ImpfungenImpfung

Keuchhusten-Impfung: Nebenwirkungen und Reaktionen

Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Einstichstelle (bei Infanrix hexa Schwellung bis 50 mm) sind laut Fachinformation bei allen vier Keuchhusten-Impfstoffen dieser Seite sehr häufig, bei Säuglingen laut Fachinformation von Infanrix hexa auch Fieber ab 38 °C, ungewöhnliches Schreien und Reizbarkeit. Bei Schwierigkeiten beim Atmen, blauer Zunge oder Lippen, Ausschlag, Schwellung von Gesicht oder Hals-Rachen-Bereich oder niedrigem Blutdruck mit Schwindel oder Kollaps nach dem Verlassen der Praxis sollten Sie laut Packungsbeilage von Covaxis und Repevax sofort einen Arzt aufsuchen. Einen Verdacht melden Sie über das Impfstoff-Meldeformular auf nebenwirkungen.bund.de.

Schwangere Frau Anfang dreißig mit rotbraunem Haar in senfgelber Strickjacke sitzt mit einer Tasse Tee am Fenster und hat ein kleines rundes Pflaster am Oberarm
Bild: KI-generiert

Gegen Keuchhusten (Pertussis) ist in Deutschland laut STIKO kein Einzelimpfstoff verfügbar; geimpft wird mit Kombinationsimpfstoffen, die auch vor Tetanus und Diphtherie schützen sollen [9]. Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Einstichstelle sind laut Fachinformation bei allen vier Impfstoffen dieser Seite sehr häufig, bei Infanrix hexa die Schwellung bis 50 mm [1, 3, 5, 7]. In den Studien mit Covaxis traten Reaktionen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen und Müdigkeit laut Fachinformation üblicherweise innerhalb von 48 Stunden auf und bildeten sich ohne bleibende Folgen zurück [5]. Bei Zeichen einer schweren allergischen Reaktion nach dem Verlassen der Praxis sollten Sie laut Packungsbeilage von Covaxis und Repevax sofort einen Arzt aufsuchen [6, 8]. Weitere Impfungen finden Sie unter Impfungen.

Was die Impfung ist und wem die STIKO sie empfiehlt

Impfstoffe gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis zählt die Ständige Impfkommission (STIKO) zu den Totimpfstoffen [9]. Covaxis enthält laut Packungsbeilage keine lebenden Bakterien oder Viren und kann daher keine der Infektionskrankheiten hervorrufen, gegen die der Impfstoff gerichtet ist [6]. Ab dem Alter von 5 bis 6 Jahren werden laut STIKO Impfstoffe "mit reduziertem Pertussis-Antigengehalt (ap statt aP)" verwendet [9]. Covaxis (Tdap) wird laut Fachinformation bei Personen ab 4 Jahren als Auffrischimpfung nach abgeschlossener Grundimmunisierung angewendet, Repevax (Tdap-IPV, auch gegen Kinderlähmung) bei Personen ab 3 Jahren als Auffrischimpfung nach erfolgter Grundimmunisierung; beide außerdem zum passiven Schutz vor Pertussis im frühen Säuglingsalter nach der Impfung der Mutter in der Schwangerschaft [5, 7].

Die STIKO-Empfehlungen 2026 (Epidemiologisches Bulletin 4/2026, Online-Fassung mit Änderungen bis 10.09.2026) führen Pertussis im Impfkalender der Standardimmunisierungen vom Säuglings- bis ins Erwachsenenalter [9]. Für Erwachsene (Kategorie S/A) heißt es: "Erwachsene sollen die nächste fällige Td-Impfung einmalig als Tdap-Kombinationsimpfung erhalten." [9] Außerdem: "Impfungen gegen saisonale Influenza und Pertussis werden in jeder Schwangerschaft von der STIKO ausdrücklich empfohlen." [9] Als Indikationsimpfung (Kategorie I) nennt die STIKO zudem enge Haushaltskontaktpersonen und Betreuende eines Neugeborenen, als beruflich bedingte Impfung (Kategorie B) Personal im Gesundheitsdienst sowie in Gemeinschaftseinrichtungen [9]. Wann und wie oft, steht im Abschnitt Impfschema.

Impfstoffe in Deutschland

Die zugelassenen Impfstoffe gegen Keuchhusten führt das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in einer Liste [10]. Die Tabelle zeigt je Impfstofftyp der STIKO einen Impfstoff mit frei abrufbarer aktueller Fach- und Gebrauchsinformation [9, 10].

Berücksichtigte Impfstoffe (Auswahl ohne Wertung, Stand Oktober 2026)
ImpfstoffArtzugelassen ab (FI 4.1)ZulassungsinhaberGrundlage
PentavacFünffach-Impfstoff (DTaP-IPV+Hib)2 MonatenSanofi Winthrop Industrie (Zulassung 11a/97)FI 04/2026, GI 11/2025 [1, 2]
Infanrix hexaSechsfach-Impfstoff (DTaP-HepB-IPV+Hib)Säuglinge ab 6 Wochen und KleinkinderGlaxoSmithKline Biologicals SA (EU/1/00/152)EMA, aktualisiert 12.02.2026 [3, 4]
CovaxisTdap-Impfstoff, reduzierter Antigengehalt4 Jahren als Auffrischimpfung nach abgeschlossener Grundimmunisierung; SchwangereSanofi Winthrop Industrie (PEI.H.02159.01.2)FI und GI 11/2025 [5, 6]
RepevaxTdap-IPV-Impfstoff, reduzierter Antigengehalt3 Jahren als Auffrischimpfung nach erfolgter Grundimmunisierung; SchwangereSanofi Winthrop Industrie (PEI.H.02354.01.1)FI und GI 04/2026 [7, 8]

