MedikamenteWirkstoff

Mometason: Nebenwirkungen und Wirkung

Mometason ist ein Kortison-Wirkstoff (Glukokortikoid). Als Nasenspray lindert es Entzündung und Schwellung der Nasenschleimhaut bei Heuschnupfen, ganzjährigem Schnupfen und Nasenpolypen. Für Erwachsene mit ärztlich festgestelltem Heuschnupfen gibt es ihn rezeptfrei in der Apotheke, sonst auf Rezept. Häufige Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Nasenbluten und eine gereizte Nase. Bei Schwellungen im Gesicht oder Atemproblemen beenden Sie die Anwendung und holen sofort ärztliche Hilfe.

Mann in den Vierzigern steht auf einer sonnigen Wiese mit blühenden Gräsern im Frühsommer und atmet mit halb geschlossenen Augen ruhig durch die Nase ein
Bild: KI-generiert

Die häufigsten Nebenwirkungen

  • Häufig: Kopfschmerzen[1, 2]
  • Häufig: Niesen und Reizung oder Brennen in der Nase[1, 2]
  • Häufig: Nasenbluten (Epistaxis)[1, 2]
  • Sehr häufig: Bei Nasenpolypen und zweimal täglicher Anwendung: Nasenbluten (Epistaxis)[1, 2]
  • Häufig: Nasen- oder Halsschmerzen[1, 2]
  • Häufig: Geschwüre in der Nase (nasale Ulzeration)[1, 2]
  • Häufig: Atemwegsinfektion; laut Fachinformation Rachenentzündung (Pharyngitis) und Infektionen der oberen Atemwege[1, 2]

Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Wofür wird Mometason eingesetzt?

Mometasonfuroat gehört zu den Kortikosteroiden, umgangssprachlich Cortison. Als Nasenspray zählt es zu den Schnupfenmitteln und lindert Schwellung und Reizung der Nasenschleimhaut und damit Niesen, Jucken und eine verstopfte oder laufende Nase [1]. Mit anabolen Steroiden, die manche Sportler missbrauchen, ist es nicht zu verwechseln [1].

Das verschreibungspflichtige Nasenspray, auf dem diese Seite beruht, ist zugelassen für die Behandlung der Beschwerden von Heuschnupfen und ganzjährigem Schnupfen bei Erwachsenen und Kindern ab 3 Jahren sowie für die Behandlung von Nasenpolypen bei Erwachsenen ab 18 Jahren [1, 2]. Ganzjähriger Schnupfen kann laut Packungsbeilage etwa durch Hausstaubmilben, Tierhaare oder Federn ausgelöst werden, Heuschnupfen durch Pollen sowie Schimmel- und Pilzsporen [1]. Nasenpolypen sind kleine Wucherungen der Nasenschleimhaut, die normalerweise beide Nasenhöhlen betreffen [1].

Rezeptfrei in der Apotheke gibt es Mometason-Nasenspray nur für Erwachsene, deren Heuschnupfen zuerst von einer Ärztin oder einem Arzt festgestellt wurde [3, 6]. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie Heuschnupfen haben, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [3]. Mometason wird außerdem zum Inhalieren bei Asthma und auf der Haut bei Hauterkrankungen angewendet; dafür gelten eigene Packungsbeilagen [5]. Mehr über Allergien lesen Sie auf der Seite Allergie.

Wie wirkt Mometason?

In die Nase gesprüht, wirkt Mometasonfuroat dort entzündungshemmend, und zwar in Dosierungen, die im übrigen Körper nicht wirksam sind [2]. Die antiallergische und entzündungshemmende Wirkung beruht wahrscheinlich darauf, dass es die Freisetzung von Botenstoffen allergischer Reaktionen hemmt, etwa von Leukotrienen aus weißen Blutkörperchen [2]. Bei Nasenpolypen führt die verminderte Entzündung dazu, dass die Polypen allmählich schrumpfen; dadurch lässt das Gefühl einer verstopften Nase nach [1].

