ImpfungenImpfung

Grippeimpfung: Nebenwirkungen und Reaktionen

Schmerzen an der Einstichstelle sind laut Fachinformation bzw. Packungsbeilage bei den Grippeimpfstoffen Efluelda, Fluad, Flucelvax und Influvac für Erwachsene sehr häufig; beim Nasenspray Fluenz für Kinder und Jugendliche sind eine verstopfte oder laufende Nase, verminderter Appetit und Unwohlsein sehr häufig. Atemnot, Schwindel, ein schwacher und schneller Puls sowie Hautausschlag sind laut den Packungsbeilagen von Fluad und Flucelvax Zeichen einer schweren allergischen Reaktion; dann brauchen Sie sofort ärztliche Hilfe. Einen Verdacht auf eine Nebenwirkung melden Sie über das Impfstoff-Meldeformular auf nebenwirkungen.bund.de.

Frau Ende sechzig mit kurzem grauem Haar in senfgelber Strickjacke geht an einem kühlen Herbsttag mit einem Schal durch einen Park mit buntem Laub
Bild: KI-generiert

Nach einer Grippeimpfung sind Schmerzen an der Einstichstelle laut Fachinformation bzw. Packungsbeilage bei den Impfstoffen Efluelda, Fluad, Flucelvax und Influvac für Erwachsene sehr häufig [1, 2, 3, 4]. Beim Nasenspray Fluenz für Kinder und Jugendliche sind eine verstopfte oder laufende Nase, verminderter Appetit und Unwohlsein sehr häufig [5]. Die meisten Nebenwirkungen klangen laut den Packungsbeilagen von Efluelda und Fluad innerhalb von 3 Tagen nach ihrem Auftreten ab [1, 2]. Atemnot, Schwindel, ein schwacher und schneller Puls sowie Hautausschlag sind laut den Packungsbeilagen von Fluad und Flucelvax Zeichen einer schweren allergischen Reaktion; dann brauchen Sie sofort ärztliche Hilfe (Warnzeichen) [2, 4]. Die Krankheit selbst beschreibt die Seite Grippe (Influenza), weitere Impfungen finden Sie unter Impfungen.

Was die Impfung ist und wem die STIKO sie empfiehlt

Alle Grippeimpfstoffe auf dieser Seite dienen laut Fachinformation bzw. Packungsbeilage der Vorbeugung einer Influenza-Erkrankung [1, 2, 3, 4, 5]. Efluelda, Fluad, Influvac und Flucelvax sind inaktivierte Impfstoffe, die gespritzt werden. Efluelda ist ein Spaltimpfstoff, die anderen drei enthalten Oberflächenantigene des Grippevirus [1, 2, 3, 4]. Fluad enthält zusätzlich das Adjuvans MF59C.1; solche Stoffe sollen laut Packungsbeilage die Schutzwirkungen des Impfstoffs beschleunigen, verbessern und/oder verlängern [2]. Flucelvax wird in Zellkulturen hergestellt [4]. Fluenz enthält lebende, abgeschwächte (lebend-attenuierte) Grippeviren und wird in die Nase gesprüht [5]. Die Zusammensetzung richtet sich nach den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und weicht für die Saison 2026/2027 laut Paul-Ehrlich-Institut (PEI) von der Saison 2025/2026 ab [9].

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Influenza-Impfung laut ihren Empfehlungen 2026 (Epidemiologisches Bulletin 4/2026, Online-Fassung mit Änderungen bis 10.09.2026) als Standardimpfung für alle Personen ≥ 60 Jahre sowie als Indikationsimpfung bei bestimmten Personengruppen [6]. Wörtlich nennt sie [6]:

  • Standardimpfung (S): "Für alle Personen ≥ 60 Jahre wird die Gabe eines Hochdosis- oder MF-59 adjuvantierten Influenza-Impfstoffs mit aktueller von der WHO empfohlener Antigenkombination empfohlen." Beide Impfstoffe "können gleichwertig eingesetzt werden". "Wenn die Gabe eines MF-59 adjuvantierten und eines Hochdosis-Influenza-Impfstoffes aus medizinischen Gründen nicht möglich ist (z. B. aufgrund erhöhter Reaktogenität bei vorherigen Impfungen), kann bei Personen im Alter von ≥ 60 Jahren auch ein Influenza-Standardimpfstoff (Ei- oder zellbasiert) verwendet werden."
  • Indikationsimpfung (I), Schwangere: "Alle Schwangeren ab 2. Trimenon, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grunderkrankung ab 1. Trimenon", mit "einem inaktivierten Influenza-Impfstoff mit aktueller von der WHO empfohlener Antigenkombination".
  • Indikationsimpfung (I), Grunderkrankungen: "Personen ≥ 6 Monate mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grunderkrankung". Als Beispiele nennt die STIKO chronische Erkrankungen der Atmungsorgane (inklusive Asthma bronchiale und COPD), chronische Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus und andere Stoffwechselerkrankungen, Adipositas (BMI ≥ 30), chronische neurologische Erkrankungen (z. B. Multiple Sklerose mit durch Infektionen getriggerten Schüben), angeborene oder erworbene Immundefizienz und HIV-Infektion.
  • Indikationsimpfung (I), Umfeld: "Bewohnende von Einrichtungen der Pflege", "Personen, die als mögliche Infektionsquelle im selben Haushalt lebende oder von ihnen betreute Risikopersonen gefährden können", und "Personen, die im privaten Umfeld häufigen, regelmäßigen und direkten Kontakt zu z. B. Schweinen, Geflügel sowie Wildvögeln (frei und gehalten) und Robben haben".
  • Beruflich (B): "Personen mit erhöhter Gefährdung, z. B. medizinisches Personal, Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr sowie Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute Risikopersonen fungieren können", außerdem Personen mit arbeitsbedingtem häufigem, regelmäßigem und direktem Kontakt zu solchen Tieren, etwa in Nutztierhaltungen, Zoos oder Tierarztpraxen.
  • Reise (R/I): "Für Reisende ≥ 60 Jahre und Reisende, die unter I (Indikationsimpfung) genannt sind und die nicht über einen aktuellen Impfschutz verfügen, ist die Impfung generell empfehlenswert."

Für Kinder und Jugendliche mit einer solchen Indikation schreibt die STIKO: "Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis 17 Jahren können alternativ mit einem attenuierten Influenza-Lebendimpfstoff (LAIV) geimpft werden, sofern keine Kontraindikation besteht (s. Fachinformation). Bei Hindernissen für eine Injektion (z. B. Spritzenphobie, Gerinnungsstörungen) sollte präferenziell LAIV verwendet werden." [6, 7] In ihrer Stellungnahme vom 17.09.2026 (Epidemiologisches Bulletin 38/2026) heißt es: "Bisher empfiehlt die STIKO die Influenza-Impfung allerdings nicht allgemein für alle Kinder und Jugendlichen." [7] Allgemeines zu Arzneimitteln für Kinder steht im Ratgeber Medikamente bei Kindern, die Empfehlungen im Original auf der STIKO-Seite des Robert Koch-Instituts.

