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Hormonersatztherapie in den Wechseljahren
Bei einer Hormonersatztherapie erhalten Frauen nach den Wechseljahren das Geschlechtshormon Östrogen, zum Beispiel Estradiol; wer noch eine Gebärmutter hat, bekommt zusätzlich ein Gestagen wie Progesteron oder Dydrogesteron. Sie sollte laut Fachinformation nur bei Beschwerden begonnen werden, die die Lebensqualität beeinträchtigen. Je nach Präparat wirkt sie im ganzen Körper oder, als Creme, vor allem in der Scheide. Typische Nebenwirkungen sind laut den Fachinformationen Blutungen, Brustspannen, Kopfschmerzen und Übelkeit. Zu den Risiken einer im ganzen Körper wirkenden Behandlung gehören Blutgerinnsel, Schlaganfall und ein erhöhtes Brustkrebsrisiko.

Bei einer Hormonersatztherapie erhalten Frauen nach den Wechseljahren das weibliche Geschlechtshormon Östrogen, Frauen mit Gebärmutter zusätzlich ein Gestagen [1, 4, 7]. Begonnen werden sollte sie laut Fachinformation nur zur Behandlung von Beschwerden nach den Wechseljahren, die die Lebensqualität beeinträchtigen; Nutzen und Risiken sollten mindestens jährlich gegeneinander abgewogen werden [1]. Neben Präparaten, die im ganzen Körper wirken, gibt es Östrogene zur Anwendung in der Scheide [5, 12]. Einzelheiten zu jedem Wirkstoff stehen auf den verlinkten Wirkstoffseiten.
Was ist eine Hormonersatztherapie?
Gemeint ist die Behandlung mit weiblichen Geschlechtshormonen gegen Beschwerden nach den Wechseljahren; Fach- und Gebrauchsinformationen sprechen von Hormonsubstitutionstherapie oder Hormonersatzbehandlung, abgekürzt HRT nach dem englischen "hormone replacement therapy" [1, 3]. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) betont, dass eine Hormontherapie kein "natürlicher Ersatz" ist, sondern eine medikamentöse Behandlung, deren Nutzen und Schaden gegeneinander abgewogen werden müssen [12]. Mehr zu den Wechseljahren und zur Behandlung mit Hormonen.
Estradiol (G03CA03) und Estriol (G03CA04) sind in den Fachinformationen als natürliche und halbsynthetische Östrogene ohne weitere Wirkstoffe eingeordnet, Progesteron (G03DA04) als Gestagen und Dydrogesteron (G03DB01) als Gestagen vom Typ Retroprogesteron [1, 4, 5, 7].
Estradiol, Estriol und Progesteron sind laut ihren Fachinformationen chemisch mit den körpereigenen Hormonen identisch [1, 4, 5]. Hormone mit dieser Struktur werden auch als "bioidentisch" oder "natürlich" beworben; sie sind nach dem IQWiG weder natürlicher noch sicherer als synthetisch hergestellte Hormone [12].
Wie eine Hormonersatztherapie wirkt
In den Wechseljahren bildet der Körper weniger weibliche Geschlechtshormone. Das kann nach dem IQWiG mit Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen verbunden sein, die unterschiedlich stark ausfallen und bei den meisten Frauen nach einiger Zeit von selbst aufhören [12]. Estradiol ist das wichtigste Östrogen, das die Eierstöcke bilden; laut Fachinformation ersetzt es die nach den Wechseljahren fehlende Östrogenbildung und mindert die damit verbundenen Beschwerden [1].
Warum zusätzlich ein Gestagen?
Bei Frauen mit Gebärmutter erhöht eine längerfristige Behandlung nur mit Östrogen das Risiko für eine übermäßige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie) und für Krebs der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumkarzinom) [1, 7]. Ein zusätzliches Gestagen gleicht dieses Risiko der Östrogen-Behandlung laut Fachinformation aus, wenn es zyklisch über eine dort festgelegte Mindestzahl von Tagen je Zyklus oder durchgehend kombiniert gegeben wird [1, 7]. Progesteron wandelt die unter Östrogen aufgebaute Schleimhaut in eine sogenannte sekretorische Form um; Dydrogesteron bewirkt laut Fachinformation eine volle sekretorische Umwandlung und hat keine östrogene, androgene, anabole oder kortikoide Wirkung [4, 7]. Frauen ohne Gebärmutter nehmen nach dem IQWiG gewöhnlich ein Präparat nur mit Östrogen; ein zusätzliches Gestagen wird bei ihnen laut Fachinformation von Estradiol nicht empfohlen, sofern keine Endometriose bekannt ist [1, 12].
