ImpfungenImpfung

Pneumokokken-Impfung: Nebenwirkungen und Reaktionen

Bei Erwachsenen, die mit Prevenar 20 geimpft werden, sind laut Fachinformation Schmerzen oder Berührungsempfindlichkeit an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen und Ermüdung sehr häufig. Bei Säuglingen nennen die Fachinformationen von Prevenar 13 und Vaxneuvance unter anderem Fieber, Reizbarkeit, verminderten Appetit und Rötung, Schwellung oder Schmerzen an der Einstichstelle als sehr häufig. Schwellungen von Gesicht, Lippen oder Zunge und Atembeschwerden können laut Packungsbeilage Zeichen einer allergischen Reaktion sein. Dann informieren Sie laut Packungsbeilage von Prevenar 20 umgehend Ihren Arzt, laut Packungsbeilage von Vaxneuvance suchen Sie sofort einen Arzt auf. Einen Verdacht auf eine Nebenwirkung können Sie über das Impfstoff-Meldeformular auf nebenwirkungen.bund.de melden.

Mann Ende sechzig mit kurzem grauem Haar und blauen Augen in rostroter Strickjacke geht ruhig einen Parkweg mit goldenem Herbstlaub entlang
Bild: KI-generiert

Bei Erwachsenen, die mit dem Pneumokokken-Impfstoff Prevenar 20 geimpft werden, sind Schmerzen oder Berührungsempfindlichkeit an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen und Ermüdung sehr häufig; in Studien waren sie laut Fachinformation in der Regel leicht oder mäßig ausgeprägt und klangen innerhalb weniger Tage nach der Impfung ab [1]. Bei Säuglingen, die mit Prevenar 13 oder Vaxneuvance geimpft werden, nennen beide Fachinformationen unter anderem Fieber, Reizbarkeit, verminderten Appetit und Rötung, Schwellung oder Schmerzen an der Einstichstelle als sehr häufig [2, 3]. Schwellungen von Gesicht, Lippen oder Zunge und Atembeschwerden können laut Packungsbeilage Zeichen einer allergischen Reaktion sein. Dann informieren Sie laut Packungsbeilage von Prevenar 20 umgehend Ihren Arzt, laut Packungsbeilage von Vaxneuvance suchen Sie sofort einen Arzt auf [1, 3]. Pneumokokken können unter anderem eine Lungenentzündung und bei Kindern eine Mittelohrentzündung verursachen [1]. Weitere Impfungen stehen in der Übersicht Impfungen.

Was die Impfung ist und wem die STIKO sie empfiehlt

Alle drei Impfstoffe sind laut Fachinformation Pneumokokkenpolysaccharid-Konjugatimpfstoffe: Sie enthalten Polysaccharide von 13 (Prevenar 13), 15 (Vaxneuvance) oder 20 (Prevenar 20) Pneumokokken-Serotypen, gebunden (konjugiert) an das Trägerprotein CRM197 und an Aluminiumphosphat adsorbiert [1, 2, 3]. Das Robert Koch-Institut (RKI) zählt die Pneumokokken-Impfung zu den sogenannten Totimpfstoffen [8].

Laut Fachinformation sollen die Impfstoffe bei Erwachsenen vor invasiven Erkrankungen und Lungenentzündungen (Pneumonie) durch Streptococcus pneumoniae schützen, bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen zusätzlich vor akuter Mittelohrentzündung (Otitis media). Sie schützen nur gegen die enthaltenen Serotypen und möglicherweise nicht alle Geimpften [1, 2, 3].

Die Ständige Impfkommission (STIKO) nennt in ihren Empfehlungen 2026 (Epidemiologisches Bulletin 4/2026, Online-Fassung mit Änderungen bis 10.09.2026) diese Gruppen [4]:

  • Standardimpfung ab 60 Jahren: "Personen ≥ 60 Jahre. Impfung mit dem 20-valenten Konjugat-Impfstoff (PCV20)." (Tabelle 2, Kategorie S) [4]
  • Säuglinge: "Säuglinge (inkl. Frühgeborene) werden mit PCV13 oder PCV15 geimpft" (Impfkalender, Tabelle 1); den 20-valenten Impfstoff berücksichtigt die STIKO für Säuglinge "vorerst nicht" (Kapitel 3.2) [4].
  • Indikationsimpfung: "Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grunderkrankung", zum Beispiel bei Immundefekten wie einer HIV-Infektion, bei chronischen Krankheiten wie Asthma bronchiale, COPD oder mit oralen Medikamenten oder Insulin behandeltem Diabetes mellitus und bei Risiken für eine Pneumokokken-Meningitis wie einem Cochlea-Implantat. Die Empfehlung lautet: "Personen ≥ 2 Jahre (Kinder, Jugendliche und Erwachsene): Impfung mit PCV20." (Tabelle 2, Kategorie I) [4]
  • Berufliche Indikation: "Berufliche Tätigkeiten wie Schweißen und Trennen von Metallen, die zu einer Exposition gegenüber Metallrauchen einschließlich metalloxidischen Schweißrauchen führen", ebenfalls mit der Empfehlung "Impfung mit PCV20." (Tabelle 2, Kategorie B) [4]

Impfstoffe in Deutschland

Die Tabelle enthält die zugelassenen Impfstoffe der Typen, die die STIKO für Säuglinge (PCV13, PCV15) und für Personen ab 2 Jahren (PCV20) nennt [4, 5]. Den 23-valenten Polysaccharid-Impfstoff (PPSV23) nennt die STIKO für keine dieser Gruppen; zur Indikationsimpfung schreibt sie: "Eine sequenzielle Impfung ist nicht mehr empfohlen." [4] Weitere zugelassene Pneumokokken-Impfstoffe nennt die STIKO für die Gruppen dieser Seite nicht [4, 5].