Impfstoffe in Deutschland

Für die Saison 2026/2027 führt das PEI acht Grippeimpfstoffe mit Stammanpassung ohne den Vermerk, dass sie derzeit nicht vermarktet werden [9]. Die Seite zeigt je Impfstoffart, die die STIKO nennt, einen Impfstoff: Hochdosis-Impfstoff, adjuvantierter Impfstoff, Standardimpfstoff aus Hühnereiern, Standardimpfstoff aus Zellkultur und Lebendimpfstoff als Nasenspray. Influsplit, Vaxigrip und Xanaflu sind laut PEI-Liste wie Influvac inaktivierte Influenza-Impfstoffe zur Injektion (Spalt- bzw. Untereinheiten-Impfstoffe) [9]; ihre Nebenwirkungen stehen in ihren eigenen Packungsbeilagen. Der rekombinante Impfstoff Supemtek und der Kombinationsimpfstoff mCombriax gegen Influenza und COVID-19 stehen in der Liste des PEI unter "Impfstoffe ohne Stammanpassung für 2026/2027" [9].

Berücksichtigte Impfstoffe der Saison 2026/2027 (Auswahl ohne Wertung, Stand Oktober 2026)
ImpfstoffArtzugelassen abZulassungsinhaberGrundlage
Eflueldainaktivierter Spaltimpfstoff mit 60 Mikrogramm Hämagglutinin je Stamm (Hochdosis), in Hühnereiern gezüchtet, Injektion60 JahrenSanofi Winthrop IndustriePackungsbeilage, Stand 08/2026 [1, 9]
Fluadinaktivierter Impfstoff aus Oberflächenantigen mit dem Adjuvans MF59C.1, in Hühnereiern vermehrt, Injektion in den Muskel50 JahrenSeqirus Netherlands B.V.EMA-Produktinformation (Fachinformation und Packungsbeilage), aktualisiert 17.07.2026 [2]
Influvacinaktivierter Impfstoff aus Oberflächenantigen, in Hühnereiern vermehrt, InjektionErwachsene einschließlich Schwangerer, Kinder ab 6 MonatenViatris Healthcare GmbHFachinformation, Stand 07/2026 [3]
Flucelvaxinaktivierter Impfstoff aus Oberflächenantigen, in Zellkultur hergestellt, Injektion in den Muskel6 MonatenSeqirus Netherlands B.V.EMA-Produktinformation (Fachinformation und Packungsbeilage), aktualisiert 17.07.2026 [4]
FluenzLebendimpfstoff (lebend-attenuiert), in Hühnereiern vermehrt, Nasenspray2 Jahren bis zum vollendeten 18. LebensjahrAstraZeneca ABEMA-Produktinformation (Fachinformation und Packungsbeilage), aktualisiert 04.09.2026 [5]

Maßgeblich ist die Packungsbeilage des Impfstoffs, mit dem Sie geimpft werden. Die vollständige Liste der Grippeimpfstoffe veröffentlicht das Paul-Ehrlich-Institut.

Impfreaktion oder Nebenwirkung?

Die STIKO unterscheidet zwischen einer üblichen Impfreaktion und dem Verdacht auf eine Impfkomplikation. Übliche Impfreaktionen sind für sie vorübergehende Lokal- und Allgemeinreaktionen, "die als Ausdruck der Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff anzusehen sind" [6]. Nach ihren Kriterien gehören dazu [6]:

  • Rötung, Schwellung oder Schmerzhaftigkeit an der Injektionsstelle für die Dauer von 1 bis 3 Tagen (gelegentlich länger),
  • für die Dauer von 1 bis 3 Tagen Fieber unter 39,5 °C (bei rektaler Messung), Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit, Unwohlsein, Übelkeit, Unruhe und eine Schwellung der regionären Lymphknoten,
  • bei abgeschwächten Lebendimpfstoffen Symptome im Sinne einer "Impfkrankheit" 1 bis 3 Wochen nach der Impfung; als Beispiele nennt die STIKO eine leichte Schwellung der Ohrspeicheldrüse, kurzzeitige Gelenkschmerzen oder einen flüchtigen Ausschlag nach der Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln oder gegen Windpocken sowie leichte Magen-Darm-Beschwerden nach der Schluckimpfung gegen Rotaviren oder Typhus.

Ähnliche Beschwerden nennen die Fach- und Gebrauchsinformationen der Grippeimpfstoffe, etwa Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen und Unwohlsein; die Klasse unterscheidet sich je nach Impfstoff und Alter. Laut Fachinformation von Influvac traten die meisten Reaktionen gewöhnlich in den ersten 3 Tagen nach der Impfung auf und lösten sich innerhalb von 1 bis 3 Tagen nach Beginn von selbst [3].

Was darüber hinausgeht, kann der Verdacht einer Impfkomplikation sein. Der "Verdacht einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung" ist nach § 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 Infektionsschutzgesetz namentlich zu melden [12]. Laut STIKO gehört diese Meldung an das Gesundheitsamt zu den ärztlichen Aufgaben, und die Meldepflicht besteht unabhängig davon, ob die Impfung öffentlich empfohlen ist [6]. Für eine gesundheitliche Schädigung durch eine Schutzimpfung, die über das übliche Ausmaß einer Reaktion hinausgeht, regelt § 24 SGB XIV, unter welchen Voraussetzungen Leistungen der Sozialen Entschädigung erbracht werden; einen Impfschaden nennt die STIKO eine solche Schädigung, wenn sie nicht vorübergeht, seit mindestens 6 Monaten besteht und ein ursächlicher Zusammenhang mit der Impfung erwiesen oder wahrscheinlich ist [6, 13].

Nebenwirkungen laut Fachinformation

Je Impfstoff stehen hier alle Nebenwirkungen aus der Fachinformation bzw. Packungsbeilage, nach Altersgruppe getrennt.

