MedikamenteWirkstoff

Triamcinolon: Nebenwirkungen und Wirkung

Triamcinolonacetonid ist ein Kortison (Glukokortikoid); als verschreibungspflichtige, mittelstark wirksame Creme wird es bei Ekzemen und Schuppenflechte aufgetragen. Gelegentlich treten Überempfindlichkeitsreaktionen wie Brennen oder Juckreiz auf; bei langer oder großflächiger Anwendung kann die Haut dünner werden. Laut Packungsbeilage sollte die Creme höchstens 4 Wochen angewendet werden und darf in der Schwangerschaft nicht verwendet werden; Embryotox hält die örtliche Anwendung nach individueller Risiko-Nutzen-Abwägung für möglich.

Frau Ende vierzig trägt in einem hellen Wohnzimmer eine dünne Schicht Creme auf ihre Handinnenfläche auf
Bild: KI-generiert

Wofür wird Triamcinolon eingesetzt?

Triamcinolon ist ein Glukokortikoid, umgangssprachlich ein Kortison. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Kortikoid-ratiopharm 0,1 % Creme; 1 g Creme enthält 1 mg Triamcinolonacetonid [1, 2]. Die Creme wird bei Hauterkrankungen angewendet, die auf eine örtliche Kortisonbehandlung ansprechen und bei denen ein mittelstark wirksames Kortison nötig ist, zum Beispiel bei verschiedenen akuten und chronischen Ekzemen und bei Schuppenflechte [1, 2]. Laut Fachinformation gehören auch allergische oder unspezifische Entzündungen der Haut dazu [2]. Triamcinolon gehört zu den Cortison-Cremes (topischen Glucocorticoiden).

Andere Formen: Triamcinolon wird nicht nur auf der Haut angewendet, sondern auch in der Nase, als Spritze in Gelenke, zum Einnehmen, in die Vene und in der Zahnheilkunde, etwa bei Autoimmunerkrankungen sowie entzündlichen oder allergischen Erkrankungen [4]. Rezeptfrei sind nur Hafttabletten mit Triamcinolonacetonid zur Anwendung bei wiederkehrenden Aphthen im Mund; Cremes und andere Formen sind verschreibungspflichtig [2, 3]. Für jede dieser Formen gilt eine eigene Packungsbeilage mit eigenen Nebenwirkungen und Hinweisen. Alle weiteren Angaben auf dieser Seite beziehen sich auf die Creme. Mehr zu Kortison zum Einnehmen lesen Sie unter Glucocorticoide.

Wie wirkt Triamcinolon?

Triamcinolonacetonid ist ein künstlich hergestelltes Glukokortikoid mit ausgeprägten antiallergischen und entzündungshemmenden Eigenschaften; die Fachinformation ordnet die Creme den mittelstark wirksamen Kortikosteroiden zu (Gruppe II) [2]. Laut Packungsbeilage ist der Wirkstoff den Hormonen der Nebennierenrinde nachgebildet, wirkt günstig auf entzündliche Vorgänge und greift in wesentliche Stoffwechselvorgänge ein [1]. In der Haut hemmen Glukokortikoide unter anderem die Vermehrung der Oberhautzellen, die Kollagenbildung, das Einwandern von Abwehrzellen und die Freisetzung allergiespezifischer Botenstoffe aus Mastzellen; außerdem verengen sie die Blutgefäße und hemmen die Pigmentbildung [2].

Nach dem Auftragen der 0,1-prozentigen Creme oder Salbe bleiben laut Fachinformation 70 bis 90 Prozent des Wirkstoffs auf der Hautoberfläche. In geschädigter Haut werden 3- bis 10-mal höhere Konzentrationen gemessen, und es gelangen größere Mengen in den Körper [2]. Bei lang andauernder (länger als 4 Wochen) oder großflächiger Anwendung (auf mehr als 20 Prozent der Körperoberfläche), besonders unter luftdicht abschließenden Verbänden, ist eine Aufnahme in den Körper nicht ausgeschlossen [1, 2].