Bei manchen Menschen lindert das Spray die Beschwerden schon 12 Stunden nach der ersten Dosis; die volle Wirkung kann aber erst nach 2 Tagen zu spüren sein [1]. Weniger als 1 Prozent des Wirkstoffs gelangt aus dem Nasenspray in den Blutkreislauf; die kleine Menge, die verschluckt und aufgenommen wird, baut die Leber großenteils schon beim ersten Durchgang ab [2].

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage und Fachinformation des Nasensprays eine Häufigkeit angeben. "Sehr häufig" heißt: mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bis zu 1 von 10; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1, 2]. Die meisten Menschen haben laut Packungsbeilage nach der Anwendung keine Probleme [1]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Laut Fachinformation war Nasenbluten in Studien zum allergischen Schnupfen gewöhnlich leicht und hörte von selbst auf; es kam häufiger vor als unter einem Scheinmedikament (Placebo) [2]. Bei Kindern waren Nebenwirkungen wie Nasenbluten, Kopfschmerzen, Reizung der Nasenschleimhaut und Niesen in Studien ähnlich häufig wie unter Placebo [2]. Werden Kortison-Nasensprays in hohen Dosen über lange Zeit angewendet, können Nebenwirkungen durch den Wirkstoff auftreten, der in den Körper gelangt [1].

Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • NervensystemKopfschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Kopfschmerzen
  • AtemwegeNiesen und Reizung oder Brennen in der Nase[1, 2]
  • AtemwegeNasenbluten (Epistaxis)[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
  • AtemwegeNasen- oder Halsschmerzen[1, 2]
  • AtemwegeGeschwüre in der Nase (nasale Ulzeration)[1, 2]
  • InfektionenAtemwegsinfektion; laut Fachinformation Rachenentzündung (Pharyngitis) und Infektionen der oberen Atemwege[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Infektanfälligkeit

Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben

  • ImmunsystemÜberempfindlichkeitsreaktionen einschließlich schwerer allergischer (anaphylaktischer) Reaktionen, Schwellungen (Angioödem), Verkrampfung der Bronchien (Bronchospasmus) und Atemnot (Dyspnoe)[2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenSchwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenAtemnot
  • AugenAnstieg des Augeninnendrucks (Glaukom) und/oder Grauer Star (Katarakt) mit Beeinträchtigung des Sehvermögens[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
  • AugenVerschwommenes Sehen[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
  • AtemwegeSchädigung der Nasenscheidewand; laut Fachinformation Durchbruch der Nasenscheidewand (Nasenseptumperforation)[1, 2]
  • AtemwegeSchwierigkeiten beim Atmen und/oder pfeifendes Atemgeräusch (Giemen)[1, 2]Mehr dazu: Atemnot
  • Magen und DarmVeränderungen des Geschmacks- oder Geruchssinns[1, 2]Mehr dazu: Geschmacksstörungen

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Nach der Anwendung können sofortige allergische Reaktionen auftreten, die heftig sein können. Beenden Sie dann die Anwendung und suchen Sie sofort ärztliche Hilfe [1]. Laut Fachinformation können unter Kortikosteroiden Sehstörungen auftreten; Ursachen können unter anderem Grauer Star, Grüner Star oder seltene Erkrankungen wie die zentrale seröse Chorioretinopathie sein; eine Überweisung in die Augenarztpraxis ist zu erwägen [2]. Mehr zum Thema auf der Seite Sehstörungen.

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Frau in den Fünfzigern sitzt zu Hause auf dem Sofa und hält ein weiches Taschentuch an die Nase, den Kopf leicht nach vorn geneigt
Bild: KI-generiert

Nasenbluten, Brennen und Reizung in der Nase: Richten Sie das Nasenstück beim Sprühen auf die Seite des Nasenlochs und nicht auf die Mitte (die Nasenscheidewand), so wie es die Packungsbeilage beschreibt [1, 3]. Bei einer andauernden Reizung von Nase oder Rachen sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; laut Fachinformation empfiehlt es sich dann, das Spray abzusetzen [1, 2]. Der enthaltene Hilfsstoff Benzalkoniumchlorid kann die Nasenschleimhaut reizen oder anschwellen lassen, vor allem bei längerer Anwendung [1].

