Ratgeber

Schmerzmittel richtig anwenden

Rezeptfreie Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol sind laut IQWiG für leichte bis mittelstarke Schmerzen zugelassen und sollten nur wenige Tage hintereinander und nur bis zu einer festgelegten Tageshöchstdosis eingenommen werden. Wie lange ohne ärztlichen Rat, steht in der Packungsbeilage Ihres Präparats, bei Paracetamol zum Beispiel nicht länger als 3 Tage. Unterschiedliche NSAR sollten laut IQWiG nicht kombiniert werden, und neben Paracetamol sollten Sie laut Packungsbeilage kein weiteres Mittel mit Paracetamol anwenden. Fragen Sie in der Apotheke, wenn Sie andere Medikamente nehmen oder Vorerkrankungen haben.

Mann Mitte fünfzig mit kurzem grauem Haar in dunkelblauem Strickpullover sitzt auf einem Sofa an einem hellen Fenster und hält ein Glas Wasser
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Rezeptfreie Schmerzmittel aus der Apotheke wie Ibuprofen oder Paracetamol sind laut dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zur Behandlung leichter bis mittelstarker Schmerzen zugelassen. Sie sollten nur wenige Tage hintereinander und nur bis zu einer festgelegten Tageshöchstdosis eingenommen werden [2]. Wie lange Sie ein Mittel ohne ärztlichen Rat einnehmen dürfen, steht in der Packungsbeilage; Paracetamol zum Beispiel nehmen Sie ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage ein [7].

Auch rezeptfreie Schmerzmittel können laut gesund.bund.de Nebenwirkungen haben, zum Beispiel Magengeschwüre, Blutungen im Magen-Darm-Bereich sowie Herz- oder Atemprobleme, und sie können mit anderen Medikamenten wechselwirken. Kinder, Schwangere und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen wie Magengeschwüren, Herzschwäche, Asthma, Nieren- und Leberproblemen dürfen nach diesen Hinweisen manche Schmerzmittel nicht einnehmen oder nur in geringer Dosis [1]. Wie viel Sie je Einnahme und am Tag höchstens nehmen dürfen, steht in der Packungsbeilage und auf den Wirkstoffseiten im Abschnitt Dosierung, zum Beispiel bei Ibuprofen und Paracetamol.

Welche Schmerzmittel es ohne Rezept gibt und wie sie wirken

Die größte Gruppe rezeptfreier Schmerzmittel sind laut IQWiG die nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Ohne Rezept erhältlich sind Acetylsalicylsäure (ASS), Diclofenac, Ibuprofen und Naproxen, manche davon nur in geringer Dosierung; höhere Dosierungen muss eine Ärztin oder ein Arzt verschreiben [2]. NSAR können Schmerzen und Fieber lindern und Entzündungsreaktionen abschwächen. Sie hemmen bestimmte Enzyme, die Cyclooxygenasen (COX), die an der Bildung von Gewebshormonen wie den Prostaglandinen beteiligt sind. Weil diese Gewebshormone auch die Blutgerinnung und die Bildung von Magensäure beeinflussen, können NSAR zu Nebenwirkungen führen, vor allem zu Magenproblemen [2].

Paracetamol wirkt ebenfalls schmerzlindernd und fiebersenkend, im Gegensatz zu NSAR aber nicht entzündungshemmend; wie es wirkt, ist laut IQWiG bislang nicht geklärt. Manche Präparate kombinieren ein NSAR mit Paracetamol, manchmal zusätzlich mit Koffein [2], etwa Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein. Mehr: Nichtopioid-Analgetika und der Vergleich Ibuprofen oder Paracetamol?

Nur auf Rezept gibt es zum Beispiel Metamizol [13]. Zu den rezeptpflichtigen Medikamenten, die laut gesund.bund.de häufig zu Missbrauch, schädlichem Konsum und Abhängigkeit führen, gehören insbesondere opioidhaltige Schmerzmittel; bei ihrer regelmäßigen Einnahme kann sich eine Abhängigkeit entwickeln [4]. Mehr dazu: Opioide und Abhängigkeit durch Medikamente.

Was die Packungsbeilagen zur Anwendung sagen

Höchstdauer ohne ärztlichen Rat, Altersgrenze und Einnahme unterscheiden sich von Präparat zu Präparat [5, 7, 8, 9, 10, 11]. Die Tabelle gibt die Angaben der Packungsbeilage je eines Präparats wieder; welches, steht in den Quellen am Ende der Seite.

