ImpfungenImpfung

RSV-Impfung: Nebenwirkungen und Reaktionen

Nach Arexvy, Abrysvo und mResvia sind laut Fachinformation Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen und Ermüdung sehr häufig; mResvia nennt außerdem Schüttelfrost, Übelkeit oder Erbrechen (bei Personen ab 60 Jahren häufig) und eine Lymphknotenschwellung in der Achselgegend als sehr häufig. Das Guillain-Barré-Syndrom nennen die Fachinformationen von Arexvy und Abrysvo als sehr seltene Nebenwirkung. Bei Zeichen eines Guillain-Barré-Syndroms wie Kribbeln und Schwäche in den Gliedmaßen informieren Sie laut Packungsbeilage von Arexvy unverzüglich, laut Packungsbeilage von Abrysvo umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; die Packungsbeilage von Abrysvo verlangt das auch bei Zeichen einer schweren allergischen Reaktion. Einen Verdacht auf eine Nebenwirkung können Sie über das Impfstoff-Meldeformular auf nebenwirkungen.bund.de melden.

Frau Mitte siebzig mit kurzem weißem Haar und grauen Augen in dunkelgrünem Wollmantel geht an einem kühlen Herbstmorgen langsam durch eine Allee mit gelbem Laub
Bild: KI-generiert

Nach den RSV-Impfstoffen Arexvy, Abrysvo und mResvia nennen die Fachinformationen Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen und Ermüdung als sehr häufig; laut Fachinformation von Arexvy waren diese Beschwerden in Studien in der Regel leicht bis moderat und gingen innerhalb weniger Tage zurück [1, 2, 3]. Arexvy und Abrysvo nennen das Guillain-Barré-Syndrom als sehr seltene Nebenwirkung; bei Kribbeln und Schwäche in den Gliedmaßen informieren Sie laut Packungsbeilage von Arexvy unverzüglich, laut Packungsbeilage von Abrysvo umgehend Ihren Arzt [1, 2]. Für Neugeborene und Säuglinge empfiehlt die STIKO einen Antikörper (keine Impfung, Epidemiologisches Bulletin 37/2026); seine Nebenwirkungen stehen im Abschnitt Antikörper für Neugeborene und Säuglinge [7]. Weitere Impfungen finden Sie in der Übersicht Impfungen.

Was die Impfung ist und wem die STIKO sie empfiehlt

Laut Fachinformation enthält Arexvy ein rekombinantes, in der Präfusionskonformation stabilisiertes RSV-Glykoprotein F (RSVPreF3), adjuvantiert mit AS01E; Abrysvo enthält stabilisierte Präfusions-F-Antigene der RSV-Untergruppen A und B; mResvia ist ein mRNA-Impfstoff, dessen Boten-RNA für das stabilisierte Glykoprotein F von RSV-A kodiert und in Lipid-Nanopartikeln verkapselt ist [1, 2, 3]. Die STIKO spricht von proteinbasierten Impfstoffen (Arexvy, Abrysvo) und dem mRNA-RSV-Impfstoff mResvia [6]. Alle drei sind laut Fachinformation zur Vorbeugung von Erkrankungen der unteren Atemwege durch das Respiratorische Synzytial-Virus bei Erwachsenen ab 18 Jahren zugelassen; Abrysvo außerdem zur Impfung Schwangerer, um den Säugling ab der Geburt bis zu einem Alter von 6 Monaten zu schützen [1, 2, 3]. Wie bei jedem Impfstoff entsteht laut Fachinformation möglicherweise nicht bei allen Geimpften ein Schutz [1, 2, 3].

Die Ständige Impfkommission (STIKO) nennt in ihren Empfehlungen 2026 (Epidemiologisches Bulletin 4/2026, Online-Fassung mit Änderungen bis 10.09.2026) [6]:

  • Standardimpfung ab 75 Jahren: die RSV-Impfung mit einem proteinbasierten Impfstoff (Arexvy oder Abrysvo) oder dem mRNA-Impfstoff mResvia für alle Personen ab 75 Jahren (Tabelle 2 und Kapitel 3.2, Kategorie S) [6].
  • Indikationsimpfung von 60 bis 74 Jahren: "Personen im Alter von 60 bis 74 Jahren mit schweren Ausprägungen von chronischen Erkrankungen der Atmungsorgane, chronischen Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen, hämato-onkologischen Erkrankungen, Diabetes mellitus (mit Komplikationen), einer chronischen neurologischen oder neuromuskulären Erkrankung oder einer schweren angeborenen oder erworbenen Immundefizienz" sowie "Bewohnende von Einrichtungen der Pflege im Alter von 60 bis 74 Jahren" (Tabelle 2, Kategorie I) [6]. Leichte oder unkomplizierte bzw. medikamentös gut kontrollierte Formen dieser Erkrankungen gehen laut STIKO nach jetzigem Wissensstand nicht mit einem deutlich erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf einher [6]. Mehr zur chronischen Lungenerkrankung COPD.
  • Kein Vorzug: "Eine präferenzielle Empfehlung für einen der Impfstoffe hat die STIKO nicht ausgesprochen." [6]
  • Neugeborene und Säuglinge: keine Impfung, sondern ein langwirksamer monoklonaler Antikörper in der 1. RSV-Saison (Epidemiologisches Bulletin 37/2026, Abschnitt Antikörper) [7].

Impfstoffe in Deutschland

Die Tabelle enthält die drei Impfstoffe, die die STIKO nennt und die das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) als zugelassene RSV-Impfstoffe führt, und die beiden Antikörper aus der STIKO-Empfehlung für Säuglinge [6, 7, 9].

