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Hautmittel

Hautmittel (Dermatika) sind keine einheitliche Wirkstoffgruppe: Die Wirkstoffe dieser Seite dienen verschiedenen Zwecken, etwa gegen Pilze, zur Wundbehandlung, als Antibiotikum oder Antiseptikum auf der Haut, gegen Akne oder gegen Dermatitis ohne Kortison. Die meisten werden als Creme oder Salbe aufgetragen; Dupilumab wird unter die Haut gespritzt. Zu den Nebenwirkungen der Cremes und Salben gehören laut Packungsbeilagen Reaktionen an der Auftragsstelle wie Brennen, Juckreiz oder Rötung sowie allergische Hautreaktionen; wie häufig sie sind, hängt vom Wirkstoff ab.

Frau Mitte dreißig mit dunkelblondem Haar trägt im hellen Badezimmer vor dem Spiegel eine weiße Creme auf ihren Unterarm auf
Bild: KI-generiert

Hautmittel, fachlich Dermatika, sind Arzneimittel zur Behandlung der Haut. Eine einheitliche Wirkstoffgruppe bilden sie nicht: Die Wirkstoffe dienen verschiedenen Zwecken, etwa gegen Pilze, zur Wundbehandlung, als Antibiotikum oder Antiseptikum auf der Haut, gegen Akne oder gegen Dermatitis ohne Kortison [2, 4, 6, 8, 10, 12, 13]. Diese Seite beschreibt sieben Wirkstoffe nach ihrem Anwendungszweck, von der Wundcreme mit Dexpanthenol bis zur Spritze mit Dupilumab. Kortisonhaltige Cremes und Salben haben eine eigene Seite: Cortison-Cremes.

Was sind Hautmittel?

In Abschnitt 5.1 ihrer Fachinformationen sind die hier beschriebenen Wirkstoffe so eingeordnet: Dexpanthenol als Mittel zur Unterstützung der Wundheilung (D03AX03), Povidon-Iod als jodhaltiges Antiseptikum (D08AG02), Ciclopirox als Mittel gegen Pilze zur örtlichen Anwendung (D01AE14), Fusidinsäure als Antibiotikum zur Anwendung auf der Haut (D06AX01), Azelainsäure als Aknemittel (D10AX03), Pimecrolimus und Dupilumab als Mittel gegen Dermatitis ohne Kortison (D11AH02, D11AH05) [2, 4, 6, 8, 10, 12, 13].

Wie Hautmittel wirken

Ein gemeinsames Wirkprinzip haben Hautmittel nicht: Jeder Wirkstoff setzt an einer anderen Stelle an [2, 4, 6, 8, 10, 12, 13].

  • Wundheilung: Dexpanthenol gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen. Es ist die alkoholische Form der Pantothensäure und hat im Körper dieselbe Wirkung wie diese. Im Labor regte es die Vermehrung von Bindegewebszellen (Fibroblasten) an; auf geschädigter Haut oder Schleimhaut kann es laut Fachinformation einen erhöhten Bedarf an Pantothensäure ausgleichen [1, 2].
  • Keimtötend: Povidon-Iod ist ein Komplex aus dem Trägerstoff Povidon und Jod. Molekulares Jod wirkt durch seine oxidierenden Eigenschaften gegen Keime; der Komplex bildet einen Vorrat, aus dem verbrauchtes Jod nachgeliefert wird. Das Wirkungsspektrum umfasst in unterschiedlichem Ausmaß Viren, Bakterien, Pilze und einige Einzeller; Blut- und Eiterbestandteile verringern die Wirkung [6].
  • Gegen Pilze: Ciclopirox wirkt laut Packungsbeilage pilzabtötend auf die meisten Pilze, die für Haut- und Schleimhauterkrankungen verantwortlich sind [3].
  • Gegen Bakterien: Fusidinsäure ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Fusidane. Sie hemmt die Eiweißbildung der Bakterien, indem sie einen dafür nötigen Faktor blockiert [8].
  • Gegen Akne: Azelainsäure beeinflusst laut Fachinformation vermutlich die übermäßige Verhornung in den Haarfollikeln und verringert die Besiedlung mit Bakterien, die für die Akne bedeutsam sind. Außerdem hemmt sie die Vermehrung von Hornzellen (Keratinozyten) [10].
  • Gegen Entzündung bei Neurodermitis: Pimecrolimus enthält laut Packungsbeilage keine Steroide [11]. Der Wirkstoff gehört zu den Calcineurin-Hemmern: Er bindet an das Eiweiß Macrophilin-12 und hemmt das Enzym Calcineurin; dadurch bilden bestimmte Abwehrzellen (T-Zellen) weniger entzündungsfördernde Botenstoffe [12].
  • Antikörper als Spritze: Dupilumab ist ein menschlicher monoklonaler Antikörper. Er hemmt die Signalwege der Botenstoffe Interleukin-4 und Interleukin-13, die bei Erkrankungen mit einer sogenannten Typ-2-Entzündung eine wichtige Rolle spielen, darunter atopische Dermatitis und Asthma [13]. Anders als die übrigen Wirkstoffe dieser Seite wird Dupilumab nicht aufgetragen, sondern unter die Haut gespritzt [14].

