BehandlungenBehandlung

Narkose: Nebenwirkungen

Zu den häufigsten Nebenwirkungen direkt nach Operationen gehören laut IQWiG Benommenheit, Übelkeit und Kreislaufprobleme durch die Vollnarkose, dazu Schmerzen infolge des Eingriffs; bei Vollnarkosen sind Nebenwirkungen häufiger als bei Teilnarkosen. Wichtig ist laut IQWiG, Beschwerden nach der Operation sofort der Pflegekraft, der Ärztin oder dem Arzt mitzuteilen, vor allem Atembeschwerden. Bei schwerer Atemnot, Bewusstlosigkeit oder starken Brustschmerzen ist der Notruf 112 zuständig. Einen Verdacht auf eine Nebenwirkung eines Arzneimittels können Sie über nebenwirkungen.bund.de melden.

Frau um die sechzig mit kurzem grauem Haar in senfgelber Strickjacke im Gespräch mit einer Narkoseärztin mit dunkelblondem Zopf an einem hellen Tisch
Bild: KI-generiert

Zu den häufigsten Nebenwirkungen direkt nach Operationen gehören laut dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) Benommenheit, Übelkeit und Kreislaufprobleme durch die Vollnarkose, dazu Schmerzen infolge des Eingriffs [1]. Bei Vollnarkosen sind Nebenwirkungen laut IQWiG häufiger als bei Teilnarkosen; ernsthafte Probleme durch die Narkose sind heute sehr selten [1]. Wichtig ist laut IQWiG, Beschwerden nach der Operation sofort der betreuenden Pflegekraft, der Ärztin oder dem Arzt mitzuteilen, vor allem wenn Atembeschwerden auftreten [3]. Schwere Atemnot, Bewusstlosigkeit und starke Brustschmerzen sind Fälle für den Notruf 112 [21]. Weitere Behandlungen finden Sie in der Übersicht Behandlungen.

Was bei der Narkose passiert

Eine Narkose (Anästhesie) ist laut IQWiG nötig, damit man während eines Eingriffs keine Schmerzen spürt. Das IQWiG unterscheidet zwei Arten [1]:

  • Regionalanästhesie (Teilnarkose): Das Schmerzempfinden wird nur in einem Teil des Körpers ausgeschaltet, zum Beispiel im Arm, im Bein oder in der unteren Körperhälfte [1].
  • Allgemeinanästhesie (Vollnarkose): Der Körper wird in einen Tiefschlaf versetzt und das Schmerzempfinden im gesamten Körper ausgeschaltet. Sie wird bei größeren Eingriffen eingesetzt oder wenn keine Regionalanästhesie möglich oder gewünscht ist. Auch bei Kindern oder bei Menschen, die große Angst vor dem Eingriff haben, kann eine Vollnarkose nötig sein [1].

Für eine Vollnarkose wird laut dem Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten (BDA) meist eine Kombination von Medikamenten eingesetzt: je nach Einzelfall Schlafmittel, Mittel gegen Schmerzen, Mittel zur Muskelerschlaffung und zur Beeinflussung des vegetativen Nervensystems. Sie werden in die Vene gespritzt oder der Atemluft beigemischt [11]. Bei längeren Eingriffen wird ein Schlauch in die Luftröhre (Intubation) oder in den Rachen (Kehlkopfmaske) eingeführt, um die Atmung zu sichern [11]. Je nachdem, wie tief die Narkose ist, legt die Betäubung laut IQWiG auch die Atmung lahm; dann übernimmt ein Beatmungsgerät die Atmung [2].

Am Tag der Operation oder Untersuchung bekommen Sie laut BDA in der Regel Medikamente, die das Einleiten der Anästhesie erleichtern; sie können beruhigend oder schmerzlindernd wirken oder die Bildung von Magensäure oder Speichel hemmen [15]. Kurz vor dem Eingriff werden Herztätigkeit (EKG) und Blutdruck ständig überwacht, eine Infusion wird in eine Arm- oder Handrückenvene gelegt, und ein kleines Messgerät am Finger zeigt, wie viel Sauerstoff im Blut ist [15]. Bei einer Operation unter Vollnarkose im Krankenhaus überwacht laut IQWiG eine Narkoseärztin oder ein Narkosearzt während der gesamten Operation Kreislauf, Herzfunktion und Atmung. Nach einer Vollnarkose werden frisch Operierte im Krankenhaus in den Aufwachraum gebracht und dort noch eine Zeit lang betreut und überwacht [1].