Berücksichtigte Impfstoffe und Antikörper (Auswahl ohne Wertung, Stand Oktober 2026)
NameArtzugelassen ab (FI 4.1)ZulassungsinhaberGrundlage
ArexvyRSV-Impfstoff (rekombinant, adjuvantiert)18 JahrenGlaxoSmithKline Biologicals SAEMA-Produktinformation (FI und GI), Stand 20.08.2026 [1]
AbrysvoRSV-Impfstoff (bivalent, rekombinant)18 Jahren; SchwangerePfizer Europe MA EEIGEMA-Produktinformation (FI und GI), Stand 14.09.2026 [2]
mResviaRSV-mRNA-Impfstoff18 JahrenModerna Biotech Spain S.L.EMA-Produktinformation (FI und GI), Stand 14.10.2026 [3]
Beyfortus (Nirsevimab)monoklonaler Antikörper, keine ImpfungGeburt (1. RSV-Saison); Kinder bis 24 Monate, die in ihrer 2. RSV-Saison weiterhin anfällig für eine schwere RSV-Erkrankung sindSanofi Winthrop IndustrieEMA-Produktinformation (FI und GI), Stand 01.04.2026 [4]
Enflonsia (Clesrovimab)monoklonaler Antikörper, keine ImpfungGeburt (1. RSV-Saison)Merck Sharp & Dohme B.V.EMA-Produktinformation (FI und GI), Stand 04.06.2026 [5]

Maßgeblich ist die Packungsbeilage des Mittels, das Sie oder Ihr Kind bekommen [1, 2, 3, 4, 5].

Impfreaktion oder Nebenwirkung?

Mann Ende siebzig mit grauem Bart in blauer Strickjacke sitzt mit hochgekrempeltem Ärmel und kleinem runden Pflaster am Oberarm entspannt in einem hellen Wartezimmer mit Pflanzen
Bild: KI-generiert

Die STIKO zählt zu den üblichen, nicht meldepflichtigen Impfreaktionen eine "für die Dauer von 1 bis 3 Tagen (gelegentlich länger) anhaltende Rötung, Schwellung oder Schmerzhaftigkeit an der Injektionsstelle" und "für die Dauer von 1 bis 3 Tagen Fieber < 39,5° C (bei rektaler Messung), Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit, Unwohlsein, Übelkeit, Unruhe, Schwellung der regionären Lymphknoten" [6]. Beispiele bei den RSV-Impfstoffen sind Schmerzen an der Einstichstelle, Kopf- und Muskelschmerzen oder Ermüdung, die alle drei Fachinformationen als sehr häufig nennen [1, 2, 3, 6].

Was darüber hinausgeht, kann der Verdacht einer Impfkomplikation sein. Nach § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 des Infektionsschutzgesetzes ist "der Verdacht einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung" namentlich zu melden [14]. Laut STIKO gehört diese Meldung an das Gesundheitsamt zu den ärztlichen Aufgaben; die zuständige Landesbehörde übermittelt die Angaben an das PEI [6]. Leistungen der Sozialen Entschädigung für Geschädigte durch Schutzimpfungen regelt § 24 SGB XIV [15].

Nebenwirkungen laut Fachinformation

Mehr zu einzelnen Beschwerden: Kopfschmerzen als Nebenwirkung, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit, Schwindel und Hautausschlag.

Arexvy (proteinbasierter Impfstoff, Erwachsene)

Arexvy: Nebenwirkungen laut Fachinformation (Stand 08/2026), Erwachsene ab 18 Jahren
HäufigkeitNebenwirkungen
Sehr häufigSchmerzen an der Einstichstelle, Ermüdung, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen (Myalgie), Gelenkschmerzen (Arthralgie) [1]
HäufigRötung an der Einstichstelle, Schwellung an der Einstichstelle, Fieber, Schüttelfrost [1]
GelegentlichLymphknotenschwellung (Lymphadenopathie), Überempfindlichkeitsreaktionen wie Ausschlag, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Jucken an der Einstichstelle, Schmerz, Unwohlsein [1]
Sehr seltenGuillain-Barré-Syndrom (Nervenerkrankung mit Kribbeln, Schwäche und möglicher Lähmung) [1]
Nicht bekanntAbsterben von Hautgewebe an der Einstichstelle (Nekrose, aus Spontanberichten) [1]

Diese Häufigkeiten gelten nur für Arexvy (Erwachsene ab 18 Jahren).

Abrysvo (proteinbasierter Impfstoff, Erwachsene und Schwangere)

Abrysvo: Nebenwirkungen laut Fachinformation (Stand 09/2026), Personen ab 18 Jahren und Schwangere (gemeinsame Auswertung)
HäufigkeitNebenwirkungen
Sehr häufigErmüdung, Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen (Myalgie), Gelenkschmerzen (Arthralgie) [2]
HäufigRötung an der Einstichstelle, Schwellung an der Einstichstelle [2]
GelegentlichFieber [2]
SeltenLymphknotenschwellung (Lymphadenopathie), Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Ausschlag und Nesselsucht, Juckreiz an der Einstichstelle, blauer Fleck an der Einstichstelle, Bluterguss (Hämatom) an der Einstichstelle [2]
Sehr seltenSchwere allergische Reaktion (Anaphylaxie), Guillain-Barré-Syndrom [2]

Diese Häufigkeiten gelten nur für Abrysvo (Personen ab 18 Jahren und Schwangere).

