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Dupilumab (Dupixent): Nebenwirkungen und Wirkung

Dupilumab (Dupixent) ist ein verschreibungspflichtiger Antikörper, der unter die Haut gespritzt wird und die Botenstoffe Interleukin-4 und Interleukin-13 hemmt. Zugelassen ist er unter anderem bei mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis, schwerem Asthma, Nasenpolypen und chronischer Nesselsucht. Häufig sind Reaktionen an der Einstichstelle und Augenbeschwerden wie Bindehautentzündung. Bei Zeichen einer allergischen Reaktion beenden Sie die Anwendung und holen unverzüglich ärztliche Hilfe.

Frau Anfang dreißig mit dunklen Haaren geht an einem sonnigen Frühlingsmorgen entspannt durch einen Park, die Ärmel ihrer leichten Strickjacke hochgeschoben
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Die häufigsten Nebenwirkungen

  • Häufig: Reaktionen an der Einstichstelle, zum Beispiel Rötung, Schwellung, Jucken, Schmerz und Blutergüsse[1, 2]
  • Häufig: Augenrötung und Jucken der Augen (allergische Bindehautentzündung)[1, 2]
  • Häufig: Augeninfektion (Bindehautentzündung, Konjunktivitis)[1, 2]
  • Häufig: Fieberbläschen auf den Lippen und der Haut (Herpes labialis, oraler Herpes)[1, 2]
  • Häufig: Zunahme bestimmter weißer Blutkörperchen, der Eosinophilen (Eosinophilie)[1, 2]
  • Häufig: Gelenkschmerzen (Arthralgie)[1, 2]
  • Häufig: Kinder von 6 bis 11 Jahren mit Asthma: Madenwürmer (Enterobiasis)[1, 2]

Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Wofür wird Dupilumab eingesetzt?

Dupilumab ist ein Antikörper, der unter die Haut gespritzt wird; in Deutschland ist er als Dupixent erhältlich [1, 2]. Grundlage dieser Seite ist die Produktinformation der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) mit Packungsbeilage und Fachinformation von Dupixent 300 mg [1, 2]. Dupilumab ist für mehrere Erkrankungen zugelassen; für jede gelten eigene Voraussetzungen [2]:

  • Atopische Dermatitis (Neurodermitis): mittelschwere bis schwere Form bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren, schwere Form bei Kindern von 6 Monaten bis 11 Jahren, jeweils wenn eine Behandlung mit Wirkung im ganzen Körper in Betracht kommt. Dupixent kann allein oder zusammen mit Ekzemmitteln zum Auftragen angewendet werden [1, 2].
  • Schweres Asthma mit Typ-2-Entzündung (erhöhte Eosinophile im Blut und/oder erhöhtes Stickstoffmonoxid in der Ausatemluft) als Zusatz zur Erhaltungstherapie ab 6 Jahren, wenn es trotz inhalativer Kortikosteroide und eines weiteren Erhaltungsmittels nicht ausreichend kontrolliert ist [2].
  • Schwere chronische Nasennebenhöhlenentzündung mit Nasenpolypen bei Erwachsenen als Zusatz zu Kortison-Nasensprays, wenn Kortison mit Wirkung im ganzen Körper und/oder eine Operation nicht ausreichen [2].
  • Prurigo nodularis, eine Hauterkrankung mit juckenden Knoten, in mittelschwerer bis schwerer Form bei Erwachsenen [1, 2].
  • Eosinophile Ösophagitis, eine Entzündung der Speiseröhre, ab 1 Jahr und mindestens 15 kg Körpergewicht, wenn herkömmliche Mittel nicht ausreichen, nicht vertragen werden oder nicht infrage kommen [2].
  • COPD mit erhöhten Eosinophilen bei Erwachsenen als Zusatz, wenn eine Kombination aus inhalativem Kortikosteroid und zwei langwirksamen Bronchienerweiterern nicht ausreicht (oder die Kombination der beiden Bronchienerweiterer, wenn ein inhalatives Kortikosteroid nicht angebracht ist) [2].
  • Chronische spontane Urtikaria (chronische Nesselsucht ohne äußeren Auslöser) in mittelschwerer bis schwerer Form ab 2 Jahren, wenn Antihistaminika nicht ausreichen und bisher keine Antikörper gegen Immunglobulin E gegeben wurden [1, 2].