Im ganzen Körper oder in der Scheide
Estradiol als Spray auf der Haut wirkt laut Fachinformation im ganzen Körper (systemisch) [1]. Estriol als Vaginalcreme wirkt dagegen vor allem örtlich: Laut Fachinformation bilden sich durch Östrogenmangel bedingte entzündliche Veränderungen der Scheide zurück, und die natürliche Scheidenflora (Döderlein-Flora) kann sich wieder einstellen [5]. Ein Teil des Wirkstoffs gelangt aber auch ins Blut [5]. Bei einer ausschließlich örtlichen Behandlung in der Scheide kann nach dem IQWiG in der Regel auf ein Gestagen verzichtet werden; für Estriol zur Anwendung in der Scheide empfiehlt die Fachinformation kein zusätzliches Gestagen [5, 12].
Wofür eine Hormonersatztherapie eingesetzt wird
Die zugelassenen Anwendungsgebiete stehen in der Fachinformation des jeweiligen Präparats:
- Estradiol (transdermales Spray): Hormonersatzbehandlung bei Beschwerden durch Östrogenmangel bei Frauen nach den Wechseljahren, deren letzte Monatsblutung mindestens 6 Monate zurückliegt oder deren Eierstöcke operativ entfernt wurden, mit oder ohne Gebärmutter; bei Frauen über 65 Jahren gibt es nur begrenzte Erfahrungen [1]. Estradiol-Tabletten mit Estradiolvalerat werden bei Frauen angewendet, deren letzte Monatsblutung mindestens 1 Jahr zurückliegt [3].
- Estriol (Vaginalcreme): Beschwerden durch Östrogenmangel an Scheide und äußerem Genitale, etwa Juckreiz, Brennen, trockene Scheide, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Entzündungen, als Begleitbehandlung bei Scheideninfektionen sowie zur Vor- und Nachbehandlung bei Operationen an der Scheide [5]. Estriol-Tabletten zum Einnehmen sind zur Hormonersatzbehandlung nur bei Frauen bestimmt, deren Gebärmutter entfernt wurde [6].
- Progesteron (Kapseln zum Einnehmen): Zyklusstörungen durch einen Mangel an Gelbkörperhormon und Zusatzbehandlung zu einem Östrogen bei Frauen nach den Wechseljahren mit Gebärmutter [4].
- Dydrogesteron (Filmtabletten): Zyklusunregelmäßigkeiten bei Progesteronmangel und Ergänzung einer Östrogen-Behandlung bei Frauen mit Gebärmutter, deren Beschwerden auf die natürliche oder operativ herbeigeführte Menopause zurückgehen [7].
Für Beginn und Fortführung der Behandlung gilt laut den Fachinformationen: die niedrigste wirksame Dosis für die kürzestmögliche Zeit [1, 5]. Der Risikobewertungsausschuss der Europäischen Arzneimittel-Agentur (PRAC) hat diese Vorgabe bekräftigt, wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in seiner Risikoinformation vom 15.05.2020 mitteilt [9]. Ob die Behandlung noch notwendig ist, sollte laut Fachinformation von Estradiol in regelmäßigen Abständen überprüft werden, zum Beispiel alle 3 bis 6 Monate [1].
Wirkstoffe der Gruppe
Diese Wirkstoffe der Hormonersatztherapie sind auf dieser Website mit einem geprüften Wirkstoff-Steckbrief beschrieben:
- Dydrogesteronz. B. DuphastonZyklusunregelmäßigkeiten bei Progesteronmangel, Ergänzung einer Östrogen-Hormonersatztherapie
- Estradiolz. B. Gynokadin Dosiergel, Gynokadin Tabletten, LenzettoBeschwerden nach den Wechseljahren (Hormonersatzbehandlung)
- Estriolz. B. OeKolp-Creme, OeKolp forte Ovula, OeKolp-TablettenBeschwerden durch Östrogenmangel an Scheide und Vulva, Vor- und Nachbehandlung bei Scheidenoperationen
- Progesteronz. B. Crinone, Famenita, ProgestanZyklusstörungen durch Progesteronmangel, Zusatz zur Östrogenbehandlung in den Wechseljahren
Tibolon ist nach dem IQWiG ein künstliches Hormon mit östrogen- und gestagenähnlichen Wirkungen, das in Deutschland relativ selten verschrieben wird [12].
