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Bisoprolol: Nebenwirkungen und Wirkung

Bisoprolol ist ein verschreibungspflichtiger Betablocker gegen Bluthochdruck, Angina pectoris und Herzschwäche. Häufige Nebenwirkungen sind Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, kalte Hände und Füße sowie Magen-Darm-Beschwerden. Bei Herzschwäche ist ein verlangsamter Herzschlag sehr häufig. Setzen Sie Bisoprolol nicht abrupt ab, denn bei koronarer Herzkrankheit besteht sonst die Gefahr eines Herzinfarkts.

Frau Mitte sechzig mit kurzen grauen Haaren gießt am Morgen Pflanzen auf einem sonnigen Balkon
Bild: KI-generiert

Die häufigsten Nebenwirkungen

  • Sehr häufig: Verlangsamter Herzschlag (Bradykardie) bei Menschen mit Herzschwäche[1, 2]
  • Häufig: Kälte- oder Taubheitsgefühl in Zehen und/oder Fingern (Raynaud-Syndrom), Verstärkung eines bestehenden zeitweiligen Hinkens (Claudicatio intermittens)[1, 2]
  • Häufig: Niedriger Blutdruck (Hypotonie), vor allem bei Menschen mit Herzschwäche[1, 2]
  • Häufig: Verschlechterung einer bestehenden Herzschwäche, laut Fachinformation bei Menschen mit chronischer Herzschwäche[1, 2]
  • Häufig: Müdigkeit, Erschöpfung, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen; bei Bluthochdruck oder Angina pectoris vor allem zu Beginn der Behandlung, im Allgemeinen schwach ausgeprägt und häufig innerhalb von 1 bis 2 Wochen abklingend[1, 2]
  • Häufig: Schwächegefühl (Asthenie) bei Menschen mit Herzschwäche[1, 2]
  • Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schmerzen im Oberbauch, Verstopfung[1, 2]

Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Wofür wird Bisoprolol eingesetzt?

Bisoprolol ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff aus der Gruppe der Betablocker, fachlich Beta-Rezeptorenblocker genannt [1, 2]. Laut Packungsbeilage wird er bei Bluthochdruck angewendet und bei chronisch stabiler Angina pectoris, also Herzschmerzen, die bei einer koronaren Herzkrankheit durch Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße entstehen [1].

Das dritte Anwendungsgebiet ist die stabile chronische, mittelgradige bis schwere Herzschwäche mit eingeschränkter Pumpfunktion der Herzkammer. Hier wird Bisoprolol zusätzlich zu ACE-Hemmern und Entwässerungsmitteln (Diuretika) gegeben, gegebenenfalls auch zu Herzglykosiden [1, 2]. Die Behandlung der Herzschwäche beginnt mit einer niedrigen Dosis, die über mehrere Wochen langsam gesteigert wird; dafür gibt es Tabletten in niedrigeren Stärken. Die Ärztin oder der Arzt sollte Erfahrung in der Behandlung der chronischen Herzschwäche haben, und vor allem zu Beginn ist eine regelmäßige ärztliche Überwachung unbedingt erforderlich [1].

Wie wirkt Bisoprolol?

Bisoprolol beeinflusst, wie der Körper auf bestimmte Nervenimpulse reagiert, vor allem im Herzen. Dadurch schlägt das Herz langsamer und arbeitet im Verhältnis zu seiner Pumpleistung leistungsfähiger [1]. Fachlich ist Bisoprolol ein hochselektiver Beta-1-Blocker: Er hebt gezielt die Wirkung von Adrenalin und Noradrenalin an den Beta-1-Rezeptoren auf [2, 3].

Wie Beta-1-Blocker den Blutdruck senken, ist laut Fachinformation nicht geklärt. Bekannt ist, dass Bisoprolol die Aktivität des Enzyms Renin im Blut merklich senkt. Bei koronarer Herzkrankheit ohne chronische Herzschwäche verringert eine einmalige Gabe von Bisoprolol die Herzfrequenz und das Schlagvolumen; damit sinken die Auswurfleistung des Herzens und sein Sauerstoffverbrauch [2].