Zur Regionalanästhesie zählt der BDA unter anderem die Armplexus-Anästhesie für Arm oder Schulter, die Blockade einzelner Nerven an Arm oder Bein, die Spinalanästhesie für Eingriffe unterhalb des Rippenbogens und die Periduralanästhesie (PDA) für Eingriffe an Oberkörper, Bauch, Becken, Unterleib und Beinen [12]. Bei der Spinalanästhesie wird laut IQWiG nach örtlicher Betäubung im Bereich der Lendenwirbelsäule ein örtlich betäubendes Medikament in den Spinalraum gespritzt, der mit Rückenmarksflüssigkeit gefüllt ist [5]. Bei der PDA werden laut IQWiG Schmerzmittel über einen dünnen Schlauch (Katheter) in den Periduralraum im Rücken gegeben, der das Rückenmark umgibt [3]. Während einer Regionalanästhesie können Sie die Operation laut BDA wach erleben, wenn Sie das wünschen; wer lieber schlafen möchte, kann ein Schlafmittel über die Infusion bekommen. Reicht die Betäubung nicht aus, ist laut BDA der Übergang in eine Allgemeinanästhesie jederzeit möglich [14].

Auch vor Untersuchungen wie einer Darmspiegelung kann laut Gemeinsamem Bundesausschuss (G-BA) ein Beruhigungs- oder Narkosemittel gegeben werden [10]. Wie die Darmreinigung davor abläuft, erklärt die Seite Abführlösung vor der Darmspiegelung.

Medikamente bei der Narkose

Die Medikamente für eine Narkose stimmt die Narkoseärztin oder der Narkosearzt laut BDA auf die einzelne Person ab, unter anderem nach Alter, Geschlecht, Gewicht und Fitness; wichtig ist zum Beispiel auch zu wissen, ob Sie Schmerzmittel nehmen [16]. Deshalb spricht die Narkoseärztin oder der Narkosearzt vor dem Eingriff ausführlich mit Ihnen und füllt einen Fragebogen aus [16].

Beruhigungsmittel vor der Operation: Wer bereits am Abend vor der Operation im Krankenhaus ist, kann laut IQWiG ein Schlaf- und Beruhigungsmedikament gegen die Aufregung bekommen. Diese Benzodiazepine wirken angstlösend und entspannend und machen gleichzeitig schläfrig [4]. Es gibt laut IQWiG Hinweise, dass sie das Risiko für Verwirrtheit (Delir) nach dem Eingriff erhöhen, außerdem kann es zu Benommenheit oder Übelkeit kommen. Deshalb wägen Ärztinnen und Ärzte individuell ab, ob Benzodiazepine infrage kommen; besonders bei älteren Menschen sind Fachleute zurückhaltend [4]. Mehr zur Wirkstoffgruppe auf der Seite Beruhigungs- und Schlafmittel; die Angaben der Packungsbeilage von Midazolam als Injektionslösung stehen auf der Seite Midazolam.

Schmerzmittel nach der Operation: Nach kleineren Operationen und bei leichten Schmerzen kommen laut IQWiG in der Regel Wirkstoffe wie Paracetamol, Metamizol oder nicht steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac zum Einsatz. Nach größeren Operationen und bei mittelstarken bis starken Schmerzen werden meist stärkere Medikamente gebraucht, oft Opioide wie Tramadol oder Morphin, wegen ihrer Nebenwirkungen in möglichst niedriger Dosierung [3]. Mehr zur Gruppe der Opioide.

Mittel gegen Übelkeit: Bei bekannter Veranlagung zu Übelkeit können laut BDA vorbeugende Maßnahmen angewendet werden [13]. Wirkstoffe gegen Übelkeit und Erbrechen stellt die Seite Mittel gegen Übelkeit vor; eine eigene Seite gibt es zum Beispiel für Ondansetron.

Häufige Nebenwirkungen

Die Tabelle nennt, was IQWiG und G-BA zu einzelnen Teilen einer Narkose schreiben [1, 2, 3, 4, 5, 10]. Die Wörter "häufig" und "selten" stammen aus diesen Quellen und sind keine Häufigkeitsklassen einer Packungsbeilage.

