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Fusidinsäure: Nebenwirkungen und Wirkung

Fusidinsäure ist ein verschreibungspflichtiges Antibiotikum, das als Creme auf oberflächliche bakterielle Hautinfektionen aufgetragen wird, etwa bei ansteckender Borkenflechte (Impetigo) oder Haarbalgentzündung. Gelegentlich treten Juckreiz, Hautausschlag, Kontaktdermatitis oder Reizungen an der Auftragsstelle auf. Eine längere oder wiederholte Anwendung kann das Risiko erhöhen, dass Bakterien unempfindlich werden. Bei Atembeschwerden oder Schwellungen im Gesicht brauchen Sie dringend ärztliche Hilfe.

Mann Ende zwanzig mit kurzem Bart steht vor einem Badezimmerspiegel und tupft mit der Fingerspitze etwas weiße Creme auf sein Kinn
Bild: KI-generiert

Wofür wird Fusidinsäure eingesetzt?

Fusidinsäure ist ein Antibiotikum, also ein Mittel gegen Bakterien, das als Creme auf die Haut aufgetragen wird [1]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Fusidinsäure-ratiopharm 20 mg/g Creme; 1 g Creme enthält 20 mg Fusidinsäure [1, 2]. Die Creme wird zur örtlichen Behandlung nicht schwerer, oberflächlicher, umschriebener Hautinfektionen angewendet, die durch Bakterien verursacht werden, die auf Fusidinsäure ansprechen, vor allem durch Staphylokokken [1, 2].

Laut Packungsbeilage gehören dazu die ansteckende Borkenflechte (Impetigo) mit nässenden, verkrusteten und geschwollenen Hautstellen, die Entzündung eines oder mehrerer Haarbälge (Follikulitis), Entzündungen in der Bartregion (Sycosis barbae) und am Gewebe um einen Finger- oder Fußnagel (Paronychie) sowie das Erythrasma mit braunen, schuppenden Hautstellen, vor allem in Hautfalten. Außerdem wird sie bei infizierten Hautentzündungen, Pickeln und infizierten Schnitt- und Schürfwunden angewendet [1, 2]. Laut Fachinformation sind die offiziellen Leitlinien zur Anwendung antibakterieller Wirkstoffe einzuhalten [2]. Fusidinsäure ist verschreibungspflichtig [2, 3]. Sie gehört zu den Hautmitteln; einen Überblick über Antibiotika gibt die Seite Antibiotika.

Wie wirkt Fusidinsäure?

Fusidinsäure gehört zu einer eigenen Gruppe von Antibiotika, den Fusidanen. Sie hemmt die Eiweißbildung der Bakterien, indem sie einen dafür nötigen Faktor (Elongationsfaktor G) blockiert; den Bakterien fehlt dann die Energie für die Eiweißherstellung [2]. Eine Kreuzresistenz mit anderen Antibiotika wurde laut Fachinformation nicht festgestellt [2].

Häufig empfindlich sind laut Fachinformation Staphylococcus aureus, Corynebacterium minutissimum sowie Clostridien und Neisserien. Von Natur aus unempfindlich sind Streptococcus pyogenes und die meisten gramnegativen Stäbchenbakterien, darunter Haemophilus influenzae, Enterobakterien und Pseudomonas [2]. Laboruntersuchungen zeigen, dass Fusidinsäure die intakte Haut durchdringen kann; wie stark, hängt unter anderem von der Einwirkdauer und vom Zustand der Haut ab. Ausgeschieden wird sie hauptsächlich über die Galle [2].

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen aus Packungsbeilage und Fachinformation. "Gelegentlich" heißt: bis zu 1 von 100 Behandelten, "selten" bis zu 1 von 1.000 [1, 2]. Am häufigsten sind verschiedene Hautreaktionen und Reaktionen an der Auftragsstelle [1]. In Studien mit 4.724 Behandelten, die Fusidinsäure-Creme oder -Salbe angewendet hatten, traten laut Fachinformation bei 2,3 Prozent Nebenwirkungen auf; Juckreiz, Hautausschlag, Schmerzen und Reizung an der Auftragsstelle betrafen jeweils weniger als 1 Prozent [2]. Bei Kindern dürften Häufigkeit, Art und Schwere der Nebenwirkungen denen bei Erwachsenen entsprechen [2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • HautJuckreiz (Pruritus)[1, 2]Mehr dazu: Juckreiz
  • HautHautausschlag; laut Fachinformation in verschiedenen Formen, etwa mit Rötung, Pusteln, Bläschen oder Knötchen, auch am ganzen Körper[1, 2]Mehr dazu: Hautausschlag
  • HautHautempfindlichkeitsreaktionen wie Kontaktdermatitis und Ekzem[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagAllergische Reaktionen
  • HautHautrötung (Erythem)[2]Mehr dazu: Hautausschlag
  • Allgemeine BeschwerdenReizung an der Auftragsstelle, einschließlich Schmerzen, Stechen, Brennen und Rötung der Haut[1, 2]

Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Atembeschwerden, eine Schwellung von Gesicht oder Rachen und ein starker Hautausschlag können Zeichen einer allergischen Reaktion sein [1]. Mehr dazu unter Arzneimittelallergie; Notrufnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Frau in den Dreißigern sitzt an einem hellen Morgen entspannt mit einer Tasse Tee auf einem Balkon zwischen Pflanzen
Bild: KI-generiert

Hautreaktionen: Juckreiz, Hautausschlag und Reizungen an der Auftragsstelle gehören zu den gelegentlichen Nebenwirkungen [1, 2]. Wird die Creme über einen längeren Zeitraum oder in größeren Mengen angewendet, nimmt das Risiko von Nebenwirkungen zu, und die Haut kann eine Überempfindlichkeit gegen die Creme entwickeln [1]. Die Hilfsstoffe Butylhydroxyanisol, Cetylalkohol und Kaliumsorbat können örtlich begrenzte Hautreizungen hervorrufen, Butylhydroxyanisol außerdem Reizungen von Augen und Schleimhäuten [1, 2]. Mehr dazu unter Juckreiz und Hautausschlag.

Augen schützen: Tragen Sie die Creme nicht im Auge oder in Augennähe auf, weil sie dort stechen kann [1]. Gelangt sie versehentlich ins Auge, spülen Sie sofort gründlich mit kaltem Wasser und danach möglichst mit einer Augendusche; ein Brennen kann auftreten. Bekommen Sie Probleme mit dem Sehen oder Schmerzen, wenden Sie sich umgehend an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind laut Packungsbeilage nicht bekannt; laut Fachinformation wurden dazu keine Studien durchgeführt [1, 2]. Weil nach Anwendung auf der Haut nur eine vernachlässigbare Menge in den Körper gelangt, gelten Wechselwirkungen mit innerlich angewendeten Arzneimitteln laut Fachinformation als minimal [2]. Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke trotzdem über alle Arzneimittel, die Sie anwenden [1]. Wird die Creme im Genital- oder Analbereich angewendet, können die Hilfsstoffe Paraffin und Vaselin die Reißfestigkeit von Kondomen aus Latex vermindern [1, 2].

Wechselwirkungen von Fusidinsäure
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Kondome aus Latex (bei Anwendung im Genital- oder Analbereich)Die Hilfsstoffe Paraffin und Vaselin können die Reißfestigkeit vermindern und damit die Sicherheit der Kondome beeinträchtigen[1, 2]Bei Anwendung im Genital- oder Analbereich beachten

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wer Fusidinsäure nicht oder nur mit Vorsicht anwenden sollte

Bei einer Allergie gegen Fusidinsäure oder einen der sonstigen Bestandteile darf die Creme nicht angewendet werden; teilen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt deshalb mit, gegen welche Arzneimittel oder Stoffe Sie allergisch sind [1]. Bei Infektionen durch Erreger, die nicht auf Fusidinsäure ansprechen (insbesondere Pseudomonas aeruginosa), sollte sie laut Fachinformation nicht angewendet werden [2]. Auf sehr großen Hautflächen sollte sie vor allem bei Kindern nicht über längere Zeit angewendet werden [2]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente bei Kindern.

Nicht einnehmen bei

  • Allergie gegen Fusidinsäure oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]