Hormonpräparate gegen Wechseljahresbeschwerden gibt es nach dem IQWiG als Tablette oder Kapsel zum Schlucken, als Nasenspray, als Pflaster oder Gel für die Haut, als Spritze sowie als Creme, Gel, Tablette, Zäpfchen oder Ring zum Einführen in die Scheide [12].
Östrogene zur Anwendung in der Scheide
Nach der Fachinformation der Estriol-Vaginalcreme gelten die Risiken einer systemischen Hormonersatztherapie für Estriol in der Scheide in geringerem Ausmaß, sollten bei Langzeit- oder wiederholter Anwendung aber bedacht werden [5]. Wie sich eine Anwendung über mehr als ein Jahr oder eine wiederholte Anwendung auf die Gebärmutterschleimhaut auswirkt, ist laut Fachinformation unklar; bei wiederholter Anwendung sollte die Behandlung mindestens jährlich überprüft werden [5]. Bei Frauen ohne frühere Brustkrebserkrankung, die niedrig dosierte Östrogene in der Scheide anwenden, weist eine große Metaanalyse laut Fachinformation auf kein zusätzliches Brustkrebsrisiko hin; ob die Anwendung das Wiederauftreten einer Brustkrebserkrankung fördert, ist nicht bekannt [5, 9].
Anders bei hochdosierten Estradiol-Cremes mit 0,01 % Estradiol (100 Mikrogramm Estradiol je Gramm Creme). Laut Rote-Hand-Brief vom 20.02.2020 zu Linoladiol N ist die Behandlung wegen fehlender Daten zur Langzeitsicherheit auf einen einmaligen Zeitraum von bis zu 4 Wochen zu begrenzen; bei Frauen, die bereits eine Hormonersatztherapie zum Einnehmen oder über die Haut erhalten, sollte die Creme nicht angewendet werden [10]. Das BfArM hat den europäischen Beschluss mit Bescheid vom 18.03.2020 umgesetzt: Bei Frauen nach den Wechseljahren lagen die Estradiolspiegel im Blut nach Anwendung dieser Cremes höher als üblich, was zu ähnlichen Nebenwirkungen führen könnte wie eine Hormonersatztherapie [11].
Typische Nebenwirkungen

Die vollständige Liste steht in der Packungsbeilage Ihres Präparats und auf den Wirkstoffseiten. In klinischen Studien zu Anwendungsgebieten ohne Östrogen waren die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen unter Dydrogesteron Migräne oder Kopfschmerzen, Übelkeit, Blutungsstörungen sowie Schmerzen oder Empfindlichkeit der Brust [7]. Östrogen-Gestagen-Präparate lösen nach dem IQWiG häufig Blutungen aus, die einer Regelblutung ähneln können; auch bei einer örtlichen Behandlung in der Scheide können Schmierblutungen und Brustspannen auftreten [12]. Wie die Produktinformationen der einzelnen Wirkstoffe ausgewählte Nebenwirkungen einstufen, zeigt die Tabelle; was die Angaben bedeuten, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
| Wirkstoff | Kopfschmerzen | Übelkeit | Brustspannen und Brustvergrößerung | Zyklusstörungen | Schwindel | Wassereinlagerungen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dydrogesteron | Häufig | Häufig | Häufig | Häufig | Gelegentlich | Selten |
| Estradiol | Häufig | Häufig | Häufig | Häufig | Gelegentlich | Gelegentlich |
| Estriol | Selten | Gelegentlich | Gelegentlich | Gelegentlich | nicht genannt | Gelegentlich |
| Progesteron | Häufig | Selten | Gelegentlich | Häufig | Gelegentlich | nicht genannt |
Angaben aus der Packungsbeilage bzw. Fachinformation des jeweiligen Wirkstoffs; die Quellen stehen auf der Wirkstoffseite. "nicht genannt" heißt: Die Wirkstoffseite führt diese Beschwerde nicht als eigene Nebenwirkung auf. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats. Zeilen, die in der Produktinformation gesondert für Kinder oder Jugendliche aufgeführt sind, sind nicht berücksichtigt; sie stehen auf der Wirkstoffseite. Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website mit geprüftem Datensatz beschrieben sind.
Blutungen und Schmierblutungen
Durchbruch- und Schmierblutungen können laut den Fachinformationen in den ersten Monaten der Behandlung auftreten. Treten sie erst einige Zeit später auf oder halten sie nach dem Ende der Behandlung an, muss die Ursache ermittelt werden, unter Umständen mit einer Gewebeprobe der Gebärmutterschleimhaut, um eine bösartige Erkrankung auszuschließen [1, 4, 7]. Bei der Estriol-Vaginalcreme ist die Ursache von Blutungen zu jeder Zeit der Behandlung abzuklären [5]. Änderungen der Periode, ein Ausbleiben der Blutung oder Zwischenblutungen sind laut Fachinformation von Progesteron allgemein mit seiner Anwendung verbunden; wird zu früh im Zyklus begonnen, vor allem vor dem 15. Zyklustag, kann sich der Zyklus verkürzen [4]. Mehr unter Zyklusstörungen.