Efluelda (Hochdosis-Impfstoff, Personen ab 60 Jahren)

Efluelda: Nebenwirkungen laut Packungsbeilage (Stand 08/2026), Personen ab 60 Jahren
HäufigkeitNebenwirkungen
Sehr häufigSchmerz und Rötung (Erythem) an der Einstichstelle, allgemeines Unwohlsein (Malaise), Kopfschmerzen, Muskelschmerzen (Myalgie) [1]
HäufigSchwellung, blaue Flecken und Verhärtung (Induration) an der Einstichstelle, Fieber, Schüttelfrost [1]
GelegentlichJuckreiz (Pruritus) an der Einstichstelle, Ermüdung, Lethargie, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Husten, Muskelschwäche, Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Rachenentzündung (oropharyngeale Schmerzen) [1]
Seltenallergische Reaktionen: schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie, einschließlich Angioödem) sowie Hautreaktionen, die sich über den ganzen Körper ausbreiten können, mit Juckreiz, Quaddeln und Ausschlag; ungewöhnliche Kraftlosigkeit (Asthenie), Hitzewallung, Gelenkschmerzen (Arthralgie), Schwindelgefühl, Nachtschweiß, Ausschlag, Taubheitsgefühl oder Kribbeln (Parästhesie), Nasenentzündung (Rhinorrhö), Schwindel (Vertigo), verstärkte Durchblutung des Augenweißes (okuläre Hyperämie), Schmerz in den Gliedmaßen [1]
Nicht bekanntverminderte Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie), geschwollene Drüsen am Hals, in der Achselhöhle oder Leistenbeuge (Lymphadenopathie), neurologische Störungen wie Enzephalomyelitis, transverse Myelitis, Brachialneuritis und Guillain-Barré-Syndrom, Gesichtslähmung (Bell-Parese), Sehstörungen durch eine Funktionsstörung der Sehnerven (Optikusneuritis, Neuropathie des Nervus opticus), Krampfanfälle einschließlich Fieberkrämpfe, Ohnmacht (Synkope) unmittelbar nach der Impfung, Entzündung der Blutgefäße (Vaskulitis), die zu Hautausschlägen und in sehr seltenen Fällen zu vorübergehenden Nierenproblemen führen kann, Erweiterung von Blutgefäßen (Vasodilatation), Schmerzen im Brustraum, pfeifende oder keuchende Atmung, Engegefühl im Hals, Atembeschwerden (Dyspnoe) [1]

Diese Häufigkeiten gelten nur für Efluelda (Personen ab 60 Jahren).

Fluad (adjuvantierter Impfstoff, Erwachsene ab 50 Jahren)

Fluad: Nebenwirkungen laut Fachinformation (Stand 07/2026), Erwachsene ab 50 Jahren
HäufigkeitNebenwirkungen
Sehr häufigSchmerzen oder Druckschmerz an der Einstichstelle, Ermüdung, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen (Arthralgie) und Muskelschmerzen (Myalgie); Gelenk- und Muskelschmerzen bei Personen ab 65 Jahren häufig [2]
HäufigRötung (Erythem), Verhärtung (Induration) und blaue Flecken (Ekchymosen) an der Einstichstelle, Schüttelfrost, grippeähnliche Erkrankung (bei Personen ab 65 Jahren gemeldet), Fieber ab 38 °C (bei Personen ab 65 Jahren gelegentlich), Appetitverlust, Übelkeit, Durchfall [2]
GelegentlichErbrechen, geschwollene Lymphknoten (Lymphadenopathie) [2]
Nicht bekanntverminderte Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie; einige sehr seltene, schwere Fälle mit weniger als 5.000 pro mm³), allergische Reaktionen einschließlich anaphylaktischer Schock (in seltenen Fällen), Anaphylaxie, Enzephalomyelitis, Guillain-Barré-Syndrom, Krämpfe, Nervenentzündung (Neuritis), Nervenschmerzen (Neuralgie), Missempfindungen (Parästhesie), Ohnmacht und Gefühl einer drohenden Ohnmacht (Synkope, Präsynkope), Entzündung der Blutgefäße (Vaskulitis), möglicherweise mit vorübergehender Nierenbeteiligung, generalisierte Hautreaktionen einschließlich Erythema multiforme, Erythem, Urtikaria, Pruritus oder unspezifischer Ausschlag, Schwellungen von Haut und Schleimhaut (Angioödem), Muskelschwäche, Schmerz in einer Gliedmaße, ausgeprägte Schwellung der geimpften Gliedmaße über mehr als eine Woche, Cellulitis-ähnliche Reaktion an der Einstichstelle, Kraftlosigkeit (Asthenie), Unwohlsein, Fieber (nach der Markteinführung berichtet) [2]

Diese Häufigkeiten gelten nur für Fluad (Erwachsene ab 50 Jahren). Für die nach der Markteinführung berichteten Nebenwirkungen nennt die Fachinformation keine Häufigkeit; die Packungsbeilage schreibt, sie seien gelegentlich während der allgemeinen Anwendung aufgetreten [2].

Influvac (Standardimpfstoff aus Hühnereiern, Erwachsene und Kinder ab 6 Monaten)

Influvac: Nebenwirkungen laut Fachinformation (Stand 07/2026), je Spalte eine Altersgruppe [3]
NebenwirkungErwachsene ab 18 JahrenKinder 6 bis 35 MonateKinder 3 bis 5 JahreKinder und Jugendliche 6 bis 17 Jahre
Schmerz an der Einstichstellesehr häufigsehr häufigsehr häufigsehr häufig
Rötung an der Einstichstellehäufigsehr häufigsehr häufigsehr häufig
Schwellung an der Einstichstellehäufighäufigsehr häufigsehr häufig
Verhärtung (Induration) an der Einstichstellehäufighäufigsehr häufigsehr häufig
Blauer Fleck (Ekchymose) an der Einstichstellehäufighäufighäufighäufig
Kopfschmerzensehr häufig (bei Älteren über 61 Jahre häufig)nicht genanntnicht genanntsehr häufig
Müdigkeitsehr häufignicht genanntnicht genanntsehr häufig
Unwohlseinhäufignicht genanntnicht genanntsehr häufig
Schüttelfrosthäufignicht genanntnicht genannthäufig
Fiebergelegentlichsehr häufighäufighäufig
Schwitzenhäufigsehr häufighäufighäufig
Muskelschmerzen (Myalgie)häufignicht genanntnicht genanntsehr häufig
Gelenkschmerzen (Arthralgie)häufignicht genanntnicht genannthäufig
Benommenheitnicht genanntsehr häufigsehr häufignicht genannt
Reizbarkeit, Zerfahrenheitnicht genanntsehr häufigsehr häufignicht genannt
Appetitlosigkeitnicht genanntsehr häufigsehr häufignicht genannt
Übelkeitnicht genanntnicht genanntnicht genanntsehr häufig
Bauchschmerzennicht genanntnicht genanntnicht genanntsehr häufig
Durchfallnicht genanntsehr häufighäufigsehr häufig
Erbrechennicht genanntsehr häufighäufigsehr häufig
Vorübergehende Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie), vorübergehende Lymphknotenschwellung (Lymphadenopathie)nicht bekannt (alle Altersgruppen)
Allergische Reaktionen, die in seltenen Fällen zu einem Schock führen, Angioödemnicht bekannt (alle Altersgruppen)
Nervenschmerzen (Neuralgie), Missempfindungen (Parästhesie), Fieberkrämpfe, neurologische Erkrankungen wie Enzephalomyelitis, Neuritis und Guillain-Barré-Syndromnicht bekannt (alle Altersgruppen)
Entzündung der Blutgefäße (Vaskulitis), in sehr seltenen Fällen mit vorübergehender Beteiligung der Nierennicht bekannt (alle Altersgruppen)
Generalisierte Hautreaktionen einschließlich Juckreiz (Pruritus), Nesselsucht (Urtikaria) oder nicht spezifischer Ausschlagnicht bekannt (alle Altersgruppen)

Diese Häufigkeiten gelten nur für Influvac (je Spalte für die genannte Altersgruppe) [3].

