ImpfungenImpfung

Gürtelrose-Impfung: Nebenwirkungen und Reaktionen

Sehr häufig, also bei mehr als 1 von 10 Impfstoffdosen, nennt die Fachinformation des Gürtelrose-Impfstoffs Shingrix Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Einstichstelle, Müdigkeit, Schüttelfrost, Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden. Von den am häufigsten berichteten Reaktionen (Schmerzen an der Einstichstelle, Muskelschmerzen, Müdigkeit und Kopfschmerzen) waren laut Fachinformation bei Erwachsenen ab 50 Jahren die meisten nicht lang anhaltend, im Median 2 bis 3 Tage. Bei einem anaphylaktischen Schock, einer schweren allergischen Reaktion, bei der es laut gesund.bund.de auch zu Atemnot oder Bewusstseinsstörungen kommen kann, sollte sofort die Notrufnummer 112 gerufen werden. Einen Verdacht auf eine Nebenwirkung können Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt mitteilen oder selbst über das Impfstoff-Meldeformular auf nebenwirkungen.bund.de melden.

Mann Anfang siebzig mit grauem Bart und dunkelgrüner Strickjacke sitzt mit hochgekrempeltem Ärmel und kleinem runden Pflaster am Oberarm in einem hellen Wartezimmer
Bild: KI-generiert

Nach der Impfung gegen Gürtelrose mit Shingrix sind Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Einstichstelle, Müdigkeit, Schüttelfrost, Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden laut Fachinformation sehr häufig [1]. Von den am häufigsten berichteten Reaktionen bei Erwachsenen ab 50 Jahren (Schmerzen an der Einstichstelle, Muskelschmerzen, Müdigkeit und Kopfschmerzen) waren laut Fachinformation die meisten nicht lang anhaltend, im Median 2 bis 3 Tage [1]. Sehr selten nennt die Fachinformation das Guillain-Barré-Syndrom, eine Erkrankung der Nerven, die sich laut Packungsbeilage zu einer teilweisen oder vollständigen Lähmung des Körpers entwickeln kann [1, 2]. Bei einem anaphylaktischen Schock, einer schweren allergischen Reaktion, bei der es auch zu Atemnot oder Bewusstseinsstörungen kommen kann, sollte sofort die Notrufnummer 112 gerufen werden [10]. Alle Impfungen im Überblick finden Sie unter Impfungen.

Was die Impfung ist und wem die STIKO sie empfiehlt

Shingrix ist ein Herpes-Zoster-Impfstoff, laut Fachinformation "rekombinant, adjuvantiert": Er enthält das gentechnisch hergestellte Glykoprotein E des Windpocken-Virus (Varicella-Zoster-Virus) und den Wirkverstärker AS01B [1]. Dieses Protein ist laut Packungsbeilage nicht ansteckend [2]. Die STIKO bezeichnet Shingrix als Totimpfstoff [3].

Laut Fachinformation dient Shingrix der Vorbeugung von Gürtelrose (Herpes Zoster) und postzosterischer Neuralgie bei Erwachsenen ab 50 Jahren und bei Erwachsenen ab 18 Jahren mit erhöhtem Risiko für Gürtelrose; die Anwendung sollte gemäß offiziellen Empfehlungen erfolgen [1]. Die postzosterische Neuralgie ist laut Packungsbeilage ein lang anhaltender Nervenschmerz als Folge einer Gürtelrose [2]. Gegen Windpocken kann Shingrix nicht angewendet werden, und wer bereits an Gürtelrose oder ihren Komplikationen leidet, kann damit nicht behandelt werden [2].

Die Ständige Impfkommission (STIKO) schreibt in ihren Empfehlungen 2026 (Epidemiologisches Bulletin 4/2026, Online-Fassung mit Änderungen bis 10.09.2026): "Zur Verhinderung von HZ und postherpetischer Neuralgie (PHN) empfiehlt die STIKO den adjuvantierten HZ-Totimpfstoff als Standardimpfung (S) für alle Personen ≥ 60 Jahre." [3] HZ steht für Herpes zoster. Als Indikationsimpfung (I) empfiehlt die STIKO die Impfung mit dem HZ-Totimpfstoff außerdem für "Personen ≥ 18 Jahre mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung an Herpes zoster zu erkranken infolge einer angeborenen bzw. erworbenen, insbesondere einer iatrogenen, Immundefizienz oder infolge schwerer Ausprägung einer chronischen Grunderkrankung" [3]. Iatrogen heißt: durch eine Behandlung verursacht. Als Beispiele nennt die STIKO Personen mit bzw. nach [3]:

