ImpfungenImpfung

Dengue-Impfung: Nebenwirkungen und Reaktionen

Sehr häufig, also bei mehr als 1 von 10 Geimpften, nennt die Fachinformation des Dengue-Impfstoffs Qdenga unter anderem Schmerzen und Rötung an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Unwohlsein, Schwäche und Fieber. Diese am häufigsten berichteten Reaktionen traten laut Fachinformation in klinischen Studien (4 bis 60 Jahre) gewöhnlich innerhalb von 2 Tagen auf, waren leicht bis mittelschwer und dauerten 1 bis 3 Tage. Treten nach dem Verlassen der Praxis Zeichen einer schweren allergischen Reaktion auf, etwa Atemnot, blaue Lippen oder eine Schwellung von Gesicht oder Rachen, wenden Sie sich laut Packungsbeilage sofort an einen Arzt. Einen Verdacht auf eine Nebenwirkung können Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt mitteilen oder selbst über das Impfstoff-Meldeformular auf nebenwirkungen.bund.de melden.

Frau Anfang dreißig mit rotbraunem Haar und Sonnenhut sitzt mit einem Rucksack am Zugfenster und blickt auf eine grüne Landschaft
Bild: KI-generiert

Nach der Impfung gegen Dengue-Fieber mit Qdenga sind laut Fachinformation unter anderem Schmerzen und Rötung an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Unwohlsein, Schwäche und Fieber sehr häufig [1]. Diese am häufigsten berichteten Reaktionen traten in klinischen Studien mit Probanden von 4 bis 60 Jahren gewöhnlich innerhalb von 2 Tagen nach der Injektion auf, waren leicht bis mittelschwer und dauerten 1 bis 3 Tage [1]. Anaphylaktische Reaktionen wurden laut Fachinformation nach der Zulassung berichtet, die meisten innerhalb von 30 Minuten nach der Impfung [1]. Treten Zeichen einer schweren allergischen Reaktion erst auf, nachdem Sie die Praxis verlassen haben, wenden Sie sich laut Packungsbeilage sofort an einen Arzt [2]. Eine Übersicht aller Impfungen steht unter Impfungen.

Was die Impfung ist und wem die STIKO sie empfiehlt

Dengue-Fieber wird laut Packungsbeilage durch die Dengue-Virus-Serotypen 1, 2, 3 und 4 verursacht und durch Aedes-Stechmücken übertragen, nicht direkt von Mensch zu Mensch [2]; laut Auswärtigem Amt kommt es vorrangig in den Tropen und Subtropen vor [12]. Qdenga ist ein tetravalenter Lebendimpfstoff mit abgeschwächten (attenuierten) Dengue-Viren der Serotypen 1 bis 4, hergestellt in Vero-Zellen mittels rekombinanter DNA-Technologie; er enthält gentechnisch veränderte Organismen [1].

Laut Fachinformation wird Qdenga "zur Prävention von Dengue-Fieber bei Personen ab 4 Jahren" angewendet und ist gemäß den offiziellen Empfehlungen anzuwenden; eine frühere Dengue-Infektion nennt das Anwendungsgebiet nicht als Bedingung [1]. Bei Kindern unter 4 Jahren sind Sicherheit und Wirksamkeit laut Fachinformation nicht erwiesen [1], laut Packungsbeilage darf Qdenga ihnen nicht verabreicht werden [2].

Die Ständige Impfkommission (STIKO) schreibt in ihren Empfehlungen 2026 (Epidemiologisches Bulletin 4/2026, Online-Fassung mit Änderungen bis 10.09.2026; Dengue-Absatz geändert am 2. Juli 2026): "Die STIKO empfiehlt die Impfung mit Qdenga für Personen ≥ 4 Jahre vor der Exposition in einem Dengue-Endemiegebiet bzw. Personen, die außerhalb von Endemiegebieten gezielte Tätigkeiten mit Dengue-Viren ausüben (z. B. in Forschungseinrichtungen oder Laboratorien), wenn diese anamnestisch eine labordiagnostisch gesicherte Dengue-Virusinfektion durchgemacht haben." [3] Das Zeichen ≥ steht für "ab". In ihrer Tabelle 2 führt sie die Impfung als Reiseimpfung (Kategorie R) und als Impfung wegen eines beruflichen Risikos (Kategorie B) [3]. Für Personen ohne vorherige labordiagnostisch gesicherte Dengue-Virusinfektion spricht die STIKO "derzeit keine allgemeine Impfempfehlung aus" [3]. Weiter schreibt sie: "Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine natürliche Infektion, die nach einer Impfung auftritt, mit einem schwereren Verlauf einhergeht." [3] Eine Bestimmung des Serostatus vor der Impfung empfiehlt die STIKO wegen der Kreuzreaktivität zwischen verschiedenen Orthoflaviviren und fehlender ausreichend sensitiver und spezifischer Tests nicht [3].

