ImpfungenImpfung
COVID-19-Impfung: Nebenwirkungen und Reaktionen
Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen sowie Muskel- und Gelenkschmerzen nennen die Fachinformationen der COVID-19-Impfstoffe Comirnaty, Spikevax und Nuvaxovid als sehr häufig, also bei mehr als 1 von 10 Behandelten bzw. Geimpften. Fieber und Schüttelfrost sind laut Fachinformation bei Comirnaty und Spikevax sehr häufig, bei Nuvaxovid ist Fieber häufig und Schüttelfrost gelegentlich. Bei Atemnot, Herzklopfen oder Schmerzen im Brustkorb nach der Impfung, möglichen Zeichen einer Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündung, nennen alle drei Packungsbeilagen die Anweisung, sofort einen Arzt aufzusuchen. Einen Verdacht auf eine Nebenwirkung können Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt mitteilen oder selbst über das Impfstoff-Meldeformular auf nebenwirkungen.bund.de melden.

Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen sowie Muskel- und Gelenkschmerzen nennen die Fachinformationen der COVID-19-Impfstoffe Comirnaty, Spikevax und Nuvaxovid als sehr häufig [1, 3, 5]. Fieber und Schüttelfrost sind laut Fachinformation bei Comirnaty und Spikevax sehr häufig; bei Nuvaxovid ist Fieber häufig und Schüttelfrost gelegentlich [1, 3, 5]. Laut Packungsbeilage von Nuvaxovid verschwinden die meisten Nebenwirkungen innerhalb von ein paar Tagen nach ihrem Auftreten [6]. Atemnot, Herzklopfen oder Schmerzen im Brustkorb können nach der Impfung Zeichen einer Entzündung des Herzmuskels oder des Herzbeutels sein; für diesen Fall nennen alle drei Packungsbeilagen die Anweisung, sofort einen Arzt aufzusuchen (Warnzeichen) [2, 4, 6]. Die Krankheit selbst beschreibt die Seite COVID-19 (Corona), weitere Impfungen finden Sie unter Impfungen.
Was die Impfung ist und wem die STIKO sie empfiehlt
Comirnaty und Spikevax sind mRNA-Impfstoffe: Boten-RNA (mRNA) in Lipid-Nanopartikeln, die laut Packungsbeilage von Spikevax die Bauanleitung enthält, mit der Körperzellen das Spike-Protein des Virus bilden [1, 4]. Nuvaxovid ist ein proteinbasierter Impfstoff: Er enthält gentechnisch hergestelltes (rekombinantes) Spike-Protein und den Wirkverstärker (Adjuvans) Matrix-M auf Saponin-Basis [5]. Die drei Impfstoffe können laut Packungsbeilage keine COVID-19-Erkrankung auslösen [2, 4, 6].
Laut Fachinformation dienen sie der aktiven Immunisierung zur Vorbeugung von COVID-19, verursacht durch das Virus SARS-CoV-2; zugelassen sind Comirnaty und Spikevax ab 6 Monaten, Nuvaxovid ab 12 Jahren [1, 3, 5]. Die Anwendung sollte laut den Fachinformationen gemäß den offiziellen Empfehlungen erfolgen [1, 3, 5].
Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre COVID-19-Empfehlung im Epidemiologischen Bulletin 28/2026 vom 9. Juli 2026 aktualisiert (Online-Fassung mit Änderungen bis 24.07.2026). Diese Empfehlung ersetzt laut STIKO "die bisherige COVID-19-Impfempfehlung (STIKO-Impfempfehlung 4/2026)" [8]. Danach soll "mit einem zugelassenen mRNA- oder proteinbasierten COVID-19-Impfstoff mit jeweils von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) empfohlener Variantenanpassung" geimpft werden [8]. Die STIKO nennt [8]:
- Standardimpfung (S): "Personen ≥ 75 Jahre".
- Indikationsimpfung (I): "Bewohnende von Einrichtungen der Pflege sowie Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe"; "Personen ≥ 6 Monate mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung für einen schweren COVID-19-Verlauf infolge einer Grunderkrankung"; "Schwangere bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grunderkrankung oder schwangerschaftsassoziierter Komplikationen (z. B. Gestationsdiabetes, Hypertonie) ab dem 2. Trimenon"; "Familienangehörige und enge Kontaktpersonen im Alter von ≥ 6 Monaten von Personen, bei denen nach einer COVID-19-Impfung keine schützende Immunantwort zu erwarten ist".
- Beruflich (B): "Personal in Pflegeeinrichtungen mit direktem Kontakt zu Bewohnenden", "Medizinisches Personal mit einem erhöhten tätigkeitsbezogenen Infektionsrisiko für SARS-CoV-2 (z. B. Medizinische Notaufnahme, Intensivstation etc.)" und "Medizinisches Personal, das Risikopatientinnen und -patienten (s. o.) betreut".
Als Grunderkrankungen nennt die STIKO zum Beispiel chronische Erkrankungen der Atmungsorgane (z. B. COPD), chronische Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus und andere Stoffwechselerkrankungen, Adipositas (BMI ≥ 30), ZNS-Erkrankungen (z. B. Demenz), syndromale Erkrankungen (z. B. Trisomie 21), angeborene oder erworbene Immundefizienz (z. B. HIV-Infektion), maligne neoplastische Krankheiten und Langzeitfolgen nach COVID-19 (z. B. Long- oder Post-COVID) [8]. Gesunden Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren empfiehlt die STIKO laut RKI keine COVID-19-Impfung [13]. Die Empfehlungen im Original stehen auf der COVID-19-Seite der STIKO beim Robert Koch-Institut.
Impfstoffe in Deutschland
Für die Saison 2026/2027 hat laut RKI die Weltgesundheitsorganisation am 16. Mai 2026 die Omikron-Subvariante LP.8.1 für die Variantenanpassung empfohlen, die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) am 29. Mai 2026 die Variante XFG [13]. An XFG angepasste Fassungen von Comirnaty, Spikevax und Nuvaxovid führt das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) mit einer Zulassungserweiterung vom 28.07.2026 [9]. Aus dem über den Bund beschafften Kontingent ist laut RKI noch Comirnaty LP.8.1 für Erwachsene verfügbar und in der Saison 2026/2027 verwendbar, laut PEI für Personen ab 12 Jahren [10, 13]. Unter den in Deutschland verfügbaren COVID-19-Impfstoffen führt die STIKO unter anderem Comirnaty, Spikevax und Nuvaxovid (Stand 12.05.2026) [8].
