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Betamethason: Nebenwirkungen und Wirkung

Betamethason ist ein stark wirksames, verschreibungspflichtiges Glukokortikoid (Kortison). Als Creme oder Salbe wird es bei Hauterkrankungen wie Schuppenflechte und zu Beginn der Behandlung eines schweren atopischen Ekzems aufgetragen. Selten kommt es zu Überempfindlichkeitsreaktionen wie Brennen oder Juckreiz. Bei längerer oder großflächiger Anwendung ist eine dauerhafte Ausdünnung der Haut nicht auszuschließen. Wegen einer möglichen Aufnahme des Wirkstoffs in den Körper begrenzt die Packungsbeilage Dauer und Fläche, für Kinder besonders streng.

Frau Mitte vierzig trägt an einem hellen Waschbecken eine dünne Schicht Creme auf ihren Handrücken auf
Bild: KI-generiert

Wofür wird Betamethason eingesetzt?

Betamethason ist ein Glukokortikoid, umgangssprachlich ein Kortison. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von DIPROSONE Creme und Salbe mit 0,64 mg Betamethasondipropionat je Gramm, einem verschreibungspflichtigen Präparat zur äußerlichen Anwendung [1, 2]. Es wird bei Hauterkrankungen angewendet, bei denen stark wirksame Kortisonpräparate zum Auftragen angezeigt sind, etwa bei Schuppenflechte und zu Beginn der Behandlung eines schweren atopischen Ekzems (Neurodermitis) [1, 2]. Betamethason gehört zu den Cortison-Cremes (topischen Glucocorticoiden).

Betamethason gibt es auch zum Einnehmen, etwa als Lösung (Celestamine N 0,5 liquidum). Sie wird zur Sofortbehandlung nach Bienen- oder Wespenstichen bei Insektengiftallergie und bei Erkrankungen angewendet, die eine Behandlung mit Glukokortikoiden im ganzen Körper notwendig machen [3]. Die Packungsbeilage weist unter anderem darauf hin, dass eine solche Behandlung zu einer Unterfunktion der Nebennierenrinde führen kann, die je nach Dosis und Dauer noch mehrere Monate, im Einzelfall länger als ein Jahr nach dem Absetzen anhalten kann; bei einer Langzeitbehandlung sollte die Ärztin oder der Arzt einen Kortikoid-Ausweis ausstellen. Zum vorgesehenen Behandlungsende legt die Ärztin oder der Arzt einen Plan zum Abbau der Dosis fest [3]. Mehr zu Kortison zum Einnehmen lesen Sie unter Glucocorticoide und Prednisolon. Alle weiteren Angaben auf dieser Seite gelten für Creme und Salbe.

Wie wirkt Betamethason?

Betamethasondipropionat ist ein stark wirksames, künstlich hergestelltes Glukokortikoid. Betamethason, ein Abkömmling des Prednisolon, hat eine hohe Glukokortikoid- und nur eine geringe Mineralokortikoid-Wirkung [2]. Auf der Haut wirkt es entzündungshemmend, lindert Juckreiz und verengt die Blutgefäße. Die Wirkung hält lange an [2].

Wie viel Wirkstoff durch die Haut in den Körper gelangt, hängt laut Fachinformation von der Wirkstärke, der Anwendungsdauer und der Größe der behandelten Fläche ab. Bei langer oder großflächiger Anwendung, bei geschädigter Hornschicht, in Hautfalten oder unter abdeckenden Verbänden können Mengen aufgenommen werden, die im ganzen Körper wirken; der Abbau erfolgt vor allem in der Leber [2].

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Packungsbeilage und Fachinformation geben nur für zwei Nebenwirkungen eine Häufigkeit an: Überempfindlichkeitsreaktionen sind selten, betreffen also bis zu 1 von 1.000 Behandelten; bei verschwommenem Sehen lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen ("nicht bekannt") [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Hautverdünnung und Langzeitfolgen: Ohne Häufigkeitsangabe nennen beide Dokumente Veränderungen bei längerer (über 3 bis 4 Wochen) oder großflächiger Anwendung (mehr als 20 Prozent der Körperoberfläche), besonders unter abdeckenden Verbänden oder in Hautfalten. Dann sind eine nicht rückbildungsfähige Ausdünnung der Haut (Hautatrophie), erweiterte Äderchen (Teleangiektasien), Dehnungsstreifen (Striae), Steroidakne, eine rosazeaartige Hautentzündung um den Mund, Veränderungen der Hautfarbe und vermehrte Behaarung nicht auszuschließen. Gelangt Wirkstoff in den Körper, sind auch eine Unterdrückung der Nebennierenrinden-Regelkreise und ein Cushing-Syndrom nicht auszuschließen [1, 2]. Mehr dazu unter Akne und Pigmentstörungen der Haut.

Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

  • HautÜberempfindlichkeitsreaktionen, z. B. Brennen, Juckreiz, Reizung, allergische Kontaktdermatitis, Trockenheit, Haarbalgentzündung (Follikulitis), Aufweichen der Haut (Mazeration), Sekundärinfektion, Schweißdrüsenfriesel (Miliaria)[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenJuckreizHautausschlag

Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Laut Fachinformation kann bei Sehstörungen eine augenärztliche Untersuchung nötig sein, um Ursachen wie einen Grauen Star (Katarakt), einen Grünen Star (Glaukom) oder eine seltene Netzhauterkrankung (zentrale seröse Chorioretinopathie) abzuklären, die nach der Anwendung von Kortikosteroiden gemeldet wurden [2]. Mehr dazu unter Sehstörungen.

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Frau Anfang sechzig sitzt morgens entspannt auf einer Gartenbank in der Sonne und hält eine Tasse Tee
Bild: KI-generiert

Dauer und Fläche begrenzen: Halten Sie sich an die verordnete Dauer und Fläche. Laut Packungsbeilage ist bei klinischer Besserung häufig ein schwächeres Kortisonpräparat zu empfehlen. Sinnvoll ist häufig eine sogenannte Tandem-Behandlung: einmal am Tag das Kortisonpräparat, nach 12 Stunden ein geeignetes wirkstofffreies Präparat zum Auftragen. Ebenso kann eine Intervallbehandlung im etwa wöchentlichen Wechsel mit einem wirkstofffreien Präparat geeignet sein [1, 2].

Hautreizungen: Treten Anzeichen einer Überempfindlichkeit oder Hautreizung auf, ist die Behandlung sofort abzubrechen; informieren Sie umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1, 2]. Die Creme enthält Cetylstearylalkohol, der örtliche Hautreizungen hervorrufen kann, und Chlorocresol, das allergische Reaktionen auslösen kann [1, 2]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.

Wechselwirkungen

Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen oder anwenden [1]. Die Fachinformation nennt als einzige Wechselwirkung einen Hinweis zu Kondomen: Wird die Creme im Genital- oder Analbereich angewendet, können die Hilfsstoffe Vaselin und Paraffin die Reißfestigkeit von Latexkondomen vermindern und damit ihre Sicherheit beeinträchtigen [1, 2].

Wechselwirkungen von Betamethason
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Kondome aus Latex (bei Anwendung im Genital- oder Analbereich)Vaselin und Paraffin können die Reißfestigkeit vermindern und damit die Sicherheit von Kondomen beeinträchtigen[1, 2]Bei Anwendung im Genital- oder Analbereich beachten

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wer Betamethason nicht oder nur mit Vorsicht anwenden sollte

Betamethason-Creme und -Salbe dürfen nicht bei Hautinfektionen durch Viren, Bakterien oder Pilze und nicht bei Rosazea angewendet werden [1, 2]. Im Gesicht ist besondere Vorsicht geboten, am Augenlid soll es generell nicht aufgetragen werden [1, 2]. Für Kinder gelten strengere Grenzen bei Dauer und Fläche; mehr dazu im Ratgeber Medikamente bei Kindern.

Nicht einnehmen bei

  • Allergie gegen Betamethasondipropionat, Chlorocresol oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
  • Spezifische Hautprozesse wie Hauttuberkulose oder Syphilis der Haut (Lues)[1, 2]
  • Virusinfektionen der Haut (Herpes simplex, Gürtelrose, Windpocken)[1, 2]
  • Durch Bakterien oder Pilze verursachte Hautinfektionen[1, 2]
  • Impfreaktionen[1, 2]
  • Rosazea und rosazeaartige Entzündung der Haut im Gesicht (periorale Dermatitis)[1, 2]
  • Erstes Drittel der Schwangerschaft[1, 2]

