MedikamenteWirkstoff
Azelainsäure: Nebenwirkungen und Wirkung
Azelainsäure ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff gegen Akne, der als Creme auf die betroffene Haut aufgetragen wird. Sehr häufig treten an der Auftragsstelle Brennen, Juckreiz und Rötung auf; diese Reizungen nehmen im Verlauf der Behandlung im Allgemeinen ab. Eine deutliche Besserung zeigt sich laut Packungsbeilage im Allgemeinen nach etwa 4 Wochen. Augen, Mund und Schleimhäute dürfen nicht mit der Creme in Kontakt kommen.

Die häufigsten Nebenwirkungen
Wofür wird Azelainsäure eingesetzt?
Azelainsäure ist ein Wirkstoff gegen Akne, der auf die Haut aufgetragen wird [1]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Skinoren 20 % Creme; 1 g Creme enthält 200 mg Azelainsäure [1, 2]. Die Creme ist zugelassen zur äußerlichen Behandlung der Akne (Acne vulgaris) [1, 2]. Azelainsäure ist verschreibungspflichtig [2, 3]. Sie gehört zu den Hautmitteln.
In Deutschland ist außerdem ein Gel mit 15 Prozent Azelainsäure zugelassen, Skinoren 15 % Gel [4]. Creme und Gel sind verschiedene Präparate mit eigener Packungsbeilage; die Angaben auf dieser Seite gelten für die Creme.
Wie wirkt Azelainsäure?
Laut Fachinformation beruht die Wirkung bei Akne vermutlich auf zwei Ansatzpunkten: Azelainsäure beeinflusst die übermäßige Verhornung in den Haarfollikeln (follikuläre Hyperkeratose) und verringert die Besiedlung mit Bakterien, die für die Entstehung der Akne bedeutsam sind. Beobachtet wurden eine deutliche Verringerung des Bakteriums Propionibacterium acnes und ein deutlich geringerer Anteil freier Fettsäuren in den Hautfetten [2]. Außerdem hemmt Azelainsäure die Vermehrung von Hornzellen und normalisiert deren bei Akne gestörte Ausreifung [2].
Laut Untersuchungen wirkt Azelainsäure auch auf Pigmentzellen: Sie hemmt Wachstum und Lebensfähigkeit krankhaft veränderter Melanozyten; wie genau, ist noch nicht ganz aufgeklärt [2]. Nach einmaligem Auftragen von 5 g Creme mit 1 g Azelainsäure wurden insgesamt 3,6 Prozent der Menge über die Haut aufgenommen; in geschädigte Haut dringt der Wirkstoff schneller ein als in intakte. Der aufgenommene Anteil wird teils unverändert, teils abgebaut mit dem Harn ausgeschieden [2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen aus Packungsbeilage und Fachinformation von Skinoren 20 % Creme; sie stammen aus klinischen Studien und Beobachtungen nach der Markteinführung [1, 2]. "Sehr häufig" heißt: mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bis zu 1 von 100 und "selten" bis zu 1 von 1.000 [1]. Am häufigsten sind Brennen, Juckreiz und Rötung an der Auftragsstelle [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Hautfarbe und Akne: Häufig verändert sich die Hauttönung an der Auftragsstelle, gelegentlich hellt sich die Haut auf (Depigmentierung). Gelegentlich kommen auch eine vermehrte Talgproduktion und Akne selbst als Nebenwirkung vor [1, 2]. Mehr dazu unter Pigmentstörungen der Haut und Akne als Nebenwirkung.
Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- Allgemeine BeschwerdenAn der Auftragsstelle: Abschuppen der Haut (Exfoliation), Schmerzen, Hauttrockenheit, Veränderung der Hauttönung und Hautreizung[1, 2]Mehr dazu: Pigmentstörungen der Haut
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- HautVermehrte Talgproduktion (Seborrhoe), Akne und Aufhellung der Haut (Depigmentierung)[1, 2]Mehr dazu: AknePigmentstörungen der Haut
- Allgemeine BeschwerdenAn der Auftragsstelle: Missempfindungen (Parästhesie), Hautentzündung (Dermatitis), Beschwerden und Flüssigkeitsansammlung (Ödem)[1, 2]Mehr dazu: Kribbeln und Taubheitsgefühl
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- ImmunsystemÜberempfindlichkeit gegen das Arzneimittel; sie kann mit raschem Anschwellen der Haut vor allem im Gesicht (Angioödem), Kontaktdermatitis, Schwellung der Augen oder geschwollenem Gesicht einhergehen[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenSchwellungen von Gesicht, Zunge oder Rachen
- ImmunsystemVerschlechterung von Asthma[1, 2]Mehr dazu: Atemnot
- HautNesselsucht (Urtikaria), Lippenentzündung (Cheilitis) und Hautausschlag[1, 2]Mehr dazu: NesselsuchtHautausschlag
- Allgemeine BeschwerdenAn der Auftragsstelle: Wärmegefühl, kleine flüssigkeitsgefüllte Bläschen (Vesikel), juckende Hauterkrankung (Ekzem) und Geschwüre[1, 2]Mehr dazu: Hautausschlag
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Selten kann eine Überempfindlichkeit gegen das Arzneimittel auftreten, auch mit raschem Anschwellen der Haut vor allem im Gesicht (Angioödem); Angioödeme wurden seit der Zulassung berichtet [1, 2]. Mehr dazu unter Arzneimittelallergie.
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Brennen und Hautreizungen: Laut Packungsbeilage nimmt die örtliche Hautreizung im Verlauf der Behandlung im Allgemeinen ab [1]. Treten übermäßige oder länger anhaltende Reizungen auf, kann die Anwendung vorübergehend verringert oder für einige Tage unterbrochen werden; danach wird sie wieder regelmäßig fortgesetzt. Die Einzelheiten stehen im Abschnitt Dosierung; besprechen Sie das Vorgehen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1, 2]. Mehr dazu unter Juckreiz.
Richtig anwenden: Reinigen Sie die Haut vor dem Auftragen sorgfältig mit klarem Wasser und trocknen Sie sie ab; ein mildes Hautreinigungsmittel kann verwendet werden. Tragen Sie die Creme nur auf die erkrankten Hautbezirke auf und waschen Sie danach die Hände [1, 2]. Die Creme enthält Benzoesäure, die örtliche Reizungen hervorrufen kann, und Cetylstearylalkohol, der örtlich begrenzte Hautreizungen wie eine Kontaktdermatitis auslösen kann [1, 2].
Augen und Schleimhäute: Achten Sie darauf, dass die Creme nicht auf Schleimhäute wie Nase oder Lippen und nicht ins Auge gelangt. Bei versehentlichem Kontakt mit den Augen (er führt zu erheblichen Reizungen), mit dem Mund oder mit Schleimhäuten sofort gründlich mit reichlich Wasser ausspülen; hält die Augenreizung an, suchen Sie eine Ärztin oder einen Arzt auf [1, 2]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Wechselwirkungen
Studien zu Wechselwirkungen von Azelainsäure-Creme mit anderen Arzneimitteln liegen nicht vor [1, 2]. Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen oder anwenden, kürzlich angewendet haben oder anwenden wollen [1]. Mehr zum Thema im Ratgeber Wechselwirkungen.
Wer Azelainsäure nicht oder nur mit Vorsicht anwenden sollte
Bei einer Allergie gegen Azelainsäure oder einen der sonstigen Bestandteile darf die Creme nicht angewendet werden [1, 2]. Bei einigen mit Azelainsäure behandelten Menschen mit Asthma wurde selten eine Verschlechterung der Beschwerden beobachtet [1, 2]. Verwenden Sie die Creme nur in der verordneten Dosierung und Dauer und nicht für andere Hauterkrankungen [1]. Bei Kindern unter 12 Jahren sind Sicherheit und Wirksamkeit nicht ausreichend untersucht [1, 2].
