Ratgeber
Bisoprolol oder Metoprolol?
Bisoprolol und Metoprolol sind verschreibungspflichtige Betablocker, die vor allem am Herzen wirken. Beide sind laut Packungsbeilage bei Bluthochdruck, Angina pectoris und stabiler chronischer Herzschwäche zugelassen, Bisoprolol bei mittelgradiger bis schwerer, Metoprololsuccinat bei leichter bis mittelschwerer Herzschwäche; die Retardtabletten mit Metoprololsuccinat außerdem unter anderem bei schnellen Herzrhythmusstörungen, zur Vorbeugung eines weiteren Herzinfarkts und zur Vorbeugung der Migräne. Bisoprolol sollte laut Packungsbeilage nicht abrupt abgesetzt werden, Metoprolol darf es nicht. Welches Mittel infrage kommt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

Bisoprolol und Metoprolol sind verschreibungspflichtige Betablocker, die vor allem am Herzen wirken [1, 2, 5, 6]. Beide sind laut Packungsbeilage bei Bluthochdruck, Angina pectoris und stabiler chronischer Herzschwäche zugelassen, Bisoprolol bei mittelgradiger bis schwerer, Metoprololsuccinat bei leichter bis mittelschwerer Herzschwäche; die Packungsbeilage der Retardtabletten mit Metoprololsuccinat nennt weitere Anwendungsgebiete [1, 5].
Unterschiede zeigen die Packungsbeilagen unter anderem bei den Anwendungsgebieten, den Gegenanzeigen sowie in Schwangerschaft und Stillzeit [1, 5]. Verglichen werden Bisoprolol-Tabletten und Retardtabletten mit Metoprololsuccinat; Tabletten mit Metoprololtartrat haben eine eigene Packungsbeilage. Welches Mittel infrage kommt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Bisoprolol und Metoprolol im Überblick
| Merkmal | Bisoprolol | Metoprolol |
|---|---|---|
| Wirkstoffgruppe | Beta-Rezeptorenblocker, der die Antwort des Körpers auf einige Nervenimpulse vor allem im Herzen beeinflusst [1]; Gruppe: Betablocker | Selektiver Beta-Rezeptorenblocker, der vorrangig am Herzen wirkt [5]; Gruppe: Betablocker |
| Abgabe | Verschreibungspflichtig, alle Stärken und Darreichungsformen [2, 4] | Verschreibungspflichtig, alle Stärken und Darreichungsformen, mit Metoprololsuccinat und mit Metoprololtartrat [6, 9] |
| Darreichungsformen | Grundlage: Tabletten; für den Beginn der Behandlung einer Herzschwäche gibt es niedrigere Stärken [1] | Grundlage: Retardtabletten mit Metoprololsuccinat [5]; außerdem Tabletten mit Metoprololtartrat [7] |
| Zugelassene Anwendungsgebiete | Bluthochdruck; chronisch stabile Angina pectoris; stabile chronische, mittelgradige bis schwere Herzschwäche mit eingeschränkter Pumpfunktion (Ejektionsfraktion höchstens 35 Prozent), zusätzlich zu ACE-Hemmern und Entwässerungsmitteln und gegebenenfalls Herzglykosiden [1, 2]; bei Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen [1] | Retardtabletten: Bluthochdruck, auch bei Kindern ab 6 Jahren; koronare Herzkrankheit, Angina pectoris; schnelle Herzrhythmusstörungen, vor allem von den Vorhöfen ausgehend; Vorbeugung eines weiteren Herzinfarkts; funktionelle Herz-Kreislauf-Beschwerden; vorbeugende Behandlung der Migräne; leichte bis mittelschwere stabile chronische Herzschwäche mit eingeschränkter Funktion der linken Herzkammer (laut Fachinformation Ejektionsfraktion höchstens 40 Prozent), zusätzlich zur Standardtherapie [5, 6]. Tartrat-Tabletten: ohne Herzschwäche, zusätzlich Akutbehandlung des Herzinfarkts [7] |
| Wie er wirkt | Hochselektiver Beta-1-Rezeptorenblocker ohne eigene anregende (intrinsische sympathomimetische) Aktivität; wie bei anderen Beta-1-Blockern ist die Wirkungsweise bei Bluthochdruck unklar, bekannt ist, dass er die Aktivität des Enzyms Renin im Blut merklich senkt [2] | Selektiver Beta-1-Rezeptorenblocker, der Beta-1-Rezeptoren im Herzen bei deutlich niedrigeren Dosierungen blockiert als Beta-2-Rezeptoren; vermindert oder blockiert die anregende Wirkung von Stresshormonen (Katecholaminen) auf das Herz und senkt den Blutdruck [6] |