Mögliche Nebenwirkungen laut IQWiG und G-BA
BereichWas die Quelle nenntQuelle
Direkt nach OperationenZu den häufigsten Nebenwirkungen gehören Benommenheit, Übelkeit und Kreislaufprobleme durch die Vollnarkose, aber auch Schmerzen infolge des EingriffsIQWiG [1]
Jede NarkoseRisiko für Komplikationen, zum Beispiel Abfall oder Anstieg des Blutdrucks oder des PulsesIQWiG [1]
Beatmung über einen Schlauch in der Luftröhre (Intubation)Verletzungen beim Intubieren, Heiserkeit und Hustenreiz nach der Beatmung; im Vergleich zur Beatmung mit Maske sind mehr Medikamente nötig, die den Kreislauf belasten könnenIQWiG [2]
Verwirrtheit nach der Operation (Delir)Besonders bei älteren oder stärker erkrankten Menschen; über einige Tage, manchmal auch Wochen verwirrt, orientierungslos und sehr unruhig, auch Halluzinationen; bei Kindern ebenfalls häufig, legt sich aber meist innerhalb weniger MinutenIQWiG [1]
Beruhigungsmittel (Benzodiazepine) vor der OperationHinweise auf ein erhöhtes Risiko für Verwirrtheit (Delir) nach dem Eingriff; Benommenheit oder ÜbelkeitIQWiG [4]
Beruhigungs- oder Narkosemittel bei der DarmspiegelungZum Beispiel Schwindel oder Herz-Kreislauf-ProblemeG-BA [10]
Spinalanästhesie und PDA beim KaiserschnittVorübergehende Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme und Übelkeit; die Kopfschmerzen bessern sich oft im Liegen ("postpunktuelles Syndrom")IQWiG [5]
Rückenmarksnahe Verfahren (zum Beispiel PDA)Die Einstichstelle kann sich entzünden; sehr selten Verletzungen des Rückenmarks oder BlutungenIQWiG [3]
Opioide gegen Schmerzen nach der OperationZu den häufigen Nebenwirkungen gehören Übelkeit, Erbrechen, Harnverhalt, Verstopfung oder Juckreiz; auch Albträume oder WahrnehmungsstörungenIQWiG [3]
NSAR, Paracetamol oder Metamizol nach der OperationUnter anderem Magen-Darm-Beschwerden, Hautausschlag oder ein Absinken des BlutdrucksIQWiG [3]

Übelkeit: Eine Gewähr für ein Aufwachen ohne Übelkeit gibt es laut BDA nicht. Ob Übelkeit auftritt, hängt von der persönlichen Veranlagung und der durchgeführten Operation ab [13]. Mehr zu Übelkeit und Erbrechen allgemein.

Aufwachen: Schon wenige Minuten nach Ende der Operation können Sie laut BDA selbst wieder ausreichend atmen und sich verständigen. Bis Sie wach genug für Lesen oder Fernsehen sind, vergehen häufig mindestens eine, nicht selten mehrere Stunden [13].

Verwirrtheit: Neben dem länger anhaltenden Delir, das das IQWiG beschreibt [1], nennt der BDA in seinen Tipps für ältere Menschen eine Verwirrtheit nach der Operation, die in manchen Fällen auch dann auftreten kann, wenn Eingriff und Narkose unauffällig verlaufen; sie bessert sich laut BDA rasch, und in den meisten Fällen wird das mentale Ausgangsniveau wieder erreicht [19].

Mehr zu Übelkeit, Verwirrtheit, niedrigem Blutdruck, Kopfschmerzen, Verstopfung, Juckreiz und Blasenproblemen als Nebenwirkung von Medikamenten; die Tabellen dort zeigen einzelne Wirkstoffe, nicht die Narkose.

Seltene und schwere Nebenwirkungen

Ernsthafte Probleme durch die Narkose sind laut IQWiG heute sehr selten [1]. Laut BDA können in seltenen Fällen Komplikationen auftreten; das Risiko dafür wird weniger von der Anästhesie selbst als von Begleiterkrankungen und der Art der Operation bestimmt [13].

Mageninhalt in der Lunge: Die Allgemeinanästhesie schaltet laut BDA neben Bewusstsein und Schmerzempfinden auch Schutzreflexe wie den Schluck- und Hustenreflex aus. Dadurch kann Mageninhalt in den Rachen gelangen, eingeatmet werden und eine Lungenentzündung hervorrufen [13]. Das IQWiG nennt das Zurückfließen von Mageninhalt in die Luftröhre während der Beatmung Aspiration; um das Risiko gering zu halten, soll man vor Operationen nüchtern sein [2]. Was dabei für Medikamente gilt, etwa für GLP-1-Agonisten, erklärt der Ratgeber Medikamente vor der OP.

Beatmung: Zu Komplikationen kann es laut IQWiG kommen, wenn der Beatmungsschlauch nicht richtig in der Luftröhre liegt, etwa in der Speiseröhre oder zu tief in der Lunge; deshalb wird nach der Intubation zusätzlich geprüft, ob er richtig liegt [2]. Selten kommt es während einer Operation zu Nebenwirkungen der Beatmung wie Schäden an den Atemwegen oder der Lunge, Kreislaufstörungen oder Infektionen mit Krankenhauskeimen; sie spielen laut IQWiG eher eine Rolle, wenn man länger beatmet werden muss oder die Lunge bereits geschädigt ist [2].

