KrankheitenKrankheit
Nervenschmerzen
Nervenschmerzen (neuropathische Schmerzen) entstehen durch eine direkte Schädigung von Nerven, etwa bei Diabetes, nach einer Gürtelrose, durch Alkohol oder nach Nervenverletzungen; sie können brennen, einschießen und mit Kribbeln oder Taubheit einhergehen. Gängige Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol sollten bei chronischen Nervenschmerzen laut DGN-Leitlinie von 2019 (Gültigkeit abgelaufen) nicht verwendet werden; eingesetzt werden laut gesund.bund.de unter anderem Epilepsie-Medikamente und Antidepressiva. Als erste Wahl nennt die DGN-Leitlinie von 2019 Pregabalin, Gabapentin, trizyklische Antidepressiva und Duloxetin, als zweite Wahl Lidocain- und Capsaicin-Pflaster, als dritte Wahl Opioide. Bei plötzlicher Taubheit oder Lähmung einer Körperseite rufen Sie den Notruf 112.

Nervenschmerzen entstehen, wenn Nerven selbst geschädigt sind, zum Beispiel durch Diabetes, Alkohol, eine Gürtelrose oder eine Verletzung [1]. Für gängige Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol fehlen bei chronischen Nervenschmerzen laut DGN-Leitlinie von 2019 (Gültigkeit abgelaufen) Belege für eine Wirkung [2]; eingesetzt werden laut gesund.bund.de unter anderem Epilepsie-Medikamente und Antidepressiva [1]. Ist die Ursache eine Polyneuropathie, steht Näheres unter Polyneuropathie.
Was sind Nervenschmerzen?
Neuropathische Schmerzen resultieren laut gesund.bund.de aus einer direkten Schädigung der Nerven [1]. Davon unterscheidet gesund.bund.de Schmerzen durch Reizung von Schmerzfühlern (Schmerzrezeptoren), etwa bei Verletzungen, entzündliche Schmerzen und zentrale Schmerzen, die durch eine veränderte Schmerzverarbeitung in Gehirn oder Rückenmark entstehen [1].
Die S2k-Leitlinie Diagnose und nicht interventionelle Therapie neuropathischer Schmerzen der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN, Version 1.2 von 2019) definiert neuropathische Schmerzen als direkte Folge einer Schädigung oder Läsion des somatosensorischen Systems [2]. Die Leitlinie war bis April 2024 gültig; ihre Empfehlungen geben den Stand von 2019 wieder. Sie unterscheidet periphere Nervenschmerzen, die von Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark ausgehen, von zentralen; zentrale Schmerzen sind häufig schwieriger zu behandeln [2]. Bei manchen Rückenschmerzen mit Schädigung einer Nervenwurzel kommen Nervenschmerzen und andere Schmerzen zusammen vor [2]; mehr unter Rückenschmerzen und Ischias.
Symptome
Schmerzen durch Schäden an den Nerven können laut gesund.bund.de einschießen, anfallsartig auftreten und mit Kribbeln, Taubheitsgefühlen oder einer Überempfindlichkeit einhergehen [1]. Die Packungsbeilagen von Pregabalin und Gabapentin beschreiben den Schmerz unter anderem als heiß, brennend, pochend, einschießend, stechend, kribbelnd oder nadelstichartig [8, 10].
Laut DGN-Leitlinie von 2019 (Gültigkeit abgelaufen) beschreiben Betroffene häufig brennende Schmerzen in Ruhe, einschießende Schmerzattacken und Schmerzen, die durch Reize ausgelöst werden [2]:
- Allodynie: Schmerz durch einen Reiz, der normalerweise nicht wehtut, etwa Berührung, Wärme oder Kälte.
- Hyperalgesie: Ein leicht schmerzhafter Reiz löst einen stärkeren Schmerz aus als bei Gesunden.
- Taubheitsgefühl: Diese "negativen" Zeichen sind unangenehm, aber für sich nicht schmerzhaft und lassen sich laut Leitlinie mit Medikamenten nicht beeinflussen.
