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Thrombose

Bei einer tiefen Venenthrombose bildet sich ein Blutgerinnsel in einer großen Vene, meist im Bein; das Bein kann anschwellen, schmerzen und sich röten. Sie wird schnell mit Gerinnungshemmern behandelt: Heparine werden gespritzt, direkte orale Antikoagulanzien (DOAK) und Vitamin-K-Antagonisten als Tabletten eingenommen; nach der akuten Behandlung empfehlen Fachleute laut IQWiG 3 bis 6 Monate gerinnungshemmende Tabletten. Die wichtigste Nebenwirkung dieser Mittel sind Blutungen. Bei plötzlicher Atemnot, Brustschmerzen oder blutigem Husten, möglichen Zeichen einer Lungenembolie, wählen Sie sofort den Notruf 112.

Frau Mitte sechzig mit grauem Kurzhaarschnitt geht in einer roten Steppjacke an einem sonnigen Herbsttag zügig einen Parkweg entlang
Bild: KI-generiert

Von einer Thrombose spricht man, wenn ein Blutgerinnsel ein Blutgefäß verstopft. Bei einer tiefen Venenthrombose (TVT) bildet sich das Gerinnsel in einer der größeren Venen, die tief in den Muskelschichten liegen; die meisten entstehen im Bein [1]. Laut dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ist es wichtig, eine Thrombose schnell mit gerinnungshemmenden Medikamenten zu behandeln, um Schäden an den Venen zu verhindern und einer Lungenembolie vorzubeugen [1]. Die wichtigste Nebenwirkung dieser Mittel sind Blutungen [2]. Bei Zeichen einer Lungenembolie wie plötzlicher Atemnot oder Brustschmerzen wählen Sie sofort den Notruf 112 [1].

Was ist eine Thrombose?

Kleine Thrombosen bleiben laut IQWiG oft unbemerkt und lösen sich von selbst wieder auf. Größere Gerinnsel können den Blutfluss behindern und Schmerzen und Schwellungen verursachen [1]. Wird eine tiefe Venenthrombose festgestellt, muss sie laut gesund.bund.de behandelt werden, um ernsthafte Komplikationen wie eine Lungenembolie zu verhindern [7]. Schätzungen zufolge entwickelt im Durchschnitt etwa einer von 1.000 Menschen pro Jahr eine tiefe Venenthrombose, die Beschwerden verursacht; mit zunehmendem Alter nimmt das Risiko zu [7].

Lungenembolie: Löst sich das Gerinnsel von der Venenwand, kann es über den Kreislauf in die Lunge geschwemmt werden und dort ein Blutgefäß blockieren. Zu dieser selteneren, aber ernsthaften Komplikation kommt es laut IQWiG meist innerhalb der ersten zwei Wochen nach Entstehung der tiefen Venenthrombose [1]. Mehr dazu: Lungenembolie.

Oberflächliche Venenentzündung: Entzündet sich eine Vene, entsteht oft auch ein Blutgerinnsel; die oberflächliche Venenentzündung heißt deshalb auch Thrombophlebitis. Meistens sind oberflächliche Venen am Bein betroffen, häufig sind Krampfadern die Ursache [8]. Breitet sich das Gerinnsel in tiefer gelegene Venenabschnitte aus, kann eine tiefe Beinvenenthrombose entstehen; laut gesund.bund.de ist es deshalb sinnvoll, jeden Verdacht auf eine Venenentzündung ärztlich abklären zu lassen [8].

Symptome

Thrombosen treten laut IQWiG in der Regel einseitig auf; die Beschwerden betreffen daher meist nur ein Bein. Typische Anzeichen einer tiefen Venenthrombose sind [1]:

  • großflächige Schmerzen im Bein oder in der Hüfte,
  • Druckempfindlichkeit,
  • Schwellungen und Spannungsgefühle,
  • warme, gerötete Haut; auf dunklerer Haut sieht eine Rötung eher bläulich-violett aus,
  • Muskelkrämpfe.

Wie sich eine Thrombose äußert, hängt davon ab, wo das Gerinnsel die Vene verschließt. Bei einer Thrombose unterhalb des Knies sind die Beschwerden normalerweise auf den Unterschenkel beschränkt; eine höher liegende oder ausgedehntere Thrombose kann auch im Oberschenkel oder Becken Beschwerden auslösen [1]. Manchmal bleibt eine tiefe Venenthrombose aber auch beschwerdefrei [7].

