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Risankizumab: Nebenwirkungen und Wirkung

Risankizumab ist ein verschreibungspflichtiger Antikörper gegen den Entzündungsbotenstoff Interleukin-23 (IL-23); das Präparat heißt Skyrizi. Er wird bei mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis und bei aktiver Psoriasis-Arthritis unter die Haut gespritzt; bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa beginnt die Behandlung mit Infusionen. Sehr häufig sind Infektionen der oberen Atemwege; bei Zeichen einer schweren allergischen Reaktion oder einer schweren Infektion holen Sie umgehend ärztliche Hilfe.

Frau in den Dreißigern sitzt entspannt im Schneidersitz auf einer Matte in einem hellen Wohnzimmer
Bild: KI-generiert

Die häufigsten Nebenwirkungen

  • Sehr häufig: Infektionen der oberen Atemwege mit Anzeichen wie Halsschmerzen und verstopfter Nase (laut Fachinformation einschließlich Entzündungen von Nasennebenhöhlen, Nase, Rachen, Mandeln, Kehlkopf und Luftröhre)[1, 2]
  • Häufig: Pilzinfektion der Haut (laut Fachinformation Tinea-Infektionen, einschließlich Fußpilz und Nagelpilz)[1, 2]
  • Häufig: Kopfschmerzen (laut Fachinformation einschließlich Spannungs- und Nebenhöhlenkopfschmerzen)[1, 2]
  • Häufig: Juckreiz (Pruritus)[1, 2]
  • Häufig: Ausschlag[1, 2]
  • Häufig: Ekzem[1, 2]
  • Häufig: Müdigkeit (Fatigue; laut Fachinformation einschließlich Schwäche, in der Fachinformation zu Morbus Crohn und Colitis ulcerosa auch Unwohlsein)[1, 2, 4]
  • Häufig: Reaktionen an der Einstichstelle wie Rötung oder Schmerzen (laut Fachinformation auch blauer Fleck, Bluterguss, Blutung, Reizung, Juckreiz, Schwellung, Verhärtung oder Ausschlag; bei der Infusion auch Rötung, Schwellung oder Austreten von Flüssigkeit an der Infusionsstelle)[1, 2, 4]

Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Wofür wird Risankizumab eingesetzt?

Risankizumab ist ein verschreibungspflichtiges biologisches Arzneimittel aus der Gruppe der monoklonalen Antikörper; das Präparat heißt Skyrizi [1, 2]. Laut Packungsbeilage und Fachinformation ist es für diese entzündlichen Erkrankungen zugelassen:

  • Plaque-Psoriasis, mittelschwer bis schwer: bei Erwachsenen sowie bei Kindern und Jugendlichen ab 6 Jahren, die für eine Behandlung des ganzen Körpers infrage kommen [1, 2]. Mehr zur Erkrankung unter Schuppenflechte.
  • Psoriasis-Arthritis, aktiv: bei Erwachsenen, allein oder zusammen mit Methotrexat, wenn ein oder mehrere Basistherapeutika nicht ausreichend gewirkt haben oder nicht vertragen wurden [1, 2].
  • Morbus Crohn, mittelschwer bis schwer aktiv: bei Erwachsenen, wenn eine herkömmliche Behandlung oder Biologika nicht ausreichend gewirkt haben, nicht vertragen wurden oder nicht mehr wirken [3, 4].
  • Colitis ulcerosa, mittelschwer bis schwer aktiv: bei Erwachsenen unter denselben Voraussetzungen [3, 4].

Bei Psoriasis-Arthritis, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa erhalten Sie laut Packungsbeilage zunächst andere Arzneimittel; Risankizumab kommt infrage, wenn diese nicht ausreichend wirken [1, 3]. Laut Fachinformation ist es zur Anwendung unter Anleitung und Überwachung einer Ärztin oder eines Arztes mit Erfahrung in Diagnose und Behandlung dieser Erkrankungen vorgesehen [2, 4]. Ob die Behandlung für Sie infrage kommt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

Wie wirkt Risankizumab?