Maßgeblich ist die Packungsbeilage des Impfstoffs, mit dem Sie geimpft werden. Weitere Impfstoffe dieser Typen in Tabelle 12 der STIKO sind Boostrix, Boostrix Polio, Hexyon, Vaxelis und Infanrix-IPV + Hib, dazu der DTaP-Impfstoff Infanrix; TdaP-IMMUN ist dort als "vorübergehend nicht verfügbar" vermerkt [9]. Für sie gelten die Häufigkeiten unten nicht. Infanrix hexa ist als Sechsfach-Impfstoff auch gegen Hepatitis B gerichtet [3]; mehr dazu auf der Seite Hepatitis-B-Impfung.

Impfreaktion oder Nebenwirkung?

Zu den üblichen, nicht meldepflichtigen Impfreaktionen zählt die STIKO eine "für die Dauer von 1 bis 3 Tagen (gelegentlich länger) anhaltende Rötung, Schwellung oder Schmerzhaftigkeit an der Injektionsstelle" und "für die Dauer von 1 bis 3 Tagen Fieber < 39,5° C (bei rektaler Messung), Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit, Unwohlsein, Übelkeit, Unruhe, Schwellung der regionären Lymphknoten" [9]. Bei Covaxis sind laut Fachinformation bei Erwachsenen von 18 bis 64 Jahren zum Beispiel Kopfschmerzen und Unwohlsein sehr häufig, Fieber häufig [5]. Bei Säuglingen kann Fieber über dieser Grenze liegen: Fieber über 39,5 °C ist laut Fachinformation von Infanrix hexa häufig, hohes Fieber über 40 °C bei Pentavac selten [1, 3].

"Alle anderen Impfreaktionen sollen gemeldet werden", schreibt die STIKO [9]. Namentlich zu melden ist nach § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Infektionsschutzgesetz der Verdacht "einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung" [13]; Ärztinnen und Ärzte melden ihn dem Gesundheitsamt [9]. Unter welchen Voraussetzungen Geschädigte durch Schutzimpfungen Leistungen der Sozialen Entschädigung erhalten, regelt § 24 SGB XIV [14].

Nebenwirkungen laut Fachinformation

Die Häufigkeiten gelten für den Kombinationsimpfstoff als Ganzes [1, 3, 5, 7].

Pentavac (Fünffach-Impfstoff, Säuglinge und Kinder ab 2 Monaten)

Pentavac: Nebenwirkungen laut Fachinformation (Stand 04/2026), Säuglinge und Kinder ab 2 Monaten
HäufigkeitNebenwirkungen
Sehr häufigAppetitlosigkeit (verminderte Nahrungsaufnahme); Nervosität (Reizbarkeit), ungewöhnliches Schreien; Schläfrigkeit (Benommenheit); Erbrechen; Rötung, Schwellung und Schmerz an der Einstichstelle; Fieber ab 38 °C [1]
HäufigSchlaflosigkeit (Schlafstörungen); Durchfall; Verhärtung an der Einstichstelle [1]
Gelegentlichlang anhaltendes, unstillbares Schreien; Fieber ab 39 °C; Rötung und Schwellung ab 5 cm an der Einstichstelle [1]
Seltenhohes Fieber über 40 °C; Schwellung der Beine (ödematöse Reaktion der unteren Gliedmaßen) nach Haemophilus-influenzae-Typ-b-Konjugat-Impfstoffen mit Ödemen, bläulicher Verfärbung der Haut (Zyanose), Rötung, vorübergehenden Hautblutungen (transiente Purpura) und heftigem Schreien in den ersten Stunden nach der Impfung, die sich laut Fachinformation innerhalb von 24 Stunden ohne Folgen zurückbilden [1]
Nicht bekanntanaphylaktische Reaktionen, Gesichtsschwellung (Gesichtsödem), Schwellung von Haut und Schleimhaut (Quincke-Ödem) oder Schock; Krampfanfälle mit oder ohne Fieber, Muskelerschlaffung (Muskelhypotonie) oder hypoton-hyporesponsive Episoden (HHE); Hautausschlag, Nesselsucht (Urtikaria); großflächige Reaktionen an der Einstichstelle über 5 cm mit starker Schwellung der Gliedmaße über ein oder beide Gelenke hinaus, die 24 bis 72 Stunden nach der Impfung beginnen und innerhalb von 3 bis 5 Tagen von selbst abklingen (nach der Markteinführung berichtet) [1]

Diese Häufigkeiten gelten nur für Pentavac (Säuglinge und Kinder ab 2 Monaten).

