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Paroxetin: Nebenwirkungen und Wirkung
Paroxetin ist ein verschreibungspflichtiges Antidepressivum aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) zur Behandlung von Depressionen und mehreren Angststörungen. Sehr häufig sind Übelkeit und Störungen des sexuellen Verlangens oder der sexuellen Funktion, häufig unter anderem Schlafstörungen, Schwindel, Zittern, Kopfschmerzen, Schwitzen und Gewichtszunahme. Haben Sie Gedanken, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen, gehen Sie zu Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf.

Die häufigsten Nebenwirkungen
- Sehr häufig: Übelkeit; laut Packungsbeilage wird sie weniger wahrscheinlich, wenn Sie das Arzneimittel morgens zusammen mit einer Mahlzeit einnehmen[1, 2]
- Sehr häufig: Störungen des sexuellen Verlangens oder der sexuellen Funktion, zum Beispiel ausbleibender Orgasmus und bei Männern Erektions- und Ejakulationsstörungen; in bestimmten Fällen blieben die Beschwerden nach Ende der Behandlung bestehen[1, 2]
- Häufig: Erhöhte Cholesterinwerte im Blut[1, 2]
- Häufig: Appetitlosigkeit[1, 2]
- Häufig: Schlaflosigkeit oder Schläfrigkeit[1, 2]
- Häufig: Ungewöhnliche Träume, einschließlich Albträume[1, 2]
- Häufig: Sich aufgeregt oder erregt fühlen (Agitiertheit)[1, 2]
- Häufig: Schwindelgefühl und Zittern (Tremor)[1, 2]
- Häufig: Kopfschmerzen[1, 2]
- Häufig: Konzentrationsschwierigkeiten[1, 2]
- Häufig: Verschwommenes Sehen[1, 2]
- Häufig: Gähnen[1, 2]
- Häufig: Mundtrockenheit[1, 2]
- Häufig: Durchfall oder Verstopfung[1, 2]
- Häufig: Erbrechen[1, 2]
- Häufig: Schwitzen[1, 2]
- Häufig: Ungewöhnliches Schwächegefühl[1, 2]
- Häufig: Gewichtszunahme[1, 2]
- Häufig: Beim Absetzen: Schwindelgefühl, Wackeligkeit und Gleichgewichtsstörungen; nadelstichartiges Kribbeln, Brennen und (weniger häufig) ein Stromschlaggefühl, auch im Kopf; Ohrgeräusche (Tinnitus); Schlafstörungen (lebhafte Träume, Albträume, Unfähigkeit zu schlafen); Angstgefühl und Kopfschmerzen. Laut Packungsbeilage bemerkten in Studien 3 von 10 Behandelten beim Absetzen ein oder mehrere Symptome[1, 2]
Wofür wird Paroxetin eingesetzt?
Paroxetin ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI), die zu den Antidepressiva gehören [1, 2]. Es wird bei Erwachsenen angewendet zur Behandlung von Depressionen (Episoden einer Major Depression) und von Angststörungen: Zwangsstörung, Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie, soziale Angststörung, posttraumatische Belastungsstörung und generalisierte Angststörung [1, 2]. Laut Packungsbeilage müssen depressive Erkrankungen und Angststörungen in geeigneter Weise behandelt werden, um zu einer Besserung der Beschwerden beizutragen [1]. Paroxetin ist verschreibungspflichtig [2].
Grundlage dieser Seite sind die Packungsbeilage von Paroxetin STADA 20 mg Filmtabletten mit Stand August 2024 und die Fachinformation desselben Präparats mit Stand April 2024 [1, 2]. Zu Schwangerschaft und Stillzeit kommt die Einschätzung des Beratungszentrums Embryotox der Charité hinzu [3].
Wie wirkt Paroxetin?
Es ist noch nicht vollständig geklärt, wie Paroxetin und andere SSRI wirken; sie können helfen, indem sie den Serotoninspiegel im Gehirn erhöhen [1]. Laut Fachinformation hemmt Paroxetin gezielt die Wiederaufnahme des Botenstoffs Serotonin in die Nervenzellen des Gehirns; damit wird seine Wirkung bei Depressionen sowie bei Zwangs-, Panik- und Angststörungen erklärt. Chemisch ist es nicht mit trizyklischen oder tetrazyklischen Antidepressiva verwandt, und es bindet nur gering an Rezeptoren für Acetylcholin, Adrenalin, Dopamin und Histamin [2].
Paroxetin lindert die Beschwerden nicht sofort, denn alle Antidepressiva brauchen Zeit, bis sie wirken. Die meisten Menschen fühlen sich nach einigen Wochen besser, bei anderen dauert es etwas länger, und manche fühlen sich zunächst schlechter, bevor es ihnen besser geht [1]. Laut Fachinformation werden gleichbleibende Blutspiegel 7 bis 14 Tage nach Behandlungsbeginn erreicht; die Halbwertszeit schwankt, beträgt aber im Allgemeinen etwa einen Tag. Bei älteren Menschen sowie bei schweren Nierenfunktionsstörungen oder Leberfunktionsstörungen sind die Blutspiegel erhöht [2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Nebenwirkungen treten in den ersten Behandlungswochen wahrscheinlicher auf [1]. Laut Fachinformation können einige von ihnen im Verlauf der Behandlung schwächer und seltener werden und führen nicht generell zu einem Abbruch der Behandlung [2]. Sehr häufig, also bei mehr als 1 von 10 Behandelten, sind Übelkeit und Störungen des sexuellen Verlangens oder der sexuellen Funktion. Häufig, bei bis zu 1 von 10, sind unter anderem erhöhte Cholesterinwerte, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit oder Schläfrigkeit, ungewöhnliche Träume, Schwindel, Zittern, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, verschwommenes Sehen, Gähnen, Mundtrockenheit, Durchfall oder Verstopfung, Erbrechen, Schwitzen, ein ungewöhnliches Schwächegefühl und Gewichtszunahme [1, 2].
Packungsbeilage und Fachinformation nennen für die Nebenwirkungen dieselben Häufigkeitsklassen; wo sich die Angaben unterscheiden, ist das in der Liste vermerkt [1, 2]. Die Liste enthält auch die Beschwerden, die beim Absetzen auftreten können; sie stehen unter "Allgemein" [1, 2]. Wie Sie Häufigkeitsangaben einordnen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen; mehr zu einzelnen Beschwerden auf den Seiten Übelkeit, Libido und Potenz, Schlafstörungen, Schwitzen und Gewichtszunahme.
Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
- Magen und DarmÜbelkeit; laut Packungsbeilage wird sie weniger wahrscheinlich, wenn Sie das Arzneimittel morgens zusammen mit einer Mahlzeit einnehmen[1, 2]Mehr dazu: Übelkeit
- Geschlechtsorgane und BrustStörungen des sexuellen Verlangens oder der sexuellen Funktion, zum Beispiel ausbleibender Orgasmus und bei Männern Erektions- und Ejakulationsstörungen; in bestimmten Fällen blieben die Beschwerden nach Ende der Behandlung bestehen[1, 2]Mehr dazu: Weniger Lust auf SexErektionsstörungen
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- Stoffwechsel und ErnährungErhöhte Cholesterinwerte im Blut[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Blutfette
- Stoffwechsel und ErnährungAppetitlosigkeit[1, 2]Mehr dazu: Appetitlosigkeit
- PsycheSchlaflosigkeit oder Schläfrigkeit[1, 2]Mehr dazu: SchlafstörungenMüdigkeit
- PsycheUngewöhnliche Träume, einschließlich Albträume[1, 2]Mehr dazu: Albträume
- PsycheSich aufgeregt oder erregt fühlen (Agitiertheit)[1, 2]Mehr dazu: Unruhe und Nervosität
- NervensystemSchwindelgefühl und Zittern (Tremor)[1, 2]Mehr dazu: SchwindelZittern
- NervensystemKopfschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Kopfschmerzen
- NervensystemKonzentrationsschwierigkeiten[1, 2]Mehr dazu: Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
- AugenVerschwommenes Sehen[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
- AtemwegeGähnen[1, 2]
- Magen und DarmMundtrockenheit[1, 2]Mehr dazu: Mundtrockenheit
- Magen und DarmDurchfall oder Verstopfung[1, 2]Mehr dazu: DurchfallVerstopfung
- Magen und DarmErbrechen[1, 2]Mehr dazu: Erbrechen
- HautSchwitzen[1, 2]Mehr dazu: Vermehrtes Schwitzen
- Allgemeine BeschwerdenUngewöhnliches Schwächegefühl[1, 2]Mehr dazu: Schwäche (Asthenie)
- Allgemeine BeschwerdenGewichtszunahme[1, 2]Mehr dazu: Gewichtszunahme
- Allgemeine BeschwerdenBeim Absetzen: Schwindelgefühl, Wackeligkeit und Gleichgewichtsstörungen; nadelstichartiges Kribbeln, Brennen und (weniger häufig) ein Stromschlaggefühl, auch im Kopf; Ohrgeräusche (Tinnitus); Schlafstörungen (lebhafte Träume, Albträume, Unfähigkeit zu schlafen); Angstgefühl und Kopfschmerzen. Laut Packungsbeilage bemerkten in Studien 3 von 10 Behandelten beim Absetzen ein oder mehrere Symptome[1, 2]Mehr dazu: Absetz- und Entzugserscheinungen
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- Allgemeine BeschwerdenBeim Absetzen: Übelkeit, Schwitzen (auch Nachtschweiß), Unruhe oder Erregtheit, Zittern, Verwirrtheit und Desorientiertheit, Durchfall, Gefühlsschwankungen oder Reizbarkeit, Sehstörungen und Herzklopfen[1, 2]Mehr dazu: Absetz- und Entzugserscheinungen
- Blut und LymphsystemUngewöhnliche Blutergüsse oder Blutungen, einschließlich Erbrechen von Blut oder Blut im Stuhl; laut Fachinformation überwiegend an Haut und Schleimhäuten, einschließlich gynäkologischer Blutungen (Magen-Darm-Blutungen dort sehr selten)[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue FleckenMagen-Darm-Blutungen und Geschwüre
- Blut und LymphsystemVerringerung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie)[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- Stoffwechsel und ErnährungBei Diabetes: mögliche Verschlechterung der Blutzuckerkontrolle; sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über eine Anpassung der Dosis von Insulin oder anderen Diabetesmitteln[1, 2]
- PsycheVerwirrtheit[1, 2]Mehr dazu: Verwirrtheit
- PsycheHalluzinationen (Trugwahrnehmungen und seltsame Geräusche)[1, 2]Mehr dazu: Psychose und Halluzinationen
- NervensystemEingeschränkte Beweglichkeit, Steifigkeit oder unwillkürliche Bewegungen von Mund und Zunge (extrapyramidale Störungen)[1, 2]Mehr dazu: Parkinson-Symptome
- AugenErweiterung der Pupillen (Mydriasis)[1, 2]
- HerzSchnellerer Herzschlag als üblich (Sinustachykardie)[1, 2]Mehr dazu: Herzrasen
- Gefäße und KreislaufKurzzeitiger Blutdruckanstieg oder -abfall, der bei plötzlichem Aufstehen zu Schwindel oder Ohnmacht führen kann (orthostatische Hypotonie); laut Fachinformation üblicherweise bei Menschen mit vorher bestehendem Bluthochdruck oder Angst beobachtet[1, 2]Mehr dazu: Niedriger BlutdruckBlutdruckanstieg
- HautHautausschlag und Juckreiz[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagJuckreiz
- Nieren und HarnwegeUnfähigkeit, Wasser zu lassen (Harnverhalt), oder unkontrollierbares, unwillkürliches Wasserlassen (Harninkontinenz)[1, 2]Mehr dazu: Probleme beim Wasserlassen
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- Stoffwechsel und ErnährungNiedriger Natriumgehalt im Blut (Hyponatriämie), zum Beispiel mit Müdigkeit, Schwäche oder Verwirrtheit und schmerzenden, steifen oder nicht mehr kontrollierbaren Muskeln; laut Fachinformation überwiegend bei älteren Menschen beobachtet[1, 2]Mehr dazu: Natriummangel
- PsychePanikattacken und Angstgefühl[1, 2]Mehr dazu: Angst
- PsycheÜberaktives Verhalten oder Gedankenrasen (Manie)[1, 2]
- PsycheFremdheitsgefühl gegenüber sich selbst (Depersonalisation)[1, 2]
