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Gürtelrose

Gürtelrose (Herpes zoster) entsteht, wenn Varizella-Zoster-Viren, die nach einer Windpocken-Erkrankung im Körper geblieben sind, wieder aktiv werden; typisch ist ein schmerzhafter, streifenförmiger Ausschlag mit Bläschen auf einer Körperhälfte, und meist dauert es laut IQWiG 2 bis 4 Wochen, bis er abheilt. Jede Gürtelrose gehört laut gesund.bund.de in ärztliche Behandlung; im Vordergrund stehen virushemmende Medikamente mit Aciclovir, Valaciclovir, Famciclovir oder Brivudin, bei denen ein Behandlungsbeginn innerhalb von 72 Stunden wichtig ist, und Schmerzmittel. Virushemmende Mittel kommen laut gesund.bund.de insbesondere bei Menschen über 50 Jahre, bei Gürtelrose im Kopf-Hals-Bereich, bei starken Schmerzen, geschwächtem Immunsystem, schweren Verläufen oder einem erhöhten Risiko für Komplikationen infrage.

Frau Ende sechzig mit kurzem silbergrauem Haar in einer lavendelfarbenen Strickjacke sitzt in einem Sessel an einem hellen Fenster und ruht sich aus, eine Hand an der Seite
Bild: KI-generiert

Gürtelrose kann bekommen, wer schon einmal Windpocken hatte: Die Viren bleiben danach im Körper und können viele Jahre später wieder aktiv werden [1]. Typisch ist ein meist streifenförmiger, häufig sehr schmerzhafter Ausschlag mit Bläschen auf einer Körperhälfte [1]. Jede Gürtelrose gehört laut gesund.bund.de in ärztliche Behandlung; für eine wirksame virushemmende Behandlung ist ein Beginn innerhalb von 72 Stunden wichtig, dazu kommen Schmerzmittel [3]. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Menschen ab 60 Jahren und Menschen ab 18 Jahren mit erhöhter Gefährdung eine Impfung [4].

Was ist Gürtelrose?

Gürtelrose (Herpes zoster) und Windpocken werden durch dieselben Viren verursacht, die Varizella-Zoster-Viren. Nach den Windpocken nisten sie sich in den Nervenwurzeln im Bereich des Rückenmarks oder in den Hirnnerven ein und bleiben ein Leben lang im Körper [1]. Ist das Immunsystem geschwächt, etwa durch eine Erkrankung, starken Stress oder im Alter, können sie sich erneut vermehren und am Nerv entlang in die Haut wandern. Dort lösen sie eine Entzündung und den Ausschlag aus; die Entzündung des Nervs lässt den von ihm versorgten Hautbereich schmerzen [1].

Man geht davon aus, dass etwa 2 von 10 Menschen, die Windpocken hatten, im Laufe ihres Lebens eine Gürtelrose bekommen; meist erkranken Menschen über 50 Jahre, und das Risiko steigt mit dem Alter. In Deutschland erkranken jährlich mehr als 300.000 Menschen [1]. Die meisten Erwachsenen erkranken nur einmal im Leben [1], wiederkehrende Erkrankungen sind aber möglich [3].

Symptome und Verlauf

Bevor sich der Ausschlag bildet, fühlt man sich meist abgeschlagen und müde; leichtes Fieber und Kribbeln unter der Haut sind möglich. Nach 2 bis 3 Tagen kommen ein brennender oder stechender, mittelstarker bis starker Schmerz, leichte Hautrötungen mit kleinen Knötchen und daraus innerhalb weniger Stunden Bläschen, die jucken können [1]. Dieses Stadium hält bis zu fünf Tage an; danach trocknen die Bläschen innerhalb von 2 bis 10 Tagen aus, und es bilden sich gelbliche Krusten [1].

Der Ausschlag tritt in der Regel nur auf einer Körperhälfte auf und zieht sich streifenförmig über sie; am Rumpf erinnert er an einen Gürtel. Am häufigsten sind Rumpf oder Brustkorb betroffen, er kann aber auch an Armen, Kopf oder Gesicht entstehen, dann manchmal mit Beteiligung von Augen oder Ohren [1]. Manchmal tritt der Ausschlag gar nicht auf, und es bestehen nur die typischen Schmerzen, die die Mittellinie des Körpers nicht überschreiten [3]. Ohne Komplikationen dauert es bei Erwachsenen 2 bis 4 Wochen, bis eine Gürtelrose abheilt; bei Kindern und jungen Menschen verläuft sie im Allgemeinen unkompliziert [1].

