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Hautpilz
Hautpilz ist eine Infektion der Haut mit Pilzen, etwa als Ringelflechte durch Fadenpilze, als Kleienpilzflechte durch Hefepilze oder als Pilzinfektion in wunden Hautfalten. Laut gesund.bund.de und IQWiG reichen meist Mittel gegen Pilze zum Auftragen, bei der Kleienpilzflechte auch spezielle Shampoos; Tabletten kommen bei ausgeprägtem Befall oder wenn die äußerliche Behandlung nicht wirkt infrage. Kortisonhaltige Cremes können eine Hautpilzerkrankung verschlimmern; ärztlichen Rat brauchen Sie bei ausgedehnten, eitrigen oder hartnäckigen Hautveränderungen.

Hautpilz lässt sich meist mit Mitteln gegen Pilze zum Auftragen behandeln, bei einer Kleienpilzflechte auch mit speziellen Shampoos [1, 2]. Tabletten verschreiben Ärztinnen und Ärzte bei ausgeprägtem Befall oder wenn die äußerliche Behandlung nicht wirkt [1, 3]. Kortisonhaltige Salben können eine Hautpilzerkrankung verschlimmern [1].
Was ist Hautpilz?
Hautpilz ist ein Sammelbegriff für Pilzinfektionen der Haut. Dazu gehören:
- Ringelflechte (Tinea corporis): eine entzündliche, mäßig ansteckende Pilzerkrankung der Haut durch Fadenpilze (Dermatophyten), die die oberste Hautschicht befallen und sich von Hornsubstanz, dem Keratin, ernähren [1]. In westlichen Industrieländern bekommen rund 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung einmal im Leben eine Ringelflechte [1]. Ein Pilzausschlag in der Leistenbeuge heißt Tinea cruris [17].
- Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor): weiße oder braune Flecken durch einen Hefepilz, der bei fast allen Menschen auf der Haut vorkommt; sie ist nicht ansteckend [2]. In Ländern mit gemäßigtem Klima kommt sie bei schätzungsweise 1 Prozent der Bevölkerung vor, meist zum ersten Mal im Jugendalter [2].
- Pilzinfektion in Hautfalten: Bei einer Intertrigo, einem Ekzem in Hautfalten durch Scheuern und Feuchtigkeit, infizieren sich die wunden Stellen oft zusätzlich mit dem Hefepilz Candida [5].
Dieselben Fadenpilze können auch Füße und Fußnägel befallen [1]. Dazu und zu Pilzinfektionen der Schleimhäute gibt es eigene Seiten: Fußpilz, Nagelpilz, Scheidenpilz und Mundsoor.
Symptome
Ringelflechte: Nach der Ansteckung kann es etwa 2 bis 4 Wochen dauern, bis sich erste Hautveränderungen zeigen. Typisch sind kreisrunde rote Flecken, die zur Mitte hin blasser werden; der ringförmige Rand ist oft etwas verdickt und schuppig [1]. Die Hautveränderungen sind typischerweise 1 bis 5 Zentimeter groß, können jucken und Bauch, Rücken, Arme, Leisten, Beine oder das Gesicht befallen [1]. Manchmal sieht die Ringelflechte untypisch aus, mit Entzündungen in tieferen Hautschichten, Eiter, roten Knötchen oder Krusten. Nach dem Abklingen können sich die Hautstellen dunkler oder heller verfärben [1].
Kleienpilzflechte: Zuerst entstehen kleine runde oder ovale Flecken, die zu größeren Flecken mit unregelmäßigen Umrissen zusammenwachsen, oft auf Rücken, Brust, im Nacken oder auf den Armen, bei Kindern auch im Gesicht [2]. Die Flecken können gelblich, bräunlich, rötlich oder rosafarben sein; bei dunkler oder gebräunter Haut sind sie oft heller, bei sehr heller Haut eher dunkler als die gesunde Haut. Sie können etwas schuppen und jucken selten, dann nur leicht [2].
Hautfalten: Bei einer Intertrigo ist die Haut auf beiden Seiten einer Hautfalte gerötet und wund und kann jucken, brennen und nässen, etwa in der Leistenbeuge, unter der Brust, in den Achseln oder in einer Bauchfalte [5]. Infizieren sich die wunden Stellen mit Pilzen oder Bakterien, können sich Krusten und Eiterbläschen bilden [5].