Ursachen und Risikofaktoren

Ein Blutgerinnsel kann laut IQWiG entstehen, wenn das Blut in einer Vene zu langsam fließt, die Blutgerinnung gestört ist oder eine Gefäßwand verletzt wird. Dazu kann es durch längere Bettruhe kommen, etwa nach einem Bruch oder einer Verletzung, durch Blutgerinnungsstörungen wie das Antiphospholipid-Syndrom und durch größere Operationen und schwere Verletzungen [1]. Weitere Risikofaktoren sind laut IQWiG zum Beispiel [1]:

  • eine frühere Thrombose und ein Alter über 60 Jahre,
  • Thrombosen bei Eltern oder Geschwistern,
  • eine Krebserkrankung und ihre Behandlung,
  • Herzerkrankungen wie Herzschwäche, Herzinfarkt oder Vorhofflimmern und ein kürzlich überstandener Schlaganfall,
  • starkes Übergewicht (Adipositas), stark ausgeprägte Krampfadern und Rauchen,
  • bestimmte entzündliche Erkrankungen wie eine chronisch entzündliche Darmerkrankung oder eine Lungenentzündung,
  • eine Schwangerschaft und häufige Reisen mit langem Sitzen.

Die Wahrscheinlichkeit für eine Thrombose steigt, wenn man mehrere Risikofaktoren hat [1]. Nach großen Operationen wie dem Einsatz eines künstlichen Knie- oder Hüftgelenks steigt das Risiko; nach solchen Eingriffen ist es laut IQWiG daher üblich, für eine Weile gerinnungshemmende Medikamente anzuwenden [1].

Medikamente als Ursache: Hormonelle Verhütungsmittel mit Östrogen und Gestagen wie die Kombi-Pille und eine Hormontherapie in den Wechseljahren zählt das IQWiG zu den Risikofaktoren [1]. Welche Medikamente laut Produktinformation Blutgerinnsel als Nebenwirkung nennen, steht auf der Seite Thromboserisiko durch Medikamente; mehr zu den Hormonen unter Verhütungsmittel und Hormonersatztherapie.

Diagnose

Allein anhand der Beschwerden lässt sich eine tiefe Venenthrombose laut IQWiG nicht sicher feststellen. Schmerzen, Schwellung und Hautrötung können auch andere Ursachen haben, etwa eine Venenentzündung, Krampfadern, eine Wundrose oder verengte Beinarterien (pAVK) [1]. Nach Befragung und körperlicher Untersuchung schätzt die Ärztin oder der Arzt ein, wie wahrscheinlich eine Thrombose ist [1]. Häufig kommt ein Bluttest auf D-Dimere zum Einsatz; das sind Spaltprodukte, die der Körper beim Abbau eines Blutgerinnsels bildet. Ist der Test unauffällig, lässt sich eine Thrombose recht sicher ausschließen; ist er auffällig, bestätigt ein Duplex-Ultraschall die Diagnose [1]. Ist eine Thrombose sehr wahrscheinlich, folgt normalerweise sofort eine Ultraschalluntersuchung. Andere bildgebende Verfahren mit Kontrastmittel sind nur selten nötig [1].

Behandlung ohne Medikamente

Ärztin mit dunkelblondem Zopf tastet in einer hellen Praxis behutsam die Wade eines Mannes Mitte fünfzig ab, der auf einer Untersuchungsliege sitzt
Bild: KI-generiert

Kompressionsstrümpfe: Um das Risiko für ein postthrombotisches Syndrom zu senken, empfehlen Fachleute laut IQWiG manchmal, nach einer Thrombose für bis zu zwei Jahre Kompressionsstrümpfe zu tragen. Studien zu ihrer Wirkung zeigen aber widersprüchliche Ergebnisse; ob sie in der eigenen Situation sinnvoll sind, bespricht man deshalb am besten mit der Ärztin oder dem Arzt [1]. Können Menschen keine gerinnungshemmenden Medikamente nehmen, etwa weil sie zu Blutungen neigen, bekommen Kompressionsstrümpfe oder Kompressionsapparate eine größere Bedeutung [1].

