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Oxymetazolin: Nebenwirkungen und Wirkung

Oxymetazolin ist ein rezeptfreies, nur in Apotheken erhältliches Mittel, das die Nasenschleimhaut abschwellen lässt. Angewendet wird es bei Schnupfen und zur Erleichterung des Sekretabflusses bei Nebenhöhlenentzündungen. Häufig sind Brennen und Trockenheit der Nasenschleimhaut sowie Niesen. Ohne ärztliche Anordnung wenden Sie es nicht länger als 7 Tage an: Bei längerer Anwendung kann die Wirkung nachlassen, und Dauergebrauch kann zu einer chronischen Schwellung und schließlich zum Schwund der Nasenschleimhaut führen.

Mann in den Dreißigern steht morgens auf dem Balkon, hat die Augen geschlossen und atmet erleichtert durch die Nase ein
Bild: KI-generiert

Die häufigsten Nebenwirkungen

  • Häufig: Brennen und Trockenheit der Nasenschleimhaut, Niesen[1]

Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Wofür wird Oxymetazolin eingesetzt?

Oxymetazolin gehört zu den Schnupfenmitteln und wird als Nasenspray oder Nasentropfen angewendet [1, 3]. Laut Packungsbeilage wird es angewendet bei akutem Schnupfen, bei allergischem Schnupfen und bei anfallsweise auftretendem Fließschnupfen [1]. Außerdem soll es den Abfluss von Sekret erleichtern, wenn die Nasennebenhöhlen entzündet sind (Sinusitis) oder wenn bei Schnupfen die Schleimhaut der Verbindung zwischen Nase und Mittelohr und des Mittelohrs entzündet ist (Tubenmittelohrkatarrh). Es dient auch dazu, die Schleimhaut für eine Untersuchung abschwellen zu lassen (diagnostische Schleimhautabschwellung) [1].

Oxymetazolin ist nicht verschreibungspflichtig, aber nur in Apotheken erhältlich [4, 5]. Was das bedeutet, erklärt der Ratgeber Rezeptfrei, aber apothekenpflichtig. Grundlage dieser Seite ist die Packungsbeilage eines Nasensprays ohne Konservierungsstoffe für Erwachsene und Schulkinder [1]. Für Kleinkinder ab 1 Jahr und für Säuglinge gibt es Zubereitungen mit geringerer Konzentration, deren Packungsbeilagen hier nur für die Dosierung und Hinweise zu Säuglingen herangezogen werden [2, 3].

Wie wirkt Oxymetazolin?

Oxymetazolin ist ein Alpha-Sympathomimetikum: Es verengt die Blutgefäße und lässt dadurch die Schleimhaut abschwellen [1, 6]. Laut Packungsbeilage sind für den Wirkstoff außerdem antivirale, das Immunsystem beeinflussende, entzündungshemmende und antioxidative Wirkungen nachgewiesen [1]. Bei der schwach konzentrierten Lösung für Säuglinge können bis zum Wirkungseintritt 20 Minuten vergehen [3].

Laut Embryotox wird bei normaler Anwendung allenfalls eine geringe Menge in den Körper aufgenommen [6]. Bei massivem Missbrauch, Überdosierung oder versehentlichem Verschlucken kann es jedoch zu Vergiftungen mit Wirkungen auf das zentrale Nervensystem sowie auf Herz und Kreislauf kommen [1].

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Unten stehen alle Nebenwirkungen aus der Packungsbeilage des Nasensprays für Erwachsene und Schulkinder. "Häufig" heißt: bei bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bei bis zu 1 von 100, "selten" bei bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bei bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Am häufigsten sind Beschwerden direkt in der Nase. Gelegentlich fühlt sich die Nase nach Abklingen der Wirkung stärker verstopft an [1]. Selten kommt es zu Herzklopfen, beschleunigter Herztätigkeit (Tachykardie) oder einem Blutdruckanstieg [1]. Sehr selten sind Halluzinationen, vorrangig bei Kindern, und Krämpfe, insbesondere bei Kindern; ein Atemstillstand ist sehr selten bei jungen Säuglingen und Neugeborenen beschrieben [1].