Berücksichtigte Impfstoffe (Auswahl ohne Wertung, Stand Oktober 2026)
ImpfstoffArtzugelassen ab (FI 4.1)ZulassungsinhaberGrundlage
Prevenar 20 (PCV20)Pneumokokkenpolysaccharid-Konjugatimpfstoff (20-valent, adsorbiert)6 WochenPfizer Europe MA EEIGEMA-Produktinformation (FI und GI), Stand 18.11.2025 [1]
Prevenar 13 (PCV13)Pneumokokkenpolysaccharid-Konjugatimpfstoff (13-valent, adsorbiert)6 WochenPfizer Europe MA EEIGEMA-Produktinformation (FI und GI), Stand 05.02.2026 [2]
Vaxneuvance (PCV15)Pneumokokken-Polysaccharid-Konjugatimpfstoff (15-valent, adsorbiert)6 WochenMerck Sharp & Dohme B.V.EMA-Produktinformation (FI und GI), Stand 16.07.2026 [3]

Maßgeblich ist die Packungsbeilage des Impfstoffs, mit dem Sie geimpft werden. Alle drei Impfstoffe stehen in der Liste der zugelassenen Pneumokokken-Impfstoffe des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) [5].

Impfreaktion oder Nebenwirkung?

Frau Anfang sechzig mit kastanienbraunem Haar in petrolfarbener Bluse mit hochgekrempeltem Ärmel und kleinem runden Pflaster am Oberarm sitzt entspannt in einem hellen Wartezimmer mit Pflanzen
Bild: KI-generiert

Die STIKO hat Kriterien für übliche, nicht meldepflichtige Impfreaktionen entwickelt. Dazu zählen eine "für die Dauer von 1 bis 3 Tagen (gelegentlich länger) anhaltende Rötung, Schwellung oder Schmerzhaftigkeit an der Injektionsstelle" und "für die Dauer von 1 bis 3 Tagen Fieber < 39,5° C (bei rektaler Messung), Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit, Unwohlsein, Übelkeit, Unruhe, Schwellung der regionären Lymphknoten" [4]. Beispiele bei Prevenar 20 sind Schmerzen an der Einstichstelle und Kopfschmerzen, die die Fachinformation bei Erwachsenen als sehr häufig nennt [1, 4].

Was über dieses übliche Ausmaß hinausgeht, kann der Verdacht einer Impfkomplikation sein. Nach § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 des Infektionsschutzgesetzes ist "der Verdacht einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung" namentlich zu melden [10]. Laut STIKO gehört diese Meldung an das Gesundheitsamt zu den ärztlichen Aufgaben; die zuständige Landesbehörde übermittelt die Angaben an das PEI [4]. Leistungen der Sozialen Entschädigung für Geschädigte durch Schutzimpfungen regelt § 24 SGB XIV [11].

Nebenwirkungen laut Fachinformation

Für Prevenar 20 gibt die Fachinformation drei Altersgruppen getrennt an. Angaben mit dem Zusatz "Fußnote a" erklärt die Fachinformation so: "Häufigkeit basiert auf Nebenwirkungen, die in klinischen Studien mit Prevenar 13 berichtet wurden, da diese Nebenwirkungen nicht in Studien zu Prevenar 20 mit Säuglingen (Phase 2 und 3), Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren und Erwachsenen ab 18 Jahren (Phase 3) berichtet wurden. Die Häufigkeit ist somit nicht bekannt." Prevenar 13 besteht aus 13 Polysaccharidkonjugaten, die auch in Prevenar 20 enthalten sind [1]. Mehr zu einzelnen Beschwerden: Kopfschmerzen als Nebenwirkung, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Müdigkeit, Durchfall und Hautausschlag.

Prevenar 20 (Konjugatimpfstoff, Erwachsene)

Prevenar 20: Nebenwirkungen laut Fachinformation (Stand 11/2025), Erwachsene ab 18 Jahren
HäufigkeitNebenwirkungen
Sehr häufigSchmerzen oder Berührungsempfindlichkeit an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Ermüdung; mit Fußnote a: verminderter Appetit, Schmerzen oder Berührungsempfindlichkeit an der Einstichstelle mit eingeschränkter Beweglichkeit der Gliedmaßen [1]
HäufigFieber, Rötung an der Einstichstelle, Verhärtung oder Schwellung an der Einstichstelle [1]
GelegentlichÜberempfindlichkeitsreaktionen mit Schwellung im Gesicht, Atemnot (Dyspnoe) oder keuchender Atmung (Bronchospasmus), Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen (Angioödem), Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Ausschlag, Juckreiz an der Einstichstelle, Nesselsucht an der Einstichstelle, Lymphknotenschwellung (Lymphadenopathie), Schüttelfrost [1]
Nicht bekanntNach der Markteinführung von Prevenar 13 gemeldet: schwere allergische (anaphylaktische oder anaphylaktoide) Reaktion einschließlich Schock, Ausschlag mit juckenden roten Flecken (Erythema multiforme), Hautentzündung an der Einstichstelle (Dermatitis) [1]

Durchfall, Erbrechen, Ausschlag, Rötung, Verhärtung oder Schwellung an der Einstichstelle und Schüttelfrost wurden laut Fachinformation in Studien mit Prevenar 13 bei Erwachsenen sehr häufig berichtet [1]. Diese Häufigkeiten gelten nur für Prevenar 20 (Erwachsene ab 18 Jahren).

