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Kribbeln, Taubheit und Polyneuropathie durch Medikamente

Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Schäden an den Nerven in Armen und Beinen (Polyneuropathie) nennen die Produktinformationen zum Beispiel bei Topiramat, Leflunomid, Amiodaron, Metronidazol, Nitrofurantoin und Fluorchinolon-Antibiotika wie Ciprofloxacin. Laut gesund.bund.de gehören bestimmte Antibiotika und Medikamente gegen Krebs zu den Auslösern einer Polyneuropathie. Bei Fluorchinolonen wie Ciprofloxacin, bei Nitrofurantoin und Metronidazol verlangen die Packungsbeilagen, sich bei solchen Beschwerden sofort an die Ärztin oder den Arzt zu wenden. Metformin und Magensäureblocker können einen Vitamin-B12-Mangel begünstigen, der ebenfalls Nervenschäden verursachen kann. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Mann um die sechzig mit grauem Bart sitzt auf der Bettkante im hellen Schlafzimmer und massiert seinen Fuß
Bild: KI-generiert

Manche Medikamente können Missempfindungen wie Kribbeln, "Ameisenlaufen" oder Taubheitsgefühle auslösen oder die Nerven in Armen und Beinen schädigen [4, 11, 14]. Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark heißen periphere Nerven; Erkrankungen, die durch Schäden an diesen Nerven verursacht werden, fasst man laut gesund.bund.de unter dem Begriff Polyneuropathie oder periphere Neuropathie zusammen [1]. Zu den möglichen Auslösern zählt gesund.bund.de neben Erkrankungen wie Diabetes und Alkohol auch bestimmte Antibiotika und Medikamente gegen Krebs [1].

Welche Medikamente Kribbeln, Taubheit und Polyneuropathie auslösen können

Kribbeln und Taubheitsgefühle (Parästhesien) stehen in den Produktinformationen vieler Wirkstoffe; manche nennen ausdrücklich einen Nervenschaden (Neuropathie oder Polyneuropathie). Die Beispiele unten stammen aus den Produktinformationen einzelner Wirkstoffe und aus einem Rote-Hand-Brief; jede Häufigkeitsangabe gilt nur für den Wirkstoff, bei dem sie steht [4, 5, 11, 14].

  • Fluorchinolon-Antibiotika: Mit einem Rote-Hand-Brief vom 8. April 2019 informierten die Zulassungsinhaber in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) über schwerwiegende, über Monate oder Jahre anhaltende und möglicherweise irreversible Nebenwirkungen von Chinolon- und Fluorchinolon-Antibiotika, die vor allem Bewegungsapparat und Nervensystem betreffen; dazu gehört eine Schädigung der peripheren Nerven [4]. Laut Rote-Hand-Brief wurden nur wenige solche Fälle gemeldet; es ist aber anzunehmen, dass nicht alle berichtet wurden [4]. Bei Ciprofloxacin sind Kribbeln, eine ungewöhnliche Empfindlichkeit auf Sinnesreize und eine herabgesetzte Empfindlichkeit der Haut laut Packungsbeilage selten (bis zu 1 von 1.000 Behandelten); eine Nervenschädigung mit Schmerzen, Brennen, Kribbeln, Taubheit oder Muskelschwäche der Gliedmaßen ist mit nicht bekannter Häufigkeit aufgeführt [5]. Zur Gruppe gehören auch Levofloxacin und Moxifloxacin.
  • Weitere Antibiotika: Bei Metronidazol sind Nervenstörungen (periphere Neuropathien) laut Packungsbeilage gelegentlich (bis zu 1 von 100 Behandelten) [7]. Bei Nitrofurantoin sind Nervenstörungen (periphere Polyneuropathien) mit Schmerz, Brennen, Kribbeln, Benommenheit oder Schwäche der Gliedmaßen sehr selten (bis zu 1 von 10.000 Behandelten) [9].
  • Leflunomid (Rheumamittel): Kribbeln (Parästhesie) und eine Schädigung der Nervenbahnen in Armen oder Beinen (periphere Neuropathie) sind laut Fachinformation häufig (bis zu 1 von 10 Behandelten) [11]. Bei älteren Menschen über 60 Jahre, die zugleich andere nervenschädigende Mittel erhalten und Diabetes haben, kann das Risiko laut Fachinformation erhöht sein [11].
  • Amiodaron (Mittel gegen Herzrhythmusstörungen): Schäden an peripheren Nerven und/oder Muskeln sind laut Packungsbeilage und Fachinformation gelegentlich; sie bilden sich nach dem Absetzen gewöhnlich zurück [12, 13].
  • Topiramat: Kribbeln, Schmerzen und/oder Taubheit verschiedener Körperteile sind laut Packungsbeilage sehr häufig (mehr als 1 von 10 Behandelten) [14]. Mehr unter Antiepileptika.
  • Weitere Beispiele: Für den Cholesterinsenker Pravastatin nennt die Fachinformation eine periphere Polyneuropathie als sehr selten, insbesondere bei Einnahme über einen langen Zeitraum [15]; mehr unter Statine und weitere Lipidsenker. Beim Schilddrüsenmittel Thiamazol sind Nervenentzündungen und Polyneuropathien sehr selten [16]. Medikamente gegen Krebs können laut gesund.bund.de ebenfalls Nervenschäden auslösen [1]; mehr unter Chemotherapie.

Die Tabelle zeigt die Wirkstoffe, deren Produktinformation Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Nervenschäden nennt:

Kribbeln und Taubheitsgefühl als Nebenwirkung: Angaben aus der Produktinformation
WirkstoffHäufigkeitAngabe in der Produktinformation
TopiramatSehr häufigKribbeln, Schmerzen und/oder Taubheit verschiedener Körperteile (Parästhesie) · Mundtrockenheit; laut Fachinformation auch Kribbeln im Mund (orale Parästhesie) · Abnormer oder gestörter Tastsinn · Taubheit, Kribbeln…
TrastuzumabSehr häufigTaubheit oder Kribbeln der Finger oder Zehen, das sich gelegentlich bis in den Rest der Gliedmaßen ausbreiten kann (Parästhesie) · Schädigung der Nerven in Armen und Beinen (periphere Neuropathie)
AdalimumabHäufigEmpfindungsstörungen wie Kribbeln, Prickeln oder Taubheitsgefühl, Migräne, eingeklemmte Nervenwurzeln (Hexenschuss mit Rücken- und Beinschmerzen) · Zittern (Tremor), Nervenerkrankungen (Neuropathie) · Multiple…
AmitriptylinHäufigTaubheitsgefühl oder Kribbeln in Armen oder Beinen (Parästhesie) · Störungen der peripheren Nerven (Polyneuropathie)
AnastrozolHäufigKarpaltunnelsyndrom: Kribbeln, Schmerzen, Kältegefühl und Schwäche in Teilen der Hand · Kribbeln, Prickeln oder Taubheitsgefühl der Haut; Geschmacksverlust oder beeinträchtigter Geschmackssinn
AtomoxetinHäufigBei Kindern und Jugendlichen: Ungewöhnliches Hautempfinden wie Brennen, Prickeln, Jucken oder Kribbeln; Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Händen oder Füßen · Bei Kindern und Jugendlichen: Schlechte Durchblutung, die zu…
BisoprololHäufigKälte- oder Taubheitsgefühl in Zehen und/oder Fingern (Raynaud-Syndrom), Verstärkung eines bestehenden zeitweiligen Hinkens (Claudicatio intermittens)
CiclosporinHäufigTaubheitsgefühl oder Kribbeln (Parästhesie) · Nervenschäden mit Taubheitsgefühl oder Kribbeln in Fingern und Zehen (laut Fachinformation motorische Polyneuropathie)
CitalopramHäufigKribbeln oder Taubheitsgefühl der Haut (Parästhesie)
DenosumabHäufigSchmerzen, Kribbeln oder Taubheit entlang des Beins (Ischiassyndrom)
DuloxetinHäufigTaubheitsgefühl, auch Taubheitsgefühl oder Kribbeln der Haut (Parästhesien)
EscitalopramHäufigKribbeln der Haut (Parästhesie)
FentanylHäufigUngewöhnliche Hautempfindungen wie Kribbeln oder Krabbeln (Parästhesie) · Herabgesetztes Gefühl oder verminderte Empfindlichkeit, vor allem der Haut (Hypästhesie)
GabapentinHäufigMissempfindungen wie empfindliche Haut oder vermindertes Empfindungsvermögen, Koordinationsstörungen, ungewöhnliche Augenbewegungen (Nystagmus), verstärkte, abgeschwächte oder fehlende Reflexe
InfliximabHäufigTaubheitsgefühl oder Kribbeln · Krampfanfälle, Nervenprobleme (Neuropathie)
LacosamidHäufigSchwierigkeiten bei der Bewegungskoordination oder beim Gehen, Gleichgewichtsstörungen, Zittern (Tremor), Kribbeln (Parästhesie) · Gedächtnisstörungen (Vergesslichkeit), Denk- oder Wortfindungsstörungen,…
LeflunomidHäufigUngewöhnliche Hautempfindungen wie Kribbeln (Parästhesie) · Schädigung der Nervenbahnen in Armen oder Beinen (periphere Neuropathie)
LeuprorelinHäufigBei Männern mit Prostatakrebs: Missempfindungen und Taubheitsgefühl (Parästhesie), Kopfschmerz · Bei Frauen (Enantone-Gyn): Missempfindungen und Taubheitsgefühl, Schwindel
Levodopa/CarbidopaHäufigKopfschmerzen, Kribbeln (Parästhesie), Ohnmacht oder Neigung zu Ohnmacht, bitterer Geschmack im Mund · Horner-Syndrom mit verengten Pupillen, hängenden Augenlidern und trockener Gesichtshaut; Taubheitsgefühl;…
MethylphenidatHäufigPrickelndes Gefühl, Kribbeln oder Taubheit der Haut · Kältegefühl in Armen und Beinen; Taubheit in Fingern und Zehen, Kribbeln oder Farbwechsel der Haut von Weiß über Blau zu Rot bei Kälte (Raynaud-Syndrom)
NaratriptanHäufigBenommenheit, Schwindel, Gefühl von Kribbeln
NebivololHäufigMissempfindungen wie Jucken oder Kribbeln (Parästhesien)
NivolumabHäufigNervenentzündungen mit Taubheit, Schwäche, Kribbeln oder brennenden Schmerzen in Armen und Beinen; Schwindelgefühl · Nervenschädigung mit Taubheits- und Schwächegefühl (Polyneuropathie); vom eigenen Immunsystem…
PembrolizumabHäufigSchwindelgefühl; Nervenentzündungen mit Taubheitsgefühl, Schwäche, Kribbeln oder brennenden Schmerzen in Armen und Beinen; Antriebslosigkeit; Geschmacksveränderungen · Guillain-Barré-Syndrom (vorübergehende…
PermethrinHäufigMissempfindungen auf der Haut (Parästhesien) wie Kribbeln, Stechen oder Hautbrennen
PregabalinHäufigMissempfindungen wie Kribbeln, Taubheitsgefühl
PropranololHäufigMissempfindungen (Parästhesien)
RituximabHäufigBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: ungewöhnliche Hautempfindungen wie Taubheitsgefühl, Kribbeln, Stechen, Brennen oder "Insektenlaufen", verminderter Tastsinn · Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Nervenschäden in Armen…
RizatriptanHäufigMissempfindungen und Kribbeln (Parästhesie), verminderte Berührungsempfindlichkeit der Haut (Hypästhesie) · Anfallsweise Verengung der Blutgefäße in Händen oder Füßen, die mit Kälte oder Taubheit einhergehen kann…
SertralinHäufigKribbeln (Parästhesie), verminderte Empfindlichkeit für Berührungsreize, erhöhte Muskelspannung
SumatriptanHäufigUngewöhnliche Empfindungen wie Taubheitsgefühl oder Kribbeln (Parästhesie, Hypästhesie)
TacrolimusHäufigKrampfanfälle, Bewusstseinsstörungen, Kribbeln und Taubheitsgefühl (manchmal schmerzhaft) in Händen und Füßen, Schwindelgefühl, Schreibstörungen, Störungen des Nervensystems; laut Fachinformation auch Erkrankungen der…
TamoxifenHäufigStörungen der Sinneswahrnehmung, einschließlich Geschmacksstörungen sowie Taubheit oder Kribbeln der Haut
TestosteronHäufigSchwindel, "Ameisenlaufen" (Parästhesie), Gedächtnisverlust (Amnesie), gesteigertes Schmerzempfinden (Hyperästhesie), Kopfschmerzen
ValproinsäureHäufigKribbeln oder Taubheitsgefühl der Haut (Parästhesien)
VedolizumabHäufigPrickel- oder Kribbelgefühle (Parästhesie)
VenlafaxinHäufigKribbeln (Ameisenlaufen, Parästhesien)
VerapamilHäufigErkrankungen des Nervensystems (Neuropathie) · Missempfindungen wie Kribbeln, Taubheits- und Kältegefühl in den Gliedmaßen (Parästhesie)
ZolmitriptanHäufigMissempfindungen wie Kribbeln in Fingern und Zehen oder Überempfindlichkeit der Haut bei Berührung; laut Fachinformation auch Störungen der Wahrnehmung
AgomelatinGelegentlichKribbeln in Fingern und Zehen (Parästhesie)
AmiodaronGelegentlichSchäden an peripheren Nerven und/oder Muskeln (periphere sensorische Neuropathien, Myopathien), die sich nach dem Absetzen gewöhnlich zurückbilden; Schwindel, Koordinationsstörungen, Empfindungsstörungen (Parästhesien)
AmlodipinGelegentlichVerminderte Empfindlichkeit für Berührungsreize oder Kribbeln in Armen und Beinen, Verlust des Schmerzgefühls (Hypästhesie, Parästhesie) · Nervenstörung (periphere Neuropathie), die zu Muskelschwäche, verminderter…