Mögliche Folgen: Aufgekratzte Bläschen können sich bakteriell entzünden und Narben hinterlassen; auch eine Überempfindlichkeit der Haut oder Pigmentstörungen sind möglich [1]. Im Gesicht kann die Gürtelrose auf das Auge übergreifen und eine Hornhautentzündung verursachen. Sind Hör- und Gesichtsnerven betroffen, kann es zu einer Hörminderung oder zu Lähmungen im Gesicht kommen, die in der Regel nach dem Abheilen wieder verschwinden [1]; auch Schwindel ist möglich [3]. Menschen mit stark geschwächter Abwehr haben ein erhöhtes Risiko für schwere Komplikationen wie eine Lungen-, Leber- oder Hirnhautentzündung; sehr selten breiten sich die Bläschen bei ihnen auf benachbarte Hautbereiche oder sogar den ganzen Körper aus, was lebensbedrohlich werden kann [1].

Post-Zoster-Neuralgie: Halten die Schmerzen nach dem Abheilen länger als drei Monate an, spricht man von einer Post-Zoster-Neuralgie [2]. Sie betrifft laut IQWiG etwa 10 bis 20 von 100 Menschen mit Gürtelrose, laut gesund.bund.de bis zu 30 Prozent der Erkrankten, vor allem ältere Menschen [1, 3]. Häufig ist die Haut überempfindlich und juckt; Schmerzen und Juckreiz können den Schlaf stören und Wochen, Monate oder Jahre andauern. Das Risiko steigt mit dem Alter [2].

Ursachen, Risikofaktoren und Ansteckung

Ein erhöhtes Risiko für Gürtelrose haben laut gesund.bund.de ältere Menschen, Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen und Organtransplantierte. Als Auslöser einer erneuten Aktivierung nennt gesund.bund.de Alterungsprozesse, bestimmte Erkrankungen oder Medikamente sowie Stress oder akute starke Sonnenbestrahlung [3].

Medikamente als Ursache: Medikamente, die das Immunsystem schwächen (Immunsuppressiva), erhöhen die Gefährdung; die STIKO nennt laut RKI zum Beispiel Rituximab, JAK-Inhibitoren und eine zytostatische Chemotherapie [3, 4]. Welche Medikamente die Abwehr schwächen können, steht unter Infektanfälligkeit durch Medikamente.

Ansteckung: Ansteckend ist nur die Flüssigkeit in den Bläschen [3]. Wer noch keine Windpocken hatte und nicht dagegen geimpft ist, kann sich daran anstecken und bekommt dann Windpocken, keine Gürtelrose [1, 3]. Ansteckend sind Erkrankte vom Auftreten des Ausschlags bis zur vollständigen Verkrustung aller Bläschen, in der Regel 5 bis 7 Tage; wer die Stellen abdeckt, verringert die Ansteckungsgefahr deutlich [3, 4].

Diagnose

Ärztinnen und Ärzte erkennen eine Gürtelrose in der Regel am typischen einseitigen Ausschlag und an den Schmerzen; bei untypischen Beschwerden wird der Erreger im Labor nachgewiesen, zum Beispiel aus Bläschenflüssigkeit oder einer Blutprobe [1, 3]. Weil oft zuerst die Schmerzen und erst danach die Hautveränderungen kommen, werden je nach Stelle anfangs manchmal andere Ursachen vermutet, etwa eine Blinddarm- oder Gallenblasenentzündung, ein Bandscheibenvorfall oder ein Herzinfarkt [1].

Ohne Medikamente: Haut schonen, andere schützen

Die Bläschen sollten möglichst nicht aufgekratzt werden: Ihre Flüssigkeit ist ansteckend, und aufgekratzte Bläschen können Narben hinterlassen [1]. Haben sich Bläschen gebildet, wird manchmal zu kühlenden, feuchten Umschlägen geraten; wie gut das hilft, ist nicht gut untersucht [1]. Solange die Gürtelrose ansteckend ist, sollten Erkrankte direkten Körperkontakt mit Menschen meiden, von denen sie nicht wissen, ob sie vor Windpocken geschützt sind, vor allem mit Menschen mit geschwächtem Immunsystem und mit Schwangeren [1].