Kopfschmerzen: Sie gehören zu den häufigen Nebenwirkungen [1, 2]. Halten sie an oder belasten sie Sie, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke. Mehr dazu auf der Seite Kopfschmerzen.

Juckende oder gereizte Augen: Das Nasenspray lindert vor allem die Beschwerden der Nase. Jucken Ihre Augen oder sind sie gereizt, kann Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt zusätzlich zum Nasenspray andere Behandlungen empfehlen [1, 2]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.

Wechselwirkungen

Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über alle Arzneimittel, die Sie anwenden oder vor Kurzem angewendet haben, auch über rezeptfreie [1]. Einige Arzneimittel können die Wirkungen von Mometason verstärken, darunter bestimmte Mittel gegen HIV wie Ritonavir und Cobicistat; Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird Sie dann möglicherweise sorgfältig überwachen [1, 2]. Wenden Sie wegen einer Allergie Kortison zum Einnehmen oder als Spritze an, rät Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt möglicherweise, es mit Beginn der Behandlung zu beenden [1].

Wechselwirkungen von Mometason
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Bestimmte Arzneimittel gegen HIV wie Ritonavir oder Cobicistat (CYP3A-Hemmer)Können die Wirkungen von Mometason verstärken; laut Fachinformation erhöhtes Risiko für Kortison-Nebenwirkungen im ganzen Körper[1, 2]Kombination laut Fachinformation vermeiden, außer der Nutzen überwiegt; dann ärztliche Überwachung
Kortison zum Einnehmen oder zur Injektion, etwa gegen AllergienDie Ärztin oder der Arzt rät möglicherweise, es mit Beginn der Behandlung zu beenden; danach können Gelenk- oder Muskelschmerzen, Schwäche oder Depression auftreten oder andere Allergien zum Vorschein kommen[1, 2]Umstellung laut Fachinformation nur unter sorgfältiger Überwachung; bei Beschwerden ärztlichen Kontakt aufnehmen
Loratadin (Mittel gegen Allergien)In einer Studie wurden keine Wechselwirkungen beobachtet[2]Andere Arzneimittel immer angeben

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wer Mometason nicht oder nur mit Vorsicht anwenden sollte

Haben Sie eine unbehandelte Infektion in der Nase, etwa Herpes, oder hatten Sie vor Kurzem eine Operation oder Verletzung an der Nase, dürfen Sie das Spray nicht anwenden, bis die Infektion abgeklungen bzw. die Nase abgeheilt ist [1, 2]. Bei Tuberkulose, anderen Infektionen, Mukoviszidose oder wenn Sie zusätzlich Kortison zum Einnehmen oder als Spritze anwenden, sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke [1].

Nicht einnehmen bei

  • Allergie gegen Mometasonfuroat oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
  • Unbehandelte Infektion in der Nase, etwa Herpes, sie kann sich verschlimmern; mit der Anwendung warten, bis die Infektion abgeklungen ist[1, 2]
  • Kürzliche Operation an der Nase oder Verletzung der Nase, mit der Anwendung erst beginnen, wenn die Nase abgeheilt ist[1, 2]
  • Rezeptfreies Heuschnupfenspray: Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren[3]