Ursachen und Risikofaktoren
Fadenpilze werden bei engem Kontakt mit infizierten Menschen oder Tieren übertragen. Haustiere sind laut gesund.bund.de in Deutschland eine sehr häufige Infektionsquelle, neben Katzen etwa Hunde, Meerschweinchen und Hamster [1]. Anstecken kann man sich auch über verunreinigte Oberflächen, Turnmatten, Kleidung, Handtücher oder Bettwäsche, etwa beim "Mattenpilz" in Ringerclubs oder in Barbershops mit mangelhafter Hygiene. Möglich ist auch eine Selbstansteckung, zum Beispiel vom Fuß auf Leisten oder Gesicht [1]. Die Ringelflechte tritt auch als sexuell übertragene Infektion auf, vorwiegend bei Männern, die Sex mit Männern haben [1]. Zu den neuen Hautpilzarten zählen zwei Unterarten von Trichophyton mentagrophytes, die unter anderem in Indien und Südostasien häufig vorkommen; auch in Deutschland muss mit ihnen gerechnet werden [1].
Bei Erkrankungen, die das Immunsystem beeinträchtigen, können sich Fadenpilze besonders leicht ausbreiten. Übergewicht, ungesunde Ernährung, starker Nikotin- oder Alkoholkonsum oder chronische Erkrankungen wie Diabetes können das allgemeine Risiko für Hautinfektionen erhöhen, auch ältere Menschen haben ein höheres Risiko. In feuchtwarmer Umgebung und in verschwitzter Haut vermehren sich Fadenpilze besonders gut [1]. Die Kleienpilzflechte wird dagegen durch Hefepilze der normalen Hautflora ausgelöst. Warum sie sich nur bei manchen Menschen vermehren, ist nicht eindeutig geklärt; warmes und feuchtes Klima, starkes Schwitzen und Öle oder Kosmetika, die die Hautporen verschließen, erhöhen das Risiko [2, 4]. Eine Intertrigo fördern unter anderem starkes Schwitzen, Übergewicht, Diabetes, Windeln, Bettlägerigkeit und Blasenschwäche [5].
Medikamente als Ursache: Eine Behandlung mit entzündungshemmendem Kortison kann laut gesund.bund.de dazu führen, dass der typische Ausschlag verschwindet, der Hautpilz sich aber weiterverbreitet; es entstehen untypische Hautveränderungen [1]. Bei Menschen, deren Immunabwehr durch Medikamente unterdrückt ist, kann sich der Pilz tief in den Haarfollikeln festsetzen [1]. Ein durch Medikamente geschwächtes Immunsystem macht laut IQWiG auch eine Kleienpilzflechte wahrscheinlicher [2]. Mehr dazu auf den Seiten Kortisoncremes und Infektanfälligkeit durch Medikamente. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
Diagnose
Eine Ringelflechte sieht oft so typisch aus, dass Ärztinnen und Ärzte sie auf den ersten Blick erkennen. Trotzdem sollten ähnlich aussehende Hauterkrankungen ausgeschlossen werden, vor allem Neurodermitis und Schuppenflechte [1]. Um den Pilz zu bestimmen, wird ein Stückchen Haut vom Rand der Veränderung abgekratzt und unter dem Mikroskop oder mit einem Labortest untersucht [1]. Bei der Kleienpilzflechte nimmt die Ärztin oder der Arzt einige Hautschuppen mit einem durchsichtigen Klebestreifen ab und betrachtet sie unter dem Mikroskop [2].
Behandlung ohne Medikamente
Einfache Hygienemaßnahmen können laut gesund.bund.de einer Übertragung von Fadenpilzen vorbeugen: die Haut sauber und trocken halten, luftige Kleidung tragen, Kleidung, Bettwäsche, Handtücher und andere persönliche Gegenstände nicht mit anderen teilen, am Körper getragene Kleidung möglichst bei 60 Grad waschen und nach dem Kontakt mit Tieren die Hände waschen [1].
Bei einer Intertrigo gilt es, die Hautfalten trocken zu halten und Scheuern zu vermeiden: die Falten täglich mit milden Seifen waschen, gut trocknen, etwa mit einem weichen Handtuch oder durch kühles Föhnen, schweißaufsaugende Kleidung tragen und möglichst oft Luft an die wunden Stellen lassen [5]. Ist die Intertrigo mild, genügen solche Maßnahmen laut gesund.bund.de oft [5].