Nach den Reiseimpfempfehlungen von STIKO und Deutscher Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit (DTG; Epidemiologisches Bulletin 27/2026 vom 02.07.2026) sollte die frühere Infektion zum Zeitpunkt der akuten Infektion labordiagnostisch gesichert worden sein; anamnestische Angaben dazu reichen aus, eine Dengue-typische Symptomatik ohne diagnostische Sicherung dagegen nicht [4]. Für Dengue-Naive schreiben STIKO und DTG: "Wenn nach eingehender ärztlicher Beratung eine Impfung bei Dengue-Naiven entsprechend der Zulassung erwogen wird, sollte die zu impfende Person dahingehend aufgeklärt werden, dass das Risiko einer Infektionsverstärkung bei nachfolgender Infektion nicht ausgeschlossen werden kann." [4] In ihrer Tabelle 2 verweist die STIKO bei Dengue-Naiven auf ihren allgemeinen Hinweis, dass es in der ärztlichen Verantwortung liegt, die individuelle Situation einzuschätzen, und eine fehlende STIKO-Empfehlung "kein Hindernis für eine begründete Impfung" ist [3].

Impfstoffe in Deutschland

In der Liste der zugelassenen Denguefieber-Impfstoffe des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) steht nur Qdenga, ohne Vermerk, dass der Impfstoff nicht vermarktet wird [5]. Auch die STIKO nennt für Dengue nur Qdenga [3].

Berücksichtigte Impfstoffe (Auswahl ohne Wertung, Stand Oktober 2026)
ImpfstoffArtzugelassen ab (Fachinformation 4.1)ZulassungsinhaberGrundlage
QdengaDengue-Fieber tetravalenter Impfstoff (lebend, attenuiert)Personen ab 4 JahrenTakeda Pharmaceuticals International AG Ireland Branch (EU-Zulassung EU/1/22/1699)Fachinformation und Packungsbeilage der EMA, Stand 09/2026 [1, 2]

Maßgeblich ist die Packungsbeilage des Impfstoffs, mit dem Sie geimpft werden.

Impfreaktion oder Nebenwirkung?

Als übliche Impfreaktion sieht die STIKO vorübergehende Lokal- und Allgemeinreaktionen, "die als Ausdruck der Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff anzusehen sind" [3]. Ihre Kriterien nennen für 1 bis 3 Tage (gelegentlich länger) Rötung, Schwellung oder Schmerzhaftigkeit an der Einstichstelle sowie für 1 bis 3 Tage Fieber unter 39,5 °C bei rektaler Messung, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit, Unwohlsein, Übelkeit, Unruhe und eine Schwellung der regionären Lymphknoten [3]. Bei abgeschwächten Lebendimpfstoffen kommen im Sinne einer "Impfkrankheit" zu deutende Symptome 1 bis 3 Wochen nach der Impfung hinzu [3].

Für Qdenga beschreibt die Fachinformation eine vorübergehende Impfvirämie, also Impfviren im Blut. In einer klinischen Studie trat sie bei Teilnehmenden ohne vorherige Dengue-Infektion häufiger auf als bei solchen mit früherer Infektion, begann meist in der zweiten Woche nach der ersten Injektion und dauerte durchschnittlich 4 Tage [1]. Sie ging mit vorübergehenden, leichten bis mittelschweren Symptomen wie Kopfschmerzen, Gelenk- und Muskelschmerzen und Ausschlag bei einigen Probanden einher, die auch bei Dengue-Fieber auftreten können; nach der zweiten Injektion wurde sie selten beobachtet [1]. Tests auf Dengue-Fieber können während einer Impfvirämie laut Fachinformation positiv ausfallen und eine Impfvirämie nicht von einer Infektion mit dem Wildvirus unterscheiden [1]. Die Verbindung aus Dengue-ähnlichen Beschwerden und positiven Laborergebnissen kann laut STIKO und DTG als "Impf-Dengue" bezeichnet werden [4].

Zu allen übrigen Reaktionen schreibt die STIKO: "Alle anderen Impfreaktionen sollen gemeldet werden." [3] Den Verdacht "einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung" melden Ärztinnen und Ärzte nach § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Infektionsschutzgesetz namentlich an das Gesundheitsamt; laut STIKO gehört das zu den ärztlichen Aufgaben [3, 10]. Die Voraussetzungen, unter denen eine solche Schädigung durch eine Schutzimpfung zu Leistungen der Sozialen Entschädigung führt, stehen in § 24 SGB XIV und § 4 Abs. 1 SGB XIV [11].

Nebenwirkungen laut Fachinformation

Die Tabelle enthält alle Nebenwirkungen, für die die Fachinformation von Qdenga eine Häufigkeit angibt. Sie beruht auf placebokontrollierten Studien mit Kindern und Erwachsenen von 4 bis 60 Jahren und auf Erfahrungen nach der Zulassung; einige Angaben stammen laut Fachinformation nur von Kindern unter 6 Jahren oder nur von Erwachsenen [1].