Flucelvax (Standardimpfstoff aus Zellkultur, Erwachsene und Kinder ab 6 Monaten)

Flucelvax: Nebenwirkungen laut Fachinformation (Stand 07/2026), je Spalte eine Altersgruppe [4]
NebenwirkungErwachsene ab 18 JahrenKinder 6 Monate bis unter 6 JahreKinder und Jugendliche 6 bis unter 18 Jahre
Schmerzen an der Einstichstellesehr häufignicht genanntsehr häufig
Druckschmerz an der Einstichstellenicht genanntsehr häufignicht genannt
Rötung (Erythem) an der Einstichstellesehr häufigsehr häufigsehr häufig
Verhärtung (Induration) an der Einstichstellesehr häufig (ab 65 Jahren häufig)sehr häufigsehr häufig
Blaue Flecken (Ekchymose) an der Einstichstellehäufigsehr häufigsehr häufig
Ermüdungsehr häufignicht genanntsehr häufig
Kopfschmerzensehr häufig (ab 65 Jahren häufig)nicht genanntsehr häufig
Muskelschmerzen (Myalgie)sehr häufig (ab 65 Jahren häufig)nicht genanntsehr häufig
Gelenkschmerzen (Arthralgie)häufignicht genannthäufig
Appetitverlusthäufignicht genanntsehr häufig
Übelkeithäufignicht genannthäufig
Durchfallhäufigsehr häufignicht genannt
Erbrechenhäufig (ab 65 Jahren gelegentlich)häufignicht genannt
Schüttelfrost (bei Kindern Schüttelfrost oder Schütteln)häufighäufighäufig
Fieber ab 38 °Cgelegentlichsehr häufighäufig
Schläfrigkeitnicht genanntsehr häufignicht genannt
Reizbarkeitnicht genanntsehr häufignicht genannt
Änderung der Essgewohnheitennicht genanntsehr häufignicht genannt
Allergische oder unmittelbare Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich anaphylaktischer Schocknicht bekannt (nach der Markteinführung berichtet)nicht genanntnicht genannt
Missempfindungen (Parästhesie), Guillain-Barré-Syndrom, Fieberkrampfnicht bekannt (nach der Markteinführung berichtet)nicht genanntnicht genannt
Generalisierte Hautreaktionen einschließlich Juckreiz (Pruritus), Nesselsucht (Urtikaria) oder unspezifisches Exanthemnicht bekannt (nach der Markteinführung berichtet)nicht genanntnicht genannt
Ausgeprägte Schwellung der geimpften Gliedmaßenicht bekannt (nach der Markteinführung berichtet)nicht genanntnicht genannt

Diese Häufigkeiten gelten nur für Flucelvax (je Spalte für die genannte Altersgruppe). Die Packungsbeilage nennt für einige Beschwerden andere Altersgrenzen: Ermüdung bei Älteren häufig, blaue Flecken an der Einstichstelle und Appetitverlust bei Kindern und Jugendlichen von 9 bis unter 18 Jahren häufig, Fieber bei Kindern von 4 bis unter 18 Jahren häufig; Durchfall führt sie ohne Altersangabe unter sehr häufig [4].

Fluenz (Lebendimpfstoff als Nasenspray, Kinder und Jugendliche von 2 bis 17 Jahren)

Fluenz: Nebenwirkungen laut Fachinformation (Stand 09/2026), Kinder und Jugendliche von 2 bis 17 Jahren
HäufigkeitNebenwirkungen
Sehr häufigverstopfte oder laufende Nase (Nasenverstopfung, Rhinorrhoe), verminderter Appetit, Unwohlsein [5]
HäufigKopfschmerzen, Muskelschmerzen (Myalgie), Fieber [5]
GelegentlichÜberempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Schwellung des Gesichts und Nesselsucht), Nasenbluten (Epistaxis), Ausschlag [5]
Sehr seltenanaphylaktische Reaktionen [5]
Nicht bekanntOhnmacht (Synkope), Guillain-Barré-Syndrom, Verschlechterung der Symptome einer Leigh-Enzephalomyelopathie (mitochondriale Enzephalomyopathie) (nach der Markteinführung berichtet) [5]

Diese Häufigkeiten gelten nur für Fluenz (Kinder und Jugendliche von 2 bis 17 Jahren).

Jede Häufigkeit gilt nur für den Impfstoff, bei dem sie steht. Sie sagt nicht, welcher Impfstoff für Sie besser verträglich ist. Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde nach der Impfung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass die Impfung sie verursacht hat.

Die Packungsbeilagen beziehen die Klassen auf Geimpfte (Fluad, Flucelvax, Fluenz) bzw. Personen (Efluelda): sehr häufig heißt mehr als 1 von 10, häufig bis zu 1 von 10, gelegentlich bis zu 1 von 100, selten bis zu 1 von 1.000 und sehr selten bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" ist die Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar [1, 2, 4, 5]. Die Fachinformation von Influvac verwendet dieselben Klassen [3]; umrechnen können Sie sie mit dem Werkzeug Häufigkeit übersetzen.

So sind die Häufigkeiten in der Packungsbeilage gemeint
AngabeBedeutung in der PackungsbeilageFachinformationAnschaulich
Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen≥ 1/10mehr als 100 von 1.000
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen≥ 1/100 bis < 1/1010 bis unter 100 von 1.000
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen≥ 1/1.000 bis < 1/1001 bis unter 10 von 1.000
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen≥ 1/10.000 bis < 1/1.0001 bis unter 10 von 10.000
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen< 1/10.000weniger als 1 von 10.000
Nicht bekanntHäufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbarnicht bekanntnicht abschätzbar

Mehr zu einzelnen Beschwerden als Nebenwirkung von Arzneimitteln: Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit, Durchfall, Hautausschlag und Arzneimittelallergie.

Seltene und schwere Nebenwirkungen

Schwere allergische Reaktionen nennen alle fünf Quellen, mit unterschiedlicher Klasse: bei Efluelda selten, bei Fluenz anaphylaktische Reaktionen sehr selten, bei Fluad, Influvac und Flucelvax (Erwachsene) ohne bekannte Häufigkeit [1, 2, 3, 4, 5]. Das Guillain-Barré-Syndrom steht in allen fünf Quellen unter "nicht bekannt"; die Packungsbeilage von Fluenz beschreibt es als schwerwiegende Nervenentzündung, die zu Lähmungen und Schwierigkeiten beim Atmen führen kann [1, 2, 3, 4, 5]. Die Packungsbeilage von Efluelda bittet, die Ärztin oder den Arzt vor der Impfung zu informieren, wenn nach einer früheren Influenzaimpfung ein Guillain-Barré-Syndrom aufgetreten ist [1].