Anders als Schmerzen durch gereizte Schmerzfühler hängen Nervenschmerzen typischerweise nicht von Belastung oder Bewegung ab [2]. Menschen mit chronischen Schmerzen entwickeln laut gesund.bund.de häufiger Ängste, depressive Verstimmungen oder Schlafstörungen, was die Schmerzen weiter verschlimmern kann [1]. Mehr unter Depression und Schlafstörungen.
Ursachen
Als Auslöser neuropathischer Schmerzen nennt gesund.bund.de Verletzungen von Nerven, Schädigungen der Nervenwurzeln, Stoffwechselstörungen wie Diabetes, Zellgifte wie Alkohol und durch Viren ausgelöste Erkrankungen wie die Gürtelrose [1]. Die DGN-Leitlinie von 2019 (Gültigkeit abgelaufen) ordnet die Ursachen so [2]:
- Einzelne Nerven oder Nervenregionen: Gürtelrose und Nervenschmerzen danach, Phantom- und Stumpfschmerz, Schmerzen nach Nervenverletzungen oder Operationen, Trigeminusneuralgie, Schäden an Nervenwurzeln bei Bandscheibenvorfall oder Ischias und Engpasssyndrome.
- Viele Nerven (Polyneuropathien): etwa durch Diabetes, Vitamin-B12-Mangel, Alkohol, Medikamente, erbliche Erkrankungen oder Entzündungen der Nerven wie das Guillain-Barré-Syndrom.
- Zentrale Ursachen: zum Beispiel Schlaganfälle, Multiple Sklerose und Rückenmarkverletzungen.
Gürtelrose: Bestehen die Nervenschmerzen nach einer Gürtelrose länger als drei Monate, spricht man von einer Post-Zoster-Neuralgie. Sie tritt laut gesund.bund.de bei bis zu 30 Prozent der Erkrankten auf, vor allem bei älteren Menschen, und kann über Monate oder Jahre andauern [4]. Mehr unter Gürtelrose.
Trigeminusneuralgie: Heftige, einseitige Gesichtsschmerzen, die meist nur wenige Sekunden dauern, entstehen durch einen gereizten Trigeminusnerv, laut gesund.bund.de bei 80 bis 90 Prozent der Betroffenen, weil ein benachbartes Blutgefäß auf den Nerv drückt [5]. Mehr unter Trigeminusneuralgie.
Medikamente als Ursache: Bestimmte Antibiotika und Medikamente gegen Krebs können laut gesund.bund.de eine Polyneuropathie auslösen [3]. Welche Wirkstoffe Kribbeln, Taubheit oder Nervenschäden als Nebenwirkung nennen, steht auf der Seite Kribbeln, Taubheit und Polyneuropathie durch Medikamente.
Diagnose
Um Schmerzen einzuordnen, fragt die Ärztin oder der Arzt laut gesund.bund.de unter anderem, wann und wo sie aufgetreten sind, wie sie sich anfühlen, wie stark sie auf einer Skala von 1 bis 10 sind und wie sie sich auf den Alltag auswirken; manchmal wird die Nervenleitgeschwindigkeit gemessen [1]. Laut DGN-Leitlinie von 2019 (Gültigkeit abgelaufen) stützt sich die Diagnose auf die typischen Beschwerden, besonders die Kombination von Ausfällen wie Taubheit mit Schmerzen wie Brennen in Ruhe oder einschießenden Attacken; die Schädigung des Nervensystems muss durch eine neurologische Untersuchung und bestätigend durch apparative Diagnostik nachgewiesen werden [2]. Begleitende Angst, Depression oder Schlafstörungen dürfen nicht übersehen werden [2]. Notieren Sie Ihre Medikamente vorher, zum Beispiel im Medikationsplan.
Behandlung ohne Medikamente

Laut DGN-Leitlinie von 2019 (Gültigkeit abgelaufen) sollten die Möglichkeiten ausgeschöpft werden, die Ursache zu behandeln, zum Beispiel die Befreiung eines eingeengten Nervs bei Engpasssyndromen oder eine optimale Diabeteseinstellung [2]. Bei einer Gürtelrose lassen sich mit virushemmenden Medikamenten die Heilung beschleunigen und die Dauer der Schmerzen verkürzen; wichtig ist, dass die Behandlung innerhalb von 72 Stunden beginnt [4].