Prevenar 20 (Konjugatimpfstoff, Kinder und Jugendliche von 5 bis unter 18 Jahren)

Prevenar 20: Nebenwirkungen laut Fachinformation (Stand 11/2025), Kinder und Jugendliche von 5 bis unter 18 Jahren
HäufigkeitNebenwirkungen
Sehr häufigSchmerzen oder Berührungsempfindlichkeit an der Einstichstelle, Rötung an der Einstichstelle, Verhärtung oder Schwellung an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Ermüdung; mit Fußnote a: verminderter Appetit, Reizbarkeit, Benommenheit oder vermehrtes Schlafen, unruhiger oder verminderter Schlaf [1]
HäufigGelenkschmerzen, Schmerzen oder Berührungsempfindlichkeit an der Einstichstelle mit eingeschränkter Beweglichkeit der Gliedmaßen; mit Fußnote a: Durchfall, Erbrechen, Ausschlag [1]
GelegentlichFieber, Nesselsucht oder nesselsuchtähnlicher Ausschlag (Urtikaria) [1]
Nicht bekanntNach der Markteinführung von Prevenar 13 gemeldet: schwere allergische (anaphylaktische oder anaphylaktoide) Reaktion einschließlich Schock, Schwellung von Lippen, Gesicht oder Rachen (Angioödem), Ausschlag mit juckenden roten Flecken (Erythema multiforme), Lymphknotenschwellung im Bereich der Einstichstelle, Hautentzündung, Nesselsucht und Juckreiz an der Einstichstelle [1]

Diese Häufigkeiten gelten nur für Prevenar 20 (Kinder und Jugendliche von 5 bis unter 18 Jahren).

Prevenar 20 (Konjugatimpfstoff, Säuglinge und Kinder von 6 Wochen bis unter 5 Jahren)

Prevenar 20: Nebenwirkungen laut Fachinformation (Stand 11/2025), Säuglinge und Kinder von 6 Wochen bis unter 5 Jahren
HäufigkeitNebenwirkungen
Sehr häufigVerminderter Appetit, Reizbarkeit, Benommenheit oder vermehrtes Schlafen, Fieber, Rötung, Verhärtung oder Schwellung an der Einstichstelle, Schmerzen oder Berührungsempfindlichkeit an der Einstichstelle; nach der Boosterdosis und bei Kindern von 2 bis unter 5 Jahren Rötung, Verhärtung oder Schwellung von mehr als 2,0 bis 7,0 cm; mit Fußnote a: unruhiger oder verminderter Schlaf [1]
HäufigDurchfall, Erbrechen, Ausschlag, Fieber über 38,9 °C, Schmerzen oder Berührungsempfindlichkeit an der Einstichstelle mit eingeschränkter Beweglichkeit der Gliedmaßen; nach der Grundimmunisierung bei Säuglingen Rötung, Verhärtung oder Schwellung von mehr als 2,0 bis 7,0 cm [1]
GelegentlichKrampfanfälle (einschließlich Fieberkrämpfe), Nesselsucht oder nesselsuchtähnlicher Ausschlag (Urtikaria), Rötung, Verhärtung oder Schwellung an der Einstichstelle von mehr als 7,0 cm; mit Fußnote a: Weinen [1]
SeltenÜberempfindlichkeit (allergische Reaktion) an der Einstichstelle; mit Fußnote a: Überempfindlichkeitsreaktionen mit Schwellung im Gesicht, Atemnot (Dyspnoe) oder keuchender Atmung (Bronchospasmus), Kollaps oder schockähnlicher Zustand (hypotonisch-hyporesponsive Episode) [1]
Nicht bekanntNach der Markteinführung von Prevenar 13 gemeldet: schwere allergische (anaphylaktische oder anaphylaktoide) Reaktion einschließlich Schock, Schwellung von Lippen, Gesicht oder Rachen (Angioödem), Ausschlag mit juckenden roten Flecken (Erythema multiforme), Lymphknotenschwellung im Bereich der Einstichstelle, Hautentzündung, Nesselsucht und Juckreiz an der Einstichstelle [1]

Diese Häufigkeiten gelten nur für Prevenar 20 (Säuglinge und Kinder von 6 Wochen bis unter 5 Jahren).

Prevenar 13 (Konjugatimpfstoff, Säuglinge und Kinder von 6 Wochen bis 5 Jahren)

Prevenar 13: Nebenwirkungen laut Fachinformation (Stand 02/2026), Säuglinge und Kinder von 6 Wochen bis 5 Jahren
HäufigkeitNebenwirkungen
Sehr häufigVerminderter Appetit, Fieber, Reizbarkeit, Rötung, Verhärtung oder Schwellung oder Schmerz oder Berührungsempfindlichkeit an der Einstichstelle, Schläfrigkeit, unruhiger Schlaf (mangelhafte Schlafqualität); nach der Auffrischdosis und bei Kindern von 2 bis 5 Jahren Rötung, Verhärtung oder Schwellung von 2,5 bis 7,0 cm an der Einstichstelle [2]
HäufigErbrechen, Durchfall, Ausschlag, Fieber über 39 °C, eingeschränkte Beweglichkeit an der Einstichstelle wegen Schmerzen; nach der Grundimmunisierung bei Säuglingen Rötung, Verhärtung oder Schwellung von 2,5 bis 7,0 cm an der Einstichstelle [2]
GelegentlichKrampfanfälle (einschließlich Fieberkrämpfe), Nesselsucht oder nesselsuchtähnlicher Ausschlag (Urtikaria), Rötung, Verhärtung oder Schwellung an der Einstichstelle von mehr als 7,0 cm, Weinen [2]
SeltenÜberempfindlichkeitsreaktionen mit Schwellung im Gesicht, Atemnot (Dyspnoe) oder keuchender Atmung (Bronchospasmus), Kollaps oder schockähnlicher Zustand (hypoton-hyporesponsive Episode) [2]
Nicht bekanntNach der Markteinführung gemeldet (alle Altersgruppen): Lymphknotenschwellung im Bereich der Einstichstelle, schwere allergische (anaphylaktische oder anaphylaktoide) Reaktionen einschließlich Schock, Schwellung von Lippen, Gesicht oder Rachen (Angioödem), Ausschlag mit juckenden roten Flecken (Erythema multiforme), Nesselsucht, Hautentzündung und Juckreiz an der Einstichstelle, Hautrötung im Gesicht oder am Körper [2]

Diese Häufigkeiten gelten nur für Prevenar 13 (Säuglinge und Kinder von 6 Wochen bis 5 Jahren).