Ohnmachtsanfälle können laut den Fachinformationen von Fluad, Influvac und Flucelvax nach oder sogar vor einer Impfung als psychogene Reaktion auf den Einstich auftreten, in der Erholungsphase auch mit vorübergehenden Sehstörungen, Missempfindungen und tonisch-klonischen Bewegungen der Gliedmaßen [2, 3, 4]. Sind Sie bei einer früheren Injektion schon einmal ohnmächtig geworden, müssen Sie das laut den Packungsbeilagen von Fluad und Flucelvax der Ärztin oder dem Arzt mitteilen; die Packungsbeilagen von Efluelda und Fluenz bitten ebenfalls darum [1, 2, 4, 5]. Die STIKO schreibt: "Grundsätzlich sollten Impfungen in einem medizinischen Umfeld erfolgen, in dem eine klinische Überwachung nach der Impfung und ggf. die Behandlung einer anaphylaktischen Reaktion durchgeführt werden können." [6]

Was Sie nach der Impfung tun können

Mann Mitte fünfzig mit kurzem braunem Haar und hochgekrempeltem Ärmel seines dunkelgrünen Pullovers sitzt in einem hellen Wartezimmer, ein kleines rundes Pflaster am Oberarm
Bild: KI-generiert

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich laut den Packungsbeilagen von Efluelda, Fluad und Fluenz an Ihre Ärztin, Ihren Arzt, Ihre Apotheke oder das medizinische Fachpersonal; das gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in der Packungsbeilage stehen [1, 2, 5]. Laut Packungsbeilage von Flucelvax informieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie sich schwach fühlen, Probleme beim Gehen haben oder Taubheit oder Kribbeln in den Gliedmaßen spüren (mögliche Zeichen eines Guillain-Barré-Syndroms) oder wenn die geimpfte Gliedmaße ausgeprägt anschwillt [4]. Bei allergischen Hautreaktionen am ganzen Körper heißt es in der Packungsbeilage von Efluelda: "Suchen Sie einen Arzt auf" [1].

Nach einer Impfung mit Fluenz geben Sie Ihrem Kind laut Packungsbeilage in den ersten 4 Wochen keine Arzneimittel, die Acetylsalicylsäure enthalten, "es sei denn, Ihr Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal hat Sie hierzu ausdrücklich angewiesen"; sonst besteht ein Risiko für das Reye-Syndrom, eine sehr seltene, aber schwere Erkrankung von Gehirn und Leber [5]. Laut Fachinformation von Fluenz sollten sich Geimpfte bemühen, in den ersten 1 bis 2 Wochen nach der Impfung engen Kontakt zu stark immungeschwächten Personen (z. B. nach einer Knochenmarktransplantation während der Isolation) so weit wie möglich zu vermeiden [5].

Beginn, Art und Dauer von Beschwerden können Sie im Nebenwirkungs-Tagebuch festhalten. Einen Verdacht auf eine Nebenwirkung melden Sie online über das Impfstoff-Meldeformular auf nebenwirkungen.bund.de; die Meldungen gehen direkt an das Paul-Ehrlich-Institut bzw. das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte [10]. Wenn möglich, sollte die Meldung unter anderem eine Beschreibung der Nebenwirkung, die Bezeichnung und die Chargenbezeichnung des Impfstoffs enthalten [10]. Ärztinnen und Ärzte melden den Verdacht einer Impfkomplikation zusätzlich an das Gesundheitsamt [6, 12]. Schritt für Schritt erklärt das der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Wer nicht oder erst später geimpft werden sollte

Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen je Impfstoff (Fachinformation bzw. Packungsbeilage)
ImpfstoffDarf nicht angewendet werdenVerschieben oder Vorsicht
Eflueldabei Allergie gegen die Wirkstoffe, einen sonstigen Bestandteil oder Spuren wie Eibestandteile (Ovalbumin, Hühnereiweiß) und Formaldehyd [1]bei einer Erkrankung mit hohem oder moderatem Fieber oder einer akuten Erkrankung sollte die Impfung bis nach der Genesung verschoben werden; vorher informieren bei geschwächtem Immunsystem, Blutgerinnungsstörung oder Guillain-Barré-Syndrom nach einer früheren Influenzaimpfung [1]
Fluadbei Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, Bestandteile des Adjuvans, sonstige Bestandteile oder Rückstände wie Ovalbumin, Kanamycin und Neomycinsulfat, Formaldehyd, Cetyltrimethylammoniumbromid und Hydrocortison; nach schwerer allergischer Reaktion (z. B. Anaphylaxie) auf frühere Influenza-Impfungen [2]bei fiebriger Erkrankung ist die Impfung zu verschieben, bis das Fieber zurückgegangen ist; bei Thrombozytopenie oder Blutgerinnungsstörungen nur unter entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen [2]
Influvacbei Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, sonstige Bestandteile oder Spuren wie Hühnerei (Ovalbumin, Hühnerproteine), Formaldehyd, Cetrimoniumbromid, Polysorbat 80 oder Gentamicin [3]bei fieberhaften Erkrankungen oder akuten Infektionen sollte die Impfung verschoben werden; bei Thrombozytopenie oder einer Gerinnungsstörung mit Vorsicht [3]
Flucelvaxbei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, sonstige Bestandteile oder Spuren von Beta-Propiolacton, Cetyltrimethylammoniumbromid und Polysorbat 80 [4]bei akuter fiebriger Erkrankung ist die Impfung zu verschieben, bis das Fieber zurückgegangen ist; bei Thrombozytopenie oder Blutgerinnungsstörungen nur unter entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen [4]
Fluenzbei Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, sonstige Bestandteile oder Gentamicin; nach schwerer allergischer Reaktion auf Eier oder Eiproteine; bei Kindern und Jugendlichen mit klinischer Immunschwäche durch Erkrankungen oder Immunsuppressiva (z. B. Leukämie, Lymphom, symptomatische HIV-Infektion, hoch dosierte Corticosteroide); bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren, die eine Salicylat-Therapie erhalten; bei Säuglingen und Kleinkindern unter 2 Jahren [5]soll nicht angewendet werden bei schwerem Asthma oder aktuellem Giemen; bei schwerer akuter fiebriger Erkrankung, akuter Infektion oder verstopfter Nase ist die Impfung zu verschieben, leichtes Fieber oder eine leichte Infektion sollte nicht zu einem Aufschub führen [5]

Allergien gegen Bestandteile des Impfstoffs können laut STIKO Kontraindikationen sein, in seltenen Fällen auch gegen Hühnereiweiß. Personen, die nach dem Genuss von Hühnereiweiß innerhalb kurzer Zeit mit anaphylaktischen Symptomen (z. B. Angioödem, Atembeschwerden oder Kreislaufkollaps) reagieren, "sollten nicht mit Impfstoffen geimpft werden, die in bebrüteten Hühnereiern gezüchtet wurden (Gelbfieber- oder entsprechende Influenza-Impfstoffe)" [6]. Flucelvax ist laut Packungsbeilage eifrei [4].