Venenfilter: Bei Menschen, die keine gerinnungshemmenden Medikamente nehmen können, lässt sich laut gesund.bund.de alternativ ein kleiner Metallfilter (Vena-cava-Filter) in die große Vene oberhalb der Nieren einbringen. Er soll Blutgerinnsel auffangen, die aus dem Bein zur Lunge wandern könnten, und wird über einen Venenkatheter eingesetzt [7].

Bewegung zur Vorbeugung: Wer operiert wurde oder verletzt ist und einige Tage im Bett verbringt, für den ist es laut IQWiG wichtig, sich so gut es geht zu bewegen und möglichst bald wieder aufzustehen; Fachleute empfehlen auch kleine Bewegungsübungen wie das Wippen mit dem Fuß [1]. Medizinische Kompressionsstrümpfe üben Druck auf die Venen aus und unterstützen den Blutfluss. Wer ohnehin Gerinnungshemmer erhält, benötigt sie zur Vorbeugung normalerweise nicht; sie sind eine Alternative, wenn jemand keine gerinnungshemmenden Medikamente nehmen kann. Für bettlägerige Patientinnen und Patienten werden zunehmend Kompressionsapparate eingesetzt, die durch wechselndes Aufblasen von Luftkissen Druck auf das Bein ausüben [1].

Behandlung mit Medikamenten

Eine tiefe Venenthrombose wird laut IQWiG für einige Tage im Krankenhaus oder ambulant behandelt [1]. Heparine eignen sich laut IQWiG vor allem zur Akutbehandlung, zum Beispiel von Venenthrombosen [2]. Edoxaban und Dabigatran werden laut Fachinformation bei Thrombose und Lungenembolie erst nach einer mindestens fünftägigen Behandlung mit einem gespritzten Gerinnungshemmer eingesetzt [12, 13]. Um sicherzugehen, dass sich das Blutgerinnsel vollständig auflöst, empfehlen Fachleute laut IQWiG, nach der akuten Behandlung 3 bis 6 Monate gerinnungshemmende Tabletten einzunehmen; manchmal ist auch eine längere Behandlung sinnvoll [1]. Das schützt laut IQWiG nicht nur vor einer weiteren Thrombose, sondern auch vor einem postthrombotischen Syndrom [1]. Meist werden dafür orale Antikoagulanzien eingesetzt, also Gerinnungshemmer in Tablettenform [4].

Umgangssprachlich heißen diese Mittel Blutverdünner, obwohl sie das Blut nicht flüssiger machen [2]. Die Tabelle nennt Beispiele, die auf dieser Website einen eigenen Steckbrief haben. Die Nebenwirkungen stammen aus der Packungsbeilage eines Beispielwirkstoffs und gelten nur für diesen ("sehr häufig": bei mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig": bei bis zu 1 von 10, "gelegentlich": bei bis zu 1 von 100); maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Gerinnungshemmer bei Thrombose: Gruppen, Beispiele und Nebenwirkungen laut Packungsbeilage
WirkstoffgruppeBeispieleWie sie wirkenHäufige Nebenwirkungen
Heparine (zum Spritzen)Enoxaparin, Certoparin, Tinzaparin, HeparinWerden unter die Haut oder in eine Vene gespritzt; ihre Wirkung setzt sehr schnell ein [2]. Enoxaparin verhindert laut Packungsbeilage, dass bestehende Blutgerinnsel größer werden, und beugt neuen Gerinnseln vor [15]Enoxaparin, sehr häufig: Blutungen, erhöhte Leberenzymwerte; häufig unter anderem schneller blaue Flecken als üblich, Blutergüsse oder Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen [15]
Direkte orale Antikoagulanzien (DOAK)Apixaban, Rivaroxaban, Edoxaban, DabigatranHemmen bestimmte Gerinnungsfaktoren direkt; die Wirkung setzt nach einigen Stunden ein, der Gerinnungswert muss nicht kontrolliert werden [2]. Apixaban, Rivaroxaban und Edoxaban hemmen den Gerinnungsfaktor Xa, Dabigatran das Gerinnungsenzym Thrombin [9, 10, 12, 13]Apixaban bei Thrombose und Lungenembolie, häufig unter anderem: Blutungen wie Nasen- und Zahnfleischbluten, Blut im Urin, Blutergüsse, Blutungen in Magen, Darm oder Mund oder aus der Scheide; Blutarmut, verminderte Zahl der Blutplättchen, Übelkeit, Hautausschlag [9]. Rivaroxaban, häufig unter anderem: Blutarmut, Magen- oder Darmblutungen, Nasen- und Zahnfleischbluten, Blutergüsse, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit [10]
Vitamin-K-AntagonistenPhenprocoumonVerdrängen einen Teil des Vitamin K, das die Leber für die Bildung einiger Gerinnungsfaktoren braucht; sie wirken mit einer Verzögerung von einigen Tagen, der Gerinnungswert muss regelmäßig kontrolliert werden [2]. Ist eine rasche Gerinnungshemmung nötig, muss laut Packungsbeilage mit Heparin begonnen werden [14]Phenprocoumon, sehr häufig: Blutungen, an denen verschiedene Organe beteiligt sein können; gelegentlich: brennende Schmerzen und bläulich-violette Verfärbung der Großzehen (purple toes) [14]