| Darf nicht eingenommen werden bei (Auswahl) | Allergie gegen Bisoprolol oder andere Betablocker; akuter Herzschwäche oder einer Verschlechterung, die eine Behandlung über die Vene erfordert; kardiogenem Schock; AV-Block II. oder III. Grades ohne Herzschrittmacher; Sick-Sinus-Syndrom; Ruhepuls unter 50 Schlägen pro Minute; systolischem Blutdruck unter 90 mmHg; schwerem Asthma; Spätstadien der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit; Raynaud-Syndrom; metabolischer Azidose; unbehandeltem Phäochromozytom [1] | Allergie gegen Metoprolol oder andere Betablocker; AV-Block II. und III. Grades, höhergradigem SA-Block, Sick-Sinus-Syndrom; Puls unter 50 Schlägen pro Minute; Kreislaufversagen durch Versagen der Herzfunktion; schweren Durchblutungsstörungen der Arme oder Beine; systolischem Blutdruck unter 90 mmHg; metabolischer Azidose; Neigung zu Bronchialverkrampfungen; gleichzeitiger Behandlung mit MAO-Hemmern außer MAO-B-Hemmern [5] |
| Häufige Nebenwirkungen | Sehr häufig: verlangsamter Herzschlag bei Herzschwäche; häufig: Kälte- oder Taubheitsgefühl in Zehen oder Fingern, niedriger Blutdruck vor allem bei Herzschwäche, Verschlechterung einer bestehenden Herzschwäche, Müdigkeit, Erschöpfung, Schwindel, Kopfschmerzen, Schwächegefühl bei Herzschwäche, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Oberbauchschmerzen, Verstopfung [1] | Sehr häufig: Müdigkeit; häufig: ausgeprägter Blutdruckabfall, auch beim Aufstehen, verlangsamter Puls, Gleichgewichtsstörungen, unregelmäßiger Herzschlag oder Herzklopfen, Schwindel, Kopfschmerzen, Atemnot bei Asthma, Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, kalte Hände und Füße [5] |
| Schwerwiegende Nebenwirkungen (Auswahl) | Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen mit Jucken, vorübergehender Rötung oder Ausschlag; dann laut Packungsbeilage die Einnahme abbrechen und sofort ärztliche Hilfe suchen, bei Schwellungen von Gesicht, Hals, Zunge, Mund oder Rachen oder Atembeschwerden sofort den Arzt aufsuchen [1] | Gelegentlich: Schmerzen in der Herzgegend, Verkrampfung der Atemwege; sehr selten: Leberentzündung; bei Herzschmerzen, Atemnot oder Gelbfärbung von Haut oder Augen laut Packungsbeilage umgehend Ärztin, Arzt oder Notarzt informieren [5] |
| Wichtige Wechselwirkungen (Auswahl) | Verapamil, Diltiazem und zentral wirksame Blutdrucksenker wie Clonidin: Kombination wird im Allgemeinen nicht empfohlen; Amiodaron: Kombination kann nicht empfohlen werden; Insulin und Tabletten gegen Diabetes, auch Sulfonylharnstoffe: Risiko stark erniedrigter Blutzuckerspiegel; Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac: verminderte blutdrucksenkende Wirkung [1] | MAO-Hemmer außer MAO-B-Hemmern: nicht zusammen anwenden; Verapamil, Diltiazem und andere Mittel gegen Herzrhythmusstörungen dürfen nicht in die Vene gespritzt werden; Insulin und blutzuckersenkende Tabletten, vor allem Sulfonylharnstoffe: Risiko einer schweren Unterzuckerung; Clonidin: erst absetzen, wenn Metoprolol einige Tage zuvor beendet wurde; Antidepressiva wie Paroxetin und andere über das Enzym CYP2D6 abgebaute Mittel: mehr Metoprolol im Blut möglich [5, 6] |
| Schwangerschaft | Packungsbeilage: sollten Sie nicht einnehmen, es sei denn, es ist absolut notwendig und ärztlich ausdrücklich verordnet; Durchblutung des Mutterkuchens und Wachstum des Ungeborenen müssen kontrolliert werden [1]. Embryotox: Erfahrungsumfang hoch; wenn möglich sollten besser geeignete Blutdrucksenker bevorzugt werden, bei Bluthochdruck ohne weitere Begleiterkrankungen zum Beispiel Metoprolol oder Alpha-Methyldopa; bietet Bisoprolol therapeutische Vorteile, ist die Anwendung ebenfalls akzeptabel [3]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. | Packungsbeilage: darf nur bei strenger Indikationsstellung und nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden; Betablocker können das Ungeborene schädigen und zu frühzeitigen Wehen führen [5]. Embryotox: Erfahrungsumfang sehr hoch; zählt zu den Blutdrucksenkern der Wahl in der Schwangerschaft [8] |