AtorvastatinGelegentlichBenommenheit, Taubheitsgefühl oder Kribbeln in Fingern oder Zehen, verminderte Empfindlichkeit der Haut für leichte Berührung oder Schmerz, Geschmacksstörungen, Gedächtnisverlust (Amnesie) · Erkrankung der Nerven in…
AzelainsäureGelegentlichAn der Auftragsstelle: Missempfindungen (Parästhesie), Hautentzündung (Dermatitis), Beschwerden und Flüssigkeitsansammlung (Ödem)
AzithromycinGelegentlichSchwindelgefühl, Schläfrigkeit (Somnolenz), veränderter Geschmackssinn (Dysgeusie), Kribbeln oder Taubheitsgefühl (Parästhesie) · Herabgesetztes Berührungs-, Schmerz- und Temperaturempfinden (Hypästhesie)
Botulinumtoxin Typ AGelegentlichTaubheitsgefühl (Hypästhesie) · Bei Harninkontinenz (Injektion in die Blase): Taubheit (Hypästhesie)
BrinzolamidGelegentlichUngewöhnliches Hautgefühl (Parästhesien) · Verringerte Berührungsempfindlichkeit (Hypoästhesie); Zucken (Tremor)
CarvedilolGelegentlichEmpfindungsstörungen (Parästhesie)
CefpodoximGelegentlichMissempfindungen (Parästhesien)
CelecoxibGelegentlichKribbelgefühl (Parästhesie), Schläfrigkeit (Somnolenz)
CetirizinGelegentlichMissempfindungen auf der Haut (Parästhesie)
ClonidinGelegentlichMissempfindungen in Händen und Füßen (Parästhesien)
ClopidogrelGelegentlichKribbeln und Taubheitsempfinden (Parästhesien)
DihydralazinGelegentlichSchädigung der Nerven in Armen und Beinen (periphere Neuropathie), die sich durch Missempfindungen (Parästhesien) äußern kann
DoxazosinGelegentlichSchlaganfall (zerebrovaskuläre Ereignisse), verminderte Berührungs- oder Sinnesempfindung (Hypästhesie), Ohnmacht (Synkope), Zittern (Tremor) · Schwindel, insbesondere beim Aufstehen aus sitzender oder liegender…
DoxepinGelegentlichMissempfindungen wie Kribbeln, Hitze- und Kälteempfindungen, Ohrensausen, vermehrte Träume
EnalaprilGelegentlichKribbeln oder taubes Gefühl auf der Haut (Parästhesien)
EplerenonGelegentlichVermindertes Tast- und Berührungsgefühl (Hypästhesie)
EsomeprazolGelegentlichSchwindel, Kribbeln (Parästhesie) oder Müdigkeit
Etonogestrel/Ethinylestradiol (Vaginalring)GelegentlichHerabgesetzte Empfindung der Haut (Hypästhesie)
EtoricoxibGelegentlichVeränderung des Geschmackssinns, Schlaflosigkeit, Taubheitsgefühl oder Kribbeln, Schläfrigkeit
EzetimibGelegentlichZusammen mit einem Statin: Kribbeln in den Gliedmaßen (Parästhesien)
FebuxostatGelegentlichTaubheitsgefühl, Hautprickeln, vermindertes oder verändertes Tastempfinden (Hypoästhesie, Parästhesie), halbseitige Lähmung (Hemiparese), veränderter Geschmackssinn, verminderter Geruchssinn (Hyposmie)
FelodipinGelegentlichBrennen, Kribbeln oder Taubheitsgefühl (Parästhesien)
FluconazolGelegentlichKrampfanfälle, Schwindelgefühl, Kribbeln, Stechen oder Taubheitsgefühl (Parästhesien), verändertes Geschmacksempfinden
HumaninsulinGelegentlichNervenschmerzen, wenn sich die Blutzuckerwerte sehr rasch bessern (akute schmerzhafte Neuropathie); normalerweise vorübergehend
HydromorphonGelegentlichMissempfindungen auf der Haut wie Kribbeln und Nadelstiche (Parästhesie)
HydroxychloroquinGelegentlichSchläfrigkeit, Unruhe oder Empfindungsstörungen (Parästhesien)
LetrozolGelegentlichStörungen des Empfindens, vor allem des Berührungsempfindens
LevetiracetamGelegentlichGedächtnisverlust (Amnesie), Vergesslichkeit, Koordinationsstörungen (Ataxie), Kribbeln (Parästhesie), Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen
LisinoprilGelegentlichKribbeln ("Ameisenlaufen", Parästhesie), Drehschwindel (Vertigo), Veränderungen des Geschmackssinns, Schläfrigkeit oder andere Schlafstörungen wie Schlaflosigkeit · Durchblutungsstörungen mit blassen, kalten und tauben…
MethylprednisolonaceponatGelegentlichAn der Anwendungsstelle: Hauttrockenheit, Hautrötung (Erythem), Bläschen, Haarbalgentzündung (Follikulitis), Ausschlag und Missempfindungen der Haut (Parästhesien)
MetoprololGelegentlichMissempfindungen wie Kribbeln oder Ameisenlaufen (Parästhesien)
MetronidazolGelegentlichStörungen im Zusammenspiel der Bewegungen (Ataxie), Nervenstörungen (periphere Neuropathien) und Krampfanfälle; Krampfanfälle laut Fachinformation nach sehr hoher Dosierung oder Langzeitbehandlung, nach Verringerung…
MirtazapinGelegentlichAnomale Empfindungen in der Haut wie Brennen, Stechen, Kitzeln oder Kribbeln (Parästhesie)
MontelukastGelegentlichSchwindel, Benommenheit, Kribbeln und Taubheitsgefühl (Parästhesie, Hypästhesie)
MoxifloxacinGelegentlichHautkribbeln, veränderte Schmerzempfindlichkeit (Par- und Dysästhesie) · Schmerzen, Brennen, Kribbeln, Taubheits- oder Schwächegefühl in den Gliedmaßen (periphere Neuropathie und Polyneuropathie) · Beeinträchtigung des…
MoxonidinGelegentlichMissempfindungen in Armen und Beinen (Parästhesien)
NifedipinGelegentlichMissempfindungen wie Kribbeln oder pelziges Gefühl, unter Umständen auch schmerzhaft (Par- und Dysästhesie) · Herabgesetzte Empfindung von Berührungsreizen (Hypästhesie)
NitrendipinGelegentlichHerabgesetzte Empfindung von Berührungsreizen (Hypästhesie)
OmalizumabGelegentlichKribbeln oder Taubheitsgefühl in den Händen oder Füßen (Parästhesie)
OmeprazolGelegentlichSchwindel, Kribbeln wie Ameisenlaufen (Parästhesien) und Schläfrigkeit
OxycodonGelegentlichVerminderte Schmerzempfindlichkeit oder verminderter Tastsinn (Hypästhesie) und Kribbelgefühl (Parästhesie)
PaliperidonGelegentlichOhnmachtsanfall, andauernder Drang zur Bewegung bestimmter Körperteile, Schwindel beim Aufstehen, Aufmerksamkeitsstörung, Sprachstörungen, Verlust oder Veränderung des Geschmackssinns, vermindertes Empfinden der Haut…
PimecrolimusGelegentlichAn der Anwendungsstelle: Hautausschlag, Schmerzen, Kribbeln (Parästhesie), leichte Schuppenbildung, Austrocknung und Schwellung (Ödem)
RamiprilGelegentlichUngewöhnliche Hautempfindungen wie Taubheit, Prickeln, Stechen, Brennen oder Kribbeln (Parästhesien) · Verfärbung von Fingern und Zehen bei Kälte, mit Kribbeln oder Schmerzen beim Aufwärmen (Raynaud-Syndrom)
RanolazinGelegentlichMissempfindungen (Parästhesie), veränderte Sinneswahrnehmung beim Tast- oder Geschmackssinn (Hypästhesie) · Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) oder des Darms (erosive Duodenitis), Taubheit an Mund oder…
RisperidonGelegentlichVermindertes Schmerz- und Berührungsempfinden der Haut; Kribbeln, Stechen oder Taubheitsgefühl der Haut
SildenafilGelegentlichSchläfrigkeit (Somnolenz), vermindertes Tastgefühl (Hypästhesie) · Tauber Mund (orale Hypästhesie)
SulfasalazinGelegentlichMissempfindungen (Parästhesien), Störungen des Geruchssinns, Nervenstörungen an Armen und Beinen · Erkrankungen der Nerven (zentrale und periphere Neuropathie), Entzündung des Rückenmarks (Querschnittsmyelitis),…