Betäubung am Rückenmark: Bei allen rückenmarksnahen Verfahren kann sich laut IQWiG die Einstichstelle entzünden; sehr selten kann es zu Verletzungen des Rückenmarks oder zu Blutungen kommen [3]. Bleibende Schäden durch eine Regionalanästhesie sind laut BDA heute extrem selten [14].

Gerinnungshemmer und Betäubung am Rückenmark: Laut Fachinformation des Enoxaparin-Präparats Inhixa wurden bei Patienten, die Enoxaparin und eine Peridural- oder Spinalanästhesie oder eine Lumbalpunktion erhielten, Fälle von Blutergüssen am Rückenmark (Spinalhämatome) berichtet, mit der Folge einer langfristigen oder dauerhaften Lähmung [8]. In der Liste der Nebenwirkungen führt die Fachinformation das Spinalhämatom als selten, also bei bis zu 1 von 1.000 Behandelten [8, 9]. Das Risiko ist laut Fachinformation erhöht, wenn nach einer Operation ein epiduraler Dauerkatheter gesetzt wird, bei gleichzeitiger Anwendung anderer Mittel mit Einfluss auf die Blutgerinnung wie NSAR, bei verletzenden oder wiederholten Punktionen sowie bei Verformungen der Wirbelsäule oder früheren Operationen an der Wirbelsäule [8]. Diese Häufigkeit gilt nur für Inhixa (Enoxaparin-Injektionslösung). Wie die Spritze unter die Haut abläuft und was Packungsbeilagen von Heparinen sagen, erklärt die Seite Heparinspritze; die Häufigkeitsklassen übersetzt das Werkzeug Häufigkeit übersetzen.

Was Sie tun können

Mann Mitte fünfzig mit braunem Haar in dunkelgrünem Strickpullover ruht zu Hause unter einer hellen Wolldecke auf dem Sofa, neben ihm sitzt eine Frau mit rotbraunem Haar
Bild: KI-generiert

Vor dem Eingriff: Im Krankenhaus gehört zur Aufklärung laut IQWiG ein Gespräch mit einer Narkoseärztin oder einem Narkosearzt. Es ist hilfreich, offene Fragen vorher aufzuschreiben; im Gespräch können Sie auch Ängste ansprechen und klären, wer Sie nach einer ambulanten Operation nach Hause begleitet [1]. Fragen sammeln können Sie mit dem Werkzeug Fragen fürs Arztgespräch. In seinen Tipps für ältere Menschen rät der BDA, im Gespräch alle regelmäßig oder gelegentlich eingenommenen Medikamente anzugeben und, falls vorhanden, Vorbefunde oder einen Anästhesiepass mitzubringen [19]. Eine Vorlage für die Liste ist das Werkzeug Medikationsplan. Wer raucht, hat nach Operationen laut IQWiG häufiger mit Komplikationen zu tun, vor allem bei der Wundheilung; einige Wochen vor der Operation mit dem Rauchen aufzuhören, kann das Risiko für Komplikationen verringern [4].

Nach dem Eingriff im Krankenhaus: Wichtig ist laut IQWiG, das Personal auf Beschwerden wie Benommenheit, Übelkeit, Kreislaufprobleme oder Schmerzen aufmerksam zu machen, damit sie ausreichend behandelt werden können [1]. Für eine ausreichende Schmerzbehandlung brauchen Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte laut IQWiG den Ort, die Art und die Stärke der Schmerzen und wie stark sie in Ruhe oder bei Belastung sind [3]. Längere Bettruhe nach Operationen ist laut IQWiG heute die Ausnahme; meist wird man ermuntert, nach dem Eingriff wieder aufzustehen und sich zu bewegen, sobald es geht [1]. Mangelnde Bewegung erhöht laut IQWiG das Risiko für ein Blutgerinnsel (Thrombose) [3]. Nach einer Bauchoperation darf laut IQWiG meist so lange nichts gegessen werden, bis sich der Darm wieder bewegt; nach anderen Operationen ist Essen und Trinken wieder möglich, sobald die Narkose abgeklungen ist [1].

