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QT-Verlängerung und Herzrhythmusstörungen durch Medikamente

Eine QT-Verlängerung ist eine im EKG sichtbare Veränderung der elektrischen Erregung des Herzens. Laut Fachinformationen kann sie das Risiko für gefährliche Herzrhythmusstörungen wie Torsade de pointes erhöhen. Warnhinweise dazu stehen zum Beispiel in den Produktinformationen der Antidepressiva Citalopram und Escitalopram, von Domperidon und Ondansetron, von Antibiotika wie Clarithromycin, Azithromycin und Moxifloxacin, von Haloperidol, Levomethadon, Hydroxychloroquin und Amiodaron. Das Risiko steigt laut den Fachinformationen unter anderem bei Kaliummangel, Herzerkrankungen und wenn mehrere solche Mittel zusammenkommen. Bei schnellem oder unregelmäßigem Herzschlag oder Ohnmacht holen Sie sofort ärztliche Hilfe, bei Bewusstlosigkeit über den Notruf 112.

Frau um die sechzig mit grauem Kurzhaarschnitt sitzt auf einer Gartenbank, legt eine Hand auf die Brust und hält kurz inne
Bild: KI-generiert

Einige Medikamente können die elektrische Erregung des Herzens so verändern, dass im EKG eine verlängerte QT-Zeit sichtbar wird. Die Packungsbeilage von Moxifloxacin beschreibt das so: Das Mittel kann die Weiterleitung von elektrischen Signalen im Herzen verzögern (Verlängerung des QT-Intervalls im EKG) [14]. Das EKG (Elektrokardiogramm) misst die elektrische Aktivität des Herzens [17]. Laut Fachinformationen kann eine solche Verlängerung ein Risiko für Herzrhythmusstörungen bergen, darunter eine besondere Form des Herzrasens der Herzkammern, die Torsade de pointes genannt wird (polymorphe ventrikuläre Tachykardie) [11, 12, 18]. Schneller, unregelmäßiger Herzschlag und Ohnmacht können laut Packungsbeilage von Citalopram Symptome dieser lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörung sein [4]. Allgemein liegt laut IQWiG eine Herzrhythmusstörung vor, wenn der Takt des Herzens dauerhaft gestört ist oder so stark abweicht, dass Beschwerden auftreten; auch Medikamente können sie als Nebenwirkung auslösen, etwa einige Herzmittel und Blutdrucksenker, manche Antidepressiva, Antibiotika und Krebsmedikamente [1].

Welche Medikamente QT-Verlängerung und Herzrhythmusstörungen auslösen können

Mehrere Fachinformationen zählen Gruppen von Arzneimitteln auf, die das QT-Intervall verlängern. Die Fachinformation von Haloperidol nennt zum Beispiel Antiarrhythmika der Klassen IA und III (Mittel gegen Herzrhythmusstörungen wie Amiodaron oder Sotalol), bestimmte Antidepressiva wie Citalopram und Escitalopram, bestimmte Antibiotika wie Azithromycin, Clarithromycin, Erythromycin, Levofloxacin und Moxifloxacin, andere Antipsychotika, bestimmte Malariamittel, bestimmte Mittel gegen Tumorerkrankungen sowie Methadon; diese Aufzählung ist laut Fachinformation nicht vollständig [16]. Die folgenden Beispiele stammen aus den Produktinformationen einzelner Wirkstoffe; jede Häufigkeitsangabe gehört zu dem Wirkstoff, bei dem sie steht.

  • Antidepressiva Citalopram und Escitalopram: Beide können laut Fachinformation eine dosisabhängige Verlängerung des QT-Intervalls verursachen. Seit der Markteinführung wurden Fälle von QT-Verlängerung und Rhythmusstörungen der Herzkammern (ventrikulären Arrhythmien) einschließlich Torsade de pointes berichtet, überwiegend bei Frauen, bei Kaliummangel (Hypokaliämie), bei vorbestehender QT-Verlängerung oder anderen Herzerkrankungen; die Häufigkeit ist nicht bekannt [3, 6]. Bei bekannter QT-Verlängerung, angeborenem Long-QT-Syndrom und zusammen mit Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern, dürfen Citalopram und Escitalopram laut Fachinformation nicht angewendet werden [3, 6]. Darüber informierten die Zulassungsinhaber in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mit Rote-Hand-Briefen vom 31. Oktober 2011 (Citalopram) und vom 5. Dezember 2011 (Escitalopram); dabei wurden auch die empfohlenen Höchstdosen geändert, bei Escitalopram für Menschen über 65 Jahre [5, 7]. Die aktuellen Angaben stehen unter Citalopram: Dosierung und Escitalopram: Dosierung.
  • Mittel gegen Übelkeit: Domperidon wurde laut Fachinformation mit einer QT-Verlängerung in Zusammenhang gebracht. Epidemiologische Studien zeigten einen Zusammenhang mit einem Anstieg des Risikos für schwerwiegende Rhythmusstörungen der Herzkammern oder plötzlichen Herztod; ein erhöhtes Risiko wurde bei Menschen über 60 Jahre beobachtet, oberhalb einer in der Fachinformation genannten Tagesdosis und bei gleichzeitiger Einnahme anderer QT-verlängernder Arzneimittel oder von Hemmstoffen des Abbauenzyms CYP3A4; die Häufigkeit ist nicht bekannt [8]. Nach einem europäischen Risikobewertungsverfahren informierten die Zulassungsinhaber mit einem Rote-Hand-Brief vom 20. August 2014 über Maßnahmen zur Minimierung der Risiken für das Herz: Domperidon soll seither nur noch zur Besserung der Symptome Übelkeit und Erbrechen angewendet werden, mit begrenzter Dosis und Dauer [10]. Auch Ondansetron führt laut Fachinformation zu einer dosisabhängigen Verlängerung des QT-Intervalls; nach der Markteinführung wurden Fälle von Torsade de pointes berichtet [21].
  • Antibiotika: Bei der Behandlung mit Makroliden, einschließlich Clarithromycin, wurden laut Fachinformation eine verlängerte Phase der Erregungsrückbildung des Herzens (Repolarisation) und eine Verlängerung des QT-Intervalls festgestellt, die ein Risiko für Herzrhythmusstörungen und Torsade de pointes bedingen können [11]. Die Fachinformation von Azithromycin beschreibt dasselbe für Makrolid-Antibiotika einschließlich Azithromycin [12]. Fluorchinolone wie Ciprofloxacin sollten laut Fachinformation nur unter Vorsicht angewendet werden, wenn bekannte Risikofaktoren für eine QT-Verlängerung bestehen [15]. Für Moxifloxacin stuft die Fachinformation eine QT-Verlängerung bei Menschen mit Kaliummangel als häufig ein (bei bis zu 1 von 10 Behandelten), eine QT-Verlängerung allgemein als gelegentlich (bis zu 1 von 100) und Torsade de pointes als sehr selten (bis zu 1 von 10.000) [13].
  • Antipsychotika: Unter Haloperidol wurden laut Fachinformation zusätzlich zum plötzlichen Tod QTc-Verlängerungen und/oder Rhythmusstörungen der Herzkammern beschrieben; das Risiko scheint bei hohen Dosen, hohen Konzentrationen im Blut, entsprechend veranlagten Menschen oder bei Gabe als Spritze oder Infusion (parenteral, insbesondere in die Vene) anzusteigen [16]. Herzprobleme kommen laut Packungsbeilage gelegentlich vor (bis zu 1 von 100 Behandelten) [17].
  • Opioide: Unter Mitteln, die wie Levomethadon den µ-Opioidrezeptor aktivieren (µ-Opiatrezeptoragonisten), muss laut Fachinformation bei Menschen mit bekannter oder vermuteter QT-Verlängerung oder gestörtem Elektrolythaushalt, insbesondere Kaliummangel, mit einer QT-Verlängerung und Torsade de pointes gerechnet werden [18]. Herzrhythmusstörungen (Synkopen) stuft die Fachinformation als selten bis sehr selten ein [18]; eine Synkope ist eine plötzliche und kurzfristige Bewusstlosigkeit [13].
  • Weitere Mittel: Hydroxychloroquin kann laut Fachinformation zu einer Verlängerung des QTc-Intervalls führen; die Häufigkeit ist nicht bekannt [19]. Bei dem Mittel gegen Herzrhythmusstörungen Amiodaron sind EKG-Veränderungen in Form einer QT-Verlängerung laut Fachinformation Ausdruck seiner Wirkung; bei einer übermäßigen QT-Verlängerung besteht ein erhöhtes Risiko für Torsade de pointes, und neu oder verstärkt auftretende, möglicherweise lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen wurden beschrieben [20]. Über Fälle von QTc-Verlängerung und Torsade de pointes unter dem Demenzmittel Donepezil informierten die Zulassungsinhaber mit einem Rote-Hand-Brief vom 13. Dezember 2021 [22].