TapentadolGelegentlichBewusstseinsstörungen, Beeinträchtigung des Erinnerungsvermögens, mentale Beeinträchtigung, Ohnmacht, Sedierung, Gleichgewichtsstörungen, Sprachstörungen, Taubheitsgefühl, abnorme Hautempfindungen (z. B. Kribbeln,…
TerbinafinGelegentlichTaubheitsgefühl und Kribbeln ("Ameisenlaufen"), verminderte Berührungsempfindlichkeit
TirzepatidGelegentlichVeränderung des Hautempfindens (Dysästhesie)
TorasemidGelegentlichTaubheits- und Kältegefühl in Armen und Beinen (Parästhesien)
ZolpidemGelegentlichUngewöhnliches Gefühl oder Kribbeln der Haut (Parästhesie)
AtenololSeltenKribbeln oder Taubheitsgefühl (Parästhesien)
BaclofenSeltenKribbeln, Jucken oder Nadelstichgefühl (Parästhesien), Schwierigkeiten beim Sprechen (Dysarthrie)
BuprenorphinSeltenMissempfindungen der Haut wie Taubheitsgefühl, Hautprickeln oder brennende Hautirritationen (Parästhesien)
CarbamazepinSeltenUnwillkürliche Bewegungen im Mund-Gesichtsbereich wie Grimassieren (orofaziale Dyskinesien), verschraubte Bewegungen (Choreoathetose), Sprechstörungen (verwaschene Sprache), Missempfindungen, Nervenerkrankungen…
ChlortalidonSeltenMissempfindungen wie Kribbeln und Taubheitsgefühl an Armen und Beinen (Parästhesien)
CiprofloxacinSeltenKribbeln, ungewöhnliche Empfindlichkeit auf Sinnesreize, herabgesetzte Empfindlichkeit der Haut, Zittern oder Schwindel · Nervenschädigung (Neuropathie) mit Schmerzen, Brennen, Kribbeln, Taubheit oder Muskelschwäche in…
DorzolamidSeltenKribbeln oder taubes Gefühl in Händen oder Füßen (Parästhesien)
DoxycyclinSeltenMissempfindungen (Parästhesien)
FlecainidSeltenPrickeln der Haut, als ob Ameisen darüber laufen (Parästhesien), und vermindertes Berührungsgefühl (Hypoästhesie) · Nervenstörungen, zum Beispiel in den Armen und Beinen (periphere Neuropathie)
FurosemidSeltenKribbeln, taubes oder schmerzhaft brennendes Gefühl in den Gliedmaßen (Parästhesien)
HydrochlorothiazidSeltenKopfschmerzen, Schwindel, Missempfindungen wie Kribbeln in den Gliedmaßen (Parästhesien)
IndapamidSeltenAmeisenlaufen (Parästhesie)
ItraconazolSeltenKribbelgefühl oder Schwäche in Händen oder Füßen (Parästhesie), vermindertes Schmerzempfinden (Hypästhesie), unangenehmer Geschmack (Dysgeusie)
LevofloxacinSeltenKribbelgefühl in Händen und Füßen (Parästhesien) · Nervenschädigung (Neuropathie) mit Brennen, Kribbeln, Schmerzen oder Taubheitsgefühl; brennende Nervenschmerzen (Neuralgie)
LosartanSeltenTaubheitsgefühl oder Kribbeln (Parästhesien)
MelatoninSeltenKribbelndes Hautgefühl (Parästhesie)
OpipramolSeltenKopfschmerzen, Empfindungsstörungen (Parästhesien), Geschmacksstörungen · Erkrankungen peripherer Nerven (Polyneuropathie)
SimvastatinSeltenKopfschmerzen, Missempfindungen wie Kribbeln (Parästhesien) und Schwindel · Taubes Gefühl oder Schwäche in Armen und Beinen (periphere Neuropathie)
TramadolSeltenMissempfindungen auf der Haut wie Jucken, Prickeln oder Taubheitsgefühl (Parästhesien), Zittern
BupropionSehr seltenKribbeln oder Taubheitsgefühl (Parästhesien), Gedächtnisverlust
CarbimazolSehr seltenNervenentzündungen und allgemeine Empfindungsstörungen der Haut (Neuritis, Polyneuropathie)
Cotrimoxazol (Sulfamethoxazol/Trimethoprim)Sehr seltenNervenentzündungen (periphere Neuritiden), nicht entzündliche Nervenerkrankungen (Neuropathien) und Missempfindungen wie Kribbeln oder taubes Gefühl in Händen oder Beinen (Parästhesien)
DiclofenacSehr seltenSensibilitätsstörungen und Missempfindungen (Parästhesien)
FamotidinSehr seltenMissempfindungen (Parästhesien)
FluvastatinSehr seltenKribbeln oder Taubheitsgefühl in Händen oder Füßen, gestörte oder herabgesetzte Empfindlichkeit (Parästhesie, Dysästhesie, Hypästhesie); laut Fachinformation können sie auch mit der zugrunde liegenden…
MesalazinSehr seltenTaubheit und Kribbeln in Händen und Füßen (periphere Neuropathie)
MethotrexatSehr seltenMuskelschwäche und Schmerzen in Armen und Beinen, Taubheit oder Kribbeln, verminderte Berührungsempfindung, Geschmacksstörungen (metallischer Geschmack)
NitrofurantoinSehr seltenNervenstörungen (periphere Polyneuropathien) mit Symptomen wie Schmerz, Brennen, Kribbeln, Benommenheit und/oder Schwäche der Gliedmaßen; Entzündung des Sehnervs, die sich durch verminderte Sehschärfe äußert
PravastatinSehr seltenEmpfindungsstörungen mit brennendem oder prickelndem Gefühl oder Taubheit als Hinweis auf eine Nervenschädigung; laut Fachinformation periphere Polyneuropathie, vor allem bei Einnahme über einen langen Zeitraum
RosuvastatinSehr seltenNervenschädigung in Armen und Beinen, zum Beispiel mit Taubheitsgefühl (Polyneuropathie) · Erkrankung der peripheren Nerven (periphere Neuropathie)
ThiamazolSehr seltenNervenentzündungen und allgemeine Empfindungsstörungen (Neuritis, Polyneuropathie)
ClarithromycinNicht bekanntMissempfindungen der Haut (Kribbeln, "Ameisenlaufen", Parästhesie)
ColchicinNicht bekanntErkrankung der Nerven (Neuropathie) und Nervenentzündung (periphere Neuritis), die Schmerzen, ein Taubheitsgefühl und manchmal eine Störung der Nervenfunktion hervorrufen kann
ColestyraminNicht bekanntKribbeln
LevocetirizinNicht bekanntKrampfanfälle (Konvulsion), Kribbeln (Parästhesie), Schwindelgefühl, plötzlicher Bewusstseinsverlust (Synkope), Zittern, gestörtes Geschmacksempfinden
LisdexamfetaminNicht bekanntBei Kindern: schlechte Durchblutung mit Taubheit und Weißfärbung von Zehen und Fingern (Raynaud-Syndrom) · Schlechte Durchblutung mit Taubheit und Weißfärbung von Zehen und Fingern (Raynaud-Syndrom)
LithiumNicht bekanntVerminderte Nervenleitgeschwindigkeit, Nervenerkrankung (periphere Neuropathie)
MethocarbamolNicht bekanntÖrtlich begrenzte, vorübergehende Missempfindungen, vorwiegend im Bereich von Gesicht, Kopfhaut, Lippen, Zunge, Händen, Fingern oder Füßen
MorphinNicht bekanntBenommenheit, Sedierung (dosisabhängig), Ohnmacht, Missempfindungen
PantoprazolNicht bekanntKribbeln, Prickeln, Ameisenlaufen, Brennen oder Taubheitsgefühl (Parästhesie)
PridinolNicht bekanntZittern (Tremor), Missempfindungen der Haut wie Kribbeln, Brennen oder Taubheit (Parästhesie)
RoxithromycinNicht bekanntMissempfindungen (Parästhesien)
SemaglutidNicht bekanntVeränderungen des Hautempfindens (Dysästhesie)
TimololNicht bekanntSchlaganfall, Ohnmacht, Missempfindungen in Armen und Beinen und Schwindel
TrazodonNicht bekanntMissempfindungen wie Kribbeln oder Taubheit (Parästhesien)
TrimipraminNicht bekanntKribbeln der Haut (Parästhesien) und Nervenerkrankungen (Polyneuropathien)
ZopiclonNicht bekanntEmpfindungsstörungen wie Kribbeln und Taubheitsgefühl (Parästhesien)

Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (142 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Kribbeln und Taubheitsgefühl als mögliches Zeichen einer anderen Nebenwirkung (9 Wirkstoffe)

Bei diesen Wirkstoffen nennt die Produktinformation die Beschwerde als mögliches Anzeichen einer anderen Nebenwirkung. Die angegebene Häufigkeit gilt für diese andere Nebenwirkung, nicht für die Beschwerde selbst; deshalb stehen sie nicht in der Tabelle oben.

Kribbeln und Taubheitsgefühl als Zeichen einer anderen Nebenwirkung
WirkstoffAngabe in der ProduktinformationHäufigkeit dieser Nebenwirkung
AlendronsäureZu niedriger Calcium-Spiegel im Blut (symptomatische Hypokalzämie) mit Beschwerden wie Muskelkrämpfen oder -spasmen und/oder einem Kribbeln in den Fingern oder um den Mund; laut Fachinformation oft im Zusammenhang mit begünstigenden FaktorenSelten
DenosumabNiedriger Calciumspiegel im Blut (Hypokalzämie), schwergradig auch mit Krankenhausaufenthalt und lebensbedrohlichen Reaktionen; Beschwerden wie Spasmen, Zuckungen oder Muskelkrämpfe, Taubheit oder Kribbeln in Fingern, Zehen oder um den Mund, Krampfanfälle,…Selten
EnoxaparinNach einer Lumbalpunktion oder Spinalanästhesie: Kribbeln, Gefühllosigkeit und Muskelschwäche, vor allem in den unteren Körperregionen, oder Verlust der Blasen- oder Darmkontrolle (Bluterguss am Rückenmark, der zu bleibenden Lähmungen führen kann)Selten
IbandronsäureZu niedriger Calcium-Spiegel im Blut (Hypokalzämie) mit Muskelkrämpfen oder Spasmen und/oder Kribbeln in den Fingern oder um den MundGelegentlich
JohanniskrautSonnenbrandähnliche Reaktionen oder Rötung der Haut und Missempfindungen (Kribbeln, Schmerz- und Kälteempfindlichkeit, Brennen) durch Lichtüberempfindlichkeit (Photosensibilisierung), vor allem bei hellhäutigen Menschen, die starker Sonnenbestrahlung…Nicht bekannt
MontelukastKombination von Beschwerden wie grippeartiges Befinden, Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Armen und Beinen, Verschlechterung der Lungenbeschwerden und/oder Ausschlag (Churg-Strauss-Syndrom)Sehr selten
NivolumabEntzündung des Rückenmarks (Myelitis) mit Schmerzen, Taubheit, Kribbeln oder Schwäche in Armen oder Beinen und Blasen- oder DarmproblemenNicht bekannt
OmalizumabChurg-Strauss-Syndrom oder hypereosinophiles Syndrom; mögliche Zeichen sind Schwellung, Schmerz oder Ausschlag um Blut- oder Lymphgefäße, eine hohe Zahl bestimmter weißer Blutzellen (ausgeprägte Eosinophilie), Verschlechterung der Atmung, verstopfte Nase,…Nicht bekannt
TrastuzumabSchmerzen, Schwellung, Rötung oder Kribbeln der Hände und/oder Füße (Hand-Fuß-Syndrom)Sehr häufig