Infanrix hexa (Sechsfach-Impfstoff, Säuglinge ab 6 Wochen und Kleinkinder)

Infanrix hexa: Nebenwirkungen laut Fachinformation (Stand 02/2026), Säuglinge ab 6 Wochen und Kleinkinder
HäufigkeitNebenwirkungen
Sehr häufigAppetitlosigkeit; ungewöhnliches Schreien, Reizbarkeit, Ruhelosigkeit; Schläfrigkeit; Fieber ab 38 °C; Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Einstichstelle bis 50 mm [3, 4]
HäufigUnruhe; Durchfall, Erbrechen; Fieber über 39,5 °C; Reaktionen an der Einstichstelle einschließlich Verhärtung, Schwellung an der Einstichstelle über 50 mm [3, 4]
GelegentlichInfektion der oberen Atemwege; Husten; ausgedehnte (diffuse) Schwellung der geimpften Gliedmaße, manchmal unter Einbeziehung des angrenzenden Gelenks; Müdigkeit [3, 4]
SeltenLymphknotenschwellung (Lymphadenopathie); Verminderung der Blutplättchen mit Blutungen oder Blutergüssen über das normale Maß hinaus (Thrombozytopenie); anaphylaktische und anaphylaktoide Reaktionen (einschließlich Nesselsucht), allergische Reaktionen (einschließlich Juckreiz); Kollaps oder schockähnlicher Zustand (hypoton-hyporesponsive Episode); Bronchitis; vorübergehende Atemaussetzer (Apnoe); Hautausschlag; Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen (Angioödem); Schwellung der gesamten geimpften Gliedmaße, ausgedehnte Schwellung, Verhärtung und Bläschen an der Einstichstelle; viele davon laut Fachinformation aus Spontanberichten [3, 4]
Sehr seltenKrampfanfälle mit oder ohne Fieber; Dermatitis, in der Packungsbeilage als Juckreiz beschrieben [3, 4]

Diese Häufigkeiten gelten nur für Infanrix hexa (Säuglinge ab 6 Wochen und Kleinkinder). Die Packungsbeilage derselben Fassung nennt Kollaps, Phasen der Bewusstlosigkeit und Krampfanfälle "sehr selten" [4].

Covaxis (Tdap, Erwachsene von 18 bis 64 Jahren)

Covaxis: Nebenwirkungen laut Fachinformation (Stand 11/2025), Erwachsene von 18 bis 64 Jahren
HäufigkeitNebenwirkungen
Sehr häufigKopfschmerzen; Durchfall; Schmerzen am ganzen Körper (generalisierter Schmerz) oder Muskelschwäche; Ermüdung und Schwäche (Asthenie), Unwohlsein; Schmerzen, Rötung (Erythem) und Schwellung an der Einstichstelle [5, 6]
HäufigÜbelkeit, Erbrechen; Ausschlag; Gelenkschmerzen (Arthralgie) oder Gelenkschwellung; Fieber, Schüttelfrost, Beschwerden der Lymphknoten in der Achselhöhle (axilläre Adenopathie) [5, 6]
Nicht bekanntÜberempfindlichkeit (anaphylaktische Reaktion; Angioödem, Ödem, Ausschlag, niedriger Blutdruck); Missempfindungen (Parästhesie), verminderte Empfindung (Hypoästhesie), Guillain-Barré-Syndrom, Entzündung der Armnerven (Brachial-Neuritis), Gesichtslähmung (Fazialislähmung), Krampfanfälle (Konvulsionen), Ohnmacht (Synkope), Entzündung des Rückenmarks (Myelitis); Herzmuskelentzündung (Myokarditis); Juckreiz (Pruritus), Nesselsucht (Urtikaria); Muskelentzündung (Myositis); blauer Fleck, steriler Abszess und Knötchen an der Einstichstelle (alle nach der Markteinführung berichtet) [5, 6]

Diese Häufigkeiten gelten nur für Covaxis (Erwachsene von 18 bis 64 Jahren). Die Packungsbeilage derselben Fassung nennt schwerwiegende allergische Reaktionen sehr selten (bis zu 1 von 10.000 Personen) [6]. Für Kinder von 4 bis 6 und Jugendliche von 11 bis 17 Jahren nennt die Fachinformation eigene Häufigkeiten [5]. Großflächige Reaktionen an der Einstichstelle über 50 mm bis zu einer massiven Schwellung der Gliedmaße über ein oder beide Gelenke hinaus wurden laut Fachinformation nach Covaxis bei Jugendlichen und Erwachsenen beobachtet; sie treten in der Regel 24 bis 72 Stunden nach der Impfung auf und bilden sich innerhalb von 3 bis 5 Tagen von selbst zurück [5].

Repevax (Tdap-IPV, Jugendliche und Erwachsene)

Repevax: Nebenwirkungen laut Fachinformation (Stand 04/2026), Jugendliche und Erwachsene
HäufigkeitNebenwirkungen
Sehr häufigKopfschmerzen; Übelkeit; Gelenkschmerzen oder Gelenkschwellung (Arthralgie), Muskelschmerzen (Myalgie); Ermüdung und Schwäche (Asthenie), Schüttelfrost; Schmerzen, Schwellung und Rötung (Erythem) an der Einstichstelle [7, 8]
HäufigDurchfall, Erbrechen; Fieber, in dieser Altersgruppe definiert als 38 °C oder höher [7, 8]
Nicht bekanntLymphknotenerkrankung (Lymphadenopathie); anaphylaktische Reaktionen wie Nesselsucht, Gesichtsschwellung und Atemnot; Krampfanfälle (Konvulsionen), Ohnmacht (vasovagale Synkope), Guillain-Barré-Syndrom, Gesichtslähmung, Entzündung des Rückenmarks (Myelitis), Entzündung der Armnerven (Brachial-Neuritis), vorübergehende Missempfindungen oder Taubheit (Parästhesie, Hypoästhesie) der geimpften Gliedmaße, Schwindelgefühl; Bauchschmerzen; Schmerz in der geimpften Gliedmaße; Unwohlsein (in Studien mit Covaxis bei Jugendlichen und Erwachsenen sehr häufig beobachtet), Blässe, massive Schwellung einer Gliedmaße, Verhärtung an der Einstichstelle [7, 8]

Diese Häufigkeiten gelten nur für Repevax (Jugendliche und Erwachsene). Laut Packungsbeilage derselben Fassung können schwerwiegende allergische Reaktionen "in seltenen Fällen (bei 1 von 10 000 Personen)" auftreten [8].