- PsycheInnere Unruhe mit dem Gefühl, nicht ruhig sitzen oder stehen zu können (Akathisie); eine Dosiserhöhung kann diese Gefühle verschlimmern[1, 2]Mehr dazu: Unruhe und Nervosität
- NervensystemKrampfanfälle[1, 2]Mehr dazu: Krampfanfälle
- NervensystemUnbeherrschbarer Drang, die Beine zu bewegen (Restless-Legs-Syndrom)[1, 2]Mehr dazu: Unruhige Beine (Restless Legs)
- HerzLangsamer Herzschlag (Bradykardie)[1, 2]Mehr dazu: Verlangsamter Herzschlag
- Leber und GalleAuswirkungen auf die Leber, die sich in Bluttests der Leberfunktion zeigen[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- Muskeln, Knochen und GelenkeGelenk- oder Muskelschmerzen[1, 2]Mehr dazu: GelenkschmerzenMuskelschmerzen
- Geschlechtsorgane und BrustErhöhter Prolaktinspiegel im Blut; krankhafter Milchfluss aus der Brust bei Männern und Frauen (Galaktorrhö)[1, 2]Mehr dazu: Brustspannen und Brustvergrößerung
- Geschlechtsorgane und BrustMenstruationsstörungen, einschließlich starker oder unregelmäßiger Regelblutungen, Zwischenblutungen und ausbleibender oder verspäteter Regelblutungen[1, 2]Mehr dazu: Zyklusstörungen
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- Blut und LymphsystemVerringerung der Blutplättchen (Thrombozytopenie)[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- ImmunsystemSchwere allergische Reaktionen, laut Fachinformation möglicherweise tödlich und einschließlich anaphylaktischer Reaktionen und Angioödem: roter, fleckiger Hautausschlag, Schwellung von Augenlidern, Gesicht, Lippen, Mund oder Zunge, Juckreiz, Atemnot oder Schluckbeschwerden, Schwäche oder Benommenheit bis zum Kollaps oder Bewusstseinsverlust[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenSchwellungen von Gesicht, Zunge oder Rachen
- HormonsystemSyndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH): Der Körper hält zu viel Wasser zurück, und der Natriumgehalt im Blut sinkt; Betroffene können schwer krank werden oder überhaupt keine Beschwerden haben[1, 2]Mehr dazu: Natriummangel
- NervensystemSerotonin-Syndrom, laut Packungsbeilage auch malignes neuroleptisches Syndrom: starke Erregtheit oder Reizbarkeit, Verwirrtheit, Unruhe, Hitzegefühl, Schwitzen, Zittern, Schüttelfrost, Halluzinationen, Muskelsteifigkeit, plötzliche Muskelzuckungen oder schneller Herzschlag; der Schweregrad kann bis zur Bewusstlosigkeit zunehmen[1, 2]
- AugenAkutes Glaukom (grüner Star) mit Augenschmerzen und verschwommenem Sehen[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
- Leber und GalleLebererkrankungen mit Gelbfärbung von Haut oder Augenweiß (Gelbsucht); laut Fachinformation zum Beispiel Leberentzündung (Hepatitis), teilweise mit Leberversagen[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- HautSchwere Hautreaktionen: Ausschlag mit Blasen, der wie kleine Zielscheiben aussieht (Erythema multiforme), oder ausgedehnter Ausschlag mit Blasen und sich abschälender Haut, besonders um Mund, Nase, Augen und Genitalbereich (Stevens-Johnson-Syndrom) oder auf einem großen Teil der Körperoberfläche (toxische epidermale Nekrolyse)[1, 2]Mehr dazu: Schwere Hautreaktionen
- HautEmpfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht; laut Fachinformation auch Nesselsucht (Urtikaria)[1, 2]Mehr dazu: Lichtempfindlichkeit der HautNesselsucht
- Geschlechtsorgane und BrustSchmerzhafte Dauererektion des Penis (Priapismus)[1, 2]
- Allgemeine BeschwerdenFlüssigkeits- oder Wassereinlagerungen, die zu Schwellungen an Armen oder Beinen führen können[1, 2]Mehr dazu: Wassereinlagerungen
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- PsycheSuizidgedanken, Gedanken, sich selbst zu schädigen, und suizidales Verhalten während der Behandlung oder kurz nach ihrem Ende[1, 2]
- PsycheAggression[1, 2]Mehr dazu: Aggressivität und Reizbarkeit
- PsycheZähneknirschen (Bruxismus)[1, 2]
- Ohr und GleichgewichtOhrgeräusche wie Summen, Zischen, Pfeifen oder Klingeln (Tinnitus)[1, 2]Mehr dazu: Ohrgeräusche
- Magen und DarmEntzündung des Dickdarms, die Durchfall verursacht (laut Fachinformation mikroskopische Kolitis)[1, 2]Mehr dazu: Durchfall
- Geschlechtsorgane und BrustSchwere vaginale Blutungen kurz nach der Geburt (postpartale Hämorrhagie); laut Fachinformation für die Gruppe der SSRI und SNRI berichtet[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Wenn Sie depressiv sind oder unter Angststörungen leiden, können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Solche Gedanken können zu Beginn einer Behandlung mit Antidepressiva verstärkt sein, weil diese Mittel einige Zeit brauchen, bis sie wirken (gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal länger). Wahrscheinlicher sind sie, wenn Sie solche Gedanken schon früher hatten, und bei jungen Erwachsenen bis 25 Jahre [1, 2]. Es kann hilfreich sein, einer Freundin, einem Freund oder Verwandten zu erzählen, dass Sie depressiv sind oder unter einer Angststörung leiden, und sie zu bitten, Ihnen zu sagen, wenn sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression oder Ihre Angstzustände verschlimmern, oder wenn sie sich Sorgen über Verhaltensänderungen machen [1].