Auch Fondaparinux wird unter die Haut gespritzt, vor allem zur Akutbehandlung von Thrombosen und Lungenembolien oder zur Vorbeugung von Thrombosen [2]. Als weiteren Vitamin-K-Antagonisten nennt das IQWiG Warfarin [2]. Bei der Auswahl spielen laut IQWiG außerdem das Alter, weitere Erkrankungen, mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und selten Allergien eine Rolle [2]. Die Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest; was die Packungsbeilage dazu sagt, steht auf den Wirkstoffseiten, zum Beispiel bei Apixaban oder Rivaroxaban. Einen Vergleich der beiden bietet der Ratgeber Apixaban oder Rivaroxaban.

Besondere Situationen

  • Krebserkrankung: Bei bestimmten Risikofaktoren wie einer Krebserkrankung empfehlen Ärztinnen und Ärzte laut IQWiG eine längere Einnahme von Gerinnungshemmern [4]. Enoxaparin ist laut Fachinformation auch zur Langzeitbehandlung tiefer Venenthrombosen und Lungenembolien und zur Vorbeugung eines Wiederauftretens bei einer aktiven Tumorerkrankung zugelassen [15].
  • Antiphospholipid-Syndrom: Laut einem Rote-Hand-Brief vom 23. Mai 2019 war Rivaroxaban bei Menschen mit einer Thrombose in der Vorgeschichte und einem Antiphospholipid-Syndrom im Vergleich zu Warfarin mit einem erhöhten Risiko für erneute Thrombosen verbunden; andere DOAK führen möglicherweise ebenfalls zu einem erhöhten Risiko. Die Anwendung von DOAK wird bei Menschen mit Antiphospholipid-Syndrom nicht empfohlen, besonders bei Hochrisikopatienten, die in allen drei Antiphospholipid-Tests positiv getestet wurden [16].

Vorbeugung mit Medikamenten

Nach einer Operation oder Verletzung können laut IQWiG für einige Tage oder Wochen Gerinnungshemmer eingesetzt werden. Ob das sinnvoll ist, hängt davon ab, ob man operiert wurde, wie groß der Eingriff war und ob weitere Risikofaktoren für eine Thrombose bestehen; die Mittel gibt es zum Spritzen oder zum Einnehmen [1]. Ist ein Bein durch Gips oder Schiene über mehrere Tage oder Wochen ruhiggestellt, wird Menschen mit erhöhtem Thromboserisiko laut IQWiG empfohlen, mit Anti-Thrombose-Spritzen vorzubeugen; am gängigsten sind Heparine wie Enoxaparin, die man sich zu Hause selbst spritzen kann [6]. Mehr dazu: Thrombosespritze (Heparin). Apixaban, Dabigatran und Rivaroxaban sind laut Packungsbeilage auch zugelassen, um nach einem Hüft- oder Kniegelenksersatz der Bildung von Blutgerinnseln in den Venen vorzubeugen [9, 11, 13].