Chronische Schmerzen sollten laut gesund.bund.de wann immer möglich multimodal behandelt werden, also auch mit Psycho-, Physio- und Ergotherapie, ideal bei Fachleuten für Schmerztherapie [1]. Zu den Maßnahmen ohne Medikamente zählt gesund.bund.de unter anderem körperliche Aktivität, Verhaltenstherapie und Training zur Stressbewältigung sowie Entspannungsverfahren und Wärme- oder Kälteanwendungen zu Hause [1]. Eine elektrische Nervenstimulation (TENS) kann laut DGN-Leitlinie von 2019 (Gültigkeit abgelaufen) wegen fehlender Belege nicht empfohlen werden, aber in Einzelfällen erwogen werden [2]. Bei schmerzhafter diabetischer Polyneuropathie sollte die medikamentöse Therapie laut Praxisempfehlung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG, 2025) durch Maßnahmen ohne Medikamente unterstützt werden [6].
Behandlung mit Medikamenten
Epilepsie-Medikamente (Antiepileptika) werden laut gesund.bund.de bei Nervenschmerzen angewendet; Antidepressiva können die Schmerzempfindung beeinflussen, auch wenn keine Depression vorliegt, und je nach Mittel bemerkt man die Linderung erst nach einigen Wochen [1]. Starke Schmerzmittel wie Opioide sollte man in den meisten Situationen nur vorübergehend einnehmen [1].
Die DGN-Leitlinie von 2019 (Gültigkeit abgelaufen) empfiehlt [2]:
- Erste Wahl: Gabapentin und Pregabalin sollen eingesetzt werden, ebenso trizyklische Antidepressiva und Duloxetin, Letzteres ist aber nur zur Behandlung der diabetischen Neuropathie zugelassen.
- Zweite Wahl: Das Lidocain-Pflaster kann bei örtlich begrenzten Nervenschmerzen empfohlen werden, bei der Post-Zoster-Neuralgie ist auch der Einsatz als erstes Mittel zu erwägen; zugelassen ist es nur für Nervenschmerzen nach einer Gürtelrose. Auch das Capsaicin-8-%-Pflaster kann empfohlen werden; bei örtlich begrenzten Nervenschmerzen ist auch hier der Einsatz als erstes Mittel zu erwägen.
- Dritte Wahl: Tramadol und hochpotente Opioide können eingesetzt werden; Nebenwirkungen, Gewöhnung und bestehende Suchterkrankungen können den Einsatz begrenzen.
Vor Beginn sollte laut Leitlinie über mögliche Nebenwirkungen aufgeklärt werden, und darüber, dass die Wirkung erst nach dem Eindosieren mit Verzögerung einsetzt. Mehrere Mittel zu kombinieren kann sinnvoll sein [2]. Gültige Quellen nennen diese Mittel für bestimmte Ursachen: Bei schmerzhafter diabetischer Polyneuropathie nennt die DDG trizyklische Antidepressiva, Duloxetin, Pregabalin, Gabapentin, das Capsaicin-8-%-Pflaster, α-Liponsäure oder, wenn Opioide angezeigt sind, Tramadol (Empfehlungsgrad B) [6]. Für Schmerzen beim Guillain-Barré-Syndrom empfehlen internationale Leitlinien laut der DGN-Leitlinie von 2025 Gabapentin oder Pregabalin, alternativ trizyklische Antidepressiva [7].
Die Nebenwirkungen in der Tabelle stammen aus der Packungsbeilage des jeweiligen Wirkstoffs und gelten nur für ihn ("sehr häufig": bei mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig": bei bis zu 1 von 10); maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats [8, 10, 12, 14, 16, 18, 20]. Die Dosisangaben der Packungsbeilage stehen auf den Wirkstoffseiten, zum Beispiel bei Gabapentin.