Wie viel Wirkstoff in den Körper gelangt

Bei Ciclopirox wurden in einer Untersuchung an gesunder Rückenhaut durchschnittlich 1,3 Prozent des aufgetragenen Wirkstoffs aufgenommen, bei Azelainsäure nach einmaligem Auftragen insgesamt 3,6 Prozent; in geschädigte Haut dringt Azelainsäure schneller ein [4, 10]. Bei Fusidinsäure und Pimecrolimus bezeichnen die Fachinformationen die Aufnahme als vernachlässigbar bzw. minimal [8, 12]. Bei Povidon-Iod hängt sie von der Menge sowie von Größe und Zustand der behandelten Fläche ab [6].

Wofür Hautmittel eingesetzt werden

Die zugelassenen Anwendungsgebiete stehen in Abschnitt 4.1 der jeweiligen Fachinformation. Nach Anwendungszweck geordnet:

Wunden und Desinfektion

  • Dexpanthenol-Creme: zur Unterstützung der Heilung bei oberflächlichen, leichten Verletzungen von Haut und Schleimhaut [1, 2]. Fühlen Sie sich nach 14 Tagen nicht besser oder schlechter, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1].
  • Povidon-Iod-Salbe: zur wiederholten, zeitlich begrenzten oberflächlichen Anwendung als keimtötendes Mittel (Antiseptikum) bei geschädigter Haut, zum Beispiel bei Druckgeschwüren (Dekubitus), Unterschenkelgeschwüren, Schnitt- und Schürfwunden, Verbrennungen und Verbrühungen, infizierten Hauterkrankungen und bestimmten bakteriellen Hautentzündungen (Pyodermien) [5, 6]. Verschlimmern sich die Beschwerden oder tritt nach 2 bis 5 Tagen keine Besserung ein, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [5].

Beide Präparate sind apothekenpflichtig [2, 6]. Mehr zur Wundheilung unter Wundheilungsstörungen.

Infektionen durch Pilze oder Bakterien

  • Ciclopirox-Creme: Pilzerkrankungen der Haut, laut Fachinformation alle Pilzerkrankungen der Haut [3, 4]. Mehr unter Hautpilz.
  • Fusidinsäure-Creme: nicht schwere, oberflächliche, umschriebene Hautinfektionen durch Bakterien, die auf Fusidinsäure ansprechen, insbesondere Staphylokokken; dazu zählen etwa ansteckende Borkenflechte (Impetigo), oberflächliche Haarbalgentzündung (Follikulitis), Entzündung um einen Finger- oder Fußnagel (Paronychie), außerdem infizierte Hautentzündungen sowie infizierte Schnitt- und Schürfwunden [7, 8]. Die Fachinformation verweist darauf, dass die offiziellen Leitlinien zur Anwendung antibakterieller Wirkstoffe einzuhalten sind [8].

Die beiden hier beschriebenen Cremes sind laut Fachinformation verschreibungspflichtig [4, 8]. Bei einer vorzeitigen Beendigung kann die Pilzerkrankung laut Packungsbeilage von Ciclopirox wieder von vorne beginnen; laut Packungsbeilage von Fusidinsäure kann die Hautinfektion zurückkehren oder nicht abheilen [3, 7].

Akne

Azelainsäure-Creme ist zur äußerlichen Behandlung der Akne (Acne vulgaris) zugelassen und verschreibungspflichtig [9, 10]. Wird die Behandlung vorzeitig beendet, kann sich das Krankheitsbild laut Packungsbeilage verschlechtern; sprechen Sie deshalb vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [9]. Mehr unter Akne.