  • Hämatopoetischer Stammzelltransplantation (HSZT)
  • Zellbasierten Therapien
  • Solider Organtransplantation
  • Immunsuppressiver Medikation (z. B. Rituximab, JAK-Inhibitoren, Anifrolumab [Typ I Interferon-Rezeptor-Blocker], zytostatischer Chemotherapie)
  • Malignen neoplastischen Krankheiten
  • HIV-Infektion
  • Rheumatoider Arthritis
  • Systemischem Lupus erythematodes
  • Chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
  • Chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) oder Asthma bronchiale
  • Chronischer Niereninsuffizienz
  • Diabetes mellitus

Dazu schreibt die STIKO: "Leichte oder unkomplizierte bzw. medikamentös gut kontrollierte Formen chronischer Grunderkrankungen bei Personen zwischen 18 und 59 Jahren sind nach Einschätzung der STIKO nicht mit einem deutlich erhöhten HZ-Risiko verknüpft und daher nicht von der Empfehlung umfasst." [3] Die Indikationsimpfempfehlung hat die STIKO 2025 angepasst (Epidemiologisches Bulletin 45/2025) [3]. Zugelassen ist Shingrix laut Fachinformation unter anderem für Erwachsene ab 50 Jahren, als Standardimpfung empfiehlt die STIKO die Impfung ab 60 Jahren [1, 3].

Impfstoffe in Deutschland

In der Liste der zugelassenen Gürtelrose-Impfstoffe des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) steht nur Shingrix, ohne Vermerk, dass es nicht vermarktet wird [4]. Der Vertrieb des Lebendimpfstoffs Zostavax ist laut STIKO in Deutschland im Jahr 2024 eingestellt worden [3]. Die Produktinformation der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) gilt für zwei Darreichungsformen (Durchstechflaschen und Fertigspritze) mit gleichen Angaben zu Nebenwirkungen [1].

Berücksichtigte Impfstoffe (Auswahl ohne Wertung, Stand Oktober 2026)
ImpfstoffArtzugelassen ab (Fachinformation 4.1)ZulassungsinhaberGrundlage
ShingrixHerpes-Zoster-Impfstoff (rekombinant, adjuvantiert), laut STIKO TotimpfstoffErwachsene ab 50 Jahren; Erwachsene ab 18 Jahren mit erhöhtem Risiko für GürtelroseGlaxoSmithKline Biologicals SA, Belgien (EU-Zulassung EU/1/18/1272)Fachinformation und Packungsbeilage der EMA, Stand 03/2026 [1, 2]

Maßgeblich ist die Packungsbeilage des Impfstoffs, mit dem Sie geimpft werden.

Impfreaktion oder Nebenwirkung?

Übliche Impfreaktionen beschreibt die STIKO als vorübergehende Lokal- und Allgemeinreaktionen, "die als Ausdruck der Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff anzusehen sind" [3]. Zu ihren Kriterien zählt sie "für die Dauer von 1 bis 3 Tagen (gelegentlich länger) anhaltende Rötung, Schwellung oder Schmerzhaftigkeit an der Injektionsstelle" sowie "für die Dauer von 1 bis 3 Tagen Fieber < 39,5° C (bei rektaler Messung), Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit, Unwohlsein, Übelkeit, Unruhe, Schwellung der regionären Lymphknoten" [3]. Eine "Impfkrankheit" 1 bis 3 Wochen nach der Impfung beschreibt die STIKO nur für abgeschwächte Lebendimpfstoffe; Shingrix ist ein Totimpfstoff [3].

Bei Shingrix nennt die Fachinformation mehrere dieser Beschwerden als sehr häufig, etwa Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Einstichstelle, Fieber, Müdigkeit und Kopfschmerzen; eine Lymphknotenschwellung ist dort gelegentlich [1]. Von den am häufigsten berichteten Reaktionen (Schmerzen an der Einstichstelle, Muskelschmerzen, Müdigkeit und Kopfschmerzen) waren laut Fachinformation bei Erwachsenen ab 50 Jahren die meisten nicht lang anhaltend, im Median 2 bis 3 Tage; Reaktionen, die als schwer berichtet wurden, hielten 1 bis 2 Tage an [1]. Laut RKI können diese Reaktionen die gewöhnlichen alltäglichen Aktivitäten einschränken [6].

