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NSAR: nichtsteroidale Antirheumatika (inkl. Coxibe)
NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika) sind entzündungshemmende Schmerzmittel ohne Kortison, etwa Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen. Coxibe wie Celecoxib und Etoricoxib hemmen gezielt das Enzym COX-2. Sie werden gegen Schmerzen, Fieber und Entzündungen eingesetzt, zum Beispiel bei Arthrose, Rheuma oder Gicht. Die Fachinformationen nennen für die Gruppe Risiken für Magen und Darm, darunter Blutungen, sowie für Herz, Kreislauf und Nieren. Ab der 28. Schwangerschaftswoche dürfen NSAR laut Embryotox nicht angewendet werden.

NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika, auch nichtsteroidale Antiphlogistika) sind entzündungshemmende Schmerzmittel, die kein Kortison enthalten. Zu ihnen gehören Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen und Piroxicam sowie die Coxibe Celecoxib und Etoricoxib [2, 3, 4, 6, 7, 8]. Sie lindern entzündlich bedingte Schmerzen, Schwellungen und Fieber [2, 3]. Die Fachinformationen beschreiben für die ganze Gruppe Risiken für Magen und Darm, Herz und Kreislauf sowie die Nieren [2, 3, 6, 7]. Einzelheiten zu jedem Mittel stehen auf den Wirkstoffseiten.
Was sind NSAR?
"Nichtsteroidal" heißt: Die Wirkstoffe sind keine Steroide wie Kortison (Glucocorticoide); "Antirheumatika" verweist auf den Einsatz bei rheumatischen Erkrankungen [3, 5]. In Abschnitt 5.1 ihrer Fachinformationen sind Diclofenac bei den Essigsäure-Derivaten, Ibuprofen und Naproxen bei den Propionsäure-Derivaten und Etoricoxib bei den Coxiben unter den nichtsteroidalen Antiphlogistika und Antirheumatika eingeordnet [2, 3, 4, 6]. Nepafenac zur Anwendung am Auge ordnet seine Fachinformation den nichtsteroidalen Antiphlogistika unter den Augenmitteln (Ophthalmika) zu [10].
Wie NSAR wirken
NSAR hemmen die Cyclooxygenase (COX), ein Enzym, das Prostaglandine bildet; diese Botenstoffe sind an Schmerz, Entzündung und Fieber beteiligt [6, 7, 11]. Auf diesem Weg verringern zum Beispiel Ibuprofen und Diclofenac entzündlich bedingte Schmerzen, Schwellungen und Fieber; außerdem hemmen sie vorübergehend (reversibel) das Verklumpen der Blutplättchen [2, 3, 11, 12].
Klassische NSAR und Coxibe
Das Enzym kommt in zwei Formen vor, COX-1 und COX-2. Die COX-2 wird laut den Fachinformationen von Celecoxib und Etoricoxib durch Entzündungsreize gebildet und ist vermutlich vor allem für Botenstoffe bei Schmerz, Entzündung und Fieber verantwortlich; sie spielt aber auch beim Eisprung, beim Verschluss des Ductus arteriosus, einem Blutgefäß am Herzen des ungeborenen Kindes, und bei der Regulierung der Nierenfunktion eine Rolle [6, 7]. Ibuprofen und Naproxen hemmen laut Embryotox beide Formen etwa gleich stark, Diclofenac die COX-2 etwas stärker als die COX-1 [11, 12, 13]. Celecoxib und Etoricoxib sind im klinischen Dosisbereich selektive COX-2-Hemmer [6, 7]. Weil sie die Blutplättchen nicht beeinflussen, sind sie laut Fachinformation kein Ersatz für Acetylsalicylsäure (ASS) zur Vorbeugung von Blutgerinnseln; eine solche Behandlung sollte nicht abgesetzt werden [6, 7].
Wofür NSAR eingesetzt werden
Die zugelassenen Anwendungsgebiete stehen in der Fachinformation des jeweiligen Präparats:
- Ibuprofen (rezeptfreie Tabletten mit 400 mg): kurzzeitige Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen wie Kopf-, Zahn- und Regelschmerzen sowie von Fieber [2].