Bisoprolol wird fast vollständig aus dem Darm aufgenommen. Seine Halbwertszeit im Blut beträgt 10 bis 12 Stunden, sodass eine einmal am Tag eingenommene Dosis 24 Stunden lang wirkt. Die Hälfte wird in der Leber zu unwirksamen Stoffen umgebaut, die andere Hälfte unverändert über die Nieren ausgeschieden [2]. Bei Bluthochdruck und koronarer Herzkrankheit ist deshalb bei leichter oder mittlerer Einschränkung von Leber oder Nieren im Allgemeinen keine Dosisanpassung nötig [1, 2].

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Unten stehen alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage und Fachinformation eine Häufigkeit angeben. "Sehr häufig" heißt: mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000 [1, 2]. Wie Sie solche Angaben einordnen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Bei Bisoprolol hängt die Häufigkeit mancher Nebenwirkungen davon ab, wofür Sie es einnehmen: Ein verlangsamter Herzschlag ist bei Menschen mit Herzschwäche sehr häufig, bei Bluthochdruck oder Angina pectoris dagegen gelegentlich. Auch ein Schwächegefühl und eine Verschlechterung der Herzschwäche sind bei Herzschwäche häufig, bei den anderen Anwendungsgebieten gelegentlich [1, 2]. Müdigkeit, Erschöpfung, Schwindel und Kopfschmerzen treten bei Bluthochdruck oder Angina pectoris vor allem zu Beginn der Behandlung auf; sie sind im Allgemeinen schwach ausgeprägt und klingen häufig innerhalb von 1 bis 2 Wochen ab [1, 2].

Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Gefäße und KreislaufKälte- oder Taubheitsgefühl in Zehen und/oder Fingern (Raynaud-Syndrom), Verstärkung eines bestehenden zeitweiligen Hinkens (Claudicatio intermittens)[1, 2]Mehr dazu: Kribbeln und Taubheitsgefühl
  • Gefäße und KreislaufNiedriger Blutdruck (Hypotonie), vor allem bei Menschen mit Herzschwäche[1, 2]Mehr dazu: Niedriger Blutdruck
  • HerzVerschlechterung einer bestehenden Herzschwäche, laut Fachinformation bei Menschen mit chronischer Herzschwäche[1, 2]Mehr dazu: Herzschwäche
  • NervensystemMüdigkeit, Erschöpfung, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen; bei Bluthochdruck oder Angina pectoris vor allem zu Beginn der Behandlung, im Allgemeinen schwach ausgeprägt und häufig innerhalb von 1 bis 2 Wochen abklingend[1, 2]Mehr dazu: MüdigkeitSchwindelKopfschmerzen
  • Allgemeine BeschwerdenSchwächegefühl (Asthenie) bei Menschen mit Herzschwäche[1, 2]Mehr dazu: Schwäche (Asthenie)
  • Magen und DarmÜbelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schmerzen im Oberbauch, Verstopfung[1, 2]Mehr dazu: ÜbelkeitErbrechenDurchfallBauchschmerzenVerstopfung

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • Muskeln, Knochen und GelenkeMuskelschwäche, Muskelkrämpfe, Gelenkbeschwerden (Gelenkschmerzen, Arthropathie)[1, 2]Mehr dazu: MuskelschmerzenGelenkschmerzenMuskelschwäche
  • Allgemeine BeschwerdenSchwächegefühl (Asthenie) bei Menschen mit Bluthochdruck oder Angina pectoris[1, 2]Mehr dazu: Schwäche (Asthenie)
  • HerzVerlangsamter Herzschlag bei Menschen mit Bluthochdruck oder Angina pectoris; Überleitungsstörungen von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern (verlangsamte AV-Überleitung oder Verstärkung eines bestehenden AV-Blocks)[1, 2]Mehr dazu: Verlangsamter HerzschlagHerzrhythmusstörungen
  • HerzVerschlechterung einer bestehenden Herzschwäche bei Menschen mit Bluthochdruck oder Angina pectoris[1, 2]Mehr dazu: Herzschwäche
  • PsycheSchlafstörungen, Depression[1, 2]Mehr dazu: SchlafstörungenDepressive Verstimmung
  • AtemwegeVerkrampfung der Atemwege (Bronchospasmus) bei Asthma oder obstruktiven Atemwegserkrankungen in der Vorgeschichte[1, 2]Mehr dazu: Atemnot
  • Gefäße und KreislaufAusgeprägter Blutdruckabfall beim Wechsel vom Liegen zum Stehen (orthostatische Hypotonie)[1, 2]Mehr dazu: Niedriger Blutdruck

Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

  • HautAuslösen oder Verschlechtern einer Schuppenflechte (Psoriasis), schuppenflechteähnliche Hautausschläge[1, 2]Mehr dazu: SchuppenflechteHautausschlag
  • HautHaarausfall[1, 2]Mehr dazu: Haarausfall
  • AugenBindehautentzündung (Konjunktivitis)[1, 2]

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Überempfindlichkeitsreaktionen wie Jucken, vorübergehende Rötung und Ausschlag sind selten, betreffen also bis zu 1 von 1.000 Behandelten. Laut Packungsbeilage brechen Sie die Einnahme dann ab und suchen sofort ärztliche Hilfe. Bei schwereren allergischen Reaktionen mit Schwellungen von Gesicht, Hals, Zunge, Mund oder Rachen oder mit Atembeschwerden suchen Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf [1]. Was bei einer allergischen Reaktion auf ein Arzneimittel geschieht, lesen Sie unter Arzneimittelallergie; Notrufnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Ältere Frau in Strickjacke sitzt auf dem Sofa und wärmt ihre Hände an einer Teetasse
Bild: KI-generiert

Müdigkeit, Schwindel und Kopfschmerzen: Sie sind häufig und treten bei Bluthochdruck oder Angina pectoris vor allem zu Beginn der Behandlung auf [1, 2]. Besonders am Anfang, bei Änderungen der Medikation und zusammen mit Alkohol kann Ihre Fähigkeit zum Autofahren oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein [1, 2]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente und Autofahren.

Niedriger Blutdruck: Ein niedriger Blutdruck ist häufig, vor allem bei Herzschwäche; gelegentlich fällt der Blutdruck beim Aufstehen aus dem Liegen deutlich ab [1, 2]. Die Behandlung erfordert laut Packungsbeilage eine regelmäßige ärztliche Überwachung, zu Beginn besonders bei älteren Menschen. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass Bisoprolol zu stark oder zu schwach wirkt [1].

Kalte Hände und Füße: Ein Kälte- oder Taubheitsgefühl in Zehen oder Fingern (Raynaud-Syndrom) und eine Verstärkung eines bestehenden zeitweiligen Hinkens sind häufig. Haben Sie bereits Durchblutungsstörungen in Armen oder Beinen, können sich die Beschwerden vor allem zu Beginn der Behandlung verstärken [1, 2]. Sprechen Sie dann mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Magen-Darm-Beschwerden: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schmerzen im Oberbauch und Verstopfung sind häufig [1, 2]. Die Packungsbeilage nennt dafür keine eigenen Maßnahmen. Halten die Beschwerden an, fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke. Nebenwirkungen können Sie auch selbst dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte melden [1]; wie das geht, steht im Ratgeber Nebenwirkung melden.

Wechselwirkungen

Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen wollen [1]. Nicht empfohlen wird die Kombination mit Calciumantagonisten vom Typ Verapamil oder Diltiazem, mit zentral wirksamen Blutdrucksenkern wie Clonidin oder Moxonidin und mit Amiodaron [1, 2]. Calciumantagonisten vom Dihydropyridin-Typ wie Nifedipin erhöhen das Risiko für einen Blutdruckabfall [1, 2].

Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAR wie Ibuprofen oder Diclofenac können die blutdrucksenkende Wirkung von Bisoprolol abschwächen [1, 2]. Nehmen Sie Insulin oder Tabletten gegen Diabetes, kann Bisoprolol das Risiko für einen stark erniedrigten Blutzucker erhöhen und Warnzeichen wie einen schnellen Puls verschleiern [1, 2]. Auch Betablocker in Augentropfen gegen Glaukom verstärken die Wirkung [1, 2].