Behandlung mit Medikamenten

Mann Anfang siebzig mit grauem Haar in einer marineblauen Strickjacke spricht in einem hellen Sprechzimmer ruhig mit einer Ärztin mit dunkelblondem Haar im weißen Kittel
Bild: KI-generiert

Eine frühzeitige Behandlung ist laut gesund.bund.de wichtig, um chronischen Schmerzen und anderen Komplikationen vorzubeugen; im Vordergrund stehen virushemmende Medikamente und stark wirksame Schmerzmittel [3]. In der Tabelle bedeutet sehr häufig bei mehr als 1 von 10 Behandelten, häufig bei bis zu 1 von 10, selten bei bis zu 1 von 1.000 und sehr selten bei bis zu 1 von 10.000 [6, 10, 12]; jede Angabe gilt nur für das Mittel, bei dem sie steht.

Medikamente bei Gürtelrose und Post-Zoster-Neuralgie im Überblick
WirkstoffgruppeBeispieleWie sie wirkenHäufige Nebenwirkungen
Virushemmende Mittel (Virostatika), laut gesund.bund.de mit Beginn innerhalb von 72 Stunden [3]Aciclovir-Tabletten, laut Packungsbeilage bei Gürtelrose (Herpes zoster) [6]Wird erst in Zellen wirksam, die mit Herpes-simplex- oder Varizella-Zoster-Viren infiziert sind: Ein Enzym des Virus (Thymidinkinase) aktiviert es, körpereigene Enzyme machen daraus Aciclovir-Triphosphat. Dieses hemmt das Enzym, mit dem das Virus sein Erbgut kopiert (Virus-DNS-Polymerase), und führt zum Kettenabbruch bei der Virus-DNS [7]Häufig: Hautausschlag, Juckreiz und erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Schwindel, Kopfschmerzen [6]
Schmerzmittel ohne Opioid (Nichtopioid-Analgetika), laut IQWiG gegen Schmerzen und Fieber [1]Paracetamol, laut Packungsbeilage bei leichten bis mäßig starken Schmerzen und Fieber [10]Wirkt schmerzstillend und fiebersenkend; wie genau, ist nicht eindeutig geklärt. Nachgewiesen ist eine ausgeprägte Hemmung der Prostaglandinbildung im Gehirn [11]Laut Packungsbeilage keine häufigen; selten: leichter Anstieg bestimmter Leberwerte; sehr selten unter anderem allergische Reaktionen bis zum Schock und schwere Hautreaktionen [10]
Antiepileptika, laut IQWiG oft bei anhaltenden Nervenschmerzen [2]Pregabalin (periphere und zentrale neuropathische Schmerzen bei Erwachsenen) [12], Gabapentin (periphere neuropathische Schmerzen wie postherpetische Neuralgie bei Erwachsenen) [15]Binden an eine Untereinheit (α2-δ) spannungsabhängiger Calciumkanäle im Zentralnervensystem [13, 15]Pregabalin, sehr häufig: Benommenheit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen [12]. Gabapentin, sehr häufig: Virusinfektion, Benommenheit, Schwindelgefühl, fehlende Koordination, Müdigkeit, Fieber [14]
Antidepressiva, laut IQWiG zusätzlich, wenn Antiepileptika nicht ausreichen [2]Amitriptylin (neuropathische Schmerzen bei Erwachsenen) [16]Hemmt die Wiederaufnahme von Noradrenalin und Serotonin und blockiert Natrium-, Kalium- und NMDA-Kanäle; die schmerzlindernde Wirkung beruht nicht auf der antidepressiven Wirkung [17]Sehr häufig unter anderem: Schläfrigkeit, Zittern, Schwindel, Kopfschmerzen, schneller Herzschlag, Mundtrockenheit, Verstopfung, Gewichtszunahme [16]
Schmerzbetäubende Pflaster, laut IQWiG bei auf eine Körperstelle begrenzten Schmerzen [2]Lidocain-Pflaster (Post-Zoster-Neuralgie bei Erwachsenen) [19]Lidocain dringt in die Haut ein und wirkt dort schmerzlindernd, vermutlich, indem es Natriumkanäle herunterreguliert; das Pflaster deckt zudem den überempfindlichen Hautbereich ab [19]Sehr häufig: Rötung, Ausschlag, Juckreiz, Brennen, Hautentzündung und kleine Bläschen dort, wo das Pflaster klebt [18]