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • AtemwegeBrennen und Trockenheit der Nasenschleimhaut, Niesen[1]

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

  • HerzHerzklopfen, beschleunigte Herztätigkeit (Tachykardie)[1]Mehr dazu: Herzrasen
  • Gefäße und KreislaufBlutdruckerhöhung[1]Mehr dazu: Blutdruckanstieg

Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben

  • Allgemeine BeschwerdenNachlassende Wirkung (Toleranzentwicklung) bei langfristiger Anwendung oder Überdosierung[1]

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Vergiftungen können durch massiven Missbrauch, Überdosierung oder versehentliches Verschlucken entstehen. Das Bild kann verwirrend sein, weil sich Phasen der Anregung und der Dämpfung von Nervensystem, Herz und Kreislauf abwechseln; besonders bei Kindern kommt es nach Überdosierung häufig zu Krämpfen und Koma [1]. Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Frau in den Vierzigern ruht am Abend mit einer Tasse Tee entspannt auf dem Sofa im ruhigen Wohnzimmer
Bild: KI-generiert

Anwendungsdauer begrenzen: Wenden Sie Oxymetazolin ohne ärztliche Anordnung nicht länger als 7 Tage an und machen Sie vor einer erneuten Anwendung mehrere Tage Pause [1]. Längere Anwendung als empfohlen und Überdosierung sollten Sie unbedingt vermeiden, besonders bei Kindern [1].

Nachlassende Wirkung und Dauergebrauch: Die Wirkung abschwellender Nasensprays kann bei längerer Anwendung und Überdosierung nachlassen. Das kann dazu führen, dass man höhere Dosen nimmt oder häufiger sprüht, was wiederum in einen Dauergebrauch münden kann. Bei längerer Anwendung oder Überdosierung sollte die Behandlung sofort beendet werden [1]. Der Dauergebrauch kann zu einer chronischen Schwellung und schließlich zum Schwund der Nasenschleimhaut führen; bei chronischem Schnupfen ist die Anwendung deshalb nur unter ärztlicher Kontrolle erlaubt [1]. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke, wenn Sie das Nasenspray nicht mehr weglassen können.

Weitere Beschwerden: Bemerken Sie Herzklopfen, Unruhe, Schlaflosigkeit oder andere Nebenwirkungen, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.

Wechselwirkungen

Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich angewendet haben oder anwenden wollen [1]. Zusammen mit bestimmten stimmungsaufhellenden Mitteln, den MAO-Hemmern vom Tranylcypromin-Typ und den trizyklischen Antidepressiva, sowie mit blutdrucksteigernden Arzneimitteln kann der Blutdruck steigen [1].

Wechselwirkungen von Oxymetazolin
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Bestimmte stimmungsaufhellende Arzneimittel (MAO-Hemmer vom Tranylcypromin-Typ oder trizyklische Antidepressiva) sowie blutdrucksteigernde ArzneimittelErhöhung des Blutdrucks durch Wirkungen auf Herz und Kreislauf möglich; das kann auch für kürzlich angewendete Mittel gelten[1]Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wer Oxymetazolin nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte

Sprechen Sie vor der Anwendung mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft, etwa ein erhöhter Augeninnendruck, insbesondere ein Engwinkelglaukom (eine Form des Grünen Stars), schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Bluthochdruck [1]. Bei Neugeborenen und jungen Säuglingen gibt es einzelne Berichte über schwere Nebenwirkungen, insbesondere Atemstillstand, bei Anwendung der empfohlenen Dosis [3]. Allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Medikamente bei Kindern.

Nicht einnehmen bei

  • Allergie gegen Oxymetazolinhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile[1]
  • Bestimmte Form eines chronischen Schnupfens mit trockener Nasenschleimhaut (Rhinitis sicca)[1]
  • Nach operativer Entfernung der Hirnanhangdrüse durch die Nase (transsphenoidale Hypophysektomie) oder anderen Eingriffen, bei denen die Hirnhaut freigelegt wurde[1]
  • Kinder unter 6 Jahren (Nasenspray mit 0,05 Prozent); das Nasenspray für Kleinkinder darf bei Säuglingen und Kindern unter 1 Jahr nicht angewendet werden[1, 2]

