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Clobetasol: Nebenwirkungen und Wirkung
Clobetasolpropionat ist ein verschreibungspflichtiges Kortison (Glukokortikoid) zum Auftragen auf die Haut und gehört zur am stärksten wirksamen Gruppe IV. Die Creme wird bei umschriebenen, hartnäckigen Plaques entzündlicher Hauterkrankungen wie der Schuppenflechte eingesetzt. Häufig sind Juckreiz und Brennen der Haut; längere oder großflächige Anwendung kann die Haut verdünnen und Wirkungen im ganzen Körper haben.

Die häufigsten Nebenwirkungen
Wofür wird Clobetasol eingesetzt?
Clobetasolpropionat ist ein Glukokortikoid, umgangssprachlich ein Kortison, zum Auftragen auf die Haut. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Dermoxin Creme; 1 g Creme enthält 0,5 mg Clobetasolpropionat [1, 2]. Die Creme wird zur Behandlung umschriebener (lokalisierter) Plaques entzündlicher Hauterkrankungen angewendet, die auf andere Behandlungen nicht ansprechen (therapieresistent) und bei denen ein Kortison mit sehr starker Wirkung angezeigt ist, zum Beispiel bei Schuppenflechte (Psoriasis) [1, 2]. Clobetasol gehört zu den Cortison-Cremes (topischen Glucocorticoiden).
Laut Fachinformation gehört Clobetasolpropionat zur am stärksten wirksamen Klasse der Kortisonpräparate zum Auftragen (Gruppe IV); eine verlängerte Anwendung kann zu schwerwiegenden unerwünschten Wirkungen führen. Ist eine Behandlung über 2 Wochen hinaus nötig, soll ein weniger stark wirksames Kortisonpräparat erwogen werden. Wiederholte, kurzzeitige Behandlungen können eingesetzt werden, um Krankheitsschübe zu beherrschen [2]. Clobetasol ist verschreibungspflichtig [2, 3].
Wie wirkt Clobetasol?
Kortison zum Auftragen wirkt entzündungshemmend, lindert Juckreiz und verengt die Blutgefäße [2]. Die Fachinformation beschreibt den Wirkmechanismus vereinfacht so: Glukokortikoide verbinden sich in der Zelle mit bestimmten Eiweißen (Rezeptoren) und gelangen in den Zellkern. Dort beeinflussen sie, welche Gene abgelesen werden. Die Zelle bildet dann Eiweiße (Lipocortine), die die Freisetzung von Arachidonsäure bremsen, dem Ausgangsstoff für entzündungsfördernde Botenstoffe wie Prostaglandine und Leukotriene. Außerdem hemmen Glukokortikoide die Zellteilung und dämpfen Reaktionen des Immunsystems [2].
Zur Aufnahme von Clobetasol durch die Haut aus Dermoxin Creme oder Salbe liegen laut Fachinformation keine Untersuchungen vor [2]. Packungsbeilage und Fachinformation weisen aber darauf hin, dass bei längerer (mehr als 2 Wochen) oder großflächiger Anwendung (mehr als 10 Prozent der Körperoberfläche) Wirkstoff in den Körper gelangen kann. Das ist bei Kleinkindern und Kindern sowie unter luftdicht abschließenden Verbänden eher wahrscheinlich; bei Kleinkindern können Windeln wie ein solcher Verband wirken [1, 2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage und Fachinformation von Dermoxin eine Häufigkeit angeben. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100 und "sehr selten" weniger als 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1, 2]. Häufig sind Juckreiz sowie örtliches Brennen oder Schmerzen der Haut; gelegentlich kommt es zu Hautverdünnung, Dehnungsstreifen und erweiterten kleinen Hautgefäßen [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Wirkungen im ganzen Körper: Gelangt Wirkstoff über die Haut in den Körper, kann er die Nebennierenrinde hemmen. Als sehr seltene Folgen nennt die Packungsbeilage unter anderem ein rundes Gesicht und Fettansatz am Rumpf, verzögerte Gewichtszunahme und Wachstumsverzögerung bei Kindern, eine verminderte Knochendichte, erhöhten Blutzucker, Bluthochdruck und Haarausfall [1]. Laut Fachinformation kann eine erhöhte Aufnahme bei einzelnen Personen zu einem Cushing-Syndrom und zu einer Unterdrückung der Hormonregelkreise der Nebennierenrinde führen; ein plötzliches Absetzen kann dann eine Nebennierenrinden-Unterfunktion auslösen [2]. Mehr zu Hautveränderungen lesen Sie unter Akne und Pigmentstörungen der Haut.