Besondere Vorsicht bei

  • Hautverdünnung und andere Hautveränderungen: Bei längerer (über 3 bis 4 Wochen) oder großflächiger Anwendung (mehr als 20 Prozent der Körperoberfläche), besonders unter abdeckenden Verbänden oder in Hautfalten, sind eine nicht rückbildungsfähige Ausdünnung der Haut (Hautatrophie), erweiterte Hautgefäße (Teleangiektasien), Dehnungsstreifen (Striae), Steroidakne, eine rosazeaartige Hautentzündung im Gesicht (periorale Dermatitis), Veränderungen der Hautfarbe und vermehrte Behaarung nicht auszuschließen, ebenso eine Aufnahme in den Körper mit dem Risiko einer Unterdrückung der Nebennierenrinden-Regelkreise und eines Cushing-Syndroms[1, 2]
  • Anwendungsdauer und Fläche: Eine Anwendung länger als 3 Wochen oder auf mehr als 20 Prozent der Körperoberfläche sollte vermieden werden, ebenso eine länger als 1 Woche dauernde Behandlung von mehr als 10 Prozent der Körperoberfläche; nicht unter abdeckenden Verbänden oder Pflastern anwenden[1, 2]
  • Gesicht, Augen und Schleimhäute: im Gesicht nur mit besonderer Vorsicht anwenden; Kontakt mit Augen und Schleimhäuten vermeiden, die Anwendung am Augenlid generell vermeiden[1, 2]
  • Kinder: nur kurzfristig (unter 2 Wochen) und kleinflächig (unter 10 Prozent der Körperoberfläche), weil die kindliche Haut mehr Wirkstoff aufnehmen kann. Bei Kindern und Jugendlichen wurden nach äußerlicher Anwendung von Kortikosteroiden eine Unterdrückung der Nebennierenrinden-Regelkreise, ein Cushing-Syndrom, Wachstumsverzögerung, verminderte Gewichtszunahme und eine Hirndrucksteigerung beobachtet[1, 2]
  • Nebenwirkungen, die von Kortison zum Einnehmen oder Spritzen bekannt sind, einschließlich einer eingeschränkten Nebennierenrindenfunktion, können auch bei Anwendung auf der Haut auftreten, besonders bei Kleinkindern und Kindern; laut Fachinformation sollten Behandelte mit hohen Dosen auf ausgedehnten Hautflächen regelmäßig kontrolliert werden[1, 2]
  • Hilfsstoffe der Creme: Cetylstearylalkohol kann örtlich begrenzte Hautreizungen (z. B. Kontaktdermatitis) hervorrufen, Chlorocresol allergische Reaktionen[1, 2]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage, Fachinformation und das Beratungszentrum Embryotox der Charité zu Schwangerschaft, Stillzeit, Verkehrstüchtigkeit und Anwendung sagen [1, 2, 4]. Packungsbeilage und Embryotox beurteilen die örtliche Anwendung in der Schwangerschaft unterschiedlich; beide Einschätzungen stehen in der Karte. Zu Alkohol enthalten Packungsbeilage und Fachinformation keinen Hinweis. Mehr zum Thema lesen Sie im Ratgeber Medikamente in der Stillzeit.

Schwangerschaft

Im ersten Drittel der Schwangerschaft darf Betamethason-Creme oder -Salbe nicht angewendet werden; später nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch die Ärztin oder den Arzt. Großflächige oder langfristige Anwendung und abdeckende Verbände sind in der Schwangerschaft zu vermeiden. Laut Fachinformation liegen keine hinreichenden Daten zu Schwangeren vor; Tierversuche zeigten eine Fortpflanzungsgiftigkeit.[1, 2]

Embryotox bewertet den Erfahrungsumfang als hoch und geht nach einer örtlichen Anwendung, wie bei anderen Glukokortikoiden, von keinem erhöhten Risiko aus; eine örtliche Behandlung unterliegt laut Embryotox keinen Einschränkungen. Für eine Behandlung im ganzen Körper sind laut Embryotox Prednison und Prednisolon Mittel der Wahl. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[4]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Zum Übergang in die Muttermilch liegen keine Daten vor; andere Glukokortikoide gehen in die Muttermilch über. Bei großflächiger oder langfristiger Anwendung sollte laut Packungsbeilage abgestillt werden, laut Fachinformation soll das Präparat dann in der Stillzeit nicht angewendet werden. Ein Kontakt des Säuglings mit den behandelten Hautpartien ist zu vermeiden.[1, 2]