Behandlung mit Medikamenten

Zur Behandlung einer Ringelflechte kommen meist Mittel gegen Pilze (Antimykotika) zum Auftragen zum Einsatz; ausgeprägte Formen werden zusätzlich mit Tabletten behandelt [1]. Gegen die Kleienpilzflechte nennt das IQWiG Lösungen oder Cremes mit Wirkstoffen aus der Gruppe der Azole, Cremes mit Terbinafin und Shampoos mit Selendisulfid, mit Schwefel und Salicylsäure oder mit Zinkpyrithion; sie sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich [3]. Bei einer Intertrigo mit Pilzbefall verschreiben Ärztinnen und Ärzte meist Antimykotika zum Auftragen [5].
| Wirkstoffgruppe | Beispiele | Wie sie wirken | Häufige Nebenwirkungen |
|---|---|---|---|
| Antimykotika zum Auftragen: Azole (Imidazole) | Clotrimazol [6], Miconazol [8] | Clotrimazol hemmt bei Pilzen die Bildung von Ergosterol; das führt zu Aufbau- und Funktionsstörungen der Zellmembran des Pilzes [7] | Clotrimazol: Juckreiz, Rötung, Stechen oder Brennen, Hautreizung, Ausschlag, Häufigkeit nicht bekannt [6]. Miconazol: sehr selten unter anderem Überempfindlichkeitsreaktionen, Kontaktekzem, Hautausschlag, Brennen der Haut [8] |
| Antimykotika zum Auftragen: Allylamine | Terbinafin als Creme [9] | Hemmt das Enzym Squalenepoxidase in der Zellmembran des Pilzes; es entsteht ein Mangel an Ergosterol, Squalen sammelt sich in der Zelle an, und die Pilzzelle stirbt [10] | Häufig: Abschälung der Haut, Hautjucken; gelegentlich unter anderem Pigmentstörungen, Brennen, Hautrötung, Schmerzen und Reizungen an der Anwendungsstelle [9] |
| Antimykotika zum Auftragen: Pyridone (Hautmittel) | Ciclopirox [11] | Hemmt laut Fachinformation die Aufnahme lebensnotwendiger Zellbausteine in die Pilzzelle und lässt zugleich andere wichtige Zellbestandteile austreten [12] | Selten: Juckreiz und leichtes Brennen, Kontaktdermatitis [11] |
| Antimykotika zum Einnehmen (nur auf Rezept) | Itraconazol [13], Fluconazol [15], Terbinafin [17] | Itraconazol und Fluconazol hemmen ein Pilzenzym (14-alpha-Demethylase), das für die Bildung von Ergosterol nötig ist, einem Baustein der Zellmembran der Pilze [14, 16]; Terbinafin hemmt das Enzym Squalenepoxidase [18] | Itraconazol häufig: Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit [13]. Fluconazol häufig: Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Anstieg von Blut- oder Leberwerten, Hautausschlag [15]. Terbinafin sehr häufig: Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, nicht schwerwiegende Hautreaktionen, Muskel- und Gelenkschmerzen [17] |
Die Häufigkeiten stammen aus den Packungsbeilagen: sehr häufig heißt bei mehr als 1 von 10 Behandelten, häufig bei bis zu 1 von 10, gelegentlich bei bis zu 1 von 100, selten bei bis zu 1 von 1.000 und sehr selten bei bis zu 1 von 10.000; "nicht bekannt" bedeutet, dass sich die Häufigkeit aus den verfügbaren Daten nicht abschätzen lässt [6, 17]. Jede Häufigkeit gilt nur für das Präparat, bei dem sie steht; maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats. Mehr im Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Cremes und Salben richtig anwenden
Beim Auftragen auf eine Ringelflechte sollte laut gesund.bund.de auch die gesunde Haut im Umkreis von etwa 2 Zentimetern mitbehandelt werden. Sieht die Haut wieder normal aus, ist es wichtig, noch eine Woche weiterzubehandeln, sonst kommt der Hautpilz häufig wieder [1]. Verhornt die Haut stark, können hornauflösende Präparate zum Auftragen hilfreich sein [1].
