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Niedriger Blutdruck durch Medikamente
Einen zu niedrigen Blutdruck oder einen Blutdruckabfall beim Aufstehen nennen die Produktinformationen zum Beispiel bei Blutdrucksenkern wie Ramipril und Carvedilol, bei Alphablockern wie Doxazosin und Tamsulosin, beim Nitrat Glyceroltrinitrat, bei Antidepressiva wie Amitriptylin und bei Antipsychotika wie Olanzapin und Quetiapin. Bei einigen davon tritt er vor allem zu Beginn der Behandlung oder nach einer Dosiserhöhung auf. Sildenafil darf laut Fachinformation nicht zusammen mit Nitraten angewendet werden. Bei Bewusstlosigkeit oder erheblicher Bewusstseinstrübung rufen Sie den Notruf 112. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Manche Medikamente können den Blutdruck zu stark senken. Viele Produktinformationen beschreiben einen Blutdruckabfall beim Aufstehen aus dem Liegen oder Sitzen, die orthostatische Hypotonie [4, 9, 16]. Dabei kommt es typischerweise zu Schwindel, Sehstörungen und Benommenheit, manchmal zu einer Ohnmacht [1]. Eine orthostatische Hypotonie kann laut gesund.bund.de eine Nebenwirkung von Medikamenten sein; meist betrifft sie Menschen über 65 Jahre, die häufiger mehrere Erkrankungen haben und viele Medikamente einnehmen [1].
Welche Medikamente einen niedrigen Blutdruck auslösen können
Bei der langjährigen Einnahme von Medikamenten gegen Depressionen oder Bluthochdruck kann eine orthostatische Hypotonie laut gesund.bund.de als Nebenwirkung vorkommen [1]. Die Beispiele stammen aus den Produktinformationen einzelner Wirkstoffe. Jede Häufigkeitsangabe gehört zu dem Wirkstoff, bei dem sie steht.
- Blutdrucksenker: Beim ACE-Hemmer Ramipril sind Ohnmacht und ein ungewöhnlich niedriger Blutdruck, insbesondere beim Stehen oder plötzlichen Aufstehen, laut Packungsbeilage häufig (bei bis zu 1 von 10 Behandelten) [4]. Bei Menschen mit erhöhter Aktivität des blutdruckregulierenden Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems, etwa bei Flüssigkeits- oder Salzmangel, unter entwässernden Mitteln oder bei dekompensierter Herzschwäche, besteht laut Fachinformation das Risiko eines plötzlichen ausgeprägten Blutdruckabfalls, insbesondere bei der ersten Einnahme, der ersten Kombination mit einem Diuretikum oder der ersten Dosissteigerung [5]. Beim Betablocker Carvedilol ist ein niedriger Blutdruck laut Packungsbeilage sehr häufig (bei mehr als 1 von 10 Behandelten) [6]. Beim entwässernden Mittel Furosemid nennt die Packungsbeilage einen verminderten Blutdruck bei Infusion in die Vene als sehr häufig und Schwindel, Ohnmacht und Bewusstlosigkeit durch einen zu niedrigen Blutdruck mit nicht bekannter Häufigkeit; bei übermäßiger Harnausscheidung können, insbesondere bei älteren Menschen und Kindern, Kreislaufbeschwerden bis zum Kreislaufkollaps auftreten [8].
- Alphablocker: Für Doxazosin nennt die Packungsbeilage als häufig einen niedrigen Blutdruck und einen Blutdruckabfall beim Aufstehen, der zu Schwindel, Benommenheit oder Ohnmachtsanfällen führen kann [9]. Bei Tamsulosin, das bei einer vergrößerten Prostata eingesetzt wird, ist ein niedriger Blutdruck laut Packungsbeilage gelegentlich (bei bis zu 1 von 100 Behandelten), eine Ohnmacht selten (bei bis zu 1 von 1.000) [11]. Wie bei anderen Alphablockern kann es laut Fachinformation von Tamsulosin in Einzelfällen zu einem Blutdruckabfall kommen [12]. Die Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) Hypertonie nennt für Alphablocker als häufige unerwünschte Wirkungen einen niedrigen Blutdruck und eine orthostatische Hypotonie, insbesondere bei Dibenzyran; sie weist auf ein Risiko für Kreislaufregulationsstörungen beim Lagewechsel mit erhöhter Sturzneigung hin und führt Alphablocker als potenziell ungeeignete Medikation bei Älteren [3]. Mehr unter Prostata-, Blasen- und Potenzmittel.
- Nitrate und Mittel gegen Erektionsstörungen: Beim Nitrat Glyceroltrinitrat sind ein Blutdruckabfall und Kreislaufregulationsstörungen beim Lagewechsel laut Packungsbeilage häufig; beobachtet werden sie bei der ersten Anwendung, aber auch bei einer Dosiserhöhung. Gelegentlich kommt es zu Kollapszuständen [13]. Bei Sildenafil ist ein niedriger Blutdruck laut Packungsbeilage gelegentlich [14]. Zusammen mit Nitraten verstärkt Sildenafil laut Fachinformation deren blutdrucksenkende Wirkung; die gleichzeitige Gabe ist deshalb nicht zulässig (kontraindiziert) [14].
- Antidepressiva: Bei Amitriptylin ist Schwindelgefühl beim Aufstehen wegen eines niedrigen Blutdrucks laut Packungsbeilage sehr häufig [16]. Ältere Menschen sind laut Fachinformation besonders anfällig für diese orthostatische Hypotonie [15].
- Antipsychotika: Bei Olanzapin können sich laut Packungsbeilage sehr häufig einige Menschen zu Beginn der Behandlung schwindlig oder der Ohnmacht nahe fühlen (mit langsamem Puls), insbesondere beim Aufstehen; das gibt sich üblicherweise von selbst [17]. Bei Quetiapin ist ein niedriger Blutdruck beim Aufstehen laut Packungsbeilage häufig; er kann zu Schwindel oder Ohnmacht und zu Stürzen führen [20]. Bei Clozapin kann es laut Fachinformation zu einem Blutdruckabfall beim Aufstehen kommen; Menschen ab 60 Jahren, insbesondere mit beeinträchtigter Herz-Kreislauf-Funktion, können dafür anfälliger sein [21].
- Weitere Mittel: Beim Schmerzmittel Metamizol ist laut Packungsbeilage gelegentlich ein Blutdruckabfall ohne andere Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion möglich (isolierte hypotensive Reaktion); die Gefahr ist bei niedrigem Blutdruck, deutlichem Flüssigkeitsmangel, Kreislaufschwäche und hohem Fieber erhöht [22]. Laut Fachinformation ist mit solchen Reaktionen bei Gabe als Spritze oder Infusion eher zu rechnen als bei Einnahme [23]. Das Diabetesmittel Dapagliflozin steigert laut Fachinformation die Harnausscheidung, was zu einer mäßigen Abnahme des Blutdrucks führen kann [24]. Beim Opioid Oxycodon nennt die Packungsbeilage einen Blutdruckabfall, der Schwindelgefühl und eine Ohnmacht zur Folge haben kann, als selten [25].