Risankizumab hemmt ein bestimmtes Eiweiß, den Botenstoff Interleukin-23, kurz IL-23. Er tritt im Körper auf und verursacht Entzündungen [1]. Laut Fachinformation ist Risankizumab ein humanisierter monoklonaler Antikörper, der gezielt an einen Baustein von IL-23 bindet, die sogenannte p19-Untereinheit, ohne an den verwandten Botenstoff IL-12 zu binden. So verhindert er, dass IL-23 an seinen Rezeptor bindet, und hemmt die davon abhängige Signalübertragung und die Freisetzung entzündungsfördernder Botenstoffe [2].

Nach einer Spritze unter die Haut wird die höchste Konzentration im Blut nach 3 bis 14 Tagen erreicht; laut Fachinformation gelangen geschätzt 89 Prozent des Wirkstoffs in den Blutkreislauf. Die mittlere Halbwertszeit (die Zeit, in der sich die Menge im Blut halbiert) lag bei Menschen mit Plaque-Psoriasis zwischen 28 und 29 Tagen. Therapeutische Antikörper wie Risankizumab werden laut Fachinformation in der Regel wie körpereigene Antikörper zu kleinen Bausteinen abgebaut; ein Abbau über Leberenzyme ist nicht zu erwarten [2].

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage und Fachinformation eine Häufigkeit angeben. "Sehr häufig" heißt: mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bis zu 1 von 100 und "selten" bis zu 1 von 1.000 [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Am häufigsten berichtet wurden laut Fachinformation Infektionen der oberen Atemwege: Sie betrafen in den Studien zu Psoriasis 13,0 Prozent der Behandelten [2], in den Studien zu Morbus Crohn 15,6 Prozent und zu Colitis ulcerosa 26,2 Prozent [4]. Die Packungsbeilagen für Psoriasis und für die Darmerkrankungen nennen dieselben Nebenwirkungen mit denselben Häufigkeiten [1, 3]. Bei Psoriasis-Arthritis und bei Kindern und Jugendlichen mit Plaque-Psoriasis entsprach das Sicherheitsprofil laut Fachinformation dem bei Erwachsenen mit Plaque-Psoriasis [2]. Mehr zu Infekten lesen Sie unter Infektanfälligkeit durch Medikamente.

Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

  • InfektionenInfektionen der oberen Atemwege mit Anzeichen wie Halsschmerzen und verstopfter Nase (laut Fachinformation einschließlich Entzündungen von Nasennebenhöhlen, Nase, Rachen, Mandeln, Kehlkopf und Luftröhre)[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte InfektanfälligkeitVerstopfte Nase

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • InfektionenPilzinfektion der Haut (laut Fachinformation Tinea-Infektionen, einschließlich Fußpilz und Nagelpilz)[1, 2]Mehr dazu: Pilzinfektionen
  • NervensystemKopfschmerzen (laut Fachinformation einschließlich Spannungs- und Nebenhöhlenkopfschmerzen)[1, 2]Mehr dazu: Kopfschmerzen
  • HautJuckreiz (Pruritus)[1, 2]Mehr dazu: Juckreiz
  • HautAusschlag[1, 2]Mehr dazu: Hautausschlag
  • HautEkzem[1, 2]Mehr dazu: Hautausschlag
  • Allgemeine BeschwerdenMüdigkeit (Fatigue; laut Fachinformation einschließlich Schwäche, in der Fachinformation zu Morbus Crohn und Colitis ulcerosa auch Unwohlsein)[1, 2, 4]Mehr dazu: MüdigkeitSchwäche (Asthenie)
  • Allgemeine BeschwerdenReaktionen an der Einstichstelle wie Rötung oder Schmerzen (laut Fachinformation auch blauer Fleck, Bluterguss, Blutung, Reizung, Juckreiz, Schwellung, Verhärtung oder Ausschlag; bei der Infusion auch Rötung, Schwellung oder Austreten von Flüssigkeit an der Infusionsstelle)[1, 2, 4]