Clotrimazol wird laut Packungsbeilage von Fungizid-ratiopharm bei Pilzerkrankungen der Haut durch Hautpilze, Hefen und Schimmelpilze angewendet und ist auch bei der Kleienpilzflechte und bei oberflächlichen Hefepilzerkrankungen (Candidosen) wirksam. Bei Hautpilzerkrankungen beträgt die Behandlungsdauer im Allgemeinen 3 bis 4 Wochen, die Kleienpilzflechte ist im Allgemeinen nach 1 bis 3 Wochen abgeheilt [6].
Miconazol wird laut Packungsbeilage von Mykoderm Miconazolcreme bei Pilzerkrankungen der Haut und Hautfalten und bei oberflächlichen Candidosen angewendet; die Behandlung sollte noch mindestens 14 Tage nach dem Abklingen der Beschwerden fortgesetzt werden [8]. Wer orale gerinnungshemmende Mittel wie Warfarin einnimmt, beendet die Anwendung laut Packungsbeilage unverzüglich und holt ärztlichen oder apothekerlichen Rat ein, wenn unerwartete Blutungen oder Blutergüsse, Nasenbluten, Bluthusten, Blut im Urin, schwarzer teerartiger Stuhl oder kaffeesatzartiges Erbrechen auftreten; während der Behandlung ist eine engmaschige Überwachung der INR-Werte nötig [8]. Diesen Hinweis hat die europäische Koordinierungsgruppe CMDh am 19.06.2025 für Miconazol zum Auftragen beschlossen, das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat ihn mit Bescheid vom 28.08.2025 umgesetzt [19]. Mehr dazu: Blutverdünner.
Terbinafin als Creme ist laut Packungsbeilage von Terbinafin AbZ bei Erwachsenen und Jugendlichen über 12 Jahre für Flechten am Körper und in der Leiste, Hautpilz durch Candida und die Kleienpilzflechte vorgesehen; die Angaben zu Häufigkeit und Dauer stehen auf der Wirkstoffseite unter Dosierung. Stellen Sie nach 1 bis 2 Wochen keine Besserung fest, informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [9]. Ciclopirox wird laut Packungsbeilage zur Behandlung von Pilzerkrankungen der Haut angewendet, im Allgemeinen 2 Wochen bis zum Abklingen und zur Vermeidung von Rückfällen noch 1 bis 2 Wochen darüber hinaus; die Ciclopirox-Creme von ratiopharm ist verschreibungspflichtig [11, 12].
Kortison, Nystatin und Shampoos
Salben, die Kortison enthalten, können laut gesund.bund.de eine Hautpilzerkrankung verschlimmern und die Diagnose erschweren. Kortisonhaltige Cremes sollten nur im Wechsel oder in Kombination mit einer Antipilz-Creme angewendet werden, nur bei stark entzündlicher Ringelflechte und allenfalls für wenige Tage (3 bis 5 Tage) [1]. Bei einer Intertrigo kommen auch niedrig dosierte Kortisonsalben zum Einsatz [5]. Mehr dazu: Kortisoncremes.
Antipilzmittel mit dem Wirkstoff Nystatin sind laut gesund.bund.de nicht wirksam gegen die Ringelflechte [1]. Nystatin dient laut Packungsbeilage von Multilind, einer Heilpaste mit Nystatin und Zinkoxid, zur Vorbeugung und Behandlung von Infektionen der Haut mit Hefepilzen wie Candida albicans; angewendet wird sie unter anderem bei durch mechanische Reizung bedingtem Wundsein und bei roten, juckenden und brennenden Stellen in den Körperfalten. Selten sind Hautausschlag, Juckreiz und allergische Reaktionen; bei einer Überempfindlichkeit sollte die Paste abgesetzt und eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden [21].
Bei der Kleienpilzflechte werden Cremes und Lösungen auf die erkrankten Hautstellen aufgetragen; Kopfhaut und Haare werden zusätzlich mit dem pilzhemmenden Shampoo gewaschen, damit sich die Hefepilze von dort nicht wieder ausbreiten [2, 4].
Tabletten gegen Hautpilz
Ist die Ringelflechte besonders stark ausgeprägt, tritt sie an mehreren Hautregionen gleichzeitig auf oder sind tiefere Hautschichten betroffen, verschreiben Ärztinnen und Ärzte Tabletten mit einem Wirkstoff gegen Pilze [1]. Infektionen durch die neuen Fadenpilz-Arten sind sehr hartnäckig; eine innerliche Behandlung ist fast immer nötig, ergänzt durch Cremes und Salben. Bei einer Infektion durch Trichophyton mentagrophytes Genotyp VIII (Trichophyton indotineae) muss vor der Behandlung eine Resistenztestung erfolgen [1]. Bei der Kleienpilzflechte kommen Tabletten laut IQWiG infrage, wenn eine große Hautfläche betroffen ist oder die äußerliche Behandlung nicht wirkt; meist wird Itraconazol eingenommen, gelegentlich Fluconazol [3].