Die Tabelle zeigt die Wirkstoffe, deren Produktinformation einen niedrigen Blutdruck, einen Blutdruckabfall oder Kreislaufbeschwerden nennt:
| Wirkstoff | Häufigkeit | Angabe in der Produktinformation |
|---|---|---|
| Amitriptylin | Sehr häufig | Schwindelgefühl beim Aufstehen wegen zu niedrigen Blutdrucks (orthostatische Hypotonie) |
| Carvedilol | Sehr häufig | Niedriger Blutdruck (Hypotonie) · Schwindel bei schnellem Aufstehen (orthostatische Hypotonie) |
| Clonidin | Sehr häufig | Lageabhängige Kreislaufbeschwerden (orthostatische Dysregulation) wie Schwarzwerden vor den Augen beim Wechsel vom Liegen zum Stehen sowie Schwindel und Neigung zum Kollaps in aufrechter Körperhaltung |
| Furosemid | Sehr häufig | Bei Infusion in die Vene: zu niedriger Blutdruck, auch Kreislaufstörungen beim Wechsel vom Liegen zum Stehen (Orthostasesyndrom) · Schwindel, Ohnmacht und Bewusstlosigkeit, verursacht durch einen zu niedrigen Blutdruck… |
| Olanzapin | Sehr häufig | Zu Beginn der Behandlung Schwindel oder das Gefühl, der Ohnmacht nahe zu sein (mit langsamem Puls), insbesondere beim Aufstehen aus dem Liegen oder Sitzen (orthostatische Hypotonie); gibt sich üblicherweise von selbst |
| Rituximab | Sehr häufig | Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: hoher oder niedriger Blutdruck, Blutdruckabfall vor allem beim Aufstehen · Bei rheumatoider Arthritis: Blutdruckveränderungen, Übelkeit, Ausschlag, Fieber, Juckreiz, laufende oder… |
| Sacubitril/Valsartan | Sehr häufig | Niedriger Blutdruck (Hypotonie), der Beschwerden wie Schwindelgefühl und Benommenheit verursachen kann · Niedriger Blutdruck mit Schwindelgefühl oder Benommenheit beim Wechsel vom Sitzen oder Liegen zum Stehen… |
| Trastuzumab | Sehr häufig | Erniedrigter oder erhöhter Blutdruck, größtenteils im Zusammenhang mit Reaktionen auf die Infusion · Schock, laut Fachinformation kardiogener Schock (Kreislaufversagen durch Versagen des Herzens) · Niedriger Blutdruck… |
| Amisulprid | Häufig | Blutdrucksenkung |
| Apixaban | Häufig | Bei Vorhofflimmern: niedriger Blutdruck mit möglichem Schwächegefühl und beschleunigtem Herzschlag |
| Baclofen | Häufig | Niedriger Blutdruck (Hypotonie) |
| Bisoprolol | Häufig | Niedriger Blutdruck (Hypotonie), vor allem bei Menschen mit Herzschwäche · Ausgeprägter Blutdruckabfall beim Wechsel vom Liegen zum Stehen (orthostatische Hypotonie) |
| Candesartan | Häufig | Niedriger Blutdruck, der ein Gefühl von Ohnmacht oder Schwindel hervorrufen kann |
| Chlortalidon | Häufig | Niedriger Blutdruck (Hypotonie) · Kreislaufstörungen mit Blutdruckabfall beim Wechsel vom Liegen zum Stehen (orthostatische Regulationsstörungen) |
| Citalopram | Häufig | Hoher oder niedriger Blutdruck · Blutdruckabfall beim plötzlichen Wechsel vom Liegen zum Stehen (orthostatische Hypotonie), manchmal mit Schwindel |
| Clozapin | Häufig | Kreislaufkollaps mit Ohnmacht und Muskelschwäche durch einen erheblichen Blutdruckabfall; unregelmäßiger Herzschlag (Arrhythmie) · Ohnmacht (Synkope), Schwäche oder Schwindel nach Lagewechsel (orthostatische Hypotonie)… |
| Dihydralazin | Häufig | Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie) |
| Doxazosin | Häufig | Niedriger Blutdruck und Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie), der zu Schwindel, Benommenheit oder Ohnmachtsanfällen führen kann |
| Enalapril | Häufig | Niedriger Blutdruck (laut Fachinformation auch beim Aufstehen), Veränderungen des Herzrhythmus, schneller Herzschlag, Engegefühl oder Schmerzen in der Brust (Angina pectoris) oder Schmerzen im Brustkorb · Plötzlicher… |
| Eplerenon | Häufig | Niedriger Blutdruck (Hypotonie) · Blutdruckabfall beim Aufstehen, der Schwindel verursachen kann (orthostatische Hypotonie) |
| Glyceroltrinitrat | Häufig | Kreislaufregulationsstörungen beim Lagewechsel (orthostatische Hypotonie); sie werden wie der Blutdruckabfall häufig bei der ersten Anwendung, aber auch bei einer Dosiserhöhung beobachtet · Abfall des Blutdrucks ·… |
| Guanfacin | Häufig | Blutdruckabfall (laut Fachinformation Hypotonie bzw. erniedrigter Blutdruck) · Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie; laut Fachinformation Orthostasesyndrom) |
| Haloperidol | Häufig | Niedriger Blutdruck, auch beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie) |
| Infliximab | Häufig | Kreislaufprobleme wie niedriger oder hoher Blutdruck |
| Irbesartan | Häufig | Bei Bluthochdruck mit Typ-2-Diabetes und Nierenerkrankung: niedriger Blutdruck beim Aufstehen aus dem Liegen oder Sitzen (orthostatische Hypotonie) |
| Levodopa/Carbidopa | Häufig | Blutdruckabfall, zum Beispiel durch zu schnelles Aufstehen aus dem Sitzen oder Liegen, manchmal mit Schwindel (orthostatische Hypotonie) |
| Lisinopril | Häufig | Blutdruckabfall beim Aufstehen und andere orthostatische Wirkungen, einschließlich niedrigem Blutdruck |
| Losartan | Häufig | Niedriger Blutdruck, besonders nach starkem Flüssigkeitsverlust (etwa bei schwerer Herzleistungsschwäche oder unter hoch dosierten Entwässerungsmitteln), und dosisabhängiger Blutdruckabfall oder Kreislaufstörungen beim… |
| Metoclopramid | Häufig | Abnahme des Blutdrucks, besonders bei Anwendung in die Vene · Schock (starker Blutdruckabfall), besonders bei Anwendung als Injektion · Ohnmacht, besonders bei Anwendung in die Vene |
| Metoprolol | Häufig | Ausgeprägter Blutdruckabfall, auch beim Wechsel vom Liegen zum Stehen (orthostatische Hypotonie), sehr selten mit Bewusstlosigkeit · Schwerwiegender Blutdruckabfall bei akutem Herzinfarkt (kardiogener Schock) |
| Mirtazapin | Häufig | Schwindel oder Ohnmacht bei plötzlichem Aufstehen (orthostatische Hypotonie) · Niedriger Blutdruck (Hypotonie) |
| Mycophenolsäure | Häufig | Niedriger Blutdruck (Hypotonie) |
| Nebivolol | Häufig | Niedriger Blutdruck · Bei Behandlung der Herzleistungsschwäche: niedriger Blutdruck, z. B. Ohnmachtsgefühl nach raschem Aufstehen |
| Opipramol | Häufig | Erniedrigter Blutdruck und Blutdruckabfall mit Schwindel und Schwarzwerden vor den Augen beim Aufsetzen oder Aufstehen (orthostatische Dysregulation), besonders zu Beginn der Behandlung · Kollapszustände… |
| Pipamperon | Häufig | Blutdruckabfall beim Wechsel vom Liegen zum Stehen · Niedriger Blutdruck |
| Pramipexol | Häufig | Bei Parkinson-Krankheit: niedriger Blutdruck (Hypotonie) · Bei Restless-Legs-Syndrom: niedriger Blutdruck (Hypotonie) |
| Propranolol | Häufig | Verstärkter Blutdruckabfall |
| Quetiapin | Häufig | Niedriger Blutdruck beim Aufstehen mit Schwindel oder Ohnmacht (kann zu Stürzen führen) · Verlangsamter Herzschlag zu Beginn der Behandlung, mit niedrigem Blutdruck und Ohnmacht |
| Ramipril | Häufig | Zu niedriger Blutdruck (Hypotonie), besonders beim Stehen oder plötzlichen Aufstehen; Ohnmacht (Synkope) |
| Rivaroxaban | Häufig | Niedriger Blutdruck, etwa mit Schwindel oder Ohnmacht beim Aufstehen |
| Silodosin | Häufig | Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie) · Niedriger Blutdruck (Hypotonie) |
| Tacrolimus | Häufig | Blutungen, teilweise oder vollständige Verstopfung von Blutgefäßen, niedriger Blutdruck; laut Fachinformation auch Erkrankungen der peripheren Blutgefäße |