Qdenga (Lebendimpfstoff, Personen ab 4 Jahren)

Qdenga: Nebenwirkungen laut Fachinformation (Stand 09/2026), Personen ab 4 Jahren (Studien 4 bis 60 Jahre)
HäufigkeitNebenwirkungen
Sehr häufigSchmerzen und Rötung (Erythem) an der Einstichstelle; Kopfschmerzen; Muskelschmerzen (Myalgie); Unwohlsein; Schwäche (Asthenie); Fieber; Infektion der oberen Atemwege; bei Kindern unter 6 Jahren in Studien außerdem verminderter Appetit, Schläfrigkeit (Somnolenz) und Reizbarkeit [1, 2]
HäufigSchwellung an der Einstichstelle; Entzündung von Nase und Rachen (Nasopharyngitis); Entzündung von Rachen und Mandeln (Pharyngotonsillitis); Gelenkschmerzen (Arthralgie); grippeähnliche Erkrankung; bei Erwachsenen in Studien gemeldet: blaue Flecken und Jucken an der Einstichstelle [1, 2]
GelegentlichBronchitis; laufende Nase (Rhinitis); Schwindelgefühl; Durchfall; Übelkeit; Bauchschmerzen; Erbrechen; Hautausschlag; Nesselsucht (Urtikaria); bei Erwachsenen in Studien gemeldet: Juckreiz (Pruritus), Blutung an der Einstichstelle, Müdigkeit (Fatigue) und Verfärbung an der Einstichstelle [1, 2]
SeltenKleine rote oder violette Flecken unter der Haut (Petechien), nach der Zulassung beobachtet [1, 2]
Sehr seltenSchnelles Anschwellen unter der Haut in Bereichen wie Gesicht, Hals, Armen und Beinen (Angioödem); geringe Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie), nach der Zulassung beobachtet [1, 2]
Nicht bekanntAnaphylaktische Reaktion einschließlich anaphylaktischen Schocks; Augenschmerzen; beide nach der Zulassung beobachtet [1, 2]

Diese Häufigkeiten gelten nur für Qdenga (Personen ab 4 Jahren).

Häufigkeit, Art und Schwere der Nebenwirkungen entsprachen bei Kindern laut Fachinformation weitgehend jenen bei Erwachsenen; Fieber, Infektionen der oberen Atemwege, Nasopharyngitis, Pharyngotonsillitis und grippeähnliche Erkrankung wurden bei Kindern häufiger berichtet, Rötung an der Einstichstelle, Übelkeit und Gelenkschmerzen seltener [1].

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde nach der Impfung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass die Impfung sie verursacht hat.

Die Packungsbeilage bezieht die Klassen auf Geimpfte: sehr häufig heißt mehr als 1 von 10 Geimpften, häufig bis zu 1 von 10, gelegentlich bis zu 1 von 100, selten bis zu 1 von 1.000, sehr selten bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" ist die Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar [2]. Umrechnen können Sie mit dem Werkzeug Häufigkeit übersetzen.

Mehr zu Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit, Durchfall, Schwindel, Hautausschlag, Juckreiz und Blutungen und Veränderungen des Blutbilds als Nebenwirkung von Medikamenten; die Tabellen dort zeigen keine Impfstoffe.

Seltene und schwere Nebenwirkungen

Allergische Reaktionen: Es wurden laut Fachinformation Fälle von Anaphylaxie bei Personen berichtet, die Qdenga erhalten haben; die meisten traten innerhalb von 30 Minuten nach der Impfung auf [1]. Für den Fall einer anaphylaktischen Reaktion muss laut Fachinformation eine geeignete medizinische Behandlung und Überwachung stets unmittelbar verfügbar sein [1]. STIKO und DTG raten in ihren Reiseimpfempfehlungen zu einer Nachbeobachtungszeit von mindestens 30 Minuten nach der Impfung [4]. Das Angioödem, ein schnelles Anschwellen unter der Haut etwa an Gesicht, Hals, Armen und Beinen, nennt die Fachinformation als sehr selten [1, 2]. Mehr zu allergischen Reaktionen auf Arzneimittel: Arzneimittelallergie.

Eine geringe Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie) nennt die Fachinformation als sehr selten, kleine rote oder violette Flecken unter der Haut (Petechien) als selten; beide wurden nach der Zulassung beobachtet [1, 2].

Schwereres Dengue-Fieber nach der Impfung: Möglicherweise ruft Qdenga laut Fachinformation nicht bei allen Geimpften eine schützende Immunantwort gegen alle Serotypen hervor, und diese kann mit der Zeit abnehmen; ob ein fehlender Schutz zu einem schwereren Dengue-Fieber führen könnte, ist derzeit nicht bekannt [1]. Für Personen ohne frühere Dengue-Infektion gibt es laut STIKO und DTG für Qdenga bislang keinen statistisch belastbaren Nachweis eines erhöhten Risikos für schweres Dengue nach der Impfung, auf Grundlage der verfügbaren Daten kann ein solches Risiko jedoch nicht sicher ausgeschlossen werden [4].