| Wirkstoffgruppe | Beispiele | Wie sie wirken | Häufige Nebenwirkungen |
|---|---|---|---|
| Antiepileptika mit Wirkung auf Calciumkanäle (erste Wahl) | Pregabalin (periphere und zentrale neuropathische Schmerzen) [8], Gabapentin (periphere neuropathische Schmerzen) [11] | Binden an eine Untereinheit (α2-δ) spannungsabhängiger Calciumkanäle im Zentralnervensystem [9, 11] | Pregabalin, sehr häufig: Benommenheit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen [8]. Gabapentin, sehr häufig: Virusinfektionen, Benommenheit, Schwindelgefühl, fehlende Koordination, Müdigkeit, Fieber [10] |
| Trizyklische Antidepressiva (erste Wahl) | Amitriptylin (neuropathische Schmerzen bei Erwachsenen) [12] | Hemmt die Wiederaufnahme von Noradrenalin und Serotonin und blockiert Natrium-, Kalium- und NMDA-Kanäle; die schmerzlindernde Wirkung beruht nicht auf der antidepressiven Wirkung [13] | Sehr häufig unter anderem: Schläfrigkeit und Benommenheit, Zittern, Schwindel, Kopfschmerzen, schneller Herzschlag, Schwindelgefühl beim Aufstehen, Mundtrockenheit, Verstopfung, Übelkeit, starkes Schwitzen, Gewichtszunahme [12] |
| Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (erste Wahl) | Duloxetin (nur Schmerzen bei diabetischer Neuropathie) [14] | Hemmt die Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin; die schmerzhemmende Wirkung erklärt man sich über eine Verstärkung absteigender schmerzhemmender Bahnen im Zentralnervensystem [15] | Sehr häufig: Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Übelkeit, Mundtrockenheit; häufig unter anderem Schwindel, erhöhter Blutdruck [14] |
| Örtlich betäubende Pflaster (zweite Wahl) | Lidocain-Pflaster (Nervenschmerzen nach Gürtelrose) [16, 17] | Lidocain dringt in die Haut ein und wirkt dort schmerzlindernd, vermutlich indem es Natriumkanäle herunterreguliert; das Pflaster deckt zudem den überempfindlichen Hautbereich ab [17] | Sehr häufig: Hauterscheinungen dort, wo das Pflaster klebt: Rötung, Ausschlag, Juckreiz, Brennen, Hautentzündung und kleine Bläschen [16] |
| Antiepileptika mit Wirkung auf Natriumkanäle (laut DGN nicht generell, im Einzelfall) | Carbamazepin (unter anderem Trigeminusneuralgie und Schmerzen bei diabetischer Neuropathie) [18] | Wirkmechanismus nicht geklärt; hemmt ähnlich wie Phenytoin die synaptische Übertragung zwischen Nervenzellen; die Schmerzlinderung bei der Trigeminusneuralgie kommt wahrscheinlich durch eine Hemmung der Reizübertragung im spinalen Trigeminuskern zustande [19] | Sehr häufig: verminderte Zahl weißer Blutkörperchen, Benommenheit, Schwindel, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Gang- und Bewegungsstörungen, Erschöpfung, Übelkeit und Erbrechen, allergische Hautreaktionen, Anstieg des Leberwerts Gamma-GT [18] |
| Opioide (dritte Wahl) | Tramadol (mäßig starke bis starke Schmerzen) [20] | Wirkt an Opioidrezeptoren, vor allem an µ-Rezeptoren, und hemmt zusätzlich die Wiederaufnahme von Noradrenalin und verstärkt die Freisetzung von Serotonin [21] | Sehr häufig: Schwindel, Übelkeit; häufig: Kopfschmerz, Benommenheit, Erbrechen, Verstopfung, Mundtrockenheit, vermehrtes Schwitzen, Erschöpfung [20] |
Pflaster mit Lidocain oder Capsaicin
Das Lidocain-Pflaster ist zur Linderung von Nervenschmerzen nach einer Gürtelrose (Post-Zoster-Neuralgie) bei Erwachsenen zugelassen [17]. Gewöhnlich spürt man laut Packungsbeilage schon am ersten Tag eine gewisse Linderung; bis die volle Wirkung erreicht ist, kann es 2 bis 4 Wochen dauern [16]. Das hochdosierte Capsaicin-Pflaster ist laut Produktinformation der Europäischen Arzneimittel-Agentur zur Behandlung peripherer neuropathischer Schmerzen bei Erwachsenen zugelassen [22]. Sehr häufig sind Rötung oder Schmerzen an der Anwendungsstelle, die länger als einen Tag dauern; bei tiefer Rötung, Blasen oder nässender Haut an dieser Stelle kontaktieren Sie unmittelbar Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; in wenigen Fällen kann das ein Zeichen einer Hautverbrennung sein [22].