Andere Medikamente und Impfungen

Bei Personen mit geschwächtem Immunsystem durch eine Erkrankung oder eine Behandlung ist die Antikörperreaktion laut den Fachinformationen von Fluad und Flucelvax möglicherweise nicht ausreichend, um eine Influenza zu verhindern [2, 4]. Laut Packungsbeilage von Efluelda kann die Immunantwort abgeschwächt sein, wenn Sie eine Behandlung erhalten, die das körpereigene Abwehrsystem unterdrückt, wie z. B. mit Kortikosteroiden, zytotoxischen Arzneimitteln oder eine Strahlentherapie [1]. Was zu Impfungen unter solchen Mitteln bekannt ist, steht zum Beispiel auf den Seiten Prednisolon und Methotrexat. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Bei gleichzeitiger Gabe mit anderen Impfstoffen sehen die Fachinformationen von Fluad, Influvac und Flucelvax verschiedene Injektionsstellen vor; Nebenwirkungen können sich dabei verstärken [2, 3, 4]. Zur COVID-19-Impfung schreibt die STIKO: "Sofern eine Indikation vorliegt, kann am selben Termin [...] unter Beachtung der ggf. unterschiedlichen Saisonalität auch gegen saisonale Influenza geimpft werden." [8] Die RSV-Impfstoffe können laut STIKO nach den Fachinformationen gleichzeitig mit der saisonalen Influenza-Impfung verabreicht werden [6]. Mehr dazu: COVID-19-Impfung, RSV-Impfung und Pneumokokken-Impfung. Laut Packungsbeilage wird empfohlen, Fluenz nicht gleichzeitig mit antiviralen Grippemitteln wie Oseltamivir oder Zanamivir anzuwenden; der Impfstoff könnte sonst weniger wirksam sein [5]. Nach Grippeimpfungen sind laut Fachinformation von Influvac bei bestimmten Bluttests (ELISA auf Antikörper gegen HIV1, Hepatitis C und vor allem HTLV1) falsch positive Ergebnisse aufgetreten [3].

Als "falsche Kontraindikationen" nennt die STIKO unter anderem banale Infekte, auch mit subfebrilen Temperaturen unter 38,5 °C, Behandlungen mit Antibiotika und angeborene oder erworbene Immundefekte bei Impfung mit Totimpfstoffen [6].

Schwangerschaft und Stillzeit

"Inaktivierte Influenzaimpfstoffe können während der gesamten Schwangerschaft angewendet werden", schreibt die Fachinformation von Influvac; Influvac kann auch während der Stillzeit angewendet werden [3]. Laut Fachinformation von Flucelvax können inaktivierte Influenza-Impfstoffe wie Flucelvax in allen Phasen einer Schwangerschaft verabreicht werden, und Flucelvax kann während der Stillzeit gegeben werden [4]. Fluad darf laut Fachinformation bei Frauen, die schwanger sind, schwanger sein könnten oder stillen, nicht angewendet werden [2]. Efluelda ist laut Packungsbeilage nur zur Anwendung bei Erwachsenen ab 60 Jahren bestimmt [1]. Für den Lebendimpfstoff Fluenz wird die Anwendung in der Schwangerschaft laut Fachinformation nicht empfohlen, und während der Stillzeit sollte Fluenz nicht angewendet werden [5].

Als Indikation nennt die STIKO "Alle Schwangeren ab 2. Trimenon, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grunderkrankung ab 1. Trimenon", geimpft mit einem inaktivierten Influenza-Impfstoff [6]. In ihrem Kapitel zur Schwangerschaft schreibt sie: "Impfungen gegen saisonale Influenza und Pertussis werden in jeder Schwangerschaft von der STIKO ausdrücklich empfohlen." Die Schwangerschaft stellt "keine Kontraindikation für die Gabe von Totimpfstoffen dar (wie z. B. gegen Influenza, Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Hepatitis A und B)". "Im ersten Drittel der Schwangerschaft sollten nur dringend indizierte Impfungen durchgeführt werden, um zu vermeiden, dass die in der Frühschwangerschaft häufigen Spontanaborte mit der Impfung in Zusammenhang gebracht werden." Zu Lebendimpfstoffen schreibt die STIKO allgemein: "Impfungen mit einem Lebendimpfstoff, wie z. B. gegen Dengue, Masern, Mumps, Röteln oder Varizellen, sind in der Schwangerschaft aus theoretischen Überlegungen grundsätzlich kontraindiziert." und "Nach einer Impfung mit einem Lebendimpfstoff sollte eine Schwangerschaft für einen Monat vermieden werden." [6] Stillende können laut STIKO alle von ihr empfohlenen Impfungen erhalten, mit Ausnahme der Dengue- und, bei Säuglingen im Alter unter 6 (9) Monaten, der Gelbfieber-Impfung [6]. Zur Keuchhusten-Impfung in der Schwangerschaft: Keuchhusten-Impfung.

Laut Embryotox (Seite "Impfstoffe") dürfen bei gegebener Indikation "während der Schwangerschaft die üblichen, in Deutschland empfohlenen und verwendeten Totimpfstoffe angewendet werden"; Impfungen mit Lebendimpfstoffen gelten dort in der Schwangerschaft als kontraindiziert [11]. Für die Stillzeit schreibt Embryotox: "Die üblichen, in Deutschland empfohlenen und verwendeten Impfstoffe können auch stillenden Müttern verabreicht werden und erfordern keine Einschränkung des Stillens. Ausnahmen bestehen bei der Gelbfieber- und Dengue-Impfung." [11] Mehr dazu in den Ratgebern Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.

Impfschema laut STIKO und Fachinformation

Hier stehen die Angaben der STIKO und der Fachinformation, keine Impfempfehlung. Wann und wie oft Sie geimpft werden, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.