Besondere Vorsicht bei

  • Erhöhter Augeninnendruck, insbesondere Engwinkelglaukom[1]
  • Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. koronare Herzkrankheit) oder Bluthochdruck[1]
  • Behandlung mit MAO-Hemmern oder anderen möglicherweise blutdrucksteigernden Arzneimitteln[1]
  • Tumor der Nebenniere (Phäochromozytom)[1]
  • Stoffwechselstörungen wie Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) oder Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)[1]
  • Vergrößerte Prostata[1]
  • Stoffwechselerkrankung Porphyrie[1]
  • Längere Anwendung als empfohlen und Überdosierung unbedingt vermeiden, besonders bei Kindern: Die Wirkung kann nachlassen (Toleranzentwicklung); das kann zu höheren Dosen oder häufigerer Anwendung und schließlich zum Dauergebrauch führen. Bei längerer Anwendung oder Überdosierung sollte die Behandlung sofort beendet werden[1]
  • Dauergebrauch: Schleimhautabschwellende Nasensprays können bei Dauergebrauch zu einer chronischen Schwellung und schließlich zum Schwund der Nasenschleimhaut führen; bei chronischem Schnupfen nur unter ärztlicher Kontrolle anwenden[1]
  • Neugeborene und junge Säuglinge (Dosiertropfer Baby): Es gibt einzelne Berichte über schwere Nebenwirkungen, insbesondere Atemstillstand, bei Anwendung der empfohlenen Dosis; Dosisüberschreitungen sind unbedingt zu vermeiden. Bei untergewichtigen Säuglingen und Frühgeborenen darf nur nach ärztlicher Anordnung dosiert werden[3]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Die Karten fassen zusammen, was die Packungsbeilage und das Beratungszentrum Embryotox der Charité zu Verkehrstüchtigkeit, Schwangerschaft und Stillzeit sagen [1, 6]. In Schwangerschaft und Stillzeit darf die empfohlene Dosierung nicht überschritten werden [1]. Allgemeine Hinweise finden Sie im Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.

Schwangerschaft

Weil die Sicherheit in der Schwangerschaft nicht ausreichend belegt ist, dürfen Sie das Nasenspray nur auf Anraten Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes und nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung anwenden. Die empfohlene Dosierung darf nicht überschritten werden, weil eine Überdosierung die Blutversorgung des ungeborenen Kindes beeinträchtigen kann.[1]

Embryotox stuft Oxymetazolin als Medikament der Wahl ein, hält aber eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung für nötig. In Studien mit insgesamt über 450 Schwangerschaften ergaben sich keine Hinweise auf Fehlbildungen. Eine kurzfristige Anwendung in therapeutischer Dosierung ist laut Embryotox während der gesamten Schwangerschaft möglich, nur über einige Tage, um einer Gewöhnung und einem Schwund der Schleimhaut vorzubeugen. Besser geeignete Alternativen sind laut Embryotox beim Schwangerschaftsschnupfen (Rhinopathia gravidarum) Kochsalzlösung und bei allergischen Erkrankungen gut untersuchte Antihistaminika. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[6]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

In der Stillzeit dürfen Sie das Nasenspray nur auf Anraten Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes und nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung anwenden; die empfohlene Dosierung darf nicht überschritten werden, weil eine Überdosierung die Milchproduktion vermindern kann.[1]

Laut Embryotox wurden bei umfangreicher Anwendung in der Stillzeit keine Beschwerden bei gestillten Säuglingen berichtet; Oxymetazolin kann bei entsprechender Indikation in üblicher Dosierung auch in der Stillzeit kurzfristig angewendet werden.[6]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Autofahren und Maschinen

Das Nasenspray hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.[1]

Einnahme

Beim ersten Gebrauch die Schutzkappe abnehmen und mehrmals pumpen, bis ein gleichmäßiger Sprühnebel austritt. Die Sprühöffnung an ein Nasenloch halten und einmal drücken; nach dem Gebrauch die Sprühöffnung säubern und die Schutzkappe wieder aufsetzen. Nach dem Anbruch nicht länger als 12 Monate verwenden.[1]

Anwendung vergessen: nicht die doppelte Dosis anwenden, sondern mit der Anwendung laut Dosieranleitung fortfahren.[1]

Höchstmenge in der Selbstmedikation

Erwachsene und Schulkinder ab 6 Jahren (Nasenspray mit 0,05 Prozent): nach Bedarf bis zu 3-mal täglich je 1 Sprühstoß in jede Nasenöffnung.[1]