Itraconazol ist laut Fachinformation für Dermatomykosen und die Kleienpilzflechte zugelassen [14], Fluconazol bei Erwachsenen für Pilzinfektionen der Haut einschließlich Tinea corporis (Ringelflechte), Tinea cruris, Tinea versicolor (Kleienpilzflechte) und Candida-Infektionen der Haut, wenn eine Behandlung über den ganzen Körper angezeigt ist [16]. Terbinafin-Tabletten werden laut Packungsbeilage bei Ringelflechte und Ausschlag in der Leistenbeuge angewendet, laut Fachinformation, wenn dies nach Ort, Schwere und Ausmaß der Infektion als geeignet betrachtet wird; gegen die Kleienpilzflechte sind sie nicht wirksam [17, 18]. Tabletten haben laut IQWiG mehr Nebenwirkungen als Mittel zum Auftragen [3]. Die Dosis legt die Ärztin oder der Arzt fest; was die Packungsbeilagen dazu sagen, steht auf den Seiten Itraconazol, Fluconazol und Terbinafin. Itraconazol darf laut Packungsbeilage nicht zusammen mit einer Reihe anderer Arzneimittel eingenommen werden, etwa Simvastatin oder bestimmten Mitteln gegen Herzrhythmusstörungen; diese dürfen auch erst 2 Wochen nach dem Ende der Behandlung eingenommen werden [13, 14]. Informieren Sie die Ärztin oder den Arzt über alle anderen Medikamente; mehr dazu im Ratgeber Wechselwirkungen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Laut der Packungsbeilage von Fungizid-ratiopharm darf Clotrimazol aus Vorsichtsgründen in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft nicht angewendet werden [6]. Embryotox, das Beratungszentrum der Charité für Arzneimittel in Schwangerschaft und Stillzeit, nennt Clotrimazol in der Schwangerschaft ein Mittel der Wahl bei Pilzinfektionen der Haut und zählt es auch in der Stillzeit dazu; dasselbe gilt laut Embryotox für Miconazol [22, 23]. Die Terbinafin-Creme sollte laut Packungsbeilage in Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden [9].
Itraconazol darf laut Packungsbeilage in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden [13]. Fluconazol sollten Sie laut Packungsbeilage in der Schwangerschaft nicht einnehmen, außer Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hat es ausdrücklich gesagt [15]. Laut Beschluss der CMDh vom 09.11.2023, umgesetzt mit Bescheid des BfArM vom 06.05.2024, kann die Einnahme im ersten oder zweiten Schwangerschaftsdrittel das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen, niedrige Dosen im ersten Drittel können das Risiko für Fehlbildungen von Herz, Knochen und/oder Muskeln leicht erhöhen [28]. Bei einer Pilzinfektion der Haut ist laut Embryotox statt Itraconazol oder Fluconazol eine örtliche Behandlung mit Clotrimazol, Miconazol oder Nystatin zu bevorzugen; dieselben drei Wirkstoffe nennt Embryotox für eine örtliche Behandlung als besser geeignete Alternativen zu Terbinafin [24, 25, 26]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Mehr in den Ratgebern Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.
Nebenwirkungen der Medikamente
Cremes und Salben: Eine äußerliche Behandlung kann laut IQWiG manchmal zu leichten Hautreizungen führen [3]. Bei der Terbinafin-Creme sind laut Packungsbeilage Abschälung der Haut und Hautjucken häufig [9]. Bei rotem Hautausschlag oder erhabenen Knötchen mit starkem Juckreiz, Nesselausschlag, Bläschen, Kurzatmigkeit oder einer Schwellung von Mund, Gesicht, Lippen, Zunge oder Hals beenden Sie die Anwendung der Terbinafin-Creme laut Packungsbeilage sofort und suchen eine Ärztin oder einen Arzt auf [9]. Bei Clotrimazol nennt die Packungsbeilage allergische Reaktionen mit Atemnot oder Ohnmacht sowie Blasen, Schwellungen und Hautablösung als Gründe, die Creme nicht weiter anzuwenden und möglichst umgehend die Ärztin oder den Arzt aufzusuchen [6]. Mehr dazu: Juckreiz und Arzneimittelallergie.