| Impfstoff | Art | zugelassen ab (Fachinformation 4.1) | Zulassungsinhaber | Grundlage |
|---|---|---|---|---|
| Comirnaty XFG | mRNA-Impfstoff (Nukleosid-modifiziert, in Lipid-Nanopartikeln), kodiert für das Spike-Protein von Omikron XFG | 6 Monaten | BioNTech Manufacturing GmbH (EU-Zulassung EU/1/20/1528) | EMA-Produktinformation (Fachinformation und Packungsbeilage), deutsche Fassung aktualisiert am 06.08.2026 [1, 2] |
| Comirnaty LP.8.1 | mRNA-Impfstoff wie oben, kodiert für Omikron LP.8.1; über den Bund beschaffte Fassung für Erwachsene | 6 Monaten; die über den Bund beschaffte Fassung ab 12 Jahren | BioNTech Manufacturing GmbH (EU/1/20/1528) | EMA-Produktinformation wie oben [1, 2]; PEI-Kurzübersicht, Stand 10/2026 [10] |
| Spikevax XFG | mRNA-Impfstoff (Nukleosid-modifiziert, in Lipid-Nanopartikeln), Spike-Protein von Omikron XFG | 6 Monaten | Moderna Biotech Spain, S.L. (EU/1/20/1507) | EMA-Produktinformation (Fachinformation und Packungsbeilage), deutsche Fassung aktualisiert am 06.08.2026 [3, 4] |
| Nuvaxovid XFG | proteinbasierter Impfstoff (rekombinantes Spike-Protein von Omikron XFG) mit dem Adjuvans Matrix-M | 12 Jahren | Sanofi Winthrop Industrie (EU/1/21/1618) | EMA-Produktinformation (Fachinformation und Packungsbeilage), deutsche Fassung aktualisiert am 07.08.2026 [5, 6] |
Maßgeblich ist die Packungsbeilage des Impfstoffs, mit dem Sie geimpft werden. Die Liste aller zugelassenen COVID-19-Impfstoffe veröffentlicht das Paul-Ehrlich-Institut.
Impfreaktion oder Nebenwirkung?
Übliche Impfreaktionen beschreibt die STIKO in ihren allgemeinen Empfehlungen als vorübergehende Lokal- und Allgemeinreaktionen, "die als Ausdruck der Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff anzusehen sind" [7]. Zu ihren Kriterien gehören "für die Dauer von 1 bis 3 Tagen (gelegentlich länger) anhaltende Rötung, Schwellung oder Schmerzhaftigkeit an der Injektionsstelle" sowie "für die Dauer von 1 bis 3 Tagen Fieber < 39,5° C (bei rektaler Messung), Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit, Unwohlsein, Übelkeit, Unruhe, Schwellung der regionären Lymphknoten" [7]. Für die COVID-19-Impfstoffe schreibt die STIKO: "Als typische Impfreaktionen treten Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit sowie Kopfschmerzen auf." [8]
Diese Beschwerden nennen die Fachinformationen von Comirnaty, Spikevax und Nuvaxovid als sehr häufig; eine Lymphknotenschwellung ist bei Spikevax sehr häufig, bei Comirnaty häufig und bei Nuvaxovid gelegentlich [1, 3, 5].
"Alle anderen Impfreaktionen sollen gemeldet werden", schreibt die STIKO [7]. Namentlich zu melden ist nach § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Infektionsschutzgesetz der Verdacht "einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung" [15]; diese Meldung an das Gesundheitsamt gehört laut STIKO zu den ärztlichen Aufgaben [7]. Für gesundheitliche Schädigungen durch bestimmte Schutzimpfungen, etwa öffentlich empfohlene, die über das übliche Ausmaß einer Reaktion hinausgehen, sieht § 24 SGB XIV bei Vorliegen der Voraussetzungen nach § 4 Abs. 1 SGB XIV Leistungen der Sozialen Entschädigung vor [16].
Nebenwirkungen laut Fachinformation
Die Sicherheit der angepassten Fassungen leiten die Fachinformationen von Comirnaty und Nuvaxovid aus früheren Fassungen ab; die Tabelle von Spikevax beruht auf Studien mit Spikevax (Original) und Erfahrungen nach der Zulassung [1, 3, 5]. Comirnaty und Spikevax fassen alle Altersgruppen ab 6 Monaten in einer Tabelle zusammen; Angaben nur für Kinder stehen in Klammern [1, 3].
Comirnaty XFG und Comirnaty LP.8.1 (mRNA-Impfstoff, Personen ab 6 Monaten)
| Häufigkeit | Nebenwirkungen |
|---|---|
| Sehr häufig | Schmerzen an der Einstichstelle (im geimpften Arm); Schwellung an der Einstichstelle; Müdigkeit (Ermüdung); Kopfschmerzen; Muskelschmerzen (Myalgie); Gelenkschmerzen (Arthralgie); Schüttelfrost; Fieber (nach der zweiten Dosis häufiger als nach der ersten); Durchfall (Diarrhö); (bei Säuglingen von 6 bis 23 Monaten: Reizbarkeit, Schläfrigkeit, Schmerzempfindlichkeit an der Einstichstelle) [1] |
| Häufig | Lymphknotenschwellung (Lymphadenopathie; bei Teilnehmern ab 5 Jahren nach einer Auffrischungsdosis häufiger als nach der Grundimmunisierung); Übelkeit; Erbrechen (sehr häufig bei Schwangeren ab 18 Jahren und bei immungeschwächten Teilnehmern von 2 bis 18 Jahren); Rötung an der Einstichstelle (sehr häufig bei Kindern von 6 Monaten bis 11 Jahren und bei immungeschwächten Teilnehmern ab 2 Jahren) [1] |
| Gelegentlich | Überempfindlichkeitsreaktionen wie Ausschlag (bei 6 bis 23 Monaten häufig) und Juckreiz (Pruritus); verminderter Appetit (bei 6 bis 23 Monaten sehr häufig); Schlaflosigkeit; Schwindelgefühl; Lethargie; starkes Schwitzen (Hyperhidrosis); nächtliche Schweißausbrüche; Schmerzen in den Gliedmaßen (im geimpften Arm); Kraftlosigkeit (Asthenie); Unwohlsein; Jucken an der Einstichstelle [1] |
| Selten | Überempfindlichkeitsreaktionen in Form von Nesselsucht (Urtikaria) und Schwellung von Haut und Schleimhaut (Angioödem); akute periphere Gesichtslähmung (Fazialisparese), laut Packungsbeilage vorübergehendes, einseitiges Herabhängen des Gesichts [1, 2] |
| Sehr selten | Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis); Entzündung des Herzbeutels (Perikarditis) [1] |
| Nicht bekannt | schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie); Missempfindungen wie Kribbeln (Parästhesie); vermindertes Gefühl in der Haut (Hypoästhesie); Erythema multiforme (Hautreaktion mit zielscheibenartigen roten Flecken); starke Menstruationsblutungen (die meisten Fälle schienen nicht schwerwiegend und vorübergehend zu sein); ausgedehnte Schwellung der geimpften Gliedmaße; Anschwellen des Gesichts (bei Geimpften mit Injektionen dermatologischer Filler in der Vorgeschichte) [1, 2] |
Diese Häufigkeiten gelten nur für Comirnaty XFG und Comirnaty LP.8.1 (Personen ab 6 Monaten). Die Fachinformationen beider Fassungen nennen in Abschnitt 4.8 dieselben Angaben; Myokarditis, Perikarditis, Durchfall und einige weitere Einträge sind dort als nach der Zulassung erfasst gekennzeichnet [1].