Ein Serotonin-Syndrom zeigt sich laut Packungsbeilage durch einige oder alle der folgenden Beschwerden: starke Erregtheit oder Reizbarkeit, Verwirrtheit, Unruhe, Hitzegefühl, Schwitzen, Zittern, Schüttelfrost, Halluzinationen, Muskelsteifigkeit, plötzliche Muskelzuckungen oder schneller Herzschlag; der Schweregrad kann bis zur Bewusstlosigkeit zunehmen [1]. Laut Fachinformation entwickelt es sich vor allem bei gleichzeitiger Anwendung anderer serotonerger oder neuroleptischer Mittel [2]. Telefonnummern für den Ernstfall finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Übelkeit: Laut Packungsbeilage verringert die Einnahme am Morgen zusammen mit einer Mahlzeit die Wahrscheinlichkeit, dass Ihnen übel wird; vorgesehen ist die Einnahme zum Frühstück [1]. Mehr unter Übelkeit.
Unruhe zu Beginn: Fühlen Sie sich unruhig und haben das Gefühl, nicht ruhig sitzen oder stehen zu können, kann es sich um eine sogenannte Akathisie handeln. Laut Fachinformation tritt sie vor allem in den ersten Behandlungswochen auf; eine Dosiserhöhung kann diese Gefühle verschlimmern. Kontaktieren Sie in diesem Fall Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1, 2]. Mehr unter Unruhe und Angst.
Sexuelle Funktionsstörungen: Störungen des sexuellen Verlangens oder der sexuellen Funktion gehören zu den sehr häufigen Nebenwirkungen; in bestimmten Fällen blieben sie nach Ende der Behandlung bestehen [1, 2]. Sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt darauf an; die Einnahme sollten Sie nicht abbrechen, bevor sie oder er Sie dazu anweist [1]. Mehr unter Libido und Potenz.
Natriummangel: Fühlen Sie sich müde, schwach oder verwirrt und haben schmerzende, steife oder nicht mehr kontrollierbare Muskeln, kann ein niedriger Natriumgehalt im Blut die Ursache sein; kontaktieren Sie dann Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Laut Fachinformation wurde ein Natriummangel überwiegend bei älteren Menschen beobachtet [2]. Mehr unter Natriummangel.
Blutergüsse und Blutungen: Haben Sie ungewöhnliche Blutergüsse oder Blutungen, auch Erbrechen von Blut oder Blut im Stuhl, kontaktieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt oder suchen Sie umgehend das nächste Krankenhaus auf [1]. Mehr unter Blutungen und Blutbild.
Diabetes: Wenn Sie Diabetes haben, kann sich Ihre Blutzuckerkontrolle verschlechtern; sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über eine Anpassung von Insulin oder anderen Diabetesmitteln [1]. Laut Fachinformation können die Blutzuckerwerte auch steigen, wenn Paroxetin zusammen mit Pravastatin eingenommen wird [2].
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden [1]. Paroxetin darf nicht zusammen mit MAO-Hemmern eingenommen werden, auch nicht innerhalb von zwei Wochen nach deren Ende; dazu zählen auch Moclobemid und Methylenblau. Ebenso ausgeschlossen ist die Kombination mit den Antipsychotika Thioridazin und Pimozid [1, 2].
Zusammen mit anderen serotonergen Mitteln kann laut Fachinformation ein Serotonin-Syndrom auftreten. Dazu gehören Triptane wie Sumatriptan, Tramadol, Buprenorphin, Pethidin, andere SSRI, Lithium, Tryptophan, Johanniskraut und das Antibiotikum Linezolid; Vorsicht gilt auch bei Fentanyl [1, 2]. Arzneimittel, die die Blutungsneigung erhöhen können, etwa Blutverdünner, Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Diclofenac und andere nicht-steroidale Antirheumatika, Antipsychotika wie Clozapin oder trizyklische Antidepressiva, können zusammen mit Paroxetin zu einer erhöhten Blutungsneigung führen [1, 2].
Paroxetin hemmt das Leberenzym CYP2D6. Dadurch können die Blutspiegel von Mitteln steigen, die über dieses Enzym abgebaut werden, zum Beispiel bestimmte trizyklische Antidepressiva, Risperidon, Atomoxetin, Flecainid, Propafenon und Metoprolol [2]. Bei Tamoxifen gegen Brustkrebs kann Paroxetin laut Fachinformation den Spiegel eines der wichtigsten aktiven Abbauprodukte senken; Tamoxifen kann dadurch weniger wirksam werden, und die gleichzeitige Gabe sollte möglichst vermieden werden [1, 2]. Allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Wechselwirkungen.
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| MAO-Hemmer, einschließlich Moclobemid, Linezolid und Methylthioniniumchlorid (Methylenblau) | Laut Fachinformation Gefahr eines Serotonin-Syndroms[1, 2] | Nicht gleichzeitig einnehmen (Linezolid laut Fachinformation nur in Ausnahmefällen unter engmaschiger Überwachung); laut Fachinformation soll zwischen dem Ende der Paroxetin-Behandlung und dem Beginn eines MAO-Hemmers mindestens eine Woche liegen |
| Thioridazin oder Pimozid (Antipsychotika) | Laut Fachinformation steigen ihre Blutspiegel, wodurch sich die QT-Zeit im EKG verlängern kann[1, 2] | Nicht gleichzeitig einnehmen |
| Andere serotonerge Mittel: Triptane wie Sumatriptan, Tramadol, Buprenorphin (auch zusammen mit Naloxon), Pethidin, andere SSRI, Lithium, Tryptophan, Johanniskraut, Linezolid; außerdem Fentanyl | Laut Fachinformation können serotonerge Wirkungen (Serotonin-Syndrom) auftreten[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren; laut Fachinformation Vorsicht und engmaschigere Überwachung |
| Andere Arzneimittel, die die QT-Zeit verlängern, zum Beispiel einige Neuroleptika | Laut Fachinformation kann das Risiko für QT-Verlängerung und Herzrhythmusstörungen erhöht sein[2] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Blutverdünner wie Warfarin, nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Celecoxib, Etodolac, Diclofenac oder Meloxicam, Antipsychotika wie Perphenazin oder Clozapin, trizyklische Antidepressiva | Erhöhte Blutungsneigung[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren; laut Fachinformation Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung |
| Tamoxifen (gegen Brustkrebs) | Tamoxifen kann weniger wirksam werden; laut Fachinformation sinkt der Spiegel eines seiner wichtigsten aktiven Abbauprodukte (Endoxifen)[1, 2] | Laut Fachinformation möglichst nicht gleichzeitig anwenden; Ihre Ärztin oder Ihr Arzt empfiehlt vielleicht ein anderes Antidepressivum |
| Arzneimittel, die über das Leberenzym CYP2D6 abgebaut werden: trizyklische Antidepressiva wie Clomipramin, Nortriptylin und Desipramin, Perphenazin, Risperidon, Atomoxetin, Propafenon, Flecainid und Metoprolol | Paroxetin hemmt dieses Enzym; ihre Blutspiegel können steigen[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren; laut Fachinformation wird Paroxetin zusammen mit Metoprolol bei Herzinsuffizienz nicht empfohlen |
| Procyclidin (gegen Zittern, vor allem bei Parkinson-Krankheit) | Laut Fachinformation steigt der Blutspiegel von Procyclidin deutlich[1, 2] | Laut Fachinformation sollte die Procyclidin-Dosis bei anticholinergen Wirkungen verringert werden |
| Mivacurium und Suxamethonium (in der Narkose) | Laut Fachinformation kann die muskelerschlaffende Wirkung verlängert sein[1, 2] | Vor einer Narkose Paroxetin angeben |
| Fosamprenavir zusammen mit Ritonavir (gegen HIV) | Laut Fachinformation deutlich verringerte Blutspiegel von Paroxetin[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Phenobarbital, Phenytoin, Valproinsäure oder Carbamazepin (gegen Krampfanfälle) sowie Rifampicin (gegen Tuberkulose und Lepra) | Laut Fachinformation kann der Abbau von Paroxetin durch Enzym-Induktoren wie Carbamazepin, Rifampicin, Phenobarbital oder Phenytoin beeinflusst werden; bei Epilepsie scheint die gleichzeitige Anwendung von Carbamazepin, Phenytoin oder Valproinsäure das Wirkprofil nicht zu beeinflussen[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren; laut Fachinformation richten sich Dosisanpassungen nach Wirksamkeit und Verträglichkeit |
| Pravastatin (gegen hohe Cholesterinwerte) | Laut Fachinformation können die Blutzuckerwerte steigen[1, 2] | Bei Diabetes kann eine Anpassung von Diabetestabletten oder Insulin nötig sein |
| Alkohol | Kann Ihre Beschwerden und Nebenwirkungen verschlechtern[1, 2] | Keinen Alkohol trinken |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Paroxetin nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Paroxetin darf nicht eingenommen werden bei einer Allergie gegen Paroxetin, Soja, Erdnuss oder einen der sonstigen Bestandteile, zusammen mit MAO-Hemmern oder innerhalb von zwei Wochen nach deren Ende sowie zusammen mit Thioridazin oder Pimozid [1, 2]. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollten Paroxetin nicht einnehmen; in dieser Altersgruppe besteht unter dieser Klasse von Arzneimitteln ein erhöhtes Risiko für Suizidversuche, Suizidgedanken und Feindseligkeit [1, 2]. Laut Packungsbeilage kann eine Ärztin oder ein Arzt es dennoch verschreiben, wenn sie oder er entscheidet, dass es im bestmöglichen Interesse der Patientin oder des Patienten ist [1].
Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie Tamoxifen einnehmen, Nieren-, Leber- oder Herzprobleme haben, eine verlängerte QT-Zeit im EKG oder eine familiäre Vorgeschichte dafür, Epilepsie, frühere manische Episoden, eine Blutungsneigung, Diabetes oder ein Glaukom, wenn Sie eine natriumarme Diät einhalten müssen, schwanger sind oder schwanger werden möchten [1]. Laut Fachinformation wurden nach der Markteinführung Fälle von QT-Verlängerung berichtet [2]. Mehr unter QT-Verlängerung.
Nicht einnehmen bei
- Allergie gegen Paroxetin, Soja, Erdnuss oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
- Gleichzeitige Einnahme von MAO-Hemmern (Mittel gegen Depressionen), einschließlich Moclobemid und Methylthioniniumchlorid (Methylenblau), oder deren Einnahme innerhalb der letzten zwei Wochen; laut Fachinformation kann die Behandlung zwei Wochen nach Ende eines irreversiblen und frühestens 24 Stunden nach Ende eines reversiblen MAO-Hemmers begonnen werden, in Ausnahmefällen ist Linezolid unter engmaschiger Überwachung möglich[1, 2]
- Gleichzeitige Einnahme der Antipsychotika Thioridazin oder Pimozid[1, 2]
Besondere Vorsicht bei
- Behandlung von Brustkrebs mit Tamoxifen: Paroxetin kann Tamoxifen weniger wirksam machen; Ihre Ärztin oder Ihr Arzt empfiehlt Ihnen vielleicht ein anderes Antidepressivum. Laut Fachinformation sollte die gleichzeitige Gabe möglichst vermieden werden[1, 2]
- Nieren-, Leber- oder Herzprobleme[1, 2]
- Verlängerte QT-Zeit im EKG, familiäre Vorgeschichte einer QT-Verlängerung, Herzerkrankungen wie Herzversagen, langsamer Herzschlag oder niedrige Kalium- oder Magnesiumwerte; laut Fachinformation wurden nach der Markteinführung Fälle von QT-Verlängerung berichtet, Vorsicht gilt auch bei gleichzeitiger Einnahme von Mitteln gegen Herzrhythmusstörungen oder anderen Mitteln, die die QT-Zeit verlängern können[1, 2]
- Epilepsie oder Krampfanfälle in der Vorgeschichte; laut Fachinformation sollte Paroxetin beim Auftreten von Krampfanfällen abgesetzt werden[1, 2]
- Manische Episoden (überaktives Verhalten oder rasende Gedanken) in der Vorgeschichte; laut Fachinformation sollte Paroxetin abgesetzt werden, wenn eine manische Phase beginnt[1, 2]
- Laufende Elektrokrampftherapie (EKT); laut Fachinformation gibt es mit der gleichzeitigen Anwendung nur wenig Erfahrung[1, 2]