Wechselwirkungen von Bisoprolol
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Calciumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazem-TypVerminderte Pumpkraft des Herzens, verzögerte Erregungsleitung, stärkerer Blutdruckabfall; Verapamil über die Vene kann einen schweren Blutdruckabfall und einen AV-Block auslösen[1, 2]Kombination wird im Allgemeinen nicht empfohlen
Zentral wirksame Blutdrucksenker wie Clonidin, Methyldopa, Guanfacin, Moxonidin, RilmenidinErhöhtes Risiko für einen überschießenden Blutdruckanstieg nach dem Absetzen (Rebound-Hypertonie), starker Abfall der Herzfrequenz, verzögerte Erregungsleitung, Verschlechterung einer Herzschwäche[1, 2]Kombination wird im Allgemeinen nicht empfohlen
Amiodaron und andere Klasse-III-AntiarrhythmikaStörungen der Herzfunktion, etwa Überleitungsstörungen[1, 2]Kombination mit Amiodaron kann nicht empfohlen werden
Klasse-I-Antiarrhythmika wie Disopyramid, Chinidin, Lidocain, Phenytoin, Flecainid, PropafenonVerlängerte Erregungsleitung von den Vorhöfen auf die Kammern, verminderte Pumpkraft[1, 2]Nur mit strenger klinischer und EKG-Überwachung
Calciumantagonisten vom Dihydropyridin-Typ (z. B. Nifedipin)Höheres Risiko für einen Blutdruckabfall; bei unerkannter Herzschwäche kann eine Herzschwäche auftreten[1, 2]Mit Vorsicht kombinieren, ärztlich besprechen
Cholinesterasehemmer, auch TacrinVerlängerte AV-Überleitung, Verstärkung eines verlangsamten Herzschlags[1, 2]Mit Vorsicht kombinieren
Andere Betablocker, auch in Augentropfen gegen GlaukomVerstärkte Wirkung[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
Insulin und Tabletten gegen Diabetes, auch Sulfonylharnstoffe (z. B. Glibenclamid, Glimepirid)Höheres Risiko für einen stark erniedrigten Blutzucker; Warnzeichen wie schneller Puls können verschleiert werden[1, 2]Blutzucker sorgfältig überwachen
NarkosemittelStärkerer Blutdruckabfall, abgeschwächte Gegenregulation (z. B. Anstieg der Herzfrequenz)[1, 2]Narkosearzt informieren
Herzglykoside (Digitalis)Langsamerer Herzschlag, verlängerte AV-Überleitung[1, 2]Mit Vorsicht kombinieren
Schmerz- und Entzündungsmittel wie Indometacin, Ibuprofen, Acetylsalicylsäure, Diclofenac (NSAR)Blutdrucksenkende Wirkung kann nachlassen[1, 2]Vorher Rücksprache halten
Ergotamin-Abkömmlinge (Migränemittel)Verstärkung von Durchblutungsstörungen in Armen und Beinen[1, 2]Vorher Rücksprache halten
Beta-Sympathomimetika wie Isoprenalin, DobutaminWirkung beider Mittel kann abgeschwächt werden[1, 2]Vorher Rücksprache halten
Adrenalin, NoradrenalinBlutdruckanstieg und Verstärkung eines zeitweiligen Hinkens möglich[2]Vorher Rücksprache halten
Trizyklische Antidepressiva, Barbiturate, Phenothiazine, Baclofen, Amifostin und andere blutdrucksenkende MittelStärkere Blutdrucksenkung[1, 2]Vorher Rücksprache halten
Mefloquin (Malariamittel)Höheres Risiko für einen verlangsamten Herzschlag[1, 2]Vorher Rücksprache halten
MAO-Hemmer (außer MAO-B-Hemmern), z. B. MoclobemidVerstärkte Blutdrucksenkung, aber auch Risiko einer Bluthochdruckkrise[1, 2]Vorher Rücksprache halten
Kortison (Kortikosteroide)Blutdrucksenkende Wirkung kann nachlassen[1, 2]Vorher Rücksprache halten