Repevax (Tdap-IPV, Kinder von 3 bis einschließlich 6 Jahren)

Repevax: Nebenwirkungen laut Fachinformation (Stand 04/2026), Kinder von 3 bis einschließlich 6 Jahren
HäufigkeitNebenwirkungen
Sehr häufigDurchfall; Ermüdung und Schwäche (Asthenie); Fieber, in dieser Altersgruppe definiert als 37,5 °C oder höher; Schmerzen, Schwellung und Rötung an der Einstichstelle [7, 8]
HäufigKopfschmerzen; Übelkeit, Erbrechen; Ausschlag; Gelenkschmerzen oder Gelenkschwellung; Reizbarkeit; Hautentzündung (Dermatitis), blauer Fleck und Jucken an der Einstichstelle [7, 8]
Nicht bekanntLymphknotenerkrankung (Lymphadenopathie); anaphylaktische Reaktionen wie Nesselsucht, Gesichtsschwellung und Atemnot; Krampfanfälle, Ohnmacht (vasovagale Synkope), Guillain-Barré-Syndrom, Gesichtslähmung, Entzündung des Rückenmarks (Myelitis), Entzündung der Armnerven (Brachial-Neuritis), vorübergehende Missempfindungen oder Taubheit der geimpften Gliedmaße, Schwindelgefühl; Bauchschmerzen; Schmerz in der geimpften Gliedmaße; Unwohlsein, Blässe, massive Schwellung einer Gliedmaße, Verhärtung an der Einstichstelle [7, 8]

Diese Häufigkeiten gelten nur für Repevax (Kinder von 3 bis einschließlich 6 Jahren).

Jede Häufigkeit gilt nur für den Impfstoff, bei dem sie steht. Sie sagt nicht, welcher Impfstoff für Sie besser verträglich ist.

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde nach der Impfung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass die Impfung sie verursacht hat.

Sehr häufig heißt mehr als 1 von 10, häufig bis zu 1 von 10, gelegentlich bis zu 1 von 100, selten bis zu 1 von 1.000, sehr selten bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" ist die Häufigkeit aus den verfügbaren Daten nicht abschätzbar [5]. Bezugsgröße sind laut Packungsbeilage bei Covaxis und Repevax Personen, bei Pentavac Behandelte, bei Infanrix hexa Impfstoffdosen [2, 4, 6, 8]. Umrechnen können Sie mit dem Werkzeug Häufigkeit übersetzen. Mehr zu Kopfschmerzen und Durchfall als Nebenwirkung von Medikamenten (ohne Impfstoffe).

Seltene und schwere Nebenwirkungen

Allergische Reaktionen: Anaphylaktische Reaktionen sind laut Fachinformation bei Infanrix hexa selten, bei Pentavac, Covaxis und Repevax nicht bekannt [1, 3, 5, 7]. Laut Packungsbeilage von Covaxis treten die Anzeichen meist kurz nach der Impfung auf, wenn man noch in der Praxis ist [6]. "Grundsätzlich sollten Impfungen in einem medizinischen Umfeld erfolgen, in dem eine klinische Überwachung nach der Impfung und ggf. die Behandlung einer anaphylaktischen Reaktion durchgeführt werden können", schreibt die STIKO [9].

Säuglinge: Einen Kollaps oder schockähnlichen Zustand (hypoton-hyporesponsive Episode) nennt die Fachinformation von Infanrix hexa selten, Krampfanfälle sehr selten; laut Packungsbeilage treten solche Nebenwirkungen normalerweise 2 bis 3 Tage nach der Impfung auf [3, 4]. Bei Pentavac sind beide "nicht bekannt" [1]. Kinder mit Fieberkrämpfen in der Vorgeschichte sollten laut Fachinformation von Infanrix hexa engmaschig überwacht werden; eine Gegenanzeige sind sie nicht [3]. Bei Säuglingen, die vor oder in der 28. Schwangerschaftswoche geboren wurden, können laut Packungsbeilage von Infanrix hexa und Pentavac innerhalb von 2 bis 3 Tagen nach der Impfung längere Atempausen auftreten [2, 4].

Nerven, Herz und Ohnmacht: Guillain-Barré-Syndrom, Entzündung der Armnerven und Gesichtslähmung stehen in den Fachinformationen von Covaxis und Repevax unter "nicht bekannt", bei Covaxis auch eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) [5, 7]. Eine Ohnmacht kann laut Fachinformation von Covaxis, Repevax und Pentavac nach oder sogar vor der Injektion auftreten; bei Covaxis und Repevax sollten im Vorfeld Maßnahmen gegen Verletzungen ergriffen werden, bei Pentavac sind entsprechende Vorkehrungen zu treffen [1, 5, 7].