| Telmisartan | Häufig | Niedriger Blutdruck (Hypotonie) bei Menschen, die zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen behandelt werden · Niedriger Blutdruck (Hypotonie) bei Menschen, die wegen Bluthochdrucks behandelt werden;… |
| Ticagrelor | Häufig | Schwindel, Benommenheit oder verschwommenes Sehen als Anzeichen eines niedrigen Blutdrucks |
| Tirzepatid | Häufig | Im Gewichtsmanagement: niedriger Blutdruck (Hypotonie) |
| Tizanidin | Häufig | Blutdruckabfall |
| Trazodon | Häufig | Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatischer Blutdruckabfall), niedriger Blutdruck (Hypotonie) · Kurze Bewusstlosigkeit (Synkope); Fälle von Blutdruckabfall beim Aufstehen und Synkope wurden besonders zu Beginn der… |
| Valproinsäure | Häufig | Zu niedriger Natriumwert im Blut (Hyponatriämie), etwa mit niedrigem Blutdruck, beschleunigtem Herzschlag, allgemeiner Müdigkeit und Muskelkrämpfen |
| Valsartan | Häufig | Niedriger Blutdruck mit oder ohne Beschwerden wie Schwindel und Ohnmacht beim Aufstehen |
| Verapamil | Häufig | Verlangsamter Herzschlag (Bradykardie), Entstehung oder Verschlimmerung einer Herzmuskelschwäche, übermäßiger Blutdruckabfall und/oder Beschwerden durch Blutdruckabfall beim Wechsel vom Liegen oder Sitzen zum Stehen… |
| Xipamid | Häufig | Kreislaufbeschwerden beim Wechsel vom Liegen ins Stehen (orthostatische Hypotonie) · Krampfanfälle, Benommenheit, Verwirrtheit und Kreislaufkollaps infolge einer verminderten Blutmenge bei sehr starker Harnausscheidung |
| Alfuzosin | Gelegentlich | Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie), vor allem wenn die Behandlung mit einer zu hohen Dosis begonnen oder wieder aufgenommen wird |
| Amlodipin | Gelegentlich | Niedriger Blutdruck (hypotone Kreislaufreaktionen) |
| Aripiprazol | Gelegentlich | Absinken des Blutdrucks beim Aufstehen, das Schwindel, Benommenheit oder Ohnmacht auslösen kann |
| Buprenorphin | Gelegentlich | Kreislaufstörungen wie niedriger Blutdruck, in seltenen Fällen sogar Kreislaufkollaps |
| Butylscopolamin | Gelegentlich | Blutdruckabfall, Schwindel |
| Diazepam | Gelegentlich | Blutdruckabfall · Niedriger Blutdruck (Hypotonie) |
| Dienogest | Gelegentlich | Niedriger Blutdruck |
| Dienogest/Ethinylestradiol | Gelegentlich | Hoher Blutdruck, niedriger Blutdruck · Venenentzündung, diastolischer Bluthochdruck, Schwindel oder Ohnmacht beim Aufstehen aus dem Sitzen oder Liegen (orthostatische Dysregulation), Hitzewallungen, Krampfadern… |
| Duloxetin | Gelegentlich | Ohnmacht (Synkope); Schwindel, Benommenheit oder Ohnmacht nach dem Aufstehen (orthostatische Hypotonie), besonders zu Beginn der Behandlung berichtet |
| Felodipin | Gelegentlich | Zu niedriger Blutdruck (Hypotonie) |
| Fentanyl | Gelegentlich | Niedriger Blutdruck |
| Fluoxetin | Gelegentlich | Niedriger Blutdruck |
| Hydrochlorothiazid | Gelegentlich | Blutdruckabfall, auch beim Wechsel vom Liegen zum Stehen (orthostatische Regulationsstörungen), vor allem bei verminderter Blutmenge oder Flüssigkeitsmangel, etwa bei schwerer Herzschwäche oder hohen Dosen… |
| Hydromorphon | Gelegentlich | Blutdruckabfall, niedriger Blutdruck |
| Ivabradin | Gelegentlich | Niedriger Blutdruck (Hypotonie), möglicherweise im Zusammenhang mit einem verlangsamten Herzschlag |
| Lercanidipin | Gelegentlich | Blutdruckabfall (Hypotonie) |
| Leuprorelin | Gelegentlich | Bei Männern mit Prostatakrebs: Blutdruckveränderungen (Senkung oder Erhöhung) · Bei Frauen (Enantone-Gyn): Herzklopfen, Kreislaufschwäche · Bei Frauen (Enantone-Gyn): Blutdruckerhöhung oder -senkung |
| Metamizol | Gelegentlich | Blutdruckabfall ohne weitere Zeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion (isolierte hypotensive Reaktion), möglicherweise direkt durch die Arzneimittelwirkung bedingt; nur in seltenen Fällen führt er zu einem schweren… |
| Morphin | Gelegentlich | Blutdruckabfall, Blutdruckanstieg |
| Moxonidin | Gelegentlich | Niedriger Blutdruck (Hypotonie), Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie) |
| Nifedipin | Gelegentlich | Blutdruckabfall (Hypotonie), kurz andauernde Ohnmacht (Synkope) |
| Nitrendipin | Gelegentlich | Übermäßige Blutdrucksenkung (arterielle Hypotonie) |
| Omalizumab | Gelegentlich | Ohnmacht (Synkope), niedriger Blutdruck beim Sitzen oder Stehen (Orthostasesyndrom), flüchtige Hautrötung (Flush) |
| Ondansetron | Gelegentlich | Niedriger Blutdruck, der Schwäche- oder Schwindelgefühle verursachen kann (Hypotonie) · Kreislaufkollaps |
| Oxazepam | Gelegentlich | Erniedrigung des Blutdrucks |
| Paliperidon | Gelegentlich | Niedriger Blutdruck, auch beim Aufstehen, einige Menschen fühlen sich beim plötzlichen Aufstehen oder Aufrichten schwach oder schwindelig oder werden ohnmächtig |
| Paroxetin | Gelegentlich | Kurzzeitiger Blutdruckanstieg oder -abfall, der bei plötzlichem Aufstehen zu Schwindel oder Ohnmacht führen kann (orthostatische Hypotonie); laut Fachinformation üblicherweise bei Menschen mit vorher bestehendem… |
| Pregabalin | Gelegentlich | Niedriger Blutdruck, hoher Blutdruck |
| Pridinol | Gelegentlich | Kreislaufreaktion, niedriger Blutdruck (Hypotonie) |
| Propiverin | Gelegentlich | Blutdrucksenkung mit Benommenheit |
| Ranolazin | Gelegentlich | Schwächeanfall oder Ohnmacht (Synkope), Schwindel beim Aufstehen · Hitzewallungen, niedriger Blutdruck (Hypotonie) · Kältegefühl in Händen und Beinen (periphere Kälte), Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische… |
| Risperidon | Gelegentlich | Niedriger Blutdruck, auch beim Aufstehen, beim plötzlichen Aufstehen oder Aufrichten können Schwäche, Schwindel oder Ohnmacht auftreten; Erröten |
| Ropinirol | Gelegentlich | Bei Parkinson-Krankheit: Schwindel- oder Ohnmachtsgefühl, besonders beim plötzlichen Aufrichten (durch Blutdruckabfall), niedriger Blutdruck (Hypotonie); laut Fachinformation in seltenen Fällen schwer ausgeprägt · Beim… |
| Sildenafil | Gelegentlich | Bluthochdruck, niedriger Blutdruck |
| Tadalafil | Gelegentlich | Niedriger Blutdruck (laut Fachinformation vor allem bei Menschen, die bereits Blutdrucksenker einnehmen), hoher Blutdruck |
| Tamsulosin | Gelegentlich | Niedriger Blutdruck, laut Fachinformation beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie) |
| Tapentadol | Gelegentlich | Erniedrigter Blutdruck |
| Timolol | Gelegentlich | Blutdruckabfall |
| Topiramat | Gelegentlich | Ohnmacht · Niedriger Blutdruck, auch nach dem Aufstehen; manche Behandelte fühlen sich dann schwach oder schwindelig oder werden ohnmächtig, wenn sie plötzlich aufstehen |
| Tramadol | Gelegentlich | Sich einer Ohnmacht nahe fühlen oder Kreislaufkollaps (laut Fachinformation Blutdruckabfall beim Aufrichten, orthostatische Hypotonie), vor allem bei aufrechter Körperhaltung und körperlicher Belastung |
| Urapidil | Gelegentlich | Blutdruckabfall beim Lagewechsel, etwa beim Aufstehen (orthostatische Dysregulation) |
| Venlafaxin | Gelegentlich | Niedriger Blutdruck, auch Schwindelgefühl beim zu schnellen Aufstehen (orthostatische Hypotonie) |
| Atenolol | Selten | Niedriger Blutdruck, besonders beim Übergang vom Liegen zum Stehen, und Ohnmachtsanfall (Synkope) |