Beispiele: Angaben aus der Packungsbeilage (Auswahl)
WirkstoffWas die Packungsbeilage sagtMehr dazu
AcetylsalicylsäureNicht länger als 3 Tage bei Fieber oder 3 bis 4 Tage bei Schmerzen einnehmen, außer der Arzt hat es verordnet. Bestimmt für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren; Kindern mit einer Viruserkrankung wie Grippe oder Windpocken darf Acetylsalicylsäure nur nach vorheriger Rücksprache mit einem Arzt gegeben werden. Darf nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden [8]Dosierung laut Packungsbeilage
Acetylsalicylsäure, Paracetamol und CoffeinSoll ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 4 Tage oder in höheren Dosen angewendet werden. Darf nicht angewendet werden bei Kindern und Jugendlichen unter 12 Jahren und bei Kindern und Jugendlichen mit Windpocken oder grippeähnlichen Erkrankungen (Risiko eines Reye-Syndroms). Gleichzeitig angewendete Arzneimittel sollten kein Paracetamol enthalten; eine übermäßige Aufnahme von Coffein, etwa in Kaffee oder Tee, sollte vermieden werden [11]Dosierung laut Packungsbeilage
DiclofenacRezeptfreie Filmtabletten: ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 4 Tage bei leichten bis mäßig starken Schmerzen und nicht länger als 3 Tage bei Fieber. Bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren nicht empfohlen. Darf nicht eingenommen werden bei festgestellter Herzkrankheit oder Hirngefäßkrankheit, etwa nach Herzinfarkt oder Schlaganfall, und bei Problemen mit dem Blutkreislauf (periphere arterielle Verschlusskrankheit). Sollte für die bestmögliche Wirksamkeit weder zum noch unmittelbar nach dem Essen eingenommen werden [9]Gegenanzeigen
IbuprofenIst die Einnahme bei Erwachsenen länger als 3 Tage bei Fieber oder 4 Tage bei Schmerzen nötig, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden, bei Kindern und Jugendlichen nach mehr als 3 Tagen. Darf von Kindern unter 20 kg (unter 6 Jahren) nicht eingenommen werden, da diese Stärke in der Regel nicht geeignet ist. Unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit während oder nach einer Mahlzeit einnehmen, bei empfindlichem Magen während der Mahlzeiten [5]Dosierung laut Packungsbeilage
MetamizolVerschreibungspflichtig [13]. Die Tabletten sind für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren. Bei Zeichen einer Agranulozytose wie Fieber, Schüttelfrost oder Halsschmerzen darf Metamizol nicht mehr eingenommen werden, und Sie müssen sofort einen Arzt aufsuchen [12]Warnzeichen
NaproxenRezeptfreie Filmtabletten: ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 4 Tage. Darf von Kindern unter 12 Jahren nicht eingenommen werden. Unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit möglichst vor dem Essen einnehmen, bei empfindlichem Magen während der Mahlzeiten [10]Dosierung laut Packungsbeilage
ParacetamolOhne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage. Für Kinder unter 17 kg Körpergewicht oder unter 4 Jahren nicht empfohlen. Andere gleichzeitig angewendete Arzneimittel sollten kein Paracetamol enthalten. Darf nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden [7]Dosierung laut Packungsbeilage

Die Tabelle ist eine Auswahl. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats. Für jüngere Kinder gibt es laut Packungsbeilage von Paracetamol geeignete Dosisstärken und Darreichungsformen [7]; mehr dazu im Ratgeber Medikamente bei Kindern. Schmerzmittel bei einzelnen Beschwerden behandeln die Seiten Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen, Rückenschmerzen und Fieber.

Doppelte Wirkstoffe, Kombinationen und Wechselwirkungen

Apothekerin mit blondem, zurückgebundenem Haar im weißen Kittel berät eine Frau Anfang sechzig mit silbergrauem Bob und petrolfarbener Bluse an einer hellen Holztheke vor einer schlichten Wand
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Unterschiedliche NSAR sollten laut IQWiG nicht kombiniert werden [2]. Laut Packungsbeilage von Ibuprofen erhöht die gleichzeitige Anwendung mit anderen NSAR oder mit Kortison (Glukokortikoiden) das Risiko für Magen-Darm-Geschwüre oder -Blutungen [5]. Um eine Überdosierung zu verhindern, sollten gleichzeitig angewendete Arzneimittel laut den Packungsbeilagen von Paracetamol und der Kombination aus Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein kein Paracetamol enthalten [7, 11]. Wer schon mit anderen Arzneimitteln mit Acetylsalicylsäure behandelt wird, spricht laut Packungsbeilage vorher mit Arzt oder Apotheker, um eine Überdosierung zu vermeiden [8].

Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, laut den Packungsbeilagen von Ibuprofen, Paracetamol und Diclofenac zu einer dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens führen (Analgetika-Nephropathie) [5, 7, 9]. Mehr: Nierenschäden durch Medikamente.

Vor der Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln sollten Sie laut Packungsbeilage von Ibuprofen immer den Rat Ihres Arztes oder Apothekers einholen. Sie nennt unter anderem diese Wechselwirkungen [5]:

  • Gerinnungshemmer wie Warfarin: NSAR können ihre Wirkung möglicherweise verstärken; eine Kontrolle der Blutgerinnung wird empfohlen [5]. Mehr: Blutungen durch Medikamente.
  • Blutdrucksenker und Entwässerungsmittel: Ibuprofen kann ihre Wirkung abschwächen; zusammen mit ACE-Hemmern kann das Risiko für eine Nierenfunktionsstörung erhöht sein [5].
  • Thrombozytenaggregationshemmer und Antidepressiva aus der Gruppe der SSRI: Sie können das Risiko für Magen-Darm-Blutungen erhöhen [5].

Eine besondere Rolle spielt niedrig dosierte ASS zum Schutz von Herz und Gefäßen. Die gleichzeitige Gabe von Ibuprofen und Acetylsalicylsäure wird laut Fachinformation von Ibuprofen wegen möglicher zusätzlicher Nebenwirkungen im Allgemeinen nicht empfohlen. Dass eine regelmäßige Langzeitanwendung von Ibuprofen die herzschützende Wirkung niedrig dosierter ASS verringert, ist nicht ausgeschlossen; bei gelegentlicher Anwendung von Ibuprofen ist eine klinisch relevante Wechselwirkung nicht wahrscheinlich [6]. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Zu Alkohol sagen die Packungsbeilagen Unterschiedliches: Während der Einnahme von Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken, Paracetamol und Acetylsalicylsäure dürfen nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden [5, 7, 8, 9, 10]. Mehr in den Ratgebern Medikamente und Alkohol und Wechselwirkungen und auf den Seiten Ibuprofen und Alkohol und Naproxen und Alkohol.

Kopfschmerzen durch zu viele Schmerzmittel

Bei Menschen mit Migräne oder Spannungskopfschmerzen können die Kopfschmerzen laut IQWiG durch eine regelmäßige und häufige Einnahme von Schmerz- oder Migränemitteln zunehmen; man spricht dann von Kopfschmerzen durch Medikamenten-Übergebrauch. Ob der Gebrauch übermäßig ist, hängt davon ab, an wie vielen Tagen in den letzten drei Monaten welches Mittel eingenommen wurde: Bei Schmerzmitteln wie Paracetamol, ASS oder Ibuprofen gilt die Einnahme an 15 oder mehr Tagen pro Monat als übermäßig, bei Migränemitteln wie Triptanen und Ergotaminen schon zehn Einnahmetage pro Monat [3].

Die längere Anwendung jeglicher Art von Schmerzmitteln gegen Kopfschmerzen kann diese laut Packungsbeilage von Ibuprofen verschlimmern; ist das der Fall oder wird es vermutet, sollte ärztlicher Rat eingeholt und die Behandlung abgebrochen werden [5]. Kopfschmerzen nach längerem hoch dosiertem, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Schmerzmitteln dürfen laut Packungsbeilage von Paracetamol nicht durch erhöhte Dosen behandelt werden [7]. Treten Kopfschmerzen auf, während Sie ASS oder andere Schmerzmittel über einen längeren Zeitraum eingenommen haben, rät die Packungsbeilage von ASS: die Dosis nicht erhöhen, sondern sich von Arzt oder Apotheker beraten lassen [8].