Was Sie nach der Impfung tun können

Paar Mitte dreißig mit hellbraunem und blondem Haar in farbigen Pullovern sitzt am Küchentisch mit zwei Kaffeebechern im Gespräch, warmes Morgenlicht
Bild: KI-generiert

Bemerken Sie oder Ihr Kind Nebenwirkungen, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin, Ihren Arzt, die Apotheke oder das medizinische Fachpersonal [6, 8]. Bei Infanrix hexa kann die Ärztin oder der Arzt laut Packungsbeilage empfehlen, Ihrem Kind vor oder unmittelbar nach der Impfung ein Arzneimittel zur Fiebersenkung wie Paracetamol zu geben [4]. Schmerzmittel zum Einnehmen vor oder während der Impfung nennt die STIKO als zur Schmerzreduktion nicht empfohlen, mit Ausnahme der Paracetamol-Prophylaxe bei der Meningokokken-B-Impfung von Kindern unter 2 Jahren [9]. Die Dosierungsangaben der Packungsbeilage stehen auf der Seite Paracetamol, mehr für Eltern im Ratgeber Medikamente bei Kindern.

Zum Impftermin schreibt die STIKO: "Säuglinge, die noch gestillt werden, können vor und nach der Impfung angelegt werden." [9] Wer beim Impfen schon einmal ohnmächtig geworden ist, sollte laut STIKO im Liegen geimpft werden [9]. Beschwerden, Beginn und Dauer können Sie im Nebenwirkungs-Tagebuch festhalten.

Verdacht melden: Für Impfstoffe gibt es auf nebenwirkungen.bund.de ein eigenes Impfstoff-Meldeformular; die Meldung geht direkt an das Paul-Ehrlich-Institut oder das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte [11]. Wenn möglich, sollte sie unter anderem die Chargenbezeichnung des Impfstoffs enthalten [11]. Ärztinnen und Ärzte melden den Verdacht einer Impfkomplikation zusätzlich dem Gesundheitsamt [9, 13]. Wie die Meldung abläuft, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Wer nicht oder erst später geimpft werden sollte

Covaxis und Repevax

  • Nicht verabreicht werden dürfen sie laut Fachinformation bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Diphtherie-, Tetanus- oder Pertussis-Impfstoffe (Repevax auch Polio-Impfstoffe), gegen sonstige Bestandteile oder gegen Rückstände aus der Herstellung [5, 7].
  • Nach einer Enzephalopathie unbekannter Ursache innerhalb von 7 Tagen nach einer früheren pertussishaltigen Impfung soll Covaxis und sollte Repevax nicht verabreicht werden [5, 7].
  • Bei akuten, schweren, fieberhaften Erkrankungen sollte die Impfung verschoben werden; eine leichte Infektion ist keine Gegenanzeige [5, 7].
  • Zur Grundimmunisierung sollten beide nicht angewendet werden [5, 7].
  • Nach einem Guillain-Barré-Syndrom innerhalb von 6 Wochen nach einer früheren Tetanus-Impfung sollte die Entscheidung auf einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung basieren [5, 7].

Infanrix hexa und Pentavac

  • Infanrix hexa darf laut Packungsbeilage nicht angewendet werden bei Allergie gegen den Impfstoff, einen Bestandteil, Formaldehyd, Neomycin oder Polymyxin oder nach einer allergischen Reaktion auf eine frühere Impfung gegen eine der sechs Krankheiten [4].
  • Pentavac darf laut Packungsbeilage nicht angewendet werden bei Allergie gegen die Wirkstoffe, insbesondere gegen Keuchhusten-Impfstoffe, oder einen sonstigen Bestandteil, nach schwerwiegenden Nebenwirkungen bei einer früheren Impfung mit diesem oder einem Impfstoff mit den gleichen Inhaltsstoffen und bei einer Erkrankung des Gehirns (Enzephalopathie) [2].
  • Nach einer Enzephalopathie unbekannter Ursache innerhalb von 7 Tagen nach einer Impfung mit Pertussiskomponente ist Infanrix hexa kontraindiziert; bei Pentavac ist sie eine Gegenanzeige [1, 3].
  • Bei akuten oder fieberhaften Erkrankungen ist die Impfung mit Pentavac zu verschieben, Infanrix hexa bei akuten, schweren, fieberhaften Erkrankungen zurückzustellen [1, 3].
  • Traten nach einer früheren Keuchhusten-Impfung innerhalb von 48 Stunden Fieber ab 40 °C ohne andere Ursache, ein Kollaps oder Schreien über 3 Stunden auf oder innerhalb von 3 Tagen Krampfanfälle, ist die Gabe von Infanrix hexa sorgfältig abzuwägen; Pentavac sollte dann nicht gegeben werden, ebenso nach allergischen Reaktionen innerhalb von 48 Stunden nach einer früheren Keuchhusten-Impfung [1, 3].

Zu den "falschen Kontraindikationen" zählt die STIKO unter anderem "banale Infekte, auch wenn sie mit subfebrilen Temperaturen (< 38,5° C) einhergehen" und "Fieberkrämpfe in der Anamnese des zu impfenden Kindes" [9].

Andere Medikamente und Impfungen

Covaxis und Repevax können laut Fachinformation unter anderem zeitgleich mit inaktiviertem Grippeimpfstoff, Hepatitis-B-, HPV- und konjugierten Meningokokken-Impfstoffen (A, C, Y, W) gegeben werden, Infanrix hexa unter anderem mit Pneumokokken-Konjugat-, Meningokokken-, Rotavirus- und MMRV-Impfstoff; zusammen mit Pneumokokken-Konjugat- oder MMRV-Impfstoff ist die Rate an Fieberreaktionen höher [3, 5, 7]. Für die gleichzeitige Gabe von Infanrix hexa und Prevenar 13 deutet laut Fachinformation eine Auswertung nach der Markteinführung auf ein möglicherweise erhöhtes Risiko für Krampfanfälle und hypoton-hyporesponsive Episoden hin [3].