Ohnmacht und angstbedingte Reaktionen: Als psychogene Reaktion auf die Injektion können laut Fachinformation angstbedingte Reaktionen auftreten, darunter Ohnmacht (Synkope), schnelles Atmen (Hyperventilation) oder stressbedingte Reaktionen [1]. Laut Packungsbeilage können nach oder sogar vor einer Injektion Schwindel, Ohnmachtsanfälle und gelegentlich Stürze auftreten, meist bei Jugendlichen [2].

Aktuelle Sicherheitsinformationen

Zu Qdenga hat der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) in regelmäßigen Sicherheitsberichten mehrere Änderungen der Produktinformation empfohlen. Im Verfahren PSUSA/00011034/202408 hielt er nach Daten aus klinischen Studien, der Literatur und Spontanmeldungen einen ursächlichen Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und Thrombozytopenie sowie Petechien für "at least a reasonable possibility", also zumindest eine begründete Möglichkeit (CHMP-Stellungnahme 27.03.2025, Entscheidung der Europäischen Kommission 02.06.2025) [6, 7]. Im Verfahren PSUSA/00011034/202508 kam der PRAC nach Spontanmeldungen zu Anaphylaxie zu dem Schluss, die Produktinformation sei entsprechend zu ändern (CHMP-Stellungnahme 26.03.2026, Entscheidung der Europäischen Kommission 26.05.2026) [7]. Die Häufigkeit von Thrombozytopenie, Petechien und anaphylaktischen Reaktionen laut Fachinformation steht in der Nebenwirkungstabelle [1]. Mehr zu Sicherheitsmitteilungen: Rote-Hand-Briefe und Rückrufe.

Was Sie nach der Impfung tun können

Mann Ende zwanzig mit kurzem blondem Haar in senfgelbem Kapuzenpullover mit kleinem runden Pflaster am Oberarm im ruhigen Gespräch mit einer Ärztin in einem hellen Behandlungsraum
Bild: KI-generiert

Wenn Sie oder Ihr Kind Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin, Ihren Arzt, Ihre Apotheke oder das medizinische Fachpersonal; das gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in der Packungsbeilage stehen [2]. Qdenga unterliegt laut Packungsbeilage einer zusätzlichen Überwachung, die eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit ermöglicht; Sie können dabei helfen, indem Sie jede auftretende Nebenwirkung melden [2]. Beschwerden, Beginn und Dauer können Sie im Nebenwirkungs-Tagebuch festhalten.

Auch nach der Impfung müssen Sie sich oder Ihr Kind laut Packungsbeilage weiter gegen Mückenstiche schützen; als Vorsichtsmaßnahmen, die Sie ergreifen sollten, nennt sie Insektenabwehrmittel, schützende Kleidung und Moskitonetze [2]. Laut Fachinformation müssen sich Personen, bei denen Symptome oder Warnzeichen einer Dengue-Infektion auftreten, in ärztliche Behandlung begeben [1].

Verdacht melden: Einen Verdacht auf eine Nebenwirkung von Qdenga können Sie über das Impfstoff-Meldeformular auf nebenwirkungen.bund.de melden; von dort geht die Meldung direkt an die zuständige Bundesoberbehörde, das Paul-Ehrlich-Institut oder das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte [8]. Angeben sollten Sie unter anderem den Handelsnamen des Impfstoffs und die Chargenbezeichnung, die auf der Verpackung steht [8]; beides muss laut Fachinformation eindeutig dokumentiert werden [1]. Zusätzlich melden Ärztinnen und Ärzte den Verdacht einer Impfkomplikation an das Gesundheitsamt [3, 10]. Den Meldeweg im Einzelnen erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Wer nicht oder erst später geimpft werden sollte

Qdenga darf laut Packungsbeilage nicht angewendet werden, wenn Sie oder Ihr Kind [1, 2]:

  • allergisch gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile sind
  • nach einer früheren Gabe von Qdenga eine allergische Reaktion hatten, etwa mit juckendem Hautausschlag, Atemnot oder Schwellung von Gesicht und Zunge
  • ein schwaches Immunsystem haben, zum Beispiel durch einen genetischen Defekt oder eine HIV-Infektion (laut Fachinformation: symptomatische HIV-Infektion oder asymptomatische mit Hinweisen auf eine eingeschränkte Immunfunktion)
  • ein Arzneimittel anwenden, das das Immunsystem beeinträchtigt, zum Beispiel hoch dosierte Kortikosteroide oder eine Chemotherapie (laut Fachinformation auch, wenn solche Therapien in den 4 Wochen vor der Impfung gegeben wurden)
  • schwanger sind oder stillen