Wer feststellt, dass er regelmäßig an mehr als zehn Tagen im Monat Schmerz- oder Migränemittel einnimmt, bespricht das laut IQWiG am besten mit seiner Ärztin oder seinem Arzt. Zur Behandlung werden die Mittel laut IQWiG für etwa 7 bis 14 Tage abgesetzt, ambulant oder in manchen Fällen im Krankenhaus; zu Beginn können sich die Kopfschmerzen verstärken, und Übelkeit, Unruhe oder Schlafstörungen sind möglich [3]. Ob eine solche Pause für Sie infrage kommt, klären Sie in der Arztpraxis.

Nach längerem hoch dosiertem, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch können beim abrupten Absetzen laut Packungsbeilage von Paracetamol Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskelschmerzen, Nervosität und vegetative Beschwerden auftreten, die innerhalb weniger Tage abklingen; bis dahin soll die Wiedereinnahme von Schmerzmitteln unterbleiben und die erneute Einnahme nicht ohne ärztlichen Rat erfolgen [7]. Mehr: Kopfschmerzen durch Medikamente, Migräne und Migränemittel.

Rote-Hand-Briefe und Behördenhinweise zu Schmerzmitteln

  • Ibuprofen in hoher Dosierung (BfArM, 27.07.2015): Nach einer europäischen Risikobewertung haben Menschen, die Ibuprofen hoch dosiert anwenden, laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ein ähnliches Risiko für Nebenwirkungen an Herz und Kreislauf wie bei einigen anderen NSAR, darunter Coxibe und Diclofenac; bestätigt wurde ein leichter Anstieg des Risikos für Herzinfarkt oder Schlaganfall. Bei Tagesdosen bis zur höchsten in der EU nicht verschreibungspflichtigen Dosierung zum Einnehmen wurde keine Zunahme gesehen. Hohe Dosierungen sollten bei bestehenden schwerwiegenden Herz- oder Kreislauferkrankungen und nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall vermieden werden [14].
  • Diclofenac (Rote-Hand-Brief vom Juli 2013, vom BfArM veröffentlicht am 16.07.2013): Nach einer europaweiten Überprüfung der Sicherheit für Herz und Kreislauf gilt für Diclofenac-haltige Arzneimittel, die im ganzen Körper wirken, eine Gegenanzeige bei bestehender Herzschwäche (NYHA-Stadien II bis IV), ischämischer Herzerkrankung, peripherer Arterienerkrankung oder Erkrankung der Hirngefäße. Bei erheblichen Risikofaktoren wie Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten, Diabetes oder Rauchen sollte die Behandlung nur nach sorgfältiger Abwägung begonnen werden [15].
  • Metamizol (Rote-Hand-Briefe vom 15.12.2020 und 09.12.2024): 2020 informierten die Zulassungsinhaber darüber, dass unter Metamizol Fälle eines arzneimittelbedingten Leberschadens berichtet wurden; laut dem Brief sollen Patientinnen und Patienten erfahren, wie sie Frühzeichen erkennen, und bei solchen Zeichen die Einnahme beenden und sich an einen Arzt wenden [16]. Laut dem Rote-Hand-Brief von 2024 müssen Patientinnen und Patienten über Frühzeichen einer Agranulozytose informiert werden: Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen und schmerzhafte Schleimhautveränderungen, insbesondere in Mund, Nase und Rachen oder im Genital- oder Analbereich. Treten sie während der Behandlung oder kurz nach ihrem Ende auf, müssen Patientinnen und Patienten die Behandlung abbrechen und sofort einen Arzt aufsuchen [17].

Wie Rote-Hand-Briefe entstehen und wo Sie aktuelle Meldungen finden, erklärt der Ratgeber Rote-Hand-Briefe und Rückrufe.