"Alle anderen Impfreaktionen sollen gemeldet werden", schreibt die STIKO [3]. Namentlich zu melden ist nach § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Infektionsschutzgesetz der Verdacht "einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung" [8]; diese Meldung an das Gesundheitsamt gehört laut STIKO zu den ärztlichen Aufgaben [3]. Für gesundheitliche Schädigungen durch bestimmte Schutzimpfungen, etwa öffentlich empfohlene, die über das übliche Ausmaß einer Reaktion hinausgehen, sieht § 24 SGB XIV bei Vorliegen der Voraussetzungen nach § 4 Abs. 1 SGB XIV Leistungen der Sozialen Entschädigung vor [9].

Nebenwirkungen laut Fachinformation

Die Tabelle enthält alle Nebenwirkungen, für die die Fachinformation von Shingrix eine Häufigkeit angibt. Grundlage ist eine gemeinsame Auswertung placebokontrollierter Studien mit Erwachsenen von 50 bis 69 Jahren und ab 70 Jahren, ergänzt um Meldungen nach der Markteinführung [1].

Shingrix (rekombinanter, adjuvantierter Totimpfstoff, Erwachsene ab 50 Jahren)

Shingrix: Nebenwirkungen laut Fachinformation (Stand 03/2026), Erwachsene ab 50 Jahren
HäufigkeitNebenwirkungen
Sehr häufigSchmerzen, Rötung und Schwellung an der Einstichstelle; Müdigkeit; Schüttelfrost; Fieber; Kopfschmerzen; Muskelschmerzen (Myalgie); Magen-Darm-Beschwerden einschließlich Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und/oder Bauchschmerzen [1, 2]
HäufigJuckreiz an der Einstichstelle (Pruritus); Unwohlsein [1, 2]
GelegentlichLymphknotenschwellung an Hals, Achsel oder Leiste (Lymphadenopathie); Gelenkschmerzen (Arthralgie); Verhärtung an der Einstichstelle [1, 2]
SeltenÜberempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen) einschließlich Hautausschlag, Nesselsucht (Urtikaria) und Schwellung von Gesicht, Zunge oder Rachen, die Schluck- oder Atembeschwerden verursachen kann (Angioödem); laut Fachinformation aus Spontanberichten [1, 2]
Sehr seltenGuillain-Barré-Syndrom: eine Erkrankung der Nerven, die normalerweise mit Missempfindungen wie Kribbeln und Ameisenlaufen sowie Schwäche der Gliedmaßen beginnt und sich zu einer teilweisen oder vollständigen Lähmung des Körpers entwickeln kann [1, 2]

Diese Häufigkeiten gelten nur für Shingrix (Erwachsene ab 50 Jahren).

Bei immungeschwächten Erwachsenen ab 18 Jahren stimmte das Nebenwirkungsprofil laut Fachinformation mit dieser Tabelle überein; für nicht immungeschwächte Erwachsene von 18 bis 49 Jahren mit erhöhtem Risiko gibt es nur begrenzte Daten [1]. Bei immungeschwächten Erwachsenen von 18 bis 49 Jahren waren Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Fieber häufiger als ab 50 Jahren, bei 50- bis 69-Jährigen Muskelschmerzen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Fieber und Magen-Darm-Beschwerden häufiger als ab 70 Jahren [1].

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde nach der Impfung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass die Impfung sie verursacht hat.

Die Klassen beziehen sich laut Packungsbeilage auf Impfstoffdosen: sehr häufig heißt mehr als 1 von 10 Impfstoffdosen, häufig bis zu 1 von 10, gelegentlich bis zu 1 von 100, selten bis zu 1 von 1.000, sehr selten bis zu 1 von 10.000 [2]. Umrechnen können Sie mit dem Werkzeug Häufigkeit übersetzen.

Mehr zu Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit, Durchfall, Gelenkschmerzen, Juckreiz und Hautausschlag als Nebenwirkung von Medikamenten; die Tabellen dort zeigen keine Impfstoffe.