Neurodermitis und weitere Erkrankungen mit Typ-2-Entzündung

  • Pimecrolimus-Creme: leichtes oder mittelschweres atopisches Ekzem (Neurodermitis) ab einem Alter von 3 Monaten, wenn eine Behandlung mit Kortison zum Auftragen nicht angebracht oder nicht möglich ist, etwa bei Unverträglichkeit oder mangelnder Wirksamkeit von Kortison oder im Gesicht und am Hals, wo eine Langzeitbehandlung mit Unterbrechungen mit Kortison nicht empfehlenswert ist [12].
  • Dupilumab-Spritze: mittelschwere bis schwere atopische Dermatitis bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren und schwere atopische Dermatitis bei Kindern von 6 Monaten bis 11 Jahren, jeweils wenn eine Behandlung mit Wirkung im ganzen Körper (systemische Therapie) in Betracht kommt. Unter bestimmten Voraussetzungen ist Dupilumab außerdem bei schwerem Asthma, Nasenpolypen, Prurigo nodularis (stark juckende Knoten der Haut), einer Entzündung der Speiseröhre (eosinophile Ösophagitis), COPD und chronischer Nesselsucht zugelassen [13].

Nach der Gesundheitsinformation des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) kann bei leichter Neurodermitis eine gute Basispflege ausreichen; ist die Haut entzündet und juckt, wird zusätzlich mit Kortisonsalben oder -cremes behandelt. Gibt es Gründe gegen kortisonhaltige Mittel, kommt eine Behandlung mit Pimecrolimus oder Tacrolimus infrage, zum Beispiel an empfindlichen Stellen wie dem Gesicht oder den Genitalien [17]. Dupilumab sollen Sie laut Packungsbeilage nicht absetzen, ohne vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt gesprochen zu haben [14]. Mehr unter Neurodermitis.

Wirkstoffe der Gruppe

Diese Hautmittel sind auf dieser Website mit einem geprüften Wirkstoff-Steckbrief beschrieben:

  • Azelainsäurez. B. Skinoren 20 % Creme, Skinoren 15 % GelAkne (Creme zum Auftragen)
  • Ciclopiroxz. B. Ciclopirox-ratiopharm 1 % Creme, Ciclopirox-ratiopharm 1 % Lösung, Ciclopirox acis 1 % LösungPilzerkrankungen der Haut (Creme, Lösung); Nagelpilz (wirkstoffhaltiger Nagellack)
  • Dexpanthenolz. B. Corneregel, NasenSpray-ratiopharm Panthenol, Panthenol HEUMANN CremeUnterstützung der Wundheilung bei leichten Haut- und Schleimhautverletzungen
  • Dupilumabz. B. DupixentMittelschwere bis schwere Neurodermitis, schweres Asthma, Nasenpolypen, Prurigo nodularis, eosinophile Ösophagitis, COPD, chronische Nesselsucht
  • Fusidinsäurez. B. Fusidinsäure-ratiopharm 20 mg/g CremeOberflächliche bakterielle Hautinfektionen, etwa Impetigo und Haarbalgentzündung (Creme)
  • Pimecrolimusz. B. Elidel 10 mg/g CremeLeichtes bis mittelschweres atopisches Ekzem (Neurodermitis) ab 3 Monaten
  • Povidon-Iodz. B. PVP-Jod-ratiopharm Salbe, Betaisodona Salbe und LösungKeimtötende Behandlung geschädigter Haut und Wunden (Salbe)

Fusidinsäure gehört auf dieser Website zugleich zur Gruppe der weiteren Antibiotika.

Typische Nebenwirkungen

Bei den Cremes und Salben betreffen die meisten der in den Packungsbeilagen genannten Nebenwirkungen die Haut; bei Dupilumab kommen unter anderem Beschwerden an den Augen hinzu [1, 3, 5, 7, 9, 11, 14]. Die vollständige Liste steht in der Packungsbeilage Ihres Präparats und auf den Wirkstoffseiten. Wie die Produktinformationen ausgewählte Nebenwirkungen einstufen, zeigt die Tabelle; was die Angaben bedeuten, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Häufigkeit ausgewählter Nebenwirkungen je Wirkstoff: Angaben aus der Produktinformation
WirkstoffJuckreizHautausschlagSchwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenNesselsucht
AzelainsäureSehr häufigSeltenSeltenSelten
CiclopiroxSeltenSeltennicht genanntnicht genannt
Dexpanthenolnicht genanntnicht genanntnicht genanntnicht genannt
DupilumabHäufigGelegentlichGelegentlichnicht genannt
FusidinsäureGelegentlichGelegentlichSeltenSelten
PimecrolimusHäufigGelegentlichSeltenSelten
Povidon-IodSehr seltenSehr seltenSehr seltennicht genannt

Angaben aus der Packungsbeilage bzw. Fachinformation des jeweiligen Wirkstoffs; die Quellen stehen auf der Wirkstoffseite. "nicht genannt" heißt: Die Wirkstoffseite führt diese Beschwerde nicht als eigene Nebenwirkung auf. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats. Zeilen, die in der Produktinformation gesondert für Kinder oder Jugendliche aufgeführt sind, sind nicht berücksichtigt; sie stehen auf der Wirkstoffseite. Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website mit geprüftem Datensatz beschrieben sind.