| Beclometason/Formoterol | Selten | Blutdruckanstieg oder Blutdrucksenkung |
| Bromazepam | Selten | Blutdruckabfall · Niedriger Blutdruck |
| Carbamazepin | Selten | Erhöhter oder zu niedriger Blutdruck |
| Ciprofloxacin | Selten | Erweiterung der Blutgefäße (Vasodilatation), niedriger Blutdruck oder Ohnmacht |
| Levofloxacin | Selten | Niedriger Blutdruck (Hypotonie) |
| Levomethadon | Selten | Sickerblutungen (Hämorrhagie), Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie), Einschränkung der Kreislauffunktion, Schock, selten bis sehr selten |
| Methocarbamol | Selten | Blutdruckerniedrigung (Hypotonie) |
| Methotrexat | Selten | Erniedrigter Blutdruck (Hypotonie) |
| Minoxidil | Selten | Zu niedriger Blutdruck (Hypotonie) im Zusammenhang mit vorheriger oder gleichzeitiger Einnahme von Guanethidin |
| Moxifloxacin | Selten | Bluthochdruck, niedriger Blutdruck |
| Olmesartan | Selten | Zu starke Blutdrucksenkung bei anfälligen Personen oder als Folge einer allergischen Reaktion, mit starker Benommenheit oder Ohnmacht; bei älteren Menschen gelegentlich |
| Oxycodon | Selten | Blutdruckabfall, der zu Schwindel und Ohnmacht (Synkope) führen kann; Schwindel beim Aufstehen aus dem Sitzen oder Liegen |
| Salbutamol | Selten | Blutdrucksteigerungen oder Blutdrucksenkungen |
| Budesonid/Formoterol | Sehr selten | Veränderungen des Blutdrucks (Blutdruckschwankungen) |
| Bupropion | Sehr selten | Erweiterung der Blutgefäße; Blutdruckabfall beim Aufstehen, der Schwindel, Benommenheit oder Ohnmacht zur Folge haben kann |
| Certoparin | Sehr selten | In Einzelfällen, wie bei unfraktioniertem Heparin: niedriger Blutdruck und verlangsamter Herzschlag, schmerzhafte Dauererektion des Penis (Priapismus), Übersäuerung des Blutes (Azidose) und Verminderung der… |
| Clopidogrel | Sehr selten | Niedriger Blutdruck |
| Formoterol | Sehr selten | Änderungen der Blutdruckwerte (Blutdruckschwankungen) |
| Indapamid | Sehr selten | Niedriger Blutdruck (Hypotonie) |
| Midazolam | Sehr selten | Blutdruckabfall, Erweiterung der Blutgefäße |
| Torasemid | Sehr selten | Durch eine Bluteindickung niedriger Blutdruck und Durchblutungsstörungen, auch des Herzmuskels; mögliche Folgen sind Herzrhythmusstörungen, Engegefühl in der Brust (Angina pectoris), ein akuter Herzinfarkt oder ein… |
| Alprazolam | Nicht bekannt | Niedriger Blutdruck (Hypotonie) |
| Azithromycin | Nicht bekannt | Niedriger Blutdruck |
| Brinzolamid | Nicht bekannt | Erhöhter oder erniedrigter Blutdruck (auch Hypertonie) |
| Codein | Nicht bekannt | Niedriger Blutdruck (Hypotonie) |
| Cotrimoxazol (Sulfamethoxazol/Trimethoprim) | Nicht bekannt | Kreislaufschock, häufig mit Fieber, meist bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem; Anzeichen können Fieber, sehr niedriger Blutdruck und eine erhöhte Herzfrequenz sein |
| Doxepin | Nicht bekannt | Blutdruckabfall, Kreislaufstörungen beim Wechsel vom Liegen zum Stehen |
| Doxylamin | Nicht bekannt | Abfall oder Anstieg des Blutdrucks |
| Escitalopram | Nicht bekannt | Schwindel beim Aufstehen durch niedrigen Blutdruck (orthostatische Hypotonie) |
| Flecainid | Nicht bekannt | Niedriger Blutdruck (Hypotonie) |
| Levodopa/Benserazid | Nicht bekannt | Niedriger Blutdruck, besonders beim Aufstehen, mit Schwindel oder Ohnmacht |
| Levothyroxin | Nicht bekannt | Kreislaufkollaps bei Frühgeborenen mit niedrigem Geburtsgewicht |
| Lithium | Nicht bekannt | Niedriger Blutdruck, Kreislaufkollaps |
| Lorazepam | Nicht bekannt | Verringerte Muskelspannung, niedriger Blutdruck (Hypotonie), leichter Blutdruckabfall |
| Pyridostigmin | Nicht bekannt | Niedriger Blutdruck |
| Sumatriptan | Nicht bekannt | Ohnmachtsgefühl durch Blutdruckabfall |
| Trimipramin | Nicht bekannt | Besonders zu Beginn der Behandlung: Blutdruckabfall beim Wechsel vom Liegen oder Sitzen zum Stehen (orthostatische Hypotonie), Ohnmacht (Synkope) und beschleunigter Herzschlag (Tachykardie); Blutdrucksenkung |
Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (131 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Niedriger Blutdruck als mögliches Zeichen einer anderen Nebenwirkung (52 Wirkstoffe)
Bei diesen Wirkstoffen nennt die Produktinformation die Beschwerde als mögliches Anzeichen einer anderen Nebenwirkung. Die angegebene Häufigkeit gilt für diese andere Nebenwirkung, nicht für die Beschwerde selbst; deshalb stehen sie nicht in der Tabelle oben.
| Wirkstoff | Angabe in der Produktinformation | Häufigkeit dieser Nebenwirkung |
|---|---|---|
| Acetylcystein | Allergische Reaktionen mit Juckreiz, Quaddelbildung, Hautausschlag, Atemnot, beschleunigtem Herzschlag, Blutdrucksenkung, Verkrampfung der Bronchien (Bronchospasmen) und Gesichtsschwellungen; laut Fachinformation auch Angioödem | Gelegentlich |
| Acetylsalicylsäure | Niedrig dosiert (100 mg): Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, der Atemwege, des Magen-Darm-Bereichs und des Herz-Kreislauf-Systems, vor allem bei Menschen mit Asthma, etwa mit Blutdruckabfall, Anfällen von Atemnot, Entzündung der Nasenschleimhaut,… | Selten |
| Acetylsalicylsäure/Paracetamol/Coffein | Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich allergischem Schock, Schwellungen von Gesicht, Zunge und Kehlkopf (Angioödem), Verengung der Bronchien, Blutdruckabfall und Atemnot | Selten |
| Aciclovir | Schwere allergische Reaktionen (anaphylaktische Reaktionen, Angioödem, Atemnot) mit plötzlichen Schwierigkeiten beim Atmen, Sprechen oder Schlucken, Schwäche, Blutdruckabfall und Schwellung von Lippen, Zunge, Gesicht und Hals | Selten |
| Amoxicillin | Arzneimittelbedingtes Enterokolitissyndrom (DIES), hauptsächlich bei Kindern berichtet: allergische Reaktion mit anhaltendem Erbrechen 1 bis 4 Stunden nach der Einnahme, dazu möglich Bauchschmerzen, Teilnahmslosigkeit (Lethargie), Durchfall und niedriger… | Nicht bekannt |
| Amoxicillin/Clavulansäure | Arzneimittelbedingtes Enterokolitissyndrom (DIES), hauptsächlich bei Kindern berichtet: allergische Reaktion mit dem Leitsymptom anhaltenden Erbrechens 1 bis 4 Stunden nach der Einnahme; weitere Symptome können Bauchschmerzen, Lethargie, Durchfall und… | Nicht bekannt |
| Azathioprin | Überempfindlichkeitsreaktionen mit allgemeinem Unbehagen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Fieber, Schüttelfrost, Hautausschlag, Hautknötchen, Entzündung von Blutgefäßen, Muskel- und Gelenkschmerzen, niedrigem Blutdruck, Nieren- oder Leberstörungen… | Gelegentlich |
| Budesonid | Schwere allergische Reaktion mit Juckreiz, Hautausschlag, geröteter Haut, Schwellung von Augenlidern, Lippen, Gesicht oder Hals, keuchendem Atmen, niedrigem Blutdruck oder Kollaps; laut Fachinformation Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich… | Selten |
| Butylscopolamin | Atemnot (Dyspnoe), Überempfindlichkeitsreaktionen, schwere Überempfindlichkeitsreaktionen bis zum anaphylaktischen Schock mit Blutdruckabfall und Hitzegefühl (Flush); laut Fachinformation auch Ausschlag und Hautrötung | Nicht bekannt |