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- InfektionenInfektion, die durch eine Schwächung des Immunsystems begünstigt wird (opportunistische Infektion)[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Infektanfälligkeit
- ImmunsystemÖrtliche Überempfindlichkeitsreaktionen, die den Beschwerden der Hauterkrankung ähneln können[1, 2]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
- HormonsystemHemmung der Nebennierenrindenfunktion: cushingoide Erscheinungen (zum Beispiel Mondgesicht und Fettansatz am Rumpf), verzögerte Gewichtszunahme und Wachstumsverzögerung bei Kindern, verminderte Knochendichte (Osteoporose), erhöhter Blutzucker und Zucker im Urin, Bluthochdruck, Übergewicht, verminderte körpereigene Kortisolspiegel, Haarausfall und erhöhte Brüchigkeit der Haare[1, 2]Mehr dazu: Knochenschwund und KnochenbrücheErhöhter BlutzuckerBlutdruckanstiegGewichtszunahmeHaarausfall
- AugenErhöhter Augeninnendruck (Glaukom) und Trübung der Augenlinse (Katarakt)[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
- HautDünnerwerden der Haut, Faltenbildung, Trockenheit der Haut, Änderung der Hautfarbe (Pigmentierung) und verstärkter Haarwuchs (Hypertrichose)[1, 2]Mehr dazu: Pigmentstörungen der Haut
- HautVerstärkung (Exazerbation) der zugrunde liegenden Beschwerden[1, 2]
- HautAllergische Kontaktdermatitis/Dermatitis, einschließlich einer rosazeaartigen Entzündung um den Mund (periorale Dermatitis)[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenHautausschlag
- HautPustulöse Schuppenflechte (Psoriasis)[1, 2]Mehr dazu: Schuppenflechte
- HautHautrötung (Erythem), Hautausschlag und Nesselsucht (Urtikaria)[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagNesselsucht
- Allgemeine BeschwerdenReizung oder Schmerz an der Auftragsstelle[1, 2]
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- AugenVerschwommenes Sehen; Sehstörungen durch eine Ablösung der Netzhaut (zentrale seröse Chorioretinopathie)[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
- HautSteroidakne, Entzündung der Haarbälge (Follikulitis), Hautblutungen (Ekchymosen) und Hautgrieß (Milien)[1, 2]Mehr dazu: AkneBlutungen und blaue Flecken
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Laut Fachinformation sollte bei verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen eine Überweisung zur Augenärztin oder zum Augenarzt erwogen werden, um Ursachen wie einen Grauen Star (Katarakt), einen Grünen Star (Glaukom) oder eine zentrale seröse Chorioretinopathie abzuklären [2]. Bei Langzeitanwendung von Clobetasolpropionat in höheren als den empfohlenen Dosierungen wurden Fälle von Knochenschäden (Osteonekrose), schweren Infektionen und einer Unterdrückung des Immunsystems berichtet [2]. Mehr dazu unter Sehstörungen.
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Fläche und Dauer einhalten: Laut Packungsbeilage kann eine längere oder großflächige Anwendung dazu führen, dass Wirkstoff in den Körper aufgenommen wird, und die Haut dünner machen. Die behandelte Fläche darf laut Packungsbeilage 10 Prozent der Körperoberfläche nicht überschreiten, und die Behandlung ist auf höchstens 2 Wochen zu beschränken. Tritt danach keine Besserung ein, wenden Sie sich erneut an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Sobald die Erkrankung unter Kontrolle ist, sollte die Behandlung schrittweise beendet und mit einer Hautpflege als Basistherapie fortgesetzt werden [1, 2].
Juckreiz, Brennen und Hautreizungen: Örtliche Überempfindlichkeitsreaktionen können den Beschwerden der Hauterkrankung ähneln. Treten Anzeichen einer Überempfindlichkeit auf, sollte die Anwendung sofort abgebrochen werden [1, 2]. Die Creme enthält Cetylstearylalkohol und Propylenglycol, die Hautreizungen hervorrufen können, sowie Chlorocresol, das allergische Reaktionen hervorrufen kann [1, 2]. Mehr dazu unter Juckreiz.