mResvia (mRNA-Impfstoff, Erwachsene)

mResvia: Nebenwirkungen laut Fachinformation (Stand 10/2026), Erwachsene ab 18 Jahren
HäufigkeitNebenwirkungen
Sehr häufigLymphknotenschwellung (Schwellung oder Druckschmerz in der Achselgegend), Kopfschmerz, Übelkeit oder Erbrechen (bei Personen ab 60 Jahren häufig), Muskelschmerzen (Myalgie), Gelenkschmerzen (Arthralgie), Schmerzen an der Einstichstelle, Ermüdung, Schüttelfrost [3]
HäufigFieber, Rötung (Erythem) an der Einstichstelle, Schwellung oder Verhärtung an der Einstichstelle [3]
GelegentlichÜberempfindlichkeit, Schwindelgefühl [3]
SeltenPeriphere Gesichtsnervenlähmung (zum Beispiel Bell-Parese), Nesselsucht (Urtikaria), Jucken an der Einstichstelle [3]

Diese Häufigkeiten gelten nur für mResvia (Erwachsene ab 18 Jahren).

Jede Häufigkeit gilt nur für den Impfstoff, bei dem sie steht. Sie sagt nicht, welcher Impfstoff für Sie besser verträglich ist. Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde nach der Impfung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass die Impfung sie verursacht hat.

Die Klassen bedeuten laut Packungsbeilage: sehr häufig, mehr als 1 von 10 Geimpften (bei Arexvy: Impfstoffdosen); häufig, bis zu 1 von 10; gelegentlich, bis zu 1 von 100; selten, bis zu 1 von 1.000; sehr selten, bis zu 1 von 10.000 [1, 2, 3]. Nicht bekannt heißt laut Fachinformation, dass sich die Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzen lässt [1]. Umrechnen können Sie mit dem Werkzeug Häufigkeit übersetzen.

Antikörper für Neugeborene und Säuglinge

Nirsevimab (Beyfortus) und Clesrovimab (Enflonsia) sind keine Impfstoffe: Laut Fachinformation sind es monoklonale Antikörper zur passiven Immunisierung gegen RSV [4, 5]. Die STIKO hat entschieden, "Clesrovimab zusätzlich zu Nirsevimab zur spezifischen Prophylaxe von Erkrankungen durch Respiratorische Synzytial-Viren (RSV) für alle Neugeborenen und Säuglinge unabhängig von möglichen Risikofaktoren für schwerwiegende RSV-Erkrankungen in ihrer 1. RSV-Saison zu empfehlen" (Epidemiologisches Bulletin 37/2026 vom 10.09.2026) [7]. Im Impfkalender (Tabelle 1) und in Kapitel 3.2 der STIKO-Empfehlungen 2026 (Epidemiologisches Bulletin 4/2026) steht für Neugeborene und Säuglinge Nirsevimab; ein Randvermerk der Online-Fassung vom 10.09.2026 ergänzt: "Für die RSV-Prophylaxe ist jetzt neben Nirsevimab auch Clesrovimab empfohlen (siehe Epid Bull 37/2026)." [6] Zugelassen sind beide zur Vorbeugung von RSV-Erkrankungen der unteren Atemwege bei Neugeborenen und Säuglingen in ihrer ersten RSV-Saison, Beyfortus außerdem bei Kindern bis 24 Monate, die in ihrer zweiten RSV-Saison weiterhin anfällig für eine schwere RSV-Erkrankung sind [4, 5]. Laut STIKO kann die RSV-Prophylaxe gleichzeitig mit den Standardimpfungen des Säuglingsalters oder in beliebigem Abstand zu diesen gegeben werden [7]. Allgemeines zu Arzneimitteln für Kinder steht im Ratgeber Medikamente bei Kindern.

Beyfortus (Antikörper Nirsevimab, Neugeborene und Säuglinge)

Beyfortus: Nebenwirkungen laut Fachinformation (Stand 04/2026), Neugeborene und Säuglinge
HäufigkeitNebenwirkungen
GelegentlichHautausschlag, Reaktion an der Einstichstelle (laut Packungsbeilage zum Beispiel Rötung, Schwellung und Schmerzen), Fieber [4]
Nicht bekanntÜberempfindlichkeit, allergische Reaktionen (aus Spontanberichten) [4]

Diese Häufigkeiten gelten nur für Beyfortus (Neugeborene und Säuglinge).

Enflonsia (Antikörper Clesrovimab, Neugeborene und Säuglinge)

Enflonsia: Nebenwirkungen laut Fachinformation (Stand 06/2026), Neugeborene und Säuglinge
HäufigkeitNebenwirkungen
HäufigAusschlag, Schmerzen an der Einstichstelle, Rötung (Erythem) an der Einstichstelle, Schwellung an der Einstichstelle [5]
GelegentlichNesselsucht (Urtikaria) [5]

Diese Häufigkeiten gelten nur für Enflonsia (Neugeborene und Säuglinge). Jede Häufigkeit gilt nur für das Mittel, bei dem sie steht. Sie sagt nicht, welcher Antikörper für Ihr Kind besser verträglich ist. Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde nach der Gabe beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass der Antikörper sie verursacht hat. Die Klassen beziehen sich laut Packungsbeilage bei Beyfortus auf Behandelte, bei Enflonsia auf Kinder (häufig, bis zu 1 von 10; gelegentlich, bis zu 1 von 100) [4, 5].

Schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen wurden laut Fachinformation nach Beyfortus berichtet; bei Enflonsia können laut Packungsbeilage schwere allergische Reaktionen auftreten [4, 5]. Bei Kindern mit Thrombozytopenie oder Gerinnungsstörungen sollten beide laut Fachinformation mit Vorsicht gegeben werden [4, 5]. Beide enthalten Polysorbat 80, das allergische Reaktionen hervorrufen kann [4, 5]. Bei bestimmten Erkrankungen mit Eiweißverlust über Urin oder Stuhl, etwa einem nephrotischen Syndrom, kann der Schutz durch Beyfortus laut Packungsbeilage vermindert sein [4].

Seltene und schwere Nebenwirkungen

Das Guillain-Barré-Syndrom nennen die Fachinformationen von Arexvy und Abrysvo als sehr seltene Nebenwirkung: eine Nervenerkrankung, die laut Packungsbeilage in der Regel mit Kribbeln und Schwäche in den Gliedmaßen beginnt und bis zur Lähmung fortschreiten kann [1, 2]. Laut Fachinformation von Arexvy (Abschnitt 4.8, Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen) wurde in einer US-amerikanischen Beobachtungsstudie nach der Markteinführung bei Personen ab 65 Jahren während der 42 Tage nach der Impfung mit Arexvy ein erhöhtes Risiko für das Guillain-Barré-Syndrom beobachtet, geschätzt 7 zusätzliche Fälle pro eine Million verabreichter Dosen [1].

Eine schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie) nennt die Fachinformation von Abrysvo als sehr selten [2]. Für den Fall einer anaphylaktischen Reaktion sollten laut den Fachinformationen aller drei Impfstoffe immer eine angemessene medizinische Behandlung und Überwachung bereitstehen [1, 2, 3]. Eine vorübergehende einseitige Gesichtslähmung (Bell-Parese) nennt mResvia als selten; Nesselsucht wurde nach mResvia laut Fachinformation innerhalb weniger Tage und auch verzögert bis zu etwa zwei Wochen nach der Impfung beobachtet; sie kann akut oder chronisch (6 Wochen oder länger) verlaufen [3]. Arexvy nennt ein Absterben von Hautgewebe an der Einstichstelle aus Spontanberichten, ohne bekannte Häufigkeit [1].

Angstbedingte Reaktionen bis zur Ohnmacht können laut den Fachinformationen aller drei Impfstoffe im Zusammenhang mit der Impfung auftreten; die Fachinformationen sehen Vorkehrungen vor, um Verletzungen durch eine Ohnmacht zu vermeiden [1, 2, 3]. Wer schon einmal nach einer Injektion ohnmächtig geworden ist, spricht laut Packungsbeilage vorher mit dem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal [1, 2, 3].

Was Sie nach der Impfung tun können

Bemerken Sie Nebenwirkungen, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt oder an die Apotheke, auch bei Beschwerden, die nicht in der Packungsbeilage stehen [1, 2, 3]. Fühlen Sie sich nach Arexvy unwohl, sollten Sie sich laut Packungsbeilage nicht ans Steuer setzen und keine Maschinen bedienen; treten nach mResvia Ermüdung oder Schwindel auf, warten Sie laut Packungsbeilage, bis diese abgeklungen sind, bevor Sie ein Fahrzeug führen [1, 3].

Beginn und Verlauf von Beschwerden können Sie im Nebenwirkungs-Tagebuch festhalten. Einen Verdacht auf eine Nebenwirkung können Sie selbst melden, auf nebenwirkungen.bund.de über das Impfstoff-Meldeformular; die Meldung geht direkt an die zuständigen Bundesoberbehörden (Paul-Ehrlich-Institut oder Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) [12]. In die Meldung gehören laut dieser Seite, wenn möglich, unter anderem die Bezeichnung des Impfstoffs und die Chargenbezeichnung [12]. Ärztinnen und Ärzte melden den Verdacht einer Impfkomplikation an das Gesundheitsamt [6, 14]. Wie die Meldung abläuft, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Wer nicht oder erst später geimpft werden sollte

Alle drei Impfstoffe dürfen laut Fachinformation bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile nicht angewendet werden [1, 2, 3]. Arexvy und Abrysvo enthalten Polysorbat 80, das allergische Reaktionen hervorrufen kann [1, 2].

Hinweise der Fachinformationen zu Fieber, Gerinnungsstörungen und Immunschwäche
ImpfstoffFieber und akute ErkrankungGerinnungsstörungenGeschwächtes Immunsystem
ArexvyBei akuter, schwerer, mit Fieber einhergehender Erkrankung sollte die Impfung verschoben werden, wegen eines leichten Infekts wie einer Erkältung nicht [1]Bei Thrombozytopenie oder Blutgerinnungsstörung mit Vorsicht zu verabreichen, weil nach der Injektion in den Muskel Blutungen auftreten können [1]Unter immunsuppressiver Therapie oder bei geschwächtem Immunsystem möglicherweise verringerte Immunantwort [1]
AbrysvoBei akuter fieberhafter Erkrankung sollte die Impfung verschoben werden; eine leichte Infektion wie eine Erkältung sollte nicht zum Aufschieben führen [2]Bei Thrombozytopenie oder Gerinnungsstörung mit Vorsicht zu verabreichen (Blutungen oder Blutergüsse möglich) [2]Die Wirksamkeit könnte bei immungeschwächten Personen geringer sein [2]
mResviaBei akuter Infektion oder fieberhafter Erkrankung sollte die Impfung verschoben werden; eine leichte Infektion wie eine Erkältung sollte nicht zum Aufschieben führen [3]Bei gerinnungshemmenden Mitteln, Thrombozytopenie oder Blutgerinnungsstörungen wie Hämophilie mit Vorsicht anzuwenden [3]Die Immunantwort kann vermindert sein [3]

Laut STIKO sollten Menschen mit akuten schweren Erkrankungen "erst nach Genesung geimpft werden"; "banale Infekte, auch wenn sie mit subfebrilen Temperaturen (< 38,5° C) einhergehen", zählt sie zu den falschen Kontraindikationen [6].