Carbamazepin und Trigeminusneuralgie
Bei der Trigeminusneuralgie wirken herkömmliche Schmerzmittel wie ASS, Ibuprofen oder Paracetamol laut gesund.bund.de nicht, weil die Attacken zu kurz sind; auch Opioide wirken nicht. Mittel der Wahl zur Vorbeugung sind laut gesund.bund.de Epilepsie-Medikamente, darunter Carbamazepin [5]. Laut DGN-Leitlinie von 2019 (Gültigkeit abgelaufen) ist Carbamazepin bei der Trigeminusneuralgie das Mittel der ersten Wahl; bei Nervenschmerzen anderer Ursache kann es wegen geringer Belege und häufiger Nebenwirkungen nicht generell empfohlen, aber im Einzelfall erwogen werden [2].
Was die Leitlinie nicht empfiehlt
Laut DGN-Leitlinie von 2019 (Gültigkeit abgelaufen) sollten Nicht-Opioid-Schmerzmittel wie NSAR, Paracetamol und Metamizol bei chronischen Nervenschmerzen nicht verwendet werden, weil es keine Belege für eine Wirkung gibt [2]. Benzodiazepine sollen nicht eingesetzt werden; SSRI wie Citalopram oder Sertralin, Topiramat, Levetiracetam und Baclofen sollten nicht eingesetzt werden [2]. Cannabinoide können wegen eher geringer Wirkung und hoher Nebenwirkungsrate nicht empfohlen werden; nur in Einzelfällen kann nach dem Versagen anderer Therapien ein Einsatz als nicht zugelassene Behandlung erwogen werden [2]. Mehr: Cannabis-Arzneimittel.
Schwangerschaft
Pregabalin darf laut Packungsbeilage in Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden, es sei denn, die Ärztin oder der Arzt hat es ausdrücklich empfohlen. Die Anwendung in den ersten 3 Monaten kann zu Geburtsfehlern führen; Frauen, die schwanger werden können, müssen wirksam verhüten [8]. Laut Embryotox ist bei neuropathischen Schmerzen zum Beispiel Amitriptylin eine besser geeignete Alternative [23]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Mehr im Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.
Nebenwirkungen der Medikamente
Pregabalin und Gabapentin: Manche Menschen können von ihnen abhängig werden; das Risiko kann größer sein, wenn Sie früher Alkohol, Medikamente oder Drogen missbraucht haben oder davon abhängig waren [8, 10]. Zusammen mit anderen Mitteln, die das Nervensystem dämpfen, einschließlich Opioiden, kann Pregabalin zu Atemschwäche, Koma und Tod führen; auch Gabapentin kann mit Opioiden die Atmung verringern oder zum Tod führen [8, 10]. Benommenheit und Schläfrigkeit unter Pregabalin könnten bei älteren Menschen häufiger zu unfallbedingten Verletzungen führen [8]. Mehr: Schwindel, Wassereinlagerungen und Gewichtszunahme unter Pregabalin.
Amitriptylin und Duloxetin: Unter Amitriptylin wurden Herzrhythmusstörungen und ein verlängertes QT-Intervall im EKG berichtet; das verlängerte QT-Intervall ist laut Packungsbeilage häufig [12]. Bei neuropathischen Schmerzen wird Amitriptylin nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet [12]. Unter Duloxetin ist erhöhter Blutdruck häufig [14]. Zusammen mit Tramadol steigt laut Fachinformation von Amitriptylin das Risiko für Krampfanfälle und ein Serotonin-Syndrom; bei gleichzeitiger Gabe von Amitriptylin und Duloxetin ist Vorsicht geboten [13]. Mehr: QT-Verlängerung und Blutdruckanstieg.