- Verschreibungspflichtige Präparate von Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen: Schmerz und Entzündung unter anderem bei akuten und chronischen Gelenkentzündungen einschließlich Gichtanfall und rheumatoider Arthritis, bei Morbus Bechterew, Reizzuständen bei Arthrose und schmerzhaften Schwellungen nach Verletzungen; Naproxen zusätzlich bei Regelschmerzen [3, 4, 5].
- Etoricoxib (ab 16 Jahren): Arthrose, rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew, akute Gichtarthritis und kurzzeitig mäßig starke Schmerzen nach Zahnoperationen [6].
- Celecoxib (Erwachsene): Beschwerden bei Arthrose, rheumatoider Arthritis und Morbus Bechterew [7].
- Piroxicam: aktivierte Arthrose, rheumatoide Arthritis und Morbus Bechterew; laut Fachinformation ist es wegen seines Sicherheitsprofils nicht die Therapie der ersten Wahl, wenn ein NSAR angezeigt ist [8].
- Nepafenac-Augentropfen: Schmerzen und Entzündungen nach Operationen am Grauen Star (Katarakt) und, bei Menschen mit Diabetes, Verminderung des Risikos einer Schwellung der Netzhautmitte [10].
Rezeptfrei sind laut Arzneimittelverschreibungsverordnung nur bestimmte niedrig dosierte Präparate, etwa zum Einnehmen gegen leichte bis mäßig starke Schmerzen und Fieber Ibuprofen bis 400 mg, Naproxen bis 250 mg und Diclofenac bis 25 mg je Tablette; Celecoxib und Etoricoxib sind immer verschreibungspflichtig, Piroxicam außer zum äußeren Gebrauch [16]. Laut Packungsbeilage der Ibuprofen-Tabletten mit 400 mg nehmen Menschen ab 40 kg Körpergewicht (Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene) ½ bis 1 Tablette je Einnahme und höchstens 3 Tabletten (1.200 mg) am Tag, mit mindestens 6 Stunden Abstand; ist die Einnahme bei Erwachsenen länger als 3 Tage bei Fieber bzw. 4 Tage bei Schmerzen nötig (Kinder und Jugendliche: 3 Tage), sollte ärztlicher Rat eingeholt werden [1]. Für Kinder unter 20 kg sind diese Tabletten nicht geeignet [1]. Mehr im Ratgeber Schmerzmittel richtig anwenden; die Angaben stehen unter Ibuprofen: Dosierung.
Wirkstoffe der Gruppe
Für diese NSAR gibt es auf dieser Website einen geprüften Wirkstoff-Steckbrief:
- Celecoxibz. B. Celebrex, Celecoxib-ratiopharm, Celecoxib STADABeschwerden bei Arthrose, rheumatoider Arthritis und Morbus Bechterew
- Diclofenacz. B. Diclo 75 SL-1A Pharma, Diclo-ratiopharm bei Schmerzen und Fieber, Diclofenac-ratiopharmSchmerzen und Entzündungen bei Rheuma, Arthrose und nach Verletzungen; rezeptfrei bei Schmerzen und Fieber
- Etoricoxibz. B. Arcoxia, Etoricox-AbZ, Etoricoxib-ratiopharmSchmerzen und Entzündungen bei Arthrose, rheumatoider Arthritis, Morbus Bechterew und Gichtanfall; Schmerzen nach Zahnoperationen
- Ibuprofenz. B. IBU-ratiopharm, IbuHEXAL akut, IbuARISTO akutSchmerzen, Fieber, Entzündungen
- Naproxenz. B. Aleve, Dolormin für Frauen bei Menstruationsbeschwerden mit Naproxen, Dolormin GS mit NaproxenSchmerzen und Entzündungen bei Rheuma, Arthrose, Gicht und nach Verletzungen, Regelschmerzen; rezeptfrei bei leichten bis mäßig starken Schmerzen und Fieber
- Nepafenacz. B. NEVANACSchmerzen und Entzündungen nach Kataraktoperation, Makulaödem-Risiko bei Diabetes
- Piroxicamz. B. Piroxicam AbZ 20 mg Tabletten, Piroxicam STADA, Piroxicam-ratiopharm 20 mg InjektionslösungBeschwerden bei aktivierter Arthrose, rheumatoider Arthritis und Morbus Bechterew
Diclofenac und Ibuprofen gibt es auch zur Anwendung auf der Haut, etwa als Gel oder Pflaster; in bestimmten Konzentrationen sind sie dafür von der Verschreibungspflicht ausgenommen [16]. Die Unterschiede zwischen Ibuprofen und Diclofenac erklärt der Ratgeber Ibuprofen oder Diclofenac.
