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Cortison-Cremes (topische Glucocorticoide)

Cortison-Cremes und -Salben enthalten ein Glucocorticoid wie Betamethason, Methylprednisolonaceponat, Clobetasol oder Triamcinolon. Sie werden bei entzündlichen Hauterkrankungen wie Neurodermitis, anderen Ekzemen und Schuppenflechte auf die Haut aufgetragen. Die Wirkstoffe sind deutlich unterschiedlich stark; nach IQWiG werden sie grob in vier Klassen eingeteilt, von schwach bis sehr stark. An der behandelten Haut können laut den Fachinformationen unter anderem Brennen, Juckreiz und Reizungen auftreten, bei längerer oder großflächiger Anwendung auch Hautverdünnung, Dehnungsstreifen und Wirkungen im ganzen Körper.

Frau Anfang dreißig mit rotblondem Haar trägt im hellen Badezimmer eine dünne Schicht weiße Creme auf eine gerötete Stelle in ihrer Ellenbeuge auf
Bild: KI-generiert

Cortison-Cremes (fachlich: topische Glucocorticoide) sind Cremes, Salben, Fettsalben und Lotionen mit einem Glucocorticoid, die auf die Haut aufgetragen werden [3, 15]. Sie wirken laut Fachinformation entzündungshemmend, lindern Juckreiz und verengen die Blutgefäße [5]. Eingesetzt werden sie vor allem bei entzündlichen Hauterkrankungen wie Neurodermitis, anderen Ekzemen und Schuppenflechte [15]. Einzelheiten stehen auf den verlinkten Wirkstoffseiten. Cortison zum Einnehmen und Spritzen beschreibt die Seite Glucocorticoide.

Was sind Cortison-Cremes?

"Cortison" ist umgangssprachlich oft der Sammelbegriff für alle Wirkstoffe aus der Gruppe der Glucocorticoide, zum Beispiel Betamethason, Mometason oder Prednisolon [15]. Glucocorticoide kommen als Hormone natürlicherweise im Körper vor und können auch künstlich hergestellt werden [15]. Nach IQWiG werden Cortison-Präparate zum Auftragen nach ihrer Stärke grob in vier Klassen eingeteilt: schwache, mittelstarke, starke und sehr starke Glucocorticoide [14, 15].

Die Fachinformationen ordnen die Wirkstoffe dieser Seite so ein: Clobetasolpropionat als sehr stark wirksam (Gruppe IV, ATC D07AD01), Methylprednisolonaceponat als stark wirksam (Gruppe III, D07AC14) und Triamcinolonacetonid als mittelstark wirksam (Gruppe II, D07AB09) [3, 5, 7]. Betamethasondipropionat beschreibt seine Fachinformation als künstlich hergestelltes, fluoriertes Glucocorticoid mit starker Wirkstärke [1]; das IQWiG nennt Betamethason als Beispiel für starke Glucocorticoide [14]. Die Einteilungen der Quellen stimmen nicht in allen Fällen überein: Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nennt Methylprednisolonaceponat als Beispiel für mittelstarke Mittel [15].

Wie Cortison-Cremes wirken

Laut Fachinformation von Clobetasol wirken Corticosteroide zum Auftragen entzündungshemmend, juckreizmindernd und gefäßverengend [5]. Nach derselben Fachinformation verbinden sich Glucocorticoide in der Zelle mit Rezeptoren und stoßen im Zellkern das Ablesen bestimmter Gene an; so werden weniger Entzündungsbotenstoffe wie Prostaglandine und Leukotriene gebildet, außerdem hemmen Glucocorticoide die Zellteilung [5].

Wie viel Wirkstoff aufgenommen wird

Laut Fachinformation von Methylprednisolonaceponat hängt die Aufnahme durch die Haut vom Wirkstoff, von der Zubereitung und ihrer Wirkstoffkonzentration, von der behandelten Fläche, der Dauer, einer luftdichten Abdeckung (Okklusion) und vom Zustand der Haut ab [3]. In geschädigter Haut werden laut Fachinformation von Triamcinolon 3- bis 10-mal höhere Konzentrationen gemessen [7]. Laut Fachinformation von Betamethason steigt die Verfügbarkeit im ganzen Körper im Allgemeinen mit der Wirkstärke, der Anwendungsdauer und der Größe der behandelten Fläche [1].

Nach IQWiG nimmt dünnere Haut mehr Cortison auf als dickere. In Salben wirkt Cortison danach stärker als in Cremes oder Lotionen, auf feuchter Haut wirkt es besser als auf trockener, und unter einem Verband oder feuchten Umschlag nimmt die Haut mehr Wirkstoff auf [14].

