Ratgeber
Tilidin oder Tramadol?
Tilidin und Tramadol sind verschreibungspflichtige Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide; Tilidin gibt es nur zusammen mit dem Opioid-Gegenspieler Naloxon. Die Packungsbeilage von Tilidin/Naloxon nennt starke und sehr starke Schmerzen, die von Tramadol mäßig starke bis starke Schmerzen; Tilidin-Tropfen sind Betäubungsmittel, die Retardtabletten mit Naloxon und Tramadol nicht. Beide Packungsbeilagen nennen Gewöhnung und Abhängigkeit als mögliche Folgen und warnen vor der gleichzeitigen Einnahme mit Beruhigungsmitteln. Welches Mittel infrage kommt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

Tilidin und Tramadol sind verschreibungspflichtige Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide [1, 2, 6, 7]. Tilidin gibt es laut Embryotox nur in fester Kombination mit dem Opioid-Gegenspieler Naloxon, die das Missbrauchspotenzial mindern soll [5]. Die Packungsbeilage von Tilidin/Naloxon nennt als Anwendungsgebiet starke und sehr starke Schmerzen, die von Tramadol mäßig starke bis starke Schmerzen [1, 6].
Unterschiede zeigen die Packungsbeilagen unter anderem beim Betäubungsmittelrecht, bei den Gegenanzeigen, den Wechselwirkungen sowie in Schwangerschaft und Stillzeit [1, 4, 6]. Verglichen werden Retardtabletten beider Wirkstoffe. Welches Mittel infrage kommt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Tilidin und Tramadol im Überblick
| Merkmal | Tilidin/Naloxon | Tramadol |
|---|---|---|
| Wirkstoffgruppe | Kombination aus einem Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide und einem Opioid-Gegenspieler (Naloxon) [1] | Zentral wirksames Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide [6] |
| Abgabe | Verschreibungspflichtig; Retardtabletten mit Naloxon in der im Betäubungsmittelgesetz festgelegten Zusammensetzung sind vom Betäubungsmittelrecht ausgenommen [2, 4]; Tropfen sind Betäubungsmittel [3, 4] | Verschreibungspflichtig, alle Stärken und Darreichungsformen [7, 9]; im Betäubungsmittelgesetz nicht aufgeführt [4] |
| Darreichungsformen | Grundlage: Retardtabletten [2]; außerdem Tropfen zum Einnehmen [3] | Grundlage: Retardtabletten [7]; laut Embryotox außerdem rektal und als Spritze [8] |
| Zugelassene Anwendungsgebiete | Starke und sehr starke Schmerzen; die Retardtabletten eignen sich laut Packungsbeilage besonders zur Behandlung chronischer Schmerzen; nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 14 Jahren, die Stärke 200 mg/16 mg nicht unter 18 Jahren [1, 2] | Mäßig starke bis starke Schmerzen [6, 7]; die 100-mg-Retardtabletten sind nicht für Kinder unter 12 Jahren bestimmt [6] |
| Wie er wirkt | Tilidin ist eine Vorstufe mit schwacher Opioidwirkung, die eigentliche Wirksubstanz ist Nortilidin; Naloxon ist ein reiner Opioid-Gegenspieler ohne opioidartige Wirkung [2] | Bindet als zentral wirksames Opioid-Schmerzmittel an Opioidrezeptoren, vor allem an µ-Rezeptoren; zur Schmerzlinderung tragen außerdem die Hemmung der Wiederaufnahme von Noradrenalin und eine verstärkte Freisetzung von Serotonin bei [7] |
| Darf nicht eingenommen werden bei (Auswahl) | Allergie gegen Tilidin, Naloxon oder einen sonstigen Bestandteil; Abhängigkeit von Opiaten wie Heroin oder Morphin oder von Opioiden, wegen der Gefahr unmittelbar auftretender Entzugserscheinungen; Kindern und Jugendlichen unter 14 Jahren [1]. Bei Porphyrie sollte es nicht eingenommen werden [1] | Allergie gegen Tramadol oder einen sonstigen Bestandteil; akuter Vergiftung durch Alkohol, Schlafmittel, Schmerzmittel oder Psychopharmaka; gleichzeitiger Einnahme von MAO-Hemmern oder Einnahme in den letzten 14 Tagen; Epilepsie, die durch Behandlung nicht ausreichend kontrolliert ist; als Ersatzmittel beim Drogenentzug [6] |