Bei einer akuten schweren fiebrigen Erkrankung muss die Impfung laut Fachinformation aufgeschoben werden; bei einer leichten Infektion wie einer Erkältung soll sie nicht verschoben werden [1]. Sprechen Sie laut Packungsbeilage vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie oder Ihr Kind eine Infektion mit Fieber haben oder nach einer Impfung schon einmal gesundheitliche Beschwerden hatten [2]. Laut Packungsbeilage liegen für Erwachsene über 60 Jahren keine klinischen Daten vor, und Sie sollen sich von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beraten lassen, ob eine Impfung für Sie von Vorteil ist [2]. Laut den Reiseimpfempfehlungen von STIKO und DTG ist Qdenga bei Personen mit Immundefizienz kontraindiziert [4].

Andere Medikamente und Impfungen

Qdenga soll laut Fachinformation nicht an Personen gegeben werden, die in den 4 Wochen vor der Impfung immunsuppressive Therapien wie hoch dosierte systemische Kortikosteroide oder andere Arzneimittel mit bekannten immunsuppressiven Eigenschaften einschließlich Chemotherapie erhalten haben; wie lange nach einer solchen Behandlung nicht geimpft werden sollte, muss individuell festgelegt werden [1]. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Was die Packungsbeilagen einzelner Mittel zu Lebendimpfstoffen sagen, steht auf den Wirkstoffseiten, zum Beispiel Prednisolon, Methotrexat, Azathioprin und Adalimumab. Den Abstand zu Immunglobulinen und Blutprodukten nennt der Abschnitt Impfschema laut STIKO und Fachinformation.

Schwangerschaft und Stillzeit

Qdenga ist ein attenuierter Lebendimpfstoff und laut Fachinformation deshalb in der Schwangerschaft kontraindiziert; die bisher sehr begrenzten Erfahrungen bei Schwangeren reichen nicht aus, um Auswirkungen auf Schwangerschaft, Entwicklung des Ungeborenen, Geburt und Entwicklung nach der Geburt auszuschließen [1]. Frauen im gebärfähigen Alter sollen laut Fachinformation eine Schwangerschaft für mindestens einen Monat nach der Impfung vermeiden; Frauen, die schwanger werden wollen, muss eine Verschiebung der Impfung angeraten werden [1]. Ob Qdenga in die Muttermilch übergeht, ist nicht bekannt, ein Risiko für das Neugeborene oder Kind kann nicht ausgeschlossen werden; in der Stillzeit ist Qdenga kontraindiziert [1]. Wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder eine Schwangerschaft planen, fragen Sie laut Packungsbeilage vor der Impfung Ihre Ärztin, Ihren Arzt, Ihre Apotheke oder das medizinische Fachpersonal um Rat [2].

Die STIKO schreibt (Epidemiologisches Bulletin 4/2026): "Impfungen mit einem Lebendimpfstoff, wie z. B. gegen Dengue, Masern, Mumps, Röteln oder Varizellen, sind in der Schwangerschaft aus theoretischen Überlegungen grundsätzlich kontraindiziert." [3] Allgemein gilt laut STIKO: "Nach einer Impfung mit einem Lebendimpfstoff sollte eine Schwangerschaft für einen Monat vermieden werden. Ist eine versehentliche Impfung mit einem Lebendimpfstoff in der Frühgravidität erfolgt, stellt dies jedoch keine Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch dar." [3] Stillende können laut STIKO alle von ihr empfohlenen Impfungen erhalten, ausgenommen die Dengue-Impfung und, bei Säuglingen unter 6 (9) Monaten, die Gelbfieber-Impfung [3]. Nach den Reiseimpfempfehlungen von STIKO und DTG ist die Impfung mit Qdenga gemäß Fachinformation während der gesamten Stillzeit kontraindiziert [4].

Bei Embryotox, dem Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité, steht die Ampel für Impfstoffe in der Schwangerschaft auf grau ("Medikament, zu dem es widersprüchliche oder noch unzureichende Studienergebnisse gibt"), und Impfungen mit Lebendimpfstoffen gelten dort in der Schwangerschaft als kontraindiziert [9]. Für die Stillzeit heißt es bei Embryotox: "Die üblichen, in Deutschland empfohlenen und verwendeten Impfstoffe können auch stillenden Müttern verabreicht werden und erfordern keine Einschränkung des Stillens. Ausnahmen bestehen bei der Gelbfieber- und Dengue-Impfung." [9] Mehr in den Ratgebern Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.

Impfschema laut STIKO und Fachinformation

Hier stehen die Angaben der STIKO und der Fachinformation, keine Impfempfehlung. Wann und wie oft Sie geimpft werden, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.