| Stillzeit | Packungsbeilage: Ob Bisoprolol in die Muttermilch übergeht, ist nicht bekannt; vom Stillen während der Einnahme wird abgeraten [1]. Embryotox: Metoprolol ist wesentlich besser untersucht und sollte bevorzugt werden; bei therapeutischem Vorteil von Bisoprolol kann auch darunter weiter gestillt werden [3]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. | Packungsbeilage: wird in der Muttermilch angereichert; nach therapeutischen Dosierungen ist nicht mit Nebenwirkungen zu rechnen, gestillte Säuglinge sollten aber auf Anzeichen einer Arzneimittelwirkung überwacht werden [5]. Embryotox: einer der Betablocker der Wahl in der Stillzeit [8] |
| Alkohol und Verkehrstüchtigkeit | Übermäßiger Alkoholkonsum sollte vermieden werden, Alkohol kann die blutdrucksenkende Wirkung steigern; die Fähigkeit zum Autofahren oder Bedienen von Maschinen kann beeinträchtigt sein, besonders zu Beginn, bei Änderungen der Medikation und zusammen mit Alkohol [1] | Die dämpfenden Wirkungen von Metoprolol und Alkohol können sich gegenseitig verstärken; das Reaktionsvermögen kann beim Autofahren, Bedienen von Maschinen und Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt sein, verstärkt bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung, Präparatewechsel und zusammen mit Alkohol [5] |
| Grundlage | Gebrauchsinformation Bisoprolol-ratiopharm 5 mg Tabletten und Fachinformation Bisoprolol-ratiopharm 5 mg/10 mg Tabletten (beide 09/2026), verschreibungspflichtig [1, 2] | Gebrauchsinformation Metoprolol-ratiopharm Succinat 47,5 mg Retardtabletten und Fachinformation Metoprolol-ratiopharm Succinat Retardtabletten (beide 01/2026), verschreibungspflichtig [5, 6]; für Metoprololtartrat die Gebrauchsinformation Metoprolol-ratiopharm 50 mg Tabletten (01/2026) [7] |
Die Angaben stammen aus Packungsbeilage und Fachinformation je eines Präparats; welches, steht in der letzten Zeile [1, 2, 5, 6]. Dass eine Angabe bei einem Wirkstoff fehlt, heißt nicht, dass er in dieser Situation geeignet ist. Ob Bisoprolol oder Metoprolol für Sie infrage kommt, klären Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke.
Häufigkeiten: "sehr häufig" heißt bei mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bei bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bei bis zu 1 von 100, "selten" bei bis zu 1 von 1.000, "sehr selten" bei bis zu 1 von 10.000 [1, 5]. Anschaulich umgerechnet im Werkzeug Was heißt "häufig"?
Wofür Bisoprolol und Metoprolol zugelassen sind
Bluthochdruck, Angina pectoris und Herzschwäche stehen in beiden Packungsbeilagen, die Herzschwäche bei Bisoprolol als mittelgradige bis schwere, bei Metoprolol als leichte bis mittelschwere Form. Schnelle Herzrhythmusstörungen, die Vorbeugung eines weiteren Herzinfarkts, funktionelle Herz-Kreislauf-Beschwerden und die vorbeugende Behandlung der Migräne nennt nur die Packungsbeilage von Metoprolol [1, 5]. Bei der Herzschwäche nennen beide Packungsbeilagen eine eingeschränkte Pumpfunktion des Herzens und eine Behandlung zusätzlich zu den üblichen Mitteln; die Bisoprolol-Tabletten mit 5 mg sind nicht für den Beginn dieser Behandlung vorgesehen, dafür gibt es niedrigere Stärken [1, 5]. Bluthochdruck bei Kindern ab 6 Jahren und Jugendlichen ist bei den Retardtabletten mit Metoprololsuccinat ein zugelassenes Anwendungsgebiet; für Bisoprolol gibt es bei Kindern und Jugendlichen keine Erfahrungen, die Anwendung wird nicht empfohlen [1, 6].