Besondere Vorsicht bei

  • Gesicht und Augen: Die Creme darf nicht im Auge oder in der Nähe des Auges aufgetragen werden, weil sie ein stechendes Gefühl im Auge verursachen kann; bei Anwendung im Gesicht vorher mit Ärztin, Arzt oder Apotheke sprechen[1]
  • Längere Anwendung oder größere Mengen: Das Risiko von Nebenwirkungen nimmt zu, und die Haut kann eine Überempfindlichkeit gegen die Creme entwickeln; laut Fachinformation kann eine längere oder wiederholte Anwendung das Risiko einer Kontaktüberempfindlichkeit erhöhen[1, 2]
  • Resistenz: Laut Fachinformation wurde berichtet, dass Staphylococcus aureus bei äußerlicher Anwendung von Fusidinsäure unempfindlich (resistent) geworden ist. Wie bei allen Antibiotika kann eine längere oder wiederholte Anwendung das Risiko einer Antibiotikaresistenz erhöhen. Bei Infektionen durch nicht empfindliche Erreger, insbesondere Pseudomonas aeruginosa, sollte Fusidinsäure nicht angewendet werden[2]
  • Sehr große Hautflächen, vor allem bei Kindern: Eine längere Anwendung sollte vermieden werden, weil Wirkungen im ganzen Körper wie eine Gelbsucht (Ikterus) nicht ausgeschlossen werden können[2]
  • Hilfsstoffe: Butylhydroxyanisol kann örtlich begrenzte Hautreizungen (z. B. Kontaktdermatitis) sowie Reizungen der Augen und Schleimhäute hervorrufen, Cetylalkohol und Kaliumsorbat örtlich begrenzte Hautreizungen[1, 2]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage und Fachinformation zu Schwangerschaft, Stillzeit, Verkehrstüchtigkeit und Anwendung sagen [1, 2]. Zu Alkohol enthalten beide keinen Hinweis. Für die Schwangerschaft formuliert die Packungsbeilage vorsichtiger als die Fachinformation; beide Angaben stehen in der Karte [1, 2]. Mehr zum Thema im Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.

Schwangerschaft

Laut Packungsbeilage sollten Sie die Creme in der Schwangerschaft nur anwenden, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt dies für unbedingt erforderlich hält. Laut Fachinformation sind Wirkungen in der Schwangerschaft nicht zu erwarten, weil nach Anwendung auf der Haut nur eine vernachlässigbare Menge in den Körper gelangt; die Creme kann ihr zufolge in der Schwangerschaft angewendet werden.[1, 2]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Laut Packungsbeilage dürfte die örtliche Anwendung in der Stillzeit für das Kind "unbedenklich" sein; es wird aber davon abgeraten, die Creme auf der Brust anzuwenden. Laut Fachinformation kann die Creme in der Stillzeit angewendet werden, weil nur eine vernachlässigbare Menge in den Körper gelangt; das Auftragen auf die Brust sollte vermieden werden. Bei Bedenken sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[1, 2]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Autofahren und Maschinen

Laut Packungsbeilage beeinflusst die Creme weder die Verkehrstüchtigkeit noch die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen; laut Fachinformation hat sie keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss.[1, 2]

Einnahme

Nur zur Anwendung auf der Haut, nicht schlucken. Vor dem Auftragen die Hände waschen; vor der ersten Anwendung prüfen, ob die Versiegelung der Tube intakt ist, und sie mit der Spitze des Deckels durchstoßen. Die Creme leicht auftragen, im Gesicht den Kontakt mit den Augen vermeiden und danach die Hände waschen, es sei denn, die Hände werden behandelt.[1]

Anwendung vergessen: die übliche Menge auftragen, sobald Sie daran denken, nicht die doppelte Menge. Nicht über 25 °C lagern; vier Wochen nach dem ersten Öffnen ist die Tube zu entsorgen, auch wenn noch Creme enthalten ist.[1]

Absetzen

Wenden Sie die Creme stets über die von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt empfohlene Dauer an. Bei einem vorzeitigen Abbruch besteht die Möglichkeit, dass die Hautinfektion zurückkehrt oder nicht abheilt.[1]

Überdosierung

Bei einer zu großen Menge oder wenn die Creme versehentlich geschluckt wird, sind Probleme unwahrscheinlich. Bei Anwendung größerer Mengen, besonders auf größeren Hautbereichen, kann es zu Wirkungen im ganzen Körper wie einer Gelbsucht kommen; Fälle einer Überdosierung wurden bisher nicht gemeldet. Wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, wenn Folgen auftreten oder Sie besorgt sind.[1, 2]

Dosierung laut Packungsbeilage

Die Packungsbeilage nennt, wie oft die Creme üblicherweise aufgetragen wird und wie lange die Behandlung normalerweise dauert [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung. Welche Menge Sie anwenden, teilt Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt mit [1].

Einnahme und Absetzen

Die Creme ist nur zur Anwendung auf der Haut bestimmt und darf nicht geschluckt werden. Waschen Sie vor und nach dem Auftragen die Hände, es sei denn, die Hände selbst werden behandelt [1]. Wenden Sie die Creme über die gesamte von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt empfohlene Dauer an. Brechen Sie die Behandlung vorzeitig ab, kann die Hautinfektion zurückkehren oder nicht abheilen [1]. Wie bei allen Antibiotika kann eine längere oder wiederholte Anwendung das Risiko einer Antibiotikaresistenz erhöhen; laut Fachinformation wurde eine Resistenz von Staphylococcus aureus bei äußerlicher Anwendung von Fusidinsäure berichtet [2]. Mehr dazu im Ratgeber Antibiotika richtig einnehmen.