Vaxneuvance (Konjugatimpfstoff, Säuglinge und Kleinkinder von 6 Wochen bis unter 2 Jahren)

Vaxneuvance: Nebenwirkungen laut Fachinformation (Stand 07/2026), Säuglinge und Kleinkinder von 6 Wochen bis unter 2 Jahren
HäufigkeitNebenwirkungen
Sehr häufigVerminderter Appetit, Reizbarkeit, Benommenheit (Somnolenz), Fieber ab 38 °C, Fieber ab 39 °C, Schmerzen an der Einstichstelle, Rötung an der Einstichstelle, Schwellung an der Einstichstelle, Verhärtung an der Einstichstelle [3]
HäufigErbrechen, Nesselsucht (Quaddeln, Urtikaria), Ausschlag, Fieber ab 40 °C, Bluterguss (blauer Fleck) an der Einstichstelle [3]
GelegentlichNesselsucht (Quaddeln) an der Einstichstelle [3]

Diese Häufigkeiten gelten nur für Vaxneuvance (Säuglinge und Kleinkinder von 6 Wochen bis unter 2 Jahren).

Jede Häufigkeit gilt nur für den Impfstoff, bei dem sie steht. Sie sagt nicht, welcher Impfstoff für Sie besser verträglich ist. Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde nach der Impfung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass die Impfung sie verursacht hat.

Die Klassen bedeuten laut Packungsbeilage: sehr häufig, mehr als 1 von 10 Geimpften (bei Prevenar 13: mehr als 1 von 10 Impfungen); häufig, bis zu 1 von 10; gelegentlich, bis zu 1 von 100; selten, bis zu 1 von 1.000 [1, 2, 3]. Nicht bekannt heißt laut Fachinformation, dass sich die Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzen lässt [1, 2]. Umrechnen können Sie mit dem Werkzeug Häufigkeit übersetzen.

Seltene und schwere Nebenwirkungen

Für den seltenen Fall einer anaphylaktischen Reaktion muss nach der Impfung mit Prevenar 20 oder Prevenar 13 laut Fachinformation eine geeignete medizinische Versorgung und Überwachung gewährleistet sein; bei Vaxneuvance sollten laut Fachinformation immer eine angemessene Behandlungsmöglichkeit und Überwachung zur Verfügung stehen [1, 2, 3]. Schwere allergische Reaktionen einschließlich Schock wurden nach der Markteinführung von Prevenar 13 gemeldet; ihre Häufigkeit ist nicht bekannt [1, 2].

Bei Säuglingen und Kleinkindern nennen die Fachinformationen von Prevenar 13 (6 Wochen bis 5 Jahre) und Prevenar 20 (6 Wochen bis unter 5 Jahre) Krampfanfälle einschließlich Fieberkrämpfen als gelegentlich [1, 2]. Prevenar 13 nennt außerdem als selten einen Kollaps oder schockähnlichen Zustand, die hypoton-hyporesponsive Episode [2]. Bei gleichzeitiger Gabe mit dem 6-fach-Impfstoff Infanrix hexa ergab sich nach der Markteinführung laut Fachinformation von Prevenar 13 ein potenziell erhöhtes Risiko für Krampfanfälle mit oder ohne Fieber und für diese Episode [2].

Bei sehr unreifen Frühgeborenen (Geburt in oder vor der 28. Schwangerschaftswoche) können laut Packungsbeilage von Prevenar 20 und Prevenar 13 innerhalb von 2 bis 3 Tagen nach der Impfung längere Atempausen auftreten [1, 2]. Laut den Fachinformationen aller drei Impfstoffe sollte dann eine Überwachung der Atmung für 48 bis 72 Stunden erwogen werden; die Impfung sollte laut Fachinformation in dieser Gruppe nicht vorenthalten oder verschoben werden [1, 2, 3].

Was Sie nach der Impfung tun können

Bemerken Sie Nebenwirkungen bei sich oder Ihrem Kind, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, an die Apotheke oder an das medizinische Fachpersonal, auch bei Beschwerden, die nicht in der Packungsbeilage stehen [1, 2, 3]. Einige Nebenwirkungen können laut Fachinformation die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen vorübergehend beeinträchtigen [1, 2, 3].

Die "orale Analgetikagabe vor oder während der Impfung" zählt die STIKO zu den Maßnahmen, die zur Schmerzreduktion nicht empfohlen sind (Ausnahme: Paracetamol bei der Meningokokken-B-Impfung von Kindern unter 2 Jahren) [4]. Laut Packungsbeilage von Prevenar 13 könnte die Ärztin oder der Arzt Sie bitten, Ihrem Kind vor der Impfung Paracetamol oder ein anderes fiebersenkendes Mittel zu geben; laut Fachinformation kann Paracetamol, gleichzeitig oder am selben Tag gegeben, die Immunantwort auf Prevenar 13 nach der Grundimmunisierung verringern, die klinische Bedeutung ist nicht bekannt [2]. Dosierungen: Paracetamol, Ibuprofen; mehr im Ratgeber Medikamente bei Kindern.