Vier Wirkstärkeklassen

Das IQWiG teilt die Wirkstoffe grob in vier Klassen ein und nennt als Beispiele Hydrocortison und Prednisolon (schwach), Prednicarbat und Triamcinolon (mittelstark), Betamethason und Mometason (stark) sowie Clobetasol (sehr stark) [14]. Wie stark ein Präparat wirkt, hängt danach außer vom Wirkstoff auch von Dosierung, Hautstelle, Grundlage und Anwendung ab [14]. Ist eine Behandlung über 2 Wochen hinaus klinisch gerechtfertigt, soll laut Fachinformation von Clobetasol ein weniger stark wirksames Präparat erwogen werden [5]. Welches Mittel für Sie in Frage kommt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

Wofür Cortison-Cremes eingesetzt werden

Die zugelassenen Anwendungsgebiete stehen in der Fachinformation des jeweiligen Präparats:

  • Betamethason (Creme und Salbe mit Betamethasondipropionat): Hauterkrankungen, bei denen stark wirksame Glucocorticoide zum Auftragen angezeigt sind, zum Beispiel Schuppenflechte (Psoriasis) und die Anfangsbehandlung des schweren atopischen Ekzems (Neurodermitis) [1].
  • Methylprednisolonaceponat (Creme): endogenes Ekzem (atopische Dermatitis, Neurodermitis), Kontaktekzem, degeneratives Ekzem und nummuläres Ekzem [3].
  • Clobetasol (Creme und Salbe): umschriebene, auf andere Behandlungen nicht ansprechende (therapieresistente) Plaques entzündlicher Hauterkrankungen, bei denen ein sehr stark wirksames Glucocorticoid angezeigt ist, zum Beispiel Schuppenflechte [5].
  • Triamcinolon (Creme): Hauterkrankungen sowie allergische oder unspezifische Entzündungen, die auf eine örtliche Cortison-Behandlung ansprechen und bei denen ein mittelstark wirksames Mittel angezeigt ist, zum Beispiel akute und chronische Ekzemformen und Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) [7].

Laut IQWiG eignen sich Cortison-Präparate zum Auftragen vor allem für entzündliche Hauterkrankungen wie Neurodermitis, andere Ekzeme oder Schuppenflechte. Bei vielen anderen Hautkrankheiten sind sie nutzlos oder schädlich: Akne, Rosazea und Infektionen wie Hautpilz können durch Cortison verstärkt werden; wichtig ist deshalb eine genaue Diagnose [15]. Wird eine Cortison-Creme bei anderen als den vorgesehenen Erkrankungen angewendet, kann sie laut Packungsbeilage von Methylprednisolonaceponat deren Anzeichen verschleiern und eine korrekte Diagnose und Behandlung behindern [4].

Bei Neurodermitis hängt die Wahl des Präparats laut IQWiG vom Alter, von der Stärke der Erkrankung und von der Körperregion ab. Starke und sehr starke Mittel kommen danach für ausgeprägte Ausschläge an Händen und Füßen oder stark verdickte Hautstellen in Frage; bei großflächigen Ausschlägen sollten sie vermieden werden [14].

Wirkstoffe der Gruppe

Diese Glucocorticoide zum Auftragen sind auf dieser Website mit einem geprüften Wirkstoff-Steckbrief beschrieben:

  • Betamethasonz. B. BetaGalen Creme, Celestamine N 0,5 liquidum, Diprosone Creme und SalbeHauterkrankungen wie Schuppenflechte; Anfangsbehandlung des schweren atopischen Ekzems (Creme, Salbe)
  • Clobetasolz. B. Dermoxin Creme, Dermoxin Salbe, Clobetasol acisHartnäckige, umschriebene Plaques entzündlicher Hauterkrankungen wie Schuppenflechte (Creme, Salbe)
  • Methylprednisolonaceponatz. B. Advantan 0,1 % Creme, MetiGalen LotionEkzeme wie Neurodermitis und Kontaktekzem (Creme zum Auftragen)
  • Triamcinolonz. B. Kortikoid-ratiopharm 0,1 % CremeEkzeme und Schuppenflechte (Creme); weitere Formen für Nase, Gelenke, Mund und zum Einnehmen

Die vier Präparate, auf denen die Wirkstoffseiten beruhen, sind laut Fachinformation verschreibungspflichtig [1, 3, 5, 7]. Nach IQWiG sind Cortison-Präparate rezeptpflichtig, mit einer Ausnahme: Schwach dosiertes Hydrocortison gibt es als Salbe oder Creme auch ohne Rezept in der Apotheke [14]. Mehr im Ratgeber rezeptfrei und apothekenpflichtig.