| Häufige Nebenwirkungen | Sehr häufig: Übelkeit und Erbrechen zu Behandlungsbeginn, bei weiterer Behandlung nur noch häufig bis gelegentlich oder selten; häufig: Schwindel, Müdigkeit, Benommenheit, Kopfschmerzen, Nervosität, Durchfall, Bauchschmerzen, vermehrtes Schwitzen [1] | Sehr häufig: Schwindel, Übelkeit; häufig: Kopfschmerz, Benommenheit, Erbrechen, Verstopfung, Mundtrockenheit, Schwitzen, Erschöpfung [6] |
| Schwerwiegende Nebenwirkungen (Auswahl) | Häufigkeit nicht bekannt: Halluzinationen, Verwirrtheitszustand, Arzneimittelabhängigkeit, Entzugssyndrom [1]. Ohne Häufigkeit nennt die Packungsbeilage Atemstörungen mit Atemaussetzern im Schlaf und ein mögliches Serotonin-Syndrom; dann umgehend mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen [1] | Selten: allergische Reaktionen und Schockreaktionen, epileptische Anfälle, Halluzinationen, Verwirrtheitszustände, verlangsamte Atmung, Arzneimittelabhängigkeit; Häufigkeit nicht bekannt: Serotoninsyndrom; bei Zeichen einer allergischen Reaktion laut Packungsbeilage unverzüglich, bei Zeichen eines Serotoninsyndroms sofort ärztliche Hilfe [6] |
| Wichtige Wechselwirkungen (Auswahl) | Beruhigungs- und Schlafmittel wie Benzodiazepine sowie Alkohol: höheres Risiko für Schläfrigkeit, Atemstörungen und Koma, kann lebensbedrohlich sein; andere Opioide: soll nicht zusammen eingenommen werden; Mittel, die auf Serotonin wirken, darunter Tramadol: Risiko eines Serotonin-Syndroms; Voriconazol: Wirkungen und Nebenwirkungen können verstärkt werden; Phenprocoumon: in Einzelfällen Abfall des Quick-Werts [1, 2] | Benzodiazepine und verwandte Beruhigungsmittel: höheres Risiko für Schläfrigkeit, Atemdepression und Koma, kann lebensbedrohlich sein; MAO-Hemmer: darf nicht zusammen eingenommen werden; bestimmte Antidepressiva: Serotoninsyndrom möglich; Gabapentin, Pregabalin: höheres Risiko von Nebenwirkungen; Carbamazepin, Ondansetron: Schmerzlinderung kann schwächer und kürzer sein; Warfarin: Blutungen möglich [6, 7] |
| Schwangerschaft | Packungsbeilage: darf nicht angewendet werden, es sei denn, der Nutzen überwiegt aufgrund des klinischen Zustands der Mutter die möglichen Risiken für das ungeborene Kind [1]. Embryotox: Erfahrungsumfang gering; besser untersuchte Mittel sollten bevorzugt werden, als Schmerzmittel Paracetamol oder bis zur 28. Woche Ibuprofen, von den zentral wirksamen Schmerzmitteln Morphin, Tramadol oder Buprenorphin [5]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. | Packungsbeilage: sollten Sie nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind; wiederholte Einnahme kann beim Neugeborenen zu Entzugserscheinungen führen [6]. Embryotox: Erfahrungsumfang mittel; kann bei entsprechender Indikation in der gesamten Schwangerschaft verwendet werden, eine Dauertherapie sollte streng begründet sein; als Schmerzmittel sollten Paracetamol (gegebenenfalls mit Codein) oder Ibuprofen bevorzugt werden, Ibuprofen mit Hinweis auf die Gefahr ab der 28. Woche [8]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. |
| Stillzeit | Packungsbeilage: Tilidin geht in die Muttermilch über, das Stillen soll während der Behandlung unterbrochen werden [1]. Embryotox: nur kurzzeitig und bei guter Beobachtung des Säuglings; Einzeldosen erfordern keine Einschränkung des Stillens [5] | Packungsbeilage: geht in die Muttermilch über; in der Stillzeit sollten Sie es nicht mehr als einmal einnehmen, sonst sollten Sie das Stillen unterbrechen [6]. Embryotox: nur kurzzeitig und bei guter Beobachtung des Säuglings; Einzeldosen erfordern keine Einschränkung des Stillens [8] |