Brustspannen, Kopfschmerzen und Übelkeit
Schmerzempfindliche Brüste und Brustschmerzen, Kopfschmerzen und Übelkeit sind in der Fachinformation von Estradiol als häufig eingestuft, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten [1]. Bei der Estriol-Vaginalcreme stuft die Fachinformation Brustschmerzen (Mastodynie) während der ersten Wochen als gelegentlich ein, also bei bis zu 1 von 100 Behandelten [5]. Das (erstmalige) Einsetzen migräneartiger Kopfschmerzen ist laut den Fachinformationen von Estradiol und Estriol ein Grund, die Behandlung sofort abzubrechen; bei Dydrogesteron gilt das für migräneartige oder ungewohnt starke Kopfschmerzen und akute Sehstörungen [1, 5, 7]. Mehr unter Brustspannen, Kopfschmerzen und Übelkeit.
Müdigkeit und Schwindel bei Progesteron und Dydrogesteron
Progesteron kann nach dem Einnehmen Schläfrigkeit oder Schwindel verursachen; laut Fachinformation werden diese Beschwerden vor allem bei gleichzeitigem Östrogenmangel beobachtet und lassen sich durch die Einnahme vor dem Schlafengehen vermeiden [4]. Dydrogesteron kann laut Fachinformation eine leichte Schläfrigkeit (als selten eingestuft) oder Schwindel (als gelegentlich eingestuft) verursachen, besonders in den ersten Stunden nach der Einnahme; Fahrzeuge und Maschinen sollten deshalb nur mit Vorsicht bedient werden [7]. Mehr unter Müdigkeit, Schwindel und im Ratgeber Medikamente und Autofahren.
Blutgerinnsel in den Venen
Eine Hormonersatztherapie ist laut den Fachinformationen mit einem 1,3- bis 3-fach erhöhten Risiko für Blutgerinnsel in den Venen verbunden (venöse Thromboembolie), also für tiefe Venenthrombosen oder Lungenembolien; im ersten Jahr der Behandlung ist ein solches Ereignis wahrscheinlicher als später [1, 7]. Als allgemein anerkannte Risikofaktoren nennt die Fachinformation von Estradiol unter anderem die Anwendung von Östrogenen, höheres Alter, größere Operationen, längere Ruhigstellung (Immobilisierung), Übergewicht (BMI über 30 kg/m²), systemischen Lupus erythematodes und Krebs [1]. Steht nach einer geplanten Operation eine längere Ruhigstellung an, empfiehlt die Fachinformation, die Hormonersatztherapie 4 bis 6 Wochen vor dem Eingriff auszusetzen [1]; sprechen Sie das mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Für die Estriol-Vaginalcreme gilt dieses Risiko der systemischen Behandlung laut Fachinformation in geringerem Ausmaß [5]. Mehr unter Thromboserisiko, Thrombose und im Ratgeber Medikamente vor der OP.
Schlaganfall und Herz
Die Behandlung mit Östrogen und Gestagen und die Behandlung nur mit Östrogen sind laut Fachinformation mit einem bis zu 1,5-fach erhöhten Risiko für einen ischämischen Schlaganfall verbunden, also einen Schlaganfall durch eine Durchblutungsstörung; das Risiko für einen Schlaganfall durch eine Hirnblutung ist unter einer Hormonersatztherapie nicht erhöht [1]. Das relative Risiko hängt nicht vom Alter ab; weil das Grundrisiko mit dem Alter steigt, nimmt das Gesamtrisiko unter einer Hormonersatztherapie aber mit zunehmendem Alter zu [1]. Aus randomisierten kontrollierten Studien gibt es laut Fachinformation keine Hinweise, dass eine Hormonersatztherapie vor einem Herzinfarkt schützt. Unter einer Kombination aus Östrogen und Gestagen ist das relative Risiko einer koronaren Herzkrankheit geringfügig erhöht; unter Östrogen allein fanden sich in solchen Studien bei Frauen ohne Gebärmutter keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko [1].