Impfschema: Angaben der STIKO und der Fachinformation
PersonengruppeAngabe der STIKOAngabe der Fachinformation
Personen ≥ 60 Jahre (Standardimpfung)"Jährliche Impfung im Herbst/Winter (einmalig pro Saison) mit einem inaktivierten Hochdosis- oder MF-59 adjuvantierten Influenza-Impfstoff mit aktueller von der WHO empfohlener Antigenkombination." (Epidemiologisches Bulletin 4/2026, Tabelle 2) [6]Efluelda: "Erwachsene ab 60 Jahren erhalten eine Dosis [...]." (Packungsbeilage, Abschnitt 3) [1]; Fluad: "Eine [...] Dosis." (Fachinformation, Abschnitt 4.2) [2]
Personen ≥ 6 Monate mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grunderkrankung (Indikationsimpfung)"Jährliche Impfung im Herbst/Winter (einmalig pro Saison) mit einem inaktivierten Influenza-Impfstoff mit aktueller von der WHO empfohlener Antigenkombination. Kinder im Alter ≤ 9 Jahre, die zum ersten Mal im Leben gegen Influenza geimpft werden, erhalten 2 Influenza-Impfungen im Abstand von 4 Wochen." (Epidemiologisches Bulletin 4/2026, Tabelle 2) [6]Influvac: "Kinder unter 9 Jahren, die vorher noch nie mit einem saisonalen Grippeimpfstoff gegen Grippe geimpft worden sind, sollten im Abstand von mindestens 4 Wochen eine zweite Impfdosis [...] erhalten." (Fachinformation, Abschnitt 4.2) [3]; Flucelvax: "Kinder unter 9 Jahren, die noch nie gegen Influenza geimpft wurden, sollten eine zweite Dosis erhalten." Bei 2 Dosen "ist ein Abstand von mindestens 4 Wochen einzuhalten" (Fachinformation, Abschnitt 4.2) [4]
Kinder und Jugendliche von 2 bis 17 Jahren (Lebendimpfstoff als Nasenspray)"Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis 17 Jahren können alternativ mit einem attenuierten Influenza-Lebendimpfstoff (LAIV) geimpft werden, sofern keine Kontraindikation besteht (s. Fachinformation)." (Epidemiologisches Bulletin 4/2026, Tabelle 2, und 38/2026, Tabelle 2) [6, 7]Fluenz: "Kinder im Alter von 2 bis 8 Jahren, die zuvor noch nicht gegen saisonale Influenza geimpft wurden, sollten frühestens nach 4 Wochen eine zweite Dosis verabreicht bekommen." (Fachinformation, Abschnitt 4.2) [5]

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Bei Zeichen einer schweren allergischen Reaktion nennen die Packungsbeilagen und die Fachinformation von Influvac diese Anweisungen:

  • Fluad: Bei Atemnot, Schwindelgefühl, schwachem und beschleunigtem Puls sowie Hautausschlag "wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder suchen Sie umgehend die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses auf" [2].
  • Flucelvax: Bei Atemnot, Schwindel, schwachem und beschleunigtem Puls sowie Hautausschlag "Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder gehen Sie zur Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses" [4].
  • Efluelda: Bei einer schweren allergischen Reaktion mit niedrigem Blutdruck, Kurzatmigkeit, pfeifender oder keuchender Atmung oder Atemnot, beschleunigtem Herzschlag und schwachem Puls, kalter, feuchter Haut und Schwindel bis zum Kollaps, auch mit Schwellungen an Kopf und Hals, die Schlucken oder Atmen erschweren können: "Suchen Sie UNVERZÜGLICH einen Arzt auf" [1].
  • Fluenz: Bei Kurzatmigkeit und Schwellungen von Gesicht oder Zunge, bei einer schwerwiegenden Nervenentzündung mit Lähmungen und Schwierigkeiten beim Atmen (Guillain-Barré-Syndrom) oder einem fortschreitenden Verlust geistiger und motorischer Fähigkeiten: "Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder begeben Sie sich sofort in ärztliche Behandlung" [5].
  • Influvac: Für den Fall anaphylaktischer Reaktionen "sollten, wie bei allen injizierbaren Impfstoffen, stets geeignete medizinische Behandlungs- und Überwachungsmöglichkeiten unmittelbar zur Verfügung stehen" (Fachinformation) [3].

In lebensbedrohlichen Fällen alarmieren Sie laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112, zum Beispiel bei Bewusstlosigkeit oder erheblicher Bewusstseinstrübung oder schwerer Atemnot [14]. Außerhalb der Sprechzeiten hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117, wenn die Behandlung aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten kann [14].

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Efluelda Injektionssuspension in einer Fertigspritze, trivalenter Influenza-Spaltimpfstoff (inaktiviert), 60 Mikrogramm HA/Stamm, Saison 2026/2027. Sanofi Winthrop Industrie (Zulassungsinhaber), örtlicher Vertreter Sanofi-Aventis Deutschland GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 19.10.2026
  2. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Fluad (Influenza-Impfstoff, Oberflächenantigen, inaktiviert, adjuvantiert), Saison 2026/2027, Anhang I: Fachinformation und Anhang III B: Packungsbeilage. Seqirus Netherlands B.V. (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand EMA, deutsche Fassung zuletzt aktualisiert am 17.07.2026. abgerufen am 19.10.2026
  3. Fachinformation Fachinformation Influvac Saison 2026/2027 Injektionssuspension in einer Fertigspritze, Influenza-Impfstoff aus Oberflächenantigen (inaktiviert). Viatris Healthcare GmbH. Stand 07/2026. abgerufen am 19.10.2026
  4. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Flucelvax (Influenza-Impfstoff, Oberflächenantigen, inaktiviert, in Zellkultur hergestellt), Saison 2026/2027, Anhang I: Fachinformation und Anhang III B: Packungsbeilage. Seqirus Netherlands B.V. (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand EMA, deutsche Fassung zuletzt aktualisiert am 17.07.2026. abgerufen am 19.10.2026
  5. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Fluenz Nasenspray, Suspension (Influenza-Impfstoff, lebend, nasal), Saison 2026/2027, Anhang I: Fachinformation und Anhang III B: Packungsbeilage. AstraZeneca AB (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand EMA, deutsche Fassung zuletzt aktualisiert am 04.09.2026. abgerufen am 19.10.2026
  6. Behörde Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut 2026, Epidemiologisches Bulletin 4/2026 (Tabelle 2 Influenza S. 14 f., Kapitel 3.2 Influenza S. 26 f., RSV S. 33, Kapitel 4.7 S. 42 f., Kapitel 4.8 S. 44 f., Kapitel 4.10 S. 46 f.). Robert Koch-Institut, Ständige Impfkommission (CC BY 4.0). Stand 22.01.2026, Online-Fassung mit Änderungen bis 10.09.2026. abgerufen am 19.10.2026
  7. Behörde Stellungnahme der STIKO zur Bedeutung der Influenza-Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung, Epidemiologisches Bulletin 38/2026 (S. 8 bis 10, Tabelle 2). Robert Koch-Institut, Ständige Impfkommission (CC BY 4.0). Stand 17.09.2026. abgerufen am 19.10.2026
  8. Behörde Beschluss und wissenschaftliche Begründung der STIKO zur Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung und zum Wegfall der Basisimmunität 2026, Epidemiologisches Bulletin 28/2026 (Auszug Tabelle 2 COVID-19, Fußnote b, S. 5). Robert Koch-Institut, Ständige Impfkommission (CC BY 4.0). Stand 09.07.2026, Online-Fassung mit Änderungen bis 24.07.2026. abgerufen am 19.10.2026
  9. Behörde Saisonale Influenza-Impfstoffe: Impfstoffe mit und ohne Stammanpassung für 2026/2027, Stämme 2026/2027. Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Stand aktualisiert 03.09.2026 (Stand der Liste: PEI-Bekanntmachung Nr. 544 im BAnz AT 12.08.2026 B6), Stämme aktualisiert 29.06.2026. abgerufen am 19.10.2026
  10. Behörde Nebenwirkungen melden: Startseite mit häufigen Fragen (Impfstoff-Meldeformular, Welche Angaben sollte ich machen?, Wie funktioniert das Melden?). Paul-Ehrlich-Institut und Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, nebenwirkungen.bund.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 19.10.2026
  11. Embryotox Embryotox: Impfstoffe (Schwangerschaft und Stillzeit). Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 19.10.2026
  12. Behörde § 6 Infektionsschutzgesetz (IfSG): Meldepflichtige Krankheiten (Absatz 1 Satz 1 Nummer 3). Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand IfSG zuletzt geändert durch Art. 3 Abs. 1 G v. 04.03.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 60); Änderung durch Art. 7 G v. 26.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 195) textlich nachgewiesen. abgerufen am 19.10.2026
  13. Behörde § 24 Vierzehntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB XIV): Geschädigte durch Schutzimpfungen oder andere Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand SGB XIV zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 17.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 179). abgerufen am 19.10.2026
  14. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitte "116117 oder 112? Für alle Fälle die richtige Nummer" und "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 19.10.2026