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • InfektionenKleine rote Beulen auf der Haut (laut Fachinformation Follikulitis)[1, 2]
  • HautNesselsucht (Urtikaria)[1, 2]Mehr dazu: Nesselsucht

Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Schwere allergische Reaktionen sind selten, also bei bis zu 1 von 1.000 Behandelten möglich [1]. Laut Fachinformation muss die Anwendung bei einer schwerwiegenden Überempfindlichkeitsreaktion unverzüglich abgebrochen und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden [2]. Ob Sie Risankizumab nach einer schweren Infektion weiter anwenden können, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt; laut Fachinformation sollte Risankizumab bis zum Abklingen der Infektion nicht gegeben werden [1, 2]. Mehr zu allergischen Reaktionen unter Arzneimittelallergie.

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Frau in den Dreißigern spricht mit ihrer Ärztin am Schreibtisch in einem hellen Sprechzimmer
Bild: KI-generiert

Infektionen: Infektionen der oberen Atemwege mit Halsschmerzen und verstopfter Nase sind sehr häufig, Pilzinfektionen der Haut wie Fußpilz oder Nagelpilz häufig [1, 2]. Laut Fachinformation war der Großteil der Infektionen in den Psoriasis-Studien nicht schwerwiegend, leicht bis mittelschwer und führte nicht zum Abbruch der Behandlung [2]. Sprechen Sie vor und während der Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn eine Infektion immer wieder auftritt [1].

Haut und Einstichstelle: Juckreiz, Ausschlag und Ekzem sind häufig, Nesselsucht und kleine rote Beulen auf der Haut gelegentlich [1, 2]. Reaktionen an der Einstichstelle wie Rötung oder Schmerzen sind häufig; laut Fachinformation waren sie in den Psoriasis-Studien alle leicht bis mittelschwer [1, 2]. Spritzen Sie nicht in schmerzempfindliche, verletzte, gerötete, verhärtete oder von Psoriasis betroffene Haut und nicht in Blutergüsse [2]. Mehr zu Juckreiz unter Juckreiz durch Medikamente.

Weitere Beschwerden: Müdigkeit und Kopfschmerzen gehören zu den häufigen Nebenwirkungen [1, 2]. Benachrichtigen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt, Ihre Apotheke oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie eine der aufgeführten Nebenwirkungen bemerken [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.

Wechselwirkungen

Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt, Ihre Apotheke oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich angewendet haben oder anwenden wollen, und wenn Sie kürzlich geimpft wurden oder eine Impfung geplant ist [1]. Laut Fachinformation ist nicht zu erwarten, dass Risankizumab durch Leberenzyme verstoffwechselt oder über die Niere ausgeschieden wird; Wechselwirkungen mit Mitteln, die solche Enzyme hemmen, anregen oder über sie abgebaut werden, sind nicht zu erwarten [2]. Die Kombination mit anderen Immunsuppressiva, Biologika oder einer Lichttherapie wurde nicht untersucht [2].

Wechselwirkungen von Risankizumab
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
LebendimpfstoffeDürfen während der Behandlung nicht gegeben werden[1, 2]Laut Fachinformation vor Beginn alle vorgesehenen Impfungen erwägen; nach einer Lebendimpfung mindestens 4 Wochen bis zum Beginn warten; während der Behandlung und mindestens 21 Wochen danach keine Lebendimpfstoffe
Andere Immunsuppressiva einschließlich Biologika oder eine LichttherapieLaut Fachinformation in Kombination nicht untersucht[1, 2]Ärztin oder Arzt über alle Behandlungen informieren
Arzneimittel, die Leberenzyme hemmen, anregen oder über sie abgebaut werdenLaut Fachinformation sind Wechselwirkungen nicht zu erwarten, weil nicht zu erwarten ist, dass Risankizumab durch Leberenzyme verstoffwechselt wird[2]Laut Fachinformation ist keine Dosisanpassung erforderlich

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wer Risankizumab nicht oder nur mit Vorsicht anwenden sollte

Risankizumab darf nicht angewendet werden, wenn Sie allergisch gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile sind oder eine Infektion haben, die Ihre Ärztin oder Ihr Arzt als bedeutend einstuft, einschließlich einer aktiven Tuberkulose [1, 2]. Sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie eine Infektion haben, Tuberkulose haben oder kürzlich geimpft wurden [1]. Für Kinder unter 6 Jahren mit Plaque-Psoriasis und für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren mit Psoriasis-Arthritis, Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa wird Risankizumab nicht empfohlen [1, 3].