| Alkohol und Verkehrstüchtigkeit | Alkohol: gegenseitige Verstärkung und Verlängerung der Wirkungen auf das zentrale Nervensystem; nicht Auto fahren, keine Maschinen bedienen, nicht ohne sicheren Halt arbeiten, außer die Ärztin oder der Arzt hat es ausdrücklich gestattet [1] | Während der Behandlung keinen Alkohol trinken, da seine Wirkung verstärkt werden kann; Schwindel, Benommenheit und verschwommenes Sehen können das Reaktionsvermögen beeinflussen, dann nicht fahren, keine Maschinen bedienen und nicht ohne sicheren Halt arbeiten [6] |
| Grundlage | Gebrauchsinformation Tilidin comp. STADA 50 mg/4 mg Retardtabletten und Fachinformation Tilidin comp. STADA Retardtabletten (beide 07/2024), verschreibungspflichtig [1, 2]; Abgabe der Tropfen nach der Fachinformation Tilidin comp. STADA Tropfen (01/2024) [3] | Gebrauchsinformation und Fachinformation Tramadol-ratiopharm 100 mg Retardtabletten (beide 05/2025), verschreibungspflichtig [6, 7] |
Die Angaben stammen aus Packungsbeilage und Fachinformation je eines Präparats; welches, steht in der letzten Zeile [1, 2, 6, 7]. Dass eine Angabe bei einem Wirkstoff fehlt, heißt nicht, dass er in dieser Situation geeignet ist. Ob Tilidin oder Tramadol für Sie infrage kommt, klären Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke.
Häufigkeiten: "sehr häufig" heißt bei mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bei bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bei bis zu 1 von 100, "selten" bei bis zu 1 von 1.000; bei "nicht bekannt" ist die Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar [1, 6]. Anschaulich umgerechnet im Werkzeug Was heißt "häufig"?
Wofür Tilidin und Tramadol zugelassen sind
Die Retardtabletten mit Tilidin/Naloxon eignen sich laut Packungsbeilage besonders zur Behandlung chronischer Schmerzen; Dosis, Einnahmeabstand und Dauer legt die Ärztin oder der Arzt fest [1]. Bei Tramadol bespricht die Ärztin oder der Arzt vor Beginn und regelmäßig während der Behandlung mit Ihnen, was Sie erwarten können, wie lange Sie es anwenden und wann Sie die Anwendung beenden; nehmen Sie es laut Packungsbeilage auf keinen Fall länger ein als unbedingt notwendig [6].
Betäubungsmittelrecht: Tilidin steht in Anlage III des Betäubungsmittelgesetzes; ausgenommen sind feste Zubereitungen mit verzögerter Wirkstofffreigabe ohne weitere Stoffe der Anlagen I bis III, die je abgeteilter Form höchstens eine festgelegte Menge Tilidin und einen festgelegten Mindestanteil Naloxonhydrochlorid enthalten [4]. Die Tropfen sind Betäubungsmittel [3]. Betäubungsmittel dürfen laut Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung nur auf einem dreiteiligen amtlichen Formblatt verschrieben werden, dem Betäubungsmittelrezept [12]. Tramadol ist in Anlage III des Betäubungsmittelgesetzes nicht aufgeführt und nach der Arzneimittelverschreibungsverordnung verschreibungspflichtig [4, 9]. Mehr im Ratgeber Rezeptarten. Auf Reisen gelten die Regeln des Ziellandes: In Peru führt die Arzneimittelbehörde DIGEMID Tilidin in der Liste IA der verbotenen Stoffe und zugleich in der Liste IV B; eine Ausnahme für Retardtabletten mit Naloxon nennt sie nicht [14]. Einzelheiten auf der Seite Medikamente nach Peru mitnehmen.
Die Dosis steht unter Dosierung von Tilidin/Naloxon und Dosierung von Tramadol. Opioide bei einzelnen Beschwerden: Rückenschmerzen, Nervenschmerzen, Polyneuropathie und Arthrose; allgemeine Regeln im Ratgeber Schmerzmittel richtig anwenden.