Die Behandlung sollte von einer Ärztin oder einem Arzt begonnen werden, die oder der Erfahrung mit der jeweiligen Erkrankung hat [2]. Dupilumab ist verschreibungspflichtig; die EMA stuft es als Arzneimittel auf eingeschränkte ärztliche Verschreibung ein [2].

Wie wirkt Dupilumab?

Dupilumab ist ein vollständig menschlicher monoklonaler Antikörper, also ein besonderer Eiweißstoff (Protein) [1, 2]. Er hemmt die Signalwege der Botenstoffe Interleukin-4 und Interleukin-13. Diese beiden Botenstoffe spielen bei allen genannten Erkrankungen eine wichtige Rolle; sie gehören zu einer Form der Entzündung, die Fachleute Typ-2-Entzündung nennen. Wird ihr Signalweg gehemmt, entstehen weniger Botenstoffe dieser Entzündung [1, 2]. Laut Packungsbeilage kann die Anwendung bei atopischer Dermatitis den Zustand der Haut verbessern und den Juckreiz lindern; bei Asthma trägt sie zur Vorbeugung schwerer Asthmaanfälle bei, bei COPD zur Vorbeugung mittelschwerer und schwerer Anfälle [1].

Nach einer einzelnen Injektion unter die Haut ist die höchste Konzentration im Blut bei Erwachsenen im Median nach 3 bis 7 Tagen erreicht. Nach der letzten Dosis dauert es bei Erwachsenen und Jugendlichen im Mittel 9 bis 13 Wochen, bis Dupilumab im Blut nicht mehr nachweisbar ist; bei Kindern dauert es länger [2]. Weil Dupilumab ein Eiweiß ist, wird erwartet, dass der Körper es in kleine Bruchstücke und einzelne Aminosäuren zerlegt [2].

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage und Fachinformation von Dupixent eine Häufigkeit angeben. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100 und "selten" bis zu 1 von 1.000 [1, 2]. Die Angaben stammen überwiegend aus Studien bei atopischer Dermatitis, Asthma und Nasenpolypen; einige Nebenwirkungen wurden erst nach der Markteinführung berichtet [2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Augen: Bindehaut- und Hornhautentzündungen traten vor allem bei Menschen mit atopischer Dermatitis auf; bei den meisten klangen sie während der Behandlung ab oder besserten sich. In den Studien zu atopischer Dermatitis kamen Augenjucken, Lidrandentzündung und trockene Augen häufig vor, Geschwüre der Hornhaut gelegentlich [2]. Bei Asthma, COPD, eosinophiler Ösophagitis und chronischer Nesselsucht war die Häufigkeit einer Bindehautentzündung gering und unter Dupilumab mit Placebo vergleichbar; bei Nasenpolypen und Prurigo nodularis war sie unter Dupilumab höher als unter Placebo, aber geringer als bei atopischer Dermatitis [2]. Mehr dazu unter Bindehautentzündung und trockene Augen.

Eosinophile: Bei atopischer Dermatitis, Asthma, Nasenpolypen, COPD und chronischer Nesselsucht stieg die Zahl der Eosinophilen, einer Art weißer Blutkörperchen, zu Beginn der Behandlung im Schnitt stärker an als unter Placebo; während der Studienbehandlung ging sie annähernd auf den Ausgangswert zurück [2]. Mehr zum Blutbild unter Blutungen und Blutbild.