Seltene und schwere Nebenwirkungen

Guillain-Barré-Syndrom: Die Fachinformation führt es als sehr seltene Nebenwirkung von Shingrix [1]. Laut Fachinformation (Abschnitt 4.8, Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen) wurde in zwei ähnlichen, nach der Markteinführung in den USA durchgeführten Beobachtungsstudien bei Personen ab 65 Jahren innerhalb von 42 Tagen nach jeder Dosis von Shingrix ein erhöhtes Risiko für das Guillain-Barré-Syndrom beobachtet, geschätzt 3 bis 7 zusätzliche Fälle pro eine Million verabreichter Dosen [1]. In weiteren Analysen zeigte sich das erhöhte Risiko nach der ersten Dosis, geschätzt 6 bis 12 zusätzliche Fälle pro eine Million verabreichter Dosen, nach der zweiten Dosis nicht [1].

Allergische Reaktionen: Überempfindlichkeitsreaktionen nennt die Fachinformation als selten, aus Spontanberichten [1]. Laut Packungsbeilage kann sich eine allergische Reaktion durch juckenden Hautausschlag, Atemnot und Schwellung des Gesichts oder der Zunge äußern [2]. Shingrix enthält Polysorbat 80; Polysorbate können laut Fachinformation allergische Reaktionen hervorrufen [1]. Für den Fall einer anaphylaktischen Reaktion sollten laut Fachinformation "stets entsprechende medizinische Behandlungs- und Überwachungsmöglichkeiten sofort verfügbar sein" [1].

Ohnmacht: Als psychogene Reaktion auf die Nadelinjektion kann es laut Fachinformation nach oder sogar vor einer Impfung zu einer Ohnmacht (Synkope) kommen; in der Erholungsphase können vorübergehende Sehstörungen, Missempfindungen (Parästhesie) und krampfartige (tonisch-klonische) Bewegungen der Gliedmaßen dazukommen [1]. Laut Fachinformation ist es wichtig, Maßnahmen zu ergreifen, um Verletzungen durch die Ohnmacht zu verhindern [1]. Informieren Sie laut Packungsbeilage die Ärztin, den Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie bei einer früheren Injektion schon einmal ohnmächtig geworden sind [2].

Was Sie nach der Impfung tun können

Frau Mitte sechzig mit silbernem Haar in senfgelbem Pullover ruht mit einer Tasse Tee und einer hellen Decke auf dem Sofa am Fenster
Bild: KI-generiert

Shingrix kann laut Fachinformation innerhalb von 2 bis 3 Tagen nach der Impfung einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen haben; nach der Impfung können Müdigkeit und Unwohlsein auftreten [1]. Laut Packungsbeilage sollten Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder keine Maschinen bedienen, wenn Sie sich unwohl fühlen [2].

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; das gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in der Packungsbeilage stehen [2]. Beschwerden, Beginn und Dauer können Sie im Nebenwirkungs-Tagebuch festhalten, Fragen für die Praxis mit dem Werkzeug Fragen für das Arztgespräch sammeln.

Verdacht melden: Für Nebenwirkungen eines Impfstoffs gibt es auf nebenwirkungen.bund.de ein eigenes Impfstoff-Meldeformular; die Meldung geht direkt an die Bundesoberbehörden, das Paul-Ehrlich-Institut oder das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte [5]. Wenn möglich, sollte die Meldung unter anderem die Bezeichnung des Impfstoffs und seine Chargenbezeichnung enthalten [5]. Beide müssen laut Fachinformation eindeutig dokumentiert werden [1]. Ärztinnen und Ärzte melden den Verdacht einer Impfkomplikation zusätzlich dem Gesundheitsamt [3, 8]. Wie die Meldung abläuft, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Wer nicht oder erst später geimpft werden sollte

Shingrix darf laut Packungsbeilage nicht angewendet werden, wenn Sie allergisch gegen einen der Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile des Impfstoffs sind [2]; die Fachinformation nennt als Gegenanzeige die Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile [1]. Wegen des enthaltenen Polysorbat 80 teilen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt laut Packungsbeilage mit, ob bei Ihnen schon einmal eine allergische Reaktion beobachtet wurde [2]. "Personen, die eine anaphylaktische Reaktion nach einer Impfung hatten, sollten eine allergologische Abklärung anstreben, um den ursächlichen Bestandteil des Impfstoffs zu identifizieren und zukünftig meiden zu können", schreibt die STIKO [3].

Bei einer akuten, schweren, mit Fieber einhergehenden Erkrankung sollte die Impfung laut Fachinformation auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden; wegen eines leichten Infekts wie einer Erkältung sollte sie jedoch nicht zurückgestellt werden [1]. Laut Packungsbeilage dürfte ein leichter Infekt unproblematisch sein, Sie sollten jedoch zuerst mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber sprechen [2].