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wer Bisoprolol nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte

Trifft einer der folgenden Punkte auf Sie zu, besprechen Sie die Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1]. Bei schwerem Asthma darf Bisoprolol nicht eingenommen werden; bei Neigung zu Verkrampfungen der Atemwege ist Vorsicht geboten [1, 2]. Wer eine Schuppenflechte hat oder hatte, erhält Bisoprolol nur nach strenger Abwägung von Nutzen und Risiko. Bei Kindern und Jugendlichen gibt es keine Erfahrungen; die Anwendung wird nicht empfohlen [1].

Nicht einnehmen bei

  • Allergie gegen Bisoprolol, andere Beta-Rezeptorenblocker oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
  • Akute Herzschwäche oder eine Verschlechterung (Dekompensation) der Herzschwäche, die eine Behandlung mit herzkraftstärkenden Mitteln über die Vene erfordert[1, 2]
  • Kardiogener Schock, ein akuter ernster Zustand des Herzens mit niedrigem Blutdruck und Kreislaufversagen[1, 2]
  • Höhergradige Erregungsleitungsstörung von den Vorhöfen auf die Kammern (AV-Block II. oder III. Grades) ohne Herzschrittmacher[1, 2]
  • Sick-Sinus-Syndrom oder gestörte Erregungsleitung zwischen Sinusknoten und Vorhof (sinuatrialer Block)[1, 2]
  • Stark verlangsamter Herzschlag vor Behandlungsbeginn (Ruhepuls unter 50 Schlägen pro Minute)[1, 2]
  • Stark erniedrigter Blutdruck (systolisch unter 90 mmHg)[1, 2]
  • Schweres Asthma bronchiale[1, 2]
  • Spätstadien bzw. schwere Formen der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit oder des Raynaud-Syndroms[1, 2]
  • Stoffwechselbedingte Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose)[1, 2]
  • Unbehandelter Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom)[1, 2]
  • Gleichzeitige Behandlung mit Floctafenin oder Sultoprid[2]

Besondere Vorsicht bei

  • Neigung zu Verkrampfungen der Atemwege (Asthma, obstruktive Atemwegserkrankungen): begleitende bronchialerweiternde Behandlung; vor Beginn wird ein Lungenfunktionstest empfohlen[1, 2]
  • Narkose oder Operation: den Narkosearzt informieren; es besteht ein erhöhtes Risiko für einen Blutdruckabfall. Laut Fachinformation wird gegenwärtig empfohlen, eine bestehende Betablocker-Behandlung bei Operationen nicht zu beenden. Wird ein Absetzen vor der Operation für notwendig erachtet, sollte es ausschleichend erfolgen und etwa 48 Stunden vor der Narkose abgeschlossen sein[1, 2]
  • Diabetes mit stark schwankenden Blutzuckerwerten: Warnzeichen einer Unterzuckerung wie schneller Herzschlag, Herzklopfen oder Schwitzen können verschleiert werden; der Blutzucker sollte überwacht werden[1, 2]
  • Schilddrüsenüberfunktion: Beschwerden können verdeckt werden[1, 2]
  • Strenges Fasten[1]
  • Hyposensibilisierung (Desensibilisierung): Empfindlichkeit gegenüber Allergenen und Schwere allergischer Reaktionen können zunehmen; Adrenalin wirkt dann nicht immer wie erwartet[1, 2]
  • AV-Block I. Grades und Prinzmetal-Angina (Herzschmerzen durch krampfartige Verengung der Herzkranzgefäße)[1, 2]
  • Phäochromozytom: Bisoprolol erst nach Blockade der Alpha-Rezeptoren[1, 2]
  • Schuppenflechte (Psoriasis), auch früher: nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung[1, 2]
  • Durchblutungsstörungen in Armen und Beinen: Beschwerden können sich vor allem zu Beginn verstärken[1, 2]
  • Jodhaltige Röntgenkontrastmittel: Betablocker können die ausgleichenden Kreislaufreaktionen bei einem Blutdruckabfall oder Schock verhindern[1, 2]
  • Herzschwäche mit insulinabhängigem Diabetes (Typ 1), schwerer Nieren- oder Leberfunktionsstörung, restriktiver Kardiomyopathie, angeborener Herzerkrankung, bedeutsamer Herzklappenerkrankung oder Herzinfarkt in den letzten 3 Monaten: keine ausreichenden Erfahrungen[1, 2]
  • Ältere Menschen: zu Beginn der Behandlung regelmäßige ärztliche Überwachung[1, 2]
  • Kinder und Jugendliche: keine Erfahrungen, Anwendung nicht empfohlen[1]
  • Dopingkontrollen: Bisoprolol kann zu positiven Ergebnissen führen[1, 2]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Vermeiden Sie übermäßigen Alkoholkonsum, weil Alkohol die blutdrucksenkende Wirkung von Bisoprolol steigern kann [1]; allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Medikamente und Alkohol. In der Schwangerschaft sollten Sie Bisoprolol nur einnehmen, wenn es absolut notwendig ist und Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es ausdrücklich verordnet; vom Stillen während der Einnahme wird abgeraten [1, 2]. Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage, Fachinformation und das Beratungszentrum Embryotox der Charité sagen [1, 2, 3].

