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Apixaban (Eliquis): Nebenwirkungen und Wirkung
Apixaban ist ein verschreibungspflichtiger Gerinnungshemmer aus der Gruppe der direkten oralen Antikoagulanzien. Er wird eingesetzt, um nach einem Hüft- oder Kniegelenksersatz Blutgerinnseln vorzubeugen, bei Vorhofflimmern zur Vorbeugung von Schlaganfällen und Embolien sowie zur Behandlung von Thrombosen und Lungenembolien und zur Vorbeugung ihres Wiederauftretens. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Blutungen. Sie können lebensbedrohlich sein und müssen sofort ärztlich abgeklärt werden.

Die häufigsten Nebenwirkungen
- Häufig: Bei Vorhofflimmern: Blutungen im Auge, auch Bindehautblutung[1, 2]
- Häufig: Blutungen im Magen oder Darm und aus dem Enddarm (Mastdarm)[1, 2]
- Häufig: Blut im Urin[1, 2]
- Häufig: Nasenbluten[1, 2]
- Häufig: Zahnfleischbluten[1, 2]
- Häufig: Blutergüsse und Schwellungen[1, 2]
- Häufig: Blutarmut (Anämie), die Müdigkeit und Blässe verursachen kann[1, 2]
- Häufig: Bei Vorhofflimmern: niedriger Blutdruck mit möglichem Schwächegefühl und beschleunigtem Herzschlag[1, 2]
- Häufig: Übelkeit (Unwohlsein)[1, 2]
- Häufig: Erhöhte Gamma-Glutamyltransferase (GGT) in Blutuntersuchungen[1, 2]
- Häufig: Bei Behandlung von Beinvenenthrombosen und Lungenembolien oder Vorbeugung ihres Wiederauftretens: Blutungen im Mund[1, 2]
- Häufig: Bei Behandlung von Beinvenenthrombosen und Lungenembolien oder Vorbeugung ihres Wiederauftretens: Blutungen aus der Scheide[1, 2]
- Häufig: Bei Behandlung von Beinvenenthrombosen und Lungenembolien oder Vorbeugung ihres Wiederauftretens: verminderte Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie)[1, 2]
- Häufig: Bei Behandlung von Beinvenenthrombosen und Lungenembolien oder Vorbeugung ihres Wiederauftretens: Hautausschlag[1, 2]
- Häufig: Bei Behandlung von Beinvenenthrombosen und Lungenembolien oder Vorbeugung ihres Wiederauftretens: erhöhte Alanin-Aminotransferase (ALT) in Blutuntersuchungen[1, 2]
Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit, dort auch die Angaben für Kinder und Jugendliche
Wofür wird Apixaban eingesetzt?
Apixaban ist ein verschreibungspflichtiger Gerinnungshemmer (Antikoagulans) aus der Gruppe der Blutverdünner. Es hilft, der Entstehung von Blutgerinnseln vorzubeugen [1, 2]. Bei Erwachsenen wird es in drei Situationen eingesetzt [1]:
- nach einer Hüft- oder Kniegelenksersatzoperation, um Blutgerinnseln in den Beinvenen (tiefe Venenthrombose) vorzubeugen,
- bei Vorhofflimmern und mindestens einem weiteren Risikofaktor, um Blutgerinnseln im Herzen vorzubeugen, die sich lösen und einen Schlaganfall oder einen Gefäßverschluss in anderen Organen (systemische Embolie) verursachen können,
- zur Behandlung von Blutgerinnseln in den Beinvenen und in den Blutgefäßen der Lunge (Lungenembolie) und um zu verhindern, dass sie erneut entstehen.
Die Fachinformation nennt als Risikofaktoren bei Vorhofflimmern unter anderem einen früheren Schlaganfall oder eine vorübergehende Durchblutungsstörung des Gehirns (TIA), ein Alter ab 75 Jahren, Bluthochdruck, Diabetes und eine Herzschwäche mit Beschwerden; zugelassen ist Apixaban für Vorhofflimmern, das nicht durch einen Herzklappenfehler bedingt ist [2]. Kinder und Jugendliche ab einem Alter von 28 Tagen können Apixaban zur Behandlung von Blutgerinnseln in Venen oder Lungengefäßen und zur Vorbeugung eines Wiederauftretens erhalten [1, 2].
Wie wirkt Apixaban?