Creme, Salbe, Fettsalbe und andere Darreichungsformen

Betamethason und Clobetasol gibt es als Creme und Salbe, Methylprednisolonaceponat außerdem als Salbe und Fettsalbe [1, 3, 5]. Manche Wirkstoffe werden auch anders angewendet: Triamcinolon laut Embryotox unter anderem in der Nase, im Gelenk und zum Einnehmen, Mometason auch inhaliert und in der Nase [11, 12]. Mehr unter Schnupfenmittel (Nasensprays), Mometason (Nasenspray) und Asthma- und COPD-Medikamente.

Typische Nebenwirkungen

Mann um die sechzig sitzt auf dem Sofa und reibt sich eine weiße Creme in den Handrücken
Bild: KI-generiert

Die vollständige Liste steht in der Packungsbeilage Ihres Präparats und auf den Wirkstoffseiten. Die Fachinformationen nennen Beschwerden an der behandelten Haut und Sehstörungen; bei längerer oder großflächiger Anwendung können weitere Hautveränderungen und Wirkungen im ganzen Körper hinzukommen [1, 5, 7]. Wie die Produktinformationen der einzelnen Wirkstoffe ausgewählte Nebenwirkungen einstufen, zeigt die Tabelle; was die Angaben bedeuten, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Häufigkeit ausgewählter Nebenwirkungen je Wirkstoff: Angaben aus der Produktinformation
WirkstoffJuckreizHautausschlagAllergische ReaktionenAknePigmentstörungen der HautSehstörungen
BetamethasonSeltenSeltenSeltennicht genanntnicht genanntNicht bekannt
ClobetasolHäufigSehr seltenSehr seltenNicht bekanntSehr seltenSehr selten
MethylprednisolonaceponatHäufigGelegentlichGelegentlichSeltenNicht bekanntNicht bekannt
TriamcinolonGelegentlichGelegentlichGelegentlichGelegentlichGelegentlichNicht bekannt

Angaben aus der Packungsbeilage bzw. Fachinformation des jeweiligen Wirkstoffs; die Quellen stehen auf der Wirkstoffseite. "nicht genannt" heißt: Die Wirkstoffseite führt diese Beschwerde nicht als eigene Nebenwirkung auf. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats. Zeilen, die in der Produktinformation gesondert für Kinder oder Jugendliche aufgeführt sind, sind nicht berücksichtigt; sie stehen auf der Wirkstoffseite. Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website mit geprüftem Datensatz beschrieben sind.

Bei Betamethason stehen Steroidakne und Veränderungen der Hautfarbe in der Fachinformation ohne Häufigkeitsangabe unter den Veränderungen, die bei längerer oder großflächiger Anwendung nicht auszuschließen sind; die Tabelle zeigt dort deshalb "nicht genannt" [1]. Bei Triamcinolon gilt die Einstufung von Steroidakne und Pigmentverschiebungen laut Fachinformation für eine lang andauernde, großflächige Anwendung [7].

Brennen, Juckreiz und Reizungen an der behandelten Stelle

In klinischen Studien waren Brennen und Juckreiz an der Auftragsstelle laut Fachinformation von Methylprednisolonaceponat die am häufigsten aufgetretenen Nebenwirkungen [3]. Die Fachinformationen von Betamethason und Triamcinolon nennen Überempfindlichkeitsreaktionen, zum Beispiel Brennen, Juckreiz, Reizung, Trockenheit der Haut oder eine allergische Kontaktdermatitis [1, 7]. Laut Fachinformation von Clobetasol können örtliche Überempfindlichkeitsreaktionen den Beschwerden der Hauterkrankung ähneln [5]. Treten Anzeichen einer Überempfindlichkeit auf, soll die Behandlung laut den Packungsbeilagen von Betamethason und Clobetasol sofort abgebrochen werden, bei Betamethason laut Packungsbeilage auch bei Anzeichen einer Hautreizung [2, 6]. Auch Hilfsstoffe wie Cetylstearylalkohol oder Chlorocresol können die Haut reizen oder allergische Reaktionen auslösen [1, 5]. Mehr unter Arzneimittelallergie.