Schwangerschaft

Nehmen Sie Bisoprolol in der Schwangerschaft nur ein, wenn es absolut notwendig ist und Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es ausdrücklich verordnet. Betablocker vermindern im Allgemeinen die Durchblutung des Mutterkuchens und können die Entwicklung des Ungeborenen beeinflussen; Durchblutung und Wachstum werden deshalb kontrolliert. Das Neugeborene wird nach der Geburt sorgfältig überwacht, weil in den ersten 3 Lebenstagen ein erniedrigter Blutzucker und ein verlangsamter Puls auftreten können.[1, 2]

Embryotox beschreibt einen hohen Erfahrungsumfang: In Studien mit weit mehr als 5.000 Schwangerschaften unter Betablockern, davon Bisoprolol in mehr als 400, fanden sich keine Hinweise auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko. Ob ein teils beobachtetes geringeres Geburtsgewicht auf das Mittel oder den Bluthochdruck zurückgeht, ist nicht abschließend geklärt. Laut Embryotox sollten bei der Planung einer Behandlung oder Schwangerschaft wenn möglich besser geeignete Blutdrucksenker bevorzugt werden; bietet Bisoprolol therapeutische Vorteile, ist die Anwendung ebenfalls akzeptabel. Bei langer Behandlung wird das Wachstum des Ungeborenen kontrolliert. Ein Absetzen 24 bis 48 Stunden vor der Entbindung hält Embryotox für kaum zu rechtfertigen; bei einer Behandlung bis zur Geburt wird das Neugeborene auf einen langsamen Herzschlag und eine Unterzuckerung untersucht, besonders Frühgeborene auch auf seltene Atemstörungen, und das geburtshilfliche und das kinderärztliche Team sollten über die Medikation der Mutter informiert sein. Besser geeignete Alternativen sind laut Embryotox, abhängig vom Anwendungsgebiet, bei Bluthochdruck ohne weitere Begleiterkrankungen zum Beispiel Metoprolol oder Alpha-Methyldopa. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Ob Bisoprolol in die Muttermilch übergeht, ist nicht bekannt; vom Stillen während der Einnahme wird deshalb abgeraten.[1, 2]

Embryotox: In einem Fallbericht wurde nach kurzer Anwendung kein Bisoprolol in der Muttermilch nachgewiesen; weitere Daten fehlen. Laut Embryotox ist Metoprolol in der Stillzeit wesentlich besser untersucht; bei therapeutischem Vorteil von Bisoprolol kann auch darunter weiter gestillt werden. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Alkohol

Vermeiden Sie übermäßigen Alkoholkonsum: Alkohol kann die blutdrucksenkende Wirkung von Bisoprolol steigern.[1]