Apixaban hemmt direkt und gezielt den Gerinnungsfaktor Xa, einen wichtigen Bestandteil der Blutgerinnung. Dadurch beugt es der Bildung von Thrombin und von Blutgerinnseln (Thromben) vor [1, 2]. Für diese Wirkung ist Antithrombin III nicht erforderlich. Die Verklumpung der Blutplättchen hemmt Apixaban nicht direkt, sondern nur indirekt, soweit Thrombin sie auslöst [2].
Nach der Einnahme einer Tablette ist die höchste Konzentration im Blut nach 3 bis 4 Stunden erreicht. Bei Erwachsenen liegt die Halbwertszeit (die Zeit, in der sich die Menge im Blut halbiert) bei rund 12 Stunden [2]. Laut Fachinformation erfordert die Behandlung keine routinemäßige Überwachung der Apixaban-Menge im Blut. Übliche Gerinnungstests wie Prothrombinzeit, INR und aPTT verändert Apixaban nur gering und sehr unterschiedlich; zur Beurteilung seiner Wirkung werden sie nicht empfohlen [2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Die häufigsten Nebenwirkungen von Apixaban sind Blutungen. Sie können lebensbedrohlich sein und müssen sofort ärztlich abgeklärt werden [1]. "Sehr häufig" heißt: mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Die Packungsbeilage nennt die Häufigkeiten getrennt nach Anwendungsgebiet. Die Liste unten enthält alle Nebenwirkungen, die sie für die Einnahme bei Vorhofflimmern angibt; wo die Häufigkeit bei der Behandlung von Thrombosen und Lungenembolien davon abweicht, ist das mit "bei Vorhofflimmern" gekennzeichnet. Dazu kommen, eigens gekennzeichnet, die Nebenwirkungen, die bei der Behandlung von Thrombosen und Lungenembolien oder bei Kindern und Jugendlichen häufiger vorkommen [1]. Bei der Behandlung von Thrombosen und Lungenembolien sind dafür Blutungen im Auge und ein niedriger Blutdruck gelegentlich, Blutungen im Gehirn oder in der Wirbelsäule selten; für Blutungen in den Bauch oder in den Raum hinter der Bauchhöhle und für den zielscheibenartigen Hautausschlag (Erythema multiforme) ist die Häufigkeit dort nicht bekannt [1]. Nach einem Hüft- oder Kniegelenksersatz sind Blutarmut, Blutergüsse und Schwellungen sowie Übelkeit häufig; die übrigen Blutungen sind dort gelegentlich, selten oder ohne bekannte Häufigkeit aufgeführt [1]. Mehr über Blutungen und Veränderungen des Blutbilds als Nebenwirkung lesen Sie unter Blutungen und Blutbild.
Laut Fachinformation kann Apixaban das Risiko für verborgene oder sichtbare Blutungen aus jedem Gewebe oder Organ erhöhen; daraus kann eine Blutarmut entstehen. Welche Zeichen und Beschwerden auftreten, hängt davon ab, wo und wie stark es blutet [2].
Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
- AtemwegeBei Kindern und Jugendlichen: Nasenbluten[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- Geschlechtsorgane und BrustBei Kindern und Jugendlichen: Blutungen aus der Scheide[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- AugenBei Vorhofflimmern: Blutungen im Auge, auch Bindehautblutung[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- Magen und DarmBlutungen im Magen oder Darm und aus dem Enddarm (Mastdarm)[1, 2]Mehr dazu: Magen-Darm-Blutungen und GeschwüreBlutungen und blaue Flecken
- Nieren und HarnwegeBlut im Urin[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- AtemwegeNasenbluten[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- Magen und DarmZahnfleischbluten[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- Gefäße und KreislaufBlutergüsse und Schwellungen[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- Blut und LymphsystemBlutarmut (Anämie), die Müdigkeit und Blässe verursachen kann[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des BlutbildsMüdigkeit
- Gefäße und KreislaufBei Vorhofflimmern: niedriger Blutdruck mit möglichem Schwächegefühl und beschleunigtem Herzschlag[1, 2]Mehr dazu: Niedriger BlutdruckSchwäche (Asthenie)Herzrasen
- Magen und DarmÜbelkeit (Unwohlsein)[1, 2]Mehr dazu: Übelkeit
- Leber und GalleErhöhte Gamma-Glutamyltransferase (GGT) in Blutuntersuchungen[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte LeberwerteVeränderte Laborwerte
- Magen und DarmBei Behandlung von Beinvenenthrombosen und Lungenembolien oder Vorbeugung ihres Wiederauftretens: Blutungen im Mund[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- Geschlechtsorgane und BrustBei Behandlung von Beinvenenthrombosen und Lungenembolien oder Vorbeugung ihres Wiederauftretens: Blutungen aus der Scheide[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- Blut und LymphsystemBei Behandlung von Beinvenenthrombosen und Lungenembolien oder Vorbeugung ihres Wiederauftretens: verminderte Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie)[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- HautBei Behandlung von Beinvenenthrombosen und Lungenembolien oder Vorbeugung ihres Wiederauftretens: Hautausschlag[1, 2]Mehr dazu: Hautausschlag
- Leber und GalleBei Behandlung von Beinvenenthrombosen und Lungenembolien oder Vorbeugung ihres Wiederauftretens: erhöhte Alanin-Aminotransferase (ALT) in Blutuntersuchungen[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- ImmunsystemBei Kindern und Jugendlichen: allergische Reaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen), die Schwellungen von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen und Atemprobleme verursachen können[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenSchwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenAtemnot
- Magen und DarmBei Kindern und Jugendlichen: hellrotes Blut im Stuhl[1, 2]Mehr dazu: Magen-Darm-Blutungen und GeschwüreBlutungen und blaue Flecken
- Verletzungen und VergiftungenBei Kindern und Jugendlichen: Blutungen nach einer Operation, auch Blutergüsse, Schwellungen und Austritt von Blut oder Flüssigkeit aus der Operationswunde oder der Einstichstelle[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- HautBei Kindern und Jugendlichen: Haarausfall[1, 2]Mehr dazu: Haarausfall
- Blut und LymphsystemBei Kindern und Jugendlichen: verminderte Zahl der Blutplättchen[1]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- HautBei Kindern und Jugendlichen: Hautausschlag[1]Mehr dazu: Hautausschlag
- ImmunsystemBei Kindern und Jugendlichen: Juckreiz[1, 2]Mehr dazu: Juckreiz
- Leber und GalleBei Kindern und Jugendlichen: gestörte Leberfunktion und Anstieg bestimmter Leberenzyme, auch der Alanin-Aminotransferase (ALT), in Blutuntersuchungen[1]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- NervensystemBei Vorhofflimmern: Blutungen im Gehirn oder in der Wirbelsäule[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- Magen und DarmBei Vorhofflimmern: Blutungen im Mund[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- AtemwegeBlut im Speichel beim Husten (Hämoptyse)[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- Gefäße und KreislaufBei Vorhofflimmern: Blutungen in den Bauch[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- Geschlechtsorgane und BrustBei Vorhofflimmern: Blutungen aus der Scheide[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- Magen und DarmHellrotes Blut im Stuhl[1, 2]Mehr dazu: Magen-Darm-Blutungen und GeschwüreBlutungen und blaue Flecken
- Verletzungen und VergiftungenBlutungen nach einer Operation, auch Blutergüsse und Schwellungen, Austritt von Blut oder Flüssigkeit aus der Operationswunde (Wundsekretion) oder aus der Einstichstelle[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- Magen und DarmBlutung aus einer Hämorrhoide[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- Laborwerte und UntersuchungenBlut im Stuhl oder im Urin, das nur in Tests nachgewiesen wird[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- Blut und LymphsystemBei Vorhofflimmern: verminderte Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie), was die Blutgerinnung beeinflussen kann[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- Leber und GalleAuffällige Blutwerte: gestörte Leberfunktion, Anstieg bestimmter Leberenzyme und erhöhte Bilirubinwerte; Bilirubin ist ein Abbauprodukt der roten Blutkörperchen und kann Haut und Augen gelb färben[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- HautBei Vorhofflimmern: Hautausschlag[1, 2]Mehr dazu: Hautausschlag
- ImmunsystemJuckreiz[1, 2]Mehr dazu: Juckreiz
- HautHaarausfall (Alopezie)[1, 2]Mehr dazu: Haarausfall
- ImmunsystemAllergische Reaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen), die Schwellungen von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen und Atemprobleme verursachen können[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenSchwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenAtemnot
- Muskeln, Knochen und GelenkeBei Behandlung von Beinvenenthrombosen und Lungenembolien oder Vorbeugung ihres Wiederauftretens: Blutungen in einen Muskel[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- AtemwegeBlutungen in der Lunge; bei Vorhofflimmern auch im Rachen[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- Magen und DarmBei Vorhofflimmern: Blutungen in den Raum hinter der Bauchhöhle (retroperitoneale Blutung)[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- Muskeln, Knochen und GelenkeBei Vorhofflimmern: Blutungen in einen Muskel[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- HautBei Vorhofflimmern: Hautausschlag, der Blasen bilden kann und wie kleine Zielscheiben aussieht: dunkle Flecken in der Mitte, umgeben von einem helleren Bereich und einem dunklen Ring am Rand (Erythema multiforme)[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlag
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- HautEntzündung der Blutgefäße (Vaskulitis), die zu Hautausschlag, punktförmigen, flachen, roten, runden Flecken unter der Hautoberfläche oder Blutergüssen führen kann[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagBlutungen und blaue Flecken
- Nieren und HarnwegeBlutungen in der Niere, manchmal mit Blut im Urin, die dazu führen können, dass die Nieren nicht mehr richtig arbeiten (Antikoagulanzien-assoziierte Nephropathie)[1, 2]Mehr dazu: NierenfunktionsstörungenBlutungen und blaue Flecken
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Die Anzeichen einer Blutung stehen auch im Patientenausweis, der jeder Packung beiliegt [3]. Laut Fachinformation sollte die Behandlung bei einer schweren Blutung abgebrochen werden; für Erwachsene gibt es ein Arzneimittel, das die Wirkung von Apixaban aufhebt [2]. Bei Lebensgefahr wählen Sie den Notruf 112.