Brustkrebs und andere Krebsrisiken
Laut den Fachinformationen gibt es Belege für ein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei Frauen, die eine Hormonersatztherapie mit Östrogen und Gestagen oder nur mit Östrogen erhalten; das Risiko hängt von der Dauer der Behandlung ab [1, 7]. Bei der Kombination zeigt es sich nach etwa 3 (1 bis 4) Jahren; bei einer kombinierten Behandlung über mehr als 5 Jahre war das Risiko für eine Brustkrebsdiagnose laut Fachinformation von Estradiol bis zu 2-fach erhöht [1]. Bei Östrogen allein ist die Erhöhung geringer als bei der Kombination [1]. Nach dem Ende der Behandlung nimmt das zusätzliche Risiko mit der Zeit ab; wurde die Hormonersatztherapie länger als 5 Jahre angewendet, kann es 10 Jahre oder länger bestehen bleiben. Über die entsprechende Aktualisierung der Produktinformationen nach einer europäischen Signalbewertung hat das BfArM am 15.05.2020 informiert [1, 9]. Eine Hormonersatztherapie, vor allem die Kombination, führt laut Fachinformation zu einer erhöhten Brustdichte in der Mammographie, was die Brustkrebsdiagnostik erschweren kann [1].
Für Eierstockkrebs, der viel seltener ist als Brustkrebs, lassen Daten einer großen Metaanalyse laut Fachinformation auf ein leicht erhöhtes Risiko schließen, das sich innerhalb von 5 Anwendungsjahren zeigt und nach dem Ende der Behandlung im Laufe der Zeit abnimmt [1, 7]. Im Zusammenhang mit Dydrogesteron wurde laut Fachinformation über Hirnhauttumoren (Meningeome) berichtet; wird ein Meningeom festgestellt, müssen alle Dydrogesteron-haltigen Behandlungen abgebrochen werden [7]. Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind oder waren, sollten nach dem IQWiG keine Hormonpräparate einnehmen [12]. Teilen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt Veränderungen der Brust mit, etwa Einziehungen der Haut, Veränderungen der Brustwarzen oder tastbare Knoten [2, 9].
Unter einer Hormonersatztherapie verbessern sich die geistigen Fähigkeiten laut Fachinformation nicht; bei Frauen, die bei Beginn älter als 65 Jahre waren, gibt es Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für eine wahrscheinliche Demenz [1, 5].
Wichtige Wechselwirkungen
Die folgenden Wechselwirkungen beschreiben die Fachinformationen, viele für Östrogene und Gestagene allgemein [1, 4, 7]:
| Zusammen mit | Was passieren kann |
|---|---|
| Mittel gegen Epilepsie wie Phenobarbital, Phenytoin, Carbamazepin; Mittel gegen Infektionen wie Rifampicin, Rifabutin, Nevirapin, Efavirenz; Ritonavir, Nelfinavir | Östrogene und Gestagene können schneller abgebaut werden; das kann ihre Wirkung vermindern und das Blutungsmuster verändern [1, 7]. Über die Haut angewendete Hormone werden davon möglicherweise weniger stark beeinträchtigt als eingenommene [1] |
| Johanniskraut; bei Dydrogesteron auch Salbei und Ginkgo biloba | Schnellerer Abbau der Hormone, verminderte Wirkung möglich [1, 4, 7] |
| Lamotrigin | Laut Fachinformation von Estradiol ist davon auszugehen, dass eine Hormonersatztherapie die Lamotrigin-Spiegel senkt und die Anfallskontrolle verringern kann; nachgewiesen ist die Wechselwirkung für östrogenhaltige Verhütungsmittel [1] |
| Ketoconazol und andere Hemmer des Enzyms CYP3A4 | Mehr Progesteron kann in den Körper gelangen [4] |
| Mittel gegen Diabetes | Gestagene können die Glukosetoleranz verringern [4] |
| Laboruntersuchungen | Östrogene erhöhen bestimmte Bindungseiweiße im Blut und damit zum Beispiel den gemessenen Gesamtwert der Schilddrüsenhormone, die freien Hormone bleiben unverändert; Progesteron kann Leber- und Hormontests beeinflussen [1, 4] |
| Andere Behandlungen in der Scheide; Kondome aus Latex (bei Estriol-Vaginalcreme) | Klinisch bedeutsame Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind unwahrscheinlich, mit anderen Behandlungen in der Scheide aber möglich; die Reißfestigkeit von Latex-Kondomen kann vermindert sein [5] |
| Hochdosierte Estradiol-Creme | Sollte nicht angewendet werden, wenn bereits eine Hormonersatztherapie zum Einnehmen oder über die Haut erfolgt [10, 11] |
Die Liste ist nicht vollständig. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke, bevor Sie ein neues Mittel dazunehmen, auch ein rezeptfreies oder pflanzliches. Mehr im Ratgeber Wechselwirkungen.