Andere Medikamente und Impfungen

Laut STIKO können die RSV-Impfstoffe nach den Fachinformationen gleichzeitig mit der saisonalen Influenza-Impfung verabreicht werden (Epidemiologisches Bulletin 4/2026) [6]. Zur COVID-19-Impfung schreibt die STIKO: "Sofern eine Indikation vorliegt, kann am selben Termin auch gegen RSV, Pertussis, Pneumokokken, Herpes zoster und unter Beachtung der ggf. unterschiedlichen Saisonalität auch gegen saisonale Influenza geimpft werden." (Epidemiologisches Bulletin 28/2026) [8] Im Einzelnen nennt die Fachinformation von Arexvy einen COVID-19-mRNA-Impfstoff, einen Pneumokokken-Konjugatimpfstoff, den adjuvantierten Herpes-Zoster-Impfstoff und inaktivierte saisonale Grippeimpfstoffe (standarddosiert nicht adjuvantiert, hochdosiert nicht adjuvantiert oder standarddosiert adjuvantiert); Abrysvo nennt adjuvantierte standarddosierte oder nicht adjuvantierte Hochdosis-Grippeimpfstoffe und COVID-19-mRNA-Impfstoffe; mResvia nennt standarddosierte oder nicht adjuvantierte Hochdosis-Grippeimpfstoffe und einen COVID-19-mRNA-Impfstoff [1, 2, 3]. Zwischen Abrysvo und einem Impfstoff gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten empfiehlt die Fachinformation einen zeitlichen Abstand, den der Abschnitt Impfschema nennt [2]. Mehr dazu: Grippeimpfung, COVID-19-Impfung, Pneumokokken-Impfung und Keuchhusten-Impfung.

Bei Medikamenten, die das Immunsystem unterdrücken, kann die Immunantwort auf Arexvy laut Fachinformation verringert sein [1]. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Was die Packungsbeilage von Kortison zu Impfungen sagt, steht auf der Seite Prednisolon.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Abrysvo: zur Impfung Schwangerer zugelassen (Zeitraum in der Schwangerschaft im Abschnitt Impfschema); Daten von mehr als 4.000 Schwangerschaften deuten laut Fachinformation nicht auf ein Fehlbildungsrisiko oder eine Schädigung von Fötus oder Neugeborenem hin. Ob Abrysvo in die Muttermilch übergeht, ist nicht bekannt; schädliche Auswirkungen auf gestillte Neugeborene geimpfter Mütter zeigten sich laut Fachinformation nicht [2].
  • Arexvy: Die Verabreichung während der Schwangerschaft und bei stillenden Frauen wird laut Fachinformation nicht empfohlen [1].
  • mResvia: Aus Vorsichtsgründen sollte eine Anwendung in der Schwangerschaft vermieden werden; ob mResvia in die Muttermilch übergeht, ist nicht bekannt [3].

"Derzeit existiert keine STIKO-Empfehlung zur RSV-Impfung in der Schwangerschaft", heißt es im Epidemiologischen Bulletin 37/2026 [7]. Für gesunde Neugeborene, deren Mütter in der aktuellen Schwangerschaft gegen RSV geimpft wurden, ist laut STIKO in der Regel keine RSV-Prophylaxe erforderlich; bei Neugeborenen mit bekannten Risikofaktoren oder einer Impfung der Mutter weniger als 2 Wochen vor der Geburt wird zusätzlich der Antikörper empfohlen [7]. Zur Stillzeit schreibt die STIKO: "Stillende: Sie können bis auf die Impfungen gegen Gelbfieber und Dengue (s. Kontraindikationen) alle notwendigen Impfungen erhalten." [6] Embryotox nennt die RSV-Impfung als eine der Impfungen mit Totimpfstoffen, die im 2. bis 3. Schwangerschaftsdrittel gezielt gegeben werden, um das Neugeborene über Antikörper der Mutter vor schweren Infektionen zu schützen; die üblichen Impfstoffe erfordern laut Embryotox keine Einschränkung des Stillens [13]. Mehr in den Ratgebern Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.

Impfschema laut STIKO und Fachinformation

Hier stehen die Angaben der STIKO und der Fachinformation, keine Impfempfehlung. Wann und wie oft Sie geimpft werden, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.