Für wen es besonders wichtig ist

  • Ältere Menschen: Bei älteren Patienten treten laut Packungsbeilage von Ibuprofen nach Anwendung von NSAR häufiger Nebenwirkungen auf, insbesondere Blutungen und Durchbrüche im Magen- und Darmbereich, die unter Umständen lebensbedrohlich sein können [5]. Ein Alter über 65 Jahre zählt laut IQWiG zu den Faktoren, die das Risiko für ernste Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt erhöhen [2]. Mehr: Medikamente im Alter.
  • Menschen mit Magen-Darm-Erkrankungen: Bei bestehenden oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretenen Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren oder Blutungen darf Ibuprofen laut Packungsbeilage nicht eingenommen werden [5], Acetylsalicylsäure nicht bei einem Magen- oder Darmgeschwür [8]. Für ältere Patienten, Patienten mit Geschwüren in der Vorgeschichte und Patienten, die zusätzlich niedrig dosierte ASS benötigen, sollte laut Packungsbeilage von Ibuprofen eine Kombination mit magenschützenden Arzneimitteln wie Protonenpumpenhemmern in Betracht gezogen werden [5]. Ob das für Sie infrage kommt, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Mehr: Magengeschwür und Magenbeschwerden durch Medikamente.
  • Herz- und Gefäßerkrankungen: Wer eine Herzerkrankung hat, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall hatte, Bluthochdruck, Diabetes oder hohe Cholesterinspiegel hat oder raucht, sollte die Behandlung mit Ibuprofen laut Packungsbeilage vorher mit Arzt oder Apotheker besprechen [5]. Bei schwerer Herzschwäche dürfen Ibuprofen, Acetylsalicylsäure und die rezeptfreien Naproxen-Filmtabletten laut Packungsbeilage nicht eingenommen werden [5, 8, 10]. Mehr: Herzinsuffizienz.
  • Nieren- und Lebererkrankungen: Bei schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen darf Ibuprofen nicht eingenommen werden [5]. Vor der Einnahme von Paracetamol sprechen Sie laut Packungsbeilage mit Arzt oder Apotheker, wenn Ihre Leberfunktion beeinträchtigt ist, Ihre Niere vorgeschädigt ist oder Sie chronisch alkoholkrank sind [7]. Mehr: Leberschäden durch Medikamente.
  • Asthma und Allergien: Wer nach der Einnahme von ASS oder anderen NSAR schon einmal mit Asthmaanfällen, Nasenschleimhautschwellungen, Hautreaktionen oder plötzlichen Schwellungen reagiert hat, darf Ibuprofen laut Packungsbeilage nicht einnehmen [5]. Für Acetylsalicylsäure gilt das nach Asthma oder einer allergischen Reaktion auf Acetylsalicylsäure oder ein ähnliches Arzneimittel [8]. Mehr: Arzneimittelallergie.
  • Schwangere und Stillende: In den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft dürfen Sie Ibuprofen laut Packungsbeilage nicht einnehmen; in den ersten 6 Monaten sollten Sie es nicht einnehmen, sofern es nicht absolut notwendig ist und von Ihrem Arzt empfohlen wird. Ab der 20. Schwangerschaftswoche kann eine Einnahme über mehr als ein paar Tage beim ungeborenen Kind Nierenprobleme mit verringerter Fruchtwassermenge verursachen oder ein Blutgefäß im Herzen des Kindes (Ductus arteriosus) verengen [5]. Paracetamol kann laut Packungsbeilage falls erforderlich in der Schwangerschaft eingenommen werden, in der geringstmöglichen Dosis und für den kürzest möglichen Zeitraum [7]. Die Anwendung der ASS-Tabletten gegen Schmerzen und Fieber während der Stillzeit wird laut Packungsbeilage nicht empfohlen [8]. Mehr: Medikamente in der Schwangerschaft, Paracetamol in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.