Wie sie wirken
Tilidin ist laut Fachinformation eine Vorstufe (Prodrug) mit schwacher Opioidwirkung, die im Körper überwiegend zu Nortilidin umgewandelt wird, der eigentlichen Wirksubstanz. Die Kombination mit Naloxon soll unter Beibehaltung der schmerzlindernden Wirkung das Missbrauchspotenzial vermindern: Bei bestimmungsgemäßer Einnahme beeinträchtigt der Naloxon-Zusatz die Wirkung von Tilidin nicht, bei unzulässig hohen Dosen durch Opiatabhängige gelangt so viel Naloxon in den Körper, dass Entzugserscheinungen ausgelöst werden können [2]. Tramadol bindet laut Fachinformation als zentral wirksames Opioid-Schmerzmittel an Opioidrezeptoren, vor allem an µ-Rezeptoren; außerdem tragen die Hemmung der Wiederaufnahme von Noradrenalin und eine verstärkte Freisetzung von Serotonin zur Schmerzlinderung bei [7].
Wann sie nicht eingenommen werden dürfen
Tilidin/Naloxon
- Atmung: Opioide können abhängig von der Dosis das Risiko für Atemstörungen (Atemdepression) erhöhen, einschließlich Atemaussetzern im Schlaf, die den Sauerstoffgehalt im Blut verringern [1].
- Andere Abhängigkeitserkrankungen, auch frühere, etwa von Arzneimitteln oder Alkohol: laut Packungsbeilage nur mit besonderer Vorsicht; laut Fachinformation sollte Tilidin/Naloxon dann nicht eingenommen werden [1, 2].
- Leber: Bei ausgeprägter Leberfunktionsstörung, etwa hochgradiger Leberzirrhose, kann es zu einem Wirkungsverlust kommen [1].
- Missbrauch: Tilidin/Naloxon ist laut Packungsbeilage nicht zur Entzugsbehandlung geeignet [1].
- Alle Gegenanzeigen und Vorsichtshinweise zu Tilidin/Naloxon
Tramadol
- Leber und Nieren: Bei schwerer Leber- und/oder Nierenfunktionsschwäche dürfen Sie Tramadol laut Packungsbeilage nicht einnehmen; laut Fachinformation wird es dann nicht empfohlen [6, 7].
- Vorher mit Ärztin, Arzt oder Apotheke sprechen, wenn Sie glauben, von anderen Opioiden abhängig zu sein, bei Bewusstseinsstörungen, Schock, erhöhtem Hirndruck, Schwierigkeiten beim Atmen und bei Depression mit Einnahme von Antidepressiva [6].
- Krampfanfälle: Epileptische Anfälle wurden auch bei der empfohlenen Dosis beschrieben; laut Fachinformation sollten Menschen mit Epilepsie oder Neigung zu Krampfanfällen nur in zwingenden Ausnahmefällen mit Tramadol behandelt werden [6, 7].
- Kinder mit Atemproblemen: Tramadol wird nicht empfohlen, weil sich Zeichen einer Tramadol-Vergiftung verschlimmern können [6].
- Alle Gegenanzeigen und Vorsichtshinweise zu Tramadol
Nebenwirkungen im Vergleich
Tilidin/Naloxon: Gelegentlich tritt Schlafsucht auf; mit nicht bekannter Häufigkeit nennt die Packungsbeilage außerdem euphorische Stimmung, Zittern, gesteigerte Reflexbereitschaft und Muskelzuckungen [1]. Bei längerfristiger Einnahme kann sich eine Gewöhnung entwickeln, sodass für die erwünschte Wirkung möglicherweise eine höhere Dosis nötig ist; außerdem können eine körperliche und eine psychische Abhängigkeit entstehen [1]. Mehr: Übelkeit, Schwindel, Schwitzen.
Tramadol: Gelegentlich kommen Herzklopfen, beschleunigter Herzschlag, das Gefühl, einer Ohnmacht nahe zu sein, oder ein Kreislaufkollaps vor, vor allem bei aufrechter Körperhaltung und körperlicher Belastung. Selten sind unter anderem ein verlangsamter Herzschlag, ein Blutdruckanstieg, Zittern und verschwommenes Sehen [6]. Die wiederholte Anwendung kann zu Gewöhnung, Abhängigkeit, Missbrauch und Sucht führen, was eine lebensbedrohliche Überdosierung zur Folge haben kann; das Risiko kann mit höherer Dosis und längerer Anwendungsdauer steigen. Größer kann es sein, wenn Sie oder ein Familienmitglied schon einmal Alkohol, verschreibungspflichtige Medikamente oder illegale Drogen missbraucht haben oder davon abhängig waren, wenn Sie rauchen oder schon einmal psychische Probleme hatten [6]. Mehr: Verstopfung, Krampfanfälle, Abhängigkeit und Absetzerscheinungen.