Nicht einnehmen bei

  • Allergie gegen Risankizumab oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
  • Infektion, die die Ärztin oder der Arzt als bedeutend einstuft, einschließlich einer aktiven Tuberkulose[1, 2]

Besondere Vorsicht bei

  • Infektionen: Sprechen Sie vor und während der Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie eine Infektion haben oder eine Infektion immer wieder auftritt. Laut Fachinformation kann Risankizumab das Infektionsrisiko erhöhen; bei einer klinisch relevanten aktiven Infektion sollte die Behandlung erst begonnen werden, wenn die Infektion abgeklungen ist oder angemessen behandelt wird[1, 2]
  • Tuberkulose: Sagen Sie es, wenn Sie Tuberkulose haben. Laut Fachinformation sind alle Behandelten vor Beginn auf Tuberkulose zu untersuchen und während der Behandlung auf Zeichen einer aktiven Tuberkulose zu überwachen; bei früherer Tuberkulose ohne bestätigte angemessene Behandlung sollte vorher eine Behandlung gegen Tuberkulose erwogen werden[1, 2]
  • Impfungen: Sagen Sie es, wenn Sie vor Kurzem geimpft wurden oder eine Impfung geplant ist; während der Behandlung dürfen Sie bestimmte Impfstoffe nicht erhalten[1]
  • Kinder und Jugendliche: nicht empfohlen bei Kindern unter 6 Jahren mit Plaque-Psoriasis und bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren mit Psoriasis-Arthritis, Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa[1, 3]
  • Frühere allergische Reaktionen: Das Arzneimittel enthält Polysorbat 20, das allergische Reaktionen hervorrufen kann[1, 3]
  • Chargenbezeichnung: Notieren Sie bei jeder neuen Packung Datum und Chargenbezeichnung (auf der Packung nach "Ch.-B.") und bewahren Sie die Angaben sicher auf[1]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Zu Alkohol enthalten Packungsbeilage und Fachinformation keine eigenen Hinweise. Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und bis mindestens 21 Wochen nach der letzten Dosis zuverlässig verhüten [1, 2]. Eine eigene Bewertung von Embryotox, dem Beratungszentrum der Charité, gibt es zu Risankizumab nicht; die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage und Fachinformation sagen [1, 2]. Allgemeine Hinweise bieten die Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.

Schwangerschaft

Fragen Sie vor der Anwendung Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Rat, wenn Sie schwanger sind, es vermuten oder eine Schwangerschaft planen; welche Auswirkungen Risankizumab auf das Kind hat, ist nicht bekannt. Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und bis mindestens 21 Wochen nach der letzten Dosis zuverlässig verhüten.[1]

Laut Fachinformation liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit Schwangeren vor (weniger als 300 Schwangerschaftsausgänge); Tierversuche ergaben keine Hinweise auf schädliche Wirkungen. Als Vorsichtsmaßnahme sollte eine Anwendung in der Schwangerschaft vermieden werden.[2]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Sprechen Sie vor der Anwendung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie stillen oder es vorhaben. Laut Fachinformation ist nicht bekannt, ob Risankizumab in die Muttermilch übergeht; menschliche Antikörper gehen in den ersten Tagen nach der Geburt in die Muttermilch über, sodass in diesem kurzen Zeitraum ein Risiko für den gestillten Säugling nicht auszuschließen ist. Ob die Behandlung unterbrochen bzw. abgesetzt wird, wird unter Abwägung von Stillen und Behandlung entschieden.[1, 2]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Autofahren und Maschinen

