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Pimecrolimus (Elidel): Nebenwirkungen und Wirkung

Pimecrolimus (Elidel) ist eine verschreibungspflichtige Creme ohne Kortison für Menschen ab 3 Monaten mit leichter oder mittelschwerer Neurodermitis, wenn Kortison zum Auftragen nicht angebracht oder nicht möglich ist. Sehr häufig treten Wärmegefühl oder Brennen an der Auftragsstelle auf, häufig auch Hautinfektionen wie eine Haarbalgentzündung. Während der Behandlung sollten Sie übermäßige Sonne, Solarien und UV-Lampen meiden. Bei schmerzhaften Bläschen wenden Sie sich sofort an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Frau Anfang dreißig mit dunklen Haaren sitzt in einem hellen Wohnzimmer auf dem Sofa und trägt eine dünne Schicht Creme seitlich am Hals auf
Bild: KI-generiert

Die häufigsten Nebenwirkungen

  • Sehr häufig: Wärmegefühl und/oder Brennen an der Anwendungsstelle[1, 2]
  • Häufig: Reizung, Juckreiz und Rötung der Haut an den Stellen, an denen die Creme aufgetragen wurde[1, 2]
  • Häufig: Hautinfektionen wie Haarbalgentzündung (Follikulitis)[1, 2]

Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Wofür wird Pimecrolimus eingesetzt?

Pimecrolimus ist ein entzündungshemmender Wirkstoff zum Auftragen auf die Haut, der kein Kortison (Steroid) enthält [1]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Elidel 10 mg/g Creme; 1 g Creme enthält 10 mg Pimecrolimus [1, 2]. Zugelassen ist die Creme für Menschen ab 3 Monaten mit leichtem oder mittelschwerem atopischem Ekzem (Neurodermitis), wenn eine Behandlung mit Kortison zum Auftragen nicht angebracht oder nicht möglich ist, etwa bei Unverträglichkeit oder mangelnder Wirksamkeit von Kortison oder im Gesicht und am Hals, wo Kortison zum Auftragen für eine Langzeitbehandlung mit Unterbrechungen nicht empfehlenswert ist [2].

Laut Packungsbeilage darf Elidel nur angewendet werden, wenn andere verschreibungspflichtige Arzneimittel oder rückfettende Pflegepräparate nicht wirksam waren oder wenn die Ärztin oder der Arzt empfiehlt, keine anderen verschreibungspflichtigen Arzneimittel anzuwenden [1]. Die Creme wird zur kurzzeitigen Behandlung der Beschwerden eingesetzt und zur Langzeitbehandlung mit Unterbrechungen, um schweren Schüben vorzubeugen; die Behandlung sollte eine Ärztin oder ein Arzt mit Erfahrung in der Behandlung des atopischen Ekzems beginnen [1, 2]. Pimecrolimus ist verschreibungspflichtig [2, 3] und gehört zu den Hautmitteln.

Wie wirkt Pimecrolimus?

Pimecrolimus gehört zu den Calcineurin-Hemmern [2]. Laut Fachinformation bindet es an das Eiweiß Macrophilin-12 und hemmt das Enzym Calcineurin. Dadurch bilden bestimmte Abwehrzellen, die T-Zellen, weniger entzündungsfördernde Botenstoffe (Zytokine) [2]. Laut Packungsbeilage wirkt die Creme in den Hautzellen, die die Entzündung, die typische Rötung und den Juckreiz des Ekzems verursachen [1].

Pimecrolimus dringt laut Fachinformation ähnlich wie Kortison in die Haut ein, durchdringt sie aber in weitaus geringerem Maß. In einer Studie mit erwachsenen Neurodermitis-Patienten lagen 99,8 Prozent der gemessenen Blutspiegel unter 1 ng/ml; auch bei Kindern blieben die Blutspiegel niedrig [2]. In einer Untersuchung an gesunden Freiwilligen verringerten zwei Kortisoncremes über 4 Wochen die Hautdicke, Elidel dagegen nicht [2].