Beginn und Verlauf von Beschwerden können Sie im Nebenwirkungs-Tagebuch festhalten. Einen Verdacht auf eine Nebenwirkung können Sie selbst melden, auf nebenwirkungen.bund.de über das Impfstoff-Meldeformular; die Meldung geht direkt an die zuständigen Bundesoberbehörden (Paul-Ehrlich-Institut oder Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) [7]. In die Meldung gehören laut dieser Seite, wenn möglich, unter anderem die Bezeichnung des Impfstoffs und die Chargenbezeichnung [7]. Ärztinnen und Ärzte melden den Verdacht einer Impfkomplikation an das Gesundheitsamt [4, 10]. Wie die Meldung abläuft, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Wer nicht oder erst später geimpft werden sollte

Alle drei Impfstoffe dürfen laut Fachinformation nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, gegen einen der sonstigen Bestandteile oder gegen Diphtherie-Toxoid; bei Vaxneuvance heißt es "gegen andere Diphtherie-Toxoid-enthaltende Impfstoffe" [1, 2, 3]. Prevenar 20 und Prevenar 13 enthalten Polysorbat 80, Vaxneuvance enthält Polysorbat 20; Polysorbate können laut Fachinformation Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen [1, 2, 3].

Hinweise der Fachinformationen zu Fieber, Gerinnungsstörungen und Immunschwäche
ImpfstoffFieber und akute ErkrankungGerinnungsstörungenGeschwächtes Immunsystem
Prevenar 20Bei schwerer akuter fiebriger Erkrankung sollte die Impfung verschoben werden, bei leichter Infektion wie einer Erkältung nicht [1]Bei Thrombozytopenie oder Blutgerinnungsstörungen muss mit Vorsicht geimpft werden, weil nach der Injektion in den Muskel Blutungen auftreten können [1]Immunantwort kann vermindert sein; über die Impfung sollte individuell entschieden werden [1]
Prevenar 13Bei schwerer akuter fiebriger Erkrankung sollte die Impfung verschoben werden, bei leichter Infektion wie einer Erkältung nicht; laut Packungsbeilage muss sie bei schwerer Infektion mit hohem Fieber (über 38 °C) verschoben werden [2]Sollte nicht in den Muskel gegeben werden, wenn eine Thrombozytopenie oder andere Gerinnungsstörung eine Injektion in den Muskel verbietet; unter die Haut möglich, wenn der Nutzen die Risiken deutlich überwiegt [2]Antikörperantwort kann verringert sein [2]
VaxneuvanceBei akuter schwerer fiebriger Erkrankung oder akuter Infektion sollte die Impfung verschoben werden; leichte Infektion oder leichtes Fieber sollte sie nicht verzögern [3]Sollte mit Vorsicht gegeben werden bei gerinnungshemmenden Mitteln, Thrombozytopenie oder anderer Gerinnungsstörung wie Hämophilie; unter die Haut möglich, wenn der Nutzen die Risiken deutlich überwiegt [3]Antikörperantwort kann vermindert sein [3]

Laut STIKO sollten Menschen mit akuten schweren Erkrankungen "erst nach Genesung geimpft werden"; "banale Infekte, auch wenn sie mit subfebrilen Temperaturen (< 38,5° C) einhergehen", zählt sie zu den falschen Kontraindikationen [4].

Andere Medikamente und Impfungen

Prevenar 20 kann laut Fachinformation bei Erwachsenen gleichzeitig mit einem saisonalen Grippeimpfstoff (QIV; Oberflächenantigen, inaktiviert, adjuvantiert) und mit einem COVID-19-mRNA-Impfstoff gegeben werden; bei Grunderkrankungen mit hohem Risiko für eine lebensbedrohliche Pneumokokken-Erkrankung kann eine getrennte Gabe von Grippeimpfstoff und Prevenar 20 in Betracht gezogen werden [1]. Laut RKI muss zwischen der Pneumokokken-Impfung und anderen Totimpfstoffen kein Abstand eingehalten werden; bei gleichzeitiger Gabe können vorübergehende Impfreaktionen etwas häufiger auftreten [8]. Mehr dazu: Grippeimpfung und COVID-19-Impfung.

Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken, können laut Fachinformation von Vaxneuvance die Immunantwort auf Impfstoffe verringern; Prevenar 20 und Prevenar 13 nennen eine möglicherweise verringerte Antikörperantwort bei immunsuppressiver Therapie [1, 2, 3]. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Was die Packungsbeilage von Kortison zu Impfungen sagt, steht auf der Seite Prednisolon.

Schwangerschaft und Stillzeit

Die Fachinformationen sagen zur Schwangerschaft:

  • Prevenar 20: Daten zur Anwendung bei Schwangeren liegen nicht vor. Die Impfung sollte in der Schwangerschaft nur in Betracht gezogen werden, wenn der mögliche Nutzen die möglichen Risiken für Mutter und Fötus überwiegt [1].
  • Prevenar 13: Erfahrungen bei Schwangeren liegen bisher nicht vor; deshalb sollte eine Anwendung während der Schwangerschaft vermieden werden [2].
  • Vaxneuvance: Es gibt nur sehr begrenzte Erfahrungen. Die Anwendung sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn der mögliche Nutzen für Mutter und Fetus das mögliche Risiko übersteigt [3].