Nach ambulanten Eingriffen: Auf seiner Seite zur Regionalanästhesie schreibt der BDA: "Beachten Sie bitte 24 Stunden nach ambulanten Eingriffen folgende Regeln" [18]:

  • "Nehmen Sie nicht ohne Begleitperson am Straßenverkehr teil. Fahren Sie keinesfalls mit einem Fahrzeug." [18]
  • "Arbeiten Sie nicht an oder mit gefährlichen Maschinen." [18]
  • "Nehmen Sie nur die verordneten Schmerz-, Schlaf- oder Beruhigungsmittel ein. Trinken Sie keinen Alkohol." [18]
  • "Treiben Sie keinen Sport." und "Treffen Sie keine wichtigen Entscheidungen" [18]
  • "Lassen Sie sich nach dem Eingriff in jedem Fall von einer erwachsenen Person abholen." [18]
  • "Ihre Betreuung zu Hause muss für die ersten 24 Stunden durch einen Erwachsenen sichergestellt sein." und "Im Haus muss ein Telefon vorhanden sein." [18]

Nach einer Darmspiegelung mit einem Beruhigungs- oder Narkosemittel darf man laut G-BA für 24 Stunden nicht Auto fahren, weil es eine Weile dauert, bis das Medikament wieder abgebaut ist [10]. Mehr im Ratgeber Medikamente und Autofahren.

Beschwerden festhalten und melden: Beschwerden, Beginn und Dauer können Sie im Nebenwirkungs-Tagebuch notieren. Einen Verdacht auf eine Nebenwirkung eines Arzneimittels können Sie über das allgemeine Meldeformular auf nebenwirkungen.bund.de melden; die Meldung geht direkt an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) oder das Paul-Ehrlich-Institut [20]. Wenn möglich, sollte sie unter anderem die Bezeichnung des Arzneimittels enthalten; zur Diagnose und Behandlung der Beschwerden sollten Sie laut nebenwirkungen.bund.de unverzüglich eine Ärztin oder einen Arzt kontaktieren [20]. Wie die Meldung abläuft, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Wer die Behandlung nicht oder nur mit Vorsicht bekommen sollte

Die Operationsrisiken hängen laut IQWiG sehr stark von der Art des Eingriffs ab, aber auch vom Alter oder von Vorerkrankungen [1]. Wichtig ist laut IQWiG, dass die operierenden Ärztinnen und Ärzte über Vorerkrankungen, Allergien oder Blutgerinnungsstörungen sowie über die Einnahme von Medikamenten informiert sind [1]. In seinen Tipps für ältere Menschen schreibt der BDA, dass die Narkoseärztin oder der Narkosearzt individuell entscheiden muss, welche Behandlungsform infrage kommt, und dafür alle wichtigen Umstände kennen muss [19].

Eine PDA unter der Geburt kommt laut IQWiG bei manchen Frauen nicht infrage, zum Beispiel bei einer Allergie gegen die Medikamente oder einer Störung der Blutgerinnung [6]. Bei Beruhigungsmitteln aus der Gruppe der Benzodiazepine sind Fachleute laut IQWiG besonders bei älteren Menschen zurückhaltend [4].

Wer das Enoxaparin-Präparat Inhixa zur Behandlung von Blutgerinnseln anwendet, darf es laut Packungsbeilage nicht anwenden, wenn innerhalb von 24 Stunden eine Spinal- oder Periduralanästhesie oder eine Lumbalpunktion erfolgt [9]. Ist eine solche Betäubung geplant, informieren Sie laut Packungsbeilage Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, dass Sie Inhixa anwenden, und auch über Probleme mit der Wirbelsäule oder eine frühere Wirbelsäulenoperation; zwischen Inhixa und diesen Verfahren sollte ein zeitlicher Abstand eingehalten werden [9]. Diese Angaben gelten nur für Inhixa.

Andere Medikamente

Wichtig ist laut IQWiG, die Ärztin oder den Arzt vor der Operation über bestehende Schmerzen und darüber zu informieren, ob und welche Medikamente eingenommen werden; wer regelmäßig starke Schmerzmittel, größere Mengen Alkohol oder andere Drogen zu sich nimmt, benötigt nach einem Eingriff möglicherweise andere Medikamente als die üblicherweise eingesetzten [3]. Auch wer vor der Aufnahme in die Klinik Schlaf- oder Beruhigungsmittel eingenommen hat, sollte laut IQWiG die Ärztinnen und Ärzte darüber informieren [4]. Wenn Sie morgens Medikamente einnehmen, besprechen Sie laut BDA mit der Narkoseärztin oder dem Narkosearzt, welche Sie vor der Anästhesie noch einnehmen können [17]. Was bei Blutverdünnern, Diabetesmitteln und GLP-1-Agonisten vor einer Operation gilt, steht im Ratgeber Medikamente vor der OP. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Schwangerschaft und Stillzeit

Ein Kaiserschnitt findet laut IQWiG meist mit einer Regionalanästhesie statt, der Spinalanästhesie: Nur die untere Körperhälfte ist betäubt, die Frau ist bei vollem Bewusstsein [5]. Eine Vollnarkose kommt laut IQWiG nur in Notfällen infrage oder wenn eine Frau dies ausdrücklich wünscht. Für einen Notkaiserschnitt ist in der Regel eine Vollnarkose nötig; hat die Frau bereits eine PDA, können die nötigen Medikamente darüber gegeben werden, dann ist meist keine zusätzliche Vollnarkose notwendig [5]. Bei Spinalanästhesie und PDA kann es zu vorübergehenden Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Kreislaufproblemen und Übelkeit kommen [5].