| Cefaclor | Schwere, plötzlich auftretende Überempfindlichkeitserscheinungen, die sich zum Beispiel äußern als Blutdruckabfall bis hin zu bedrohlichem Schock, Herzjagen, Gesichtsschwellung (Gesichtsödem), innere Kehlkopfschwellung mit Einengung der Luftwege, Schwäche,… | Gelegentlich |
| Certoparin | Allergische Reaktionen mit Juckreiz, Hautrötung (Erythem), Nesselsucht (Urtikaria), Gewebeschwellungen (angioneurotisches Ödem), entzündlichen Hautveränderungen (Exanthem), Übelkeit, Erbrechen, Temperaturanstieg, Kopfschmerzen und Blutdruckabfall | Selten |
| Certoparin | Lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen) mit entzündlichen Hautveränderungen, Atemnot, Verkrampfung der Bronchialmuskulatur (Bronchospasmus) und Blutdruckabfall bis hin zum Schock | Sehr selten |
| Clarithromycin | Schwere allergische Reaktion (anaphylaktische Reaktion), die Atemnot oder Schwindelgefühl verursacht; Schock mit Blutdruckabfall, Unruhe, schwachem schnellem Puls, feuchtkalter Haut und Bewusstseinsstörungen | Nicht bekannt |
| Clindamycin | Anaphylaktischer Schock (Kreislaufversagen bei einer Überempfindlichkeitsreaktion), anaphylaktoide Reaktion, Überempfindlichkeit | Nicht bekannt |
| Cotrimoxazol (Sulfamethoxazol/Trimethoprim) | Schwere, plötzlich auftretende Überempfindlichkeitsreaktion, z. B. mit Blutdruckabfall bis hin zum anaphylaktischen Schock, Gesichtsschwellung, Herzjagen, Schwellung im Kehlkopf mit Einengung der Luftwege, Zungenschwellung oder Atemnot | Sehr selten |
| Dapagliflozin | Verlust von zu viel Körperflüssigkeit (Dehydratisierung, Volumenmangel); mögliche Anzeichen sind ein sehr trockener oder klebriger Mund, wenig oder kein Urin und schneller Herzschlag; die Fachinformation zählt auch einen zu niedrigen Blutdruck (Hypotonie) dazu | Gelegentlich |
| Dexamethason | Schwere allergische (anaphylaktische) Reaktionen wie Herzrhythmusstörungen, Verkrampfung der Bronchialmuskulatur, zu hoher oder zu niedriger Blutdruck, Kreislaufkollaps oder Herzstillstand | Nicht bekannt |
| Diclofenac | Unverträglichkeitsreaktionen (anaphylaktische und anaphylaktoide Reaktionen), einschließlich niedrigem Blutdruck, Herzjagen und Schock | Selten |
| Dimethylfumarat | Schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie) mit Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund oder Zunge (Angioödem), Keuchen, Atemproblemen oder Kurzatmigkeit (Dyspnoe, Hypoxie), Schwindel oder Bewusstlosigkeit (Hypotonie) | Nicht bekannt |
| Doxycyclin | Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen), darunter Entzündung kleiner Blutgefäße (Purpura Schönlein-Henoch), niedriger Blutdruck, Herzbeutelentzündung (Perikarditis), Schwellungen von Haut und Schleimhaut (Angioödem), Verschlechterung… | Häufig |
| Empagliflozin | Flüssigkeitsmangel (Dehydratation, Volumenmangel); die Anzeichen sind unspezifisch, möglich sind ungewöhnlich starkes Durstgefühl, Benommenheit oder Schwindel beim Aufstehen, Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit | Sehr häufig |
| Formoterol | Allergische Reaktionen, z. B. das Gefühl, ohnmächtig zu werden (durch niedrigen Blutdruck), oder Schwellungen an Händen und/oder Füßen, im Gesicht, an den Augenlidern und Lippen; laut Fachinformation auch Nesselsucht (Urtikaria), Juckreiz und Ausschlag | Selten |
| Gabapentin | Schwere, möglicherweise lebensbedrohliche allergische Reaktion (Anaphylaxie) mit Atembeschwerden, Schwellung von Lippen, Rachen und Zunge und niedrigem Blutdruck; außerdem eine Überempfindlichkeitsreaktion des ganzen Körpers mit zum Beispiel Fieber,… | Nicht bekannt |
| Glimepirid | Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich einer allergischen Gefäßentzündung (Vaskulitis), oft mit Hautausschlag, aus denen sich eine lebensbedrohliche Situation mit Atemnot und Blutdruckabfall bis hin zum Schock entwickeln kann | Sehr selten |
| Guselkumab | Schwerwiegende allergische Reaktion (laut Fachinformation Anaphylaxie) mit Atem- oder Schluckbeschwerden, Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen, starkem Hautjucken mit rotem Ausschlag oder erhabenen Beulen, Benommenheit, niedrigem Blutdruck oder… | Selten |
| Heparin | Allergische Reaktionen mit Übelkeit, Kopfschmerzen, Temperaturanstieg, Gliederschmerzen, Nesselsucht (Urtikaria), Erbrechen, Juckreiz (Pruritus), Kurzatmigkeit (Dyspnoe), krampfartiger Verengung der Bronchien (Bronchospasmen) und Blutdruckabfall; örtliche… | Gelegentlich |
| Humaninsulin | Schwere allergische Reaktion auf Actrapid oder einen seiner Bestandteile (systemische allergische Reaktion), die lebensbedrohlich werden kann; laut Fachinformation mit generalisiertem Hautausschlag, Jucken, Schwitzen, Magen-Darm-Störungen, Schwellungen… | Sehr selten |
| Hydrochlorothiazid | Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen wie ein Kreislaufkollaps (anaphylaktischer Schock); erste Anzeichen sind unter anderem heftige Hautrötung (Flush) oder Nesselsucht, Unruhe, Kopfschmerz, Schweißausbruch, Übelkeit und bläuliche Verfärbung der Haut… | Selten |
| Ibuprofen | Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlag und Juckreiz sowie Asthmaanfällen, eventuell mit Blutdruckabfall | Gelegentlich |
| Ibuprofen | Schwere allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen mit Schwellung von Gesicht, Zunge oder Kehlkopf, Luftnot, Herzrasen und Blutdruckabfall bis zum lebensbedrohlichen Schock, auch schon bei der ersten Anwendung | Sehr selten |
| Indapamid | Niedrige Natriumwerte im Blut (Hyponatriämie), die zu einem Mangel an Körperwasser (Dehydratation) und niedrigem Blutdruck führen können | Nicht bekannt |
| Insulin glargin | Schwere allergische Reaktionen; Anzeichen können großflächige Hautreaktionen (Hautausschlag und Juckreiz am ganzen Körper), starke Haut- und Schleimhautschwellungen (Angioödem), Atemnot sowie ein Blutdruckabfall mit schnellem Puls und Schwitzen sein. Schwere… | Selten |
| Insulin glulisin | Systemische Überempfindlichkeitsreaktion (generalisierte Insulinallergie) mit großflächigen Hautreaktionen (Hautausschlag und Juckreiz am ganzen Körper), starken Haut- und Schleimhautschwellungen (Angioödem), Atemnot, Blutdruckabfall mit schnellem Puls und… | Gelegentlich |
| Insulin lispro | Allergische Reaktionen, die sehr schwer verlaufen können, mit Ausschlag und Juckreiz am ganzen Körper, Atemschwierigkeiten, keuchendem Atem, Blutdruckabfall, schnellem Herzschlag und Schwitzen | Häufig |
| Ipratropium | Allergische Reaktionen und schwere allergische Reaktionen (Anaphylaxie); Zeichen können Hautausschlag, Hautjucken, Schwellung von Mund und Gesicht, plötzliche Atemprobleme, Blutdruckabfall oder eine Verkrampfung der Kehlkopfmuskulatur sein; laut… | Gelegentlich |
| Levofloxacin | Kreislaufkollaps (anaphylaktischer bzw. anaphylaxieähnlicher Schock), laut Fachinformation schon nach der ersten Dosis möglich | Nicht bekannt |
| Liraglutid | Schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie) mit Problemen beim Atmen, Anschwellen von Hals und Gesicht und beschleunigtem Herzschlag; laut Fachinformation auch mit niedrigem Blutdruck und Ödemen | Selten |
| Lisdexamfetamin | Schwere allergische Reaktion mit starkem Blutdruckabfall, Atemschwierigkeiten und Nesselausschlag oder Juckreiz (anaphylaktische Reaktion) | Nicht bekannt |