Impfschema: Angaben der STIKO und der Fachinformation
PersonengruppeAngabe der STIKOAngabe der Fachinformation
Personen ab 75 Jahren (S) und 60 bis 74 Jahre mit Indikation (I)"Personen ≥ 75 Jahre. 1-malige Impfung möglichst vor Beginn der RSV-Saison mit einem proteinbasierten oder dem mRNA-RSV-Impfstoff." "Auf Basis der aktuellen Datenlage kann noch keine Aussage zur Notwendigkeit von Wiederholungsimpfungen getroffen werden." (Tabelle 2, S. 18) Auch für die Indikationsimpfung nennt die STIKO die 1-malige Impfung; sie "sollte" für einen optimalen Schutz "im Spätsommer/Herbst erfolgen" (Kapitel 3.2, S. 33) [6]Arexvy: "Arexvy wird als Einzeldosis […] verabreicht. Die Notwendigkeit einer Auffrischimpfung mit einer weiteren Dosis ist nicht erwiesen." [1] Abrysvo: "Es wird eine Einzeldosis […] verabreicht. Die Notwendigkeit einer erneuten Impfung wurde bislang nicht nachgewiesen." [2] mResvia: "Die empfohlene Dosierung von mRESVIA ist eine Einzeldosis […]"; für immungeschwächte Personen: "Bestimmte immungeschwächte Personen können von einer zweiten Dosis profitieren" [3]
Schwangere (nur Abrysvo)"Derzeit existiert keine STIKO-Empfehlung zur RSV-Impfung in der Schwangerschaft." (Epidemiologisches Bulletin 37/2026, S. 4) [7]Abrysvo: "Eine Einzeldosis […] wird zwischen den Schwangerschaftswochen 24 und 36 verabreicht." [2] Abstand zu einem Impfstoff gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten (Abschnitt 4.5): "Zwischen der Verabreichung von Abrysvo und einem Tetanus-Diphtherie-azellulärem Pertussis-Impfstoff (Tdap) wird ein Abstand von mindestens zwei Wochen empfohlen." [2]
Neugeborene und Säuglinge in der 1. RSV-Saison (Antikörper, keine Impfung)"Säuglinge, die außerhalb der RSV-Saison geboren wurden, sollen die RSV-Prophylaxe mit langwirksamen mAk möglichst im Herbst vor Beginn ihrer 1. RSV-Saison erhalten." "Neugeborene, die während der RSV-Saison geboren werden, sollen die RSV-Prophylaxe mit langwirksamen mAk möglichst rasch nach der Geburt erhalten, idealerweise vor Entlassung aus der Geburtseinrichtung bzw. bei der U2-Untersuchung (3. bis 10. Lebenstag)." (Epidemiologisches Bulletin 37/2026, S. 3) [7]Beyfortus: "Beyfortus sollte bei Säuglingen, die während der RSV-Saison geboren werden, ab Geburt verabreicht werden. Für diejenigen, die außerhalb der RSV-Saison geboren werden, sollte Beyfortus möglichst vor Beginn der RSV-Saison verabreicht werden." [4] Enflonsia: "Enflonsia ist bei Neugeborenen und Säuglingen, die während der RSV-Saison geboren werden, nach der Geburt anzuwenden. Bei Säuglingen, die außerhalb der RSV-Saison geboren werden, ist es einmalig vor Beginn ihrer ersten RSV-Saison anzuwenden." [5]

Aktuelle Sicherheitsinformationen

Zu Arexvy hat der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) der EMA im Rahmen eines regelmäßigen Sicherheitsberichts (Verfahren PSUSA/00000031/202411) Daten zum Guillain-Barré-Syndrom bewertet: Er hielt einen ursächlichen Zusammenhang für "at least a reasonable possibility", also zumindest eine begründete Möglichkeit, und die Produktinformation wurde ergänzt (CHMP-Stellungnahme 19.06.2025, Entscheidung der Europäischen Kommission 18.08.2025) [10]. Die Fachinformation von Arexvy nennt das Guillain-Barré-Syndrom als sehr seltene Nebenwirkung [1]. Bei Abrysvo wurde mit einer Änderung, zu der die EMA eine Stellungnahme vom 25.06.2026 verzeichnet, die Nebenwirkungstabelle für Schwangere und Nichtschwangere zusammengefasst und das Guillain-Barré-Syndrom für die gesamte Gruppe aufgenommen; die Fachinformation nennt es als sehr selten [2, 11]. Mehr zu Sicherheitsmitteilungen: Rote-Hand-Briefe und Rückrufe.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Die Packungsbeilagen nennen diese Warnzeichen und Anweisungen:

  • Arexvy: Zeichen eines Guillain-Barré-Syndroms, das laut Packungsbeilage mit Missempfindungen wie Stechen und Kribbeln sowie Schwäche der Gliedmaßen beginnt: "Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn Sie Anzeichen dieser schwerwiegenden Nebenwirkung bemerken." [1]
  • Abrysvo: schwere allergische Reaktion (Anschwellen von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen, Nesselsucht, Atem- oder Schluckbeschwerden, Schwindelgefühl) oder Guillain-Barré-Syndrom: "Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn Sie Anzeichen dieser schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken." [2]
  • mResvia: Bemerken Sie eine der aufgeführten Nebenwirkungen, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihren Arzt oder Apotheker, ebenso wenn eine Nebenwirkung Sie erheblich beeinträchtigt [3].
  • Beyfortus: "Wenn Ihr Kind Anzeichen einer schwerwiegenden allergischen Reaktion zeigt, wenden Sie sich umgehend an einen Arzt." Bei Anzeichen einer allergischen Reaktion wie Problemen beim Atmen oder Schlucken, Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen oder starkem Juckreiz mit rotem Ausschlag oder erhabenen Blasen sprechen Sie laut Packungsbeilage mit Ihrem Arzt oder suchen umgehend medizinische Hilfe auf [4].
  • Enflonsia: Laut Packungsbeilage sprechen Sie mit dem Arzt Ihres Kindes oder suchen "umgehend medizinische Hilfe" auf, wenn Ihr Kind Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion zeigt, etwa Schwellung von Gesicht, Mund oder Zunge, Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen, Reaktionslosigkeit, bläuliche Verfärbung von Haut oder Lippen, Muskelschwäche oder starken Ausschlag [5].