Metoprololsuccinat und Metoprololtartrat: Die Tabletten mit Metoprololtartrat sind laut ihrer Packungsbeilage bei Bluthochdruck, koronarer Herzkrankheit, funktionellen Herzbeschwerden, schnellen Herzrhythmusstörungen, zur Akutbehandlung des Herzinfarkts und zur Langzeitbehandlung danach sowie zur Migräne-Vorbeugung zugelassen; bei bestehender Herzschwäche dürfen sie nicht eingenommen werden [7]. Die Angaben der Tabelle zu Metoprolol gelten für die Retardtabletten mit Metoprololsuccinat [5, 6].
Die Dauer legt die Ärztin oder der Arzt fest [1, 5]. Die Dosis steht unter Dosierung von Bisoprolol und Dosierung von Metoprolol. Zu den Erkrankungen: Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz, Herzinfarkt, Herzrasen, Vorhofflimmern und Migräne.
Wie sie wirken
Bisoprolol ist laut Fachinformation ein hochselektiver Beta-1-Rezeptorenblocker ohne eigene anregende Aktivität. Wie bei anderen Beta-1-Blockern ist die Wirkungsweise bei Bluthochdruck unklar; bekannt ist, dass Bisoprolol die Aktivität des Enzyms Renin im Blut merklich senkt. Bei einmaliger Gabe senkt es bei koronarer Herzkrankheit ohne chronische Herzschwäche Herzfrequenz und Schlagvolumen und damit die Auswurfleistung und den Sauerstoffverbrauch des Herzens [2]. Metoprolol blockiert laut Fachinformation die Beta-1-Rezeptoren im Herzen bei Dosierungen, die deutlich niedriger sind als die für Beta-2-Rezeptoren nötigen. Es vermindert oder blockiert die anregende Wirkung von Stresshormonen auf das Herz, senkt eine erhöhte Herzfrequenz und den Blutdruck [6].
Wann sie nicht eingenommen werden dürfen
Bisoprolol
- Atemwege: Bei Neigung zu Verkrampfungen der Atemwege, etwa bei Asthma, sollte begleitend eine bronchialerweiternde Behandlung erfolgen; vor Beginn wird ein Atemtest empfohlen [1].
- Diabetes mit stark schwankenden Blutzuckerwerten: Anzeichen einer Unterzuckerung können verschleiert werden; der Blutzucker sollte überwacht werden [1].
- Weitere Vorsicht bei Schilddrüsenüberfunktion, strengem Fasten, Desensibilisierung gegen Allergien, AV-Block I. Grades, Durchblutungsstörungen in Armen und Beinen und Schuppenflechte, auch früher; bei Schuppenflechte nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung [1].
- Narkose: Informieren Sie den Narkosearzt; es besteht ein erhöhtes Risiko einer Blutdrucksenkung [1].
- Alle Gegenanzeigen und Vorsichtshinweise zu Bisoprolol
Metoprolol
- Bei chronischer Herzschwäche nicht einnehmen, wenn sie instabil und dekompensiert ist (außer medikamentös stabil eingestellt), bei Mitteln, die die Pumpfähigkeit des Herzens erhöhen, bei einem Ruhepuls unter 68 pro Minute oder einem systolischen Blutdruck konstant unter 100 mmHg [5].
- Vorher sprechen bei Asthma, Diabetes mit stark schwankenden Blutzuckerwerten, Fasten, stark eingeschränkter Leberfunktion, AV-Block I. Grades, Schilddrüsenüberfunktion, Schuppenflechte bei Ihnen oder in der Familie, Neigung zu allergischen Reaktionen und kürzlichem Herzinfarkt [5].
