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Buprenorphin: Nebenwirkungen und Wirkung

Buprenorphin ist ein starkes Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide und ein Betäubungsmittel. Diese Seite beschreibt das Schmerzpflaster, das bei mäßig starken bis starken Tumorschmerzen und bei starken Schmerzen eingesetzt wird, bei denen nicht-opioide Schmerzmittel nicht ausreichend wirken. Für die Substitutionstherapie bei Opioidabhängigkeit gelten andere Präparate und Packungsbeilagen. Sehr häufig sind Übelkeit sowie Rötung und Juckreiz der Haut. Eine langsamere und schwächere Atmung kann ein Anzeichen einer Überdosierung sein.

Frau Ende sechzig mit Strickjacke sitzt in der Herbstsonne auf einer Gartenbank und schaut ruhig ins Grüne
Bild: KI-generiert

Die häufigsten Nebenwirkungen

  • Sehr häufig: Übelkeit[1, 2]
  • Sehr häufig: Hautrötung und Juckreiz, im Allgemeinen an der Anwendungsstelle[1, 2]
  • Häufig: Schwindel, Kopfschmerzen[1, 2]
  • Häufig: Kurzatmigkeit (Dyspnoe)[1, 2]
  • Häufig: Erbrechen, Verstopfung[1, 2]
  • Häufig: Hautveränderungen (Exanthem), im Allgemeinen bei wiederholter Pflasteranwendung; Schwitzen[1, 2]
  • Häufig: Wassereinlagerungen (Ödeme, z. B. geschwollene Beine), Müdigkeit[1, 2]

Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Wofür wird Buprenorphin eingesetzt?

Buprenorphin ist ein starkes Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide und ein Betäubungsmittel [1, 2]. Diese Seite stützt sich auf das Schmerzpflaster Buprenorphin-ratiopharm Transdermales Pflaster. Es wird bei mäßig starken bis starken Schmerzen durch Krebserkrankungen und bei starken Schmerzen angewendet, bei denen andere, nicht-opioide Schmerzmittel nicht ausreichend wirken. Für akute, kurz andauernde Schmerzen ist es nicht geeignet [1, 2].

Laut dem Beratungszentrum Embryotox wird Buprenorphin außerdem zur Substitutionstherapie bei Opioidabhängigkeit eingesetzt, und es kann je nach Präparat auch unter der Zunge (sublingual) oder als Spritze angewendet werden [3]. Das Schmerzpflaster darf dagegen nicht als Ersatzmittel beim Drogenentzug eingesetzt werden, und bei einer Abhängigkeit von Opioiden darf es nicht angewendet werden [1, 2]. Die Angaben zu Nebenwirkungen, Anwendung und Dosierung auf dieser Seite gelten nur für das Schmerzpflaster; für Präparate zur Substitution gelten deren eigene Packungsbeilagen.

Das Pflaster wurde Ihnen persönlich verschrieben; geben Sie es nicht an andere weiter [1]. Bewahren Sie es an einem abgeschlossenen Ort auf, zu dem andere Personen keinen Zugang haben: Bei versehentlicher oder absichtlicher Anwendung kann es anderen schweren Schaden zufügen oder zum Tod führen [1].

Wie wirkt Buprenorphin?

Buprenorphin verringert den Schmerz durch seine Wirkung im zentralen Nervensystem, an bestimmten Nervenzellen in Rückenmark und Gehirn [1]. Laut Fachinformation wirkt es anregend am µ-Opioidrezeptor und hemmend am κ-Opioidrezeptor; seine Eigenschaften scheinen mit denen von Morphin vergleichbar, mit spezifischen Besonderheiten [2].

Beim Pflaster gelangt der Wirkstoff durch die Haut ins Blut [1]. Nach dem ersten Pflaster steigt die Konzentration im Blut langsam an, ein rascher Wirkungseintritt ist deshalb unwahrscheinlich. Nach dem Entfernen nimmt sie kontinuierlich ab, gewöhnlich über einen Zeitraum von 30 Stunden, sodass die schmerzlindernde Wirkung noch eine Zeit anhält [2].