Spikevax XFG (mRNA-Impfstoff, Personen ab 6 Monaten)
| Häufigkeit | Nebenwirkungen |
|---|---|
| Sehr häufig | Lymphknotenschwellung in der Achsel auf der Seite der Einstichstelle (Lymphadenopathie; in manchen Fällen auch andere Lymphknoten); Kopfschmerzen; Übelkeit oder Erbrechen; Muskelschmerzen (Myalgie); Gelenkschmerzen (Arthralgie); Schmerzen an der Einstichstelle; Müdigkeit (Ermüdung); Schüttelfrost; Fieber; Schwellung an der Einstichstelle; Rötung (Erythem) an der Einstichstelle; (bei Kindern von 6 Monaten bis 5 Jahren: verminderter Appetit, Reizbarkeit oder Weinen, Schläfrigkeit) [3] |
| Häufig | Durchfall (Diarrhoe); Ausschlag; Nesselsucht an der Einstichstelle; Ausschlag an der Einstichstelle; verzögerte Reaktion an der Einstichstelle (im Median 9 Tage nach der ersten und 11 Tage nach der zweiten Injektion, im Median 4 Tage lang) [3] |
| Gelegentlich | Schwindelgefühl; Bauchschmerzen (bei Kindern von 6 bis 11 Jahren beobachtet); Nesselsucht (Urtikaria), mit akutem Ausbruch innerhalb weniger Tage oder verzögert bis etwa zwei Wochen nach der Impfung; Jucken an der Einstichstelle [3] |
| Selten | schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie); akute periphere Gesichtslähmung; vermindertes Gefühl in der Haut (Hypoästhesie); Missempfindungen wie Kribbeln oder Ameisenlaufen (Parästhesie); Erythema multiforme; geschwollenes Gesicht (bei Geimpften, denen zuvor dermatologische Füllsubstanz gespritzt worden war) [3, 4] |
| Sehr selten | Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis); Entzündung des Herzbeutels (Perikarditis) [3] |
| Nicht bekannt | Überempfindlichkeit; Nesselsucht durch Reibung, Kratzen oder Druck (mechanische Urtikaria); Nesselsucht, die länger als sechs Wochen anhält (chronische Urtikaria); starke Menstruationsblutung (die meisten Fälle schienen nicht schwerwiegend und vorübergehend zu sein); massive Schwellung der geimpften Gliedmaße [3, 4] |
Diese Häufigkeiten gelten nur für Spikevax XFG (Personen ab 6 Monaten).
Nuvaxovid XFG (proteinbasierter Impfstoff, Personen ab 12 Jahren)
| Häufigkeit | Nebenwirkungen |
|---|---|
| Sehr häufig | Kopfschmerzen; Übelkeit oder Erbrechen; Muskelschmerzen (Myalgie); Gelenkschmerzen (Arthralgie); Druckempfindlichkeit an der Einstichstelle; Schmerzen an der Einstichstelle; Müdigkeit (Ermüdung); Unwohlsein (auch als grippeähnliche Erkrankung gemeldet) [5] |
| Häufig | Rötung an der Einstichstelle; Schwellung an der Einstichstelle; Fieber (bei Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren häufiger beobachtet als bei Erwachsenen, bei Jugendlichen nach der zweiten Dosis sehr häufig); Schmerzen in Arm, Hand, Bein und/oder Fuß (Schmerzen in einer Extremität) [5, 6] |
| Gelegentlich | Lymphknotenschwellung (Lymphadenopathie); Bluthochdruck (Hypertonie; in der Studie bei Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren nicht berichtet); Ausschlag; Hautrötung (Erythem); Juckreiz (Pruritus); Nesselsucht (Urtikaria); Jucken an der Einstichstelle; Schüttelfrost [5] |
| Selten | Wärme an der Einstichstelle [5] |
| Nicht bekannt | schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie); Missempfindungen wie Kribbeln oder Prickeln (Parästhesie); vermindertes Gefühl in der Haut (Hypoästhesie); Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis); Entzündung des Herzbeutels (Perikarditis) [5, 6] |
Diese Häufigkeiten gelten nur für Nuvaxovid XFG (Personen ab 12 Jahren). Übelkeit oder Erbrechen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Druckempfindlichkeit, Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Einstichstelle, Müdigkeit und Unwohlsein wurden laut Fachinformation nach der zweiten Dosis häufiger beobachtet; in den klinischen Studien trat Bluthochdruck bei älteren Erwachsenen in den 3 Tagen nach der Impfung häufiger auf als nach Placebo [5].
Jede Häufigkeit gilt nur für den Impfstoff, bei dem sie steht. Sie sagt nicht, welcher Impfstoff für Sie besser verträglich ist. Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde nach der Impfung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass die Impfung sie verursacht hat.
Die Packungsbeilagen beziehen die Klassen auf Behandelte (Comirnaty, Nuvaxovid) bzw. Geimpfte (Spikevax): sehr häufig heißt mehr als 1 von 10, häufig bis zu 1 von 10, gelegentlich bis zu 1 von 100, selten bis zu 1 von 1.000 und sehr selten bis zu 1 von 10.000 [2, 4, 6]. Bei "nicht bekannt" ist die Häufigkeit laut den Fachinformationen auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar [1, 3, 5]. Umrechnen können Sie die Klassen mit dem Werkzeug Häufigkeit übersetzen.
Mehr zu einzelnen Beschwerden als Nebenwirkung von Arzneimitteln: Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit, Durchfall, Schwindel, Hautausschlag und Juckreiz; die Tabellen dort zeigen keine Impfstoffe.