Wann eine Hormonersatztherapie nicht oder nur mit Vorsicht angewendet wird
Die Fachinformationen von Estradiol und Estriol nennen als Gegenanzeigen unter anderem bestehenden oder früheren Brustkrebs oder einen entsprechenden Verdacht, östrogenabhängige bösartige Tumoren wie Krebs der Gebärmutterschleimhaut, ungeklärte Blutungen im Genitalbereich, eine unbehandelte Endometriumhyperplasie, frühere oder bestehende Blutgerinnsel in den Venen, eine bekannte Neigung zu Thrombosen (etwa Protein-C-, Protein-S- oder Antithrombin-Mangel), bestehende oder kurz zurückliegende Gefäßverschlüsse in den Arterien wie Angina pectoris oder Herzinfarkt, Lebererkrankungen mit nicht normalisierten Leberwerten und Porphyrie [1, 5]. Progesteron darf unter anderem bei einer Allergie gegen Soja oder Erdnuss, bei Hirnblutungen und schweren Leberfunktionsstörungen nicht angewendet werden, Dydrogesteron unter anderem nicht bei gestagenabhängigen Tumoren oder einem Meningeom, auch in der Vorgeschichte [4, 7]. Wird ein Gestagen mit einem Östrogen kombiniert, gelten zusätzlich die Gegenanzeigen des Östrogenpräparats [4, 7].
Für Arzneimittel mit Estradiol und Dydrogesteron stimmte die europäische Koordinierungsgruppe CMDh im Juli 2024 dem Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) zu, der einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Dydrogesteron/Estradiol und Hirnhauttumoren (Meningeomen) zumindest für eine begründete Möglichkeit hält. Sie empfahl, ein bestehendes oder früheres Meningeom als neue Gegenanzeige in die Produktinformation aufzunehmen; die Zulassungsinhaber hatten die Änderung bis zum 07.11.2024 einzureichen [13].
Engmaschig überwacht werden sollte laut Fachinformation unter anderem bei Myomen oder Endometriose, Risikofaktoren für Thrombosen oder östrogenabhängige Tumoren (etwa Brustkrebs bei Verwandten ersten Grades), Bluthochdruck, Lebererkrankungen, Diabetes, Gallensteinen, Migräne oder schweren Kopfschmerzen, systemischem Lupus erythematodes, Epilepsie, Asthma und Otosklerose [1]. Abzubrechen ist die Behandlung bei Gelbsucht oder Verschlechterung der Leberfunktion, deutlichem Blutdruckanstieg, erstmals auftretenden migräneartigen Kopfschmerzen und einer Schwangerschaft [1]. Estradiol-Spray, Progesteron-Kapseln und Estriol-Vaginalcreme sind laut ihren Produktinformationen kein Mittel zur Empfängnisverhütung [2, 4, 5]. Trifft ein Punkt auf Sie zu, besprechen Sie das mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Schwangerschaft und Stillzeit
In Schwangerschaft und Stillzeit ist das Estradiol-Spray laut Fachinformation kontraindiziert; tritt während der Behandlung eine Schwangerschaft ein, sollte die Behandlung sofort abgebrochen werden [1]. Die meisten epidemiologischen Studien zu einer unbeabsichtigten Östrogen-Einwirkung auf das Ungeborene zeigen laut Fachinformation keine fruchtschädigenden Wirkungen [1]. Die Estriol-Vaginalcreme ist in der Schwangerschaft nicht angezeigt; Daten dazu, wie viel Estriol nach Anwendung in der Scheide das Ungeborene erreicht, liegen laut Fachinformation nicht vor [5]. Estriol geht in die Muttermilch über; ist eine Behandlung in der Stillzeit nötig, sollte sie örtlich und niedrig dosiert erfolgen [5].
Für Progesteron zum Einnehmen zeigen umfangreiche Daten von Schwangeren laut Fachinformation keine Fehlbildungen und keine schädlichen Wirkungen auf das Ungeborene oder Neugeborene; in der Stillzeit sollte es nicht angewendet werden [4]. Das Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité (Embryotox) bewertet den Erfahrungsumfang mit Progesteron in der Schwangerschaft als hoch: Bei knapp 700 ausgewerteten Schwangerschaften mit Progesteron im ersten Schwangerschaftsdrittel war kein erhöhtes Fehlbildungsrisiko erkennbar; für die Stillzeit sieht Embryotox keine Indikation [8]. Dydrogesteron ist laut Fachinformation zur Anwendung in der Schwangerschaft nicht zugelassen und sollte in der Stillzeit nicht eingenommen werden [7]. Mehr in den Ratgebern Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.