Die Tabelle zeigt die Wirkstoffe, deren Produktinformation Herzrhythmusstörungen nennt, auch Vorhofflimmern, Extraschläge oder Überleitungsstörungen:

Herzrhythmusstörungen als Nebenwirkung: Angaben aus der Produktinformation
WirkstoffHäufigkeitAngabe in der Produktinformation
DigitoxinSehr häufigJede Form von Herzrhythmusstörungen, insbesondere Extraschläge aus den Herzkammern (Extrasystolen), Kammertachykardien mit Doppel- oder Dreifachschlägen (Bigeminie, Trigeminie), schnelle Schlagfolge der Vorhöfe…
TrastuzumabSehr häufigUnregelmäßiger Herzschlag und Herzflattern, größtenteils im Zusammenhang mit Reaktionen auf die Infusion · Anfallsweise schneller Herzschlag, der von den Herzvorhöfen ausgeht (supraventrikuläre Tachyarrhythmie),…
XipamidSehr häufigEKG-Veränderungen, gesteigerte Empfindlichkeit gegenüber Herzglykosiden und Herzrhythmusstörungen
AmitriptylinHäufigHerzblock, also gestörte Erregungsleitung im Herzen (atrioventrikulärer Block, Schenkelblock) · Veränderungen im EKG, darunter ein verlängertes QT-Intervall und ein verlängerter QRS-Komplex · Unregelmäßigkeiten im…
EnalaprilHäufigNiedriger Blutdruck (laut Fachinformation auch beim Aufstehen), Veränderungen des Herzrhythmus, schneller Herzschlag, Engegefühl oder Schmerzen in der Brust (Angina pectoris) oder Schmerzen im Brustkorb · Schneller…
EplerenonHäufigHerzbeschwerden wie Herzschwäche der linken Herzkammer (Linksherzinsuffizienz) und Vorhofflimmern
EtoricoxibHäufigSchneller oder unregelmäßiger Herzschlag (Palpitationen), Herzrhythmusstörungen (Arrhythmie) · Vorhofflimmern, schneller Herzschlag (Tachykardie)
FlecainidHäufigAuftreten einer schwerwiegenderen Form der Herzrhythmusstörung oder häufigeres Auftreten bzw. Verschlimmerung einer bestehenden Herzrhythmusstörung (Proarrhythmie); laut Fachinformation bei Menschen mit strukturellen…
FluoxetinHäufigVerlängerung der QT-Zeit im Elektrokardiogramm (EKG) · Laut Fachinformation Rhythmusstörungen der Herzkammern (ventrikuläre Arrhythmie) einschließlich Torsade de Pointes
IvabradinHäufigVorhofflimmern (unregelmäßige schnelle Kontraktion des Herzens) · Zusätzliche Herzschläge aus den Herzkammern (ventrikuläre Extrasystolen), AV-Block 1. Grades (Verlängerung des PQ-Intervalls im EKG) · Herzklopfen…
Levodopa/CarbidopaHäufigHerzklopfen, unregelmäßiger Herzschlag
LisdexamfetaminHäufigUnregelmäßiger Herzschlag (Palpitationen) · Anormaler, auch lebensbedrohlich unregelmäßiger Herzrhythmus (im EKG sichtbar, Verlängerung des QTc-Intervalls)
MethylphenidatHäufigUnregelmäßiger Herzschlag (Palpitationen), rascher Herzschlag (Tachykardie) · Langsamer oder rascher Herzschlag, zusätzliche Herzschläge (Extrasystolen)
MetoprololHäufigVerlangsamter Puls (Bradykardie), unregelmäßiger Herzschlag oder Herzklopfen (Palpitationen) · Leichte Erregungsleitungsstörung (AV-Block 1. Grades), Schmerzen in der Herzgegend · Herzstolpern oder Herzjagen,…
MoxifloxacinHäufigVeränderung des Herzrhythmus im EKG (QT-Verlängerung) bei niedrigem Kaliumspiegel im Blut · Veränderung des Herzrhythmus im EKG (QT-Verlängerung) · Herzklopfen (Palpitationen), unregelmäßiger und schneller Herzschlag…
NebivololHäufigBei Behandlung der Herzleistungsschwäche: leichte Erregungsleitungsstörung, die den Herzrhythmus beeinflusst (AV-Block 1. Grades)
NivolumabHäufigSchneller Herzschlag, unnormaler Herzrhythmus (laut Fachinformation Vorhofflimmern) · Entzündung des Herzmuskels; Entzündung des Herzbeutels und Flüssigkeit um das Herz (perikardiale Erkrankungen); Veränderungen von…
PembrolizumabHäufigHerzrhythmusstörung (laut Fachinformation einschließlich Vorhofflimmern)
PrednisonHäufigHerzrhythmusstörungen aufgrund erhöhter Kaliumausscheidung
PropranololHäufigÜberleitungsstörungen von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern (atrioventrikuläre Überleitungsstörungen)
RituximabHäufigBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Herzerkrankungen wie Herzinfarkt, unregelmäßiger oder schneller Herzschlag · Bei rheumatoider Arthritis laut Fachinformation: Schmerzen in der Brust (Angina pectoris), Vorhofflimmern,…
TianeptinHäufigHerzrasen (Tachykardie), Extraschläge des Herzens (Extrasystolen) und Schmerzen in der Herzgegend (präkordiale Schmerzen, Brustschmerz)
TrazodonHäufigHerzrhythmusstörungen, zum Beispiel verlangsamter oder beschleunigter Herzschlag (Bradykardie, Tachykardie) oder Rhythmusstörungen der Herzkammern, insbesondere bei bereits bestehenden Rhythmusstörungen · Herzklopfen,…
AdalimumabGelegentlichUnregelmäßiger Herzschlag, etwa übersprungene Schläge; Herzschwäche mit Kurzatmigkeit und geschwollenen Fußknöcheln; Herzinfarkt
AlfuzosinGelegentlichUnregelmäßiger und schneller Herzschlag, Gefühl von Herzklopfen oder Herzrasen (Tachykardie, Palpitationen) · Vorhofflimmern, laut Packungsbeilage eine lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung
AmiodaronGelegentlichÜberleitungsstörungen im Herzen (SA-Block, AV-Block); in Einzelfällen Herzstillstand (Asystolie) · Veränderung oder Verstärkung der Herzrhythmusstörungen (proarrhythmische Wirkungen), die die Herztätigkeit stark…
AmlodipinGelegentlichHerzrhythmusstörungen (Arrhythmie), einschließlich verlangsamtem Herzschlag, Kammertachykardie und Vorhofflimmern
AtomoxetinGelegentlichBei Kindern und Jugendlichen: Empfinden oder Vorhandensein eines sehr schnellen Herzschlags, Herzrhythmusstörungen; laut Fachinformation Herzklopfen, beschleunigter Herzschlag und verlängertes QT-Intervall · Bei…
Beclometason/FormoterolGelegentlichUngewöhnlich schneller Herzschlag und Herzrhythmusstörungen, Veränderungen im EKG; laut Fachinformation auch Verlängerung des QTc-Intervalls · Bei COPD: unregelmäßiger Herzschlag; laut Fachinformation Vorhofflimmern ·…
BisoprololGelegentlichVerlangsamter Herzschlag bei Menschen mit Bluthochdruck oder Angina pectoris; Überleitungsstörungen von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern (verlangsamte AV-Überleitung oder Verstärkung eines bestehenden AV-Blocks)
CarbamazepinGelegentlichÜberleitungsstörungen am Herzen (AV-Block), in Einzelfällen mit Bewusstseinsverlust · Verlangsamung des Herzschlags (Bradykardie), Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche (Herzinsuffizienz) und Verschlechterung einer…
CarvedilolGelegentlichStörungen im Reizleitungssystem des Herzens (AV-Block)
ClarithromycinGelegentlichVeränderter Kurvenverlauf im Elektrokardiogramm (Verlängerung der QT-Zeit) · Schnellerer Herzschlag, Herzrhythmusänderungen und lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen (laut Fachinformation Torsade de pointes,…
DoxepinGelegentlichKollapszustände, Störungen der Erregungsleitung am Herzen, Verstärkung einer bereits bestehenden Herzleistungsschwäche · Unter Umständen lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung (Torsade de pointes) · Beschleunigter…
DuloxetinGelegentlichSchneller und/oder unregelmäßiger Herzschlag (Tachykardie; Herzrhythmusstörungen, überwiegend Vorhofflimmern)
FebuxostatGelegentlichAuffälligkeiten im EKG, unregelmäßiger oder schneller Herzschlag, Herzklopfen (Palpitationen); laut Fachinformation auch Vorhofflimmern sowie bei Chemotherapie gegen Blutkrebs (Tabletten mit 120 mg) eine Störung der…