Schwangerschaft und Stillzeit

Heparin gelangt laut IQWiG nicht über den Mutterkuchen (Plazenta) zum ungeborenen Kind und eignet sich auch für stillende Mütter. Fondaparinux und DOAK erreichen das Kind über die Plazenta, Erfahrungen in der Schwangerschaft gibt es mit ihnen bislang kaum; von Vitamin-K-Antagonisten ist bekannt, dass sie dem Ungeborenen schaden können [2]. Phenprocoumon darf laut Packungsbeilage in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, weil es zu Missbildungen und sogar zum Tod des ungeborenen Kindes führen kann [14]. Auch Rivaroxaban und Edoxaban dürfen laut Packungsbeilage in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden [10, 12]. Niedermolekulare Heparine wie Enoxaparin können laut Embryotox in der Schwangerschaft angewendet werden [20]. Als besser geeignete Alternative zu Phenprocoumon nennt Embryotox Heparine [19]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Mehr: Enoxaparin in der Schwangerschaft und der Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.

Nebenwirkungen der Medikamente

Gerinnungshemmer schalten die Gerinnungsfähigkeit des Blutes nicht vollständig aus, es dauert aber länger, bis der Körper Wunden verschließt und Blutungen stoppt; Blutungen gehören daher zu ihren wichtigsten Nebenwirkungen [2]. Starke Blutungen sind laut IQWiG eine ernsthafte Komplikation und müssen rasch im Krankenhaus behandelt werden. Das Risiko für eine schwere Blutung steigt mit der Dosis, mit höherem Alter und mit anderen Medikamenten wie weiteren Gerinnungshemmern, entzündungshemmenden Schmerzmitteln (NSAR) oder anderen Schmerzmitteln; auch chronische Nieren- oder Lebererkrankungen, Gerinnungsstörungen, Krebs und anhaltend hoher Alkoholkonsum können Blutungen fördern [2]. Laut einem Informationsbrief vom 5. September 2013 bitten die Zulassungsinhaber von Apixaban, Dabigatran und Rivaroxaban, Risikofaktoren für Blutungen sowie Dosierung, Gegenanzeigen, Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, um das Blutungsrisiko zu verringern [17]; laut BfArM gilt das auch für Edoxaban [18]. Woran Sie eine gefährliche Blutung erkennen, steht im Abschnitt Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen, mehr unter Blutungen durch Medikamente.

Abfall der Blutplättchen unter Heparinen: Selten kommt es laut Fachinformation von Enoxaparin zu einer immunologisch bedingten Abnahme der Blutplättchen mit Thrombose (heparininduzierte Thrombozytopenie, HIT), manchmal mit einem Organinfarkt oder einer Minderdurchblutung von Armen oder Beinen. Tritt eine Thrombozytopenie auf, dann üblicherweise zwischen dem 5. und 21. Behandlungstag; empfohlen wird deshalb, die Zahl der Blutplättchen vor Beginn und regelmäßig während der Behandlung zu bestimmen [15]. Mehr: Thromboserisiko durch Medikamente.

Vitamin-K-Antagonisten: Unter Phenprocoumon ist laut Packungsbeilage eine regelmäßige Kontrolle der Wirkung über die Gerinnungswerte unerlässlich [14]. Vitamin-K-haltige Nahrungsmittel wie Brokkoli, Grünkohl, Rosenkohl und Spinat verringern die Wirkung und sollten nur in Maßen gegessen werden; Grapefruit und ihr Saft können das Blutungsrisiko erhöhen [14].

Wechselwirkungen: Johanniskraut, das Antibiotikum Rifampicin und manche Mittel gegen Epilepsie wie Phenytoin können laut Packungsbeilage die Wirkung von Apixaban und Rivaroxaban vermindern [9, 10]. Sprechen Sie mit Ärztin, Arzt oder Apotheke, bevor Sie ein weiteres Mittel einnehmen, auch ein rezeptfreies. Mehr: Johanniskraut und der Ratgeber Wechselwirkungen.

Nicht eigenmächtig absetzen: Brechen Sie die Einnahme von Apixaban laut Packungsbeilage nicht ohne Rücksprache ab, weil das Risiko für ein Blutgerinnsel bei einem vorzeitigen Abbruch erhöht sein könnte [9]. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Was die Packungsbeilagen zum Beenden sagen, steht auf den Seiten Apixaban absetzen, Rivaroxaban absetzen und Edoxaban absetzen.