Nicht länger als 7 Tage anwenden, es sei denn auf ärztliche Anordnung; eine erneute Anwendung sollte erst nach einer Pause von mehreren Tagen erfolgen.[1]

Überdosierung

Vergiftungen können durch massiven Missbrauch, Überdosierung oder versehentliches Verschlucken entstehen; dabei können sich Phasen einer Anregung und einer Hemmung des Nervensystems sowie von Herz und Kreislauf abwechseln. Besonders bei Kindern kommt es nach Überdosierung häufig zu Krämpfen und Koma, zu einem verlangsamten Herzschlag, Atemstillstand und einem Blutdruckanstieg, der von einem Blutdruckabfall abgelöst werden kann. Zeichen der Anregung sind Angstgefühl, Erregung, Halluzinationen und Krampfanfälle; Zeichen der Hemmung sind Absinken der Körpertemperatur, Schlafsucht (Lethargie), Schläfrigkeit und Koma. Außerdem möglich sind enge oder weite Pupillen, Fieber, Schwitzen, Blässe, Blaufärbung der Haut, Herzklopfen, abgeschwächte Atmung und Atemstillstand, Übelkeit und Erbrechen, psychische Störungen, Anstieg oder Abfall des Blutdrucks sowie ein unregelmäßiger, zu schneller oder zu langsamer Herzschlag. Bei Vergiftungen sofort eine Ärztin oder einen Arzt informieren; Überwachung und Behandlung im Krankenhaus sind notwendig.[1]

Dosierung laut Packungsbeilage

Die Packungsbeilagen nennen die Dosis getrennt für das Nasenspray für Erwachsene und Schulkinder, das Nasenspray für Kleinkinder und die Tropfen für Säuglinge; jedes Präparat hat eine eigene Konzentration [1, 2, 3]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats; hat Ihre Ärztin oder Ihr Arzt etwas anderes verordnet, gilt das [1].

Einnahme und Absetzen

Nehmen Sie beim ersten Gebrauch die Schutzkappe ab und pumpen Sie mehrmals, bis ein gleichmäßiger Sprühnebel austritt. Halten Sie die Sprühöffnung an ein Nasenloch und drücken Sie einmal; säubern Sie die Sprühöffnung danach und setzen Sie die Schutzkappe wieder auf [1]. Haben Sie eine Anwendung vergessen, wenden Sie beim nächsten Mal nicht die doppelte Dosis an, sondern fahren laut Dosieranleitung fort [1]. Nach dem Anbruch soll das Nasenspray nicht länger als 12 Monate verwendet werden [1].

Fühlen Sie sich nach 7 Tagen nicht besser oder sogar schlechter, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1].

Präparate mit Oxymetazolin

Oxymetazolin gibt es als Nasenspray und als Nasentropfen in verschiedenen Konzentrationen für Erwachsene, Kinder und Säuglinge [1, 2, 3]. Grundlage dieser Seite ist die Packungsbeilage von WICK Nasivin Nasenspray ohne Konservierungsstoffe Erwachsene und Schulkinder [1].

Präparate mit Oxymetazolin
PräparatAnbieterHinweis
WICK Nasivin Nasenspray ohne Konservierungsstoffe Erwachsene und SchulkinderP&G Health Germany GmbHNasenspray mit 0,5 mg/ml (0,05 Prozent) für Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren; Grundlage dieser Seite
WICK Nasivin Nasenspray ohne Konservierungsstoffe KleinkinderP&G Health Germany GmbHNasenspray mit 0,25 mg/ml (0,025 Prozent) für Kinder ab 1 Jahr
WICK Nasivin Dosiertropfer ohne Konservierungsstoffe BabyP&G Health Germany GmbHNasentropfen mit 0,1 mg/ml (0,01 Prozent) für Säuglinge
WICK Sinex avera NasensprayWICK Pharma (Zweigniederlassung der Procter & Gamble GmbH)Nasenspray mit 0,5 mg/ml Oxymetazolinhydrochlorid

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation WICK Nasivin Nasenspray ohne Konservierungsstoffe Erwachsene und Schulkinder 0,5 mg/ml. P&G Health Germany GmbH. Stand 09/2024. abgerufen am 11.10.2026
  2. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation WICK Nasivin Nasenspray ohne Konservierungsstoffe Kleinkinder 0,25 mg/ml. P&G Health Germany GmbH. Stand 09/2024. abgerufen am 11.10.2026
  3. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation WICK Nasivin Dosiertropfer ohne Konservierungsstoffe Baby 0,1 mg/ml. P&G Health Germany GmbH. Stand 09/2024. abgerufen am 11.10.2026
  4. Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 11.10.2026
  5. Behörde Arzneimittelgesetz (AMG), § 43 Apothekenpflicht. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 12.05.2026. abgerufen am 11.10.2026
  6. Embryotox Embryotox: Oxymetazolin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 11.10.2026

Häufige Fragen

Wie lange darf ich Oxymetazolin-Nasenspray anwenden?