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage und Fachinformation von Elidel eine Häufigkeit angeben. "Sehr häufig" heißt: mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000 [1, 2]. Am häufigsten sind Reaktionen an der Auftragsstelle wie leichte Schmerzen, Wärmegefühl oder Brennen; sie sind im Allgemeinen leicht bis mäßig, treten zu Beginn der Behandlung auf und dauern nur kurz [1]. In Studien berichteten etwa 19 Prozent der mit Elidel Behandelten und etwa 16 Prozent der Vergleichsgruppe über solche Reaktionen [2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Hautinfektionen: Menschen mit atopischem Ekzem sind anfällig für oberflächliche Hautinfektionen. Unter Pimecrolimus kann das Risiko für eine Herpes-simplex-Infektion oder eine ausgebreitete Herpesinfektion der Haut (Eczema herpeticatum) erhöht sein; bei schwerem Ekzem laut Fachinformation auch für bakterielle Hautinfektionen (Impetigo) [1, 2]. Mehr dazu unter Infektanfälligkeit und Lippenherpes.

Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Allgemeine BeschwerdenWärmegefühl und/oder Brennen an der Anwendungsstelle[1, 2]

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Allgemeine BeschwerdenReizung, Juckreiz und Rötung der Haut an den Stellen, an denen die Creme aufgetragen wurde[1, 2]Mehr dazu: Juckreiz
  • HautHautinfektionen wie Haarbalgentzündung (Follikulitis)[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Infektanfälligkeit

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • HautHautinfektionen wie Impetigo (eine bakterielle Hautinfektion), Fieberbläschen (Herpes simplex), Gürtelrose (Herpes zoster), ausgebreitete Herpesinfektion der Haut (Eczema herpeticatum), Warzen (Hautpapillome) und Furunkel (Eiterbeulen)[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Infektanfälligkeit
  • InfektionenDellwarzen (Molluscum contagiosum), eine Virusinfektion der Haut[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Infektanfälligkeit
  • HautVerschlechterung der Ekzem-Beschwerden[1, 2]
  • Allgemeine BeschwerdenAn der Anwendungsstelle: Hautausschlag, Schmerzen, Kribbeln (Parästhesie), leichte Schuppenbildung, Austrocknung und Schwellung (Ödem)[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagKribbeln und Taubheitsgefühl

Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

  • HautAllergische Reaktionen wie Ausschlag, Nesselsucht (Urtikaria) und Angioödem; Zeichen eines Angioödems sind Juckreiz, Nesselsucht, Rötungen an Händen, Füßen und Hals, Schwellung von Rachen und Zunge, Schwellungen um Augen und Lippen sowie Atem- und Schluckbeschwerden[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenNesselsuchtSchwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenAtemnot
  • Stoffwechsel und ErnährungAlkoholunverträglichkeit: vorübergehende Hautrötung, Hautausschlag, Brennen, Juckreiz oder Schwellung kurz nach dem Trinken von Alkohol[1, 2]Mehr dazu: HitzewallungenJuckreiz
  • HautVeränderungen der Hautfarbe: dunklere oder hellere Färbung als die umgebende Haut (Hyper- oder Hypopigmentierung)[1, 2]Mehr dazu: Pigmentstörungen der Haut

Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

  • ImmunsystemSchwere allergische Reaktion (anaphylaktische Reaktion) mit Hautausschlag, Rötung, Juckreiz und Anschwellen von Händen, Füßen, Knöcheln, Gesicht, Lippen, Mund oder Rachen, möglicherweise mit Schluck- oder Atembeschwerden und dem Gefühl eines nahenden Bewusstseinsverlusts[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenSchwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenAtemnot

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Tumoren und Lymphknoten: Während der Anwendung von Pimecrolimus-Creme wurde über Fälle von Tumoren wie Lymphomen der Haut, anderen Lymphomen und Hautkrebs berichtet [1, 2]. Laut Fachinformation ist der Langzeiteffekt auf die örtliche Immunantwort der Haut und auf das Auftreten bösartiger Hautveränderungen nicht bekannt. Werden Calcineurin-Hemmer nach einer Transplantation über längere Zeit im ganzen Körper angewendet, unterdrücken sie das Immunsystem stark und erhöhen das Risiko für Lymphome und bösartige Hautveränderungen; bei Menschen mit atopischem Ekzem wurden unter Elidel jedoch keine wesentlichen Wirkstoffspiegel im Blut nachgewiesen [2]. Über vergrößerte Lymphknoten wurde berichtet; ein Zusammenhang mit der Behandlung konnte nicht festgestellt werden [1, 2].