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Allgemeine BeschwerdenReaktionen an der Einstichstelle, zum Beispiel Rötung, Schwellung, Jucken, Schmerz und Blutergüsse[1, 2]Mehr dazu: JuckreizBlutungen und blaue Flecken
  • AugenAugenrötung und Jucken der Augen (allergische Bindehautentzündung)[1, 2]
  • InfektionenAugeninfektion (Bindehautentzündung, Konjunktivitis)[1, 2]
  • InfektionenFieberbläschen auf den Lippen und der Haut (Herpes labialis, oraler Herpes)[1, 2]
  • Blut und LymphsystemZunahme bestimmter weißer Blutkörperchen, der Eosinophilen (Eosinophilie)[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
  • Muskeln, Knochen und GelenkeGelenkschmerzen (Arthralgie)[1, 2]Mehr dazu: Gelenkschmerzen
  • InfektionenKinder von 6 bis 11 Jahren mit Asthma: Madenwürmer (Enterobiasis)[1, 2]

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

  • ImmunsystemSchwere allergische Reaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen), darunter anaphylaktische Reaktion, Serumkrankheit und serumkrankheitsähnliche Reaktion[1, 2]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
  • AugenGeschwüre an der Hornhaut des Auges, manchmal mit verschwommenem Sehen (ulzerative Keratitis)[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Schwere allergische Reaktionen wie eine anaphylaktische Reaktion oder eine Serumkrankheit sind selten, eine Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund, Rachen oder Zunge (Angioödem) ist gelegentlich. Anaphylaktische Reaktionen und Angioödeme können innerhalb von Minuten bis zu sieben Tage nach der Injektion auftreten [1, 2]. Mehr dazu unter Arzneimittelallergie; Notrufnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Mann in den Vierzigern sitzt in einer hellen Augenarztpraxis einer Ärztin gegenüber und spricht ruhig mit ihr
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Augenbeschwerden ernst nehmen: Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Augenprobleme neu auftreten oder sich verschlechtern, auch bei Augenschmerzen oder Veränderungen des Sehvermögens [1]. Laut Fachinformation sollten Menschen, deren Bindehautentzündung nach der üblichen Behandlung nicht abklingt oder die Zeichen einer Hornhautentzündung haben, gegebenenfalls augenärztlich untersucht werden [2].

Einstichstelle: Rötung, Schwellung, Jucken, Schmerz und Blutergüsse an der Einstichstelle gehören zu den häufigen Nebenwirkungen [1, 2]. Die Packungsbeilage sieht vor, die Injektionsstelle jedes Mal zu wechseln und nicht in empfindliche, verletzte oder vernarbte Haut oder in blaue Flecken zu spritzen [1, 2].

Darm und Parasiten: Durchfall, Blähungen, Magenverstimmung, Fettstuhl und Flüssigkeitsmangel können Zeichen einer Infektion mit Darmparasiten sein; fragen Sie dann Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Spricht eine Wurminfektion während der Behandlung nicht auf die Behandlung gegen die Würmer an, wird Dupilumab laut Fachinformation ausgesetzt, bis die Infektion abgeklungen ist [2]. Mehr dazu unter Würmer. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.

Wechselwirkungen

Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie anwenden, und darüber, ob Sie kürzlich geimpft wurden oder eine Impfung ansteht [1]. Lebendimpfstoffe und abgeschwächte Lebendimpfstoffe sollten nicht zeitgleich mit Dupilumab gegeben werden; laut Fachinformation wird empfohlen, den Impfstatus vor Behandlungsbeginn entsprechend den aktuellen Impfempfehlungen auf den neuesten Stand zu bringen [1, 2]. Totimpfstoffe können laut Fachinformation gleichzeitig gegeben werden [2]. Einen Überblick über Impfungen gibt der Bereich Impfungen.

Asthmamittel, vor allem Kortikosteroide, dürfen Sie nicht eigenmächtig absetzen oder verringern; sie werden schrittweise und unter ärztlicher Aufsicht reduziert [1, 2]. Dass Dupilumab den Abbau anderer Arzneimittel über Leberenzyme verändert, ist laut Fachinformation nicht zu erwarten [2].