Impfschema: Angaben der STIKO und der Fachinformation
PersonengruppeAngabe der STIKO (wörtlich)Angabe der Fachinformation (wörtlich)
Grundimmunisierung (Personen ab 4 Jahren)"Die Immunisierung gegen Dengue mit dem Impfstoff Qdenga erfolgt mit 2 Impfstoffdosen im Mindestabstand von 3 Monaten. Vor Ausreise sollte eine vollständige Impfserie durchgeführt worden sein." (Reiseimpfempfehlungen von STIKO und DTG, Epidemiologisches Bulletin 27/2026, Abschnitt 5.3.6, S. 36) [4]"Qdenga soll als (…) Dosis im Rahmen eines 2-Dosen-Impfschemas (Monat 0 und 3) verabreicht werden." (Abschnitt 4.2) [1]
Auffrischimpfung"Zum jetzigen Zeitpunkt kann keine Aussage über die Notwendigkeit bzw. den Zeitpunkt einer Auffrischimpfung getroffen werden." (Epidemiologisches Bulletin 4/2026, Tabelle 2, S. 11) [3]"Die Notwendigkeit einer Auffrischimpfung wurde nicht nachgewiesen." (Abschnitt 4.2) [1]
Nach einer Dengue-Infektion"Nach einer Dengue-Virusinfektion sollte ein Mindestabstand von 6 Monaten zur ersten Impfstoffdosis eingehalten werden." (Epidemiologisches Bulletin 4/2026, Kapitel 3, S. 22) [3]Keine eigene Angabe
Nach Immunglobulinen oder BlutproduktenKeine eigene Angabe"Bei Patienten, die eine Behandlung mit Immunglobulinen oder Immunglobulin-haltigen Blutprodukten wie Blut oder Plasma erhalten, empfiehlt es sich, mit der Anwendung von Qdenga mindestens 6 Wochen, bevorzugt bis 3 Monate nach dem Ende der Behandlung zu warten, um eine Neutralisierung der im Impfstoff enthaltenen attenuierten Viren zu vermeiden." (Abschnitt 4.5) [1]

Impfung vor Reisen

Als Reiseimpfung (Kategorie R) steht in Tabelle 2 der STIKO: "Personen ≥ 4 Jahre, die anamnestisch eine labordiagnostisch gesicherte Dengue-Virusinfektion durchgemacht haben und in ein Dengue-Endemiegebiet reisen und dort ein erhöhtes Expositionsrisiko haben (z. B. längerer Aufenthalt, aktuelles Ausbruchsgeschehen)." [3] Allgemein schreibt die STIKO: "Die Empfehlung über Art und zeitliche Reihenfolge der Impfungen gehört zu den ärztlichen Aufgaben und ist im Einzelfall unter Abwägung der Indikation und gegebenenfalls bestehender Kontraindikationen zu treffen." [3] Wie lange vor der Reise geimpft wird, steht im Abschnitt Impfschema. Für die Endemiegebiete verweisen STIKO und DTG auf die Karte und die Ländertabellen ihrer Reiseimpfempfehlungen [4].

Als weitere Vorbeugung nennen STIKO und DTG einen konsequenten ganztägigen Mückenschutz [4]; laut Auswärtigem Amt sollten Maßnahmen zum Schutz vor Insekten insbesondere tagsüber und in der Dämmerung beachtet werden [12]. Zur Bestätigung eines Denguefiebers schreibt das Auswärtige Amt, eine Malaria solle immer ausgeschlossen werden [12]; mehr zu dieser Krankheit unter Malaria. Mehr zu anderen Reiseimpfungen: Gelbfieber, Hepatitis A und Tollwut.

Für Medikamente im Reisegepäck gibt es die Ratgeber Medikamente ins Ausland und Reiseapotheke; Ihre persönliche Liste stellen Sie mit der Reise-Checkliste Medikamente zusammen.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Als Zeichen einer schweren allergischen (anaphylaktischen) Reaktion nennt die Packungsbeilage von Qdenga Schwierigkeiten beim Atmen, Blaufärbung der Zunge oder der Lippen, Ausschlag, Anschwellen des Gesichts oder des Rachens, niedrigen Blutdruck, der Schwindel oder Verlust des Bewusstseins verursacht, plötzliches und ernsthaftes Krankheitsgefühl oder Unwohlsein mit Blutdruckabfall sowie schnellen Herzschlag in Verbindung mit Atembeschwerden [2]. Diese Zeichen treten laut Packungsbeilage in der Regel kurz nach der Injektion auf, noch in der Praxis; dazu schreibt sie: "Wenn eines dieser Symptome auftritt, nachdem Sie den Ort verlassen haben, an dem Sie oder Ihr Kind eine Injektion erhalten haben, wenden Sie sich sofort an einen Arzt" [2].