Virushemmende Mittel

Zum Einsatz kommen Präparate mit Aciclovir, Valaciclovir, Famciclovir oder Brivudin. Mit ihnen lässt sich die Heilung des Ausschlags beschleunigen und die Dauer der Schmerzen verkürzen; für eine wirksame Behandlung ist wichtig, dass sie innerhalb von 72 Stunden beginnt [3]. Infrage kommen sie laut gesund.bund.de insbesondere bei Menschen über 50 Jahre, bei einer Gürtelrose im Kopf-Hals-Bereich, bei starken Schmerzen, einem geschwächten Immunsystem, schweren Verläufen oder einem erhöhten Risiko für Komplikationen [3]; das IQWiG nennt zusätzlich eine Nierenschwäche [1]. Nach der S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des Zoster und der Postzosterneuralgie (Stand 2019) sollte eine solche Behandlung wegen des relativ geringen Nebenwirkungsrisikos auch bei geringem Risiko für Folgeerscheinungen oder komplizierte Verläufe in Betracht gezogen werden [5]. Bei schwerem Verlauf oder Risiko für Komplikationen werden die Mittel in der Regel über die Vene gegeben, meist im Krankenhaus [3].

Aciclovir sollte laut Packungsbeilage so früh wie möglich nach den ersten Anzeichen eingenommen werden; die Behandlung dauert bei Gürtelrose 5 bis 7 Tage [6]. Die Tabletten sind verschreibungspflichtig [7]; welche Menge die Packungsbeilage angibt, steht unter Aciclovir: Dosierung. Valaciclovir ist laut Fachinformation der L-Valin-Ester von Aciclovir und wird im Körper rasch und fast vollständig zu Aciclovir umgewandelt. Zugelassen ist es zur Behandlung der Gürtelrose bei Erwachsenen mit gesunder Abwehr und bei leichter oder mäßiger Immunschwäche; zu einem Beginn später als 72 Stunden nach Auftreten des Ausschlags gibt es keine Daten [8]. Famciclovir ist laut RKI bei immunsupprimierten Erwachsenen und bei einer Gürtelrose am Auge auch zum Einnehmen möglich [4].

Brivudin: Laut einem Rote-Hand-Brief vom 12.05.2020, den das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) am 13.05.2020 veröffentlichte, können durch eine Wechselwirkung mit Fluoropyrimidinen Todesfälle auftreten, etwa mit Fluorouracil (5-FU), Capecitabin, Tegafur oder dem Pilzmittel Flucytosin. Nach dem Ende einer Brivudin-Behandlung muss mindestens 4 Wochen gewartet werden, bevor ein Fluoropyrimidin begonnen werden kann [9]. Brivudin darf deshalb nicht angewendet werden bei einer kürzlichen, laufenden oder innerhalb von 4 Wochen geplanten Chemotherapie mit Fluorouracil, auch zum Auftragen auf die Haut, oder verwandten Mitteln, bei einer kürzlichen oder laufenden Behandlung mit Flucytosin und bei geschwächtem Immunsystem. Die Patientenkarte aus der Packung soll bis mindestens 4 Wochen nach Behandlungsende zu jedem Arzttermin mitgenommen und in der Apotheke vorgezeigt werden [9].

Einer Post-Zoster-Neuralgie konnte Aciclovir laut IQWiG nicht vorbeugen; ob Brivudin, Famciclovir oder Valaciclovir es können, ist noch nicht ausreichend untersucht [2].

Schmerzmittel

Je früher die Schmerzbehandlung beginnt, umso besser; die Mittel richten sich laut gesund.bund.de nach Stärke und Art der Schmerzen [3]. Schmerzen und Fieber lassen sich laut IQWiG mit Mitteln wie Paracetamol lindern; bei starken Schmerzen werden manchmal verschreibungspflichtige Opioide verordnet [1]. Die Leitlinie (Stand 2019) beschreibt eine Behandlung entsprechend der Schmerzintensität nach dem Stufenschema der Weltgesundheitsorganisation mit nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAR) und zum Teil Opioiden [5].

Rezeptfreies Paracetamol nehmen Sie laut Packungsbeilage ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage ein, und es darf nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden. Vorher sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke, etwa bei eingeschränkter Leberfunktion, vorgeschädigter Niere oder chronischer Alkoholkrankheit [10]. Die Mengen laut Packungsbeilage stehen unter Paracetamol: Dosierung; mehr im Ratgeber Schmerzmittel richtig anwenden.