Nebenwirkung melden: Nebenwirkungen können Sie laut Packungsbeilage Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke mitteilen oder direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [10]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Leben mit einer Thrombose

Wer Gerinnungshemmer anwendet, führt laut IQWiG am besten einen Medikamentenpass mit sich, den die Arztpraxis ausstellt; so ist zum Beispiel in Notfällen direkt ersichtlich, dass man Blutverdünner einnimmt [3]. Der Packung von Apixaban liegt laut Packungsbeilage ein Patientenausweis bei, den Sie ständig bei sich tragen sollen [9]. Steht eine größere Operation oder ein Eingriff wie eine Magenspiegelung an, kann es laut IQWiG nötig sein, die Behandlung einige Tage vorher zu unterbrechen oder anzupassen; die Ärztin oder der Arzt sollte deshalb rechtzeitig informiert werden. Auch vor kleineren Eingriffen, Zahnbehandlungen, Spritzen und Impfungen ist es besser, die Ärztin oder den Arzt vorher zu informieren [3]. Mehr im Ratgeber Medikamente vor der OP.

Postthrombotisches Syndrom: In Studien entwickelten etwa 20 bis 50 von 100 Menschen nach einer tiefen Venenthrombose ein postthrombotisches Syndrom (PTS). Dabei kann das Bein anschwellen, sich schwer anfühlen und schmerzen; möglich sind auch Hautverfärbungen, Juckreiz und Ausschlag [1]. Lindern können die Beschwerden laut IQWiG Bewegung wie Walking, Wandern oder Fahrradfahren, möglichst wenig langes Stehen und Sitzen, eine gute Hautpflege und eine Kompressionstherapie; wie gut diese Behandlungen helfen, ist aber nicht gut erforscht [4]. Pflanzliche Arzneimittel empfehlen Fachleute zur Behandlung eines PTS nicht, denn ihre Wirkung ist nicht belegt [4].

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Zeichen einer Lungenembolie: Plötzliche Atemnot, Brustschmerzen vor allem beim Einatmen oder Husten, Schwindel, Benommenheit oder Ohnmacht, Herzrasen und blutiger Auswurf beim Husten können laut IQWiG auf eine Lungenembolie hinweisen. Dann ist es wichtig, sofort den Notruf 112 zu wählen; eine Lungenembolie muss schnell behandelt werden, weil sie zu einem lebensbedrohlichen Herzversagen führen kann [1]. Schwere Atemnot, starke Brustschmerzen, Bewusstlosigkeit und starke, nicht stillbare Blutungen nennt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) als Fälle für den Notruf 112 [21].

Verdacht auf eine Thrombose: Schmerzen, Schwellung und Rötung eines Beins lassen sich nur ärztlich von anderen Ursachen unterscheiden, und laut IQWiG ist es wichtig, eine Thrombose schnell zu behandeln [1]. Lassen Sie solche Beschwerden deshalb umgehend ärztlich abklären.

Unter Gerinnungshemmern: Ärztlicher Rat ist laut IQWiG wichtig bei starkem, anhaltendem Nasen- oder Zahnfleischbluten, großen Blutergüssen, rot verfärbtem Urin, dunkelrot oder schwarz verfärbtem Stuhl und Blut im Erbrochenen [3]. Als Nebenwirkung von Gerinnungshemmern kann es laut IQWiG auch zu einer Hirnblutung kommen; mögliche Anzeichen sind plötzliche starke Kopfschmerzen, Sehstörungen, Schwindel, Lähmungen oder Taubheitsgefühle, Bewusstseinsstörungen und Krämpfe. Dann ist sofort der Notruf 112 zu wählen [3]. Unter Enoxaparin informieren Sie laut Packungsbeilage umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt bei Anzeichen eines neuen Blutgerinnsels, etwa krampfartigen Schmerzen, Rötung, Wärme oder Schwellung eines Beins, oder bei einem schmerzhaften Ausschlag mit dunkelroten Flecken, die auf Druck nicht verschwinden [15].