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Mann in den Vierzigern mit breitkrempigem Hut und leichtem langärmeligem Leinenhemd geht an einem sonnigen Tag einen schattigen Weg unter Bäumen entlang
Bild: KI-generiert

Sonne und UV-Licht: Vermeiden Sie während der Behandlung übermäßige Sonnenbestrahlung, UV-Lampen und Solarien. Halten Sie sich nach dem Auftragen im Freien auf, tragen Sie lockere Kleidung, verwenden Sie geeignete Sonnenschutzprodukte und bleiben Sie möglichst kurz in der Sonne [1, 2]. Mehr dazu unter Lichtempfindlichkeit.

Brennen und Reizungen: Wärmegefühl und Brennen sind normalerweise leicht und dauern nur kurz. Bei ausgeprägten Reaktionen an der Anwendungsstelle benachrichtigen Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Bedecken Sie die behandelte Haut nicht mit Bandagen, Verbänden oder Binden; normale Kleidung ist möglich [1]. Rückfettende Pflegepräparate können Sie unmittelbar nach Elidel auftragen [1, 2].

Infektionen: Ist Ihre Haut infiziert, lassen Sie das vor der Anwendung ärztlich prüfen; mit Elidel wird erst begonnen, wenn die Infektion an den behandelten Stellen abgeklungen ist [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit Arzneimitteln zum Einnehmen sind laut Packungsbeilage unwahrscheinlich. Die Fachinformation begründet das mit der minimalen Aufnahme in den Körper; Pimecrolimus kann danach zusammen mit Antibiotika, Antihistaminika und Kortikosteroiden zum Einnehmen, für die Nase oder zum Inhalieren angewendet werden [1, 2]. Nicht gleichzeitig angewendet werden sollte Elidel mit einer UV-Lichttherapie (UVA, PUVA, UVB) oder mit Mitteln, die die Immunabwehr im ganzen Körper unterdrücken, wie Azathioprin oder Ciclosporin [1, 2].

Impfungen: Impfstellen sollten nicht mit Pimecrolimus behandelt werden, solange dort eine örtliche Reaktion besteht. Bei ausgedehntem Ekzem kann es nötig sein, die Behandlung vor Impfungen zu unterbrechen; darauf weist Sie Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hin [1]. Laut Fachinformation werden Impfungen bei ausgedehnter Erkrankung in behandlungsfreien Zeiten empfohlen [2].

Wechselwirkungen von Pimecrolimus
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
UV-Lichttherapie (UVA, PUVA, UVB)Keine Erfahrungen mit der gleichzeitigen Anwendung; laut Fachinformation sollten ausgedehnte UV-Bestrahlungen während der Behandlung vermieden werden[1, 2]Nicht gleichzeitig anwenden
Mittel, die die Immunabwehr im ganzen Körper unterdrücken (z. B. Azathioprin, Ciclosporin)Keine Erfahrungen mit der gleichzeitigen Anwendung[1, 2]Nicht gleichzeitig anwenden
ImpfungenBei ausgedehntem Ekzem kann eine Unterbrechung der Behandlung vor Impfungen nötig sein; laut Fachinformation werden Impfungen dann in behandlungsfreien Zeiten empfohlen[1, 2]Impfstellen nicht behandeln, solange dort eine örtliche Reaktion besteht; die Ärztin oder der Arzt weist auf eine nötige Pause hin
Andere Arzneimittel zum EinnehmenWechselwirkungen sind unwahrscheinlich; laut Fachinformation kann Pimecrolimus zusammen mit Antibiotika, Antihistaminika und Kortikosteroiden (zum Einnehmen, in der Nase oder inhaliert) angewendet werden[1, 2]Ärztin, Arzt oder Apotheke über alle Arzneimittel informieren

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wer Pimecrolimus nicht oder nur mit Vorsicht anwenden sollte

Bei einer Allergie gegen Pimecrolimus oder einen der sonstigen Bestandteile darf Elidel nicht angewendet werden [1, 2]. Ist Ihr Immunsystem geschwächt, sprechen Sie vor der Anwendung mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke; laut Fachinformation soll Pimecrolimus bei angeborener oder erworbener Immunschwäche und unter einer immunsuppressiven Behandlung nicht angewendet werden [1, 2]. Auf Hautbereiche mit akuten Virusinfektionen wie Fieberbläschen oder Windpocken wird die Creme nicht aufgetragen [1, 2]. Bei Kindern unter 3 Monaten wird die Anwendung nicht empfohlen [1].