Bei Thrombozytopenie (Mangel an Blutplättchen) oder einer Blutgerinnungsstörung ist Shingrix laut Fachinformation mit Vorsicht zu verabreichen, weil es nach der Injektion in den Muskel zu Blutungen kommen kann [1]. Haben Sie eine verstärkte Blutungsneigung oder bekommen Sie leicht Blutergüsse, sprechen Sie laut Packungsbeilage vor der Impfung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [2]. Laut RKI soll die Impfung auch bei erhöhter Blutungsneigung, etwa unter Gerinnungshemmern zum Einnehmen, in den Muskel gegeben werden; Betroffene sollten über das mögliche Auftreten kleiner Blutergüsse informiert werden [6]. Für Kinder und Jugendliche liegen laut Fachinformation keine Daten vor [1].

Andere Medikamente und Impfungen

Laut Fachinformation kann Shingrix gleichzeitig mit einem saisonalen Grippeimpfstoff (inaktiviert, nicht adjuvantiert), dem 23-valenten Pneumokokken-Polysaccharid-Impfstoff (PPV23), dem 13-valenten Pneumokokken-Konjugatimpfstoff (PCV13), einem Impfstoff gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten mit reduziertem Antigengehalt (dTpa), einem mRNA-Impfstoff gegen COVID-19 oder einem RSV-Impfstoff (rekombinant, adjuvantiert) gegeben werden; die Impfstoffe sollten in verschiedene Gliedmaßen gegeben werden [1]. Die gleichzeitige Gabe mit anderen Impfstoffen wurde nicht untersucht [1]. Zusammen mit PPV23 traten Fieber und Schüttelfrost häufiger auf; zusammen mit einem COVID-19-mRNA-Impfstoff wurden bei Erwachsenen ab 50 Jahren Allgemeinreaktionen wie Muskelschmerzen, Müdigkeit und Kopfschmerzen sowie Gelenkschmerzen häufiger berichtet [1]. Mehr zu diesen Impfungen: Grippe, Pneumokokken, Keuchhusten, COVID-19 und RSV.

Laut RKI ist eine laufende immunsuppressive Therapie laut Fachinformation keine Kontraindikation für die Impfung mit dem Totimpfstoff; geimpft werden sollte vorzugsweise in einer stabilen Krankheitsphase, und unter Immunsuppression kann die Immunantwort vermindert sein [6]. Zu den falschen Kontraindikationen zählt die STIKO unter anderem "angeborene oder erworbene Immundefekte bei Impfung mit Totimpfstoffen" und "Behandlungen mit niedrigen Dosen von Kortikosteroiden oder lokal angewendeten steroidhaltigen Präparaten" [3]. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Was die Packungsbeilagen einzelner Mittel zu Impfungen sagen, steht auf den Wirkstoffseiten, zum Beispiel Methotrexat, Prednisolon und Upadacitinib.

Schwangerschaft und Stillzeit

Zur Anwendung von Shingrix bei Schwangeren liegen laut Fachinformation keine Daten vor; Tierversuche ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte schädliche Wirkungen auf Schwangerschaft, Entwicklung des Embryos oder Fetus, Geburt oder Entwicklung nach der Geburt [1]. Aus Vorsichtsgründen sollte eine Anwendung von Shingrix während der Schwangerschaft laut Fachinformation vermieden werden [1]. Ob Shingrix in die Muttermilch übergeht, ist nicht bekannt, und die Auswirkung auf gestillte Säuglinge wurde nicht untersucht [1]. Wenn Sie schwanger sind, stillen, vermuten, schwanger zu sein, oder eine Schwangerschaft planen, fragen Sie laut Packungsbeilage vor der Impfung Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Rat [2].

Die STIKO schreibt allgemein: "Nicht empfohlene oder nicht dringend indizierte Impfungen sollten während einer Schwangerschaft nicht durchgeführt werden." [3] Außerdem: "Im Gegensatz zu Lebendimpfungen ist nach erfolgter Impfung mit einem Totimpfstoff kein Zeitabstand zum möglichen Eintritt einer Schwangerschaft zu berücksichtigen." [3] Stillende können laut STIKO alle von ihr empfohlenen Impfungen erhalten, ausgenommen die Impfungen gegen Dengue und, bei Säuglingen unter 6 (9) Monaten, gegen Gelbfieber [3].