Quellen

  1. Tiefe Venenthrombose (TVT). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 27.05.2026. abgerufen am 17.10.2026
  2. Was sind Gerinnungshemmer?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 06.09.2022. abgerufen am 17.10.2026
  3. Gerinnungshemmer: Wie kann ich Blutungen vorbeugen?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 06.09.2022. abgerufen am 17.10.2026
  4. Beschwerden nach einer Thrombose (Postthrombotisches Syndrom). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 27.05.2026. abgerufen am 17.10.2026
  5. Ist eine Thrombose-Vorbeugung auf Flugreisen nötig?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 27.05.2026. abgerufen am 17.10.2026
  6. Gegipstes Bein: Wann sind Anti-Thrombose-Spritzen sinnvoll?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 27.05.2026. abgerufen am 17.10.2026
  7. Behörde Tiefe Venenthrombose (TVT): Ursachen und Behandlung. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 23.06.2021. abgerufen am 17.10.2026
  8. Behörde Venenentzündung: Symptome und Behandlung. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 09.08.2021. abgerufen am 17.10.2026
  9. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Eliquis (Apixaban), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) und Anhang III B: Packungsbeilagen Eliquis 2,5 mg und 5 mg Filmtabletten. Bristol-Myers Squibb/Pfizer EEIG (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 04/2026 (EMA, aktualisiert am 10.04.2026). abgerufen am 17.10.2026
  10. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Rivaroxaban-ratiopharm 15 mg; 20 mg Filmtabletten (Versionscode Z08). ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 17.10.2026
  11. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Rivaroxaban-ratiopharm 10 mg Filmtabletten (Versionscode Z08). ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 17.10.2026
  12. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Lixiana (Edoxaban), Anhang I: Fachinformation und Anhang III B: Packungsbeilage Lixiana 15 mg/30 mg/60 mg Filmtabletten. Daiichi Sankyo Europe GmbH (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 08/2025 (EMA, aktualisiert am 27.08.2025). abgerufen am 17.10.2026
  13. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Pradaxa (Dabigatranetexilat), Anhang I: Fachinformation und Anhang III B: Packungsbeilagen Pradaxa 75 mg, 110 mg und 150 mg Hartkapseln. Boehringer Ingelheim International GmbH (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 11/2025 (EMA, aktualisiert am 24.11.2025). abgerufen am 17.10.2026
  14. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Marcumar 3 mg Tabletten (Phenprocoumon). Viatris Healthcare GmbH. Stand 07/2025. abgerufen am 17.10.2026
  15. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Inhixa (Enoxaparin), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) und Anhang III B: Packungsbeilage Inhixa Fertigspritzen. Techdow Pharma Netherlands B.V. (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 07/2026 (EMA, aktualisiert am 16.07.2026). abgerufen am 17.10.2026
  16. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu Eliquis, Pradaxa, Lixiana/Roteas und Xarelto: Die Anwendung bei Patienten mit Antiphospholipid-Syndrom wird nicht empfohlen. Bayer AG, Boehringer Ingelheim International GmbH, Bristol-Myers Squibb/Pfizer EEIG und Daiichi Sankyo Europe in Abstimmung mit EMA und BfArM; veröffentlicht vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Stand 23.05.2019. abgerufen am 17.10.2026
  17. Rote-Hand-Brief Informationsbrief zu den neuen Antikoagulanzien Eliquis (Apixaban), Pradaxa (Dabigatranetexilat) und Xarelto (Rivaroxaban): Risiko von Blutungen verringern. Zulassungsinhaber in Abstimmung mit dem BfArM; veröffentlicht vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte am 06.09.2013. Stand 05.09.2013. abgerufen am 17.10.2026
  18. Behörde Neue orale Antikoagulanzien: Aktualisierung zum Informationsbrief vom 05.09.2013 zur Verringerung des Risikos von Blutungen. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Risikoinformationen. Stand 14.12.2016. abgerufen am 17.10.2026
  19. Embryotox Embryotox: Phenprocoumon. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 17.10.2026
  20. Embryotox Embryotox: Enoxaparin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 17.10.2026
  21. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitt "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 17.10.2026

Häufige Fragen

Welche Medikamente werden bei einer Thrombose eingesetzt?