So gehen Sie vor

  1. Packungsbeilage lesen Anwendungsgebiet, Dosierung und Einnahmedauer stehen laut IQWiG im Beipackzettel [2]; gesund.bund.de rät, sich an die angegebene Höchstdosis zu halten [1]. Wie Sie eine Packungsbeilage lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
  2. Wirkstoffe vergleichen Prüfen Sie vor jedem weiteren Mittel, welche Wirkstoffe es enthält, damit Sie nicht doppelt Paracetamol oder zwei verschiedene NSAR einnehmen [5, 7].
  3. In der Apotheke oder Arztpraxis fragen Gibt es Vorerkrankungen, die gegen NSAR oder Paracetamol sprechen, ist es laut IQWiG ratsam, sich in der Apotheke oder Arztpraxis beraten zu lassen [2]. Vor einer Operation, auch einer kleinen, informieren Sie laut Packungsbeilage von ASS Ihren Arzt oder Zahnarzt: Acetylsalicylsäure erhöht schon in geringen Dosen das Blutungsrisiko, auch wenn die Einnahme mehrere Tage zurückliegt [8]. Mehr: Medikamente vor einer Operation.
  4. Einnahmetage notieren Bei lang anhaltenden oder wiederkehrenden Schmerzen ist ein Schmerzkalender oder Schmerztagebuch laut gesund.bund.de sinnvoll, um einen guten Überblick über die eingenommenen Medikamente zu bekommen und einem schädlichen Gebrauch vorzubeugen [4]. Beschwerden und Einnahmen können Sie im Nebenwirkungs-Tagebuch festhalten.
  5. Alle Medikamente aufschreiben Eine Liste aller regelmäßig eingenommenen Medikamente, auch frei verkäuflicher Mittel und Nahrungsergänzungsmittel, hilft laut gesund.bund.de, Wechselwirkungen beim Arztbesuch oder in der Apotheke abzuklären; alternativ hilft ein Medikationsplan [1]. Eine Vorlage bietet das Werkzeug Medikationsplan.
  6. Die Dosis nicht selbst erhöhen Haben Sie das Gefühl, dass die Schmerzlinderung nicht ausreicht, erhöhen Sie laut Packungsbeilage von Ibuprofen nicht selbstständig die Dosis, sondern fragen Ihren Arzt [5]. Bei Paracetamol müssen Sie einen Arzt aufsuchen, wenn sich die Beschwerden verschlimmern, nach 3 Tagen keine Besserung eintritt oder hohes Fieber besteht [7]. Nebenwirkungen können Sie melden; wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Eine schwere Magenblutung und ein Magendurchbruch sind laut IQWiG lebensbedrohlich; bei Verdacht muss sofort der Notruf 112 gewählt werden. Ein Alarmzeichen ist laut IQWiG, wenn man Blut erbricht (rot oder schwarz gefärbtes Erbrochenes); ein Durchbruch der Magenwand geht mit plötzlich auftretenden starken Bauchschmerzen einher [2]. Diese Warnzeichen nennen die Packungsbeilagen:

  • Zeichen einer Magen-Darm-Blutung: stärkere Schmerzen im Oberbauch, Blut im Stuhl oder Teerstuhl, Bluterbrechen oder Erbrochenes, das wie Kaffeesatz aussieht. Dann nehmen Sie Ibuprofen laut Packungsbeilage nicht weiter ein und begeben sich sofort in ärztliche Behandlung [5]. Treten unter ASS Magen-Darm-Blutungen auf (Blutung aus dem Mund, Blut im Stuhl, Schwarzfärbung des Stuhls), müssen Sie die Behandlung laut Packungsbeilage sofort beenden und Ihren Arzt oder einen ärztlichen Notdienst anrufen [8].
  • Schwere allergische Reaktion unter Ibuprofen: Schwellung von Gesicht, Zunge oder Kehlkopf, Luftnot, Herzjagen und Blutdruckabfall bis zum lebensbedrohlichen Schock, auch schon bei der ersten Anwendung; ebenso schwere Hautreaktionen mit Blasen, Abschälen der Haut oder Geschwüren an Mund, Rachen, Nase, Genitalien oder Augen. Dann nehmen Sie Ibuprofen laut Packungsbeilage nicht weiter ein und begeben sich sofort in ärztliche Behandlung [5]. Mehr: Schwere Hautreaktionen.
  • Zeichen einer Störung der Blutbildung: Unter Metamizol sind Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen und schmerzhafte wunde Stellen in Nase, Mund und Rachen oder im Genital- oder Analbereich mögliche Zeichen einer Agranulozytose; dann dürfen Sie Metamizol laut Packungsbeilage nicht mehr einnehmen und müssen sofort einen Arzt aufsuchen, auch wenn Sie es früher ohne Probleme angewendet haben [12]. Unter Ibuprofen können Fieber, Halsschmerzen, oberflächliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen erste Anzeichen sein; dann ist es laut Packungsbeilage sofort abzusetzen und der Arzt aufzusuchen, und jegliche Selbstbehandlung mit schmerzstillenden oder fiebersenkenden Mitteln sollte unterbleiben [5].
  • Zu viel Paracetamol oder ASS: Wurde eine größere Menge Paracetamol eingenommen als empfohlen, rufen Sie laut Packungsbeilage den nächst erreichbaren Arzt zu Hilfe [7]. Ohrgeräusche, ein Gefühl von Hörverlust, Kopfschmerzen oder Schwindel sind laut Packungsbeilage von ASS typische Zeichen einer Überdosierung; beenden Sie dann die Behandlung und wenden Sie sich sofort an einen Arzt [8].
  • Kind nach ASS: Treten bei einem Kind, das Acetylsalicylsäure erhalten hat, Schwindel oder Ohnmachtsanfälle, auffälliges Verhalten oder Erbrechen auf, muss laut Packungsbeilage sofort der Arzt informiert werden [8].