Seltene und schwere Nebenwirkungen
Herzmuskel- und Herzbeutelentzündung: Nach der Impfung mit Comirnaty, Spikevax und Nuvaxovid besteht laut Fachinformation ein erhöhtes Risiko für Myokarditis und Perikarditis; die Erkrankungen können sich innerhalb weniger Tage nach der Impfung entwickeln und traten hauptsächlich innerhalb von 14 Tagen auf [1, 3, 5]. Bei Comirnaty und Spikevax wurden sie häufiger nach der zweiten Impfung und häufiger bei jüngeren Männern beobachtet [1, 3]. Nach begrenzten Daten scheint das Risiko laut Fachinformation von Comirnaty bei Kindern von 5 bis 11 Jahren geringer zu sein als bei 12- bis 17-Jährigen [1]. Nach den verfügbaren Daten erholen sich laut den Fachinformationen von Comirnaty und Spikevax die meisten Betroffenen; in einigen Fällen war eine intensivmedizinische Versorgung erforderlich, und es wurden Fälle mit Todesfolge beobachtet [1, 3]. Mehr zu Herzrasen als Nebenwirkung von Arzneimitteln.
Allergische Reaktionen: Fälle von Anaphylaxie wurden laut den Fachinformationen bei allen drei Impfstoffen berichtet; als Klasse nennt die Fachinformation von Spikevax "selten", die von Comirnaty und Nuvaxovid "nicht bekannt" [1, 3, 5]. Nach einer Anaphylaxie auf eine frühere Dosis schließen die Fachinformationen weitere Dosen desselben Impfstoffs aus (Wortlaut im Abschnitt Wer nicht oder erst später geimpft werden sollte) [1, 3, 5]. Nuvaxovid enthält Polysorbat 80, das laut Fachinformation allergische Reaktionen hervorrufen kann [5]. Mehr dazu: Arzneimittelallergie.
Ohnmacht: Im Zusammenhang mit der Impfung können laut den Fachinformationen angstbedingte Reaktionen auftreten, darunter Ohnmacht (Synkope) und schnelles Atmen (Hyperventilation) [1, 3, 5]. Wenn Sie nach einer Injektion schon einmal ohnmächtig geworden sind, sprechen Sie laut den Packungsbeilagen vor der Impfung mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal [2, 4, 6].
Die STIKO schreibt: "Nach der Verabreichung von COVID-19-Impfstoffen wurden einzelne anaphylaktische Reaktionen beobachtet und daher wird eine Nachbeobachtung von 15 Minuten empfohlen." [8] Die Fachinformationen empfehlen nach der Impfung eine engmaschige Beobachtung von mindestens 15 Minuten [1, 3, 5].
Was Sie nach der Impfung tun können

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich laut den Packungsbeilagen an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal; das gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in der Packungsbeilage stehen [2, 4, 6]. Laut Packungsbeilage von Nuvaxovid gilt das auch, wenn Symptome anhalten [6].
Einige Nebenwirkungen können laut den Fachinformationen vorübergehend die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen [1, 3, 5]. Laut den Packungsbeilagen von Spikevax und Nuvaxovid dürfen Sie kein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen, wenn Sie sich nach der Impfung unwohl fühlen; laut allen drei Packungsbeilagen warten Sie, bis die Wirkungen abgeklungen sind, bevor Sie Auto fahren oder Maschinen bedienen [2, 4, 6]. Beginn, Art und Dauer von Beschwerden können Sie im Nebenwirkungs-Tagebuch festhalten, Fragen für die Praxis mit dem Werkzeug Fragen für das Arztgespräch sammeln.
Verdacht melden: Für Nebenwirkungen eines Impfstoffs gibt es auf nebenwirkungen.bund.de ein eigenes Impfstoff-Meldeformular, das laut Portal auch COVID-19-Impfstoffe umfasst; die Meldung geht direkt an das Paul-Ehrlich-Institut oder das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte und sollte, wenn möglich, unter anderem die Bezeichnung und die Chargenbezeichnung des Impfstoffs enthalten [12]. Ärztinnen und Ärzte melden den Verdacht einer Impfkomplikation zusätzlich dem Gesundheitsamt [7, 15]. Wie die Meldung abläuft, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.
Wer nicht oder erst später geimpft werden sollte
Als Gegenanzeige nennen alle drei Fachinformationen die Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile; laut den Packungsbeilagen darf der Impfstoff dann nicht angewendet bzw. nicht verabreicht werden [1, 2, 3, 4, 5, 6]. Weitere Angaben unterscheiden sich je Impfstoff:
| Impfstoff | Keine weitere Dosis | Verschieben oder Vorsicht |
|---|---|---|
| Comirnaty XFG und LP.8.1 | Keine weitere Dosis sollte an Personen verabreicht werden, bei denen eine Anaphylaxie nach einer früheren Dosis von Comirnaty aufgetreten ist [1] | bei akuter, schwerer, fieberhafter Erkrankung oder akuter Infektion sollte die Impfung verschoben werden, eine geringfügige Infektion oder leichtes Fieber sollte sie nicht verzögern; bei Antikoagulationstherapie, Thrombozytopenie oder Gerinnungsstörung (wie Hämophilie) sollte der Impfstoff mit Vorsicht verabreicht werden, weil Blutungen oder Blutergüsse auftreten können [1] |
| Spikevax XFG | Folgedosen sind keinen Personen zu verabreichen, die auf eine vorherige Dosis eines jeglichen Spikevax-Impfstoffs mit einer Anaphylaxie reagiert haben [3] | bei akuter schwerer fieberhafter Erkrankung oder akuter Infektion ist die Impfung zu verschieben, eine leichte Infektion oder leichtes Fieber ist kein Grund für eine Verzögerung; bei Antikoagulanzien, Thrombozytopenie oder Gerinnungsstörung ist die Verabreichung mit besonderer Vorsicht durchzuführen; bei Kapillarlecksyndrom (CLS) in der Vorgeschichte ist die Impfung in Zusammenarbeit mit entsprechenden medizinischen Experten zu planen [3] |
| Nuvaxovid XFG | Eine zusätzliche Dosis darf nicht an Personen verabreicht werden, die auf eine vorherige Dosis Nuvaxovid anaphylaktisch reagiert haben [5] | bei akuter schwerer fiebriger Erkrankung oder akuter Infektion muss die Impfung aufgeschoben werden, eine leichte Infektion oder leichtes Fieber sollte sie nicht verzögern; bei Antikoagulationstherapie, Thrombozytopenie oder Blutgerinnungsstörungen sollte der Impfstoff mit Vorsicht verabreicht werden [5] |
Beim Kapillarlecksyndrom tritt laut Packungsbeilage von Spikevax Flüssigkeit aus kleinen Blutgefäßen aus; das führt zu rascher Schwellung der Arme und Beine, plötzlicher Gewichtszunahme, Schwächegefühl und Blutdruckabfall. Nach der Impfung mit Spikevax (Original) wurden einige Fälle berichtet; hatten Sie schon einmal solche Episoden, sprechen Sie vor der Impfung mit einem Arzt [4].