Besondere Vorsicht bei

  • Tuberkulose, auch wenn sie früher bestand[1, 2]
  • Andere Infektionen; die Fachinformation nennt unbehandelte Pilzinfektionen, bakterielle Infektionen oder Virusinfektionen des ganzen Körpers (systemische Virusinfektionen)[1, 2]
  • Gleichzeitige Anwendung anderer kortikosteroidhaltiger Arzneimittel zum Einnehmen oder zur Injektion[1, 2]
  • Zystische Fibrose (Mukoviszidose); bei Polypen im Zusammenhang mit zystischer Fibrose wurden Sicherheit und Wirksamkeit laut Fachinformation nicht untersucht[1, 2]
  • Infektion der Nase oder des Rachens, andauernde Reizung von Nase oder Rachen oder Anwendung über mehrere Monate oder länger: mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen; laut Fachinformation wird die Nasenschleimhaut bei mehrmonatiger Behandlung regelmäßig untersucht[1, 2]
  • Hohe Dosen über lange Zeit: Nebenwirkungen durch den in den Körper aufgenommenen Wirkstoff möglich; laut Fachinformation etwa Cushing-Syndrom, Unterdrückung der Nebennierenrindenfunktion, Wachstumsverzögerung bei Kindern und Jugendlichen, Grauer Star, Grüner Star und seltener Auswirkungen auf Psyche und Verhalten wie Hyperaktivität, Schlafstörungen, Angst, Depression oder Aggression (besonders bei Kindern)[1, 2]
  • Kinder in Langzeitbehandlung: Die Größe sollte regelmäßig kontrolliert und die Ärztin oder der Arzt informiert werden, wenn das Kind nicht ausreichend wächst[1, 2]
  • Durchbruch der Nasenscheidewand (Nasenseptumperforation): Anwendung laut Fachinformation nicht empfohlen[2]
  • Einseitige Polypen mit ungewöhnlichem oder unregelmäßigem Aussehen, Geschwüren oder Blutungen: laut Fachinformation weitere Abklärung nötig[2]
  • Benzalkoniumchlorid (20 Mikrogramm je Sprühstoß) kann die Nasenschleimhaut reizen oder anschwellen lassen, vor allem bei längerer Anwendung[1, 2]

Autofahren, Schwangerschaft, Stillzeit

Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage, Fachinformation und das Beratungszentrum Embryotox der Charité zu Alltag, Schwangerschaft und Stillzeit sagen; dazu kommen die Grenzen der rezeptfreien Anwendung [1, 2, 3, 5, 6]. Allgemeine Hinweise finden Sie im Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.

Schwangerschaft

Zur Anwendung bei Schwangeren gibt es fast keine Informationen; fragen Sie vor der Anwendung Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke. Laut Fachinformation sollte das Nasenspray wie andere nasale Kortikosteroide in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der mögliche Nutzen für die Mutter jedes mögliche Risiko für Mutter und Kind rechtfertigt; Säuglinge von Müttern, die in der Schwangerschaft Kortikosteroide erhalten haben, werden sorgfältig auf eine Unterfunktion der Nebennieren untersucht.[1, 2]

Laut Embryotox kann Mometason als Nasenspray bei entsprechender Indikation sowohl bei Planung als auch während der Schwangerschaft eingesetzt werden. In einer kanadischen Studie mit mehr als 1.000 Schwangeren, die es im ersten Schwangerschaftsdrittel als Nasenspray anwendeten, war das Fehlbildungsrisiko nicht signifikant erhöht. Zur Asthmabehandlung sollten in der Schwangerschaft besser untersuchte Wirkstoffe wie Budesonid oder Beclometason bevorzugt werden. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[5]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Ob Mometasonfuroat in die Muttermilch übergeht, ist nicht bekannt. Laut Fachinformation wird unter Abwägung des Nutzens des Stillens für das Kind und des Nutzens der Behandlung für die Frau entschieden, ob abgestillt oder die Behandlung unterbrochen bzw. nicht begonnen wird.[1, 2]

Laut Embryotox kann Mometason in der Stillzeit inhalativ, als Nasenspray oder auf der Haut angewendet werden; Berichte über Beschwerden bei gestillten Säuglingen liegen nicht vor. Auf die Brust sollte es nicht aufgetragen werden.[5]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Autofahren und Maschinen