Quellen

  1. EMA-Produktinformation Arexvy (Respiratorischer Synzytial-Virus-Impfstoff, rekombinant, adjuvantiert), Produktinformation: Anhang I (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels, Abschnitte 2, 4.1 bis 4.8) und Anhang III B (Packungsbeilage). Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA); Zulassungsinhaber GlaxoSmithKline Biologicals SA. Stand 20.08.2026 (letzte Aktualisierung der Produktinformation). abgerufen am 19.10.2026
  2. EMA-Produktinformation Abrysvo (Respiratorischer Synzytial-Virus-Impfstoff, bivalent, rekombinant), Produktinformation: Anhang I (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels, Abschnitte 2, 4.1 bis 4.8) und Anhang III B (Packungsbeilage). Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA); Zulassungsinhaber Pfizer Europe MA EEIG. Stand 14.09.2026 (letzte Aktualisierung der Produktinformation). abgerufen am 19.10.2026
  3. EMA-Produktinformation mResvia (Respiratorisches-Synzytial-Virus-mRNA-Impfstoff), Produktinformation: Anhang I (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels, Abschnitte 2, 4.1 bis 4.8) und Anhang III B (Packungsbeilage). Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA); Zulassungsinhaber Moderna Biotech Spain S.L.. Stand 14.10.2026 (letzte Aktualisierung der Produktinformation). abgerufen am 19.10.2026
  4. EMA-Produktinformation Beyfortus (Nirsevimab), Produktinformation: Anhang I (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels, Abschnitte 2, 4.1 bis 4.8, 5.1) und Anhang III B (Packungsbeilage). Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA); Zulassungsinhaber Sanofi Winthrop Industrie. Stand 01.04.2026 (letzte Aktualisierung der Produktinformation). abgerufen am 19.10.2026
  5. EMA-Produktinformation Enflonsia (Clesrovimab), Produktinformation: Anhang I (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels, Abschnitte 2, 4.1 bis 4.8, 5.1) und Anhang III B (Packungsbeilage). Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA); Zulassungsinhaber Merck Sharp & Dohme B.V.. Stand 04.06.2026 (letzte Aktualisierung der Produktinformation). abgerufen am 19.10.2026
  6. Behörde Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut 2026, Epidemiologisches Bulletin 4/2026 vom 22.01.2026 (S. 3, Tabelle 1 mit Randvermerk vom 10.09.2026, Tabelle 2, Kapitel 3.2 RSV, Kapitel 4.7 und 4.10). Robert Koch-Institut (RKI), Ständige Impfkommission (STIKO); Lizenz CC BY 4.0. Stand Online-Fassung mit Änderungen bis 10.09.2026. abgerufen am 19.10.2026
  7. Behörde STIKO: Empfehlung zur Prophylaxe von RSV-Erkrankungen mit monoklonalen Antikörpern bei Neugeborenen und Säuglingen (Beschluss und wissenschaftliche Begründung), Epidemiologisches Bulletin 37/2026. Robert Koch-Institut (RKI), Ständige Impfkommission (STIKO); Lizenz CC BY 4.0. Stand 10.09.2026. abgerufen am 19.10.2026
  8. Behörde Beschluss und wissenschaftliche Begründung der STIKO zur Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung und zum Wegfall der Basisimmunität 2026, Epidemiologisches Bulletin 28/2026 (Auszug Tabelle 2 COVID-19, Fußnote b, S. 5). Robert Koch-Institut (RKI), Ständige Impfkommission (STIKO); Lizenz CC BY 4.0. Stand 09.07.2026, Online-Fassung mit Änderungen bis 24.07.2026. abgerufen am 21.10.2026
  9. Behörde RSV-Impfstoffe (Liste der zugelassenen Impfstoffe). Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Stand 13.08.2026 (aktualisiert; PEI-Bekanntmachung Nr. 544 im BAnz AT 12.08.2026 B6). abgerufen am 19.10.2026
  10. Behörde Arexvy: Procedural steps taken and scientific information after the authorisation (PSUSA/00000031/202411, Guillain-Barré-Syndrom). Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) und CHMP. Stand CHMP-Stellungnahme 19.06.2025, Kommissionsentscheidung 18.08.2025. abgerufen am 19.10.2026
  11. Behörde Abrysvo: Procedural steps taken and scientific information after the authorisation (Änderung der Abschnitte 4.8 und der Packungsbeilage, gemeinsame Nebenwirkungstabelle, Guillain-Barré-Syndrom). Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), CHMP. Stand CHMP-Stellungnahme 25.06.2026. abgerufen am 19.10.2026
  12. Behörde Nebenwirkungen melden: Startseite mit Impfstoff-Meldeformular und häufigen Fragen (Welche Angaben sollte ich machen? Wie funktioniert das Melden?). Paul-Ehrlich-Institut und Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, nebenwirkungen.bund.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 19.10.2026
  13. Embryotox Embryotox: Impfstoffe (Schwangerschaft und Stillzeit). Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 19.10.2026
  14. Behörde § 6 Infektionsschutzgesetz (IfSG): Meldepflichtige Krankheiten (Absatz 1 Satz 1 Nummer 3). Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand IfSG zuletzt geändert durch Art. 3 Abs. 1 G v. 04.03.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 60); Änderung durch Art. 7 G v. 26.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 195) textlich nachgewiesen. abgerufen am 19.10.2026
  15. Behörde § 24 Sozialgesetzbuch Vierzehntes Buch (SGB XIV): Geschädigte durch Schutzimpfungen oder andere Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand SGB XIV zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 17.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 179). abgerufen am 19.10.2026
  16. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitte "116117 oder 112?" und "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 19.10.2026

Häufige Fragen

Welche Nebenwirkungen hat die RSV-Impfung?