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage und Fachinformation von Kortikoid-ratiopharm 0,1 % Creme eine Häufigkeit angeben; die zusätzlichen Nebenwirkungen bei Kindern stehen weiter unten unter "Besondere Vorsicht bei". "Gelegentlich" heißt: bis zu 1 von 100 Behandelten; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1, 2]. Gelegentlich kommt es zu Überempfindlichkeitsreaktionen wie Brennen, Juckreiz, Reizung, trockener Haut oder allergischer Kontaktdermatitis [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Lange oder großflächige Anwendung: Wird die Creme länger als 4 Wochen, auf mehr als 20 Prozent der Körperoberfläche oder unter luftdicht abschließenden Verbänden angewendet, kann es gelegentlich unter anderem zu Dehnungsstreifen, Hautverdünnung, erweiterten Äderchen, Steroidakne, vermehrter Behaarung, Pigmentverschiebungen, einer Entzündung um den Mund und zusätzlichen Hautinfektionen kommen [1, 2]. Gelangt Wirkstoff in den Körper, wurden eine Unterfunktion der Nebennierenrinde, Anzeichen eines Cushing-Syndroms, ein erhöhter Blutzucker und Zucker im Urin beobachtet [1, 2]. Mehr dazu unter Akne und Pigmentstörungen der Haut.

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • HautÜberempfindlichkeitsreaktionen, zum Beispiel Brennen, Juckreiz, Reizung, trockene Haut oder allergische Kontaktdermatitis[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenJuckreizHautausschlag
  • HautBei lang andauernder (länger als 4 Wochen) oder großflächiger Anwendung (auf mehr als 20 Prozent der Körperoberfläche) oder unter luftdicht abschließenden Verbänden: Dehnungsstreifen (Striae), Dünnerwerden der Haut (Hautatrophie), Erweiterung kleiner Hautgefäße (Teleangiektasien), Steroidakne, Hautbläschen (Miliaria), vermehrte Behaarung (Hypertrichose), Haarbalgentzündung (Follikulitis), Pigmentverschiebungen, Aufweichen der Haut (Mazeration), Entzündung um den Mund (periorale Dermatitis) und zusätzliche Hautinfektionen (Sekundärinfektionen)[1, 2]Mehr dazu: AknePigmentstörungen der HautErhöhte Infektanfälligkeit
  • HormonsystemNach einer Unterbrechung der Behandlung Anzeichen und Beschwerden eines Kortisonentzugs (Steroidentzug), der eine Kortisongabe mit Wirkung im ganzen Körper erfordern kann[2]

Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben

  • AugenVerschwommenes Sehen[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
  • HormonsystemAls Folge einer Aufnahme in den Körper: Unterfunktion der Nebennierenrinde, Anzeichen eines Cushing-Syndroms, erhöhter Blutzucker (Hyperglykämie) und Zucker im Urin (Glukosurie)[1, 2]Mehr dazu: Erhöhter Blutzucker

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Laut Fachinformation sollte bei Sehstörungen eine Überweisung zur Augenärztin oder zum Augenarzt erwogen werden, um Ursachen wie Grauen Star (Katarakt), Grünen Star (Glaukom) oder die seltene zentrale seröse Chorioretinopathie abzuklären, die nach systemischer oder örtlicher Anwendung von Kortikosteroiden gemeldet wurden [2]. Mehr dazu unter Sehstörungen.

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Mann Anfang sechzig mit grauem Haar sitzt mit geschlossenen Augen entspannt auf einer Gartenbank in der Herbstsonne
Bild: KI-generiert

Dauer und Fläche begrenzen: Hautveränderungen wie Hautverdünnung oder Dehnungsstreifen nennt die Packungsbeilage bei lang andauernder oder großflächiger Anwendung und unter luftdicht abschließenden Verbänden [1]. Laut Packungsbeilage ist die Behandlung nur so lange durchzuführen, wie die Ärztin oder der Arzt angibt; eine Dauer von 4 Wochen sollte nicht überschritten werden [1]. Die Häufigkeit der Anwendung kann mit Besserung des Krankheitsbildes verringert werden [1]. Im Gesicht und in Hautfalten wird die Creme nur kurzfristig angewendet und nur, wenn die Behandlung mit bestimmten anderen Arzneimitteln nicht zum gewünschten Erfolg geführt hat [1, 2].