NSAR als Augentropfen
Nepafenac wird in das Auge getropft und dort in den Wirkstoff Amfenac umgewandelt, der die Cyclooxygenase hemmt [10]. Die Nebenwirkungen der Tropfen stehen auf der Seite Nepafenac. Laut Fachinformation können NSAR am Auge eine Hornhautentzündung (Keratitis) verursachen, bei entsprechend gefährdeten Menschen bei wiederholtem Gebrauch auch Geschwüre oder einen Durchbruch der Hornhaut, und die Heilung verlangsamen oder verzögern [10]. Wer auf ASS oder andere NSAR mit Asthma, Nesselsucht oder Schnupfen reagiert, darf die Tropfen nicht anwenden; bei erhöhter Blutungsneigung ist Vorsicht nötig [10].
Typische Nebenwirkungen

Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen betreffen laut Fachinformation von Ibuprofen den Verdauungstrakt [2]. Wie die Produktinformationen ausgewählte Nebenwirkungen einstufen, zeigt die Tabelle; die Nebenwirkungen mit Häufigkeit stehen auf den Wirkstoffseiten, die vollständige Liste in der Packungsbeilage. Was die Angaben bedeuten, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
| Wirkstoff | Sodbrennen und Verdauungsbeschwerden | Übelkeit | Schwindel | Kopfschmerzen | Wassereinlagerungen | Blutdruckanstieg |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Celecoxib | Häufig | Häufig | Häufig | Häufig | Häufig | Sehr häufig |
| Diclofenac | Häufig | Sehr häufig | Häufig | Häufig | Gelegentlich | Sehr selten |
| Etoricoxib | Häufig | Häufig | Häufig | Häufig | Häufig | Häufig |
| Ibuprofen | Häufig | Häufig | Gelegentlich | Gelegentlich | Sehr selten | Sehr selten |
| Naproxen | Sehr häufig | Sehr häufig | Häufig | Häufig | Häufig | Sehr selten |
| Nepafenac | nicht genannt | Selten | Selten | Selten | nicht genannt | Nicht bekannt |
| Piroxicam | Sehr häufig | Sehr häufig | Häufig | Häufig | Gelegentlich | Sehr selten |
Angaben aus der Packungsbeilage bzw. Fachinformation des jeweiligen Wirkstoffs; die Quellen stehen auf der Wirkstoffseite. "nicht genannt" heißt: Die Wirkstoffseite führt diese Beschwerde nicht als eigene Nebenwirkung auf. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats. Zeilen, die in der Produktinformation gesondert für Kinder oder Jugendliche aufgeführt sind, sind nicht berücksichtigt; sie stehen auf der Wirkstoffseite. Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website mit geprüftem Datensatz beschrieben sind.
Bei Celecoxib beruht die Einstufung des Blutdruckanstiegs laut Fachinformation auf Langzeitstudien zur Vorbeugung von Darmpolypen mit einer Behandlungsdauer von bis zu 3 Jahren [7]. Die Angaben zu Nepafenac gelten für die Augentropfen [10].