Bei immunsuppressiver Behandlung kann die Immunantwort laut Fachinformation eingeschränkt sein [1, 5, 7]. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Was die Packungsbeilagen einzelner Mittel zu Impfungen sagen, steht etwa auf den Seiten Methotrexat und Prednisolon.

Schwangerschaft und Stillzeit

Covaxis und Repevax können laut Fachinformation während des zweiten oder dritten Schwangerschaftsdrittels gemäß offiziellen Empfehlungen verabreicht werden; bei Frauen, die in diesen Abschnitten geimpft wurden, zeigten Studien und Beobachtungsdaten laut Fachinformation keine impfbezogene negative Auswirkung auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Fötus oder Neugeborenen [5, 7]. In der Stillzeit ist bei Covaxis laut Fachinformation jegliches Risiko für den Säugling unwahrscheinlich, bei Repevax kein Risiko für den gestillten Säugling zu erwarten; vor der Impfung sollte jeweils eine Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen [5, 7]. Die Zeitangaben der STIKO stehen im Abschnitt Impfschema.

Die STIKO schreibt: "Die Pertussis-Impfung in der Schwangerschaft soll über einen erweiterten Nestschutz vorwiegend die Erkrankungshäufigkeit und -schwere bei Neugeborenen und jungen Säuglingen, die noch nicht selbst (ausreichend) geimpft werden können, reduzieren." [9] Eine Schwangerschaft ist laut STIKO keine Kontraindikation für Totimpfstoffe, etwa gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis [9].

Embryotox, das Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité, bewertet alle Impfstoffe auf einer gemeinsamen Seite und ordnet sie in der Schwangerschaft grau ein, als "Medikament, zu dem es widersprüchliche oder noch unzureichende Studienergebnisse gibt" [12]. Für das zweite und dritte Schwangerschaftsdrittel schreibt Embryotox: "Für die üblichen, in Deutschland empfohlenen und verwendeten Totimpfstoffe ist von einer hohen Sicherheit auszugehen." Impfungen wie gegen Pertussis würden "gezielt in dieser Schwangerschaftsphase verabreicht, um über den plazentaren Transfer von Antikörpern das Neugeborene vor schweren Infektionen zu schützen" [12]. Zur Stillzeit: "Die üblichen, in Deutschland empfohlenen und verwendeten Impfstoffe können auch stillenden Müttern verabreicht werden und erfordern keine Einschränkung des Stillens." Ausnahmen nennt Embryotox bei der Gelbfieber- und Dengue-Impfung [12]. Mehr in den Ratgebern Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.

Impfschema laut STIKO und Fachinformation

Hier stehen die Angaben der STIKO und der Fachinformation, keine Impfempfehlung. Wann und wie oft Sie geimpft werden, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.

Impfschema: Angaben der STIKO und der Fachinformation
PersonengruppeAngabe der STIKO (wörtlich)Angabe der Fachinformation (wörtlich)
Reif geborene Säuglinge"Für die Grundimmunisierung von Reifgeborenen im Säuglingsalter sind 3 Impfungen im Alter von 2, 4 und 11 Monaten empfohlen (…)." (Kapitel 3.2, S. 30) [9]Infanrix hexa: "Die Grundimmunisierung besteht aus zwei oder drei Dosen (…)." "Nach einer Grundimmunisierung mit 2 oder 3 Dosen Infanrix hexa sollte frühestens 6 Monate nach der letzten Dosis der Grundimmunisierung eine Dosis zur Auffrischimpfung mit Infanrix hexa verabreicht werden (…)." [3] Pentavac: "Grundimmunisierung 3 × (…) Pentavac (DTaP-IPV/Hib) ab einem Alter von 2 Monaten im Abstand von jeweils 4 bis 8 Wochen." "Auffrischimpfung 1 × (…) Pentavac (DTaP-IPV/Hib) im zweiten Lebensjahr, 6 bis 12 Monate nach der dritten Impfstoffgabe." [1] (jeweils Abschnitt 4.2)
Frühgeborene"Für Frühgeborene (Geburt vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche) sind 4 Impfstoffdosen im chronologischen Alter von 2, 3, 4 und 11 Monaten empfohlen." (Kapitel 3.2, S. 30) [9]Infanrix hexa, "Frühgeborene Säuglinge mit einem Gestationsalter von mindestens 24 Wochen": "3 Dosen"; "Eine Dosis zur Auffrischimpfung muss verabreicht werden." (Abschnitt 4.2) [3]
Kinder ab 5 Jahren und Jugendliche"Auffrischimpfungen sind mit 5 bis 6 Jahren und 9 bis 16 Jahren empfohlen." (Kapitel 3.2, S. 30) [9]Covaxis bzw. Repevax "kann erneut verabreicht werden, um den Schutz vor Diphtherie, Tetanus und Pertussis im Abstand von 5 bis 10 Jahren aufzufrischen" (Abschnitt 4.2) [5, 7]
Erwachsene"Erwachsene sollen die nächste fällige Td-Impfung einmalig als Tdap-Kombinationsimpfung erhalten." (Tabelle 2, S. 16) "Td-Auffrischimpfung alle 10 Jahre. Nächste fällige Td-Impfung einmalig als Tdap- bzw. bei entsprechender Indikation als Tdap-IPV-Kombinationsimpfung" (Tabelle 1, S. 8) [9]wie bei Kindern und Jugendlichen [5, 7]
Schwangere"Schwangere zu Beginn des 3. Trimenons (ab der 28. Schwangerschaftswoche). Bei erhöhter Wahrscheinlichkeit für eine Frühgeburt sollte die Impfung ins 2. Trimenon vorgezogen werden." "Impfung unabhängig vom Abstand zu einer vorher verabreichten Pertussis-Impfung und in jeder Schwangerschaft." (Tabelle 2, S. 17) [9]Covaxis bzw. Repevax "kann Schwangeren während des zweiten und dritten Trimenons verabreicht werden, um Säuglinge passiv vor Pertussis zu schützen" (Abschnitt 4.2) [5, 7]
Mütter nach der Geburt"Ist die in der Schwangerschaft empfohlene Impfung nicht erfolgt, sollte die Mutter bevorzugt in den ersten Tagen nach der Geburt geimpft werden." (Tabelle 2, S. 17) [9]keine eigene Angabe [5, 7]
Kontaktpersonen eines Neugeborenen, Personal"Folgende Personen sollen alle 10 Jahre 1 Dosis Pertussis-Impfstoff erhalten: enge Haushaltskontaktpersonen (z. B. Eltern, Geschwister, Freunde) und Betreuende (z. B. Tagesmütter, Babysitter, ggf. Großeltern) eines Neugeborenen nach Möglichkeit spätestens 4 Wochen vor dem voraussichtlichen Entbindungstermin" "Personal im Gesundheitsdienst sowie in Gemeinschaftseinrichtungen soll alle 10 Jahre 1 Dosis Pertussis-Impfstoff erhalten." (Tabelle 2, S. 17) [9]keine eigene Angabe [5, 7]