Was die Häufigkeitsklassen bedeuten, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Woran Sie Kribbeln und Nervenschäden durch ein Medikament erkennen

Die Beschwerden einer Polyneuropathie hängen laut gesund.bund.de davon ab, welche Nerven betroffen sind [1]. Sind Nerven für das Empfinden geschädigt, kommt es unter anderem zu Kribbeln, "Ameisenlaufen" oder Nadelstechen, Jucken und Taubheitsgefühlen, glühend-brennenden Schmerzen, dem Gefühl, wie auf Watte zu gehen, einem verminderten Temperaturempfinden, einem unsicheren Gang vor allem im Dunkeln und schmerzlosen Wunden [1]. Sind Nerven für die Bewegung betroffen, treten Muskelschwäche, Muskelschmerzen, Muskelzucken und Krämpfe auf [1]. Bei einer Polyneuropathie durch einen schlecht eingestellten Blutzucker sind laut gesund.bund.de oft zunächst die Beine betroffen, später auch die Hände [1]. Mehr dazu: Muskelschmerzen und Muskelschwäche.

Hinweise geben auch Verlauf und Umstände. Laut Packungsbeilage von Ciprofloxacin wurden sehr seltene Fälle von Nebenwirkungen, die über Monate oder Jahre anhielten oder dauerhaft waren, mit Chinolon- und Fluorchinolon-Antibiotika in Verbindung gebracht, in einigen Fällen unabhängig von bereits bestehenden Risikofaktoren [5]. Bei Metronidazol und Pravastatin heben die Fachinformationen eine lange Einnahme hervor: Ärztinnen und Ärzte, die eine Dauertherapie mit Metronidazol über längere als die empfohlenen Zeiträume erwägen, sollen laut Fachinformation den möglichen Nutzen sorgfältig gegen das Risiko einer peripheren Neuropathie abwägen [8, 15]. Bei Nitrofurantoin können laut Fachinformation eine eingeschränkte Nierenfunktion, Blutarmut, Diabetes, Störungen der Blutsalze (Elektrolyte) und ein Vitamin-B-Mangel das Auftreten einer Polyneuropathie verstärken [10].

Bei der Abklärung fragt die Ärztin oder der Arzt laut gesund.bund.de unter anderem, welche Beschwerden wann und wo zuerst aufgetreten sind, welche Vorerkrankungen bestehen, welche Medikamente eingenommen werden und wie viel Alkohol man trinkt [1]. Untersucht werden Reizempfinden, Gang und Stand, Muskelkraft und Reflexe; mit einer Messung der Nervenleitung (Elektroneurographie) lässt sich prüfen, welche Nerven wie stark geschädigt sind [1]. Ob Ihr Medikament Kribbeln oder Nervenschäden verursachen kann, lesen Sie in der Packungsbeilage in Abschnitt 2 bei den Warnhinweisen und in Abschnitt 4 bei den Nebenwirkungen nach [5, 9].

Warum Medikamente Nerven schädigen können

Die peripheren Nerven reagieren laut gesund.bund.de empfindlich auf Entzündungsprozesse im Körper, die zum Beispiel durch Infektionen oder giftig wirkende Stoffe (Zellgifte) ausgelöst werden [1]. Dabei kann die Schutzschicht um die Nervenfasern (Myelinschicht) oder die Nervenfaser selbst geschädigt werden [1].

Manche Medikamente wirken auf einem Umweg über einen Mangel an Vitamin B12, der laut gesund.bund.de zu den Ursachen einer Polyneuropathie gehört [1]. Metformin kann laut Fachinformation den Vitamin-B12-Spiegel im Blut senken; das Risiko steigt mit der Dosis, der Behandlungsdauer und bei Risikofaktoren für einen Vitamin-B12-Mangel [18]. In der Packungsbeilage ist ein verminderter Vitamin-B12-Spiegel als häufig eingestuft; als mögliche Beschwerden nennt sie extreme Müdigkeit, eine wunde und rote Zunge, Kribbeln und blasse oder gelbe Haut [17]. Wie alle säurehemmenden Wirkstoffe kann Pantoprazol laut Fachinformation durch den Mangel an Magensäure dazu führen, dass Vitamin B12 schlechter aufgenommen wird, vor allem bei einer Langzeitbehandlung und bei geringen Vitamin-B12-Reserven [19, 20]. Mehr dazu: Nährstoffmangel durch Medikamente und Protonenpumpenhemmer.

Was Sie tun können

Ältere Frau mit hellgrauem Haar sitzt auf einem Stuhl am Fenster und betrachtet aufmerksam ihre nackten Füße
Bild: KI-generiert

Nicht eigenmächtig absetzen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Ausnahmen nennen die Packungsbeilagen einzelner Mittel; sie stehen im nächsten Abschnitt. Was bei Nervenschäden geschieht, entscheidet die Ärztin oder der Arzt je nach Wirkstoff: Entwickelt sich unter Leflunomid eine periphere Neuropathie, sollten laut Fachinformation ein Absetzen und Maßnahmen zur beschleunigten Ausscheidung des Wirkstoffs erwogen werden; die meisten Betroffenen besserten sich nach dem Absetzen, bei manchen blieben die Beschwerden bestehen [11]. Unter Amiodaron verschwinden Nervenschäden laut Packungsbeilage gewöhnlich einige Monate nach dem Absetzen, in Einzelfällen bilden sie sich aber nicht vollständig zurück [12]. Mehr dazu: Medikamente absetzen.