- Narkose: Vor einer Operation sollten Sie den Narkosearzt über die Einnahme informieren [5].
- Metoprololtartrat-Tabletten dürfen bei bestehender Herzschwäche nicht eingenommen werden [7].
- Alle Gegenanzeigen und Vorsichtshinweise zu Metoprolol
Nebenwirkungen im Vergleich
Bisoprolol: Müdigkeit, Erschöpfung, Schwindel und Kopfschmerzen sind häufig; bei Bluthochdruck oder Angina pectoris treten sie vor allem zu Beginn der Behandlung auf, sind im Allgemeinen schwach ausgeprägt und klingen häufig innerhalb von 1 bis 2 Wochen ab. Gelegentlich treten unter anderem Muskelschwäche, Muskelkrämpfe, Gelenkschmerzen, Schlafstörungen und Depression auf; selten sind unter anderem Albträume, ein erniedrigter Blutzuckerwert, Potenzstörungen und ein kurzfristiger Bewusstseinsverlust, sehr selten eine Verschlechterung einer Schuppenflechte und Haarausfall [1]. Mehr: Langsamer Puls, Müdigkeit, Niedriger Blutdruck.
Metoprolol: Gelegentlich kommen unter anderem Wassereinlagerungen, Missempfindungen wie Kribbeln, Erbrechen, schuppenflechtenartige Hautausschläge, vermehrtes Schwitzen, Gewichtszunahme, Depression, Konzentrationsstörungen, Schlaflosigkeit und Albträume vor. Selten sind unter anderem Sehstörungen, trockene oder gereizte Augen, Mundtrockenheit, Haarausfall und Impotenz; ein bisher unerkannter Diabetes kann sich verschlimmern [5]. Mehr: Schwindel, Libido und Potenz, Schuppenflechte.
Jede Häufigkeit gilt nur für den Wirkstoff, bei dem sie steht. Sie sagt nicht, welches Mittel für Sie verträglicher ist. Nebenwirkungen können Sie auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [1, 5]; wie, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.
Wechselwirkungen und gleichzeitige Einnahme

Beide Packungsbeilagen bitten Sie, Ärztin, Arzt oder Apotheke über alle anderen Arzneimittel zu informieren [1, 5]. Zusammen mit Insulin oder Tabletten gegen Diabetes, besonders Sulfonylharnstoffen wie Glimepirid, kann bei beiden das Risiko für stark erniedrigte Blutzuckerspiegel steigen [1, 5, 6]; Warnzeichen wie ein schneller Puls können verschleiert werden [1, 6]. Die Kombination von Bisoprolol mit Verapamil oder Diltiazem wird im Allgemeinen nicht empfohlen; bei Metoprolol dürfen diese Mittel nicht in die Vene gespritzt werden [1, 5]. Entzündungshemmende Schmerzmittel wie Indometacin können bei beiden die blutdrucksenkende Wirkung vermindern [1, 6]. Mehr: Bisoprolol, Metoprolol, Ratgeber Wechselwirkungen und die Gruppe Betablocker.
Beide zusammen: Laut Packungsbeilage von Bisoprolol üben andere Betablocker, auch in Augentropfen, einen verstärkenden Effekt aus [1]. Die Packungsbeilage von Metoprolol nennt andere Betablocker, etwa Augentropfen mit Timolol, unter den Arzneimitteln, über die Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt informieren sollen; laut Fachinformation müssen Patientinnen und Patienten bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen Betablockern ärztlich eng überwacht werden [5, 6]. Sprechen Sie vor jeder zusätzlichen Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Schwangerschaft und Stillzeit
Packungsbeilagen: Bisoprolol sollten Sie in der Schwangerschaft nicht einnehmen, es sei denn, es ist absolut notwendig und ärztlich ausdrücklich verordnet. Betablocker vermindern laut Packungsbeilage im Allgemeinen die Durchblutung des Mutterkuchens und können die Entwicklung des Ungeborenen beeinflussen; das Neugeborene muss nach der Entbindung sorgfältig überwacht werden [1]. Metoprolol darf laut Packungsbeilage nur bei strenger Indikationsstellung und nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden; werden Sie unter der Einnahme schwanger, informieren Sie so schnell wie möglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [5].