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

  • Covaxis und Repevax: Treten nach dem Verlassen der Praxis Schwierigkeiten beim Atmen, eine blaue Zunge oder blaue Lippen, Ausschlag, eine Schwellung des Gesichts oder des Hals-Rachen-Bereichs oder niedriger Blutdruck, der zu Schwindel oder Kollaps führt, auf, "sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen" [6, 8].
  • Infanrix hexa: "Sollte bei Ihrem Kind eine allergische Reaktion auftreten, kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt." Anzeichen können juckende oder bläschenförmige Hautausschläge, eine Schwellung der Augen und des Gesichts, Atem- oder Schluckbeschwerden sowie plötzlicher Blutdruckabfall und Bewusstlosigkeit sein. Ebenso "kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt" bei Kollaps, Phasen der Bewusstlosigkeit oder Wahrnehmungseinschränkung oder Krampfanfällen [4].
  • Pentavac: Die Packungsbeilage nennt keine eigene Anweisung bei Warnzeichen; bei Nebenwirkungen wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke [2].

Quellen

  1. Fachinformation Fachinformation Pentavac, Pulver und Suspension zur Herstellung einer Injektionssuspension (Diphtherie-Tetanus-Pertussis (azellulär)-Poliomyelitis (inaktiviert)-Adsorbat-Impfstoff und Haemophilus influenzae-Typ-b-Konjugat-Impfstoff), Abschnitte 4.1 bis 4.8. Sanofi Winthrop Industrie (Zulassungsinhaber), Vertrieb Sanofi-Aventis Deutschland GmbH. Stand 04/2026. abgerufen am 19.10.2026
  2. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Pentavac (Abschnitte 2 und 4). Sanofi Winthrop Industrie (Zulassungsinhaber), Vertrieb Sanofi-Aventis Deutschland GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 19.10.2026
  3. EMA-Produktinformation Infanrix hexa, Produktinformation Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation), Abschnitte 4.1 bis 4.8. GlaxoSmithKline Biologicals SA (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Stand 02/2026 (EMA, aktualisiert am 12.02.2026). abgerufen am 19.10.2026
  4. EMA-Produktinformation Infanrix hexa, Produktinformation Anhang III B: Packungsbeilage (Gebrauchsinformation: Information für Anwender), Abschnitte 1 bis 4. GlaxoSmithKline Biologicals SA (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Stand 02/2026 (EMA, aktualisiert am 12.02.2026). abgerufen am 19.10.2026
  5. Fachinformation Fachinformation Covaxis Injektionssuspension in einer Fertigspritze (Diphtherie-Tetanus-Pertussis (azellulär, aus Komponenten)-Adsorbat-Impfstoff, reduzierter Antigengehalt), Abschnitte 4.1 bis 4.8. Sanofi Winthrop Industrie (Zulassungsinhaber), Vertrieb Sanofi-Aventis Deutschland GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 19.10.2026
  6. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Covaxis Injektionssuspension in einer Fertigspritze (Abschnitte 1 bis 4). Sanofi Winthrop Industrie (Zulassungsinhaber), Vertrieb Sanofi-Aventis Deutschland GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 19.10.2026
  7. Fachinformation Fachinformation Repevax Injektionssuspension in einer Fertigspritze (Diphtherie-Tetanus-Pertussis (azellulär, aus Komponenten)-Poliomyelitis (inaktiviert)-Impfstoff, adsorbiert, mit reduziertem Antigengehalt), Abschnitte 4.1 bis 4.8. Sanofi Winthrop Industrie (Zulassungsinhaber), Vertrieb Sanofi-Aventis Deutschland GmbH. Stand 04/2026. abgerufen am 19.10.2026
  8. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Repevax Injektionssuspension in einer Fertigspritze (Abschnitte 2 und 4). Sanofi Winthrop Industrie (Zulassungsinhaber), Vertrieb Sanofi-Aventis Deutschland GmbH. Stand 04/2026. abgerufen am 19.10.2026
  9. Behörde Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut 2026, Epidemiologisches Bulletin 4/2026: Tabelle 1 (S. 8), Tabelle 2 (S. 16 bis 18), Kapitel 3.2 Pertussis (S. 30 f.), 4.6 (S. 41 f.), 4.7 (S. 42 f.), 4.8 (S. 45), 4.10 (S. 46 f.), Tabelle 12 (S. 69 f.) und Tabellen zu Nachholimpfungen (S. 66 bis 68); Lizenz CC BY 4.0. Ständige Impfkommission (STIKO), Robert Koch-Institut. Stand 22.01.2026, Online-Fassung mit Änderungen bis 10.09.2026. abgerufen am 19.10.2026
  10. Behörde Pertussis-Impfstoffe (Keuchhusten), Liste der zugelassenen Impfstoffe (Stand: PEI-Bekanntmachung Nr. 544 im BAnz AT 12.08.2026 B6). Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Stand 12.08.2026. abgerufen am 19.10.2026
  11. Behörde Nebenwirkungen melden: Startseite (Impfstoff-Meldeformular; Welche Angaben sollte ich machen?; Wie funktioniert das Melden?). Paul-Ehrlich-Institut und Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, nebenwirkungen.bund.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 19.10.2026
  12. Embryotox Embryotox: Impfstoffe (Schwangerschaft und Stillzeit). Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 19.10.2026
  13. Behörde § 6 Infektionsschutzgesetz (IfSG): Meldepflichtige Krankheiten (Absatz 1 Satz 1 Nummer 3). Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand IfSG zuletzt geändert durch Art. 3 Abs. 1 G v. 04.03.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 60); Änderung durch Art. 7 G v. 26.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 195) textlich nachgewiesen. abgerufen am 19.10.2026
  14. Behörde § 24 SGB XIV: Geschädigte durch Schutzimpfungen oder andere Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand SGB XIV zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 17.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 179). abgerufen am 19.10.2026
  15. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitte "116117 oder 112?" und "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 19.10.2026