Vitamin B12 im Blick behalten. Bei Verdacht auf einen Vitamin-B12-Mangel, etwa bei Anzeichen einer Nervenschädigung, sollten die Vitamin-B12-Werte unter Metformin laut Fachinformation überwacht werden; bei Risikofaktoren kann eine regelmäßige Kontrolle erforderlich sein [18]. Weil auch Diabetes oder andere Gesundheitsprobleme solche Beschwerden verursachen können, kann die Ärztin oder der Arzt laut Packungsbeilage Tests veranlassen, um die Ursache herauszufinden [17]. Bei einer Langzeitbehandlung mit Pantoprazol sprechen Sie laut Packungsbeilage mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie geringe Vitamin-B12-Reserven oder besondere Risikofaktoren für eine Unterversorgung haben [19]. Mehr dazu: Vitamin-B12-Mangel.

Auf die Füße achten. Bei einer Nervenschädigung durch Diabetes bleiben Fußverletzungen laut gesund.bund.de häufig unbemerkt, weil sie nicht schmerzen [2]. Für Menschen mit einer Nervenschädigung durch Diabetes hält gesund.bund.de es für sinnvoll, die Füße täglich zu untersuchen und auf trockene oder rissige Haut sowie entzündete, gerötete Stellen zwischen Zehen und Nägeln zu achten; fällt das schwer, können Angehörige oder eine medizinische Fußpflege helfen [2]. Um Verbrühungen zu vermeiden, kann man die Wassertemperatur vor dem Duschen oder Baden mit dem Ellenbogen testen [2].

Nebenwirkung melden. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; Sie können sie auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [5]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden; mehr zu Rote-Hand-Briefen im Ratgeber Rote-Hand-Briefe und Rückrufe.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Kribbeln, Taubheit oder Schwäche unter bestimmten Antibiotika. Der Rote-Hand-Brief zu Fluorchinolonen fordert Ärztinnen und Ärzte auf, ihren Patientinnen und Patienten zu empfehlen, die Behandlung bei den ersten Anzeichen einer schwerwiegenden Nebenwirkung wie einer peripheren Neuropathie zu beenden und sich zur weiteren Beratung an ihre Ärztin oder ihren Arzt zu wenden [4]. Treten unter Ciprofloxacin Schmerzen, Brennen, Kribbeln, Taubheitsgefühl und/oder Schwäche auf, insbesondere in Füßen und Beinen oder Händen und Armen, sollen Sie die Anwendung laut Packungsbeilage beenden und umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt informieren, um eine möglicherweise bleibende Schädigung zu vermeiden [5, 6]. Dasselbe verlangt die Packungsbeilage von Nitrofurantoin bei Beschwerden einer Nervenschädigung wie Schmerzen, Brennen, Kribbeln, Taubheitsgefühl an Händen und Füßen, Benommenheit und/oder Schwäche [9]. Unter Metronidazol müssen Sie bei Taubheitsgefühl, Pelzigsein oder Kribbeln in Armen und Beinen laut Packungsbeilage sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt verständigen, auch wenn die Beschwerden nur mild sind [7]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe.

Plötzliche Taubheit oder Lähmung. Plötzlich auftretende Schwäche, Lähmungserscheinungen und Taubheitsgefühle, Sprachstörungen, ein Gesichtsfeldausfall oder ein herabhängender Mundwinkel können Anzeichen eines Schlaganfalls sein; in der Regel ist nur eine Körperseite betroffen [21]. Wählen Sie bei jedem Verdacht schnell den Notruf 112, ohne abzuwarten, ob die Beschwerden wieder verschwinden [21]. Auch schwere Atemnot ist ein Fall für den Rettungsdienst unter 112 [22].

Abgesehen von diesen Warnzeichen gilt: Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Andere Ursachen

Nicht jedes Kribbeln kommt vom Medikament. Etwa 3 Prozent aller Menschen entwickeln laut gesund.bund.de einmal im Leben eine Polyneuropathie; bei sehr vielen Betroffenen, vor allem älteren, lässt sich die genaue Ursache nicht finden [1].

  • Diabetes: Diabetes ist laut gesund.bund.de die häufigste Ursache; bei knapp der Hälfte aller Menschen mit Diabetes kommt es im Verlauf zu Nervenschäden [1]. Typisch sind Schmerzen, Kribbeln, Brennen und Taubheit in den Füßen, häufig auch in Händen, Unterarmen und Unterschenkeln; etwa die Hälfte der Betroffenen hat jedoch keine Beschwerden [2].
  • Alkohol: Bei Menschen mit einer Alkoholabhängigkeit tritt eine Polyneuropathie laut gesund.bund.de ähnlich häufig auf wie bei Menschen mit Diabetes [1].
  • Weitere Erkrankungen: Laut gesund.bund.de kommen unter anderem eine lange bestehende HIV-Infektion, fortgeschrittene Nierenerkrankungen, Krebserkrankungen, Autoimmunerkrankungen wie das Guillain-Barré-Syndrom, bakterielle Infektionen wie die Lyme-Borreliose, eine Schilddrüsenunterfunktion, ein Vitamin-B12-Mangel, erbliche Faktoren sowie übermäßiger Alkohol- und Drogenkonsum infrage [1].
  • Karpaltunnelsyndrom: Bei vielen Menschen schläft die Hand hin und wieder kurz ein, fühlt sich taub an und kribbelt; das verschwindet meist schnell wieder [3]. Beim Karpaltunnelsyndrom drückt geschwollenes Gewebe im Handgelenk auf den Mittelnerv, die Beschwerden kehren immer wieder und treten meist nachts und gegen Morgen auf [3].
  • Schlaganfall: Plötzliche Taubheitsgefühle oder Lähmungen, in der Regel einer Körperseite, können auf einen Schlaganfall hinweisen; wählen Sie dann sofort den Notruf 112 [21].

Welche Ursache vorliegt, klärt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt, bei Bedarf in einer neurologischen Praxis. Mehr dazu: Nervenschmerzen.