Quellen

  1. Behörde Umgang mit Arzneimitteln: Richtig lagern, einnehmen und entsorgen (Abschnitte zu rezeptfreien Schmerzmitteln und Wechselwirkungen). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem BfArM). Stand 17.02.2026. abgerufen am 18.10.2026
  2. Rezeptfreie Schmerzmittel sicher anwenden. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 03.09.2025. abgerufen am 18.10.2026
  3. Arzneimittelbedingte Kopfschmerzen. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 13.07.2022. abgerufen am 18.10.2026
  4. Behörde Medikamentenmissbrauch und Medikamentenabhängigkeit (geprüft durch die DGPPN). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 03.09.2025. abgerufen am 18.10.2026
  5. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation IBU-ratiopharm 400 mg akut Schmerztabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 18.10.2026
  6. Fachinformation Fachinformation IBU-ratiopharm 400 mg akut Schmerztabletten (Abschnitte 4.5 und 5.1). ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 18.10.2026
  7. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Paracetamol-ratiopharm 500 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 12/2024. abgerufen am 18.10.2026
  8. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation ASS-ratiopharm 500 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2025. abgerufen am 18.10.2026
  9. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Diclo-ratiopharm bei Schmerzen und Fieber 25 mg Filmtabletten (apothekenpflichtig). ratiopharm GmbH. Stand 07/2025. abgerufen am 18.10.2026
  10. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Naproxen-ratiopharm Schmerztabletten 220 mg Filmtabletten (apothekenpflichtig). ratiopharm GmbH. Stand 07/2018. abgerufen am 18.10.2026
  11. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation THOMAPYRIN CLASSIC Schmerztabletten (Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Coffein). A. Nattermann & Cie. GmbH. Stand 04/2026. abgerufen am 18.10.2026
  12. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Novaminsulfon-ratiopharm 500 mg Tabletten (Metamizol). ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 18.10.2026
  13. Fachinformation Fachinformation Novaminsulfon-ratiopharm 500 mg Tabletten (Abschnitt 11, Verkaufsabgrenzung). ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 18.10.2026
  14. Behörde Ibuprofenhaltige Arzneimittel: Kardiovaskuläre Nebenwirkungen (Bescheid im Stufenplanverfahren vom 22.07.2015). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 27.07.2015. abgerufen am 18.10.2026
  15. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu Diclofenac-haltigen Arzneimitteln: Kardiovaskuläre Risiken. Zulassungsinhaber systemisch angewendeter Diclofenac-haltiger Arzneimittel; veröffentlicht vom BfArM am 16.07.2013. Stand 07/2013. abgerufen am 18.10.2026
  16. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu Metamizol: Risiko für arzneimittelbedingten Leberschaden. Zulassungsinhaber metamizolhaltiger Arzneimittel in Abstimmung mit EMA und BfArM; veröffentlicht vom BfArM am 15.12.2020. Stand 15.12.2020. abgerufen am 18.10.2026
  17. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu metamizolhaltigen Arzneimitteln: Wichtige Maßnahmen zur Minimierung der schwerwiegenden Folgen des bekannten Risikos für Agranulozytose. Zulassungsinhaber metamizolhaltiger Arzneimittel; veröffentlicht vom BfArM am 09.12.2024. Stand 09.12.2024. abgerufen am 18.10.2026

Häufige Fragen

Wie lange darf man Schmerzmittel ohne Arzt einnehmen?

Das steht in der Packungsbeilage und unterscheidet sich je nach Präparat. Paracetamol nehmen Sie laut Packungsbeilage ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage ein, die rezeptfreien Naproxen-Filmtabletten nicht länger als 4 Tage. Ist Ibuprofen bei Erwachsenen länger als 3 Tage bei Fieber oder länger als 4 Tage bei Schmerzen nötig, sollte laut Packungsbeilage ärztlicher Rat eingeholt werden, bei Kindern und Jugendlichen nach mehr als 3 Tagen. Das IQWiG rät allgemein, rezeptfreie Schmerzmittel nur wenige Tage hintereinander einzunehmen.