Örtliche Anwendungen von Betamethason werden laut Embryotox als "unbedenklich" für die Stillzeit angesehen; es sollte aber nicht direkt auf Brüste oder Brustwarzen aufgetragen werden. Für eine Behandlung im ganzen Körper sind laut Embryotox in der Stillzeit Prednisolon und Prednison die Glukokortikoide der Wahl. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[4]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Autofahren und Maschinen

Keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.[1, 2]

Einnahme

Immer genau nach Absprache mit der Ärztin, dem Arzt oder der Apotheke dünn auf die erkrankten Hautstellen auftragen. Bei klinischer Besserung ist häufig ein schwächeres Kortisonpräparat zu empfehlen. Häufig ist eine Tandem-Behandlung sinnvoll (einmal am Tag die Creme, nach 12 Stunden ein geeignetes wirkstofffreies Präparat zum Auftragen); ebenso kann eine Intervallbehandlung im etwa wöchentlichen Wechsel mit einem wirkstofffreien Präparat geeignet sein. Eine vergessene Anwendung so bald wie möglich nachholen und dann den gewohnten Rhythmus einhalten. Nach dem ersten Öffnen 3 Monate haltbar.[1, 2]

Absetzen

Bei Zeichen einer chronischen Überdosierung (chronische Toxizität) wird ein schrittweises Absetzen empfohlen. Laut Fachinformation normalisiert sich die Funktion der Nebennierenrinde im Allgemeinen vollständig und unmittelbar nach dem Absetzen; selten können Absetzerscheinungen auftreten, die eine ergänzende Kortisongabe mit Wirkung im ganzen Körper (systemisch) erfordern.[1, 2]

Überdosierung

Übermäßige und zu lange Anwendung auf der Haut kann das Hypophysen-Nebennierenrinden-System unterdrücken und zu einer Unterfunktion der Nebennierenrinde führen; auch Zeichen einer überhöhten Kortisonanwendung einschließlich eines Cushing-Syndroms können auftreten. Informieren Sie dann sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Akute Beschwerden bilden sich in der Regel zurück.[1, 2]

Dosierung laut Packungsbeilage

Die Packungsbeilage nennt, wie oft die Creme aufgetragen wird, und begrenzt Dauer und Fläche der Anwendung, für Kinder besonders streng [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung. Wie Sie Betamethason anwenden, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].

Einnahme und Absetzen

Wenden Sie die Creme immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt an und tragen Sie sie dünn auf die erkrankten Hautstellen auf; nicht unter abdeckenden Verbänden oder Pflastern [1]. Eine vergessene Anwendung holen Sie so bald wie möglich nach und halten dann den gewohnten Rhythmus ein [1, 2]. Nach dem ersten Öffnen ist die Tube 3 Monate haltbar [1, 2].

Haben Sie die Creme versehentlich, in zu großer Menge oder zu lange angewendet, informieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Bei einer chronischen Überdosierung wird ein schrittweises Absetzen empfohlen. Laut Fachinformation normalisiert sich die Funktion der Nebennierenrinde im Allgemeinen vollständig und unmittelbar nach dem Absetzen; selten können Absetzerscheinungen auftreten, die eine ergänzende Kortisongabe mit Wirkung im ganzen Körper (systemisch) erfordern [1, 2].

Präparate mit Betamethason

Betamethason gibt es von mehreren Herstellern zum Auftragen auf die Haut und zum Einnehmen [1, 3, 4]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von DIPROSONE Creme und Salbe [1, 2]. Betamethason ist verschreibungspflichtig [2, 5]. Einen Überblick über Kortison zum Auftragen gibt die Seite Cortison-Cremes.