Nicht einnehmen bei

  • Allergie gegen Pimecrolimus, laut Fachinformation auch gegen andere Makrolaktame, oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]

Besondere Vorsicht bei

  • Geschwächtes Immunsystem (Immunsuppression), gleich welcher Ursache, oder Behandlung mit Mitteln, die das Immunsystem unterdrücken: vorher mit Ärztin, Arzt oder Apotheke sprechen; laut Fachinformation soll Pimecrolimus bei angeborener oder erworbener Immunschwäche oder unter immunsuppressiver Behandlung nicht angewendet werden[1, 2]
  • Nur bei atopischer Dermatitis anwenden, nicht bei anderen Hauterkrankungen. Nur äußerlich: nicht in Nase, Augen oder Mund; versehentlich dort aufgetragene Creme abwischen und/oder mit Wasser abwaschen und darauf achten, sie nicht zu schlucken[1, 2]
  • Akute Virusinfektionen der Haut wie Fieberbläschen (Herpes simplex) oder Windpocken: dort nicht auftragen. Infizierte Haut vorher ärztlich prüfen lassen; die Behandlung beginnt erst, wenn die Infektion an den behandelten Stellen abgeklungen ist. Das Risiko für eine schwere Herpes-simplex-Infektion der Haut (Eczema herpeticatum) und laut Fachinformation bei schwerem Ekzem für bakterielle Hautinfektionen (Impetigo) kann erhöht sein[1, 2]
  • Sonne und UV-Licht: übermäßige Sonnenbestrahlung, UV-Lampen und Solarien vermeiden; nach dem Auftragen im Freien lockere Kleidung tragen, geeignete Sonnenschutzprodukte verwenden und möglichst kurz in der Sonne bleiben[1, 2]
  • Bösartige Erkrankungen: Während der Anwendung wurde über Fälle von Tumoren wie Tumoren der Lymphknoten (Lymphome) oder der Haut berichtet. Laut Fachinformation ist der Langzeiteffekt auf die örtliche Immunantwort der Haut und auf das Auftreten bösartiger Hautveränderungen nicht bekannt; Pimecrolimus sollte nicht auf möglicherweise bösartige Hautveränderungen oder deren Vorstufen aufgetragen werden. Bei bösartigen Hautveränderungen vorher ärztlich beraten lassen[1, 2]
  • Lymphknoten: In klinischen Prüfungen wurden bei 14 von 1.544 Behandelten (0,9 Prozent) vergrößerte Lymphknoten berichtet, in der Regel im Zusammenhang mit Infektionen; ein ursächlicher Zusammenhang mit Pimecrolimus konnte nicht festgestellt werden. Fehlt eine klare Ursache oder besteht ein Pfeiffersches Drüsenfieber, sollte die Behandlung laut Fachinformation nicht fortgeführt werden[1, 2]
  • Keine abdeckenden Verbände: behandelte Haut nicht mit Bandagen, Verbänden oder Binden bedecken; normale Kleidung ist möglich[1, 2]
  • Rötung nahezu am ganzen Körper (Erythrodermie) oder Netherton-Syndrom: vorher ärztlich beraten lassen; laut Fachinformation wird die Anwendung dann nicht empfohlen. Bei stark entzündeter oder geschädigter Haut können die Blutspiegel höher sein[1, 2]
  • Kinder unter 3 Monaten: Die Anwendung wird nicht empfohlen[1]
  • Hilfsstoffe: Cetylalkohol und Stearylalkohol können örtlich begrenzte Hautreizungen (z. B. Kontaktdermatitis) hervorrufen, Benzylalkohol allergische Reaktionen und leichte örtliche Reizungen, Propylenglycol Hautreizungen[1, 2]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage und Fachinformation zu Alkohol, Schwangerschaft, Stillzeit, Verkehrstüchtigkeit und Anwendung sagen [1, 2]. Selten treten kurz nach dem Trinken von Alkohol vorübergehend Hautrötung, Hautausschlag, Brennen, Juckreiz oder Schwellung auf [1, 2]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente und Alkohol.