Hautverdünnung, Dehnungsstreifen und erweiterte Äderchen

Laut Fachinformation von Betamethason sind bei länger dauernder (über 3 bis 4 Wochen) oder großflächiger Anwendung (mehr als 20 Prozent der Körperoberfläche), besonders unter abdeckenden Verbänden oder in Hautfalten, unter anderem diese Veränderungen nicht auszuschließen: eine nicht rückbildungsfähige Ausdünnung der Haut (Hautatrophie), erweiterte kleine Hautgefäße (Teleangiektasien), Dehnungsstreifen (Striae), Steroidakne und Veränderungen der Hautfarbe [1]. Die Fachinformation von Triamcinolon nennt solche Veränderungen bei Anwendung länger als 4 Wochen auf mehr als 20 Prozent der Körperoberfläche [7]. Laut Packungsbeilage von Clobetasol kann eine Anwendung länger als 2 Wochen oder auf mehr als 10 Prozent der Körperoberfläche die Haut dünner machen [6].

Die größte Sorge ist laut IQWiG meist, dass die Haut durch Cortison dünner werden könnte. Vergleichende Studien liefern danach aber keine Hinweise darauf, dass die Haut dauerhaft dünner wird, wenn man Cortison-Präparate nur bei Bedarf einsetzt und richtig anwendet [14]. Wird die Behandlung bei Anzeichen von Hautveränderungen beendet, kann sich die Haut laut IQWiG erholen [15]. Bemerken Sie Veränderungen an den behandelten Hautstellen, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Mehr unter Akne und Pigmentstörungen der Haut.

Gesicht, Hautfalten und Augenlider

An dünnen Hautstellen wirkt Cortison laut IQWiG stärker, insbesondere im Gesicht, in den Gelenkbeugen, an den Augenlidern und an den Geschlechtsorganen [15]. Betamethason sollte laut Fachinformation im Gesicht nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden; die Anwendung am Augenlid ist generell zu vermeiden [1]. Clobetasol sollte nicht im Gesicht angewendet werden, weil das Gesicht besonders empfindlich für Hautverdünnung ist; wird es doch dort angewendet, ist die Dauer auf wenige Tage zu beschränken [5]. Triamcinolon soll im Gesicht und in Hautfalten nur kurzfristig und erst nach Ausschluss anderer Behandlungsmöglichkeiten angewendet werden [7]. Hautfalten und Windeln können laut Fachinformation von Methylprednisolonaceponat wie ein luftdicht abdeckender Verband wirken [3]. Rosazea und eine Entzündung der Haut um den Mund (periorale Dermatitis) sind bei allen vier Wirkstoffen dieser Seite Gegenanzeigen [1, 3, 5, 7].

Kinder

Kinder sind laut Fachinformation von Betamethason wegen des größeren Verhältnisses von Hautoberfläche zu Körpergewicht empfänglicher für Cortison-Wirkungen im ganzen Körper als Erwachsene; bei Kindern, die Corticosteroide äußerlich angewendet bekamen, wurden unter anderem eine Unterdrückung der Nebennierenrinden-Regelkreise, ein Cushing-Syndrom, Wachstumsverzögerung und eine Hirndrucksteigerung beobachtet [1]. Die Vorgaben der Fachinformationen: Betamethason bei Kindern nur kurzfristig (unter 2 Wochen) und kleinflächig (unter 10 Prozent der Körperoberfläche) [1]; die Creme mit Methylprednisolonaceponat wird unter 3 Jahren nicht empfohlen, bei älteren Kindern sollte die Anwendung im Allgemeinen 3 Wochen nicht überschreiten [3]; Clobetasol darf unter 3 Jahren nicht angewendet werden, bei Kindern von 3 bis 12 Jahren nur im Ausnahmefall und für wenige Tage [5]; laut Packungsbeilage Triamcinolon bei Kindern nicht auf mehr als 20 Prozent der Körperoberfläche und nicht länger als 4 Wochen [8]. Mehr im Ratgeber Medikamente bei Kindern.

Wirkungen im ganzen Körper

Die Nebenwirkungen, die für innerlich angewendete Corticosteroide berichtet werden, einschließlich einer eingeschränkten Funktion der Nebennierenrinde, können laut Fachinformation von Betamethason auch bei äußerlich angewendeten Corticosteroiden auftreten, besonders bei Kleinkindern und Kindern [1]. Als Risikofaktoren nennt die Fachinformation von Clobetasol unter anderem Wirkstärke und Dauer, große Flächen, luftdicht abschließende Bedingungen sowie dünne oder verletzte Haut. Sehr seltene Folgen einer Hemmung der Nebennierenrinde sind danach unter anderem cushingartige Erscheinungen wie ein Mondgesicht, eine verminderte Knochendichte, erhöhter Blutzucker und Bluthochdruck [5]. Nach IQWiG gelangt bei der Anwendung als Salbe oder Creme viel weniger Wirkstoff in den Körper als bei Tabletten; bei richtiger Anwendung ist das Risiko für schwere Nebenwirkungen danach sehr gering [14].