Hautreizungen und Infektionen: Bei Anzeichen einer Überempfindlichkeit sollte das Arzneimittel abgesetzt und die Ärztin oder der Arzt aufgesucht werden [1]. Eine gelegentlich auftretende Hautinfektion muss nach ärztlicher Anordnung behandelt werden; unter Kortison zum Auftragen ist die Gefahr zusätzlicher Hautinfektionen erhöht [1, 2]. Der Hilfsstoff Kaliumsorbat kann örtlich begrenzte Hautreizungen hervorrufen [1, 2]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.

Wechselwirkungen

Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen oder anwenden [1]. Mittel, die das Abbauenzym CYP3A4 in der Leber hemmen, etwa Ritonavir oder Itraconazol, können den Abbau von Kortison bremsen; dann kann mehr Wirkstoff ins Blut gelangen und das Risiko für Nebenwirkungen steigen [1, 2]. Bei lang andauernder oder großflächiger Anwendung sind wegen einer möglichen Aufnahme in den Körper die für Glukokortikoide bekannten Wechselwirkungen zu beachten [1, 2]. Wird die Creme im Genital- oder Analbereich angewendet, kann Weißes Vaselin die Reißfestigkeit von Kondomen aus Latex vermindern [1, 2].

Wechselwirkungen von Triamcinolon
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Mittel, die das Abbauenzym CYP3A4 hemmen (z. B. Ritonavir, Itraconazol)Der Abbau von Kortison wird gehemmt; mehr Wirkstoff im Blut kann das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen[1, 2]Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung; Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren
Bei lang andauernder oder großflächiger Anwendung: die für Glukokortikoide bekannten WechselwirkungenWegen einer möglichen Aufnahme in den Körper[1, 2]Ärztin, Arzt oder Apotheke über alle Arzneimittel informieren
Kondome aus Latex (bei Anwendung im Genital- oder Analbereich)Der Bestandteil Weißes Vaselin kann die Reißfestigkeit vermindern und damit die Sicherheit der Kondome beeinträchtigen[1, 2]Bei Anwendung im Genital- oder Analbereich beachten

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wer Triamcinolon nicht oder nur mit Vorsicht anwenden sollte

Die Creme darf unter anderem nicht bei Windpocken und anderen Virusinfektionen, bei bakteriellen Infektionen oder Pilzerkrankungen (insbesondere im Anwendungsbereich), bei Rosazea, bei einem Ekzem im Mundbereich und in der Schwangerschaft angewendet werden [1, 2]. Bei Kindern ist erhöhte Vorsicht geboten, weil die kindliche Haut mehr Wirkstoff aufnehmen kann [1, 2]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente bei Kindern.

Nicht einnehmen bei

  • Allergie gegen Triamcinolonacetonid oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
  • Windpocken und andere Virusinfektionen[1, 2]
  • Impfreaktionen[1, 2]
  • Tuberkulöse und syphilitische Erkrankungen[1, 2]
  • Bakterielle Infektionen oder Pilzerkrankungen, insbesondere im Anwendungsbereich[1, 2]
  • Rosazea[1, 2]
  • Ekzem im Mundbereich (periorale Dermatitis)[1, 2]
  • Schwangerschaft[1, 2]