- Blutungsstörungen in der Vorgeschichte oder Einnahme von Arzneimitteln, die das Blutungsrisiko erhöhen können; laut Fachinformation ist bei älteren Menschen das Risiko für Blutungen außerhalb der Regelblutung möglicherweise erhöht[1, 2]
- Diabetes: Die Blutzuckerkontrolle kann sich ändern; laut Fachinformation muss die Dosis von Insulin oder Diabetestabletten angepasst werden[1, 2]
- Natriumarme Diät; laut Fachinformation Vorsicht auch bei einem Risiko für Natriummangel, etwa durch andere Arzneimittel oder eine Leberzirrhose[1, 2]
- Glaukom (erhöhter Augeninnendruck); laut Fachinformation kann Paroxetin die Pupillen erweitern und sollte bei Engwinkelglaukom oder Glaukom in der Vorgeschichte nur mit Vorsicht angewendet werden[1, 2]
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Paroxetin sollte bei ihnen nicht angewendet werden. In dieser Altersgruppe besteht unter dieser Klasse von Arzneimitteln ein erhöhtes Risiko für Suizidversuche, Suizidgedanken und Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut); Daten zur langfristigen Sicherheit in Bezug auf Wachstum, Reifung sowie geistige und Verhaltensentwicklung fehlen bislang[1, 2]
- Suizidgedanken: Bei Depressionen oder Angststörungen können manchmal Gedanken auftreten, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Sie können zu Beginn einer Behandlung mit Antidepressiva verstärkt sein, weil die Wirkung gewöhnlich erst nach etwa zwei Wochen, manchmal später einsetzt, und sind wahrscheinlicher, wenn Sie solche Gedanken schon früher hatten, sowie bei jungen Erwachsenen bis 25 Jahre[1, 2]
- Schwangerschaft oder Kinderwunsch: Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt[1, 2]
- Knochenbrüche: Bei Menschen, die mit dieser Gruppe von Arzneimitteln behandelt wurden, wurde ein erhöhtes Risiko beobachtet; laut Fachinformation in epidemiologischen Studien hauptsächlich mit Menschen ab 50 Jahren unter SSRI oder trizyklischen Antidepressiva, der Mechanismus ist nicht bekannt[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Trinken Sie keinen Alkohol, solange Sie Paroxetin einnehmen: Er kann Ihre Beschwerden und Nebenwirkungen verschlechtern [1]. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Schwindel, Verwirrtheit, Schläfrigkeit und verschwommenes Sehen; wenn diese bei Ihnen auftreten, führen Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen [1]. Laut Packungsbeilage kommen in der Allgemeinbevölkerung etwa 1 von 100 Neugeborenen mit einem Herzfehler zur Welt, bei Müttern, die in den ersten Schwangerschaftsmonaten Paroxetin einnahmen, bis zu 2 von 100 [1]. Das Beratungszentrum Embryotox der Charité nennt Sertralin und Citalopram als besser geeignete Alternativen; laut Embryotox darf unter Paroxetin gestillt werden [3]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Die Karten stellen die Angaben nebeneinander. Mehr dazu in den Ratgebern Medikamente und Alkohol, Medikamente und Autofahren, Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.
Schwangerschaft
Laut Packungsbeilage gab es bei Neugeborenen, deren Mütter in den ersten Schwangerschaftsmonaten Paroxetin einnahmen, Berichte über ein erhöhtes Risiko für Geburtsfehler, vor allem am Herzen: In der Allgemeinbevölkerung kommt etwa 1 von 100 Neugeborenen mit einem Herzfehler zur Welt, bei Müttern, die Paroxetin einnahmen, bis zu 2 von 100. Sie und Ihre Ärztin oder Ihr Arzt können gemeinsam entscheiden, ob ein Wechsel der Behandlung oder ein schrittweises Beenden besser ist; je nach Befinden kann die Ärztin oder der Arzt auch empfehlen, Paroxetin weiter einzunehmen. Laut Fachinformation sollte Paroxetin in der Schwangerschaft nur bei zwingender Indikation angewendet und nicht abrupt abgesetzt werden.[1, 2]
Bei Einnahme gegen Ende der Schwangerschaft kann das Risiko für schwere vaginale Blutungen kurz nach der Geburt erhöht sein, besonders bei Blutungsstörungen in der Vorgeschichte; informieren Sie Hebamme und Ärztin oder Arzt. Wird Paroxetin während der Schwangerschaft, besonders in den letzten 3 Monaten, eingenommen, kann es beim Neugeborenen zu einer ernsthaften Erkrankung kommen, einem Lungenhochdruck (persistierende pulmonale Hypertonie, PPHN): Es atmet schneller und hat eine bläuliche Haut. Laut Fachinformation kann die Anwendung von SSRI in der Schwangerschaft, besonders im späten Stadium, das Risiko dafür erhöhen; das beobachtete Risiko lag bei etwa 5 Fällen pro 1.000 Neugeborenen, in der Gesamtbevölkerung treten 1 bis 2 Fälle pro 1.000 auf. Nach Einnahme in den letzten 3 Schwangerschaftsmonaten kann das Neugeborene außerdem Beschwerden haben, die normalerweise in den ersten 24 Stunden nach der Geburt auftreten: Atemschwierigkeiten, wechselnde Körpertemperatur, blaue Lippen, Erbrechen oder Trinkschwierigkeiten, ausgeprägte Müdigkeit, Schlafstörungen oder ständiges Schreien, steife oder schlaffe Muskeln, Zittern oder Krampfanfälle und gesteigerte Reflexe; wenden Sie sich dann umgehend an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Hebamme.[1, 2]