Embryotox zu Bisoprolol: Den Erfahrungsumfang gibt das Beratungszentrum Embryotox der Charité mit "hoch" an. Wenn möglich sollten laut Embryotox besser geeignete Blutdrucksenker bzw. Betablocker bevorzugt werden; bietet Bisoprolol therapeutische Vorteile, ist die Anwendung ebenfalls akzeptabel. Als besser geeignete Alternativen nennt Embryotox, abhängig vom Anwendungsgebiet, bei Bluthochdruck ohne weitere Begleiterkrankungen zum Beispiel Metoprolol oder Alpha-Methyldopa [3]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Embryotox zu Metoprolol: Den Erfahrungsumfang gibt Embryotox mit "sehr hoch" an; Metoprolol gehört laut Embryotox zu den Blutdrucksenkern der Wahl in der Schwangerschaft [8]. Laut Fachinformation soll die Behandlung mit Metoprolol wegen möglicher Nebenwirkungen beim Neugeborenen 48 bis 72 Stunden vor dem errechneten Geburtstermin beendet werden; ist das nicht möglich, muss das Neugeborene 48 bis 72 Stunden nach der Geburt sorgfältig ärztlich überwacht werden [6]; das entscheidet die Ärztin oder der Arzt. Ein Absetzen 24 bis 48 Stunden vor der Entbindung hält Embryotox bei beiden Wirkstoffen für kaum zu rechtfertigen; Geburtshilfe und Kinderheilkunde sollten über die Medikation der Mutter informiert sein [3, 8]. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
Stillzeit: Ob Bisoprolol in die Muttermilch übergeht, ist laut Packungsbeilage nicht bekannt; vom Stillen während der Einnahme wird abgeraten [1]. Metoprolol wird laut Packungsbeilage in der Muttermilch angereichert; gestillte Säuglinge sollten auf Anzeichen einer Arzneimittelwirkung überwacht werden [5]. Laut Fachinformation sollte Metoprolol in der Stillzeit nicht eingenommen werden, es sei denn, die Einnahme wird als notwendig erachtet [6]. Embryotox zählt Metoprolol zu den Betablockern der Wahl in der Stillzeit [8]. Zu Bisoprolol schreibt Embryotox, Metoprolol sei wesentlich besser untersucht und sollte bevorzugt eingesetzt werden; bei therapeutischem Vorteil von Bisoprolol kann auch darunter weiter gestillt werden [3]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Mehr: Embryotox, Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.
Aktuelle Sicherheitsinformationen
Betablocker und Sulfonylharnstoffe (BfArM, 13.01.2026 und 19.08.2026): Nach europäischen Bewertungen der regelmäßigen Sicherheitsberichte beschloss die Koordinierungsgruppe CMDh am 13.11.2025 für Metoprolol und am 25.06.2026 für Bisoprolol, in Fach- und Gebrauchsinformationen einen Warnhinweis aufzunehmen: Die gleichzeitige Anwendung von Betablockern und Sulfonylharnstoffen kann das Risiko einer schweren Unterzuckerung (Hypoglykämie) erhöhen; Diabetikern sollte geraten werden, ihren Blutzuckerspiegel sorgfältig zu überwachen. Das BfArM setzte die Beschlüsse mit Bescheiden vom 13.01.2026 (Metoprolol) und 19.08.2026 (Bisoprolol) um [10, 11]. Die Packungsbeilagen beider Grundlagen enthalten den Hinweis [1, 5].
Wer entscheidet, welches Mittel passt
Beide Mittel verordnet die Ärztin oder der Arzt, und die Behandlung braucht regelmäßige ärztliche Kontrolle [1, 2, 6]. Haben Sie den Eindruck, dass Bisoprolol zu stark oder zu schwach wirkt, sprechen Sie laut Packungsbeilage mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke [1]. Fragen für das Gespräch:
- Spricht etwas gegen eines der Mittel, etwa Asthma, ein langsamer Puls, niedriger Blutdruck, Durchblutungsstörungen, Diabetes oder Schuppenflechte?
- Passen die Mittel zu meinen anderen Medikamenten, etwa Mitteln gegen Diabetes, Herzrhythmusstörungen oder Depressionen?
- Was gilt, wenn ich schwanger bin, eine Schwangerschaft plane oder stille, und was vor einer Operation?