Laut Packungsbeilage nicht länger als 7 Tage, es sei denn auf ärztliche Anordnung. Eine erneute Anwendung sollte erst nach einer Pause von mehreren Tagen erfolgen. Fühlen Sie sich nach 7 Tagen nicht besser oder sogar schlechter, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Bei chronischem Schnupfen darf es wegen der Gefahr eines Schleimhautschwunds nur unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.

Kann man sich an Oxymetazolin-Nasenspray gewöhnen?

Ja. Laut Packungsbeilage kann die Wirkung abschwellender Nasensprays bei längerer Anwendung und Überdosierung nachlassen (Toleranzentwicklung). Das kann zur Anwendung höherer Dosen oder zu einer häufigeren Anwendung führen, was wiederum einen Dauergebrauch zur Folge haben kann. Der Dauergebrauch kann eine chronische Schwellung und schließlich einen Schwund der Nasenschleimhaut verursachen. Bei längerer Anwendung oder Überdosierung sollte die Behandlung sofort beendet werden; sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Ab welchem Alter darf Oxymetazolin angewendet werden?

Das Nasenspray mit 0,05 Prozent ist für Erwachsene und Schulkinder ab 6 Jahren bestimmt und darf bei Kindern unter 6 Jahren nicht angewendet werden. Für Kleinkinder von 1 bis 6 Jahren gibt es ein Nasenspray mit 0,025 Prozent, für Säuglinge Nasentropfen mit 0,01 Prozent. Bei Neugeborenen und jungen Säuglingen ist laut Packungsbeilage besondere Vorsicht nötig. Die Angaben zur Dosierung stehen im Abschnitt "Dosierung laut Packungsbeilage".

Welche Nebenwirkungen hat Oxymetazolin?

Häufig, bei bis zu 1 von 10 Behandelten, sind Brennen und Trockenheit der Nasenschleimhaut sowie Niesen. Gelegentlich kann sich die Nase nach Abklingen der Wirkung stärker verstopft anfühlen, außerdem sind Nasenbluten und Überempfindlichkeitsreaktionen möglich. Selten kommt es zu Herzklopfen, beschleunigtem Herzschlag oder einem Blutdruckanstieg; sehr seltene Nebenwirkungen stehen in der Liste auf dieser Seite.

Darf ich Oxymetazolin in der Schwangerschaft anwenden?

Laut Packungsbeilage nur auf Anraten Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes, weil die Sicherheit nicht ausreichend belegt ist; die empfohlene Dosis darf nicht überschritten werden. Das Beratungszentrum Embryotox der Charité stuft Oxymetazolin als Medikament der Wahl ein, hält aber eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung für nötig: Eine kurzfristige Anwendung über nur einige Tage in therapeutischer Dosierung ist während der gesamten Schwangerschaft möglich.

Darf ich Oxymetazolin bei Bluthochdruck anwenden?

Bei schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Bluthochdruck sprechen Sie vor der Anwendung mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke. Ein Blutdruckanstieg gehört zu den seltenen Nebenwirkungen. Zusammen mit bestimmten Mitteln gegen Depressionen oder mit blutdrucksteigernden Arzneimitteln kann der Blutdruck steigen.

Was tun, wenn ein Kind Nasenspray verschluckt hat?

Informieren Sie sofort eine Ärztin oder einen Arzt. Laut Packungsbeilage kann es besonders bei Kindern nach einer Überdosierung zu Krämpfen, Koma, verlangsamtem Herzschlag, Atemstillstand und Blutdruckveränderungen kommen; Überwachung und Behandlung im Krankenhaus sind dann notwendig. Telefonnummern finden Sie unter "Notfall und Giftnotruf".

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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