Nach dem ersten Öffnen ist die Tube nach vier Wochen zu entsorgen, auch wenn noch Creme darin ist [1]. Hat ein Kind die Creme verschluckt, wenden Sie sich an eine Ärztin oder einen Arzt [1]. Wurde mehr Creme angewendet als vorgesehen, besonders auf größeren Hautflächen, kann es zu Wirkungen im ganzen Körper wie einer Gelbsucht kommen; Fälle einer Überdosierung wurden bisher nicht gemeldet [1, 2].

Präparate mit Fusidinsäure

Fusidinsäure gibt es als Creme zum Auftragen auf die Haut. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Fusidinsäure-ratiopharm 20 mg/g Creme [1, 2]. Für andere Präparate gelten eigene Packungsbeilagen.

Präparate mit Fusidinsäure
PräparatAnbieterHinweis
Fusidinsäure-ratiopharm 20 mg/g Cremeratiopharm GmbH20 mg Fusidinsäure je Gramm Creme (2 %); verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Fusidinsäure-ratiopharm 20 mg/g Creme. ratiopharm GmbH. Stand 12/2019. abgerufen am 11.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation Fusidinsäure-ratiopharm 20 mg/g Creme. ratiopharm GmbH. Stand 12/2019. abgerufen am 11.10.2026
  3. Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Fusidinsäure und ihre Ester. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 11.10.2026

Häufige Fragen

Wofür wird Fusidinsäure-Creme angewendet?

Zur örtlichen Behandlung nicht schwerer, oberflächlicher, umschriebener Hautinfektionen durch Bakterien, die auf Fusidinsäure ansprechen, vor allem Staphylokokken. Dazu gehören zum Beispiel die ansteckende Borkenflechte (Impetigo), eine oberflächliche Haarbalgentzündung, Entzündungen in der Bartregion oder am Nagelwall sowie infizierte Ekzeme, Schnitt- und Schürfwunden.

Wie lange wird Fusidinsäure-Creme angewendet?

Über die Dauer entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Laut Packungsbeilage dauert die Anwendung normalerweise ein bis zwei Wochen, kann aber je nach Art der Infektion und Ergebnis der Behandlung auch länger dauern. Brechen Sie die Behandlung nicht vorzeitig ab, sonst kann die Infektion zurückkehren oder nicht abheilen.

Können Bakterien gegen Fusidinsäure unempfindlich werden?

Ja. Laut Fachinformation wurde berichtet, dass Staphylococcus aureus bei äußerlicher Anwendung von Fusidinsäure resistent geworden ist; wie bei allen Antibiotika kann eine längere oder wiederholte Anwendung das Risiko einer Antibiotikaresistenz erhöhen. Allgemein liegt die Resistenz laut Fachinformation bei Staphylococcus aureus bei 1 bis 10 Prozent. Gegen manche Bakterien wie Pseudomonas wirkt Fusidinsäure von vornherein nicht.

Welche Nebenwirkungen hat Fusidinsäure-Creme?

Gelegentlich, also bei bis zu 1 von 100 Behandelten, treten Juckreiz, Hautausschlag, Kontaktdermatitis oder Ekzem, Hautrötung sowie Reizungen an der Auftragsstelle mit Schmerzen, Stechen oder Brennen auf. Selten sind Bindehautentzündung, Nesselausschlag, Bläschen, allergische Reaktionen und plötzliche Schwellungen von Haut oder Schleimhäuten (Angioödem). Laut Fachinformation traten in Studien bei 2,3 Prozent der Behandelten Nebenwirkungen auf.

Darf ich Fusidinsäure im Gesicht anwenden?

Sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke. Die Creme darf nicht im Auge oder in der Nähe des Auges aufgetragen werden, weil sie dort stechen kann. Gelangt sie versehentlich ins Auge, spülen Sie sofort gründlich mit kaltem Wasser; bei Sehproblemen oder Schmerzen wenden Sie sich umgehend an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Darf ich Fusidinsäure in der Schwangerschaft oder Stillzeit anwenden?

Laut Packungsbeilage in der Schwangerschaft nur, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es für unbedingt erforderlich hält; die Fachinformation erwartet keine Wirkungen, weil nur eine vernachlässigbare Menge in den Körper gelangt. In der Stillzeit kann die Creme laut Fachinformation angewendet werden, aber nicht auf der Brust.

Ist Fusidinsäure-Creme rezeptfrei?

Nein. Die Arzneimittelverschreibungsverordnung führt Fusidinsäure ohne Ausnahme; Fusidinsäure-ratiopharm 20 mg/g Creme ist verschreibungspflichtig.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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