Quellen

  1. Behörde Polyneuropathie. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 17.06.2022. abgerufen am 12.10.2026
  2. Behörde Diabetische Neuropathie. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 26.02.2022. abgerufen am 12.10.2026
  3. Behörde Karpaltunnelsyndrom. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 21.08.2025. abgerufen am 12.10.2026
  4. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu Fluorchinolon-Antibiotika: Schwerwiegende und anhaltende, die Lebensqualität beeinträchtigende und möglicherweise irreversible Nebenwirkungen (Anwendungsbeschränkungen). Zulassungsinhaber fluorchinolonhaltiger Arzneimittel in Abstimmung mit EMA und BfArM. Stand 08.04.2019. abgerufen am 12.10.2026
  5. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Ciprofloxacin-ratiopharm® 500 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
  6. Fachinformation Fachinformation Ciprofloxacin-ratiopharm® Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
  7. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Metronidazol-ratiopharm® 400 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2022. abgerufen am 12.10.2026
  8. Fachinformation Fachinformation Metronidazol-ratiopharm® 400 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2025. abgerufen am 12.10.2026
  9. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Nifurantin® 100 mg Tabletten (Nitrofurantoin). APOGEPHA Arzneimittel GmbH. Stand 05/2022. abgerufen am 12.10.2026
  10. Fachinformation Fachinformation Nifurantin® 100 mg Tabletten (Nitrofurantoin). APOGEPHA Arzneimittel GmbH. Stand 05/2022. abgerufen am 12.10.2026
  11. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Arava (Leflunomid), Anhang I: Fachinformation und Anhang III B: Packungsbeilage. Sanofi-Aventis Deutschland GmbH (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 09/2026. abgerufen am 12.10.2026
  12. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Amiodaron-ratiopharm® 200 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 12.10.2026
  13. Fachinformation Fachinformation Amiodaron-ratiopharm® 200 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 12.10.2026
  14. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Topiramat-ratiopharm® 50 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2025. abgerufen am 12.10.2026
  15. Fachinformation Fachinformation Pravastatin-ratiopharm® Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 02/2024. abgerufen am 12.10.2026
  16. Fachinformation Fachinformation Thiamazol Henning (5 mg/20 mg Filmtabletten, 40 mg inject.). Sanofi-Aventis Deutschland GmbH. Stand 10/2025. abgerufen am 12.10.2026
  17. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Metformin-ratiopharm® 1.000 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 01/2025. abgerufen am 12.10.2026
  18. Fachinformation Fachinformation Metformin-ratiopharm® 1.000 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 01/2025. abgerufen am 12.10.2026
  19. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Pantoprazol-ratiopharm® 40 mg magensaftresistente Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 03/2026. abgerufen am 12.10.2026
  20. Fachinformation Fachinformation Pantoprazol-ratiopharm® 40 mg magensaftresistente Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 03/2026. abgerufen am 12.10.2026
  21. Behörde Schlaganfall. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 16.12.2022. abgerufen am 12.10.2026
  22. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitt "116117 oder 112? Für alle Fälle die richtige Nummer"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026

Häufige Fragen

Welche Medikamente können eine Polyneuropathie auslösen?

Laut gesund.bund.de gehören bestimmte Antibiotika und Medikamente gegen Krebs zu den möglichen Auslösern. Die Produktinformationen nennen Nervenschäden in Armen und Beinen zum Beispiel bei Fluorchinolon-Antibiotika wie Ciprofloxacin, bei Metronidazol und Nitrofurantoin, beim Rheumamittel Leflunomid, bei Amiodaron, Pravastatin und Thiamazol. Kribbeln, Schmerzen oder Taubheit verschiedener Körperteile sind zum Beispiel bei Topiramat sehr häufig. Die Tabelle auf dieser Seite zeigt alle Wirkstoffe mit geprüftem Steckbrief, deren Produktinformation Kribbeln, Taubheit oder Nervenschäden nennt.

Können Antibiotika Nervenschäden verursachen?

Ja, einige. Bei Fluorchinolonen wie Ciprofloxacin, Levofloxacin und Moxifloxacin wurden laut Rote-Hand-Brief vom 8. April 2019 schwerwiegende, über Monate oder Jahre anhaltende und möglicherweise bleibende Nebenwirkungen berichtet, darunter Schäden an peripheren Nerven. Bei den ersten Anzeichen wie Schmerzen, Brennen, Kribbeln, Taubheit oder Schwäche verlangt die Packungsbeilage von Ciprofloxacin, die Einnahme zu beenden und sofort die Ärztin oder den Arzt zu informieren. Auch bei Nitrofurantoin und Metronidazol nennen die Packungsbeilagen Nervenschäden.

Geht eine Polyneuropathie durch Medikamente wieder weg?

Das hängt vom Wirkstoff ab. Unter Amiodaron verschwinden Nervenschäden laut Packungsbeilage gewöhnlich einige Monate nach dem Absetzen, in Einzelfällen bilden sie sich aber nicht vollständig zurück. Unter Leflunomid besserten sich die meisten Betroffenen nach dem Absetzen, manche hatten jedoch anhaltende Beschwerden. Bei Fluorchinolonen können die Nervenschäden laut Rote-Hand-Brief über Monate oder Jahre anhalten und möglicherweise bleiben. Ob und wann das Mittel abgesetzt wird, entscheidet die Ärztin oder der Arzt.

Kann Metformin Kribbeln in den Füßen verursachen?

Metformin kann laut Fachinformation den Vitamin-B12-Spiegel im Blut senken, umso eher, je höher die Dosis und je länger die Behandlung ist. Zu den möglichen Beschwerden eines niedrigen Vitamin-B12-Spiegels zählt die Packungsbeilage unter anderem Kribbeln. Bei Verdacht auf einen Mangel, etwa bei Anzeichen einer Nervenschädigung, sollten die Vitamin-B12-Werte laut Fachinformation überwacht werden. Weil auch Diabetes selbst Nervenschäden verursachen kann, klärt die Ärztin oder der Arzt die Ursache.

Können Magensäureblocker zu Nervenschäden führen?

Indirekt ist das möglich. Wie alle säurehemmenden Wirkstoffe kann Pantoprazol laut Packungsbeilage dazu führen, dass Vitamin B12 schlechter aufgenommen wird; das betrifft vor allem eine Langzeitbehandlung bei geringen Vitamin-B12-Reserven oder besonderen Risikofaktoren. Ein Vitamin-B12-Mangel gehört laut gesund.bund.de zu den Ursachen einer Polyneuropathie. Kribbeln selbst nennt die Packungsbeilage von Pantoprazol mit nicht bekannter Häufigkeit.

Wann ist Kribbeln ein Notfall?

Plötzliche Taubheitsgefühle oder Lähmungserscheinungen, in der Regel auf einer Körperseite, zählen laut gesund.bund.de wie Sprachstörungen, ein herabhängender Mundwinkel oder ein Gesichtsfeldausfall zu den häufigsten Anzeichen eines Schlaganfalls. Rufen Sie bei Verdacht sofort den Notruf 112. Bei schwerer Atemnot gilt ebenfalls die 112. Unter Fluorchinolonen, Nitrofurantoin oder Metronidazol wenden Sie sich bei Kribbeln, Taubheit oder Schwäche sofort an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Was kann ich bei Taubheit in den Füßen selbst tun?

Für Menschen mit einer Nervenschädigung durch Diabetes hält gesund.bund.de es für sinnvoll, die Füße täglich auf trockene oder rissige Haut und entzündete Stellen zu untersuchen, denn Fußverletzungen bleiben bei ihnen häufig unbemerkt, weil sie nicht schmerzen. Die Wassertemperatur kann man vor dem Duschen oder Baden mit dem Ellenbogen testen. Fällt die Kontrolle schwer, können Angehörige oder eine medizinische Fußpflege helfen.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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