Nervenschmerzen und Post-Zoster-Neuralgie

Antiepileptika wie Pregabalin oder Gabapentin werden laut IQWiG anfangs mit Schmerzmitteln kombiniert, weil es etwas dauert, bis sie wirken. Reichen sie nicht aus, ist es möglich, zusätzlich Antidepressiva einzunehmen [2]. Gabapentin ist laut Fachinformation zur Behandlung peripherer neuropathischer Schmerzen wie postherpetischer Neuralgie bei Erwachsenen zugelassen [15], Pregabalin laut Packungsbeilage zur Behandlung peripherer und zentraler neuropathischer Schmerzen bei Erwachsenen; periphere neuropathische Schmerzen können laut Packungsbeilage unter anderem durch eine Gürtelrose verursacht werden [12]. Sind die Schmerzen auf eine Körperstelle begrenzt, helfen laut IQWiG möglicherweise Pflaster mit Lidocain oder Capsaicin [2]. Das Lidocain-Pflaster wird erst angewendet, wenn die Gürtelrose abgeheilt ist, und nicht auf verletzter oder entzündeter Haut [18, 19]. Das hochdosierte Capsaicin-Pflaster ist laut Produktinformation der Europäischen Arzneimittel-Agentur zur Behandlung peripherer neuropathischer Schmerzen bei Erwachsenen zugelassen [20].

Halten die Schmerzen trotz Behandlung an, kann es laut IQWiG sinnvoll sein, sich an Fachärztinnen und Fachärzte für Schmerztherapie oder Neurologie oder an ein Schmerzzentrum zu wenden [2]. Mehr unter Nervenschmerzen.

Kortison und Hautbehandlung

Ist das Ohr beteiligt, wird laut IQWiG oft zusätzlich mit Kortison behandelt; Vor- und Nachteile dieser Kombination sind noch unklar [1]. Gegen Juckreiz und zum Austrocknen der Bläschen werden oft antiseptische oder juckreizstillende Lotionen, Gele oder Puder angewendet, meist mit Gerbstoffen, Zink, Menthol oder Polidocanol; wie gut sie helfen, ist nicht gut untersucht [1].

Schwangerschaft, Stillzeit und Kinder

Von einer Gürtelrose der Mutter geht laut RKI keine Gefahr für das ungeborene Kind aus [4]. Ohne Risikofaktoren für einen komplizierten Verlauf wird Schwangeren nach der Leitlinie (Stand 2019) keine systemische virushemmende Behandlung empfohlen; bei Risikofaktoren kann Aciclovir empfohlen werden, wenn der mögliche Nutzen für die Mutter das mögliche Risiko für das Kind überwiegt [5]. Aciclovir-Tabletten nehmen Sie laut Packungsbeilage in der Schwangerschaft nur ein, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es ausdrücklich für erforderlich hält; während der Behandlung soll nicht gestillt werden [6]. Laut Embryotox, dem Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité, darf Aciclovir bei entsprechender Indikation in der gesamten Schwangerschaft verwendet werden, und es kann uneingeschränkt weiter gestillt werden [21]. Mehr im Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.

Bei Kindern ist Gürtelrose sehr selten und verläuft im Allgemeinen mild [3]. Ohne Risikofaktoren wird für Kinder nach der Leitlinie (Stand 2019) keine systemische virushemmende Behandlung empfohlen [5].

Nebenwirkungen der Medikamente

Aciclovir: Gelegentlich, also bei bis zu 1 von 100 Behandelten, sind laut Packungsbeilage Fieber, Müdigkeit und Nesselsucht. Sehr selten kommt es zu Erscheinungen am Nervensystem wie Unruhe, Verwirrtheit, Zittern, Wahnvorstellungen, Krampfanfällen oder Bewusstseinsstörungen bis zur Bewusstlosigkeit, für gewöhnlich bei geschädigter Nierenfunktion oder anderen begünstigenden Erkrankungen [6]; ältere Menschen und Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion haben laut Fachinformation ein erhöhtes Risiko dafür [7]. Sehr selten sind auch akutes Nierenversagen und Nierenschmerzen; bei hohen Dosen oder eingeschränkter Nierenfunktion achten Sie darauf, ausreichend zu trinken [6]. Bei Zeichen einer schweren allergischen Reaktion wie plötzlichen Schwierigkeiten beim Atmen, Sprechen oder Schlucken oder Schwellungen von Lippen, Zunge, Gesicht und Hals oder bei den genannten Erscheinungen am Nervensystem dürfen Sie das Mittel laut Packungsbeilage nicht mehr einnehmen. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe [6]. Mehr unter Hautausschlag, Lichtempfindlichkeit, Vergesslichkeit und Verwirrtheit und Nierenschäden.