Bei Dupilumab bezieht sich die Einstufung beim Juckreiz auf Reaktionen an der Einstichstelle, zu denen unter anderem Jucken gehört [14].

Brennen, Juckreiz und Rötung an der Auftragsstelle

Brennen, Juckreiz und Hautrötung an der Auftragsstelle sind in der Packungsbeilage von Azelainsäure als sehr häufig eingestuft, also bei mehr als 1 von 10 Behandelten; im Allgemeinen nimmt die Hautreizung im Verlauf der Behandlung ab [9]. Bei Pimecrolimus ist ein Wärmegefühl und/oder Brennen an der Anwendungsstelle als sehr häufig eingestuft; laut Fachinformation traten Reaktionen am Anwendungsort vor allem zu Beginn der Behandlung auf, waren schwach bis mäßig stark und von kurzer Dauer [11, 12]. Bei Fusidinsäure sind Juckreiz und Reizungen an der Auftragsstelle als gelegentlich eingestuft, bei Ciclopirox Juckreiz und leichtes Brennen als selten; diese können laut Packungsbeilage von Ciclopirox auch Zeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion sein [3, 7]. Treten unter Azelainsäure übermäßige oder länger anhaltende Hautreizungen auf, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [9]. Mehr unter Juckreiz.

Allergische Reaktionen und Kontaktallergien

Kontaktallergien sind in der Packungsbeilage von Dexpanthenol als sehr selten eingestuft, also bei bis zu 1 von 10.000 Behandelten; bei Povidon-Iod gilt das für kontaktallergische Reaktionen gegen Jod mit Jucken, Rötung, Bläschen oder Brennen und für akute allergische Reaktionen unter Beteiligung anderer Organe wie Atemwege oder Kreislauf [1, 5]. Auch Hilfsstoffe wie Wollwachs, Cetylstearylalkohol oder Benzylalkohol können laut den Packungsbeilagen örtlich begrenzte Hautreaktionen bzw. Reizungen hervorrufen [1, 3, 9, 11]. Bei Fusidinsäure brauchen Sie laut Packungsbeilage dringend ärztliche Hilfe, wenn Atembeschwerden auftreten, Gesicht oder Rachen anschwellen oder ein starker Hautausschlag entsteht [7]. Bei Dupilumab können selten schwerwiegende allergische Reaktionen auftreten, und zwar innerhalb von Minuten bis zu sieben Tage nach der Anwendung [14]. Mehr unter Arzneimittelallergie und Hautausschlag.

Hautinfektionen unter Pimecrolimus

Hautinfektionen wie eine Haarbalgentzündung sind in der Packungsbeilage von Pimecrolimus als häufig eingestuft, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten; als gelegentlich eingestuft sind unter anderem Fieberbläschen, Gürtelrose, Warzen und Dellwarzen [11]. Unter Pimecrolimus kann das Risiko für eine schwere Herpes-simplex-Infektion der Haut (Eczema herpeticatum) erhöht sein [11, 12]. Auf Hautbereiche mit einer akuten Virusinfektion wie Fieberbläschen oder Windpocken wird die Creme nicht aufgetragen [11]. Mehr unter Infektanfälligkeit.

Augenbeschwerden unter Dupilumab

Augenrötung und Jucken der Augen, Augeninfektionen und Fieberbläschen an Lippen und Haut sind in der Packungsbeilage von Dupilumab als häufig eingestuft, eine Entzündung der Hornhaut mit manchmal verschwommenem Sehen (Keratitis) als gelegentlich [14]. Bindehaut- und Hornhautentzündungen wurden laut Fachinformation vorwiegend bei Menschen mit atopischer Dermatitis berichtet [13]. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn neue Augenprobleme auftreten oder sich bestehende verschlechtern, auch bei Augenschmerzen oder Veränderungen des Sehvermögens [14]. Mehr unter Sehstörungen.

Schilddrüse und Stoffwechsel bei Povidon-Iod

Bei großflächiger oder wiederholter Anwendung, besonders auf geschädigter Haut, sind laut Fachinformation Störungen der Schilddrüsenfunktion nicht auszuschließen; dann ist eine regelmäßige Überwachung der Schilddrüsenfunktion erforderlich [6]. Nach Anwendung größerer Mengen, zum Beispiel bei der Behandlung von Verbrennungen, sind sehr selten Störungen des Salz- und Säure-Basen-Haushalts und eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion beschrieben [5]. Nach versehentlichem Verschlucken größerer Mengen holen Sie laut Packungsbeilage unverzüglich ärztlichen Rat ein, weil es zu einer schweren Schilddrüsenfunktionsstörung kommen kann [5].