| Metamizol | Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide oder anaphylaktische Reaktionen); typische Anzeichen leichterer Reaktionen sind Augenbrennen, Husten, laufende Nase, Niesen, Engegefühl in der Brust, Hautrötung, Nesselsucht und Schwellungen im Gesicht,… | Selten |
| Metamizol | Anaphylaktischer Schock | Nicht bekannt |
| Metronidazol | Allergische Reaktion (anaphylaktische Reaktion), häufig mit Blutdruckabfall, Schwindel, Übelkeit und eventuell Atemnot | Gelegentlich |
| Metronidazol | Schwere allergische Reaktion (anaphylaktischer Schock), unter Umständen mit Kreislaufversagen | Sehr selten |
| Miconazol | Überempfindlichkeitsreaktionen mit Juckreiz sowie Schwellung und Rötung der Haut; auch schwere Verläufe mit Atemnot und Blutdruckabfall | Sehr selten |
| Morphin | Akute allergische Allgemeinreaktionen wie plötzlich auftretende Atemprobleme, Schwellung der Haut und/oder Blutdruckabfall (anaphylaktische Reaktionen) | Nicht bekannt |
| Moxifloxacin | Schwere, plötzliche allergische Reaktionen (Anaphylaxie) mit z. B. Atemnot, Blutdruckabfall oder Pulsjagen, einschließlich eines sehr seltenen lebensbedrohlichen Schocks | Selten |
| Naproxen | Asthmaanfälle, eventuell mit Blutdruckabfall, und Verkrampfung der Bronchialmuskulatur (Bronchospasmen) | Gelegentlich |
| Naproxen | Schwere allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Angioödem) mit Anschwellen von Gesicht, Zunge und Kehlkopf, Atemnot, erhöhtem Herzschlag und schweren Kreislaufstörungen bis zum lebensbedrohlichen Schock, auch schon bei der ersten Anwendung | Sehr selten |
| Olmesartan | Schnelle allergische Reaktionen, die den ganzen Körper betreffen und sowohl Atemprobleme als auch einen schnellen Blutdruckabfall bis zur Ohnmacht verursachen können (anaphylaktische Reaktionen) | Gelegentlich |
| Pankreatin | Überempfindlichkeit, anaphylaktische Reaktionen und anaphylaktischer Schock, eine schwere, möglicherweise lebensbedrohliche allergische Reaktion; laut Fachinformation wurden nach der Markteinführung als Anzeichen einer Überempfindlichkeit generalisierter… | Nicht bekannt |
| Prednisolon | Schwere allergische (anaphylaktische) Reaktionen wie Herzrhythmusstörungen, Krämpfe der Bronchialmuskulatur (Bronchospasmen), zu hoher oder zu niedriger Blutdruck, Kreislaufkollaps oder Herzstillstand | Nicht bekannt |
| Risankizumab | Schwere allergische Reaktionen (Anaphylaxie) mit Atem- oder Schluckbeschwerden, Schwellungen im Gesicht, an Lippen, Zunge oder Rachen und niedrigem Blutdruck, der Schwindelgefühl oder Benommenheit verursachen kann | Selten |
| Salbutamol | Überempfindlichkeitsreaktionen mit Juckreiz, Nesselsucht (Urtikaria), Schwellung im Mund- und Rachenbereich (Quincke-Ödem), Hautausschlag (Exanthem), Verkrampfung der Bronchien (Bronchospasmus), Blutdruckabfall und Kollaps | Nicht bekannt |
| Tapentadol | Allergische Reaktionen mit pfeifenden Atemgeräuschen, Anschwellen von Augenlidern, Gesicht oder Lippen, Hautausschlag oder Juckreiz, in schwereren Fällen Schwierigkeiten beim Atmen, Blutdruckabfall, Kollaps oder Schock; laut Fachinformation wurde nach der… | Gelegentlich |
| Tiotropium | Allergische Reaktionen mit Anschwellen des Gesichts oder Rachens (Angioödem) oder andere Überempfindlichkeitsreaktionen, auch vom Soforttyp, zum Beispiel plötzlicher Blutdruckabfall oder Schwindel | Selten |
| Trastuzumab | Schwere allergische Reaktionen (anaphylaktische Reaktion, anaphylaktischer Schock), laut Fachinformation auch mit tödlichem Ausgang berichtet | Selten |
| Ustekinumab | Schwerwiegende allergische Reaktionen (Anaphylaxie, Angioödem) mit Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken, niedrigem Blutdruck mit Schwindelgefühl oder Benommenheit und Anschwellen von Gesicht, Lippen, Mund oder Hals | Selten |
| Vedolizumab | Plötzliche schwere allergische Reaktion mit Atembeschwerden, Schwellung, schnellem Herzschlag, Schwitzen, Blutdruckabfall, Benommenheit, Bewusstlosigkeit und Kollaps (anaphylaktische Reaktion und anaphylaktischer Schock) | Sehr selten |
Was die Häufigkeitsklassen bedeuten, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen; Schwindel allgemein behandelt die Seite Schwindel durch Medikamente.
Woran Sie einen niedrigen Blutdruck durch ein Medikament erkennen
Bei einer orthostatischen Hypotonie wird Betroffenen laut gesund.bund.de bis zu 30 Minuten nach dem Aufstehen aus dem Sitzen oder Liegen schwindelig, sie fühlen sich benommen oder werden ohnmächtig [1]. Setzen oder legen sie sich wieder hin, geht es ihnen unmittelbar besser [1]. Weitere mögliche Beschwerden sind Sehstörungen, seltener Kopf- oder Brustschmerzen; bei älteren Menschen kommt es außerdem 15 bis 90 Minuten nach dem Essen häufiger zu einem plötzlichen Blutdruckabfall [1]. Als typische Anzeichen eines starken Blutdruckabfalls nennt die Packungsbeilage von Metamizol Herzrasen, Blässe, Zittern, Schwindel, Übelkeit und Ohnmacht [22].
Ein Hinweis ist der zeitliche Zusammenhang mit dem Beginn der Behandlung oder einer Änderung der Dosis. Bei Ramipril ist Schwindelgefühl laut Packungsbeilage zu Beginn der Behandlung oder bei einer Dosiserhöhung wahrscheinlicher [4]. Bei Doxazosin kann es laut Fachinformation speziell am Anfang der Behandlung bei Lagewechsel zu einer orthostatischen Hypotonie kommen, die sich als Schwindel und Schwächegefühl oder selten als Bewusstseinsverlust zeigt [10]. Bei Quetiapin traten der Blutdruckabfall beim Aufstehen und der damit zusammenhängende Schwindel laut Fachinformation normalerweise während der anfänglichen Dosisanpassung auf [19]. Bei Carvedilol kann es laut Fachinformation nach der ersten Dosis, aber auch bei einer Dosissteigerung zu einem verstärkten Blutdruckabfall kommen, insbesondere bei schwerer Herzschwäche, Salz- oder Flüssigkeitsmangel, bei Menschen ab 70 Jahren oder bei niedrigem Ausgangsblutdruck [7].
Auch mehrere Mittel zugleich spielen eine Rolle. Doxazosin verstärkt laut Fachinformation die blutdrucksenkende Wirkung anderer Alphablocker und anderer Blutdrucksenker [10]. Die blutdrucksenkende Wirkung von Glyceroltrinitrat wird laut Packungsbeilage unter anderem durch andere gefäßerweiternde Mittel, Blutdrucksenker wie Betablocker, Calciumantagonisten, Diuretika und ACE-Hemmer, durch trizyklische Antidepressiva, Neuroleptika und Alkohol verstärkt [13]. Mehr dazu: Wechselwirkungen und Viele Medikamente gleichzeitig.
Ob ein Medikament dahintersteckt, klärt die Ärztin oder der Arzt. Um eine orthostatische Hypotonie festzustellen, werden laut gesund.bund.de in der Regel Blutdruck und Puls im Liegen und Sitzen, kurz nach dem Aufstehen und etwa eine Minute danach gemessen [1]. Bevor eine Behandlung des Bluthochdrucks verstärkt wird, sollen Ärztinnen und Ärzte laut NVL Hypertonie unter anderem nach einer orthostatischen Hypotonie fragen bzw. sie prüfen [3].
Warum Medikamente den Blutdruck senken können
Beim Aufstehen verlagert sich das Blut durch die Schwerkraft in den Unterkörper; ist die Regulation des Blutdrucks gestört, sind die obere Körperhälfte und das Gehirn dann laut gesund.bund.de ungenügend durchblutet [1].