Valaciclovir: Sehr häufig, also bei mindestens 1 von 10 Behandelten, sind laut Fachinformation Kopfschmerzen; häufig sind Übelkeit, Schwindel, Erbrechen, Durchfall, Hautausschläge einschließlich Lichtempfindlichkeitsreaktionen und Juckreiz. Berichtet wurde außerdem über eine Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), die lebensbedrohlich oder tödlich sein kann; über ihre Anzeichen sollte bei der Verschreibung informiert werden [8]. Mehr dazu: Schwere Hautreaktionen.

Paracetamol: Bei einer zu großen Menge treten laut Packungsbeilage im Allgemeinen innerhalb von 24 Stunden Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Blässe und Bauchschmerzen auf; dann rufen Sie ärztliche Hilfe [10]. Mehr unter Erhöhte Leberwerte.

Pregabalin und Gabapentin: Manche Menschen können von ihnen abhängig werden; das Risiko kann größer sein, wenn Sie früher Alkohol, Medikamente oder Drogen missbraucht haben oder davon abhängig waren [12, 14]. Zusammen mit anderen Mitteln, die das Nervensystem dämpfen, einschließlich Opioiden, kann Pregabalin zu Atemschwäche, Koma und Tod führen; auch Gabapentin kann zusammen mit Opioiden Schläfrigkeit, Sedierung oder eine Verringerung der Atmung hervorrufen oder zum Tod führen [12, 14]. Unter Pregabalin gab es laut Packungsbeilage auch sonst Berichte über Atemschwierigkeiten; bei Atemproblemen oder flacher Atmung wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [12]. Beim Beenden der Einnahme, bei Gabapentin auch bei einer Verringerung der Dosis, können Entzugserscheinungen auftreten [12, 14]. Pregabalin darf in Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden, es sei denn, die Ärztin oder der Arzt hat es ausdrücklich empfohlen; Frauen, die schwanger werden können, müssen wirksam verhüten [12]. Mehr unter Schwindel und Abhängigkeit.

Amitriptylin: Berichtet wurden Herzrhythmusstörungen und ein verlängertes QT-Intervall im EKG; das verlängerte QT-Intervall ist laut Packungsbeilage häufig [16]. Mehr unter QT-Verlängerung.

Capsaicin-Pflaster: Rötung oder Schmerzen an der Anwendungsstelle, die länger als einen Tag andauern, sind sehr häufig. Tiefe Rötung, Blasen oder nässende Haut an dieser Stelle können in wenigen Fällen Zeichen einer Hautverbrennung sein; dann kontaktieren Sie laut Packungsbeilage unmittelbar Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [20].

Haben Sie eine Nebenwirkung im Verdacht, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Nebenwirkungen können Sie auch direkt dem BfArM melden [6]; wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Vorbeugung: Impfung gegen Gürtelrose

Seit Dezember 2018 empfiehlt die STIKO allen Menschen ab 60 Jahren zum Schutz vor Gürtelrose, ihren Komplikationen und Spätfolgen als Standardimpfung einen Totimpfstoff [4]. 2025 hat sie ihre Indikationsimpfempfehlung erweitert: Sie empfiehlt die Impfung auch Menschen ab 18 Jahren, die wegen einer angeborenen oder erworbenen, insbesondere einer durch Behandlung wie immunsuppressive Medikamente bedingten Immunschwäche oder wegen einer schweren Ausprägung einer chronischen Grunderkrankung stärker gefährdet sind; das ersetzt die frühere Empfehlung ab 50 Jahren [4]. Für Menschen ab 60 Jahren übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten [1, 3]. Nach der Impfung können laut IQWiG Hautrötungen und Ausschläge, Schmerzen an der Einstichstelle oder Schwellungen auftreten [1]; wie häufig die einzelnen Nebenwirkungen laut Fachinformation sind, steht auf der Seite Gürtelrose-Impfung. Wie oft und in welchem Abstand geimpft wird, steht dort im Impfschema.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Jede Gürtelrose gehört laut gesund.bund.de in ärztliche Behandlung. In schweren Fällen können das Gehirn und weitere Organe betroffen sein, mitunter lebensgefährlich. Ältere Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind stärker gefährdet [3].

Die Schmerzen einer beginnenden Gürtelrose werden manchmal für einen Herzinfarkt gehalten [1]. Starke Brustschmerzen oder Herzbeschwerden sind laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) ein Fall für den Notruf 112, ebenso Bewusstlosigkeit oder eine erhebliche Bewusstseinstrübung, schwere Atemnot und akute, anhaltende Krampfanfälle. Kann die Behandlung bei geschlossenen Praxen nicht bis zum nächsten Tag warten, hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 [22].