GlyceroltrinitratGelegentlichHerzrhythmusstörungen mit verlangsamtem Puls (Bradykardie)
GuanfacinGelegentlichHerzrhythmusstörungen (Sinusarrhythmie und AV-Block 1. Grades) · Verlängertes QT-Intervall im EKG
HaloperidolGelegentlichHerzprobleme: Herzrhythmusstörungen, bei denen es zu Bewusstlosigkeit kommen kann, ungewöhnlich schneller Herzschlag ("Herzrasen"), Extraschläge ("Herzstolpern") · Verlängerung des QT-Intervalls im EKG · Plötzlicher…
InfliximabGelegentlichNeu auftretende oder sich verschlechternde Herzschwäche (Herzinsuffizienz), langsamer Herzschlag; laut Fachinformation auch Herzrhythmusstörungen (Arrhythmie)
LacosamidGelegentlichVerlangsamter Herzschlag, spürbarer Herzschlag (Palpitationen), unregelmäßiger Puls oder andere Veränderungen der elektrischen Herzaktivität (Reizleitungsstörungen); laut Fachinformation AV-Block, Bradykardie,…
MycophenolsäureGelegentlichSchneller Herzschlag (Tachykardie) oder unregelmäßiger Herzschlag (ventrikuläre Extrasystolen)
NaratriptanGelegentlichBeschleunigter oder verlangsamter Herzschlag oder veränderter Herzrhythmus; laut Fachinformation auch Herzklopfen
OlanzapinGelegentlichVerlängerung der QTc-Zeit im EKG · Herzrhythmusstörungen (laut Fachinformation ventrikuläre Tachykardie oder Kammerflimmern)
OndansetronGelegentlichHerzrhythmusstörungen oder Brustschmerzen (laut Fachinformation mit oder ohne ST-Strecken-Senkung im EKG) · Störungen des Herzrhythmus, die manchmal einen plötzlichen Bewusstseinsverlust verursachen können; laut…
PaliperidonGelegentlichStörungen der Reizleitung im Herzen (AV-Block), Verlängerung des QT-Intervalls, schneller Herzschlag nach dem Aufstehen, langsamer Herzschlag, EKG-Veränderungen, Herzklopfen (Palpitationen) · Vorhofflimmern,…
PregabalinGelegentlichErhöhung der Herzschlagrate (Tachykardie), Herzrhythmusstörungen (AV-Block 1. Grades), verlangsamter Herzschlag (Sinusbradykardie) · Veränderungen im EKG (QT-Verlängerung) und Herzrhythmusstörungen (Sinustachykardie,…
QuetiapinGelegentlichHerzrasen mit Schwindel oder Ohnmacht; mögliches Zeichen schwerer Herzrhythmusstörungen, in schweren Fällen tödlich · Veränderung der elektrischen Herzaktivität im EKG (QT-Verlängerung)
RamiprilGelegentlichSchneller oder unregelmäßiger Herzschlag (Tachykardie, Arrhythmie), Herzklopfen (Palpitationen)
RanolazinGelegentlichErhöhte Kreatinin- oder Harnstoffwerte im Blut, mehr Blutplättchen oder weiße Blutkörperchen, veränderte EKG-Werte (verlängertes QT-Intervall), Gewichtsverlust
RisperidonGelegentlichVorhofflimmern, gestörte Reizleitung zwischen Vorhöfen und Kammern (AV-Block) und andere Störungen der elektrischen Reizleitung, Verlängerung des QT-Intervalls, langsamer Herzschlag, veränderte EKG-Befunde, Herzklopfen…
RivastigminGelegentlichStörungen des Herzrhythmus, zum Beispiel zu langsamer Herzschlag (Bradykardie) · Schneller oder unregelmäßiger Herzschlag (laut Fachinformation Tachykardie, Vorhofflimmern, AV-Block, Sick-Sinus-Syndrom) · Bei Exelon…
RizatriptanGelegentlichHerzrhythmusstörungen oder Veränderung der Herzfrequenz (Arrhythmien), Veränderungen im EKG, Herzjagen (Tachykardie)
Salmeterol/FluticasonGelegentlichVorhofflimmern · Ungleichmäßiger oder unregelmäßiger Herzschlag oder zusätzliche Herzschläge (Herzrhythmusstörungen, auch supraventrikuläre Tachykardie und Extrasystolen)
TacrolimusGelegentlichUnregelmäßiger Herzschlag, Herzstillstand, verminderte Herzleistung, Herzmuskelerkrankungen, Vergrößerung des Herzmuskels, starkes Herzklopfen, auffälliges EKG, auffällige Herz- und Pulsfrequenz · Torsades de pointes:…
TimololGelegentlichVerlangsamter oder unregelmäßiger Puls · Herz-Kreislauf-Beschwerden, besonders bei herzkranken Menschen; Herzstillstand, AV-Block, Herzschwäche, Herzrhythmusstörung und Herzklopfen
TiotropiumGelegentlichUnregelmäßiger Herzschlag (Vorhofflimmern) · Unregelmäßiger Herzschlag (supraventrikuläre Tachykardie), beschleunigter Herzschlag (Tachykardie), Herzklopfen (Palpitation)
TopiramatGelegentlichVerlangsamter oder unregelmäßiger Herzschlag, Herzklopfen
AmisulpridSeltenVerlängerung des QT-Intervalls im EKG und schwerwiegende Herzrhythmusstörungen wie Torsade de pointes, Kammertachykardien, Kammerflimmern, Herzstillstand, plötzlicher Tod
AtenololSeltenStörungen der Erregungsüberleitung zwischen Vorhöfen und Kammern (atrioventrikuläre Überleitungsstörungen)
BrinzolamidSeltenUnregelmäßige Herzschlagfrequenz · Erhöhte Herzschlagfrequenz (Tachykardie) und Herzrhythmusstörung (Arrhythmie)
Budesonid/FormoterolSeltenUnregelmäßiger Herzschlag; laut Fachinformation Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern, supraventrikuläre Tachykardie und Extrasystolen · Störung der elektrischen Erregung des Herzens ohne Beschwerden (Verlängerung…
CelecoxibSeltenUnregelmäßiger Herzschlag (Arrhythmie)
ChlortalidonSeltenHerzrhythmusstörungen
ClonidinSeltenVerstärkung bestimmter bereits bestehender Herzrhythmusstörungen (AV-Blockierungen, AV-Dissoziation)
ClozapinSeltenKreislaufkollaps mit Ohnmacht und Muskelschwäche durch einen erheblichen Blutdruckabfall; unregelmäßiger Herzschlag (Arrhythmie) · Laut Fachinformation Herzrasen der Herzkammern (ventrikuläre Tachykardie) und…
DonepezilSeltenStörungen der Erregungsleitung im Herzen (Sinusblock oder AV-Block) · Schneller, unregelmäßiger Herzschlag und Ohnmacht als mögliche Zeichen einer lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörung (Torsade de Pointes); laut…
FluconazolSeltenVeränderungen im EKG, der Herzfrequenz oder des Herzrhythmus (laut Fachinformation QT-Verlängerung, Torsade de pointes)
FormoterolSeltenUngleicher Herzschlag; laut Fachinformation Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien) wie Vorhofflimmern, supraventrikuläre Tachykardie und Extrasystolen · Bestimmte Herzrhythmusstörungen, Verlängerung des QT-Intervalls (im…
HydrochlorothiazidSeltenHerzrhythmusstörungen
IpratropiumSeltenErhöhte Herzfrequenz (Tachykardie) oder Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern
LevetiracetamSeltenVeränderung des Herzrhythmus im Elektrokardiogramm (verlängertes QT-Intervall)
LevomethadonSeltenHerzrhythmusstörungen (Synkopen), Herzstillstand, laut Fachinformation selten bis sehr selten
LosartanSeltenHerzrasen und Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern
OpipramolSeltenErregungsleitungsstörungen des Herzens (Herzrhythmusstörungen, z. B. Verlängerung des QT-Intervalls im EKG, unter Umständen auch lebensbedrohliche Torsades de pointes)
PipamperonSeltenIm Zusammenhang mit Antipsychotika: Veränderungen der Herzstromkurve (Verlängerung des QT-Intervalls im EKG), Herzrhythmusstörungen (Torsades de Pointes, ventrikuläre Arrhythmien einschließlich Kammerflimmern,…
SertralinSeltenBenommenheit, Ohnmacht oder Brustunbehagen als mögliche Zeichen einer veränderten elektrischen Herzaktivität (QT-Verlängerung, Torsade de pointes) oder eines anormalen Herzrhythmus
SildenafilSeltenUnregelmäßiger Herzschlag, darunter Vorhofflimmern und Rhythmusstörungen der Herzkammern (ventrikuläre Arrhythmie)
SilodosinSeltenSchneller oder unregelmäßiger Herzschlag (Palpitationen)
TadalafilSeltenHerzinfarkt, instabile Herzenge (Angina pectoris), unregelmäßiger Herzschlag (ventrikuläre Arrhythmien); bei den meisten Betroffenen waren Risikofaktoren für Herz und Gefäße bekannt