Gerinnungshemmer. Heparine werden unter die Haut oder in eine Vene gespritzt und eignen sich laut IQWiG vor allem zur Akutbehandlung; auch Fondaparinux wird gespritzt. Zum Einnehmen gibt es direkte orale Antikoagulanzien (DOAK) wie Apixaban, Dabigatran, Edoxaban und Rivaroxaban sowie Vitamin-K-Antagonisten wie Phenprocoumon. Bei der Auswahl spielen laut IQWiG die Erkrankung, das Alter, weitere Erkrankungen und mögliche Wechselwirkungen eine Rolle; welches Mittel Sie erhalten, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

Wie lange muss ich nach einer Thrombose Gerinnungshemmer nehmen?

Um sicherzugehen, dass sich das Blutgerinnsel vollständig auflöst, empfehlen Fachleute laut IQWiG, nach der akuten Behandlung 3 bis 6 Monate gerinnungshemmende Tabletten einzunehmen. Manchmal ist eine längere Behandlung sinnvoll; bei bestimmten Risikofaktoren wie einer Krebserkrankung empfehlen Ärztinnen und Ärzte laut IQWiG auch eine längere Einnahme. Wie lange Sie behandelt werden, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Kann sich eine Thrombose von selbst auflösen?

Kleine Thrombosen bleiben laut IQWiG oft unbemerkt und lösen sich von selbst wieder auf. Wird eine tiefe Venenthrombose festgestellt, muss sie laut gesund.bund.de aber behandelt werden, um ernsthafte Komplikationen wie eine Lungenembolie zu verhindern. Gerinnungshemmer wie Enoxaparin verhindern laut Packungsbeilage, dass bestehende Gerinnsel größer werden, und unterstützen so den Körper bei deren Abbau.

Wann bekommt man eine Thrombosespritze?

Zum Beispiel, wenn ein Bein durch Gips oder Schiene längere Zeit ruhiggestellt ist: Menschen mit erhöhtem Thromboserisiko wird laut IQWiG dann empfohlen, mit Anti-Thrombose-Spritzen vorzubeugen. Am gängigsten sind Heparine wie Enoxaparin; wer sich zu Hause erholt, kann sie sich selbst spritzen. Kommt es zu Blutungen, sind es laut IQWiG meist nur kleine Blutungen an der Einstichstelle, die sich zum Beispiel durch blaue Flecken zeigen. Mehr dazu auf der Seite Thrombosespritze (Heparin).

Ist eine Thrombose-Vorbeugung auf Flugreisen nötig?

Für gesunde Reisende ist die Gefahr laut IQWiG sehr gering: Nach einem Flug von über 4 Stunden bekommen schätzungsweise 2 von 10.000 Reisenden eine Reisethrombose, die Beschwerden macht. Zwischendurch aufzustehen und im Gang umherzugehen sowie Knöchel und Knie zu beugen und zu strecken, kann das Risiko etwas verringern; auf längeren Autofahrten helfen regelmäßige Pausen. Wer ein erhöhtes Risiko hat, etwa nach einer früheren Thrombose oder bei Krebs, bespricht vor der Reise am besten mit der Ärztin oder dem Arzt, ob Kompressionsstrümpfe sinnvoll sind.

Kann die Pille eine Thrombose auslösen?

Hormonelle Verhütungsmittel mit Östrogen und Gestagen wie die Kombi-Pille zählt das IQWiG zu den Risikofaktoren für eine tiefe Venenthrombose, ebenso eine Hormontherapie in den Wechseljahren. Wie hoch das Risiko je nach Präparat ist und welche weiteren Medikamente Blutgerinnsel als Nebenwirkung nennen, steht auf der Seite Thromboserisiko durch Medikamente. Ob Sie Ihr Verhütungsmittel weiter anwenden, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Darf ich mit Gerinnungshemmern Sport treiben und Alkohol trinken?

Körperliche Aktivität und Sport haben laut IQWiG keinen direkten Einfluss auf die Blutgerinnung; bei Sportarten mit höherem Verletzungsrisiko besteht aber eine größere Gefahr von Blutungen. Alkohol kann die Gerinnungsfähigkeit des Blutes beeinflussen und das Blutungsrisiko erhöhen; deshalb trinkt man laut IQWiG am besten keinen oder nur wenig Alkohol. Unter Phenprocoumon rät die Packungsbeilage, Alkohol zu vermeiden. Mehr im Ratgeber Medikamente und Alkohol.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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