Magen und Darm: Beschwerden, Blutungen und Geschwüre
Blutungen, Geschwüre und Durchbrüche im Magen-Darm-Trakt, auch mit tödlichem Ausgang, wurden laut Fachinformation von Ibuprofen unter allen NSAR berichtet, mit oder ohne vorherige Warnzeichen und zu jedem Zeitpunkt der Behandlung [2]. Das Risiko ist danach höher mit steigender Dosis, bei Geschwüren in der Vorgeschichte und bei älteren Menschen, bei denen unter NSAR häufiger Nebenwirkungen auftreten [2]. Für diese Menschen und bei gleichzeitiger Einnahme von niedrig dosierter ASS sollte laut Fachinformation ein Magenschutz, etwa mit einem Protonenpumpenhemmer, in Betracht gezogen werden [2]. Auch unter Etoricoxib und Celecoxib traten Magen-Darm-Komplikationen auf, einige mit tödlichem Ausgang [6, 7]. Bei Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn kann sich der Zustand unter NSAR verschlechtern [2]. Bei stärkeren Schmerzen im Oberbauch, schwarzem Stuhl (Teerstuhl) oder Erbrechen von Blut wird Ibuprofen laut Fachinformation abgesetzt und sofort ein Arzt aufgesucht [2]. Mehr unter Magenbeschwerden und Magengeschwür.
Herz und Kreislauf
Ödeme (Wassereinlagerungen), Bluthochdruck und Herzschwäche wurden im Zusammenhang mit NSAR-Behandlungen berichtet [2, 3]. Unter allen NSAR, einschließlich Etoricoxib, kann eine Herzschwäche neu auftreten oder sich wieder zeigen [6]. Bei Langzeitanwendung wurden NSAR einschließlich der selektiven COX-2-Hemmer mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse und Blutgerinnsel in Verbindung gebracht [7]. Für Diclofenac weisen klinische Studien und epidemiologische Daten laut Fachinformation übereinstimmend auf ein erhöhtes Risiko für arterielle thrombotische Ereignisse wie Herzinfarkt oder Schlaganfall hin, insbesondere bei hoher Dosis und Langzeitanwendung [3]. Bei Ibuprofen deuten klinische Studien laut Fachinformation auf ein möglicherweise geringfügig erhöhtes Risiko vor allem bei hohen Dosen hin [2]. Die Packungsbeilage von Ibuprofen rät, die empfohlene Dosis und Behandlungsdauer nicht zu überschreiten [1].
Bei bekannter Herzschwäche (NYHA II bis IV), koronarer Herzkrankheit, peripherer arterieller Verschlusskrankheit oder Erkrankungen der Hirngefäße dürfen Diclofenac, Celecoxib und Etoricoxib nicht angewendet werden; bei Etoricoxib zusätzlich nicht bei nicht ausreichend eingestelltem Bluthochdruck [3, 6, 7]. Unter Etoricoxib sollte der Blutdruck laut Fachinformation mit besonderer Sorgfalt überwacht werden, unter Celecoxib zu Beginn und während der Behandlung engmaschig [6, 7]. Bei Ibuprofen und Naproxen verlangen die Fachinformationen bei unkontrolliertem Bluthochdruck, Herzschwäche, koronarer Herzkrankheit, peripherer arterieller Verschlusskrankheit oder Erkrankungen der Hirngefäße eine sorgfältige Abwägung; eine schwere Herzschwäche ist bei beiden eine Gegenanzeige [2, 4]. Mehr unter Wassereinlagerungen, Blutdruckanstieg und Herzinsuffizienz.
Nieren
NSAR einschließlich Celecoxib können die Nieren schädigen [7]. Prostaglandine können laut Fachinformation von Etoricoxib dazu beitragen, die Durchblutung der Nieren aufrechtzuerhalten; ist sie bereits eingeschränkt, kann Etoricoxib die Nierenfunktion beeinträchtigen, besonders bei Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion, dekompensierter Herzschwäche oder Leberzirrhose [6]. Besondere Vorsicht verlangt die Fachinformation von Diclofenac auch bei älteren Menschen, bei Entwässerungsmitteln und bei Flüssigkeitsmangel, etwa rund um größere Operationen [3]. Die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere mehrerer zusammen, kann die Nieren dauerhaft schädigen (Analgetika-Nephropathie); bei Kindern und Jugendlichen mit Flüssigkeitsmangel besteht ein Risiko für Nierenfunktionsstörungen [2]. Mehr unter Nierenschäden.