Fragen sammeln Sie mit dem Werkzeug Fragen für das Arztgespräch. Bisoprolol sollte laut Packungsbeilage nicht abrupt abgesetzt werden: Bei koronarer Herzkrankheit besteht sonst die Gefahr eines Herzinfarkts und eines plötzlichen Todes, bei Herzschwäche kann sich das Krankheitsbild vorübergehend verschlechtern [1]. Metoprolol darf laut Packungsbeilage nicht abrupt abgesetzt werden; das kann eine Herzschwäche verschlechtern und das Risiko für Herzinfarkt und plötzlichen Herztod erhöhen [5]. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Mehr: Bisoprolol absetzen, Metoprolol absetzen und Ratgeber Medikamente absetzen. Bei den Warnzeichen im nächsten Abschnitt gelten die Anweisungen der Packungsbeilage.
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
Bisoprolol: Bei Überempfindlichkeitsreaktionen wie Jucken, vorübergehender Rötung oder Ausschlag brechen Sie laut Packungsbeilage die Einnahme ab und suchen sofort ärztliche Hilfe; bei schwereren allergischen Reaktionen mit Schwellungen von Gesicht, Hals, Zunge, Mund oder Rachen oder mit Atembeschwerden suchen Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf [1]. Eine Überdosierung kann zu starkem Blutdruckabfall, verlangsamtem Herzschlag bis zum Herzstillstand, akuter Herzschwäche, Verkrampfung der Bronchien und erniedrigtem Blutzucker führen, häufige Zeichen sind Atembeschwerden, Erbrechen und Bewusstseinsstörungen; bei Verdacht benachrichtigen Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1].
Metoprolol: Bei Herzschmerzen, Atemnot oder einer Gelbfärbung von Haut oder Augen informieren Sie laut Packungsbeilage umgehend Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder einen Notarzt. Wird der Herzschlag während der Behandlung langsamer und langsamer, wenden Sie sich so schnell wie möglich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Nach einer Überdosierung wenden Sie sich sofort an eine Ärztin, einen Arzt oder einen Notarzt und halten die Packung bereit [5].
In lebensbedrohlichen Fällen alarmieren Sie den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112, laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) zum Beispiel bei starken Brustschmerzen oder Herzbeschwerden, schwerer Atemnot oder Bewusstlosigkeit [12]. Die Nummern der Giftinformationszentren finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Bisoprolol-ratiopharm 5 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 18.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Bisoprolol-ratiopharm 5 mg / 10 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 18.10.2026
- Embryotox Embryotox: Bisoprolol. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Bisoprolol. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand AMVV zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 19.05.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 149). abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Metoprolol-ratiopharm Succinat 47,5 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 01/2026. abgerufen am 18.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Metoprolol-ratiopharm Succinat Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 01/2026. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Metoprolol-ratiopharm 50 mg Tabletten (Metoprololtartrat). ratiopharm GmbH. Stand 01/2026. abgerufen am 18.10.2026
- Embryotox Embryotox: Metoprolol. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Metoprolol. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand AMVV zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 19.05.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 149). abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe vom 13.11.2025 betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Metoprolol (Bescheid vom 13.01.2026, mit Beschluss und Anhängen). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 13.01.2026. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe vom 25.06.2026 betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Bisoprolol (Bescheid vom 19.08.2026, mit Beschluss und Anhängen). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 19.08.2026. abgerufen am 18.10.2026
- Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitte "116117 oder 112?" und "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Bisoprolol und Metoprolol?
Beide sind verschreibungspflichtige Betablocker, die vor allem am Herzen wirken. Zugelassen sind beide bei Bluthochdruck, Angina pectoris und stabiler chronischer Herzschwäche, Bisoprolol bei mittelgradiger bis schwerer, Metoprololsuccinat bei leichter bis mittelschwerer Herzschwäche. Die Packungsbeilage der Retardtabletten mit Metoprololsuccinat nennt außerdem schnelle Herzrhythmusstörungen, die Vorbeugung eines weiteren Herzinfarkts, funktionelle Herz-Kreislauf-Beschwerden und die vorbeugende Behandlung der Migräne. Unterschiede gibt es auch bei Gegenanzeigen, Nebenwirkungen sowie in Schwangerschaft und Stillzeit. Welches Mittel infrage kommt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Was ist der Unterschied zwischen Metoprololsuccinat und Metoprololtartrat?