Jede Häufigkeit gilt nur für den Wirkstoff, bei dem sie steht. Sie sagt nicht, welches Mittel für Sie verträglicher ist. Nebenwirkungen können Sie auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [1, 6]; wie, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.
Wechselwirkungen und gleichzeitige Einnahme

Zusammen mit Beruhigungsmitteln wie Benzodiazepinen steigt bei beiden das Risiko für Schläfrigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression) und Koma; das kann lebensbedrohlich sein, und die gleichzeitige Anwendung sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn es keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt [1, 6]. Laut beiden Packungsbeilagen könnte es hilfreich sein, Freunde oder Verwandte zu bitten, auf diese Anzeichen zu achten [1, 6]. Mit Mitteln, die auf den Botenstoff Serotonin wirken, etwa bestimmten Antidepressiva, ist bei beiden ein Serotoninsyndrom möglich [1, 6]. Mehr: Tilidin/Naloxon, Tramadol, Ratgeber Wechselwirkungen und die Gruppe Opioide.
Beide zusammen: Laut Packungsbeilage soll Tilidin/Naloxon nicht mit anderen Schmerzmitteln eingenommen werden, die in gleicher Art wie Tilidin wirken (Opioide), weil sich die Wechselwirkungen nicht abschätzen lassen; Tramadol nennt sie ausdrücklich unter den Mitteln, die das Risiko eines Serotonin-Syndroms erhöhen können [1]. Laut Packungsbeilage von Tramadol erhöht sich das Risiko von Nebenwirkungen, wenn Sie es zusammen mit anderen Schmerzmitteln wie Morphin oder Codein einnehmen [6]. Sprechen Sie vor jeder zusätzlichen Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Schwangerschaft und Stillzeit
Packungsbeilagen: Mit Tilidin/Naloxon liegen bei Schwangeren nur begrenzte Erfahrungen vor; es darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, der Nutzen überwiegt aufgrund des klinischen Zustands der Mutter die möglichen Risiken für das ungeborene Kind [1]. Über die Sicherheit von Tramadol in der Schwangerschaft liegen laut Packungsbeilage nur wenige Informationen vor; deshalb sollten Sie es nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind. Die wiederholte Einnahme kann beim Neugeborenen zu Entzugserscheinungen führen [6].
Embryotox zu Tilidin/Naloxon: Den Erfahrungsumfang gibt das Beratungszentrum Embryotox der Charité mit "gering" an [5].
Embryotox zu Tramadol: Den Erfahrungsumfang gibt Embryotox mit "mittel" an. Tramadol kann laut Embryotox bei entsprechender Indikation in der gesamten Schwangerschaft verwendet werden, eine Dauertherapie sollte aber streng begründet sein; insbesondere hohe Dosen am Ende der Schwangerschaft können beim Kind zu Atemdämpfung und behandlungsbedürftigen Entzugserscheinungen führen [8]. Ein akuter Opiat-Entzug kann laut Embryotox während der Schwangerschaft zum Tod des Kindes im Mutterleib oder zu vorzeitigen Wehen führen und sollte vermieden werden [5, 8]. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
Stillzeit: Tilidin geht laut Packungsbeilage in die Muttermilch über, das Stillen soll während der Behandlung unterbrochen werden [1]. Tramadol sollten Sie laut Packungsbeilage in der Stillzeit nicht mehr als einmal einnehmen; nehmen Sie es öfter ein, sollten Sie das Stillen unterbrechen [6]. Laut Embryotox sollten beide Wirkstoffe, wie alle Opioid-Schmerzmittel, in der Stillzeit nur kurzzeitig und bei guter Beobachtung des Säuglings angewendet werden; Einzeldosen erfordern keine Einschränkung des Stillens [5, 8].