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Unten stehen alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage und Fachinformation des Schmerzpflasters eine Häufigkeit angeben. "Sehr häufig" heißt: mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Laut Fachinformation waren Übelkeit und Erbrechen die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen im Körper, Hautrötung und Juckreiz die häufigsten an der Klebestelle [2]. Die wiederholte Anwendung kann zu Gewöhnung, Abhängigkeit, Missbrauch und Sucht führen [1]. Mehr dazu auf der Seite Abhängigkeit und Entzugserscheinungen.

Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

In einigen Fällen traten allergische Reaktionen verzögert und mit deutlichen Entzündungszeichen auf; dann soll die Behandlung nach Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt beendet werden [1, 2]. Buprenorphin kann außerdem schlafbezogene Atemstörungen wie Atemaussetzer im Schlaf verursachen; die Ärztin oder der Arzt wird dann eine Verringerung der Dosis in Betracht ziehen [1]. Telefonnummern für den Ernstfall finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Frau Ende sechzig trinkt am hellen Küchentisch ein Glas Wasser, daneben eine Schale mit frischem Obst und Vollkornbrot
Bild: KI-generiert

Hautrötung und Juckreiz an der Klebestelle: Kleben Sie jedes neue Pflaster auf eine andere Hautstelle und nutzen Sie dieselbe Stelle frühestens nach einer Woche wieder. Gerötete oder gereizte Haut eignet sich nicht; reinigen Sie die Stelle nur mit Wasser und tragen Sie keine Cremes oder Lotionen auf [1]. Mehr dazu unter Hautausschlag.

Übelkeit, Erbrechen und Verstopfung: Übelkeit ist sehr häufig, Erbrechen und Verstopfung sind häufig [1, 2]. Bemerken Sie eine der aufgeführten Nebenwirkungen, informieren Sie laut Packungsbeilage umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Hintergründe finden Sie unter Übelkeit und Erbrechen und Verstopfung.

Schwindel und Müdigkeit: Beides ist häufig [1, 2]. Führen Sie laut Packungsbeilage während der Anwendung und bis 24 Stunden nach dem Entfernen kein Fahrzeug [1]. Weitere Informationen bieten die Seiten Schwindel und Müdigkeit.

Wirkung zu stark oder zu schwach: Haben Sie den Eindruck, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke [1].

Wechselwirkungen

Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über alle Arzneimittel, die Sie anwenden, und nehmen Sie keine anderen Arzneimittel ohne vorherige Rücksprache ein [1]. Die gleichzeitige Anwendung mit Beruhigungsmitteln wie Benzodiazepinen erhöht das Risiko für Schläfrigkeit, Atembeschwerden und Koma und kann lebensbedrohlich sein; sie sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn es keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt [1, 2]. Auch Pregabalin und Gabapentin sind wichtig: Laut Fachinformation können sie zusammen mit dem Pflaster zu Atemdepression, starker Sedierung, Koma oder Tod führen [2]. Allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Wechselwirkungen.