Quellen

  1. Gürtelrose. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 08.02.2023. abgerufen am 18.10.2026
  2. Anhaltende Schmerzen nach einer Gürtelrose (Post-Zoster-Neuralgie). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 08.02.2023. abgerufen am 18.10.2026
  3. Behörde Gürtelrose. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (geprüft durch die Deutsche Dermatologische Gesellschaft e.V.). Stand 18.07.2025. abgerufen am 18.10.2026
  4. Behörde RKI-Ratgeber Windpocken (Varizellen), Gürtelrose (Herpes zoster) (Abschnitte Klinische Symptomatik, Dauer der Ansteckungsfähigkeit, Diagnostik, Therapie, Präventive Maßnahmen). Robert Koch-Institut (RKI). Stand 27.01.2026. abgerufen am 18.10.2026
  5. Leitlinie S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des Zoster und der Postzosterneuralgie (AWMF-Register-Nr. 013-023), deutsche Fassung in GMS Infectious Diseases 2020;8:Doc01. Deutsche Dermatologische Gesellschaft und weitere Fachgesellschaften (Gross GE et al.). Stand Stand 2019. abgerufen am 18.10.2026
  6. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Aciclovir-ratiopharm 800 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 18.10.2026
  7. Fachinformation Fachinformation Aciclovir-ratiopharm 200 mg / 400 mg / 800 mg Tabletten (Version 4). ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 18.10.2026
  8. Fachinformation Fachinformation Valaciclovir - 1 A Pharma 500 mg / 1000 mg Filmtabletten. 1 A Pharma GmbH. Stand 12/2022. abgerufen am 18.10.2026
  9. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu brivudinhaltigen Arzneimitteln: Potenziell tödliche Toxizität von Fluoropyrimidinen bei der Anwendung kurz vor, gleichzeitig mit oder innerhalb von 4 Wochen nach Ende der Behandlung mit Brivudin (Brief vom 12.05.2020). Zulassungsinhaber brivudinhaltiger Arzneimittel in Abstimmung mit EMA und BfArM; veröffentlicht vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Stand 13.05.2020. abgerufen am 18.10.2026
  10. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Paracetamol-ratiopharm 500 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 12/2024. abgerufen am 18.10.2026
  11. Fachinformation Fachinformation Paracetamol-ratiopharm 500 mg Tabletten (Version 8). ratiopharm GmbH. Stand 12/2024. abgerufen am 18.10.2026
  12. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Pregabalin-ratiopharm Hartkapseln (25 bis 300 mg). ratiopharm GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 18.10.2026
  13. Fachinformation Fachinformation Pregabalin-ratiopharm Hartkapseln (Version 15). ratiopharm GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 18.10.2026
  14. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Gabapentin-ratiopharm 100 mg / 300 mg / 400 mg Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 12/2025. abgerufen am 18.10.2026
  15. Fachinformation Fachinformation Gabapentin-ratiopharm 100 mg / 300 mg / 400 mg Hartkapseln (Version 5). ratiopharm GmbH. Stand 02/2026. abgerufen am 18.10.2026
  16. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Amitriptylin-CT 25 mg Tabletten. AbZ-Pharma GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 18.10.2026
  17. Fachinformation Fachinformation Amitriptylin-CT Tabletten (25 mg und 75 mg, Version 6). AbZ-Pharma GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 18.10.2026
  18. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Versatis 700 mg wirkstoffhaltiges Pflaster (Lidocain). Grünenthal GmbH. Stand 12/2017. abgerufen am 11.10.2026
  19. Fachinformation Fachinformation Versatis 700 mg wirkstoffhaltiges Pflaster (Lidocain). Grünenthal GmbH. Stand 12/2017. abgerufen am 11.10.2026
  20. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Qutenza 179 mg kutanes Pflaster (Capsaicin), Anhang I: Fachinformation und Anhang III B: Packungsbeilage. Grünenthal GmbH (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand ohne Datumsangabe im Dokument. abgerufen am 18.10.2026
  21. Embryotox Embryotox: Aciclovir. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
  22. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitte "116117 oder 112? Für alle Fälle die richtige Nummer" und "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026

Häufige Fragen

Ist Gürtelrose ansteckend?

Ansteckend ist nur die Flüssigkeit in den Bläschen. Menschen, die noch keine Windpocken hatten und nicht dagegen geimpft sind, können sich daran anstecken; sie bekommen dann Windpocken, keine Gürtelrose. Ansteckend ist eine Gürtelrose laut RKI vom Auftreten des Ausschlags bis zur vollständigen Verkrustung der Bläschen, in der Regel 5 bis 7 Tage. Wer die betroffenen Stellen abdeckt, kann die Ansteckungsgefahr laut gesund.bund.de deutlich verringern.