Autofahren und Maschinen

In einer Untersuchung bei koronarer Herzkrankheit war die Fahrtüchtigkeit nicht beeinträchtigt. Weil Menschen unterschiedlich reagieren, kann die Fähigkeit zum Autofahren oder Bedienen von Maschinen trotzdem eingeschränkt sein, besonders zu Beginn der Behandlung, bei Änderungen der Medikation und zusammen mit Alkohol.[1, 2]

Einnahme

Morgens vor, während oder nach dem Frühstück unzerkaut mit etwas Flüssigkeit einnehmen. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden. Die Behandlung braucht regelmäßige ärztliche Überwachung; die Dauer legt die Ärztin oder der Arzt fest.[1]

Einnahme vergessen: nicht die doppelte Menge nehmen, sondern am nächsten Morgen die gewohnte Dosis.[1]

Absetzen

Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung nicht ohne ärztliche Absprache und nicht abrupt: Bei koronarer Herzkrankheit besteht sonst die Gefahr eines Herzinfarkts und eines plötzlichen Todes, bei Herzschwäche kann sich das Krankheitsbild vorübergehend verschlechtern. Die Dosis sollte langsam verringert werden (siehe Dosierung).[1, 2]

Überdosierung

Bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort die Ärztin oder den Arzt benachrichtigen. Mögliche Folgen sind ein starker Blutdruckabfall, ein verlangsamter Herzschlag bis zum Herzstillstand, eine akute Herzschwäche, eine Verkrampfung der Bronchien und ein erniedrigter Blutzucker; häufige Zeichen dafür sind Atembeschwerden, Erbrechen und/oder Bewusstseinsstörungen.[1, 2]

Dosierung laut Packungsbeilage

Die Packungsbeilage nennt für Bluthochdruck und koronare Herzkrankheit eine übliche Dosis und eine Höchstdosis; bei Herzschwäche beschreibt sie eine schrittweise Steigerung über mehrere Wochen [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung. Welche Dosis für Sie richtig ist, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest, und ohne ihre oder seine Anweisung darf die Dosierung bei Herzschwäche nicht geändert werden [1].

Einnahme und Absetzen

Nehmen Sie Bisoprolol morgens vor, während oder nach dem Frühstück unzerkaut mit etwas Flüssigkeit ein. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden. Haben Sie eine Einnahme vergessen, nehmen Sie nicht die doppelte Menge, sondern am nächsten Morgen Ihre gewohnte Dosis [1]. Die Behandlung ist zeitlich nicht begrenzt; wie lange sie dauert, bestimmt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt [1].

Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung nicht ohne ärztliche Absprache und nicht abrupt. Bei koronarer Herzkrankheit besteht sonst die Gefahr eines Herzinfarkts und eines plötzlichen Todes, bei Herzschwäche kann sich das Krankheitsbild vorübergehend verschlechtern [1, 2]. Nehmen Sie zusätzlich ein zentral wirkendes Blutdruckmittel wie Clonidin oder Moxonidin, nennen Packungsbeilage und Fachinformation für diese Kombination ein erhöhtes Risiko eines überschießenden Blutdruckanstiegs (Rebound-Hypertonie) [1, 2]; in welcher Reihenfolge die Mittel beendet werden, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Was Leitlinien zum Absetzen sagen und welche Warnzeichen sofortige Hilfe erfordern, erklärt die Seite Bisoprolol absetzen, Allgemeines der Ratgeber Medikamente absetzen. Vor einer Narkose informieren Sie den Narkosearzt; laut Fachinformation wird gegenwärtig empfohlen, eine bestehende Betablocker-Behandlung bei Operationen nicht zu beenden. Wird ein Absetzen vor der Operation für notwendig erachtet, sollte es ausschleichend erfolgen und etwa 48 Stunden vor der Narkose abgeschlossen sein [1, 2]. Hinweise zur Vorbereitung gibt der Ratgeber Medikamente vor der OP. Bisoprolol kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen [1].