Über einen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen sind laut Packungsbeilage keine Informationen bekannt. Laut Fachinformation des verschreibungspflichtigen Nasensprays hat es keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss; die Fachinformation des rezeptfreien Heuschnupfensprays gibt den Einfluss als nicht bekannt an.[1, 2, 3, 4]

Einnahme

Vor der ersten Anwendung die Flasche gut schütteln und das Spray 10-mal betätigen, bis ein feiner Sprühnebel entsteht; nach einer Pause von 14 Tagen oder länger erneut 2-mal. Vor jeder Anwendung schütteln und die Nase reinigen, den Kopf leicht nach vorn neigen, die Flasche aufrecht halten und das Nasenstück auf die Seite des Nasenlochs richten, nicht auf die Nasenscheidewand. Beim leichten Einatmen durch die Nase sprühen, danach durch den Mund ausatmen.[1, 3]

Regelmäßig anwenden, um die volle Wirkung zu erreichen. Anwendung vergessen: nachholen, sobald Sie es bemerken, und dann wie bisher fortfahren; nicht die doppelte Menge anwenden.[1, 3]

Nasenstück und Schutzkappe regelmäßig in warmem Wasser reinigen, unter fließendem Wasser abspülen und trocknen lassen; die Austrittsöffnung nicht mit einer Nadel oder einem spitzen Gegenstand öffnen. Das Nasenspray innerhalb von 8 Wochen nach Anbruch aufbrauchen.[1, 3]

Höchstmenge in der Selbstmedikation

Rezeptfreies Heuschnupfenspray, nur für Erwachsene ab 18 Jahren mit ärztlich festgestelltem Heuschnupfen: empfohlen ist einmal täglich zwei Sprühstöße in jede Nasenöffnung; sind die Beschwerden unter Kontrolle, kann die Ärztin oder der Arzt raten, auf einmal täglich einen Sprühstoß in jede Nasenöffnung zu verringern. Nicht höher dosieren, nicht häufiger und nicht länger anwenden als angegeben.[3]

Bessern sich die Beschwerden nach 14 Tagen nicht oder fühlen Sie sich schlechter, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Ohne ärztlichen Rat nicht länger als 3 Monate anwenden.[3]

Rezeptfrei ist Mometasonfuroat zur Anwendung in der Nase laut Arzneimittelverschreibungsverordnung nur für Erwachsene bei Heuschnupfen nach ärztlicher Erstdiagnose, mit einer Tagesdosis bis 200 Mikrogramm.[6]

Absetzen

Hören Sie nicht mit der Behandlung auf, auch wenn Sie sich besser fühlen, außer Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hat es empfohlen. Am Ende der Pollensaison sollten sich die Heuschnupfenbeschwerden bessern, sodass eine Behandlung dann nicht mehr erforderlich sein sollte.[1]

Laut Fachinformation empfiehlt es sich, das Spray bei anhaltender Reizung im Nasen-Rachen-Raum abzusetzen; bei einer Pilzinfektion von Nase oder Rachen kann ein Absetzen oder eine Behandlung erforderlich sein.[2]

Überdosierung

Haben Sie versehentlich eine größere Menge angewendet, teilen Sie es Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt mit. Über lange Zeit oder in großen Mengen angewendet, können Steroide in seltenen Fällen einige Hormone beeinflussen; bei Kindern kann dies Wachstum und Entwicklung beeinflussen. Laut Fachinformation ist eine Behandlung nicht erforderlich, weil weniger als 1 Prozent des Wirkstoffs in den Blutkreislauf gelangt; es genügt, zu beobachten und dann mit der verordneten Dosis weiterzumachen.[1, 2]

Dosierung laut Packungsbeilage

Die Packungsbeilage des verschreibungspflichtigen Nasensprays nennt Dosen für Heuschnupfen und ganzjährigen Schnupfen (getrennt für Erwachsene und Kinder) sowie für Nasenpolypen; die Packungsbeilage des rezeptfreien Heuschnupfensprays nennt die Dosis für Erwachsene [1, 3]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder; sie ersetzt nicht die Verordnung. Wenden Sie das Spray nicht in höherer Dosierung, häufiger oder länger an als angegeben bzw. verordnet [1, 3].