TrospiumchloridSeltenSchneller und unregelmäßiger Herzschlag (Tachyarrhythmie)
VenlafaxinSeltenAbnormer, schneller oder unregelmäßiger Herzschlag, der zur Ohnmacht führen kann (Torsade de pointes, ventrikuläre Tachykardie, Kammerflimmern, QT-Verlängerung im EKG)
CitalopramSehr seltenUnregelmäßiger Herzschlag (supraventrikuläre Arrhythmien) · Veränderungen im EKG: verlängertes QT-Intervall; Herzrhythmusstörungen der Herzkammern einschließlich Torsade de Pointes
Cotrimoxazol (Sulfamethoxazol/Trimethoprim)Sehr seltenVerlängerung der QT-Zeit im EKG und Störung der Herzschlagfolge (Torsade de pointes)
DoxazosinSehr seltenVerlangsamter Herzschlag (Bradykardie), unregelmäßiger Herzschlag (Herzrhythmusstörungen)
FamotidinSehr seltenErregungsleitungsstörung im Herzen (AV-Block) unter Histamin-H2-Rezeptor-Antagonisten, die in die Vene gegeben wurden
IndapamidSehr seltenHerzrhythmusstörungen (Arrhythmien) · Lebensbedrohlicher unregelmäßiger Herzschlag (Torsade de pointes) · Ungewöhnliche EKG-Aufzeichnungen (laut Fachinformation Verlängerung des QT-Intervalls)
MidazolamSehr seltenHerzstillstand, Änderungen der Herzschlagfolge
OxcarbazepinSehr seltenUnregelmäßiger, sehr schneller oder langsamer Herzschlag; laut Fachinformation AV-Block und Herzrhythmusstörungen
OxymetazolinSehr seltenHerzrhythmusstörungen
PromethazinSehr seltenBestimmte Herzrhythmusstörungen (Torsades de Pointes); in diesen Fällen ist die Behandlung abzubrechen · Gestörte elektrische Aktivität des Herzens, die den Herzrhythmus beeinflusst, einschließlich lebensbedrohlicher…
XylometazolinSehr seltenHerzrhythmusstörungen (Arrhythmien)
AripiprazolNicht bekanntBei Jugendlichen mit Schizophrenie laut Fachinformation in einer Langzeitstudie: Gewichtsabnahme, erhöhter Insulinspiegel im Blut, Herzrhythmusstörungen (Arrhythmie) und niedriger Gehalt an weißen Blutkörperchen…
AzithromycinNicht bekanntSchneller oder unregelmäßiger Herzschlag (Herzrhythmusstörungen, Torsade-de-Pointes-Tachykardie); ungewöhnliche Herzaktivität im EKG (QT-Verlängerung)
ChininNicht bekanntHerzrhythmusstörungen und Herzstolpern
CiprofloxacinNicht bekanntAnormal schneller Herzrhythmus, lebensbedrohlicher unregelmäßiger Herzschlag, Verlängerung des QT-Intervalls im EKG
DesloratadinNicht bekanntVeränderter Herzschlag; laut Fachinformation Verlängerung des QT-Intervalls im EKG · Bei Kindern: langsamer Herzschlag (Bradykardie) und veränderter Herzschlag; laut Fachinformation bei Kindern und Jugendlichen auch…
DiazepamNicht bekanntHerzrhythmusstörungen, Herzversagen einschließlich Herzstillstand
DomperidonNicht bekanntHerzrhythmusstörungen mit schnellem oder unregelmäßigem Herzschlag, die Anzeichen einer lebensbedrohlichen Herzerkrankung sein könnten; die Fachinformation nennt Kammerarrhythmien, QTc-Verlängerung, Torsade de pointes…
DoxylaminNicht bekanntBeschleunigter oder unregelmäßiger Herzschlag, Zunahme einer bestehenden Herzschwäche (Herzleistungsschwäche) und EKG-Veränderungen
EnzalutamidNicht bekanntVeränderungen im EKG (QT-Verlängerung)
ErythromycinNicht bekanntVerlängerung des QT-Intervalls im EKG, Herzrhythmusstörungen der Herzkammern (ventrikuläre Arrhythmien wie Torsade de pointes, ventrikuläre Tachykardien), insbesondere bei bereits verlängertem QT-Intervall oder…
EscitalopramNicht bekanntVeränderung des Herzrhythmus im EKG (Verlängerung des QT-Intervalls) und Herzrhythmusstörungen der Herzkammern einschließlich der lebensbedrohlichen Torsade de Pointes, erkennbar an schnellem, unregelmäßigem Herzschlag…
HydroxychloroquinNicht bekanntHerzrhythmusstörungen, lebensbedrohlicher unregelmäßiger Herzrhythmus (im EKG sichtbar); laut Fachinformation Verlängerung des QT-Intervalls im EKG, die zu Rhythmusstörungen führen kann (Torsade de pointes,…
LeuprorelinNicht bekanntBei Männern mit Prostatakrebs: Veränderungen im EKG (Verlängerung der QT-Zeit), Herzklopfen
Levodopa/BenserazidNicht bekanntUnregelmäßiger Herzschlag (Arrhythmie)
LevofloxacinNicht bekanntAnormal schneller Herzrhythmus, lebensbedrohlicher unregelmäßiger Herzschlag einschließlich Herzstillstand, Verlängerung des QT-Intervalls im EKG (laut Fachinformation vorwiegend bei Risikofaktoren für eine…
LevothyroxinNicht bekanntHerzrhythmusstörungen
LithiumNicht bekanntUnregelmäßiger oder langsamer Puls (Herzrhythmusstörungen); laut Fachinformation kommt am häufigsten ein verlangsamter Herzschlag durch eine Funktionsstörung des Sinusknotens vor
MetoclopramidNicht bekanntVeränderungen des Herzschlags im EKG; laut Fachinformation AV-Block, Sinusknotenstillstand insbesondere bei Anwendung in die Vene, QT-Verlängerung und Torsade de pointes
OfloxacinNicht bekanntAnormal schneller Herzrhythmus, lebensbedrohlich unregelmäßiger Herzschlag und Veränderung des Herzrhythmus (Verlängerung des QT-Intervalls, sichtbar im EKG); laut Fachinformation ventrikuläre Arrhythmie und Torsade de…
PridinolNicht bekanntHerzrhythmusstörungen
PseudoephedrinNicht bekanntWirkungen am Herz, z. B. Herzrasen oder unregelmäßiger Herzschlag
PyridostigminNicht bekanntHerzrhythmusstörungen (zum Beispiel Herzrasen), beschleunigter Puls, verlangsamter Herzschlag, Störungen der Erregungsleitung im Herzen (AV-Block) und Verkrampfungen der Herzkranzgefäße (Prinzmetal-Angina)
RoxithromycinNicht bekanntVerlängerung der QT-Zeit im EKG und Herzrhythmusstörungen wie ventrikuläre Tachykardien und Torsade de pointes; laut Fachinformation wurden solche Fälle, wie bei anderen Makroliden, für Roxithromycin selten berichtet
SolifenacinNicht bekanntVeränderungen der elektrischen Aktivität des Herzens im EKG (QT-Verlängerung), unregelmäßiger Herzschlag (Torsade de Pointes), spürbarer Herzschlag (Palpitationen), beschleunigter Herzschlag (Tachykardie) ·…
SumatriptanNicht bekanntHerzbeschwerden mit schnellerem, langsamerem oder unregelmäßigem Herzschlag, Herzklopfen (Palpitationen), vorübergehende Zeichen einer Minderdurchblutung des Herzens im EKG, Brustschmerzen (Angina pectoris),…
TamoxifenNicht bekanntVeränderung der elektrischen Herzaktivität (verlängertes QT-Intervall im EKG)
TamsulosinNicht bekanntSehr schnelles, unkoordiniertes Zusammenziehen des Herzmuskels (Vorhofflimmern), Herzrhythmusstörungen (Arrhythmie) und ungewöhnlich schneller Herzschlag (Tachykardie), gemeldet nach der Markteinführung
TicagrelorNicht bekanntUnnormal langsamer Herzschlag, üblicherweise weniger als 60 Schläge pro Minute; laut Fachinformation Herzrhythmusstörungen mit verlangsamtem Herzschlag (Bradyarrhythmie) und AV-Block
TizanidinNicht bekanntHerzklopfen oder Herzrasen zusammen mit Schwindelgefühl oder Ohnmacht als mögliche Anzeichen schwerwiegender Herzrhythmusstörungen, die in schweren Fällen tödlich sein können; laut Fachinformation wurde über…
TrimipraminNicht bekanntVerlängerung des QT-Intervalls im EKG einschließlich schwerer Herzrhythmusstörungen (Torsade de pointes) · Herzrhythmus- und Reizleitungsstörungen, insbesondere bei Überdosierung oder bestehenden Erkrankungen des…
VerapamilNicht bekanntSchwere Erregungsleitungsstörungen im Herzen (AV-Block I., II. und III. Grades), Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz), Sinusstillstand, verlangsamter Sinusrhythmus (Sinusbradykardie), Herzstillstand (Asystolie)

Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (123 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Herzrhythmusstörungen als mögliches Zeichen einer anderen Nebenwirkung (12 Wirkstoffe)

Bei diesen Wirkstoffen nennt die Produktinformation die Beschwerde als mögliches Anzeichen einer anderen Nebenwirkung. Die angegebene Häufigkeit gilt für diese andere Nebenwirkung, nicht für die Beschwerde selbst; deshalb stehen sie nicht in der Tabelle oben.

Herzrhythmusstörungen als Zeichen einer anderen Nebenwirkung
WirkstoffAngabe in der ProduktinformationHäufigkeit dieser Nebenwirkung
CalcitriolStark erhöhte Calciumkonzentration im Blut, die zu Fieber, starkem Durstgefühl, Austrocknung, häufigem Wasserlassen, Bettnässen, Verstopfung, Magenschmerzen, Darmverschluss und unregelmäßigem Herzschlag führen kann; außerdem können Harnwegsinfekte und…Selten
DenosumabNiedriger Calciumspiegel im Blut (Hypokalzämie), schwergradig auch mit Krankenhausaufenthalt und lebensbedrohlichen Reaktionen; Beschwerden wie Spasmen, Zuckungen oder Muskelkrämpfe, Taubheit oder Kribbeln in Fingern, Zehen oder um den Mund, Krampfanfälle,…Selten
DexamethasonSchwere allergische (anaphylaktische) Reaktionen wie Herzrhythmusstörungen, Verkrampfung der Bronchialmuskulatur, zu hoher oder zu niedriger Blutdruck, Kreislaufkollaps oder HerzstillstandNicht bekannt
DexamethasonKaliummangel durch vermehrte Kaliumausscheidung, der zu Herzrhythmusstörungen führen kannNicht bekannt
DuloxetinStress-Kardiomyopathie (Tako-Tsubo-Kardiomyopathie); Anzeichen können Brustschmerzen, Kurzatmigkeit, Schwindel, Ohnmacht und unregelmäßiger Herzschlag seinNicht bekannt
MesalazinÜberempfindlichkeitsreaktionen des Herzens: Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis) oder des Herzbeutels (Perikarditis); mögliche Zeichen sind Atemnot, Schmerzen im Brustkorb, unregelmäßiger Herzschlag oder geschwollene GliedmaßenSelten
PembrolizumabEntzündung des Herzmuskels (Myokarditis) mit Kurzatmigkeit, unregelmäßigem Herzschlag, Erschöpfung oder Brustschmerzen; Herzbeutelentzündung (Perikarditis); HerzbeutelergussGelegentlich
PrednisolonSchwere allergische (anaphylaktische) Reaktionen wie Herzrhythmusstörungen, Krämpfe der Bronchialmuskulatur (Bronchospasmen), zu hoher oder zu niedriger Blutdruck, Kreislaufkollaps oder HerzstillstandNicht bekannt
SolifenacinErhöhter Kaliumspiegel im Blut (Hyperkaliämie), der einen anormalen Herzrhythmus verursachen kannNicht bekannt
SpironolactonLebensbedrohlich erhöhter Kaliumwert im Blut (Hyperkaliämie), vor allem bei eingeschränkter Nierenfunktion; er kann bis zu Muskellähmungen und Herzrhythmusstörungen führenHäufig
TorasemidDurch eine Bluteindickung niedriger Blutdruck und Durchblutungsstörungen, auch des Herzmuskels; mögliche Folgen sind Herzrhythmusstörungen, Engegefühl in der Brust (Angina pectoris), ein akuter Herzinfarkt oder ein plötzlicher Bewusstseinsverlust (Synkope)Sehr selten
ValsartanMuskelkrämpfe und Herzrhythmusstörungen als Zeichen eines erhöhten Kaliumwerts im Blut (Hyperkaliämie)Gelegentlich
ValsartanErhöhte Kaliumwerte im Blut, die in schweren Fällen Muskelkrämpfe und Herzrhythmusstörungen hervorrufen könnenNicht bekannt
VenlafaxinStress-Kardiomyopathie (Takotsubo-Kardiomyopathie) mit Brustschmerzen, Kurzatmigkeit, Schwindelgefühl, Ohnmachtsanfällen und unregelmäßigem HerzschlagNicht bekannt