Hautinfektionen: Warme, feuchte Bedingungen unter luftdicht abschließenden Verbänden begünstigen bakterielle Infektionen. Wenden Sie die Creme unter einem solchen Verband nur auf ärztliche Anweisung an und reinigen Sie die Haut vor jedem Verbandswechsel. Entwickelt sich eine Infektion, sollte sie gezielt behandelt werden; breitet sie sich aus, ist die Kortisonbehandlung abzusetzen [1, 2]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen oder anwenden, auch über nicht verschreibungspflichtige [1]. Mittel, die das Abbauenzym CYP3A4 in der Leber hemmen, etwa Ritonavir oder Itraconazol, können den Abbau von Kortison bremsen; dann kann mehr Wirkstoff ins Blut gelangen und das Risiko für Nebenwirkungen steigen [1, 2]. Werden zusätzlich andere kortisonhaltige Mittel zum Einnehmen oder Auftragen oder Mittel angewendet, die das Immunsystem unterdrücken, kann das laut Packungsbeilage zu schweren Infektionen führen [1]. Bei Dermoxin Salbe kann der Bestandteil Vaselin im Genital- oder Analbereich die Reißfestigkeit von Kondomen aus Latex vermindern [2]. Mehr zum Thema im Ratgeber Wechselwirkungen.
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Mittel, die das Abbauenzym CYP3A4 hemmen (z. B. Ritonavir, Itraconazol) | Der Abbau von Kortison kann gehemmt werden; mehr Wirkstoff im Blut kann das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen[1, 2] | Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung; Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren |
| Andere kortisonhaltige Mittel zum Einnehmen oder Auftragen und Mittel, die das Immunsystem unterdrücken | Gleichzeitige Anwendung kann zu schweren Infektionen führen[1, 2] | Vorher mit Ärztin, Arzt oder Apotheke sprechen |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Clobetasol nicht oder nur mit Vorsicht anwenden sollte
Clobetasol darf nicht bei Rosazea, gewöhnlicher Akne, Virusinfektionen der Haut wie Herpes simplex oder Windpocken und unbehandelten Hautinfektionen angewendet werden, ebenso nicht bei Säuglingen und Kleinkindern unter 3 Jahren und nicht am Auge, am Lid oder in der Augenumgebung [1, 2]. Im Gesicht sollte die Creme nicht angewendet werden, weil das Gesicht besonders empfindlich für Hautverdünnung ist; laut Fachinformation ist eine Anwendung dort auf wenige Tage zu beschränken [1, 2]. Für Kinder gelten besondere Grenzen; mehr dazu im Ratgeber Medikamente bei Kindern.
Nicht einnehmen bei
- Allergie gegen Clobetasolpropionat, Chlorocresol oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
- Rosazea und rosazeaartige Entzündung um den Mund (periorale Dermatitis)[1, 2]
- Ausgedehnte Formen der chronisch-stationären Schuppenflechte (Psoriasis)[1, 2]
- Gewöhnliche Akne (Acne vulgaris)[1, 2]
- Juckreiz ohne Entzündung sowie Juckreiz am After und im Genitalbereich (Pruritus anogenitalis)[1, 2]
- Virusinfektionen der Haut, zum Beispiel Herpes simplex oder Windpocken[1, 2]
- Spezifische Hautprozesse wie Hauttuberkulose oder syphilitische Hauterkrankungen[1, 2]
- Impfreaktionen sowie unbehandelte Infektionen der Haut[1, 2]
- Säuglinge und Kleinkinder unter 3 Jahren, auch zur Behandlung einer Windeldermatitis[1, 2]
- Anwendung am Auge, am Lid und in der Umgebung der Augen, weil sie unter Umständen zu erhöhtem Augeninnendruck (Glaukom) oder einer Linsentrübung (Katarakt) führen kann[1, 2]
Besondere Vorsicht bei
- Gesicht: Die Creme sollte nicht im Gesicht angewendet werden, weil das Gesicht besonders empfindlich für Hautverdünnung ist; laut Fachinformation ist eine Anwendung im Gesicht auf wenige Tage zu beschränken[1, 2]