Wechselwirkungen von Buprenorphin
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
MAO-Hemmer (Mittel gegen Depressionen)Laut Fachinformation sind lebensbedrohliche Wechselwirkungen mit Wirkung auf Nervensystem, Atmung und Kreislauf nicht auszuschließen[1, 2]Nicht gleichzeitig und nicht innerhalb von 2 Wochen nach einem MAO-Hemmer anwenden
Benzodiazepine und verwandte BeruhigungsmittelHöheres Risiko für Schläfrigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression) und Koma; das kann lebensbedrohlich sein[1, 2]Nur, wenn es keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt; Dosis und Dauer begrenzt die Ärztin oder der Arzt; es kann hilfreich sein, Angehörige auf Anzeichen achten zu lassen
Andere starke Schmerzmittel (Opioide), bestimmte Schlafmittel, Narkosemittel, Beruhigungsmittel, Antipsychotika, Antidepressiva, NeuroleptikaBenommenheit, Übelkeit, Ohnmachtsanfälle und eine verlangsamte oder flache Atmung können sich verstärken[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
Gabapentin oder PregabalinLaut Fachinformation Atemdepression, niedriger Blutdruck, starke Sedierung, Koma oder Tod möglich[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
Antidepressiva wie Citalopram, Escitalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin, Sertralin, Duloxetin, Venlafaxin, Amitriptylin, Doxepin oder TrimipraminSerotoninsyndrom möglich[1, 2]Keine anderen Arzneimittel ohne vorherige Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt
Erythromycin (Antibiotikum), Ketoconazol (Pilzmittel), Ritonavir (HIV-Mittel)Die Wirkung des Pflasters kann verstärkt werden[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
Dexamethason, Carbamazepin, Phenytoin, RifampicinDie Wirkung des Pflasters kann verringert werden[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
Mittel gegen Allergien, Reisekrankheit oder Übelkeit (Antihistaminika, Antiemetika), Muskelrelaxanzien, Parkinson-MittelLaut Fachinformation können anticholinerge Nebenwirkungen verstärkt werden[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
AlkoholKann bestimmte Nebenwirkungen verstärken; Sie können sich unwohl fühlen[1, 2]Während der Anwendung keinen Alkohol trinken
GrapefruitsaftKann die Wirkung verstärken[1]Ärztin, Arzt oder Apotheke fragen

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wer Buprenorphin nicht oder nur mit Vorsicht anwenden sollte

Das Schmerzpflaster darf unter anderem nicht angewendet werden bei einer Abhängigkeit von Opioiden, bei Krankheiten mit starken Atembeschwerden, bei Myasthenia gravis, bei Delirium tremens und in der Schwangerschaft [1, 2]. Trifft einer der folgenden Punkte auf Sie zu, sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1]. Das Risiko, abhängig oder süchtig zu werden, ist von Person zu Person unterschiedlich [1].

Nicht einnehmen bei

  • Allergie gegen Buprenorphin, Soja, Erdnuss oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
  • Abhängigkeit von starken Schmerzmitteln (Opioiden); das Pflaster darf nicht als Ersatzmittel beim Drogenentzug eingesetzt werden[1, 2]
  • Krankheiten mit starken Atembeschwerden (laut Fachinformation schwere Störung des Atemzentrums und der Atemfunktion)[1, 2]
  • Einnahme von MAO-Hemmern (Mittel gegen Depressionen) oder Einnahme in den letzten 2 Wochen[1, 2]
  • Myasthenia gravis (bestimmte schwere krankhafte Muskelschwäche)[1, 2]
  • Delirium tremens (Verwirrtheit und Zitteranfälle bei Alkoholentzug oder starkem Alkoholkonsum)[1, 2]
  • Schwangerschaft[1, 2]

Besondere Vorsicht bei

  • Neigung zu Krampfanfällen (Epilepsie)[1, 2]
  • Bewusstseinsstörung unbekannter Ursache (sich benommen oder einer Ohnmacht nahe fühlen); Schockzustand (kalter Schweiß kann ein Zeichen sein)[1, 2]
  • Erhöhter Hirndruck, etwa nach Kopfverletzungen, wenn eine künstliche Beatmung nicht möglich ist[1, 2]
  • Atembeschwerden oder gleichzeitige Anwendung von Mitteln, die die Atmung dämpfen[1, 2]
  • Leberleiden: Stärke und Dauer der Wirkung können verändert sein[1, 2]
  • Depressionen oder andere Erkrankungen, die mit Antidepressiva behandelt werden: Gefahr eines Serotoninsyndroms[1, 2]
  • Fieber und äußere Wärme (z. B. Sauna, Infrarot-Bestrahlung, elektrische Heizdecken, Wärmflaschen): Mehr Wirkstoff als gewöhnlich kann ins Blut gelangen; äußere Wärme kann außerdem dazu führen, dass das Pflaster nicht mehr ausreichend klebt[1, 2]
  • Höheres Risiko für Abhängigkeit oder Sucht: Missbrauch von oder Abhängigkeit von Alkohol, verschreibungspflichtigen Medikamenten oder illegalen Drogen bei Ihnen oder in Ihrer Familie, Rauchen, frühere psychische Probleme wie Depression, Angststörung oder Persönlichkeitsstörung[1, 2]
  • Unter 18 Jahren: nicht anwenden, da keine Erfahrungen vorliegen[1, 2]
  • Doping: Die Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen[1, 2]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Während der Anwendung sollten Sie keinen Alkohol trinken [1]. In der Schwangerschaft darf das Pflaster nicht angewendet werden, in der Stillzeit sollte es nicht angewendet werden [1, 2]. Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage, Fachinformation und das Beratungszentrum Embryotox der Charité sagen [1, 2, 3]. Mehr dazu in den Ratgebern Medikamente und Alkohol und Medikamente und Autofahren.

Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft dürfen Sie das Pflaster nicht anwenden, weil keine ausreichenden Erfahrungen bei Schwangeren vorliegen. Laut Fachinformation können hohe Dosen gegen Ende der Schwangerschaft auch nach kurzer Anwendung beim Neugeborenen eine Atemdepression auslösen; eine dauerhafte Anwendung in den letzten drei Schwangerschaftsmonaten kann beim Neugeborenen ein Entzugssyndrom hervorrufen.[1, 2]

Embryotox stützt sich bei Buprenorphin überwiegend auf Daten aus der Substitutionstherapie; Hinweise auf ein fehlbildendes Risiko ergaben sich daraus bis auf eine methodisch mangelhafte Registerstudie nicht. Nach Anwendung im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel und bis zur Geburt muss mit Entzugserscheinungen und Atemdepression beim Neugeborenen gerechnet werden; diese können auch verzögert, 40 bis 72 Stunden nach der Geburt, auftreten. Ein akuter Opiatentzug in der Schwangerschaft ist zu vermeiden. Als Schmerzmittel sollten laut Embryotox Paracetamol oder, bis zur 28. Schwangerschaftswoche, Ibuprofen bevorzugt werden, wenn diese ausreichend wirken. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Buprenorphin hemmt die Milchbildung und geht in die Muttermilch über; während der Stillzeit sollten Sie das Pflaster nicht anwenden.[1, 2]

Schmerzmittel der ersten Wahl in der Stillzeit sind laut Embryotox Ibuprofen und Paracetamol; ist ein Opioid zur Schmerzbehandlung unumgänglich, wäre neben Buprenorphin auch Tramadol kurzzeitig eine akzeptable Alternative. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Alkohol

Trinken Sie während der Anwendung keinen Alkohol: Er kann bestimmte Nebenwirkungen verstärken, und Sie können sich unwohl fühlen.[1, 2]

Autofahren und Maschinen

Buprenorphin kann Schwindel verursachen und das Reaktionsvermögen beeinträchtigen, besonders zu Beginn der Behandlung, beim Wechsel von einem anderen Schmerzmittel, zusammen mit anderen auf das Gehirn wirkenden Mitteln und mit Alkohol. Während der Anwendung und bis zu 24 Stunden nach dem Entfernen des Pflasters sollten Sie laut Packungsbeilage kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen.[1]

Einnahme

Das Pflaster auf eine flache, saubere und unbehaarte Hautstelle am Oberkörper kleben, bevorzugt an der oberen Rückenpartie oder unterhalb des Schlüsselbeins. Haare mit einer Schere abschneiden, nicht rasieren; gerötete, gereizte oder vernarbte Haut meiden. Die Stelle nur mit Wasser reinigen, ohne Seife, und keine Cremes oder Lotionen auftragen. Das Pflaster 30 bis 60 Sekunden mit der flachen Hand andrücken, danach die Hände ohne Reinigungsmittel waschen.[1, 2]