Besondere Vorsicht bei

  • Lang andauernde (länger als 4 Wochen) oder großflächige Anwendung (auf mehr als 20 Prozent der Körperoberfläche), besonders unter luftdicht abschließenden Verbänden: Eine Aufnahme in den Körper ist nicht ausgeschlossen; dann sind Gegenanzeigen, Wechselwirkungen und Nebenwirkungen einer innerlichen Kortisonbehandlung zu beachten[1, 2]
  • Gesicht und Hautfalten (z. B. zwischen Fingern oder Zehen): nur kurzfristig und nur, wenn die Behandlung mit bestimmten anderen Arzneimitteln nicht zum gewünschten Erfolg geführt hat[1, 2]
  • Hautinfektionen durch Viren, Bakterien oder Pilze: Kortison zum Auftragen erst einsetzen, wenn die Infektion unter Kontrolle ist; unter der Behandlung ist die Gefahr zusätzlicher Hautinfektionen erhöht[1, 2]
  • Die Creme nicht in die Augen bringen[1, 2]
  • Kinder: nicht großflächig (mehr als 20 Prozent der Körperoberfläche) und nicht lange (mehr als 4 Wochen) anwenden, weil die kindliche Haut mehr Wirkstoff aufnehmen kann. Bei Kindern können eine Unterfunktion der Nebennierenrinde, ein Cushing-Syndrom und ein erhöhter Hirndruck auftreten; die Unterfunktion kann zu einem beeinträchtigten Längenwachstum, einer verzögerten Gewichtszunahme, einem niedrigen Cortisolspiegel im Blut und einer fehlenden Antwort auf eine ACTH-Stimulation führen, ein erhöhter Hirndruck zeigt sich unter anderem durch eine vorgewölbte Fontanelle, Kopfschmerzen und eine beidseitige Schwellung am Sehnervenkopf (Papillenödem). Deshalb möglichst kurz und mit der geringstmöglichen noch wirksamen Dosierung[1, 2]
  • Hilfsstoff Kaliumsorbat: kann örtlich begrenzte Hautreizungen (z. B. Kontaktdermatitis) hervorrufen[1, 2]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage, Fachinformation und das Beratungszentrum Embryotox der Charité zu Schwangerschaft, Stillzeit, Verkehrstüchtigkeit und Anwendung sagen [1, 2, 4]. Zu Alkohol enthalten Packungsbeilage und Fachinformation keinen Hinweis. Packungsbeilage und Embryotox beurteilen die örtliche Anwendung in der Schwangerschaft unterschiedlich: Die Packungsbeilage schließt sie aus, Embryotox hält sie nach individueller Risiko-Nutzen-Abwägung in allen Phasen der Schwangerschaft für möglich; beide Angaben stehen in der Karte [1, 4]. Mehr zum Thema im Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.

Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft darf die Creme nicht angewendet werden. Es liegen keine hinreichenden Daten vor; Glukokortikoide zeigten in Tierversuchen fruchtschädigende Wirkungen, und auch bei menschlichen Feten wird ein erhöhtes Risiko für Lippen-Kiefer-Gaumenspalten bei Anwendung von Glukokortikoiden im ersten Schwangerschaftsdrittel diskutiert. Sind Sie schwanger, setzen Sie sich umgehend mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt in Verbindung. Ist eine Kortisonbehandlung in der Schwangerschaft zwingend nötig, sind laut Fachinformation Substanzen wie Hydrocortison oder Prednisolon anzuwenden.[1, 2]

Embryotox bewertet den Erfahrungsumfang als mittel. Eine örtliche Behandlung darf laut Embryotox nach individueller Risiko-Nutzen-Abwägung in allen Phasen der Schwangerschaft erfolgen. Zum Einnehmen oder gespritzt sollte Triamcinolon im ersten Schwangerschaftsdrittel laut Embryotox möglichst nur nach Prüfung besser geeigneter Alternativen eingesetzt werden; Mittel der Wahl aus der Gruppe der Glukokortikoide für eine Behandlung des ganzen Körpers (systemisch) sind laut Embryotox Prednisolon und Prednison. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[4]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Zum Übertritt von Triamcinolonacetonid in die Muttermilch liegen keine Daten vor; verwandte Substanzen gehen in die Muttermilch über. Bei großflächiger oder langfristiger Anwendung sollten Sie abstillen; laut Fachinformation soll die Creme dann in der Stillzeit nicht angewendet werden. Ein Kontakt des Säuglings mit den behandelten Hautpartien ist zu vermeiden.[1, 2]

Laut Embryotox kann Triamcinolon in der Stillzeit unter anderem auf der Haut angewendet werden; Zubereitungen für die Haut sollen nicht auf den Brüsten aufgetragen werden, damit der Säugling keinen Wirkstoff direkt aufnimmt. Berichte über Beschwerden bei gestillten Säuglingen liegen nicht vor. Glukokortikoide der Wahl für eine Behandlung des ganzen Körpers (systemisch) sind in der Stillzeit laut Embryotox Prednisolon, Prednison und Methylprednisolon. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[4]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Autofahren und Maschinen