Carbamazepin: Möglicherweise lebensbedrohliche Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse) sind laut Packungsbeilage in den ersten Behandlungswochen am wahrscheinlichsten und können bei Menschen aus bestimmten asiatischen Ländern häufiger auftreten [18]. Häufig ist unter anderem ein verminderter Natriumgehalt des Blutes [18]. Carbamazepin kann die Wirkung von Tramadol abschwächen [20]. Mehr: Schwere Hautreaktionen und Natriummangel.
Tramadol: Die wiederholte Anwendung kann zu Gewöhnung, Abhängigkeit und Sucht führen; das Risiko kann mit höherer Dosis und längerer Anwendung steigen [20]. Das Risiko von Nebenwirkungen erhöht sich, wenn Sie zugleich Gabapentin oder Pregabalin einnehmen; zusammen mit Beruhigungsmitteln wie Benzodiazepinen steigt laut Packungsbeilage das Risiko für Schläfrigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression) und Koma, was lebensbedrohlich sein kann [20]. Mehr: Absetz- und Entzugserscheinungen und Tilidin oder Tramadol.
Verkehr und Absetzen: Pregabalin, Gabapentin, Duloxetin und Amitriptylin können müde oder schwindlig machen. Fahren Sie laut Packungsbeilagen erst, wenn Sie wissen, wie das Mittel bei Ihnen wirkt; ruft Amitriptylin Schläfrigkeit oder Schwindel hervor, dürfen Sie kein Fahrzeug führen [8, 10, 12, 14]. Mehr: Medikamente und Autofahren. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Was die Packungsbeilagen zum Beenden sagen, steht unter Pregabalin absetzen, Gabapentin absetzen, Amitriptylin absetzen, Duloxetin absetzen und Tramadol absetzen.
Nebenwirkung melden: Nebenwirkungen können Sie Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke mitteilen oder direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [8]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.
Leben mit Nervenschmerzen
Chronische Schmerzen verschwinden laut gesund.bund.de nur in wenigen Fällen ganz; die Behandlung zielt vor allem darauf, die Lebensqualität zu verbessern [1]. Es kann helfen, besser zu verstehen, was bei chronischen Schmerzen im Körper passiert, und zu erfahren, wie man die Schmerzen selbst beeinflussen kann; dabei unterstützen Fachleute, Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen [1]. Als realistische Ziele einer medikamentösen Therapie nennt die DDG bei diabetischer Neuropathie unter anderem, die Schmerzen um 30 bis 50 Prozent zu verringern und Schlaf und Lebensqualität zu verbessern [6]. Mehr zu Schmerzmitteln allgemein im Ratgeber Schmerzmittel richtig anwenden.
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
Plötzliche Taubheit oder Lähmung. Plötzliche Schwäche, Lähmungserscheinungen und Taubheitsgefühle, Sprachstörungen, ein herabhängender Mundwinkel oder ein Gesichtsfeldausfall gehören zu den häufigsten Anzeichen eines Schlaganfalls; meist ist nur eine Körperseite betroffen [24]. Bei jedem Verdacht wählen Sie schnell den Notruf 112 [24].
Verdacht auf Gürtelrose. Jede Gürtelrose gehört laut gesund.bund.de in ärztliche Behandlung; für eine wirksame virushemmende Therapie ist wichtig, dass sie innerhalb von 72 Stunden beginnt [4]. Ist das Auge betroffen, kann sich die Hornhaut entzünden; ist das Ohr betroffen, kann es zu Hörminderung, Schwindel und einer Gesichtslähmung kommen [4].
Stärkste Schmerzen und Medikamente. Akute und anhaltende stärkste Schmerzzustände sind laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) ein Fall für den Notruf 112, ebenso Suizidversuche aller Art [25]. Treten unter Carbamazepin ein Hautausschlag oder andere schwere Hautzeichen auf, suchen Sie laut Packungsbeilage sofort eine Ärztin oder einen Arzt auf [18]. Haben Sie unter Duloxetin oder Amitriptylin Gedanken, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen, gehen Sie laut Packungsbeilagen zu Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt oder unverzüglich in ein Krankenhaus [12, 14].