Wechselwirkungen von Dupilumab
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Lebendimpfstoffe und abgeschwächte LebendimpfstoffeSicherheit und Wirksamkeit bei gleichzeitiger Anwendung sind nicht erwiesen[1, 2]Zeitgleiche Anwendung sollte vermieden werden; laut Fachinformation wird empfohlen, den Impfstatus vor Behandlungsbeginn auf den neuesten Stand zu bringen. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über kürzliche oder anstehende Impfungen
Totimpfstoffe (inaktivierte Impfstoffe), zum Beispiel gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten oder gegen MeningokokkenIn einer Studie ähnliche Impfantworten wie unter Placebo; unerwünschte Wechselwirkungen wurden nicht festgestellt[2]Laut Fachinformation können Totimpfstoffe gleichzeitig gegeben werden
Andere Asthmamittel, besonders KortikosteroideLaut Fachinformation kann eine Verringerung der Kortikosteroiddosis mit Entzugsbeschwerden einhergehen oder Erkrankungen sichtbar machen, die zuvor durch die Kortisonbehandlung unterdrückt wurden[1, 2]Nicht ohne ärztliche Anweisung absetzen oder verringern; nur schrittweise unter ärztlicher Aufsicht
Arzneimittel, die über die Leberenzyme CYP1A2, CYP3A, CYP2C19, CYP2D6 oder CYP2C9 abgebaut werdenIn einer Studie keine klinisch relevanten Wirkungen von Dupilumab auf diese Enzyme[2]Laut Fachinformation ist nicht zu erwarten, dass Dupilumab die Wirkspiegel gleichzeitig angewendeter Arzneimittel verändert

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wer Dupilumab nicht oder nur mit Vorsicht anwenden sollte

Bei einer Allergie gegen Dupilumab oder einen der sonstigen Bestandteile darf es nicht angewendet werden [1, 2]. Dupixent ist kein Notfallmedikament und darf nicht zur Behandlung eines plötzlichen Asthma- oder COPD-Anfalls angewendet werden [1, 2]. Für jüngere Kinder sind Sicherheit und Nutzen je nach Anwendungsgebiet nicht bekannt; die Altersgrenzen stehen in der Liste unten [1]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente bei Kindern.

Nicht einnehmen bei

  • Allergie gegen Dupilumab oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]

Besondere Vorsicht bei

  • Kein Notfallmedikament: nicht zur Behandlung eines plötzlichen Asthma- oder COPD-Anfalls; laut Fachinformation auch nicht bei akuter Verkrampfung der Bronchien (Bronchospasmus) oder Status asthmaticus[1, 2]
  • Wurmerkrankung (Helminthose) oder andere Infektion mit Darmparasiten: Dupilumab kann die Abwehr gegen Parasiten schwächen; eine bestehende Infektion sollte vor Behandlungsbeginn behandelt werden. Laut Fachinformation wird Dupilumab ausgesetzt, wenn eine Infektion während der Behandlung nicht auf die Behandlung gegen die Würmer anspricht, bis sie abgeklungen ist. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie in einem Gebiet leben oder in ein Gebiet reisen, in dem solche Infektionen häufig vorkommen[1, 2]
  • Augen: Bindehaut- und Hornhautentzündungen wurden vor allem bei Menschen mit atopischer Dermatitis berichtet; teilen Sie neue oder sich verschlechternde Augenbeschwerden Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt mit[1, 2]
  • Kortison und andere Asthmamittel: nach Beginn der Behandlung nicht abrupt absetzen; eine Verringerung erfolgt schrittweise unter ärztlicher Aufsicht. Laut Fachinformation kann sie mit Entzugsbeschwerden einhergehen oder Erkrankungen sichtbar machen, die das Kortison zuvor unterdrückt hat[1, 2]
  • Eosinophilie: Bei Menschen, die Arzneimittel gegen Asthma erhalten, können in seltenen Fällen Entzündungen von Blutgefäßen oder Lunge durch eine vermehrte Zahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie) auftreten. Ob dies durch Dupixent hervorgerufen wird, ist nicht bekannt; eine Eosinophilie tritt für gewöhnlich, aber nicht immer bei Menschen auf, die gerade ein Kortisonpräparat absetzen oder verringern[1, 2]
  • Gleichzeitiges Asthma: Asthmabehandlung nicht ohne Absprache anpassen oder absetzen; vor dem Absetzen von Dupixent mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen. Laut Fachinformation sind Menschen mit Asthma nach dem Absetzen von Dupilumab sorgfältig zu überwachen[1, 2]
  • Kinder: Sicherheit und Nutzen sind nicht bekannt bei atopischer Dermatitis unter 6 Monaten, Asthma unter 6 Jahren, Nasenpolypen, Prurigo nodularis und COPD unter 18 Jahren, eosinophiler Ösophagitis unter 1 Jahr oder unter 15 kg Körpergewicht sowie chronischer spontaner Urtikaria unter 2 Jahren[1]
  • Polysorbat 80: 4 mg je 300-mg-Dosis; Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen, teilen Sie der Ärztin oder dem Arzt mit, ob schon einmal eine allergische Reaktion beobachtet wurde[1, 2]
  • Jedes Mal, wenn Sie eine neue Packung erhalten, den Namen des Arzneimittels, das Datum der Anwendung und die Chargennummer notieren und sicher aufbewahren[1]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage und Fachinformation zu Schwangerschaft, Stillzeit, Verkehrstüchtigkeit und Anwendung sagen [1, 2]. Zu Alkohol enthalten beide keinen Hinweis. Bei der Stillzeit unterscheiden sich die Dokumente: Die Packungsbeilage sagt, dass Dupixent nicht angewendet werden darf, wenn Sie stillen; die Fachinformation sieht eine Abwägung zwischen Stillen und Behandlung vor. Beide Angaben stehen in der Karte [1, 2]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.