Itraconazol: Bei plötzlichen Atembeschwerden, Schwellungen im Gesicht, Ausschlag, Juckreiz oder schweren Hautveränderungen und bei starker Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, ungewöhnlicher Müdigkeit, Bauchschmerzen, dunklem Urin oder hellem Stuhl als mögliche Zeichen ernsthafter Leberprobleme nehmen Sie das Mittel laut Packungsbeilage nicht weiter ein und informieren sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [13]. Kurzatmigkeit, unerwartete Gewichtszunahme, Anschwellen der Beine oder des Bauchs, ungewöhnliche Müdigkeit oder nächtliches Aufwachen mit Kurzatmigkeit können Zeichen einer Herzfunktionsstörung sein; dann lassen Sie es laut Packungsbeilage sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt wissen. Bei einer Herzschwäche, jetzt oder früher, darf Itraconazol nicht eingenommen werden [13]. Mehr dazu: Herzschwäche durch Medikamente.
Fluconazol: Bei einem ausgedehnten Hautausschlag mit erhöhter Körpertemperatur und vergrößerten Lymphknoten beenden Sie die Einnahme laut Packungsbeilage und suchen sofort eine Ärztin oder einen Arzt auf. Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen oder eine Gelbfärbung von Haut oder Augenweiß können auf eine Leberfunktionsstörung hinweisen; dann beenden Sie die Einnahme sofort und informieren unverzüglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [15]. Mehr dazu: Leberwerte und Schwere Hautreaktionen.
Terbinafin-Tabletten: Häufig sind laut Packungsbeilage unter anderem Geschmacksstörungen, Depression, Schwindel, Sehstörungen und Müdigkeit; selten kommt es zu einer Einschränkung der Leberfunktion oder einem Leberversagen [17]. Die europäische Koordinierungsgruppe CMDh hat am 25.06.2026 beschlossen, die Produktinformationen von Terbinafin zum Einnehmen um die thrombotisch thrombozytopenische Purpura (TTP) zu ergänzen, eine Blutgerinnungsstörung, die teilweise tödlich verlief; das BfArM hat das mit Bescheid vom 31.08.2026 umgesetzt [20]. Bei Fieber mit Blutergüssen unter der Haut, die als rote punktförmige Punkte auftreten können, mit oder ohne ungeklärte extreme Müdigkeit, Verwirrtheit oder Gelbfärbung von Haut oder Augen brechen Sie laut diesem Beschluss die Behandlung sofort ab und wenden sich unverzüglich an eine Ärztin oder einen Arzt oder begeben sich in ein Krankenhaus [20]. In der Packungsbeilage von Terbinafin-ratiopharm mit Stand März 2025 steht dieser Hinweis noch nicht [17]. Mehr unter Blutungen und Blutbild.
Haben Sie ein verordnetes Medikament als Auslöser von Beschwerden im Verdacht, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Nebenwirkungen können Sie Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke mitteilen oder direkt dem BfArM melden [6]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
Ärztlichen Rat brauchen Sie, wenn sich die Haut trotz Behandlung in der Zeit nicht bessert, die die Packungsbeilage nennt, bei der Clotrimazol-Creme zum Beispiel nach 2 Wochen [6]. Ist die Hautbarriere geschädigt, kann laut gesund.bund.de eine zusätzliche Infektion durch Bakterien entstehen, etwa in Hautfalten, an feuchten oder aufgekratzten Stellen [1].
Dringen Bakterien durch Hautschäden ein, kann eine Wundrose oder Phlegmone entstehen: Die Haut schwillt an, wird rot und schmerzt; bei einer Wundrose treten meist schon zu Beginn Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl auf [27]. Anzeichen für einen ernsten Verlauf sind laut IQWiG starke Schmerzen, Fieber, kalter Schweiß, Blässe, Übelkeit, beschleunigte Atmung oder Herzrasen und Bewusstseinsstörungen wie Benommenheit oder Verwirrtheit; dann sollte man sofort den Rettungsdienst unter 112 anrufen [27].