Nach der Impfung müssen Sie laut Packungsbeilage einen Arzt konsultieren, wenn Sie oder Ihr Kind glauben, eine Dengue-Infektion zu haben, und eines der folgenden Symptome entwickeln: hohes Fieber, starke Bauchschmerzen, anhaltendes Erbrechen, schnelle Atmung, Zahnfleischbluten, Müdigkeit, Unruhe und Blut im Erbrochenen [2].

Quellen

  1. EMA-Produktinformation Qdenga (Dengue-Fieber tetravalenter Impfstoff, lebend, attenuiert), Produktinformation Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation), Abschnitte 2, 4.1 bis 4.8 (Pulver und Lösungsmittel sowie Fertigspritze). Takeda Pharmaceuticals International AG Ireland Branch (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Stand 09/2026 (EMA, aktualisiert am 04.09.2026; deutsches PDF ohne Datum). abgerufen am 21.10.2026
  2. EMA-Produktinformation Qdenga, Produktinformation Anhang III B: Packungsbeilage (Gebrauchsinformation: Information für Anwender), Abschnitte 1 bis 4. Takeda Pharmaceuticals International AG Ireland Branch (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Stand 09/2026 (EMA, aktualisiert am 04.09.2026). abgerufen am 21.10.2026
  3. Behörde Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut 2026, Epidemiologisches Bulletin 4/2026 (Epid Bull 2026;4:1-79, DOI 10.25646/13636.6): S. 9, Tabelle 2 (S. 11), Kapitel 3 (S. 21 f.), 4.7 (S. 43), 4.8 (S. 45), 4.10 (S. 46 f.), Tabelle 12 (S. 69); Lizenz CC BY 4.0. Ständige Impfkommission (STIKO), Robert Koch-Institut. Stand 22.01.2026, Online-Fassung mit Änderungen bis 10.09.2026 (Dengue-Absatz geändert am 02.07.2026). abgerufen am 21.10.2026
  4. Behörde Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) und der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit e. V. (DTG) zu Reiseimpfungen, Epidemiologisches Bulletin 27/2026 (Epid Bull 2026;27:1-112, DOI 10.25646/14248): S. 10, Abschnitt 5.3 (S. 32 bis 36); Lizenz CC BY 4.0. Ständige Impfkommission (STIKO), Robert Koch-Institut, und DTG. Stand 02.07.2026. abgerufen am 21.10.2026
  5. Behörde Denguefieber-Impfstoffe (Liste der zugelassenen Impfstoffe, Stand: PEI-Bekanntmachung Nr. 544 im BAnz AT 12.08.2026 B6). Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Stand 13.08.2026 (aktualisiert). abgerufen am 21.10.2026
  6. Behörde Qdenga: Scientific conclusions and grounds for the variation to the terms of the marketing authorisation (PSUSA/00011034/202408, EMA/226035/2025). Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), PRAC und CHMP. Stand 27.03.2025. abgerufen am 19.10.2026
  7. Behörde Qdenga: Procedural steps taken and scientific information after authorisation (mit Archiv; PSUSA/00011034/202408 und 202508). Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Stand Stand der EPAR-Seite 21.10.2026. abgerufen am 21.10.2026
  8. Behörde Nebenwirkungen melden: Startseite (Impfstoff-Meldeformular; Welche Angaben sollte ich machen?). Paul-Ehrlich-Institut und Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, nebenwirkungen.bund.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 19.10.2026
  9. Embryotox Embryotox: Impfstoffe (Schwangerschaft und Stillzeit). Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 19.10.2026
  10. Behörde § 6 Infektionsschutzgesetz (IfSG): Meldepflichtige Krankheiten (Absatz 1 Satz 1 Nummer 3). Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand IfSG zuletzt geändert durch Art. 3 Abs. 1 G v. 04.03.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 60); Änderung durch Art. 7 G v. 26.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 195) textlich nachgewiesen. abgerufen am 19.10.2026
  11. Behörde § 24 SGB XIV: Geschädigte durch Schutzimpfungen oder andere Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand SGB XIV zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 17.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 179). abgerufen am 19.10.2026
  12. Behörde Denguefieber (Reisen und Gesundheit, Abschnitte Verbreitung, Diagnose, Prävention). Auswärtiges Amt. Stand 10.04.2024. abgerufen am 19.10.2026
  13. Behörde Medikamentenallergie (Abschnitte Symptome und Behandlung). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 14.03.2024. abgerufen am 19.10.2026
  14. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitt "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 19.10.2026

Häufige Fragen

Welche Nebenwirkungen hat die Dengue-Impfung?

Laut Fachinformation von Qdenga sind Schmerzen und Rötung an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Unwohlsein, Schwäche, Fieber und Infektionen der oberen Atemwege sehr häufig. Häufig sind unter anderem eine Schwellung an der Einstichstelle, Entzündungen von Nase, Rachen und Mandeln, Gelenkschmerzen und eine grippeähnliche Erkrankung. Selten sind Petechien, sehr selten Angioödem und Thrombozytopenie. Alle Nebenwirkungen mit Häufigkeit stehen im Abschnitt Nebenwirkungen laut Fachinformation.