Mehr dazu: Verlangsamter Herzschlag, Herzrasen und zu den Häufigkeitsklassen Beipackzettel verstehen.

Woran Sie QT-Verlängerung und Herzrhythmusstörungen durch ein Medikament erkennen

Die QT-Zeit zeigt nur das EKG

Manche Fachinformationen sehen EKG-Kontrollen vor: Bei Haloperidol wird empfohlen, vor Behandlungsbeginn ein EKG durchzuführen [16]. Bei Levomethadon ist vor Therapiebeginn und nach zwei Behandlungswochen ein EKG abzuleiten; vor einer Dosiserhöhung ist laut Fachinformation außerdem ein EKG und mindestens einmal im Jahr eine EKG-Kontrolle angeraten [18]. Werden Menschen mit stabilen Herzerkrankungen mit Citalopram behandelt, sollte laut Fachinformation vor Behandlungsbeginn ein EKG in Erwägung gezogen werden [3]. Die Packungsbeilage von Haloperidol kündigt an, dass Ihre Ärztin oder Ihr Arzt möglicherweise vor oder während der Behandlung ein EKG macht [17].

Mögliche Beschwerden

Herzrhythmusstörungen können sich laut IQWiG durch Herzstolpern oder Herzklopfen (Palpitationen) und Herzrasen bemerkbar machen; erhält das Gehirn zu wenig Sauerstoff, weil das Herz das Blut nicht mehr richtig pumpt, kann es zu Schwindel oder Ohnmacht kommen; bekommt der Herzmuskel selbst zu wenig Sauerstoff, können Brustschmerzen auftreten, Atemnot und Schwäche sind ebenfalls möglich [1]. Manche Herzrhythmusstörungen bleiben aber unbemerkt [1]. Die Packungsbeilage von Citalopram nennt schnellen oder unregelmäßigen Herzschlag, Ohnmacht, Kollaps oder Schwindelgefühl beim Aufstehen als mögliche Hinweise auf eine gestörte Herzschlagfrequenz [4]. Stellen Sie unter Moxifloxacin Herzklopfen oder einen unregelmäßigen Herzschlag fest, sollen Sie laut Packungsbeilage sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt informieren, die oder der gegebenenfalls ein EKG ableitet [14]. Bei ungeklärten kurzen Bewusstlosigkeiten (Synkopen) unter Levomethadon soll laut Fachinformation an eine Ursache am Herzen gedacht werden [18].

Wer ein höheres Risiko hat

Die Fachinformationen nennen ähnliche Risikofaktoren für eine QT-Verlängerung oder gefährliche Rhythmusstörungen [3, 8, 15, 16]:

  • ein angeborenes Long-QT-Syndrom oder eine bereits bekannte QT-Verlängerung [3, 15],
  • Störungen des Elektrolythaushalts wie Kalium- oder Magnesiummangel (Hypokaliämie, Hypomagnesiämie) [3, 15],
  • Herzerkrankungen wie Herzschwäche (Herzinsuffizienz), ein Herzinfarkt oder ein langsamer Herzschlag (Bradykardie) [15],
  • die gleichzeitige Anwendung anderer Arzneimittel, die das QT-Intervall verlängern [3, 15],
  • bei Haloperidol außerdem QTc-Verlängerungen in der Familie und schwerer Alkoholmissbrauch in der Vorgeschichte [16].

Frauen und ältere Menschen reagieren laut den Fachinformationen von Ciprofloxacin und Moxifloxacin möglicherweise empfindlicher auf Arzneimittel, die die QT-Zeit verlängern; Frauen neigen laut Fachinformation von Moxifloxacin im Vergleich zu Männern zu einem längeren QTc-Ausgangswert [13, 15]. Bei Domperidon wurde ein erhöhtes Risiko bei Menschen über 60 Jahre beobachtet [8]. Mehr dazu: Medikamente im Alter.

Ob Ihr Medikament das Herz betreffen kann, lesen Sie in der Packungsbeilage nach: in Abschnitt 2 unter den Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen und in Abschnitt 4 bei den Nebenwirkungen [4, 14].

Warum Medikamente die QT-Zeit verlängern können

Längere Erregungsrückbildung. Bei Amiodaron beschreibt die Fachinformation den Weg: Der Wirkstoff hemmt im Herzmuskel den Ausstrom von Kalium in einer bestimmten Phase der elektrischen Erregung (Aktionspotenzial) und verlängert so die Dauer der Erregungsrückbildung (Repolarisation) [20]. Die QT-Verlängerung im EKG ist dort Ausdruck dieser Wirkung [20]. Auch bei Makroliden nennt die Fachinformation eine verlängerte Repolarisationsphase des Herzens [11].

Dosis und Konzentration im Blut. Bei mehreren Wirkstoffen hängt das Ausmaß von der Menge im Körper ab. Citalopram, Escitalopram und Ondansetron verlängern das QT-Intervall laut Fachinformation dosisabhängig [3, 6, 21]. Bei Hydroxychloroquin kann das Ausmaß der QT-Verlängerung mit steigender Arzneimittelkonzentration zunehmen, bei Moxifloxacin dosisabhängig ansteigen [13, 19]. Bei Haloperidol steigt das Risiko mit der Dosis und der Konzentration im Blut [16].

Gehemmter Abbau. Andere Arzneimittel können den Abbau eines Wirkstoffs bremsen. Bei Domperidon wurde ein erhöhtes Risiko beobachtet, wenn gleichzeitig Hemmstoffe des Abbauenzyms CYP3A4 eingenommen werden [8]. Bei Haloperidol ist laut Fachinformation Vorsicht geboten, wenn hohe Konzentrationen im Blut möglich sind, etwa bei Menschen, die den Wirkstoff über das Enzym CYP2D6 nur langsam abbauen und gleichzeitig einen Hemmstoff des Enzyms CYP3A4 erhalten [16]. Mehr dazu: Wechselwirkungen.

Mehrere Mittel zusammen. Ein sich addierender Effekt von Citalopram bzw. Moxifloxacin und anderen QT-verlängernden Arzneimitteln kann laut Fachinformation nicht ausgeschlossen werden [3, 13]. Bei Moxifloxacin könnte dies zu einem gesteigerten Risiko für Rhythmusstörungen der Herzkammern einschließlich Torsade de pointes führen; die gleichzeitige Anwendung mit bestimmten solchen Mitteln ist deshalb nicht erlaubt [13]. Mehr dazu: Viele Medikamente gleichzeitig.