Darf ich Ibuprofen und Paracetamol zusammen einnehmen?

Eine Anweisung zur gemeinsamen Einnahme enthalten die Packungsbeilagen von Ibuprofen und Paracetamol nicht. Laut Packungsbeilage von Ibuprofen sollten Sie vor der Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln immer den Rat Ihres Arztes oder Apothekers einholen. Wie sich die beiden Wirkstoffe laut Packungsbeilage unterscheiden, zeigt der Vergleich Ibuprofen oder Paracetamol.

Kann man von Schmerzmitteln Kopfschmerzen bekommen?

Ja. Wer sehr häufig Schmerz- oder Migränemittel einnimmt, kann laut IQWiG dadurch mehr Kopfschmerzen bekommen. Als übermäßig gilt bei Mitteln wie Paracetamol, ASS oder Ibuprofen die Einnahme an 15 oder mehr Tagen im Monat, bei Triptanen schon an zehn Tagen. Laut Packungsbeilage von Ibuprofen sollte ärztlicher Rat eingeholt und die Behandlung abgebrochen werden, wenn die längere Anwendung von Schmerzmitteln gegen Kopfschmerzen diese verschlimmert oder das vermutet wird.

Nimmt man Schmerzmittel vor oder nach dem Essen?

Das hängt vom Präparat ab. Ibuprofen nehmen Sie laut Packungsbeilage unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit während oder nach einer Mahlzeit ein, bei empfindlichem Magen während der Mahlzeiten. Die rezeptfreien Naproxen-Filmtabletten sollen möglichst vor dem Essen eingenommen werden, die rezeptfreien Diclofenac-Filmtabletten sollten für die bestmögliche Wirksamkeit weder zum noch unmittelbar nach dem Essen eingenommen werden. Was für Ihr Mittel gilt, steht in Abschnitt 3 seiner Packungsbeilage.

Machen Schmerzmittel abhängig?

Rezeptfreie Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol machen laut gesund.bund.de körperlich nicht abhängig; ihr Missbrauch kann aber zu erheblichen Nebenwirkungen führen und zum Beispiel Magen, Nieren oder Leber schädigen. Opioidhaltige Schmerzmittel zählen laut gesund.bund.de zu den rezeptpflichtigen Medikamenten, die häufig zu Missbrauch, schädlichem Konsum und Abhängigkeit führen. Ein erhöhtes Risiko für einen Missbrauch haben Menschen mit chronischen Kopfschmerzen oder Migräne, die regelmäßig rezeptfreie Schmerzmittel einnehmen.

Welche Schmerzmittel gibt es nur auf Rezept?

Rezeptfrei sind laut IQWiG Acetylsalicylsäure, Diclofenac, Ibuprofen und Naproxen, manche davon nur in geringer Dosierung, außerdem Paracetamol; höhere Dosierungen muss eine Ärztin oder ein Arzt verschreiben. Metamizol ist laut Fachinformation verschreibungspflichtig. Opioidhaltige Schmerzmittel nennt gesund.bund.de unter den rezeptpflichtigen Medikamenten.

Darf ich Ibuprofen nehmen, wenn ich ASS zum Schutz des Herzens einnehme?

Die gleichzeitige Gabe von Ibuprofen und Acetylsalicylsäure wird laut Fachinformation von Ibuprofen wegen möglicher zusätzlicher Nebenwirkungen im Allgemeinen nicht empfohlen. Dass eine regelmäßige Langzeitanwendung von Ibuprofen die herzschützende Wirkung niedrig dosierter ASS verringert, ist nicht ausgeschlossen; bei gelegentlicher Anwendung ist eine klinisch relevante Wechselwirkung nicht wahrscheinlich. Fragen Sie vorher Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Was tun, wenn jemand zu viel Paracetamol eingenommen hat?

Wurde eine größere Menge eingenommen als empfohlen, rufen Sie laut Packungsbeilage den nächst erreichbaren Arzt zu Hilfe. Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Blässe und Bauchschmerzen treten im Allgemeinen innerhalb von 24 Stunden auf. Laut IQWiG kann eine unbehandelte Überdosierung zum Tod führen, weil die Leber stark geschädigt wird. Die Giftnotrufe finden Sie auf der Seite Notfall und Giftnotruf.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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