Quellen
- Behörde Chronische Schmerzen. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (geprüft durch die Deutsche Hirnstiftung e.V.). Stand 17.01.2025. abgerufen am 18.10.2026
- Leitlinie S2k-Leitlinie Diagnose und nicht interventionelle Therapie neuropathischer Schmerzen, Version 1.2 (AWMF-Register-Nr. 030/114). Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN). Stand Mai 2019, gültig bis April 2024 (abgelaufen). abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Polyneuropathie. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 17.06.2022. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Gürtelrose. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (geprüft durch die Deutsche Dermatologische Gesellschaft e.V.). Stand 18.07.2025. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Trigeminusneuralgie. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 21.10.2021. abgerufen am 18.10.2026
- Leitlinie DDG-Praxisempfehlung Diabetische Neuropathie, aktualisierte Version 2025 (Ziegler D, Keller J, Maier C, Pannek J; Diabetologie und Stoffwechsel 2025; 20 Suppl 2: S332-S346). Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG). Stand 12/2025. abgerufen am 18.10.2026
- Leitlinie S2e-Leitlinie Therapie immunvermittelter Neuropathien, Version 4.0 (AWMF-Register-Nr. 030/130), Abschnitt 4.1 Guillain-Barré-Syndrom. Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN). Stand vollständig überarbeitet 01.10.2025, gültig bis 30.09.2030. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Pregabalin-ratiopharm Hartkapseln (25 bis 300 mg). ratiopharm GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 18.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Pregabalin-ratiopharm Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Gabapentin-ratiopharm 100 mg / 300 mg / 400 mg Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 12/2025. abgerufen am 18.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Gabapentin-ratiopharm 100 mg / 300 mg / 400 mg Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 02/2026. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Amitriptylin-CT 25 mg Tabletten. AbZ-Pharma GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 18.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Amitriptylin-CT Tabletten (25 mg und 75 mg). AbZ-Pharma GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Duloxetin-ratiopharm 30 mg, 60 mg magensaftresistente Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 18.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Duloxetin-ratiopharm magensaftresistente Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Versatis 700 mg wirkstoffhaltiges Pflaster (Lidocain). Grünenthal GmbH. Stand 12/2017. abgerufen am 18.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Versatis 700 mg wirkstoffhaltiges Pflaster (Lidocain). Grünenthal GmbH. Stand 12/2017. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Carbamazepin-ratiopharm 200 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2023. abgerufen am 18.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Carbamazepin-ratiopharm 200 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2023. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Tramadol-ratiopharm 100 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2025. abgerufen am 18.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Tramadol-ratiopharm 100 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2025. abgerufen am 18.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Qutenza 179 mg kutanes Pflaster (Capsaicin), Anhang I: Fachinformation und Anhang III B: Packungsbeilage. Grünenthal GmbH (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 05/2026 (EMA, aktualisiert am 05.05.2026). abgerufen am 18.10.2026
- Embryotox Embryotox: Pregabalin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Schlaganfall. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 16.12.2022. abgerufen am 18.10.2026
- Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitt "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
Häufige Fragen
Was sind Nervenschmerzen?
Nervenschmerzen (neuropathische Schmerzen) entstehen laut gesund.bund.de durch eine direkte Schädigung der Nerven, zum Beispiel durch Nervenverletzungen, Schäden an Nervenwurzeln, Diabetes, Alkohol oder eine Gürtelrose. Sie können einschießen, anfallsartig auftreten und mit Kribbeln, Taubheitsgefühlen oder einer Überempfindlichkeit einhergehen. Davon unterscheiden sich Schmerzen, die über gereizte Schmerzfühler entstehen, etwa bei Verletzungen, Verbrennungen oder Entzündungen.
Welche Medikamente helfen gegen Nervenschmerzen?
Laut gesund.bund.de werden bei Nervenschmerzen Epilepsie-Medikamente (Antiepileptika) angewendet; auch Antidepressiva können die Schmerzempfindung beeinflussen, wenn keine Depression vorliegt. Die DGN-Leitlinie von 2019, deren Gültigkeit im April 2024 abgelaufen ist, nennt als erste Wahl Gabapentin, Pregabalin, trizyklische Antidepressiva wie Amitriptylin und Duloxetin, das aber nur bei diabetischer Neuropathie zugelassen ist. Lidocain- und Capsaicin-Pflaster nennt sie als zweite, Opioide als dritte Wahl. Welche Behandlung infrage kommt, entscheidet man laut gesund.bund.de am besten gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt.