Präparate mit Bisoprolol

Bisoprolol gibt es von vielen Herstellern als Tabletten und Filmtabletten in verschiedenen Stärken, darunter niedrige Stärken für den Beginn einer Herzschwäche-Behandlung. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Bisoprolol-ratiopharm [1, 2]. Für Präparate, die Bisoprolol zusammen mit einem weiteren Wirkstoff enthalten, gelten eigene Packungsbeilagen. Wie sich Bisoprolol und Metoprolol unterscheiden, vergleicht der Ratgeber Bisoprolol oder Metoprolol.

Präparate mit Bisoprolol
PräparatAnbieterHinweis
Bisoprolol-ratiopharmratiopharm GmbHverschreibungspflichtig; Tabletten mit 5 und 10 mg sowie niedrigere Stärken für die Herzschwäche; Grundlage dieser Seite
Bisoprolol-1A Pharma1A Pharma GmbHverschreibungspflichtig
Bisoprolol MylanViatris Healthcare GmbHverschreibungspflichtig
Bisoprolol-TADTAD Pharma GmbHverschreibungspflichtig
ConcorMerck Healthcare Germany GmbHverschreibungspflichtig; als Concor COR in Stärken für die Herzschwäche

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Bisoprolol-ratiopharm 5 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 10.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation Bisoprolol-ratiopharm 5 mg / 10 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 10.10.2026
  3. Embryotox Embryotox: Bisoprolol. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026

Häufige Fragen

Wofür nimmt man Bisoprolol?

Bisoprolol ist zugelassen zur Behandlung von Bluthochdruck, der chronisch stabilen Angina pectoris bei koronarer Herzkrankheit und der stabilen chronischen Herzschwäche mit eingeschränkter Pumpfunktion. Bei Herzschwäche wird es zusätzlich zu ACE-Hemmern und Entwässerungsmitteln gegeben.

Macht Bisoprolol müde?

Müdigkeit und Erschöpfung sind häufige Nebenwirkungen und betreffen bis zu 1 von 10 Behandelten. Bei Bluthochdruck oder Angina pectoris treten sie vor allem zu Beginn der Behandlung auf, sind im Allgemeinen schwach ausgeprägt und klingen häufig innerhalb von 1 bis 2 Wochen ab. Halten sie an, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Kann man von Bisoprolol zunehmen?

Eine Gewichtszunahme ist weder in der Packungsbeilage noch in der Fachinformation von Bisoprolol-ratiopharm als Nebenwirkung aufgeführt. Nehmen Sie ungewollt zu oder bemerken Sie Schwellungen, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Welche Nebenwirkungen hat Bisoprolol an den Augen?

Selten, also bei bis zu 1 von 1.000 Behandelten, verringert sich der Tränenfluss; das ist beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten. Sehr selten kommt es zu einer Bindehautentzündung.

Darf ich Bisoprolol einfach absetzen?

Nein. Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung nur nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Bei koronarer Herzkrankheit besteht nach einem abrupten Abbruch die Gefahr eines Herzinfarkts und eines plötzlichen Todes, bei Herzschwäche kann sich das Krankheitsbild vorübergehend verschlechtern. Laut Packungsbeilage sollte die Dosis langsam verringert werden.

Darf ich Alkohol trinken, wenn ich Bisoprolol nehme?

Die Packungsbeilage rät, übermäßigen Alkoholkonsum zu vermeiden, weil Alkohol die blutdrucksenkende Wirkung von Bisoprolol steigern kann. Laut Packungsbeilage ist eine mögliche Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit besonders im Zusammenwirken mit Alkohol zu berücksichtigen.

Kann Bisoprolol Potenzstörungen verursachen?

Potenzstörungen sind eine seltene Nebenwirkung und betreffen bis zu 1 von 1.000 Behandelten. Sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt darauf an und setzen Sie Bisoprolol nicht eigenmächtig ab.

Wie hoch ist die Dosis von Bisoprolol?

Die Packungsbeilage nennt für Bluthochdruck und koronare Herzkrankheit eine übliche Dosis und eine Höchstdosis; bei Herzschwäche beschreibt sie eine langsame Steigerung über mehrere Wochen. Die Angaben finden Sie im Abschnitt "Dosierung laut Packungsbeilage". Welche Dosis für Sie richtig ist, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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