Pimecrolimus: Berichte über Lymphome und Hautkrebs

Während der Anwendung von Pimecrolimus-Creme wurde über Fälle von bösartigen Erkrankungen berichtet, zum Beispiel Lymphome und Hautkrebs; bei Menschen mit atopischem Ekzem wurden unter der Behandlung aber keine nennenswerten Wirkstoffspiegel im Blut nachgewiesen [12]. Nach solchen Berichten überprüfte der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) Pimecrolimus und Tacrolimus ab April 2005. Zum Abschluss am 27. März 2006 schrieb die EMA, der Nutzen überwiege die Risiken; die Mittel sollten aber mit größerer Vorsicht angewendet werden. Ob sie die gemeldeten Fälle verursacht hatten, konnte der Ausschuss anhand der Daten nicht klären; er empfahl Änderungen der Produktinformationen [16]. Laut Fachinformation sollte Pimecrolimus nicht auf möglicherweise bösartige Hautveränderungen oder deren Vorstufen aufgetragen werden [12]. Schwellen während der Behandlung Lymphknoten an, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [11]. Laut EMA sollten Behandelte die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit der verordnenden Ärztin oder dem verordnenden Arzt beenden oder ändern [16].

Resistenz und Überempfindlichkeit bei Fusidinsäure

Laut Fachinformation wurde berichtet, dass das Bakterium Staphylococcus aureus bei der Anwendung von Fusidinsäure auf der Haut unempfindlich (resistent) geworden ist. Wie bei allen Antibiotika kann eine längere oder wiederholte Anwendung das Risiko einer Antibiotikaresistenz erhöhen; außerdem kann sie laut Fachinformation das Risiko einer Kontaktüberempfindlichkeit erhöhen [8].

Wichtige Wechselwirkungen

Mann um die vierzig mit kurzem braunem Haar und Bart sitzt mit hochgekrempeltem Hemdärmel auf dem Sofa und betrachtet seinen Unterarm
Bild: KI-generiert

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind laut den Packungsbeilagen von Dexpanthenol, Ciclopirox und Fusidinsäure nicht bekannt; für Azelainsäure wurden keine Studien dazu durchgeführt, für Pimecrolimus wurden sie nicht systematisch untersucht [1, 3, 7, 10, 12]. Die Produktinformationen beschreiben aber diese Wechselwirkungen:

Wichtige Wechselwirkungen von Hautmitteln (Auswahl)
Zusammen mitWas passieren kann
Kondome aus Latex (bei Anwendung im Genital- oder Analbereich)Vaselin bzw. Paraffin in den Cremes mit Dexpanthenol, Ciclopirox und Fusidinsäure können die Reißfestigkeit vermindern und damit die Sicherheit der Kondome beeinträchtigen [1, 3, 7]
Quecksilberhaltige Mittel (bei Povidon-Iod)Jod bildet mit Quecksilberverbindungen stark ätzendes Quecksilberjodid; nicht gleichzeitig oder kurz nacheinander anwenden [5]
Wasserstoffperoxid, Taurolidin und enzymatische Wundbehandlungsmittel (bei Povidon-Iod)Die Wirkung beider Mittel wird abgeschwächt; nicht gleichzeitig anwenden [5, 6]
Lithium (bei Povidon-Iod)Aufgenommenes Jod kann eine durch Lithium mögliche Schilddrüsenunterfunktion fördern; regelmäßige, besonders großflächige Anwendung vermeiden [5, 6]
Untersuchungen der Schilddrüse und bestimmte Labortests (bei Povidon-Iod)Die Jodaufnahme der Schilddrüse kann herabgesetzt sein; das kann eine Szintigrafie und eine Radiojod-Diagnostik stören und eine geplante Radiojod-Therapie unmöglich machen. Manche Labortests können falsche Ergebnisse liefern [5, 6]
UV-Lichttherapie und Mittel, die das Immunsystem unterdrücken, z. B. Azathioprin, Ciclosporin (bei Pimecrolimus)Keine Erfahrungen mit der gleichzeitigen Anwendung; laut Packungsbeilage nicht gleichzeitig anwenden [11, 12]
Alkohol (bei Pimecrolimus)Kurz nach dem Trinken von Alkohol können selten Hautrötung, Hautausschlag, Brennen, Juckreiz oder Schwellung auftreten [11]
Lebendimpfstoffe (bei Dupilumab)Die zeitgleiche Anwendung sollte vermieden werden; empfohlen wird, den Impfstatus vor Behandlungsbeginn auf den neuesten Stand zu bringen [13]
Kortison und andere Asthmamittel (bei Dupilumab)Nach Beginn der Behandlung nicht abrupt absetzen; eine Verringerung erfolgt schrittweise unter ärztlicher Aufsicht [13, 14]

Die Liste ist nicht vollständig. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke, bevor Sie ein neues Mittel dazunehmen, auch ein rezeptfreies. Mehr im Ratgeber Wechselwirkungen.