Das Pflaster kann bis zu drei Tage getragen werden; Duschen, Baden und Schwimmen sind möglich, Hitze (Sauna, Infrarot, Heizdecke, Wärmflasche) nicht. Löst es sich, ein neues Pflaster aufkleben. Jedes neue Pflaster auf eine andere Hautstelle kleben und dieselbe Stelle frühestens nach einer Woche wieder verwenden. Gebrauchte Pflaster mit der Klebeseite nach innen falten und sorgsam entsorgen; das Arzneimittel an einem abgeschlossenen Ort aufbewahren, zu dem andere keinen Zugang haben.[1, 2]

Wechsel vergessen: ein neues Pflaster aufkleben, sobald Sie es bemerken, aber nie die doppelte Anzahl an Pflastern. Wurde der Wechselzeitpunkt sehr weit überschritten, können die Schmerzen erneut auftreten; wenden Sie sich dann an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.[1]

Absetzen

Brechen Sie die Behandlung nicht eigenmächtig ab, sonst können die Schmerzen wiederkehren und Sie sich unwohl fühlen. Das Risiko für Entzugserscheinungen nach dem Absetzen ist laut Packungsbeilage gering; fühlen Sie sich dennoch unruhig, ängstlich, nervös oder zittrig, sind Sie überaktiv oder haben Sie Schlaf- oder Verdauungsstörungen, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[1, 2]

Überdosierung

Bei zu vielen aufgeklebten Pflastern können Benommenheit, Übelkeit und Erbrechen stärker werden, die Pupillen sich stark verengen und die Atmung langsamer und schwächer werden; auch ein Herz-Kreislauf-Kollaps ist möglich. Eine Überdosis kann zu Koma und Tod führen. Entfernen Sie die überzähligen Pflaster, sobald Sie es bemerken, und sprechen Sie mit einer Ärztin, einem Arzt oder Ihrer Apotheke.[1]

Dosierung laut Packungsbeilage

Die Packungsbeilage des Schmerzpflasters beschreibt, dass die Ärztin oder der Arzt die Pflasterstärke auswählt und wie oft das Pflaster gewechselt wird [1]. Die Übersicht gibt nur diese Angaben wieder; sie ersetzt nicht die Verordnung [1].

Anwendung und Absetzen

Wenden Sie das Pflaster immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt an. Vor Beginn und regelmäßig während der Behandlung bespricht die Ärztin oder der Arzt mit Ihnen, was Sie von der Anwendung erwarten können, wie lange sie dauert und wann sie beendet wird [1]. Kleben Sie das Pflaster auf eine flache, saubere und unbehaarte Stelle am Oberkörper, bevorzugt an der oberen Rückenpartie oder unterhalb des Schlüsselbeins, und drücken Sie es 30 bis 60 Sekunden an [1, 2]. Gebrauchte Pflaster falten Sie mit der Klebeseite nach innen und entsorgen sie sorgsam; mehr dazu im Ratgeber Medikamente entsorgen [1].

Brechen Sie die Behandlung nicht eigenmächtig ab, sonst können die Schmerzen wiederkehren. Möchten Sie wegen unangenehmer Nebenwirkungen abbrechen, bespricht Ihre Ärztin oder Ihr Arzt mit Ihnen Gegenmaßnahmen und andere Möglichkeiten [1]. Laut Fachinformation kann es ratsam sein, die Dosis schrittweise zu verringern, wenn das Pflaster nicht mehr benötigt wird [2]. Was bei zu vielen aufgeklebten Pflastern zu tun ist, steht in der Karte oben.

Präparate mit Buprenorphin

Buprenorphin gibt es als Pflaster, das über die Haut wirkt, sowie laut Embryotox auch zur Anwendung unter der Zunge und als Spritze [3]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Buprenorphin-ratiopharm Transdermales Pflaster [1, 2]. Andere Pflaster und Präparate zur Substitution haben eigene Packungsbeilagen, die sich in Anwendung und Angaben unterscheiden können.