- Gesichts- und Halsbereich sowie Hautfalten wie Achsel- und Genitalregion: Die Haut kann hier eher ausdünnen; Vorsicht auch auf nässenden, offenen Hautflächen, Schrunden und Geschwüren[1, 2]
- Fläche und Dauer: Längere (mehr als 2 Wochen) oder großflächige Anwendung (mehr als 10 Prozent der Körperoberfläche) kann dazu führen, dass Wirkstoff in den Körper gelangt und dort wirkt; das ist bei Kleinkindern und Kindern und unter luftdicht abschließenden Verbänden eher wahrscheinlich. Sie kann außerdem die Haut dünner machen, vorzugsweise unter luftdicht abschließenden Verbänden oder wenn Hautfalten betroffen sind[1, 2]
- Luftdicht abschließende Verbände: nur auf ärztliche Anweisung; Windeln können wie solche Verbände wirken. Warme, feuchte Bedingungen begünstigen bakterielle Infektionen; die Haut vor jedem Verbandswechsel reinigen[1, 2]
- Schuppenflechte: Nach Ende der Behandlung kann die Erkrankung wieder aufflammen, und über die gestörte Hautbarriere kann mehr Wirkstoff aufgenommen werden. Laut Fachinformation wurden Rebound-Effekte, Gewöhnung (Toleranz), eine ausgedehnte pustulöse Schuppenflechte und örtliche oder allgemeine Vergiftungserscheinungen berichtet; eine sorgfältige Überwachung ist wichtig[1, 2]
- Hautinfektionen: Entwickelt sich in einer entzündlichen Hautveränderung eine Infektion, sollte sie mit einem geeigneten Mittel gegen die Erreger behandelt werden[1, 2]
- Haut in der Umgebung offener Beine (chronischer Beingeschwüre): Das Risiko für allergische Reaktionen oder Infektionen kann erhöht sein[1, 2]
- Gleichzeitige Anwendung anderer kortisonhaltiger Mittel zum Einnehmen oder Auftragen oder von Mitteln, die das Immunsystem unterdrücken: kann zu schweren Infektionen führen. Laut Fachinformation wurden bei Langzeitanwendung in höheren als den empfohlenen Dosierungen Knochenschäden (Osteonekrose), schwere Infektionen einschließlich nekrotisierender Fasziitis und eine Unterdrückung des Immunsystems berichtet[1, 2]
- Kinder von 3 bis 12 Jahren: Die Creme sollte nicht angewendet werden; eine Behandlung soll nur im Ausnahmefall und für wenige Tage erfolgen. Eine kontinuierliche Langzeitbehandlung kann den Hormonhaushalt stören, weil Wirkstoff über die Haut aufgenommen wird[1, 2]
- Ältere Menschen: nicht großflächig anwenden. Bei älteren Menschen, eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion und diabetogener Stoffwechsellage möglichst kurz und mit der geringstmöglichen noch wirksamen Dosierung[1, 2]
- Brandgefahr: Während der Anwendung nicht rauchen und offenem Feuer fernbleiben. Kleidung, Bettwäsche und Verbände, die mit der Creme in Kontakt waren, brennen leichter; Waschen verringert die Rückstände, entfernt sie aber unter Umständen nicht vollständig[1, 2]
- Hilfsstoffe: Cetylstearylalkohol kann örtlich begrenzte Hautreizungen (z. B. Kontaktdermatitis) hervorrufen, Propylenglycol (475 mg je Gramm Creme) Hautreizungen, Chlorocresol allergische Reaktionen[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage und Fachinformation zu Schwangerschaft, Stillzeit, Verkehrstüchtigkeit und Anwendung sagen [1, 2]. Zu Alkohol enthalten beide keinen Hinweis. Rauchen Sie während der Anwendung nicht und kommen Sie offenem Feuer nicht nahe, weil das Risiko schwerer Verbrennungen besteht; Kleidung, Bettwäsche und Verbände, die mit der Creme in Kontakt waren, brennen leichter, und Waschen entfernt die Rückstände unter Umständen nicht vollständig [1, 2]. Mehr zur Schwangerschaft lesen Sie im Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.
Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft soll die Anwendung so weit wie möglich vermieden werden und, falls unbedingt erforderlich, so kurz und so kleinflächig wie möglich erfolgen. Weil bei einer Langzeitbehandlung mit Glukokortikoiden Wachstumsstörungen und Schäden beim ungeborenen Kind nicht ausgeschlossen werden können, informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder werden möchten; sie oder er entscheidet über die Anwendung.[1]
Laut Fachinformation wird ein erhöhtes Risiko für Lippen-Kiefer-Gaumenspalten bei Gabe von Glukokortikoiden im ersten Schwangerschaftsdrittel diskutiert. Synthetische Glukokortikoide wie Clobetasol werden in der Plazenta im Allgemeinen schlechter unwirksam gemacht als körpereigenes Kortisol. Werden Glukokortikoide am Ende der Schwangerschaft gegeben, kann beim Kind die Nebennierenrinde verkümmern (Atrophie).[2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Glukokortikoide gehen in die Muttermilch über; eine Schädigung des Säuglings ist bisher nicht bekannt geworden. In der Stillzeit nur anwenden, wenn es dringend erforderlich ist, darüber entscheidet die Ärztin oder der Arzt. Kontakt des Säuglings mit den behandelten Stellen vermeiden und die Creme nicht auf den Brüsten anwenden. Laut Fachinformation sollte abgestillt werden, wenn aus Krankheitsgründen höhere Dosen erforderlich sind.[1, 2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Autofahren und Maschinen
Es ist unwahrscheinlich, dass Clobetasolpropionat die Verkehrstüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen beeinträchtigt.[1, 2]
Einnahme
Nur zur Anwendung auf der Haut; dünn auftragen. Nach dem Auftragen die Hände waschen, außer die Hände werden behandelt. Sobald die Erkrankung unter Kontrolle ist, sollte die Behandlung schrittweise beendet und mit einer Hautpflege als Basistherapie fortgesetzt werden; das beurteilt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.[1, 2]
Nach dem Öffnen ist die Creme 3 Monate haltbar; nicht über 25 °C aufbewahren.[1]
Absetzen
Wenn Sie die Creme regelmäßig anwenden, brechen Sie die Behandlung nicht plötzlich ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Laut Fachinformation kann ein plötzliches Absetzen die Hauterkrankung wieder aufflammen lassen (Rebound-Phänomen) und nach erhöhter Aufnahme in den Körper zu einer Unterfunktion der Nebennierenrinde führen.[1, 2]
Überdosierung
Eine akute Überdosierung ist unwahrscheinlich. Nach chronischer Überdosierung oder Missbrauch kann sich das Bild einer Kortison-Überladung (Hypercortisolismus) entwickeln; dann sollte die Anwendung wegen des möglichen Risikos einer Unterfunktion der Nebennierenrinde unter ärztlicher Aufsicht schrittweise verringert werden, durch selteneres Auftragen oder den Wechsel auf ein schwächer wirksames Kortison.[1, 2]
Dosierung laut Packungsbeilage
Die Packungsbeilage nennt, wie oft die Creme aufgetragen wird, und begrenzt Fläche, Menge und Dauer der Anwendung; für Kinder gelten engere Grenzen [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung. Wie Sie Clobetasol anwenden, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].
Einnahme und Absetzen
Wenden Sie die Creme immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt an. Sie ist nur zur Anwendung auf der Haut bestimmt und wird dünn aufgetragen. Waschen Sie danach Ihre Hände, es sei denn, die Hände selbst werden behandelt [1]. Nach dem Öffnen ist die Creme 3 Monate haltbar; bewahren Sie sie nicht über 25 °C auf [1].
Wenn Sie die Creme regelmäßig anwenden, brechen Sie die Behandlung nicht plötzlich ohne Rücksprache ab [1]. Laut Fachinformation kann ein plötzliches Absetzen dazu führen, dass die Hauterkrankung wieder aufflammt (Rebound-Phänomen) [2]. Nach einer chronischen Überdosierung oder Missbrauch kann sich das Bild einer Kortison-Überladung entwickeln; dann sollte die Anwendung wegen des möglichen Risikos einer Unterfunktion der Nebennierenrinde unter ärztlicher Aufsicht schrittweise verringert werden, und zwar durch selteneres Auftragen oder ein schwächer wirksames Kortison [1, 2]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente absetzen.
Präparate mit Clobetasol
Clobetasol gibt es von mehreren Herstellern zum Auftragen auf die Haut, etwa als Creme, Salbe oder Fettsalbe [2, 4]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Dermoxin Creme [1, 2]. Für andere Präparate und Darreichungsformen gelten eigene Packungsbeilagen. Weitere Kortisonpräparate zum Auftragen sind zum Beispiel Betamethason, Triamcinolon und Hydrocortison; einen Überblick gibt die Seite Cortison-Cremes.
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Dermoxin Creme | GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG | 1 g Creme enthält 0,5 mg Clobetasolpropionat; verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite |
| Dermoxin Salbe | GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG | 0,5 mg Clobetasolpropionat je Gramm; verschreibungspflichtig |
| Clobetasol acis | mibe GmbH Arzneimittel | Creme, Salbe und Fettsalbe; verschreibungspflichtig |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Dermoxin Creme 0,5 mg/1 g. GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG. Stand 08/2022. abgerufen am 11.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Dermoxin Creme und Dermoxin Salbe 0,5 mg/1 g. GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG. Stand 01/2022. abgerufen am 11.10.2026
- Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Clobetasol-17-propionat. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 11.10.2026
- Produktübersicht rezeptpflichtige Produkte (Clobetasol acis Creme, Salbe, Fettsalbe). mibe GmbH Arzneimittel (Dermapharm). abgerufen am 11.10.2026
Häufige Fragen
Wie lange darf ich Clobetasol-Creme anwenden?