Wann Hautmittel nicht oder nur mit Vorsicht angewendet werden

Bei einer Allergie gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile darf keines der Mittel angewendet werden [1, 3, 5, 7, 9, 11, 14]. Darüber hinaus nennen die Produktinformationen unter anderem [3, 5, 7, 9, 11, 12, 13, 14]:

  • Povidon-Iod: nicht bei Schilddrüsenerkrankungen, bei der seltenen Hauterkrankung Dermatitis herpetiformis Duhring, bei einer geplanten oder durchgeführten Radiojodtherapie und bei Neugeborenen und Säuglingen bis zum Alter von 6 Monaten [5].
  • Ciclopirox: nicht am Auge; bei Neugeborenen, Säuglingen und Kindern bis zum 6. Lebensjahr nur nach Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt, weil keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen [3].
  • Fusidinsäure: nicht im Auge oder in der Nähe des Auges [7]. Eine längere Anwendung auf sehr großen Hautflächen sollte vor allem bei Kindern vermieden werden, weil eine Gelbsucht nicht ausgeschlossen werden kann [8].
  • Azelainsäure: kein Kontakt mit Augen, Mund und anderen Schleimhäuten; bei einigen Menschen mit Asthma wurde in seltenen Fällen eine Verschlechterung der Asthma-Beschwerden beobachtet. Bei Kindern unter 12 Jahren ist die Anwendung nicht ausreichend untersucht [9].
  • Pimecrolimus: laut Fachinformation nicht bei angeborener oder erworbener Immunschwäche und nicht unter einer Behandlung, die das Immunsystem unterdrückt [12]. Nicht bei Kindern unter 3 Monaten empfohlen; behandelte Haut nicht mit Verbänden abdecken; übermäßige Sonne, UV-Lampen und Solarien meiden [11].
  • Dupilumab: eine bestehende Infektion mit Darmparasiten, etwa Würmern, wird vor Behandlungsbeginn behandelt. Dupilumab ist kein Notfallmittel bei einem plötzlichen Asthma- oder COPD-Anfall [13, 14].

Die Dexpanthenol-Creme enthält Benzoesäure, die bei Neugeborenen bis zu 4 Wochen eine Gelbsucht verstärken kann [1]. Trifft ein Punkt auf Sie zu, besprechen Sie das mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke.

Schwangerschaft und Stillzeit

Povidon-Iod-Salbe sollte laut Packungsbeilage bis zur 9. Schwangerschaftswoche nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko durch die Ärztin oder den Arzt angewendet werden; danach und in der Stillzeit darf sie nicht angewendet werden, weil Jod über die Plazenta zum Kind gelangt und in die Muttermilch übertritt [5]. Laut Embryotox kann eine längerfristige oder großflächige Anwendung in der Schwangerschaft oder unter der Geburt über eine relevante Jodaufnahme die Schilddrüse des Ungeborenen bzw. Neugeborenen stören. Jodhaltige Desinfektionsmittel dürfen danach auf der Haut nur kleinflächig und für wenige Tage angewendet werden; großflächige und wiederholte Anwendungen sowie die Anwendung auf verletzter Haut, Schleimhaut und in Körperhöhlen sollten wegen der erhöhten Jodaufnahme nicht erfolgen. Eine versehentliche kurzfristige Anwendung ist nach heutigem Wissen nicht mit bleibenden Schäden für das ungeborene Kind verbunden [15]. Bei Infektionen der Scheide ist laut Embryotox eine gezielte Behandlung gegen Bakterien oder Pilze zu bevorzugen [15]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Pimecrolimus sollte laut Fachinformation in der Schwangerschaft nicht angewendet werden [12]. Dupilumab darf in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der mögliche Nutzen das mögliche Risiko für das ungeborene Kind rechtfertigt; die Erfahrungen sind sehr begrenzt [13]. Schwangeren sollte Azelainsäure laut Fachinformation nur mit Vorsicht verschrieben werden [10]. Bei Ciclopirox sollte die Behandlung in der Schwangerschaft wie jede medikamentöse Behandlung nur nach strenger Abwägung erfolgen [4]. Fusidinsäure sollten Sie laut Packungsbeilage nur anwenden, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt dies für unbedingt erforderlich hält [7]. Bei Dexpanthenol besteht keine grundsätzliche Anwendungsbeschränkung; bei großflächiger Anwendung sollten Nutzen und Risiko sorgfältig abgewogen werden [1].