Besser geeignete Mittel laut Embryotox: In der Schwangerschaft sollten bei Tilidin wegen fehlender systematischer Studien besser untersuchte Mittel bevorzugt werden: als Schmerzmittel Paracetamol oder bis zur 28. Woche Ibuprofen, von den zentral wirksamen Schmerzmitteln Morphin, Tramadol oder Buprenorphin [5]. Bei Tramadol sollten als Schmerzmittel Paracetamol (gegebenenfalls mit Codein) oder Ibuprofen bevorzugt werden, bei Ibuprofen mit Hinweis auf einen vorzeitigen Verschluss des Ductus arteriosus ab der 28. Woche [8]. In der Stillzeit sind Ibuprofen und Paracetamol die Schmerzmittel der ersten Wahl; ist die akute Anwendung eines Opioids unumgänglich, wären bei Tilidin Tramadol oder Buprenorphin und bei Tramadol Buprenorphin kurzzeitig akzeptable Alternativen [5, 8]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Mehr: Embryotox, Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.
Aktuelle Sicherheitsinformationen
Opioide und Beruhigungsmittel (BfArM, 12.04.2018): Das BfArM veröffentlichte eine Empfehlung der europäischen Koordinierungsgruppe CMDh zu einheitlichen Warnhinweisen für Opioide sowie für Benzodiazepine und verwandte Mittel. Danach kann die gleichzeitige Anwendung zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen; eine gleichzeitige Verschreibung ist nur bei Patientinnen und Patienten angebracht, für die es keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt. Wird sie dennoch für notwendig erachtet, sollten die niedrigste wirksame Dosis und eine möglichst kurze Behandlungsdauer gewählt werden [10]. Diese Warnung steht in beiden Fachinformationen [2, 7].
Tramadol, Abhängigkeit und Missbrauch (BfArM, 14.08.2024): Nach einer europäischen Bewertung der regelmäßigen Sicherheitsberichte beschloss die CMDh am 22.02.2024, in den Produktinformationen tramadolhaltiger Arzneimittel die Warnhinweise zu Abhängigkeit und Missbrauch zu verstärken, die Wechselwirkung mit Gabapentin und Pregabalin aufzunehmen und klarzustellen, dass Tramadol wie andere Opioide sicher aufbewahrt werden muss; das BfArM setzte den Beschluss mit Bescheid vom 14.08.2024 um [11]. Die Packungsbeilage von Tramadol-ratiopharm enthält diesen Hinweis: Bewahren Sie Tramadol an einem abgeschlossenen und sicheren Ort auf, an dem keine anderen Personen Zugriff darauf haben [6].
Wer entscheidet, welches Mittel passt
Beide Mittel verordnet die Ärztin oder der Arzt [2, 7]. Bei unangenehmen Nebenwirkungen unter Tilidin/Naloxon bespricht sie oder er mit Ihnen, welche Gegenmaßnahmen es gibt und ob andere Arzneimittel infrage kommen [1]. Fragen für das Gespräch:
- Spricht etwas gegen eines der Mittel, etwa eine frühere Abhängigkeit, Epilepsie, Probleme mit der Atmung, eine Erkrankung von Leber oder Nieren oder Porphyrie?
- Passen die Mittel zu meinen anderen Medikamenten, etwa Schlaf- und Beruhigungsmitteln, Antidepressiva, Gabapentin, Pregabalin oder Blutverdünnern?
- Darf ich Auto fahren, und was gilt, wenn ich schwanger bin, eine Schwangerschaft plane oder stille?
Fragen sammeln Sie mit dem Werkzeug Fragen für das Arztgespräch. Nach längerer Einnahme soll Tilidin/Naloxon laut Packungsbeilage nicht abrupt abgesetzt werden, die Dosis soll nach Anweisung der Ärztin oder des Arztes schrittweise verringert werden; Tramadol sollten Sie nur dann abrupt absetzen, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie dazu anweist [1, 6]. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Mehr: Tramadol absetzen und Ratgeber Medikamente absetzen. Bei den Warnzeichen im nächsten Abschnitt gelten die Anweisungen der Packungsbeilage.
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
Tilidin/Naloxon: Nach Einnahme erheblich zu hoher Mengen kommt es laut Packungsbeilage zu Schwindel, Benommenheit, Übelkeit, Erbrechen, Störungen im Bewegungsablauf, Bewegungsdrang und gesteigerten Reflexen; bei sehr starker Überdosierung kann die Atmung vermindert sein. Rufen Sie dann die nächst erreichbare Ärztin oder den nächst erreichbaren Arzt zu Hilfe [1]. Bei Zeichen eines Serotonin-Syndroms wie Unruhe, Halluzinationen, schnellem Herzschlag oder erhöhter Körpertemperatur und bei Zeichen von Atemaussetzern im Schlaf wie lautem, unregelmäßigem Schnarchen und Tagesmüdigkeit sprechen Sie umgehend mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1].