Schwangerschaft

Es ist nicht bekannt, welche Auswirkungen Dupixent bei Schwangeren hat; deshalb ist die Anwendung in der Schwangerschaft vorzugsweise zu vermeiden, es sei denn, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt empfiehlt sie. Laut Fachinformation liegen nur sehr begrenzte Erfahrungen vor; Tierstudien ergaben keine Hinweise auf schädliche Wirkungen. Dupilumab darf in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der mögliche Nutzen das mögliche Risiko für das ungeborene Kind rechtfertigt.[1, 2]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Sprechen Sie vor der Anwendung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und entscheiden Sie gemeinsam, ob Sie stillen oder Dupixent anwenden; laut Packungsbeilage darf Dupixent nicht angewendet werden, wenn Sie stillen. Laut Fachinformation ist nicht bekannt, ob Dupilumab in die Muttermilch übergeht; es muss entschieden werden, ob das Stillen oder die Behandlung unterbrochen wird, wobei der Nutzen des Stillens für das Kind und der Nutzen der Behandlung für die Mutter abzuwägen sind.[1, 2]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Autofahren und Maschinen

Dupixent hat voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.[1, 2]

Einnahme

Dupixent wird unter die Haut gespritzt (subkutan), in den Oberschenkel oder den Bauch mit Ausnahme eines Bereichs von 5 cm um den Bauchnabel; spritzt eine andere Person, kommt auch der Oberarm infrage. Bei jeder Injektion eine andere Stelle wählen und nicht in empfindliche, verletzte oder vernarbte Haut oder in blaue Flecken spritzen. Selbst spritzen nur nach Unterweisung durch Ärztin, Arzt oder Fachpersonal; bei Jugendlichen ab 12 Jahren wird empfohlen, dass ein Erwachsener spritzt oder beaufsichtigt, bei Kindern von 6 Monaten bis 12 Jahren, dass eine Pflegeperson spritzt. Die Fertigspritze nicht schütteln.[1, 2]

Dosis vergessen: Bei wöchentlicher Anwendung so schnell wie möglich nachholen und ab diesem Tag einen neuen wöchentlichen Plan beginnen. Bei Anwendung alle 2 Wochen innerhalb von 7 Tagen nachholen und den ursprünglichen Plan fortsetzen, sonst bis zur nächsten geplanten Injektion warten. Bei Anwendung alle 4 Wochen innerhalb von 7 Tagen nachholen und den ursprünglichen Plan fortsetzen, sonst ab dem Nachholen einen neuen 4-Wochen-Plan beginnen. Sprechen Sie in jedem Fall mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke.[1]

Im Kühlschrank lagern (2 °C, 8 °C), nicht einfrieren, vor Licht geschützt in der Packung. Bei Bedarf kann die Fertigspritze bis zu 14 Tage bei Raumtemperatur bis 25 °C aufbewahrt werden; danach ist sie zu verwerfen. Nicht verwenden, wenn die Lösung trüb oder verfärbt ist oder Teilchen enthält.[1]

