinformation erhöhte eine sehr fetthaltige Mahlzeit in einer Studie die aufgenommene Wirkstoffmenge [2]. Filmtabletten können Sie unabhängig von den Mahlzeiten einnehmen [3, 4].
Beenden Sie die Einnahme nicht ohne ärztlichen Rat, auch wenn Sie sich besser fühlen. Nach einem plötzlichen Abbruch sind Absetzsymptome möglich; die Packungsbeilage hält ein schrittweises Absetzen über mindestens 1 bis 2 Wochen für ratsam [1]. Absetzsymptome sind laut Packungsbeilage sehr häufig; in Studien war ihre Häufigkeit laut Fachinformation 1 Woche nach dem Ende der Behandlung signifikant zurückgegangen [1, 2]. Was Packungsbeilage, Fachinformation und Leitlinie zum Absetzen sagen und wann Sie sofort Hilfe brauchen, erklärt die Seite Quetiapin absetzen, Allgemeines der Ratgeber Medikamente absetzen. Laut Fachinformation wurden Missbrauch und nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch berichtet; siehe auch Abhängigkeit [2].
Präparate mit Quetiapin
Grundlage dieser Seite sind die Unterlagen der Retardtabletten von Quetiapin-ratiopharm; abweichende Angaben der Filmtabletten stammen aus deren eigenen Unterlagen [1, 2, 3, 4]. Für jedes Präparat gilt seine eigene Packungsbeilage.
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Quetiapin - 1 A Pharma Retardtabletten | 1 A Pharma GmbH | verschreibungspflichtig |
| Quetiapin-ratiopharm Filmtabletten | ratiopharm GmbH | verschreibungspflichtig; unverzögerte Form, ohne Zusatzbehandlung bei Depression |
| Quetiapin-ratiopharm Retardtabletten | ratiopharm GmbH | verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite |
| Seroquel Prolong | CHEPLAPHARM Arzneimittel GmbH | verschreibungspflichtig; Retardtabletten |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Quetiapin-ratiopharm 50/150/200/300/400 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 01/2025. abgerufen am 10.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Quetiapin-ratiopharm Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2024. abgerufen am 10.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Quetiapin-ratiopharm 100 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2025. abgerufen am 10.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Quetiapin-ratiopharm Filmtabletten (25/100/150/200/300 mg). ratiopharm GmbH. Stand 05/2024. abgerufen am 10.10.2026
- Embryotox Embryotox: Quetiapin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
Häufige Fragen
Macht Quetiapin dick?
Gewichtszunahme gehört zu den sehr häufigen Nebenwirkungen von Quetiapin, kann also mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen. Laut Fachinformation tritt sie vorwiegend in den ersten Behandlungswochen auf; auch ein vermehrtes Hungergefühl ist häufig. Sie und Ihre Ärztin oder Ihr Arzt sollten Ihr Gewicht regelmäßig überprüfen; laut Fachinformation sollten auch Blutzucker und Blutfette regelmäßig kontrolliert werden. Mehr dazu lesen Sie unter Quetiapin und Gewichtszunahme.
Wie lange hält die Müdigkeit durch Quetiapin an?
Schläfrigkeit ist sehr häufig. Laut Fachinformation tritt sie gewöhnlich in den ersten zwei Behandlungswochen auf und geht bei fortgesetzter Einnahme im Allgemeinen vorüber; auch die Packungsbeilage sagt, dass sie vergehen kann. Solange Sie nicht wissen, wie Sie auf die Tabletten reagieren, führen Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen. Bei starker Schläfrigkeit informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt unverzüglich.
Darf ich Alkohol trinken, wenn ich Quetiapin nehme?
Die Packungsbeilage rät, darauf zu achten, wie viel Alkohol Sie trinken, weil Quetiapin und Alkohol zusammen schläfrig machen können. Die Fachinformation mahnt bei der Kombination mit Alkohol zur Vorsicht. Wie viel Alkohol für Sie infrage kommt, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Kann ich Quetiapin einfach absetzen?
Nein. Beenden Sie die Einnahme nur nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, auch wenn Sie sich besser fühlen. Nach einem plötzlichen Abbruch können Schlaflosigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Schwindel oder Gereiztheit auftreten; die Packungsbeilage hält ein schrittweises Absetzen über mindestens 1 bis 2 Wochen für ratsam. Mehr dazu unter Quetiapin absetzen.
Darf ich Quetiapin in der Schwangerschaft nehmen?
Laut Packungsbeilage sollten Sie Quetiapin in der Schwangerschaft nur einnehmen, wenn Sie das mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprochen haben. Wurde es im letzten Schwangerschaftsdrittel eingenommen, können beim Neugeborenen unter anderem Zittern, Schläfrigkeit, Atembeschwerden und Schwierigkeiten beim Stillen auftreten. Das Beratungszentrum Embryotox fand bei mehr als 4.500 ausgewerteten Schwangerschaften keinen Hinweis auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko und rät, einen Schwangerschaftsdiabetes auszuschließen.
Ist Quetiapin ein Schlafmittel oder macht es abhängig?
Zugelassen ist Quetiapin für Schizophrenie und bipolare Störungen; nur die Retardtablette ist außerdem zur Zusatzbehandlung bei Depressionen zugelassen. Schlafstörungen gehören nicht zu den zugelassenen Anwendungsgebieten. Laut Fachinformation wurden Fälle von nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch und Missbrauch berichtet. Haben Sie früher Alkohol oder Drogen missbräuchlich angewendet, sagen Sie das Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt vor der Behandlung.
Was ist der Unterschied zwischen Quetiapin-Retardtabletten und Filmtabletten?
Retardtabletten geben den Wirkstoff langsam ab, werden 1-mal täglich und nicht zu den Mahlzeiten eingenommen und sind außerdem zur Zusatzbehandlung bei Depressionen zugelassen. Die unverzögerten Filmtabletten werden je nach Erkrankung einmal täglich vor dem Schlafengehen eingenommen oder auf zwei Einnahmen verteilt, unabhängig von den Mahlzeiten. Welche Form Sie bekommen, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Wie hoch ist die Dosis von Quetiapin?
Die Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt je nach Erkrankung fest. Was die Packungsbeilage dazu sagt, steht im Abschnitt Dosierung laut Packungsbeilage.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
Passt dazu
-
Medikamente VenlafaxinVenlafaxin gegen Depressionen und Angststörungen: alle Nebenwirkungen laut Packungsbeilage, Warnzeichen, Absetzen, Alkohol …
-
-
Medikamente EscitalopramEscitalopram bei Depression und Angststörungen: Nebenwirkungen laut Packungsbeilage nach Häufigkeit, Warnzeichen, Absetzen …
-
Behandlungen Radiojodtherapie: NebenwirkungenSchilddrüsenunterfunktion und Speicheldrüsenentzündung zählen zu den Nebenwirkungen einer Radiojodtherapie.