Allergien, Haut und Leber
Wer nach ASS oder anderen NSAR Asthma, eine Verkrampfung der Atemwege (Bronchospasmus), Schnupfen, Nesselsucht oder Schwellungen (Angioödem) bekommen hat, darf laut den Fachinformationen Ibuprofen, Diclofenac, Celecoxib und Etoricoxib nicht einnehmen [2, 3, 6, 7]. Bei Heuschnupfen, Nasenpolypen oder chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen ist laut Fachinformation von Ibuprofen das Risiko allergischer Reaktionen wie Asthmaanfällen (Analgetika-Asthma) erhöht [2]. Schwere Hautreaktionen wie das Stevens-Johnson-Syndrom wurden unter NSAR sehr selten berichtet, die meisten im ersten Behandlungsmonat; bei den ersten Anzeichen von Hautausschlag oder Schleimhautschäden wird das Mittel abgesetzt [3, 6]. Wie bei anderen NSAR können sich unter Diclofenac Leberwerte erhöhen; bei längerer Behandlung werden sie regelmäßig kontrolliert [3]. Mehr unter schwere Hautreaktionen, Arzneimittelallergie und Leberwerte.
Schwindel, Müdigkeit und verdeckte Infektionen
In höherer Dosierung können unter Ibuprofen Müdigkeit und Schwindel auftreten und im Einzelfall die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen, verstärkt zusammen mit Alkohol [2]. Ibuprofen und Etoricoxib können laut Fachinformation außerdem Zeichen einer Infektion wie Fieber verdecken; halten Beschwerden an oder verschlimmern sie sich, sollten Sie ärztlichen Rat einholen [2, 6]. Mehr unter Schwindel und im Ratgeber Medikamente und Autofahren.
Piroxicam: Einschränkungen nach dem Rote-Hand-Brief von 2007
Nach einer erneuten Bewertung der Magen-Darm-Risiken und des Risikos schwerer Hautreaktionen durch den europäischen Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) wurden die Anwendungsgebiete von Piroxicam auf aktivierte Arthrose, rheumatoide Arthritis und Morbus Bechterew beschränkt; darüber informierten die Hersteller 2007 in einem Rote-Hand-Brief [9]. Piroxicam ist danach nicht der Wirkstoff der ersten Wahl, darf nicht mit anderen NSAR oder mit Gerinnungshemmern kombiniert werden und sollte bei Menschen über 80 Jahren nicht angewendet werden; bei ersten Magen-Darm-Beschwerden oder Hautreaktionen wird es sofort abgesetzt [8, 9]. Mehr im Ratgeber Rote-Hand-Briefe und Rückrufe.
Wichtige Wechselwirkungen
Die folgenden Wechselwirkungen beschreibt die Fachinformation von Ibuprofen ausdrücklich für Ibuprofen "wie andere NSAR"; ergänzt sind Angaben weiterer Wirkstoffe [2]:
| Zusammen mit | Was passieren kann |
|---|---|
| Anderen NSAR, auch Coxiben und Salicylaten | Höheres Risiko für Magen-Darm-Geschwüre und -Blutungen; die Kombination sollte vermieden werden [2]. Piroxicam darf nicht mit anderen NSAR kombiniert werden [8] |
| Niedrig dosierter ASS zum Herzschutz | Bei regelmäßiger Langzeitanwendung kann Ibuprofen die schützende Wirkung der ASS möglicherweise abschwächen; bei gelegentlicher Einnahme ist das nicht wahrscheinlich [2]. Mit Celecoxib oder Etoricoxib steigt das Risiko für Magen-Darm-Geschwüre [6, 7] |
| Gerinnungshemmern wie Warfarin | NSAR können ihre Wirkung verstärken [2]; bei Piroxicam ist die Kombination eine Gegenanzeige [8, 9] |
| Kortison (Glucocorticoide), Thrombozytenaggregationshemmern und Antidepressiva aus der Gruppe der SSRI | Höheres Risiko für Magen-Darm-Blutungen bzw. Geschwüre [2] |
| Entwässerungsmitteln (Diuretika), ACE-Hemmern, Betablockern und Sartanen | Ihre Wirkung kann nachlassen; bei eingeschränkter Nierenfunktion kann sich diese zusammen mit ACE-Hemmern, Betablockern oder Sartanen weiter verschlechtern, einschließlich eines möglichen, in der Regel umkehrbaren akuten Nierenversagens. Ausreichend trinken; mit kaliumsparenden Diuretika ist ein erhöhter Kaliumspiegel möglich [2] |
| Lithium, Digoxin, Phenytoin | Ihre Blutspiegel können steigen [2] |
| Methotrexat | Innerhalb von 24 Stunden vor oder nach Methotrexat kann Ibuprofen dessen Konzentration und Giftigkeit erhöhen [2] |
| Ciclosporin, Tacrolimus | Höheres Risiko für Nierenschäden [2] |
| Sulfonylharnstoffen (Diabetes-Tabletten) | Vorsichtshalber Blutzucker kontrollieren [2] |
| Chinolon-Antibiotika | Möglicherweise höheres Risiko für Krampfanfälle [2] |
| Alkohol | Nebenwirkungen an Magen und Darm oder am Nervensystem können verstärkt werden [2] |
Die Liste ist nicht vollständig. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke, bevor Sie ein weiteres Mittel dazunehmen, auch ein rezeptfreies. Mehr im Ratgeber Wechselwirkungen und unter ASS oder Ibuprofen.