Quellen
- Behörde Ringelflechte (Tinea corporis). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (geprüft durch die Deutsche Dermatologische Gesellschaft). Stand 11.08.2025. abgerufen am 18.10.2026
- Kleienpilzflechte. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 16.04.2025. abgerufen am 18.10.2026
- Was hilft gegen Kleienpilzflechte?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 16.04.2025. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Kleienpilzflechte. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 23.02.2026. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Intertrigo. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 09.08.2021. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Fungizid-ratiopharm Creme (Clotrimazol 10 mg/g), regulierter Teil (Abschnitte 1 bis 6). ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 18.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Fungizid-ratiopharm Creme (Abschnitte 4.1, 4.6 und 5.1). ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Mykoderm Miconazolcreme (Miconazolnitrat 20 mg/g). Engelhard Arzneimittel GmbH & Co. KG. Stand 12/2025. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Terbinafin AbZ 10 mg/g Creme. AbZ-Pharma GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 18.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Terbinafin AbZ 10 mg/g Creme (Abschnitte 4.1 und 5.1). AbZ-Pharma GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Ciclopirox-ratiopharm 1 % Creme. ratiopharm GmbH. Stand 02/2022. abgerufen am 18.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Ciclopirox-ratiopharm 1 % Creme (Abschnitte 5.1 und 11). ratiopharm GmbH. Stand 08/2021. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Itraconazol STADA 100 mg Hartkapseln (Druckcode 9381261/2506). STADAPHARM GmbH. Stand 05/2025. abgerufen am 18.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Itraconazol STADA 100 mg Hartkapseln (Abschnitte 4.1 und 5.1). STADAPHARM GmbH. Stand 03/2023. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Fluconazol STADA 150 mg Hartkapseln (Druckcode 9356170/2402). STADAPHARM GmbH. Stand 09/2023. abgerufen am 18.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Fluconazol STADA 100 mg/-150 mg Hartkapseln (Abschnitte 4.1 und 5.1). STADAPHARM GmbH. Stand 01/2024. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Terbinafin-ratiopharm 250 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 03/2025. abgerufen am 18.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Terbinafin-ratiopharm 250 mg Tabletten (Abschnitte 4.1 und 5.1). ratiopharm GmbH. Stand 03/2025. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Miconazol, Hydrocortison/Miconazolnitrat, Miconazolnitrat/Zinkoxid: Einstimmiger Beschluss der Koordinierungsgruppe CMDh vom 19.06.2025 (PSUSA/00002052/202410) mit Anhängen I bis III; Umsetzung durch Bescheid des BfArM vom 28.08.2025. Koordinierungsgruppe CMDh, Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA); Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 19.06.2025 und 28.08.2025. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Terbinafin: Einstimmiger Beschluss der Koordinierungsgruppe CMDh vom 25.06.2026 (PSUSA/00002896/202509) mit Anhängen I bis III, nur Arzneimittel zur systemischen Anwendung; Umsetzung durch Bescheid des BfArM vom 31.08.2026. Koordinierungsgruppe CMDh, Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA); Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 25.06.2026 und 31.08.2026. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Multilind Heilsalbe mit Nystatin (Paste mit Nystatin und Zinkoxid). STADA Consumer Health Deutschland GmbH. Stand 05/2024. abgerufen am 18.10.2026
- Embryotox Embryotox: Clotrimazol. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
- Embryotox Embryotox: Miconazol. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
- Embryotox Embryotox: Terbinafin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
- Embryotox Embryotox: Itraconazol. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
- Embryotox Embryotox: Fluconazol. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
- Wundrose und Phlegmone. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 25.06.2025. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Fluconazol: Einstimmiger Beschluss der Koordinierungsgruppe CMDh vom 09.11.2023 (PSUSA/00001404/202303) mit Anhängen I bis III; Umsetzung durch Bescheid des BfArM vom 06.05.2024. Koordinierungsgruppe CMDh, Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA); Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 09.11.2023 und 06.05.2024. abgerufen am 18.10.2026
Häufige Fragen
Wie erkennt man Hautpilz?
Eine Ringelflechte zeigt sich laut gesund.bund.de meist als kreisrunde rote Flecken, die zur Mitte hin blasser werden und einen verdickten, schuppigen Rand haben; sie können jucken. Bei einer Kleienpilzflechte entstehen weiße, braune oder rötliche Flecken vor allem an Brust, Rücken, Nacken und Armen, die selten und dann nur leicht jucken. Bei einer Intertrigo ist die Haut in einer Hautfalte rot und wund, sie kann jucken, brennen und nässen und infiziert sich oft zusätzlich mit dem Hefepilz Candida. Ähnlich aussehende Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte sollten laut gesund.bund.de ausgeschlossen werden.