Nicht einnehmen bei
Besondere Vorsicht bei
- Nur zur äußerlichen Anwendung und nur auf die befallenen Hautbereiche; nach jeder Anwendung die Hände waschen[1, 2]
- Augen, Mund und Schleimhäute wie Nasenschleimhaut und Lippen: Die Creme darf damit nicht in Kontakt kommen[1, 2]
- Asthma: Bei einigen Menschen mit Asthma, die mit Azelainsäure behandelt wurden, wurde in seltenen Fällen eine Verschlechterung der Asthma-Beschwerden beobachtet[1, 2]
- Nur in der ärztlich verordneten Dosierung und Dauer und nicht für andere Hauterkrankungen anwenden[1]
- Kinder unter 12 Jahren: Sicherheit und Wirksamkeit sind nicht ausreichend untersucht. Bei Jugendlichen von 12 bis 18 Jahren war die örtliche Verträglichkeit in Studien ähnlich wie bei Erwachsenen[1, 2]
- Menschen ab 65 Jahren sowie eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktion: Laut Fachinformation wurden keine Studien durchgeführt[2]
- Hilfsstoffe: Benzoesäure (2 mg je Gramm) kann örtliche Reizungen hervorrufen, Cetylstearylalkohol örtlich begrenzte Hautreizungen (z. B. Kontaktdermatitis); die Creme enthält außerdem 125 mg Propylenglycol je Gramm[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage und Fachinformation zu Schwangerschaft, Stillzeit, Verkehrstüchtigkeit und Anwendung sagen [1, 2]. Zu Alkohol enthalten beide keinen Hinweis. In Schwangerschaft und Stillzeit entscheidet die Ärztin oder der Arzt über die Anwendung; Säuglinge sollten nicht mit der behandelten Haut oder Brust in Kontakt kommen [1]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente in der Stillzeit.
Schwangerschaft
Zur Anwendung von Azelainsäure in der Schwangerschaft liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor; ob Sie die Creme anwenden können, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Laut Fachinformation zeigten Tierstudien mögliche schädliche Auswirkungen, allerdings bei Dosen vom 3- bis 32-Fachen der beim Menschen empfohlenen Höchstdosis, bezogen auf die Körperoberfläche; Schwangeren sollte Azelainsäure nur mit Vorsicht verschrieben werden.[1, 2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Ob Sie die Creme in der Stillzeit anwenden können, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt; Säuglinge sollten nicht mit der behandelten Haut oder Brust in Kontakt kommen. Laut Fachinformation ist nicht bekannt, ob Azelainsäure beim Menschen in die Muttermilch übergeht; ein Übergang ist laut Laboruntersuchungen möglich, eine wesentliche Erhöhung des natürlichen Azelainsäure-Gehalts der Milch aber nicht zu erwarten. Die Anwendung bei stillenden Müttern sollte mit Bedacht erfolgen.[1, 2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Autofahren und Maschinen
Die Creme hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.[1, 2]
Einnahme
Vor dem Auftragen die Haut sorgfältig mit klarem Wasser reinigen und abtrocknen; ein mildes Hautreinigungsmittel kann verwendet werden. Die Creme nur auf die erkrankten Hautbezirke auftragen und vorsichtig einreiben, danach die Hände waschen. Auf eine regelmäßige Anwendung über den gesamten Behandlungszeitraum ist unbedingt zu achten.[1, 2]
Anwendung vergessen: keine größere Menge auftragen, sondern die Behandlung wie gewohnt fortsetzen. Nach Anbruch ist die Creme 6 Monate haltbar.[1]
Absetzen
Wird die Behandlung vorzeitig beendet, kann sich das Krankheitsbild verschlechtern; sprechen Sie deshalb mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, bevor Sie die Behandlung unterbrechen oder beenden.[1]
Überdosierung
Selbst bei einer versehentlich größeren Menge ist eine Vergiftung unwahrscheinlich. Setzen Sie die Anwendung wie beschrieben fort und fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie unsicher sind.[1, 2]
Dosierung laut Packungsbeilage
Die Packungsbeilage nennt, wie oft die Creme aufgetragen wird, wie mit starken Hautreizungen umzugehen ist und wie lange die Behandlung dauern kann [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung. Wie Sie Azelainsäure anwenden, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].
Einnahme und Absetzen
Azelainsäure-Creme ist ausschließlich zur äußerlichen Behandlung der Haut bestimmt. Auf eine regelmäßige Anwendung über den gesamten Behandlungszeitraum ist unbedingt zu achten [1]. Haben Sie eine Anwendung vergessen, tragen Sie beim nächsten Mal keine größere Menge auf, sondern setzen die Behandlung wie gewohnt fort [1]. Nach Anbruch ist die Tube 6 Monate haltbar [1].