Absetzen

Beenden Sie die Anwendung nicht, ohne vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt gesprochen zu haben. Bei Asthma, Nasenpolypen, eosinophiler Ösophagitis und COPD ist Dupilumab laut Fachinformation für die Langzeitbehandlung bestimmt. Spricht die Erkrankung nicht an, ist eine Beendigung in Betracht zu ziehen, bei atopischer Dermatitis nach 16 Wochen, bei Nasenpolypen nach 24 Wochen; bei Prurigo nodularis und chronischer spontaner Urtikaria nach 24 Wochen und bei COPD nach 52 Wochen sollte sie in Betracht gezogen werden. Bei Asthma sollte die Notwendigkeit mindestens einmal im Jahr beurteilt werden.[1, 2]

Überdosierung

Haben Sie eine größere Menge angewendet oder wurde die Dosis zu früh gegeben, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt, Ihrer Apotheke oder dem medizinischen Fachpersonal. Laut Fachinformation gibt es keine besondere Behandlung; auf Anzeichen von Nebenwirkungen wird geachtet und diese werden gegebenenfalls behandelt.[1, 2]

Dosierung laut Packungsbeilage

Die Packungsbeilage nennt für jedes Anwendungsgebiet eigene Dosen, bei Kindern und Jugendlichen nach Körpergewicht [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung. Welche Dosis Sie benötigen, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt [1].

Einnahme und Absetzen

Dupixent wird unter die Haut gespritzt. Ob Sie die Injektion selbst durchführen, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal; vorher müssen Sie ausreichend unterwiesen werden. Nach einer Unterweisung kann auch eine Pflegeperson die Injektion geben [1]. Notieren Sie bei jeder neuen Packung den Namen des Arzneimittels, das Datum der Anwendung und die Chargennummer [1]. Die Fertigspritzen werden im Kühlschrank gelagert; was bei einer vergessenen Dosis zu tun ist, steht in der Karte oben [1]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente im Kühlschrank.

Beenden Sie die Anwendung nicht, ohne vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt gesprochen zu haben [1]. Bei Asthma, Nasenpolypen, eosinophiler Ösophagitis und COPD ist Dupilumab für die Langzeitbehandlung bestimmt. Spricht die Erkrankung nicht an, sieht die Fachinformation vor, eine Beendigung zu erwägen, je nach Erkrankung nach 16, 24 oder 52 Wochen; bei Asthma sollte mindestens einmal im Jahr beurteilt werden, ob die Behandlung weiter nötig ist [2]. Nach dem Absetzen sind Menschen mit gleichzeitigem Asthma sorgfältig zu überwachen [2].

Präparate mit Dupilumab

Dupilumab ist als Dupixent in Fertigspritzen und Fertigpens mit 300 mg oder 200 mg erhältlich; Zulassungsinhaber ist Sanofi Winthrop Industrie [1, 2]. Grundlage dieser Seite ist die EMA-Produktinformation von Dupixent 300 mg [1, 2]. Eine eigene Seite gibt es auch zum Antikörper Omalizumab.

Präparate mit Dupilumab
PräparatAnbieterHinweis
DupixentSanofi Winthrop Industrie (in Deutschland: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH)Injektionslösung in Fertigspritze oder Fertigpen mit 300 mg oder 200 mg; verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Dupixent (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilage Dupixent 300 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze. Sanofi Winthrop Industrie (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 08/2026. abgerufen am 11.10.2026
  2. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Dupixent (EPAR), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) Dupixent 300 mg, und Anhang II. Sanofi Winthrop Industrie (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 08/2026. abgerufen am 11.10.2026

Häufige Fragen

Welche Nebenwirkungen hat Dupixent an den Augen?

Häufig, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten, sind Augenrötung und Jucken der Augen sowie Augeninfektionen wie eine Bindehautentzündung. Gelegentlich kommt es zu Lidrandentzündung, Augentrockenheit oder einer Hornhautentzündung (Keratitis), manchmal mit verschwommenem Sehen; selten zu Geschwüren an der Hornhaut. Laut Fachinformation traten diese Beschwerden vor allem bei Menschen mit atopischer Dermatitis auf. Melden Sie neue oder schlimmer werdende Augenbeschwerden Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Darf ich mich während der Behandlung mit Dupixent impfen lassen?