Embryotox stuft Paroxetin als Medikament mit widersprüchlichen oder noch unzureichenden Studienergebnissen ein, bei hohem Erfahrungsumfang. In einigen Arbeiten wurde ein gering erhöhtes Risiko für Herzfehlbildungen nach Einnahme im ersten Schwangerschaftsdrittel diskutiert. Zu den Mitteln der Wahl bei behandlungsbedürftiger Depression in der Schwangerschaft gehören laut Embryotox neben bewährten trizyklischen Antidepressiva die SSRI Sertralin und Citalopram; Paroxetin ist akzeptabel, besonders wenn es sich nach schwieriger Einstellung bewährt hat. In einer unkomplizierten Situation sollte bei Planung einer Schwangerschaft gegebenenfalls auf Sertralin oder Citalopram umgestellt werden. Nach Einnahme im ersten Drittel sollte eine weiterführende Ultraschalluntersuchung angeboten werden; bei Einnahme bis zur Geburt sollte das Neugeborene in den ersten Lebenstagen beobachtet werden und die Entbindung in einer Klinik mit Neonatologie (Neugeborenenmedizin) erfolgen. Zum Lungenhochdruck beim Neugeborenen nach SSRI in der Spätschwangerschaft nennt Embryotox zwei Studien, die einen Zusammenhang beobachteten, und zwei weitere, kürzlich veröffentlichte, die ihn nicht bestätigten; derzeit ist laut Embryotox kein nennenswertes Risiko anzunehmen. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Paroxetin kann in sehr geringen Mengen in die Muttermilch übergehen. Sprechen Sie vor dem Stillen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; Sie können gemeinsam entscheiden, ob Sie während der Behandlung stillen. Laut Fachinformation lagen die Blutspiegel gestillter Kinder in Studien unter der Nachweisgrenze oder waren sehr niedrig, und es wurden keine Anzeichen von Arzneimittelwirkungen beobachtet; das Stillen kann in Betracht gezogen werden.[1, 2]
Laut Embryotox, das Erfahrungen zu etwa 200 stillenden Müttern auswertet, darf unter Paroxetin gestillt werden. Vereinzelt wurde bei gestillten Kindern über Müdigkeit, Unruhe, unzureichende Gewichtszunahme, Natriummangel und Verstopfung berichtet; die Beschwerden bildeten sich von selbst, nach Wechsel auf Teilstillen oder nach dem Abstillen vollständig zurück. Treten beim Kind anders nicht erklärbare Beschwerden wie Trinkschwäche oder Unruhe neu auf, sollte es in einer kinderärztlichen Praxis vorgestellt und Embryotox zu Rate gezogen werden. Bei einer Neueinstellung sollte laut Embryotox bei vergleichbarer Wirksamkeit und Verträglichkeit Sertralin vorgezogen werden. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Alkohol
Trinken Sie keinen Alkohol, solange Sie Paroxetin einnehmen: Alkohol kann Ihre Beschwerden und Nebenwirkungen verschlechtern. Laut Fachinformation verstärkt Paroxetin die Beeinträchtigung durch Alkohol zwar nicht, von gleichzeitigem Alkoholkonsum ist aber generell abzuraten.[1, 2]
Autofahren und Maschinen
Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Schwindel, Verwirrtheit, Schläfrigkeit und verschwommenes Sehen. Wenn diese bei Ihnen auftreten, führen Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen. Laut Fachinformation ist die Behandlung nach klinischer Erfahrung nicht mit einer Beeinträchtigung geistiger oder psychomotorischer Leistungen verbunden; wie bei allen psychoaktiven Arzneimitteln sollten Sie aber auf eine mögliche Beeinflussung Ihrer Fahrtüchtigkeit achten.[1, 2]
Einnahme
Nehmen Sie die Filmtabletten morgens zum Frühstück ein, möglichst unzerkaut mit etwas Flüssigkeit, zum Beispiel einem Glas Wasser, und jeden Tag zur selben Zeit. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden. Die Einnahme morgens zusammen mit einer Mahlzeit verringert die Wahrscheinlichkeit von Übelkeit.[1, 2]
Einnahme vergessen: Fällt es Ihnen vor dem Zubettgehen ein, nehmen Sie die Dosis sofort ein und setzen die Einnahme am nächsten Tag wie gewohnt fort. Bemerken Sie es erst in der Nacht oder am nächsten Tag, lassen Sie die Dosis ausfallen; möglicherweise treten Absetzsymptome auf, die nach der nächsten Dosis zur gewohnten Zeit wieder verschwinden sollten. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein.[1]
Paroxetin lindert Ihre Beschwerden nicht sofort. Wenn Sie sich nach einigen Wochen nicht besser fühlen, wenden Sie sich erneut an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; sie oder er sollte Sie einige Wochen nach Behandlungsbeginn zu einem erneuten Termin bitten. Die Behandlung kann einige Monate oder länger dauern; laut Fachinformation sollten Menschen mit Depressionen mindestens sechs Monate behandelt werden, bei Zwangs- und Panikstörung kann der Zeitraum mehrere Monate oder länger betragen.[1, 2]
Absetzen
Brechen Sie die Einnahme nicht ab, bevor Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie dazu anweist. Beim Beenden wird die Dosis langsam über einige Wochen oder Monate verringert, um das Risiko für Absetzsymptome zu senken. Die meisten Menschen empfinden Absetzsymptome als leicht, sie klingen innerhalb von zwei Wochen von selbst ab; bei einigen sind sie stärker oder dauern länger, laut Fachinformation bei einzelnen Personen 2 bis 3 Monate oder länger. Bei schweren Absetzsymptomen suchen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf; sie oder er kann raten, die Tabletten erneut einzunehmen und dann langsamer abzusetzen. Laut Fachinformation bedeuten Absetzsymptome nicht, dass Paroxetin süchtig oder abhängig macht.[1, 2]
Überdosierung
Nehmen Sie nie mehr Tabletten ein, als Ihre Ärztin oder Ihr Arzt verordnet hat. Haben Sie oder eine andere Person zu viele Tabletten eingenommen, informieren Sie unverzüglich eine Ärztin oder einen Arzt oder suchen Sie sofort das nächste Krankenhaus auf und zeigen Sie die Tablettenpackung vor. Möglich sind alle Nebenwirkungen aus Abschnitt 4 der Packungsbeilage sowie Fieber und unkontrollierbare Muskelkontraktionen; laut Fachinformation wurden gelegentlich auch Koma und EKG-Veränderungen berichtet.[1, 2]
Dosierung laut Packungsbeilage
Die Packungsbeilage nennt für jedes Anwendungsgebiet eine Anfangsdosis, eine empfohlene Tagesdosis und eine Tageshöchstdosis, dazu Hinweise für Menschen über 65 Jahre und bei Leber- oder Nierenproblemen [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung. Welche Dosis für Sie richtig ist, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].