Kaliummangel. Elektrolytstörungen wie Kalium- und Magnesiummangel erhöhen laut Fachinformation von Citalopram das Risiko für bösartige (maligne) Herzrhythmusstörungen; bei Arzneimitteln, die einen solchen Mangel verursachen können, ist Vorsicht geboten [3]. Die Fachinformation von Amiodaron nennt als Beispiele kaliumausschwemmende Diuretika wie Hydrochlorothiazid oder Furosemid, systemisch angewendete Glucocorticoide und Abführmittel, die einen Kaliummangel verursachen können; zusammen mit Amiodaron erhöhen sie das Risiko für Herzrhythmusstörungen durch Kaliummangel einschließlich Torsade de pointes [20]. Vor der Einnahme von Citalopram sollen Sie laut Packungsbeilage außerdem mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt sprechen, wenn Sie unter Salzverlust infolge von länger andauerndem, starkem Durchfall und Erbrechen oder infolge der Einnahme von Entwässerungsmitteln (Diuretika) leiden könnten [4]. Mehr dazu: Veränderter Kaliumspiegel und Kaliummangel.

Was Sie tun können

Älterer Mann mit weißem Haar spricht in einem hellen Sprechzimmer ruhig mit einer Ärztin, die ihm am Tisch gegenübersitzt
Bild: KI-generiert

Nicht eigenmächtig absetzen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Für Citalopram weist der Rote-Hand-Brief darauf hin, dass beim Beenden der Behandlung, insbesondere wenn es plötzlich geschieht, Absetzsymptome auftreten können [5]. Mehr dazu: Medikamente absetzen. Bei den Warnzeichen im nächsten Abschnitt gilt dagegen: sofort ärztliche Hilfe holen.

Alle Medikamente nennen. Sprechen Sie laut Packungsbeilage von Citalopram vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, an Störungen der Herzfunktion leiden oder einen niedrigen Ruhepuls haben [4]. Nehmen Sie Mittel ein, die den Kaliumspiegel im Blut senken können, sollen Sie das laut Packungsbeilage von Moxifloxacin vor der Einnahme ansprechen [14]. Den Überblick behalten Sie mit dem Medikationsplan.

Kontrollen wahrnehmen. Bei Haloperidol wird eine Kontrolle des Elektrolythaushalts vor Behandlungsbeginn und in regelmäßigen Abständen während der Behandlung empfohlen; Kalium- oder Magnesiummangel muss vorher ausgeglichen werden [16]. Auch bei Citalopram müssen solche Störungen laut Fachinformation vor Behandlungsbeginn korrigiert werden [3]. Wie oft kontrolliert wird, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.

Was die Ärztin oder der Arzt tun kann. Das hängt vom Mittel ab. Bei einer QTc-Verlängerung unter Haloperidol wird laut Fachinformation eine Verringerung der Dosis empfohlen; steigt das QTc-Intervall auf über 500 Millisekunden, muss Haloperidol abgesetzt werden [16]. Domperidon sollte laut Packungsbeilage in der niedrigsten wirksamen Dosis angewendet werden [9]. Treten unter Citalopram oder Hydroxychloroquin Anzeichen von Herzrhythmusstörungen auf, sehen die Fachinformationen vor, die Behandlung zu beenden und ein EKG durchzuführen [3, 19].

Nebenwirkung melden. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem BfArM melden [4]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden. Was Rote-Hand-Briefe sind, steht im Ratgeber Rote-Hand-Briefe und Rückrufe.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Mehrere Packungsbeilagen nennen Warnzeichen, bei denen Sie sofort handeln sollen. Bei schnellem, unregelmäßigem Herzschlag oder Ohnmacht dürfen Sie Citalopram laut Packungsbeilage nicht weiter einnehmen und sollen sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen [4]. Treten unter Domperidon Herzrhythmusstörungen wie Herzklopfen oder Atemschwierigkeiten auf oder werden Sie bewusstlos, sollen Sie die Behandlung laut Packungsbeilage abbrechen und sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt wenden [9]. Unter Haloperidol sollen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt sofort informieren, wenn Herzrhythmusstörungen, bei denen es zu Bewusstlosigkeit kommen kann, Herzrasen oder Herzstolpern auftreten; möglicherweise brauchen Sie dringend eine Behandlung [17]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe und klären Sie dabei, ob Sie das Medikament weiter einnehmen sollen.

Manchmal führt eine Herzrhythmusstörung laut IQWiG zu plötzlicher Bewusstlosigkeit; lebensbedrohliche Komplikationen wie Kreislaufversagen, Herzstillstand oder Kammerflimmern treten insbesondere auf, wenn das Herz bereits geschädigt ist, etwa nach einem Herzinfarkt [1]. Bewusstlosigkeit oder erhebliche Bewusstseinstrübung, schwere Atemnot sowie starke Brustschmerzen oder Herzbeschwerden sind Fälle für den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 [23]. Hatten Sie unter Moxifloxacin eine Torsade de pointes oder einen Herzstillstand, informieren Sie laut Packungsbeilage sofort Ihre behandelnde Ärztin oder Ihren behandelnden Arzt, dass Sie das Mittel eingenommen haben, und beginnen die Behandlung nicht erneut [14].

Andere Ursachen

Nicht jede Herzrhythmusstörung kommt vom Medikament. Auch bei einem gesunden Herzen kommt es laut IQWiG mehrfach am Tag zu kurzen Stolperern (Extrasystolen) [1]. Rhythmusstörungen wie Vorhofflimmern oder ein AV-Block sind laut IQWiG meist selbst die Folge von Herzerkrankungen, etwa einer koronaren Herzkrankheit, einem Herzinfarkt, Erkrankungen der Herzklappen, einer Herzmuskelentzündung oder einer Herzschwäche [1]. Risikofaktoren sind Bluthochdruck, Rauchen, Drogenkonsum und übermäßiger Alkoholkonsum [1]. Herzrhythmusstörungen können außerdem angeboren oder vererbt sein, mit anderen Erkrankungen zusammenhängen, etwa einer Schilddrüsenüberfunktion, einer chronischen Nierenkrankheit oder einem Diabetes mellitus, oder ohne erkennbare Ursache bei gesundem Herzen auftreten [1].

Bei Vorhofflimmern schlägt das Herz zu schnell und unregelmäßig [1, 2]. Herzrasen kann laut gesund.bund.de unter anderem durch eine Störung im AV-Knoten, angeborene zusätzliche Leitungsbahnen, Störungen im Salzhaushalt (Elektrolyte), Alkohol- oder Drogenkonsum und Stress entstehen [2]. Die sichere Diagnose erfolgt per EKG; weil ein Anfall nicht unbedingt dann auftritt, wenn das EKG-Gerät angeschlossen ist, wird häufig ein Langzeit-EKG über 24 Stunden gemacht [2]. Welche Ursache vorliegt, klärt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