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Blutungen und Blutergüsse: Blutergüsse gehören zu den häufigen Nebenwirkungen, bei Vorhofflimmern und bei der Behandlung von Thrombosen und Lungenembolien auch Nasen- und Zahnfleischbluten [1]. Hört eine Blutung nicht von selbst auf, holen Sie umgehend ärztliche Hilfe [3]. Achten Sie auf Anzeichen einer Blutung wie Teerstuhl, Blut im Urin, Blässe, Schwäche oder plötzliche starke Kopfschmerzen, und lassen Sie sie sofort abklären [1, 3]. Setzen Sie Apixaban wegen einer Blutung nicht selbst ab, sondern sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt: Bei einem vorzeitigen Abbruch kann das Risiko für ein Blutgerinnsel steigen [1].
Müdigkeit und Blässe: Eine Blutarmut (Anämie) ist häufig und kann Müdigkeit und Blässe verursachen [1]. Müdigkeit, Blässe und Schwäche können auch Anzeichen einer Blutung sein, die sofort ärztlich abgeklärt werden muss [1, 3]. Laut Fachinformation sollten die Leberwerte vor Beginn der Behandlung bestimmt werden [2].
Weitere Beschwerden: Übelkeit ist ebenfalls häufig, bei Vorhofflimmern auch ein niedriger Blutdruck mit möglichem Schwächegefühl [1]. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken (auch solche, die nicht in der Packungsbeilage stehen), wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [1]. Tragen Sie den Patientenausweis immer bei sich und zeigen Sie ihn vor jeder Behandlung, damit andere Ärztinnen und Ärzte wissen, dass Sie Apixaban einnehmen [1, 3]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen wollen. Einige Mittel verstärken die Wirkung von Apixaban, andere schwächen sie ab; Ihre Ärztin oder Ihr Arzt entscheidet, ob und wie eng Sie dann überwacht werden [1]. Andere Gerinnungshemmer wie Warfarin, Rivaroxaban, Dabigatran oder Heparine wie Enoxaparin dürfen Sie nur in Ausnahmesituationen gleichzeitig erhalten, etwa bei einer Umstellung [1, 2]. Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure oder Naproxen, Mittel gegen die Verklumpung der Blutplättchen wie Clopidogrel und Antidepressiva aus den Gruppen der SSRI und SNRI erhöhen das Blutungsrisiko [1, 2].
Johanniskraut, Rifampicin und bestimmte Mittel gegen Epilepsie können die Wirkung von Apixaban abschwächen [1]. Laut Fachinformation sank die Apixaban-Exposition im Blut mit Rifampicin im Mittel um 54 Prozent; zur Behandlung von Thrombosen und Lungenembolien wird Apixaban zusammen mit solchen Mitteln nicht empfohlen [2].