Schwangerschaft

Sie sollten Elidel nicht anwenden, wenn Sie schwanger sind. Laut Fachinformation liegen keine ausreichenden Daten vor; wegen der minimalen Aufnahme nach dem Auftragen auf die Haut wird das mögliche Risiko zwar als gering angesehen, dennoch sollte Pimecrolimus in der Schwangerschaft nicht angewendet werden.[1, 2]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob der Wirkstoff nach dem Auftragen auf die Haut in die Muttermilch übergeht. Tragen Sie die Creme nicht auf die Brust auf, wenn Sie stillen. Laut Fachinformation sollten stillende Frauen Pimecrolimus mit Vorsicht anwenden.[1, 2]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Alkohol

Selten können kurz nach dem Trinken von Alkohol vorübergehend Hautrötung, Hautausschlag, Brennen, Juckreiz oder Schwellung auftreten.[1, 2]

Autofahren und Maschinen

Es sind keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen bekannt; laut Fachinformation hat Elidel keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss.[1, 2]

Einnahme

Hände waschen und abtrocknen, die Creme in einer dünnen Schicht auf die betroffenen Hautstellen auftragen, sodass sie vollständig bedeckt sind, und sanft und vollständig einreiben, nur auf Bereiche, die vom Ekzem betroffen sind. Die Creme kann auf allen Hautarealen einschließlich Kopf, Gesicht, Hals und Hautfalten angewendet werden. Rückfettende Pflegepräparate können unmittelbar danach aufgetragen werden. Nicht sofort nach dem Auftragen baden, duschen oder schwimmen, sonst könnte die Creme abgewaschen werden.[1, 2]

Anwendung vergessen: so bald wie möglich nachholen und dann wie gewohnt fortfahren; ist es fast Zeit für die nächste Anwendung, die vergessene auslassen und keine zusätzliche Creme auftragen. Nicht über 25 °C lagern, nicht einfrieren; nach Anbruch innerhalb von 12 Monaten verwenden.[1]

Absetzen

Eine Langzeitbehandlung sollte mit Unterbrechungen und nicht kontinuierlich erfolgen: Beenden Sie die Behandlung, sobald die Ekzem-Beschwerden abgeheilt sind, und beginnen Sie erneut bei den ersten Anzeichen wie Rötung und Juckreiz. Ist nach 6 Wochen keine Besserung zu erkennen oder verschlechtert sich das Ekzem, brechen Sie die Behandlung ab und wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.[1, 2]

Überdosierung

Haben Sie mehr Creme aufgetragen als nötig, wischen Sie den Überschuss einfach ab. Wird Creme versehentlich verschluckt, wenden Sie sich sofort an eine Ärztin oder einen Arzt. Laut Fachinformation liegen keine Erfahrungen mit einer Überdosierung vor.[1, 2]

Dosierung laut Packungsbeilage

Die Packungsbeilage nennt, wie oft die Creme aufgetragen wird und wie die Behandlung mit Unterbrechungen abläuft; die Fachinformation ergänzt, dass für Kinder und Jugendliche dieselbe Dosierung gilt wie für Erwachsene [1, 2]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung. Wie lange Sie Elidel anwenden, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].

Einnahme und Absetzen

Elidel kann auf allen Hautarealen angewendet werden, einschließlich Kopf, Gesicht, Hals und Hautfalten, aber nur dort, wo das Ekzem ist, und nicht in Nase, Augen oder Mund. Waschen und trocknen Sie vorher Ihre Hände, tragen Sie eine dünne Schicht auf und reiben Sie sie sanft und vollständig ein. Baden, duschen oder schwimmen Sie nicht direkt danach, weil die Creme sonst abgewaschen werden könnte [1, 2]. Nach Anbruch ist die Tube innerhalb von 12 Monaten zu verwenden [1].

Eine Langzeitbehandlung sollte mit Unterbrechungen und nicht kontinuierlich erfolgen: Beenden Sie die Anwendung, sobald die Beschwerden abgeheilt sind, und beginnen Sie bei den ersten Anzeichen wie Rötung und Juckreiz erneut [1, 2]. Ist nach 6 Wochen keine Besserung zu erkennen oder verschlechtert sich das Ekzem, brechen Sie die Behandlung ab und wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Haben Sie zu viel Creme aufgetragen, wischen Sie den Überschuss ab; wird Creme verschluckt, wenden Sie sich sofort an eine Ärztin oder einen Arzt [1].

Präparate mit Pimecrolimus

Pimecrolimus ist als Elidel 10 mg/g Creme erhältlich; Zulassungsinhaber in Deutschland ist Viatris Healthcare GmbH [1, 2]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation dieses Präparats [1, 2]. Mehr zur Erkrankung lesen Sie unter Neurodermitis; einen Überblick über Kortison zum Auftragen gibt die Seite Cortison-Cremes.