Einnahme und Absetzen
Nehmen Sie die Filmtabletten zum Frühstück ein, möglichst unzerkaut mit etwas Flüssigkeit, zum Beispiel einem Glas Wasser, und jeden Tag zur selben Zeit [1]. Haben Sie eine Dosis vergessen und es fällt Ihnen vor dem Zubettgehen ein, nehmen Sie sie sofort ein; bemerken Sie es erst in der Nacht oder am nächsten Tag, lassen Sie die Dosis ausfallen und nehmen Sie nicht die doppelte Menge [1]. Wie lange Sie Paroxetin einnehmen, bespricht Ihre Ärztin oder Ihr Arzt mit Ihnen; das kann einige Monate oder länger sein [1]. Laut Fachinformation sollten Menschen mit Depressionen mindestens sechs Monate behandelt werden [2].
Brechen Sie die Einnahme nicht ab, bevor Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie dazu anweist [1]. Beim Beenden wird die Dosis langsam über einige Wochen oder Monate verringert, um das Risiko für Absetzsymptome zu senken [1, 2]. In Studien bemerkten 3 von 10 Behandelten beim Absetzen ein oder mehrere Symptome, etwa Schwindel, Kribbeln oder ein Stromschlaggefühl, Ohrgeräusche, Schlafstörungen mit lebhaften Träumen, Angst oder Kopfschmerzen [1]. Die meisten empfinden sie als leicht, und sie klingen innerhalb von zwei Wochen von selbst ab; bei einigen sind sie stärker oder dauern länger [1]. Bei schweren Absetzsymptomen kann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt raten, die Tabletten erneut einzunehmen und dann langsamer abzusetzen [1]. Laut Fachinformation bedeuten Absetzsymptome nicht, dass Paroxetin süchtig oder abhängig macht [2]. Allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Medikamente absetzen.
Präparate mit Paroxetin
Paroxetin gibt es unter anderem als Filmtabletten. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Paroxetin STADA 20 mg Filmtabletten [1, 2]. Für andere Präparate gelten eigene Packungsbeilagen.
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Paroxetin-ratiopharm | ratiopharm GmbH | verschreibungspflichtig; Filmtabletten mit 20 mg |
| Paroxetin STADA | STADAPHARM GmbH | verschreibungspflichtig; Filmtabletten mit 20 mg; Grundlage dieser Seite |
| Seroxat | verschreibungspflichtig |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Paroxetin STADA 20 mg Filmtabletten. STADAPHARM GmbH. Stand 08/2024. abgerufen am 11.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Paroxetin STADA 20 mg Filmtabletten. STADAPHARM GmbH. Stand 04/2024. abgerufen am 11.10.2026
- Embryotox Embryotox: Paroxetin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 11.10.2026
Häufige Fragen
Wofür wird Paroxetin verschrieben?
Paroxetin ist bei Erwachsenen zur Behandlung von depressiven Erkrankungen (Episoden einer Major Depression) und von Angststörungen zugelassen: Zwangsstörung, Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie, soziale Angststörung, posttraumatische Belastungsstörung und generalisierte Angststörung. Es gehört zu den selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI) und ist verschreibungspflichtig.
Wann wirkt Paroxetin?
Paroxetin lindert die Beschwerden nicht sofort. Laut Packungsbeilage fühlen sich die meisten Menschen nach einigen Wochen besser, bei anderen dauert es etwas länger, und einige fühlen sich zunächst schlechter. Laut Fachinformation tritt bei Depressionen im Allgemeinen nach einer Woche eine Besserung ein, sie kann aber auch erst ab der zweiten Woche zu erkennen sein. Fühlen Sie sich nach einigen Wochen nicht besser, wenden Sie sich erneut an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Macht Paroxetin müde?
Das ist möglich. Schlaflosigkeit oder Schläfrigkeit und ein ungewöhnliches Schwächegefühl gehören zu den häufigen Nebenwirkungen, die bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen können. Treten Schwindel, Verwirrtheit, Schläfrigkeit oder verschwommenes Sehen auf, führen Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen.
Macht Paroxetin dick?
Eine Gewichtszunahme gehört zu den häufigen Nebenwirkungen, kann also bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen. Ebenfalls häufig ist Appetitlosigkeit. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie ungewollt zunehmen.
Beeinflusst Paroxetin die Sexualität?
Ja, das ist sehr häufig, betrifft also mehr als 1 von 10 Behandelten: Möglich sind Störungen des sexuellen Verlangens oder der sexuellen Funktion, zum Beispiel ein ausbleibender Orgasmus und bei Männern Erektions- und Ejakulationsstörungen. In bestimmten Fällen blieben diese Beschwerden nach Ende der Behandlung bestehen. Sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt darauf an, bevor Sie etwas an der Einnahme ändern.
Darf ich Paroxetin mit Alkohol nehmen?
Nein. Trinken Sie laut Packungsbeilage keinen Alkohol, solange Sie Paroxetin einnehmen: Alkohol kann Ihre Beschwerden und Nebenwirkungen verschlechtern. Auch die Fachinformation rät von gleichzeitigem Alkoholkonsum generell ab.
Kann ich Paroxetin einfach absetzen?
Nein. Brechen Sie die Einnahme nicht ab, bevor Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie dazu anweist. Die Dosis wird über einige Wochen oder Monate langsam verringert. In Studien bemerkten 3 von 10 Behandelten beim Absetzen Symptome wie Schwindel, Kribbeln oder ein Stromschlaggefühl, Ohrgeräusche, Schlafstörungen, Angst oder Kopfschmerzen. Die meisten Behandelten empfinden sie als leicht, und sie klingen innerhalb von zwei Wochen von selbst ab; bei einigen sind sie schwerer ausgeprägt oder dauern länger.
Darf ich Paroxetin in der Schwangerschaft nehmen?
Laut Packungsbeilage kommen in der Allgemeinbevölkerung etwa 1 von 100 Neugeborenen mit einem Herzfehler zur Welt, bei Müttern, die in den ersten Schwangerschaftsmonaten Paroxetin einnahmen, bis zu 2 von 100. Laut Fachinformation sollte Paroxetin in der Schwangerschaft nur bei zwingender Indikation angewendet und nicht abrupt abgesetzt werden. Das Beratungszentrum Embryotox hält Paroxetin für akzeptabel, nennt aber Sertralin und Citalopram als besser geeignete Alternativen. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Das gilt auch bei Kinderwunsch.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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