Beides enthält den Wirkstoff Metoprolol. Die Retardtabletten mit Metoprololsuccinat sind laut Packungsbeilage auch bei leichter bis mittelschwerer stabiler chronischer Herzschwäche zugelassen. Die Tabletten mit Metoprololtartrat sind ohne dieses Anwendungsgebiet zugelassen, dafür auch zur Akutbehandlung des Herzinfarkts; bei bestehender Herzschwäche dürfen sie nicht eingenommen werden. Welche Form Sie bekommen, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Kann ich von Metoprolol auf Bisoprolol wechseln?
Ob ein Wechsel infrage kommt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Beide Packungsbeilagen warnen davor, die Behandlung abrupt zu beenden: Bei koronarer Herzkrankheit besteht laut Packungsbeilage von Bisoprolol sonst die Gefahr eines Herzinfarkts und eines plötzlichen Todes, laut Packungsbeilage von Metoprolol kann ein abruptes Absetzen eine Herzschwäche verschlechtern und das Risiko für Herzinfarkt und plötzlichen Herztod erhöhen. Ändern Sie die Behandlung nicht selbst.
Kann ich Bisoprolol und Metoprolol zusammen einnehmen?
Beide sind Betablocker. Laut Packungsbeilage von Bisoprolol üben andere Betablocker, auch in Augentropfen, einen verstärkenden Effekt aus. Die Packungsbeilage von Metoprolol nennt andere Betablocker unter den Arzneimitteln, über die Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt informieren sollen; laut Fachinformation müssen Patientinnen und Patienten dann ärztlich eng überwacht werden. Sprechen Sie vor jeder zusätzlichen Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Was gilt bei Diabetes?
Beide Packungsbeilagen nennen ein höheres Risiko für stark erniedrigte Blutzuckerwerte, wenn Bisoprolol oder Metoprolol zusammen mit Sulfonylharnstoffen wie Glimepirid angewendet wird; bei Bisoprolol gilt das laut Packungsbeilage auch für Insulin und andere Tabletten gegen Diabetes, bei Metoprolol kann es laut Fachinformation unter Insulin oder Tabletten gegen Diabetes zu verstärkten oder verlängerten Unterzuckerungen kommen. Warnzeichen einer Unterzuckerung wie ein schneller Puls können verschleiert werden. Bei stark schwankenden Blutzuckerwerten sollte der Blutzucker laut Packungsbeilage von Bisoprolol überwacht werden; laut Packungsbeilage von Metoprolol sind regelmäßige Kontrollen erforderlich.
Darf ich mit Bisoprolol oder Metoprolol Alkohol trinken oder Auto fahren?
Übermäßiger Alkoholkonsum sollte laut Packungsbeilage von Bisoprolol vermieden werden, weil Alkohol die blutdrucksenkende Wirkung steigern kann. Bei Metoprolol können sich die dämpfenden Wirkungen von Metoprolol und Alkohol gegenseitig verstärken. Die Fähigkeit zum Autofahren kann bei beiden beeinträchtigt sein, besonders zu Beginn der Behandlung, bei Änderungen der Medikation und zusammen mit Alkohol. Mehr im Ratgeber Medikamente und Autofahren.
Was sagen Packungsbeilage und Embryotox zu Schwangerschaft und Stillzeit?
Bisoprolol sollten Sie laut Packungsbeilage in der Schwangerschaft nicht einnehmen, es sei denn, es ist absolut notwendig und ärztlich ausdrücklich verordnet; vom Stillen wird abgeraten. Metoprolol darf laut Packungsbeilage in der Schwangerschaft nur bei strenger Indikationsstellung und nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden. Embryotox zählt Metoprolol zu den Blutdrucksenkern der Wahl in der Schwangerschaft und zu den Betablockern der Wahl in der Stillzeit. Bei Bisoprolol nennt Embryotox als besser geeignete Alternativen bei Bluthochdruck ohne weitere Begleiterkrankungen zum Beispiel Metoprolol oder Alpha-Methyldopa, in der Stillzeit sollte Metoprolol bevorzugt werden. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Wie hoch ist die Dosis von Bisoprolol und Metoprolol?
Die Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Was die Packungsbeilagen angeben, steht unter Dosierung von Bisoprolol und Dosierung von Metoprolol. Ändern Sie die Dosis nicht selbst.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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