Sehstörungen

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) wies am 14. Juni 2017 darauf hin, dass nach Feststellung der europäischen Koordinierungsgruppe CMDh verschwommenes Sehen und eine zentrale seröse Chorioretinopathie ein Problem der gesamten Arzneimittelgruppe der Corticosteroide sind [13]. Die Fachinformationen aller vier Wirkstoffe dieser Seite schreiben, dass Sehstörungen auch bei örtlicher (topischer) Anwendung von Corticosteroiden auftreten können; mögliche Ursachen sind unter anderem Grauer Star (Katarakt), Grüner Star (Glaukom) oder seltene Erkrankungen wie die zentrale seröse Chorioretinopathie [1, 3, 5, 7]. Laut Fachinformation von Methylprednisolonaceponat kann sich ein Grüner Star auch nach Anwendung auf der Haut entwickeln, zum Beispiel in Augennähe [3]. Clobetasol darf am Auge, am Lid und in der Umgebung der Augen nicht angewendet werden [5]. Mehr unter Sehstörungen und Grüner Star.

Hautinfektionen

Virusinfektionen wie Herpes oder Windpocken sind bei allen vier Wirkstoffen dieser Seite Gegenanzeigen, ebenso Infektionen durch Bakterien oder Pilze (bei Clobetasol als "unbehandelte Infektionen der Haut") [1, 3, 5, 7]. Laut Fachinformation von Triamcinolon ist die Gefahr zusätzlicher Hautinfektionen unter Glucocorticoiden erhöht [7]. Örtliche Hautinfektionen können laut Fachinformation von Methylprednisolonaceponat möglicherweise verstärkt werden [3]. Breitet sich unter Clobetasol eine Infektion aus, ist die Cortison-Behandlung laut Fachinformation abzusetzen und die Infektion gezielt zu behandeln [5]. Mehr unter erhöhte Infektanfälligkeit, Lippenherpes und Gürtelrose.

Wichtige Wechselwirkungen

Die folgenden Wechselwirkungen beschreiben die Fach- und Gebrauchsinformationen; für Methylprednisolonaceponat sind laut Fachinformation bisher keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt [1, 3, 5, 6, 7]:

Wichtige Wechselwirkungen von Cortison-Cremes (Auswahl)
Zusammen mitWas passieren kann
Mittel, die das Abbauenzym CYP3A4 hemmen, zum Beispiel Ritonavir oder ItraconazolDer Abbau von Corticosteroiden wird gehemmt, mehr Wirkstoff gelangt in den Körper; wie bedeutsam das ist, hängt von Dosierung und Art der Anwendung des Corticosteroids und von der Stärke des Hemmstoffs ab (Fachinformationen von Clobetasol und Triamcinolon) [5, 7]
Andere cortisonhaltige Mittel zum Einnehmen oder Auftragen, Mittel zur Unterdrückung des ImmunsystemsDie gleichzeitige Anwendung mit Clobetasol kann zu schweren Infektionen führen [6]
Andere Arzneimittel bei langer oder großflächiger AnwendungWegen einer möglichen Aufnahme in den Körper sind laut Fachinformation von Triamcinolon die für Glucocorticoide bekannten Wechselwirkungen zu beachten [7]
Kondome und Diaphragmen aus Latex (bei Anwendung im Genital- oder Analbereich)Bestandteile wie Vaselin und Paraffin können die Reißfestigkeit von Kondomen vermindern (Betamethason, Clobetasol-Salbe, Triamcinolon) [1, 5, 7]; Hartfett in der Creme mit Methylprednisolonaceponat kann die Wirksamkeit von Latexprodukten verringern [3]

Die Liste ist nicht vollständig. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke, bevor Sie ein neues Mittel dazunehmen, auch ein rezeptfreies. Mehr im Ratgeber Wechselwirkungen; den Überblick behalten Sie mit dem Medikationsplan.