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Andere Gerinnungshemmer wie Warfarin, Rivaroxaban, Dabigatran oder Heparine (z. B. Enoxaparin) | Erhöhtes Blutungsrisiko[1, 2] | Gleichzeitige Behandlung nicht erlaubt, außer bei einer Umstellung, wenn ein Venen- oder Arterienzugang mit Heparin offen gehalten wird oder während einer Katheterablation bei Herzrhythmusstörungen |
| Bestimmte Mittel gegen Pilzinfektionen (z. B. Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol, Posaconazol) und HIV-Mittel wie Ritonavir | Wirkung von Apixaban verstärkt, Blutungen wahrscheinlicher; Ketoconazol erhöhte die mittlere Apixaban-Exposition im Blut (AUC) auf das 2-Fache[1, 2] | Anwendung laut Fachinformation nicht empfohlen |
| Entzündungshemmende oder schmerzlindernde Mittel wie Acetylsalicylsäure (ASS) oder Naproxen | Höheres Blutungsrisiko; besonders erhöht bei Menschen über 75 Jahren, die Acetylsalicylsäure einnehmen[1, 2] | Vorher mit Ärztin, Arzt oder Apotheke besprechen, auch bei rezeptfreien Schmerzmitteln |
| Andere Mittel gegen die Verklumpung der Blutplättchen (z. B. Clopidogrel, Prasugrel) | Höheres Blutungsrisiko[2] | Mit Vorsicht; nach einer Operation laut Fachinformation nicht empfohlen |
| Antidepressiva aus den Gruppen der SSRI und SNRI | Höheres Blutungsrisiko[1, 2] | Vorher ärztlich besprechen |
| Diltiazem (gegen Bluthochdruck und Herzprobleme); laut Fachinformation auch z. B. Amiodaron, Clarithromycin, Fluconazol, Chinidin oder Verapamil | Können die Wirkung von Apixaban verstärken und Blutungen wahrscheinlicher machen; laut Fachinformation erhöhen diese Mittel die Apixaban-Menge im Blut in geringerem Maß als starke Hemmstoffe wie Ketoconazol[1, 2] | Die Ärztin oder der Arzt entscheidet über Behandlung und Überwachung |
| Mittel gegen Epilepsie (z. B. Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital), Rifampicin (gegen Tuberkulose und andere Infektionen) und Johanniskraut | Wirkung von Apixaban kann nachlassen; Rifampicin verringerte die mittlere Apixaban-Exposition im Blut (AUC) um 54 Prozent[1, 2] | Zur Behandlung von Thrombosen und Lungenembolien laut Fachinformation nicht empfohlen, sonst nur mit Vorsicht |
| Weitere Mittel, die das Blutungsrisiko erhöhen, etwa Dipyridamol oder Mittel zur Auflösung von Blutgerinnseln (Thrombolytika) | Höheres Blutungsrisiko[2] | Gleichzeitige Anwendung laut Fachinformation nicht empfohlen |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Apixaban nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Trifft einer der folgenden Punkte auf Sie zu, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke [1]. Laut Fachinformation kann ein höheres Alter mit einem erhöhten Blutungsrisiko einhergehen, ebenso bei Erwachsenen ein Körpergewicht unter 60 kg [2].
Nicht einnehmen bei
- Allergie gegen Apixaban oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
- Übermäßige Blutung (akute, klinisch bedeutsame Blutung)[1, 2]
- Erkrankungen, die das Risiko einer schweren Blutung erhöhen, zum Beispiel ein bestehendes oder kürzlich abgeheiltes Geschwür im Magen-Darm-Trakt oder eine kürzlich aufgetretene Blutung im Gehirn; laut Fachinformation auch bösartige Tumoren mit hohem Blutungsrisiko, kürzlich erlittene Verletzungen von Gehirn oder Rückenmark, kürzlich erfolgte Operationen an Gehirn, Rückenmark oder Augen, bekannte oder vermutete Krampfadern der Speiseröhre (Ösophagusvarizen), Fehlbildungen und Aussackungen von Blutgefäßen (Aneurysmen)[1, 2]
- Lebererkrankung mit erhöhter Blutungsneigung (hepatische Koagulopathie)[1, 2]
- Gleichzeitige Behandlung mit einem anderen Gerinnungshemmer (z. B. Warfarin, Rivaroxaban, Dabigatran oder Heparin), außer bei einer Umstellung der Behandlung, wenn ein Venen- oder Arterienzugang mit Heparin offen gehalten wird oder während einer Katheterablation bei Herzrhythmusstörungen[1, 2]
Besondere Vorsicht bei
- Erhöhtes Blutungsrisiko, etwa durch eine Blutgerinnungsstörung (auch eine verminderte Funktion der Blutplättchen), durch sehr hohen Blutdruck, der sich nicht ausreichend behandeln lässt, bei einem Alter über 75 Jahren oder einem Körpergewicht von 60 kg oder weniger[1, 2]
- Schwere Nierenerkrankung oder Dialyse; bei einer Kreatinin-Clearance unter 15 ml/min und bei Dialyse wird Apixaban laut Fachinformation nicht empfohlen[1, 2]
- Leberprobleme, auch in der Vergangenheit: Bei Anzeichen einer veränderten Leberfunktion wird Apixaban nur mit besonderer Vorsicht eingesetzt; laut Fachinformation sollten vor Beginn der Behandlung die Leberwerte bestimmt werden, bei schwerer Leberfunktionsstörung wird Apixaban nicht empfohlen[1, 2]
- Katheter oder Einstich in den Rückenmarkskanal zur Betäubung oder Schmerzbehandlung: Apixaban erst 5 Stunden nach Entfernen des Katheters oder später einnehmen[1, 2]