Ob die Impfstoffe in die Muttermilch übergehen, ist laut allen drei Fachinformationen nicht bekannt [1, 2, 3]. Laut STIKO stellt eine Schwangerschaft keine Kontraindikation für Totimpfstoffe dar; im ersten Drittel der Schwangerschaft sollten nur dringend indizierte Impfungen durchgeführt werden [4]. Ausdrücklich in jeder Schwangerschaft empfiehlt die STIKO die Impfungen gegen Grippe und Keuchhusten (Grippeimpfung, Keuchhusten-Impfung) [4]. Zur Stillzeit schreibt sie: "Stillende: Sie können bis auf die Impfungen gegen Gelbfieber und Dengue (s. Kontraindikationen) alle notwendigen Impfungen erhalten." [4]

Laut Embryotox dürfen "bei gegebener Indikation" während der Schwangerschaft "die üblichen, in Deutschland empfohlenen und verwendeten Totimpfstoffe angewendet werden"; in der Stillzeit können die üblichen Impfstoffe ohne Einschränkung des Stillens gegeben werden, Ausnahmen sind die Gelbfieber- und die Dengue-Impfung [9]. Mehr dazu in den Ratgebern Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.

Impfschema laut STIKO und Fachinformation

Hier stehen die Angaben der STIKO und der Fachinformation, keine Impfempfehlung. Wann und wie oft Sie geimpft werden, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.

Impfschema: Angaben der STIKO und der Fachinformation
PersonengruppeAngabe der STIKOAngabe der Fachinformation
Reifgeborene Säuglinge (PCV13 oder PCV15)"Die Grundimmunisierung von reifgeborenen Säuglingen < 12 Monate wird ab dem Alter von 2 Monaten mit 2 Impfstoffdosen eines 13- oder 15-valenten Pneumokokken-Konjugat-Impfstoffs (PCV13 oder PCV15) im Abstand von 8 Wochen begonnen (s. Epid Bull 33/2025)." "Die Grundimmunisierung wird für alle Säuglinge mit einer weiteren Impfstoffdosis im Alter von 11 Monaten und mit einem Mindestabstand von 6 Monaten zur vorausgegangenen Impfung abgeschlossen." (Kapitel 3.2, S. 31) [4]Prevenar 13 (laut Fachinformation alternatives Impfschema mit Grundimmunisierung aus 2 Dosen "im Rahmen eines Standard-Impfprogramms für Säuglinge"): "Die 1. Dosis kann ab einem Alter von 2 Monaten verabreicht werden, die 2. Dosis 2 Monate danach. Die 3. (Booster-)Dosis wird im Alter von 11 bis 15 Monaten empfohlen." [2] Vaxneuvance: "Die erste Dosis wird bereits ab einem Alter von 6 Wochen verabreicht, gefolgt von einer zweiten Dosis 8 Wochen später. Die dritte (Booster-)Dosis wird im Alter zwischen 11 und 15 Monaten empfohlen." [3] Als empfohlenes Impfschema nennt die Fachinformation von Prevenar 13 eine Grundimmunisierung mit 3 Dosen und eine Boosterdosis; bei Vaxneuvance "kann" ein Schema mit 4 Dosen verabreicht werden [2, 3].
Frühgeborene (vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche)"Frühgeborene (Geburt vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche) erhalten ab dem chronologischen Alter von 2 Monaten 3 Impfstoffdosen PCV13 oder PCV15 im Abstand von jeweils 4 Wochen." Abschluss wie bei allen Säuglingen mit einer weiteren Impfstoffdosis im Alter von 11 Monaten (Kapitel 3.2, S. 31) [4]Prevenar 13: "Die Grundimmunisierung besteht aus 3 Dosen, wobei die 1. Dosis im Alter von 2 Monaten verabreicht wird und der Abstand zwischen den Dosen mindestens 1 Monat beträgt." [2] Vaxneuvance: "Grundimmunisierung mit 3 Dosen Vaxneuvance, gefolgt von einer vierten (Booster-)Dosis" [3]
Personen ab 60 Jahren (Standardimpfung, PCV20)"[…] wird als Standardimpfung die 1-malige Impfung mit dem 20-valenten Konjugat-Impfstoff (PCV20) empfohlen" (Kapitel 3.2, S. 31). "Zur Notwendigkeit von Wiederholungsimpfungen nach der Impfung mit PCV20 liegen noch keine Daten vor […]" (Tabelle 2, S. 17) [4]Prevenar 20: "Prevenar 20 wird bei Personen ab einem Alter von 18 Jahren als Einzeldosis verabreicht. Die Notwendigkeit einer Wiederholungsimpfung mit einer nachfolgenden Dosis von Prevenar 20 wurde nicht nachgewiesen." [1]
Ab 2 Jahren mit Indikation oder beruflichem Risiko (PCV20)"Personen ≥ 2 Jahre (Kinder, Jugendliche und Erwachsene): Impfung mit PCV20." Zu Wiederholungsimpfungen spricht die STIKO keine Empfehlung aus; für bereits Geimpfte nennt sie eigene Abstände (Tabelle 2, S. 17 und 18, Tabelle 4, S. 32) [4]Prevenar 20, ungeimpfte Kinder von 2 bis unter 5 Jahren: "Eine Einzeldosis […]." Von 5 bis unter 18 Jahren: "Impfung mit einer Einzeldosis […] auf individueller Basis gemäß den offiziellen Empfehlungen." Erwachsene wie in der Zeile darüber [1]

Aktuelle Sicherheitsinformationen

Zu Vaxneuvance gibt es einen Rote-Hand-Brief des Zulassungsinhabers vom 20.09.2023, abgestimmt mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur, der Regierung von Oberbayern und dem PEI und vom PEI am selben Tag veröffentlicht [6]. Er betrifft die Fertigspritze: An der Fingerauflage und/oder der Spitze der Glasspritze wurden Brüche berichtet, die zu Schnittwunden oder Nadelstichverletzungen führten; laut Brief war es eine kleine Anzahl von Verletzungen, die als nicht schwerwiegend beschrieben wurden [6]. Ursache war laut Brief ein Herstellungsschritt der Spritze; potenziell betroffen waren alle damals im Markt befindlichen Spritzen [6]. Der Brief empfiehlt, die Glasspritze vor der Verwendung gründlich auf einen Bruch zu prüfen, die Dosis bei einem bemerkten oder vermuteten Bruch zu verwerfen und übermäßige Kraft auf die Spritze zu vermeiden [6]. Was Rote-Hand-Briefe sind, erklärt der Ratgeber Rote-Hand-Briefe und Rückrufe.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Die Packungsbeilagen nennen diese Warnzeichen und Anweisungen:

  • Prevenar 20: "Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn Sie Anzeichen der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken": Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen (Ödem), Atembeschwerden (Dyspnoe), keuchende Atmung (Bronchospasmus). Sie sind laut Packungsbeilage möglicherweise Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion wie einer Anaphylaxie einschließlich Schock [1].
  • Vaxneuvance: "Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie oder Ihr Kind Symptome einer allergischen Reaktion haben", zum Beispiel pfeifende Atmung (Giemen) oder Atembeschwerden, Anschwellen des Gesichts, der Lippen oder der Zunge, Quaddeln oder Ausschlag [3].
  • Prevenar 13: "Sollte Ihr Kind nach der Impfung nicht mehr ansprechbar sein oder Krämpfe (Krampfanfälle) bekommen, wenden Sie sich bitte sofort an Ihren Arzt." [2]

Quellen

  1. EMA-Produktinformation Prevenar 20 (Pneumokokkenpolysaccharid-Konjugatimpfstoff, 20-valent, adsorbiert), Produktinformation: Anhang I (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels, Abschnitte 2, 4.1 bis 4.8) und Anhang III B (Packungsbeilage). Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA); Zulassungsinhaber Pfizer Europe MA EEIG. Stand 18.11.2025 (letzte Aktualisierung der Produktinformation). abgerufen am 19.10.2026
  2. EMA-Produktinformation Prevenar 13 (Pneumokokkenpolysaccharid-Konjugatimpfstoff, 13-valent, adsorbiert), Produktinformation: Anhang I (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels, Abschnitte 2, 4.1 bis 4.8) und Anhang III B (Packungsbeilage). Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA); Zulassungsinhaber Pfizer Europe MA EEIG. Stand 05.02.2026 (letzte Aktualisierung der Produktinformation). abgerufen am 19.10.2026
  3. EMA-Produktinformation Vaxneuvance (Pneumokokken-Polysaccharid-Konjugatimpfstoff, 15-valent, adsorbiert), Produktinformation: Anhang I (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels, Abschnitte 2, 4.1 bis 4.8) und Anhang III B (Packungsbeilage). Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA); Zulassungsinhaber Merck Sharp & Dohme B.V.. Stand 16.07.2026 (letzte Aktualisierung der Produktinformation). abgerufen am 19.10.2026
  4. Behörde Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut 2026, Epidemiologisches Bulletin 4/2026 vom 22.01.2026 (Tabelle 1 Impfkalender, Tabelle 2, Kapitel 3.2 Pneumokokken, Tabelle 4, Kapitel 4.6, 4.7, 4.8 und 4.10). Robert Koch-Institut (RKI), Ständige Impfkommission (STIKO); Lizenz CC BY 4.0. Stand Online-Fassung mit Änderungen bis 10.09.2026. abgerufen am 19.10.2026
  5. Behörde Pneumokokken-Impfstoffe (Liste der zugelassenen Impfstoffe). Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Stand 13.08.2026 (aktualisiert; PEI-Bekanntmachung Nr. 544 im BAnz AT 12.08.2026 B6). abgerufen am 19.10.2026
  6. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu Vaxneuvance (Pneumokokken-Polysaccharid-Konjugatimpfstoff, 15-valent, adsorbiert) Injektionssuspension in einer Fertigspritze: Wichtige Information bezüglich der Möglichkeit des Bruchs der Fertigspritze. MSD Sharp & Dohme GmbH für den Zulassungsinhaber Merck Sharp & Dohme B.V., in Abstimmung mit EMA, Regierung von Oberbayern und PEI; veröffentlicht vom Paul-Ehrlich-Institut am 20.09.2023. Stand 20.09.2023. abgerufen am 19.10.2026
  7. Behörde Nebenwirkungen melden: Startseite mit Impfstoff-Meldeformular und häufigen Fragen (Welche Angaben sollte ich machen? Wie funktioniert das Melden?). Paul-Ehrlich-Institut und Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, nebenwirkungen.bund.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 19.10.2026
  8. Behörde Schutzimpfung gegen Pneumokokken: Häufig gestellte Fragen und Antworten (Darf die Pneumokokken-Impfung gemeinsam mit anderen Impfungen verabreicht werden?). Robert Koch-Institut (RKI). Stand 17.10.2023 (Stand der Antwort). abgerufen am 19.10.2026
  9. Embryotox Embryotox: Impfstoffe (Schwangerschaft und Stillzeit). Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 19.10.2026
  10. Behörde § 6 Infektionsschutzgesetz (IfSG): Meldepflichtige Krankheiten (Absatz 1 Satz 1 Nummer 3). Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand IfSG zuletzt geändert durch Art. 3 Abs. 1 G v. 04.03.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 60); Änderung durch Art. 7 G v. 26.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 195) textlich nachgewiesen. abgerufen am 19.10.2026
  11. Behörde § 24 Sozialgesetzbuch Vierzehntes Buch (SGB XIV): Geschädigte durch Schutzimpfungen oder andere Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand SGB XIV zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 17.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 179). abgerufen am 19.10.2026
  12. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitte "116117 oder 112?" und "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 19.10.2026

Häufige Fragen

Welche Nebenwirkungen hat die Pneumokokken-Impfung?