Anwendung und Absetzen

Vor der ersten Anwendung schütteln Sie die Flasche und betätigen das Spray 10-mal, bis ein feiner Sprühnebel entsteht. Nach einer Pause von 14 Tagen oder länger müssen Sie es erneut vorbereiten, indem Sie es 2-mal betätigen. Vor jeder Anwendung schütteln Sie die Flasche und reinigen die Nase. Dann verschließen Sie ein Nasenloch, neigen den Kopf leicht nach vorn, führen das Nasenstück in das andere Nasenloch ein und sprühen, während Sie leicht durch die Nase einatmen; danach atmen Sie durch den Mund aus [1, 3]. Reinigen Sie das Nasenstück regelmäßig, weil das Spray sonst unter Umständen nicht einwandfrei funktioniert, und brauchen Sie es innerhalb von 8 Wochen nach Anbruch auf [1].

Wenden Sie das Spray regelmäßig an. Hören Sie nicht mit der Behandlung auf, auch wenn Sie sich besser fühlen, außer Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hat es empfohlen. Am Ende der Pollensaison sollten sich die Heuschnupfenbeschwerden bessern, sodass eine Behandlung dann nicht mehr erforderlich sein sollte [1]. Wechseln Sie nach einer Langzeitbehandlung mit Kortison zum Einnehmen oder als Spritze auf das Nasenspray, ist laut Fachinformation eine sorgfältige Überwachung nötig, weil die Nebennierenrinde einige Monate brauchen kann, bis sie wieder ausreichend arbeitet [2].

Präparate mit Mometason

Mometason-Nasenspray gibt es auf Rezept; Erwachsene mit ärztlich festgestelltem Heuschnupfen bekommen es auch rezeptfrei. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Mometasonfuroat-ratiopharm 50 Mikrogramm/Sprühstoß Nasenspray; für die rezeptfreie Anwendung zusätzlich die Unterlagen von Mometason-ratiopharm Heuschnupfenspray [1, 2, 3, 4]. Für andere Mittel, etwa Nasensprays mit Xylometazolin oder Tabletten mit Cetirizin, gelten eigene Packungsbeilagen.

Präparate mit Mometason
PräparatAnbieterHinweis
Mometason-ratiopharm Heuschnupfensprayratiopharm GmbHNasenspray, Suspension, nur für Erwachsene; apothekenpflichtig
Mometasonfuroat AbZ 50 Mikrogramm/Sprühstoß NasensprayAbZ-Pharma GmbHNasenspray, Suspension; verschreibungspflichtig
Mometasonfuroat-ratiopharm 50 Mikrogramm/Sprühstoß Nasensprayratiopharm GmbHverschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Mometasonfuroat-ratiopharm 50 Mikrogramm/Sprühstoß Nasenspray, Suspension (verschreibungspflichtig). ratiopharm GmbH. Stand 05/2023. abgerufen am 10.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation Mometasonfuroat-ratiopharm 50 Mikrogramm/Sprühstoß Nasenspray, Suspension (verschreibungspflichtig). ratiopharm GmbH. Stand 05/2023. abgerufen am 10.10.2026
  3. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Mometason-ratiopharm Heuschnupfenspray 50 Mikrogramm/Sprühstoß (rezeptfrei). ratiopharm GmbH. Stand 02/2025. abgerufen am 10.10.2026
  4. Fachinformation Fachinformation Mometason-ratiopharm Heuschnupfenspray 50 Mikrogramm/Sprühstoß (rezeptfrei). ratiopharm GmbH. Stand 08/2023. abgerufen am 10.10.2026
  5. Embryotox Embryotox: Mometason. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
  6. Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Mometason und seine Ester. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 10.10.2026

Häufige Fragen

Gibt es Mometason-Nasenspray ohne Rezept?