Über eine Einschränkung der Verkehrstüchtigkeit oder des Bedienens von Maschinen liegen keine Hinweise vor.[1, 2]

Einnahme

Zur Anwendung auf der Haut: dünn auf die befallenen Stellen auftragen und leicht einmassieren; nicht in die Augen bringen. Anwendung vergessen: nicht die doppelte Menge auftragen. Nicht über 25 °C lagern; nach Anbruch der Tube 12 Monate haltbar.[1, 2]

Absetzen

Brechen Sie die Behandlung ab, können Sie den Behandlungserfolg gefährden; sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Laut Fachinformation bilden sich Zeichen einer Hemmung der Nebennierenrinde nach einer Unterbrechung im Allgemeinen schnell und vollständig zurück; in gelegentlichen Fällen können Absetzerscheinungen auftreten, die eine Kortisongabe mit Wirkung im ganzen Körper erfordern können.[1, 2]

Überdosierung

Nach einer kurzfristigen Überdosierung sind keine Beeinträchtigungen zu erwarten; die Behandlung kann mit der verordneten Dosierung fortgesetzt werden. Bei lang andauernder oder großflächiger Anwendung, besonders unter luftdicht abschließenden Verbänden, kann Wirkstoff in den Körper gelangen und die typischen Nebenwirkungen von Kortison verursachen; laut Fachinformation ist die Behandlung dann abzubrechen.[1, 2]

Dosierung laut Packungsbeilage

Die Packungsbeilage nennt, wie oft die Creme aufgetragen wird, und begrenzt die Dauer der Anwendung; für Kinder gelten zusätzliche Grenzen [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung. Wie Sie Triamcinolon anwenden, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].

Einnahme und Absetzen

Wenden Sie die Creme immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke an. Sie wird dünn auf die befallenen Stellen aufgetragen und leicht einmassiert; in die Augen darf sie nicht gelangen. Kommt sie versehentlich ins Auge, spülen Sie mit reichlich Wasser [1]. Haben Sie eine Anwendung vergessen, tragen Sie nicht die doppelte Menge auf [1]. Nach Anbruch ist die Tube 12 Monate haltbar [1].

Brechen Sie die Behandlung ab, können Sie den Behandlungserfolg gefährden; sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1]. Laut Fachinformation bilden sich Zeichen einer Hemmung der Nebennierenrinde nach einer Unterbrechung im Allgemeinen schnell und vollständig zurück; in gelegentlichen Fällen können Absetzerscheinungen auftreten, die eine Kortisongabe mit Wirkung im ganzen Körper erfordern können [2]. Nach einer kurzfristigen Überdosierung sind laut Packungsbeilage keine Beeinträchtigungen zu erwarten [1]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente absetzen.

Präparate mit Triamcinolon

Triamcinolon gibt es als Creme und in anderen Formen; Präparatenamen sind zum Beispiel Delphicort, Lederlon, Nasacort, Volon und Volon A [4]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Kortikoid-ratiopharm 0,1 % Creme [1, 2]. Weitere Kortisonpräparate zum Auftragen sind zum Beispiel Clobetasol, Betamethason und Hydrocortison.

Präparate mit Triamcinolon
PräparatAnbieterHinweis
Kortikoid-ratiopharm 0,1 % Cremeratiopharm GmbH1 mg Triamcinolonacetonid je Gramm Creme; verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Kortikoid-ratiopharm 0,1 % Creme. ratiopharm GmbH. Stand 09/2024. abgerufen am 11.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation Kortikoid-ratiopharm 0,1 % Creme. ratiopharm GmbH. Stand 09/2024. abgerufen am 11.10.2026
  3. Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Einträge Triamcinolon und Triamcinolonacetonid. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 11.10.2026
  4. Embryotox Embryotox: Triamcinolon. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 11.10.2026

Häufige Fragen

Wofür wird Triamcinolon-Creme angewendet?