Andere Medikamente und Impfungen
Bei geschwächtem Immunsystem könnte die Wirksamkeit laut Fachinformation von Comirnaty geringer sein; laut Fachinformation von Nuvaxovid und Packungsbeilage von Spikevax kann sie geringer bzw. verringert sein [1, 4, 5]. Verwenden Sie Arzneimittel, die das Abwehrsystem schwächen, sprechen Sie laut den Packungsbeilagen von Comirnaty und Nuvaxovid vor der Impfung mit Ihrem Arzt; genannt werden ein Kortikosteroid (Comirnaty) bzw. hochdosierte Kortikosteroide, Immunsuppressiva oder Krebsmedikamente (Nuvaxovid) [2, 6]. Mehr dazu auf Wirkstoffseiten wie Prednisolon und Methotrexat. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
Zur gleichzeitigen Gabe schreibt die STIKO: "Sofern eine Indikation vorliegt, kann am selben Termin auch gegen RSV, Pertussis, Pneumokokken, Herpes zoster und unter Beachtung der ggf. unterschiedlichen Saisonalität auch gegen saisonale Influenza geimpft werden." [8] Comirnaty XFG kann laut Fachinformation in der Fassung ab 12 Jahren zeitgleich mit dem saisonalen Influenza-Impfstoff gegeben werden, ab 18 Jahren auch mit einem Pneumokokken-Konjugatimpfstoff oder einem rekombinanten RSV-Proteinimpfstoff ohne Adjuvanzien [1]. Spikevax kann laut Fachinformation gleichzeitig mit Influenza-Impfstoffen (Standard- und Hochdosis) sowie dem Subunit-Impfstoff gegen Gürtelrose verabreicht werden [3]. Die gleichzeitige Verabreichung von Nuvaxovid XFG mit anderen Impfstoffen wurde nicht untersucht [5]. Für verschiedene Impfstoffe sehen die Fachinformationen von Comirnaty und Spikevax unterschiedliche Injektionsstellen vor [1, 3]. Mehr zu diesen Impfungen: Grippe, RSV, Pneumokokken, Keuchhusten und Gürtelrose.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fachinformation: Zu Comirnaty XFG selbst liegen noch keine Daten aus der Schwangerschaft vor. Beobachtungsdaten von Frauen, die im zweiten und dritten Trimenon mit dem ursprünglichen Comirnaty geimpft wurden, zeigten laut Fachinformation keine Zunahme unerwünschter Schwangerschaftsausgänge; zur Impfung im ersten Trimenon liegen nur wenige Daten vor, ein erhöhtes Risiko für eine Fehlgeburt wurde jedoch nicht beobachtet [1]. "Basierend auf Daten, die zu anderen Impfstoffvarianten verfügbar sind, kann Comirnaty XFG während der Schwangerschaft angewendet werden", schreibt die Fachinformation; auch in der Stillzeit kann es angewendet werden, und für Comirnaty LP.8.1 gilt dasselbe [1]. Spikevax XFG kann laut Fachinformation während der Schwangerschaft und der Stillzeit angewendet werden; Beobachtungsdaten von Schwangeren, die mit Spikevax geimpft wurden, zeigten keine Zunahme unerwünschter Schwangerschaftsausgänge [3]. Mit Nuvaxovid gibt es nur sehr begrenzte Erfahrungen bei Schwangeren; eine Anwendung von Nuvaxovid XFG während der Schwangerschaft "sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn der mögliche Nutzen die potenziellen Risiken für die Mutter und den Fötus überwiegt" [5]. Ob Nuvaxovid XFG in die Muttermilch übergeht, ist nicht bekannt; laut Fachinformation wird angenommen, dass es keine Auswirkungen auf das gestillte Kind hat [5]. Wenn Sie schwanger sind oder vermuten, schwanger zu sein, informieren Sie laut den Packungsbeilagen von Comirnaty und Spikevax vor der Impfung Ihren Arzt; laut Packungsbeilage von Nuvaxovid fragen Sie dann, und auch wenn Sie stillen oder schwanger werden wollen, vor der Impfung Ihren Arzt oder Apotheker um Rat [2, 4, 6].
STIKO: Für Schwangere empfiehlt die STIKO die Impfung als Indikationsimpfung "bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grunderkrankung oder schwangerschaftsassoziierter Komplikationen (z. B. Gestationsdiabetes, Hypertonie) ab dem 2. Trimenon" [8]. Stillende können laut den allgemeinen STIKO-Empfehlungen alle von der STIKO empfohlenen Impfungen erhalten, mit Ausnahme der Dengue- und, bei Säuglingen unter 6 (9) Monaten, der Gelbfieber-Impfung [7].
Embryotox: Das Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité bewertet alle Impfstoffe auf einer gemeinsamen Seite und nennt die COVID-19-Impfung dort nicht eigens [14]. In der Schwangerschaft ordnet es Impfstoffe grau ein, als "Medikament, zu dem es widersprüchliche oder noch unzureichende Studienergebnisse gibt" [14]. Zur Stillzeit schreibt Embryotox: "Die üblichen, in Deutschland empfohlenen und verwendeten Impfstoffe können auch stillenden Müttern verabreicht werden und erfordern keine Einschränkung des Stillens. Ausnahmen bestehen bei der Gelbfieber- und Dengue-Impfung." [14] Mehr in den Ratgebern Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.
Impfschema laut STIKO und Fachinformation
Hier stehen die Angaben der STIKO und der Fachinformation, keine Impfempfehlung. Wann und wie oft Sie geimpft werden, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.