Hilft Ibuprofen oder Paracetamol bei Nervenschmerzen?
Bei chronischen Nervenschmerzen sollten Nicht-Opioid-Schmerzmittel wie NSAR (zum Beispiel Ibuprofen), Paracetamol und Metamizol laut DGN-Leitlinie von 2019 (Gültigkeit abgelaufen) nicht verwendet werden, weil es keine Belege für eine Wirkung gibt. Bei der Trigeminusneuralgie wirken herkömmliche Schmerzmittel wie ASS, Ibuprofen oder Paracetamol laut gesund.bund.de nicht, weil die Attacken zu kurz sind. Bei schmerzhafter diabetischer Polyneuropathie nennt die Deutsche Diabetes Gesellschaft NSAR wegen der Langzeitrisiken für Herz, Kreislauf und Nieren als nicht angezeigt.
Wie lange dauert es, bis Mittel gegen Nervenschmerzen wirken?
Das hängt vom Mittel ab. Die schmerzlindernde Wirkung von Amitriptylin setzt laut Fachinformation in der Regel nach 2 bis 4 Wochen ein. Bei Duloxetin kann es bei diabetischer Neuropathie laut Packungsbeilage ein paar Wochen dauern; fühlen Sie sich nach zwei Monaten nicht besser, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Beim Lidocain-Pflaster spürt man laut Packungsbeilage gewöhnlich schon am ersten Tag eine gewisse Linderung, die volle Wirkung kann 2 bis 4 Wochen dauern. Laut DGN-Leitlinie von 2019 (Gültigkeit abgelaufen) setzt die Wirkung erst nach dem Eindosieren mit Verzögerung ein.
Was hilft bei Nervenschmerzen nach einer Gürtelrose?
Halten die Nervenschmerzen nach einer Gürtelrose länger als drei Monate an, spricht man laut gesund.bund.de von einer Post-Zoster-Neuralgie. Für sie ist das Lidocain-Pflaster zugelassen; laut DGN-Leitlinie von 2019 (Gültigkeit abgelaufen) ist bei der Post-Zoster-Neuralgie auch sein Einsatz als erstes Mittel zu erwägen. Pregabalin und Gabapentin sind laut Packungsbeilage für periphere Nervenschmerzen zugelassen, die zum Beispiel durch eine Gürtelrose verursacht werden können. Eine frühzeitige Behandlung der Gürtelrose ist laut gesund.bund.de wichtig, um chronischen Schmerzen vorzubeugen; außerdem gibt es eine Impfung gegen Gürtelrose.
Hilft Cannabis bei Nervenschmerzen?
Laut DGN-Leitlinie von 2019 (Gültigkeit abgelaufen) können Cannabinoide zur Therapie neuropathischer Schmerzen nicht empfohlen werden, weil ihr Effekt eher gering und die Nebenwirkungsrate hoch ist. Nur in Einzelfällen kann nach dem Versagen anderer Schmerztherapien ein Einsatz als Off-label-Therapie in einem multimodalen Konzept erwogen werden; laut Leitlinie ist keine der Substanzen für Schmerzen zugelassen. Mehr dazu unter Cannabis-Arzneimittel und im Ratgeber Medizinisches Cannabis.
Machen Pregabalin und Gabapentin abhängig?
Laut Packungsbeilagen können manche Menschen von Pregabalin oder Gabapentin abhängig werden; das Risiko kann größer sein, wenn Sie früher Alkohol, Medikamente oder Drogen missbraucht haben oder davon abhängig waren. Beide Mittel werden nicht plötzlich abgesetzt, sondern allmählich über mindestens 1 Woche; nach dem Ende der Behandlung können Entzugserscheinungen auftreten. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
Passt dazu
-
Krankheiten TrigeminusneuralgieDie Trigeminusneuralgie löst blitzartige, heftige Schmerzen in einer Gesichtshälfte aus.
-
Krankheiten Restless-Legs-SyndromBeim Restless-Legs-Syndrom drängt es vor allem abends, die Beine zu bewegen.
-
Krankheiten SchlafstörungenBei einer Schlafstörung ist der Schlaf länger als einen Monat nicht erholsam.
-