Quellen

  1. Herzrhythmusstörungen. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 04.10.2022. abgerufen am 12.10.2026
  2. Behörde Herzrasen. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 08.12.2023. abgerufen am 12.10.2026
  3. Fachinformation Fachinformation Citalopram-ratiopharm® Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 12/2024. abgerufen am 12.10.2026
  4. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Citalopram-ratiopharm® 20 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 12/2024. abgerufen am 12.10.2026
  5. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu Cipramil® (Citalopram): Risiko für dosisabhängige QT-Intervall-Verlängerung. Lundbeck GmbH in Zusammenarbeit mit dem BfArM. Stand 31.10.2011. abgerufen am 12.10.2026
  6. Fachinformation Fachinformation Escitalopram-ratiopharm® Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 12.10.2026
  7. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu Cipralex® (Escitalopram): Risiko für dosisabhängige QT-Intervall-Verlängerung und bei Patienten über 65 Jahren zu geänderten Empfehlungen hinsichtlich der Maximaldosis. Lundbeck GmbH in Zusammenarbeit mit dem BfArM. Stand 05.12.2011. abgerufen am 12.10.2026
  8. Fachinformation Fachinformation Domperidon-ratiopharm® 10 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2025. abgerufen am 12.10.2026
  9. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Domperidon-ratiopharm® 10 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2025. abgerufen am 12.10.2026
  10. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu Domperidon: schwerwiegende kardiale Nebenwirkungen. Zulassungsinhaber domperidonhaltiger Arzneimittel in Abstimmung mit EMA und BfArM. Stand 20.08.2014. abgerufen am 12.10.2026
  11. Fachinformation Fachinformation Clarithromycin STADA® 250 mg/500 mg Filmtabletten. STADAPHARM GmbH. Stand 02/2024. abgerufen am 12.10.2026
  12. Fachinformation Fachinformation Azithromycin-ratiopharm® 500 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 18.10.2026
  13. Fachinformation Fachinformation Moxifloxacin-ratiopharm® 400 mg Filmtabletten (Version 15). ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 12.10.2026
  14. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Moxifloxacin-ratiopharm® 400 mg Filmtabletten (PDF-Version 8). ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 12.10.2026
  15. Fachinformation Fachinformation Ciprofloxacin-ratiopharm® Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
  16. Fachinformation Fachinformation Haloperidol-ratiopharm® 5 mg und 10 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2025. abgerufen am 12.10.2026
  17. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Haloperidol-ratiopharm® 5 mg und 10 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2025. abgerufen am 12.10.2026
  18. Fachinformation Fachinformation Levomethadon-neuraxpharm 5 mg/ml Lösung zum Einnehmen. neuraxpharm Arzneimittel GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 12.10.2026
  19. Fachinformation Fachinformation Quensyl® 200 mg Filmtabletten (Hydroxychloroquin). Sanofi-Aventis Deutschland GmbH. Stand 03/2025. abgerufen am 12.10.2026
  20. Fachinformation Fachinformation Amiodaron-ratiopharm® 200 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 12.10.2026
  21. Fachinformation Fachinformation Ondansetron-ratiopharm® 4 mg Filmtabletten. TEVA GmbH, Mitvertrieb ratiopharm GmbH. Stand 08/2022. abgerufen am 12.10.2026
  22. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu Donepezil: QTc-Intervallverlängerung und Torsade de Pointes. Zulassungsinhaber donepezilhaltiger Arzneimittel in Abstimmung mit dem BfArM. Stand 13.12.2021. abgerufen am 12.10.2026
  23. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitt "116117 oder 112?"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026

Häufige Fragen

Welche Medikamente können die QT-Zeit verlängern?

Die Fachinformationen nennen unter anderem Mittel gegen Herzrhythmusstörungen wie Amiodaron oder Sotalol, bestimmte Antidepressiva wie Citalopram und Escitalopram, bestimmte Antibiotika wie Azithromycin, Clarithromycin, Erythromycin, Levofloxacin und Moxifloxacin, Antipsychotika wie Haloperidol, Methadon, bestimmte Malariamittel sowie Domperidon, Ondansetron und Hydroxychloroquin. Diese Aufzählungen sind laut Fachinformation nicht vollständig. Welche Wirkstoffe auf dieser Website Herzrhythmusstörungen als Nebenwirkung nennen, zeigt die Tabelle oben; maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Was bedeutet eine verlängerte QT-Zeit im EKG?

Das EKG misst die elektrische Aktivität des Herzens. Die Packungsbeilage von Moxifloxacin beschreibt eine QT-Verlängerung als verzögerte Weiterleitung elektrischer Signale im Herzen; laut Fachinformation von Amiodaron hängt sie von einer verlängerten Erregungsrückbildung (Repolarisation) ab. Laut Fachinformationen kann eine QT-Verlängerung ein Risiko für gefährliche Herzrhythmusstörungen wie Torsade de pointes bergen. Was ein Befund für Sie bedeutet, beurteilt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

Woran merke ich eine gefährliche Herzrhythmusstörung durch ein Medikament?

Laut Packungsbeilage von Citalopram können schneller, unregelmäßiger Herzschlag und Ohnmacht Symptome einer lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörung sein. Laut IQWiG können sich Herzrhythmusstörungen außerdem durch Herzstolpern, Herzrasen, Schwindel, Brustschmerzen, Atemnot und Schwäche zeigen, manche bleiben aber unbemerkt. Bei solchen Zeichen holen Sie sofort ärztliche Hilfe, bei Bewusstlosigkeit oder starken Brustschmerzen über den Notruf 112.

Wer hat ein höheres Risiko für eine QT-Verlängerung durch Medikamente?

Die Fachinformationen nennen unter anderem ein angeborenes Long-QT-Syndrom oder eine bekannte QT-Verlängerung, Kalium- oder Magnesiummangel, Herzerkrankungen wie Herzschwäche, einen Herzinfarkt oder einen langsamen Herzschlag sowie die gleichzeitige Einnahme anderer Mittel, die die QT-Zeit verlängern. Frauen und ältere Menschen reagieren laut den Fachinformationen von Ciprofloxacin und Moxifloxacin möglicherweise empfindlicher.

Welche Rolle spielt Kaliummangel?

Kalium- und Magnesiummangel erhöhen laut Fachinformation von Citalopram das Risiko für bösartige Herzrhythmusstörungen und müssen vor Behandlungsbeginn ausgeglichen werden. Den Kaliumspiegel senken können laut Packungsbeilage von Moxifloxacin zum Beispiel einige Entwässerungsmittel (Diuretika), Abführmittel und Darmspülungen bei häufiger Anwendung oder Kortikosteroide; die Packungsbeilage von Citalopram nennt außerdem Salzverlust durch länger andauernden, starken Durchfall und Erbrechen als Anlass, vor der Einnahme mit der Ärztin oder dem Arzt zu sprechen. Nehmen Sie solche Mittel ein, sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt darauf an.

Darf ich mehrere Medikamente einnehmen, die die QT-Zeit verlängern?

Das entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Citalopram und Escitalopram dürfen laut Fachinformation nicht zusammen mit Arzneimitteln angewendet werden, die das QT-Intervall verlängern; bei Moxifloxacin ist die gleichzeitige Anwendung mit bestimmten solchen Mitteln ebenfalls nicht erlaubt, bei anderen Wirkstoffen ist Vorsicht geboten. Nennen Sie in der Praxis und in der Apotheke alle Medikamente, auch rezeptfreie.

Muss ich das Medikament absetzen, wenn meine QT-Zeit verlängert ist?

Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Was nötig ist, hängt vom Wirkstoff und vom Befund ab: Bei Haloperidol empfiehlt die Fachinformation bei einer QTc-Verlängerung während der Behandlung zum Beispiel eine Verringerung der Dosis; steigt das QTc-Intervall auf über 500 Millisekunden, muss Haloperidol abgesetzt werden. Bei Warnzeichen wie schnellem, unregelmäßigem Herzschlag oder Ohnmacht holen Sie sofort ärztliche Hilfe und klären dabei, ob Sie das Mittel weiter einnehmen sollen.

Warum darf Domperidon nur noch eingeschränkt angewendet werden?

Epidemiologische Studien zeigten laut Fachinformation einen Zusammenhang zwischen Domperidon und einem erhöhten Risiko für schwerwiegende Rhythmusstörungen der Herzkammern oder plötzlichen Herztod; ein höheres Risiko wurde bei Menschen über 60 Jahre, oberhalb einer in der Fachinformation genannten Tagesdosis und zusammen mit bestimmten anderen Mitteln beobachtet. Nach einem europäischen Risikobewertungsverfahren informierte ein Rote-Hand-Brief vom 20. August 2014, dass Domperidon nur noch zur Besserung der Symptome Übelkeit und Erbrechen angewendet werden soll, mit begrenzter Dosis und Dauer.

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