Für die PDA unter der Geburt nennt das IQWiG diese häufigen, meist vorübergehenden Nebenwirkungen: Benommenheit (etwa 55 von 100 Frauen fühlen sich benommen und müde), Probleme beim Wasserlassen (etwa 18 von 100), Übelkeit und Erbrechen (ungefähr 16 von 100), niedriger Blutdruck (etwa 16 von 100), Fieber (ungefähr 13 von 100), Juckreiz (etwa 3 von 100) und erschwerte Atmung (bei etwa 2 von 100 ist die Atmung verlangsamt, sodass sie Sauerstoff über eine Maske benötigen) [6]. Selten wird beim Legen der PDA die äußere Schutzhülle des Rückenmarks verletzt; austretende Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) kann starke Kopfschmerzen hervorrufen, die laut IQWiG in der Regel nach einigen Tagen abklingen [6]. Spezielle Risiken für das Kind durch die PDA sind laut IQWiG nicht nachgewiesen; enthält die PDA Opioide, könnten sie die Atmung des Babys beeinträchtigen, das Risiko dafür ist bei einer PDA laut IQWiG aber deutlich geringer, als wenn die Frau Opioide in einen Muskel oder eine Vene gespritzt bekommt [6].

Nach einem Kaiserschnitt kann der Stillbeginn laut IQWiG schwieriger sein, zum Beispiel nach einer Vollnarkose; Hebammen und Stillberaterinnen können dabei unterstützen [5]. Was die Packungsbeilage von Midazolam als Injektionslösung zum Stillen sagt, steht auf der Seite Midazolam. Allgemeines erklären die Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.

Aktuelle Sicherheitsinformationen

Zu Metamizol, das das IQWiG als Schmerzmittel nach kleineren Operationen nennt [3], haben die Zulassungsinhaber metamizolhaltiger Arzneimittel in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und dem BfArM zwei Rote-Hand-Briefe herausgegeben. Zu den Maßnahmen im Rote-Hand-Brief vom 09.12.2024 (vom BfArM am selben Tag veröffentlicht) gehört: Patienten, die mit Metamizol behandelt werden, müssen darüber informiert werden, dass zu den Frühsymptomen einer Agranulozytose (einer plötzlichen und starken Abnahme von Granulozyten) Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen und schmerzhafte Schleimhautveränderungen insbesondere in Mund, Nase und Rachen oder im Genital- oder Analbereich gehören. Patienten müssen laut Brief jederzeit auf diese Symptome achten, da diese zu jedem Zeitpunkt während der Behandlung und auch kurz nach Behandlungsende auftreten können; sie müssen die Behandlung abbrechen und sofort einen Arzt aufsuchen, wenn sie diese Symptome entwickeln [22]. Im Rote-Hand-Brief vom 15.12.2020 informierten die Zulassungsinhaber darüber, dass Fälle eines arzneimittelbedingten Leberschadens unter der Behandlung mit Metamizol berichtet wurden [23]. Mehr dazu auf der Seite Metamizol; was Rote-Hand-Briefe sind, erklärt der Ratgeber Rote-Hand-Briefe und Rückrufe.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Im Krankenhaus ist es laut IQWiG immer wichtig, Beschwerden nach der Operation sofort der betreuenden Pflegekraft, den Ärztinnen oder Ärzten mitzuteilen, vor allem wenn Atembeschwerden auftreten [3]. Bei einer schweren allergischen Reaktion (anaphylaktischer Schock) kann es laut gesund.bund.de zu Atemnot, Bewusstseinsstörungen oder sogar einem Kreislaufstillstand kommen; dann sollte sofort die Notrufnummer 112 gerufen werden [7]. Bewusstlosigkeit oder erhebliche Bewusstseinstrübung, schwere Atemnot, starke Brustschmerzen oder Herzbeschwerden und starke, nicht stillbare Blutungen nennt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) als Fälle für den Notruf 112 [21].