Embryotox, das Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité, bewertet alle Impfstoffe auf einer gemeinsamen Seite und nennt die Gürtelrose-Impfung dort nicht eigens [7]. In der Schwangerschaft ordnet Embryotox Impfstoffe grau ein, als "Medikament, zu dem es widersprüchliche oder noch unzureichende Studienergebnisse gibt" [7]. "Bei gegebener Indikation dürfen während der Schwangerschaft die üblichen, in Deutschland empfohlenen und verwendeten Totimpfstoffe angewendet werden", schreibt Embryotox [7]. Zur Stillzeit: "Die üblichen, in Deutschland empfohlenen und verwendeten Impfstoffe können auch stillenden Müttern verabreicht werden und erfordern keine Einschränkung des Stillens. Ausnahmen bestehen bei der Gelbfieber- und Dengue-Impfung." [7] Embryotox spricht dabei allgemein von Impfstoffen; die Fachinformation von Shingrix nennt für die Schwangerschaft die Vorsichtsangabe, eine Anwendung zu vermeiden [1, 7]. Mehr in den Ratgebern Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.

Impfschema laut STIKO und Fachinformation

Hier stehen die Angaben der STIKO und der Fachinformation, keine Impfempfehlung. Wann und wie oft Sie geimpft werden, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.

Impfschema: Angaben der STIKO und der Fachinformation
PersonengruppeAngabe der STIKO (wörtlich)Angabe der Fachinformation (wörtlich)
Personen ab 60 Jahren (Standardimpfung)"2-malige Impfung mit dem adjuvantierten Herpes-zoster-Totimpfstoff im Abstand von 2 bis 6 Monaten." (Epidemiologisches Bulletin 4/2026, Tabelle 2, S. 13) [3]"Das Grundimmunisierungsschema besteht aus zwei Dosen (…): Einer ersten Startdosis gefolgt von einer zweiten Dosis 2 Monate später. Falls es erforderlich ist, das Impfschema flexibel zu handhaben, kann die zweite Dosis im Abstand von 2 bis 6 Monaten nach der ersten Dosis verabreicht werden (…)." (Abschnitt 4.2) [1]
Personen ab 18 Jahren mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung (Indikationsimpfung)"2-malige Impfung mit dem adjuvantierten Herpes-zoster-Totimpfstoff im Abstand von 2 bis 6 Monaten." (Epidemiologisches Bulletin 4/2026, Tabelle 2, S. 14) [3]Wie oben, außerdem: "Bei Personen, die krankheitsbedingt oder durch eine Therapie immundefizient oder immunsupprimiert sind oder werden könnten und die von einem kürzeren Impfschema profitieren würden, kann die zweite Dosis 1 bis 2 Monate nach der ersten Dosis verabreicht werden (…)." (Abschnitt 4.2) [1]
AuffrischimpfungIn Tabelle 2 nicht genannt [3]"Zur Notwendigkeit von Auffrischimpfungen nach Abschluss der Grundimmunisierung liegen keine Daten vor (…)." (Abschnitt 4.2) [1]
Nach einer Gürtelrose"Um ein HZ-Rezidiv zu vermeiden, wird zu einer HZ-Impfung in einem mindestens 6- bis 12-monatigen Abstand zur vorangegangenen HZ-Erkrankung geraten. Die Impfung sollte zu einem Zeitpunkt erfolgen, wenn die akute Erkrankung vorüber ist und die Symptome abgeklungen sind." (Epidemiologisches Bulletin 4/2026, Kapitel 3.2, S. 25) [3]"Der Impfstoff ist ausschließlich zur prophylaktischen Anwendung bestimmt und ist nicht zur Behandlung bereits bestehender Erkrankungen vorgesehen." (Abschnitt 4.4) [1]

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Eine allergische Reaktion kann sich laut Packungsbeilage von Shingrix durch juckenden Hautausschlag, Atemnot und Schwellung des Gesichts oder der Zunge äußern [2]. Bei einer schweren Reaktion (anaphylaktischer Schock) kann es laut gesund.bund.de auch zu Atemnot, Bewusstseinsstörungen oder sogar einem Kreislaufstillstand kommen; bei einem anaphylaktischen Schock sollte sofort die Notrufnummer 112 gerufen werden [10]. Schwere Atemnot, Bewusstlosigkeit oder erhebliche Bewusstseinstrübung und starke Brustschmerzen oder Herzbeschwerden nennt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) als Fälle für den Notruf 112 [11].