| Personengruppe | Angabe der STIKO (wörtlich) | Angabe der Fachinformation (wörtlich) |
|---|---|---|
| Personen mit Impfempfehlung (S, I, B) ab 12 Jahren | "Jährliche Impfung (einmalig pro Saison) bevorzugt im Spätsommer/Frühherbst* mit einem zugelassenen mRNA- oder proteinbasierten COVID-19-Impfstoff mit jeweils von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) empfohlener Variantenanpassung." "* Die Impfung sollte möglichst mit dem Beginn der Saison im Spätsommer/Frühherbst durchgeführt oder während der Saison nachgeholt werden." "Bei der Impfung soll zwischen nachgewiesener SARS-CoV-2-Infektion oder der letzten COVID-19-Impfung möglichst ein Mindestabstand von 6 Monaten eingehalten werden." (Epidemiologisches Bulletin 28/2026, S. 4 und 5) [8] | Comirnaty XFG: "(…) wird intramuskulär als Einzeldosis (…) an Personen ab 12 Jahren verabreicht, unabhängig vom bisherigen COVID-19-Impfstatus (…). Bei Personen, die bereits mit einem COVID-19-Impfstoff geimpft wurden, sollte Comirnaty XFG frühestens 3 Monate nach der letzten vorangegangenen Dosis eines COVID-19-Impfstoffs gegeben werden." [1] Spikevax XFG, Personen ab 12 Jahren mit oder ohne vorhergehende Impfung: "Eine Dosis (…) intramuskulär"; "Spikevax XFG ist mindestens 3 Monate nach der letzten Dosis eines COVID-19-Impfstoffs zu geben." [3] Nuvaxovid XFG: "(…) wird Personen ab 12 Jahren intramuskulär in einer Einzeldosis (…) verabreicht, unabhängig vom vorherigen Impfstatus. Bei bereits gegen COVID-19 geimpften Personen muss nach der letzten Dosis eines COVID-19-Impfstoffs mindestens 3 Monate gewartet werden, bevor Nuvaxovid XFG verabreicht werden kann." [5] (jeweils Abschnitt 4.2) |
| Personen ab 65 Jahren | wie oben; Standardimpfung für "Personen ≥ 75 Jahre" [8] | Spikevax XFG: "Eine weitere Dosis kann im Abstand von mindestens 3 Monaten nach der letzten Dosis eines COVID-19-Impfstoffs gegeben werden." (Abschnitt 4.2) [3] |
| Kinder von 6 Monaten bis 4 Jahren mit Impfindikation, erstmals geimpft | "Kinder im Alter von 6 Monaten bis 4 Jahren, die zum ersten Mal gegen COVID-19 geimpft werden, erhalten eine Grundimmunisierung gemäß Fachinformation." (Epidemiologisches Bulletin 28/2026, Tabelle 2, S. 5) [8] | Comirnaty XFG, Kinder, die noch keinen COVID-19-Impfstoff erhalten haben: "(…) wird intramuskulär als Grundimmunisierung, bestehend aus 2 Dosen verabreicht. Es wird empfohlen, die zweite Dosis 8 Wochen nach der ersten Dosis zu geben" [1]. Spikevax XFG, Kinder ohne vorhergehende Impfung und ohne anamnestisch bekannte SARS-CoV-2-Infektion: "Zwei Dosen (…) intramuskulär"; "Zweite Dosis 28 Tage nach der ersten Dosis verabreichen" [3] (jeweils Abschnitt 4.2) |
| Personen mit Immundefizienz | "Bei Personen mit Immundefizienz mit relevanter Einschränkung der Immunantwort sind evtl. weitere Impfstoffdosen und ein verkürzter Impfabstand (≥ 4 Wochen) notwendig." (Epidemiologisches Bulletin 28/2026, Tabelle 2, Fußnote a) [8] | Comirnaty XFG: "Stark immungeschwächte Personen können im Einklang mit den nationalen Empfehlungen weitere Dosen erhalten" [1]. Spikevax XFG, immungeschwächte Personen ab 12 Jahren: "Eine oder mehrere weitere altersgerechte Dosen können schwer immungeschwächten Personen mindestens 2 Monate nach der letzten Dosis eines COVID-19-Impfstoffs gegeben werden, nach Ermessen des medizinischen Fachpersonals und unter Berücksichtigung der klinischen Umstände der Person." [3] Nuvaxovid XFG: "Schwer abwehrgeschwächte Personen dürfen gemäß den nationalen Empfehlungen zusätzliche Dosen erhalten" [5] (jeweils Abschnitt 4.2) |
Aktuelle Sicherheitsinformationen
Mit Datum vom 19.07.2021 haben die Zulassungsinhaber BioNTech und Moderna in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur und dem Paul-Ehrlich-Institut einen Rote-Hand-Brief zu den mRNA-Impfstoffen Comirnaty und Spikevax herausgegeben; das PEI hat ihn am selben Tag veröffentlicht [11]. Der Brief fasst zusammen [11]:
- "Fälle von Myokarditis und Perikarditis wurden sehr selten nach einer Impfung mit den COVID-19 mRNA Impfstoffen Comirnaty und Spikevax berichtet."
- "Die Fälle traten primär innerhalb von 14 Tagen nach der Impfung auf, und zwar häufiger nach der zweiten Dosis und bei jüngeren Männern."
- "Vorliegende Daten lassen vermuten, dass der Verlauf von Myokarditis und Perikarditis nach der Impfung ähnlich ist wie der Verlauf von Myokarditis und Perikarditis im Allgemeinen."
- "Ärzte und medizinisches Fachpersonal sollten auf die Zeichen und Symptome von Myokarditis und Perikarditis achten."
- "Ärzte und medizinisches Fachpersonal sollten geimpfte Personen darauf hinweisen, im Falle von Brustschmerzen, Kurzatmigkeit oder Palpitationen sofort medizinische Beratung und Hilfe einzuholen."
Auch die Fachinformationen der angepassten Fassungen nennen Myokarditis und Perikarditis in den Abschnitten 4.4 und 4.8 [1, 3]. Was ein Rote-Hand-Brief ist, erklärt der Ratgeber Rote-Hand-Briefe und Rückrufe.
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
Für Zeichen einer Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündung nennen die Packungsbeilagen diese Anweisungen:
- Comirnaty: "Nach der Impfung sollten Sie auf Anzeichen einer Myokarditis oder Perikarditis wie Atemnot, Herzklopfen und Thoraxschmerzen achten und sofort einen Arzt aufsuchen, wenn diese auftreten." [2]
- Spikevax: "Achten Sie nach der Impfung auf Anzeichen von Myokarditis und Perikarditis wie Atemnot, Herzklopfen und Brustkorbschmerz und suchen Sie bei Auftreten dieser Symptome sofort einen Arzt auf." [4]
- Nuvaxovid: "Nach der Impfung sollten Sie auf Anzeichen von Myokarditis und Perikarditis wie Atemnot, Herzklopfen und Schmerzen im Brustkorb achten und bei Auftreten solcher Symptome sofort einen Arzt aufsuchen." [6]
Bei Zeichen einer allergischen Reaktion wie Schwindel oder Benommenheit, Veränderungen des Herzschlags, Kurzatmigkeit, pfeifendem Atemgeräusch, Schwellung von Lippen, Gesicht oder Rachen, Nesselsucht oder Hautausschlag, Übelkeit oder Erbrechen und Magenschmerzen heißt es in der Packungsbeilage von Spikevax: "Suchen Sie dringend einen Arzt auf" [4]. Die Packungsbeilage von Nuvaxovid nennt dieselben Zeichen, statt Schwindel Ohnmacht, und schreibt: "nehmen Sie sofort ärztliche Hilfe in Anspruch" [6]. Die Packungsbeilage von Comirnaty führt schwere allergische Reaktionen ohne bekannte Häufigkeit auf, ohne eigene Anweisung dafür; bei Nebenwirkungen wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal [2].