Wird die Behandlung vorzeitig beendet, kann sich das Krankheitsbild verschlechtern. Sprechen Sie deshalb mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, bevor Sie die Behandlung eigenmächtig unterbrechen oder beenden [1]. Haben Sie versehentlich eine größere Menge aufgetragen, ist eine Vergiftung laut Packungsbeilage unwahrscheinlich [1, 2]. Haben Sie den Eindruck, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke [1].
Präparate mit Azelainsäure
In Deutschland sind Skinoren 20 % Creme und Skinoren 15 % Gel zugelassen; Zulassungsinhaber ist LEO Pharma A/S [2, 4]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation der Creme [1, 2]. Für das Gel gilt eine eigene Packungsbeilage.
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Skinoren 20 % Creme | LEO Pharma A/S | 200 mg Azelainsäure je Gramm Creme; verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite |
| Skinoren 15 % Gel | LEO Pharma A/S | Gel; verschreibungspflichtig; eigene Packungsbeilage |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Skinoren 20 % Creme. LEO Pharma A/S. Stand 03/2023. abgerufen am 11.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Skinoren 20 % Creme. LEO Pharma A/S. Stand 10/2020. abgerufen am 11.10.2026
- Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Azelainsäure. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 11.10.2026
- Behörde Azelaic acid: List of nationally authorised medicinal products (PSUSA/00000276/202506). Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 15.01.2026. abgerufen am 11.10.2026
Häufige Fragen
Wofür wird Azelainsäure angewendet?
Azelainsäure-Creme (Skinoren 20 % Creme) wird zur äußerlichen Behandlung der Akne (Acne vulgaris) angewendet. In Deutschland ist außerdem ein Gel mit 15 Prozent Azelainsäure zugelassen; dafür gilt eine eigene Packungsbeilage.
Wie lange dauert es, bis Azelainsäure wirkt?
Laut Packungsbeilage ist eine deutliche Besserung im Allgemeinen nach etwa 4 Wochen zu verzeichnen. Für ein optimales Ergebnis sollte die Creme, falls erforderlich, kontinuierlich über mehrere Monate angewendet werden; klinische Erfahrungen liegen für bis zu ein Jahr vor. Wenden Sie die Creme über den gesamten Zeitraum regelmäßig an.
Ist Brennen nach dem Auftragen normal?
Brennen, Juckreiz und Rötung an der Auftragsstelle sind sehr häufig und können mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen. Im Allgemeinen nimmt die Hautreizung im Verlauf der Behandlung ab. Bei übermäßigen oder länger anhaltenden Reizungen sieht die Packungsbeilage vor, die Anwendung vorübergehend zu verringern oder zu unterbrechen. Sprechen Sie dazu mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Kann Azelainsäure die Haut heller oder dunkler machen?
Häufig, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten, verändert sich die Hauttönung an der Auftragsstelle; gelegentlich hellt sich die Haut auf (Depigmentierung). Laut Fachinformation zeigen Untersuchungen, dass Azelainsäure Wachstum und Lebensfähigkeit krankhaft veränderter Pigmentzellen hemmt. Zugelassen ist die Creme nur zur Behandlung der Akne; laut Packungsbeilage soll sie nicht für andere Hauterkrankungen verwendet werden.
Darf ich Azelainsäure in der Schwangerschaft oder Stillzeit anwenden?
Zur Schwangerschaft liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor; ob Sie die Creme anwenden können, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Laut Fachinformation sollte Azelainsäure Schwangeren nur mit Vorsicht verschrieben werden und bei stillenden Müttern mit Bedacht angewendet werden. Säuglinge sollten nicht mit der behandelten Haut oder Brust in Kontakt kommen.
Darf ich Azelainsäure anwenden, wenn ich Asthma habe?
Bei einigen Menschen mit Asthma, die mit Azelainsäure behandelt wurden, wurde in seltenen Fällen eine Verschlechterung der Asthma-Beschwerden beobachtet. Sprechen Sie vor der Anwendung mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke und melden Sie Veränderungen Ihrer Atembeschwerden.
Darf Azelainsäure bei Kindern angewendet werden?
Bei Jugendlichen von 12 bis 18 Jahren ist laut Packungsbeilage keine Anpassung der Dosis erforderlich; in Studien war die örtliche Verträglichkeit ähnlich wie bei Erwachsenen. Bei Kindern unter 12 Jahren sind Sicherheit und Wirksamkeit nicht ausreichend untersucht.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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