Wann NSAR nicht oder nur mit Vorsicht angewendet werden
Die Fachinformationen von Ibuprofen und Diclofenac nennen unter anderem diese Gegenanzeigen: frühere Überempfindlichkeitsreaktionen auf ASS oder andere NSAR, ungeklärte Blutbildungsstörungen, bestehende oder wiederholte Magen-Darm-Geschwüre oder -Blutungen, Magen-Darm-Blutungen oder Durchbrüche nach einer früheren NSAR-Behandlung, Hirnblutungen oder andere aktive Blutungen, schwere Leber- oder Nierenfunktionsstörungen und das letzte Schwangerschaftsdrittel [2, 3]. Bei Ibuprofen ist zusätzlich eine schwere Herzschwäche (NYHA IV) und ein schwerer Flüssigkeitsmangel eine Gegenanzeige, bei Diclofenac bereits eine bekannte Herzschwäche ab NYHA II und weitere Herz-Kreislauf-Erkrankungen [2, 3].
Für die Coxibe kommen hinzu: entzündliche Darmerkrankungen, eine stark eingeschränkte Nierenfunktion, Schwangerschaft und Stillzeit, bei Celecoxib eine Allergie gegen Sulfonamide, bei Etoricoxib ein Alter unter 16 Jahren [6, 7]. Piroxicam darf außerdem nicht angewendet werden nach schwerwiegenden allergischen Arzneimittelreaktionen, vor allem Hautreaktionen, in der Vorgeschichte [8, 9]. Sorgfältig abgewogen wird laut den Fachinformationen unter anderem bei systemischem Lupus erythematodes und angeborenen Porphyrien; besondere Überwachung verlangen unter anderem Bluthochdruck, Herzschwäche, eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion und frühere Magen-Darm-Erkrankungen [2, 3]. Trifft ein Punkt auf Sie zu, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke. Mehr im Ratgeber Medikamente im Alter.
Schwangerschaft und Stillzeit
Die Hemmung der Prostaglandinbildung kann die Schwangerschaft und die Entwicklung des Kindes beeinträchtigen [2]. Ab der 20. Schwangerschaftswoche kann Ibuprofen laut Fachinformation durch eine Nierenfunktionsstörung beim Kind zu wenig Fruchtwasser verursachen; nach einer Behandlung im zweiten Schwangerschaftsdrittel wurden Verengungen des Ductus arteriosus berichtet [2]. Im ersten und zweiten Drittel sollte Ibuprofen deshalb nur gegeben werden, wenn es unbedingt notwendig ist; im letzten Drittel sind Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen und Piroxicam kontraindiziert [2, 3, 4, 8]. Celecoxib und Etoricoxib dürfen in der gesamten Schwangerschaft nicht angewendet werden [6, 7]. Nepafenac-Augentropfen werden in der Schwangerschaft nicht empfohlen [10].