Wie lange dauert eine Gürtelrose?

Ohne Komplikationen dauert es laut IQWiG bei Erwachsenen 2 bis 4 Wochen, bis eine Gürtelrose abheilt. Bleiben die Schmerzen länger als drei Monate bestehen, spricht man von einer Post-Zoster-Neuralgie. Sie kann laut IQWiG mehrere Wochen, Monate oder gar Jahre anhalten.

Welche Medikamente helfen gegen Gürtelrose?

Eingesetzt werden laut gesund.bund.de virushemmende Medikamente mit Aciclovir, Valaciclovir, Famciclovir oder Brivudin; für eine wirksame Behandlung ist wichtig, dass sie innerhalb von 72 Stunden beginnt. Dazu kommen Schmerzmittel, laut IQWiG zum Beispiel Paracetamol, bei starken Schmerzen manchmal verschreibungspflichtige Opioide. Welche Mengen die Packungsbeilage nennt, steht auf den Wirkstoffseiten, zum Beispiel unter Aciclovir: Dosierung.

Was hilft bei Nervenschmerzen nach einer Gürtelrose?

Bei anhaltenden Nervenschmerzen werden laut IQWiG oft Antiepileptika wie Pregabalin oder Gabapentin eingesetzt, anfangs zusammen mit Schmerzmitteln. Reichen sie nicht aus, können zusätzlich Antidepressiva eingenommen werden. Sind die Schmerzen auf eine Körperstelle begrenzt, helfen möglicherweise Pflaster mit Lidocain oder Capsaicin. Das Lidocain-Pflaster ist zur Behandlung der Post-Zoster-Neuralgie bei Erwachsenen zugelassen. Mehr unter Nervenschmerzen.

Was darf ich bei Brivudin nicht einnehmen?

Laut Rote-Hand-Brief vom 12.05.2020 können Todesfälle durch eine Wechselwirkung zwischen Brivudin und Fluoropyrimidinen auftreten, zum Beispiel Fluorouracil (5-FU), auch in Präparaten zum Auftragen auf die Haut, Capecitabin, Tegafur oder das Pilzmittel Flucytosin. Nach dem Ende einer Brivudin-Behandlung muss mindestens 4 Wochen gewartet werden, bevor ein Fluoropyrimidin begonnen werden kann. Bei geschwächtem Immunsystem, etwa unter einer Krebs-Chemotherapie oder einer immunsuppressiven Therapie, darf Brivudin nicht angewendet werden. Die Patientenkarte aus der Packung zeigen Sie bis mindestens 4 Wochen nach Behandlungsende bei jedem Arzttermin und in der Apotheke vor.

Ist Gürtelrose in der Schwangerschaft gefährlich für das Kind?

Laut RKI geht von einer Gürtelrose der Mutter keine Gefahr für das ungeborene Kind aus; anders als Windpocken ist eine Gürtelrose in der Schwangerschaft laut IQWiG für das Kind ungefährlich. Aciclovir-Tabletten nehmen Sie laut Packungsbeilage in der Schwangerschaft nur ein, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es ausdrücklich für erforderlich hält. Laut Embryotox darf Aciclovir bei entsprechender Indikation in der gesamten Schwangerschaft verwendet werden.

Wer sollte sich gegen Gürtelrose impfen lassen?

Seit Dezember 2018 empfiehlt die STIKO laut RKI allen Menschen ab 60 Jahren die Impfung mit einem Totimpfstoff. Seit 2025 empfiehlt sie die Impfung außerdem Menschen ab 18 Jahren mit erhöhter Gefährdung durch eine Immunschwäche, etwa unter immunsuppressiven Medikamenten, oder durch eine schwere Ausprägung einer chronischen Grunderkrankung; diese Empfehlung ersetzt die frühere ab 50 Jahren. Wie oft und in welchem Abstand geimpft wird, steht im Impfschema auf der Seite Gürtelrose-Impfung.

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    Hinter einer Sonnenallergie steckt meist die polymorphe Lichtdermatose.

  • Krankheiten Starkes Schwitzen (Hyperhidrose)

    Bei starkem Schwitzen ohne erkennbaren Grund nennt die Leitlinie zuerst Mittel zum Auftragen.

  • Medikamente Torasemid

    Torasemid schwemmt Wasser bei Herzschwäche aus.