Präparate mit Buprenorphin
PräparatAnbieterHinweis
Buprenorphin-ratiopharm Transdermales Pflasterratiopharm GmbHBetäubungsmittel; Schmerzpflaster mit 35, 52,5 oder 70 Mikrogramm/h; Grundlage dieser Seite
Norspan
Subutex
Temgesic
Transtec

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Buprenorphin-ratiopharm 35 Mikrogramm/h Transdermales Pflaster. ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 10.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation Buprenorphin-ratiopharm Transdermales Pflaster. ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 10.10.2026
  3. Embryotox Embryotox: Buprenorphin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026

Häufige Fragen

Wofür wird Buprenorphin eingesetzt?

Das Buprenorphin-Schmerzpflaster wird bei mäßig starken bis starken Schmerzen durch Krebserkrankungen und bei starken Schmerzen angewendet, bei denen andere Schmerzmittel nicht ausreichend wirken; für akute, kurz andauernde Schmerzen ist es nicht geeignet. Laut dem Beratungszentrum Embryotox wird Buprenorphin außerdem zur Substitutionstherapie bei Opioidabhängigkeit eingesetzt. Das Schmerzpflaster darf dafür nicht verwendet werden.

Macht Buprenorphin abhängig?

Das ist möglich. Die wiederholte Anwendung kann dazu führen, dass das Mittel weniger wirkt, und kann Abhängigkeit, Missbrauch und Sucht verursachen; das kann eine lebensbedrohliche Überdosierung zur Folge haben. In der Nebenwirkungsliste des Pflasters ist Abhängigkeit als sehr selten aufgeführt. Bemerken Sie Anzeichen einer Abhängigkeit, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Wie oft wird das Buprenorphin-Pflaster gewechselt?

Laut Packungsbeilage wird das Pflaster spätestens nach drei Tagen gewechselt. Kleben Sie jedes neue Pflaster auf eine andere Hautstelle und nutzen Sie dieselbe Stelle frühestens nach einer Woche wieder. Haben Sie den Wechsel vergessen, kleben Sie ein neues Pflaster auf, sobald Sie es bemerken. Kleben Sie aber nie die doppelte Anzahl an Pflastern auf, um den Wechsel nachzuholen.

Darf ich mit dem Buprenorphin-Pflaster in die Sauna?

Nein. Wärme wie Sauna, Infrarot-Bestrahlung, elektrische Heizdecken oder Wärmflaschen kann die Durchlässigkeit der Haut erhöhen, sodass mehr Wirkstoff als gewöhnlich ins Blut gelangt, und das Pflaster klebt eventuell schlechter. Auch bei Fieber sollten Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt sprechen. Duschen, Baden und Schwimmen sind mit dem Pflaster möglich.

Darf ich mit Buprenorphin Auto fahren?

Laut Packungsbeilage sollten Sie während der Anwendung und bis zu 24 Stunden nach dem Entfernen des Pflasters kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen. Buprenorphin kann Schwindel verursachen und das Reaktionsvermögen beeinträchtigen, besonders zu Beginn, beim Wechsel von einem anderen Schmerzmittel, zusammen mit anderen auf das Gehirn wirkenden Arzneimitteln und mit Alkohol.

Darf ich während der Anwendung von Buprenorphin Alkohol trinken?

Nein. Die Packungsbeilage rät, während der Anwendung keinen Alkohol zu trinken, weil er bestimmte Nebenwirkungen verstärken kann und Sie sich unwohl fühlen können.

Was passiert, wenn ich das Buprenorphin-Pflaster absetze?

Brechen Sie die Behandlung nicht eigenmächtig ab, sonst können die Schmerzen wiederkehren. Das Risiko für Entzugserscheinungen ist laut Packungsbeilage gering. Fühlen Sie sich nach dem Absetzen unruhig, ängstlich, nervös oder zittrig oder haben Sie Schlaf- oder Verdauungsstörungen, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Wie hoch ist die Dosis von Buprenorphin?

Welche Pflasterstärke für Sie geeignet ist, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Was die Packungsbeilage dazu sagt, steht im Abschnitt "Dosierung laut Packungsbeilage" auf dieser Seite.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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