Tramadol: Tramadol wird in der Leber über ein Enzym umgewandelt, das bei manchen Menschen verändert ist; bei einigen von ihnen sind schwerwiegende Nebenwirkungen wahrscheinlicher. Bei langsamer oder flacher Atmung, Verwirrtheit, Schläfrigkeit, kleinen Pupillen, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung oder Appetitmangel dürfen Sie Tramadol laut Packungsbeilage nicht mehr einnehmen und müssen sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben [6]. Bei Schwellung von Gesicht, Zunge oder Rachen, Schwierigkeiten beim Schlucken oder Nesselsucht mit Atembeschwerden sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen; bei Zeichen eines Serotoninsyndroms suchen Sie sofort einen Arzt auf [6]. Treten nach erheblich zu hohen Dosen etwa Bewusstseinsstörungen bis zum Koma, epileptische Anfälle oder Schwierigkeiten beim Atmen bis zum Atemstillstand auf, rufen Sie unverzüglich einen Arzt zu Hilfe [6].
In lebensbedrohlichen Fällen alarmieren Sie den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112, laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) zum Beispiel bei Bewusstlosigkeit oder erheblicher Bewusstseinstrübung, schwerer Atemnot oder Vergiftungen [13]. Die Nummern der Giftinformationszentren finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Tilidin comp. STADA 50 mg/4 mg Retardtabletten. STADAPHARM GmbH. Stand 07/2024. abgerufen am 18.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Tilidin comp. STADA Retardtabletten. STADAPHARM GmbH. Stand 07/2024. abgerufen am 18.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Tilidin comp. STADA Tropfen zum Einnehmen. STADAPHARM GmbH. Stand 01/2024. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Betäubungsmittelgesetz (BtMG), Anlage III, Eintrag Tilidin (Tramadol nicht aufgeführt). Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand BtMG zuletzt geändert durch Art. 8 G v. 26.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 195). abgerufen am 18.10.2026
- Embryotox Embryotox: Tilidin und Naloxon. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Tramadol-ratiopharm 100 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2025. abgerufen am 18.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Tramadol-ratiopharm 100 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2025. abgerufen am 18.10.2026
- Embryotox Embryotox: Tramadol. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Tramadol. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand AMVV zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 19.05.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 149). abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Benzodiazepine/benzodiazepinähnliche Produkte und Opioide: Gleichzeitige Gabe (Empfehlung der CMDh). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 12.04.2018. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe EMA/CMDh/61793/2024 vom 22.02.2024 betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Tramadol (Bescheid vom 14.08.2024, mit Beschluss und Anhängen). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 16.08.2024. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV), § 8 Betäubungsmittelrezept. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand BtMVV zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 14.02.2025 (BGBl. 2025 I Nr. 37). abgerufen am 18.10.2026
- Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitte "116117 oder 112?" und "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Anexo N.° 2 de las sustancias sometidas a fiscalización (Listen IA, IB, IIA, IV B; Seite Psicotrópicos y Estupefacientes). Dirección General de Medicamentos, Insumos y Drogas (DIGEMID), Ministerio de Salud del Perú. Stand ohne Datumsangabe (Datei von 2021; Seite vom 18.01.2024). abgerufen am 18.10.2026
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Tilidin und Tramadol?
Beide sind verschreibungspflichtige Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide. Tilidin gibt es laut Embryotox nur in fester Kombination mit dem Opioid-Gegenspieler Naloxon, die das Missbrauchspotenzial mindern soll. Die Packungsbeilage von Tilidin/Naloxon nennt als Anwendungsgebiet starke und sehr starke Schmerzen, die von Tramadol mäßig starke bis starke Schmerzen. Unterschiede gibt es außerdem beim Betäubungsmittelrecht, bei den Gegenanzeigen und bei den Wechselwirkungen. Welches Mittel infrage kommt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Sind Tilidin und Tramadol Betäubungsmittel?