Das Guillain-Barré-Syndrom beginnt laut Packungsbeilage normalerweise mit Missempfindungen wie Kribbeln und Ameisenlaufen sowie Schwäche der Gliedmaßen und kann sich zu einer teilweisen oder vollständigen Lähmung des Körpers entwickeln [2]; in den Beobachtungsstudien zeigte sich das erhöhte Risiko innerhalb von 42 Tagen nach der Impfung [1]. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [2]. Sind die Praxen geschlossen, handelt es sich um Beschwerden, mit denen Sie sonst eine Praxis aufsuchen würden, und kann die Behandlung aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten, hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 [11].

Quellen

  1. EMA-Produktinformation Shingrix (Herpes-Zoster-Impfstoff, rekombinant, adjuvantiert), Produktinformation Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation), Abschnitte 2, 4.1 bis 4.8 (Pulver und Suspension sowie Fertigspritze). GlaxoSmithKline Biologicals SA (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Stand 03/2026 (EMA, aktualisiert am 23.03.2026). abgerufen am 19.10.2026
  2. EMA-Produktinformation Shingrix, Produktinformation Anhang III B: Packungsbeilage (Gebrauchsinformation: Information für Anwender), Abschnitte 1 bis 4 und 6. GlaxoSmithKline Biologicals SA (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Stand 03/2026 (EMA, aktualisiert am 23.03.2026). abgerufen am 19.10.2026
  3. Behörde Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut 2026, Epidemiologisches Bulletin 4/2026 (Epid Bull 2026;4:1-79, DOI 10.25646/13636.6): Tabelle 2 (S. 13 f.), Kapitel 3.2 (S. 25), 4.7 (S. 42 f.), 4.8 (S. 45), 4.10 (S. 46 f.); Lizenz CC BY 4.0. Ständige Impfkommission (STIKO), Robert Koch-Institut. Stand 22.01.2026, Online-Fassung mit Änderungen bis 10.09.2026. abgerufen am 19.10.2026
  4. Behörde Gürtelrose-Impfstoffe (Liste der zugelassenen Impfstoffe, Stand: PEI-Bekanntmachung Nr. 544 im BAnz AT 12.08.2026 B6). Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Stand 13.08.2026 (aktualisiert). abgerufen am 19.10.2026
  5. Behörde Nebenwirkungen melden: Startseite (Impfstoff-Meldeformular; Welche Angaben sollte ich machen?; Wie funktioniert das Melden?). Paul-Ehrlich-Institut und Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, nebenwirkungen.bund.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 19.10.2026
  6. Behörde Gürtelrose (Herpes zoster): Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Erkrankung und Impfung (Abschnitte Impfempfehlung, Sicherheit und Wirksamkeit, Umsetzung). Robert Koch-Institut (RKI). Stand 04.02.2026 (einzelne Antworten 06.11.2025 und 29.01.2026). abgerufen am 19.10.2026
  7. Embryotox Embryotox: Impfstoffe (Schwangerschaft und Stillzeit). Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 19.10.2026
  8. Behörde § 6 Infektionsschutzgesetz (IfSG): Meldepflichtige Krankheiten (Absatz 1 Satz 1 Nummer 3). Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand IfSG zuletzt geändert durch Art. 3 Abs. 1 G v. 04.03.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 60); Änderung durch Art. 7 G v. 26.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 195) textlich nachgewiesen. abgerufen am 19.10.2026
  9. Behörde § 24 SGB XIV: Geschädigte durch Schutzimpfungen oder andere Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand SGB XIV zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 17.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 179). abgerufen am 19.10.2026
  10. Behörde Medikamentenallergie (Abschnitte Symptome und Behandlung). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 14.03.2024. abgerufen am 19.10.2026
  11. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitte "116117 oder 112?" und "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 19.10.2026

Häufige Fragen

Welche Nebenwirkungen hat die Gürtelrose-Impfung?

Laut Fachinformation von Shingrix sind Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Einstichstelle, Müdigkeit, Schüttelfrost, Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden sehr häufig, also bei mehr als 1 von 10 Impfstoffdosen. Selten sind allergische Reaktionen, sehr selten das Guillain-Barré-Syndrom. Alle Nebenwirkungen mit Häufigkeit stehen im Abschnitt Nebenwirkungen laut Fachinformation.

Wie lange dauern die Nebenwirkungen nach der Gürtelrose-Impfung?