Nach einer Betäubung am Rückenmark unter Enoxaparin sind Patienten laut Fachinformation von Inhixa anzuweisen, unverzüglich das medizinische Fachpersonal oder die Ärztin oder den Arzt zu informieren, wenn sie Rückenschmerzen, Gefühllosigkeit oder Schwäche in den Beinen oder Störungen der Darm- oder Blasenfunktion bemerken [8]. Sind die Praxen geschlossen, handelt es sich um Beschwerden, mit denen Sie sonst eine Praxis aufsuchen würden, und kann die Behandlung aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten, hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 [21].

Quellen

  1. Operationen (Abschnitte Vorbereitung, Die Operation, Nachbehandlung). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 27.05.2026. abgerufen am 21.10.2026
  2. Wie funktioniert die Beatmung bei einer Operation? (Abschnitte Warum wird beatmet, Welche Nebenwirkungen und Komplikationen sind möglich?). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 16.04.2025. abgerufen am 21.10.2026
  3. Schmerzen nach Operationen (Abschnitte Was ist vor einer Operation wichtig?, Wie lassen sich Schmerzen beschreiben?, Welche Schmerzmittel gibt es?, Was sind rückenmarksnahe Verfahren?, Welche Nebenwirkungen haben Schmerzmittel?). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 27.05.2026. abgerufen am 21.10.2026
  4. Was hilft gegen Ängste vor einer Operation? (Abschnitte Helfen Beruhigungsmittel gegen Angst vor einer Operation?, Was bewirkt der Griff zur Zigarette?). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 27.05.2026. abgerufen am 21.10.2026
  5. Wie läuft ein Kaiserschnitt ab? (Abschnitte Wie funktioniert die Narkose?, Notkaiserschnitt, Stillen). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 22.07.2026. abgerufen am 21.10.2026
  6. Periduralanästhesie (PDA) und andere Medikamente gegen Schmerzen bei der Geburt (Abschnitte Welche Nebenwirkungen hat die PDA?, Wie wirkt sich die PDA auf das Kind aus?). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 01.04.2026. abgerufen am 21.10.2026
  7. Behörde Medikamentenallergie (Abschnitte Symptome und Behandlung). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 14.03.2024. abgerufen am 21.10.2026
  8. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Inhixa (EPAR), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation), Abschnitte 4.4 (Peridural-/Spinalanästhesie bzw. Lumbalpunktion) und 4.8. Techdow Pharma Netherlands B.V. (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 07/2026 (EMA, aktualisiert am 16.07.2026). abgerufen am 21.10.2026
  9. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Inhixa (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilage Inhixa 2.000 IE bis 10.000 IE Injektionslösung (Fertigspritzen), Abschnitte 2 und 4. Techdow Pharma Netherlands B.V. (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 07/2026 (EMA, aktualisiert am 16.07.2026). abgerufen am 21.10.2026
  10. Darmkrebs-Früherkennung: Angebot der gesetzlichen Krankenversicherung, Versicherteninformation für Männer ab 50 Jahren (Abschnitte Wie läuft eine Darmspiegelung ab?, Welche Nachteile und Risiken hat eine Darmspiegelung?). Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA). Stand Januar 2025. abgerufen am 21.10.2026
  11. Die Allgemeinanästhesie (Narkose). Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten (BDA), sichere-narkose.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 21.10.2026
  12. Übersicht der verschiedenen Anästhesieverfahren. Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten (BDA), sichere-narkose.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 21.10.2026
  13. Die meistgestellten Fragen zur Allgemeinanästhesie. Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten (BDA), sichere-narkose.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 21.10.2026
  14. Die meistgestellten Fragen zur Regionalanästhesie. Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten (BDA), sichere-narkose.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 21.10.2026
  15. Der Ablauf vor der Anästhesie. Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten (BDA), sichere-narkose.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 21.10.2026
  16. Informationen zur Anästhesie: Sicherheit (Abschnitt Individuelle Medikation). Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten (BDA), sichere-narkose.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 21.10.2026
  17. Verhaltenshinweise Allgemeinanästhesie: Vor der Anästhesie. Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten (BDA), sichere-narkose.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 21.10.2026
  18. Verhaltenshinweise Regionalanästhesie: Nach ambulanten Eingriffen. Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten (BDA), sichere-narkose.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 21.10.2026
  19. Narkose für Senioren: Tipps zur Operation. Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten (BDA), sichere-narkose.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 21.10.2026
  20. Behörde Nebenwirkungen melden: Startseite (Allgemeines Meldeformular; Welche Angaben sollte ich machen?; Wie funktioniert das Melden?). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte und Paul-Ehrlich-Institut, nebenwirkungen.bund.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 21.10.2026
  21. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitte "116117 oder 112?" und "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 21.10.2026
  22. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu metamizolhaltigen Arzneimitteln: Wichtige Maßnahmen zur Minimierung der schwerwiegenden Folgen des bekannten Risikos für Agranulozytose. Zulassungsinhaber metamizolhaltiger Arzneimittel in Abstimmung mit EMA und BfArM; veröffentlicht vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand Brief 09.12.2024, veröffentlicht 09.12.2024. abgerufen am 21.10.2026
  23. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu Metamizol: Risiko für arzneimittelbedingten Leberschaden. Zulassungsinhaber metamizolhaltiger Arzneimittel in Abstimmung mit EMA und BfArM; veröffentlicht vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand Brief 15.12.2020, veröffentlicht 15.12.2020. abgerufen am 21.10.2026