Häufige Fragen

Welche Nebenwirkungen hat die Grippeimpfung?

Das hängt vom Impfstoff und vom Alter ab. Schmerzen an der Einstichstelle sind laut Fachinformation bzw. Packungsbeilage bei Efluelda, Fluad, Flucelvax und Influvac für Erwachsene sehr häufig. Beim Nasenspray Fluenz für Kinder und Jugendliche sind eine verstopfte oder laufende Nase, verminderter Appetit und Unwohlsein sehr häufig. Kopfschmerzen nennt die Packungsbeilage von Efluelda als sehr häufig, die Fachinformation von Fluenz als häufig. Alle Angaben je Impfstoff und Altersgruppe stehen im Abschnitt Nebenwirkungen laut Fachinformation.

Wie lange dauern die Nebenwirkungen nach der Grippeimpfung?

Die meisten Nebenwirkungen klangen laut den Packungsbeilagen von Fluad und Efluelda innerhalb von 3 Tagen ab. Laut Fachinformation von Influvac traten die meisten Reaktionen gewöhnlich in den ersten 3 Tagen nach der Impfung auf und lösten sich innerhalb von 1 bis 3 Tagen nach Beginn von selbst. Die STIKO zählt Rötung, Schwellung oder Schmerzhaftigkeit an der Injektionsstelle für die Dauer von 1 bis 3 Tagen (gelegentlich länger) zu den üblichen Impfreaktionen. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich laut den Packungsbeilagen an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.

Ist Fieber nach der Grippeimpfung normal?

Fieber nennen die Fachinformationen und die Packungsbeilage von Efluelda unterschiedlich häufig: bei Efluelda und Fluenz häufig, bei Fluad häufig (ab 65 Jahren gelegentlich), bei Influvac und Flucelvax für Erwachsene gelegentlich. Bei Kindern ist Fieber nach Flucelvax von 6 Monaten bis unter 6 Jahren sehr häufig, nach Influvac von 6 bis 35 Monaten sehr häufig. Als übliche Impfreaktion beschreibt die STIKO Fieber unter 39,5 °C (bei rektaler Messung) für die Dauer von 1 bis 3 Tagen; was darüber hinausgeht, kann der Verdacht einer Impfkomplikation sein. Warnzeichen stehen im Abschnitt Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen.

Kann man von der Grippeimpfung eine Grippe bekommen?

Kein Bestandteil des Impfstoffs kann laut den Packungsbeilagen von Efluelda, Fluad, Flucelvax und Fluenz eine Grippe auslösen. Laut Packungsbeilage von Efluelda kann man trotz Impfung erkranken, wenn man kurz vor oder nach der Impfung mit Influenza in Berührung gekommen ist; vor einer gewöhnlichen Erkältung schützt der Impfstoff nicht. Grippeähnliche Symptome nennt die Packungsbeilage von Fluad als häufige Nebenwirkung, gemeldet bei Personen ab 65 Jahren.

Darf ich mich mit einer Hühnereiweißallergie gegen Grippe impfen lassen?

Efluelda, Fluad, Influvac und Fluenz werden in Hühnereiern vermehrt. Ihre Fachinformationen bzw. Packungsbeilagen nennen eine Allergie gegen Eibestandteile wie Ovalbumin als Gegenanzeige, die von Fluenz eine schwere allergische Reaktion auf Eier oder Eiproteine. Flucelvax wird in Zellkulturen hergestellt und ist laut Packungsbeilage eifrei. Laut STIKO sollten Personen, die nach dem Genuss von Hühnereiweiß innerhalb kurzer Zeit mit anaphylaktischen Symptomen reagieren, nicht mit Impfstoffen geimpft werden, die in bebrüteten Hühnereiern gezüchtet wurden. Sprechen Sie vor der Impfung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Darf ich in der Schwangerschaft gegen Grippe geimpft werden?

Die STIKO empfiehlt die Impfung als Indikationsimpfung allen Schwangeren ab dem 2. Trimenon, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grunderkrankung ab dem 1. Trimenon, mit einem inaktivierten Influenza-Impfstoff (Epidemiologisches Bulletin 4/2026). Inaktivierte Influenza-Impfstoffe können laut den Fachinformationen von Influvac und Flucelvax in allen Phasen der Schwangerschaft angewendet werden. Fluad darf laut Fachinformation bei Schwangeren nicht angewendet werden, Efluelda ist laut Packungsbeilage nur für Erwachsene ab 60 Jahren bestimmt, und die Anwendung des Lebendimpfstoffs Fluenz wird in der Schwangerschaft nicht empfohlen. Mehr im Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit.

Darf ich nach der Grippeimpfung Auto fahren?

Efluelda, Fluad, Influvac, Flucelvax und Fluenz haben laut Fachinformation bzw. Packungsbeilage keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit. Die Packungsbeilage von Efluelda ergänzt: Falls Sie sich unwohl fühlen oder Ihnen schwindelig ist, ist es nicht ratsam zu fahren.

Kann ich mich am selben Tag gegen Grippe und Corona impfen lassen?

Laut STIKO kann, sofern eine Indikation vorliegt, am selben Termin wie die COVID-19-Impfung unter Beachtung der gegebenenfalls unterschiedlichen Saisonalität auch gegen saisonale Influenza geimpft werden (Epidemiologisches Bulletin 28/2026). Die Fachinformationen sagen dazu je Impfstoff Unterschiedliches: Flucelvax kann laut Fachinformation gleichzeitig mit anderen Impfstoffen verabreicht werden; für Fluad liegen keine klinischen Daten zur gleichzeitigen Gabe vor. Bei gleichzeitiger Gabe können laut beiden Fachinformationen Nebenwirkungen verstärkt auftreten. Mehr zur Corona-Impfung: COVID-19-Impfung.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

Passt dazu