Bei allen drei Impfstoffen nennen die Fachinformationen Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen und Ermüdung als sehr häufig. Rötung und Schwellung an der Einstichstelle sind bei allen drei häufig; Fieber ist bei Arexvy und mResvia häufig, bei Abrysvo gelegentlich. mResvia nennt zusätzlich Schüttelfrost, Übelkeit oder Erbrechen (bei Personen ab 60 Jahren häufig) und eine Lymphknotenschwellung in der Achselgegend als sehr häufig, Arexvy Schüttelfrost als häufig. Alle Angaben stehen in den Tabellen im Abschnitt Nebenwirkungen laut Fachinformation.

Wie lange dauern die Nebenwirkungen nach der RSV-Impfung?

Laut Fachinformation von Arexvy waren die häufigsten Nebenwirkungen in Studien in der Regel leicht bis moderat und gingen innerhalb weniger Tage nach der Impfung vollständig zurück. Bei Abrysvo waren die meisten Nebenwirkungen laut Fachinformation leicht bis mittelschwer und klangen innerhalb von 1 bis 3 Tagen nach dem Auftreten ab. Bei Personen ab 60 Jahren, die mResvia bekamen, setzten die meisten erfassten Reaktionen innerhalb von 1 bis 2 Tagen nach der Injektion ein und klangen innerhalb von 1 bis 2 Tagen wieder ab. Beeinträchtigt Sie eine Nebenwirkung erheblich, informieren Sie laut Packungsbeilage von Arexvy und mResvia Ihren Arzt oder Apotheker.

Kann die RSV-Impfung ein Guillain-Barré-Syndrom auslösen?

Die Fachinformationen von Arexvy und Abrysvo nennen das Guillain-Barré-Syndrom als sehr seltene Nebenwirkung. Bei Arexvy hielt der Ausschuss für Risikobewertung der EMA (PRAC) einen ursächlichen Zusammenhang für zumindest eine begründete Möglichkeit; die Produktinformation wurde 2025 ergänzt. Erste Zeichen sind laut Packungsbeilage Kribbeln oder Stechen und Schwäche in den Gliedmaßen. Dann informieren Sie laut Packungsbeilage von Arexvy unverzüglich, laut Packungsbeilage von Abrysvo umgehend Ihren Arzt.

Welcher RSV-Impfstoff ist der beste?

Die STIKO nennt die proteinbasierten Impfstoffe Arexvy und Abrysvo und den mRNA-Impfstoff mResvia; eine präferenzielle Empfehlung für einen der Impfstoffe hat sie laut Epidemiologischem Bulletin 4/2026 nicht ausgesprochen. Die Häufigkeiten in den Tabellen gelten jeweils nur für den genannten Impfstoff und sagen nicht, welcher für Sie besser verträglich ist. Welcher Impfstoff verwendet wird, besprechen Sie in der Praxis.

Kann man die RSV-Impfung zusammen mit der Grippe- oder Corona-Impfung bekommen?

Laut STIKO können die RSV-Impfstoffe nach den Fachinformationen gleichzeitig mit der saisonalen Influenza-Impfung verabreicht werden (Epidemiologisches Bulletin 4/2026). Bei der COVID-19-Impfung kann laut STIKO, sofern eine Indikation vorliegt, am selben Termin auch gegen RSV geimpft werden (Epidemiologisches Bulletin 28/2026). Welche Grippeimpfstoffe die einzelne Fachinformation nennt, unterscheidet sich; Arexvy kann laut Fachinformation außerdem zusammen mit einem Pneumokokken-Konjugatimpfstoff oder dem adjuvantierten Gürtelrose-Impfstoff gegeben werden. Mehr dazu auf den Seiten Grippeimpfung und COVID-19-Impfung.

Darf ich mich in der Schwangerschaft gegen RSV impfen lassen?

Abrysvo ist laut Fachinformation zur Impfung Schwangerer zugelassen, um den Säugling ab der Geburt bis zu einem Alter von 6 Monaten zu schützen. Die Verabreichung von Arexvy während der Schwangerschaft wird laut Fachinformation nicht empfohlen, und mResvia sollte in der Schwangerschaft aus Vorsichtsgründen vermieden werden. Laut STIKO existiert derzeit keine Empfehlung zur RSV-Impfung in der Schwangerschaft (Epidemiologisches Bulletin 37/2026). Ob eine Impfung für Sie infrage kommt, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Was ist der Unterschied zwischen RSV-Impfung und RSV-Antikörper für Babys?

Die RSV-Impfstoffe dienen laut Fachinformation der aktiven Immunisierung. Nirsevimab (Beyfortus) und Clesrovimab (Enflonsia) sind dagegen laut Fachinformation monoklonale Antikörper zur passiven Immunisierung gegen RSV. Die STIKO empfiehlt einen dieser langwirksamen Antikörper für alle Neugeborenen und Säuglinge in ihrer 1. RSV-Saison (Epidemiologisches Bulletin 37/2026). Ihre Nebenwirkungen stehen im Abschnitt Antikörper für Neugeborene und Säuglinge.

Wie oft muss man sich gegen RSV impfen lassen?

Die Angaben der STIKO und der Fachinformationen dazu stehen im Abschnitt Impfschema laut STIKO und Fachinformation. Wann und wie oft Sie geimpft werden, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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