Laut Embryotox gehört Ibuprofen in den ersten zwei Dritteln der Schwangerschaft neben Paracetamol zu den Schmerz- und Entzündungsmitteln der Wahl; ab der 28. Schwangerschaftswoche dürfen Ibuprofen und andere NSAR nicht angewendet werden [11]. Diclofenac kann laut Embryotox in den ersten zwei Dritteln verwendet werden; als besser geeignete Alternativen nennt Embryotox Ibuprofen im ersten und zweiten Drittel und Paracetamol in der gesamten Schwangerschaft [12]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Naproxen gehört laut Embryotox in der Schwangerschaft nicht zu den Mitteln der Wahl, die besser untersuchten NSAR Ibuprofen und Diclofenac sollten bevorzugt werden; als besser geeignete Alternativen nennt Embryotox Ibuprofen und Diclofenac im ersten und zweiten Drittel und Paracetamol in der gesamten Schwangerschaft [13]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Celecoxib und Etoricoxib sind laut Embryotox in der Schwangerschaft zu meiden; als besser geeignet nennt Embryotox Ibuprofen im ersten und zweiten Drittel und Paracetamol in der gesamten Schwangerschaft [14, 15]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
In der Stillzeit ist laut Fachinformation von Ibuprofen bei kurzfristiger Anwendung eine Stillpause in der Regel nicht erforderlich [2]. Embryotox nennt Ibuprofen das NSAR der Wahl in der Stillzeit; Diclofenac ist bei gelegentlicher Einnahme oder kurzfristiger Therapie akzeptabel [11, 12]. Bei Naproxen empfiehlt Embryotox, auf Ibuprofen, gegebenenfalls auch Diclofenac umzustellen, bei Celecoxib und Etoricoxib ist Ibuprofen zu bevorzugen [13, 14, 15]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Laut Fachinformation sind Celecoxib und Etoricoxib in der Stillzeit kontraindiziert, Diclofenac und Piroxicam sollten nicht angewendet werden, und bei Naproxen sollte eine Anwendung vorsichtshalber vermieden werden; Nepafenac-Augentropfen können angewendet werden [3, 4, 6, 7, 8, 10]. Mehr in den Ratgebern Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.
Unterschied zu Paracetamol und Metamizol
Paracetamol und Metamizol werden ebenfalls gegen Schmerzen und Fieber eingesetzt, gehören aber nicht zu den NSAR: Paracetamol wirkt laut Embryotox nicht entzündungshemmend, Metamizol zählt Embryotox zu den nichtsauren Nichtopioid-Analgetika [17, 18]. Acetylsalicylsäure (ASS) ist dagegen laut Embryotox selbst ein NSAR, hemmt die Cyclooxygenase anders als die übrigen NSAR aber dauerhaft [19]. Beide Gruppen und ASS beschreibt die Seite Nichtopioid-Analgetika, niedrig dosierte ASS die Seite Blutverdünner. Wie sich Ibuprofen und Paracetamol unterscheiden, erklärt der Ratgeber Ibuprofen oder Paracetamol.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation IBU-ratiopharm® 400 mg akut Schmerztabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation IBU-ratiopharm® 400 mg akut Schmerztabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Diclofenac-ratiopharm® magensaftresistente Tabletten (25 mg und 50 mg). ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Naproxen-CT 500 mg Filmtabletten. AbZ-Pharma GmbH. Stand 09/2024. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Ibu-ratiopharm® 400 mg/600 mg/800 mg Filmtabletten (verschreibungspflichtig). ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Etoricoxib-ratiopharm® Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 02/2021. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Celecoxib-ratiopharm 100 mg/200 mg Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 18.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Piroxicam AbZ 20 mg Tabletten. AbZ-Pharma GmbH. Stand 08/2022. abgerufen am 12.10.2026
- Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief: Neue Anwendungsbeschränkungen für die systemische Anwendung von Piroxicam aufgrund gastrointestinaler Nebenwirkungen und Hautreaktionen. Hersteller und Vertreiber piroxicamhaltiger Arzneimittel. Stand 2007. abgerufen am 12.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation NEVANAC (EPAR), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels. Novartis Europharm Limited (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 01/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Embryotox Embryotox: Ibuprofen. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
- Embryotox Embryotox: Diclofenac. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
- Embryotox Embryotox: Naproxen. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
- Embryotox Embryotox: Celecoxib. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
- Embryotox Embryotox: Etoricoxib. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
- Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Einträge Celecoxib, Diclofenac, Etoricoxib, Ibuprofen, Naproxen, Piroxicam. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 12.10.2026
- Embryotox Embryotox: Paracetamol. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
- Embryotox Embryotox: Metamizol. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
- Embryotox Embryotox: Acetylsalicylsäure. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
Häufige Fragen
Was sind NSAR?
NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika oder Antiphlogistika) sind entzündungshemmende Schmerzmittel ohne Kortison. Sie hemmen das Enzym Cyclooxygenase und damit die Bildung von Prostaglandinen, Botenstoffen von Schmerz, Entzündung und Fieber. Bekannte Wirkstoffe sind Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen, zu den Coxiben gehören Celecoxib und Etoricoxib.
Welche Nebenwirkungen haben NSAR?
Laut Fachinformation von Ibuprofen betreffen die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen den Verdauungstrakt, zum Beispiel Sodbrennen, Bauchschmerzen und Übelkeit. Magen-Darm-Blutungen, Geschwüre und Durchbrüche wurden unter allen NSAR berichtet. Außerdem können Wassereinlagerungen, Bluthochdruck, Herzschwäche, Nierenschäden und allergische Reaktionen auftreten; wie häufig, hängt vom Wirkstoff ab.
Was sind Coxibe?
Coxibe wie Celecoxib und Etoricoxib sind NSAR, die im üblichen Dosisbereich selektiv die COX-2 hemmen. Sie beeinflussen die Blutplättchen nicht und sind deshalb laut Fachinformation kein Ersatz für ASS zur Vorbeugung von Blutgerinnseln. Bei Herzschwäche ab NYHA II, koronarer Herzkrankheit, Durchblutungsstörungen der Beine oder Erkrankungen der Hirngefäße sowie in Schwangerschaft und Stillzeit dürfen sie nicht angewendet werden.
Wie viel Ibuprofen darf ich ohne Rezept nehmen?
Laut Packungsbeilage der Ibuprofen-Tabletten mit 400 mg nehmen Menschen ab 40 kg Körpergewicht (Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene) ½ bis 1 Tablette je Einnahme und höchstens 3 Tabletten (1.200 mg) am Tag, mit mindestens 6 Stunden Abstand. Ist die Einnahme bei Erwachsenen länger als 3 Tage bei Fieber oder 4 Tage bei Schmerzen nötig (Kinder und Jugendliche: 3 Tage) oder verschlimmern sich die Beschwerden, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Die Angaben stehen unter Ibuprofen: Dosierung.
Darf ich NSAR zusammen mit Blutdrucksenkern oder ASS nehmen?
Nur nach Rücksprache. NSAR können die Wirkung von Entwässerungsmitteln, ACE-Hemmern, Betablockern und Sartanen abschwächen und bei eingeschränkter Nierenfunktion die Nieren weiter belasten. Bei regelmäßiger Langzeiteinnahme kann Ibuprofen möglicherweise die schützende Wirkung niedrig dosierter ASS abschwächen; zusammen mit ASS steigt außerdem das Risiko für Magen-Darm-Geschwüre.
Brauche ich zu NSAR einen Magenschutz?
Das entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Laut Fachinformation von Ibuprofen sollte ein Magenschutz, etwa mit einem Protonenpumpenhemmer, in Betracht gezogen werden bei Menschen mit Geschwüren in der Vorgeschichte, bei älteren Menschen und bei gleichzeitiger Einnahme von niedrig dosierter ASS oder anderen Mitteln, die das Magen-Darm-Risiko erhöhen.
Darf ich in der Schwangerschaft Ibuprofen nehmen?
Nur nach ärztlicher Rücksprache. Laut Fachinformation sollte Ibuprofen im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel nur gegeben werden, wenn es unbedingt notwendig ist, im letzten Drittel ist es kontraindiziert. Embryotox zählt Ibuprofen in den ersten zwei Dritteln neben Paracetamol zu den Mitteln der Wahl; ab der 28. Woche dürfen Ibuprofen und andere NSAR nicht angewendet werden.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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