In der Stillzeit wird von Ciclopirox laut Packungsbeilage abgeraten, weil der Wirkstoff in die Muttermilch übergehen kann [3]. Dupilumab darf laut Packungsbeilage nicht angewendet werden, wenn Sie stillen; ob gestillt oder behandelt wird, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [13, 14]. Auf die Brust aufgetragen werden sollen Ciclopirox, Fusidinsäure und Pimecrolimus nicht; bei Azelainsäure sollte der Säugling nicht mit der behandelten Haut oder Brust in Kontakt kommen [3, 7, 9, 11]. Mehr in den Ratgebern Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.

Unterschied zu Cortison-Cremes

Dupilumab ordnet seine Fachinformation den Mitteln zur Behandlung der Dermatitis ohne Kortison zu [13]. Pimecrolimus ist laut Fachinformation für Situationen zugelassen, in denen Kortison zum Auftragen nicht angebracht oder nicht möglich ist [12]. Welches Mittel für Sie geeignet ist, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Mehr unter Cortison-Cremes und Kortison zum Einnehmen und Spritzen.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Panthenol HEUMANN Creme. HEUMANN PHARMA GmbH & Co. Generica KG. Stand 10/2024. abgerufen am 12.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation Panthenol HEUMANN Creme. HEUMANN PHARMA GmbH & Co. Generica KG. Stand 10/2024. abgerufen am 12.10.2026
  3. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Ciclopirox-ratiopharm® 1 % Creme. ratiopharm GmbH. Stand 02/2022. abgerufen am 12.10.2026
  4. Fachinformation Fachinformation Ciclopirox-ratiopharm® 1 % Creme. ratiopharm GmbH. Stand 08/2021. abgerufen am 12.10.2026
  5. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation PVP-Jod-ratiopharm® Salbe 100 mg/g. ratiopharm GmbH. Stand 07/2026. abgerufen am 12.10.2026
  6. Fachinformation Fachinformation PVP-Jod-ratiopharm® Salbe 100 mg/g. ratiopharm GmbH. Stand 07/2026. abgerufen am 12.10.2026
  7. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Fusidinsäure-ratiopharm® 20 mg/g Creme. ratiopharm GmbH. Stand 12/2019. abgerufen am 12.10.2026
  8. Fachinformation Fachinformation Fusidinsäure-ratiopharm® 20 mg/g Creme. ratiopharm GmbH. Stand 12/2019. abgerufen am 12.10.2026
  9. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Skinoren 20 % Creme. LEO Pharma A/S. Stand 03/2023. abgerufen am 12.10.2026
  10. Fachinformation Fachinformation Skinoren 20 % Creme. LEO Pharma A/S. Stand 10/2020. abgerufen am 12.10.2026
  11. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Elidel 10 mg/g Creme. Viatris Healthcare GmbH. Stand 12/2022. abgerufen am 12.10.2026
  12. Fachinformation Fachinformation Elidel 10 mg/g Creme. Viatris Healthcare GmbH. Stand 12/2022. abgerufen am 12.10.2026
  13. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Dupixent (EPAR), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation). Sanofi Winthrop Industrie (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
  14. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Dupixent (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilage Dupixent 300 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze. Sanofi Winthrop Industrie (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
  15. Embryotox Embryotox: Povidon-Iod. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
  16. Behörde European Medicines Agency recommends cautious use of Protopic/Protopy and Elidel (Pressemitteilung EMEA/98882/2006 zum Abschluss der Sicherheitsüberprüfung von Tacrolimus und Pimecrolimus). Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP). Stand 27.03.2006. abgerufen am 12.10.2026
  17. Kortison und andere Medikamente zum Auftragen (Neurodermitis). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 20.01.2021. abgerufen am 12.10.2026

Häufige Fragen

Was gehört alles zu den Hautmitteln?

Hautmittel sind keine einheitliche Wirkstoffgruppe. Die Wirkstoffe dienen verschiedenen Zwecken, etwa gegen Pilze, zur Wundbehandlung, als Antibiotikum oder Antiseptikum auf der Haut, gegen Akne oder gegen Dermatitis ohne Kortison. Auf dieser Seite sind Dexpanthenol, Povidon-Iod, Ciclopirox, Fusidinsäure, Azelainsäure, Pimecrolimus und Dupilumab beschrieben; Cortison-Cremes haben eine eigene Seite.