Wann Cortison-Cremes nicht oder nur mit Vorsicht angewendet werden

Die Fachinformationen aller vier Wirkstoffe dieser Seite nennen als Gegenanzeigen eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen Bestandteil, Tuberkulose und Syphilis (bei Betamethason und Clobetasol als Hautprozesse genannt), Virusinfektionen wie Windpocken, Impfreaktionen sowie Rosazea und periorale Dermatitis [1, 3, 5, 7]. Weitere Gegenanzeigen gelten nur für einzelne Wirkstoffe: gewöhnliche Akne (Acne vulgaris) bei Methylprednisolonaceponat und Clobetasol, Geschwüre und Hautkrankheiten mit verdünnter Haut bei Methylprednisolonaceponat [3, 5]; bei Clobetasol außerdem ausgedehnte Formen der chronisch-stationären Schuppenflechte, Juckreiz ohne Entzündung, Juckreiz am After und im Genitalbereich, Säuglinge und Kleinkinder unter 3 Jahren sowie die Anwendung am Auge und in seiner Umgebung [5].

Vorsicht verlangt die Fachinformation von Clobetasol unter anderem bei älteren Menschen, bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion, bei einer Stoffwechsellage, die einen Diabetes begünstigt, und in der Umgebung offener Beine [5, 6]. Neu auftretende oder sich verschlimmernde Knochenbeschwerden während der Behandlung sollten Sie laut Packungsbeilage von Clobetasol ansprechen [6]. Laut Fachinformation enthalten die Clobetasol-Creme und -Salbe, auf denen die Wirkstoffseite beruht, Paraffin: Während der Anwendung nicht rauchen und offenem Feuer fernbleiben, weil das Risiko schwerer Verbrennungen besteht; Kleidung, Bettwäsche und Verbände, die mit dem Mittel in Kontakt waren, brennen leichter [5]. Trifft ein Punkt auf Sie zu, besprechen Sie das mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Schwangerschaft und Stillzeit

Die Fachinformationen sind unterschiedlich streng. Betamethason darf im ersten Drittel der Schwangerschaft nicht angewendet werden, später nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abschätzung [1]. Laut Fachinformation von Methylprednisolonaceponat sollten im ersten Schwangerschaftsdrittel grundsätzlich keine cortisonhaltigen Zubereitungen zum Auftragen angewendet werden [3]. Clobetasol soll in der Schwangerschaft so weit wie möglich vermieden werden und, falls unbedingt erforderlich, so kurz und so kleinflächig wie möglich angewendet werden [5]. Triamcinolon-Creme ist in der Schwangerschaft laut Fachinformation kontraindiziert; ist eine Behandlung mit Glucocorticoiden zwingend notwendig, sind danach Substanzen wie Hydrocortison oder Prednisolon anzuwenden, weil sie im Mutterkuchen (Plazenta) zu unwirksamen Formen abgebaut werden [7]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Großflächige oder langfristige Anwendungen und abdeckende Verbände sind laut den Fachinformationen von Betamethason und Methylprednisolonaceponat in der Schwangerschaft zu vermeiden [1, 3].

Das Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité (Embryotox) geht nach einer örtlichen Anwendung von Betamethason oder Methylprednisolon von keinem erhöhten Risiko aus; eine örtliche Behandlung mit Triamcinolon darf danach nach individueller Risiko-Nutzen-Abwägung in allen Phasen der Schwangerschaft erfolgen [9, 10, 11]. Für eine Behandlung im ganzen Körper nennt Embryotox Prednison und Prednisolon als Mittel der Wahl [9, 10, 11]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Laut IQWiG fand eine Auswertung von Studien keinen Zusammenhang zwischen schwachen oder mittelstarken Cortison-Präparaten und Schwangerschaftskomplikationen; bei starken bis sehr starken gab es Hinweise auf ein geringeres Geburtsgewicht, vor allem bei größeren Mengen [14].

In der Stillzeit soll der Säugling laut den Fachinformationen von Betamethason, Clobetasol und Triamcinolon nicht mit den behandelten Hautstellen in Kontakt kommen [1, 5, 7]. Methylprednisolonaceponat und Clobetasol dürfen nicht im Brustbereich bzw. auf den Brüsten angewendet werden [3, 5]. Bei großflächiger oder langfristiger Anwendung sollen Betamethason und Triamcinolon laut Fachinformation in der Stillzeit nicht angewendet werden [1, 7]. Örtliche Anwendungen von Betamethason und Methylprednisolon werden laut Embryotox als "unbedenklich" für die Stillzeit angesehen, Triamcinolon kann danach unter anderem auf der Haut angewendet werden; nicht auf den Brüsten auftragen [9, 10, 11]. Mehr in den Ratgebern Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.