- Künstliche Herzklappe: Die Behandlung mit Apixaban wird nicht empfohlen[1, 2]
- Schwankender Blutdruck oder eine geplante andere Behandlung oder Operation, um ein Blutgerinnsel aus der Lunge zu entfernen[1, 2]
- Antiphospholipid-Syndrom (Störung des Immunsystems, die das Risiko von Blutgerinnseln erhöht): Ärztin oder Arzt informieren; bei Thrombosen in der Vorgeschichte wird Apixaban laut Fachinformation nicht empfohlen[1, 2]
- Operationen und Eingriffe, die Blutungen verursachen können: Apixaban muss eventuell vorübergehend abgesetzt werden, laut Fachinformation bei geplanten Operationen oder Eingriffen mindestens 48 Stunden vorher (mittleres bis hohes Blutungsrisiko) bzw. mindestens 24 Stunden vorher (niedriges Blutungsrisiko)[1, 2]
- Aktive Krebserkrankung: Vor einer Behandlung von Thrombosen oder Lungenembolien sorgfältige Abwägung von Nutzen und Risiko[2]
- Kinder und Jugendliche unter 35 kg Körpergewicht: Die Filmtabletten werden nicht empfohlen[1]
- Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern: Die Filmtabletten enthalten Lactose[1]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage und Fachinformation zu Autofahren, Schwangerschaft und Stillzeit sagen [1, 2]. Werden Sie während der Behandlung schwanger, informieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1].
Schwangerschaft
Wie Apixaban auf eine Schwangerschaft und das ungeborene Kind wirkt, ist nicht bekannt. Wenn Sie schwanger sind, sollten Sie Apixaban nicht einnehmen. Werden Sie während der Behandlung schwanger, informieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.[1]
Laut Fachinformation liegen bisher keine Erfahrungen mit Schwangeren vor; Tierstudien ergaben keine Hinweise auf schädliche Wirkungen in Bezug auf die Fortpflanzung (Reproduktionstoxizität). Aus Vorsichtsgründen soll Apixaban in der Schwangerschaft vermieden werden.[2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Ob Apixaban in die Muttermilch übergeht, ist nicht bekannt; bei Tieren geht es in die Milch über, und ein Risiko für das gestillte Kind lässt sich nicht ausschließen. Fragen Sie vor der Einnahme in der Stillzeit Ihre Ärztin oder Ihren Arzt: Sie oder er berät, ob Sie abstillen oder die Behandlung nicht beginnen bzw. beenden.[1, 2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Autofahren und Maschinen
Eine Beeinträchtigung der Verkehrstüchtigkeit und der Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen wurde für Apixaban nicht nachgewiesen; laut Fachinformation hat es keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss darauf.[1, 2]
Einnahme
Die Tabletten mit einem Glas Wasser schlucken, unabhängig von den Mahlzeiten und möglichst immer zur gleichen Tageszeit. Wer ganze Tabletten schlecht schlucken kann, bespricht andere Wege mit der Ärztin oder dem Arzt: Die Tablette kann zerstoßen und kurz vor der Einnahme in Wasser, 5-prozentiger Glucoselösung oder Apfelsaft gelöst oder mit Apfelmus vermischt werden.[1]
Morgendosis vergessen: einnehmen, sobald Sie es bemerken, auch zusammen mit der Abenddosis. Eine vergessene Abenddosis nur am selben Abend nachholen, am nächsten Morgen nicht zwei Dosen nehmen. Sind Sie unsicher oder haben mehr als eine Dosis versäumt, fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.[1]
Der Packung liegt ein Patientenausweis bei; tragen Sie ihn ständig bei sich, damit andere Ärztinnen und Ärzte wissen, dass Sie Apixaban einnehmen.[1]
Absetzen
Brechen Sie die Einnahme nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab: Bei vorzeitigem Abbruch kann das Risiko für ein Blutgerinnsel erhöht sein. Der Patientenausweis nennt als Grund, dass bei Ihnen das Risiko eines Schlaganfalls, eines Blutgerinnsels oder anderer Komplikationen besteht.[1, 3]
Vor einer Operation oder einem Eingriff, der Blutungen verursachen kann, kann die Ärztin oder der Arzt eine vorübergehende Pause anordnen. Laut Fachinformation sollte die Behandlung danach so bald wie möglich wieder aufgenommen werden, denn das Absetzen wegen einer Operation oder eines Eingriffs erhöht das Thromboserisiko.[1, 2]
Überdosierung
Haben Sie mehr eingenommen als verschrieben, informieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt und nehmen Sie die Packung mit. Es besteht ein erhöhtes Blutungsrisiko; kommt es zu einer Blutung, können eine Operation, Bluttransfusionen oder ein Mittel nötig sein, das die Wirkung von Apixaban aufhebt.[1, 2]
Dosierung laut Packungsbeilage
Die Packungsbeilage nennt die Dosis getrennt nach Anwendungsgebiet; bei Vorhofflimmern hängt sie zusätzlich von Nierenfunktion, Alter und Körpergewicht ab, bei Kindern vom Körpergewicht [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung: Nehmen Sie Apixaban immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ein [1].