Ja, in der Apotheke als Nasenspray für Erwachsene zur Behandlung von Heuschnupfen, aber nur, wenn der Heuschnupfen zuerst von einer Ärztin oder einem Arzt festgestellt wurde. Für Kinder ab 3 Jahren, bei ganzjährigem Schnupfen und bei Nasenpolypen ist Mometason-Nasenspray verschreibungspflichtig. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie Heuschnupfen haben, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Wie lange darf ich Mometason-Nasenspray anwenden?

Für das rezeptfreie Heuschnupfenspray gilt laut Packungsbeilage: Bessern sich die Beschwerden nach 14 Tagen nicht oder fühlen Sie sich schlechter, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; ohne ärztlichen Rat sollten Sie es nicht länger als 3 Monate anwenden. Bei verordnetem Nasenspray legt die Ärztin oder der Arzt die Dauer fest. Sprechen Sie mit ihr oder ihm, wenn Sie das Spray über mehrere Monate oder länger anwenden.

Wann wirkt Mometason?

Bei manchen Menschen lindert das Nasenspray die Beschwerden schon 12 Stunden nach der ersten Dosis; die volle Wirkung kann aber erst nach 2 Tagen zu spüren sein. Wenden Sie das Spray deshalb regelmäßig an. Bei starkem Heuschnupfen kann die Ärztin oder der Arzt raten, schon ein paar Tage vor der Pollensaison zu beginnen.

Kann Mometason Nasenbluten verursachen?

Ja. Nasenbluten gehört zu den häufigen Nebenwirkungen, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten. Bei Menschen mit Nasenpolypen, die das Spray zweimal täglich anwendeten, trat es sehr häufig auf, also bei mehr als 1 von 10. Laut Fachinformation war das Nasenbluten in Studien gewöhnlich leicht und hörte von selbst auf. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke, wenn es Sie belastet.

Ist Mometason-Nasenspray Cortison?

Ja, Mometasonfuroat gehört zu den Kortikosteroiden, umgangssprachlich Cortison. Mit den anabolen Steroiden, die manche Sportler missbrauchen, ist es nicht zu verwechseln. In die Nase gesprüht wirkt es vor allem örtlich: Weniger als 1 Prozent des Wirkstoffs gelangt in den Blutkreislauf. In hohen Dosen über lange Zeit sind trotzdem Nebenwirkungen im ganzen Körper möglich, etwa ein verlangsamtes Wachstum bei Kindern.

Darf ich Mometason-Nasenspray in der Schwangerschaft anwenden?

Laut Packungsbeilage gibt es fast keine Informationen zur Anwendung bei Schwangeren. Wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten, fragen Sie vor der Anwendung Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke um Rat. Nach Bewertung des Beratungszentrums Embryotox der Charité kann Mometason als Nasenspray bei entsprechender Indikation sowohl bei Planung als auch während der Schwangerschaft eingesetzt werden.

Dürfen Kinder Mometason-Nasenspray bekommen?

Das verschreibungspflichtige Nasenspray ist bei Heuschnupfen und ganzjährigem Schnupfen für Kinder ab 3 Jahren zugelassen, bei Nasenpolypen erst ab 18 Jahren. Das rezeptfreie Heuschnupfenspray darf bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden. Bei einer Langzeitbehandlung wird empfohlen, die Größe des Kindes regelmäßig zu kontrollieren und die Ärztin oder den Arzt zu informieren, wenn das Kind nicht ausreichend wächst.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

Passt dazu

  • Medikamente Cetirizin

    Cetirizin lindert Heuschnupfen und Nesselsucht.

  • Medikamente Xylometazolin

    Xylometazolin lässt die Nasenschleimhaut bei Schnupfen abschwellen.

  • Medikamente Desloratadin

    Desloratadin lindert allergischen Schnupfen und Nesselsucht.

  • Nebenwirkungen Medikamentenallergie und Arzneimittelexanthem

    Eine Medikamentenallergie kann sich mit Ausschlag, Juckreiz oder Schwellungen zeigen.