Lebendimpfstoffe und abgeschwächte Lebendimpfstoffe sollten nicht zeitgleich gegeben werden, weil Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen sind; laut Fachinformation wird empfohlen, den Impfstatus vor Beginn der Behandlung auf den neuesten Stand zu bringen. Totimpfstoffe können laut Fachinformation gleichzeitig gegeben werden; in einer Studie waren die Impfantworten ähnlich wie unter Placebo. Sagen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie kürzlich geimpft wurden oder eine Impfung ansteht.

Was hat Dupilumab mit Wurminfektionen zu tun?

Dupilumab kann die Abwehr gegen Infektionen durch Parasiten schwächen. Eine bestehende Wurminfektion sollte vor Beginn der Behandlung behandelt werden. Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt bei Durchfall, Blähungen, Magenverstimmung, Fettstuhl oder Flüssigkeitsmangel und wenn Sie in Gebieten leben oder dorthin reisen, in denen solche Infektionen häufig sind. Bei Kindern von 6 bis 11 Jahren mit Asthma waren Madenwürmer eine häufige Nebenwirkung.

Darf ich Kortison oder andere Asthmamittel weglassen, wenn ich Dupixent bekomme?

Nicht eigenmächtig. Setzen Sie Asthmamittel nicht ab und verringern Sie ihre Dosis nicht, es sei denn, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hat Sie dazu angewiesen. Vor allem Kortikosteroide müssen schrittweise und unter ärztlicher Aufsicht abgesetzt werden; laut Fachinformation kann eine solche Verringerung mit Entzugsbeschwerden einhergehen oder Erkrankungen sichtbar machen, die das Kortison zuvor unterdrückt hat.

Darf ich Dupixent in der Schwangerschaft oder Stillzeit anwenden?

In der Schwangerschaft ist die Anwendung laut Packungsbeilage vorzugsweise zu vermeiden, es sei denn, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt empfiehlt sie; laut Fachinformation liegen nur sehr begrenzte Erfahrungen vor. Zur Stillzeit sagt die Packungsbeilage, dass Dupixent nicht angewendet werden darf, wenn Sie stillen, und dass Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt entscheiden, ob Sie stillen oder Dupixent anwenden. Die Fachinformation verlangt eine Abwägung zwischen dem Nutzen des Stillens und dem Nutzen der Behandlung.

Wie lange wird Dupilumab angewendet?

Bei Asthma, Nasenpolypen, eosinophiler Ösophagitis und COPD ist Dupilumab laut Fachinformation für die Langzeitbehandlung bestimmt. Spricht die Erkrankung nicht an, sieht die Fachinformation vor, eine Beendigung zu erwägen: bei atopischer Dermatitis nach 16 Wochen, bei Nasenpolypen, Prurigo nodularis und chronischer Nesselsucht nach 24 Wochen und bei COPD nach 52 Wochen. Beenden Sie die Anwendung nicht, ohne vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen.

Wie wird Dupixent gespritzt?

Unter die Haut, in den Oberschenkel oder den Bauch (außer im Umkreis von 5 cm um den Bauchnabel); spritzt eine andere Person, auch in den Oberarm. Wählen Sie jedes Mal eine andere Stelle und spritzen Sie nicht in empfindliche, verletzte oder vernarbte Haut. Selbst spritzen dürfen Sie erst nach einer ausreichenden Unterweisung. Bei Kindern von 6 Monaten bis 12 Jahren wird empfohlen, dass eine Pflegeperson die Injektion gibt.

Macht Dupixent müde oder beeinträchtigt es das Autofahren?

Laut Packungsbeilage hat Dupixent voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen. Müdigkeit wird in der Produktinformation nicht als Nebenwirkung genannt. Fühlen Sie sich nach einer Injektion unwohl, schwindelig oder benommen, kann das auf eine allergische Reaktion hindeuten; dann gelten die Warnzeichen oben.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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