Gefäßerweiterung: Doxazosin blockiert laut Fachinformation bestimmte Rezeptoren in den Blutgefäßen (Alpha-1-Rezeptoren); dadurch sinkt der Gefäßwiderstand und mit ihm der Blutdruck [10]. Wie andere Antipsychotika, die diese Rezeptoren blockieren, kann Quetiapin laut Fachinformation besonders während der anfänglichen Dosisanpassung häufig eine orthostatische Hypotonie auslösen [19]. Sildenafil und Doxazosin erweitern laut Fachinformation beide die Blutgefäße und können zusammen bei einigen Menschen einen Blutdruckabfall mit Beschwerden verursachen [10]. Wegen seiner Wirkung auf den Stoffwechselweg des Botenstoffs Stickstoffmonoxid verstärkt Sildenafil laut Fachinformation die blutdrucksenkende Wirkung von Nitraten [14].
Weniger Flüssigkeit im Kreislauf: Dapagliflozin steigert laut Fachinformation die Harnausscheidung; das kann zu einer mäßigen Abnahme des Blutdrucks führen, bei sehr hohem Blutzucker auch ausgeprägter [24]. Bei Furosemid können bei übermäßiger Harnausscheidung laut Packungsbeilage Kreislaufbeschwerden auftreten, die sich vor allem als Kopfschmerz, Schwindel, Sehstörungen, Mundtrockenheit und Durst, niedriger Blutdruck und Kreislaufstörungen beim Wechsel vom Liegen zum Stehen äußern [8]. Bei Ramipril ist es laut Fachinformation generell empfehlenswert, vor Beginn der Behandlung eine Austrocknung, einen Flüssigkeits- oder einen Salzmangel auszugleichen; bei Herzschwäche wird das gegen das Risiko einer Überlastung mit Flüssigkeit abgewogen [5].
Was Sie tun können

Nicht eigenmächtig absetzen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Lösen Medikamente einen Blutdruckabfall beim Aufstehen aus, hilft laut gesund.bund.de mitunter ein Wechsel der Präparate [1]. Bei Quetiapin sieht die Fachinformation in diesem Fall vor, eine niedrigere Dosis oder eine langsamere Dosisanpassung zu erwägen, insbesondere bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen [19]. Bei Olanzapin wird laut Fachinformation empfohlen, bei Menschen über 65 Jahre den Blutdruck in regelmäßigen Abständen zu messen [18]. Was infrage kommt, entscheidet die Ärztin oder der Arzt. Mehr dazu: Medikamente absetzen.
Langsam aufstehen. Schwindel und Ohnmachtsanfällen beim Aufstehen lässt sich laut gesund.bund.de mit einfachen Maßnahmen vorbeugen: langsam und schrittweise aufstehen, besonders morgens, vor dem Aufrichten die Wadenmuskulatur anspannen und wieder lockern, körperliche Belastung bei heißem Wetter meiden, Stützstrümpfe tragen und ausreichend trinken [1]. Bei Schwindel unter Tamsulosin sollen Sie sich laut Packungsbeilage sofort hinsetzen oder hinlegen, bis die Beschwerden abgeklungen sind [11]. Menschen mit Herzschwäche sollen Carvedilol laut Packungsbeilage mit einer Mahlzeit einnehmen, um die Gefahr von Schwindel bei plötzlichem Aufstehen zu verringern [6]. Welche Maßnahmen für Sie geeignet sind, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Zu Beginn der Behandlung vorsichtig sein. Zu Beginn der Behandlung mit Doxazosin sollten Sie laut Packungsbeilage alle Umstände und Aktivitäten meiden, in denen Sie durch Schwindel, Schwäche oder in seltenen Fällen plötzliche Bewusstlosigkeit zu Schaden kommen könnten [9]. Tritt unter Ramipril Schwindel auf, dürfen Sie laut Packungsbeilage kein Kraftfahrzeug führen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen [4]. Mehr im Ratgeber Medikamente und Autofahren.
Kombinationen besprechen. Sildenafil dürfen Sie laut Packungsbeilage nicht einnehmen, wenn Sie Nitrate oder Stickstoffmonoxid-Donatoren wie Amylnitrit ("Poppers") anwenden, weil die Kombination einen gefährlichen Blutdruckabfall bewirken kann [14]. Wer einen Alphablocker einnimmt, sollte laut Packungsbeilage von Doxazosin auf eine gleichbleibende Tagesdosis eingestellt sein, bevor Mittel gegen Erektionsstörungen angewendet werden [9]. Alkohol und Blutdrucksenker können sich laut Packungsbeilage von Ramipril in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken; fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wie viel Alkohol Sie trinken dürfen [4]. Mehr dazu: Medikamente und Alkohol.
Bei Flüssigkeitsverlust Bescheid geben. Bei Erkrankungen, die zu einem Flüssigkeitsmangel führen können, etwa einer Magen-Darm-Erkrankung, empfiehlt die Fachinformation von Dapagliflozin eine sorgfältige Überwachung; bei Übelkeit, Erbrechen, Fieber oder wenn Sie nicht essen oder trinken können, rät Ihre Ärztin oder Ihr Arzt laut Packungsbeilage möglicherweise dazu, die Einnahme zu unterbrechen [24].
Nebenwirkung melden. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, auch bei Nebenwirkungen, die dort nicht angegeben sind; Sie können sie auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [11]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
Ohnmacht und Stürze. Manche Menschen fallen laut gesund.bund.de durch den Blutdruckabfall nach dem Aufstehen immer wieder in Ohnmacht, können dann stürzen und sich verletzen [1]. Gerade bei älteren und gebrechlichen Menschen kann laut IQWiG das Risiko für Stürze zunehmen, wenn der Blutdruck zu stark gesenkt wird oder Nebenwirkungen wie Benommenheit auftreten [2]. Bessern sich Schwindel oder Ohnmachtsgefühl unter Tamsulosin im Sitzen oder Liegen nicht, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [11]. Bei Anzeichen einer orthostatischen Hypotonie ist laut gesund.bund.de zunächst die hausärztliche Praxis die richtige Anlaufstelle [1]. Bei Bewusstlosigkeit oder erheblicher Bewusstseinstrübung, bei starken Brustschmerzen oder Herzbeschwerden und nach Unfällen mit Verdacht auf starke Verletzungen alarmieren Sie den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 [26].
Warnzeichen in der Packungsbeilage. Bei einem Blutdruckabfall unter Oxycodon, der Schwindelgefühl und eine Ohnmacht zur Folge haben kann, sollen Sie das Mittel laut Packungsbeilage nicht weiter einnehmen und möglichst umgehend ärztliche Hilfe suchen [25]. Treten unter Sildenafil Brustschmerzen auf, soll die Einnahme laut Packungsbeilage beendet und sofort eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden; Nitrate dürfen dann nicht zur Behandlung der Brustschmerzen verwendet werden [14]. Unter Glyceroltrinitrat ist ein starker Blutdruckabfall mit Verstärkung der Herzschmerzen laut Packungsbeilage gelegentlich [13]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe.
Zu viel eingenommen. Wurden zu viele Doxazosin-Tabletten eingenommen, sind Benommenheit oder Schwindel durch einen Blutdruckabfall laut Packungsbeilage die wahrscheinlichsten Beschwerden; legen Sie sich auf den Rücken, lagern Sie die Beine höher als den Kopf und nehmen Sie sofort Kontakt mit der Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses oder mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke auf [9]. Bei Amitriptylin können ein niedriger Blutdruck und Herzrhythmusstörungen laut Packungsbeilage bei einer hohen Dosis auftreten, bei vorbestehender Herzerkrankung auch bei normaler Dosierung [16]. Vergiftungen sind laut KBV ein Fall für den Notruf 112 [26].
Allergische Reaktion. Ein Blutdruckabfall kann auch zu einer schweren allergischen Reaktion gehören, wie zum Beispiel die Packungsbeilage von Metamizol beschreibt [22]. Mehr dazu unter Arzneimittelallergie.
Andere Ursachen
Nicht jeder niedrige Blutdruck unter einem Medikament kommt vom Medikament. Eine immer wiederkehrende orthostatische Hypotonie kommt laut gesund.bund.de gehäuft bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bei Erkrankungen mit einem Funktionsverlust von Nervenzellen vor, etwa der Parkinson-Krankheit oder bestimmten Formen von Demenz; auch bei Diabetes ist die Regulation des Blutdrucks häufig gestört [1]. Auch der Konsum von Alkohol und Drogen kann zu einem Blutdruckabfall nach dem Aufstehen führen; manchmal bleibt die Ursache unklar [1].