Von den am häufigsten berichteten Reaktionen (Schmerzen an der Einstichstelle, Muskelschmerzen, Müdigkeit und Kopfschmerzen) waren laut Fachinformation von Shingrix bei Erwachsenen ab 50 Jahren die meisten nicht lang anhaltend, im Median 2 bis 3 Tage. Reaktionen, die als schwer berichtet wurden, dauerten 1 bis 2 Tage. Als übliche Impfreaktion beschreibt die STIKO unter anderem Rötung, Schwellung oder Schmerzen an der Einstichstelle für 1 bis 3 Tage (gelegentlich länger) und für 1 bis 3 Tage Fieber unter 39,5 °C bei rektaler Messung, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit oder Unwohlsein.

Ist Fieber nach der Gürtelrose-Impfung normal?

Fieber und Schüttelfrost nennt die Fachinformation von Shingrix als sehr häufige Nebenwirkungen. Zu den üblichen Impfreaktionen zählt die STIKO Fieber unter 39,5 °C bei rektaler Messung für die Dauer von 1 bis 3 Tagen; alle anderen Impfreaktionen sollen laut STIKO gemeldet werden. Wurde gleichzeitig der Pneumokokken-Impfstoff PPV23 gegeben, traten Fieber und Schüttelfrost laut Fachinformation häufiger auf. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Darf ich nach der Gürtelrose-Impfung Auto fahren?

Shingrix kann laut Fachinformation innerhalb von 2 bis 3 Tagen nach der Impfung einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen haben; nach der Impfung können Müdigkeit und Unwohlsein auftreten. Laut Packungsbeilage sollten Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder keine Maschinen bedienen, wenn Sie sich unwohl fühlen.

Kann ich mich nach einer Gürtelrose impfen lassen?

Laut RKI schützt eine durchgemachte Gürtelrose nicht vor einer erneuten Erkrankung; auch Personen mit bereits durchgemachter Erkrankung sollen laut RKI zur Vorbeugung weiterer Episoden mit dem Totimpfstoff geimpft werden, und Impfreaktionen treten danach nicht häufiger auf. Bei ansonsten gesunden Personen unter 60 Jahren ist eine durchgemachte Gürtelrose laut RKI in der Regel keine Indikation im Sinne der STIKO-Empfehlung. Zur Behandlung einer bestehenden Gürtelrose ist Shingrix laut Packungsbeilage nicht gedacht. Was die STIKO zum Zeitpunkt der Impfung nach einer Gürtelrose schreibt, steht im Abschnitt Impfschema laut STIKO und Fachinformation.

Darf ich in der Schwangerschaft oder Stillzeit gegen Gürtelrose geimpft werden?

Zur Anwendung von Shingrix bei Schwangeren liegen laut Fachinformation keine Daten vor; aus Vorsichtsgründen sollte eine Anwendung in der Schwangerschaft vermieden werden. Ob Shingrix in die Muttermilch übergeht, ist nicht bekannt. Stillende können laut STIKO alle von ihr empfohlenen Impfungen erhalten, ausgenommen die Impfungen gegen Dengue und, bei Säuglingen unter 6 (9) Monaten, gegen Gelbfieber. Wenn Sie schwanger sind oder stillen, fragen Sie laut Packungsbeilage vor der Impfung Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Rat.

Kann die Gürtelrose-Impfung zusammen mit der Grippeimpfung gegeben werden?

Laut Fachinformation kann Shingrix gleichzeitig mit einem saisonalen Grippeimpfstoff gegeben werden, der inaktiviert und nicht adjuvantiert ist; die Impfstoffe sollten in verschiedene Gliedmaßen gegeben werden. Welche weiteren Impfstoffe die Fachinformation nennt, steht im Abschnitt Wer nicht oder erst später geimpft werden sollte; mit anderen als den dort genannten Impfstoffen wurde die gleichzeitige Gabe nicht untersucht.

Muss vor der Impfung geprüft werden, ob ich Windpocken hatte?

Eine serologische Bestimmung des Windpocken-Immunstatus vor der Impfung ist laut STIKO im Allgemeinen nicht notwendig. Laut RKI kann man davon ausgehen, dass fast jeder, der vor Einführung der Windpocken-Standardimpfempfehlung im Jahr 2004 in Deutschland aufgewachsen ist, Windpocken durchgemacht hat. Eine Ausnahme nennt das RKI für Menschen vor einer geplanten immunsuppressiven Behandlung oder Organtransplantation. Gegen Windpocken selbst kann Shingrix laut Packungsbeilage nicht angewendet werden.

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