Absetzen

Sobald die Erkrankung unter Kontrolle ist, sollte die Behandlung mit Corticosteroiden zum Auftragen laut Fachinformation von Clobetasol schrittweise beendet und mit einer Hautpflege als Basistherapie fortgesetzt werden [5]. Ein plötzliches Absetzen kann danach die Hauterkrankung wieder aufflammen lassen (Rebound-Phänomen) und nach einer erhöhten Aufnahme in den Körper zu einer Unterfunktion der Nebennierenrinde führen [5]. Bei Schuppenflechte wurden laut Fachinformation von Clobetasol Rebound-Effekte, eine Gewöhnung (Toleranz), eine ausgedehnte pustulöse Form der Schuppenflechte und örtliche oder allgemeine Vergiftungserscheinungen berichtet; eine sorgfältige Überwachung ist deshalb wichtig [5]. Die Funktion der Nebennierenrinde normalisiert sich laut Fachinformation von Betamethason nach dem Absetzen im Allgemeinen vollständig und unmittelbar; selten können Absetzerscheinungen auftreten, die eine Cortison-Gabe mit Wirkung im ganzen Körper erfordern [1]. Wie die Behandlung beendet wird, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Setzen Sie das Mittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Mehr im Ratgeber Medikamente absetzen.

Unterschied zu Cortison-Tabletten und Calcineurin-Hemmern

Glucocorticoide zum Einnehmen wirken im ganzen Körper. Laut IQWiG haben Tabletten vor allem bei längerer Anwendung deutlich stärkere Nebenwirkungen als zum Beispiel Cremes, weil das Cortison über den Magen in den Blutkreislauf gelangt [15]. Mehr dazu auf der Seite Glucocorticoide.

Pimecrolimus und Tacrolimus sind cortisonfreie Mittel zum Auftragen bei Neurodermitis aus der Gruppe der Calcineurin-Antagonisten [14]. Sie kommen laut IQWiG in Frage, wenn es Gründe gegen Cortison gibt (etwa wenn Cortison die Beschwerden nicht ausreichend lindert oder nicht vertragen wird) oder für empfindliche Stellen wie Gesicht und Genitalien [14]. Dass sie seltener zu dünnerer Haut führen als Cortison-Präparate, ist laut IQWiG nicht belegt [14]. Mehr unter Pimecrolimus, Tacrolimus und Hautmittel.

Quellen

  1. Fachinformation Fachinformation DIPROSONE® Creme/Salbe 0,64 mg/g. Organon Healthcare GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 12.10.2026
  2. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation DIPROSONE® Creme 0,64 mg/g. Organon Healthcare GmbH. Stand 11/2022. abgerufen am 12.10.2026
  3. Fachinformation Fachinformation Advantan® 0,1% Creme. LEO Pharma A/S. Stand 09/2025. abgerufen am 12.10.2026
  4. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Advantan® 0,1% Creme. LEO Pharma A/S. Stand 09/2025. abgerufen am 12.10.2026
  5. Fachinformation Fachinformation Dermoxin Creme und Dermoxin Salbe 0,5 mg/1 g. GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG. Stand 01/2022. abgerufen am 12.10.2026
  6. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Dermoxin Creme 0,5 mg/1 g. GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG. Stand 08/2022. abgerufen am 12.10.2026
  7. Fachinformation Fachinformation Kortikoid-ratiopharm® 0,1 % Creme. ratiopharm GmbH. Stand 09/2024. abgerufen am 12.10.2026
  8. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Kortikoid-ratiopharm® 0,1 % Creme. ratiopharm GmbH. Stand 09/2024. abgerufen am 12.10.2026
  9. Embryotox Embryotox: Betamethason. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
  10. Embryotox Embryotox: Methylprednisolon. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
  11. Embryotox Embryotox: Triamcinolon. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
  12. Embryotox Embryotox: Mometason. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
  13. Behörde Risikoinformation: Kortikosteroide, Nebenwirkungen am Auge (PSUSA-Verfahren Budesonid, Position der Koordinierungsgruppe CMDh). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 14.06.2017. abgerufen am 12.10.2026
  14. Neurodermitis: Kortison und andere Medikamente zum Auftragen. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 20.01.2021. abgerufen am 12.10.2026
  15. Kortison richtig anwenden und Nebenwirkungen vermeiden. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 16.06.2021. abgerufen am 12.10.2026

Häufige Fragen

Was sind Cortison-Cremes und wofür werden sie eingesetzt?