Tilidin steht in Anlage III des Betäubungsmittelgesetzes. Ausgenommen sind Retardtabletten, die Naloxon in der dort festgelegten Zusammensetzung enthalten; ihre Fachinformation nennt als Abgabestatus "Verschreibungspflichtig". Die Fachinformation der Tilidin-Tropfen nennt "Verschreibungspflichtig, Betäubungsmittel". Tramadol ist in Anlage III des Betäubungsmittelgesetzes nicht aufgeführt und verschreibungspflichtig. Mehr dazu im Ratgeber Rezeptarten.
Kann ich Tilidin und Tramadol zusammen einnehmen?
Laut Packungsbeilage soll Tilidin/Naloxon nicht mit anderen Schmerzmitteln eingenommen werden, die in gleicher Art wie Tilidin wirken (Opioide), weil sich die Wechselwirkungen nicht abschätzen lassen. Tramadol nennt die Packungsbeilage von Tilidin/Naloxon außerdem unter den Mitteln, die das Risiko eines Serotonin-Syndroms erhöhen können. Laut Packungsbeilage von Tramadol erhöht sich das Risiko von Nebenwirkungen, wenn Sie es zusammen mit anderen Schmerzmitteln wie Morphin oder Codein einnehmen. Sprechen Sie vor jeder zusätzlichen Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Machen Tilidin und Tramadol abhängig?
Bei beiden ist das laut Packungsbeilage möglich. Bei längerfristiger Einnahme von Tilidin/Naloxon kann sich eine Gewöhnung entwickeln, außerdem eine körperliche und eine psychische Abhängigkeit. Die wiederholte Anwendung von Tramadol kann zu Gewöhnung, Abhängigkeit, Missbrauch und Sucht führen; das Risiko kann mit höherer Dosis und längerer Anwendungsdauer steigen. Jede Angabe gilt nur für den Wirkstoff, bei dem sie steht, und sagt nicht, welches Mittel für Sie verträglicher ist. Mehr: Abhängigkeit und Absetzerscheinungen.
Darf ich mit Tilidin oder Tramadol Auto fahren oder Alkohol trinken?
Laut Packungsbeilage von Tilidin/Naloxon dürfen Sie nur dann Auto fahren, Maschinen bedienen oder ohne sicheren Halt arbeiten, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es ausdrücklich gestattet hat; Alkohol verstärkt und verlängert die Wirkungen auf das zentrale Nervensystem. Unter Tramadol fahren Sie laut Packungsbeilage nicht, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Reaktionsvermögen beeinträchtigt ist, und trinken während der Behandlung keinen Alkohol. Mehr im Ratgeber Medikamente und Autofahren.
Was sagen Packungsbeilage und Embryotox zur Schwangerschaft?
Tilidin/Naloxon darf laut Packungsbeilage in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, der Nutzen überwiegt aufgrund des Zustands der Mutter die möglichen Risiken für das ungeborene Kind. Tramadol sollten Sie laut Packungsbeilage nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind. Laut Embryotox kann Tramadol bei entsprechender Indikation in der gesamten Schwangerschaft verwendet werden, eine Dauertherapie sollte aber streng begründet sein; als Schmerzmittel sollten Paracetamol (gegebenenfalls mit Codein) oder Ibuprofen bevorzugt werden, bei Ibuprofen mit Hinweis auf einen vorzeitigen Verschluss des Ductus arteriosus ab der 28. Woche. Bei Tilidin sollten laut Embryotox besser untersuchte Mittel bevorzugt werden: als Schmerzmittel Paracetamol oder bis zur 28. Woche Ibuprofen, von den zentral wirksamen Schmerzmitteln Morphin, Tramadol oder Buprenorphin. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Was gilt in der Stillzeit?
Tilidin geht laut Packungsbeilage in die Muttermilch über; das Stillen soll während der Behandlung unterbrochen werden. Tramadol sollten Sie laut Packungsbeilage in der Stillzeit nicht mehr als einmal einnehmen, sonst sollten Sie das Stillen unterbrechen. Laut Embryotox sollten beide Wirkstoffe, wie alle Opioid-Schmerzmittel, in der Stillzeit nur kurzzeitig und bei guter Beobachtung des Säuglings angewendet werden; Einzeldosen erfordern keine Einschränkung des Stillens.
Wie hoch ist die Dosis von Tilidin und Tramadol?
Die Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Was die Packungsbeilagen angeben, steht unter Dosierung von Tilidin/Naloxon und Dosierung von Tramadol. Ändern Sie die Dosis nicht selbst.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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