In lebensbedrohlichen Fällen alarmieren Sie laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112; als Beispiele nennt sie Bewusstlosigkeit oder erhebliche Bewusstseinstrübung, schwere Atemnot und starke Brustschmerzen oder Herzbeschwerden [17]. Außerhalb der Sprechzeiten hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117, wenn die Behandlung aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten kann [17].
Quellen
- EMA-Produktinformation Comirnaty XFG und Comirnaty LP.8.1 (COVID-19-mRNA-Impfstoff), EMA-Produktinformation Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation), Abschnitte 2, 4.1 bis 4.8 und 5.1 der Fassungen XFG und LP.8.1. BioNTech Manufacturing GmbH (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Stand EMA, deutsche Fassung zuletzt aktualisiert am 06.08.2026 (Datum laut EPAR-Seite, das PDF trägt keinen Stand). abgerufen am 21.10.2026
- EMA-Produktinformation Comirnaty, EMA-Produktinformation Anhang III B: Packungsbeilagen Comirnaty XFG 30 Mikrogramm/Dosis und Comirnaty LP.8.1 30 Mikrogramm/Dosis Injektionsdispersion (Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren), Abschnitte 1 bis 4. BioNTech Manufacturing GmbH (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Stand EMA, deutsche Fassung zuletzt aktualisiert am 06.08.2026 (Datum laut EPAR-Seite). abgerufen am 21.10.2026
- EMA-Produktinformation Spikevax XFG (COVID-19-mRNA-Impfstoff), EMA-Produktinformation Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation), Abschnitte 2, 4.1 bis 4.8 und 5.1. Moderna Biotech Spain, S.L. (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Stand EMA, deutsche Fassung zuletzt aktualisiert am 06.08.2026 (Datum laut EPAR-Seite). abgerufen am 21.10.2026
- EMA-Produktinformation Spikevax XFG, EMA-Produktinformation Anhang III B: Packungsbeilage (Gebrauchsinformation: Information für Anwender), Abschnitte 1 bis 4. Moderna Biotech Spain, S.L. (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Stand EMA, deutsche Fassung zuletzt aktualisiert am 06.08.2026 (Datum laut EPAR-Seite). abgerufen am 21.10.2026
- EMA-Produktinformation Nuvaxovid XFG (COVID-19-Impfstoff, rekombinant, adjuvantiert), EMA-Produktinformation Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation), Abschnitte 2, 4.1 bis 4.8 und 5.1. Sanofi Winthrop Industrie (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Stand EMA, deutsche Fassung zuletzt aktualisiert am 07.08.2026 (Datum laut EPAR-Seite). abgerufen am 21.10.2026
- EMA-Produktinformation Nuvaxovid XFG, EMA-Produktinformation Anhang III B: Packungsbeilage (Gebrauchsinformation: Information für Anwender), Abschnitte 1 bis 4. Sanofi Winthrop Industrie (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Stand EMA, deutsche Fassung zuletzt aktualisiert am 07.08.2026 (Datum laut EPAR-Seite). abgerufen am 21.10.2026
- Behörde Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut 2026, Epidemiologisches Bulletin 4/2026 (Epid Bull 2026;4:1-79): allgemeine Kapitel 4.7 (S. 42 f.), 4.8 (S. 45) und 4.10 (S. 46 f.); für COVID-19 gilt Epidemiologisches Bulletin 28/2026; Lizenz CC BY 4.0. Ständige Impfkommission (STIKO), Robert Koch-Institut. Stand 22.01.2026, Online-Fassung mit Änderungen bis 10.09.2026. abgerufen am 21.10.2026
- Behörde Beschluss und wissenschaftliche Begründung der STIKO zur Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung und zum Wegfall der Basisimmunität 2026, Epidemiologisches Bulletin 28/2026 (Beschluss S. 3 f., Auszug Tabelle 2 S. 5, Kapitel 6 und Tabelle 4 S. 16 f., Kapitel 8 S. 21, Zusammenfassung S. 26 f.); Lizenz CC BY 4.0. Ständige Impfkommission (STIKO), Robert Koch-Institut. Stand 09.07.2026, Online-Fassung mit Änderungen bis 24.07.2026. abgerufen am 21.10.2026
- Behörde COVID-19-Impfstoffe (Liste der zugelassenen Impfstoffe mit Zulassungserweiterungen, u. a. Comirnaty XFG, Spikevax XFG und Nuvaxovid XFG vom 28.07.2026). Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Stand Stand: PEI-Bekanntmachung Nr. 544 im BAnz AT 12.08.2026 B6. abgerufen am 21.10.2026
- Behörde Kurzübersicht zentral beschaffter COVID-19-Impfstoffprodukte (Comirnaty LP.8.1, Injektionsdispersion Erwachsene, ab 12 Jahren). Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Stand 10/2026. abgerufen am 21.10.2026
- Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief: BioNTech und Moderna zu den Impfstoffen Comirnaty und Spikevax (Myokarditis und Perikarditis). BioNTech Manufacturing GmbH und Moderna Biotech Spain, S.L. in Abstimmung mit EMA und PEI; veröffentlicht vom Paul-Ehrlich-Institut. Stand Brief vom 19.07.2021, veröffentlicht am 19.07.2021. abgerufen am 21.10.2026
- Behörde Nebenwirkungen melden: Startseite (Impfstoff-Meldeformular; Welche Angaben sollte ich machen?; Wie funktioniert das Melden?). Paul-Ehrlich-Institut und Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, nebenwirkungen.bund.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 21.10.2026
- Behörde FAQ zur COVID-19-Impfempfehlung der STIKO (u. a. "Welche COVID-19-Impfstoffe sind in der Saison 2026/2027 verfügbar und von der STIKO empfohlen?", "Empfiehlt die STIKO eine Impfung gegen COVID-19 für Kinder und Jugendliche ...?"). Robert Koch-Institut (RKI). Stand Antworten mit Stand 09.07.2026 bis 15.10.2026. abgerufen am 21.10.2026
- Embryotox Embryotox: Impfstoffe (Schwangerschaft und Stillzeit). Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 19.10.2026
- Behörde § 6 Infektionsschutzgesetz (IfSG): Meldepflichtige Krankheiten (Absatz 1 Satz 1 Nummer 3). Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand IfSG zuletzt geändert durch Art. 3 Abs. 1 G v. 04.03.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 60); Änderung durch Art. 7 G v. 26.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 195) textlich nachgewiesen. abgerufen am 21.10.2026
- Behörde § 24 SGB XIV: Geschädigte durch Schutzimpfungen oder andere Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand SGB XIV zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 17.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 179). abgerufen am 21.10.2026
- Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitte "116117 oder 112? Für alle Fälle die richtige Nummer" und "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 21.10.2026
Häufige Fragen
Welche Nebenwirkungen hat die Corona-Impfung?