Bei Hauterkrankungen, die auf eine örtliche Kortisonbehandlung ansprechen und bei denen ein mittelstark wirksames Kortison nötig ist, zum Beispiel bei verschiedenen akuten und chronischen Ekzemen und bei Schuppenflechte. Triamcinolon gibt es außerdem in anderen Formen, etwa für die Nase, zum Spritzen in Gelenke oder für den Mund; dafür gelten eigene Packungsbeilagen.

Wie lange darf ich Triamcinolon-Creme anwenden?

So lange, wie Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es angibt. Laut Packungsbeilage sollte eine Dauer von 4 Wochen nicht überschritten werden. Bei längerer oder großflächiger Anwendung kann Wirkstoff in den Körper gelangen, und die Haut kann dünner werden.

Macht Triamcinolon die Haut dünn?

Bei lang andauernder (länger als 4 Wochen) oder großflächiger Anwendung (auf mehr als 20 Prozent der Körperoberfläche) oder unter luftdicht abschließenden Verbänden kann es gelegentlich unter anderem zu Hautverdünnung, Dehnungsstreifen, erweiterten Äderchen, Steroidakne, Pigmentverschiebungen und Entzündungen um den Mund kommen. Halten Sie sich deshalb an die verordnete Dauer und Fläche.

Darf ich Triamcinolon-Creme im Gesicht anwenden?

Im Gesicht und in Hautfalten nur kurzfristig und nur, wenn die Behandlung mit bestimmten anderen Arzneimitteln nicht zum gewünschten Erfolg geführt hat. Bei Rosazea und bei einem Ekzem im Mundbereich darf sie nicht angewendet werden; in die Augen darf die Creme nicht gelangen.

Darf ich Triamcinolon in der Schwangerschaft anwenden?

Laut Packungsbeilage darf die Creme in der Schwangerschaft nicht angewendet werden; werden Sie schwanger, beraten Sie sich umgehend mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Das Beratungszentrum Embryotox sieht das für die örtliche Anwendung anders: Sie darf laut Embryotox nach individueller Risiko-Nutzen-Abwägung in allen Phasen der Schwangerschaft erfolgen. Besprechen Sie die Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Darf ich Triamcinolon in der Stillzeit anwenden?

Bei großflächiger oder langfristiger Anwendung sollten Sie laut Packungsbeilage abstillen; der Säugling sollte nicht mit behandelten Hautpartien in Kontakt kommen. Laut Embryotox kann Triamcinolon in der Stillzeit auf der Haut angewendet werden, aber nicht auf den Brüsten.

Darf Triamcinolon-Creme bei Kindern verwendet werden?

Bei Kindern sollte die Creme nicht auf großen Hautflächen (mehr als 20 Prozent der Körperoberfläche) oder länger als 4 Wochen angewendet werden, weil die kindliche Haut mehr Wirkstoff aufnehmen kann. Durch eine verstärkte Aufnahme in den Körper sind bei Kindern unter anderem eine Unterfunktion der Nebennierenrinde, ein beeinträchtigtes Längenwachstum und ein erhöhter Hirndruck möglich. Die Anwendung sollte über einen möglichst kurzen Zeitraum mit der geringstmöglichen Dosierung erfolgen, die noch wirksam ist.

Ist Triamcinolon rezeptfrei erhältlich?

Die Creme ist verschreibungspflichtig. Die Arzneimittelverschreibungsverordnung nimmt Triamcinolonacetonid nur zur Anwendung als Hafttabletten bei wiederkehrenden Aphthen im Mund von der Verschreibungspflicht aus.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

Passt dazu

  • Medikamente Pimecrolimus (Elidel)

    Pimecrolimus (Elidel) ist eine kortisonfreie Creme gegen Neurodermitis.

  • Medikamente Flecainid

    Flecainid wirkt gegen bestimmte Herzrhythmusstörungen.

  • Medikamente Olmesartan

    Olmesartan senkt den Blutdruck.

  • Ratgeber Medikamente und Grapefruit

    Grapefruit kann die Wirkung mancher Medikamente verstärken oder abschwächen.