Häufige Fragen

Welche Nebenwirkungen hat eine Narkose?

Zu den häufigsten Nebenwirkungen direkt nach Operationen gehören laut IQWiG Benommenheit, Übelkeit und Kreislaufprobleme durch die Vollnarkose. Bei jeder Narkose besteht ein Risiko für Komplikationen, zum Beispiel einen Abfall oder Anstieg von Blutdruck oder Puls. Nach einer Beatmung über einen Schlauch in der Luftröhre sind Heiserkeit und Hustenreiz möglich. Eine Übersicht steht im Abschnitt Häufige Nebenwirkungen.

Ist Übelkeit nach der Narkose normal und was hilft?

Übelkeit gehört laut IQWiG zu den häufigsten Nebenwirkungen direkt nach Operationen. Ob sie auftritt, hängt laut Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten (BDA) von der persönlichen Veranlagung und der Operation ab; bei bekannter Veranlagung können vorbeugende Maßnahmen angewendet werden. Wichtig ist laut IQWiG, das medizinische Personal auf solche Beschwerden aufmerksam zu machen, damit sie ausreichend behandelt werden können.

Wie lange dauert es, bis ich nach der Narkose wieder wach bin?

Schon wenige Minuten nach Ende der Operation können Sie laut BDA selbst wieder ausreichend atmen und sich verständigen. Bis Sie wieder wach genug für Lesen oder Fernsehen sind, vergehen laut BDA häufig mindestens eine, nicht selten mehrere Stunden.

Darf ich nach einer Narkose Auto fahren?

Für die Zeit nach ambulanten Eingriffen nennt der BDA Regeln für 24 Stunden, darunter: "Nehmen Sie nicht ohne Begleitperson am Straßenverkehr teil. Fahren Sie keinesfalls mit einem Fahrzeug." Nach einer Darmspiegelung mit Beruhigungs- oder Narkosemittel darf man laut G-BA für 24 Stunden nicht Auto fahren, weil es eine Weile dauert, bis das Medikament abgebaut ist. Mehr im Ratgeber Medikamente und Autofahren.

Kann man nach einer Narkose verwirrt sein?

Ja. Besonders bei älteren oder stärker erkrankten Menschen kann laut IQWiG nach der Operation ein Delir auftreten: Sie können über einige Tage, manchmal auch Wochen verwirrt, orientierungslos und sehr unruhig sein und halluzinieren. Bei Kindern ist das laut IQWiG auch häufig, legt sich aber meist innerhalb weniger Minuten. Der BDA beschreibt in seinen Tipps für ältere Menschen eine Verwirrtheit nach der Operation, die in manchen Fällen auch dann auftreten kann, wenn Eingriff und Narkose unauffällig verlaufen, und die sich rasch bessert; in den meisten Fällen wird das mentale Ausgangsniveau wieder erreicht.

Warum muss ich vor der Narkose nüchtern sein?

Die Allgemeinanästhesie schaltet laut BDA auch Schutzreflexe wie den Schluck- und Hustenreflex aus. Dann kann Mageninhalt in den Rachen gelangen, eingeatmet werden und eine Lungenentzündung hervorrufen. Das Nüchternbleiben soll laut IQWiG unter anderem verhindern, dass während des Eingriffs Nahrung in die Luftröhre gelangt. Wie lange vorher Sie nichts essen und trinken dürfen, steht im Ratgeber Medikamente vor der OP.

Kann ich während der Operation aufwachen?

Laut BDA überprüft die Narkoseärztin oder der Narkosearzt während der Operation ständig die Narkosetiefe und vermeidet so, dass Sie während des Eingriffs wach werden. Bei einer Regionalanästhesie können Sie die Operation laut BDA wach erleben, wenn Sie das wünschen; wer lieber schlafen möchte, kann ein Schlafmittel über die Infusion bekommen.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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