Das hängt vom Impfstoff und vom Alter ab. Bei Erwachsenen, die Prevenar 20 bekommen, sind laut Fachinformation Schmerzen oder Berührungsempfindlichkeit an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen und Ermüdung sehr häufig; Fieber sowie Rötung und Schwellung an der Einstichstelle sind häufig. Bei Säuglingen nennen die Fachinformationen von Prevenar 13 und Vaxneuvance unter anderem Fieber, Reizbarkeit, verminderten Appetit und Reaktionen an der Einstichstelle als sehr häufig. Alle Angaben je Impfstoff stehen in den Tabellen im Abschnitt Nebenwirkungen laut Fachinformation.

Wie lange dauern die Nebenwirkungen nach der Pneumokokken-Impfung?

Laut Fachinformation von Prevenar 20 waren die häufigsten Beschwerden bei Erwachsenen in Studien in der Regel leicht oder mäßig ausgeprägt und klangen innerhalb weniger Tage nach der Impfung ab. Bei Säuglingen und Kleinkindern, die Vaxneuvance bekamen, war die Mehrzahl der Nebenwirkungen laut Fachinformation leicht bis mäßig und von kurzer Dauer (höchstens 3 Tage). Die STIKO zählt eine Rötung, Schwellung oder Schmerzhaftigkeit an der Einstichstelle, die 1 bis 3 Tage (gelegentlich länger) anhält, zu den üblichen Impfreaktionen. Halten Beschwerden länger an oder werden sie stärker, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Ist Fieber nach der Pneumokokken-Impfung normal?

Fieber nennen alle drei Fachinformationen. Bei Erwachsenen ist es nach Prevenar 20 häufig, bei Säuglingen und Kleinkindern nach Prevenar 13, Prevenar 20 und Vaxneuvance sehr häufig. Fieber über 38,9 °C ist bei Prevenar 20 (6 Wochen bis unter 5 Jahre) häufig, Fieber über 39 °C bei Prevenar 13 häufig und Fieber ab 39 °C bei Vaxneuvance sehr häufig. Als übliche Impfreaktion beschreibt die STIKO Fieber unter 39,5 °C (bei rektaler Messung) für die Dauer von 1 bis 3 Tagen. Ist ein Kind nach der Impfung nicht mehr ansprechbar oder bekommt es Krämpfe, wenden Sie sich laut Packungsbeilage von Prevenar 13 sofort an Ihren Arzt.

Was hilft bei Schmerzen im Arm nach der Pneumokokken-Impfung?

Schmerzen oder Berührungsempfindlichkeit an der Einstichstelle sind laut Fachinformation von Prevenar 20 bei Erwachsenen sehr häufig. Die STIKO schreibt, dass die Injektionen der Pneumokokken- und der MMR-Impfung besonders schmerzhaft sein können. Die Packungsbeilagen von Prevenar 20 und Vaxneuvance nennen keine Maßnahmen gegen die Schmerzen (zu Prevenar 13 und fiebersenkenden Mitteln siehe Was Sie nach der Impfung tun können); die orale Gabe von Schmerzmitteln vor oder während der Impfung zählt die STIKO zu den Maßnahmen, die zur Schmerzreduktion nicht empfohlen sind. Fragen Sie in der Praxis nach, wenn die Schmerzen Sie stark beeinträchtigen oder nicht nachlassen.

Kann man die Pneumokokken-Impfung zusammen mit der Grippeimpfung bekommen?

Laut Fachinformation kann Prevenar 20 bei Erwachsenen gleichzeitig mit einem saisonalen Grippeimpfstoff (QIV; Oberflächenantigen, inaktiviert, adjuvantiert) und mit einem COVID-19-mRNA-Impfstoff gegeben werden. Bei Personen mit Grunderkrankungen, die mit einem hohen Risiko für eine lebensbedrohliche Pneumokokken-Erkrankung verbunden sind, kann laut Fachinformation eine getrennte Gabe von Grippeimpfstoff und Prevenar 20 in Betracht gezogen werden. Laut RKI können bei gleichzeitiger Gabe vorübergehende Impfreaktionen etwas häufiger auftreten als bei getrennter Gabe.

Darf ich mich in der Schwangerschaft gegen Pneumokokken impfen lassen?

Zu Prevenar 20 liegen laut Fachinformation keine Daten bei Schwangeren vor; die Impfung sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn der mögliche Nutzen die möglichen Risiken für Mutter und Fötus überwiegt. Für Prevenar 13 heißt es, eine Anwendung in der Schwangerschaft sollte vermieden werden, weil keine Erfahrungen vorliegen. Laut STIKO ist eine Schwangerschaft keine Kontraindikation für Totimpfstoffe; im ersten Drittel der Schwangerschaft sollten aber nur dringend indizierte Impfungen durchgeführt werden. Ob eine Impfung für Sie infrage kommt, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Wie oft muss man gegen Pneumokokken geimpft werden?

Die Angaben der STIKO und der Fachinformationen dazu stehen im Abschnitt Impfschema laut STIKO und Fachinformation. Wann und wie oft Sie oder Ihr Kind geimpft werden, legt die Ärztin oder der Arzt fest.

Wem empfiehlt die STIKO die Pneumokokken-Impfung?

Laut STIKO-Empfehlungen 2026 (Epidemiologisches Bulletin 4/2026) ist die Impfung mit dem 20-valenten Konjugat-Impfstoff (PCV20) für Personen ab 60 Jahren eine Standardimpfung. Säuglinge werden laut STIKO mit PCV13 oder PCV15 geimpft. Für Kinder ab 2 Jahren, Jugendliche und Erwachsene mit bestimmten Grunderkrankungen und bei beruflichen Tätigkeiten wie Schweißen und Trennen von Metallen nennt die STIKO die Impfung mit PCV20.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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