Absetzen
Eine Hormonersatztherapie sollte laut Fachinformation nur so lange fortgeführt werden, wie der Nutzen die Risiken überwiegt; ob sie noch notwendig ist, wird in regelmäßigen Abständen überprüft [1]. Was nach dem Absetzen geschieht, ist nach dem IQWiG bislang nicht klar und unterscheidet sich möglicherweise von Frau zu Frau: Es kann sein, dass danach keine Beschwerden mehr auftreten, bei anderen Frauen können Wechseljahresbeschwerden zurückkehren [12]. Setzen Sie das Mittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab; die Angaben der Packungsbeilage stehen etwa unter Progesteron absetzen. Mehr im Ratgeber Medikamente absetzen.
Unterschied zur hormonellen Verhütung
Die Fachinformation von Estradiol unterscheidet bei den Wechselwirkungen zwischen Mitteln mit Ethinylestradiol, wie sie in kombinierten hormonalen Verhütungsmitteln enthalten sind, und Arzneimitteln mit anderen Östrogenen wie Estradiol [1]. Estradiol-Spray, Progesteron-Kapseln und Estriol-Vaginalcreme verhüten laut ihren Produktinformationen nicht [2, 4, 5]. Liegt die letzte Monatsblutung weniger als 12 Monate zurück oder sind Sie jünger als 50 Jahre, kann laut Packungsbeilage von Estradiol eine zusätzliche Verhütung erforderlich sein [2]. Mehr unter Verhütungsmittel.
Quellen
- Fachinformation Fachinformation Lenzetto 1,53 mg/Sprühstoß transdermales Spray, Lösung (Estradiol). Gedeon Richter Plc. / Gedeon Richter Pharma GmbH. Stand 07/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Lenzetto 1,53 mg/Sprühstoß transdermales Spray, Lösung (Estradiol). Gedeon Richter Plc. / Gedeon Richter Pharma GmbH. Stand 07/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Gynokadin Tabletten 2 mg (Estradiolvalerat). Besins Healthcare Germany GmbH. Stand 09/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Utrogest 100 mg / 200 mg Weichkapseln (Progesteron). Besins Healthcare Germany GmbH. Stand 01/2023. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation OeKolp-Creme 1 mg/g Vaginalcreme (Estriol). Besins Healthcare Germany GmbH. Stand 05/2024. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation OeKolp-Tabletten 2 mg (Estriol). Besins Healthcare Germany GmbH. Stand 09/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Duphaston 10 mg (Dydrogesteron). Theramex Ireland Limited. Stand 09/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Embryotox Embryotox: Progesteron. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
- Behörde Hormonersatztherapie: PRAC schließt die Überprüfung neuer Informationen über das bekannte Brustkrebsrisiko ab. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 15.05.2020. abgerufen am 12.10.2026
- Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu Linoladiol N® (Estradiol): Risiken in Verbindung mit einer systemischen Exposition. Dr. August Wolff GmbH & Co. KG Arzneimittel; veröffentlicht vom BfArM. Stand 20.02.2020. abgerufen am 12.10.2026
- Behörde Hochdosierte, estradiolhaltige Cremes: Neue Überprüfung der Risiken (Bescheid im Stufenplanverfahren vom 18.03.2020). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 14.04.2020. abgerufen am 12.10.2026
- Hormontherapie gegen Wechseljahrsbeschwerden. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 02.01.2023. abgerufen am 12.10.2026
- Behörde Dydrogesteron/Estradiol: Wissenschaftliche Schlussfolgerungen und Gründe für die Änderung der Bedingungen der Genehmigungen für das Inverkehrbringen, Anhänge I bis III (PSUSA, CMDh-Stellungnahme). Koordinierungsgruppe CMDh, Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Stand CMDh-Sitzung Juli 2024, Übersetzungen 09.09.2024, Umsetzung bis 07.11.2024. abgerufen am 22.10.2026
Häufige Fragen
Was ist eine Hormonersatztherapie?
Eine Behandlung mit weiblichen Geschlechtshormonen gegen Beschwerden nach den Wechseljahren: Östrogen, bei Frauen mit Gebärmutter zusammen mit einem Gestagen. Laut Fachinformation sollte sie nur begonnen werden, wenn die Beschwerden die Lebensqualität beeinträchtigen; Nutzen und Risiken sollten mindestens jährlich abgewogen werden. Das IQWiG beschreibt sie nicht als "natürlichen Ersatz", sondern als medikamentöse Behandlung.