Häufige Fragen

Welche Nebenwirkungen hat die Keuchhusten-Impfung?

Das hängt vom Impfstoff und vom Alter ab. Bei Erwachsenen von 18 bis 64 Jahren nennt die Fachinformation von Covaxis zum Beispiel Kopfschmerzen, Durchfall, Müdigkeit und Unwohlsein als sehr häufig, bei Säuglingen die Fachinformation von Infanrix hexa Fieber ab 38 °C, ungewöhnliches Schreien, Reizbarkeit und Schläfrigkeit. Alle Nebenwirkungen je Impfstoff stehen im Abschnitt Nebenwirkungen laut Fachinformation.

Wie lange dauern die Beschwerden nach der Keuchhusten-Impfung?

In den Studien mit Covaxis traten Reaktionen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen und Müdigkeit laut Fachinformation üblicherweise innerhalb von 48 Stunden nach der Impfung auf und bildeten sich ohne bleibende Folgen zurück. Als übliche Impfreaktion beschreibt die STIKO (STIKO-Empfehlungen 2026, Stand 10.09.2026) unter anderem Rötung, Schwellung oder Schmerzen an der Einstichstelle für 1 bis 3 Tage (gelegentlich länger).

Darf ich in der Schwangerschaft gegen Keuchhusten geimpft werden?

Impfungen gegen saisonale Influenza und Pertussis werden laut STIKO in jeder Schwangerschaft ausdrücklich empfohlen (STIKO-Empfehlungen 2026, Stand 10.09.2026). Covaxis und Repevax werden laut Fachinformation auch zum passiven Schutz vor Pertussis im frühen Säuglingsalter nach der Impfung der Mutter in der Schwangerschaft angewendet. Den Zeitpunkt nennt der Abschnitt Impfschema laut STIKO und Fachinformation.

Ist Fieber nach der Impfung bei meinem Baby normal?

Fieber ab 38 °C ist laut Fachinformation von Infanrix hexa und Pentavac sehr häufig. Fieber über 39,5 °C ist bei Infanrix hexa häufig, bei Pentavac ist Fieber ab 39 °C gelegentlich und über 40 °C selten. Zu den üblichen Impfreaktionen zählt die STIKO (STIKO-Empfehlungen 2026, Stand 10.09.2026) Fieber unter 39,5 °C bei rektaler Messung für 1 bis 3 Tage. Bemerken Sie Nebenwirkungen bei Ihrem Kind, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke.

Gibt es einen Impfstoff nur gegen Keuchhusten?

"In Deutschland ist kein monovalenter Pertussis-Impfstoff verfügbar", schreibt die STIKO (STIKO-Empfehlungen 2026, Stand 10.09.2026). Alle Impfstoffe dieser Seite sollen deshalb auch vor Tetanus und Diphtherie schützen.

Sollen Eltern und Großeltern vor der Geburt gegen Keuchhusten geimpft sein?

Die STIKO nennt sie (STIKO-Empfehlungen 2026, Stand 10.09.2026): "Folgende Personen sollen (…) Pertussis-Impfstoff erhalten: enge Haushaltskontaktpersonen (z. B. Eltern, Geschwister, Freunde) und Betreuende (z. B. Tagesmütter, Babysitter, ggf. Großeltern) eines Neugeborenen (…)". Die vollständige Angabe mit Zeitangaben steht im Abschnitt Impfschema laut STIKO und Fachinformation.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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