Das legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Laut Packungsbeilage ist die Behandlung auf höchstens 2 Wochen zu beschränken; tritt danach keine Besserung ein, wenden Sie sich erneut an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Ist eine Behandlung über 2 Wochen hinaus nötig, soll laut Fachinformation ein weniger stark wirksames Kortison erwogen werden. Sobald die Erkrankung unter Kontrolle ist, sollte die Behandlung schrittweise beendet und mit einer Hautpflege fortgesetzt werden.
Darf ich Clobetasol im Gesicht anwenden?
Laut Packungsbeilage sollte die Creme nicht im Gesicht angewendet werden, weil die Haut im Gesichts- und Halsbereich eher ausdünnen kann. Am Auge, am Lid und in der Umgebung der Augen darf sie nicht angewendet werden, weil sie dort zu erhöhtem Augeninnendruck oder einer Linsentrübung führen kann. Bei Rosazea und rosazeaartiger Entzündung um den Mund ist Clobetasol ebenfalls nicht erlaubt.
Macht Clobetasol die Haut dünn?
Das ist möglich. Gelegentlich, also bei bis zu 1 von 100 Behandelten, kommt es zu örtlicher Hautverdünnung, Dehnungsstreifen und erweiterten kleinen Hautgefäßen; sehr selten zu dünner, faltiger oder trockener Haut. Laut Packungsbeilage kann eine längere (mehr als 2 Wochen) oder großflächige Anwendung (mehr als 10 Prozent der Körperoberfläche) die Haut dünner machen, besonders unter luftdicht abschließenden Verbänden oder in Hautfalten.
Darf Clobetasol bei Kindern angewendet werden?
Bei Säuglingen und Kleinkindern unter 3 Jahren nicht, auch nicht bei einer Windeldermatitis. Bei Kindern von 3 bis 12 Jahren sollte die Creme nicht angewendet werden; eine Behandlung soll nur im Ausnahmefall und für wenige Tage erfolgen. Bei Kleinkindern und Kindern sind Wirkungen im ganzen Körper eher wahrscheinlich, und Windeln können wie ein luftdicht abschließender Verband wirken.
Darf ich Clobetasol in der Schwangerschaft oder Stillzeit anwenden?
In der Schwangerschaft soll die Anwendung so weit wie möglich vermieden werden; ist sie unbedingt erforderlich, dann so kurz und kleinflächig wie möglich. In der Stillzeit nur, wenn es dringend erforderlich ist, und nicht auf den Brüsten; der Säugling sollte nicht mit behandelten Stellen in Kontakt kommen. Über die Anwendung entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Kann ich Clobetasol einfach absetzen?
Wenn Sie die Creme regelmäßig anwenden, brechen Sie die Behandlung nicht plötzlich ohne Rücksprache ab. Laut Fachinformation kann ein plötzliches Absetzen die Hauterkrankung wieder aufflammen lassen (Rebound) und nach erhöhter Aufnahme in den Körper zu einer Unterfunktion der Nebennierenrinde führen. Die Packungsbeilage sieht vor, die Behandlung schrittweise zu beenden.
Wie stark ist Clobetasol im Vergleich zu anderen Kortisoncremes?
Laut Fachinformation gehört Clobetasolpropionat zur am stärksten wirksamen Klasse der Kortisonpräparate zum Auftragen (Gruppe IV). Eine verlängerte Anwendung kann zu schwerwiegenden unerwünschten Wirkungen führen. Ist eine längere Behandlung nötig, soll ein weniger stark wirksames Präparat erwogen werden.
Warum soll ich während der Anwendung nicht rauchen?
Laut Packungsbeilage besteht das Risiko schwerer Verbrennungen, wenn Sie rauchen oder offenem Feuer nahekommen. Kleidung, Bettwäsche und Verbände, die mit der Creme in Kontakt waren, brennen leichter; Waschen entfernt die Rückstände unter Umständen nicht vollständig.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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Ratgeber Pille und AntibiotikaOb ein Antibiotikum die Pille beeinflusst, hängt vom Mittel ab und davon, ob Erbrechen oder Durchfall auftreten.