Cortison-Cremes und -Salben enthalten ein Glucocorticoid, zum Beispiel Betamethason, Methylprednisolonaceponat, Clobetasol oder Triamcinolon. Sie wirken entzündungshemmend, lindern Juckreiz und verengen die Blutgefäße. Eingesetzt werden sie vor allem bei entzündlichen Hauterkrankungen wie Neurodermitis, anderen Ekzemen und Schuppenflechte. Bei Akne, Rosazea oder Hautpilz können sie die Beschwerden laut IQWiG verstärken.

Welche Wirkstärken gibt es?

Nach IQWiG werden die Wirkstoffe grob in vier Klassen eingeteilt: schwach, mittelstark, stark und sehr stark. Triamcinolon ist laut Fachinformation mittelstark, Methylprednisolonaceponat stark und Clobetasol sehr stark wirksam; Betamethason nennt das IQWiG als Beispiel für starke Mittel. Wie stark ein Präparat wirkt, hängt laut IQWiG außerdem von Hautstelle, Grundlage und Anwendung ab. In Salben wirkt Cortison danach stärker als in Cremes oder Lotionen.

Macht Cortison-Creme die Haut dünn?

Das ist möglich. Laut Fachinformationen sind bei längerer oder großflächiger Anwendung, besonders unter abdeckenden Verbänden oder in Hautfalten, unter anderem Hautverdünnung, erweiterte Äderchen und Dehnungsstreifen nicht auszuschließen. Nach IQWiG liefern vergleichende Studien keine Hinweise darauf, dass die Haut dauerhaft dünner wird, wenn Cortison-Präparate nur bei Bedarf und richtig angewendet werden. Bemerken Sie Hautveränderungen, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Darf ich Cortison-Creme im Gesicht anwenden?

Nur nach ärztlicher Anweisung. Die Gesichtshaut ist dünn und nimmt mehr Wirkstoff auf. Betamethason sollte im Gesicht nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden, Triamcinolon nur kurzfristig, und Clobetasol sollte im Gesicht nicht angewendet werden (wenn doch, dann höchstens wenige Tage). Rosazea und eine Entzündung der Haut um den Mund (periorale Dermatitis) sind Gegenanzeigen.

Dürfen Kinder mit Cortison-Creme behandelt werden?

Das hängt vom Wirkstoff ab und erfordert besondere Vorsicht, denn Kinderhaut nimmt mehr Wirkstoff auf. Die Fachinformationen begrenzen Dauer und Fläche je nach Wirkstoff; Clobetasol darf unter 3 Jahren nicht angewendet werden und bei Kindern von 3 bis 12 Jahren nur im Ausnahmefall und für wenige Tage, die Creme mit Methylprednisolonaceponat wird unter 3 Jahren nicht empfohlen. Windeln können wie ein luftdicht abschließender Verband wirken. Wie lange und wo die Creme aufgetragen wird, legt die Ärztin oder der Arzt fest.

Kann eine Cortison-Creme den Augen schaden?

Sehstörungen können laut den Fachinformationen auch bei der Anwendung von Corticosteroiden auf der Haut auftreten; das BfArM wies 2017 auf verschwommenes Sehen als Problem der ganzen Arzneimittelgruppe hin. Ein Grüner Star kann sich laut Fachinformation zum Beispiel nach Anwendung in Augennähe entwickeln. Wenn Sie verschwommen sehen oder andere Sehstörungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Darf ich in der Schwangerschaft oder Stillzeit eine Cortison-Creme verwenden?

Nur nach ärztlicher Abwägung, denn die Fachinformationen sind unterschiedlich streng: Triamcinolon-Creme ist in der Schwangerschaft kontraindiziert, Betamethason im ersten Drittel. Embryotox geht nach örtlicher Anwendung von Betamethason oder Methylprednisolon von keinem erhöhten Risiko aus. In der Stillzeit soll die Creme nicht auf die Brüste aufgetragen werden und der Säugling nicht mit behandelter Haut in Kontakt kommen.

Kann ich die Cortison-Creme einfach absetzen?

Sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Laut Fachinformation von Clobetasol soll die Behandlung, sobald die Erkrankung unter Kontrolle ist, schrittweise beendet und mit Hautpflege fortgesetzt werden. Ein plötzliches Absetzen kann die Hauterkrankung danach wieder aufflammen lassen. Wird die Behandlung mit Methylprednisolonaceponat vorzeitig beendet, kann sich das Krankheitsbild laut Packungsbeilage verschlechtern.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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