Welche Nebenwirkungen hat eine Hormonersatztherapie?
In den Fachinformationen stehen unter anderem Blutungen und Schmierblutungen, Brustspannen oder Brustschmerzen, Kopfschmerzen und Übelkeit; Progesteron und Dydrogesteron können laut ihren Fachinformationen Schläfrigkeit oder Schwindel verursachen. Durchbruch- und Schmierblutungen können in den ersten Monaten der Behandlung auftreten. Wie häufig eine Beschwerde ist, hängt vom Wirkstoff und Präparat ab.
Erhöht eine Hormonersatztherapie das Brustkrebsrisiko?
Laut den Fachinformationen gibt es Belege für ein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei einer Hormonersatztherapie mit Östrogen und Gestagen oder nur mit Östrogen; das Risiko hängt von der Dauer ab und ist bei Östrogen allein geringer. Nach dem Ende der Behandlung nimmt es mit der Zeit ab, kann nach mehr als 5 Jahren Anwendung aber 10 Jahre oder länger bestehen bleiben, wie das BfArM am 15.05.2020 mitgeteilt hat. Bei niedrig dosierten Östrogenen in der Scheide weist eine große Metaanalyse laut Fachinformation auf kein zusätzliches Risiko bei Frauen ohne frühere Brustkrebserkrankung hin.
Ist eine Östrogencreme für die Scheide dasselbe wie eine Hormonersatztherapie?
Nicht ganz. Estriol als Vaginalcreme wirkt vor allem örtlich, ein Teil gelangt aber ins Blut; die Risiken einer im ganzen Körper wirkenden Behandlung gelten laut Fachinformation in geringerem Ausmaß. Ein zusätzliches Gestagen empfiehlt die Fachinformation hier nicht. Hochdosierte Estradiol-Cremes mit 0,01 % Estradiol sind laut Bescheid des BfArM vom 18.03.2020 auf einen einmaligen Behandlungszeitraum von bis zu 4 Wochen beschränkt.
Warum brauche ich zusätzlich ein Gestagen?
Bei Frauen mit Gebärmutter erhöht eine längerfristige Behandlung nur mit Östrogen das Risiko für eine übermäßige Verdickung und für Krebs der Gebärmutterschleimhaut. Laut den Fachinformationen von Estradiol und Dydrogesteron gleicht ein Gestagen, das zyklisch über eine festgelegte Mindestzahl von Tagen oder durchgehend gegeben wird, dieses zusätzliche Risiko aus; laut Fachinformation von Progesteron verringert Progesteron das Risiko für eine übermäßige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut deutlich. Frauen ohne Gebärmutter wird laut Fachinformation von Estradiol kein zusätzliches Gestagen empfohlen, sofern keine Endometriose bekannt ist.
Erhöht eine Hormonersatztherapie das Risiko für Thrombosen und Schlaganfall?
Bei einer im ganzen Körper wirkenden Behandlung ja. Laut Fachinformation ist das Risiko für Blutgerinnsel in den Venen 1,3- bis 3-fach erhöht, im ersten Behandlungsjahr am ehesten, und das Risiko für einen ischämischen Schlaganfall bis zu 1,5-fach. Für Estriol als Vaginalcreme gelten diese Risiken laut Fachinformation in geringerem Ausmaß. Bei einer schmerzhaften Schwellung eines Beins, plötzlichen Schmerzen im Brustkorb oder Atemnot nehmen Sie sofort Kontakt mit einer Ärztin oder einem Arzt auf.
Schützt eine Hormonersatztherapie vor einer Schwangerschaft?
Nein. Estradiol-Spray, Progesteron-Kapseln und Estriol-Vaginalcreme sind laut ihren Produktinformationen kein Mittel zur Empfängnisverhütung. Liegt die letzte Monatsblutung weniger als 12 Monate zurück oder sind Sie jünger als 50 Jahre, kann laut Packungsbeilage von Estradiol eine zusätzliche Verhütung nötig sein. Fragen Sie dazu Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Wie lange darf man eine Hormonersatztherapie anwenden?
Laut Fachinformation nur so lange, wie der Nutzen die Risiken überwiegt, und mit der niedrigsten wirksamen Dosis für die kürzestmögliche Zeit. Ob die Behandlung noch nötig ist, sollte regelmäßig überprüft werden, laut Fachinformation von Estradiol zum Beispiel alle 3 bis 6 Monate. Setzen Sie das Mittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
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