Welche Nebenwirkungen haben Cremes und Salben?

Das hängt vom Wirkstoff ab. Die Packungsbeilagen nennen unter anderem Reaktionen an der Auftragsstelle wie Brennen, Juckreiz oder Rötung und allergische Hautreaktionen. Bei Azelainsäure sind Brennen, Juckreiz und Hautrötung als sehr häufig eingestuft, bei Dexpanthenol sind Kontaktallergien sehr selten. Auch Hilfsstoffe wie Wollwachs oder Cetylstearylalkohol können örtlich begrenzte Hautreizungen hervorrufen.

Können Cremes Kondome unsicher machen?

Ja, das ist möglich. Laut den Packungsbeilagen von Dexpanthenol-, Ciclopirox- und Fusidinsäure-Creme können Vaselin bzw. Paraffin bei einer Anwendung im Genital- oder Analbereich die Reißfestigkeit von Kondomen aus Latex vermindern und damit ihre Sicherheit beeinträchtigen. Fragen Sie im Zweifel Ihre Apotheke.

Wie lange darf ich eine Wund- oder Desinfektionssalbe ohne Arzt anwenden?

Laut Packungsbeilage der Dexpanthenol-Creme wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie sich nach 14 Tagen nicht besser oder schlechter fühlen. Bei der Povidon-Iod-Salbe gilt das, wenn sich die Beschwerden verschlimmern oder nach 2 bis 5 Tagen keine Besserung eintritt. Povidon-Iod ist für die wiederholte, zeitlich begrenzte Anwendung gedacht.

Darf ich Povidon-Iod in der Schwangerschaft verwenden?

Bis zur 9. Schwangerschaftswoche nur nach sorgfältiger ärztlicher Abwägung, danach und in der Stillzeit laut Packungsbeilage nicht, weil Jod zum Kind und in die Muttermilch gelangt. Laut Embryotox dürfen jodhaltige Desinfektionsmittel in der Schwangerschaft auf der Haut nur kleinflächig und für wenige Tage angewendet werden, auf verletzter Haut und Schleimhaut sollten sie nicht angewendet werden; eine versehentliche kurzfristige Anwendung ist nach heutigem Wissen nicht mit bleibenden Schäden verbunden. Bei Infektionen der Scheide ist laut Embryotox eine gezielte Behandlung gegen Bakterien oder Pilze zu bevorzugen. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Ist Pimecrolimus ein Kortison?

Nein. Pimecrolimus enthält laut Packungsbeilage keine Steroide; es gehört zu den Calcineurin-Hemmern und hemmt die Bildung entzündungsfördernder Botenstoffe in bestimmten Abwehrzellen. Zugelassen ist es bei leichter bis mittelschwerer Neurodermitis ab 3 Monaten, wenn Kortison zum Auftragen nicht angebracht oder nicht möglich ist, zum Beispiel im Gesicht und am Hals, wo eine Langzeitbehandlung mit Unterbrechungen mit Kortison nicht empfehlenswert ist.

Warum soll ich unter Pimecrolimus die Sonne meiden?

Die Packungsbeilage rät, während der Behandlung übermäßige Sonnenbestrahlung, UV-Lampen und Solarien zu meiden und im Freien lockere Kleidung sowie geeignete Sonnenschutzprodukte zu verwenden. Laut Fachinformation zeigte Pimecrolimus in Tierversuchen keine durch Licht ausgelöste krebserzeugende Wirkung; weil nicht bekannt ist, was das für Menschen bedeutet, sollen ausgedehnte UV-Bestrahlungen während der Behandlung vermieden werden. Der Langzeiteffekt auf die Immunantwort der Haut und auf bösartige Hautveränderungen ist laut Fachinformation nicht bekannt. Über Fälle von Lymphomen und Hautkrebs wurde berichtet; ob Pimecrolimus sie verursacht hat, konnte die Europäische Arzneimittel-Agentur 2006 nicht klären.

Welche Nebenwirkungen hat Dupilumab an den Augen?

Augenrötung und Jucken der Augen sowie Augeninfektionen sind in der Packungsbeilage als häufig eingestuft, eine Entzündung der Hornhaut als gelegentlich. Bindehaut- und Hornhautentzündungen wurden vorwiegend bei Menschen mit atopischer Dermatitis berichtet. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn neue Augenprobleme auftreten oder sich bestehende verschlechtern.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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