Was hilft gegen Hautpilz?
Meist reicht laut gesund.bund.de eine gegen Hautpilze wirksame Salbe, um eine Ringelflechte abheilen zu lassen. Dabei wird die gesunde Haut im Umkreis von etwa 2 Zentimetern mitbehandelt und nach dem Abheilen noch eine Woche weiterbehandelt. Gegen die Kleienpilzflechte helfen laut IQWiG Cremes oder Lösungen mit Azolen, Cremes mit Terbinafin und spezielle Shampoos. Tabletten kommen bei ausgeprägtem Befall oder wenn die äußerliche Behandlung nicht wirkt infrage.
Ist Hautpilz ansteckend?
Die Ringelflechte ist laut gesund.bund.de mäßig ansteckend: Hat ein Schulkind eine Ringelflechte, liegt das Ansteckungsrisiko für die Kinder seiner Klasse unter 10 Prozent, innerhalb der Familie bei etwa 10 bis 30 Prozent. Fadenpilze werden bei engem Kontakt mit Menschen oder Tieren übertragen, auch über Kleidung, Handtücher, Bettwäsche oder Turnmatten; bei den neuen Hautpilzarten ist die Ansteckungsgefahr bei engem Kontakt sehr hoch. Die Kleienpilzflechte ist dagegen nicht ansteckend und entsteht auch nicht durch mangelnde Hygiene.
Darf man bei Hautpilz eine Kortisoncreme verwenden?
Laut gesund.bund.de können kortisonhaltige Salben eine Hautpilzerkrankung verschlimmern und die Diagnose erschweren: Der typische Ausschlag kann verschwinden, während sich der Pilz weiter ausbreitet. Kortisonhaltige Cremes sollten deshalb nur im Wechsel oder zusammen mit einer Antipilz-Creme angewendet werden, nur bei stark entzündlicher Ringelflechte und höchstens für wenige Tage (3 bis 5 Tage). Sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Wann braucht man Tabletten gegen Hautpilz?
Laut gesund.bund.de verschreiben Ärztinnen und Ärzte Tabletten, wenn die Ringelflechte besonders stark ausgeprägt ist, an mehreren Hautregionen gleichzeitig auftritt oder tiefere Hautschichten betroffen sind; bei den neuen Fadenpilz-Arten ist eine innerliche Behandlung fast immer nötig. Bei der Kleienpilzflechte kommen Tabletten laut IQWiG infrage, wenn eine große Hautfläche betroffen ist oder die äußerliche Behandlung nicht wirkt. Tabletten haben laut IQWiG mehr Nebenwirkungen als Mittel zum Auftragen.
Wie lange dauert es, bis die Flecken der Kleienpilzflechte verschwinden?
Auch nach einer erfolgreichen Behandlung kann es laut IQWiG mehrere Wochen oder Monate dauern, bis die Flecken verschwinden. Bei vielen Menschen kommt die Kleienpilzflechte wieder. Geschieht das häufiger, wird manchmal empfohlen, das pilzhemmende Shampoo auch vorbeugend anzuwenden; auch vorbeugende Tabletten kommen infrage.
Was hilft bei Hautpilz in der Schwangerschaft?
Sprechen Sie vor jeder Behandlung mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke. Laut der Packungsbeilage von Fungizid-ratiopharm darf Clotrimazol aus Vorsichtsgründen in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Embryotox zählt Clotrimazol und Miconazol zu den Mitteln der Wahl bei Pilzinfektionen der Haut. Itraconazol darf laut Packungsbeilage in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden.
Darf ein Kind mit Ringelflechte in die Schule oder Kita?
Laut gesund.bund.de können Kinder mit Ringelflechte weiter in die Schule oder den Kindergarten gehen, weil die Erkrankung meist nur mäßig ansteckend ist und sich gut behandeln lässt. Wer eine Kontaktsportart ohne Körperbedeckung ausübt, sollte nach dem Behandlungsbeginn mindestens eine Woche lang nicht mit anderen trainieren. Beim "Mattenpilz" von Ringern besteht Ansteckungsgefahr, solange die Hautveränderungen bestehen.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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