Einnahme und Absetzen
Schlucken Sie die Tablette mit einem Glas Wasser, unabhängig von den Mahlzeiten und möglichst immer zur gleichen Tageszeit [1]. Können Sie Tabletten schlecht schlucken, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt: Die Tablette kann zerstoßen und kurz vor der Einnahme in Wasser, Glucoselösung oder Apfelsaft gelöst oder mit Apfelmus vermischt werden [1]. Wie Sie bei einer vergessenen Dosis vorgehen, steht in der Karte "Einnahme" oben.
Brechen Sie die Einnahme nicht ohne Rücksprache ab, denn bei einem vorzeitigen Abbruch kann das Risiko für ein Blutgerinnsel steigen [1]. Vor einer Operation oder einem Eingriff, der Blutungen verursachen kann, kann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt eine vorübergehende Pause anordnen; laut Fachinformation sollte die Behandlung danach so bald wie möglich wieder beginnen, denn das Absetzen wegen einer Operation oder eines Eingriffs erhöht das Thromboserisiko [1, 2]. Was vor Operationen, Zahnbehandlungen und Untersuchungen gilt und woran Sie ein Blutgerinnsel erkennen, erklärt die Seite Apixaban absetzen. Hinweise zur Vorbereitung finden Sie im Ratgeber Medikamente vor der OP. Muss Ihre Behandlung auf einen anderen Gerinnungshemmer umgestellt werden oder umgekehrt, erklärt Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt den Ablauf; beim Wechsel zwischen Apixaban und einem Vitamin-K-Antagonisten wie Warfarin wird dazu Ihr Blut untersucht [1]. Was bei einer Überdosierung zu tun ist, steht in der Karte oben; Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Präparate mit Apixaban
Apixaban ist als Eliquis zentral für die Europäische Union zugelassen, und zwar als Filmtabletten für Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche ab 35 kg Körpergewicht und als Granulat für Kinder unter 35 kg [1, 2]. Grundlage dieser Seite sind die Packungsbeilagen der Filmtabletten, die Fachinformation und der Patientenausweis von Eliquis in der deutschen Fassung der EMA-Produktinformation [1, 2, 3].
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Eliquis | Bristol-Myers Squibb/Pfizer EEIG (Zulassungsinhaber) | Filmtabletten mit 2,5 mg und 5 mg (verschreibungspflichtig): Grundlage dieser Seite; für Kinder außerdem Granulat in Kapseln zum Öffnen und überzogenes Granulat im Beutel |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Eliquis (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilagen Eliquis 2,5 mg und 5 mg Filmtabletten. Bristol-Myers Squibb/Pfizer EEIG (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 04/2026. abgerufen am 10.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Eliquis (EPAR), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation), und Anhang II. Bristol-Myers Squibb/Pfizer EEIG (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 04/2026. abgerufen am 10.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Eliquis (EPAR), Anhang III A: Patientenausweis. Bristol-Myers Squibb/Pfizer EEIG (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 04/2026. abgerufen am 10.10.2026
Häufige Fragen
Wofür nimmt man Apixaban (Eliquis)?