Laut den Fachinformationen von Comirnaty, Spikevax und Nuvaxovid sind Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen sowie Muskel- und Gelenkschmerzen sehr häufig. Fieber und Schüttelfrost sind bei Comirnaty und Spikevax sehr häufig, bei Nuvaxovid ist Fieber häufig und Schüttelfrost gelegentlich. Eine Schwellung der Lymphknoten in der Achsel auf der Seite der Einstichstelle nennt die Fachinformation von Spikevax als sehr häufig. Alle Nebenwirkungen mit Häufigkeit stehen je Impfstoff im Abschnitt Nebenwirkungen laut Fachinformation.
Wie lange dauern die Nebenwirkungen nach der Corona-Impfung?
Laut Packungsbeilage von Nuvaxovid verschwinden die meisten Nebenwirkungen innerhalb von ein paar Tagen nach ihrem Auftreten; wenn Symptome anhalten, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. In der Phase-3-Studie mit Spikevax (Original) bei Erwachsenen waren die Nebenwirkungen laut Fachinformation für gewöhnlich leicht oder mittelgradig ausgeprägt und bildeten sich innerhalb von wenigen Tagen nach der Impfung zurück. Als übliche Impfreaktion beschreibt die STIKO allgemein unter anderem Rötung, Schwellung oder Schmerzhaftigkeit an der Injektionsstelle für die Dauer von 1 bis 3 Tagen (gelegentlich länger) (Epidemiologisches Bulletin 4/2026).
Ist Fieber nach der Corona-Impfung normal?
Fieber nennen die Fachinformationen von Comirnaty und Spikevax als sehr häufig, die von Nuvaxovid als häufig; bei Nuvaxovid wurde Fieber laut Fachinformation bei Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren häufiger beobachtet als bei Erwachsenen. Zu den üblichen Impfreaktionen zählt die STIKO allgemein Fieber unter 39,5 °C bei rektaler Messung für die Dauer von 1 bis 3 Tagen; "Alle anderen Impfreaktionen sollen gemeldet werden" (Epidemiologisches Bulletin 4/2026). Warnzeichen stehen im Abschnitt Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen.
Woran erkenne ich eine Herzmuskelentzündung nach der Impfung?
Als Anzeichen einer Myokarditis (Entzündung des Herzmuskels) oder Perikarditis (Entzündung des Herzbeutels) nennen die Packungsbeilagen von Comirnaty, Spikevax und Nuvaxovid Atemnot, Herzklopfen und Schmerzen im Brustkorb; für diesen Fall nennen alle drei die Anweisung, sofort einen Arzt aufzusuchen. Laut den Fachinformationen können sich die Erkrankungen innerhalb weniger Tage nach der Impfung entwickeln und traten hauptsächlich innerhalb von 14 Tagen auf. Bei Comirnaty und Spikevax wurden sie häufiger bei jüngeren Männern beobachtet. Die Fachinformationen von Comirnaty und Spikevax nennen sie als sehr selten, die von Nuvaxovid ohne bekannte Häufigkeit.
Wie lange muss ich nach der Corona-Impfung in der Praxis bleiben?
Laut den Fachinformationen von Comirnaty, Spikevax und Nuvaxovid wird nach der Impfung eine engmaschige Beobachtung von mindestens 15 Minuten empfohlen. Die STIKO schreibt: "Nach der Verabreichung von COVID-19-Impfstoffen wurden einzelne anaphylaktische Reaktionen beobachtet und daher wird eine Nachbeobachtung von 15 Minuten empfohlen." (Epidemiologisches Bulletin 28/2026). Laut Packungsbeilage von Spikevax werden Sie nach jeder Injektion für mindestens 15 Minuten auf Anzeichen einer allergischen Reaktion überwacht, laut der von Nuvaxovid während und nach jeder Injektion für etwa 15 Minuten.
Darf ich in der Schwangerschaft oder Stillzeit gegen Corona geimpft werden?
Comirnaty XFG und Comirnaty LP.8.1 können laut Fachinformation während der Schwangerschaft und der Stillzeit angewendet werden, laut Fachinformation von Spikevax XFG auch dieser Impfstoff. Bei Nuvaxovid XFG sollte eine Anwendung in der Schwangerschaft laut Fachinformation nur in Betracht gezogen werden, wenn der mögliche Nutzen die potenziellen Risiken für die Mutter und den Fötus überwiegt. Als Indikation nennt die STIKO "Schwangere bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grunderkrankung oder schwangerschaftsassoziierter Komplikationen (z. B. Gestationsdiabetes, Hypertonie) ab dem 2. Trimenon" (Epidemiologisches Bulletin 28/2026). Mehr im Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit.
Kann ich mich am selben Tag gegen Grippe und Corona impfen lassen?
Laut STIKO kann, sofern eine Indikation vorliegt, am selben Termin auch gegen RSV, Pertussis, Pneumokokken, Herpes zoster "und unter Beachtung der ggf. unterschiedlichen Saisonalität auch gegen saisonale Influenza geimpft werden" (Epidemiologisches Bulletin 28/2026). Laut Fachinformation kann Comirnaty XFG in der Fassung für Personen ab 12 Jahren zeitgleich mit dem saisonalen Influenza-Impfstoff verabreicht werden, Spikevax gleichzeitig mit Influenza-Impfstoffen (Standard- und Hochdosis). Die gleichzeitige Verabreichung von Nuvaxovid XFG mit anderen Impfstoffen wurde laut Fachinformation nicht untersucht. Mehr zur Grippeimpfung.
Darf ich nach der Corona-Impfung Auto fahren?
Comirnaty, Spikevax und Nuvaxovid haben laut Fachinformation keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit; einige ihrer Nebenwirkungen können sie aber vorübergehend beeinträchtigen. Laut den Packungsbeilagen von Spikevax und Nuvaxovid dürfen Sie kein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen, wenn Sie sich nach der Impfung unwohl fühlen. Warten Sie laut allen drei Packungsbeilagen, bis die Wirkungen abgeklungen sind.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
Passt dazu
-
Impfungen RSV-Impfung: Nebenwirkungen und ReaktionenJeder RSV-Impfstoff hat laut Fachinformation eigene Angaben zu Nebenwirkungen und Häufigkeiten.
-
Impfungen Tollwut-Impfung: Nebenwirkungen und ReaktionenNach der Tollwut-Impfung mit Verorab sind Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Schmerzen an der Einstichstelle sehr häufig.
-
Impfungen Gelbfieber-Impfung: Nebenwirkungen und ReaktionenNach der Gelbfieber-Impfung mit Stamaril sind Kopf- und Muskelschmerzen und Schmerzen an der Einstichstelle sehr häufig.
-