Präparate mit Pimecrolimus
PräparatAnbieterHinweis
Elidel 10 mg/g CremeViatris Healthcare GmbH10 mg Pimecrolimus je Gramm Creme; verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Elidel 10 mg/g Creme. Viatris Healthcare GmbH. Stand 12/2022. abgerufen am 11.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation Elidel 10 mg/g Creme. Viatris Healthcare GmbH. Stand 12/2022. abgerufen am 11.10.2026
  3. Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Pimecrolimus. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 11.10.2026

Häufige Fragen

Wofür wird Elidel angewendet?

Elidel mit dem Wirkstoff Pimecrolimus wird bei Menschen ab 3 Monaten mit leichtem oder mittelschwerem atopischem Ekzem (Neurodermitis) angewendet, wenn eine Behandlung mit Kortison zum Auftragen nicht angebracht oder nicht möglich ist, zum Beispiel bei Unverträglichkeit, mangelnder Wirksamkeit oder für Gesicht und Hals. Laut Packungsbeilage wird Elidel nur angewendet, wenn andere verschreibungspflichtige Mittel oder rückfettende Pflegepräparate nicht gewirkt haben oder die Ärztin oder der Arzt empfiehlt, keine anderen verschreibungspflichtigen Arzneimittel anzuwenden.

Ist Brennen nach dem Auftragen normal?

Wärmegefühl und Brennen an der Auftragsstelle sind sehr häufig und können mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen. Laut Packungsbeilage sind diese Reaktionen im Allgemeinen leicht bis mäßig, treten zu Beginn der Behandlung auf und dauern nur kurze Zeit an. Bei ausgeprägten Reaktionen benachrichtigen Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Kann Elidel Krebs verursachen?

Während der Anwendung von Pimecrolimus-Creme wurde über Fälle von Tumoren wie Lymphomen oder Hautkrebs berichtet. Laut Fachinformation ist der Langzeiteffekt auf die örtliche Immunantwort der Haut und auf das Auftreten bösartiger Hautveränderungen nicht bekannt; bei Menschen mit Neurodermitis wurden unter Elidel keine wesentlichen Wirkstoffspiegel im Blut nachgewiesen. Haben Sie bösartige Hautveränderungen, sprechen Sie vor der Anwendung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Darf ich mit Elidel in die Sonne?

Vermeiden Sie während der Behandlung übermäßige Sonnenbestrahlung, UV-Lampen und Solarien. Wenn Sie sich nach dem Auftragen im Freien aufhalten, tragen Sie lockere Kleidung, verwenden Sie geeignete Sonnenschutzprodukte und bleiben Sie möglichst kurz in der Sonne. Eine UV-Lichttherapie sollte nicht gleichzeitig erfolgen.

Darf ich Alkohol trinken, wenn ich Elidel verwende?

Selten, also bei bis zu 1 von 1.000 Behandelten, treten kurz nach dem Trinken von Alkohol vorübergehend Hautrötung, Hautausschlag, Brennen, Juckreiz oder Schwellung auf. Ein Verbot nennt die Packungsbeilage nicht; sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie solche Reaktionen bemerken.

Darf Elidel im Gesicht und bei Babys angewendet werden?

Elidel kann auf allen Hautarealen angewendet werden, auch auf Kopf, Gesicht, Hals und in Hautfalten, aber nicht in Augen, Nase oder Mund. Säuglinge ab 3 Monaten werden genauso behandelt wie Erwachsene; bei Kindern unter 3 Monaten wird die Anwendung nicht empfohlen.

Darf ich Elidel in der Schwangerschaft oder Stillzeit anwenden?

In der Schwangerschaft sollten Sie Elidel nicht anwenden. Ob der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht, ist nicht bekannt; tragen Sie die Creme nicht auf die Brust auf, wenn Sie stillen. Laut Fachinformation sollten stillende Frauen Pimecrolimus mit Vorsicht anwenden.

Was tun bei Fieberbläschen oder einer Hautinfektion?

Auf Hautbereiche mit einer akuten Virusinfektion wie Fieberbläschen oder Windpocken dürfen Sie die Creme nicht auftragen. Bilden sich irgendwo am Körper schmerzhafte Bläschen, wenden Sie sich sofort an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt und unterbrechen Sie die Anwendung, bis die Infektion abgeklungen ist. Auch eine andere Hautinfektion während der Behandlung sollten Sie ärztlich melden.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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