Es ist unwahrscheinlich, dass Risankizumab Ihre Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen beeinflusst; laut Fachinformation hat es keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss.[1, 2]

Einnahme

Risankizumab wird unter die Haut gespritzt, laut Fachinformation in den Oberschenkel oder den Bauch, nicht in schmerzempfindliche, verletzte, gerötete, verhärtete oder von Psoriasis betroffene Haut oder in Blutergüsse; in den äußeren Oberarm spritzt nur medizinisches Fachpersonal oder eine pflegende Person. Nach einer Schulung können Sie sich Risankizumab selbst spritzen. Beim Fertigpen den Karton 30 bis 90 Minuten vor der Injektion aus dem Kühlschrank nehmen und ohne direktes Sonnenlicht Raumtemperatur annehmen lassen; beim On-Body-Injektor mindestens 45 bis 90 Minuten, sonst funktioniert der Injektor nicht.[1, 2, 5]

Kinder und Jugendliche: Laut Fachinformation wird Risankizumab Kindern von 6 bis unter 10 Jahren durch einen Erwachsenen gegeben; bei 10 bis unter 18 Jahren wird empfohlen, dass es von oder unter Aufsicht eines Erwachsenen gegeben wird.[2]

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: Die Behandlung beginnt mit Infusionen in eine Armvene durch die Ärztin, den Arzt oder medizinisches Fachpersonal; laut Fachinformation dauert eine Infusion bei Morbus Crohn mindestens eine Stunde, bei Colitis ulcerosa mindestens zwei Stunden. Danach wird Risankizumab unter die Haut gegeben, auch mit einem On-Body-Injektor, in den eine Patrone eingelegt wird; der Injektor ist nur für den einmaligen Gebrauch bestimmt.[3, 4, 5]

Dosis vergessen: Spritzen Sie die versäumte Dosis, sobald es Ihnen auffällt; laut Fachinformation geht es danach zu den regulären Zeitpunkten weiter. Wenn Sie unsicher sind, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Einen versäumten Infusionstermin vereinbaren Sie so bald wie möglich neu.[1, 2, 3]

Absetzen

Brechen Sie die Behandlung nicht ab, ohne vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen; die Anzeichen Ihrer Erkrankung können zurückkehren. Laut Fachinformation ist ein Absetzen zu erwägen, wenn sich bei Plaque-Psoriasis oder Psoriasis-Arthritis nach 16 Wochen bzw. bei Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa nach 24 Wochen kein Ansprechen oder Nutzen zeigt.[1, 2, 4]

Überdosierung

Haben Sie mehr Risankizumab angewendet als verordnet oder eine Dosis früher gespritzt, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Laut Fachinformation wird nach einer Überdosierung empfohlen, auf Anzeichen und Symptome von Nebenwirkungen zu überwachen und umgehend eine geeignete symptomatische Behandlung einzuleiten.[1, 2]

Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation

Die Packungsbeilagen nennen die Dosis getrennt nach Anwendungsgebiet: bei Plaque-Psoriasis und Psoriasis-Arthritis als Spritze unter die Haut, bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa zuerst als Infusionen und danach als Spritze unter die Haut [1, 3]. Die Fachinformation ergänzt, für wen bei Colitis ulcerosa welche Erhaltungsdosis empfohlen wird, und Angaben zu älteren Menschen sowie zu Nieren- und Leberfunktion [2, 4]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung [1, 3].

Anwendung und Absetzen

Risankizumab wird unter die Haut gespritzt, laut Fachinformation in den Oberschenkel oder den Bauch; in den äußeren Oberarm spritzt nur medizinisches Fachpersonal oder eine pflegende Person [1, 2]. Ob Sie sich das Arzneimittel nach einer Einweisung selbst spritzen, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt, Ihrer Apotheke oder dem medizinischen Fachpersonal [1]. Kindern von 6 bis unter 10 Jahren gibt ein Erwachsener die Spritze; bei Kindern und Jugendlichen von 10 bis unter 18 Jahren wird empfohlen, dass sie von einem Erwachsenen oder unter dessen Aufsicht gegeben wird [2]. Den Karton mit dem Fertigpen nehmen Sie 30 bis 90 Minuten vor der Injektion aus dem Kühlschrank und lassen ihn ohne direktes Sonnenlicht Raumtemperatur annehmen [1]; beim On-Body-Injektor sind es mindestens 45 bis 90 Minuten, sonst funktioniert er nicht [5]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente im Kühlschrank.

Bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa beginnt die Behandlung mit Infusionen in eine Armvene; danach wird Risankizumab unter die Haut gegeben, auch mit einem On-Body-Injektor für den einmaligen Gebrauch, in den eine Patrone eingelegt wird [3, 5]. Brechen Sie die Behandlung nicht ab, ohne vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen; die Anzeichen Ihrer Erkrankung können zurückkehren [1]. Laut Fachinformation ist ein Absetzen in Erwägung zu ziehen, wenn die Behandlung nach einer bestimmten Zeit nicht anspricht [2, 4]. Haben Sie zu viel Risankizumab angewendet, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1]. Telefonnummern für Notfälle finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.

Präparate mit Risankizumab

Risankizumab ist als Skyrizi zugelassen: als 150-mg-Fertigpen, als 150-mg- und 75-mg-Fertigspritze, als 55-mg-Fertigspritze für Kinder unter 40 kg Körpergewicht, als 90-mg- und 180-mg-Fertigspritze, als 180-mg- und 360-mg-Patrone für einen On-Body-Injektor und als 600-mg-Konzentrat für eine Infusion [2, 3, 4, 5]. Grundlage dieser Seite ist die EMA-Produktinformation von Skyrizi mit Stand September 2026, vor allem Packungsbeilage und Fachinformation des Fertigpens in der Stärke 150 mg; für die Infusion und die Patrone gelten eigene Packungsbeilagen [1, 2, 3, 4, 5]. Laut Fachinformation müssen bei biologischen Arzneimitteln Bezeichnung und Chargenbezeichnung dokumentiert werden [2].

Präparate mit Risankizumab
PräparatAnbieterHinweis
SkyriziAbbVie Deutschland GmbH & Co. KGInjektionslösung mit 150 mg im Fertigpen (Grundlage dieser Seite) oder in einer Fertigspritze; außerdem Fertigspritzen mit 75 mg, 55 mg (Kinder unter 40 kg), 90 mg und 180 mg, Patronen mit 180 mg oder 360 mg für einen On-Body-Injektor und 600 mg als Konzentrat für eine Infusion

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Skyrizi (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilage Skyrizi 150 mg Injektionslösung im Fertigpen. AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 09/2026. abgerufen am 11.10.2026
  2. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Skyrizi (EPAR), Anhang I: Fachinformation Skyrizi 150 mg Injektionslösung im Fertigpen, 150 mg und 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze, und Anhang II. AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 09/2026. abgerufen am 11.10.2026
  3. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Skyrizi (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilage Skyrizi 600 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung. AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 09/2026. abgerufen am 11.10.2026
  4. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Skyrizi (EPAR), Anhang I: Fachinformation Skyrizi 600 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung. AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 09/2026. abgerufen am 11.10.2026
  5. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Skyrizi (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilage Skyrizi 180 mg und 360 mg Injektionslösung in einer Patrone. AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 09/2026. abgerufen am 11.10.2026

Häufige Fragen

Welche Nebenwirkungen hat Risankizumab am häufigsten?

Sehr häufig, also bei mehr als 1 von 10 Behandelten, sind Infektionen der oberen Atemwege mit Anzeichen wie Halsschmerzen und verstopfter Nase. Häufig, bei bis zu 1 von 10, treten Müdigkeit, Pilzinfektionen der Haut, Reaktionen an der Einstichstelle, Juckreiz, Kopfschmerzen, Ausschlag und Ekzem auf. Laut Fachinformation betrafen Infektionen der oberen Atemwege in den Studien zu Psoriasis 13,0 Prozent der Behandelten, bei Morbus Crohn 15,6 und bei Colitis ulcerosa 26,2 Prozent.