Präparate mit Betamethason
PräparatAnbieterHinweis
BetaGalen CremeGALENpharma GmbH1 mg/g Betamethasonvalerat; verschreibungspflichtig
Celestamine N 0,5 liquidumOrganon Healthcare GmbHLösung zum Einnehmen; verschreibungspflichtig; eigene Packungsbeilage
Diprosone Creme und SalbeOrganon Healthcare GmbH0,64 mg/g Betamethasondipropionat; verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation DIPROSONE Creme 0,64 mg/g. Organon Healthcare GmbH. Stand 11/2022. abgerufen am 11.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation DIPROSONE Creme/Salbe 0,64 mg/g. Organon Healthcare GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 11.10.2026
  3. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation CELESTAMINE N 0,5 liquidum (zum Einnehmen). Organon Healthcare GmbH. Stand 03/2024. abgerufen am 11.10.2026
  4. Embryotox Embryotox: Betamethason. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 11.10.2026
  5. Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Betamethason und seine Ester. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 11.10.2026

Häufige Fragen

Wie lange darf ich Betamethason-Creme anwenden?

Das legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Laut Packungsbeilage sollte eine Anwendung länger als 3 Wochen oder auf mehr als 20 Prozent der Körperoberfläche vermieden werden; das gilt auch für eine Behandlung von mehr als 10 Prozent der Körperoberfläche, die länger als 1 Woche dauert. Bei Besserung ist häufig ein schwächeres Kortisonpräparat zu empfehlen.

Macht Kortisoncreme mit Betamethason die Haut dünn?

Bei längerer (über 3 bis 4 Wochen) oder großflächiger Anwendung, besonders unter abdeckenden Verbänden oder in Hautfalten, ist laut Packungsbeilage eine nicht rückbildungsfähige Ausdünnung der Haut (Hautatrophie) nicht auszuschließen. Ebenso möglich sind erweiterte Äderchen, Dehnungsstreifen, Steroidakne und Veränderungen der Hautfarbe. Halten Sie sich deshalb an die verordnete Dauer und Fläche.

Darf ich Betamethason im Gesicht auftragen?

Im Gesicht sollte die Creme laut Packungsbeilage nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden, um Hautveränderungen zu vermeiden; die Anwendung am Augenlid ist generell zu vermeiden. Bei Rosazea und bei rosazeaartigen Entzündungen um den Mund (periorale Dermatitis) darf sie nicht angewendet werden.

Darf Betamethason-Creme bei Kindern verwendet werden?

Nur kurzfristig (unter 2 Wochen) und kleinflächig (unter 10 Prozent der Körperoberfläche), mit der geringsten noch wirksamen Dosis. Die kindliche Haut kann mehr Wirkstoff aufnehmen. Bei Kindern und Jugendlichen wurden nach äußerlicher Anwendung von Kortikosteroiden unter anderem Wachstumsverzögerung, ein Cushing-Syndrom und eine Hirndrucksteigerung beobachtet; eine sorgfältige Beobachtung wird empfohlen.

Darf ich Betamethason in der Schwangerschaft anwenden?

Laut Packungsbeilage nicht im ersten Drittel der Schwangerschaft; danach nur nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung und nicht großflächig, langfristig oder unter abdeckenden Verbänden. Das Beratungszentrum Embryotox geht nach örtlicher Anwendung von keinem erhöhten Risiko aus und sieht für eine örtliche Behandlung keine Einschränkungen. Besprechen Sie die Anwendung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Darf ich Betamethason in der Stillzeit verwenden?

Bei großflächiger oder langfristiger Anwendung soll das Präparat laut Fachinformation in der Stillzeit nicht angewendet werden; die Packungsbeilage rät in diesem Fall abzustillen. Der Säugling sollte nicht mit behandelten Hautstellen in Kontakt kommen. Embryotox sieht örtliche Anwendungen in der Stillzeit als "unbedenklich" an, rät aber, Betamethason nicht direkt auf Brüste oder Brustwarzen aufzutragen.

Darf ich die Creme unter einem Pflaster oder Verband auftragen?

Laut Packungsbeilage sollte die Creme nicht unter abdeckenden Verbänden (Okklusivbedingungen, etwa Pflaster) angewendet werden, weil dann mehr Wirkstoff in den Körper gelangen kann.

Gibt es Betamethason auch zum Einnehmen?

Ja, etwa als Lösung zum Einnehmen (Celestamine N 0,5 liquidum), zum Beispiel zur Sofortbehandlung nach Bienen- oder Wespenstichen bei Insektengiftallergie. Dafür gilt eine eigene Packungsbeilage mit eigenen Nebenwirkungen und Warnhinweisen; die Angaben auf dieser Seite betreffen Creme und Salbe.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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