Wann treten die Nebenwirkungen auf und wie lange dauern sie?

Die am häufigsten berichteten Reaktionen traten laut Fachinformation von Qdenga in klinischen Studien gewöhnlich innerhalb von 2 Tagen nach der Injektion auf, waren leicht bis mittelschwer, dauerten 1 bis 3 Tage und waren nach der zweiten Injektion seltener als nach der ersten. In einer klinischen Studie begann eine vorübergehende Impfvirämie laut Fachinformation meist in der zweiten Woche nach der ersten Injektion und dauerte durchschnittlich 4 Tage; bei einigen Probanden ging sie mit leichten bis mittelschweren Beschwerden wie Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen oder Ausschlag einher.

Kann die Dengue-Impfung Dengue-Fieber auslösen?

Qdenga enthält laut Packungsbeilage abgeschwächte Versionen der 4 Dengue-Virus-Serotypen und kann somit kein Dengue-Fieber verursachen. Laut Fachinformation kann es aber zu einer vorübergehenden Impfvirämie kommen, mit leichten bis mittelschweren Beschwerden, die auch bei Dengue-Fieber auftreten können; Tests auf Dengue-Fieber können dann positiv ausfallen und eine Impfvirämie nicht von einer Infektion mit dem Wildvirus unterscheiden. Diese Konstellation kann laut STIKO und DTG (Epidemiologisches Bulletin 27/2026) als "Impf-Dengue" bezeichnet werden.

Wem empfiehlt die STIKO die Dengue-Impfung?

Die STIKO (Empfehlungen 2026, Epidemiologisches Bulletin 4/2026) empfiehlt die Impfung mit Qdenga als Reiseimpfung Personen ab 4 Jahren, die anamnestisch eine labordiagnostisch gesicherte Dengue-Virusinfektion durchgemacht haben und in ein Dengue-Endemiegebiet reisen und dort ein erhöhtes Expositionsrisiko haben, zum Beispiel bei längerem Aufenthalt oder aktuellem Ausbruchsgeschehen. Als berufliche Impfung nennt sie Personen mit früherer, labordiagnostisch gesicherter Infektion, die außerhalb von Endemiegebieten gezielt mit Dengue-Viren arbeiten. Mehr im Abschnitt Was die Impfung ist und wem die STIKO sie empfiehlt.

Was gilt, wenn ich noch nie Dengue hatte?

Für Personen ohne frühere Dengue-Virusinfektion ("Dengue-Naive") spricht die STIKO (Epidemiologisches Bulletin 4/2026) aufgrund der gegenwärtig limitierten Datenlage derzeit keine allgemeine Impfempfehlung aus. Die Fachinformation nennt als Anwendungsgebiet Personen ab 4 Jahren ohne Bedingung einer früheren Infektion. Wird eine Impfung bei Dengue-Naiven nach eingehender ärztlicher Beratung entsprechend der Zulassung erwogen, sollte die Person laut STIKO und DTG (Epidemiologisches Bulletin 27/2026) darüber aufgeklärt werden, dass das Risiko einer Infektionsverstärkung bei einer nachfolgenden Infektion nicht ausgeschlossen werden kann. Eine Bestimmung des Serostatus vor der Impfung empfiehlt die STIKO nicht.

Darf ich in der Schwangerschaft oder Stillzeit gegen Dengue geimpft werden?

Qdenga ist laut Fachinformation in der Schwangerschaft und in der Stillzeit kontraindiziert. Frauen im gebärfähigen Alter sollen laut Fachinformation nach der Impfung mindestens einen Monat eine Schwangerschaft vermeiden; wer eine Schwangerschaft plant, dem muss eine Verschiebung der Impfung angeraten werden. Auch die STIKO (Epidemiologisches Bulletin 4/2026) bezeichnet die Schwangerschaft als Kontraindikation für den Lebendimpfstoff gegen Dengue und nimmt die Dengue-Impfung bei Stillenden aus.

Kann die Dengue-Impfung zusammen mit anderen Impfungen gegeben werden?

Laut Fachinformation kann Qdenga gleichzeitig mit einem Hepatitis-A-Impfstoff, einem Gelbfieber-Impfstoff oder einem Impfstoff gegen humane Papillomviren (HPV) gegeben werden, immer an unterschiedlichen Injektionsstellen. Laut Packungsbeilage geschieht das an einer anderen Körperstelle, in der Regel am anderen Arm, während desselben Arztbesuchs. Mehr zu Hepatitis A, Gelbfieber und HPV.

Darf ich nach der Dengue-Impfung Auto fahren?

Qdenga hat laut Packungsbeilage in den ersten Tagen nach der Impfung einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Sind Sie bei einer früheren Injektion schon einmal ohnmächtig geworden, sprechen Sie laut Packungsbeilage vor der Impfung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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