Erhöht Risankizumab das Risiko für Infektionen?

Laut Fachinformation kann Risankizumab das Infektionsrisiko erhöhen. Sprechen Sie unverzüglich mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt oder suchen Sie umgehend medizinische Hilfe, wenn Sie Zeichen einer schweren Infektion bemerken, etwa Fieber, grippeartige Beschwerden, nächtliches Schwitzen, Kurzatmigkeit, anhaltenden Husten oder warme, gerötete und schmerzhafte Haut. Bei einer Infektion, die Ihre Ärztin oder Ihr Arzt als bedeutend einstuft, darf Risankizumab nicht angewendet werden.

Warum wird vor der Behandlung auf Tuberkulose untersucht?

Laut Fachinformation sind alle Behandelten vor Beginn auf eine Tuberkulose zu untersuchen und während der Behandlung auf Zeichen einer aktiven Tuberkulose zu überwachen. Hatten Sie früher eine Tuberkulose, deren angemessene Behandlung nicht bestätigt ist, sollte vor Beginn eine Behandlung gegen Tuberkulose erwogen werden. Bei einer aktiven Tuberkulose darf Risankizumab nicht angewendet werden.

Darf ich mich während der Behandlung impfen lassen?

Während der Behandlung dürfen Sie bestimmte Impfstoffe nicht erhalten. Laut Fachinformation sollten Sie während der Behandlung und mindestens 21 Wochen danach keine Lebendimpfstoffe bekommen; wurden Sie mit einem Lebendimpfstoff geimpft, wird empfohlen, mindestens 4 Wochen mit dem Beginn der Behandlung zu warten. Vor Beginn sollten alle vorgesehenen Impfungen erwogen werden. Sagen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie kürzlich geimpft wurden oder eine Impfung geplant ist.

Wie wird Skyrizi bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa angewendet?

Die Behandlung beginnt mit Infusionen in eine Armvene, die Ihnen die Ärztin, der Arzt oder medizinisches Fachpersonal gibt. Danach wird Skyrizi unter die Haut gegeben, zum Beispiel mit einem On-Body-Injektor, in den eine Patrone eingelegt wird. Ob Sie sich die Injektionen selbst geben, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Dosis und Abstände stehen im Abschnitt Dosierung.

Darf ich Risankizumab in der Schwangerschaft oder Stillzeit anwenden?

Welche Auswirkungen Risankizumab auf das ungeborene Kind hat, ist nicht bekannt; laut Fachinformation sollte eine Anwendung in der Schwangerschaft als Vorsichtsmaßnahme vermieden werden. Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und bis mindestens 21 Wochen nach der letzten Dosis zuverlässig verhüten. Wenn Sie stillen oder es vorhaben, sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Eine eigene Bewertung von Embryotox gibt es zu Risankizumab nicht.

Was tun, wenn ich eine Dosis vergessen habe?

Spritzen Sie die versäumte Dosis, sobald es Ihnen auffällt; laut Fachinformation geht es danach zu den regulär vorgesehenen Zeitpunkten weiter. Wenn Sie unsicher sind, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Einen versäumten Infusionstermin vereinbaren Sie so bald wie möglich neu. Die Dosis laut Packungsbeilage steht im Abschnitt Dosierung.

Muss Skyrizi im Kühlschrank aufbewahrt werden?

Ja, bei 2 bis 8 °C im Kühlschrank, nicht einfrieren, und im Umkarton, um es vor Licht zu schützen. Falls erforderlich, darf der Fertigpen im Originalkarton bis zu 24 Stunden außerhalb des Kühlschranks bei höchstens 25 °C liegen. Vor der Injektion mit dem Fertigpen nehmen Sie den Karton 30 bis 90 Minuten vorher heraus und lassen ihn ohne direktes Sonnenlicht Raumtemperatur annehmen; beim On-Body-Injektor sind es mindestens 45 bis 90 Minuten, sonst funktioniert er nicht.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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