Apixaban wird eingesetzt, um Blutgerinnseln vorzubeugen und sie zu behandeln. Zugelassen ist es zur Vorbeugung von Thrombosen nach einem geplanten Hüft- oder Kniegelenksersatz, zur Vorbeugung von Schlaganfällen und Embolien bei Vorhofflimmern mit mindestens einem weiteren Risikofaktor sowie zur Behandlung von Beinvenenthrombosen und Lungenembolien und zur Vorbeugung ihres Wiederauftretens. Kinder und Jugendliche ab 28 Tagen können es zur Behandlung von Blutgerinnseln und zur Vorbeugung eines Wiederauftretens erhalten.
Welche Nebenwirkungen hat Apixaban am häufigsten?
Am häufigsten sind Blutungen. Bei Vorhofflimmern gehören Blutungen im Auge, im Magen-Darm-Trakt und aus dem Enddarm, Blut im Urin, Nasen- und Zahnfleischbluten, Blutergüsse, Blutarmut, niedriger Blutdruck, Übelkeit und ein erhöhter Leberwert (GGT) zu den häufigen Nebenwirkungen (bis zu 1 von 10 Behandelten). Blutungen können lebensbedrohlich sein und müssen sofort ärztlich abgeklärt werden.
Darf ich Ibuprofen oder ASS zusammen mit Apixaban nehmen?
Entzündungshemmende oder schmerzlindernde Mittel wie Acetylsalicylsäure (ASS) oder Naproxen erhöhen zusammen mit Apixaban das Blutungsrisiko; besonders hoch ist es laut Packungsbeilage bei Menschen über 75 Jahren, die ASS einnehmen. Laut Fachinformation erhöhen nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) typischerweise das Blutungsrisiko und sollen mit Apixaban nur mit Vorsicht eingesetzt werden; zu den NSAR gehört auch Ibuprofen. Fragen Sie deshalb vor jedem Schmerzmittel Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, auch bei rezeptfreien Präparaten.
Was mache ich, wenn ich eine Dosis Apixaban vergessen habe?
Eine vergessene Morgendosis nehmen Sie ein, sobald Sie es bemerken, auch zusammen mit der Abenddosis. Eine vergessene Abenddosis dürfen Sie nur am selben Abend nachholen; nehmen Sie am nächsten Morgen nicht zwei Dosen, sondern fahren Sie wie gewohnt fort. Sind Sie unsicher oder haben Sie mehr als eine Dosis versäumt, fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.
Muss ich Apixaban vor einer Operation oder beim Zahnarzt absetzen?
Vor einer Operation oder einem Eingriff, der Blutungen verursachen kann, kann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt eine vorübergehende Pause anordnen. Laut Fachinformation sollte Apixaban mindestens 48 Stunden vor geplanten Operationen oder Eingriffen mit mittlerem bis hohem und mindestens 24 Stunden vor solchen mit niedrigem Blutungsrisiko abgesetzt und danach so bald wie möglich wieder aufgenommen werden. Setzen Sie es nicht selbst ab: Zeigen Sie vor jeder Behandlung, auch in der Zahnarztpraxis, Ihren Patientenausweis, und fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie nicht sicher sind, ob ein Eingriff Blutungen verursachen kann.
Darf ich mit Apixaban Auto fahren?
Eine Beeinträchtigung der Verkehrstüchtigkeit ist für Apixaban nicht nachgewiesen; laut Fachinformation hat es keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss darauf. Häufig ist aber eine Blutarmut, die Müdigkeit und Blässe verursachen kann; bei Vorhofflimmern ist auch ein niedriger Blutdruck mit möglichem Schwächegefühl häufig. Schwindel, Müdigkeit, Blässe oder Schwäche können außerdem Anzeichen einer Blutung sein und müssen sofort ärztlich abgeklärt werden.
Darf ich Apixaban in der Schwangerschaft oder Stillzeit nehmen?
Wie Apixaban auf eine Schwangerschaft und das ungeborene Kind wirkt, ist nicht bekannt; in der Schwangerschaft sollten Sie es nicht einnehmen. Werden Sie während der Behandlung schwanger, informieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Ob Apixaban in die Muttermilch übergeht, ist nicht bekannt. Vor einer Einnahme in der Stillzeit berät Sie Ihre Ärztin oder Ihr Arzt, ob Sie abstillen oder auf die Behandlung verzichten.
Wie hoch ist die Dosis von Apixaban?
Die Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest; sie hängt vom Anwendungsgebiet ab und bei Vorhofflimmern auch von Alter, Körpergewicht und Nierenfunktion. Was die Packungsbeilage dazu angibt, steht im Abschnitt Dosierung laut Packungsbeilage. Ändern Sie die Dosis nicht selbst.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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