Ein Flüssigkeits- oder Salzmangel kann laut den Produktinformationen von Metamizol und Ramipril das Risiko eines Blutdruckabfalls erhöhen, bei Metamizol auch hohes Fieber [5, 22]. Zu einem Flüssigkeitsmangel können laut Packungsbeilage von Dapagliflozin zum Beispiel Übelkeit, Erbrechen oder Fieber führen, ebenso wenn man nicht essen oder trinken kann [24]. Bei einer schweren Herzschwäche kann es unter Carvedilol laut Fachinformation nach der ersten Dosis oder einer Dosissteigerung zu einem verstärkten Blutdruckabfall kommen [7]. Mehr zu niedrigem Blutdruck allgemein lesen Sie auf der Seite Niedriger Blutdruck. Welche Ursache vorliegt, klärt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Quellen
- Behörde Orthostatische Hypotonie. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 06.05.2022. abgerufen am 12.10.2026
- Mit welchen Medikamenten wird Bluthochdruck behandelt?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 22.05.2024. abgerufen am 12.10.2026
- Leitlinie Nationale VersorgungsLeitlinie Hypertonie, Langfassung, Version 1.0 (AWMF-Register-Nr. nvl-009). Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, AWMF. Stand Version 1.0, 2023 (gültig bis 29.06.2028). abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Ramipril-ratiopharm 5 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2024. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Ramipril-ratiopharm Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2023. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Carvedilol-ratiopharm 12,5 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 10/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Carvedilol-ratiopharm Tabletten (6,25 mg, 12,5 mg, 25 mg). ratiopharm GmbH. Stand 09/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Furosemid-ratiopharm 40 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Doxazosin-ratiopharm 4 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Doxazosin-ratiopharm 4 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2023. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Tamsulosin-ratiopharm 0,4 mg Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Tamsulosin-ratiopharm 0,4 mg Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Nitrolingual akut Spray (Glyceroltrinitrat, Spray zur Anwendung in der Mundhöhle). G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG. Stand 04/2018. abgerufen am 12.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation VIAGRA (Sildenafil), Anhang I: Fachinformation und Anhang III B: Packungsbeilage. Upjohn EESV (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 09/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Amitriptylin-CT Tabletten (25 mg und 75 mg). AbZ-Pharma GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Amitriptylin-CT 25 mg Tabletten. AbZ-Pharma GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Olanzapin-ratiopharm Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 04/2023. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Olanzapin-ratiopharm Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2020. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Quetiapin-ratiopharm Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2024. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Quetiapin-ratiopharm Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 01/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Clozapin-ratiopharm 100 mg und 200 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Novaminsulfon-ratiopharm 500 mg Tabletten (Metamizol). ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Novaminsulfon-ratiopharm 500 mg Tabletten (Metamizol). ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 12.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Forxiga (Dapagliflozin), Anhang I: Fachinformation und Anhang III B: Packungsbeilage. AstraZeneca AB (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 03/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Oxycodon-HCl-ratiopharm 10 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 02/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitt "116117 oder 112? Für alle Fälle die richtige Nummer"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
Häufige Fragen
Welche Medikamente können den Blutdruck zu stark senken?
Einen niedrigen Blutdruck oder einen Blutdruckabfall beim Aufstehen nennen die Produktinformationen zum Beispiel bei Blutdrucksenkern wie Ramipril und Carvedilol, bei entwässernden Mitteln wie Furosemid, bei Alphablockern wie Doxazosin und Tamsulosin, bei Nitraten wie Glyceroltrinitrat, beim Antidepressivum Amitriptylin und bei Antipsychotika wie Olanzapin, Quetiapin und Clozapin. Auch Metamizol, Dapagliflozin und Opioide wie Oxycodon können laut Produktinformation den Blutdruck senken. Welche Wirkstoffe mit Steckbrief auf dieser Website einen niedrigen Blutdruck nennen, zeigt die Tabelle oben.
Woran merke ich, dass mein Blutdruck durch ein Medikament zu niedrig ist?
Bei einem Blutdruckabfall beim Aufstehen kommt es laut gesund.bund.de typischerweise zu Schwindel, Sehstörungen und Benommenheit, manchmal zu einer Ohnmacht. Die Beschwerden treten bis zu 30 Minuten nach dem Aufstehen auf und bessern sich rasch im Sitzen oder Liegen. Als typische Anzeichen eines starken Blutdruckabfalls nennt die Packungsbeilage von Metamizol Herzrasen, Blässe, Zittern, Schwindel, Übelkeit und Ohnmacht. Ob ein Medikament dahintersteckt, klärt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Einen Blutdruckabfall beim Aufstehen stellt sie oder er laut gesund.bund.de in der Regel mit Messungen von Blutdruck und Puls im Liegen und Sitzen, kurz nach dem Aufstehen und etwa eine Minute danach fest.
Warum ist mir zu Beginn einer Blutdruckbehandlung schwindelig?
Bei Ramipril ist Schwindelgefühl laut Packungsbeilage zu Beginn der Behandlung oder bei einer Dosiserhöhung wahrscheinlicher. Bei Doxazosin kann es laut Fachinformation speziell am Anfang der Behandlung bei Lagewechsel zu einem Blutdruckabfall mit Schwindel und Schwächegefühl kommen, selten mit Bewusstlosigkeit. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn der Schwindel anhält. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
Darf ich Potenzmittel nehmen, wenn ich Nitrate oder Alphablocker nehme?
Sildenafil darf laut Produktinformation nicht zusammen mit Nitraten eingenommen werden, auch nicht mit sogenannten Poppers (Amylnitrit), weil die Kombination einen gefährlichen Blutdruckabfall bewirken kann. Bei Alphablockern wie Doxazosin ist laut Produktinformation Vorsicht geboten: Zusammen mit Mitteln gegen Erektionsstörungen kann es zu Schwindel oder Benommenheit durch einen niedrigen Blutdruck kommen. Besprechen Sie die Einnahme vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Was kann ich bei Schwindel beim Aufstehen selbst tun?
Laut gesund.bund.de lässt sich Schwindel und Ohnmacht durch langsames und schrittweises Aufstehen, besonders morgens, durch Anspannen der Wadenmuskulatur vor dem Aufrichten, ausreichendes Trinken, das Meiden körperlicher Belastung bei Hitze und Stützstrümpfe vorbeugen. Bei Schwindel unter Tamsulosin sollen Sie sich laut Packungsbeilage sofort hinsetzen oder hinlegen, bis die Beschwerden abgeklungen sind. Welche Maßnahmen für Sie geeignet sind, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Sind ältere Menschen besonders betroffen?
Ja. Eine orthostatische Hypotonie betrifft laut gesund.bund.de meist Menschen über 65 Jahre, die häufiger mehrere Erkrankungen haben und viele Medikamente einnehmen. Laut IQWiG kann bei älteren und gebrechlichen Menschen das Risiko für Stürze zunehmen, wenn der Blutdruck zu stark gesenkt wird. Auch einzelne Fachinformationen weisen darauf hin, etwa die von Amitriptylin und Quetiapin.
Soll ich mein Blutdruckmittel absetzen, wenn mein Blutdruck zu niedrig ist?
Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Lösen Medikamente einen Blutdruckabfall beim Aufstehen aus, hilft laut gesund.bund.de mitunter ein Wechsel der Präparate. Bei Quetiapin empfiehlt die Fachinformation zum Beispiel, eine niedrigere Dosis oder eine langsamere Dosisanpassung zu erwägen. Das entscheidet die Ärztin oder der Arzt. Bei Bewusstlosigkeit oder erheblicher Bewusstseinstrübung rufen Sie den Notruf 112.
Kann Alkohol den Blutdruck zusätzlich senken?
Ja. Laut Packungsbeilage von Ramipril können sich blutdrucksenkende Mittel und Alkohol in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken; Alkohol kann dann Schwindel und Benommenheit verursachen. Auch die blutdrucksenkende Wirkung von Glyceroltrinitrat wird laut Packungsbeilage durch Alkohol verstärkt. Laut gesund.bund.de kann Alkoholkonsum außerdem zu einem Blutdruckabfall nach dem Aufstehen führen. Mehr im Ratgeber Medikamente und Alkohol.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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